Immer mehr Menschen strengen sich an, gelassen, achtsam und glücklich zu werden. Sehr viele sind stattdessen erschöpft, gestresst und einsam. Woran liegt das? Wie und wodurch sind wir hier in den westlichen Industriegesellschaften zu diesen gestressten, statusempfindlichen, ängstlichen, ichbezogenen, Konsument*innen geworden, die ihr eigenes Selbst permanent mit Yoga, Meditation und positiver Psychologie verbessern wollen und müssen? Warum wollen wir sonst so wenig in der Welt verbessern? Ein Podcast mit Gesprächen über den Terror der Achtsamkeit.
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41. Johannes Ahrens/Kathrin Fischer: Achtsam geht die Welt zugrunde
mercredi 15 avril 2026 • Durée 01:31:01
Meditation, Journaling, Atemübungen – immer mehr Menschen nutzen Achtsamkeitspraktiken als Zuflucht vor den Krisen unserer Zeit. Doch statt zu mehr Ruhe und innerer Stärke zu führen, treiben diese Techniken nicht selten noch tiefer hinein indas Hamsterrad aus Selbstoptimierung und Erschöpfung. Achtsamkeit ist längst nicht mehr bloß eine persönliche Praxis, sondern hat sich zur Ideologie entwickelt, die gesellschaftliche Missstände individualisiert, negative Gefühle als unzulässig darstellt und die Gesellschaft weiter spaltet.
Aus dem Podcast ist ein Buch entstanden. In dieser Folge spricht der Flensburger Stadtpastor Johannes Ahrens mit Kathrin Fischer über ihre Kritik an Achtsamkeit.
Ein Gespräch über den Unterschied zwischen Praxis und Ideologie, die Schieflage des Selbst-Welt-Verhältnisses, das Gefühl zunehmender Ohnmacht sowie Empfindsamkeit und Ressentiment und über Martin Luthers Definition von Sünde.
Kathrin Fischer: Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert. Berlin: Hanserblau, 2026
40. Gunda Windmüller: Der erfundene Ursprung – Yoga-Mythen zwischen Markt und Selbstfürsorge
dimanche 15 mars 2026 • Durée 01:22:31
Yoga gilt als uralte indische Weisheit, deren Ursprünge 5000 Jahre alt sind. Eine Weisheit, die Körper, Geist und Seele verbindet und damit „innere Glückseligkeit“ und „Einheitmit dem Universum “ verspricht. Yoga ist, heißt es, kein Sport, sondern eine authentische spirituelle Praxis. Energiearbeit, Mantras und Sanskrit-Begriffe verstärkendiesen Eindruck.
Leider Unsinn, sagt Dr. Gunda Windmüller, Kulturwissenschaftlerin und Yoga-Lehrerin. In ihrem Buch„Yoga – wie es wurde, was es ist“ stellt sie die These auf, dass das moderne Yoga, wie wir es kennen – vor allem als körperliche Praxis mit Posen, Atemtechniken und Entspannung –, kein jahrtausendealtes, unverändertes Erbeindischer Spiritualität ist, sondern ein relativ junges, globales Phänomen.
Windmüller zeigt, wie Yoga durch westliche Einflüsse, Kolonialismus, Hollywood, Kommerzialisierung und neoliberale Selfcare-Logiken geprägt wurde – von Vivekananda über Indra Devi bis zu aktuellen Trends. So räumt sie mit dem Mythos auf, Yoga sei „5000 Jahre alt“ oder direkt aus Patanjalis Sutrasabgeleitet und zeigt; wie die heutige Form erst im 20. Jahrhundert entstand.
Ein Gespräch über Yoga in persönlichen Krisen, den vor allem weiblichen Yoga-Erfolg, Körperideale im Yoga, die Ideologie der Achtsamkeit und den neoliberalen Fokus auf daseigene Selbst, den Mythos der uralten Yoga-Tradition und die spirituelle Selbstinszenierung in Yoga-Klassen.
Buch: Achtsam geht die Welt zugrunde – wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert. Berlin: Hanserblau, 2026 (erscheint am 21. April 2026)
Gunda Windmüller
Gunda Windmüller: Yoga – wie es wurde, was es ist. Kulturgeschichte des Yoga.Hamburg: Rowohlt, 2025
31. Katharina Pistor: Kapitalismus auf Steroiden: Wie das Rechtssystem soziale Ungleichheit fördert
Saison 1 · Épisode 31
jeudi 15 mai 2025 • Durée 01:26:28
Warum suchen immer mehr Menschen nach Achtsamkeit?
Weil Stress und Erschöpfung wachsen. Ursache ist die seit den 1970er Jahren steigende soziale Ungleichheit. Sie hat ein Ausmaß erreicht, das die Soziologit als „Rückkehr des Feudalismus“ bezeichnet.
Warum wächst die Ungleichheit so rasant? Die Juraprofessorin Katharina Pistor von der Columbia University gibt eine klare Antwort: Unser Rechtssystem treibt sie an. Pistor zeigt, dass Kapital nicht einfach ein Wirtschaftsgut ist, sondern erst durch rechtliche Strukturen entsteht. Private Kanzleien verwandeln Vermögenswerte wie Land, Firmen oder Ideen mit juristischen Mitteln in Kapital. Kapital entsteht also im Privaten, braucht aber den Staat, der im Streitfall die Ansprüche der Eigentümer schützt.
So entsteht das Paradox: Kapital wird privat geschaffen, aber öffentlich garantiert. Märkte sind also weder frei noch natürlich. Reich wird, wer Kapital juristisch schaffen und absichern kann – und diese Fähigkeit ist ungleich verteilt. Pistor spricht von „Märkten auf rechtlichen Steroiden“
Ein Gespräch über die Lage der Columbia University undanderer US-Elite-Unis im Kulturkampf der Trump-Ära, über das Recht als Motor der Ungleichheit, die Frage nach demokratischer Kontrolle über das Recht, die Bedeutung eines AfD-Verbots und das Risiko eines gesellschaftlichen Zusammenbruchs.
30. Thomas Fuchs: Angst, Egozentrik und Achtsamkeit – Die Eigensinnigkeit von Gefühlen
Saison 1 · Épisode 30
mardi 15 avril 2025 • Durée 01:02:09
In Deutschland wächst die Angst: Einige fürchten Faschismus, andere Krieg, wieder andere die Klimakatastrophe, manche alles zusammen. Was tun? Meditieren? Eine Rosine essen? Einen safe space visualisieren? Achtsamkeit statt Panik?
Gefühle lassen sich nicht einfach abschalten, sagt der Philosoph und Psychiater Thomas Fuchs, seit 2010 Karl-Jaspers-Professor für die philosophischen Grundlagen von Psychiatrie und Psychotherapie an der Uni Heidelberg.
Jedes Gefühl hat seine Berechtigung. Gefühle zeigen an, was uns als Menschen bewegt. Ohne Gefühle wäre die Welt ein Ort ohne Sinn, Wert oder Bedeutsamkeit. Deshalb bleibt nur eines: alle Gefühle anerkennen und sich mit ihnen auseinandersetzen.
Wir Menschen sind leibliche Beziehungswesen. Ängste wachsen, so Fuchs, auch deshalb, weil wir durch kapitalistische Beschleunigung und Verdichtung kaum noch Zeit für verweilende Gemeinsamkeit oder absichtslose Eigenzeit finden.
Ein Gespräch über den Umgang mit Angst in bedrohlichen Zeiten, die Bedeutung von Gefühlen, den Unterschied zwischen gespürtem Leib und sichtbarem Körper, erfüllter und leerer Zeit und die Frage, ob Achtsamkeitspraktiken Egozentrik und Narzissmus fördern können.
29. Maggie Schauer: Die Kraft des Zuhörens - Trauma-Heilung durch Beziehung
mardi 18 mars 2025 • Durée 01:45:55
Kriege und Krisen nehmen weltweit zu - und mit ihnen die Traumata, die Menschen anderen zufügen und selbst erleiden. Gewalt erzeugt Trauma und Trauma erzeugt Gewalt.
Und auch in vermeintlich friedlichen Gesellschaften gibt es häusliche Gewalt, sexuelle und emotionale Übergriffe, Ablehnung, Ausgrenzung und Vernachlässigung, schwere Krankheiten und schwierige Lebensereignisse. Hinzu kommt: Traumata werden von Generation zu Generation weitergegeben, wir erben sie. Traumatisierungen sind also keine Seltenheit. Denn nicht nur körperliche Gewalt oder extreme Entbehrungen wirken traumatisierend,sondern auch tiefe Kränkungen, Mobbing oder Liebesentzug.
Besonders schwerwiegend sind Traumatisierungen, die Kindern zugefügt werden. Ob Betroffene auch psychisch erkranken, hängt weniger von der Schwere des Erlebten als von der Häufung ab, sagt die Psychotraumatologin Maggie Schauer.
Dr. Maggie Schauer ist eine der führenden Expertinnen für Traumabehandlung in Deutschland und hat die „Narrative Expositionstherapie“ (NET) mitentwickelt, eine Form des autobiografischen Erzählens, die der menschlichen Natur entspricht und nachweislich hilft, Traumata aufzulösen. Um zu heilen, brauchen wir Zeugen und Zuhörer, ein Gegenüber.
Selbstheilungsmeditationen und Affirmationen können Wunden, die wir in Beziehungen erlitten haben, nicht heilen.
Ein Gespräch über Gewalt, Krisen und deren Folgen, über traumatisierte Asylsuchende, schlagende Väter, irritierte Mütter, einsame Kinder und über die heilende Kraft, die in Beziehungen liegt. Der Mensch, sagt Maggie Schauer, ist ein zutiefst soziales Wesen und ungemein sensibel auf andere Menschen abgestimmt. Die heilende Kraft liegt in der Beziehung.
Buch: Maggie Schauer/Nataly Bleuel: „Die einfachstePsychotherapie der Welt. Wie wir die Ursache von Stress und Krankheit behandeln und den Kreislauf von Trauma und Gewalt durchbrechen. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt, 2024.
In Deutschland zahlen reiche Menschen weniger Steuern als die allgemeine Bevölkerung. Das haben viele Studien bestätigt.
Sebastian Klein findet das nicht nur moralisch ungerecht und politisch gefährlich – er ist auch der Ansicht, dass diese Ungerechtigkeit dem Wirtschaftsstandort Deutschland schadet. Denn eine Politik, die die Pfründe der Reichen und die Interessen der großen Konzerne schützt, benachteiligt Newcomer und behindert damit echten Wettbewerb.
Sebastian Klein hat 2012 mit knapp 30 Jahren die Buchzusammenfassungs-Software „Blinkist“ mitgegründet und als Blinkist 2023 verkauft wurde fünf Millionen Euro erhalten.
Doch statt eine Villa zu kaufen, hat er den größten Teil seines Geldes weggegeben. Sebastian Klein baut einen Verlag auf, in dem das alternative Wirtschaftsmagazin Neue Narrative erscheint und managt den von ihm gegründeten systemischen Investmentfonds Karma Capital, der unter anderem gemeinwohlorientierte Medien fördert.
Und er findet: Reiche sollten mehr Steuern zahlen. Er engagiert sich in der Initiative „Taxmenow“ und hat Anfang Februar das Buch „Toxisch reich“ veröffentlicht.
Ein Gespräch über die buddhistische Einsichtsmediation Vipassana, über Venture Capital, Finanzmarktkapitalismus, Start-Ups-Mentalitäten, eine ungerechte Steuerpolitik und deren fatalen Folgen, die Verteidigung unserer Demokratie und darüber, was Geld im Leben bedeutet.
Oliver Burkemann: 4000 Wochen. Das Leben ist zu kurz für Zeitmanagement. Aus dem Amerikanischen von Heide Lutosch und Henning Dedekind. München: Piper, 2022.
27. Ulrich Bröckling: Achtsamkeit, Resilienz und die Politiken der Apokalypse
mercredi 15 janvier 2025 • Durée 01:44:34
Achtsam: So heißen beispielsweise ein Weißwein, eine Kosmetikfirma und ein mehrwöchiger Yoga-Kurs.
Achtsam: So sollen Menschen neuerdings die meisten Angelegenheiten ihrer Lebensführung meistern und etwa achtsam essen, achtsam reisen und – tatsächlich -achtsam die Steuererklärung erstellen.
Der Soziologe Ulrich Bröckling bezeichnet Achtsamkeitmittlerweile als ein „universelles Life-Style-Label“, das ebenso beliebig geworden ist wie „bio“ oder „öko“.
Dennoch interessiert ihn Achtsamkeit: Das u.a. von ihm herausgegebene „Glossar der Gegenwart 2.0“ beginnt mit A wie „Achtsamkeit“. Worauf verweist Achtsamkeit als ein Schlüsselbegriff, mit dem sich die Gegenwart verstehen und deuten lässt?
Bröckling liefert eine Antwort: In seiner Deutung ist Achtsamkeit Ausdruck eines tiefen Bedürfnisses, das die Menschen heute prägt – ein Bedürfnis nach Kontrolle in einer Welt, die zunehmend als überfordernd und bedrohlich empfunden wird. Die permanente Unsicherheit und das Gefühl, „im Ernstfall“ nicht die richtigen Entscheidungen treffen zu können, haben Achtsamkeit zu einem Instrument der Selbstheilung und Optimierung gemacht. Sie verspricht nicht nur innere Ruhe, sondern auch die Fähigkeit, im Chaos präsent und handlungsfähig zu bleiben.
Ein Gespräch über Achtsamkeit, Resilienz, Unsicherheit und Finanzmarktkapitalismus und über das, was dem Verlust an Zukunft und den Politiken der Apokalypse entgegenzusetzen wäre: Eine Ethik der Sorge.
Ulrich Bröckling: Postheroische Helden – Ein Zeitbild.Frankfurt: suhrkamp, 2020
26. Elgen Sauerborn: Seelenheil und Sozialkritik - Paradoxien der Achtsamkeit
Saison 1 · Épisode 26
dimanche 15 décembre 2024 • Durée 01:21:18
Manager*innen lenken die Aufmerksamkeit auf die Spitzenihrer Zehen. Klima-Aktivist*innen versammeln sich in Empathie-Zirkeln. Mütter fühlen im Bodyscan ihre Körperteile. Sie alle üben einen achtsamen Umgang mitsich und anderen.
Menschen aus ganz unterschiedlichen Milieus, Klassen undAltersgruppen schwören auf die Wirkung achtsamer Körper- und Geistestechniken und berichten von veränderter Lebensführung, neu gewonnenen Perspektiven undgelösten Alltagsproblemen.
Woher rührt diese breite Anschlussfähigkeit und Popularität?
Die Soziologin Elgen Sauerborn sagt: Es sind gerade dieParadoxien und Widersprüche von Achtsamkeitspraktiken, die für deren schier unbegrenzte Anschlussmöglichkeiten sorgen. Durch die widersprüchlichen Narrative und Praktiken macht sich das Programm unangreifbar und bietet stets genau die Antwort, nach der gesucht wird.
Achtsamkeit wird so zu einem Versprechen, das nie in Gänze realisierbar ist.
Der Popularität des Programms tut das keinen Abbruch – zu attraktiv ist die Ambivalenz von Selbstoptimierung und Selbstfürsorge und die Sehnsucht, eine funktionierende Lösung für den zunehmenden „Welt-Stress“ zu finden.
Ein Gespräch über Feldforschung und Achtsamkeitskurse,Emotionssoziologie und deren Begrifflichkeiten, über Selbstoptimierung, Well Being und gefühlvollen Klimaprotest und über die vier Paradoxien derAchtsamkeitspraktiken.
Webseite von Dr. Elgen Sauerborn an der FU Berlin:
25. Kathrin Fischer: Zwei Jahre Achtsamkeit – Rück- und Ausblick auf eine kritische Reise
Saison 1 · Épisode 25
vendredi 15 novembre 2024 • Durée 42:40
Zwei Jahre, 24 Gespräche, viele Bücher und eine steile Lernkurve: In dieser besonderen Episode nehme ich euch mit auf eine Reflexion über die Entstehung und Entwicklung dieses Podcasts. Was habe ich über Achtsamkeit gelernt, seit ich diesen Weg 2022 mit einer entschiedenen Kritik antrat? Wie hat sich meine Sichtweise im Laufe der Zeit verändert? Und warum?
In dieser Folge geht es um den Wandel meiner Haltung: von einer klaren Ablehnung der Achtsamkeit als neoliberales „Coping-Tool“ hin zu einer differenzierteren Sicht, die die indivduellen positiven Aspekte nicht mehr komplett ausblendet.
Dabei nehme ich euch mit durch die zentralen Themen, die in den Gesprächen mit Soziolog*innen, Philosoph*innen, Coaches und Praktikerinnen zur Sprache kamen: die Kommerzialisierung der Achtsamkeit, die Kombination von Kapitalismus und Buddhismus, die Rolle von Achtsamkeit in der Bewältigung von Stress und Erschöpfung und die Frage, ob individuelle Resilienz in einer zunehmend ungerechten und autoritär bedrohten Gesellschaftwirklich helfen kann.
In dieser Episode gibt es keine Gäste – nur mich, einige O-Töne aus den Gesprächen und den Versuch, Antworten auf die Frage zu finden, ob Achtsamkeit tatsächlich ein Weg zu mehr persönlichem Wohlbefinden ist oder ob und falls ja, wie, wir als Gesellschaft vor allem an den strukturellen Ursachen von Stress und Ungleichheit arbeiten müssen.
Mit O-Tönen von
Nico Dragano, Klaus Eidenschink, Stefanie Graefe, Lisa Herzog, Renate Kuschke, Anna Katharina Mangold, Tanja Michael, Ron Purser, Franziska Schutzbach, Johannes Tams, Christoph Trautvetter, Harald Welzer, Markus Wissen.
www.kathrinwandafischer.de
Erwähnte Bücher:
· Stefanie Graefe: Resilienz im Krisenkapitalismus.Bielfeld: transcript, 2019
· Ron Purser: Wie Achtsamkeit die neue Spiritualität desKapitalismus wurde. Frankfurt a.M.; Mabuse, 2021
· Franziska Schutzbach: Die Erschöpfung der Frauen.München: Droemer, 2021
24. Nadia Shehadeh: Anti-Girlboss mit der Erlaubnis zum Chillen
Saison 1 · Épisode 24
mardi 15 octobre 2024 • Durée 01:19:49
Mit dem richtigen „Mindset“ geht angeblich alles: Kinder, Karriere, Körper. Partnerschaft und Haushalt natürlich auch. Immer auf Zack und in den kurzen Pausen lädt Meditation die Batterien wieder auf.
Woher kommt der ganze „Hustle“? Warum glorifiziert unsere Gesellschaft permanente Betriebsamkeit? Und warum gilt das insbesondere für Frauen?
Studien zeigen, dass dieser Perfektionsdruck gerade für die Generation der nach 1989 Geborenen immer größer wird. Das ständige Gefühl, von der Gesellschaft und deneigenen Altersgenossen bewertet zu werden, nimmt zu. Immer mehr junge Menschen erleben eine wachsende Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die zuEntfremdungsgefühlen, Selbstzweifeln und Scham führen kann.
Die Autorin, Kolumnistin und Soziologin Nadia Shehadeh will sich dem nicht beugen und plädiert für das Recht auf Gewöhnlichkeit, Faulheit und Ruhe. Statt Überholspur die Komfortzone, statt Burn out Chill Out.
„Rest is Resistance“. Dieses Motto der amerikanischen Performance-Künstlerin Tricia Hersey bringt Nadia Shehadeh nach Deutschland.
Ein Gespräch über Girlbosse und Anti-Girlbosse, neoliberalen Perfektionsdruck, flauschigeBademäntel, Netflix-Serien, weibliche Utopien und die Befreiung des inneren Teenagers.
Leopoldina Arbeitsgruppe zur psychischen VersorgungGeflüchteterhttps://www.leopoldina.org/politikberatung/arbeitsgruppen/abgeschlossene-arbeitsgruppen/psychische-gesundheit-gefluechteter/
Gary Stevenson: Das Milliardenspiel. Wie man eine Bank ausraubt – und den Rest der Welt gleich mit - Der Insiderbericht aus der Londoner City. Aus dem Englischenvon Bernhard Schmid. München: ariston, 2024.
Elgen Sauerborn, Podcast-Gast Dezember 2024: Sauerborn, Elgen, Nina Sökefeld & Sighard Neckel (2024): Seelenheil und Sozialkritik. Eine emotionssoziologische Analyse der Achtsamkeit. Working Paper SFB 1171Affective Societies 02/2024. Static URL: https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/17614
Philipp Staab: Anpassung. Leitmotiv der nächsten Gesellschaft. Frankfurt: suhrkamp, 2022
Joseph Vogl: Kapital und Ressentiment. Eine kurze Theorieder Gegenwart. München: C.H. Beck, 2021
Jacob Schmidt, Podcast-Gast Juni 2024: Jacob Schmidt:Viel Lärm um Achtsamkeit. München: Koesel, 2024
Daniel Goleman: Emotionale Intelligenz. Aus demAmerikanischen von Friedrich Griese. München: dtv, 1997
Sighard Neckel: Emotion by design. Das Selbstmanagement der Gefühle als Kulturelles Programm. Berliner Journal für Soziologie, Volume 15 pages 419–430, (2005)
Jacob Schmidt: Viel Lärm um Achtsamkeit. München: Koesel,2024
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