Willkommen bei „Darmglücklich“! Ich bin Linda Reeves, Darmexpertin, Ernährungsberaterin und als Apothekerin leite ich die Ahrtor-Apotheke in Ahrweiler. In diesem Podcast entdeckst du wöchentlich, wie Du durch eine starke Darmbarriere & gezielte Ernährung Deine Darmgesundheit fördern kannst. Dein Darm ist die Basis für Deine Gesundheit: Erfahre mehr über Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Autoimmunerkrankungen, Übergewicht, Hormoneinflüsse, die Darm-Hirn-Achse und noch viel mehr Einflüssen Deines Darms auf Körper und Geist. Mit wissenschaftlich fundierten Fakten, praktischen Tipps und persönlichen Einblicken in zahlreiche Stuhlanalysen und Darmsanierungen meiner KundInnen, begleite ich Dich auf Deinem Weg zu mehr Wohlbefinden! Abonniere jetzt diesen Podcast und starte Deine Reise zu einem glücklichen Darm und gesteigerter Lebensqualität! Werde DARMglücklich!
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Long COVID – ein Begriff, den viele kennen, aber kaum jemand wirklich versteht. In dieser Folge spreche ich mit Ruth Biallowons, ganzheitlich arbeitende Ärztin, über ein Thema, das Millionen betrifft – und doch oft nicht ernst genommen wird.
Wir klären: Was Long COVID wirklich ist – und warum es nicht einfach „nur ein bisschen länger krank sein“ bedeutet. Wer besonders betroffen ist – und warum vor allem Frauen zwischen 40 und 50 häufiger darunter leiden. Wie Long COVID den Alltag verändert – selbst wenn man „gesund aussieht“.
Welche Rolle der Darm spielt – und was das mit Erschöpfung, Blähbauch, Entzündung oder sogar Herzproblemen zu tun haben kann. 🧬 Ruth Biallowons erklärt ganz einfach, wie SARS-CoV-2 den Darm befällt – und warum das oft monatelang übersehen wird, worauf geachtet werden sollte und was du tun kannst.
📊 Fakten & Hintergründe Long COVID betrifft 6–7 % der Erwachsenen – weltweit rund 400 Millionen Menschen. Häufige Symptome: Fatigue, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisprobleme, Schlafstörungen, Schmerzen. Frauen haben ein 31 % höheres Risiko, besonders zwischen 40 und 54 Jahren. Impfungen reduzieren das Risiko – aber nicht auf null. Viele Betroffene zeigen: gestörte Darmflora, Leaky Gut, Mastzellproblematik, chronische Entzündung.
❤️ Für dich, wenn du betroffen bist:
Ruth Biallowons gibt dir:
Verständnis: Warum du dich nicht „einbildest“, was du fühlst.
Orientierung: Welche Symptome deuten auf Long COVID hin?
Hoffnung: Was hilft deinem Körper bei der Regulation?
In dieser Folge spreche ich mit Fritjof Nelting, Geschäftsführer der Gezeiten Haus Holding – einem Familienunternehmen mit über 30 Jahren Erfahrung in psychosomatischer Klinikarbeit.
Er ist systemischer Life- und Businesscoach und Diplom-Medizinökonom. Mit seinem Buch „Die Strategie der Absichtslosigkeit“ hat er einen Nerv getroffen – denn er formuliert etwas, das viele spüren, aber nicht sagen können: Wir sind erschöpft. Weil wir zu lange funktioniert haben. Und weil wir nie gelernt haben, rechtzeitig loszulassen. Wir sprechen über sein Buch und wie wir unsere Ressourcen bei Stress und Burnout-Gefahr selbst regenerieren können.
Was dich erwartet:
Wir sprechen über die leisen Vorboten von Erschöpfung – darüber, warum unser Körper nicht von heute auf morgen krank wird, sondern uns oft schon jahrelang warnen will. Fritjof erklärt, was chronischer Stress mit unserem Hormon- und Belohnungssystem macht – und warum Menschen nicht einfach müde, sondern innerlich leer werden.
Ich selbst bringe meine Erfahrungen aus der Arbeit mit Darmkund:innen ein. Denn viele Symptome, die vermeintlich „psychisch“ sind – wie Müdigkeit, Schlafprobleme oder ständige Unruhe – haben auch eine körperliche Entzündungsbasis. Stichwort: .Wir sprechen über stille Entzündungen, Immunverschiebung und die Frage, warum der Darm bei all dem eine so zentrale Rolle spielt.
Warum dir das helfen kann:
Über Fritjofs Buch:
Die Strategie der Absichtslosigkeit
Wie wir unsere Ressourcen bei Stress und Burnout-Gefahr selbst regenerieren können
52 | Zucker, Kinder & das Problem mit der Darmbarriere
Ein darmglückliches Hallo – wie schön dass du da bist.
Ich mach keine Brotdosen mehr. Meine Kinder sind groß. Aber ich erinnere mich sehr genau an diese Phase – und wenn ich heute auf Instagram schaue oder mit Müttern spreche, sehe ich: Das Problem ist nicht kleiner geworden. Im Gegenteil.
Damals sind meine Kinder am Kiosk vorbei – heute stehen da Automaten und schlimmer noch: heute betreibt der Hausmeister selbst den Kiosk. Und was verkauft wird? Nicht das, was Kinder brauchen – sondern das, was sich gut verkauft. Softdrinks. Schokoriegel. Teilchen. Zucker auf die Hand.
Und genau so funktioniert’s auch im Supermarkt: Außen auf der Packung steht „zuckerfrei“ oder vielleicht sogar ‚Ohne Zuckerzusatz‘ oder vielleicht sogar das Versprchen „gesund für Kinder“. Innen drin ist trotzdem Zucker. Oder Ersatzstoffe, die den Darm genauso stressen.
Zucker kan verstopt zitten in zoveel producten, dat ouders vaak niet eens doorhebben hoeveel suiker hun kinderen binnenkrijgen.
Und die Brotdose? Die kommt auch heute noch voll zurück. Stattdessen: Zucker im Bauch. Und dann wundert man sich über Hautausschlag, Bauchweh, Wutausbrüche, null Konzentration.
Was mich daran so beschäftigt: Es geht nicht um Perfektion. Nicht ums Ausstechförmchen. Kennt ihr das mit den Ausstechförmchen, wenn Kinder ihre Brotscheibe mit dem Dinoausstecher ausgestochen bekommen? Ich frag mich immer…was passiert mit dem Rest um den Dino herum?…Sorry…abgeschweift…Also es geht nicht um das Brot in Tierform…Sondern um das Bewusstsein – bei den Kindern.Was macht Zucker eigentlich mit mir? Was macht er mit meinem Bauch, meiner Haut, meiner Energie?
Zucker hat viele Namen – und viele Verstecke.
Zucker ist nicht das Problem – sondern die Menge.
Und je länger wir das ignorieren, desto größer wird das Feuer
51 | Reizdarm – oder reagiert dein Körper einfach nur auf etwas Falsches?
„Wenn dein Arzt nicht mehr weiterweiß – dann ist es halt Reizdarm.“
Klingt hart? Ist aber Realität. Viele bekommen diese Diagnose, wenn alle Blutwerte „okay“ sind, ein Ultraschall unauffällig ist und der Arzt mit den Schultern zuckt.
Aber was heißt das eigentlich – Reizdarm? Das ist keine echte Diagnose. Das ist ein Etikett für Beschwerden, die man nicht einordnen kann. Ein Sammelbegriff. Ein Notausgang.
Und ganz ehrlich: Was, wenn dein Körper gar nicht gereizt ist – sondern einfach nur reagiert? Auf das Falsche. Auf Stress. Auf Medikamente. Auf Zuckerersatzstoffe, Histamin, Fructose. Auf das, was wir ihm täglich zumuten – ohne es zu merken.
Ich will heute mit dir genau hinschauen: Was ist wirklich ein Reizdarm – und was ist vielleicht nur ein Hilferuf deines Körpers, der falsch gedeutet wird?
Lass uns das gemeinsam entwirren.
Was bedeutet „Reizdarm“ eigentlich?
Reizdarm. Das klingt erst mal nach: Dein Darm ist halt sensibel…gereizt. Aber was steckt wirklich dahinter?
Medizinisch gesehen ist Reizdarm eine funktionelle Störung. Das heißt: Es gibt keine sichtbare Entzündung, keine nachweisbare Erkrankung, kein auffälliger Laborwert.Und genau das ist das Problem.
Hast Du Fragen zu DEINEM DARM-DRAMA, Autoimmunerkrankung oder fühlst Du Dich nicht Ernst genommen? Dann schreib mir und wir treffen uns zu einem kostenlosen Erstgespräch!
In dieser ganz besonderen Jubiläumsfolge wird der Spieß umgedreht: Shary interviewt mich – über meine eigene Reise zum Darm, die größten Learnings aus 50 Folgen, über Hoffnung, Heilung und die Kraft, selbst Verantwortung zu übernehmen. Ein ehrlicher Mix aus Erfahrung, Emotion und Expertise.
Was, wenn dein Darm dir schon lange sagt, dass etwas nicht stimmt – aber niemand richtig hinhört?
In dieser Folge geht es um Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – zwei chronisch entzündliche Darmerkrankungen, die das Leben vieler Menschen zur Dauerbelastung machen. Doch statt Ursachenforschung gibt’s oft nur Cortison, statt Aufklärung Unsicherheit.
Ich erzähle dir zwei bewegende Geschichten: Die von Franka, die mit Morbus Crohn lernte, ihren Darm wirklich zu verstehen – und schließlich sogar ihre Medikamente absetzen konnte. Und die von Jule, die völlig geschwächt bei mir ankam – und heute endlich eine echte Richtung hat.
Du erfährst: 🔍 Wie Diagnosen gestellt werden – und wo sie oft aufhören, bevor’s richtig losgeht 🌱 Warum Schulmedizin und Darmtherapie kein Widerspruch sind 🧠 Und was du konkret tun kannst, um nicht nur deine Symptome, sondern die Ursachen zu verstehen
Wenn du oder jemand, den du kennst, mit einer CED lebt – hör rein. Es könnte der Anfang von etwas Neuem sein.
Hallo und herzlich willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück! Schön, dass du dabei bist.
Hast du dich schon mal gefragt, was da eigentlich in deinem Darm passiert, wenn alles schiefgeht? Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – zwei Krankheiten, die nicht einfach nur den Darm betreffen, sondern deinen ganzen Körper aus der Bahn werfen können. Wenn du immer wieder mit Durchfall kämpfst, Bauchkrämpfen, die wie Messerstiche sind, und dabei noch der Energielevel im Keller bleibt, dann weißt du, was ich meine.
Was ist Morbus Crohn? Was ist Colitis ulcerosa?
Morbus Crohn: Aushalten und Abwarten sind keine Option
Wie ist die Diagnostik von Morbus Crohn?
Und wie werden Morbus Crohn und Colitis ulcerosa behandelt?
Die Schulmedizin behandelt meist Symptome
Meine Passion – der Darm
Was wäre, wenn mein Darm mehr braucht, als nur Tabletten?
Was, wenn die Entzündung nicht Ernst genommen wird bei Morbus Crohn?
Medizinisches Verständnis, Fingerspitzengefühl und die eigenen Grenzen
Es geht nicht um Schulmedizin ODER funktionelle Medizin
48 | Wenn Burnout kein Kopfproblem ist – sondern dein Bauch aufgeregt um Hilfe schreit!
Kommentiere unter einem meiner Reels das Wort „CHECK“. Dann bekommst du automatisch meine Übersicht zum Stuhlanalyse-Check direkt aufs Handy – völlig kostenlos.
Stell dir vor, dein Kopf funktioniert nicht mehr – und keiner findet den Grund. Du bist müde, erschöpft, ängstlich, wie ausgebrannt – aber alle Blutwerte sind „in Ordnung“. Du bekommst Diagnosen, Medikamente, gute Ratschläge – aber keine echten Antworten.
In dieser Folge zeige ich dir, warum deine Psyche oft nicht im Kopf beginnt, sondern viel tiefer – in deinem Bauch.
Du erfährst, wie die schulmedizinische Diagnostik bei Depression, Angst und Burnout funktioniert, welche Rolle der Darm tatsächlich spielt, warum viele Frauen sich mit ihren Symptomen schämen – und wie genau eine Stuhlanalyse dein inneres Navigationssystem wieder einschalten kann.
Ich teile die Geschichte von Anja – einer Mutter und Lehrerin, die kaum noch Auto fahren konnte vor lauter Angst – und heute wieder fest im Leben steht.
Herzlich Willkommen bei DARMGLÜCKLICH
Kennst Du Sympotme wie von Burnout?
Kennst Du das? Du wachst morgens auf… und bist schon müde. Dein Körper fühlt sich schwer an, dein Kopf wie in Watte. Du willst funktionieren – für deinen Job, deine Familie, dein Umfeld. Aber innen drin ist alles leer.
Du versuchst, dich zusammenzureißen. Es muss ja gehen. Es geht ja bei anderen auch.
Und irgendwann sitzt du beim Hausarzt. Mit einem Kloß im Hals. Du versuchst zu beschreiben, wie es dir geht. Du sagst: Und bekommst eine Überweisung zum Neurologen.
Problem von Burnout: Symptombehandlung statt Behandlung von Ursachen
Fallbeispiel Anja: Angststörungen
Psyche, Burnout und Darmbarriere
Burnout, Angst, depressive Stimmung: keine reinen Kopfthemen
Am häufigsten betroffen von Burnout und anderen psychischen Problemen? Frauen!
Unser gesellschaftliches Bild von Burnout
Dein Navi im Körper
47 | Stille Entzündung im Darm – Wenn Dein Blutbild totalen Alarm schlägt und keiner zuhört
mardi 13 mai 2025 • Durée 12:10
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Heute geht es um Entzündungen – auch um die, die man irgendwann eindeutig erkennt. Aber vor allem um die, die dein Körper spürt, bevor sie jemand erkennt. Es geht um stille Signale, um übersehene Werte, um Blutbilder, die schreien – und um einen Körper, der endlich gesehen werden will.
Du erfährst, warum du dich nicht krank fühlen musst, um entzündet zu sein. Warum Cortison nicht immer die Lösung ist. Und warum eine ganzheitliche Betrachtung deines Darms oft der Schlüssel zu mehr Energie, besserer Haut und echter Lebensfreude ist.
Und ich erzähle dir die Geschichte von Lena – einer Frau, die dachte, sie übertreibt. Bis ihre Werte eine andere Sprache sprachen.
Ein darmglückliches Hallo – und willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück. Bauchgefühl, Klarheit und Krawall gegen Überforderung im System. Heute mit einer Folge, die mir besonders am Herzen liegt. Denn sie zeigt, wie sehr unser Körper ruft – und wie selten jemand hinhört.
Meine Kundin Lena kennt mich schon lange. Sie kommt seit Jahren in meine Apotheke. Immer freundlich, reflektiert, kontrolliert. So jemand, bei dem man denkt: „Die weiß, was sie tut.“
Ich kannte natürlich ihre Medikation. Wir hatten auch schon öfter über ihre Beschwerden gesprochen. Sie hatte immer wieder Quaddeln, Juckreiz, eine Haut, die sich regelrecht wehrte. Und ein Bauchgefühl, das sie nicht mehr einordnen konnte.
Aber wie viele meiner Kund:innen dachte auch sie: „Ich bin ja in Behandlung.“ Und solange ein Arzt draufschaut, wird es schon irgendwie weitergehen. Der Gedanke, dass man eine Stuhlanalyse machen sollte – das war für sie zunächst nicht greifbar. Denn: Der Arzt macht sie ja nicht. Also wird sie wohl nicht nötig sein, oder?
46 | Durchfall – Wenn Dein Darm zu schnell loslässt, was Du eigentlich brauchst
Willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück – schön, dass du da bist.
Mal ganz ehrlich: Viele meiner Kundinnen denken, ihr Durchfall sei normal. „Ich hab halt einen sensiblen Magen.“ „Ich esse einfach schnell.“ „Ist doch gut, wenn’s jeden Morgen direkt rausgeht – oder?“
Aber Durchfall ist nicht gleich gute Verdauung. Es bedeutet nicht: „Mein Darm arbeitet fleißig.“ Sondern eher: „Mein Darm hat gerade keinen Plan, wie er die Nährstoffe behalten soll.“
Was eigentlich passieren sollte: Dein Körper nimmt sich die Zeit, Nahrung ordentlich zu durchmischen, aufzuspalten, aufzunehmen – und erst am Ende auszuscheiden, was wirklich raus soll.
Aber bei Flitzekacke – also Durchfall – geht alles zu schnell. Und das hat Gründe.
Das Wort Flitzekacke habe ich übrigens von meinem Kunden Albi übernommen. Albi – Name ehrlicherweise geändert – ist kein Unbekannter für uns. Er ist befreundet mit meiner Frau Shary, und über sie haben wir uns irgendwann auch mal kennengelernt.
Albi ist Knochenarzt. Also jemand, der Menschen hilft, wenn der Bewegungsapparat nicht mehr so mitmacht, wie er soll. Jemand, bei dem man denkt: der kennt seinen Körper. Aber auch er hatte – wie so viele – sein ganz eigenes, stilles Thema. Eins, das er gut verborgen hielt. Eins, über das man ja nicht spricht. Bis er auf mich traf.
Shary findet das übrigens immer herrlich: Egal, wo sie mit mir auftaucht – ob beim Brunch, auf Partys, Geburtstagen oder Grillabenden – es dauert keine zehn Minuten, bis das Gespräch irgendwie bei Kacke landet. Und sie hat recht: Es ist wie ein Naturgesetz. Es fängt meist ganz harmlos an: Apotheke. Dann klar – viel zur Flutkatastrophe, in der ich meine Apotheke verloren hatte…aber dann: meine Spezialisierung auf den Darm.Und irgendwann kommt er – der Moment, in dem ich von Stuhl spreche. Also dem, der unten rauskommt.
Das ist Durchfall bei Barriere-Störung
Wenn Menschen mit Durchfall zu mir kommen – oder sagen wir doch lieber: mit dann fragen sie oft:
Durchfall-Stop aus der Apotheke
45 | Verstopfung? So bringst du deinen Darm schnell wieder in Schwung
Schön, dass du da bist – willkommen zu deiner wöchentlichen Portion Darmglück! Ich bin Linda, Apothekerin und Darmexpertin – und ich begleite dich heute durch ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt, weil es so viele betrifft… aber kaum jemand darüber redet.
Und falls du dich ertappt fühlst – keine Sorge. Du bist hier genau richtig
Verstopfung ist nicht sexy. Sie macht kein Sixpack, keine Klicks und ganz sicher keine gute Laune. Aber sie ist bei vielen da. Heimlich, schleichend, knautschend. Und weißt du was? Sie betrifft Millionen. Nicht „ein paar mit träger Verdauung“ – sondern quer durch alle Altersgruppen. Millionen.
Die meisten denken ja immer noch: Verstopfung heißt, dass man tagelang gar nicht aufs Klo kann. Komplett dicht. Aber so läuft das selten. Verstopfung ist viel subtiler – und deutlich fieser.
Sie zeigt sich oft so: Du gehst zwar – aber es dauert ewig. Es kommt wenig. Und das Gefühl danach? Unvollständig. So, als hätte jemand das Ende abgeschnitten.
Verstopfung ist medizinisch gesehen…
Medizinisch sagt man: Weniger als drei Stuhlgänge pro Woche – das ist Obstipation. Und ja, das reicht schon. Aber was sagen viele? „Ach, ich war schon als Kind so.“ „Das ist halt mein Stoffwechsel.“
Nein. Das ist dein Körper, der dir sagt: Hallo? Ich komm nicht klar da unten!
Und während wir über alles reden – über Kalorien, über Detox, über Intervallfasten – tun wir beim Thema Stuhlgang so, als wär’s peinlich.Dabei ist dein tägliches Geschäft der ehrlichste Gesundheitscheck, den du hast. Kostenlos, ohne App.
Was ist Verstopfung in der Realität?
Verstopfung und Abführmittel
Die wahren Ursachen für Verstopfung
Erste Hilfe bei Verstopfung
Darmbarriere
Und natürlich geht es auch um Lösungen: Wie sieht Regeneration heute wirklich aus? Was hilft – besonders dann, wenn man das Gefühl hat, dass nichts mehr hilft? Und warum kann absichtsloses (nicht planloses) Handeln manchmal der einzige Weg sein, wieder zurück in die eigene Kraft zu kommen?
Wenn du dich erschöpft fühlst, ständig gegen innere oder äußere Widerstände kämpfst – und spürst, dass auch dein Bauch längst mitredet – dann ist diese Folge für dich. Sie schenkt Klarheit, Orientierung und einen neuen Blick auf das, was Heilung wirklich bedeutet.
Fritjof Nelting
Durch Loslassen zum Ziel: wegweisende Erkenntnisse der Biochemie. In einer Welt, die von ständiger Selbstoptimierung und Stress geprägt ist, zeigt die „Strategie der Absichtslosigkeit“ einen überraschend einfachen Weg zu einem erfüllten und gesunden Leben. Fritjof Nelting erklärt, warum viele herkömmliche Methoden zur Stressbewältigung und Selbstoptimierung in Sackgassen führen. Und der Schlüssel zu echter Entspannung und Erfolg darin liegt, Kontrolle durch Gelassenheit zurückzugewinnen.
Durch Erkenntnisse aus der Biochemie des Körpers und praxisnahen Beispielen wird deutlich, wie eine Lebensführung im Geiste der Absichtslosigkeit sowohl auf psychologischer als auch biochemischer Ebene Sinn ergibt. Durch das Loslassen von fixen, kurzfristigen Zielen und dem Befreien von dem Versuch der ständigen Optimierung, lassen sich die eigenen kreativen Potenziale freisetzen und echte Höchstleistungen erreichen.
Dieses Buch ist eine Einladung, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und eine neue, stressfreie Lebensweise zu erkunden und führt ganz ohne Druck und zwanghaftem Perfektionismus zur körperlichen und mentalen Gesundheit.
Wenn dich das Gespräch berührt hat – dann trag dich unbedingt in meinen Newsletter ein. Ich begleite dich mit Wissen, Gefühl und klaren Ideen für deinen Alltag. Und im Herbst startet mein neuer Kurs zur Darmbarriere und Stress. Die Infos bekommst du als Erste.
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Ich finde: Das gehört nicht beschönigt. Sondern ehrlich erklärt. Und genau darum geht’s in dieser Folge…so kurz vor den Sommerferien.
Wenn wir über Zucker sprechen, meinen wir nicht nur Gummibärchen und Cola.
Es gibt Einfachzucker wie Glukose oder Fruktose – die gehen direkt ins Blut. Dann Zweifachzucker wie Saccharose oder Maltose – die müssen erst aufgespalten werden. Aber am meisten Sorgen machen mir die ‚added sugars‘ – also zugefügter Zucker, der industriell in Produkte gepackt wird, die eigentlich gar nicht süß schmecken müssten.
Und genau das ist das Problem: Zucker ist nicht nur ein Dessert. Zucker ist überall.
In Fruchtjoghurts, die gesund aussehen – aber mehr Zucker als ein Schokopudding enthalten. In Brotaufstrichen mit Erdbeerbildchen drauf – aber 60 % Zucker drin. In Fruchtschnitten, die aussehen wie eine gute Snackidee – und in Wahrheit kleine Zuckerschwämme sind. Oder in angeblich zuckerfreien Keksen, die mit Zuckeralkoholen arbeiten – klingt nett, kann aber im Kinderdarm ordentlich Chaos anrichten.
Ich sag’s mal ganz deutlich: Das ist kein Treat. Das ist ein täglicher Trigger. Und besonders bei Kindern, deren Darmbarriere noch gar nicht richtig stabil ist, kann das langfristig echten Schaden anrichten.
Und wie wenig wir davon überhaupt noch bewusst mitkriegen.
Zucker kommt nicht einfach nur oben rein und macht ein bisschen Karies. Zucker wirkt – tief im Körper. Und im Darm fängt es an.
Es ist wichtig, sich der Auswirkungen von Zucker auf die Gesundheit von Kindern bewusst zu sein. Zucker kann zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen führen.
Bei Kindern ist das besonders kritisch. Denn: Die Darmbarriere ist noch nicht voll ausgereift. Sie ist wie ein dünnes Sieb – das eigentlich filtern soll, was rein darf und was nicht. Zucker? Der wirkt da wie Schmirgelpapier.
Er schädigt die Darmwand, macht sie durchlässig – das nennt man Leaky Gut. Und durch diese Lücken kommt alles Mögliche durch, was da nicht hingehört: Histamin, Bakterienbestandteile, kleine Toxine – und plötzlich steht das Immunsystem auf Alarm.
Dazu kommt: Zucker füttert die Falschen. Im Mikrobiom, also dem Bakterien-Gleichgewicht im Darm, bringt Zucker alles aus dem Lot. Die Bakterien, die wir eigentlich bräuchten – die guten, entzündungshemmenden –, die verhungern. Und die Zuckerliebhaber? Die machen Party.
Das Ergebnis?
• Kopfschmerzen • Müdigkeit und Reizbarkeit • Bauchschmerzen und Blähungen • Hautprobleme wie Neurodermitis oder Akne • Und oft: der Stempel „schwieriges Kind“ – obwohl der Darm brennt.
Und das Schlimme ist: Diese Symptome werden nicht mit dem Darm in Verbindung gebracht. Stattdessen wird an der Psyche gedreht, an der Erziehung gezweifelt, manchmal sogar Medikamente verschrieben.
Aber der wahre Ursprung? Ist oft ein entzündeter, überforderter Darm. Ein Darm, der nie die Chance bekommen hat, sich gesund zu entwickeln.
Ich sag’s mal so:
Zucker bei Kindern ist wie Wind auf ein offenes Feuer im Bauch.
Ich weiß, viele Eltern fragen sich: ‚Macht Zucker denn wirklich so viel aus? Ist das nicht übertrieben?‘ Und ja – es gibt noch keine Schlagzeile à la ‚Zucker verursacht ADHS‘ – aber was wir sehr wohl haben, sind klare Zusammenhänge.
Beispiel: Brasilianische Studien Dort wurde der Zuckerkonsum von Schulkindern untersucht – und das Ergebnis war deutlich: Je höher der Zuckerkonsum, desto häufiger traten Konzentrationsprobleme auf. Besonders bei Jungen.
Und zwar nicht nur mal „unaufmerksam“, sondern echte Probleme im Alltag: Hausaufgaben, Frustrationstoleranz, emotionale Ausbrüche.
Wie funktioniert das mit Zucker und dem Gehirn und was hat das mit ADHS zu tun? In der Forschung spricht man hier von „Neuroinflammation“ – also kleinen Entzündungen im Gehirn, die durch Zucker, eine durchlässige Darmbarriere und Mikrobiom-Veränderungen befeuert werden können.
Das bedeutet nicht: Zucker verursacht ADHS. Aber: Zucker kann ein Trigger sein, wenn der Darm ohnehin belastet ist – und genau das ist er bei vielen Kindern heute.
Hautprobleme sind ein weiteres Frühwarnsystem: Immer mehr Kinder – auch ganz junge – haben: • Neurodermitis • Ausschläge • Juckende Haut Und oft wird nur die Salbe draufgegeben – ohne zu schauen, was im Inneren passiert. Dabei ist die sogenannte Darm-Haut-Achse inzwischen gut belegt: Zucker fördert Entzündungen – innen wie außen.
Und dann ist da noch der Mythos von den „zuckerfreien“ Alternativen. Erythrit, Xylit, Sorbit – sie stehen oft auf Kinderprodukten mit dem Label zuckerfrei. Aber gerade bei empfindlichen Därmen – und das sind Kinderdärme fast immer – können diese Zuckeralkohole Durchfall, Blähungen und Bauchweh auslösen.
Ich sag es mal so: Es geht nicht um Zucker-Verbot – es geht um Zucker-Verständnis.
Denn wenn die Forschung eines zeigt: Zucker ist nicht harmlos. Vor allem nicht im Kinderdarm.
Ganz ehrlich? Ich hab’s satt, dass Brotdosen aussehen müssen wie ein Pinterest-Board, damit Kinder sie akzeptieren. In Dinoform. Mit aufgespritztem Hummus-Herzchen. Und was passiert dann später wenn Dinos uncool sind? Die Dose kommt voll zurück – und stattdessen stecken drei Zuckerbomben vom Schulkiosk im Bauch.
Das hier ist kein Eltern-Bashing. Das ist Realität. Denn es fehlt nicht an Liebe – es fehlt an echten Optionen.
Was macht eine gute Brotdose aus? Nicht Perfektion – sondern Substanz.
🟠 Hafer, Hirse, Quinoa – echte Ballaststoffe, die den Darm füttern. Nicht die „extra mit Inulin versetzten“ Industrie-Granola-Riegel.
🟠 Herzhafte Muffins – am besten mit Gemüse und Ei. 🟠 Körnercracker mit Hummus oder Nussmus. 🟠 Selbstgemachte Wraps mit Linsenaufstrich, Salat, Käse. Das ist Meal Prep – aber fürs Kind gedacht, nicht für Instagram.
Lucky Teller light – kennst du schon? Eine kleine Portion vom Abendessen – neu verpackt. Kartoffeln, etwas Gemüse, ein gutes Fett. Kalt genauso lecker wie warm – und der Darm sagt Danke.
Aber weißt du, was das Ganze oft wieder kaputtmacht? Der Kiosk im Schulflur. Der von einem Hausmeister betrieben wird, der damit ein bisschen was dazuverdient – und dabei verkauft, was sich gut verkauft. Nicht, was Kinder brauchen.
Schokoriegel, süße Getränke, Zucker-Snacks – das ist kein Treat mehr. Das ist der neue Normalzustand. Und Kinder, die mit einer Brotdose voller Liebe losgeschickt werden, stehen daneben – und spüren Neid aufs Teilchen. Weil keiner ihnen erklärt, was das im Bauch wirklich anrichtet.
Und ganz ehrlich:
Wo bleibt das Schulfach Ernährung? Warum lernen Kinder, was ein Vulkan macht – aber nicht, wie sie ihren Darm schützen?
Das ist nicht cool. Das ist chronisch gefährlich. Gerade in der Kindheit, wenn die Darmbarriere noch nicht ausgereift ist und das Mikrobiom für das ganze Leben geprägt wird.
❗ Kinder brauchen kein Perfect Meal. Sie brauchen etwas, das trägt. ❗
Sie brauchen Essen, das Energie gibt – nicht Energie zieht. Sie brauchen eine Brotdose, die vielleicht nur eine gute Sache enthält – aber die richtig gut ist. Außerdem brauchen Kinder Schulen, die mitziehen – statt alles durch billigen Zucker wieder einzureißen.
Und übrigens brauchen Kinder auch keine Predigt. Sie brauchen Vorbilder. Und Eltern, die sich zusammen tun und ihren Kindern sagen: „Ich weiß, was gut für dich ist. Und ich zeig’s dir – nicht mit Verboten, sondern mit Gefühl. Und Dein Freund oder Deine Freundin macht es auch.“
Denn das ist unser Job: Nicht immer alles perfekt zu machen – aber das Richtige zu erkennen – und es einfacher zu machen.“
Wenn wir über Zucker reden, dann reden wir nicht über Kontrolle. Nicht über Verbote. Nicht über moralische Erziehung.
Wir reden über Fürsorge. Für Kinder, die morgens schon mit Bauchweh aufstehen und nicht wissen, warum. Für Eltern, die jeden Morgen ihr Bestes geben – und sich trotzdem wie Versager fühlen, wenn die Brotdose voll zurückkommt.
Und wir reden über ein Mikrobiom, das mehr braucht als Fruchtzucker, leere Versprechen und Kinderkekse mit Gesundheitslabel.
Wir reden über Verantwortung, die nicht mit Dogma beginnt, sondern mit Wissen. Und mit dem Mut, anders zu handeln – auch wenn alle anderen sagen: „Das ist doch ganz normal.“
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Ich freu mich auf Dich
Deine Linda
Denn in der Realität heißt Reizdarm oft: „Wir finden nichts – aber du hast trotzdem Beschwerden. Also nennen wir es halt Reizdarm.“ Und damit landest Du häufig in der…‘es ist halt psychsich‘ Ecke.
Es ist eine Ausschlussdiagnose. Wenn nichts Greifbares übrig bleibt, bleibt dieses Wort. Aber dein Körper reagiert ja nicht grundlos. Schmerzen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung – das sind keine Einbildung. Das sind Zeichen. Hinweise. Warnungen.
Das Schwierige daran? Ein Reizdarm zeigt sich bei jedem anders. Und: Er ist keine Ursache – sondern ein Symptom.
Deshalb ist heute mein Ziel: Dir zu zeigen, wie viele sogenannte Reizdarm-Symptome in Wirklichkeit eine ganz andere Ursache haben. Und warum dein Körper eben nicht „gereizt“ ist – sondern ganz genau reagiert.
Die 5 häufigsten „versteckten“ Ursachen
Ursache 1: Histamin – Wenn dein Essen wie ein innerer Brandbeschleuniger wirkt
Histamin – das klingt nach Heuschnupfen, oder? Zumindest kennen viele das Wort davon…von den Antihistaminika bei Pollenallergie. Aber Histamin spielt auch im Darm eine riesige Rolle. Und viele Menschen wissen nicht mal, dass sie damit ein Problem haben.
Histamin ist ein körpereigener Stoff – er entsteht bei Entzündungen, wird durch bestimmte Lebensmittel freigesetzt und beeinflusst zum Beispiel den Blutdruck, den Schlaf, die Verdauung und die Immunreaktion. Kurz: Histamin ist ein Botenstoff. Und zwar ein sehr mächtiger.
Das Problem? Wenn dein Körper zu viel Histamin speichert oder nicht mehr richtig abbaut, kommt es zu einer Art innerem „Zuviel“. Und das kann sich zeigen wie ein Reizdarm: Blähungen, Durchfall nach dem Essen, Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Herzrasen, Hautausschläge – alles Symptome, die gern mal im Gesamtpaket „Reizdarm“ landen.
Besonders tückisch: Die Beschwerden kommen oft zeitversetzt. Nicht sofort nach dem Essen, sondern Stunden später. Und weil der Zusammenhang nicht klar ist, heißt es dann: Ist wohl Reizdarm.
Aber in Wirklichkeit ist es eine Histamin-Überlastung. Und die hat oft mit deinem Darm zu tun: Denn wenn die Darmschleimhaut entzündet ist oder die Barriere gestört – dann wird Histamin nicht richtig abgebaut.
Das bedeutet: Nicht das Essen ist das Problem. Sondern der Darm, der überfordert ist. Und genau da fängt echte Ursachenforschung an.
Ursache 2: Fructose – Wenn „gesund“ deinen Bauch rebellieren lässt
Fructose klingt erst mal harmlos. Das ist doch der Zucker aus Obst, oder? Richtig. Aber genau dieser Zucker kann bei vielen Menschen zu massiven Beschwerden führen – ohne dass sie es merken.
Bei einer Fructose-Malabsorption wird der Fruchtzucker im Dünndarm nicht vollständig aufgenommen. Was passiert dann? Er landet unverdaut im Dickdarm – und da feiern die Bakterien eine Party. Sie vergären die Fructose – und dabei entsteht Gas. Viel Gas. Das Ergebnis: Blähbauch, Schmerzen, Grummeln, Durchfall. Manchmal auch Verstopfung.
Und weil die Symptome nach dem Essen kommen – vor allem nach vermeintlich gesunden Mahlzeiten mit Obst, Honig oder Smoothies – kommt keiner auf die Idee: Das war die Fructose.
Stattdessen heißt es wieder: Tja, Reizdarm halt.
Aber Fructose ist keine Mode-Intoleranz. Sie ist real. Und sie betrifft viele Menschen – besonders, wenn die Darmschleimhaut schon vorgeschädigt ist.
Denn auch hier gilt: Eine gesunde Darmschleimhaut kann mit kleinen Mengen Fructose gut umgehen. Aber wenn die Barriere gestört ist – wie bei vielen meiner Kund:innen – dann reagiert der Körper überempfindlich.
Und das Verrückte? Viele denken dann, sie vertragen einfach nichts mehr. Dabei wäre die richtige Frage: Wurde überhaupt schon mal auf Fructose getestet?
Spoiler: Bei den meisten – nein.
Ursache 3: Glukosemangel – Wenn dein Bauch leidet, weil dein Gehirn im Notfallmodus ist
Reizdarm nach dem Essen – obwohl du gesund gegessen hast? Dann könnte auch dein Blutzucker die eigentliche Ursache sein.
Viele Menschen denken bei Bauchbeschwerden nicht an Glukose. Aber unser Nervensystem reagiert extrem sensibel auf Blutzuckerschwankungen. Und wenn dein Blutzucker zu stark abfällt – zum Beispiel nach einem schnellen Frühstück oder zu wenig Protein – dann geht dein Körper in Alarm.
Er schüttet Stresshormone aus, die Verdauung verlangsamt sich, der Bauch bläht sich, du bekommst Heißhunger, bist zittrig, gereizt – und oft auch: vermeintlich reizdarmig.
In Wahrheit: Dein Körper versucht, Energie zu sparen. Und deine Verdauung ist dabei das Erste, was runtergefahren wird.
Das passiert besonders bei Menschen, die:
– dauerhaft unter Stress stehen – lange nichts essen – zuckerreiche Snacks zwischendurch brauchen – und sich wundern, warum nach dem Essen alles schlimmer wird
Das Problem: Wenn du diesen Zusammenhang nicht kennst, tappst du ewig im Dunkeln. Dann heißt es wieder: Reizdarm. Dabei ist es eine reversible Stressreaktion deines Stoffwechsels.
Und genau deswegen ist es so wichtig, nicht nur den Bauch anzuschauen – sondern auch deinen Energiehaushalt.
Ursache 4: Medikamente & Mikrobiom – Wenn deine Darmflora die Nebenwirkung trägt
Manchmal beginnt das Bauchdrama nicht mit einem Lebensmittel – sondern mit einem Medikament.
Was viele nicht wissen: Unsere Darmflora – also das Mikrobiom – reagiert extrem sensibel auf bestimmte Arzneimittel. Allen voran: Antibiotika.
Sie töten nicht nur krankmachende Bakterien – sondern auch die guten, die du dringend brauchst für Verdauung, Immunsystem und Schutz der Darmbarriere.
Aber auch andere Medikamente hinterlassen Spuren:
– Protonenpumpenhemmer (das sind die Säureblocker Omeprazol und Pantoprazol ) verändern den pH-Wert im Magen – Pille & Hormonpräparate beeinflussen die Bakterienvielfalt – Schmerzmittel wie Ibuprofen können die Darmschleimhaut durchlässiger machen – und Abführmittel greifen langfristig in die Darmmotorik ein
Was das für deinen Alltag bedeutet?
Du nimmst vielleicht regelmäßig ein Medikament – und entwickelst schleichend Verdauungsprobleme. Blähungen, Unverträglichkeiten, Schleim im Stuhl, häufige Infekte – und am Ende: Reizdarm.
Aber die Ursache liegt nicht in dir – sondern im Mikrobiom, das aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und das ist – zum Glück – veränderbar.
Denn dein Mikrobiom ist lernfähig. Wenn du es wieder fütterst, schützt und gezielt aufbaust, kannst du viel rückgängig machen.
Ursache 5: Stress – Wenn dein Darm tut, was dein Kopf nicht sagen darf
Du hast alles ausprobiert: Ernährung umgestellt, Supplements genommen, sogar mal ein Tagebuch geführt. Und trotzdem macht dein Bauch, was er will.
Was, wenn die Ursache nicht im Essen liegt – sondern in deinem Nervensystem?
Chronischer Stress ist einer der größten Saboteure für deinen Darm. Denn dein Verdauungssystem hängt direkt mit deinem Nervensystem zusammen. Und wenn du ständig im Funktionsmodus bist – kämpfen, leisten, durchhalten – dann hat dein Körper keine Kapazität mehr für Regeneration.
Das merkt zuerst: dein Darm.
Er wird träger, empfindlicher, reagiert über. Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung – das ist kein Zufall. Das ist dein System, das signalisiert: Ich kann nicht mehr.
Besonders fatal: Viele merken den Stress gar nicht mehr bewusst. Sie funktionieren einfach weiter – bis der Körper sie stoppt.
Und der Darm ist oft der Erste, der schreit. Aber gerne überhört wird.
Was hilft? Achtsamkeit. Nervensystem beruhigen. Entlastung schaffen. Und: Nicht nur an Lebensmitteln schrauben – sondern die inneren Spannungen erkennen.
Denn nicht selten ist Reizdarm einfach nur: zu viel – für zu lange.
Lass uns mal überlegen was Du tun kannst und warum ich auf Stuhluntersuchung statt Ausschlussdiagnose setze…
Du hast Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung – und bekommst eine Ausschlussdiagnose: Reizdarm. Weil im Ultraschall nichts zu sehen ist. Weil die Entzündungswerte im Blut „in Ordnung“ sind. Weil dein Stuhl nur auf einen Parameter untersucht wurde – wenn überhaupt.
Aber was wäre, wenn du einfach nicht vollständig angeschaut wurdest?
Eine fundierte Stuhlanalyse ist kein Hokuspokus. Sie ist ein Blick in dein innerstes Schutzsystem. Denn dein Darm schützt dich – mit seiner Barriere, mit seinen Bakterien, mit chemischen Botenstoffen.
Und wenn wir diese Faktoren untersuchen, bekommen wir Antworten, wo vorher nur Fragezeichen waren.
Zum Beispiel: – Wie viel Histamin wird in deinem Darm produziert? – Wie steht es um dein Zonulin – also die Durchlässigkeit deiner Darmwand? – Gibt es ein Ungleichgewicht im Mikrobiom – zwischen den Guten, den Schlechten und den Fehlenden? – Wie aktiv ist dein Immunsystem im Darm? Wie stark sind die Entzündungen vor Ort?
– Wie sieht dein Stoffwechsel aus – produzierst du genug kurzkettige Fettsäuren?
Diese Werte sagen mehr als jeder vage Satz wie „Reizdarm kann viele Ursachen haben.“
Und genau deshalb arbeite ich damit.
Weil ich Menschen begleiten will, die endlich verstehen wollen, was bei ihnen los ist – und nicht, was bei allen anderen sein könnte.
Vielleicht ist das Wichtigste, was du heute mitnimmst: Dein Körper ist nicht verrückt. Er ist wach. Er spricht mit dir. Nicht in medizinischen Fachbegriffen, sondern in Symptomen. In Reaktionen. In Signalen, die du lernen kannst zu deuten.
Die Diagnose „Reizdarm“ kann entmutigend sein – oder sie kann der Anfang sein. Der Anfang von echter Verantwortung. Nicht im Sinne von „du bist schuld“ – sondern im Sinne von: Du darfst wieder die Hauptrolle spielen.
Was kannst du jetzt konkret tun?
🔸 Hinhören – nimm deine Beschwerden ernst, auch wenn andere sie kleinreden. 🔸 Beobachten – ein Ernährungstagebuch kann Gold wert sein. 🔸 Testen, statt raten – mit einer fundierten Stuhlanalyse bekommst du endlich echte Antworten statt Vermutungen. 🔸 Sprechen – mit jemandem, der nicht nur Werte liest, sondern Zusammenhänge versteht. Zum Beispiel in einem kostenlosen 1:1-Gespräch mit mir.
Denn ja: Verantwortung ist kein leichter Weg. Aber es ist der einzige, der dich wirklich weiterbringt.
Wenn du gerade das Gefühl hast, dass dich niemand wirklich sieht, dass du mit deinen Beschwerden alleine bist und dass du endlich wissen willst, was in deinem Körper los ist – dann ist jetzt der Moment.
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Ich sehe dich. Und dein Bauch? Den machen wir gemeinsam wieder darmglücklich.
Deine Linda
Morbus Crohn – das ist der chaotische Bruder, der sich überall im Verdauungstrakt ausbreitet. Vom Mund bis zum After kann er dir alles vermiesen. Und Colitis ulcerosa? Die bleibt meistens im Dickdarm und versaut dir die Schleimhaut. Beide haben aber eines gemeinsam: Sie machen das Leben zur echten Herausforderung.
Die Symptome sind wie ein Horrorfilm, der einfach nicht aufhören will. Man sitzt da, fühlt sich ständig aufgebläht, der Bauch grummelt, man hat ständig das Gefühl, nicht das Haus verlassen zu können, weil die Toilettengänge nicht planbar sind. Und dann gibt es noch diese ständige Erschöpfung, die einem den letzten Nerv raubt. Wenn du das kennst, dann weißt du, wie belastend es sein kann.
Aber hier kommt das Problem: Viele erkennen es nicht. Die Ärzte sagen oft „Kein Problem, das geht wieder weg“. Doch das „Wieder weggehen“ passiert nicht, weil die Entzündung tief in deinem Darm brodelt, ohne dass es jemand bemerkt.
Dein Blutbild? Klar, das zeigt oft schon eine erhöhte Entzündung. Aber auch da – das wird nicht immer richtig gedeutet. Der CRP-Wert ist erhöht, das bedeutet, dass irgendwo im Körper ein Brand lodert. Aber wo genau?
Deshalb ist es so wichtig, diese Krankheiten früh zu erkennen und nicht einfach nur darauf zu hoffen, dass es von alleine weggeht.
Ein bisschen „Aushalten“ und „abwarten“ war noch nie eine gute Lösung. Du kannst nicht nur warten, bis der Körper mit einer ganzen Reihe von Symptomen um die Ecke kommt – das wird irgendwann zu spät sein.
Wie findet man eigentlich heraus, ob man Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa hat?
Wenn man immer wieder mit Bauchschmerzen, Durchfällen oder völliger Erschöpfung kämpft, dann beginnt meistens eine echte Odyssee. Man geht von Arzt zu Arzt – und oft dauert es Monate oder sogar Jahre, bis man wirklich weiß, was los ist.
Die Diagnose einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, also Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, ist kein einfacher Schnelltest – sondern eher wie ein Puzzle, bei dem man verschiedene Teile zusammensetzen muss, um das ganze Bild zu sehen.
Da ist zum Beispiel das Blutbild. Es verrät, ob irgendwo im Körper ein “inneres Feuer” lodert – also eine Entzündung. Der Arzt schaut sich dabei unter anderem den CRP-Wert an, eine Art Alarmzeichen im Blut. Auch Eisenmangel oder Blutarmut können erste Hinweise sein.
Dann kommt der Stuhltest – und hier wird es spannend: Der sogenannte Calprotectin-Wert ist wie ein Frühwarnsystem. Wenn der hoch ist, wissen wir: Da ist richtig was los in der Darmschleimhaut. Dieser Wert ist oft der erste konkrete Hinweis auf eine CED – und wird leider viel zu selten routinemäßig getestet.
Auch der Ultraschall kann helfen, zum Beispiel um verdickte Darmwände oder vergrößerte Lymphknoten zu sehen – wie kleine Schwellungen, die sagen: „Hier stimmt was nicht.“
Und dann gibt es natürlich die Königsdisziplin: die Darmspiegelung. Klingt unangenehm – und ist es vielleicht auch ein bisschen – aber sie zeigt ganz genau, wie es im Inneren aussieht. Ob da Wunden sind, ob die Schleimhaut blutet, ob es Veränderungen gibt, die auf eine CED hindeuten.
Erst wenn all diese Puzzlestücke zusammengelegt werden – Blut, Stuhl, Bilder, Gewebeproben – kann ein Arzt sagen: „Ja, das sieht nach Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa aus.
Die meisten Menschen bekommen dann Medikamente verschrieben – und das oft ziemlich schnell. Wenn der Darm gerade brennt wie ein Lagerfeuer, also wenn man in einem akuten Schub ist, dann kommen oft starke Entzündungshemmer zum Einsatz – sowas wie Cortison. Damit soll das Feuer erstmal gelöscht werden.
Danach geht es in die sogenannte Erhaltungstherapie – also Medikamente, die verhindern sollen, dass das Feuer wieder aufflammt. Das sind zum Beispiel Mesalazin, Immunblocker oder sogenannte Biologika, also hochmoderne Antikörpertherapien, die gezielt bestimmte Entzündungsstoffe im Körper blockieren.
Das Problem ist nur: All diese Medikamente machen etwas ganz Bestimmtes – sie unterdrücken die Entzündung. Sie drücken auf Pause. Aber sie fragen nicht, warum das Feuer überhaupt entstanden ist.
Die Schulmedizin ist oft unglaublich gut darin, die Symptome in den Griff zu bekommen. Und das ist wichtig – manchmal sogar überlebenswichtig. Aber sie vergisst oft, tiefer zu graben.
Denn keiner fragt:
• Wie sieht eigentlich deine Darmschleimhaut aus?
• Ist deine Darmbarriere durchlässig geworden?
• Wie ist dein Mikrobiom aufgestellt – also deine guten Darmbakterien?
• Und was macht eigentlich deine Ernährung, dein Stresslevel, dein Nervensystem?
Viele Menschen mit CED bekommen niemals eine fundierte Stuhlanalyse. Niemals eine individuelle Ernährungstherapie. Niemals eine Aufklärung darüber, was sie selbst konkret tun können, um ihren Darm zu stabilisieren.
Und genau da komme ich ins Spiel.
Denn wenn wir wirklich etwas verändern wollen – langfristig – dann müssen wir nicht nur die Flammen löschen. Wir müssen herausfinden, wo das Leck in der Leitung ist, das dieses Feuer überhaupt entstehen ließ.
Und genau das ist der Punkt.
Viele Menschen bekommen Tabletten, sie bekommen Diagnosen – aber sie bekommen keinen Plan, wie es wirklich weitergehen soll. Keine Antworten auf die Frage: „Wie komme ich da wieder raus?“
Und das kann sich unglaublich einsam anfühlen.
Ich möchte dir deshalb heute eine Geschichte erzählen, die genau das zeigt – und gleichzeitig Hoffnung macht.
Die Geschichte von Franka.
Franka hat genau das erlebt: Schulmedizinische Behandlung, viele Symptome – aber niemand hat sie wirklich gesehen.
Bis sie den Mut hatte, tiefer zu schauen. Und sich gefragt hat:
Franka war eine meiner Kundinnen, die ich damals während der Flutkatastrophe kennenlernte. Sie litt seit Jahren unter Morbus Crohn, dieser chronisch entzündlichen Autoimmunerkrankung, und war wie viele andere mit den üblichen Medikamenten behandelt worden. Doch ihre Symptome blieben: mehrfache, nicht planbare Toilettengänge täglich, Krämpfe, Erschöpfung, ein Alltag voller Einschränkungen und das als Mutter eines Kleinkindes.
Franka kam zu mir mit der Frage, ob es wirklich alles gewesen sein sollte. Ob das wirklich das Maximum war, was man für ihren Körper tun konnte.
Ihr Gastroenterologe sah sie regelmäßig, machte zweimal im Jahr Blutbild und Ultraschall – mehr nicht. Keine Anpassung, keine Ursachenforschung, keine individuelle Strategie. Aber Franka spürte intuitiv, dass es mehr geben muss als Tabletten.
Franka entschied sich dann für eine fundierte Stuhlanalyse – ein Schritt, der leider in der klassischen Medizin immer noch selten genutzt wird.
Das Ergebnis war eindeutig. Nicht dass wir überrascht waren über ihre Entzündungswerte, aber wir fanden zusätzlich eine massive Pilzbelastung im gesamten Darm, deutliche Hinweise auf Barriere-Störungen und ein Ungleichgewicht im Mikrobiom. Dieser Blick in den Darm war der Wendepunkt – denn endlich konnte man gezielt ansetzen, statt nur Symptome zu unterdrücken.
Gemeinsam starteten wir eine gezielte antientzündliche Ernährungstherapie, kombiniert mit dem schrittweisen Aufbau ihrer Darmbarriere. Und schon nach wenigen Wochen zeigten sich deutliche Veränderungen:
Die Stuhlfrequenz normalisierte sich, die Konsistenz stabilisierte sich, die Schmerzen ließen nach. Ihr Energielevel kam zurück. Und vor allem: Franka konnte gemeinsam mit ihrem Arzt beginnen, die Medikamente langsam auszuschleichen.
Ihr Arzt war anfangs skeptisch. Die Ernährung? Davon hielt er wenig, was bei mir immer noch zu Kopfschütteln führt. Dennoch bin ich immer für offene Kommunikation und Therapien die den Arzt integrieren. Als Franka im Laufe der Ernährungsumstellung auch einige Kilos abnahm, schrieb er in seinen Bericht an den Hausarzt, dass sie das gemacht habe, um abzunehmen.
Was für ein Missverständnis. Nett ausgedrückt.
Denn Franka ging es nicht ums Abnehmen. Sie sagte, Ja…nice to habe. Aber, es ging ihr um Gesundheit, um Lebensqualität, um Selbstwirksamkeit. Und das, was sie über Ernährungstherapie und Darmsanierung erreicht hat, war ein echter Durchbruch.
Nach einiger Zeit konnte sie ihre entzündungshemmenden Medikamente vollständig absetzen – in enger Absprache mit ihrem Arzt.
Und das Beste: Die Entzündungswerte blieben auch danach stabil. Der Calprotectin-Wert, der später wieder kontrolliert wurde, war im akzeptablen Bereich – ohne Medikamente.
Sie stand irgendwann freudestrahlend mit ihren Laborwerten vor mir. Und ihr Arzt? Der war am Ende ehrlich bewegt. Er konnte kaum glauben, was durch Ernährung und funktionelle Darmtherapie möglich war.
Franka hat nicht nur ihren Morbus Crohn heute im Griff – sie hat ihre gesamte Ernährung nachhaltig umgestellt. Und das hat auch Auswirkungen auf ihre Familie: Ihr kleiner Sohn, damals gerade zwei Jahre alt und selbst geplagt von Neurodermitis-Schüben, profitiert heute von dem, was seine Mutter gelernt hat.
Was antientzündliche Ernährung bedeutet, wie man gezielt auf den Körper hört – all das gibt Franka jetzt auch an ihn weiter.
Es gibt noch eine Geschichte, die mich in den letzten Tagen besonders beschäftigt hat. Die Geschichte von Jule. Eine junge Frau, Anfang 30, die sich vor einigen Wochen hilfesuchend bei mir gemeldet hat.
Jule war lange auf der Suche nach Hilfe. Zuerst wurde sie in einer Klinik aufgenommen, weil es ihr körperlich zunehmend schlechter ging – starke Bauchschmerzen, Gewichtsverlust, Erschöpfung, immer wieder Durchfälle. Doch dort konnte man ihr nicht wirklich weiterhelfen. Das lasse ich an dieser Stelle unkommentiert. Denn es macht einen sprachlos. Ihre Beschwerden wurden nicht ernst genug genommen – man wartete ab, verordnete Ruhe, aber es passierte nichts Substanzielles.
Verzweifelt wandte sie sich dann an einen naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten. Dort wurde immerhin eine Stuhlanalyse gemacht – und der Wert, der dabei herauskam, war erschreckend: Ein extrem erhöhter Calprotectin-Wert – extrem mit 3 Ausrufezeichen. Ein mehr als klarer Hinweis auf eine massive Entzündung im Darm. Ein akuter Schub, wie man es nennt…bedrohlich und absoluter Fall für ärztliche Fachkunde. Und dennoch: anstelle einer fachärztlichen Abklärung bekam sie lediglich ein Sammelsurium an Nahrungsergänzungsmitteln – darunter u.a. Eisen in Tablettenform
Warum ich gerade das Eisen nennen – naja, wer schon einmal selbst Eisenpräparate eingenommen hat – wohlgemerkt bei völlig gesunder Verdauung – weiß, wie heftig diese auf Magen und Darm schlagen können. Übelkeit, ein Druckgefühl im Oberbauch, manchmal sogar starke Verstopfungen sind keine Seltenheit. Jetzt stellen wir uns vor, man gibt genau so ein Präparat einem Menschen mit einem hochentzündlichen Darm – in einem aktiven Morbus-Crohn-Schub. Ein Darm, der förmlich „in Flammen“ steht.
Dass man in so einem Fall überhaupt auf die Idee kommt, ein Eisenpräparat oral zu verordnen, zeigt, wie wenig die Situation in ihrer Tiefe verstanden wurde.
Natürlich kann man niemandem eine böse Absicht unterstellen – aber es macht deutlich, wie sehr hier die Grenzen naturheilkundlicher Begleitung überschritten wurden. Ein entzündeter Darm kann kein Eisen aufnehmen. Und er sollte auch nicht zusätzlich mit Stoffen belastet werden, die seine Schleimhaut noch weiter reizen.
Es braucht in so einem Fall medizinisches Verständnis, Fingerspitzengefühl – und die Bereitschaft, die eigenen Möglichkeiten kritisch zu reflektieren. Denn genau darum geht es: zu erkennen, wann jemand nicht mehr allein naturheilkundlich zu begleiten ist, sondern schulmedizinische Unterstützung braucht. Und zwar schnell. Nur so kann echte Hilfe entstehen – und genau dafür stehe ich ein.
Gerade als Apothekerin ist mir diese Grenze sehr bewusst. Schon im Pharmaziestudium wird uns das regelrecht eingebläut: Wir kennen die Vorgänge im Körper, wir wissen, wie Wirkstoffe wirken, wie Medikamente, Pflanzenextrakte oder Nahrungsergänzungen im Organismus verarbeitet werden. Wir verstehen die biochemischen Zusammenhänge – aber wir dürfen keine Diagnosen stellen.
Das heißt: Wenn mir jemand seine Symptome schildert, dann höre ich mit einem sehr geschulten Blick zu – und ich stelle gezielte Fragen, nach einem klaren Schema. Ich weiß genau, wo die Selbstbehandlung endet und wo die ärztliche Abklärung beginnt. Das ist für mich nicht nur eine gesetzliche Grenze, sondern ein ethischer Anspruch.
Und deshalb ist es für mich nie eine Option, jemanden „allein durchzutherapieren“. Ich arbeite immer mit anderen Expert:innen zusammen – mit Ärzt:innen, Heilpraktiker:innen oder Spezialist:innen aus der Labordiagnostik. Ich empfehle weiterführende Blutanalysen, verweise bei Bedarf an Fachärzte – und ich würde mir sogar wünschen, noch enger mit Ärzt:innen im direkten Austausch zu stehen.
Denn nur wenn wir gemeinsam hinschauen – aus verschiedenen Perspektiven –, entsteht am Ende ein Bild, das dem Menschen wirklich gerecht wird. Und das ist mein Anspruch
Denn leider zeigt Jules Geschichte auch, was passiert, wenn genau das nicht geschieht.
Ihr Zustand verschlechterte sich zusehends. Sie war so geschwächt, dass sie zeitweise pflegend bei Angehörigen untergebracht wurde – weil sie allein nicht mehr zurechtkam. Ein junger Mensch, der körperlich komplett am Limit war. Und niemand hatte bislang wirklich das große Ganze gesehen.
Als sie mich damals über Social Media oder meinen Podcast fand und mir schrieb, schickte sie mir ihre Analyse und ich war wie immer erstmal gespannt…und dann eben geschockt – Weil mir klar wurde: Hier darf keine Zeit verloren gehen. Wir haben schnell ein Erstgespräch vereinbart, und mir war es wichtig, dass sie zeitnah einen schulmedizinisch arbeitenden Arzt aufsucht, um die akute Entzündung zu behandeln, bevor ihr schlimmeres bevorstünde.
Inzwischen nimmt sie ein entzündungshemmendes Medikament – das war der erste wichtige Schritt, um die schlimmsten Symptome einzudämmen. Ruhe reinzubringen, damit Jule wieder Vertrauen in ihren Körper finden kann.
Doch das Beeindruckende: Jule hat direkt verstanden, dass das noch nicht reicht. Dass es bei all dem nicht nur um eine kurzfristige Symptombehandlung gehen kann. Deshalb geht sie jetzt zusätzlich den Weg mit mir – wir schauen uns die Dinge wirklich fundiert an. Mit noch fehlenden Parametern ihrer schon durchgeführten Stuhlanalyse. Damit wir verstehen, wie stark die Darmbarriere wirklich geschädigt ist – und was ihr Körper braucht, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Und das ist das Entscheidende:
Es geht nicht um Schulmedizin oder Naturheilkunde oder Ernährungstherapie oder Blick auf die Darmbarriere. Es geht darum, dass endlich jemand hinschaut, versteht und kombiniert – und dann einen klaren, individuellen Weg geht.
Denn genau da liegt oft die Krux: Der eine sieht nur das Symptom, der andere nur das Milieu, der nächste kennt seine Grenzen nicht und geht stur nur den einen Weg – aber kaum jemand bringt alles zusammen. Und genau da sehe ich meine Aufgabe: als Bindeglied zwischen den Welten. Mit pharmazeutischem Verständnis von der Wirkweise der Medizin im Körper und dem Blick auf die Darmbarriere, der Ursache der meisten entzündlichen Erkrankungen.
Die Geschichten von Franka und Jule stehen für zwei ganz unterschiedliche Wege – aber mit derselben Botschaft: Du bist nicht machtlos. Auch wenn dein Darm tobt, die Entzündung dich erschöpft und du das Gefühl hast, dass niemand dich wirklich sieht – es gibt Wege.
Nicht die schnellen Lösungen. Nicht die eine Tablette oder das eine Superfood. Aber fundierte, ehrliche Schritte zurück in deine Kraft.
Und genau dafür bin ich hier. Ich kombiniere schulmedizinisches Wissen mit der ganzheitlichen Perspektive auf deine Darmbarriere, dein Mikrobiom, deine Ernährung und deine Realität.
Wenn du dich in diesen Geschichten wiedererkennst – oder wenn du jemanden kennst, dem es ähnlich geht – dann folg mir gern auf Instagram @darmgluecklich. Oder schreib mir eine Nachricht. Ich nehme mir Zeit für dich – und gemeinsam finden wir heraus, was dein Körper wirklich braucht.
Du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Starte in Dein Darmglück.
Deine Linda
Ich kann nicht mehr.
Vielleicht noch ein Blutbild. Vielleicht eine erste Dosis Johanniskraut. Vielleicht der Satz: „Sie brauchen einfach mal Urlaub.“
Und dann… beginnt der typische Weg.
Der Weg durch ein System, das dir Diagnosen gibt – aber keine echten Antworten. Du bekommst einen Namen für dein Gefühl: depressive Episode, Erschöpfungssyndrom, generalisierte Angststörung.
Aber die Frage, woher das alles kommt… die stellt kaum jemand. Warum du morgens nicht mehr aufstehen kannst. Warum du Herzklopfen hast, wenn du nur das Auto aufschließt. Warum du manchmal einfach nur weinen willst – und dich dafür auch noch schlecht fühlst.
Und genau deshalb landen so viele Menschen irgendwann bei mir. Nicht, weil ich eine Wunderlösung habe. Sondern weil ich zuhöre. Und weil ich eine Perspektive eröffne, die in der klassischen Diagnostik fast immer fehlt: Den Blick in den Darm. Denn dein Bauch hat oft längst angefangen zu schreien – während du noch versuchst, irgendwie durchzuhalten.
Was passiert denn eigentlich genau, wenn jemand wie du oder ich mit psychischen Beschwerden beim Arzt landet?
In der klassischen Medizin läuft das Ganze ziemlich strukturiert ab – und das meine ich nicht mal negativ. Es gibt sogenannte Leitlinien, das sind sozusagen Fahrpläne, an die sich Hausärzt:innen, Psychiater:innen und Therapeut:innen halten sollen. Für Depressionen, zum Beispiel, gibt es eine sogenannte S3-Leitlinie. Die sagt: erstmal schauen, wie stark die Symptome sind – also ist das noch eine leichte depressive Verstimmung oder schon eine schwere Depression?
Dafür gibt es Fragebögen, sowas wie der PHQ-9. Da kreuzt man an, wie oft man in der letzten Woche traurig war, ob man schlecht schläft oder sich nutzlos fühlt. Es ist ein bisschen wie ein Punktesystem für deine Seele.
Und wenn dann klar ist, okay, das ist eine depressive Episode – dann schlägt die Leitlinie vor, was zu tun ist. Bei leichten Fällen: Gespräche, Selbsthilfegruppen, manchmal auch erstmal abwarten. Bei mittleren oder schweren: Psychotherapie – und sehr oft direkt Antidepressiva. Medikamente, die in den Stoffwechsel deines Gehirns eingreifen, meistens über das berühmte Serotonin.
Jetzt ist das per se nichts Schlechtes. Ich verteufle Medikamente nicht…ich bin Apothekerin. Für viele Menschen sind sie wirklich lebensrettend. Aber – und das ist ein großes Aber – es ist oft der einzige Weg, der ihnen angeboten wird.
Und jetzt schauen wir auf Burnout. Das ist spannend, weil es medizinisch gar keine eigenständige Diagnose ist. Burnout steht im Diagnosesystem nur so halb drin – als „Zustand der totalen Erschöpfung“. Was also passiert: man bekommt eine Diagnose wie „depressive Episode“ oder „Anpassungsstörung“ – weil Burnout an sich im System keinen Platz hat.
Die Folge: Auch hier landen die Menschen bei Medikamenten. Oder sie bekommen den Rat, „mal kürzerzutreten“, sich krankschreiben zu lassen. Aber ganz ehrlich: wenn du als Mutter, als Lehrer:in, als Pflegende Person komplett im Alltag eingespannt bist, dann bringt dich ein Krankschreiben vielleicht körperlich zur Ruhe…oder es geht noch nicht mal das… es heilt jedoch fast nie die Ursache.
Und genau da sehe ich das Problem. Weil das System Symptome behandelt – nicht Ursachen. Weil das System in Organen denkt – aber nicht im Zusammenspiel. Und weil der Bauch, der Darm, der so oft ganz leise mitredet, einfach ignoriert wird.
Ich hab so viele Kund:innen, die sagen: „Ich hab mich nicht ernst genommen gefühlt. Ich wurde weitergeschickt, hab Tabletten bekommen – aber keiner hat wirklich hingeschaut.“
Und das ist genau der Moment, wo ich sage: Lass uns hinschauen. Und zwar dorthin, wo niemand hinschaut – in deinen Darm.
Anja war eine der ersten Frauen, die zu mir gefunden haben – noch ganz am Anfang meiner Arbeit als Darmexpertin. Damals gab es noch keine Kurse, keine Online-Programme, keine Gruppen. Nur ich, meine Expertise, und die Bereitschaft, wirklich hinzuschauen.
Anja arbeitet an einer Schule. Sie ist Mutter von mehreren Kindern. Und sie kam über die Empfehlung einer meiner Freundinnen. So laufen diese Dinge oft. Wenn man lange sucht und niemanden findet, der wirklich zuhört, dann werden Empfehlungen zu kleinen Lebensrettern.
Anja Thema war klar: Angst. Nicht das Lampenfieber-vor-einem-Vortrag-Angst. Sondern diese lähmende, körperlich spürbare Angst, die einfach da ist – ohne greifbaren Grund.
Sie erzsählte mir, dass sie sich manchmal nicht mehr traute, Auto zu fahren. Dass sie schon beim Anschnallen Beklemmungen bekam. Dass sie das Gefühl hatte, ihr Leben nicht mehr zu kontrollieren.
Und dann – ganz nebenbei – erwähnte sie: „Ach, und ich hab ständig mit meinem Darm zu tun. Ich weiß gar nicht, ob das irgendwie zusammenhängt.“
Und ich sagte: „Doch. Das kann ganz viel zusammenhängen.“
Wir haben bei Anja einen umfassenden Stuhlcheck gemacht – den Individualcheck, wie ich ihn heute nenne. Nicht einen dieser 08/15-Tests mit einem einzigen Parameter, sondern eine richtige Analyse: Entzündungsmarker, Schleimhautfunktion, Mikrobiom, Darmschutzstoffe – wir haben das ganze Bild angeschaut.
Und was wir gefunden haben, war eindeutig: Anjas Darm war durchlässig, entzündet, instabil. Ihr Körper war im Dauerstress – auf biochemischer Ebene. Es war, als würde innen drin ständig ein leiser Feueralarm laufen – und keiner hatte ihn je ausgeschaltet.
Ich habe Anja einen klaren, strukturierten Fahrplan an die Hand gegeben. Kein „Iss das, nimm das, fertig.“ Sondern wirklich einen Plan, wie sie ihren Darm beruhigen, stabilisieren und regenerieren kann. Und mit jeder Woche, in der sie diesen Weg gegangen ist, hat sich auch etwas in ihr verändert.
Heute ist Anja wieder präsent. In ihrem Job. In ihrer Familie. Sie hat nicht einfach „keine Angst mehr“ – sie hat Vertrauen. In sich. In ihren Körper. Und in die Kraft, die entsteht, wenn man die eigentliche Ursache endlich erkennt.
Die Psyche sitzt eben nicht nur im Kopf. Sie sitzt auch im Bauch. In deinen Bakterien. In deiner Darmschleimhaut. In deiner Immunantwort.
Es gibt eine direkte Verbindung zwischen deinem Gehirn und deinem Darm – die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Das ist kein esoterisches Konstrukt, sondern wissenschaftlich bewiesen: Über den Vagusnerv sind dein zentrales Nervensystem und dein Bauch eng miteinander verknüpft.
Man kann sich das vorstellen wie eine Autobahn mit zwei Spuren – eine Richtung geht nach oben, eine nach unten. Und über diese Nervenstraße fließen nicht nur Infos, sondern auch Stimmung.
Und jetzt wird’s spannend: In deinem Darm wird zum Beispiel Serotonin produziert – das sogenannte Glückshormon. Etwa 90 % des gesamten Serotonins deines Körpers entstehen im Verdauungstrakt. Wenn deine Darmschleimhaut entzündet ist, dein Mikrobiom gestört oder dein Immunsystem im Dauerstress – dann beeinflusst das direkt, wie du dich fühlst.
Viele Menschen, die zu mir kommen, sagen: „Ich weiß gar nicht mehr, wann ich mich das letzte Mal leicht und frei gefühlt habe.“ Und genau das ist das Gefühl, das verloren geht, wenn dein Darm dich heimlich mit in den Abgrund zieht.
Es sind körperliche, emotionale, biochemische Zustände, die eng mit deinem Inneren verknüpft sind. Mit Entzündungen. Mit Stressreaktionen. Mit Stoffwechselprozessen, die aus dem Ruder gelaufen sind.
Und wenn wir beginnen, das zu erkennen – wenn wir den Darm als Mitspieler und nicht als Nebenschauplatz betrachten – dann kann Heilung überhaupt erst wirklich stattfinden.
Lass uns noch mal über Begrifflichkeiten sprechen: Wenn wir über die Psyche sprechen, dann meinen wir so vieles. Und gleichzeitig haben wir in unserer Gesellschaft viel zu enge Schubladen dafür.
Da gibt es die Diagnose Depression. Die Angststörung. Die Anpassungsstörung. Das Burnout. Die Erschöpfung.
Alles Begriffe, die irgendwie „psychisch“ klingen – aber in Wahrheit unglaublich körperlich sind. Denn all diese Krankheitsbilder gehen oft mit einem stillen Prozess einher, der im Bauch beginnt: mit einer durchlässigen Darmbarriere, mit Entzündungen, mit einem Mikrobiom, das aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Ich sehe das immer wieder: Menschen mit depressiven Verstimmungen haben gleichzeitig massive Verdauungsbeschwerden. Menschen mit chronischer Erschöpfung haben ein Mikrobiom, das kaum noch Vielfalt zeigt. Menschen mit Panikattacken haben oft eine hochentzündliche Darmschleimhaut – ohne dass je jemand hingeschaut hat.
Und trotzdem wird in der klassischen Medizin meist nur der Kopf behandelt. Die Psyche wird getrennt vom Körper betrachtet – als wäre der Kopf ein eigenes Organ mit eigenem Leben. Aber so funktioniert kein Mensch.
Besonders dramatisch wird es, wenn wir auf die Menschen schauen, die am häufigsten betroffen sind: Frauen. Frauen, die im Alltag funktionieren. Die neben Beruf, Familie, Kindern und mentalem Load versuchen, stark zu sein. Die sich schämen, weil sie sich nicht mehr „ganz“ fühlen. Die mit sich selbst hadern, weil sie nicht mehr leistungsfähig sind – und weil ihnen keiner sagt, dass das nicht ihre Schuld ist.
Ich sehe so viele Frauen, die zu mir kommen und sagen: „Ich schäme mich, weil ich das nicht mehr schaffe.“ „Ich habe Angst, dass ich versage.“ „Ich habe das Gefühl, ich bin keine gute Mutter mehr.“
Und ganz oft steckt dahinter kein Charakterproblem. Keine Schwäche. Sondern ein Körper, der nicht mehr kann. Ein Darm, der über Jahre überlastet wurde – durch Stress, Ernährung, Medikamente, stille Entzündungen.
Die Psyche und der Darm – sie gehören zusammen. Und je eher wir das verstehen, desto eher können wir Frauen helfen, sich nicht länger schuldig zu fühlen. Sondern endlich gesehen. Und verstanden.
Und weißt du was? Ich ertappe mich selbst manchmal dabei. Als mal jemand in meinem Bekanntenkreis wegen „psychischer Gründe“ längere Zeit aus dem Job ausgefallen ist – da hab ich genau das gedacht: „Komisch, die wirkt doch total normal. Wenn man mit ihr redet, merkt man ihr das gar nicht an.“ Und das von mir, die es eigentlich besser weiß…
Aber das ist genau der Punkt. Viele Menschen mit psychischen Belastungen funktionieren äußerlich. Sie lächeln. Sie kümmern sich. Sie machen weiter. Und innerlich brennt alles.
Oft zeigt sich die Erschöpfung nur in bestimmten Lebensbereichen – vielleicht im Beruf, vielleicht erst zu Hause, wenn niemand mehr zuschaut. Und das macht es so schwer, zu verstehen, wie ernst die Lage eigentlich ist. Wie viele Menschen innerlich auf dem Zahnfleisch gehen – und trotzdem noch lächeln.
Ich glaube, das ist eines der größten Probleme: Dass man psychische Erschöpfung nicht sehen kann. Dass wir dazu neigen, zu urteilen, ohne es zu merken. Und dass wir manchmal erst dann hinschauen, wenn es richtig kracht.
Genau deshalb ist es mir so wichtig, das Thema groß zu machen. Und es nicht als „individuelles Problem“ zu behandeln, sondern als das, was es ist: Ein Ausdruck davon, wie wir leben. Und wie sehr wir den Körper – und den Darm – als Mitspieler unterschätzen.
Mal ein kleiner Vergleich: Vielleicht kennst du das ja… Du gibst eine Adresse ins Navi ein – und schaltest dein Denken ab. Du fährst los, folgst den Ansagen, zweifelst nicht. Und irgendwann sagt dir eine Stimme: „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“
Also ich fahre so Auto…als kleiner Orientierungsproblemfall…
Und ganz ehrlich – so leben auch viele von uns. Wir hören auf alles von außen. Auf Ärzte, auf Ratgeber, auf Instagram-Tipps. Aber wir hören nicht mehr nach innen. Nicht mehr auf das, was unser Körper uns sagt. Und schon gar nicht auf unseren Bauch.
Wenn Menschen zu mir kommen, dann sind sie oft imaginär so weit gefahren, dass sie gar nicht mehr wissen, wo sie auf der Landkarte so sind. Sie haben Symptome, Diagnosen, Medikamente – aber keinen echten Fahrplan.
Und dann machen wir die Stuhlanalyse. Und plötzlich ist da ein Navigationssystem, das nicht von außen kommt – sondern von innen. Ein Wegweiser, der zeigt, wo Entzündung sitzt. Wo dein Körper ruft. Wo du umkehren darfst.
Und das Schönste ist: Irgendwann kommt dann dieser Moment, in dem jemand sagt: „Ich fühle mich wieder wie ich selbst.“
Und genau das ist der Moment, in dem dein inneres Navi sagt: „Du hast dein Ziel erreicht.“ Nicht im Sinne von „fertig“. Sondern im Sinne von: Du bist auf dem richtigen Weg.
Wenn du das Gefühl hast: „Genau da bin ich gerade“ – dann lade ich dich ein: Komm auf meinen Instagram-Kanal und kommentiere unter einem meiner Reels das Wort „CHECK“. Dann bekommst du automatisch meine Übersicht zum Stuhlanalyse-Check direkt aufs Handy – völlig kostenlos.
Und wenn du mir dort folgst, erfährst du auch immer als Erste, wann ich wieder live gehe. Ich bin regelmäßig live auf Instagram – da kannst du mir auch mal direkt deine Fragen stellen oder einfach zuhören und auftanken.
Und wenn du das Gefühl hast: Ich möchte noch mehr Klarheit – dann buche Dir einen kostenlosen Beratungscall bei mir. Du musst da nicht alleine durch.
Ich wünsche dir von Herzen, dass du deinem eigenen Bauchgefühl wieder mehr vertraust. Dass du deinen Weg findest. Und nicht länger im Kreis fährst.
In diesem Sinne – bis ganz bald. Deine Linda.
zusätzlich
Dann kam der Tag, an dem sie nicht mehr ruhig war. Sie stand vor mir in der Apotheke, müde, kraftlos, wütend – und sagte: „Ich hab die Nase voll.“
Was war passiert?
Ihr Blutbild war eskaliert. Die Blutsenkung – kurz BSG genannt – war extrem erhöht. Die Blutsenkung ist ein unspezifischer Entzündungswert: Er misst, wie schnell sich rote Blutkörperchen in einem Röhrchen absetzen. Je schneller das passiert, desto wahrscheinlicher ist eine Entzündung im Körper.
Auch der CRP-Wert – also das C-reaktive Protein – war weit über dem, was man für normal halten kann. CRP ist ein Akut-Phase-Protein. Es steigt im Blut an, wenn der Körper auf eine Entzündung reagiert. Das heißt: Irgendwo brennt es. Und zwar ordentlich.
Doch statt einer Ursache gab es nur Vermutungen. Der Hausarzt meinte: „Wir versuchen es noch mal mit einer Helicobacter-Therapie.“ Zwei Antibiotika. Plus PPI, also ein Magenschutzpräparat. Mein Pokerface saß. Aber innerlich? Alarmstufe rot. Nicht dieser Darm.
Und dann kam es noch dicker: „Ich überweise Sie an einen Onkologen. Der macht auch Endokrinologie.“
Was bedeutet das?
Onkologie ist die Fachrichtung für Krebserkrankungen.
Endokrinologie befasst sich mit Hormonen und dem Stoffwechselsystem.
Lena sollte dort überprüft werden, ob eine hormonelle Ursache hinter den dauerhaften Entzündungswerten steckt. Aber was sie gehört hat, war: Krebs.
Und das war der Moment, in dem sie emotional ausstieg. Denn was niemand mehr hinterfragte, war ihr Darm. Dabei war vor etwa einem Jahr sogar eine Darmspiegelung gemacht worden. Ergebnis: unauffällig. Kein Morbus Crohn. Keine Colitis ulcerosa. Kein klassisches Krankheitsbild.
Aber das Blutbild schrie. Ihr Körper schrie. Und niemand konnte erklären, warum.
Und genau da – an dieser Stelle, an der sie das Vertrauen fast verlor – kam ihre Frage:
*“Gibt’s da nicht noch was anderes? Könntest du… mit mir schauen?“
Wir setzten uns zusammen. Und das war der Moment, an dem ihre Geschichte eine neue Richtung nahm.
Als ich mit Lena die Ergebnisse ihrer Stuhlanalyse besprochen habe, war sie fassungslos.
Nicht weil es irgendeine krasse Diagnose war. Sondern, weil sie nie für möglich gehalten hätte, dass ihr Darm in diesem Zustand ist – und niemand es bisher gesehen hat.
Denn Lena hatte keine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Keine Diagnose wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Und doch war da eine stille Entzündung. Und zwar eine, die man sehen konnte. Wenn man hinschaut.
Die Analyse zeigte:
Calprotectin: deutlich erhöht – ein Marker für Entzündung in der Darmschleimhaut
Zonulin: zu hoch – Hinweis auf eine gestörte, geöffnete Darmbarriere
Histamin: so hoch, dass der Körper gefühlt im Dauer-Alarm war
sIgA: zu niedrig – das bedeutet: die lokale Immunabwehr im Darm war erschöpft
Dysbiose: das Mikrobiom war aus dem Gleichgewicht
Kaum noch Butyratbildner: also jene Bakterien, die entzündungshemmende Fettsäuren produzieren
Beta-Glucuronidase & Ammoniak: deutlich erhöht – Hinweis auf Toxinbelastung und mögliche Leberstressoren
All das erklärte nicht nur den Juckreiz und die Quaddeln – sondern auch ihr ganzes inneres Gefühl von Überforderung, Reizung, Entgleisung.
Man sah es:
Im Stuhlbild.
Im Hautbild.
Und im Blutbild.
Und plötzlich ergab alles Sinn. Für Lena. Und für mich war klar: Ihr Körper hatte schon lange versucht, sich bemerkbar zu machen.
Wenn es um Entzündungen im Körper geht, hat die Schulmedizin viele Werkzeuge. Und manche davon sind sogar sehr wirkungsvoll – kurzfristig.
Ein klassisches Beispiel: Cortison.
Cortison ist ein stark entzündungshemmendes Medikament. Es unterdrückt Immunreaktionen, reduziert Schwellungen, beruhigt überaktive Zellen. In Akutsituationen kann es lebensrettend sein. Auch bei starken allergischen Reaktionen, bei Autoimmunprozessen oder bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen kann es gezielt helfen.
Aber: Es ist kein Heilmittel. Es löscht das Feuer, ohne die Ursache zu klären. Und wenn man es zu lange oder dauerhaft einsetzt, kann es Nebenwirkungen mit sich bringen: auf Knochen, Haut, Hormonsystem, Stimmung und natürlich auch auf die Darmflora.
Auch andere Medikamente wie NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika) – z. B. Ibuprofen oder Diclofenac – werden bei Entzündungen eingesetzt. Oder auch Antihistaminika, wenn Histamin eine Rolle spielt. Aber all das sind Mittel, die Symptome dämpfen. Nicht immer Lösungen.
Und deshalb müssen wir ganzheitlich schauen.
Ich bin nicht gegen Medikamente. Ganz im Gegenteil. Es gibt Situationen, da brauchen wir sie dringend. Aber es ist eben nicht das Einzige. Und auch nicht das Ende.
Was viele nicht wissen: Eine Stuhlanalyse kann sogar medizinisch relevante Hinweise liefern. Sie wird von einem Labor erstellt, von Ärzt:innen ausgewertet und ist rechtlich als Diagnostik anerkannt.
Ich selbst bin keine Ärztin. Ich stelle keine Diagnosen. Aber ich begleite Menschen – auf Basis dieser Werte, gemeinsam mit ihrem Behandlungsweg. Ob klassisch schulmedizinisch, naturheilkundlich oder beides kombiniert: Ich schaue, was wirklich gebraucht wird.
Ich verteufle keine Therapie – im Gegenteil. Ich sehe es als sinnvolle Ergänzung.
Und genau das war es bei Lena auch: Es war kein Entweder-oder. Es war ein „Jetzt schauen wir gemeinsam, was dein Körper braucht.“
Und genau da haben wir angesetzt:
Entzündungsreduzierte, darmschonende Ernährung
gezielte Probiotika
Schleimhautschutz
milde Darmpflege von innen
Und eine Pflanze, die ich an dieser Stelle besonders liebe: Aloe Vera.
Nicht nur für Sonnenbrand. Sondern für deinen Darm. Innerlich eingenommen kann Aloe Vera entzündungshemmend wirken, die Schleimhaut regenerieren und gleichzeitig als Nahrung für bestimmte Bakteriengruppen dienen.
Für mich ist das nicht alternativ. Sondern sinnvoll. Weil es ansetzt, wo der Körper zu viel geleistet hat – und endlich mal versorgt werden will.
Ein paar Wochen später stand Lena wieder in meiner Apotheke. Diesmal nicht wütend. Nicht müde. Sondern… ruhig. Und voller Spannung.
Sie drückte mir ihre neuen Blutwerte in die Hand – und sagte nichts. Aber ihre Augen sagten alles. Sie strahlten. Und ganz am Rand glitzerte es.
„Sie sind runter. Die Werte… die sind wirklich runter.“
Ich sah auf den Zettel. Und ja – sie hatte recht. CRP normalisiert. Blutsenkung massiv gesunken. Und ich? Pokerface. Wie immer. Aber innerlich? Ich tanzte Samba.
Nicht weil es „funktioniert“ hat. Sondern weil ich diesen Moment so gut kenne: Wenn ein Mensch merkt, dass es sich lohnt, wieder auf seinen Körper zu hören. Dass Veränderung möglich ist. Und dass sie im System beginnt – nicht im Symptom.
Sie krempelte ihren Ärmel hoch. Zeigte mir ihre Ellenbeuge. Vorher: entzündet, offen, gerötet. Jetzt? Eine Seite: komplett abgeheilt. Die andere: noch im Prozess, aber fast ruhig.
Und dann dieser eine Satz, der so vielen Menschen gehört: „Ich kann’s gar nicht glauben. Es war so einfach. Warum hat das niemand früher gesehen?“
Ich habe gelächelt. Und sie nur angeschaut. Denn das ist der Moment, in dem ich nichts sagen muss. Weil ihr Körper alles gesagt hat.
Wenn du diese Folge hörst und denkst: „Ich will das auch. Ich will, dass mein Körper sich endlich sicher fühlt.“ – dann weiß ich, wie sich das anfühlt. Denn viele meiner Kund:innen kommen genau in diesem Moment: Zwischen Frust und Hoffnung.
Was ich dir mitgeben möchte, ist kein Versprechen auf Wunder. Aber eine Einladung. Eine Einladung, dein System nicht länger zu übergehen. Sondern mit ihm zu leben.
Es geht nicht darum, dein Leben komplett auf den Kopf zu stellen. Es geht nicht darum, für immer alles zu meiden, was du mal geliebt hast.
Sondern darum:
deinem Körper eine Zeit lang wirklich Ruhe zu geben,
Entzündung gezielt zu reduzieren,
Reizstoffe zu erkennen und für eine Weile zu vermeiden,
wieder zu lernen, wie echte Selbstregulation funktioniert.
Das bedeutet: weniger Reiz, weniger Reaktion, weniger Flamme. Und mehr Vertrauen. Mehr Sicherheit. Mehr du.
Der Schlüssel ist, wieder in Verbindung zu gehen. Nicht neben deinem Körper her zu leben – sondern mit ihm. Nicht zu funktionieren. Sondern zu fühlen.
Und genau dafür habe ich das Lucky Journal entwickelt. Ein Tagebuch, das kein Kalorienplaner ist. Und kein Symptombuch. Sondern ein Wegbegleiter. Für Achtsamkeit. Dankbarkeit. Für Manifestation. Für Bewusstheit. Für echte Verbindung.
Denn die wahre Heilung beginnt nicht mit einem Verbot. Sondern mit einem Verständnis.
Wenn du dich also gerade verloren fühlst in deinen Symptomen: Schau nicht nur auf das, was fehlt. Sondern auf das, was du wieder in dir finden kannst.
Kommentiere ENTZÜNDUNG unter meinem Reel am Dienstag – ich schicke dir meine Checkliste zur Entzündung & Stuhlanalyse.
Und wenn du tiefer einsteigen willst: Bald ist schon mein nächster Dirty Darm Talk live auf Instagram. Bis dahin: Bleib in Verbindung mit deinem Körper. Und vor allem: mit deinem Gefühl.
Deine Linda
Und dann beobachte ich. Ist es meinem Gegenüber peinlich? Interessiert? Überfordert? Und fast immer – wirklich fast immer – passiert es: Plötzlich sprudelt es aus ihnen raus: „Also… ich müsste dir da mal was erzählen.“ Oder: „Du… mein Mann hat da was.“ Oder: „Ich hab da eine Freundin, die…“ Oder, mein persönlicher Klassiker: „Ich glaub, du könntest mir helfen – ich sag’s einfach wie’s ist: Ich hab Flitzekacke.“
So auch bei Albi.
Er lachte, nahm einen Schluck von seinem Getränk – und sagte ganz trocken: „Ich nenn’s Flitzekacke. Weil’s halt flitzt. Jeden Morgen. Seit Jahren.“ Und ich dachte: Aha. Da sind wir. Willkommen.
Albi war wie viele meiner Kund:innen: Er hatte sich damit abgefunden. Hatte es eingeordnet unter „Ist halt mein Körper“. Unter „Ich hab das schon immer“. Er war funktionstüchtig, beruflich erfolgreich – also warum sollte er was ändern?
Was er nicht wusste: Sein Darm war längst überfordert. Und sein Körper rief schon seit Jahren um Hilfe – aber niemand hatte hingehört. Nicht mal er selbst.
Als wir seine Stuhlanalyse gemacht haben, war das wie ein lauter Gong. Ein richtig großes „Hallo!“ vom Körper…aber auch bei uns. Unter uns gesagt…ich liebe ein wenig den Moment, in dem ich den Briefumschlag mit der Auswertung aufmache und so einen Blick ins Innerste werfen darf. Bei Albi? Die Darmbarriere war geschwächt, sein Immunsystem überreizt, Histaminwerte erhöht, sein Mikrobiom in Aufruhr. Kurz gesagt: Chaos unter der Oberfläche.
Ich habe mit ihm eine gezielte Ernährungstherapie durchgeführt, histaminarm, individuell abgestimmt. Dazu eine stabile Versorgung mit den richtigen Nährstoffen für seine Barriere. Und sein Körper? Der hat’s geliebt.
Nach zwei Wochen war Albi symptomfrei. Zwei Wochen – nach Jahren täglicher Flitzekacke. Und weißt du, was er gesagt hat? „Hätte ich das mal früher gemacht.“
Ja, Albi. Hättest du. Aber ehrlich? Besser jetzt als nie.
Bevor wir tiefer in die Gründe eintauchen, lass uns kurz klären:
Ab wann spricht man eigentlich von Durchfall?
Die medizinische Definition ist klar: Wenn du mehr als dreimal täglich Stuhlgang hast, wenn der Stuhl dabei zu weich oder flüssig ist – und wenn zu wenig verwertet wird, weil alles zu schnell durchrauscht. Dann sprechen wir von Diarrhoe, also Durchfall.
Klar: Manchmal passiert das akut – nach einer Magen-Darm-Infektion, nach verdorbenem Essen, unter Stress. Aber was, wenn das jeden Tag passiert? Was, wenn du jeden Morgen weißt: „Nach dem Kaffee geht’s los“?
Dann reden wir nicht mehr von einer akuten Reaktion. Dann sprechen wir über ein chronisches Problem – meist über ein tief liegendes Barriereversagen im Darm.
Ich erklär dir das mal von Grund auf: Dein Darm hat eine Art dreischichtige Schutzmauer, die dich tagtäglich davor bewahrt, dass alles, was du isst, ungefiltert in deinen Körper kommt.
Diese drei Schichten sind:
Das Mikrobiom – also deine Bakterienflora, die dich schützt, mitdir kommuniziert und Stoffe produziert
Die Schleimhaut – also der Mucus, der wie ein weiches Schutzschild auf deinem Darm liegt
Die Zellbarriere selbst – das Epithel, das fest verschlossen sein sollte, damit nichts einfach so durchschlüpfen kann
Wenn diese Schichten intakt sind, läuft’s. Im wahrsten Sinne. Aber: Wenn eine davon gestört ist – und das ist leider sehr häufig der Fall – dann geraten deine Schutzsysteme ins Wanken.
Was dann passiert, ist faszinierend – und gleichzeitig dramatisch: Dein Körper versucht, sich selbst zu schützen. Er merkt: „Hier kommt was rein, was nicht rein darf.“ Und statt alles reinzulassen, sagt er: „Raus damit – und zwar schnell.“
Und das tut er dann. Mit der inneren Toilettenspülung.
Dein Körper wehrt sich, er reagiert nicht über – er handelt klug, wenn auch radikal. Er will verhindern, dass Schadstoffe, unverdaute Partikel, Bakterien oder Immunreize in deinen Körper eindringen.
Er spült. Und spült. Und dabei spült er – ganz nebenbei – auch alles raus, was du eigentlich brauchst.
Denn das ist die andere Seite: Wenn du täglich Flitzekacke (Durchfall) hast, verlierst du nicht nur Wasser. Du verlierst auch:
Elektrolyte wie Natrium, Kalium, Magnesium
Verdauungsenzyme, die du mühsam produziert hast
und vor allem: Nährstoffe
Das heißt: Selbst wenn du isst – du versorgst deinen Körper nicht wirklich. Das führt zu einem paradoxen Zustand: Viele meiner Kund:innen sind übergewichtig und trotzdem mangelernährt.
Weil der Körper nichts davon aufnehmen konnte.
Und dann beginnt der nächste Teufelskreis: → Die Schleimhäute heilen nicht. → Das Immunsystem feuert weiter. → Es entstehen stille Entzündungen. → Du bist müde, gereizt, dein Gehirn ist im Nebel, du wirst infektanfällig…und du denkst: „Das ist halt mein Alltag.“
Aber das ist kein Alltag. Das ist ein Alarm. Und er klingt wie: Plätschern. Jeden Morgen.
Flitzekacke
„Was kann ich essen, damit das aufhört?“
Und ich versteh das. Weil sie endlich rauswollen aus diesem ständigen Alarmzustand. Weil sie sich Kontrolle wünschen. Und schnelle Erleichterung.
Aber weißt du, was ich dann sage?
Die wichtigste Frage ist nicht:„Was hilft jetzt schnell?“ Sondern:„Warum passiert das überhaupt?“
Denn solange du diese Frage nicht beantworten kannst – wirst du symptomatisch herumdoktern. Dann greifst du zu Loperamid, weil du denkst: „Ich muss funktionieren.“ Dann isst du trockenes Weißbrot, trinkst Cola ohne Koffein und machst alles, damit du nur irgendwie durch den Tag kommst.
Aber das ist keine Lösung. Das ist Durchhalten – nicht Heilen.
Für mich beginnt Heilung immer mit Erkenntnis. Und dafür brauchst du kein Räucherstäbchen – sondern eine Stuhlanalyse mit Hirn und Herz.
Eine, die wirklich was zeigt. Nicht nur: „Sie haben keine Salmonellen.“ Sondern:
Wie sieht dein Mikrobiom aus?
Wie stark ist deine Schleimschicht?
Brennt deine Darmbarriere schon leise vor sich hin?
Wie gut ist deine Verdauungsleistung?
Und wie sehr ist dein Immunsystem eigentlich im Dauerfeuer?
Wenn du das siehst – wirklich siehst – dann kannst du auch etwas tun. Und zwar gezielt.
Während ich den Podcast vorbereitete kam mir auc meine Kundin Celin in den Sinn. Celin haben wir beim Spazierengehen mit unseren Hunden kennengelernt. Shary, meine Frau, nennt diese Begegnungen immer meine geheime Aufklärungsmission auf vier Pfoten.
Und wie so oft war es der klassische Ablauf:
Hund beschnuppert Hund.
Mensch beschnuppert Mensch.
„Na, was machst du so?“
Ich hab ganz normal erzählt: Apotheke, Spezialisierung auf Darmgesundheit, Stuhlanalyse. Und ich weiß noch genau, wie Celin nur so „Ah okay, spannend…“ sagte und höflich nickte.
Beim vielleicht dritten Treffen – wir gingen nebeneinander, Celins Freund ging weiter vor uns mit Shary… wurde sie plötzlich ganz leise. Sie schaute mich an und sagte: „Linda… könnten wir da vielleicht doch mal drüber sprechen?“
Und dann kam alles raus. Dass sie seit über einem Jahr täglich Bauchkrämpfe hat. Dass sie immer Flitzekacke hat – morgens, mittags, manchmal direkt nach dem Essen. Dass sie mittlerweile im Homeoffice arbeitet, weil sie da jederzeit aufs Klo kann – ihr „Safe Space“, wie sie ihn nannte.
Und dass sie einfach nicht mehr wusste, was sie essen darf. Oder ob überhaupt noch etwas geht.
Wir haben ihre Stuhlanalyse gemacht. Und – Überraschung: Die Barriere war lückenhaft, das Immunsystem überaktiv, Histamin deutlich erhöht. Sie hatte sich regelrecht durch ihren Alltag geschleppt – ohne zu wissen, dass ihr Körper längst SOS funkte. Wir haben ihre Ernährung angepasst, gezielt regulierend, auch bei ihr mit Histamin im Blick. Dazu Präparate zur Barriere-Stabilisierung, viel Erklärung, viel Verständnis. Und vor allem: endlich einen Plan.
Nach ein bis zwei Wochen fragte ich sie: „Und, wie geht’s dir jetzt?“ Und sie sagte: „Eigentlich… ganz gut.“
Eigentlich? Ganz gut? Ich hab lachen müssen. Denn das sagen viele meiner Kund:innen – wenn sie plötzlich wieder einen normalen Tag erleben, aber sich selbst noch nicht trauen, das als „gesund“ zu bezeichnen.
Also hab ich nachgehakt: „Hattest du denn noch Durchfall?“„Nee.“„Noch Bauchschmerzen?“„Nee.“
Da war er – der Aha-Moment. Und die Erkenntnis: Der Körper funktioniert wieder – aber der Kopf braucht noch ein bisschen, um das zu glauben.
Jetzt bekam ich gerade vorgestern später eine WhatsApp von ihr: „Wir waren übers Wochenende weg. Hotel. Buffet. Spaziergang ohne Plan. Es war super. Ich fühl mich wieder frei. Ich bin Dir sooooo dankbar“
Und ich dachte: Genau darum geht’s.
Zum Schluss noch ein paar Dinge, die mir wichtig sind:
➡️ Loperamid – also Durchfallblocker – kann kurzfristig sinnvoll sein, aber niemals dauerhaft. Es unterdrückt den Prozess – löst aber nichts.
➡️ Elektrolyte sind bei Flitzekacke elementar. Weil dein Körper mehr verliert als nur Wasser. Du brauchst Natrium, Kalium, Magnesium – sonst bist du zwar „leer“, aber nicht stabil und merkst das mit Körperschmerzen, Kopfschmerzen…einem bleiernen Gefühl.
➡️ Und ja – Flohsamenschalen können guttun. Sie binden Wasser, beruhigen, stabilisieren. Aber auch sie sind kein Allheilmittel. Sie sind wie ein Schal im Sturm – hilfreich, aber keine Mauer.
Meine Empfehlung bleibt immer dieselbe: Mach eine fundierte Stuhlanalyse. Eine, die die ganze Barriere beleuchtet. Denn nur wenn du weißt, was wirklich los ist, kannst du wirklich etwas verändern.
Und dann ist Flitzekacke eben nicht mehr dein Alltag – sondern eine Erinnerung. An etwas, das mal war. Aber nicht bleiben musste.:
Wenn du also merkst, dass dein Bauch ständig überreagiert, du nach dem Essen müde wirst, ständig aufs Klo rennst – oder eigentlich nie einen richtig geformten Stuhlgang hast…
…dann tu mir – und dir – einen Gefallen: Hör auf, das zu ignorieren.
Dein Körper spricht mit dir. Und ja – vielleicht ist es unbequem, ihm zuzuhören. Aber es lohnt sich. Immer.
Wenn du wissen willst, was bei dir eigentlich los ist – dann hol dir meine Checkliste für eine sinnvolle Stuhlanalyse. Du findest sie über mein Instagram-Profil: Kommentiere einfach „CHECK“ unter einem meiner aktuellen Beiträge – und ich schicke dir die Liste direkt zu. Ganz einfach.
Und wenn du mehr davon willst: Folge mir auf Instagram, damit du nichts verpasst. Ich gehe dort regelmäßig live in meinem Format „Dirty Darm Talk“ – direkt aus meinem Alltag als Darmexpertin. Ehrlich, fundiert, ohne Weichzeichner. Hier kannst Du live Fragen an mich stellen…wenn Du Dich traust.
Wenn du lieber zuschaust statt nur zu hören – du findest diesen Podcast auch auf YouTube mit Video. Und wenn du tiefer eintauchen willst in deine eigene Reise – dann schau unbedingt mal auf www.darmgluecklich.de vorbei. Dort findest du nicht nur die Möglichkeit, eine fundierte Stuhlanalyse zu machen, sondern auch mein 12-Wochen-Programm: Eine intensive, begleitete Reise zurück zu deinem Bauchgefühl. Mit Videolektionen, Tools, Reflexionen – und dem Darmglücklich Journal – einem Tagebuchbegleiter in Printform – als täglichem Kompass.
Ich helfe dir dabei, die Sprache deines Körpers wieder zu verstehen. Denn du kannst so viel mehr, als Symptome unterdrücken. Du kannst wirklich heilen – wenn du bereit bist, hinzuschauen.
Schön dass Du hier bist – danke für dein Vertrauen, für deinen Mut.
In der nächsten Folge sprechen wir über ein Thema, das im Stillen oft viel Schaden anrichtet: Entzündungen im Darm. Still, chronisch, unterschätzt – und mit massivem Einfluss auf deine Psyche. Du wirst überrascht sein, wo diese Entzündungen überall mitmischen.
Bis dahin: Bleib verbunden mit deinem Körper. Vertrau deinem Bauch. Und… lass dich nicht stressen – schon gar nicht vom Klo.
Deine Linda
Frauen trifft’s übrigens häufiger. Vor allem ab 30 – und nochmal verstärkt in den Wechseljahren. Warum? Hormonchaos, Stress, Mikrobiom im Umbruch. Der Darm reagiert auf alles: auf jede Tasse Kaffee, auf Schlafmangel, auf zu wenig Bewegung – und ganz besonders auf emotionales Dauerdurchhängen.
Und dann gibt’s da noch eine Gruppe, über die kaum jemand spricht: Menschen mit Essstörungen. Verstopfung ist da kein Nebeneffekt – sie ist Programm. Wer permanent hungert, manipuliert, reinigt, zwingt – trainiert den Darm buchstäblich in die Kapitulation.
Als wär das nicht genug, kommt noch ein Trend obendrauf: Schlank um jeden Preis. Abnehmwillige, die denken, ein bisschen Abführmittel sei ja „nur unterstützend“. Spoiler: Ist es nicht. Es ist Selbstsabotage im Apothekenmäntelchen.
So kommt es dann zu folgender Szene, die ich aus der Apotheke nur zu gut kenne: Da kommt SIE rein – freundlich, entschlossen – und sagt: „Ich brauche die große Packung Abführmittel. Die 100er.“ Auf meine Rückfrage: „Ist das für Sie?“ kommt die Standardantwort: „Nein, ich bring’s nur jemandem mit.“
Ja, klar. Und ich bin die Zahnfee. Was sie eigentlich sagt: Bitte berate mich nicht. Bitte bohr nicht nach. Lass mich einfach kaufen. Und mein Pharmaherz? Es bricht jedes Mal ein bisschen. Denn da steht sie – sichtbar erschöpft, chronisch unwohl – und lässt sich vom Körper diktieren, was nur noch durch Chemie geht.
Abführmittel als tägliche Stütze – nicht, weil der Darm sich freut, sondern weil er längst nicht mehr ohne kann.
Und jetzt Hand aufs Herz: Wer redet offen darüber? Niemand. Verstopfung ist das Tabuthema unter den Tabus. Lieber reden wir über Menstruation, Burnout oder gar Intimdeos – als über das Gefühl, dass unten nix mehr geht.
Dabei ist genau das der Punkt: Wenn der Darm steht, steht irgendwann alles. Stimmung, Energie, Haut, Hormone – alles hängt mit. Und trotzdem behandeln wir das Thema wie ein lästiges Nebengeräusch.
Ich sag dir was: Verstopfung ist kein Lifestyledefizit. Es ist ein Körpersignal. Zeit, hinzuschauen. Und zwar ohne Scham – aber mit Verstand.
Lass uns also darüber reden, was viele denken, was Verstopfung ist – und warum das oft so gar nichts mit der Realität zu tun hat.
Denn klar: Jeder von uns kennt vielleicht das Gefühl, dass mal ein, zwei Tage nix geht. Aber wie viele laufen damit rum, Woche für Woche – und glauben ernsthaft, das sei normal?
In Umfragen sagen über 50 % der Befragten, sie hätten „ab und zu Probleme mit der Verdauung“ – aber nur ein Bruchteil spricht offen darüber. Warum? Weil wir gelernt haben: Darüber redet man nicht.
Also wird das Thema kleingeredet.
„Ich esse ja Obst.“„Ich trinke jeden Tag Fencheltee.“„Ich gehe halt seltener.“
Und dann? Dann wird es einfach hingenommen. Ignoriert. Als wär das eben so.
Aber der Darm, der sich so verhält, sagt etwas ganz anderes: „Ich komme mit deinem Lebensstil nicht mehr klar.“
Also – was läuft bei Verstopfung wirklich ab?
Wenn du denkst, bei Verstopfung klemmt einfach nur ein bisschen Stuhl im Hinterstübchen – dann lass uns das Bild mal..erweitern. Denn was wirklich oft dahinter steckt, beginnt schon viel früher: in deiner Darmbarriere. Genauer gesagt – in der Schleimschicht.
Diese Schleimschicht ist kein überflüssiger Film, den man mal eben ignorieren könnte. Sie ist eine Schutzschicht im Darm: Sie hält schädliche Stoffe fern, füttert gute Bakterien – und sorgt dafür, dass dein Stuhlgang überhaupt flutschen kann. Ja, flutschen.
Ohne eine gesunde Schleimschicht bleibt der Stuhl trocken, fest, rissig. Und der Weg durch den Darm wird zur Tortur – für dich und für deinen Körper.
Aber es braucht noch mehr als Schleim: Dein Stuhl im Darm bewegt sich nicht von allein. Er braucht Muskelkraft – und diese Darmmuskulatur wiederum braucht Mineralstoffe. Allen voran Kalium, Magnesium und ein funktionierendes Elektrolytgleichgewicht.
Fehlen diese Stoffe – z.B. durch Durchfälle, falsche Ernährung, durch Abführmittel oder andere Dauermedikamente – dann wird die Darmmuskulatur schlapp. Die Wellenbewegung, die den Stuhl transportiert – die sogenannte Peristaltik – wird träger. Und das Ergebnis? Alles bleibt liegen. Es drückt, es bläht – aber es bewegt sich kaum noch etwas.
Natürlich gibt es auch andere Gründe, warum der Darm ins Stocken gerät: Dauerstress, Bewegungsmangel, falsche Trinkgewohnheiten, Hormonchaos – oder ganz einfach schlechte Mikrobiom-Zusammensetzungen, bei denen die Bakterien nicht mehr genug Helferlein produzieren.
Auch gibt es eine Gruppe von Menschen, die fast immer betroffen ist: Menschen, die starke Schmerzmittel einnehmen – insbesondere Opiate und andere BTMs also Betäubungsmittel. Hier ist die Verstopfung keine Option – sie ist eine meist unvermeidliche Nebenwirkung. Deshalb gehört bei diesen Medikamenten immer eine gezielte Unterstützung für die Darmbewegung dazu. Immer.
Aber – und das ist mir wichtig: Heute sprechen wir über die andere große Gruppe. Die, die in die Abführmittel-Falle getappt sind. Die, die eigentlich wieder raus könnten – wenn sie endlich den Mut hätten, ihren Darm neu aufzubauen, statt ihn weiter zu überfordern.
Weißt du, was ich in der Apotheke immer wieder erlebe? Dass diese Menschen – ganz besonders Frauen – sich selbst mit „kleinen Helfern“ über Wasser halten. Hier Tabletten…da Tropfen, Rizinusöl, Kräutertees… Alles bei dem sie denken es ist „natürlich“…alles „sanft“, alles „regelmäßig“.
Regelmäßig.
Denk da mal kurz drüber nach. Wenn du regelmäßig etwas brauchst, damit dein Körper funktioniert – ist das dann noch funktionieren? Oder ist das schon künstlich überbrückt?
Die nächste Eskalationsstufe sind dann die, die sagen: „Ich brauch halt einen kleinen Helfer.“ Als wär’s eine witzige Marotte.
Spoiler: Es ist keine Marotte. Es ist ein Teufelskreis.
Denn je öfter du deinem Darm sagst: „Ich regel das für dich“,desto weniger regelt er’s selbst.
Und genau deswegen haben wir heute eine stille Abführmittel-Epidemie. Verstopfung ist kein Schicksal. Und kein stilles Leiden. Es ist ein Alarmsignal – das wir endlich ernst nehmen sollten. Und nicht mit ein paar Tröpfchen zudecken.
Lass uns daher mal darüber reden, was wirklich NICHT hilft – also warum Abführmittel alles noch schlimmer machen Viele klassische Abführmittel in Tropfen oder Tablettenform enthalten Natriumpicosulfat – und das wirkt nicht einfach so. Das aberwitzige an diesem Mittel ist, dass Du Darmbakterien brauchst, damit es überhaupt wirkt…es wird nämlich erst von deinen Darmbakterien in seine aktive Form umgebaut. Dann feuert es die Darmmuskulatur an und lässt Wasser und Elektrolyte in den Darm strömen. Ergebnis: Der Stuhl wird weicher, die Bewegung im Darm nimmt zu. Kurzfristig: Erleichterung.
Aber genau da beginnt das Problem.
Denn mit dem Wasser verlierst du auch etwas anderes –wertvolle Mineralstoffe wie Kalium. Und wenn Kalium fehlt, wird deine Darmmuskulatur schlaff. Die Bewegung im Bauch verlangsamt sich. Was erst wie Hilfe aussah, schwächt den Darm immer weiter…und auf Dauer.
Und bei der Schleimhaut geht’s direkt weiter. Was Abführmittel dort anrichten? Sie reizen die Schleimhaut. Sie lassen die Schutzschicht dünner werden oder sogar verschwinden. Sie bringen dein Mikrobiom aus dem Gleichgewicht.
Und wenn die Schleimhaut nicht mehr schützt und gleitet, dann wird auch das Stuhlproblem schlimmer. Alles stockt. Es reibt. Es entzündet sich. Und plötzlich brauchst du noch mehr Abführmittel, weil dein Darm ohne nicht mehr arbeiten kann.
Ein ecter Teufelskreis: Verstopung – Abführmittel – Schleimhautschaden – noch mehr Verstopfung. Und mal ehrlich: Wir sclucken Abführmittel, die am Ende sogar auf unsere eigenen Darmbakterien angewiesen sind, damit sie überhaupt wirken. Für etas, das unsere Bakterien in einem gesunden, starken Darm eigentlich ganz alleine könnten. Heißt doch im Klartext: Selbst die Hersteller wissen, dass es ohne ein funktionierendes Mikrobiom nicht geht. Und trotzdem behandeln die meisten Abführmittel nicht die Ursache. Sie überdecken nur das Symptom – und oft verschlimmern sie genau das, wogegen du eigentlich kämpfst.
Es gibt natürlich auch Mittel, die sinnvoller sind, wenn es wirklich nicht anders geht: Lactulose oder Macrogol zum Beispiel. Sie wirken nicht, indem sie den Darm brutal antreiben, sondern indem sie Wasser im Darm halten. Sie machen den Stuhl weicher, helfen beim Flutschen – ohne deine Darmnerven oder die Schleimhaut anzugreifen. Und – ganz wichtig – sie verursachen keinen Elektrolytverlust wie die klassischen Tropfen oder Tabletten mit Natriumpicosulfat.
Aber seien wir ehrlich: Auch das ist keine Dauerlösung. Wirklich frei wird dein Bauch erst, wenn du verstehst, was ihm fehlt.
Es ist an der Zeit, hinzuschauen. Nicht nur Symptome zu dämpfen – sondern die wahren Ursachen zu erkennen und wirklich anzugehen.
Also nun endlich der Blick auf die wahren Ursachen – warum dein Darm blockiert
Jetzt wird’s spannend. Denn was viele unterschätzen: Verstopfung kommt selten einfach so über Nacht. Es gibt klare Muster, die ich immer wieder sehe – im Alltag meiner Kundinnen, in der Apotheke und in den Laborberichten.
Ganz vorne dabei: Ballaststoffe. Viele Menschen essen schlicht zu wenig davon. Weniger als 25 Gramm am Tag – und der Darm hat einfach nicht genug Futter, um in Bewegung zu bleiben. Ballaststoffe sind wie die sanfte Massage für deinen Darm – fehlen sie, fehlt der Anreiz.
Und dann kommt das zweite große Thema: Flüssigkeit. Nicht Cola, nicht Kaffee – sondern echtes Wasser. Weniger als 1,5 Liter am Tag? Dann wird aus dem, was im Darm ankommt, kein geschmeidiger Stuhl mehr – sondern eine zähe Masse, die sich nur schwer weiterschieben lässt.
Aber das ist noch nicht alles. Dauerstress mischt auch ordentlich mit. Wenn dein Körper permanent Cortisol ausschüttet, weil du innerlich auf der Flucht bist – dann drosselt er die Verdauung auf Sparflamme. Weil der Körper denkt: Erst überleben, dann verdauen.
Und selbst wenn du eigentlich entspannt bist – Bewegungsmangel kann trotzdem zum Problem werden. Keine Bewegung heißt: keine sanften Impulse für die Darmmuskulatur. Der Darm will angeregt werden – durch Schritte, durch Schwingen, durch Alltag.
Und dann ist da noch etwas, was fast niemand anspricht: Unterdrückte Reflexe. Morgens zum Beispiel. Das Gefühl, aufs Klo zu müssen – und dann doch zu sagen: „Keine Zeit, ich muss los.“ Wenn du das oft genug ignorierst, trainierst du deinen Darm um. Er lernt: Du willst das Gefühl nicht. Und irgendwann kommt das Signal nicht mehr zuverlässig.
Puh…..Jetzt atmen wir einmal durch – und schauen uns an, was wirklich hilft, um deinen Darm wieder in Bewegung zu bringen. Ganz ohne Gewalt, ganz ohne Brechstange.
Erster Schritt: Trinken wird zur Routine. Und zwar nicht irgendwann – sondern vor dem Essen. Stell dir einen liebevollen Reminder: Direkt morgens nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser, gern mit einem Spritzer Zitrone. Das weckt nicht nur deinen Stoffwechsel auf, sondern gibt deinem Darm den ersten freundlichen Impuls des Tages.
Zweiter Schritt: Ballaststoffe – aber klug. Kein rohes Salatblatt-Battle, sondern sanfte Helfer wie Flohsamenschalen, gekochtes Gemüse, ein Löffel Chiasamen oder Leinsamen. Du fütterst deinen Darm – und gibst ihm das, was ihn streichelt statt stresst.
Dritter Schritt: Bewegung wird Teil deiner Verdauung. Ein Spaziergang nach dem Essen. Eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn. Oder die gute alte Hockhaltung beim ‚auf die Toilette gehen‘ – ja, wirklich – deine Verdauung liebt es natürlich.
Vierter Schritt: Rhythmus ist dein neuer Freund. Feste Zeiten – für Essen, für Ruhe, für die Toilette. Dein Darm ist ein Gewohnheitstier. Gib ihm den Takt, den er braucht.
Und fünfter, vielleicht wichtigster Schritt: Geduld & Gelassenheit. Kein Drücken. Kein Zwingen. Kein Kampf gegen deinen eigenen Körper. Vertrauen. Zuhören. Unterstützen.
Und wenn du es wirklich individuell angehen willst – denk auch an dein Mikrobiom und deine Darmschleimhaut. Eine gezielte Stuhlanalyse kann dir helfen, zu verstehen, was deinem Bauch gerade fehlt – und wo du ansetzen kannst.
Wichtig ist:
Verstopfung ist kein Einzelsymptom. Es ist immer Teil eines Systems, das aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und je länger du dieses Signal ignorierst oder nur unterdrückst, desto schwerer wird es, wieder echte Balance herzustellen.
Gerade wenn du schon länger zu Abführmitteln greifst – Tabletten, Tropfen, Pulver – ohne grundsätzlich medizinisch darauf angewiesen zu sein…dann lohnt es sich, genau jetzt einen anderen Weg einzuschlagen und den Teufelskreis zu durchbrechen.
Wenn du aus diesem Kreislauf raus willst, geht das. Denn genau da setzt meine Arbeit an bei der ich Dich unterstützen kann. Bei mir gilt: nicht einfach „irgendwas schlucken“, sondern verstehen: Warum funktioniert die Verdauung nicht mehr von selbst? Was fehlt meinem System?
Hier macht eine Stuhlanalyse richtig Sinn. Weil sie nicht nur auf das Symptom schaut – sondern auf Entzündung, Schleimhaut, Verdauungskraft und die Balance deines Mikrobioms.
Wenn du merkst: Dein Bauch fühlt sich ständig hart an. Oder du bist voll, aufgebläht, leer – alles auf einmal. Wenn du das Gefühl hast: Ich funktioniere nicht mehr wie früher. Dann ist jetzt der Moment, hinzuschauen.
Nicht mit schnellen Tipps wie „Trink mehr Wasser“ oder „Mach mehr Sport“. Sondern wirklich gründlich.
Mit einer meine beiden Stuhlanalysen dem START Check oder dem INDIVIDUAL Check schauen wir ganzheitlich auf dein Bauchgefühl: Auf Entzündung, auf Schleimhaut, auf deine Verdauungskraft und auf deine Bakterienwelt.
Du findest alle Infos auf www.darmgluecklich.de oder du buchst dir einfach dein kostenloses Kennenlerngespräch – den Link findest du in den Shownotes.
Du musst nicht mit deinem Bauchchaos leben. Du kannst es verändern. Und ich helfe dir gern dabei.