Der Nachrichtenpodcast der ZEIT. Montag bis Freitag um 6 und um 17 Uhr, Samstag und Sonntag um 6 Uhr. Samstags vertiefen wir ein Thema in längeren Spezialfolgen.
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Was heute Abend bei den Landtagswahlen wichtig wird
Sunday, September 1, 2024 • Duration 12:19
In Thüringen und Sachsen wählen die Bürgerinnen und Bürger am Sonntag
jeweils einen neuen Landtag. Im Fokus der Öffentlichkeit dürften dabei
vor allem die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) stehen. Die
AfD könnte Verfassungsänderungen künftig vielleicht blockieren. Für die
CDU könnte eine mögliche Regierungsbildung schwer werden. August
Modersohn, aus dem Leipziger Büro der ZEIT, blickt auf den bisherigen
Wahlkampf zurück und erklärt, wie die Ergebnisse die Parteienlandschaft
beeinflussen könnten.
Die Mieten in Deutschland steigen seit Jahren. Die Bundesregierung
wollte dem eigentlich Einhalt gebieten und plante 400.000 neue Wohnungen
pro Jahr zu bauen sowie das Mietrecht zugunsten der Mietenden zu ändern.
Beide Vorhaben gelten inzwischen aber als gescheitert. Die ZEIT hat nun
rekonstruiert, wie sich FDP und SPD beim Mieterschutz gegenseitig
blockierten. Wieso hat der Kanzler nicht interveniert? Diese und weitere
Fragen beantwortet Caterina Lobenstein, Redakteurin aus dem Dossier der
ZEIT.
Und sonst so? Dreijähriger Künstler verkauft seine Bilder für
Zehntausende Euros.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Mitarbeit: Benjamin Probst und Susanne Hehr
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen: Wozu ein starkes Abschneiden
der AfD rechtlich führen kann
Landtagswahl in Thüringen: Wird Thüringen unregierbar?
Mietpreise: Die säumige Mietpartei
Wohnungsmarkt: Braucht es eine strengere Mietpreisbremse?
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Spezial: "Hauptsache, ich wähle AfD und nicht das andere Gelumpe!"
Saturday, August 31, 2024 • Duration 37:27
Plauen liegt da, wo Deutschland einen Knick nach rechts macht.
Geografisch gesehen, aber auch politisch. Im Südwesten Sachsens, in der
fünftgrößten Stadt des Bundeslandes, leben rund 64.000 Menschen. Bei der
Europawahl im Juni haben 32 Prozent die AfD gewählt. Keine andere Partei
hat mehr Stimmen erhalten. Auch bei der Landtagswahl am 1. September
könnte die AfD gewinnen.
Viele Menschen haben dieses Jahr zum ersten Mal die AfD gewählt. Isabel
zum Beispiel. Das Vertrauen in die Politik hat sie schon lange
verloren. Sie will einfach ihre Ruhe. Frieden, keinen Krieg. Vor einem
Jahr hat sie noch ausgeschlossen, die AfD zu wählen. "Also mit denen
geht es uns nicht besser. Definitiv nicht", hat sie damals gesagt. Aber
seitdem hat sich etwas verändert. Bei der Europawahl und den
Kommunalwahlen hat Isabel die AfD gewählt, erzählt sie. Dabei kann sie
sich mit kaum einem Politiker der Partei identifizieren. Warum wählt sie
eine Partei, die in Sachsen als gesichert rechtsextrem gilt?
Kassem Taher Saleh schätzt Plauen und dessen Einwohner sehr. Sie hätten
ihn zu dem gemacht, der er heute sei. Ein Grünenpolitiker mit einer
Persönlichkeit, die stark sei, "resistent und mit einem gewissen Fell
überzogen". Taher Saleh wurde im Irak geboren, aufgewachsen ist er in
der sächsischen Stadt. Heute sitzt er für die Grünen im Bundestag. Die
Partei gilt für viele Menschen in Sachsen als Feindbild. Wenn Taher
Saleh mit Leuten aus Plauen über Politik ins Gespräch kommt, spürt auch
er den Unmut über die Unterstützung der Ukraine. Da, sagt er, habe auch
seine Partei einen Fehler gemacht, nicht genügend kommuniziert. Auch
sein Fußballtrainer, der ihn sehr geprägt hat, wählt inzwischen AfD.
"Der ist ein super Typ, der extrem große und viele soziale Kompetenz
hat." Wie will er Menschen wie ihn überzeugen, nicht die AfD zu wählen?
Wer sind die Menschen, die einer gesichert rechtsextremistischen Partei
ihre Stimme geben wollen? Und was befürchten diejenigen, die zu der
Mehrheit gehören, die nicht die AfD wählt? Um das herauszufinden, sind
Pia Rauschenberger und Ann-Kristin Tlusty nach Plauen gefahren.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Paulina Kraft
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Die Ideologie hinter dem Messerangriff von Solingen
Tuesday, August 27, 2024 • Duration 12:03
In Solingen wurden am Freitag drei Menschen bei einem Messerangriff
getötet. Die Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) hat sich zu dem
Anschlag bekannt. Es ist das erste Mal seit acht Jahren, dass es den
polizeilichen Behörden in Deutschland nicht gelungen ist, einen Anschlag
des IS zu vereiteln. Nun hat der IS ein Video veröffentlicht, das
angeblich den Täter von Solingen zeigt. In dem anderthalbminütigen Clip
hält ein vermummter junger Mann ein Messer in die Kamera und leistet dem
Anführer des IS einen Treueeid. Er sagt, der Anschlag sei ein Racheakt
für die Tötung von Muslimen in Syrien, Irak und Bosnien sowie für die
"Menschen in Palästina", die mit der Unterstützung von "Zionisten"
Massaker erleiden müssten. Könnten solche Anschläge nun wieder häufiger
passieren? Yassin Musharbash aus dem Investigativressort von ZEIT und
ZEIT ONLINE sagt: "Die Gefahr war nie weg." Im Podcast spricht er
darüber, wie man diese Art des Terrorismus verhindern kann.
Am Samstag wurde der Gründer von Telegram, Pawel Durow, in Paris
festgenommen. Die französischen Behörden werfen ihm vor, nicht genug
gegen kriminelle Aktivitäten auf der Plattform unternommen zu haben.
Außerdem soll Durow sich geweigert haben, mit den
Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten. Mehr über den russischen
Milliardär erfahren Sie im Gespräch mit Eva Wolfangel aus dem
Digitalressort von ZEIT ONLINE.
Und sonst so? Der erste privat finanzierte Weltraumspaziergang.
Moderation und Produktion: Hannah Grünewald
Redaktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Clara Löffler
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Attacke in Solingen: Was über den Anschlag auf dem Solinger Stadtfest
bekannt ist
Messengerdienst: Telegram-Chef Pawel Durow in Frankreich festgenommen
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Update: Wie es im bombardierten Kinderkrankenhaus aussieht
Tuesday, July 9, 2024 • Duration 10:27
Am Montag hat Russland mehrere Großstädte in der Ukraine aus der Luft
angegriffen, darunter die Hauptstadt Kiew und die Stadt Dnipro. Nach
ukrainischen Angaben sind mindestens 41 Zivilistinnen und Zivilisten bei
den Angriffen gestorben. Getroffen wurde auch eines der größten
Kinderkrankenhäuser in Kiew. Olivia Kortas, Ukraine-Korrespondentin der
ZEIT, hat das zerstörte Kinderkrankenhaus besucht. Im Podcast erzählt
sie, wie die medizinische Versorgung der Kinder sichergestellt werden
kann.
Seit Monaten wird über die Finanzierung des 49-Euro-Tickets gestritten –
jetzt sind sich die Verkehrsministerinnen und -minister der Länder
einig: Spätestens ab 2025 soll das Deutschlandticket teurer werden.
Könnte eine Preiserhöhung den Erfolg des Tickets gefährden? Das ordnet
Jonas Schulze Pals ein, Wirtschaftsredakteur bei ZEIT ONLINE.
Außerdem im Update: Laut dem neuen Haushaltsentwurf will die Ampel
ausländischen Fachkräften in den ersten Jahren nach ihrer Einreise bei
der Einkommensteuer entgegenkommen. Daran wird nun Kritik laut.
Was noch? Zeig mir deine Socken und ich sag dir, wie alt du bist.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Mounia Meiborg, Pia Rauschenberger, Elise Landschek
Mitarbeit: Henrike Hartmann
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Weitere Links zur Folge:
Ukrainekrieg: Zahlreiche Tote und Verletzte bei russischen
Raketenangriffen
Liveblog: Ukrainekrieg
Ukrainekrieg: Bundesregierung verurteilt Angriff auf Kinderkrankenhaus
in Kiew
Ukrainekrieg: UN-Menschenrechtschef verurteilt russischen Angriff auf
Krankenhaus
Bahnverkehr: Bundesländer kündigen höheren Preis für Deutschlandticket
an
Deutschlandticket: Deutschlandticket soll 2024 nicht mehr teurer werden
49-Euro-Ticket: Die Angst vor der Finanzierungslücke beim
Deutschlandticket
Steuern: Heil sieht Steuervorteile für ausländische Fachkräfte skeptisch
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Wie mächtig ist die Nato?
Tuesday, July 9, 2024 • Duration 11:54
Vom 9. bis 11. Juli feiert die Nato ihr 75-jähriges Bestehen bei einem
Gipfeltreffen in Washington. Aus Deutschland werden Bundeskanzler Olaf
Scholz, Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius dabei sein. Neben den
Feierlichkeiten dürften auch ernste sicherheitspolitische Probleme auf
der Tagesordnung stehen, zum Beispiel Russlands Krieg in der Ukraine.
Peter Dausend ist Redakteur in der Hauptstadtredaktion der ZEIT. Im
Podcast analysiert er, welche Stimmung auf dem Nato-Gipfel zu erwarten
ist.
Nach den Parlamentswahlen muss sich Frankreich wieder einmal neu
sortieren. Entgegen allen Erwartungen hat nicht das rechtsextreme
Bündnis Rassemblement National die Wahl gewonnen, sondern das
Linksbündnis Neue Volksfront. Jedoch erreicht kein Lager die absolute
Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen – Frankreich dürfte also
vor einer schwierigen Regierungsbildung stehen. Und auch wenn es dem
Linksbündnis gelingt, eine Mehrheit zu vereinen: Beobachter warnen schon
jetzt vor einer zerstrittenen Regierung und einer drohenden
Instabilität, die das ganze Land erfassen könnte. Lenz Jacobsen,
Redakteur im Politischen Feuilleton von ZEIT ONLINE, erklärt im Podcast,
warum er glaubt, dass unsere Erwartung an die Demokratie unrealistisch
ist.
Und sonst so? Einem Mann in Kanada wurden alle seine Gartenzwerge
gestohlen – und dann repariert und gereinigt zurückgebracht.
Moderation und Produktion: Pia Rauschenberger
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Lisa Pausch, Henrike Hartmann
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Weitere Links zur Folge:
Liveblog: Parlamentswahl in Frankreich
Parlamentswahl in Frankreich: Wer wird Frankreich regieren?
Wahlergebnisse Frankreich: Wie Frankreich gewählt hat
Neue Volksfront in Frankreich: Geeint gegen Le Pen. Aber zusammen wofür?
Wahl in Frankreich: Wer rettet Frankreich?
Nato: 75. Jubiläum im Juli
Vor dem Nato-Gipfel: Nato-Generalsekretär hofft auf Beitritt der Ukraine
bis 2034
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Update: Gewinnen heißt nicht gleich regieren
Monday, July 8, 2024 • Duration 09:01
Nach dem überraschenden Ausgang der französischen Parlamentswahlen ist
die Erleichterung groß – aber auch die Ungewissheit, wie eine Regierung
zustande kommen soll. Kein Lager hat in der zweiten Wahlrunde die
absolute Mehrheit von mehr als 50 Prozent der Stimmen erreicht. Dafür
wären 289 Sitze in der Nationalversammlung erforderlich. Wie geht es
weiter mit der Regierungsbildung in Frankreich? Annika Joeres berichtet
für ZEIT ONLINE aus Frankreich. Im Podcast analysiert sie, ob sich das
Linksbündnis nun einen Koalitionspartner aussuchen kann.
Kaum hatte Ungarn die EU-Ratspräsidentschaft übernommen, brach der
ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán zu einer umstrittenen Reise
auf: zu einer "Friedensmission", wie er auf der Plattform X verkündete.
Vergangene Woche war Orbán schon überraschend bei Russlands Präsidenten
Wladimir Putin zu Gast. Nun ist er nun nach Peking gereist, um den
chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu treffen. Das zentrale Thema, dem
sich Orbán auf seiner Reise verschrieben hat: der Krieg in der Ukraine.
Worum ging es in den Gesprächen zwischen Orbán und Xi? Jens Mühling,
China-Korrespondent der ZEIT, ordnet im Podcast ein, was die beiden
Regierungschefs erreichen wollen.
Außerdem im Update: Bei russischen Angriffen auf mehrere ukrainische
Großstädte sind mindestens 22 Menschen getötet worden. In Kiew wurde ein
Kinderkrankenhaus getroffen.
Was noch? Wie lange man aktuell auf einen neuen Reisepass warten muss.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Henrike Hartmann
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Weitere Links zur Folge:
Liveblog: Parlamentswahl in Frankreich
Parlamentswahl in Frankreich: Wer wird Frankreich regieren?
Wahlergebnisse Frankreich: Wie Frankreich gewählt hat
Neue Volksfront in Frankreich: Geeint gegen Le Pen. Aber zusammen wofür?
Wahl in Frankreich: Wer rettet Frankreich?
Viktor Orbán: Ungarischer Ministerpräsident in China
Viktor Orbán: Putin süßsauer
Ungarns Ministerpräsident: Viktor Orbán überraschend zu Gesprächen in
China eingetroffen
Liveblog: Krieg in der Ukraine
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Wahlüberraschung in Frankreich
Monday, July 8, 2024 • Duration 14:44
Bei der Parlamentswahl in Frankreich hat am Sonntag überraschend das
linke Bündnis Neue Volksfront (NFP) gewonnen. Der rechtsextreme
Rassemblement National (RN), der im ersten Wahlgang am 30. Juni mit
großem Abstand gewonnen hat, ist auf den dritten Platz zurückgefallen
und wird nicht, wie viele befürchtet hatten, die Regierung übernehmen
können. Auf dem zweiten Platz liegt – auch das ist eine Überraschung –
das Regierungsbündnis von Präsident Emmanuel Macron. Ist das jetzt die
Rückkehr der französischen Linken? Nicht ganz, sagt unser
Frankreichkorrespondent Matthias Krupa. Und da keine der Parteien oder
Bündnisse die absolute Mehrheit erreicht hat, wird die Regierungsbildung
sehr schwierig. Auch für Präsident Emmanuel Macron ist die Lage sehr
schwierig.
Menschen in Deutschland, die Bürgergeld beziehen, sollen künftig einen
Arbeitsweg von bis zu drei Stunden pro Tag akzeptieren müssen. Darauf
hat sich die Koalition während ihrer Verhandlungen zum Haushaltsentwurf
für das kommende Jahr geeinigt. Bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs
Stunden pro Tag sollen die Menschen für ihre neue Arbeitsstelle eine
Pendelzeit von insgesamt drei Stunden hinnehmen müssen. Wer weniger
arbeitet, soll bis zu 2,5 Stunden für den täglichen Arbeitsweg in Kauf
nehmen müssen. Bisher beträgt die zu akzeptierende Pendelzeit jeweils 30
Minuten weniger. Anne Jeschke, Redakteurin im Arbeitsressort bei ZEIT
ONLINE, ordnet im Podcast ein, ob die neue Maßnahme zumutbar ist. Und ob
es nicht dringendere Baustellen beim Bürgergeld gegeben hätte.
Und sonst so? Bestimmte Ameisen haben ein ausgeklügeltes
Gesundheitssystem. Sie amputieren sogar Gliedmaßen.
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Mitarbeit: Lisa Pausch und Paulina Kraft
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Liveblog: Parlamentswahl in Frankreich
Ergebnisse der Frankreich-Wahl: Die Brandmauer hält
Wahl in Frankreich: Linksbündnis liegt überraschend vorn
Wachstumsinitiative: Bürgergeldempfänger sollen künftig längeren
Arbeitsweg akzeptieren
Bürgergeld: Als wenn der Arbeitsweg das Problem wäre
Studie: Macht das Bürgergeld faul?
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Update zur Frankreichwahl: Die zerrissene Grande Nation
Sunday, July 7, 2024 • Duration 09:03
Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Frankreich am Sonntag könnte
der rechtspopulistische Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen
als Sieger hervorgehen. In knapp 500 französischen Wahlkreisen finden
Stichwahlen statt, in den meisten liegen Kandidaten der RN und der
linksgrünen Neuen Volksfront vorn. Die Kandidaten des Rassemblement
National sind zum Teil offene Holocaustleugner und Rassisten – und doch
stoßen die extrem rechten Ansichten der Partei bei den französischen
Wählerinnen und Wählern auf Zuspruch. Im ersten Wahlgang konnten die
Rechtspopulisten 34 Prozent der Stimmen erzielen. Wie konnte die extreme
Rechte in Frankreich so erfolgreich werden? Und welche Rolle spielt
dabei das Selbstverständnis der Französinnen und Franzosen, einer Grande
Nation, also einer großen Nation, anzugehören?
Die Machtverhältnisse haben sich in Frankreich über die Jahrzehnte
verändert, sagt Annika Joeres, ZEIT-ONLINE-Autorin in Frankreich. Im
Podcast begründet sie den Aufstieg der Rechten mit der Entfremdung
zwischen den Bürgern auf dem Land und der politischen Blase in Paris und
mit der verletzten französische Seele.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Olga Ellinghaus
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Neuwahlen in Frankreich: Die französische Seele ist verletzt
Parlamentswahl in Frankreich: Wie Linke und Liberale den RN im zweiten
Wahlgang stoppen wollen
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Macron sucht Verbündete, doch die sind zerstritten
Sunday, July 7, 2024 • Duration 15:15
Nachdem die rechtsextreme Partei Rassemblement National (RN) von Marine
Le Pen den ersten Wahlgang am vergangenen Wochenende gewonnen hat, gehen
die vorgezogenen Parlamentswahlen in Frankreich am Sonntag in die zweite
Runde. Um einen Sieg der Rechten zu verhindern, haben sich Präsident
Macrons Partei Ensemble und das linke Bündnis Neue Volksfront zu einer
republikanischen Front zusammengeschlossen. Mehr als 200 Kandidatinnen
und Kandidaten aus dem linken, grünen und sozialdemokratischen Lager
haben sich zurückgezogen mit dem Ziel, dem RN eine absolute Mehrheit zu
erschweren. Wie wahrscheinlich ein Sieg der französischen Rechtsextremen
trotz des taktischen Rückzugs ist und was passiert, wenn es bei der
Stichwahl keine absolute Mehrheit gibt, berichtet Annika Joeres, Autorin
für ZEIT ONLINE in Frankreich.
Auch im Iran kam es an diesem Wochenende zu vorgezogenen Neuwahlen. Mit
knapp 53 Prozent der Stimmen hat der moderate Massud Peseschkian die
zweite Runde der iranischen Präsidentschaftswahlen gewonnen. Der
69-Jährige kommt aus dem Lager der Reformer und will sich unter anderem
für mehr Vertrauen zwischen Regierung und Bevölkerung und bessere
Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen einsetzen. Michael
Backfisch ist ZEIT-ONLINE-Autor für internationale Politik und ordnet im
Podcast ein, was die Präsidentschaft Peseschkians für die Menschen im
Iran bedeutet.
Und sonst so? "Okay" ist eines der weltweit am häufigsten verwendeten
Wörter.
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Mitarbeit: Anne Schwedt, Olga Ellinghaus
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
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Weitere Links zur Folge:
Parlamentswahl in Frankreich: Erst Feind, jetzt Freund
Parlamentswahl in Frankreich: Wie Linke und Liberale den RN im zweiten
Wahlgang stoppen wollen
Iran: Systemkritiker mit Samthandschuhen
Teheran: "Du hast ihn gehasst, aber für uns war er ein Diener des
Volkes"
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Spezial: "Mir bleibt ja nichts anderes übrig, als den Rassemblement zu wählen"
Saturday, July 6, 2024 • Duration 30:12
In Frankreich steht am Sonntag die Stichwahl der Parlamentswahlen an.
Und zum ersten Mal könnten auch in der Bretagne rechtspopulistische
Abgeordnete des Rassemblement National (RN) gewählt werden. Denn die
exception bretonne, die bretonische Ausnahme, gibt es nicht mehr. Lange
galt die Region als unempfänglich gegen die Ideen der Rechtspopulisten.
Aber in der traditionell links und konservativ wählenden Region im
Nordwesten des Landes ist der Frust groß.
In dieser Podcastfolge gehen wir auf eine Reise in die Bretagne.
Genauer: in den vierten Wahlkreis des Départements Côtes-d'Armor. Bisher
stellte der Wahlkreis eine linke Abgeordnete. Jetzt hat der Kandidat des
Rassemblement im ersten Wahlgang die Mehrheit bekommen. Wie kommt das?
In einer Bar in Callac treffen wir Catherine und Paulo, die sich
beklagen, dass alles zu teuer geworden ist. Das Geld vieler Menschen
reiche nicht mehr zum Leben. Supermärkte schließen, die Dörfer
verfallen. Liberté, égalité, fraternité? Das gibt es nicht mehr, sagt
Catherine. Die Franzosen und Französinnen sind gekränkt und wütend.
Die junge Aktivistin Marie-Alice will sich dafür einsetzen, dass die
Leute mehr darüber sprechen, wie es ihnen geht, sie sagt, wenn man
verstehen will, warum die Leute RN wählen, ist das wichtig.
Gefühle, sagt auch die Politikwissenschaftlerin Claire Demesmay,
spielten in diesem Wahlkampf eine große Rolle.
Für Mathieu, den Kuhzüchter in seinem kleinen Dorf, spielt vor allem
eine Rolle, ob er von seiner Arbeit einigermaßen gut leben kann. Und ob
er seine Arbeit so machen kann, wie er es gerne tut. Er hält seine Kühe
draußen, auf der Weide, sie ernähren sich von Gras, wachsen deshalb
langsamer als ihre Artgenossinnen in den Mastställen. Aber, sagt
Mathieu, das sei nicht mehr rentabel. Wenn er sich zwischen links und
rechtsextrem entscheiden müsse, sagt Mathieu, dann wähle er eben
rechtsextrem. Zum ersten Mal in seinem Leben.
Moderation und Produktion: Simone Gaul
Redaktion: Elise Landschek
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