Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, Entlastung und neue Möglichkeiten – gerade in Bereichen wie Compliance, Legal, Datenschutz, Banken, Versicherungen und Verwaltung. Doch je stärker KI in fachlich anspruchsvolle Prozesse hineinwirkt, desto wichtiger wird die Frage: Wer prüft, wer entscheidet, wer haftet – und welche Rolle bleibt dem Menschen?
In dieser Folge von Verdachtsmomente – dem Podcast der AWADO Rechtsanwaltsgesellschaft mbH – spricht Host Dr. Dominik Brückel erneut mit seinem Kollegen Rechtsanwalt Baris Cem Batur, LL.M..
Im Mittelpunkt dieser Folge steht die praktische Frage, wie KI in professionellen Arbeitsumgebungen eingesetzt werden kann, ohne Qualität, Vertraulichkeit und Verantwortung aus dem Blick zu verlieren.
Ein zentraler Gedanke über den Dominik und Baris in der Folge sprechen:
Die KI ist nur so gut wie der Mensch, der sie führt, prüft und in den richtigen Kontext setzt.
Gerade im Legal- und Compliance-Bereich genügt es nicht, ein leistungsfähiges Modell einzusetzen. Entscheidend ist, ob Organisationen klare Prozesse schaffen:
Welche KI-Systeme dürfen verwendet werden? Welche Daten dürfen eingegeben werden? Wer validiert Ergebnisse? Welche Aufgaben bleiben zwingend beim Menschen? Und wie wird dokumentiert, dass der Einsatz rechtskonform und fachlich angemessen erfolgt?
Dominik und Baris diskutieren außerdem das sogenannte Effizienzparadoxon: Erfahrene Fachkräfte können mit KI schneller und besser arbeiten – gleichzeitig besteht langfristig das Risiko, dass jüngere Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger zentrale Grundlagen manueller Facharbeit weniger intensiv erlernen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die organisatorische Verankerung von KI-Compliance. Baris erläutert, warum Unternehmen klare Verantwortlichkeiten brauchen – etwa durch Rollen wie , , , oder ein , in dem relevante Funktionen wie Datenschutz, IT-Sicherheit, Compliance, Legal, interne Revision und gegebenenfalls Geldwäscheprävention zusammenarbeiten.