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Explore every episode of the podcast Was jetzt? – Spezial
Dive into the complete episode list for Was jetzt? – Spezial. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| "Der Wahlkreis": Ist das Establishment am Ende - oder kommt da noch was? | 24 Oct 2026 | 01:03:51 | |
Derzeit ist jede Wahl eine Anti-Establishment-Wahl: Gegen die da oben,
die immer schon an der Macht sind, die uns den ganzen Schlamassel
überhaupt erst eingebrockt haben. Von rechts gibt es diese Kritik seit
Jahren. Nun gibt es sie auch von links. Keine gute Zeit für Parteien der
Mitte – weder in Deutschland, noch sonst wo im Westen.
In der aktuellen Folge des Wahlkreis-Podcasts gehen unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch der Frage nach, wer das
Establishment eigentlich ist, warum man sich dort in bestimmten Dingen
lange so einig war, und wie es dazu kommen konnte, dass plötzlich alle
dagegen sind. Aber es gibt auch Hoffnung für die Gescholtenen:
Mitte-Politiker in den USA und dem Vereinigten Königreich gehen neue
Wege.
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| Hörtipp: Tatort Ostsee – Wer sprengte die Nord Stream Pipelines? (Staffel 2) | 17 Oct 2026 | 00:34:20 | |
Die Spur eines mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteurs führt in der zweiten
Staffel von Polen bis nach Kiew. Wer sprengte die Nord-Stream-Pipelines
in der Ostsee? Die Recherche von ARD, ZEIT und Süddeutscher Zeitung
beginnt in dieser Folge in Pruszków, eine Vorstadt von Warschau. Hier
soll Wolodymyr Z. mit seiner Familie gelebt haben – einer der Männer,
die nach Einschätzung der deutschen Ermittler die Pipelines in 80 Metern
Tiefe sabotiert haben sollen.
Auf der Segelyacht »Andromeda« hatten die Ermittler Sprengstoffspuren,
Haare und Fingerabdrücke gefunden. Ein Blitzerfoto führt zu einer Gruppe
ukrainischer Taucher. Gegen Wolodymyr Z wird ein Haftbefehl erlassen.
Doch bevor die polnischen Behörden ihn festnehmen können, ist er wieder
verschwunden.
Die nächste Folge von Tatort Ostsee erscheint am Mittwoch, 21.10.2026.
Alle Folgen finden Sie hier.
Host: Luisa Hommerich
Skript: Fritz Zimmermann
Recherche: Manuel Bewarder, Jörg Diehl, Florian Flade, Michael
Götschenberg, Georg Heil, Luisa Hommerich, Roman Lehberger, Holger
Stark, Holger Schmidt, Jörg Schmitt, Lina Verschwele, Fritz Zimmermann
Fact-Checking: Sascha Venor
Produktion: Sabine Korbmann, Mandy Tintner, Pune Djalilevand, Konrad
Winkler
Musik: Michael Dommes
Redaktion NDR: Lena Gürtler
Redaktion DIE ZEIT: Constanze Kainz
Juristische Beratung: Philipp Steinhübl (NDR) und Jörg Nabert (SZ)
Distribution: Nils Kinkel (NDR)
Der Podcast ist eine Produktion des Norddeutschen Rundfunks 2026.
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| Mama, wo bist du? (1/3) | 03 Oct 2026 | 00:29:32 | |
Rabbiatu Kuyateh ist vor über 30 Jahren aus Sierra Leone in die USA
geflohen. Sie ist Krankenschwester und hat zwei Jobs, einen tags und
einen nachts. Gemeinsam mit ihrem Sohn Mohamed Al Ghali hat sie vor
Kurzem ein Haus gekauft, in einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Maryland.
Dort leben sie gemeinsam mit Rabbiatus Eltern, die pflegebedürftig
sind.
Einmal im Jahr muss sich Rabbiatu bei der Einwanderungsbehörde ICE
melden, um ihren Aufenthaltsstatus zu verlängern. So auch am 1. Juli
2025. Mohamed begleitet sie dorthin. Aber dieses Mal kommt er alleine
zurück. Für Mohamed beginnt ein Kampf, der viele Monate dauern und über
mehrere Kontinente reichen wird. Er und Rabbiatu geraten in ein System,
das gerade Hunderttausende Familien zerreißt.
»Mohamed gegen ICE – ein amerikanischer Albtraum« ist eine Podcastserie
von Was jetzt? und dem Investigativressort der ZEIT.
Moderation, Skript und Recherche: Mounia Meiborg
Recherche: Yassin Musharbash, Martín Steinhagen, Kai Biermann, Sascha
Venohr, forbidden stories
Redaktion: Helena Schmidt und André Dér-Hörmeyer
Produktion und Sounddesign: Joscha Grunewald und Markus Gläser
Projektleitung: Constanze Kainz
Dank an: Andrea Böhm, Bastian Berbner, Hannah Grünewald, Celine Rolle,
Emma Möllenbrock
Euer Feedback und eure Gedanken zu dieser Serie könnt ihr uns gern
schreiben an wasjetzt@zeit.de
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| »Der Wahlkreis«: Weist Zohran Mamdani der Linken den Weg? | 26 Sep 2026 | 01:43:24 | |
Seit einem Dreivierteljahr ist Zohran Mamdani nun schon Bürgermeister
von New York, und die Faszination ist immer noch riesig: Ein Sozialist,
der die Finanzhauptstadt der USA regiert, ein Muslim im höchsten Amt der
Stadt, in deren Mitte der Ground Zero klafft – kann das gutgehen? Eignet
sich Mamdani vielleicht sogar als Vorbild für linke Parteien anderswo,
auch bei uns in Europa?
In der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts sprechen Robert Pausch und
Paul Middelhoff über das ideengeschichtliche Fundament des
Mamdani-Erfolgs, analysieren seine Regierungspraxis anhand von
Milliardärssteuer und Mietenstopp und beantworten die Frage, ob die
radikalen Positionen der Democratic Socialists of America, die dem
Bürgermeister zu seinem Wahlsieg verholfen haben, bloß eine Randnotiz
sind, oder eine Gefahr darstellen.
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| Spezial mit Jörg Schönenborn: »Viele von uns haben die AfD ein bisschen wie Tiere im Zoo betrachtet« | 18 Sep 2026 | 00:32:37 | |
An diesem Sonntag werden zwei Landesparlamente neu gewählt: zum einen
das Abgeordnetenhaus in Berlin, zum anderen der Landtag von
Mecklenburg-Vorpommern. Es sind zwei relativ kleine Bundesländer – doch
nach dem großen Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
könnte der Ausgang über die Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz
(CDU) entscheiden. Aber nicht nur die direkten politischen Auswirkungen
der Wahlen sind von Bedeutung. Beide Bundesländer könnten auch einen
Blick in die Zukunft des deutschen Parteiensystems bieten.
In Berlin lagen in den jüngsten Umfragen vor der Wahl vier Parteien nahe
beieinander: die Linkspartei, die CDU, die Grünen und die AfD – alle
etwa zwischen 23 und 17 Prozent. Auch in der Vier-Millionen-Stadt gibt
es eine Art Stadt-Land-Unterschied bei den Wahlpräferenzen: innerhalb
und außerhalb des S-Bahn-Rings. Und auch Ost-West-Unterschiede werden
hier verhandelt.
In Mecklenburg-Vorpommern liegt die SPD mit der amtierenden
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig knapp hinter der enorm gewachsenen
AfD. Wie wichtig ist der Amtsbonus bei der Wahl in
Mecklenburg-Vorpommern? Seit Anfang des Jahres hat Schwesig aufgeholt –
bleibt nur die Frage, wer es sonst noch in den Landtag schafft. Die CDU
liegt in Mecklenburg-Vorpommern in Umfragen bei um die sieben Prozent.
In diesem Spezial von Was jetzt? spricht Rita Lauter mit dem
ARD-Wahlexperten und tagesthemen-Moderator Jörg Schönenborn über die
Frage, wie die Zukunft der deutschen Parteienlandschaft aussieht, welche
Rolle die AfD in ihr spielt und ob es überhaupt noch Volksparteien
braucht.
Skript und Moderation: Rita Lauter
Redaktion: Imre Balzer
Factchecking und O-Ton-Recherche: Emma Möllenbrock
Produktion und Schnitt: Markus Gläser
Fotos: Jacobia Dahm
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Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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| Viel mehr als nur die AfD. Eine Reise durch Sachsen-Anhalt | 29 Aug 2026 | 00:30:31 | |
Über Sachsen-Anhalt ist viel geschrieben worden in den letzten Wochen,
wie es so üblich ist vor Landtagswahlen. Zentral ist dabei allerdings
vor allem ein Thema: die AfD und ihre Wählerschaft. Ein ganzes
Bundesland wird gleichgesetzt mit einer Partei, die der
Verfassungsschutz dort als »gesichert rechtsextrem« einstuft.
In unserem »Was jetzt? – Spezial« erzählt August Modersohn aus dem
Politikressort der ZEIT von seiner Reise durch Sachsen-Anhalt und von
den Menschen, die er dort getroffen hat. Von Silke Patze, die sich nach
dem Mauerfall und der Schließung ihres Werks gleich mehrmals komplett
neu orientieren musste und trotzdem den Mut nicht verloren hat. Von Tim
Robin Bräutigam, der mit Mitte 20 einen Fußballverein mit Geflüchteten
übernahm, einen Jugendklub gründete und für die Grünen Flyer verteilt
hat, obwohl das in seinem Ort gefährlich sein kann. Oder Annerose
Walter, die jetzt als Rentnerin im Seniorenheim in die Zukunft schauen
und das Leben genießen will.
Ein Gespräch von »Was jetzt?«-Host Elise Landschek über sterbende
Stadtteile, den Mut des Einzelnen und große Hoffnungen.
Moderation und Skript: Elise Landschek
Redaktion: Mounia Meiborg
Produktion und Sounddesign: Joscha Grunewald, Elise Landschek
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| Warum die meisten Vergewaltigungen nie vor Gericht landen | 22 Aug 2026 | 00:35:14 | |
Nora wird 2017 auf einer Party vergewaltigt. Ein Ereignis, das ihr Leben
grundlegend verändert. Nach zwei Jahren entscheidet sie sich, den Täter
anzuzeigen. Fast sechs Jahre später wird ein Urteil gefällt: Der Täter
wird für den sexuellen Übergriff schuldig gesprochen.Im Jahr 2024 wurden
in Deutschland 12.771 Vergewaltigungen angezeigt, verurteilt wurden nur
512 Täter. Und die Dunkelziffer an Vergewaltigungen ist Studien zufolge
deutlich höher. Sehr viele Frauen erleben im Laufe ihres Lebens
sexualisierte Gewalt, die strafbar sein könnte, aber die meisten
erstatten keine Anzeige.
Nora entschied sich dafür, den Täter anzuzeigen und begab sich damit in
einen langwierigen Prozess, in dem sie alle Beteiligten davon überzeugen
musste, dass das, was ihr passiert ist, wirklich passiert ist. Wieso
zeigen so wenige Betroffene an? Was passiert, wenn sie es tun? Und warum
gibt es so selten einen Schuldspruch wegen Vergewaltigung?
In diesem Spezial von Was jetzt? versuchen wir, auf diese Fragen
Antworten zu finden.
Moderation und Skript: Alicia Kleer
Redaktion: Constanze Kainz
Produktion und Sounddesign: Markus Gläser
Musik: Markus Gläser und Blue Dot Sessi
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| Ein Stadion für den Skandalrapper ("Mission Kanye" 1/5) | 08 Aug 2026 | 00:21:36 | |
Anfang des Jahres bekommt der albanische Eventmanager Klodian Makashi
eine WhatsApp-Nachricht: „Willst du ein Konzert von Ye, besser bekannt
als Kanye West, in Tirana organisieren?“ Klodian denkt: Das ist
eigentlich eine Nummer zu groß für uns – aber es ist auch eine einmalige
Chance. Für ihn, die albanische Kulturlandschaft und Albanien als Land.
Also sagt er zu. Obwohl Ye lange nicht mehr der Megastar der
2010er-Jahre ist und immer wieder mit problematischen Aussagen auffällt.
Klodian ahnt noch nicht, worauf er sich da eingelassen hat.
Das erste Problem: Klodian braucht ein Stadion für mindestens 50.000
Menschen – und so eines gibt es in Albanien nicht. Also beschließt er,
für diesen einen Abend eines zu bauen. Als er damit anfängt, hat er
nichts außer seinem Optimismus. Und keine Ahnung, worauf er sich da
eingelassen hat.
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Ein Podcast von: Jannis Carmesin und Franziska Tschinderle
Redaktion: Tim Howard und Hannah Grünewald
Produktion und Sounddesign: Ole Pflüger und Joscha Grunewald
Projektleitung: Ole Pflüger
Visual: Felix Burchardt, Lea Dohle, Michael Pfister, Ilir Tsouko
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| Die Flamingos kommen ("Mission Kanye" 2/5) | 08 Aug 2026 | 00:28:44 | |
Klodian fährt nach Istanbul, um sich bei Yes erstem Europakonzert ein
Bild von den Anforderungen des Stars zu machen. Für ihn wird die Reise
eine Konfrontation mit der harten Realität. Denn während er bislang
nicht viel mehr hat als ein buckliges Stück Land, wächst die Liste an
Anforderungen, die er für das Konzert erfüllen muss.
Unterdessen eskaliert im Süden Albaniens der Streit um ein Luxusresort,
das Trumps Schwiegersohn Jared Kushner in einem Naturschutzgebiet an der
Küste bauen will. Wenige Tage später stehen Tausende vor dem
Regierungssitz in Tirana. Werden die Proteste Klodians Pläne einholen?
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| Lass das die Albaner machen ("Mission Kanye" 3/5) | 08 Aug 2026 | 00:18:23 | |
Drei Wochen vor dem Konzert spricht wenig dafür, dass Klodians Plan
aufgeht. Lieferprobleme verzögern den Stadionbau, der Ticketverkauf
läuft schleppend, Sponsoren zeigen kein Interesse an seinem Projekt. Und
die wachsenden Proteste beginnen ihn zu beunruhigen.
Aber dann findet Klodian zurück zu seiner Zuversicht. Am Ende, glaubt
er, wird etwas Magisches passieren.
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| "Der Wahlkreis": Er könnte erster Ministerpräsident der AfD werden. Wer ist Ulrich Siegmund? | 25 Jul 2026 | 01:31:44 | |
In keinem Bundesland ist die Macht für die AfD so greifbar wie in
Sachsen-Anhalt. Die absolute Mehrheit scheint für sie laut Umfragen in
greifbarer Nähe. Es wäre eine Zäsur, ein Wendepunkt in der Geschichte
der Bundesrepublik.
Der Mann, der die AfD in die Staatskanzlei führen soll, heißt Ulrich
Siegmund. Früher beschäftigte er sich beruflich mit Raumbeduftung, heute
ist er das freundliche Gesicht des Rechtspopulismus, der bestgelaunte
AfD-Politiker, den Deutschland je erlebt hat – und womöglich der
erfolgreichste.
Unsere Hosts Lisa Caspari und Robert Pausch haben sich durch viele
Stunden Reden, Podcast-Auftritte, Pressekonferenzen und Tiktoks von
Ulrich Siegmund gehört. In dieser Folge von Was Jetzt? - Der Wahlkreis
zeichnen sie das Porträt eines Mannes, der peinlich darum bemüht ist,
jede Angriffsfläche zu reduzieren. Der einen neuen Sound in die AfD
bringt, ein anderes Selbstverständnis - und deshalb ebenso erfolgreich
ist wie gefährlich.
Shownotes:
Martin Nejechzleba über Ulrich Siegmund
Robert Pausch über den medialen Umgang mit der AfD
Die fantastische Mehmet-Göker-Dokumentation
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| Auf der Suche nach Ebola-Patient null | 18 Jul 2026 | 00:28:18 | |
Mitte Mai bestätigt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen
Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. Wieder einmal: Seit
dem ersten bekannten Ausbruch 1976 ist das oft tödliche Virus allein im
Kongo bereits 16-mal ausgebrochen. Es springt von Wildtieren auf
Menschen über, bevor es sich unter ihnen weiterverbreitet. Doch warum
passiert das immer öfter?
Der deutsche Anthropologe Sung-Joon Park vom Bernhard-Nocht-Institut in
Hamburg will genau das herausfinden. Im Mai reist er in das Epizentrum
des aktuellen Ausbruchs: nach Mongbwalu in der Provinz Ituri, eine
Goldgräberstadt mit rund 150.000 Einwohnern. Hierher kommen junge
Menschen unterschiedlichster Ethnien, um in den Minen nach Gold und
ihrem Glück zu suchen.
Park hat eine Mission: Patient null finden, den ersten Infizierten. Denn
wer weiß, wer sich zuerst angesteckt hat, kann möglicherweise
nachvollziehen, wie das Virus vom Tier auf den Menschen übergesprungen
ist. Die Hoffnung: solche Ausbrüche in Zukunft zu verhindern. Auf seiner
Suche stößt Park immer wieder auf verlassene Krankenstationen. Er
durchforstet Patientenregister und recherchiert auf Friedhöfen. Dabei
begegnet ihm auch ein tiefes Misstrauen der Bevölkerung gegenüber
Hilfsorganisationen und den weißen Helfenden.
Eine Spur führt Park schließlich zu einem jungen Goldgräber. Doch war er
wirklich der Erste?
Für die ZEIT hat Sung-Joon Park unterwegs Tagebuch geführt. In diesem
Was Jetzt?-Spezial spricht er mit Imre Balzer über seine Recherche – und
die Suche nach Patient null.
Skript und Moderation: Imre Balzer
Recherche: Lisa Pausch und Jonas Lüth
Schnitt und Produktion: Markus Gläser
Redaktion:Ole Pflüger
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| "Der Wahlkreis": An welchen Gott glaubt J.D. Vance? | 27 Jun 2026 | 01:22:11 | |
Der Papst knüpft sich in einer neuen Lehrschrift das Menschenbild des
Silicon Valley vor. US-Vizepräsident J.D. Vance hat ein Buch
geschrieben, indem er seine Konversion zum Katholizismus erklärt. Vor
ein paar Jahren dachte man noch, Religion spiele in der Politik der
westlichen Gesellschaften keine Rolle mehr. Aber es kam anders: Die
Kirche steht aktuell im Zentrum der politischen Debatten über die großen
Fragen unserer Zeit. Und prägende Köpfe auf der Rechten entdecken ihren
Glauben neu.
In der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts beschäftigen sich unsere Hosts
Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch mit der Enzyklika
Magnifica Humanitas von Papst Leo XIV und diskutieren, wie es sein kann,
dass J.D. Vance in Communion so anrührend von seiner Rückkehr zum
Glauben erzählt, und gleichzeitig eine Politik macht, die sich so ganz
und gar nicht mit der katholischen Soziallehre in Einklang bringen
lässt.
Shownotes
Die Enzyklika des Papstes in deutscher Übersetzung
"Freundlich im Ton, kompromisslos im Inhalt": ZEIT-Analyse zur Enzyklika
The Atlantic über den Papst und die KI
Carlotta Voß über den Wertewandel des JD Vance
JD Vance über seine Konversion: "How I joined resistance"
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| »›America First‹ wird es bei dieser WM nicht geben« | 12 Jun 2026 | 00:35:47 | |
Vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 findet die Fußballweltmeisterschaft
der Männer statt. Ausgetragen wird das Turnier in den USA, Kanada und
Mexiko. Von dort aus begleiten Christian Spiller, Ressortleiter Sport
bei der ZEIT, und Oliver Fritsch, Redakteur im Ressort Sport, das
Turnier. Gemeinsam mit dem Sportredakteur und Podcasthost Fabian Scheler
sprechen sie im Videopodcast »Kicken kann er« über ihre Eindrücke und
analysieren alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft nach Abpfiff.
Die erste Folge, zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft, können Sie
hier als »Was jetzt?«-Spezial hören. Alle weiteren Analysen am Morgen
nach den Deutschland-Spielen finden Sie hier.
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| "Der Wahlkreis": Gesucht: Eine schöne Politik | 30 May 2026 | 01:21:58 | |
Könige und Autokraten haben es leicht: Sie können sich selbst Denkmäler
bauen, und ihre Namen auf Regierungsgebäude pinseln lassen. Aber wie
inszeniert sich eigentlich die Demokratie? Gelingt es ihr, Orte und
Monumente zu schaffen, die ihren Bürgern wirklich etwas bedeuten? Oder
müssen Parlamentsgebäude wirklich so trist und nichtssagend aussehen wie
das EU-Parlament in Brüssel, oder die zertrampelte Wiese zwischen
Reichstag und Kanzleramt?
In dieser Folge von “Was Jetzt? Der Wahlkreis” befassen sich die Hosts
Paul Middelhoff und Robert Pausch mit der Ästhetik der MAGA-Bewegung,
mit den operierten Gesichtern der Frauen in der Trump-Welt, all dem Gold
und Prunk im Oval Office, und der smarten Strategie der Rechten, mit
einer völlig enthemmten visuellen Sprache das Internet zu fluten. Und
sie fragen sich, ob es da wirklich kein Gegenmittel gibt, und liberale
Politik nicht doch auch schön sein kann.
Der nächste Wahlkreis erscheint am 27. Juni.
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| Lieferdienste in Berlin: Bestellt, geliefert, ausgebeutet | 15 May 2026 | 00:44:31 | |
Tausende junge Menschen aus Indien kommen mit großen Hoffnungen nach
Deutschland. Sie wollen hier studieren und sich ein Leben aufbauen. So
geht es auch Ravi, er heißt eigentlich anders. Ravi lebt seit zwei
Jahren in Deutschland, offiziell ist er bei einer privaten Hochschule in
Berlin eingeschrieben. Doch wie so viele junge indische Studierende
gerät auch er in einen Teufelskreis.
Private Hochschulen verlangen oft hohe Studiengebühren, viele
Studierende finanzieren sie mit Krediten. In Deutschland angekommen,
müssen sie schnell Geld verdienen. Weil ihnen oft die Sprachkenntnisse
fehlen, landen viele bei Lieferdiensten — häufig bei dubiosen
Subunternehmen. Dort arbeiten manche schwarz, erhalten keinen
Mindestlohn und werden nur pro Lieferung bezahlt. Wer sich beschwert,
riskiert den Job.
Auch beim Wohnen werden viele ausgebeutet. Oft teilen sich Menschen wie
Ravi winzige, heruntergekommene Zimmer, zahlen Hunderte Euro für ein
Bett und leben ohne Privatsphäre. Die Lebensumstände sind hart und doch
wollen viele nicht zurück nach Indien: Mit indischen Gehältern ließen
sich die Schulden nie tilgen. Sie sitzen in der Falle, gefangen zwischen
Scham, Verzweiflung und der Hoffnung, es doch noch zu schaffen.
Wie dieses System funktioniert, wer daran verdient und was die Politik
dazu sagt, darum geht es in diesem Was Jetzt?- Spezial mit Hannah
Grünewald und Anant Agarwala.
In diesem Was Jetzt Spezial sprechen Hannah Grünewald und Anant Agarwala
über das Ausbeutungssystem hinter den Berliner Kurierfahrern.
Recherche: Jana Gioa Baurmann und Anant Agarwala
Produktion: Markus Gläser
Redaktion: Elise Landschek
Skript und Moderation: Hannah Grünewald
Weitere Links zur Folge:
Ausbeutung bei Lieferdiensten: »Ich sage allen: Macht nicht den Fehler,
nach Deutschland zu kommen«
IU Hochschule: Das soll mein Studium sein?
Online-Lieferdienste: "Die Essenslieferbranche ist ein Labor für Arbeit
ohne Rechte"
Kurierfahrer von Lieferdiensten: Komm nach Deutschland zum Studieren,
haben sie gesagt
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| Plötzlich Soldat – ein junger Kenianer in Putins Armee (1/4) | 01 May 2026 | 00:17:02 | |
Der junge Kenianer Daniel ist frisch von seiner Freundin getrennt und
hat wie viele in seiner Generation kein geregeltes Einkommen. Ein Agent
namens Gilbert unterbreitet ihm ein verlockendes Jobangebot in Russland.
Doch schon auf dem Flug nach Sankt Petersburg zeichnet sich ab:
Irgendetwas stimmt hier nicht.
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testen. Das Podcast-Abo unter www.zeit.de/podcastabo, das digitale
Vollabo unter www.zeit.de/mehr-hoeren.
Moderation: Jannis Carmesin, Fritz Habekuß, Andrea Böhm
Recherche: Fritz Habekuß, Andrea Böhm und Olivia Kortas
Redaktion: Ole Pflüger
Bildredaktion: Lara Huck, Andreas Prost
Produktion: Ole Pflüger und Markus Gläser
Sounddesign: Joscha Grunewald
Mitarbeit: Marco Fründt
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| Plötzlich Soldat #2: Ducken, warten, schießen | 01 May 2026 | 00:18:06 | |
Daniel weiß nun, was auf ihn zukommt. Aber er ist nicht darauf
vorbereitet, was ihn an der Front erwartet. Schwer bepackt und ohne
Orientierung stolpert er durch einen Wald, hört Schüsse und Drohnen. Ein
russischer Soldat sagt zu ihm: »Heute ist es noch nicht so gefährlich,
aber morgen sterben wir vielleicht alle.«
In dieser Folge sprechen wir außerdem mit ZEIT-Politikredakteurin Andrea
Böhm darüber, wie Russland Soldaten im großen Stil in Afrika anwirbt, um
sie ungelernt an die Front zu schicken.
Das Team erreichen Sie unter wasjetzt@zeit.de.
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Vollabo unter www.zeit.de/mehr-hoeren.
Moderation: Jannis Carmesin, Fritz Habekuß, Andrea Böhm
Recherche: Fritz Habekuß, Andrea Böhm und Olivia Kortas
Redaktion: Ole Pflüger, Constanze Kainz
Bildredaktion: Lara Huck, Andreas Prost
Produktion: Ole Pflüger und Markus Gläser
Sounddesign: Joscha Grunewald
Mitarbeit: Marco Fründt
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| "Der Wahlkreis": Sind die Rechten doch zu schlagen? | 25 Apr 2026 | 01:14:00 | |
Im Winter 2024 prägte der Historiker Niall Ferguson einen Begriff, der
seitdem die politische Debatte dominiert: Vibe Shift. Die Trump-Wahl war
für ihn das Zeichen eines globalen Stimmungsumschwungs. Die
Vorherrschaft der Linksliberalen sei gebrochen, die alte Ordnung falle
in sich zusammen. Es beginne eine neue Zeit der Stärke und Dominanz, in
der die globale Rechte den Ton angebe.
Anderthalb Jahre später ist Victor Orban abgewählt. Und auch Donald
Trump steht schwächer da denn je. Seit einigen Monaten taumelt er von
Niederlage zu Niederlage und in seiner MAGA-Bewegung toben brutale
Richtungskämpfe. In dieser Lage treffen sich Sozialdemokraten aus der
ganzen Welt zu einer großen Strategiekonferenz in Barcelona.
In dieser Folge von Was Jetzt – der Wahlkreis fragen unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch: Welchen Plan hat die Linke?
Was sind die Gründe für den Streit bei den Rechten? Und konmt Trumps
Überwältigungsstrategie an ein Ende?
SHOWNOTES
Götz Aly in der FAS
Fergusons Vibe-Shift-Text
Tucker Carlson und sein Bruder über Trump
New York Times: How Trump took the U.S. to war with Iran
DIE ZEIT (Robert Pausch) über die linke Strategiekonferenz in Barcelona
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| Das Rätsel um ME/CFS | 17 Apr 2026 | 00:44:24 | |
Im Frühjahr 2024 gerät Célines Alltag aus den Fugen: Erst ist da nur
dieser Moment am Bahnhof in Halle, in dem der Boden zu wanken scheint.
Dann ist da diese Erschöpfung, die alles unfassbar anstrengend macht:
Treppensteigen, Duschen, Lesen, später sogar Geräusche und Licht.
Deutschlandweit sind rund rund 600.000 Menschen am Myalgischen
Enzephalomyelitis/Chronischen Fatigue-Syndrom erkrankt – kurz ME/CFS.–
kurz ME/CFS. Sie haben Symptome wie schwere Erschöpfung, Konzentrations-
und Schlafstörungen. Aber ME/CFS ist bis heute schwer zu fassen. Es gibt
keinen eindeutigen Labortest; Diagnosen beruhen auf den Schilderungen
der Betroffenen – und damit auf etwas, das Raum lässt für Zweifel. Diese
Leerstelle befeuert eine ungewöhnlich harte Debatte über die Ursachen
der Krankheit.
In diesem Spezial von »Was jetzt?« begleitet Pia Rauschenberger
Betroffene und Forschende, die das Rätsel um ME/CFS endlich lösen
wollen. In Regensburg sucht ein Team um Alexander Dejaco und Michael
Gruber nach Biomarkern im Blut, mit denen sie ME/CFS messbar machen
könnten. Eine mühsame Arbeit, die für Betroffene ein Durchbruch sein
könnte.
Moderation und Skript: Pia Rauschenberger
Redaktion: Tim Howard
Produktion: Markus Gläser
Sounddesign: Markus Gläser und Tim Howard
Alle Folgen dieses Podcasts finden Sie hier.
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| Ist Viktor Orbáns Zeit vorbei? | 10 Apr 2026 | 00:33:05 | |
Am 12. April wählt Ungarn ein neues Parlament und damit möglicherweise
auch einen neuen politischen Kurs. Es entscheidet sich, ob Viktor Orbán
nach 16 Jahren als Regierungschef noch einmal wiedergewählt wird, oder
ob Péter Magyar neuer Ministerpräsident wird.
Die Umfragen sprechen für einen Machtwechsel. Doch wie verlässlich sie
sind, ist unklar – auch wegen des ungarischen Wahlrechts, das Orbáns
Partei Fidesz über Jahre hinweg zu ihren Gunsten verändert hat.
Wie hat Orbán es geschafft, die ungarische Demokratie so umzubauen, dass
sie zum Vorbild für rechte Autokraten aus aller Welt geworden ist? Wofür
stehen sein Herausforderer Péter Magyar und seine Partei Tisza? Welche
Rolle spielen Russland, die Europäische Union und der Krieg in der
Ukraine? Wie fair sind diese Wahlen überhaupt noch? Und welche
Befürchtungen oder Hoffnungen treiben die Menschen in Ungarn vor dieser
Wahl um?
Diese und weitere Fragen bespricht Moses Fendel mit der Journalistin und
Ungarn-Kennerin Petra Thorbrietz in diesem Spezial von Was jetzt?. Zu
Wort kommen außerdem zwei Menschen aus Ungarn, die jeweils eins der
beiden politischen Lager unterstützen.
Moderation und Skript: Moses Fendel
Redaktion: Elise Landschek, Marco Fründt
Produktion: Joscha Grunewald
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković, Zsaklin Diana Macumba
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Parlamentswahl in Ungarn: Orbán galt als unbesiegbar. Wählen sie ihn
jetzt ab?
Péter Magyar: Kann dieser Mann Viktor Orbán schlagen?
Parlamentswahl in Ungarn: Umfrage sieht Zweidrittelmehrheit für
ungarische Opposition
Wahl in Ungarn: Das System Orbán kommt an sein Ende
Ungarn unter Viktor Orbán: Das Disneyland der Rechten
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| "Der Koch von Gaza" – Warum musste Chef Mahmud sterben? | 04 Apr 2026 | 00:32:05 | |
Mahmud Almadhoun betreibt im Norden Gazas eine Suppenküche und versorgt
hunderte Familien mit Essen. Im November 2024 wird er getötet.
Wahrscheinlich gezielt. Die Suche nach dem Warum führt bis in die
düstere Zukunft der Kriegsführung.
"Der Koch von Gaza" ist der neue Doku-Podcast der ZEIT. Hören Sie hier
die erste Folge. Wenn Sie danach weiter hören möchten, geht das unter
den folgenden Links.
Auf Spotify:
https://open.spotify.com/show/428btoczsaHReYY4AhD2YT?si=7c850a46ddcb433c
Auf Apple Podcasts:
https://podcasts.apple.com/de/podcast/der-koch-von-gaza/id1886096638
Auf zeit.de unter www.zeit.de/koch
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| "Der Wahlkreis": Persönlichkeit oder Ideologie? Wie sich die Parteien neu sortieren | 28 Mar 2026 | 01:12:42 | |
Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
sortiert sich die politische Landschaft: Die Grünen scheinen ihr Tief
überwunden zu haben, die SPD kämpft um ihre Existenz, während die Union
ein Stammland der Sozialdemokratie gewinnt – und das mit einem
langweiligen Mitte-Kurs, der so gar nicht dem von Friedrich Merz
propagiertem Klartext klingt. Der politische Liberalismus verpufft und
keinen scheint es zu interessiern. Und da wären da noch die Linken,
denen ihr rasantes Wachstum zunehmend Probleme bereitet.
In dieser Folge von Was jetzt – Der Wahlkreis blicken unsere Hosts Lisa
Caspari und Robert Pausch auf die Innenpolitik und fragen: Welche
Konturen zeichnen sich im Frühling 2026 gerade ab? Was verrät uns die
Wählerwanderung über die Fallstricke, die das laufende Superwahljahr für
die Parteien bereithält?
Shownotes
Robert Pausch : Kann es das geben, ein Deutschland ohne
Sozialdemokratie?
Aufsatz von Benjamin Mikfeld über die SPD: Ein neues politisches Modell
Mark Schieritz über die Rede von Lars Klingbeil: Und dann macht er den
Schröder
Lisa Caspari zu den Nachwahlumfragen: Die Linke – Partei für junge
Akademikerinnen
Fritz Zimmermann zum Antisemitismus bei der Linken: Wer hat hier das
Sagen?
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| Wie die Wohnungskrise entstand – und was dagegen hilft | 14 Mar 2026 | 00:43:36 | |
Die Wohnungssuche in Deutschland ist für viele Menschen zur Odyssee
geworden: Hunderte Mails an Makler, Anzeigen auf Immobilienportalen, die
nach Minuten wieder verschwinden, und lange Schlangen bei
Wohnungsbesichtigungen. Am Ende steht oft eine Absage oder gar keine
Antwort. Familien leben beengt, getrennte Paare bleiben aus finanzieller
Not zusammen wohnen, Jobanfänger zahlen überteuerte Zwischenmieten.
Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland lebt zur Miete, doch in
vielen Städten fehlen vor allem bezahlbare Mietwohnungen. Besonders in
Großstädten treibt die hohe Nachfrage die Preise in die Höhe.
Gleichzeitig bremsen hohe Baukosten und strengere Anforderungen an
Energieeffizienz den Bau neuer Wohnungen. Politiker verschiedener
Parteien bezeichnen den Wohnungsmangel seit Jahren als eine der
zentralen sozialen Fragen des Landes: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
im Jahr 2025, Olaf Scholz (SPD) im Jahr 2021 und Horst Seehofer (CSU)
als Bauminister im Jahr 2018.
Warum ändert sich dann so wenig? Darüber spricht Rita Lauter in dieser
Spezialfolge von "Was jetzt?" mit Caterina Lobenstein. Die Redakteurin
im Dossier-Ressort der ZEIT recherchiert seit Jahren zum Wohnungsmarkt
und zum Wohnungsbau. Im Podcast rekonstruiert sie die Dimensionen der
heutigen Wohnungsnot und zeigt den eklatanten Kontrast dazu auf, wie es
in den Anfangsjahren der Bundesrepublik gelang, die damals noch viel
verheerendere Wohnungskrise zu lösen.
Transparenzhinweis: In der Folge kommt auch eine Vermieterin im O-Ton
vor. Wir haben ihre Stimme auf ihren Wunsch hin leicht verfremdet.
Moderation und Skript: Rita Lauter
Redaktion: Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Immobilienmarkt: Mieten oder kaufen?
Interaktiver Rechner: Mieten oder Kaufen? Der endgültige Rechner
Mietpreise in Deutschland: So teuer sind die Mieten in Ihrer Stadt im
Deutschland-Vergleich
Wohnungsnot: Wie man ein Wohnwunder schafft – und wie nicht
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| "Der Wahlkreis": Was ist nur mit unseren Eliten los? | 28 Feb 2026 | 01:06:07 | |
Seit Beginn seiner Präsidentschaft wird US-Präsident Donald Trump von
den CEOs amerikanischer Großunternehmen umgarnt. Früher waren diese oft
verlässliche Unterstützer der Demokraten, doch heute imponiert vielen
der Gedanke an einen Chef, der "durchregiert" und selbst die Regeln
macht, statt sich nur an sie zu halten. Auch in Deutschland wackeln
Angehörige der bürgerlichen Elite. Sie liebäugeln offen mit der
autoritären Versuchung durch die AfD. So dachte der Verband der
Familienunternehmer zwischenzeitlich sogar laut darüber nach,
Gesprächskanäle zu den Rechten zu öffnen.
In einer neuen Ausgabe von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen Robert
Pausch, Paul Middelhoff und Lisa Caspari über die Eliten in Deutschland
und den USA. Warum driften viele nach rechts? Studien zeigen, dass es
politisch libertäre und rechtskonservative Bewegungen immer gegeben hat.
So zeigt das "politische Unternehmertum" Silvio Berlusconis in Italien
durchaus Parallelen zum Aufstieg Donald Trumps in den USA.
Wohin der moralische Verfall der Eliten im Extremfall führen kann,
demonstrieren gerade die Epstein-Akten. Was sie über das Netzwerk und
die Selbstsicherheit der Elite aussagen und wie sich ein Besuch im Ort
der Superreichen anfühlt, ist außerdem Thema in dieser Wahlkreis
Ausgabe.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Elitenforscher Michael Hartmann über seine (enge) Definition der
deutschen Elite
Biebricher et al. “Oben-rechts”
NYT-Essay über Epstein
Roberts Interview mit Bijan Djir-Sarai
Peter Thiel im Interview mit Ross Douthat
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| Gisèle Pelicot: "Man kann das Leben ja nicht wiederholen" | 17 Feb 2026 | 00:18:24 | |
Rund ein Jahr nach dem Prozess gegen ihre Vergewaltiger spricht Gisèle
Pelicot ausführlich über das, was ihr angetan wurde – und darüber, warum
ihr Buch trotzdem Eine Hymne ans Leben heißt. Jahrelang hatte ihr
Ehemann Dominique Pelicot sie betäubt, missbraucht und anderen Männern
zur Vergewaltigung angeboten. Im Dezember 2024 wurde er in Avignon zu 20
Jahren Haft verurteilt, 50 Mitangeklagte erhielten ebenfalls
Gefängnisstrafen.
In dieser Sonderfolge von Was jetzt? spricht ZEIT-Redakteurin Tanja
Stelzer über ihre Begegnung mit Gisèle Pelicot: über eine Frau, die
ihren Prozess bewusst öffentlich führte, um anderen Mut zu machen. Im
Gespräch geht es um offene Fragen rund um die Taten und um die Spuren,
die der Fall in Frankreich hinterlassen hat, etwa beim "Ja heißt
Ja"-Gesetz, und um Pelicots Rolle als feministische Bezugsperson.
Und es geht um ihr Leben heute, um eine neue Liebe und einen Satz, der
nach allem besonders kraftvoll klingt: "Ich erlaube mir, glücklich zu
sein."
Das gesamte Interview können Sie hier lesen.
Host: Hannah Grünewald
Redaktion: Constanze Kainz
Die Redaktion erreichen Sie per Mail an wasjetzt@zeit.de
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| Ein Mädchen in Epsteins System - die Klage der Jane Doe | 14 Feb 2026 | 00:31:20 | |
Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium Millionen Dokumente
im Fall Jeffrey Epstein. In ihnen finden sich Hinweise auf ein
mutmaßliches Netzwerk aus Menschenhandel und sexualisierter Gewalt –
sowie die Geschichte einer Frau, die in den Akten als "Jane Doe" geführt
wird.
Aus E-Mails, Tagebüchern und einer Zivilklage ergibt sich das Bild einer
Jugendlichen, die nach eigenen Angaben in Epsteins Umfeld geraten sein
soll. Sie erhebt schwere Vorwürfe gegen den inzwischen verstorbenen
Finanzier und gegen einen weiteren einflussreichen Investor.
Gerichtsurteile gibt es in ihrem Fall bislang nicht. Die Beschuldigten
bestreiten die Anschuldigungen, Verfahren laufen noch.
Epstein selbst wurde 2008 wegen der Beschaffung von Minderjährigen für
Prostitution verurteilt und kam bald wieder frei. 2019 starb er in
Untersuchungshaft. Der Fall erregte weltweit Aufsehen und nährt bis
heute Verschwörungstheorien. Die Akten enthalten zahlreiche Fotos von
ihm mit Prominenten und hochrangigen Politikern wie Bill Clinton und
Donald Trump.
In diesem Spezial von Was jetzt? spricht Helena Schmidt mit Paul
Middelhoff. Der US-Korrespondent der ZEIT hat gemeinsam mit Anna Mayr
und Kerstin Kohlenberg zu dem Fall von Jane Doe recherchiert und sich
durch die Akten gearbeitet. Im Podcast rekonstruiert er ihre Geschichte
und spricht über die journalistischen Grenzen der
Verdachtsberichterstattung, über Macht und Straflosigkeit und darüber,
was die neuen Akten politisch bedeuten.
Moderation und Skript: Helena Schmidt
Redaktion: Constanze Kainz, Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Timeline zu den Epstein-Files: Das sind die wichtigsten Entwicklungen im
Fall Epstein
Klage gegen Jeffrey Epstein: Die Klage der Jane Doe
Epstein-Files: Trump soll bereits 2006 Informationen über Epsteins Taten
gehabt haben
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| "Der Wahlkreis": Das Disneyland der Rechten | 31 Jan 2026 | 01:11:13 | |
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ist schon lange der Badboy der
EU, Ex-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker begrüßte ihn schon mal
frotzelnd mit “Hello, dictator”. Daheim höhlt Orbán den Rechtsstaat aus,
in Brüssel legt er Veto gegen Ukrainehilfen ein. Und zu Hause scheint
Orbán den Machterhalt perfektioniert zu haben: Seit 16 Jahren regiert er
in Ungarn, wurde dreimal wiedergewählt und kann auf eine
Zweidrittelmehrheit im Parlament zurückgreifen. Das System Orbán
fasziniert Rechte weltweit – nicht nur die AfD in Deutschland, sondern
auch das Trump-Lager, das regelmäßig nach Budapest reist, um von Ungarn
zu lernen. Auch die CSU war kurzzeitig mal Orbán-Fan, worüber sie heute
nicht mehr so gerne spricht.
In einer neuen Ausgabe von Was jetzt? – Der Wahlkreis sprechen Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über Orbáns Begriff der
“illiberalen Demokratie” und die Mechanismen, die dahinterstecken. Was
unterscheidet seinen Autoritarismus von dem in Russland, und warum ist
er für Rechte gerade dadurch attraktiv? Wie hat Orbán es geschafft, über
all die Jahre große Teile der Ungarn hinter seiner Politik zu vereinen –
und warum scheint diese Zustimmung gerade jetzt, vor den nächsten
Wahlen, zu bröckeln?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 28. Februar.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Wie sich die amerikanische Rechte in Ungarn verliebte (New York Times)
Eine große New-Yorker-Reportage über die Amerika-Leidenschaft der
amerikanischen Rechten
Orbáns Rede bei CPAC
Béla Greskovits über Orbáns System der Civic Circles
Ein Ideologe des Orbán-Regimes über Orbáns Regierungstechnik
Orbáns Rede zur illiberalen Demokratie
Eine interessante Analyse zu Orbáns Grundsatzreden 2014–2023
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| Opioid-Krise: Doc O. und seine Dämonen | 09 Jan 2026 | 00:43:00 | |
Im März 2006 verurteilt ein Gericht den Arzt Lou Ortenzio aus Clarksburg
in West Virginia zu einer Bewährungsstrafe. Er verliert seine Zulassung
und steht vor dem Nichts. Es ist das vorläufige Ende eines
jahrzehntelangen Irrwegs, einer Verkettung zahlreicher leichtsinniger
Entscheidungen und folgenschwerer Fehlscheinschätzungen.
Wie Kollegen überall im Land, hatte Ortenzio in den neunzigern Jahren –
getrieben von einem Paradigmenwechsel in der Schmerzmedizin und einer
aggressiven Desinformationskampagne der Pharmaindustrie – im großen Stil
Opioide an seine Patienten verschrieben, starke Schmerzmittel, die lange
nur Krebs- und Intensivpatienten vorbehalten gewesen waren. Es war der
Beginn einer der tödlichsten Gesundheitskrisen der Gegenwart, wegen der
bis heute jedes Jahr zehntausende US-Bürger sterben.
In diesem Spezial von "Was jetzt?" erzählt Jannis Carmesin eine
Geschichte von Leichtsinn und Naivität, Gier und Vergebung, Schuld und
Sühne – in der Ortenzio nicht nur Täter ist, sondern auch selbst zum
Opfer wird.
Moderation und Skript: Jannis Carmesin
Redaktion: Bastian Berbner
Produktion: Markus Gläser
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| Der Was jetzt?-Jahresrückblick | 20 Dec 2025 | 01:04:14 | |
Die erste Was jetzt?-Folge im Jahr 2025 hatte den Titel: "Ein
Jahr, das uns keine Zeit zum Warmen laufen lässt." Und ja, die
politischen Ereignisse ließen nicht auf sich warten. Am 20. Januar legt
Donald Trump zum zweiten Mal seinen Amtseid ab und tritt seine zweite
Präsidentschaft an. Welche seiner zentralen Vorhaben hat diese
US-Regierung bislang umgesetzt? Und was waren für die
US-Korrespondentinnen der ZEIT in den vergangenen zwölf Monaten
Lichtblicke?
Auch in Deutschland hat in diesem Jahr eine neue Regierung ihre Arbeit
aufgenommen. Am 6. Mai wird Friedrich Merz im zweiten Anlauf als
Bundeskanzler vereidigt. Doch die Koalition mit der SPD steht von Anfang
an auf wackeligen Beinen. Eine der ersten Amtshandlungen der neuen
Regierung: die Verschärfung der Migrationspolitik. Handelt sie dabei
auch aus Sorge vor der AfD?
Das Jah 2025 war auch wieder von Kriegen geprägt. Die Ukraine geht in
ihren vierten Kriegswinter. Im Herbst hat Russland seine Angriffe auf
das Land verstärkt, Drohnen bombardieren Städte, an der Front gerät die
ukrainische Armee zunehmend unter Druck. Im September dringen Drohnen in
den polnischen Luftraum ein, wurde russische Kampfjets im estnischen
Luftraum gesichtet. Doch zwischen all dem gab es in diesem Jahr auch
Momente der Hoffnung – und zuletzt intensiv geführte Gespräche, vor
allem zwischen Russland, der Ukraine und den USA.
Einen Frieden – zumindest auf dem Papier – konnten die USA in diesem
Jahr bereits an anderer Stelle herbeiführen: Am 10. Oktober tritt im
Gazastreifen eine Waffenruhe in Kraft. Auch wenn sie brüchig bleibt,
gibt sie den Menschen etwas Luft zum Atmen. Im Podcast treffen wir Nour
Nofal wieder. Bereits im Sommer hat sie uns in einer Sonderfolge von
ihrem Traum erzählt, Gazas erste Neurochirurgin zu werden. Was wünscht
sie sich nun?
Wenn Sie nach Trump, Regierungskrisen und Kriegen denken: Dieses Jahr
möchte ich eigentlich nicht noch einmal Revue passieren lassen – dann
haben wir in dieser Folge noch mehr für Sie. Bunte und leichtere
Momente, die 2025 ebenfalls geprägt haben, außerdem Gedichte, Spiele und
zum Abschluss Tipps und Vorhaben aller Was jetzt?-Hosts zum Durchatmen.
Redaktion: Hannah Grünewald, Pia Rauschenberger, Constanze Kainz und
Moses Fendel
Weitere Recherche Gaza: Hanna Israel
Produktion: Markus Gläser und Ole Pflüger
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| "Der Wahlkreis": Warum Amerikas Rechte Europa so hasst | 13 Dec 2025 | 01:08:16 | |
Die USA erklären Europa zum Gegner. Und zwar hochoffiziell, in ihrer
neuen Nationalen Sicherheitsstrategie. Das Dokument zeigt auf
eindrückliche Weise, welche Denkschulen derzeit die Rechte in den USA
prägen. Gleichzeitig spricht aus der Strategie auch eine gewisse Sorge –
offenbar scheinen sich Donald Trump und seine Anhänger ihres Siegeszugs
noch nicht allzu gewiss zu sein.
In der neuen Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" sprechen unsere
Hosts Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch darüber, warum die
US-Rechte so besessen von Geburtenraten ist. Warum denkt sie, dass das
Unglück für die USA schon nach dem Zweiten Weltkrieg begann? Und was
genau verachtet sie so sehr am liberalen Denken?
Der nächste "Wahlkreis"-Podcast erscheint am 31. Januar – mit einer
kleinen Veränderung zum neuen Jahr: Paul Middelhoff wird neuer
US-Korrespondent der ZEIT und sich fortan digital aus den Vereinigten
Staaten zuschalten. Sonst bleibt aber alles gleich: In jeder Folge
widmen sich unsere "Wahlkreis"-Hosts einem wichtigen Thema der Zeit, das
über das tagesaktuelle Klein-Klein hinausweist.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes:
Yoram Hazony: The Virtue of Nationalism (Buch)
Yoram Hazony beim Podcaster Winston Marshall
Patrick Deneen et al. über eine postliberale Außenpolitik
Der postliberale Philip Pilkington über die Fehler liberaler
Außenpolitik und Geburtenraten als sicherheitspolitisches Anliegen
Über Geburtenraten und Great-Replacement-Theorie im Denken der
amerikanischen Rechten und des Christchurch-Attentäters
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| Unter Assad im Gefängnis, heute im Parlament | 06 Dec 2025 | 00:23:08 | |
Über 50 Jahre hatten Baschar al-Assad und sein Vater über Syrien
geherrscht, die Bevölkerung verfolgt, inhaftiert und gefoltert. Als 2011
Menschen dagegen auf die Straße gehen, lässt Assad die Proteste brutal
niederschlagen. Noor Arabou ist damals erst 18 Jahre alt. Sie versorgt
verletzte Demonstranten, wird inhaftiert und gefoltert. Nachdem sie
freikommt, baut sie ein Krankenhaus auf, dokumentiert die Verbrechen des
Regimes und flieht schließlich ins Exil.
Und dann kommt der 8. Dezember 2024: Assad wird gestürzt. Oppositionelle
Gruppen, angeführt von Hajat Tahrir al-Scham (HTS), übernehmen die
Macht, der Anführer der HTS, Ahmed al-Scharaa, wird
Übergangspräsident.
Und Noor Arabou? Sie kehrt nach Syrien zurück, um ihr Land
mitzugestalten. Arabou kandidiert für das neue Parlament und wird
gewählt. Unsere Reporterin Andrea Backhaus hat sie in den Wochen nach
der Wahl in Hama getroffen. Arabou erzählt, wie sich Syrien nach Assads
Sturz entwickelt hat. Sie berichtet, vor welchen Herausforderungen die
Gesellschaft steht. Und wie optimistisch sie ist, dass Syrien eine
Demokratie werden kann.
Moderation: Helena Schmidt
Reporterin: Andrea Backhaus
Sprecherin und Übersetzung: Alicia Kleer
Redaktion: Bastian Berbner
Produktion: Helena Schmidt, Markus Gläser
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Sie hier hören.
Archiv-Töne:
https://www.youtube.com/watch?v=JcXP2xMk5oA
https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
https://www.youtube.com/watch?v=vtGswyr3OwQ
https://www.youtube.com/watch?v=RdomgTCp5xY
https://www.nbcnews.com/video/the-protests-in-daraa-that-sparked-syria-s-10-year-civil-war-108742725698
https://www.youtube.com/watch?v=0dBacx_wz8g
https://www.youtube.com/watch?v=yx5Wi-ExHS0
https://www.youtube.com/watch?v=_ywg3xpNIVA
https://www.youtube.com/watch?v=3h2LaiQQLnQ
https://www.youtube.com/watch?v=RdomgTCp5xY
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| Social-Media-Verbot – Rückkehr zur unbeschwerten Kindheit? | 29 Nov 2025 | 00:30:31 | |
"Wir geben Kindern ihre Kindheit zurück; Eltern ihren Seelenfrieden", so
hat es die australische Regierung vor einem Jahr versprochen. Als
weltweit erstes Land setzt Australien ein Social-Media-Verbot für Kinder
und Jugendliche unter 16 Jahren um – aufmerksam beobachtet vom Rest der
Welt. Am 10. Dezember tritt das Gesetz in Kraft; Kinder und Jugendliche
können dann nicht mehr auf ihre Accounts bei Instagram, Snapchat, TikTok
oder YouTube zugreifen.
Australien schreibt damit einerseits Geschichte und legt sich
andererseits mit den großen Plattformen an – die sich heftig gegen das
Gesetz gewehrt haben. Snapchat und YouTube bestreiten zum Beispiel,
überhaupt ein soziales Netzwerk zu sein; TikTok-Vertretern wird von
Abgeordneten vorgeworfen, Mitarbeiter eingeschüchtert zu haben.
Doch dass die Plattformen mit ihren Algorithmen süchtig machen können,
verstörendste Darstellungen von Gewalt und Pornografie schon in sehr
jungen Jahren zugänglich machen und zugleich nicht genug für den
Jugendschutz tun, darin sind sich Gesundheitsfachleute und viele
Politikerinnen einig. Uneins aber sind sie bei anderen mutmaßlichen
Zusammenhängen zwischen Social-Media-Konsum und mentaler Gesundheit. In
Australien hat etwa jeder dritte Jugendliche bereits psychische Probleme
erlebt. Politiker machen dafür auch Social Media verantwortlich:
Massiver Konsum könne zu Depressionen, Angststörungen,
Einsamkeit, Selbstverletzungen und noch Schlimmerem führen. Hinzu komme
die Gefahr von Grooming, Erpressung und Übergriffen.
Wie gut gelingt es der australischen Regierung, das Verbot umzusetzen –
und wie kommt es bei australischen Jugendlichen an? Für dieses "Was
jetzt?"-Spezial haben wir mit australischen Jugendlichen gesprochen, mit
Psychologinnen und mit der Hochkommissarin für digitale Sicherheit,
Julie Inman Grant.
Links zur Folge
- Digitalpodcast "Neustart": Braucht es ein Social-Media-Verbot für
Kinder?
- Altersgrenze für Social Media: Sie sollen lieber spielen als
tiktoken
- Social-Media-Verbot in Australien: Ein Zaun um den Ozean
- Studie: Jeder zweite junge Mensch zeigt Symptome von
Social-Media-Sucht
- Annekathrin Kohout: "Offlinesein muss man sich leisten können"
- Bildschirmzeit von Kindern: Tut ihnen das nicht an!
- Soziale Medien: Suchtbeauftragter fordert gestaffelte
Altersfreigaben auf Social Media
- Jugendschutz: Dänemark plant Social-Media-Verbot für Kinder unter 15
Jahren
Skript und Moderation: Rita Lauter
Mitarbeit und Recherche: Vera Sprothen
Redaktion: Mounia Meiborg und Ole Pflüger
Regie, Aufnahmeleitung und Produktion: Markus Gläser
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| "Der Wahlkreis": Das ist mehr als nur eine Wirtschaftskrise | 22 Nov 2025 | 00:58:19 | |
Lange waren die Deutschen stolz auf ihren Erfindergeist, die Stärke
ihrer Industrie und darauf, dass made in Germany auf der ganzen Welt als
Synonym für Wertarbeit und Verlässlichkeit galt. Doch das ändert sich
gerade: Die Zölle der US-Regierung und die rasante Entwicklung der
chinesischen Wirtschaft bedrohen den Kern der hiesigen Wirtschaft. Diese
Krise führt nicht nur in die roten Zahlen – sie stellt das deutsche
Selbstverständnis infrage.
In der neuen Folge des Wahlkreis-Podcasts sprechen unsere Hosts Paul
Middelhoff und Robert Pausch über die Gründe für den ökonomischen
Abschwung, erklären, was es mit dem "Chinaschock" auf sich hat und wie
der Stolz auf den Titel des "Exportweltmeisters" einst dabei half, die
deutsche Demokratie zu stabilisieren.
Weiterführende Links:
"Financial Times": Can anything halt the decline of German economy?
Jan-Otmar Hesse: "Exportweltmeister – Geschichte einer deutschen
Obsession"
Sander Tordoir und Brad Setser über den "Chinaschock" (PDF)
Mark Schieritz über die "ökonomische Zeitenwende"
Jürgen Habermas über die Bedeutung der Wirtschaft für die deutsche
Demokratie
Analyse der Rhodium Group zur Krise der deutschen Autoindustrie
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| 2,8 Grad – Eine Reise in die Klimazukunft | 15 Nov 2025 | 00:33:12 | |
Die Welt steuert auf 2,8 Grad mehr zu. Welche Folgen hätte das? Und wie
viel Hitze kann ein Mensch eigentlich ab? Eine Reise in die derzeit
wahrscheinlichste Klimazukunft.
Auf der Klimakonferenz in Belém wird derzeit verhandelt, wie sich die
Klimakrise einhegen lässt. Wenn die Welt mit der derzeitigen
Klimapolitik fortfährt, dürfte die Welt bis zum Jahr 2100 um 2,8 Grad
aufheizen. So lautet die jüngste Schätzung der Vereinten Nationen. Das
deutlich mehr, als sich die Weltgemeinschaft im Pariser Abkommen zum
Ziel gesetzt hatte.
Aber was bedeutet das genau? Wie sähe eine Welt konkret aus, die sich in
den nächsten 75 Jahren auf 2,8 Grad über dem vorindustriellen Niveau
erwärmt? In diesem Was jetzt? – Spezialgehen wir mit Wissensredakteurin
Elena Erdmann auf eine Reise in die derzeit wahrscheinlichste
Klimazukunft.
Natürlich lässt sich natürlich nicht genau vorhersagen, wann welcher
Wald wo brennen wird, oder welche Landstriche überflutet werden. Aber
was sicher ist: Wenn Dürren, Überschwemmungen oder Hitzewellen mehr
werden, wird das langfristig zu Lebensmittelengpässen, Artensterben und
riesigen Migrationsbewegungen führen.
In dieser Folge besprechen außerdem: Warum werden Überschwemmungen
häufiger? Wie viel Hitze kann ein Mensch überleben? Und welche
Auswirkungen hat es, wenn Korallenriffe wie das Great Barrier Reef
sterben.
Den in der Folge erwähnten Text über den Untergang von Tuvalu finden Sie
hier.
Die komplette Recherche zu Klimaszenarien finden Sie hier.
Moderation: Ole Pflüger
Skript: Alicia Kleer
Sprecherin: Poliana Baumgarten
Redaktion: Jannis Carmesin
Produktion: Markus Gläser
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| "Der Wahlkreis": AfD auf Platz 1 – und jetzt? | 08 Nov 2025 | 01:04:38 | |
In der deutschen Politik wächst die Nervosität: Obwohl die AfD
erwiesenermaßen Rechtsextremisten in ihren eigenen Reihen hat, liegt sie
inzwischen in mehreren Umfragen auf Platz eins – vor der CDU. Auch die
Tagespolitik scheint, zum Beispiel beim Thema Migration, inzwischen
komplett fixiert auf die AfD zu sein.
Seltsamerweise aber schaut niemand auf die wirklich substanziellen
Richtungs- und Strategiedebatten der Rechten. Dabei wäre das wichtig, um
zu verstehen, wie rechte Vordenker Hegemonie im Land erlangen wollen.
In einer neuen Folge von “Was Jetzt? – Der Wahlkreis” sprechen Paul
Middelhoff, Robert Pausch und Lisa Caspari darüber, warum ideologische
Vordenker der Rechten ihre Probleme mit dem Populismus der AfD haben und
welche Gefahren diejenigen in der Union übersehen, die an der Brandmauer
sägen und von “rechten Mehrheiten” träumen.
Der nächste Wahlkreis erscheint am 22. November.
Shownotes
Benedikt Kaiser – Der Hegemonie entgegen, Dresden 2025 (Buch)
Jürgen Kaube in der FAZ
Claudius Seidl in der Süddeutschen
Daniel Fiß über CDU und AfD
Ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit dem rechten Aktivisten Chris
Rufo über die Bedeutung von Mainstream-Medien für die radikale Rechte
Maximilian Krahs strategische Ratschläge an die AfD
Deutschlandfunk-Serie “Deutsches Denken – Rechte Intellektuelle in der
Bundesrepublik”
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| Junge Menschen an die Front? | 25 Oct 2025 | 00:34:34 | |
Nach dem Willen von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) soll die
Bundeswehr bis zu 80.000 zusätzliche Soldatinnen und Soldaten in den
kommenden Jahren rekrutieren. Der Grund dafür ist, dass die
Bundesregierung Deutschland abwehrbereit machen möchte. Wie führende
Fachleute bei der Bundeswehr und den Geheimdiensten geht auch Pistorius
davon aus, dass Russland spätestens bis zum Jahr 2029 in der Lage sein
könnte, Deutschland oder ein anderes NATO-Land direkt anzugreifen.
Aktuell besteht die Truppe aus gut 180.000 Berufs- und Zeitsoldaten
sowie Wehrdienstleistenden. Zwar hat die Bundeswehr in den vergangenen
Jahren versucht, die Zahl ihrer aktiven Soldatinnen und Soldaten auf
200.000 zu erhöhen – sie hat dieses Ziel allerdings bisher nicht
erreicht. Deshalb wird in letzter Zeit wieder verstärkt über eine
Wiedereinführung der seit 2011 ausgesetzten Wehrpflicht diskutiert.
Manche Menschen fürchten sich davor, gegen ihren Willen kämpfen zu
müssen. Andere appellieren an die Verantwortung, den eigenen Staat zu
verteidigen.
Was spricht dafür und was dagegen, die Wehrpflicht wieder einzuführen?
Und wie könnte die Bundeswehr es sonst schaffen, mehr Soldatinnen und
Soldaten zu rekrutieren? Diese und weitere Fragen beantwortet Hauke
Friederichs, sicherheitspolitischer Korrespondent der ZEIT, in diesem
Spezial von "Was jetzt?"
Moderation: Moses Fendel
Redaktion: Rita Lauter, Pia Rauschenberger
Produktion: Markus Gläser
Mitarbeit: Mira Schrems
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| "Der Wahlkreis": Warum so viele Regierungen in Europa wackeln | 18 Oct 2025 | 01:05:24 | |
Überall in Europa klammern sich Regierungen derzeit an fragile
Mehrheiten, sind Staatschefs gelähmt von Uneinigkeit in der eigenen
Partei oder dem Widerstand der Opposition. Bündnisse fallen lange vor
dem eigentlichen Wahltermin in sich zusammen. Jeder Staat hat seine
eigene Geschichte, sein eigenes politisches System – und doch gibt es
Probleme, mit denen alle gerade zu kämpfen haben.
Aber wie kommt es dazu? Was steckt hinter der politischen Instabilität?
Und warum ist das Regieren in Europa derzeit so verdammt schwierig? In
der neuen Folge von "Was jetzt? – Der Wahlkreis" diskutieren Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch über die politische
Dauerkrise auf dem Kontinent und die neue Kluft, die die Gesellschaften
trennt. Warum schauen linke Eliten mit Scham auf ihre Wähler und warum
profitieren gerade nur die rechten Parteien von der Globalisierung?
Shownotes:
Christophe Guilluy über Metropolia und Périphéria
Die neue Strategie der Labour Party
Und hier noch mal ausbuchstabiert zum Parteitag
Didier Eribon - Rückkehr nach Reims
Von Mitterand zu Macron
Aufsatz von Piketty et al.
Sehr lesenswerter Kommentar zu Piketty
Oxford-Politologe Ben Ansell zu Labours Midlife Crisis – insgesamt ein
sehr lenseswerter Substack!
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| Es fährt kein Zug nach Lobito | 11 Oct 2025 | 00:34:11 | |
In der Demokratischen Republik Kongo liegen einige der größten
Kobalt-Vorkommen der Welt. Sie sind wichtig für den Bau von
Elektroautos, Handy oder auch Waffen. Derzeit kontrolliert China einen
Großteil der Vorkommen. Doch mit einem Milliarden teuren Bahnprojekt
wollen die USA und die EU China Konkurrenz machen: Der Lobito-Korridor
soll die Minen mit dem Hafen Lobito in Angola verbinden und westlichen
Ländern besseren Zugang zu den Rohstoffen ermöglichen.
EU-Komissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht von einer
"Zusammenarbeit auf Augenhöhe", frei von kolonialem Denken. Aber wie
sehen die Menschen im Kongo zu den Plänen?
ZEIT-Reporter Issio Ehrich hat vor Ort recherchiert und spricht in
dieser „Was jetzt?“-Spezial-Folge mit Menschen, die direkt betroffen
sind: Minenarbeiter Christian Ngoy hofft auf neue Märkte und bessere
Arbeitsbedingungen. Maniokbauer Ernest Kayembe Miji wurde für den Bau
einer Mine aus seinem Dorf vertrieben und sorgt sich um die Zukunft
seiner Familie, wenn noch mehr Bergbau betrieben wird.
Moderation: Issio Ehrich
Redaktion: Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser
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| "Der Wahlkreis": Sind die Boomer wirklich an allem schuld? | 04 Oct 2025 | 01:00:04 | |
Kaum eine Generation ist so umstritten wie die Boomer – und kaum eine
politisch so einflussreich. Seit 20 Jahren werden wir von Boomern
regiert. Sie sind die verlässlichste Wählergruppe von SPD und CDU. Die
Regierung macht Politik von Boomern für Boomer – und trotzdem gelten die
Boomer als Problem: Für das Renten- und Pflegesystem und für das Klima
sowieso.
In der aktuellen Folge von „Der Wahlkreis“ blicken unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhof und Robert Pausch aus Millenial-Sicht auf diese
Generation. Was sind die Verdienste der Boomer und was die Probleme?
Werden wir die Boomer vermissen? Und: gibt es einen spezifischen
Boomer-Blick auf die Welt? Einen Boomer State of Mind?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 18. Oktober
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes
Heinz Bude zu den Boomern
Reinhard Mohr: Zaungäste
Studie der Uni Wuppertal zum Arbeitsethos der Boomer
Volker Weiß zu rechter Geschichtspolitik
Friedrich Merz zu seiner Boomer-Sozialisation
Ein lesenswertes Buch von einem Boomer-Grünen über die frühen Jahre
seiner Partei
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| Wenn Maschinen lügen | 26 Sep 2025 | 00:34:17 | |
Künstliche Intelligenz kann täuschen. Nicht, weil sie ein Bewusstsein
hat, und nicht aus eigenem Willen. In Experimenten hat der KI-Forscher
Thilo Hagendorff von der Uni Stuttgart gezeigt, dass Sprachmodelle
verstehen, wie man andere in die Irre führt. Sie platzieren Hinweise
bewusst falsch, erkennen, ob jemand ihre Täuschung durchschaut, und
passen ihre Strategie entsprechend an. Diese Fähigkeit ist nicht
programmiert worden, sondern entsteht als Nebenprodukt der enormen
Sprach- und Mustermengen, auf denen KI trainiert ist. Täuschung ist also
ein ungewolltes "Talent" von Maschinen.
Was bedeutet das für uns als User und für unseren künftigen Umgang mit
KI? Eva Wolfangel ist Digital-Redakteurin der ZEIT, sie schreibt seit
vielen Jahren über künstliche Intelligenz und Technikethik. Im Podcast
spricht sie mit Pia Rauschenberger über die Frage, ob KI tatsächlich mit
List die Welt übernehmen könnte.
Redaktion: Hannah Grünewald, Constanze Kainz
Produktion und Sounddesign: Joscha Grunewald
Fragen, Kritik, Anregung? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
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| Ein Tag in Gaza | 19 Sep 2025 | 00:53:02 | |
Am Dienstag, 9. September haben israelische Militärflugzeuge Tausende
Flugblätter über Gaza-Stadt abgeworfen. Darauf stand:
An alle Bewohner von Gaza-Stadt. Die israelische Armee wird hier mit
großer Härte operieren. Für ihre eigene Sicherheit verlassen Sie sofort
die Stadt und gehen nach Süden.
In Gaza Stadt lebten zu diesem Zeitpunkt noch rund eine Million
Menschen. Werden sie gehen?
Ein Team der ZEIT hält seit Monaten Kontakt mit Menschen im
Gaza-Streifen, per Telefon, Sprachnachrichten und Videocalls.
Am Mittwoch nach der Evakuierungsaufforderung, der größten bisher in
diesem Krieg, haben wir sie angerufen. Wir wollten hören: Wie gehen sie
mit der Situation um? Vier Geschichten, die sich an diesem 10. September
im Gazastreifen abgespielt haben, erzählen wir in dieser Podcastfolge.
Da ist Malak, 19, die mitten im Krieg ihre Uniprüfungen schreibt. Weil
es schon lange keine Hörsäle mehr gibt, geht sie dafür an einen
besonderen Ort: Einen Co-Workingspace in Gaza-City mit stabilem
Internet. Die Frage ist, wie lange es diesen Ort noch geben wird, denn
sein Besitzer, Rami Bolbol, 28, fragt sich seit Wochen: Gehen oder
bleiben?
Mohammed Khattab lebt in der Mitte des Gazastreifens. Er ist 80 Jahre
alt und bekommt an diesem Morgen einen Schreck: Sein Sohn Baschar, 18,
ist verschwunden. Er fürchtet, er weiß, wohin der Sohn gegangen sein
könnte: zu einem Essensverteilungszentrum.
In Gaza-Stadt will die 33-jährige Alaa Albana ihrer zwölfjährigen
Tochter Tala beibringen, ihre jüngeren Geschwister zu versorgen. Für den
Fall, dass sie selbst, die Mutter, getötet wird.
Und Jamil, 23, will eigentlich an diesem Mittwoch vor allem für sein
Medizin-Studium lernen. Aber dann muss er stattdessen zu einer
Beerdigung.
Team: Andrea Backhaus, Jannis Carmesin, Simone Gaul, Markus Gläser,
Constanze Kainz, Alicia Kleer, Mounia Meiborg, Marlon Saadi, Helena
Schmidt, Pia Rauschenberger, Annabel Wahba, Hanna Israel
Redaktion: Tim Howard, Ole Pflüger, Bastian Berbner
Sounddesign und Postproduktion: Bony Stoev
Wenn Sie Feedback, Lob oder Kritik haben, schreiben Sie gern an
wasjetzt@zeit.de
Einen Text zum Thema mit weiteren Protagonisten finden Sie hier.
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| "Der Wahlkreis": Polarisierung - Feuer mit Feuer bekämpfen? | 13 Sep 2025 | 01:04:18 | |
Zwei Lager, die einander nur noch unversöhnlich gegenüberstehen, statt
Kompromisse zu suchen: Dass die Gesellschaft auch in Deutschland immer
polarisierter wird, ist die große Sorge vieler Politikerinnen und
Bürger. Schon seit einiger Zeit sucht die radikale Rechte schließlich
genüsslich Triggerpunkte, mit denen sie die Menschen gegen die
etablierte Politik aufbringen kann. Und die Regierungsparteien finden
darauf keine Antwort. Jetzt sorgt auch noch der kaltblütige Mord an dem
Trump-Unterstützer Charlie Kirk für großes Entsetzen. Zumal Donald Trump
die "radikale Linke" mitverantwortlich für Kirks Tod gemacht hat, auch
wenn die Hintergründe der Tat noch unklar sind.
Im neuen "Wahlkreis"-Podcast schauen Paul Middelhoff, Robert Pausch und
Lisa Caspari erst einmal grundsätzlich auf das Konzept der
Polarisierung. Welche theoretischen Ideen und Menschenbilder verbergen
sich dahinter? Warum scheint Polarisierung bisher nur den Rechten zu
nützen? Und hat der Forscher Nils Kumkar recht mit seiner These,
Polarisierung sei in unserem politischen System angelegt und könne auch
viel Gutes haben? Ist es dann die einfache Lösung, zurückzupolarisieren,
wie es manche Linke bereits tun? Oder erhöht das nur die Gefahr, dass
Spaltung in politischer Gewalt endet?
Der nächste Wahlkreis erscheint am 4. Oktober.
Moderation: Lisa Caspari
Produktion: Pool Artists
Shownotes:
Nils Kumkar stellt sein Buch “Polarisierung” vor
Nils Kumkar über den “Angstgegner AfD”
Steffen Mau in der ZEIT zu Triggerpunkten
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| Hörempfehlung: Wie Sie Feedback geben (und morgen trotzdem noch einen Job haben) | 06 Sep 2025 | 00:39:43 | |
Diese Woche wollen wir Ihnen statt eines Was jetzt?-Spezials eine andere
Folge aus dem ZEIT-Podcastuniversum ans Herz legen. Was jetzt?-Host
Mounia Meiborg empfiehlt den Optimierungspodcast Geht da noch was?
Wie sage ich meiner Führungskraft, dass der Druck gerade zu groß ist?
Wie feedbacke ich der Kollegin, dass sie sich bei einer Präsentation im
Ton vergriffen hat? Oder auch: Wie lobe ich den Mitarbeiter so, dass er
weiß, was ich beim nächsten Mal von ihm erwarte?
Berufsleben bedeutet auch, ständig zu kommunizieren. In der neuen Folge
des ZEIT-Optimierungspodcasts Geht da noch was? beschäftigen sich die
Hosts Lisa Hegemann und Rose Tremlett mit dem Thema Feedback und
erstellen einen kleinen Leitfaden. Wie bereitet man Feedback vor? Wann
führt man ein Feedbackgespräch – und in welchen Situationen sollte man
besser keins führen?
Die Ratschläge im Podcast kommen von den Organisationsentwicklern Simone
Brecht und Robert Stulle. Brecht ist Coachin und Leadership-Trainerin,
Stulle ist ebenfalls Berater. Die beiden sind selbstständig und arbeiten
zusammen bei The Knaps, einem Netzwerk für Transformationscoaches. Sie
erklären, wieso Kommunikation eigentlich immer schiefgeht und warum man
bei positivem Feedback trotzdem (fast) nichts falsch machen kann.
Im ZEIT-Podcast "Geht da noch was?" suchen Rose Tremlett und Lisa
Hegemann Tipps für ein leichteres und entspannteres Leben und sprechen
dafür mit Vorbildern und Expertinnen. Jeden zweiten Montag erscheint
eine neue Folge.
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| 10 Jahre "Wir schaffen das": Die Geschichte von Sami und Dave | 30 Aug 2025 | 00:42:54 | |
Dieser Beitrag ist Teil des ZEIT-Schwerpunkts "Haben wir es
geschafft?" über ein Deutschland, zehn Jahre nach Angela Merkels
historischer Entscheidung.
Dave Schmidtke steht mitten in der algerischen Sahara, als an einem
Spätsommertag 2015 einige Bewohner des Flüchtlingslagers auf ihn
zukommen, in dem er gerade als Freiwilliger arbeitet. Er könne stolz auf
sein Land sein, sagen sie, auf Deutschland. Sie hätten im Radio von der
Botschaft gehört, die die deutsche Bundeskanzlerin in die Welt gesendet
hat: "Wir schaffen das!".
In derselben Zeit sitzt der junge Iraker Sami Alwarar in seiner Heimat
vor dem Fernseher und sieht Merkels Rede und die Bilder der Ankunft
tausender Geflüchteter an deutschen Bahnhöfen. Ein paar Wochen später
macht er sich selbst auf den Weg und flieht in einem überfüllten Boot
über das Mittelmeer nach Europa.
In Chemnitz treffen sich die beiden. Denn Sami ist in Not.
In diesem Spezial von Was jetzt? blicken die beiden zurück auf diese
aufwühlenden Wochen – und darauf, wie sich ihr Leben und das Land
seitdem verändert haben.
Moderation: Leonard Frick
Redaktion: Jannis Carmesin, Mounia Meiborg
Produktion: Markus Gläser
Fragen, Kritik, Anregung? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de
Weiterführende Links zur Folge:
IAB-Bericht: 10 Jahre Fluchtmigration 2015: Was Integration fördert und
was sie bremst
DIW-Wochenbericht: Geflüchtete fühlen sich weniger willkommen in
Deutschland
Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung: Die distanzierte Mitte
Umfrage zur Migration: Schaffen wir das noch?
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| "Der Wahlkreis": "Herbst der Entscheidungen" – oder bloß Theater? | 23 Aug 2025 | 00:53:37 | |
Nach der Sommerpause muss Bundeskanzler Friedrich Merz gleich mehrere
Riesenprojekte angehen: überfällige Sozialreformen, das viel zu teure
Gesundheitssystem, Anschub für die stagnierende Wirtschaft. Die
Bundesregierung kündigt einen “Herbst der Entscheidungen” an – aber
folgen darauf auch wirklich große Reformen?
In dieser Folge von “Was jetzt – der Wahlkreis” beschäftigen sich unsere
Hosts Lisa Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch mit Anspruch und
Wirklichkeit der Bundesregierung und geben einen Ausblick auf die
kommenden Wochen: Was ist los mit der Unionsfraktion, die von Friedrich
Merz “Führung” bestellt hat, nun aber so ganz und gar nicht glücklich
damit ist, wie er führt? Ist der Besuch der Europäer bei Trump nun
eigentlich ein Erfolg, oder bloß die Simulation von Politik? Außerdem
geht es zum Abschluss der Ferien um die große politische
Sommer-Lovestory.
Shownotes:
Frank Bösch: Macht und Machtverlust. Die Geschichte der CDU
Podcast mit Adam Tooze über den Handelsdeal zwischen den USA und
Deutschland
ZEIT-Porträt über Friedrich Merz: "Ganz oben, ziemlich allein"
ZEIT: "So lässt sich im Gesundheitswesen sparen"
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| Hörempfehlung: "In Messie-Wohnungen leben manchmal auch Professoren" | 09 Aug 2025 | 00:45:05 | |
Das Was jetzt?-Spezial ist für drei Wochen in der Sommerpause. In der
Zwischenzeit empfehlen die Was jetzt?-Hosts hier ihre
Lieblingspodcastfolgen aus dem ZEIT-Kosmos. Heute: Constanze Kainz mit
"Frisch an die Arbeit".
"Es ist die breite Gesellschaft, die in den Wohnungen lebt, zu denen ich
gerufen werde", sagt der Entrümpler Stefan Eichhorn im Podcast Frisch an
die Arbeit. "Es gab auch eine Professorin, die auf dem Balkon geschlafen
hat, weil sie keinen Platz mehr in ihren Zimmern hatte."
Eichhorn, 41, ist gelernter Hotelfachmann und arbeitete lange in der
Gastronomie, bevor er sich als Entrümpler in Jena selbstständig machte.
Die meisten Aufträge bekommt er über Mundpropaganda, oft über die
Verwandten von Verstorbenen oder Erkrankten, die in ein Pflegeheim
umziehen müssen. Häufig kontaktieren ihn auch die gesetzlichen Vertreter
von Menschen, die unter dem Messie-Syndrom leiden und ihre Wohnung kaum
mehr bewohnen können, auf Müllbergen schlafen oder Tüten mit Abfall
sammeln.
"Manche Menschen sammeln verdorbene Lebensmittel oder ihre
Körperausscheidungen", berichtet Eichhorn. "Andere haben vielleicht ein
Leck in der Badewanne oder am Wasserhahn, wollen aber niemanden
reinlassen, der das reparieren kann." Irgendwann würden sich durch die
Feuchtigkeit in diesen Räumen Ungeziefer und Krankheitserreger bilden.
Diese könnten den Bewohnern in umliegenden Wohnungen schaden.
Damit Eichhorn eine Wohnung in wenigen Tagen entrümpeln kann, sortiert
er alles in verschiedene Kisten. Ein Teil kommt auf einen Wertstoffhof,
vieles verschenkt er. Manchmal behält er Dinge für sich selbst oder
seine Familie. "Aber meistens sind die Sachen, die gut erhalten oder
schnell verkäuflich sind, schon raus, wenn wir kommen."
Im Podcast erzählt er, welche Entrümplungen ihn besonders traurig
gemacht haben – und warum er seinen Job so sehr lieb, dass er am
liebsten um fünf Uhr morgens damit anfängt.
"Frisch an die Arbeit" wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Alle
Folgen finden Sie hier. Es moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah
Scherkamp und Elise Landschek. Das Team erreichen Sie unter
frischandiearbeit@zeit.de.
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| Hörempfehlung: Was liebst du am Osten, Olivia Schneider? | 02 Aug 2025 | 01:05:20 | |
Das Was jetzt?-Spezial ist für drei Wochen in der Sommerpause. In der
Zwischenzeit empfehlen die Was jetzt?-Hosts hier ihre
Lieblingspodcastfolgen aus dem ZEIT-Kosmos. Heute: Hannah Grünewald mit
dem ZEIT Campus-Podcast „Und was macht die Uni?“
Olivia Schneider ist in der Sächsischen Schweiz aufgewachsen und heute
als Ostfluencerin bekannt. Ob DDR-Rezepte, die besten Schlemmerstuben
oder Ausflüge zum Badesee: Auf ihrem Insta-Account @tumvlt teilt Olivia
ihren Alltag in Ostdeutschland. Ihr Ziel ist, ostdeutsche Identität
nicht den Rechten überlassen. Sie zeigt Ostdeutschland in allen
Widersprüchen: Zwischen Studierenden, die in Dresden für Toleranz auf
die Straße gehen, und AfD-Zeug in ihrer Heimatregion. Olivia hat Kunst
und Soziale Arbeit studiert, heute arbeitet sie als Sozialarbeiterin mit
psychisch erkrankten Menschen. Wie sie geradeso ihre Bachelorarbeit
überlebt hat, in welchen osteuropäischen Städten man Erasmus machen
sollte, wie sie ostdeutsche Widersprüche aushält und wo ihr liebster
Badesee ist – all das erzählt sie in dieser Folge von "Und was macht die
Uni?".
Das nächste Was jetzt?-Spezial erscheint am 23. August. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Ihre Meinung zu unseren Podcasts – wir freuen uns über Ihre Teilnahme an
unserer Umfrage bis Ende September 2026: www.zeit.de/befragung-podcast
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| "Der Wahlkreis": Legal, illegal, ganz egal – Willkommen in einer Welt ohne Regeln | 27 Jul 2025 | 00:57:05 | |
In den USA sagt der Vizepräsident: Die Gerichte hindern den Willen des
Volkes. In Deutschland scheitert plötzlich die Wahl von
Verfassungsrichtern. Und im Falle Israels ignoriert die Bundesregierung
das Völkerrecht, das sie im Fall der Ukraine ganz besonders wichtig
findet. Es schält sich ein neuer Konflikt heraus: der zwischen Macht und
Recht. Und man bekommt den Eindruck, dass die Macht sich gerade
durchsetzt.
In unserer neuen Folge des "Wahlkreis"-Podcasts beschäftigen sich die
Hosts Robert Pausch und Paul Middelhoff mit der Frage, wie es so weit
kommen konnte. Wer sind die zentralen Denker hinter der Erosion des
Rechts? Wer die Strategen, die von dieser Entwicklung profitieren
wollen? Und kann man den Bruch wieder kitten, der sich gerade auftut?
Moderation: Robert Pausch, Paul Middelhoff
Produktion: Pool Artists
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Shownotes:
Der Völkerrechtler Andreas Paulus zum Angriff Israels auf den Iran
Der Politologe Carla Masala zu den strategischen und rechtlichen
Dimensionen des Angriffs
Paul Middelhoff über den deutschen Umgang mit dem Völkerrecht
Carl Schmitt: "Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen
Parlamentarismus"
Carl Schmitt: "Der Führer schützt das Recht"
"Spiegel"-Autor Jonas Schaible auf seinem Substack über Frederiksen und
Meloni
Philip Manows Buch "Unter Beobachtung"
Ein Streitgespräch zwischen Manow und dem Juristen Christoph Möllers
Unser Kollege Mark Schieritz zu den Abgründen des Volkswillens
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| Wieso ist das iranische Regime nicht kleinzukriegen? | 19 Jul 2025 | 00:33:31 | |
Vor fast einem Monat endete der Zwölf-Tage-Krieg zwischen Israel und dem
Iran. Seitdem hat das iranische Regime seine Repressionen gegen
Andersdenkende und Minderheiten verschärft. Die Regierung war auf den
Krieg unvorbereitet – weder Warnsysteme noch Schutzräume oder Bunker
konnten die Zivilistinnen und Zivilisten im Iran schützen. Trotzdem
demonstriert der Staat nach außen hin ein Bild, das Stärke
repräsentieren soll, und verbreitet über staatliche Fernsehsender seine
Propaganda.
Kurz nach dem von Donald Trump ausgerufenen Waffenstillstand beginnt im
Iran eine neue Repressionswelle. Verhaftet werden vor allem ethnische
und religiöse Minderheiten, darunter Kurden, Belutschen und Bahai. Die
Islamische Republik schiebt afghanische Geflüchtete ab, nimmt Menschen
fest und richtet sie hin. Als Vorwand werden altbekannte Gründe genannt:
Landesverrat, Zusammenarbeit mit dem Ausland oder Spionage für
"feindliche Staaten" – gemeint ist damit Israel.
Trotzdem organisieren sich Aktivisten und Oppositionelle weiter im Iran,
das Regime verliert international und im Land selbst an Ansehen. Als
Hoffnungsträgerin gilt die junge Generation. In dieser Spezialfolge von
"Was jetzt?" erklärt ZEIT-Redakteur Omid Rezaee, weshalb das iranische
Regime trotz der Angriffe von außen immer noch fest im Sattel sitzt.
Außerdem spricht er darüber, weshalb die Oppositionellen und
Aktivistinnen und Aktivisten trotz allem nicht den Mut verlieren, sich
gegen die Islamische Republik aufzulehnen.
Moderation & Skript: Azadê Peşmen
Redaktion: Hannah Grünewald, Elise Landschek
Produktion: Markus Gläser, Azadê Peşmen
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