querFELDein-Podcast – Der Wissenschaftspodcast zu Umwelt, Klima, Landwirtschaft & Ernährung – Details, episodes & analysis

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Podcast querFELDein-Podcast – Der Wissenschaftspodcast zu Umwelt, Klima, Landwirtschaft & Ernährung

querFELDein-Podcast – Der Wissenschaftspodcast zu Umwelt, Klima, Landwirtschaft & Ernährung

Leibniz Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF)

Science

Frequency: 1 episode/21d. Total Eps: 68

Hosting podcast Unknown
Unsere Redakteurin Julia Lidauer spricht mit der Wissenschaft, Politik und Praxis darüber, wie wir in Zukunft Lebensmittel anbauen und Tiere halten, wie wir eine wachsende Weltbevölkerung ernähren und wie wir den großen Umwelt- und Klimaherausforderungen begegnen können. Allgemeinverständlich, interessant, faktenbasiert, manchmal auch kurios: querFELDein eben!
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REINGEHÖRT: Wie clever sind Ziegen? – Verhalten und Kognition von Nutztieren (#32)

jeudi 31 octobre 2024Duration 16:00

REINGEHÖRT ist die kurze Version unserer Podcast-Folge zum Thema “Wie clever sind Ziegen? – Verhalten und Kognition von Nutztieren”. In wenigen Minuten bekommt ihr so einen Überblick über das Thema und wenn ihr mehr wissen möchtet, könnt ihr euch zusätzlich die komplette Folge hier anhören: https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/32-wie-clever-sind-ziegen-verhalten-und-kognition-von-nutztieren

Wir alle kennen diese Momente: Wir unterhalten uns mit einer Freundin, diese zeigt auf etwas und unser Blick folgt der Richtung, in die sie zeigt. Oder wir sehen Eltern mit ihren Kindern im Zoo und auch die Kinder blicken in die Richtung, in die die Eltern zeigen. Hunde können unsere Zeigegesten ebenso deuten. Auch sie schauen nicht auf unseren Finger, sondern in die Richtung, in die wir zeigen.

Hunde und Katzen sind für die meisten von uns alltägliche Begleiter und oft verbinden wir mit ihnen auch Eigenschaften, die sehr menschlich sind. Sie sind aber nicht die einzigen domestizierten Tiere, welche einen Teil der menschlichen Entwicklungsgeschichte mit uns verbracht haben. Aber für Ziegen, Kühe oder Schweine scheinen wir nicht die gleiche emotionale, oder auch kognitive Nähe zu empfinden.

Wir würden deshalb vielleicht auch weniger erwarten, dass auch Nutztiere herausragende kognitive Fähigkeiten zeigen. Aber warum? Zum einen sind zum Beispiel Ziegen Nutztiere, die wir vor allem halten, um Nahrungsmittel zu produzieren. Hunde hingegen, bzw. deren Vorgänger, die Wölfe, haben wir Menschen irgendwann ausgewählt, um sie in unserer direkten Obhut, als Haustiere zu halten. Dadurch haben sie sich evolutionär gesehen, auch an den Menschen gewöhnt. Zum anderen beschäftigte sich die Tierkognitionsforschung in der Vergangenheit oft eher mit Tieren wie Affen, Delfinen oder eben Hunden und weniger mit Nutztieren. Deshalb wissen wir auch einfach weniger über die Kognition von Ziegen, Kühen oder Schweinen.

Unsere Gäste in dieser Podcast-Folge, Dr. Jan Langbein und Dr. Christian Nawroth, haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Wissenslücke Stück für Stück zu schließen. Am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) erforschen sie die kognitiven Fähigkeiten von Kühen, Ziegen und anderen Nutztieren. Wie sie dazu gekommen sind, wie ihre Arbeit mit den Tieren aussieht, welche Erkenntnisse sie bisher gesammelt haben, und wie diese sich auf die Haltung unserer Nutztiere auswirken könnten, erfahrt ihr in dieser Episode.

Mehr über die Forschung von Jan und Christian erfahrt ihr hier:
https://www.fbn-dummerstorf.de/mitarbeitende/jan-langbein/
https://www.fbn-dummerstorf.de/mitarbeitende/christian-nawroth/

Hier geht es zur Website der Initiative ManyGoats: https://www.themanygoatsproject.com

In einer Episode des Podcast „Tierversuche verstehen“ spricht Christian auch über seine Forschung: https://www.tierversuche-verstehen.de/s3e17-wie-schlau-sind-ziegen-herr-nawroth/

Weitere spannende Artikel rund um die Landwirtschaft der Zukunft findet ihr auf unserem Blog www.quer-feld-ein.blog.

Für Feedback und Anregungen schreibt uns an querfeldein(at)zalf.de

Für diese Episode haben wir den Sound „Bleating Goat“ von aisselles, gefunden auf
www.freesound.org, unverändert verwendet.

https://freesound.org/people/aisselles/sounds/722658/
https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

Coverbild: © FBN

Wie clever sind Ziegen? – Verhalten und Kognition von Nutztieren (#32)

jeudi 31 octobre 2024Duration 01:07:00

Wir alle kennen diese Momente: Wir unterhalten uns mit einer Freundin, diese zeigt auf etwas und unser Blick folgt der Richtung, in die sie zeigt. Oder wir sehen Eltern mit ihren Kindern im Zoo und auch die Kinder blicken in die Richtung, in die die Eltern zeigen. Hunde können unsere Zeigegesten ebenso deuten. Auch sie schauen nicht auf unseren Finger, sondern in die Richtung, in die wir zeigen.

Hunde und Katzen sind für die meisten von uns alltägliche Begleiter und oft verbinden wir mit ihnen auch Eigenschaften, die sehr menschlich sind. Sie sind aber nicht die einzigen domestizierten Tiere, welche einen Teil der menschlichen Entwicklungsgeschichte mit uns verbracht haben. Aber für Ziegen, Kühe oder Schweine scheinen wir nicht die gleiche emotionale, oder auch kognitive Nähe zu empfinden.

Wir würden deshalb vielleicht auch weniger erwarten, dass auch Nutztiere herausragende kognitive Fähigkeiten zeigen. Aber warum? Zum einen sind zum Beispiel Ziegen Nutztiere, die wir vor allem halten, um Nahrungsmittel zu produzieren. Hunde hingegen, bzw. deren Vorgänger, die Wölfe, haben wir Menschen irgendwann ausgewählt, um sie in unserer direkten Obhut, als Haustiere zu halten. Dadurch haben sie sich evolutionär gesehen, auch an den Menschen gewöhnt. Zum anderen beschäftigte sich die Tierkognitionsforschung in der Vergangenheit oft eher mit Tieren wie Affen, Delfinen oder eben Hunden und weniger mit Nutztieren. Deshalb wissen wir auch einfach weniger über die Kognition von Ziegen, Kühen oder Schweinen.

Unsere Gäste in dieser Podcast-Folge, Dr. Jan Langbein und Dr. Christian Nawroth, haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Wissenslücke Stück für Stück zu schließen. Am Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) erforschen sie die kognitiven Fähigkeiten von Kühen, Ziegen und anderen Nutztieren. Wie sie dazu gekommen sind, wie ihre Arbeit mit den Tieren aussieht, welche Erkenntnisse sie bisher gesammelt haben, und wie diese sich auf die Haltung unserer Nutztiere auswirken könnten, erfahrt ihr in dieser Episode.

Mehr über die Forschung von Jan und Christian erfahrt ihr hier:
https://www.fbn-dummerstorf.de/mitarbeitende/jan-langbein/
https://www.fbn-dummerstorf.de/mitarbeitende/christian-nawroth/

Hier geht es zur Website der Initiative ManyGoats: https://www.themanygoatsproject.com

In einer Episode des Podcast „Tierversuche verstehen“ spricht Christian auch über seine Forschung: https://www.tierversuche-verstehen.de/s3e17-wie-schlau-sind-ziegen-herr-nawroth/

Weitere spannende Artikel rund um die Landwirtschaft der Zukunft findet ihr auf unserem Blog www.quer-feld-ein.blog.

Für Feedback und Anregungen schreibt uns an querfeldein(at)zalf.de

Für diese Episode haben wir den Sound „Bleating Goat“ von aisselles, gefunden auf
www.freesound.org, unverändert verwendet.

https://freesound.org/people/aisselles/sounds/722658/
https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

Coverbild: © FBN

REINGEHÖRT #27: Herausforderung Umstellung: 30% Ökolandbau bis 2030? (Teil 2)

jeudi 27 avril 2023Duration 17:00

Hinweis: Wenn wir von 30% ökologischen Betrieben bis 2030 sprechen, bezieht sich das auf den Flächenanteil.

REINGEHÖRT ist die kurze Version unserer Podcast-Folge zum Thema “Herausforderung Umstellung: 30% Ökolandbau bis 2030? (Teil 2)”

In wenigen Minuten bekommt ihr so einen Überblick über das Thema und wenn ihr mehr wissen möchtet, könnt ihr euch zusätzlich die komplette Folge hier anhören: https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/27-herausforderung-umstellung-30-okolandbau-bis-2030-teil-2

Die aktuelle Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel „30 Prozent Ökolandbau bis zum Jahr 2030” festgelegt. Das ist ein ambitioniertes Ziel und nicht jeder Betrieb will oder kann einfach von heute auf morgen mit der Umstellung beginnen. Welche Herausforderungen auf Betriebe zukommen, die eine Umstellung wagen, erfahrt ihr in dieser Podcast-Episode.

Unsere Gäste sind der Landwirt Patrick Rückert und Dr. Jürn Sanders, Präsident des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FibL) Europe und Leiter des Departements für Agrar- und Ernährungssysteme.

Diese Folge wurde in Kooperation mit Saxony5 produziert. Saxony5 ist der gemeinsame Transferverbund der fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, welcher über die Förderinitiave “Innovative Hochschule” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gefördert wird. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um mit einer gemeinsamen Strategie den Austausch von Know-How und Ideen zu fördern und damit die Innovation von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. In den insgesamt drei Podcast-Folgen haben wir deshalb auch Wert daraufgelegt sowohl die Wissenschaft als auch die Praxis zu Wort kommen zu lassen.

Mehr Infos zur Grossdrebnitzer Agrarbetriebsgesellschaft mbh: https://www.unserebroschuere.de/Grossdrebnitzer_Agrarbetriebsgesellschaft/MailView/

Mehr zur Arbeit von Jürn Sanders: https://www.fibl.org/de/ueber-uns/team/sanders-juern

Weitere spannende Artikel rund um die Themen Umwelt, Klima, Landwirtschaft & Ernährung findet ihr auf unserem Blog www.quer-feld-ein.blog.

Für Feedback und Anregungen schreibt uns an querfeldein(at)zalf.de

Für diese Episode haben wir den Sound „Eating a carrot.wav“ von Reenen007, gefunden auf www.freesound.org, unverändert verwendet.

https://freesound.org/people/Reenen007/sounds/538682/

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Coverbild: © Tina Witherspoon / Unsplash

#27 Herausforderung Umstellung: 30% Ökolandbau bis 2030? (Teil 2)

jeudi 27 avril 2023Duration 01:10:00

Hinweis: Wenn wir von 30% ökologischen Betrieben bis 2030 sprechen, bezieht sich das auf den Flächenanteil.

Die aktuelle Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel „30 Prozent Ökolandbau bis zum Jahr 2030” festgelegt. Das ist ein ambitioniertes Ziel und nicht jeder Betrieb will oder kann einfach von heute auf morgen mit der Umstellung beginnen. Welche Herausforderungen auf Betriebe zukommen, die eine Umstellung wagen, erfahrt ihr in dieser Podcast-Episode.

Unsere Gäste sind der Landwirt Patrick Rückert und Dr. Jürn Sanders, Präsident des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FibL) Europe und Leiter des Departements für Agrar- und Ernährungssysteme.

Diese Folge wurde in Kooperation mit Saxony5 produziert. Saxony5 ist der gemeinsame Transferverbund der fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, welcher über die Förderinitiave “Innovative Hochschule” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gefördert wird. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um mit einer gemeinsamen Strategie den Austausch von Know-How und Ideen zu fördern und damit die Innovation von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. In den insgesamt drei Podcast-Folgen haben wir deshalb auch Wert daraufgelegt sowohl die Wissenschaft als auch die Praxis zu Wort kommen zu lassen.

Mehr Infos zur Grossdrebnitzer Agrarbetriebsgesellschaft mbh: https://www.unserebroschuere.de/Grossdrebnitzer_Agrarbetriebsgesellschaft/MailView/

Mehr zur Arbeit von Jürn Sanders: https://www.fibl.org/de/ueber-uns/team/sanders-juern

Weitere spannende Artikel rund um die Themen Umwelt, Klima, Landwirtschaft & Ernährung findet ihr auf unserem Blog www.quer-feld-ein.blog.

Für Feedback und Anregungen schreibt uns an querfeldein(at)zalf.de

Für diese Episode haben wir den Sound „Eating a carrot.wav“ von Reenen007, gefunden auf www.freesound.org, unverändert verwendet.

https://freesound.org/people/Reenen007/sounds/538682/

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Coverbild: © Tina Witherspoon / Unsplash

REINGEHÖRT #26: Herausforderung Umstellung: 30% Ökolandbau bis 2030?

jeudi 30 mars 2023Duration 17:00

Hinweis: Diese Podcast-Episode haben wir bereits im September 2022 aufgenommen. Wenn wir also vom letzten Jahr sprechen, meinen wir damit 2021. Außerdem hat sich Julia versprochen und sagt 1/3 – korrekt sind aber 30% Öko-Flächenanteil bis 2030

REINGEHÖRT ist die kurze Version unserer Podcast-Folge zum Thema “Herausforderung Umstellung: 30% Ökolandbau bis 2030?”

In wenigen Minuten bekommt ihr so einen Überblick über das Thema und wenn ihr mehr wissen möchtet, könnt ihr euch zusätzlich die komplette Folge hier anhören: https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/26-herausforderung-umstellung-30-okolandbau-bis-2030

Um Europa klimaneutral zu machen, hat die Europäische Kommission im Europäischen Green Deal unter anderem festlegt, dass bis 2030 auf 25% der landwirtschaftlichen Fläche ökologische Landwirtschaft betrieben werden soll. Unsere neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag sogar das Ziel “30 Prozent Ökolandbau bis zum Jahr 2030” festgeschrieben. Ist das ein realistischen Ziel?

Der Klimawandel ist längst nicht mehr nur ein Modell oder eine Vorhersage. Wir stecken bereits mittendrin und bekommen die Auswirkungen zu spüren. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, ihn eventuell sogar zu verlangsamen, zu stoppen oder immerhin zu versuchen die Auswirkungen abzumildern oder sich darauf vorzubereiten, muss Deutschland nachhaltiger werden. Eine Schlüsselrolle dabei spielt die Landwirtschaft.

Mit unseren Gästen Juliane Barten, Thorsten Strissel und Johann Bachinger spricht Julia in dieser Podcast-Folge über die Herausforderungen, die bei der Umstellung von konventionellen Betrieben auf Bio-Betriebe auf die Landwirtinnen und Landwirte zukommen und für wie realistisch es die drei halten, dass bis 2030 auf 30% der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland Ökobetriebe wirtschaften.

Dr. Thorsten Strissel leitet die Abteilung Nachhaltigkeit beim Gemüsering Stuttgart, einem Partner der deutschen Lebensmitteleinzelhändler im Bereich Obst und Gemüse. https://www.gemuesering.de/de/detail-nachhaltigkeit-interview

Juliane Barten ist landwirtschaftliche Unternehmensberaterin und außerdem Autorin zahlreicher Fachbücher und selbst Landwirtin mit einem kleinen Betrieb. https://www.juliane-barten.de

Dr. Johann Bachinger ist Diplom-Agraringenieur am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung und Experte auf dem Bereich ökologischer Landwirtschaft. https://www.zalf.de/de/ueber_uns/mitarbeiter/Seiten/bachinger_j.aspx

Mehr Infos zum Ziel der Bundesregierung findet ihr hier: https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/oekologischer-landbau/zukunftsstrategie-oekologischer-landbau.html

Weitere spannende Artikel rund um die Landwirtschaft der Zukunft findet ihr auf unserem Blog www.quer-feld-ein.blog.

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Für diese Episode haben wir den Sound „Eating a carrot.wav“ von Reenen007, gefunden auf www.freesound.org, unverändert verwendet.

https://freesound.org/people/Reenen007/sounds/538682/

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Coverbild: © Tina Witherspoon / Unsplash

#26 Herausforderung Umstellung: 30% Ökolandbau bis 2030?

jeudi 30 mars 2023Duration 01:16:00

Hinweis: Diese Podcast-Episode haben wir bereits im September 2022 aufgenommen. Wenn wir also vom letzten Jahr sprechen, meinen wir damit 2021. Außerdem hat sich Julia versprochen und sagt 1/3 – korrekt sind aber 30% Öko-Flächenanteil bis 2030

Um Europa klimaneutral zu machen, hat die Europäische Kommission im Europäischen Green Deal unter anderem festlegt, dass bis 2030 auf 25% der landwirtschaftlichen Fläche ökologische Landwirtschaft betrieben werden soll. Unsere neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag sogar das Ziel “30 Prozent Ökolandbau bis zum Jahr 2030” festgeschrieben. Ist das ein realistischen Ziel?

Der Klimawandel ist längst nicht mehr nur ein Modell oder eine Vorhersage. Wir stecken bereits mittendrin und bekommen die Auswirkungen zu spüren. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, ihn eventuell sogar zu verlangsamen, zu stoppen oder immerhin zu versuchen die Auswirkungen abzumildern oder sich darauf vorzubereiten, muss Deutschland nachhaltiger werden. Eine Schlüsselrolle dabei spielt die Landwirtschaft.

Mit unseren Gästen Juliane Barten, Thorsten Strissel und Johann Bachinger spricht Julia in dieser Podcast-Folge über die Herausforderungen, die bei der Umstellung von konventionellen Betrieben auf Bio-Betriebe auf die Landwirtinnen und Landwirte zukommen und für wie realistisch es die drei halten, dass bis 2030 auf 30% der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland Ökobetriebe wirtschaften.

Dr. Thorsten Strissel leitet die Abteilung Nachhaltigkeit beim Gemüsering Stuttgart, einem Partner der deutschen Lebensmitteleinzelhändler im Bereich Obst und Gemüse. https://www.gemuesering.de/de/detail-nachhaltigkeit-interview

Juliane Barten ist landwirtschaftliche Unternehmensberaterin und außerdem Autorin zahlreicher Fachbücher und selbst Landwirtin mit einem kleinen Betrieb. https://www.juliane-barten.de

Dr. Johann Bachinger ist Diplom-Agraringenieur am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung und Experte auf dem Bereich ökologischer Landwirtschaft. https://www.zalf.de/de/ueber_uns/mitarbeiter/Seiten/bachinger_j.aspx

Mehr Infos zum Ziel der Bundesregierung findet ihr hier: https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/oekologischer-landbau/zukunftsstrategie-oekologischer-landbau.html

Weitere spannende Artikel rund um die Landwirtschaft der Zukunft findet ihr auf unserem Blog www.quer-feld-ein.blog.

Für Feedback und Anregungen schreibt uns an querfeldein(at)zalf.de

Für diese Episode haben wir den Sound „Eating a carrot.wav“ von Reenen007, gefunden auf www.freesound.org, unverändert verwendet.

https://freesound.org/people/Reenen007/sounds/538682/

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Coverbild: © Tina Witherspoon / Unsplash

REINGEHÖRT #25: Wie kann die Biodiversität in der Landwirtschaft gefördert werden?

jeudi 23 février 2023Duration 16:05

REINGEHÖRT ist die kurze Version unserer Podcast-Folge zum Thema “Wie kann die Biodiversität in der Landwirtschaft gefördert werden?”

In wenigen Minuten bekommt ihr so einen Überblick über das Thema und wenn ihr mehr wissen möchtet, könnt ihr euch zusätzlich die komplette Folge hier anhören: https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/25-wie-kann-die-biodiversitat-in-der-landwirtschaft-gefordert-werden

Bestimmt habt ihr schon einmal etwas vom Insektensterben gehört. Die Insekten sind zum Aushängeschild des weltweiten Verlusts an biologischer Vielfalt geworden, denn sie sind besonders stark vom Rückgang betroffen. Insekten spielen eine wichtige Rolle an vielen Stellen in den Ökosystemen. Als Bestäuber beispielsweise sind sie essenziell für die Produktion vieler wichtiger Nahrungsmittel wie z. B.  Äpfel, Raps aber auch Kakao und Kaffee. Damit hat ihre Bestäubungsleistung auch einen großen Wert für die Landwirtschaft und damit auch für die Volkswirtschaft. Dieser wurde von Forschern der Universität Hohenheim auf 3,6 Milliarden Euro pro Jahr allein in Deutschland geschätzt. Obwohl die Insekten oft im Rampenlicht stehen, ist es um viele andere Tiergruppen und Pflanzenarten häufig nicht besser bestellt.

2019 legte der Weltbiodiversitätsrat IPBES, mit Sitz in Bonn, einen Bericht zu Biodiversität und Ökosystemleistungen vor. Darin stand unter anderem, dass bis zu eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind und das viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten aussterben werden. Einer der Hauptgründe dafür ist vor allem, der mit der intensiven Landnutzung verbundene Verlust an Lebensräumen. Bereits 75 % der Landoberfläche und 66 % der Meeresfläche der Erde sind durch den Einfluss des Menschen verändert worden. Zu diesen Flächen gehören auch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Da in Deutschland über 50 % der Flächen für die Landwirtschaft genutzt werden, trägt diese auch eine große Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Mit dem Hochschulprofessor Arne Cierjacks von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden und dem Landwirt Kai Pönitz sprechen wir in dieser Podcast-Folge darüber, wie es um die Biodiversität in Deutschland aktuellsteht und was wir tun können, um diese in der Landwirtschaft zu fördern.

Diese Folge wurde in Kooperation mit Saxony5 produziert. Saxony5 ist der gemeinsame Transferverbund der fünf sächschischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, welcher über die Förderinitiave “Innovative Hochschule” des Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gefördert wird. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um mit einer gemeinsamen Strategie den Austausch von Know-How und Ideen zu fördern und damit die Innovation von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. In den insgesamt drei Podcast-Folgen haben wir deshalb auch Wert darauf gelegt sowohl die Wissenschaft als auch die Praxis zu Wort kommen zu lassen.

Mehr Infos zur Rio-Konferenz:

https://www.bmz.de/de/service/lexikon/un-konferenz-fuer-umwelt-und-entwicklung-rio-konferenz-1992-22238

Intergovernmental Panel for Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) mit Sitz in Bonn:

https://ipbes.net

„Krefelder Studie“:

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809

Weitere spannende Artikel rund um die Themen Umwelt, Klima, Landwirtschaft & Ernährung findet ihr auf unserem Blog www.quer-feld-ein.blog.

Für Feedback und Anregungen schreibt uns an querfeldein(at)zalf.de

Für diese Episode haben wir den Sound „grasshopper_song.wav“ von reinsamba gefunden auf www.freesound.org, unverändert verwendet.

https://freesound.org/people/reinsamba/sounds/58240/

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Coverbild: © Johannes Möser

#25 Wie kann die Biodiversität in der Landwirtschaft gefördert werden?

jeudi 23 février 2023Duration 01:15:00

Bestimmt habt ihr schon einmal etwas vom Insektensterben gehört. Die Insekten sind zum Aushängeschild des weltweiten Verlusts an biologischer Vielfalt geworden, denn sie sind besonders stark vom Rückgang betroffen. Insekten spielen eine wichtige Rolle an vielen Stellen in den Ökosystemen. Als Bestäuber beispielsweise sind sie essenziell für die Produktion vieler wichtiger Nahrungsmittel wie z. B.  Äpfel, Raps aber auch Kakao und Kaffee. Damit hat ihre Bestäubungsleistung auch einen großen Wert für die Landwirtschaft und damit auch für die Volkswirtschaft. Dieser wurde von Forschern der Universität Hohenheim auf 3,6 Milliarden Euro pro Jahr allein in Deutschland geschätzt. Obwohl die Insekten oft im Rampenlicht stehen, ist es um viele andere Tiergruppen und Pflanzenarten häufig nicht besser bestellt.

2019 legte der Weltbiodiversitätsrat IPBES, mit Sitz in Bonn, einen Bericht zu Biodiversität und Ökosystemleistungen vor. Darin stand unter anderem, dass bis zu eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind und das viele davon bereits in den nächsten Jahrzehnten aussterben werden. Einer der Hauptgründe dafür ist vor allem, der mit der intensiven Landnutzung verbundene Verlust an Lebensräumen. Bereits 75 % der Landoberfläche und 66 % der Meeresfläche der Erde sind durch den Einfluss des Menschen verändert worden. Zu diesen Flächen gehören auch landwirtschaftlich genutzte Flächen. Da in Deutschland über 50 % der Flächen für die Landwirtschaft genutzt werden, trägt diese auch eine große Verantwortung für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Mit dem Hochschulprofessor Arne Cierjacks von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden und dem Landwirt Kai Pönitz sprechen wir in dieser Podcast-Folge darüber, wie es um die Biodiversität in Deutschland aktuellsteht und was wir tun können, um diese in der Landwirtschaft zu fördern.

Diese Folge wurde in Kooperation mit Saxony5 produziert. Saxony5 ist der gemeinsame Transferverbund der fünf sächschischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, welcher über die Förderinitiave “Innovative Hochschule” des Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz gefördert wird. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um mit einer gemeinsamen Strategie den Austausch von Know-How und Ideen zu fördern und damit die Innovation von Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. In den insgesamt drei Podcast-Folgen haben wir deshalb auch Wert darauf gelegt sowohl die Wissenschaft als auch die Praxis zu Wort kommen zu lassen.

Mehr Infos zur Rio-Konferenz:

https://www.bmz.de/de/service/lexikon/un-konferenz-fuer-umwelt-und-entwicklung-rio-konferenz-1992-22238

Intergovernmental Panel for Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) mit Sitz in Bonn:

https://ipbes.net

„Krefelder Studie“:

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809

Weitere spannende Artikel rund um die Themen Umwelt, Klima, Landwirtschaft & Ernährung findet ihr auf unserem Blog www.quer-feld-ein.blog.

Für Feedback und Anregungen schreibt uns an querfeldein(at)zalf.de

Für diese Episode haben wir den Sound „grasshopper_song.wav“ von reinsamba gefunden auf www.freesound.org, unverändert verwendet.

https://freesound.org/people/reinsamba/sounds/58240/

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Coverbild: © Johannes Möser

#24 The role of agriculture in Colombia and other conflict regions (English Episode)

jeudi 26 janvier 2023Duration 01:05:00

Agriculture is complex. Even in economically and politically stable countries such as Germany, there are many different players with different interests and points of view. In conflict regions, farmers are faced with a multitude of additional challenges.

Colombia, for example, is one such conflict region. In 2016, the Colombian government and the FARC guerrillas signed a peace agreement. This ended more than 50 years of armed conflict in the country. But to guarantee peace in the long term, profound social and societal change are needed, and it won’t just happen overnight.

Today, the level of violence in the country has decreased, but in some parts it is still high, which endangers peace. This violence is financed primarily by the drug trade. This is one of the reasons why, after the peace agreement, alternatives to drug cultivation were supposed to be created, providing a legal source of income for farmers in rural parts of the country. But Colombia remains the world’s largest cocaine producer.

In this podcast episode, we talk about the conditions under which agriculture can work there at all, when the main crop of many farmers is coca plants (i.e. plants from which cocaine is later produced), what part agriculture plays in peace, what challenges but also opportunities the more difficult conditions in the country offer and what we can learn from these regions for other conflict regions in the world.

Our guest is Dr. Stefan Sieber, Agricultural Engineer from the ​​​​​​​​​​​Leibniz Centre for Agricultural Landscape Research (ZALF).

Learn more Stefan’s work here:

https://www.zalf.de/de/ueber_uns/mitarbeiter/Seiten/sieber_s.aspx

For feedback and suggestions write us at querfeldein(at)zalf.de

For this episode we used the sound „Rain Sound and Rainforest.mp3“ by INNORECORDS,  found on www.freesound.org (unchanged).

https://freesound.org/people/INNORECORDS/sounds/457447/

https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

Cover image: © Laura Rheinfels

REINGEHÖRT #24: The role of agriculture in Colombia and other conflict regions (English Episode)

jeudi 26 janvier 2023Duration 16:00

REINGEHÖRT is the short version of our podcast episode “The role of agriculture in Colombia and other conflict regions”.

In a few minutes you will get an overview of the topic and if you want to know more, you can also listen to the complete episode here: https://www.quer-feld-ein.blog/episodes/24-the-role-of-agriculture-in-columbia-and-other-conflict-regions-english-episode

Agriculture is complex. Even in economically and politically stable countries such as Germany, there are many different players with different interests and points of view. In conflict regions, farmers are faced with a multitude of additional challenges.

Colombia, for example, is one such conflict region. In 2016, the Colombian government and the FARC guerrillas signed a peace agreement. This ended more than 50 years of armed conflict in the country. But to guarantee peace in the long term, profound social and societal change are needed, and it won’t just happen overnight.

Today, the level of violence in the country has decreased, but in some parts it is still high, which endangers peace. This violence is financed primarily by the drug trade. This is one of the reasons why, after the peace agreement, alternatives to drug cultivation were supposed to be created, providing a legal source of income for farmers in rural parts of the country. But Colombia remains the world’s largest cocaine producer.

In this podcast episode, we talk about the conditions under which agriculture can work there at all, when the main crop of many farmers is coca plants (i.e. plants from which cocaine is later produced), what part agriculture plays in peace, what challenges but also opportunities the more difficult conditions in the country offer and what we can learn from these regions for other conflict regions in the world.

Our guest is Dr. Stefan Sieber, Agricultural Engineer from the ​​​​​​​​​​​Leibniz Centre for Agricultural Landscape Research (ZALF).

Learn more Stefan’s work here:

https://www.zalf.de/de/ueber_uns/mitarbeiter/Seiten/sieber_s.aspx

For feedback and suggestions write us at querfeldein(at)zalf.de

For this episode we used the sound „Rain Sound and Rainforest.mp3“ by INNORECORDS,  found on www.freesound.org (unchanged).

https://freesound.org/people/INNORECORDS/sounds/457447/

https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/

Cover image: © Laura Rheinfels


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