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Explore every episode of the podcast Wirtschaft im Osten
Dive into the complete episode list for Wirtschaft im Osten. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
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| Kapital für Startups und Mittelstand | 06 Jul 2026 | 00:50:39 | |
Es geht um Geld, um Eigenkapital für Gründer und Startups und für mittelständische Unternehmen. Geld, damit sie weiter wachsen können.
Unternehmen in diesem Prozess zu unterstützen, ist der Auftrag der Leipziger CFH Management GmbH.
Das ist die zentrale Beteiligungsgesellschaft in Sachsen, die seit gut dreißig Jahren mit ihren Partnern und dem Freistaat gezielt in zukunftsträchtige Unternehmen investiert.
Damit spielt sie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Denn der ökonomische Fussabdruck kann sich sehen lassen.
Allein über den WMS, den Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen, hat die CFH Unternehmen begleitet,
die für über sieben tausend Arbeitsplätze und einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro stehen.
Unter anderem darüber spreche ich mit Harald Rehberg, einem der drei Geschäftsführer der CFH Management GmbH.
Er ist ein ausgewiesener Experte im Beteiligungsgeschäft, insbesondere in der strategischen Wachstumsbegleitung von Unternehmen und darüberhinaus stellvertretender Vorstandssprecher des Bundesverbandes Beteiligungskapital.
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| Perspektiven für Sachsen-Anhalt | 28 Jun 2026 | 00:43:45 | |
Marco Langhof, Arbeitgeberpräsident in Sachsen-Anhalt, zieht im Gespräch mit "Wirtschaft im Osten" eine sehr differenzierte Bilanz: auch wenn sich die Stimmung in der Wirtschaft nach Studien leicht aufhelle, sei das durch Konsolidierung, Stellenabbau und eine Industrie, die unter den höchsten Energiekosten aller Bundes-länder leide, hart errungen.
Im Ranking der energieintensivsten Industrien nach Bundesländern stehe Sachsen-Anhalt auf Platz zwei. Die meisten Arbeitsplätze hingen an energieintensiven Branchen.
Gleichzeitig sieht Langhof in Sachsen-Anhalt enormes Potenzial, das bislang häufig unterschätzt werde. Es verfüge über die produktivste Landwirtschaft Deutschlands, große Lithiumvorkommen, über die kaum jemand rede, und in Cochstedt das Drohnenerprobungszentrum. Hier gelte es, Wertschöpfung zu vertiefen und neue Produkte zu entwickeln.
Von besonderer Bedeutung seien die Industriestandorte. Sachsen-Anhalt sei Chemieland mit einem erheblichen Teil der Wertschöpfung. Berücksichtigen müsse man auch, dass es im Bundesland keine Konzernzentralen gebe. So würden eben die Entscheidungen „nicht hier“ getroffen. „Das würde uns natürlich enorm helfen, auch nur eine einzige davon hier zu haben“, sagt Langhof.
Daher sei es wichtig, dafür sorgen, dass die Entscheidungen, die anderswo getroffen würden, auf günstige Rahmenbedingungen träfen. Es gehe um die Frage, tauge der Standort Sachsen-Anhalt oder nicht, und da dürfe man nicht verlieren.
Im Wettbewerb der Hochlohnstandorte gegen die Bestlohnstandorte müsse man die richtigen Randbedingungen formen und an den Energiepreisen arbeiten. Auch die Frage der Innovationsentwicklung müsse man beantworten. So gehe es um eine geschickte Verknüpfung von Wissenschaft und Innovation und die Herausforderung, kleine Unternehmen groß zu machen.
Schließlich gebe es in Sachsen-Anhalt eine Reihe von Unternehmen mit mehreren tausend Beschäftigten, die „ganz still und bescheiden vor sich hingewachsen“ seien. Das müsse man vervielfältigen.
Auch wenn Intel nicht geklappt habe, habe man es geschafft, sich auf die Weltkarte der Technologie zu beamen. Dass Intel den Standort schon mal für gut befunden habe, zeige, was das Land tun könne.
Von der Bundespolitik zeigt sich Langhof enttäuscht. Scharf kritisiert er die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung seines Bundeslandes, gerade in Bezug auf die bevorstehende Landtagswahl. Gezielte Investitionen seien wünschenswert gewesen, doch nichts dergleichen sei zu sehen.
Zur Wahl selbst warnt Langhof vor wirtschaftsfeindlichen Tendenzen an den politischen Rändern. Besonders kritisch sieht er die AfD-Position zu einer sogenannten kulturfremden Arbeitsmigration. Wenn „das zur Politik werden würde, dann hätten wir tatsächlich ein großes Problem“, erläutert Langhof.
Eine Wahlempfehlung gibt er als Verbandspräsident nicht ab, doch sein Wunsch ist klar: schnell eine handlungsfähige, fachkompetente und wirtschaftsfreundliche Regierung, ohne lange Hängepartien und ohne Beteiligung von Extremisten.
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| Mehr Wertschätzung für Unternehmertum | 13 Jun 2026 | 00:48:30 | |
Fehlende Wertschätzung für Unternehmertum, ein negatives Kapitalismusbild und ausgeprägte Bildungs-lücken, das diagnostiziert der Präsident des Unternehmerverbandes Sachsen, Dietrich Enk, im Podcast-Gespräch mit „Wirtschaft im Osten“.
Unternehmertum als Basis der Gesellschaft werde nur unzureichend verstanden. Er selbst mache oft die Erfahrung, dass Unternehmertum abgelehnt oder gar unter Verdacht gestellt werde, insbesondere bei Behörden. Das sei ein Kernproblem.
Der Leipziger Unternehmer Enk halte dies auch für eine Sozialisationsfrage, und wie unsere Wohlstands-gesellschaft auf Unternehmertum blicke. Gerade im Kontakt mit Behörden komme man da schnell zu Verständnisproblemen.
Foto Dietrich Enk © Raphael Heimann
Die Lage der kleinen und mittleren Unternehmen in Sachsen und Ostdeutschland ist nach Einschätzung des Verbandspräsidenten auf einem Tiefpunkt angelangt. Lieferkettenprobleme, gestiegene Energiepreise und eine schwache Auftragslage träfen gleichzeitig aufeinander.
Mit der aktuellen Politik geht Enk hart ins Gericht. Die Kosten der Arbeit, insbesondere für den Mittelstand und die KMUs, seien ausgeartet, müssten mindestens um 30 % gesenkt werden. Viele Unternehmer würden eine Politik wahrnehmen, die zum Selbstzweck geworden sei, sich nur um sich selbst drehe und die Bedürfnisse der Unternehmen verkenne. Das halte er für ein regelrechtes Kulturproblem.
Um als Wirtschaftsnation wieder zukunftsfähig zu werden, müssten althergebrachte Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen auf den Prüfstand, wenn sie zum Selbstzweck verkommen seien.
Man müsse Dinge eher auf Zeit betrachten. Investitionen in einem Unternehmen mache man ja auch mit dem Ziel, in einigen Jahren etwas zu erreichen, und sich nichts ans Bein zu binden, was einen Jahrzehnte blockiere.
Damit hätten die Deutschen, so Enk, ein totales Thema, flexibler zu sein und auch etwas selbstloser. Schließ-lich sei er vor fast dreißig Jahren Unternehmer geworden mit Gedanken an Freiheit und Marktwirtschaft.
Ein unerwartet offenes Gespräch über Grundsatzfragen von Haltung, Verantwortung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
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| Thüringer Automobilwirtschaft | 05 Jun 2026 | 00:44:51 | |
Die Thüringer Automobilzulieferbranche steckt tief in der Transformation. Was als Branchenkrise begann, ist längst zu einer Standortkrise geworden, so die Diagnose von Rico Chmelik, dem Geschäftsführer von Automotive Thüringen e.V., dem Netzwerk und Innovationscluster der Thüringer Zulieferindustrie.
Bei „Wirtschaft im Osten“ spricht Chmelik über die stagnierende Investitionsbereitschaft, den Druck durch Energie- und Personalkosten und neue Wachstumsfelder in der Verteidigungs- und Batteriewirtschaft.
Allerdings sei der Übergang vom Fertigungs- zum Wissensstandort, das entscheidende Thema der nächsten zehn Jahre. Ob man in der Lage sei, das zu schaffen. Ob man Wohlstand weiter erreichen könne, aufbauen könne, oder ob Wohlstand abnehmen werde. Das sei die große Frage, die sich auch viele Beschäftigte und natürlich die Geschäftsleitungen stellten.
Dabei sei Thüringens stärkste Ressource die Köpfe seiner Menschen.
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| Johann Sebastian Bach - die Marke | 22 May 2026 | 00:52:18 | |
Es geht um den berühmtesten Komponisten der Musikgeschichte, Johann Sebastian Bach.
Auch Bach hat etwas mit der Wirtschaft im Osten zu tun. Er ist seit 300 Jahren Botschafter und Marke, Repräsentant und Wirtschaftsfaktor, weit über seine Heimatregion hinaus.
Er ist ein internationaler Superstar. Über seine Popularität, das Geschäftsmodell und die Strahlkraft des großen Komponisten spreche ich mit dem renommierten Bach-Experten und Intendanten des Leipziger Bachfestes, Prof. Dr. Michael Maul.
Er sieht Johann Sebastian Bach als starke, nachhaltige Marke aus Mitteldeutschland, jahrhunderte alt und noch immer auf Wachstumskurs.
Mauls Vision für Leipzig: spätestens zum 350. Geburtstag von Bach im Jahre 2035 ein neuer, perfekter Saal, der auch den Namen des bedeutenden Musikgenies trägt.
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| Öffentliche Infrastruktur stärken | 15 May 2026 | 00:38:41 | |
Deutschland muss was tun, um wieder Schritt zu halten. Nicht nur die Infrastruktur ertüchtigen, sondern auch die Standortqualität für Unternehmensansiedlungen und für die Bürger die Daseinsvorsorge. Es sei auch ein demokratisches Problem, wenn die Daseinsvorsorge vor Ort nicht funktioniert, dann erodiere auch das Vertrauen in den Staat. So beschreibt es Dr. Oliver Rottmann bei „Wirtschaft im Osten“.
Er ist Infrastrukturexperte und geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzen-trums öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge (KOWID) an der Universität Leipzig. Rottmann forscht zu kommunalen Finanzen, öffentlich-privaten Partnerschaften und der Frage, wie Deutschland seine Infrastruktur endlich zukunftsfest machen kann.
Der Einsturz der Carolabrücke in Dresden, Sanierungsbedarf bei öffentlichen Gebäuden, die Dauerpanne bei der Deutschen Bahn – das zeigt: was jahrzehntelang als trockenes Verwaltungsthema galt, ist zur handfesten Zukunftsfrage geworden.
Allein auf kommunaler Ebene beläuft sich der Investitionsrückstand laut KfW-Kommunalpanel auf über 215 Milliarden Euro. Was läuft falsch? Und vor allem: Was muss jetzt passieren? Darüber sprechen wir ausführlich.
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| Moderne Arbeitswelt | 08 May 2026 | 00:35:44 | |
Mit der deutschen Wirtschaft steht auch der Arbeitsmarkt unter neuem Druck.
Digitalisierung, künstliche Intelligenz und weiter Fachkräftemangel, wie sieht sie heute aus, die moderne Arbeitswelt? Wie führt man Teams sicher durch den Wandel, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren?
Fundierte Antworten und alltagstaugliche Beratung dazu liefert ein kleines Unternehmen aus Leipzig, das aber in der obersten Liga der Strategieberatung in Deutschland spielt.
Mit Lydia Zillmann von AviloX spreche ich über Unternehmens- und Leistungskultur, werfe einen kritischen Blick auf New Work, und wir diskutieren, warum Unternehmenskultur in Krisenzeiten kein nettes ‚Add-on‘ sein darf, sondern einen klaren Zweck erfüllen muss.
Warum wir eine echte Leistungskultur brauchen, die Menschlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit vereint. Und warum ausgerechnet der Osten Deutschlands als ‚Labor der Moderne‘ eine Vorreiterrolle beim mutigen Anpacken neuer Strukturen einnehmen kann.
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| Europäische Metropolregion Mitteldeutschland | 25 Apr 2026 | 00:34:45 | |
Wenn wir über Ostdeutschland sprechen, über die Wirtschaft in der Region und über Akteure,
die sich besonders für die Zukunft des Standortes einsetzen, dann muss man auch über die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland sprechen.
Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich die Mitglieder auf die Fahnen geschrieben.
Und damit ist die Metropolregion seit vielen Jahren das zentrale länderübergreifende Netzwerk von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Und eine wichtige MarketingMaschine für die Region, wie es der Geschäftsführer der Metropolregion, Jörn-Heinrich Tobaben, ausdrückt, mit dem ich über die Arbeit und einige Zukunftsprojekte des Verbandes, wie die Nutzung von Wasserstoff, gesprochen habe.
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| TRAILER | 24 Mar 2026 | 00:01:07 | |
Wirtschaft im Osten, das ist unser Podcast zum Wirtschaftsstandort Ostdeutschland. Hier geht es vor allem um Chancen, die häufig genug im Schatten der breiten Öffentlichkeit bleiben. Natürlich wollen wir informieren und inspirieren. Und auch motivieren, hinzuhören, was sich heute tut in den ostdeutschen Bundesländern.
Zweimal im Monat sprechen wir mit Menschen aus Unternehmen, aus der Wissenschaft, aus Verbänden und der Politik. Und mit Gründern über ihre Ideen für eine gute Zukunft.
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| Oberbürgermeisterwahl in Leipzig | 23 Mar 2026 | 00:46:39 | |
Natürlich ist es noch früh, und dennoch ist es nur noch ein knappes Jahr bis zur Oberbürgermeisterwahl in Leipzig am 21. Februar 2027.
Wenn auch von der Öffentlichkeit noch weitgehend unbemerkt, bereiten sich die Parteien bereits intensiv auf diesen Termin vor. Die ersten Kandidaten sind nominiert, die anderen Parteien werden das in den nächsten Wochen und Monaten ebenfalls tun.
Was sind die Rahmenbedingungen für die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig? Wer hat Chancen, wie müssen die Kandidaten sein, um die Wahl für sich zu entscheiden? Was erwarten Wählerinnen und Wähler, und welchen Einfluss haben die Landtagswahlen und der bundespolitische Trend?
Darüber habe ich mit dem Politikwissenschaftler und Wahlforscher Dr. Hendrik Träger von der Universität Leipzig gesprochen. Er analysiert die Ausgangslage und erklärt die politische Stimmung in Leipzig. In einer Stadt, die stark fragmentiert ist.
Gerade weil der bisherige Amtsinhaber, Oberbürgermeister Burkhard Jung von der SPD, 20 Jahre im Amt, nicht erneut antritt, könnte das Rennen besonders offen sein. Der Bundestrend, das zeigen bereits die ersten Landtagswahlen in diesem Jahr, kann auch die Oberbürgermeisterwahl in Leipzig entscheiden.
Auf jeden Fall ist sie spannendste Oberbürgermeisterwahl seit Jahrzehnten.
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| Lotto-Millionen fürs Gemeinwohl | 13 Mar 2026 | 00:34:54 | |
Zu allen Zeiten spielen Menschen Lotto. Ein Glücksspiel und ein Spiel fürs Gemeinwohl. Auch bei Sachsenlotto geht es um mehr als spielen und gewinnen. Denn die staatliche Lotteriegesellschaft ist Traditionsunternehmen und Wirtschaftsfaktor im Freistaat Sachsen. Und dabei dienen die Einnahmen eben nicht nur der Erfüllung privater Träume, sondern fließen maßgeblich ins Gemeinwohl. Millionen für die Gesellschaft, für Sport, Kultur und viele soziale Projekte.
Mit Frank Schwarz, dem Geschäftsführer der SLG, der sächsischen Lotto GmbH, habe ich hinter die Kulissen von Sachsenlotto geschaut und mit ihm über ökonomischen Erfolg und soziale Verantwortung gesprochen.
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| OWF-Gründer Nehring: den Osten zur Pionierregion machen | 27 Feb 2026 | 00:51:56 | |
Frank Nehring, Verleger sowie Gründer und Präsident des Ostdeutschen Wirtschaftsforums OWF beschreibt die aktuelle wirtschaftliche Lage in Ostdeutschland als einen Aufholprozess, der momentan aufgrund der allgemeinen Stagnation in Deutschland etwas ins Stocken geraten ist. Zwar konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Erwerbstätigen gesteigert werden, doch der Weg zur vollständigen Angleichung bleibe herausfordernd. Besonders die chemische Industrie leide massiv unter den hohen Energiepreisen, während der Maschinenbau
leichte Hoffnungssignale durch gefüllte Auftragsbücher sende.
Ein wesentliches strukturelles Hemmnis bleibe das Fehlen von Konzernzentralen und der damit verbundenen Forschung und Entwicklung. Die ostdeutsche Wirtschaft sei nach wie vor extrem kleinteilig geprägt. Gleichzeitig verfügten diese Firmen noch immer über keinen großen Kapitalstock, und eine über Generationen gewachsene Familientradition fehle.
In diesem Zusammenhang thematisiert er auch eine kulturelle Hürde: Der Wachstumsbegriff sei oft nicht Teil der „Basis-DNA“ vieler Unternehmer, da viele Betriebe ursprünglich eher zur persönlichen Existenzsicherung als zur Expansion gegründet worden seien.
Trotz dieser Defizite gebe es bedeutende Lichtblicke durch Großansiedlungen. Unternehmen wie Tesla in Brandenburg, CATL in Thüringen oder TSMC in Sachsen, die als technologische Anker wirkten.
Um die Region voranzubringen, plädiert Nehring dafür, Ostdeutschland als „Zukunftslabor“ zu begreifen. Er unterstütze Initiativen der ostdeutschen Ministerpräsidenten, die Region als Testfeld für schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren zu etablieren, ähnlich den Sonderregeln in der Nachwendezeit. Ziel sei es, zur „Pionierregion“ zu werden, anstatt in einem rückwärtsgewandten „Gerechtigkeitsdisput“ oder einer Opferrolle zu verharren.
Eine zentrale Rolle spiele dabei die Vernetzung wie das Ostdeutsche Wirtschaftsforum (OWF). Solche Plattformen dienten nicht nur dem politischen Diskurs, sondern schafften durch persönliche Begegnungen konkrete Impulse für Kooperationen zwischen Start-ups, Finanziers und etablierten Unternehmen.
Nehring betont, dass die ostdeutschen Länder selbst aktiver werden müssten, anstatt nur auf Unterstützung durch die Bundesregierung zu warten. Eine positive Grundstimmung und die Besinnung auf die besondere Verbundenheit im Osten seien entscheidend, um die Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern.
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| Highlight im Osten - Stadthafen Leipzig | 09 Feb 2026 | 00:19:56 | |
In dieser Folge von ´Wirtschaft im Osten´ schauen wir auf ein touristisches Projekt, eines, das überrascht und zu einem besonderen Aushängeschild, zu einem Highlight werden könnte.
Leipzig bekommt in wenigen Monaten einen Hafen, und zwar mitten in der Stadt. Nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt. Noch vor dem Sommer soll es so weit sein, dann steht die Eröffnung an.
Ein alter Plan soll dann Wirklichkeit, und der Hafen ein Ausflugsziel und Treffpunkt werden. Mit zahlreichen gastronomischen Angeboten.
Ich habe mit dem Betreiber des Leipziger Stadthafens gesprochen. Manche kennen ihn noch als ehemaligen Weltklassekanuten und Olympioniken, den Leipziger Unternehmer Jan Benzien.
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| Zeitbombe Rentenversicherung | 27 Oct 2025 | 00:39:27 | |
Geht es um die Rente, brodelt es in der Regierungskoalition. Und nicht nur dort, auch in der Wirtschaft und bei der jungen Generation. Zurecht kocht die Debatte über eine generationengerechte Rente und über die Finanzierung des Systems hoch.
Zu lange hat sich die Politik in den letzten Jahrzehnten um Reformen gedrückt, zu hoch dürften in den nächsten Jahren Rentenbeiträge und Zuschüsse steigen.
Zum Schaden der Jungen und zu Lasten des Bundeshaushalts. Und gleichzeitig geht es um eine faire Verteilung und eine auskömmliche Versorgung der Rentner.
Darüber habe ich mit Professor Joachim Ragnitz vom ifo Institut, der Niederlassung in Dresden, gesprochen. Er nennt die fehlenden Reformen einen eklatanten Fall von Politikversagen. Seit langem beschäftigt er sich mit den längst überfälligen Reformen und hat auch ganz aktuell in einer neuen Studie Vorschläge vorgelegt.
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| Ostdeutsches Energieforum 2025 | 29 Sep 2025 | 00:48:54 | |
Wie weiter mit dem (Energie-)Standort Deutschland?
Das Eröffnungspodium des Ostdeutschen Energieforums
So war die Eröffnungsdiskussion des 14. Ostdeutschen Energieforums überschrieben, das am 23. und 24. September in Leipzig stattfand.
Auf der Leitkonferenz zur Energiepolitik in Ostdeutschland diskutierten namhafte Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
Peter Reitz, der CEO der EEX, der European Energy Exchange AG, die auch die größte Strombörse der Welt ist, hatte das Panel mit einer Keynote eröffnet.
Die Moderation hatte die Journalistin Andrea Thilo.
„Wirtschaft im Osten“ dokumentiert hier die Diskussionsrunde.
Diskussion mit:
Peter Reitz, Vorsitzender des Vorstands der European Energy Exchange AG
Dr. Lars Greitsch, Geschäftsführer der Mecklenburger Metallguss GmbH
Michael Kellner, MdB, Energiepolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Peter Reitz, Vorsitzender des Vorstands der European Energy Exchange AG
Bodo Rodestock, Vorstand Finanzen, Personal & IT der VNG AG
Karsten Rogall, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Gruppe und kaufmännischer Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke
Moderation: Andrea Thilo, Journalistin, Moderatorin, Trainerin
Support: bmk.media
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| Energiewende muss auch Bezahlbarkeit in den Fokus nehmen | 18 Sep 2025 | 00:28:06 | |
Ostdeutschland sei bei der Energiewende weiter Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien. Die Erzeugungsleistung übersteige teilweise den lokalen Bedarf. Nach wie vor sei der Überschuss an grüner Energie aber ein Wettbewerbsvorteil für die Ansiedlung von Unternehmen, die auf nachhaltige Energie angewiesen seien.
Darüber habe ich mit Dr. Stephan Lowis, dem Vorstandsvorsitzenden der envia Mitteldeutsche Energie AG, dem führenden regionalen Energiedienstleister in Ostdeutschland in meinem Podcast „Wirtschaft im Osten“ gesprochen.
Allerdings seien die Netzanschlüsse zu einer knappen Ressource geworden. Daher sei eine netzfreundlichere Sortierung von Erzeugern und Verbrauchern notwendig.
Weiterhin wünschenswert seien politische Rahmenbedingungen zur Lösung dieses Problems und eine langfristig stabile Gesetzgebung für den Infrastrukturausbau.
Ferner seien in den letzten Jahren Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit etwas aus dem Fokus geraten. Das dürfe man nicht aus den Augen verlieren. Klimaschutz, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit seien gleichgewichtig, und darauf lege die Bundesregierung den richtigen Fokus.
Im Vorfeld des 14. Ostdeutschen Energieforums am 23. und 24. September 2025 in Leipzig sagte Lowis, das Energieforum halte er für ein wichtiges Konferenzformat,
weil man gut ins Gespräch komme.
Auch gerade für junge Leute sei es ein Format, bei dem man mit der Praxis in Berührung kommen könne. Er sehe darin einen großen Sinn und unterstütze das.
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| Wie die Autoindustrie Deutschlands Verteidigung stärken kann | 14 Sep 2025 | 00:32:29 | |
Ein Thema, das aufhorchen lässt, und das bisher kaum öffentlich diskutiert wird. Und auch für neuen Konfliktstoff sorgen könnte. Verstärktes Engagement der Autoindustrie im Sicherheits- und Verteidigungsbereich. Eine Chance, die Krise der Automobilwirtschaft, auch in Ostdeutschland, zumindest teilweise auszugleichen.
Sicherheits- und Verteidigungstechnik: da hat die deutsche Automobilwirtschaft nach Einschätzung von Dr. Christian Growitsch beste Voraussetzungen. Denn sie sei bereits Weltspitze im Bereich der hochqualitativen Massenfertigung, und für die Zeitenwende „brauchen wir genau diese Kompetenzen“, sagte mir der Geschäftsführer des Hamburg Institute for Innovation, Climate Protection and Circular Economy.
Mit ihm habe ich für „Wirtschaft im Osten“ über Konversion und Dual-Use Güter gesprochen. Über zivile Produkte, die auch für eine militärische Nutzung eingesetzt werden können. Ein altes Thema, das angesichts der heutigen Bedrohungen eine ganz neue Bedeutung bekommen hat.
Insbesondere in den Bereichen Elektromobilität, Sensorik und flexible Produktionssysteme könnten bestehende technologische Stärken und freie Kapazitäten genutzt werden, um schneller verteidigungsfähig zu werden.
Gleichzeitig bedürfe es kultureller und politischer Veränderungen, um diese Transformation zu unterstützen. Dazu seien unter anderem Netzwerke ziviler und militärischer Industrie und eine Anpassung der Beschaffungsprozesse notwendig.
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| ACOD Kongress 2025 | 09 Sep 2025 | 00:51:24 | |
„Die EU kann ihre Ziele jetzt an die Realität anpassen, oder sie riskiert eine ihrer erfolgreichsten Industrien zu gefährden.“
(Dr. Jens Katzek, ACOD-Geschäftsführer, zitiert Ola Källenius, den Vorstandsvorsitzenden der Mercedes-Benz Group AG und Präsidenten des Verbands der Europäischen Automobilhersteller)
„Es stellt uns vor Herausforderungen. Wir verlieren Arbeitsplätze, wie aber auch in ganz Deutschland.“
(Colette Boos-John, Wirtschaftsministerin Thüringen)
„Und auch im Vergleich, im europäischen Vergleich, ist es leider alles nicht positiv. Das ist die traurige und ehrliche Wahrheit.“
(Dr. Beate Baron, Abteilungsleiterin Industriepolitik, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)
„Gleichzeitig haben wir hier aber, wir sehen es hier am Standort, wir sehen es bei BMW, wir sehen es bei VW in Mosel, hochmoderne Werke.“
(Dirk Panter, Wirtschaftsminister Sachsen)
„Zum Beispiel sieben von zehn Elektrofahrzeugen, die in Deutschland fahren, sind von deutschen Herstellern. Ich glaube, das ist auf jeden Fall ein Erfolgserlebnis, und darauf sollten wir auch aufsetzen.“
(Petra Peterhänsel, Leiterin des BMW-Werks in Leipzig)
Expertenstimmen beim 18. ACOD Kongress, dem bedeutendsten Treffen von Branchenvertretern der Automobilwirtschaft in Ostdeutschland.
Dabei steht die deutsche Automobilindustrie weiter vor massiven Herausforderungen. Negative Wachstumsraten, Arbeitsplatzverluste, geopolitische Spannungen. Doch gleichzeitig liegen gerade im Osten Deutschlands mit seinen hochmodernen Werken enorme Potenziale.
Der 18. ACOD Kongress in Leipzig war erneut Plattform für die wichtigsten Themen: Attraktivität des Standorts Deutschland, Bürokratieabbau, Versorgungssicherheit, Energiekosten und Diversifikation.
Wie ist Ostdeutschland positioniert in der E Mobilität, Was sind die richtigen Fördersysteme, wie geht es weiter mit der Batterie- und Infrastrukturentwicklung, und welchen Einfluss haben die geopolitischen Konflikte?
Das sind einige der Fragen, die am 2. September 2025 im Porsche Experience Center in Leipzig diskutiert wurden. „Wirtschaft im Osten“ dokumentiert das Politikpodium. Mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Dirk Panter, der Wirtschaftsministerin aus Thüringen, Colette Boos-John, der Abteilungsleiterin Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Dr. Beate Baron, sowie der Leiterin des BMW-Werks in Leipzig, Petra Peterhänsel. Moderiert wird die Gesprächsrunde von Dr. Jens Katzek, dem Geschäftsführer des ACOD, dem Automobil Cluster Ostdeutschland.
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| Startups in Ostdeutschland | 22 Jul 2025 | 00:35:27 | |
Eric Weber betont das besondere Potenzial von Startups für Ostdeutschland.
Der Mitgründer und Chef des Leipziger SpinLab, einem der führenden Gründungszentren in Europa, hebt in „Wirtschaft im Osten“ die sehr gute Forschungs- und technologische Basis hervor, die im internationalen Vergleich auf Spitzenniveau sei.
Es gebe eine sehr hohe Dichte an Forschungseinrichtungen, so u.a. mit Dresden die patentstärkste Universität Deutschlands. Die öffentliche Infrastruktur für Gründer sei sehr gut aufgestellt, die öffentliche Förderung sei im Bundesvergleich „super“ und mehr als wettbewerbsfähig, mit vielen Förderprogrammen und staatlichen Angeboten.
Ostdeutschland zeichne sich durch Spezialisierung in bestimmten Themen aus. Jena steche im Bereich Optik und Licht hervor, während die Region Dresden besonders im Bereich Mikroelektronik ("Silicon Saxony") erfolgreich sei. Diese starken Wirtschafts- und Industriestandorte böten eine ideale Vorbedingung für eine erfolgreiche Startup-Branche.
Leipzig sei im Medizinbereich, Biotechnologie, Umwelt- und Energietechnik sehr attraktiv, da hier eine industrielle Basis, größere Akteure, Startups und eine spezialisierte Infrastruktur vorhanden seien.
Trotz vieler Stärken würde allerdings Potenzial bei der Verwertung von Forschungsergebnissen in Form von Ausgründungen liegengelassen, und es bräuchte deutlich mehr Spin-offs. Gleichzeitig gebe es eine geringere Zahl an Business Angels und privaten Wagniskapitalfirmen.
De. Eric Weber ist jedoch optimistisch und erwartet, dass sich die Zahl der Startups in den ostdeutschen Bundesländern in den nächsten Jahren deutlich erhöht, und auch die Kapitalinvestitionen steigen.
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| Christian Meyer-Landrut, Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe | 12 Jul 2025 | 00:55:41 | |
Die europäische Zusammenarbeit im Katastrophenschutz sei von besonderer und wachsender Bedeutung. Für Hilfsorganisationen sei das ein europäisches Thema. Darüber sprach Christian Meyer-Landrut, Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, in meiner neuen Ausgabe von „Wirtschaft im Osten“.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe sei auf europäischer Ebene bereits stark eingebunden. So u.a. bei der Übung länderübergreifender Katastrophenszenarien, wo die Johanniter teilweise die Koordination von EU-geförderten Einsätzen haben.
Meyer-Landrut sieht deutlichen Nachholbedarf in Deutschland im Vergleich zur europäischen Vorbereitung. Er kritisiert, dass der europäische Katastrophenschutzmechanismus in Deutschland bisher nur ein einziges Mal aktiviert worden sei.
Insgesamt ist die europäische Zusammenarbeit für Meyer-Landrut ein zentraler Pfeiler für eine höhere gesellschaftliche Resilienz, insbesondere angesichts zunehmender Naturkatastrophen und der Erkenntnisse aus dem Ukrainekrieg.
Mein Podcast stellt Christian Meyer-Landrut als Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe vor und beleuchtet gleichzeitig auch seine Rolle als Unternehmer in Thüringen und seine literarische Arbeit, die oft persönliche und familiäre Themen aufgreift.
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| Strukturwandel in Mitteldeutschland | 27 Jun 2025 | 01:03:45 | |
| Wirtschaft im Osten | 13 Jun 2025 | 00:34:45 | |
In diesem Interview bei "Wirtschaft im Osten" spricht Dr. Jens Katzek, Geschäftsführer des Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD), über die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Automobilbranche in Ostdeutschland.
Themen des Interviews:
Ostdeutschlands Vorreiterrolle in der E-Mobilität: Etwa zwei Drittel der in Ostdeutschland gefertigten Autos sind Elektroautos, und es gibt eine starke Mischung aus OEM- und Batterieherstellern. Werke wie VW Zwickau und BMW Leipzig hatten und haben Pionierfunktion.
Aktuelle Krisen und Herausforderungen: Dazu gehören der starke Wettbewerb aus China, die unklare Zollpolitik der USA, ein in Deutschland schrumpfender Heimatmarkt und hohe Energiepreise.
Wandel in der Förderpolitik für E-Mobilität: Katzek plädiert für einen Strategiewechsel weg von Kaufprämien hin zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
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