Wir wissen oft ganz genau, was uns guttun wĂŒrde â mehr Bewegung, Grenzen setzen, besser schlafen, weniger Smartphone, klarere PrioritĂ€ten. Und trotzdem setzen wir es nicht um. Warum?
In dieser Folge geht es um die Knowledge-Behavior-Gap und um zwei Wörter, die einen ĂŒberraschend hilfreichen Blick auf unsere StressbewĂ€ltigung ermöglichen: einfach und leicht. Denn einfach ist nicht automatisch leicht. Einfach bedeutet: Es ist nicht kompliziert. Leicht bedeutet: Es ist nicht schwer bzw. kostet uns wenig Ăberwindung.
Ein âNeinâ auszusprechen, ist beispielsweise ziemlich einfach. Es im entscheidenden Moment gegenĂŒber Kolleg:innen, der FĂŒhrungskraft oder Menschen, die uns wichtig sind, wirklich zu sagen, kann dagegen verdammt schwer sein.
In der Folge schauen wir deshalb auf eine 2Ă2-Matrix fĂŒr die Umsetzung:
âąâ â Einfach & leicht: Warum mache ich es trotzdem nicht? Will ich es wirklich â oder mag ich nur die Idee davon?
âąâ â Einfach & nicht leicht: Welche emotionalen HĂŒrden, GlaubenssĂ€tze oder Gewohnheiten machen mir die Umsetzung schwer?
âąâ â Nicht einfach & leicht: Welche FĂ€higkeit, Technik oder welches Hilfsmittel fehlt mir, um es unkomplizierter zu machen?
âąâ â Nicht einfach & nicht leicht: Ist das gerade wirklich der richtige Hebel â und wie kann ich die HĂŒrde verkleinern?
Anhand von Beispielen wie Yoga, Sport, Grenzen setzen, Kommunikation und Training zeige ich dir, wie du herausfinden kannst, woran deine Umsetzung tatsĂ€chlich scheitert. Denn gerade bei gesunder StressbewĂ€ltigung reicht Wissen nicht aus. Ăber Sport nachzudenken, baut noch keinen körperlichen Stress ab. Ăber Grenzen nachzudenken, setzt noch keine Grenze. Und eine gute Idee verĂ€ndert noch keinen Alltag.
Die Frage fĂŒr diese Woche: Was möchtest du eigentlich schon lĂ€nger umsetzen und ist es fĂŒr dich einfach, leicht, beides oder keines von beidem?
AuĂerdem in dieser Folge: Ich erzĂ€hle von meinem Besuch beim FrĂŒhstĂŒcksfernsehen mit meinem neuen Buch âDie 1-Minuten-Strategie gegen emotionalen Stressâ, von der Aufregung davor und davon, was mein Nervensystem nachts daraus gemacht hat.