Manche warten. Andere handeln.
MYNDS führt Gespräche mit Gründern, Investoren, Wissenschaftlern und Denkern, die Technologie, Kapital und Gesellschaft aktiv mitgestalten. Kein Werdegang-Abfragen. Wir fragen nach den Entscheidungen unter Druck, den Momenten, die alles verändert haben, und den Prinzipien, die standhalten, wenn die Regeln sich ändern.
Für alle, die auch nicht warten.
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Die meisten Deutschen verlieren Geld | Jonathan Brander über Verlustangst, Finanzbildung und den Mut zu investieren
Friday, September 18, 2026 • Duration 55:26
Nur die oberen 10% der deutschen Sparenden haben 2026 eine positive Rendite erzielt. Alle anderen schauen dabei zu, wie ihr Vermögen unterm Strich weniger wird.
In dieser Folge ist Jonathan Brander zu Gast. Er ist COO von Upvest, einer Plattform, die an der Demokratisierung von Investments arbeitet, aktiv in über 20 europäischen Märkten mit mehreren Millionen Nutzenden. Zuvor war er über zehn Jahre in der klassischen Bankenwelt tätig, bevor er den Sprung ins Fintech wagte.
Podcast Host Oliver spricht mit Jonathan darüber, warum so viele Deutsche beim Investieren zurückbleiben, was das mit unserer Geschichte und unserem Umgang mit Risiko zu tun hat, und warum er selbst mehrmals so nah am Burnout war, bevor er seinen Umgang mit Arbeit grundlegend änderte.
In dieser Folge geht es u.a. über:
warum im Vergleich zum Ausland viel zu wenige Deutsche investiert sind und wie viel Geld dadurch ungenutzt liegen bleibt
welche Lücke sich schon in der Schulbildung beim Thema Anlage und Investment auftut
was die USA im Umgang mit Risiko strukturell anders machen als wir
warum wir als Gesellschaft mutiger werden müssen und wie günstiger Zugang und Bildung dabei helfen
warum "Time in the Market" langfristig immer "Timing the Market" schlägt
warum Jonathan aus der klassischen Bankenwelt in ein Fintech gewechselt ist
wie er mehrmals fast ein Burnout erlitten hat und durch die Sorge seiner Kinder seinen Umgang mit Arbeit veränderte
wie er seinen eigenen Kindern Finanzbildung vermittelt
Kapitel / Timestamps:
00:00 — Intro
01:00 — Begrüßung und die Bundesbank-Zahlen zur Rendite-Ungleichheit
02:30 — Warum nur 6,8% der Deutschen in Aktien investiert sind
05:00 — Fehlendes Finanzwissen als größte Hürde
09:00 — Die historischen Wurzeln der deutschen Verlustangst
15:00 — Was andere Länder wie die USA anders machen
25:00 — Warum Banken heute so risikoavers geworden sind
35:00 — Der Wechsel von der Bank ins Fintech
40:00 — Wie nahe Jonathan mehrfach am Burnout war
44:00 — Was sich seitdem in seiner Führung verändert hat
50:00 — Mutiger investieren: was es dafür braucht
56:00 — Wie Jonathan seinen Kindern Finanzbildung vermittelt
58:00 — Der wichtigste Rat: einfach anfangen, auch mit 10 Euro
"Ich war die ersten 30 Minuten meines Lebens nicht lebensfähig" | Claudia Gersdorf über Ablehnung, Eigenbestimmung und den Glauben an sich selbst
Friday, September 4, 2026 • Duration 01:10:17
Was, wenn genau der Satz "du kannst das nicht" zum Antrieb für ein ganzes Leben wird?
In dieser Folge ist Claudia Gersdorf zu Gast. Sie war nach der Geburt die ersten 30 Minuten nicht lebensfähig, erst eine Adrenalinspritze holte sie zurück, allerdings mit bleibenden Beeinträchtigungen. Aufgewachsen in der ehemaligen DDR, mit Ärzten und Lehrkräften, die ihr sagten, sie sei nicht belastbar, hat sie sich irgendwann selbst entschieden: Sie kann es doch. Heute ist Claudia Unternehmerin, Coach und Menschenrechtlerin, trainiert Jugendliche, geht als Wertebotschafterin an Schulen und baut an ihrer Vision einer Bewegungsschule für Deutschland.
Statt von "Behinderung" spricht Claudia lieber von ihrem "Diversitätsbonus", denn Menschen, die von außen anders wirken, sind für sie von Natur aus darin geübt, Lösungen zu finden statt nur Probleme zu sehen. Genau darin sieht sie auch ihre Form von Rebellion: nicht nur gegen den Strom schwimmen, sondern selbst neue Wege aufzeigen, die das System bisher nicht gehen wollte.
Podcast Host Oliver spricht mit Claudia darüber, wie sie mit 12 Jahren gegen den Willen von zehn Schulen den Wechsel von der Körperbehinderten-Schule ans normale Gymnasium erkämpfte, warum sie sich vor 20 Jahren gegen einen Gehirnchip entschied, und warum sie Inklusion in Deutschland aktuell als "Destruktion" bezeichnet. Sie erklärt ihr Modell vom Ich zum Wir zum System, warum Selbstbestimmung für sie über allem steht, und warum wir zunehmend verlernen, echte menschliche Verbindungen zu knüpfen, weil wir uns stattdessen auf Technik verlassen.
In dieser Folge geht es u.a. über:
wie eine Adrenalinspritze bei der Geburt über Claudias ganzes Leben entschied
wie man mit dem eigenen inneren Kommentator umgeht, der ständig urteilt und bewertet
warum sie sich vor 20 Jahren bewusst gegen einen Gehirnchip entschied
was das Bild vom Autopiloten und Kopiloten über verlorene Selbstbestimmung verrät
welche Stereotype und Prägungen wir aktiv verlernen sollten
warum Claudia Inklusion in Deutschland aktuell als Destruktion bezeichnet
wie Claudias Vision einer eigenen Bewegungsschule für Deutschland aussieht
"Ich saß weinend hinter der Werkshalle" | Marcel Hermann über Scheitern, Insolvenz und die Kunst, wieder aufzustehen
Friday, August 21, 2026 • Duration 55:31
Was, wenn dein Unternehmen insolvent geht und du trotzdem sagen kannst, es war die beste Schule deines Lebens?
In dieser Folge ist Marcel Hermann zu Gast. Er war Kernkraftingenieur bei RWE, bis Fukushima seine Konzernkarriere von heute auf morgen beendete. Danach sanierte er Unternehmen im Mittelstand und bei der Beteiligungsgesellschaft Aurelius, bevor er sich selbständig machte und eigene Unternehmen kaufte.
Marcel spricht mit Podcast Host Oliver über seine schwierigsten Momente: wie er am zweiten Tag nach einer Übernahme weinend hinter einer Werkshalle saß, warum er 2024 vor 50 Mitarbeitenden Insolvenz verkünden musste, und was er seitdem beim Psychologen über sich selbst gelernt hat. Er erzählt außerdem, warum er trotz allem wieder ins Risiko gegangen ist und heute eine Pharmaproduktion mit 50 Mitarbeitenden führt, und warum für ihn Erfolg vor allem eines bedeutet: Spaß.
In dieser Folge geht es u.a. über:
warum Fukushima Marcels gesamte Karriereplanung von einem Tag auf den anderen zerstörte
was bei Unternehmens-Restrukturierungen wirklich passiert – und warum man dort am meisten lernt
wie eine erfundene Vertriebspipeline und strukturelle Führungsprobleme zur Insolvenz führten
wie es sich anfühlt, vor 50 Mitarbeitenden die eigene Insolvenz zu verkünden
was systemische Therapie mit dem eigenen schlechten Gewissen zu tun hat
warum Marcel trotz eines gescheiterten Unternehmens wieder ins Risiko gegangen ist
wie KI heute kontrolliert in seiner neuen Pharmaproduktion eingesetzt wird
warum mittleres Management für ihn zunehmend überflüssig wird
warum Erfolg für Marcel nichts mit Geld, sondern mit Spaß zu tun hat
Kapitel / Timestamps:
00:00 — Intro
00:57 — "Mädchen für alles": Marcels Berufsbild erklärt
03:42 — Vom Wirtschaftsingenieur in die Kernkraft
04:31 — Fukushima: das abrupte Ende der Konzernkarriere
"Ich vertraue der KI mehr als manchen Menschen" | Laura Bierling über Einsamkeit und die menschlichen Fähigkeiten, die jetzt zählen
Friday, July 31, 2026 • Duration 01:01:02
Was, wenn die Superkräfte, die uns die KI gibt, genau die Fähigkeiten kosten, die uns eigentlich als Menschen ausmachen?
In dieser Folge ist Laura Bierling zu Gast. Sie ist Business Coach und Mediatorin und begleitet seit Jahren Menschen und Teams durch Transformation. Dabei sieht sie aus nächster Nähe, was viele von uns nur ahnen: was Technologie mit der Art macht, wie wir miteinander umgehen.
Podcast Host Oliver spricht mit Laura darüber, warum er inzwischen manche Themen eher mit der Maschine diskutiert als mit Menschen, warum unser Gehirn Bequemlichkeit über alles liebt, und welchen Preis wir für die neuen "Superkräfte" zahlen. Laura erklärt, warum sie für KI ganz bewusst keine Pronomen verwendet, was mit Menschen passiert, die sich in Avatare verlieben, und warum ausgerechnet die Fähigkeit, Stille auszuhalten, gerade jetzt zur echten Kompetenz wird.
In dieser Folge geht es u.a. über:
warum wir dem Chatbot manchmal mehr vertrauen als Menschen – und was das über uns aussagt
was passiert, wenn wir keine Spannungen mehr aushalten und jede Unsicherheit sofort auflösen
welche Rolle Verantwortung in Organisationen beim Einsatz von KI spielt
wie wir Klarheit über unsere Identität finden – in der Organisation und persönlich
wie die steigenden Einsamkeitszahlen mit unserem Umgang mit Technologie zusammenhängen
welche Berufsbilder sich durch KI grundlegend verändern werden
in welche Fähigkeiten wir gerade jetzt investieren sollten, um zu wachsen
warum soziale Beziehungen der stärkste Resilienzfaktor sind, den wir kennen
Kapitel / Timestamps:
00:00 — Intro
01:14 — "Superkräfte" durch KI im Arbeitsalltag
03:58 — Die Kehrseite: das Thema Vertrauen
06:04 — Wenn die Maschine zum Default wird statt der Mensch
”RAD RACE soll nicht größer werden" | Ingo Engelhardt über Kultur und Community, die man nicht kaufen kann
Friday, July 10, 2026 • Duration 01:09:21
Was, wenn du aus dem langweiligsten Sport der Welt eine Kultmarke machst und dabei alles hinterfragst, was Marken sonst richtig machen wollen?
In dieser Folge ist Ingo Engelhardt zu Gast. Er ist Gründer und Geschäftsführer von RAD RACE, dem größten Canyon-Reseller weltweit, mit eigenen Shops in Hamburg und Berlin und rund 60 Mitarbeitenden. Davor war er Werber, hat den StrongmanRun mit erfunden und Ben & Jerry's nach Deutschland geholt.
Sein Credo: zu jeder Idee erstmal ja sagen. Nein sagen kann man immer noch, wenn der Vertrag kommt. Aus dieser Haltung ist eine Marke entstanden, die ein paar Freunde gegründet haben und an der heute Manuel Neuer beteiligt ist.
Wir sprechen darüber, wie man eine Kultur baut statt nur ein Produkt, warum RAD RACE schon früh gelernt hat, den falschen Sponsoren eine Absage zu erteilen, und wie man groß werden kann, ohne den eigenen Spirit zu verlieren.
In sprechen wir über:
wie Ingo aus dem langweiligsten Sport der Welt eine Kultmarke gemacht hat
warum er bei Ben & Jerry's die Gründer für Hühnchen beim Buffet kritisiert hat und dafür gefeiert wurde
wie die Idee für den StrongmanRun bei einer WOK-WM-Aktivierung für Fisherman's Friend entstand
warum „immer ja sagen" das Credo von RAD RACE ist und wann Ingo trotzdem nein sagt
wie Manuel Neuer via FaceTime-Anruf bei RAD RACE einstieg
wie aus einem gescheiterten Etappenrennen in Italien die “Tour de Friends” wurde
warum Marken eine Community nicht einfach kaufen können
was hinter dem neuen Running-Format 99 Laps steckt
Kapitel / Timestamps:
00:00 — Intro
01:06 — Das Podcast-Studio im Camper: Warum kleiner immer besser ist
02:47 — Instagram-Anfänge 2012 und die Gründungszeit von RAD RACE
03:26 — Die Fisherman's-Friend-Anekdote: Wie aus einer WOK-WM-Aktivierung der StrongmanRun wurde
„Es ist eine Competition und die gewinnen wir" – Verantwortung, positive Akribie und die härteste Zeit seines Lebens | Andreas Arntzen
Friday, June 12, 2026 • Duration 01:04:45
Was, wenn die schwerste Diagnose deines Lebens am Esstisch landet und ihr eine Stunde später entscheidet, wie ihr damit umgeht?
In dieser Folge ist Andreas Arntzen zu Gast. Er ist CEO der Wort & Bild Verlagsgruppe, dem Unternehmen hinter der Apotheken Umschau, und erreicht jeden Monat über 25 Millionen Menschen. Davor war er Hockey-Nationalspieler, hat Parship mitgegründet, war Geschäftsführer bei der Zeit und beim Handelsblatt.
Vor anderthalb Jahren bekam seine Frau eine schwere Krebsdiagnose. Eine Stunde später saß die Familie zusammen und entschied gemeinsam: Es ist eine Competition und die gewinnen wir.
Wir sprechen über die Wendepunkte, die Andreas zu dem gemacht haben, der er heute ist. Über positives Denken als Überlebensstrategie und über das, was Eigenverantwortung wirklich bedeutet – im Beruf, im Gesundheitssystem und in der schwersten Situation, die eine Familie erleben kann.
In dieser Folge sprechen wir über:
was Andreas aus dem Leistungssport ins Unternehmertum mitgenommen hat – und warum Akribie keine Frage des Talents ist
wie er Parship gegründet hat: mit einer Idee auf einer DIN-A5-Seite, die aus einem Job im Online-Stellenmarkt entstand
warum er nach 17 Jahren als CEO sagt: positives Denken ist keine Einstellung, sondern eine Entscheidung
wie seine Familie mit der Krebsdiagnose seiner Frau umgegangen ist – und was der Sport ihn in diesem Moment gelehrt hat
warum Deepfakes und Medfluencer das Gesundheitssystem ernsthaft gefährden
was passiert, wenn wir alle mehr fordern als wir bereit sind zu geben
wie die Apothekenumschau mit einem perforierten Organspendeausweis auf dem Cover Leben verändert hat
Kapitel / Timestamps:
00:00 — Intro01:02 — Sport-Dokumentationen und das Hockey-Mindset03:13 — „Auf den ersten 5 Metern hätte ich besser sein können"07:32 — Erfolg vs. Plan; warum +20% über Budget gescheitert sein kann10:11 — Klarheit als Form der Wertschätzung15:50 — Loslassen, Neugierde und sechs E-Scooter im Berliner Hotel21:48 — Wendepunkte und die Geschichte hinter Parship26:25 — „Wir können mit dem, was wir machen, Menschenleben retten"35:39 — Die Frage „Was ist das Ziel?" verändert die Wirkung40:17 — Die Diagnose und eine Stunde später eine Familienentscheidung42:43 — 160 Klinikfahrten; Akribie als Form der Beziehung47:33 — Inflation von Gesundheits-Content; Medfluencer und Deep Fakes54:33 — Spirale der Selbstoptimierung55:58 — Eigenverantwortung als Bedingung für das Gesundheitssystem61:41 — Die eine Sache, die er im System ändern würde63:59 — Was die Hörer mitnehmen sollen
Neustart als Prinzip – Markenklage, Corona-Exit und was Glück wirklich bedeutet: Jannis Bandorski | PACE RACE
Thursday, May 28, 2026 • Duration 59:44
Drei Exits, zwei Mitgründungen, ein roter Faden. Was steckt hinter dem Aufbauen, Loslassen und Neustarten?
In dieser Folge ist Jannis Bandorski zu Gast. Er ist Co-Founder von PACE RACE und hat zuvor XLETIX, Deutschlands größten Hindernislauf, von null auf Marktführer aufgebaut und verkauft. Danach gründete er mit ARRtist eine B2B Software- und AI-Community-Plattform und exited auch dort erfolgreich. Kein Theoretiker, kein Playbook-Verkäufer. Jemand, der die Dinge wirklich gebaut hat.
Was alle seine Unternehmen verbindet: Community. Und was hinter seinen Entscheidungen steckt, ist weniger Kalkül als Klarheit. Ein Leitspruch hängt ihm noch heute nach: Klarheit schafft Produktivität.
Jannis hat an der Uni St. Gallen Glück erforscht und bei McKinsey das analytische Denken gelernt. Dann wagte er den Sprung: von der Beratung zu Schlammläufen, von Schlammläufen zu Software-Events, und jetzt zu einem neuen Kapitel. PACE RACE ist ein urbanes Laufevent, das Wettkampf und Community zu einem neuen Erlebnis verbindet.
Das ist kein Gründer-Hype-Gespräch. Es ist ein ehrliches Gespräch über Markenrechtsklagen, Corona-Entscheidungen, die Frage wann man loslässt und was Glück wirklich bedeutet.
Im Gespräch erfährst du unter anderem:
wie Jannis einen Markenrechtsstreit gegen CrossFit verloren hat – und warum er heute dankbar dafür ist
woran man merkt, wann es Zeit ist, eine Firma zu verkaufen
warum er bei XLETIX alle Ticketgebühren in der Corona-Krise vollständig rückerstattet hat
was Kontinuität und Microhabits mit unternehmerischem Erfolg zu tun haben
wie man 17 Jahre mit einem Co-Founder gut zusammenarbeitet
was die Harvard Longitudinal Study of Happiness über Glück sagt — und was das für Unternehmer bedeutet
Kapitel / Timestamps:
00:00 — Intro01:02 — Begrüßung: McKinsey, Promotion, Hindernisläufe – wer ist Jannis?01:45 — Mut oder Kalkül? Der Sprung vom Berater zum Gründer03:34 — Wie aus Personal Training ein Eventbusiness wurde06:45 — Der Markenrechtsstreit mit CrossFit und was daraus gelernt wurde11:29 — Höhle der Löwen, Rebranding und warum Klarheit Produktivität schafft14:10 — Community als roter Faden: XLETIX, ARRtist, PACE RACE16:03 — Vertrauen aufbauen: Sagen was man macht, machen was man sagt19:21 — Kommerzialisierung vs. Community – kein Widerspruch25:08 — Don't be a Maybe – und was Marlboro damit zu tun hat25:45 — März 2020: Die Entscheidung, alle Tickets vollständig zurückzuerstatten29:00 — Wie man mit einem Co-Founder 17 Jahre lang gut zusammenarbeitet31:01 — Wie ein Exit wirklich entsteht – und warum kein Bieterverfahren41:50 — Glücksforschung: Was die Promotion-Abbrecherin aus St. Gallen gelernt hat51:29 — Was Kontinuität und Microhabits wirklich bringen56:01 — Wochenplanung, Top 3 und Fokus als System58:12 — PACE RACE: Die Vision und was dich erwartet
Strategie ist kein Playbook — Transformation, Unsicherheit, planetare Stakeholder | Dr. Samuel Huber
Tuesday, May 12, 2026 • Duration 01:05:19
Was, wenn deine Strategie von Anfang an falsch gedacht war?
In dieser Folge ist Dr. Samuel Huber zu Gast. Er ist Gründer des For Planet Strategy Lab, Dozent an der Universität St. Gallen und einer der ungewöhnlichsten Strategiedenker, die ich bisher im Podcast hatte. Kein klassischer Berater; kein Playbook-Verkäufer.
Die meisten Strategien landen in der Schublade. Nicht weil die Umsetzung scheitert; weil das Denkmodell falsch ist. Wer Strategie als Plan versteht, baut das Problem gleich mit ein. Das ist Samuels Kernbeobachtung aus Jahren Strategiearbeit in Organisationen verschiedenster Größe.
Samuel hat dafür eine Antwort entwickelt, die ich so noch nicht gehört hatte: Strategie muss prototypisiert, partizipativ gebaut und in die täglichen Routinen einer Organisation eingebettet werden. Und sie muss Akteure einbeziehen, die fast niemand auf dem Schirm hat; darunter den Planeten.
Das ist kein Nachhaltigkeitsgespräch. Es ist ein Gespräch über Entscheidungen, Unsicherheit und die Frage, was Strategie in einer Welt bedeutet, in der das Rezept von gestern nicht mehr funktioniert.
Im Gespräch erfährst du unter anderem:
wann ein Plan reicht und wann du wirklich Strategie brauchst
warum Prototyping der unterschätzte Schritt in jedem Strategieprozess ist
was „Humans have habits, organizations have routines" konkret verändert
wie eine Kunsthochschule in Rotterdam durch planetares Denken ein neues Geschäftsfeld aufgebaut hat
warum man für den Planeten Geld verdienen kann, ohne Nonprofit zu sein
was du morgen früh anders machen kannst
Kapitel / Timestamps:
00:00 — Intro
01:04 — Was Design wirklich bedeutet; und warum es weit über Marketing hinausgeht
03:25 — Design shapes behavior for the better
Wir behandeln unsere Körper schlechter als unsere Server: Jürgen Mehrtens | YEARS
Thursday, April 23, 2026 • Duration 01:04:14
Was, wenn „gesund“ der falsche Maßstab ist?
In dieser Folge ist Jürgen Mehrtens zu Gast. Er ist Unternehmer, Quereinsteiger und eine der spannendsten Stimmen im Longevity-Bereich. Kein Arzt, kein klassischer Werdegang – und genau deshalb denkt er Gesundheit radikal anders.
Statt in Protokollen, Routinen und Durchschnittswerten denkt er in Daten, Systemen und individuellen Verläufen. Sein Ansatz stellt eine unbequeme These in den Raum: Unser Gesundheitssystem misst das Falsche und übersieht dadurch, wie wir wirklich altern.
Jürgens Weg dorthin wirkt zufällig: Jura, E-Commerce, Pandemie-Logistik. Doch genau diese Perspektive von außen ermöglicht ihm, ein System neu zu denken, das andere nie hinterfragen.
Und während seine Arbeit maximale Präzision verlangt, bleibt sein Prinzip einfach: nicht zerdenken, sondern anfangen.
Im Gespräch erfährst du unter anderem:
Warum Jürgen nicht plant, sondern durch Impulse den entscheidenden Stein ins Rollen bringt
wie man aus einem Zufall heraus ein 1,8-Milliarden-Geschäft mit der spanischen Regierung aufbaut
warum das Gesundheitssystem erst dann wirklich effizient wird, wenn wir von Behandlung auf Prävention umstellen
weshalb Jürgen davon überzeugt ist, dass „einfach du selbst sein“ nicht reicht, sondern Daten die Basis für jede Lebensentscheidung sein sollten
wie Longevity-Klinik ähnlich wie eine Daten-Infrastruktur funktioniert
weshalb Diagnostik nicht nur ein „Snapshot“, sondern ein Trend-Verlauf sein muss
wie wir die Lücke zwischen dem Gesundheitssystem und individueller Vorsorge schließen können
Kapitel / Timestamps:
00:00 – Intro & Jürgen Mehrtens Werdegang: Vom Jurastudium zum Unternehmer05:21 – Der Weg zum Erfinder & Titan Golf: Die erste Lektion in Entrepreneurship10:36 – Corona & Schutzausrüstung: Wie ein Zufall zum Milliarden-Projekt wurde17:45 – Der Wendepunkt: IV-Therapien und die Gründung von YEARS22:19 – Was ist Longevity eigentlich? Diagnostik als Lebensversicherung27:17 – Prävention vs. Therapie: Warum das Gesundheitssystem umdenken muss33:26 – Regulierung vs. Innovation: Warum Europa bei AI und Medizin bremst37:27 – Datentracking: Wie man vermeidet, zum „Sklaven der Daten“ zu werden50:13 – Die große Vision: Das größte Datenset an Aging-Biomarkern der Welt58:05 – Das Tesla-Prinzip: Wie Longevity für die breite Masse zugänglich wird1:01:13 – Jürgens Tipps: Einfache Schritte für den Start in die Gesundheitsoptimierung
Vom Friseur zur Millionen-Brand: Wenn Creator Economy zur Business Strategie wird
Saturday, April 4, 2026 • Duration 59:37
Dejan Garz ist Friseur. Heute hat er 1,5 Millionen Follower, eine eigene Produktlinie und Launches, bei denen der Bestand in Minuten ausverkauft ist.
Das ist nicht mehr Marketing. Das ist ein Geschäftsmodell.
Janet Pawelczyk baut mit Moongency gemeinsam mit Creators; managed ihr Wachstum, ihre Communities, und stellt sicher, dass Brand-Kooperationen nur dann stattfinden, wenn das Produkt wirklich zu dem Creator passt. Sophia Krauss macht dasselbe mit VYSION: Sie managed Athleten, die echte Communities aufbauen; Communities so mächtig, dass Brands sich ihren Platz darin erst verdienen müssen. Nicht digital. Real. Offline. Run Clubs in Berlin. Events, die Menschen zusammenbringen. Communities, die kaufen; weil sie vertrauen.
Was vor fünf Jahren noch "Influencer Marketing" war, ist heute ein anderes Spiel. Brands bauen nicht mehr Kampagnen um Creators. Creators bauen Unternehmen um Communities. Und Brands, die das verstanden haben, gewinnen.
Wir sprechen über ein Playbook, das über Marketing hinausgeht. Über Menschen, Geschichten, Communities als Geschäftsstrategie. Und darüber, warum die meisten Unternehmen das noch immer nicht sehen.
Im Gespräch erfährst du unter anderem:
wie Dejan Garz vom Friseur zur stärksten Creator-Brand Deutschlands geworden ist; und warum das kein viraler Moment war
warum echte Konsistenz nicht aus Disziplin kommt, sondern nur aus Passion
was Moongency und VYSION anders machen: sie schützen die Community-Integrität; Brand-Deals finden nur statt, wenn das Produkt wirklich passt
weshalb Sport-Communities die mächtigsten Communities der Welt sind; und warum Brands sich ihren Platz darin verdienen müssen
wie der Algorithmus sich verändert hat; und warum große Unternehmen darauf immer fünf Jahre zu spät reagieren
warum ein einmaliger Creator-Deal fast immer wirkungslos bleibt; und was langfristige Kooperationen stattdessen brauchen
weshalb Community nicht digital ist; Run Clubs, Offline-Events und echte Begegnungen sind die neue Währung
wie KI das Spiel für Creators verändert; nicht als Bedrohung, sondern als Beschleuniger für besseren Output
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