Geschichte der kommenden Welten – Details, episodes & analysis
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Geschichte der kommenden Welten
Indigo & Sina
Frequency: 1 episode/14d. Total Eps: 74

Ein Podcast über linke Geschichte. Indigo und Sina erzählen davon, wie Menschen für eine bessere kommende Welt gekämpft haben. Jeden zweiten Donnerstag.
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Musikalische Lesung in Gedenken an Şehîd Bager
jeudi 13 novembre 2025 • Duration 49:04
Michael Panser ist 1988 in Potsdam geboren und dort auch aufgewachsen. In seiner Jugend war er antifaschistisch organisiert und machte sich mit Freund*innen auf eine Reise nach Lateinamerika zu den Spuren revolutionärer Geschichte. Danach ging er für einige Zeit studieren, verließ dann allerdings die Universität, um sein gesamtes Leben als Studium zu begreifen. 2012 lernte er die kurdische Befreiungsbewegung und die Schriften Abdullah Öcalans kennen. Er bereiste nun alle vier Teile Kurdistans, kehrte aber immer wieder nach Europa zurück, um das Gesehene und Erlebte mit anderen zu teilen. 2015 ging Michael Panser nach Rojava und 2016 nach Şengal. 2017 entschied er sich, einen weiteren Schritt zu gehen und sich der Guerilla in den Bergen Kurdistans anzuschließen, um eine revolutionäre Persönlichkeit zu entwickeln. Im Rahmen eines breit angelegten Angriffes hat die türkischen Armee ihn am 14.12.2018 durch einen Luftschlag ermordet.
Während all seiner Reisen und den verschiedenen Etappen seiner Suche führte er durchgängig Tagebuch, schrieb Gedichte ebenso wie tiefgehende politische und gesellschaftliche Analysen. Teile seiner Schriften vertonten einige Weggefährt*innen im Dezember 2020 anlässlich seines Todestages zu einer musikalischen Lesung.
Termine der Lese-Reise 2025 zum neuen Buch "Werde, der du bist":
1.11. Basel - Gewerkschaftshaus, Rebgasse 1 - 17 Uhr
14.11. Wangen - Jugendzentrum Tonne Wangen e.V., Lindauer Straße 2 - 18 Uhr
17.11. Darmstadt - Oetinger Villa, Kranichsteiner Str.81 - ab 19 KüfA, Lesung 20 Uhr
26.11. Kassel - Kollektivcafé Kurbad, Sternstraße Nr.20 - 19 Uhr
26.11. Pößneck - Freizeitzentrum Franz-Schubert-Straße 8 - 19 Uhr
1.12. Heidelberg
2.12. Bremen - INS GLÜCK, Vor dem Steintor 139 - 18:30 Uhr
2.12. Tübingen
3.12. Hamburg - Fabrique im Gängeviertel, Valentinskamp 34A - 18:30 Uhr
4.12. Neuruppin - Emil Wendland Platz 1 - 18 Uhr
4.12. Lübeck - schickSAAL*, Clemensstr. 7 - 18:30 Uhr
4.12. Schwenningen - Linkes Zentrum Schwenningen, Bürkstraße 46 - 20 Uhr
5.12. Kiel - Stadtteilladen Anni Wadle, Kieler Str. 12 - 18:30 Uhr
5.12. Zürich - Infoladen Kasama, 8004 Zürich - 19 Uhr
6.12. Bern
7.12. Innsbruck
9.12. Klagenfurt/Celovec - Volxhaus/Ljudski Dom, Südbahngürtel 24, 9020 Klagenfurt/Celovec - 18:30
10.12. Graz - Die Kometin (Kulturverein)
Rechbauerstraße 19a/3, 8010 Graz -18.30 Uhr
11.12. Wien
12.12. Linz
13.12. Ingolstadt - Solidarisches Zentrum Azad Serges, Schäffbräustraße 15, 85049 Ingolstadt - 18 Uhr
14.12. Potsdam, am Babelsberger Park 15 - 18 Uhr
16.12. Leipzig - Körnerstraße 56 - 19 Uhr
17.12. Halle Saale - Pusch, Puschkinstraße 22 18 Uhr
18.12. Magdeburg - in:takt, Breiter Weg 32-34 - 18 Uhr
und noch weitere.
Das ist der Stand vom 20.11.2025 - googelt es am besten nochmal kurz vorher.
Ihr wollt eine Lesung in eurer Stadt organisieren? Meldet euch einfach bei Buchvorstellungen_WerdeDerDuBist@riseup.net
Das Buch "Werde, der du bist" mit Texten von Michael Panser: https://unrast-verlag.de/produkt/werde-der-du-bist/
Mehr Infos zur Aktion von Widersetzen: https://widersetzen.com/
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GKW51 Die Ogoni Nine und ihr Kampf gegen Shell in Nigeria
Episode 51
jeudi 30 octobre 2025 • Duration 01:18:18
Im Jahr 1995 erschüttert die Hinrichtung von neun Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten aus Nigeria die Welt. Was ist passiert? Die Ogoni Nine stellen sich gegen die Umweltzerstörung durch den Ölkonzern Shell im Nigerdelta. Durch geschlossen Widerstand schaffen sie es Shell daran zu hindern, Öl von ihrem Land auszubeuten.
Danke für die Interviews an Zina Saro - Wiwa und Elder DineBari Augustine Kpuinen
Mehr über Zinas Arbeit erfahrt ihr hier und zu ihrer Ausstellung in Berlin geht's hier.
Wenn ihr DineBari kontaktieren und seine Arbeit unterstützen wollt, dann schreibt ihm eine Mail an: mosopusa@gmail.com
Hinweis: In dieser Version ist eine Formulierung von Indigo über Pidgin herausgeschnitten, die eine koloniale Hierarchisierung von „gebildet“ vs. „ungebildet“ reproduziert und auch der Komplexität von Pidgin nicht gerecht wird.
Danke an Jschl.bb für den Hinweis in den Kommentaren.
Literatur
Ken Wiwa - Im Schatten des Märtyrers: Mein Leben als Sohn von Ken Saro-Wiwa
Ken Saro- Wiwa - Flammen der Hölle. Nigeria und Shell: Der schmutzige Krieg gegen die Ogoni
Podcast von BBC - Slick: The Story of Oil, Shell and Nigeria
Bericht von Amnesty International
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GKW43 Geschichte des Techno von Detroit nach Berlin
Episode 43
jeudi 26 juin 2025 • Duration 01:15:54
Von den Maschinenhallen Detroits und den Bunkern Berlins: Woher kommt Techno? Und wie politisch ist er?
Es ist der Niedergang der Autoindustrie und die Erfahrung der repetitiven Fließbandarbeit, die schwarze Künstler in den 80er Jahren in Techno verarbeiten. Warum blüht die Szene besonders in Ostdeutschland nach der Wende auf? Und was haben die Love Parade, Fuck Parade und das Fusion Festival mit all dem zu tun?
Bei einer Live-Aufzeichnung auf der Fusion im conTent sprechen wir über Techno als Musik, Subkultur und politische Bewegung.
Vielen Dank an die conTent Crew, die vielen Menschen, die ihre Stimmen zu dieser Folge beigetragen haben und die 250 (!!!!!) Leute, die live zugehört haben. Wir sind ganz verliebt in euch!!
Quellen:
Doku über Detroit "Techno City" (2000): https://www.youtube.com/watch?v=a2gr73FQ9-s
Juan Atkins & Kraftwerk 2016 in Detroit: https://www.youtube.com/watch?v=sPePjLiCcH0
Doku über die Entstehung der Fusion: https://kulturkosmos.de/
Black Bottom: https://mirrornews.hfcc.edu/news/2016/02-22/remembering-black-bottom-and-paradise-valley
NYT über Kraftwerk: https://archive.nytimes.com/www.nytimes.com/library/music/061500dj-kraftwerk.html
Gullah Music wurde in der Folge nur kurz erwähnt, hier noch mehr Hintergrund dazu und wie afroamerikanische Kämpfe der Vergangenheit sich in Musik wiederspiegeln: https://www.youtube.com/watch?v=S1HEZJLDjaw&list=PLt1xxw1-jnu3CnVsNkqxefQvc9bS6ZQq4&index=4
Das Episodenbild zeigt Juan Atkins in den 1980er Jahren: https://www.soundonsound.com/techniques/classic-tracks-model-500-no-ufos
Über die Entwicklung Berlins nach der Wende ist die Arte Doku "Capital B" sehr zu empfehlen.
Der Ausschnitt von dem Interview auf der ersten Fuckparade/ Hateparade ist aus diesem Video.
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GKW42 Gegen § 218 in der Weimarer Republik
Episode 42
jeudi 12 juin 2025 • Duration 01:22:30
In der Russischen Revolution von 1917 wird das Recht auf selbstbestimmte Schwangerschaftsabbrüche erkämpft. Und auch in der Weimarer Republik entsteht eine Massenbewegung gegen den Paragraf 218. Denn der "Klassenparagraf, der immer nur die Armen traf" kostet jährlich 40 000 Frauen, die auf stümperhaft durchgeführte und illegalisierte Abtreibungen zurückgreifen müssen, das Leben. Um das zu verhindern, bauen Sozialist*innen, Sexualreformer*innen und Feminist*innen zudem im ganzen Land Sexualberatungsstellen auf. Viele proletarische Frauen haben dort zum ersten Mal Zugang zu Wissen über Verhütung - und ihre eigenen Körper.
Inhaltswarnung: Es wird der illegalisierte Versuch eines Schwangerschaftsabbruchs mit tödlichen Folgen beschrieben.
Geschichte der kommenden Welten war zu Gast bei den Medical Students for Choice Jena. Diese Folge ist die Aufzeichnung der Live-Show in der Uni Jena. Vielen Dank für die Einladung an MSfC!
Quellen:
- Kristine von Soden - "Sexualberatungsstellen in der Weimarer Republik"
- Else Kienle - "Frauen: Aus dem Tagebuch einer Ärztin"
- Wendy Z. Goldman - "Women at the Gates: Gender and Industry in Stalin's Russia"
- Bini Adamczak – "Beziehungsweise Revolution"
Der Grafiker des Titelbilds war Adolf Strachow und die Unterschrift des Propagandaplakats lautet: "Die emanzipierte Frau baut den Sozialismus auf."
Mehr zur Geschichte des Paragrafen 218:
- Podcastreihe "Maria und der Paragraf"
Korrektur: Die matrilineale Gesellschaft der Minangkabau lebt nicht auf der indonesischen Insel Sulawesi, sondern auf Sumatra.
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GKW41 Wilder Streik migrantischer Frauen 1973
Episode 41
jeudi 29 mai 2025 • Duration 01:10:42
An einem Augustmorgen 1973 stehen 20 Arbeiterinnen vor dem Werkstor der Firma Pierburg in Neuss und verteilen Flyer. Kurz darauf ist die gesamte Frühschicht im Streik. Sie fordern die Abschaffung einer Lohngruppe, in die nur Frauen eingruppiert werden. Und eine Mark mehr für alle Beschäftigten.
Die überwiegende Mehrheit der Arbeiter*innen bei Pierburg sind Migrantinnen. Und dass sie ihren Arbeitskampf selbst organisieren und von keiner Gewerkschaft vertreten werden, ist kein Zufall. Der Streik bei Pierburg ist Teil einer Welle selbstorganisierter Streiks, die Geschichte der Arbeitskämpfe in der BRD revolutionierte.
Quellen:
Film "Pierburg - ihr Kampf ist unser Kampf" von Edith Schmidt und David Wittenberg den uns Labournet freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat und den man dort ausleihen kann. Das Titelbild für diese Folge stammt ebenfalls aus dem Film.
Interview mit Emine Orhanoğlu, dass das BIPoC Referat und das Referat für antiklassistisches Empowerment der Uni Köln geführt haben.
Buch: "Wilder Streik - Das ist Revolution" hrsg Dieter Braeg
Der Name der griechischen Arbeiterin, die im Streik eine wichtige Rolle spielte, ist Elefteria Marmela.
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GKW40 El Eternauta & Argentiniens Verschwundene
Episode 40
jeudi 15 mai 2025 • Duration 01:25:28
El Eternauta (1957-59) war nicht nur ein beliebter argentinischer Science Fiction Comic, sondern wurde auch zu einem Symbol des Widerstands. Was als Geschichte über eine grausame Alieninvasion beginnt, wird zur Metapher für staatliche Gewalt und kollektiven Widerstand.
Im Argentinien der 1970er-Jahren kämpft eine Generation für politische Veränderung – und wird von der Militärdiktatur (1976-1983) brutal zerschlagen. Auch der Eternauta-Autor Héctor Germán Oesterheld und seine vier Töchter schließen sich der linksperonistischen Guerillaorganisation Montoneros an. Innerhalb weniger Jahre verschwinden alle fünf in den Folterzentren und Gefängnissen des Regimes – wie Zehntausende andere „Desaparecidos“.
Bis heute suchen die Madres und Abuelas de Plaza de Mayo nach ihren verschwundenen Kindern und Enkeln. Mit der neuen Netflix-Serie zu El Eternauta rückt das Schicksal der Verschwundenen wieder ins öffentliche Bewusstsein und bringt die Suche durch zahlreiche neue Meldungen voran.
Diese Podcastfolge verbindet politische Geschichte mit popkulturellem Erbe – und erzählt von einer Gesellschaft, die bis heute um Wahrheit und Gerechtigkeit ringt.
Quellen und Verweise:
Eternauta, auf Deutsch 2016 im Avant Verlag erschienen: https://www.avant-verlag.de/comics/eternauta/
Podcast von ZEIT Online: “Ein geraubtes Leben in Argentinien”
Fernando Araldi Oesterheld: https://www.youtube.com/watch?v=HDxczES-HxU
Zahlen zu den Verschwundenen: https://icmp.int/the-missing/where-are-the-missing/argentina/
Zur Unterstützung der USA für die argentinische Militärdiktatur: https://nsarchive2.gwu.edu/NSAEBB/NSAEBB73/index3.htm
Zum "Eternauta Effekt", von dem die Abuelas de Plaza de Mayo berichten: https://www.infobae.com/sociedad/2025/05/10/efecto-eternauta-en-abuelas-de-plaza-de-mayo-se-sextuplicaron-las-consultas-de-los-argentinos-que-dudan-sobre-su-identidad/
Kritik an der politischen Deutung von Eternauta: https://www.comic.de/2025/04/ein-jahrhundert-comic-und-ein-missverstaendnis-eternauta/
Vielen Dank an Alejandro Jasinski und Juan Francisco Barón für die Interviews und Unterstützung in der Recherche!
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GKW39 Die Geschichte des 1. Mai
Episode 39
jeudi 1 mai 2025 • Duration 59:12
Am 1. Mai 1886 kommt es in den USA zu Massenstreiks für den Acht Stunden Tag. Als dann am 4. Mai ein Unbekannter auf dem Haymarket in Chicago während einer Streikkundgebung eine Bombe auf die Polizei wirft, eröffnen Polizisten das Feuer. Dutzende Menschen sterben. Die darauffolgende Hetzkampagne gegen die Arbeiterbewegung endet in der Hinrichtung von vier Anarchisten. 1890 ruft die Zweite Internationale in Solidarität mit den Ermordeten den Ersten Mai zum Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse aus.
In dieser Podcastfolge reden wir auch noch über weitere historische Ereignisse am ersten Mai: den Blutmai 1929, den nationalsozialistischen "Tag der nationalen Arbeit" 1933, den ersten Mai 1960 mitten im kalten Krieg und den legendären ersten Mai 1987 in Kreuzberg.
Uns ist in der Folge ein kleiner Fehler unterlaufen: 1919 war der Erste Mai schon einmal in Deutschland ein Feiertag. 1933 war der Tag aber das erste Mal ein Feiertag mit gesetzlich festgelegter Lohnfortzahlung.
Quellen: Die Einspieler zum Ersten Mai 1987 sind aus dieser Videodoku, die Einspieler von 1960 aus diesem Fernsehbeitrag. Außerdem wird "So Alt" von KiZ eingespielt, der Song "Eight Hours" von Isaac Blanchard und eine Version von Roter Wedding mit dem Originaltext von Erich Weinert.
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GKW38 Der Bauernkrieg 1525
Episode 38
jeudi 17 avril 2025 • Duration 01:11:49
Räuberische Ritter, religiöse Revolutionäre und Regenbogenfahnen - Diese Folge dreht sich um den Bauernkrieg, der genau vor 500 Jahren im April und Mai 1525 seinen Höhenpunkt fand. Es war die größte revolutionäre Erhebung Europas vor der französischen Revolution.
Vor allem im heutigen Süd- und Ostdeutschland griffen hunderttausende Menschen zu Waffen und Worten, um sich gegen feudale Ausbeutung, kirchliche Willkür und "für die freiheyt" zu erheben.
Wir erzählen von den 12 Artikeln der Bauernschaft, von brennenden Klöstern, brutalen Massakern, vom Konflikt zwischen Martin Luther und Thomas Müntzer und von der marxistischen Analyse des Bauernkriegs, den schon Karl Marx "die radikalste Tatsache” der älteren deutschen Geschichte bezeichnete.
Erwähnte Bücher:
Friedrich Engels: Der deutsche Bauernkrieg (1850)
Fabian Lehr: Der Bauernkrieg (2017) (auch als Podcastfolgen eingelesen in seinem Podcast "Fabian Lehr")
Max Steinmetz' Artikel in "Der Bauer im Klassenkampf" (1975)
Lyndal Roper: Für die Freiheit (2024)
Andere Erwähnungen:
Die Schmetterlinge - Proletenpassion (Politrock-Oratorium)
Das Bauernkriegspanorama in Bad Frankenhausen (Thüringen)
Landesausstellung “freiheyt 1525” in Mühlhausen (Thüringen) ab 26. April
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GKW37 Vom KZ zum Knast zur Gedenkstätte (mit Susi von @keine.erinnerungskultur)
Episode 37
jeudi 3 avril 2025 • Duration 01:36:49
Gedenken ist keine Selbstverständlichkeit – es ist das Ergebnis jahrzehntelanger Auseinandersetzungen. In den 80er Jahren sorgte die "Neue Geschichtsbewegung" für einen Umbruch in Westdeutschland. Getreu dem Motto "Grabe, wo du stehst“ erforschten die Geschichtswerkstätten die Geschichte "von unten" und die Gedenkstättenbewegung konfrontierte die westdeutsche Gesellschaft mit den Nazi Verbrechen ihrer Elterngeneration.
Ein besonders eindrückliches Beispiel ist das ehemalige KZ Neuengamme, denn auf dessen Gelände wurden nach 1945 zunächst zwei Knäste gebaut. Über viele Jahrzehnte hin haben sich KZ Überlebende und etliche Menschen für eine würdige Gedenkstätte eingesetzt. Heute erscheint uns die Existenz von Gedenkstätten selbstverständlich, doch sie mussten oft hart erkämpft werden. Welche Widerstände gab es gegen das Gedenken und was sagt das über das gesellschaftliche Verhältnis zur NS Geschichte aus?
Eine Folge über die Bedeutung von Gedenkarbeit im öffentlichen und privaten Raum.
Vielen Dank an Cornelia Siebeck für die Erlaubnis, die Ausschnitte ihres Vortrags zu verwenden, an Prof. Dr. Alfred Georg Frei für die Auskünfte beim spontanen Telefonat und natürlich an Susanne Siegert fürs Gastsein und schlaue Sachen sagen.
Susis Social Media:
https://www.tiktok.com/@keine.erinnerungskultur
https://www.instagram.com/keine.erinnerungskultur/
Susis Buchempfehlungen:
Gedächtnistheater: die jüdische Gemeinschaft und ihre deutsche Erfindung (Y. Michal Bodemann)
Versöhnungstheater (Max Czollek)
Gedenkort Konzentrationslager Uckermark für Mädchen und junge Frauen:
https://gedenkort-kz-uckermark.de/
Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag der Befreiung des KZ Ravensbrück: https://www.ravensbrueck-sbg.de/veranstaltungen/2025-05-02t000000z-80-jahrestag-der-befreiung-des-frauen-konzentrationslagers-ravensbrueck/
Vortrag von Cornelia Siebeck:
https://www.youtube.com/watch?v=l3LQ1ymXxGU&
Anfragen ans Bundesarchiv:
https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/hilfe/anfragen-an-das-bundesarchiv/
Hilf dem Arolsen Archiv beim Digitalisieren von Dokumenten:
https://everynamecounts.arolsen-archives.org/
Literatur:
Die vergessenen KZs? (Detlef Garbe 1983)
Die neue Geschichtsbewegung: Geschichtswerkstätten und Geschichtsprojekte in der Bundesrepublik (Eva Sperner 1985)
Grabe wo du stehst (Sven Lindqvist 1989)
Barfuß oder Lackschuh? (Etta Grotrian 2025)
Zivilgesellschaft und Erinnerungspolitik in Deutschland seit 1945 (Jenny Wüstenberg 2021)
Episodenbild: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gedenkst%C3%A4tte_Neuengamme_Hamburg_Eingangsbereich.jpg#/
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GKW36 Die Nelkenrevolution in Portugal 1974
Episode 36
jeudi 20 mars 2025 • Duration 01:34:51
Ein Lied, das im Radio gespielt wird, gibt das Zeichen zum Aufstand. Am 25.04.74 stürzen Militärs die grausame Diktatur des Estado Novo. Die Straßen von Lissabon füllen sich mit Zehntausenden Menschen, die die Freilassung der politischen Gefangen fordern und den aufständischen Soldaten rote Nelken schenken.
Doch hat die Revolution erst an jenem Morgen begonnen, oder bereits über zehn Jahre zuvor, mit den antikolonialen Aufständen in Mosambik, Angola und Guineau-Bissau? Und ist die Nelkenrevolution mit dem Sturz der Diktatur schon vorbei, oder hat sie gerade erst angefangen?
Quellen:
Urte Sperling: Die Nelkenrevolution in Portugal.
Phil Mailer: Portugal – Die unmögliche Revolution?
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