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Explore every episode of the podcast Wissen schafft Babyschlaf

Dive into the complete episode list for Wissen schafft Babyschlaf. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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TitlePub. DateDuration
Staffel 2, Folge 34: Der Fall Caya: Zwischen Pausenschlaf, Einschlafstillen und offenen Abklärungsfragen23 Oct 202600:52:11

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge lese ich die ausführliche Nachricht einer Mutter vor. Sie beschreibt den Schlaf ihrer knapp sechs Monate alten Tochter Caya, häufige nächtliche Stillereignisse, unruhiges Trinken, Spucken, Zappeln, Überstrecken und einen belastenden Abendablauf. Die Erzählung zeigt, mit wie vielen teilweise widersprüchlichen Empfehlungen Eltern heute umgehen müssen.

Im Anschluss ordne ich das Schlafprotokoll sowie das Trinkverhalten ein und beantworte die Fragen der Mutter einzeln. Der Fall lässt sich noch nicht abschließend beurteilen, weil körperliche und entwicklungsbezogene Fragen offenbleiben. Gerade deshalb ist die Unterscheidung zwischen Beobachtung, plausibler Erklärung und notwendiger Abklärung so wichtig.

Darum geht es in dieser Folge:

  • Warum vier Tagschläfchen bei einem knapp 6 Monate alten Baby noch gut im Rahmen sein können
  • Wann ein kurzer Pausenschlaf am späten Nachmittag sinnvoll ist
  • Warum frühe Müdigkeitszeichen nicht einfach bis zum nächsten Wachfenster übergangen werden sollten
  • Warum Einschlafstillen nicht automatisch eine schlechte Gewohnheit oder die Ursache jeder Wachphase ist
  • Wie nächtlicher Hunger, Regulation und möglicherweise nachgeholte Energieaufnahme unterschieden werden können
  • Welche Rolle ein starker Milchspendereflex, Luftschlucken oder körperliches Unbehagen spielen können
  • Warum Zappeln und Überstrecken nicht vorschnell als Regulationsstörung oder Reflux diagnostiziert werden dürfen
  • Weshalb Schreien beim Vater nicht als notwendiges Ventil zum Spannungsabbau eingeplant werden muss
  • Welche Schlafumgebung für ein drehfähiges Baby sicher ist




Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Sicher schlafen im ersten Lebensjahr: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/0-12-monate/schlafumgebung/sicher-schlafen

Deutsche Gesellschaft für Kinder und Jugendmedizin, Elterninformation Sicherer Schlaf: https://www.dgkj.de/eltern/dgkj-elterninformationen/elterninfo-sicherer-schlaf

NHS, Reflux and breastfeeding: https://www.nhs.uk/best-start-in-life/baby/feeding-your-baby/breastfeeding/breastfeeding-challenges/reflux/

NHS, Breastfeeding positioning and attachment: https://www.nhs.uk/baby/breastfeeding-and-bottle-feeding/breastfeeding/positioning-and-attachment/

Wenn dir die Folge gefällt, teile sie gerne mit anderen Eltern und abonniere den Podcast für weitere Fallgeschichten rund um Babyschlaf und Kleinkindschlaf.

Viel Spaß beim Hören!

Ich freue mich über weitere Fragen, Anregungen und Themenwünsche an:

office@niermann-kids.de

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In der persönlichen schlafpädagogischen Beratung schauen wir gemeinsam genau hin, was dein Kind braucht. Von der Ersteinschätzung mit Schlafplan bis zum Intensiv Care Coaching.

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Disclaimer:

Caya ist ein Pseudonym. Die Mutter hat das Vorlesen ihrer Nachricht ausdrücklich erlaubt. Weitere persönliche Daten werden nicht veröffentlicht. Die im Podcast besprochenen Tipps und Ratschläge basieren auf fundierter Erfahrung und Fachwissen im Bereich Babys und Kleinkinder. Sie dienen ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Diagnose. Die Moderatorin oder Gäste haften nicht für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch die Anwendung der gegebenen Ratschläge entstehen können. Bei spezifischen gesundheitlichen Fragen oder Problemen wird empfohlen, einen qualifizierten Kinderarzt oder eine andere Fachperson zu konsultieren.

Staffel 2, Folge 33: Talea's Fall aus der Community: Von der Federwiege zu mehr Ruhe16 Oct 202600:37:47

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Was passiert, wenn ein Kind seit seiner Geburt vor allem durch Bewegung einschläft?

In dieser Folge erzähle ich von Talea. Sie schläft zunächst tagsüber und nachts in einer Federwiege. Wenn sie nachts aufwacht, wird sie wieder in die Federwiege gelegt oder später auf dem Arm des Vaters und auf dem Pezziball begleitet.

Obwohl Talea gestillt wird, schläft sie nie an der Brust ein. Das Stillen ist für sie deshalb zunächst keine vertraute Einschlafhilfe. Ihre wichtigste Verbindung zum Einschlafen ist Bewegung.

Für die Familie wird die Situation zunehmend belastend. Der Vater muss nachts tragen und hüpfen, während die Mutter sich wünscht, Talea auch über Nähe und Stillen beruhigen zu können.

Durch die Schlaf- und Fütterprotokolle werden wichtige Zusammenhänge sichtbar:

  • Taleas Aufstehzeiten schwanken deutlich.
  • Die Wachphasen sind sehr unterschiedlich.
  • Die letzte Wachphase vor dem Nachtschlaf ist teilweise deutlich zu lang.
  • Der Übergang von zwei auf einen Tagesschlaf ist noch nicht stabil.
  • Die Mahlzeiten und Stillzeiten finden nicht immer regelmäßig statt.
  • Der Schlaf ist eng mit Bewegung und dynamischen Einschlafhilfen verbunden.

Nach meiner Auswertung und meiner Rückmeldung entscheidet die Famil ie selbst, welche Veränderungen sie umsetzen möchte.Tagsüber bleibt die Federwiege zunächst als Schlafplatz bestehen. Am Abend wird sie nicht mehr eingesetzt. Auch der Gymnastikball fällt weg.

Talea lernt zunächst, im ruhigen Arm ihres Vaters einzuschlafen. Später kann auch ihre Mutter sie im Sitzen stillen und begleiten. Nach insgesamt 23 Tagen sind die Federwiege am Abend und der Pezziball nicht mehr notwendig.

Die Familie erlebt die neue Situation als deutlich entspannter. Der Vater muss nachts nicht mehr stundenlang hüpfen, die Mutter fühlt sich sicherer und der Abend wird wieder zu einer gemeinsamen Familienzeit.

In dieser Folge geht es um:

  • Einschlafen durch Bewegung
  • Federwiege und Pezziball als Einschlafhilfen
  • den Unterschied zwischen Stillen und Einschlafstillen
  • Schlaf- und Fütterprotokolle
  • Wachphasen und Tagesrhythmus
  • die Bedeutung von ruhigem Körperkontakt
  • kleine, selbst gewählte Veränderungsschritte
  • und die Frage, wie aus einer technischen Einschlafhilfe eine Beziehungserfahrung werden kann


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Viel Spaß beim Hören!

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Disclaimer:

Die im Podcast besprochenen Tipps und Ratschläge basieren auf fundierter Erfahrung und Fachwissen im Bereich Babys und Kleinkinder. Sie dienen ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Diagnose. Die Moderatorin oder Gäste haften nicht für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch die Anwendung der gegebenen Ratschläge entstehen können. Bei spezifischen gesundheitlichen Fragen oder Problemen wird empfohlen, einen qualifizierten Kinderarzt oder eine andere Fachperson zu konsultieren.

Staffel 2, Folge 32: 15 Monate, nachts ständig wach und nur durch Tragen wieder im Schlaf09 Oct 202600:42:25

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

„Wir können nicht mehr.“ Ihre Tochter wacht nachts immer wieder auf und braucht das Herumtragen, um weiterzuschlafen. Gleichzeitig hat die Mutter Bandscheibenprobleme, der berufliche Wiedereinstieg steht bevor und die Kita beginnt bald.

In dieser Folge von „Wissen schafft Babyschlaf“ schaue ich auf die Nachricht der Eltern und sechs Tage Schlaf- und Ernährungsprotokoll. Dabei wird sichtbar: Die Abendzeit bleibt relativ ähnlich, während Aufstehen, Tagschlaf und Mahlzeiten deutlich wechseln.

Wir schauen gemeinsam:
• Was Durchschnittswerte übersehen lassen.
• Warum ein oder zwei Schläfchen nicht allein nach dem Alter entschieden werden können.
• Weshalb Schlaf und Essen zusammen betrachtet werden müssen.
• Wie vertraute Begleitung verändert werden kann, wenn das Tragen körperlich nicht mehr möglich ist.
• Welche Fragen wegen Krankheit und auffälliger Müdigkeit kinderärztlich weiterverfolgt werden sollten.

Eine Fallbesprechung über verlässliche Tagesabläufe, kindorientierte Begleitung und die notwendige Entlastung erschöpfter Eltern.

Der Fall ist anonymisiert. Die Folge ersetzt keine individuelle Beratung oder medizinische Diagnostik.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, lass uns gern eine Bewertung da und teile den Podcast mit anderen Eltern.

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Die im Podcast besprochenen Tipps und Ratschläge basieren auf fundierter Erfahrung und Fachwissen im Bereich Babys und Kleinkinder. Sie dienen jedoch ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen keine medizinische Diagnose. Jede Familie und jedes Kind ist einzigartig, daher können die beschriebenen Methoden und Anweisungen unterschiedlich wirken. Die Moderatorin oder Gäste haften nicht für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch die Anwendung der gegebenen Ratschläge entstehen können. Bei spezifischen gesundheitlichen Fragen oder Problemen wird empfohlen, einen qualifizierten Kinderarzt oder eine andere Fachperson zu konsultieren.

Staffel 2, Folge 31: Fall aus der Community: Kind 10 Monate alt02 Oct 202600:46:29

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Was passiert, wenn sich Hunger, Müdigkeit, Nähe, Beruhigung und Schlaf immer mehr miteinander vermischen?

In dieser Folge analysiere ich wieder einen Fall aus der Community. Das Kind ist  zehn Monate alt, wacht nachts sehr häufig auf und findet meist über Stillen zurück in den Schlaf. Die Mutter ist erschöpft, beschäftigt sich inzwischen fast den ganzen Tag mit Schlafzeiten und fragt sich gleichzeitig, wie sie etwas verändern kann, ohne die Beziehung zu ihrem Kind zu belasten.

Wir schauen deshalb nicht nur auf die Nacht, sondern auf den gesamten 24 Stunden Verlauf.

Dabei geht es um Timing, Regelmäßigkeit, Wachheit und Schlafqualität. Besonders wichtig ist mir die Wachheit, denn Wachzeit ist nicht einfach die Zeit zwischen zwei Schläfchen.

Wachheit ist eine eigenständige Größe des Schlafes.

Wir schauen außerdem auf das Essverhalten, die unterschiedlichen Funktionen des Stillens, die nächtlichen Kontakte und darauf, warum der Urlaub dieser Familie einen besonders wertvollen Hinweis liefert.

Die Analyse zeigt keine einzelne Ursache. Sie zeigt ein System, in dem sich mehrere Bedürfnisse vermischen und häufig über dieselbe Form der Regulation beantwortet werden.

Dabei sprechen wir auch über eine wichtige Unterscheidung: Bedürfnis und Bedarf sind nicht dasselbe.

Ein Kind zeigt ein Signal. Dieses Signal verdient eine Antwort. Aber erst der Zusammenhang hilft uns zu verstehen, was das Kind in diesem Moment tatsächlich braucht.

Stillen nach Bedarf ist dabei ausdrücklich nicht das Problem. Stillen darf Nahrung, Nähe, Beziehung und Regulation sein. Entscheidend ist die Frage, ob Eltern unterschiedliche Signale noch voneinander unterscheiden können.

Außerdem geht es darum, warum Struktur nicht Starrheit bedeutet.

Kinder brauchen keinen perfekten Stundenplan. Sie profitieren von einem Alltag, der zunehmend vorhersehbar wird. Aufstehen, Licht, Mahlzeiten, Bewegung, Kontakt, Wachheit, Ruhe und Schlaf können zu sozialen Rhythmen werden, die dem Kind Orientierung geben.

Und genau darin liegt auch die positive Botschaft dieser Folge: Schlaf lässt sich nicht erzwingen. Aber Eltern können sehr viel dafür tun, gute Voraussetzungen für Schlaf zu schaffen.

Wenn ihr einen eigenen Fall für eine mögliche Podcastanalyse einreichen möchtet, schreibt mir ins Büro an office@niermann-kids.de. Ihr bekommt anschließend unser Schlaf Assessment, einen ausführlichen Freitextbogen und die Protokolle für die Analyse.

Wenn euch die Folge gefällt, freue ich mich sehr über eine Bewertung. Wir sind ein kleiner Nischenpodcast und eure Sterne helfen dabei, dass auch Eltern uns finden, die bei Babyschlaf mehr suchen als schnelle Standardantworten.

Viel Spaß beim Hören!

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Staffel 2, Folge 30: Fall aus der Community: Baby, 4 Monate mit diagnostiziertem Reflux18 Sep 202600:33:51

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Wenn Stillen hilft, aber die Nacht trotzdem unruhig bleibt: In dieser anonymisierten Fallanalyse geht es um ein 17 Wochen altes Baby, das nachts häufig die Brust sucht.

Im Schlafprotokoll ist bereits ein Rhythmus erkennbar, obwohl die Uhrzeiten noch schwanken. Gleichzeitig verändern diagnostizierter Reflux und ein starker Milchspendereflex die fachliche Einordnung.

In dieser Folge erfährst du:

  • woran sich ein beginnender Schlafrhythmus erkennen lässt,
  • warum bewegliche Bettzeiten mit vier Monaten normal sein können,
  • weshalb die sogenannte „4-Monats-Regression“ eigentlich Schlafentwicklung ist,
  • wie Saugen gleichzeitig Nahrung und Regulation sein kann,
  • wann Schlafberatung an eine medizinische oder stillfachliche Grenze stößt,
  • wie soziale Zeitgeber am Morgen und Abend Orientierung geben,
  • welche kleinen Schritte die Familie jetzt entlasten können.

Die wichtigste Erkenntnis: Nähe, Stillen und Tragen waren und sind keine schlechte Schlafassoziationen.

Diese Folge ersetzt keine kinderärztliche, stillfachliche oder schlafmedizinische Beratung. Schmerzen, Gedeihprobleme, auffälliges Erbrechen oder Atemprobleme sollten medizinisch abgeklärt werden.

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Staffel 2, Folge 29: Kind 3 Jahre, Eltern völlig erschöpft11 Sep 202600:18:50

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Ein dreijähriges Kind, sechs bis acht nächtliche Stillkontakte, wechselnde Aufstehzeiten, unregelmäßiger Mittagsschlaf und eine Mutter im Schichtdienst.

Auf den ersten Blick könnte man schnell fragen: Braucht dieses Kind überhaupt noch Mittagsschlaf?

Die spannendere Frage lautet:

Wie kommt dieser Mittagsschlaf zustande und wie ist er in den gesamten Alltag eingebettet?

In dieser Folge analysiere ich einen echten Fall aus meiner Beratung.

Wir schauen auf:

  • eine Mutter im Schichtdienst
  • wechselnde Betreuung durch Mutter und Vater
  • Hunger und Sättigung
  • nächtliches Stillen
  • die Rolle des Vaters
  • Erschöpfung und schlechtes Gewissen
  • den Zusammenhang zwischen Mittagsschlaf, frühem Abend und Nacht
  • die Frage, warum ein Kind bei einer Person einschläft und bei einer anderen nicht

Und wir sprechen darüber, warum gute Beratung nicht mit Bewertung beginnt, sondern mit Verstehen.

Denn Schlafprobleme sind selten nur Nachtprobleme.

Wissen schafft Babyschlaf, weniger Moral, weniger Ideologie, mehr echtes Zuhöre und analysieren.











Sommer Special, Folge 5: Ist mein Kind satt?08 Sep 202600:08:31

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Wie viel isst mein Kind eigentlich?

Diese Frage stellen sich viele Eltern vor allem nachts, wenn das Kind wach ist und plötzlich die Zweifel kommen: Hat es heute genug gegessen? Ist es wirklich satt?

In dieser Folge gebe ich dir eine einfache Möglichkeit, für drei oder vier normale Tage einmal genauer hinzuschauen und aus einem Gefühl eine konkrete Beobachtung zu machen.

Es geht dabei nicht darum, das Essen zu kontrollieren, eine bestimmte Kalorienzahl zu erreichen oder das Essverhalten deines Kindes zu bewerten. Du schreibst einfach auf, was tatsächlich gegessen wurde, rechnest die Kalorien grob zusammen und bekommst so einen besseren Überblick über den Alltag.

Angebotene Menge minus Rest = gegessene Menge.

Hunger und Sättigung haben natürlich immer Vorrang. Eine Kalorienzahl ist dabei einfach nur eine Information.

Wenn du dir Sorgen um Wachstum, Gewicht oder Gedeihen machst, gehört die weitere Einordnung in die Kinderarztpraxis oder zu einer qualifizierten Ernährungsfachkraft.

Quellen:

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
Referenzwerte zur Energiezufuhr. Energiebedarf und Richtwerte sind abhängig von Alter, Wachstum, Körpergröße, Aktivität und weiteren individuellen Faktoren.

Netzwerk Gesund ins Leben
Fachinformationen zur kindlichen Ernährung sowie zur Beachtung von Hunger- und Sättigungssignalen.

Bundeszentrum für Ernährung (BZfE)
Informationen zu Nährwertkennzeichnung und Energieangaben pro 100 g beziehungsweise 100 ml.

kindergesundheit-info.de / Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
Informationen zu Wachstum und Gedeihen von Babys sowie zu Essproblemen und Situationen, in denen eine kinderärztliche Abklärung sinnvoll ist.

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Staffel 2, Folge 28: Kind 12 Monate / Fall aus Community04 Sep 202600:45:46

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Ein Kind von knapp zwölf Monaten wacht nachts ungefähr alle zwei Stunden auf und möchte häufig gestillt werden.

Die schnelle Erklärung wäre:

„Das Kind braucht die Brust zum Weiterschlafen.“

Oder noch schneller:

„Das ist eine Schlafassoziation.“

Genau mit dieser Hypothese sind wir auch in die Fallanalyse gegangen. Dann haben wir die Protokolle ausgewertet. Und plötzlich sah der Fall anders aus.

Denn die genauere Betrachtung zeigte: Ein erheblicher Teil der täglichen Kalorienaufnahme hatte sich in den Abend und in die Nacht verschoben. Das nächtliche Stillen war deshalb nicht einfach nur Beruhigung oder Gegenregulation. Es hatte gleichzeitig eine reale Ernährungsfunktion.

Deshalb ist dieser Fall so spannend:

Eine Hypothese ist keine Wahrheit. Daten dürfen eine erste Deutung verändern.

In dieser Folge schauen wir uns den gesamten 24-Stunden-Rhythmus an und nicht nur die Nacht.

Besonders interessant ist die Beobachtung der Eltern, dass das Kind tagsüber sehr selbstständig und autonom ist. Es möchte selbst essen, orientiert sich an seiner Schwester, ist motorisch ausgesprochen aktiv und zeigt seine Bedürfnisse deutlich.

Diese Autonomie endet nicht beim Schlafen.

Gleichzeitig bedeutet Autonomie bei einem knapp zwölf Monate alten Kind nicht, dass das Kind die Verantwortung für die gesamte Nacht übernimmt.

Eltern dürfen führen.

Sie dürfen präsent bleiben und gleichzeitig Grenzen setzen.

Beispiel-Tagesplan aus diesem Fall:

6:00–6:30 Uhr
Aufstehen, Tageslicht, Start in den Tag.

7:00–7:30 Uhr
Frühstück.

Wenn das Frühstück sehr klein ausfällt: ca. 8:45–9:00 Uhr kleiner Snack

9:15–9:30 Uhr

Schläfchen max. 45 Minuten, entsprechend den dokumentierten eigenen Schlafwerten des Kindes.

ca. 11:00–11:30 Uhr
Mittagessen

Nach dem Vormittagsschlaf möglichst kein zusätzlicher Snack, damit der Hunger für die Hauptmahlzeit erhalten bleibt.

12:30–13:00 Uhr
Mittagsschlaf bis ca. 14:30–15:00 Uhr

nach dem Aufstehen
Gehaltvoller Nachmittagssnack.

ca. 17:30 Uhr
Abendessen.

ca. 18:45–19:15 Uhr
Nachtschlaf, abhängig vom Ende des Mittagsschlafes.

Stillen vor dem Schlafen, Stillen ungefähr gegen 22 Uhr, anschließend zunächst Stillpause bis etwa 2 Uhr, erneutes Stillen und gegebenenfalls wieder gegen 5 Uhr. Diese Abstände orientieren sich an den dokumentierten bisherigen Möglichkeiten des Kindes und sollen die nächtliche Energie- und Flüssigkeitsaufnahme schrittweise reduzieren.

Morgens bis zum ersten Schlaf: ungefähr 2¾–3¼ Stunden

Nach dem kurzen Vormittagsschlaf bis zum Mittagsschlaf: ungefähr 2½–3 Stunden

Nach dem Mittagsschlaf bis zur Nacht: ungefähr 4¼ Stunden

Das Ziel:

Wir nehmen dem Kind nicht einfach Schlaf oder Nahrung weg.

Wir verteilen beides neu:

kurzer Vormittagsschlaf + längerer Mittagsschlaf + mehr Kalorien am Tag + schrittweise weniger Kalorien und Flüssigkeit in der Nacht.

Und auch dieser Plan bleibt eine Arbeitshypothese.

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Sommer Special, Folge 4: "Das klappt nicht!" Warum dein Impuls richtig war und was gefehlt hat01 Sep 202600:22:09

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

„Das haben wir probiert, aber es hat nicht geklappt. Unser Kind hat geweint."

Diesen Satz lese ich gerade in fast jedem Fall, den ich auswerte. Und dahinter steckt fast nie ein Fehler der Eltern. Meistens steckt dahinter eine gute Beobachtung, ein richtiger Impuls und ein einziger Moment, in dem alles wieder verworfen wird.

In dieser Sommer-Special-Folge schauen wir uns an, was in diesem Moment passiert. Warum das Weinen deines Kindes eine Information ist und keine Bewertung deiner Entscheidung. Warum du dein Kind nicht vor allem Unangenehmen schützen musst, damit es seine innere Ruhefähigkeit entwickelt. Und warum der häufigste Grund für ein gescheitertes Vorhaben nicht der Mut der Eltern ist, sondern manchmal einfach nur zu viel auf einmal.  

Außerdem geht es um zwei Gefühle, über die kaum jemand spricht: die Angst, dem eigenen Kind zu schaden. Und die Wut, für die sich fast jede Mutter schämt.

Was du aus dieser Folge mitnimmst

  • „Das klappt nicht" heißt selten, dass die Idee falsch war.
  • Weinen ist eine Information, keine Note für dich.
  • Sich kümmern heißt nicht, dass dein Kind nicht weint. Es heißt, dass es damit nicht allein ist.
  • Wut ist ein Signal. Sie sagt: so nicht.
  • Dein Kind sucht bei Belastung die Hauptbezugsperson. Das gilt der Rolle, nicht dem Geschlecht.
  • Der Vater braucht einen eigenen Weg

Schreib mir doch gerne, wovor du beim Thema Veränderung am meisten Angst hast.

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Staffel 2, Folge 27: Kind, 18 Monate, schläft nur im Auto28 Aug 202600:18:00

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Eine Familie fährt über Monate jeden Abend mit ihrem 18 Monate alten Kind Auto, damit es einschläft. Und das Verrückte daran: Es funktioniert.

Das Kind schläft. Die Eltern haben sich mit der Situation arrangiert und nutzen die Autofahrten irgendwann sogar als gemeinsame Zeit.

Erst später entsteht der Wunsch, etwas zu verändern.

Dann passiert etwas, womit die Eltern selbst kaum gerechnet haben:

Der Wechsel vom Auto ins Bett dauert einen einzigen Abend.

Das Kind protestiert zunächst. Schließlich kennt es seinen Abend anders. Die Eltern bleiben bei ihm, erklären den neuen Ablauf, lesen ein Buch und unterhalten sich ruhig miteinander.

Der Junge kuschelt sich an, hört die vertrauten Stimmen seiner Eltern und schläft friedlich ein.

Das eigentliche Problem war also nicht das Kind.

Es war die enorme Verunsicherung der Eltern darüber, ob sie überhaupt etwas verändern dürfen.

In dieser Folge geht es deshalb um die Fragen:

  • Warum können Bewegung und Gleichmäßigkeit beim Einschlafen so wirksam sein?
  • Warum ist etwas nicht automatisch falsch, nur weil wir es später verändern möchten?
  • Was bedeutet Protest bei einem 18 Monate alten Kind tatsächlich?
  • Welche Bestandteile einer bisherigen Einschlafsituation braucht ein Kind wirklich?
  • Und warum können gut gemeinte Botschaften aus Social Media Eltern daran hindern, ihrem eigenen Kind Entwicklung zuzutrauen?

Mein wichtigster Gedanke aus dieser Folge:

Eine Lösung darf funktioniert haben und trotzdem irgendwann nicht mehr passen.

Und wenn sich etwas verändern soll, lohnt es sich nicht nur zu fragen:

„Was muss weg?“

Sondern:

„Was genau hat meinem Kind bisher geholfen und wie können wir das in einen neuen, alltagstauglichen Rahmen übertragen?“

In der Rubrik „Kann das weg?“ geht es diesmal außerdem um die Vorstellung, dass jede Veränderung beim Einschlafen automatisch problematisch für die Bindung sei.

Bindung bedeutet nicht, dass alles immer gleich bleiben muss.

Kinder dürfen Veränderungen schwierig finden und gleichzeitig verlässlich begleitet sein.

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Sommer Special, Folge 3: Warum wird mein Kind um 5 Uhr morgens wach?25 Aug 202600:31:48

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf!"

Eine Zuhörerin hat uns gefragt: „Warum ist mein Kind mit 9, 10, 11 Monaten immer wieder um 5 oder 5:30 Uhr wach?" Eine Frage, die uns sehr häufig erreicht.

In dieser Folge erklären wir, warum der frühe Morgen biologisch ein besonders anfälliger Zeitpunkt zum Aufwachen ist: Schlafdruck, innere Uhr, Leichtschlafphasen und individuelle Unterschiede spielen hier zusammen.

Wir zeigen an einem konkreten Fall, warum frühes Aufwachen fast nie ein eigenständiges Problem ist, sondern meist ein Symptom einer insgesamt unruhigen Nacht. Wir sprechen darüber, warum nächtliches Aufwachen an sich völlig normal ist, warum kleine Milchmengen nachts oft nicht mit Hunger zu tun haben, warum „Rebellieren" der falsche Begriff für das Verhalten von Babys in diesem Alter ist und warum sowohl Stillen als auch Tragen und Bewegung zu Mustern werden können, die eine ruhige Nacht eher erschweren als erleichtern.

Am Ende gibt es eine kompakte Checkliste für euch: Was kann unruhige Nächte überhaupt verursachen, von der Schlafumgebung bis zur Tagesstruktur.

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Staffel 2, Folge 26: 2-jähriger schläft auf der Mutter und nuckelt die ganze Nacht21 Aug 202600:44:10

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge geht es um einen zweijährigen Jungen, der nachts und tagsüber nur auf seiner Mutter und mit der Brust im Mund schlafen konnte.

Für die Mutter war diese Situation extrem belastend. Sie konnte nicht aufstehen, sich nicht umdrehen und ging sogar so weit, ab dem Nachmittag kaum noch zu trinken, damit sie nachts nicht zur Toilette musste.

Der Junge weinte jedes Mal, wenn sie sich lösen wollte. Die Mutter wurde dadurch sehr unsicher und bekam Angst, ihn im Stich zu lassen. Also stillte sie ihn schnell wieder, damit das Weinen aufhörte.

Doch der entscheidende Punkt in diesem Fall war nicht nur das Schlafverhalten des Kindes. Es ging auch um das Gefühl der Mutter und um die Frage, wie sie das Weinen ihres Kindes einordnet.

Was in dieser Folge wichtig ist:

Emotionen können sehr schnell bei uns ankommen. Wir lassen uns vom Weinen unseres Kindes berühren und reagieren manchmal, bevor wir überhaupt genau wissen, was in uns passiert.

Die Mutter wurde traurig und bekam Angst, eine schlechte Mutter zu sein oder ihren Sohn im Stich zu lassen. Aus diesem Gefühl heraus handelte sie sofort.

Gemeinsam haben wir sortiert:

●      Das Kind weint.

●      Die Mutter wird davon berührt.

●      Sie wird traurig und bekommt Angst.

●      Aus diesem Gefühl „ Ich lasse mein Kind im Stich“ heraus stillt sie sofort.

Diese Unterscheidung hat ihr geholfen, wieder klarer zu sehen.

Das Kind äußerte in dieser Situation nicht einfach einen Wunsch, den die Mutter erfüllen oder ablehnen musste. Das Saugen war seine vertraute Möglichkeit, Müdigkeit zu regulieren, Sicherheit zu bekommen und Orientierung zu finden.

Die Mutter musste deshalb nicht sagen:

„Du sollst jetzt ohne Brust schlafen.“

Sie durfte bei sich bleiben und sagen:

„Ich möchte jetzt auf die Toilette gehen.“ Oder: „Ich möchte mich jetzt umdrehen.“

Wenn ihr Sohn daraufhin weinte, durfte er irritiert, traurig oder verunsichert sein. Die Mutter konnte ihn begleiten und sagen:

„Ich verstehe, dass dich das gerade irritiert. Du darfst weinen. Ich komme gleich wieder.“

Feinfühligkeit bedeutet nicht, die Reaktion des Kindes sofort zu beenden. Feinfühligkeit bedeutet, das eigene Bedürfnis wahrzunehmen, es mitzuteilen und dem Kind dabei zu helfen, mit seiner Reaktion zurechtzukommen.

Das nächtliche Dauernuckeln hatte auch Folgen für den Tag.

Der Junge hatte morgens wenig Appetit, weil er nachts sehr viel getrunken hatte. Dadurch ging er ohne Frühstück in die Kita. Dort war er so erschöpft, dass er sich am Vormittag noch einmal hinlegte.

Zur Mittagszeit wurde er von seiner Mutter abgeholt und konnte deshalb nicht in der Kita mitessen. Zu Hause war er müde und hungrig und schlief direkt wieder ein.

So entstand ein Kreislauf aus nächtlichem Trinken, fehlendem Appetit, starker Müdigkeit, ausgelassenen Mahlzeiten und erneutem Stillen zum Schlafen.

Was die Lösung für dieses Problem war, erfährst du in dieser Folge.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann lass uns gern eine Bewertung da, abonniere den Podcast und teile ihn mit anderen Eltern.

Viel Spaß beim Hören!

Ich freue mich über Fragen, Anregungen und Themenwünsche an:

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Disclaimer:

Die im Podcast besprochenen Tipps und Ratschläge basieren auf fundierter Erfahrung und Fachwissen im Bereich Babys und Kleinkinder. Sie dienen jedoch ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung oder medizinische Diagnose. Jede Familie und jedes Kind ist einzigartig, daher können die beschriebenen Methoden und Anweisungen unterschiedlich wirken. Die Moderatorin oder Gäste haften nicht für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch die gegebenen Ratschläge entstehen können.

Sommer Special, Folge 2: Schlafen unter 4 Monaten18 Aug 202600:26:24

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Wie schlafen Babys unter 4 Monaten wirklich?

Wenn dein Baby in den ersten Lebensmonaten häufig aufwacht, tagsüber und nachts in vielen kleinen Etappen schläft oder abends besonders unruhig ist, fragst du dich vielleicht: Ist das noch normal, oder mache ich etwas falsch?

In dieser Folge schauen wir uns an, wie Babys unter vier Monaten biologisch schlafen und warum ihr Schlaf noch nicht mit dem von älteren Kindern oder Erwachsenen vergleichbar ist.

Die wichtigste Entlastung gleich vorweg: Häufiges Aufwachen und ein unregelmäßiger Schlaf sind bei jungen Babys zunächst erwartbar. Dein Baby muss Tag und Nacht erst kennenlernen. Auch der Schlafdruck, der uns später müde werden lässt, funktioniert in den ersten Lebensmonaten noch nicht wie bei Erwachsenen.

Das erfährst du in dieser Folge:

●      warum Babys unter vier Monaten häufig in vielen kurzen Etappen schlafen

●      wie sich die innere Tag-Nacht-Uhr in den ersten Lebensmonaten erst entwickelt

●      warum Babys abends oft unruhig werden oder viel weinen

●      weshalb längeres Wachhalten den Schlaf meist nicht verbessert

●      wie du einen passenden Tagesrhythmus behutsam unterstützen kannst

●      welche Müdigkeitszeichen dir im Alltag helfen

●      warum Ruhe, Reizreduktion und wiederkehrende Abläufe so wertvoll sind

●      wie du deinem Baby Nähe gibst und gleichzeitig kleine Momente eigener Beruhigung schaffen kannst

●      wann zusätzliche Unterstützung sinnvoll ist

Dein Baby muss unter vier Monaten nicht „richtig“ durchschlafen. Es darf erst einmal reifen, sich entwickeln und mit deiner Hilfe Orientierung finden.

Quellen und weiterführende Informationen:

●      Frühkindliche psychische Störungen: Exzessives Schreien, Schlaf- und Fütterstörungen sowie Interventionen am Beispiel des „Münchner Modells“

●      Was hilft bei Schlafproblemen? – Pädiatrie

●      Papoušek: Intuitive elterliche Kompetenzen und Prävention von Regulationsstörungen

●      Regulationsstörungen der frühen Kindheit: Ein- und Durchschlafstörungen aus bindungstheoretischer Perspektive

●      Schreiambulanzen in der Nähe finden – Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH): Über die Postleitzahl- oder Ortssuche findest du Beratungsstellen und Schreiambulanzen in deiner Nähe. Die Datenbank vermittelt kostenfreie Angebote freier Träger und öffentlicher Einrichtungen.

●      GAIMH – Angebote und Adressen in Deutschland: Die GAIMH steht für „Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit“. Auf ihrer Website gibt es eine deutschlandweite Adressliste mit Angeboten rund um frühe Regulations- und Entwicklungsfragen.

●      Schatten & Licht e. V.: Der Verein informiert und unterstützt bei psychischen Erkrankungen und Krisen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

●      Selbsthilfegruppen- und Berater*innenliste von Schatten & Licht e. V.: Hier findest du ehrenamtliche und kostenfreie Beratung sowie regionale und digitale Selbsthilfegruppen für betroffene Eltern und Angehörige.

Wenn du dich in einer akuten seelischen Krise befindest, hole dir bitte zeitnah Unterstützung. Die TelefonSeelsorge ist anonym und kostenlos rund um die Uhr unter 116 123, 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 erreichbar. In einem medizinischen Notfall oder wenn sofort Hilfe nötig ist, wähle 112.

Hinweis:

Diese Folge dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische oder entwicklungspsychologische Beratung. Wenn du dir Sorgen um die Gesundheit oder Entwicklung deines Babys machst, wende dich bitte an deine Kinderärztin, deinen Kinderarzt, deine Hebamme oder eine passende Beratungsstelle.

Wie erlebt ihr den Schlaf eures Babys in den ersten vier Monaten? Schreib uns gerne deine Erfahrungen oder schick uns deine Frage über Spotify.

Wenn dir die Folge geholfen hat, abonniere den Podcast, hinterlasse eine Bewertung und teile die Folge mit einer Familie, die gerade mitten in den ersten Monaten steckt.

Viel Spaß beim Hören!

Staffel 2, Folge 25: Fall aus der Community: Baby 6,5 Monate14 Aug 202600:41:20

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Ein Baby, das früher gut geschlafen hat und jetzt plötzlich unruhiger ist. Ist das ein Rückschritt? Macht die Mutter etwas falsch?

In dieser Folge nehme ich euch mit in eine echte Fallanalyse aus unserer Community: Baby, 6,5 Monate alt, mitten in einer aktiven Bewegungsphase. Die Mutter macht dabei schon sehr, sehr vieles richtig, trotzdem kommt die Familie nachts kaum zur Ruhe.

Ich zeige euch, wie ich mit der NIERMANN K.I.D.S. Stay & Care-Haltung an einen Fall herangehe: Stärken zuerst, bevor ich überhaupt über die eigentliche Belastung spreche. Ihr hört unter anderem:

- Warum Drehen-Üben beim Einschlafen kein Rückschritt, sondern Entwicklung ist

- Warum Mitschlafen im Elternbett und Händchenhalten echte Bindungsregulationen sind, keine "schlechten Angewohnheiten"

- Warum eine frühere Schreibaby-Zeit dazu führen kann, dass Eltern normales Quengeln später als Alarmsignal erleben und wie ein Protokoll dabei hilft, wieder Klarheit zu gewinnen

- Was Social Media mit unserer elterlichen Selbstwirksamkeit macht, und warum ständiges Vergleichen oft mehr Verunsicherung schafft als Antworten liefert

- Warum "Dableiben, bis das Kind einschläft" gerade Vertrauensaufbau ist und wann der richtige Zeitpunkt kommt, behutsam mehr Abstand einzubauen.

Diese Folge endet bewusst offen: weil echte Begleitung kein Fragebogen-Output ist, sondern ein Prozess. Die Auflösung zu diesem Fall hört ihr am Freitag, vorher geht es aber am Dienstag weiter mit unserem Sommerspecial zur Community-Frage: Was sollte man bei vier Monate alten Babys grundsätzlich über Schlaf wissen?

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Viel Spaß beim Hören!

Ich freue mich über Fragen, Anregungen und Themenwünsche an:

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Sommer Special, Folge 1: Wecken, aber wie?11 Aug 202600:24:02

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser kleinen Serie beantworte ich diesen Sommer einige Fragen, die mich in den Kommentaren erreicht haben.

Was tun, wenn das Kind morgens lange schläft, die Familie aber früher in den Tag starten möchte? Tina hat genau diese Frage gestellt: Ihre Tochter schläft häufig bis 8:30 Uhr, ist beim Wecken um 7:30 Uhr jedoch sehr müde und quengelig.

In dieser Folge schauen wir genauer hin: Ist der Schlafrhythmus tatsächlich nach hinten verschoben, oder holt das Kind morgens einfach Schlaf nach? Denn je nachdem, was dahintersteckt, braucht es eine ganz unterschiedliche Lösung.

Darum geht es in dieser Folge

●      Warum die Aufwachzeit nicht isoliert betrachtet werden sollte

●      Welche zwei unterschiedlichen Szenarien hinter langem Schlafen am Morgen stecken können

●      Wie ein Schlafprotokoll dabei hilft, die Ursache besser einzuschätzen

●      Wann früheres Wecken sinnvoll sein kann und wann dadurch zusätzlicher Schlafmangel entstehen kann

●      Warum eine schrittweise Anpassung in 15-Minuten-Schritten ein sinnvoller, biologisch plausibler Ansatz sein kann

●      Wie sich neben der Aufwachzeit auch Bettzeit, Mahlzeiten, Nickerchen und Tageslicht mitverschieben lassen

●      Warum sanftes Wecken und morgendliches Licht den Übergang erleichtern können

●      Wie lange eine Anpassungsphase ungefähr dauern kann

●      Was es mit kleinen „Eulen“ und „Lerchen“ im Kleinkindalter auf sich hat

Die wichtigsten Gedanken zum Mitnehmen

Bevor du die Aufwachzeit deines Kindes veränderst, kläre zunächst, warum es morgens so lange schläft. Ein Schlafprotokoll über ein bis zwei Wochen kann helfen, den durchschnittlichen Rhythmus, die gesamte Schlafmenge und die Schlafqualität besser einzuschätzen.

Wenn dein Kind insgesamt ausreichend schläft und der Rhythmus lediglich etwas später liegt, kann eine behutsame Verschiebung nach vorne sinnvoll sein. Kleine Schritte von etwa 15 Minuten sind dabei eine mögliche Orientierung. Wichtig ist, flexibel zu bleiben und nicht nur die Aufwachzeit zu verändern, sondern den gesamten Tagesrhythmus mitzudenken.

Bleibt dein Kind trotz der längeren Schlafenszeit dauerhaft müde, gereizt oder unausgeschlafen, sollte nicht einfach weiter früher geweckt werden. Dann lohnt sich ein genauerer Blick auf die Schlafqualität, nächtliche Unterbrechungen, das Einschlafen und den tatsächlichen Schlafbedarf.

Für Babys unter sechs Monaten sollte die Aufwachzeit nicht eigenständig aus Gründen der Tagesplanung verschoben werden. Wenn ein Wecken aus medizinischen Gründen notwendig ist, sollte dies individuell mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprochen werden.

Hat dir diese Folge geholfen?

Schreib mir gerne, wie ihr mit der Aufwachzeit eures Kindes umgeht und ob euch die Fallbearbeitungen aus der Community gefallen. Deine Frage kannst du mir über Instagram, per E-Mail oder in den Spotify-Kommentaren schicken – vielleicht wird sie zum nächsten Sommerspecial.

Schreib an: office@niermann-kids.de

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Wenn dir die Folge geholfen hat, teile sie gerne mit einer Familie, die gerade vor derselben Frage steht.

Viel Freude beim Hören!

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Staffel 2, Folge 24: Emil, Schlafproblem gelöst: 10 Monate, Dauerstillen, erschöpfte Nächte und wie es besser wurde07 Aug 202600:46:53

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Emil ist zehn Monate alt, als seine Familie zu mir kommt. Die Nächte sind erschöpfend: alle Stunde bis zwei Stunden wach, Stillen als einzige Lösung, für Einschlafen, Aufwachen, Trost, Übergänge. Tagsüber bis zu 24 Mal an der Brust. Kein echter Hunger-Sättigungs-Rhythmus mehr. Und Eltern, die nicht mehr wissen, wie sie ihren Alltag bewältigen sollen.

In dieser Folge erzähle ich euch Emils Geschichte, mit Erlaubnis der Familie. Es ist eine Vorher-Nachher-Geschichte. Keine Wunderlösung, kein Trick. Sondern: Verstehen, Beziehung und ganz viel Mut.

Was euch in dieser Folge erwartet:

●      Wie Emils Nächte wirklich aussahen und warum die Brust nicht das Problem war, sondern die Lösung

●      Was hinter dem Verhalten steckte: Regulation, Nähe, Sicherheit, Entspannung

●      Warum Papa die Nächte übernahm und was das über Bindung verrät

●      Wie ein stabiler Tagesrhythmus und ein neuer Hunger-Sättigungs-Rhythmus die Nächte verändert haben

●      Warum Ich-Botschaften und innere Haltung manchmal mehr bewirken als jede Einschlafzeitpunkte

●      Das Update zum letzten Fall: Was sich wirklich verändert hat und was noch kommt

Was ich euch mitgeben möchte:

Wenn ein Kind immer nur kurz andockt und nuckelt, wird es möglicherweise nie richtig satt und schläft dann auch nur in kurzen Abschnitten. Bevor an Einschlafverhalten gearbeitet werden kann, braucht es zuerst einen stabilen Rhythmus am Tag. Und: Eltern müssen sich selbst die Erlaubnis geben, etwas zu verändern, bevor das Kind es spüren kann.

Wir folgen keinem Trend, wir folgen dem Kind 💛

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Staffel 2, Folge 23: 10 Monate kein Tiefschlaf für die Mutter31 Jul 202600:56:39

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Ein Mädchen von vierzehneinhalb Monaten. Nächte, in denen es so gut wie nie länger als zwei Stunden am Stück schläft. Eine Mutter, die schreibt, dass sie Angst vor der Nacht hat.

In dieser Folge werte ich einen echten Fall aus. Die Mama hat mir fünf Tage lückenlos protokolliert, Tag und Nacht, Essen und Schlafen, während sie selbst nachts stündlich wach war. Ich lese ihre Mail im Original vor und sortiere dann fachlich.

Der Kern der Folge sind zwei Funktionen, die oft vermischt werden. Saugen ist Beziehung, das Andocken an die Mama. Bewegung dagegen ist Regulation von Müdigkeit. Wer beides in einen Topf wirft, landet schnell bei Ratschlägen wie Brust weg oder Schuckeln weg. So einfach ist es hier nicht.

Wir schauen uns an, warum eine kurze Einschlafdauer bei einem erschöpften Kleinkind keine sichere Ressource ist. Warum die Unruhe in allen fünf Nächten an derselben Stelle sitzt und was das über die reifende Schlafbiologie sagt. Warum der Fütterrhythmus zum Schlafthema gehört, ohne dass daraus eine Kalorienrechnung wird. Und warum der Weg in den Schlaf bei diesem Kind bisher nur eine einzige Variante kennt.

Außerdem erkläre ich, wie ich arbeite: Ich suche nicht den einen Punkt. Ich sammle alle Punkte, die sich verändern lassen, und räume auf. In diesem Fall sind es fünfzig.

Am Ende der Folge kommt die Rubrik Kann es weg? Diesmal geht es um eine Aussage aus den sozialen Medien, nach der Eltern ihr Baby hundert-, zwei-, dreihundertmal ablegen sollen, damit es lernt, dass es nicht vergessen wird. Ich ordne fachlich ein, warum das keine Feinfühligkeit ist.

Wir folgen keinem Trend. Wir folgen dem Kind.

Quellen und Hinweise

●      Daniel Stern: Vitalitätsformen als Bezugsrahmen für das Wie einer Bewegung, also Tempo, Kraft, Raum, Zeit und Richtung.

●      Hoyniak et al. 2021: Presleep Arousal and Sleep in Early Childhood.

●      NIGMS: Circadian Rhythms.

●      Netzwerk Gesund ins Leben: Kleinkinder nehmen an Familienmahlzeiten teil, abwechslungsreiche Familienkost, Wasser, sparsame Snackprodukte.

●      DGKJ-Elterninformation: Fünf Mahlzeiten am Tag als hilfreiche Struktur; ständiges Zwischendurchessen kann den Appetit auf Hauptmahlzeiten verderben.

●      CDC-Meilensteine 15 und 18 Monate sowie ZERO TO THREE zur sozial-emotionalen Entwicklung 12 bis 24 Monate.

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Staffel 2, Folge 22: Warum dieses Baby nicht wegen des Schlafs wach wird, sondern wegen einer nächtlichen Stillroutine24 Jul 202600:37:13

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In der letzten Folge habe ich euch diesen Fall vorgestellt. Inzwischen habe ich die Schlaf- und Stillprotokolle ausgewertet und ausführlich mit der Mutter gesprochen.

Das Ergebnis hat mich selbst noch einmal zum Nachdenken gebracht.

Auf den ersten Blick wirkt alles wie ein klassisches Schlafproblem: Ein knapp sechs Monate altes Baby wacht sechs- bis achtmal pro Nacht auf, die Mutter ist völlig erschöpft und versucht jedes Mal zu stillen, damit ihr Sohn endlich länger schläft.

Doch die Protokolle erzählen eine andere Geschichte.

✔️ stabiler Tagesrhythmus
✔️ gute Einschlafkompetenz im eigenen Bett
✔️ lange Tagschläfchen
✔️ inzwischen regelmäßiger Stillrhythmus am Tag

Die eigentliche Herausforderung liegt nicht im Schlaf – sondern in einer unbewusst entstandenen nächtlichen Interaktion.

Wir sprechen darüber,

  • warum häufigeres Stillen nicht automatisch zu längerem Schlaf führt,
  • weshalb nächtliches Wachwerden zur normalen Schlaforganisation gehört,
  • wie Sorge um ausreichende Ernährung das Verhalten von Eltern beeinflussen kann,
  • warum dieser Fall keine klassische „Schlafassoziation“ ist,
  • und wie Nähe, Bindung und Schlaf gemeinsam gedacht werden können.


Wie immer gilt:
Jedes Kind ist individuell. Diese Podcastfolge ersetzt keine individuelle Beratung oder medizinische Abklärung. Besonders bei Fragen zu Gewicht, Stillen oder Ernährung sollte immer die Kinderärztin, der Kinderarzt oder eine qualifizierte Stillberatung einbezogen werden.

Habt ihr selbst einen Fall, den ich anonym analysieren soll?

Dann schreibt mir gerne an:

📧 office@niermann-kids.de
📧 niermann@schlafcoaching-niermann.de

Vielleicht hören wir euren Fall schon in einer der nächsten Podcastfolgen.

Viel Spaß beim Hören!

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Staffel 2, Folge 21: Problem gelöst: ein neuer Fall der Community17 Jul 202600:39:02

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Dein Baby hat vorher gut geschlafen, und plötzlich wird es nachts wieder wach. Und sofort kommt der Gedanke: Jetzt schläft es schlechter, jetzt stimmt etwas nicht. In dieser Folge zeige ich dir, warum genau das ein Denkfehler ist.

Ich nehme dich mit in zwei Fälle aus der Community. Der erste hat sich gelöst, und zwar allein durch Verstehen, ganz ohne Training. Beim zweiten lese ich dir die Original-Mail einer Mutter vor, deren kleiner Sohn nachts oft nur ein bis zwei Stunden am Stück schläft, und kläre auf, was da wirklich passiert.

Es geht um die Schlafbiologie ab dem vierten Monat, um das korrigierte Alter bei Frühchen und darum, warum nächtliches Aufwachen kein schlechter Schlaf ist, sondern reife Entwicklungsarbeit. Der Schlaf macht nachts nämlich einfach seinen Job.

Du darfst mir wie immer deinen Fall schicken. Vielleicht wird deiner die nächste Folge.

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Staffel 2, Folge 20: So wertest du das Schlafprotokoll deines Kindes selbst aus (mit Schlaftabelle zum Checken)10 Jul 202600:28:58

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Wachphasen nach Alter (Orientierung, kein Muss):

ab 4 Monate: 1,5 - 2 Std. wach; letzte Wachphase vor der Nacht ca. 2,5 Std.

ab 6 Monate: 2 - 2,5 Std. wach; letzte Wachphase ca. 3 - 3,5 Std.

ab 9 Monate: 2,5 - 3,5 Std. wach; letzte Wachphase ca. 4 Std.

ab 12 Monate: 3,5 - 4 Std. wach; letzte Wachphase ca. 4,5 Std.

ab 16 Monate: 4,5 - 5 Std. wach; letzte Wachphase ca. 5 - 6 Std.

ab 24 Monate: ca. 5 Std. wach, letzte Wachphase ca. 6 - 7 Std.

Diese Zahlen sind eine grobe Orientierung, kein Soll. Sie helfen nur, große Abweichungen zu finden.

In dieser Folge gehen wir ganz praktisch durch, wie du aus dem Schlafprotokoll deines Kindes den Rhythmus herausliest. Du erfährst, was beim Messen wirklich zählt, worauf du beim Auswerten achtest und wie du große Auffälligkeiten erkennst, ohne dein Kind in eine Tabelle zu pressen.

Das nimmst du mit:

Die Wachzeit zählt ab dem Aufwachen, nicht ab dem Aufstehen. Der Schlaf zählt ab dem Schießen der Augen, auch wenn dein Kind dabei noch trinkt oder getragen wird. Diese Regulationszeit ist schon Schlaf. Bei großen Abweichungen gilt: Erst wundern, dann werten.

Du wünschst dir Begleitung bei eurem Familienschlaf? Auf www.bianca-niermann.de erfährst du, wie eine Zusammenarbeit mit mir aussieht.

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Staffel 2, Folge 19: Gesunder Babyschlaf ist ein Kinderrecht03 Jul 202600:21:52

Herzlich Willkommen bei einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In fast jeder Schlafberatung gibt es jemanden, über den dauernd geredet wird und der selbst nie zu Wort kommt: Das Kind. In dieser Folge spreche ich nicht über die Eltern. Ich spreche über das Kind.

Es geht um einen Satz, der mehr verschiebt, als er zugibt: "Unser Kind schläft halt schlecht." Damit wird aus einer Situation eine Eigenschaft, das Kind wird zum Defekt gemacht, als wäre es kaputt und müsste repariert werden. Das stimmt nicht. Ein Kind schläft nicht schlecht, weil mit ihm etwas nicht stimmt. Es reagiert gesund auf Bedingungen, die es nicht gewählt hat und nicht ändern kann.

Ich erkläre, warum die ganze Anspannung einer übermüdeten Familie eine Last ist, die das Kind mitträgt, ohne sich schützen zu können. Warum gesunder Schlaf ein Recht des Kindes ist, die Fachgesellschaften DGSM und ÖGSM sprechen ausdrücklich von "Schlaf als Kinder- und Patientenrecht". Und warum die entscheidende Frage am Ende nicht lautet, was mit dem Kind los ist, sondern: Wer trägt die Verantwortung dafür, diesem Recht näher zu kommen?

Keine Schuldzuweisung, weder ans Kind noch an die Eltern. Nur eine ehrliche Unterscheidung.

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Staffel 2, Folge 18: Babyweinen - das hätte ich gerne schon vorher gewusst26 Jun 202600:32:35

Herzlich Willkommen bei einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Weinen lassen, oder bloß nie weinen lassen? Beim Babyschlaf gibt es zwei laute Lager, und beide reden am Kind vorbei. In dieser Folge von „Wissen schafft Babyschlaf" schaue ich mir an, was Weinen wirklich ist: die erste Sprache deines Babys.

Du erfährst, was die Forschung tatsächlich zeigt, von der Cortisol-Studie zum Schlaftraining über Bell und Ainsworth bis zur randomisierten Studie von Gradisar. Warum ein stilles Baby nicht automatisch ein entspanntes Baby ist. Warum „mein Kind soll nie weinen" genauso wenig funktioniert wie „ein Baby muss weinen". Und warum manche Babys ein Recht haben, sich vor dem Einschlafen auszuagieren, in deinen Armen, nicht allein.

Außerdem: Warum du alles richtig machen kannst und dein Baby trotzdem viel weint, und was Löwenzahn- und Orchideenkinder damit zu tun haben.

Wir folgen keinem Trend. Wir folgen dem Kind.

Studien zur Folge

Bell, S. M. & Ainsworth, M. D. S. (1972). Infant crying and maternal responsiveness. Child Development, 43(4), 1171–1190.

Middlemiss, W., Granger, D. A., Goldberg, W. A. & Nathans, L. (2012). Asynchrony of mother–infant HPA axis activity following extinction of infant crying responses during the transition to sleep. Early Human Development, 88(4), 227–232.

Gradisar, M., Jackson, K., Spurrier, N. J., Gibson, J., Whitham, J., Sved Williams, A., Dolby, R. & Kennaway, D. J. (2016). Behavioral Interventions for Infant Sleep Problems: A Randomized Controlled Trial. Pediatrics, 137(6), e20151486.

Zeifman, D. M. & St James-Roberts, I. (2017). Parenting the Crying Infant. Current Opinion in Psychology, 15, 149–154.

Thomas, A. & Chess, S. (1977). Temperament and Development. New York: Brunner/Mazel.

Boyce, W. T. & Ellis, B. J. (2005). Biological sensitivity to context. Development and Psychopathology, 17(2), 271–301.

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Ich freue mich über Fragen, Anregungen und Themenwünsche an:

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Die im Podcast besprochenen Tipps und Ratschläge basieren auf fundierter Erfahrung und Fachwissen im Bereich Babys und Kleinkinder. Sie dienen jedoch ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung oder medizinische Diagnose. Jede Familie und jedes Kind ist einzigartig, daher können die beschriebenen Methoden und Anweisungen unterschiedlich wirken. Die Moderatorin oder Gäste haften nicht für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch die Anwendung der im Podcast gegebenen Ratschläge entstehen können. Bei spezifischen gesundheitlichen Fragen oder Problemen wird empfohlen, einen qualifizierten Kinderarzt oder eine andere Fachperson zu konsultieren.

Staffel 2, Folge 17: Radikale Akzeptanz ist keine Schlafberatung19 Jun 202600:31:40

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge spreche ich über eine Aussage, die mir fachlich wirklich Bauchschmerzen macht:

Wenn Eltern berichten, dass sie seit Monaten oder sogar Jahren abends nicht mehr aufstehen können, sobald ihr Kind eingeschlafen ist und die Empfehlung lautet dann: "Dann hilft nur radikale Akzeptanz!" Das ist für mich keine verantwortungsvolle Schlafberatung.

Nähebedürfnis ist real. Co-Regulation ist wichtig. Babys und Kleinkinder brauchen Begleitung.

Aber wenn eine Mutter seit 14 Monaten keinen Abend mehr hat, alle 50 bis 90 Minuten wieder gebraucht wird oder tagsüber ein bis zwei Stunden neben dem Kind liegen muss, dann reicht es nicht, das als "normal" zu erklären.

Dann braucht es Fachlichkeit.

In dieser Folge mache ich den Red-Flag-Test:

- Was fehlt in solcher Beratung?

- Warum ist "bei manchen Kindern hilft alles nichts" fachlich problematisch?

- Warum ersetzt Akzeptanz keine Schlafanamnese?

- Welche Rolle spielen Schlafmedizin, Chronobiologie, Tagesschlaf, Ernährung, Reizverarbeitung, körperliche Ursachen und elterliche Belastung?

- Und warum wird Bindung gefährlich verkürzt, wenn sie mit permanenter Anwesenheit verwechselt wird?

Diese Folge ist für Eltern, die spüren: "Ich will mein Kind nicht allein lassen, aber ich kann so auch nicht mehr."

Und sie ist für alle, die verstehen wollen, warum gute Schlafberatung nicht nur beruhigt, sondern prüft, einordnet und Entwicklung möglich macht.

Mein Kernsatz der Folge:

Beratung ist nicht: Mach es dir im Problem gemütlich. Beratung ist: Wir verstehen, warum dieses Problem entstanden ist und welche Entwicklungsschritte möglich sind.

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Staffel 2, Folge 16: Fall aus der Community - Teil 2: Erst Rhythmus, dann Verhaltensänderung12 Jun 202600:43:24

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge nehme ich mir einen echten Fall aus meiner Community vor und ich muss sagen: Diese Mama hat mich wirklich beeindruckt. Sie schreibt mir nicht einfach "mein Kind schläft nicht". Sie schreibt: "Ich habe das Gefühl, meine Tochter möchte selbst etwas verändern, aber wir beide wissen nicht wie. Das ist ein Blick auf das Kind, den man nicht lernen kann. Den hat man, oder man hat ihn nicht. Und diese Mama hat ihn.

Ihre Tochter ist 10 Monate alt, wird voll gestillt und schläft im Familienbett. Das Einschlafen funktioniert nur mit Brust und Mamas Körpernähe. Sobald die Mama das Zimmer verlässt, wacht die Kleine nach 20 bis 60 Minuten auf. Abends schläft sie manchmal um 19:15 Uhr ein, manchmal erst um 22:20 Uhr. Und die Mama fragt sich: Ist das normal? Muss ich das Einschlafstillen abbauen? Erledigt sich das von selbst?

Ich beantworte heute alle drei Fragen. Und ich zeige euch anhand der echten Protokolle dieser Familie, Wochenplan, Fütterprotokoll, Rhythmusprotokoll, warum die Einschlafzeit abends um über drei Stunden schwankt. Die Zahlen sprechen eine klare Sache.

Das Wichtigste, was ich euch heute mitgeben will: Bevor wir über Schlafassoziationen reden, müssen wir über Rhythmus reden. Erst Struktur. Dann Verhalten. Wer das Einschlafstillen abgewöhnt, ohne dass der Tagesrhythmus stimmt, erzeugt nur mehr Stress, für das Kind und für die Mama.

In dieser folge lernst du:

- Warum das Tragen im 10. Monat nicht mehr funktioniert und was das mit Entwicklung zu tun hat

- Warum ein Kind buchstäblich nicht weiß, wie "hinlegen und einschlafen" geht und was das bedeutet

- Was ein situativer Ansatz ist und warum er nicht zu guten Nächten führt

- Warum Rhythmus und Struktur immer vor der "Schlafassoziation" kommen

- Ob sich das von selbst erledigt, ehrliche Antwort.

Für wen ist diese Folge?

Für alle Mamas, die das Gefühl haben: Es klappt gerade nicht mehr, aber ich weiß nicht warum. Und für alle, die das Einschlafstillen lieben und trotzdem endlich wieder einen Abend für sich haben wollen.

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Staffel 2, Folge 15: Fall aus der Community: Baby, 10 Monate, schläft nur an der Brust ein. Und weiter. 05 Jun 202600:37:38

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Eine Mutter aus der Community schreibt: Ihre zehn Monate alte Tochter schläft an der Brust, wacht nach 20-30 Minuten beim Tagschlaf wieder auf, nach 60 Minuten in der Nacht. Brust, einschlafen, weiter. Brust, einschlafen, weiter. Die ganze Nacht.

Sie fragt sich: Ist das normal? Wird das besser? Soll ich das Einschlafstillen abbauen oder ist es das, was uns trägt?

In dieser Episode nehme ich euch mit in meine Analyse. Ich zeige euch, wie ich tatsächlich denke, wenn so ein Fall zu mir kommt in drei Stufen:

Stufe 1: Bei der aussage bleiben. Welche Modelle stehen hinter den Worten der Mutter? Was bedeutet eigentlich "Schlafassoziation" und warum ist dieser Begriff aus den 80er Jahren bis heute Hauptursache für falsche Beratung?

Stufe 2: Die Perspektive der Mutter einnehmen. Welche zwei Stimmen sprechen in ihrer Anfrage? Und warum braucht sie zuerst eine Erlaubnis, bevor irgendetwas anderes Sinn macht.

Stufe 3: Die Perspektive des Kindes einnehmen. Was sagt uns das Schlafmuster wirklich? Warum dieses Aufwachen kein "normales Babyverhalten" ist, sondern ein Hinweis auf etwas, dem man nachgehen kann?

Außerdem in dieser Episode:

- warum die übliche bindungsorientierte Antwort "dein Kind braucht halt deine Nähe" zu kurz greift

- was Objekt- und Personenpermanenz mit zehn Monaten wirklich bedeuten und was nicht?

- warum die eigene diagnostische Frage nicht in der Nacht liegt, sondern im Tag

- die vier Bedürfnisbereiche aus meiner kindorientierten Methode: körperlich, emotional, kognitiv, sozial

- eine konkrete Hausaufgabe und meine Eltern-Infomappe mit drei Protokollen, die ich Eltern auf Anfrage schicke.

Die zentrale Botschaft: Wenn dein Baby in der frühen Nacht nicht in den Tiefschlaf findet, ist das kein Schicksal, das du aushalten musst. Es ist ein Befund. Und du kannst etwas tun.

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Staffel 2, Folge 14: Warum ich nicht mehr von Babyschlafcoaching spreche29 May 202600:28:27

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Viele Eltern glauben heute, Babyschlafprobleme seien einfach "normal". Schub. Regression. Unreifes Nervensystem. Mehr begleiten. Mehr Co-Regulation.

Doch was passiert, wenn Eltern anfangen, ihr Kind nur noch durch Social-Media-Schlagworte zu betrachten?

In dieser Folge erkläre ich, warum ich mich bewusst vom Begriff "Babyschlafcoaching" entfernt habe und warum daraus NIERMANN K.I.D.S. entstanden ist: Kindorientierte Schlafpädagogik.

Es geht um:

- warum Schlaf nie isoliert entsteht.

- weshalb reine Einschlaftipps oft zu kurz greifen.

- wie Überreizung, fehlende Rhythmen und dysregulierte Tagesabläufe Schlaf beeinflussen.

- warum Entwicklung, Regulation und Familiendynamik zusammengehören.

- weshalb Eltern heute oft massiv verunsichert sind.

- warum Beobachtung wichtiger ist als Schlafmythen aus TikTok und Instagram.

Außerdem spreche ich über:

- die Stay-and-Care-Methode

- Videodiagnostik und 360-Grad-Beobachtung

- warum ich mit Schlaf-, Fütter- und Sozialprotokollen arbeite

- weshalb echte Entwicklung nicht aus Tabellen gelesen werden kann

Diese Folge richtet sich an Eltern, die ihr Kind verstehen möchten - ohne Angst, ohne starre Methoden und ohne Schlafdruck.

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Staffel 2, Folge 13: 2-jähriges Kind schläft nicht durch und isst nachts ständig - was ist noch normal?22 May 202600:29:28

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge spreche ich über einen Satz, den eine ähnlich bei Social Media gesehen hat: "Wenn ein Kind essen will, dann braucht es das auch."

In dem Fall ging es um ein 2-jähriges Kind, das 12 bis 15 mal am Tag isst oder trinkt. Und genau da wird etwas vermischt, was man sauber trennen muss.

Ein Baby im ersten Lebensjahr nach Bedarf zu stillen oder zu füttern, ist etwas anderes als ein Kleinkind ohne Essenspausen. Wenn ein 2-jähriges Kind tagsüber und nachts ständig isst oder trinkt, dann geht es oft nicht nur um Hunger. Dann geht es auch um Gewohnheit, Beruhigung, Struktur und die Frage, was Essen in diesem Alltag längst alles übernommen hat.

In dieser Folge geht es darum,

- warum ein voller Bauch am Abend noch keine gute Essstruktur über den ganzen Tag beweist,

- warum Schlaf Rhythmus braucht,

- warum Essen nicht automatisch Hunger bedeutet und

- warum Bedürfnisorientierung nicht heißt, dass man jede Gewohnheit für einen biologischen Bedarf hält.

Eine Folge für Eltern, die gerne Rhythmus und Struktur in ihre Mahlzeiten einführen möchten bei ihrem Kleinkind.

QUELLEN UND BELEGE

  • Netzwerk Gesund ins Leben (Bundeszentrum für Ernährung): Handlungsempfehlungen Ernährung und Bewegung für Kleinkinder. Drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten; essensfreie Zeiten von zwei bis drei Stunden; in den Pausen kein Snacking, keine süßen Getränke, keine Milch oder Milchprodukte.
  • Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (kindergesundheit-info.de): Regelmäßige Mahlzeiten für Kinder; essensfreie Zeiten von etwa zwei bis drei Stunden; Abendessen möglichst mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen.
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ / Kinderaerzte-im-Netz): Ernährungsempfehlungen Kleinkinder. Fünf Mahlzeiten am Tag, ungefähr alle zwei bis drei Stunden, dazwischen und nachts nicht mehr.
  • Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): Patientenratgeber Schlafstörungen bei Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen. Stabile Rhythmen sind für das Schlaf-Wach-Verhalten elementar.
  • Bowen, A. et al. (2022): Early Childhood Diet in Relation to Toddler Nighttime Sleep Duration Trajectories.Nutrients, 14(15), 3059. COHRA-Kohorte, n=559, Appalachia, USA. Konsistente Mahlzeitenmuster bei Zweijährigen waren assoziiert mit längerer nächtlicher Schlafdauer.
  • Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (kindergesundheit-info.de): Fütterstörungen beim Kind. Warnzeichen: lange Fütterzeiten, hartnäckige Verweigerung, extreme Wählerischkeit, Essen nur unter Ablenkung, geringer Appetit, Hochwürgen ohne organische Ursache.
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE): Krankheitsbild Fütterstörungen.
  •  Mechthild Papoušek-/von-Hofacker 2024 


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Staffel 2, Folge 12: "Altersentsprechend schlafen": Warum Tabellen Eltern oft mehr stressen als helfen15 May 202600:21:27

Herzlichen Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

"So schläft dein Kind mit 4 Monaten."

"Diese Wachzeiten braucht dein Baby."

"Mit 8 Monaten sollte dein Kind..."

Solche Aussagen begegnen Eltern täglich auf Social Media. Und oft entsteht dadurch vor allem eins: Druck.

In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, warum Schlafentwicklung nicht wie ein Fließband verläuft und warum starre Tabellen vielen Familien eher Stress machen als wirklich helfen.

Denn Schlaf orientiert sich nicht nur am chronologischen Alter. Er hängt auch zusammen mit Entwicklung, Regulation, Temperament, Nervensystem, Chronobiologie, Aktivitätsniveau, Umweltfaktoren, Ernährung und Gesundheit.

Ich spreche über:

- chronisches Alter vs. Entwicklungsalter

- den Einfluss von Reizverarbeitung und Temperament

- warum zwei Kinder gleich schlafen können, aber aus völlig unterschiedlichen Gründen

- den psychologischen Mechanismus "Social Proof"

- warum Social Media sich oft so überzeugend anfühlt

- medizinische und entwicklungspsychologische Red Flags

- warum Durchschnittswerte keine biologische Wahrheit sind.

Außerdem geht es darum, wie Eltern wieder mehr Vertrauen in die Beobachtung ihres eigenen Kindes entwickeln können, ohne dabei medizinische oder entwicklungspsychologische Einordnung aus dem Blick verlieren.

Denn die entscheidende Frage ist oft nicht: "Schläft mein Kind altersentsprechend?"

Sondern: "Was braucht genau dieses Kind in seiner aktuellen biologischen und entwicklungspsychologischen Situation?"

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Staffel 2, Folge 11: Altes Wissen neu denken: Mütterliche Intuition, Nähe und Rhythmus: Was Babys, Welpen und Vertrauen miteinander zu tun haben könnten08 May 202601:01:14

Herzlich Willkommen bei einer neuen Folge "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge spreche ich mit meiner Freundin Mechthild, die seit über 40 Jahren Hunde züchtet und mehr als 60 Würfe begleitet hat.

Im Gespräch geht es um die überraschenden Parallelen zwischen der Fürsorge einer Hündin für ihre Welpen und der frühen Begleitung von Babys: Nähe, Stillen, Körperkontakt, Resonanz, Rhythmus und das Vertrauen in die eigene mütterliche Intuition.

Mechthild erzählt, wie sie ihre eigenen Kinder vor 35 Jahren begleitet hat, ohne Social Media, ohne Apps, ohne ständige Ratgeberflut. Stattdessen mit Beobachtung, Bauchgefühl, Ruhe, klaren Ritualen und der Überzeugung: Ein Baby, was weint, braucht einen zugewandten Menschen.

Diese Folge ist ein Plädoyer dafür, altes Erfahrungswissen nicht pauschal abzuwerten, sondern neu zu denken und dabei verbunden mit moderner Bindungsforschung, Säuglingsforschung und Schlafbiologie.

Die Themen in dieser Folge:

- Warum frühe Nähe für Babys so wichtig ist

- Was Hündinnen mit ihren Welpen intuitiv tun

- Welche Parallelen es zur frühen Säuglingszeit gibt

- Warum Babys in den ersten Monaten noch keinen stabilen Rhythmus haben

- Stillen, Einschlafen und Körperkontakt ohne Angst betrachten

- Warum Schreien ein Signal ist und kein Machtmittel

- Wie Stimme, Atmung, Körperkontakt und Ruhe regulierend wirken

- Warum Social Media Mütter oft mehr verunsichert als stärkt

- Weshalb Apps Orientierung geben können, aber keine mütterliche Wahrnehmung ersetzen

- Wie Rituale und Strukturen Sicherheit im Alltag schaffen

- Warum alte Erfahrung nicht automatisch falsch ist

- Wie Eltern wieder mehr Vertrauen in ihre eigene Intuition entwickeln können

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Staffel 2, Folge 10: 2,5 Stunden Einschlafbegleitung sind kein Lifestyle-Event!01 May 202600:25:47

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge geht es darum, wie Eltern Babyschlaf-Content aus Instagram, TikTok oder Podcasts kritisch prüfen können.

Nicht jeder Post, der sich liebevoll anhört, ist fachlich hilfreich. Nicht jede starke Emotion ist eine gute Einordnung. Und nicht jede große Reichweite ist ein Qualitätsmerkmal.

Ich möchte euch mit dieser Folge nicht sagen, wem ihr glauben sollt. Ich möchte euch helfen, bessere Fragen zu stellen.

Diese Fragen könnt ihr euch künftig stellen:

- Was wird hier eigentlich konkret behauptet?

- Ist das Fachinformation, persönliche Meinung oder Marketing?

- Wird aus einer Einzelbeobachtung eine allgemeine Wahrheit gemacht?

- Was sagen Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung, Säuglingsforschung, Schlafmedizin und Chronobiologie dazu?

- Was ist gut belegt?

- Was ist zu pauschal oder fachlich fragwürdig?

- Welche wichtige Perspektive fehlt?

- Wird mit Schuld, Angst, Ideologie oder moralischem Druck gearbeitet?

- Wird Bindung vereinfacht oder missbraucht?

- Hilft mir dieser Inhalt wirklich weiter - oder macht er mich kleiner, unsicherer und abhängiger?

Wenn Aussagen kommen, wie "Mach Me-Time daraus", "Hör einen Podcast während der Einschlafbegleitung", "Bleib einfach geduldig" oder "Emotionale Sicherheit ist nicht verhandelbar", dann fragt euch zusätzlich:

- Wird hier die Ursache geprüft oder nur erklärt, wie ich die Belastung besser aushalte?

- Ist das echte Präsenz oder nur körperliche Anwesenheit bei psychischer Abwesenheit?

- Fehlen Schlafmedizin, Chronobiologie oder medizinische Abklärung?

- Wird aus Überforderung eine Liebes- oder Bindungserzählung gemacht?

Mein Ziel: Ich will kein Bashing. Mich interessiert nicht, wer etwas postet. Mich interessiert, was gesagt wird und was es mit Eltern macht. Mein Ziel ist, dass ihr wieder urteilsfähig werdet, denn:

2,5 Stunden Einschlafbegleitung sind kein Lifestyle-Event!

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Staffel 2, Folge 9: Schlafmangel ist kein Liebesbeweis!24 Apr 202600:15:03

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge spreche ich über ein Narrativ, das sich immer stärker ausbreitet: Erschöpfung wird nicht mehr als Warnsignal behandelt, sondern als Beweis von Liebe.

Ich zeige, warum romantisierte Erschöpfung alles andere als bedürfnisorientiert ist, wie Überforderung moralisch aufgeladen wird und weshalb Eltern dadurch in Schuld, Angst und Passivität gebunden werden.

Es geht um:

- die emotionale Dramaturgie hinter solchen Inhalten

- die Umdeutung von Belastung in Liebe

- die Pathologisierung normaler Alltagsfragen von Familien

- den Unterschied zwischen kindlichem Bedürfnis und chronischer Überlastung

- und die Frage, warum gute Elternschaft nicht im Aushalten, sondern in Verantwortung, Schutz und Veränderungsbereitschaft liegt.

Außerdem spreche ich darüber, warum Bindungsqualität nicht daraus entsteht, dass eine Bezugsperson dauerhaft an ihrer Grenze lebt und weshalb Schlafmangel weder ein Liebesbeweis noch ein Qualitätsmerkmal guter Elternschaft.

Diese Folge ist ein klares Statement gegen weich klingenden Druck, gegen Angstkommunikation und gegen die Romantisierung elterlicher Erschöpfung.

Denn Leiden nicht zu romantisieren, ist kein Mangel an Liebe, sondern oft ein Zeichen von Verantwortung!

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Staffel 2, Folge 8: 3-Monats-Koliken? Warum diese Erklärung oft zu kurz greift17 Apr 202600:23:07

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Viele Eltern hören früh den Satz: "Das sind bestimmt 3-Monats-Koliken." Wenn ein Baby viel schreit, sich krümmt, Luft im Bauch hat, pupst, abends kaum zur Ruhe kommt oder sich nur schwer beruhigen lässt, scheint die Erklärung schnell gefunden. Aber genau hier beginnt das Problem: Der Begriff 3-Monats-Koliken wird oft als einfache Antwort benutzt, obwohl die Realität deutlich komplexer ist.

In dieser Folge spreche ich darüber,

- warum exzessives Schreien nicht vorschnell nur als Bauchproblem eingeordnet werden sollte,

- weshalb es fachlich zu kurz greift, einem Baby einfach eine "mangelnde Regulation" zuzuschreiben,

- was der Unterschied ist zwischen unreifer Selbstregulation und einer belasteten Ko-Regulation zwischen Eltern und Kind,

- warum die Forschung rund um Mechthild Papoušek hier so wichtig ist und

- weshalb Social Media Eltern oft mit plakativen Erklärungen eher verunsichert als wirklich aufklärt.

Diese Folge hilft dir viel schreiende Säuglinge differenziert zu verstehen: nicht mit Schuld, nicht mit Panik, nicht mit schnellen Etiketten, sondern mit einem fachlich sauberen Blick auf Beziehung, Reifung, Belastung und frühe Regulation.

Mein Kerngedanke der Folge:

Nicht das Baby allein ist das Problem. Wenn ein Säugling viel schreit, schwer in den Schlaf findet oder insgesamt hoch belastet wirkt, dann müssen wir die gesamte Regulationssituation anschauen: das Kind, die Bezugsperson, die Reifung, die Reizlage, den Alltag und die Qualität der Ko-Regulation.

Für wen ist diese Folge?

Für Eltern von Säuglingen, die viel weinen, schwer zur Ruhe kommen oder bei denen bereits von "Koliken" gesprochen wurde und für Fachkräfte, die Eltern nicht mit vereinfachenden Etiketten abspeisen wollen.

Auf der Website des nationalen "Frühe Hilfen", findet ihr alle Schreiambulanzen in Deutschland: Frühe Hilfen in Ihrer Nähe | NZFH elternsein

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Staffel 2, Folge 7: Fall aus der Community: Baby 4,5 Monate alt schläft 9,5 Stunden in der Nacht10 Apr 202600:23:31

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge geht es um einen echten Fall aus meiner Community: ein Baby mit 4,5 Monaten, dessen Eltern mit dem Gefühl auf mich zukamen, dass beim Schlaf noch einiges nicht richtig rund läuft.

Die Themen der Familie waren langes Saugen am Abend, eine belastende Einschlafsituation, vermeintlich zu kurze Tagschläfchen und fast tägliche Schreiphasen am frühen Abend.

Und gleichzeitig zeigte die Schlafanalyse etwas ganz anderes: Dieses Baby war für sein Alter bereits erstaunlich gut organisiert.

Es kam in der Nacht auf ungefähr 9,5 Stunden Schlaf. Es hatte eine regelmäßige Aufstehzeit, gut erkennbare Wachfenster, mehrere Schlafphasen über den Tag, einen regelmäßigen Fütterrhythmus und auch abends bereits eine klare Struktur.

In dieser Folge spreche ich darüber,

- warum Eltern oft vor allem das sehen, was belastet

- weshalb eine präzise Schlafanalyse so entlastend sein kann

- warum hier nicht die Nacht der Hauptproblembereich war

- warum es sich nicht um klassisches Einschlafstillen handelte

- weshalb das lange Saugen am Abend eher eine Form von Dauerstimulation war

- und warum die vermeintlich kurzen Tagschläfchen in Wahrheit kürzer wahrgenommen wurden, weil die Regulationszeit vor dem Einschlafen nicht mitgerechnet wurde

Kerngedanke der Folge:

Nicht der gesamte Schlaf war problematisch. Im Gegenteil: Nacht und Tagesstruktur waren bereits erstaunlich gut entwickelt. Die eigentliche Belastung lag viel spezifischer - im abendlichen nicht-nutriven Dauersaugen, in den Schreiphasen am Abend und in einer verzerrten Wahrnehmung des Tagschlafs.

Wenn dir diese Folge gefallen hat, lass und gern eine Bewertung da und teile den Podcast mit anderen Eltern.

Viel Spaß beim Hören!

Ich freue mich über Fragen, Anregungen und Themenwünsche per Mail an:

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Disclaimer:

Die im Podcast besprochenen Tipps und Ratschläge basieren auf fundierter Erfahrung und Fachwissen im Bereich Schlafcoaching für Babys und Kleinkinder. Sie dienen jedoch ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung oder medizinische Diagnose. Jede Familie und jedes Kind ist einzigartig, daher können die beschriebenen Methoden und Anweisungen unterschiedlich wirken. Die Moderatorin oder Gäste haften nicht für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch die Anwendung der im Podcast gegebenen Ratschläge entstehen können. Bei spezifischen gesundheitlichen Fragen oder Problemen wird empfohlen, einen qualifizierten Kinderarzt oder eine andere Fachperson zu konsultieren.

Staffel 2, Folge 6: Berlin, Dubai und zurück - und das mehrmals pro Woche: Warum der Morgen bei Schlafproblemen so wichtig ist03 Apr 202600:16:57

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

Viele Eltern schauen bei Schlafproblemen fast nur auf den Abend und auf die Nacht. Aber was, wenn der eigentliche Schlüssel viel früher liegt, nämlich im Start in den Tag?

In dieser Folge spreche ich darüber, warum Schlaf nicht nur mit Müdigkeit zu tun hat, sondern auch im Timing. Warum ein stark schwankender Tagesbeginn kleine Kinder aus dem Rhythmus bringen kann. Und warum es gerade bei Kindern ab etwa dem sechsten Monat sinnvoll ist, den Morgen als wichtigen Anker ernst zu nehmen.

Ich erkläre, weshalb ein Kind nach einer schlechten Nacht zwar müde sein kann, ein später und ständig wechselnder Tagesstart dem Schlafsystem aber oft nicht wirklich hilft. Außerdem geht es darum, warum Vorhersehbarkeit nicht nur im Außen wichtig ist, sondern auch im Körper.

In dieser Folge erfährst du:

- warum Schlaf nicht nur Müdigkeit ist, sondern auch Rhythmus

- weshalb der Morgen für den restlichen Tagesverlauf so wichtig ist

- warum ein stark schwankender Tagesstart Schlafprobleme zusätzlich verstärken kann

- ab wann Regelmäßigkeit im Tagesbeginn besonders relevant wird

- warum Schlafprotokolle helfen können, echte Muster zu erkennen

- wie du eine sinnvolle "nicht später als"-Aufstehzeit für den Morgen findest.

Mein wichtigster Satz in dieser Folge: "Der Morgen ist kein Nebenschauplatz. Der Morgen ist ein Anker!"

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Staffel 2, Folge 5: Rhythmus & Struktur - Ist Struktur überhaupt noch bedürfnisorientiert?27 Mar 202600:15:09

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!


Gerade erschöpfte Eltern wünschen sich oft Orientierung, haben aber gleichzeitig Sorge, ihr Kind mit festen Abläufen einzuengen. In dieser Folge geht es genau um diesen scheinbaren Widerspruch.

Ich spreche darüber, warum ein tragender Rhythmus nichts mit starrer Kontrolle zu tun hat, weshalb Kinder Sicherheit nicht nur durch Nähe, sondern auch durch verlässliche Abläufe erleben und warum ein ungeordneter Tag die Nacht oft unnötig schwer macht.

Du erfährst, weshalb Bedürfnisorientierung nicht bedeutet, alles offen zu lassen, warum pauschale Schlafpläne wenig hilfreich sind und wie ein individueller Familienrhythmus entstehen kann, der wirklich zum Kind passt.

Eine Folge für Eltern, die sich mehr Orientierung wünschen, ohne gegen ihr Kind zu arbeiten.

Viel Spaß beim Hören!

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Staffel 2, Folge 4: "Das ist nur eine Schlafassoziation?" - Warum diese Erklärung beim Babyschlaf oft zu kurz greift 20 Mar 202600:32:10

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von "Wissen schafft Babyschlaf"!

In dieser Folge geht es um einen Denkfehler, der Eltern heute sehr häufig begegnet: die vorschnelle Erklärung "Schlafassoziation". Anhand des Falls Caroline wird deutlich, warum diese Deutung bei vielen Babyschlafproblemen zu kurz greift und warum kindlicher Schlaf nicht als reines Gewohnheitsproblem verstanden werden kann.

Ich spreche darüber, wie ein extrem belastendes erstes Lebensjahr den Schlaf eines Kindes prägen kann, warum Nähestreben in belasteten Lebensphasen kein Problem, sondern Überlebensstrategie ist, weshalb Stress nicht nur die Eltern, sondern auch das kindliche Gehirn beeinflusst, warum Co-Regulation nicht pathologisiert werden darf und weshalb in vielen Fällen nicht eine Gewohnheit, sondern eine gegenseitig bedingte Stressspirale im Zentrum steht.

Außerdem erfährst du in dieser Folge:

- warum Verhalten nicht mit Ursache verwechselt werden darf

- weshalb das Familiensystem in jede Schlafbetrachtung einbezogen werden muss

- warum ein reines "Muster durchbrechen" oft nach hinten losgeht

- was stattdessen ein tragfähiger Weg sein kann.

Mein Kernsatz dieser Folge lautet:

Schlaf entsteht nicht aus Gewohnheit - Schlaf entsteht aus Regulation.

Wenn du dich in dieser Folge wiedergefunden hast und einen Weg suchst, der Entwicklung, Regulation und familiäre Realität zusammendenkt, dann setzt genau dort meine Stay & Care Methode an.

Viel Spaß beim Hören!


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Staffel 2, Folge 3: So coache ich! Eltern berichten über ihre Erfahrungen! Heute: Baby 6 Monate alt13 Mar 202600:31:29

Herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von „Wissen schafft Babyschlaf“!

Heute habe ich eine besondere Folge für euch. Eine Mutter, die mein Schlafcoaching durchlaufen hat, berichtet offen von ihren Erfahrungen.

Wir sprechen darüber, wie die Nächte mit ihrem 6 Monate alten Baby vor dem Coaching für sie waren, welche Sorgen sie am Anfang hatte und was sich im Laufe unserer Zusammenarbeit verändert hat. Sie teilt ehrlich, was ihr besonders geholfen hat und wie sich der Schlaf ihres Babys und ihr eigener verbessert hat. Diese Folge gibt dir einen authentischen Einblick in ein Schlafcoaching aus Sicht einer Mama.

Diese Folge ist für dich, wenn:

- Dein Baby oder Kleinkind nachts häufig aufwacht

- Du dich erschöpft fühlst und nach Lösungen suchst

- Du über ein Schlafcoaching nachdenkst

- Du hören möchtest, wie andere Eltern diesen Weg erlebt haben

Hinweis: Jedes Baby ist individuell. Die Erfahrungen dieser Familie sind persönlich und lassen sich nicht 1:1 auf jede Situation übertragen.

Viel Spaß beim Hören!

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Staffel 2, Folge 2: Kitaschlaf - drei Kinder, drei Rhythmen, eine Struktur!06 Mar 202600:22:10

In der heutigen Folge spreche ich über den Dauerbrenner: Kita-Schlaf.

Drei Kinder, drei Rhythmen, aber nur eine Struktur!

Die Kita startet um 8:00 Uhr - aber Kinder starten nicht alle mit demselben inneren Takt. In dieser Episode bekommst du einen praxisnahen Blick darauf, warum der Kita-Alltag oft ein "Einheitsmodell" vorgibt, was das mit Schlaf macht - und wie du als Elternteil Struktur schaffen kannst, ohne dein Kind passend zu machen.

Du hörst drei typische Alltagsgeschichten (10 Monate, 19 Monate und ca. 3 Jahre) und bekommst klare, alltagstaugliche Strategien für:

- Schlafzeiten in der Kita

- Abholzeit & Übergang in den Abend

- späte Abende, Übermüdung, "drüber sein"

- Gespräche mit der Kita (Wecken, Ruhezeit, Mini-Schlaf)


Für wen ist diese Folge besonders hilfreich?

- wenn dein Kind abends plötzlich extrem spät einschläft

- wenn ihr nach der Kita "Chaos am Abend" habt

- wenn die Kita sagt: "Bei uns schlafen alle um 12"

- wenn du zwischen Rhythmus deines Kindes und Kita-Struktur festhängst


Mini-Checkliste für heute:

- Nach der Kita: runterfahren statt aufdrehen

- Abendessen früh genug

- Abendritual gleich und ruhig

- Schlaf in der Kita: Dauer klären (und ggf. Wecken vereinbaren)

- Kein spätes Nachschlafen/ Auto-Schlaf am Nachmittag


Viel Spaß beim Hören!


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Staffel 2, Folge 1: Mitmachfolge: Dauernuckeln - ein Fall aus der Community25 Feb 202600:38:20

Herzlich Willkommen zu Staffel 2 des Podcasts "Wissen schafft Babyschlaf"

In der heutigen Folge spreche ich über einen Fall aus der Community. Unter Anderem geht es um Fragen wie:

- Gibt es am Tag genug wache Milchmahlzeiten?

- Wie viele Mahlzeiten braucht das Kind noch in der Nacht?

- Liegt die Beikost eher bei "snackig" oder ist sie energiereich (Fett/Eiweiß)?

- Was ist eure echte Aufwachzeit - erstes Wachwerden oder wirklich "Tag beginnt"?

- Wie ist euer Abend: Liegt euer Kind lange im Bett, bevor ihr wirklich da seid?

- Entwicklung: Fremdeln, Zahnen, Trennungssensibilität - ist gerade mehr Nähebedarf?

- Rhythmus: beachte die Wachfenster, vor allem das letzte, regelmäßig zu lang?

- Stilltechnik: Gibt es Hinweise auf heftigen Milchspendereflex (viel Auslaufen, kurzes häufiges Trinken, deutliches Schlucken, häufiges Abdocken)? - Dann die Stillberatung prüfen.


Wenn ihr diese Punkte sortiert, seid ihr schon so viel weiter.

So. Das war die Mitmachfolge. Wenn du willst, schreib dir den Merksatz auf - und hör mal, ob das bei euch irgendwo passt.


Viel Spaß beim Hören!


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Folge 15 - Babyschlaf, alles eine Frage der Reife?27 Jun 202500:45:38

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über ein Themenwunsch von euch, unter anderem geht es um:

  • Kann man denn was zum Thema Schlaf beeinflussen und fördern, oder ist alles hoffnungslos weil Dein Baby noch nicht reif genug ist?💞
  • Wir haben wieder Beispiele aus der Praxis 💞
  • Do's, Dont's & Tipps


Von 💞 viel Spass beim Hören.


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Folge 14 - Community Frage: Baby 3/4 Monate, schläft am Tag nur 30Minuten13 Jun 202500:41:43

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über ein Themenwunsch von euch, unter anderem geht es um:

  • Was kannst Du machen, wenn Dein Baby immer nur 30 Minuten am Tag schläft?💞
  • Es abands vor dem Schlafen gehen weint?💞
  • Do's, Dont's & Tipps💞


Von 💞 viel Spass beim Hören.


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Folge 13 - Ein Geschwisterkind ist da, die neue Einschlafsituation30 May 202500:34:42

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über:

  • Erfahrungen aus der Praxis 💞
  • Fragen von euch💞
  • Do's, Dont's & Tipps


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Folge 12 - Hilfe, mein Kind wehrt sich gegen den Schlaf16 May 202500:29:57

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über:

  • Was bedeutet wehren? Beispiele wie es aussehen kann wenn sich dein Baby gegen den Schlaf wehrt und was steckt dahinter? 💞
  • Wie kannst du darauf reagieren, und auch auf das was dahinter steckt. 💞
  • Do's & Dont's


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Folge 11 - Mythos Sicherheitscheck - Die Angst vor dem Säbelzahntiger02 May 202500:30:52

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über:

  • Wie Fehlinformationen zu Schlafstörungen führen können (zwei Beispiele dazu)💞
  • Trennungsängste (ab Min. 11)💞
  • Weitere Gründe für das Erwachen (ab Min. 12) 💞
  • Mythos Sicherheitscheck aufgedeckt (ab Min. 13)💞
  • emotionale Belastungen & das Aufwachen (ab Min. 15:20)
  • Check-up Instagram Posts - dient es mir oder nicht? (ab Min. 19)


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Folge 10: Meditation Babyschlummer und Herzenswärmer 18 Apr 202500:07:03

Heute haben wir eine andere Podcast-Folge für Dich!

  • Es geht um Präsenz 💞
  • Es geht um eine entspannte Haltung voller Zuversicht beim Einschlafen Deines Kindes oder auch am Tag in herausfordernden Situationen 💞


💞Von 💞 viel Spass beim Hören.


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Folge 9: Der erfolgreiche Umzug ins eigene Zimmer & Bett - How to do 04 Apr 202500:44:23

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über:

  • Über den richtigen Zeitpunkt 💞
  • Was Du tagsüber dafür tun kannst 💞
  • Voraussetzungen, die Du schaffen solltest 💞


✨ Wir haben alles für Dich zusammengestellt, was Du aus - unserer Sicht - wissen musst, um deinem Kind einen erfolgreichen und vor allem auch liebevollen Umzug ins eigene Zimmer und Bett zu ermöglichen.✨

Von 💞 viel Spass beim Hören.


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Folge 8: Gut schlafen im Familienbett 21 Mar 202500:29:03

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über:

  • Wie schaffst Du eine sichere Schlafumgebung? 💞
  • Checkliste Sicherheit 💞
  • Weg von der Dynamik bin im Bett (wie Hopsen, Tragen, usw.) hin zu Ruhe & Geborgenheit 💞
  • Hunger & Sättigung - häufiges Stillen im Familienbett 💞
  • 💞💞 Von selbst einschlafen vs. alleine einschlafen 💞💞


✨Gerade die Aussage: "Mein Baby muss lernen alleine einzuschlafen", sorgt immer wieder für großes Leid. Wir schaffen Abhilfe und klären - wie immer - gerne auf.✨

Von 💞 viel Spass beim Hören.


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Folge 7: Dauernuckeln erfolgreich abgewöhnen07 Mar 202500:58:47

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über:

  • Grundmuster nach Alter - Was bedeutet "Dauernuckeln" für ein Neugeborenes, 4-6 Monate altes Baby und ab 6 Monate 💞
  • "Darf" denn an der Brust "geschnullert" werden? 💞
  • 3 Impulse um das Dauernuckeln zu beenden 💞
  • Eine Schlaf-Fall-Frage von euch 💞💞


✨Über das Clustern sprechen wir auch und hoffen Du hast genauso viel Spaß mit der Folge, wie wir beim Einsprechen✨


Hier sind noch hilfreiche Links zum Thema Stillen:

https://www.lalecheliga.de/

https://www.bdl-stillen.de

https://www.afs-stillen.de/fuer-muetter/eine-stillberaterin-finden/

https://www.stillen-institut.com/de/qualifikationen-in-der-stillberatung.html


Von 💞 viel Spass beim Hören.


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Die im Podcast "Wissen schafft Babyschlaf" von Bianca Niermann und Marie-Christin Casanova besprochenen Tipps und Ratschläge basieren auf fundierter Erfahrung und Fachwissen im Bereich Schlafcoaching für Babys und Kleinkinder. Sie dienen jedoch ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung oder medizinische Diagnose. Jede Familie und jedes Kind ist einzigartig, daher können die beschriebenen Methoden und Anweisungen unterschiedlich wirken. Die Moderatorinnen und Gäste haften nicht für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch die Anwendung der im Podcast gegebenen Ratschläge entstehen könnten. Bei spezifischen gesundheitlichen Fragen oder Problemen wird empfohlen, einen qualifizierten Kinderarzt oder eine andere Fachperson zu konsultieren.

Folge 6: Heute bringt der Papa dich ins Bett - So gelingt das Einschlafen mit Papa28 Feb 202500:43:53

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über:

  • Probleme beim Einschlafen mit Papa und die wir in der Praxis gelöst haben 💞
  • Was die Ursachen sein können 💞
  • Und Lösungswege, die euch definitiv helfen werden 💞


✨Wir werfen einen ganz kurzen Blick auf die Bindungstheorie. Beschreiben Herausforderungen beim Schlafengehen mit Papa, wie Du ihnen begegnen und natürlich wie Du sie lösen kannst. ✨

Von 💞 viel Spass beim Hören.


✉️ Wir freuen uns auf über Fragen, Anregungen oder Themenwünsche per Mail:

hallo@mariecasanova.de

Niermann@schlafcoaching-niermann.de


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Disclaimer

Die im Podcast "Wissen schafft Babyschlaf" von Bianca Niermann und Marie-Christin Casanova besprochenen Tipps und Ratschläge basieren auf fundierter Erfahrung und Fachwissen im Bereich Schlafcoaching für Babys und Kleinkinder. Sie dienen jedoch ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung oder medizinische Diagnose. Jede Familie und jedes Kind ist einzigartig, daher können die beschriebenen Methoden und Anweisungen unterschiedlich wirken. Die Moderatorinnen und Gäste haften nicht für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch die Anwendung der im Podcast gegebenen Ratschläge entstehen könnten. Bei spezifischen gesundheitlichen Fragen oder Problemen wird empfohlen, einen qualifizierten Kinderarzt oder eine andere Fachperson zu konsultieren.

Folge 5: Was ist bedürfnisorientiertes Schlafen?14 Feb 202500:51:50

In der heutigen Podcast - Folge sprechen wir über:

  • Was sind Bedürfnisse überhaupt💞?
  • Deine Bedürfnisse vs. die Bedürfnisse Deines Kindes 💞.
  • Es gibt mehr Bedürfnisse als Tragen, Stillen und das Schlafen im Familienbett 💞.

Wir schauen uns die vier Grundpfeiler der Bedürfnisse an und wie wir Sie am Tag und in der Nacht bedienen können.


Von 💞 viel Spass beim Hören.


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