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Explore every episode of the podcast Schöner glauben

Dive into the complete episode list for Schöner glauben. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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TitlePub. DateDuration
#interview | Marcus Bastek – Braucht es eine schwache Kirche?20 Oct 202601:08:08
#interview | Markus Wenz – Was unterscheidet euch nun von den Sedras?17 Oct 202600:54:26
#srsly | Sollten alle Menschen Methodist:innen werden?15 Oct 202601:02:55
EXKLUSIV: Sollten alle Menschen Methodist:innen werden? Drei Methos packen aus: Was der Methodismus wirklich ist – und warum das alle angeht. Es gibt einen Podcast, der gerade die Methodismus-Bubble aufmischt: Thorsten Dietz und Martin Hühnerhoff haben bei Das Wort und das Fleisch zweieinhalb Stunden über den Methodismus geredet. Zweieinhalb (!) Stunden! Und Sarah, Björn und Moritz von Schöner Glauben haben alles innerhalb von drei Stunden nach Release gehört. Natürlich..., sind ja Methos 😉 Was folgt, ist ein Gespräch, das persönlich, ehrlich und sehr methodistisch ist wie ein John-Wesley-Zitat morgens um 4 (da stand John jeweils auf). Bei Schöner Glauben sind die drei nun zum heißen Debriefing geladen. Der Zeuge, der nicht auftauchte: Sarah wartete die ganzen zweieinhalb Stunden auf Walter Klaiber als Überraschungsgast. Spoiler: er kam nicht. „Ich war schon enttäuscht, ehrlich gesagt.” ist das schon methodistische Resignation? Was ist Methodismus überhaupt?: Moritz erklärt es in zwei Sätzen: Aus der Kirche, rein ins Leben, Glaube, der in der Liebe tätig wird. Sarah ergänzt: Das Beste aus drei Welten – reformierte Theologie, persönliche Frömmigkeit, katholisches Liturgieverständnis. Björn sagt: Man eckt überall an - im Methodismus endlich nicht mehr... Die Bombe, die Thorsten nicht warf: „Methodismus ist das Betriebssystem der Moderne.” Thorsten sagte es und Sarah, Björn und Moritz bestätigen es - und damit stellt sich die Frage, die alle umtreibt: Wenn das so ist – warum kennt dann kaum jemand den Methodismus? Und wieso ist Thorsten noch kein Metho?! Anecken war immer sein Ding: Wesley predigte in anglikanischen Kirchen der Oberschicht: „Ich bin ein Sünder – so wie ihr.” Daraufhin folgte der Rauswurf. Dann predigte er den Minenarbeitern dieselbe Botschaft - und sie weinten! Einer aus der Elite, der sich auf Augenhöhe stellt? Ein Gott, der sie liebt, mit allem, was sie ausmacht? Der Rest ist Geschichte. Die neue Folge jetzt überall, wo es Podcasts gibt. Den Holy Club Podcast – den methodistischen Schwester*-Podcast – findet ihr auch überall, wo es Podcasts gibt. Fragen, Anmerkungen, methodistische Beichtgeständnisse? Gerne in der Schöner Glauben App – vielleicht gibt es bald sogar eine eigene METHO-Gruppe. Und: Sarah sucht noch jemanden, der weiß, was sie sich zuletzt an John-Wesley-Equipment zugelegt hat. Wer es errät, gewinnt ein Buch über - klar: John Wesley 😇🥰 John Wesley Comic: https://youtu.be/lE8BPXmH-ag?is=8b-TPqbIErKHnnv_ HolyClub mit Walter Klaiber: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/34-34 HolyClub mit Elinor Hoeke: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/25-elinorhoeke Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#interview | Björn Tröger - Wie viel Denken hält christliche Gemeinschaft aus?14 Oct 202601:08:55
#srsly | Warum wurden die Sedras ausgeladen?13 Oct 202601:37:18
#interview | Mira Ungewitter & Marco Michalzik – Starten wir ein progressives Netzwerk?09 Oct 202600:37:08
#interview | Gofi Müller – Kann eine KI dich lieben?02 Oct 202601:12:14
Wut, Liebe, Filmriss mit Gofi Müller Jason spricht mit Gofi Müller über dessen neues Buch, das in Bremen und besonders in Huchting spielt. Im Mittelpunkt stehen die verschachtelte Erzählstruktur, das Schreiben aus gelebter Realität, KI-Beziehungen, Männlichkeit und die Frage, wie Geschichten überhaupt Sinn erzeugen. Gofi Müller ist Künstler, Autor und Teil von Hossertalk. In diesem Gespräch gibt er einen sehr persönlichen und zugleich literarischen Einblick in sein Schreiben, seine Recherche und die Themen, die ihn gerade beschäftigen. Key topics Gofi Müller beschreibt sein neues Buch als Teil eines größeren Erzählkosmos, der mit früheren Büchern wie Tim Tom Guerilla und Huchting verbunden ist. Die Geschichte arbeitet mit kurzen, mosaikartigen Episoden, die sich am Ende zu einem größeren Ganzen fügen. Jason vergleicht die Struktur mit einem Film wie LA Crash, weil einzelne Stränge erst einmal unabhängig wirken und später zusammenlaufen. Gofi erklärt seine Arbeitsweise: beobachten, Orte auf sich wirken lassen, Situationen im Schreiben innerlich noch einmal betreten und dann sprachlich verdichten. Vieles im Buch basiert auf realen, teils absurden Geschichten aus Bremen und Umgebung, zum Beispiel dem angeschossenen Rocker, der in eine AOK-Geschäftsstelle flüchtete. Ein zentraler Strang handelt von einer Liebesbeziehung zwischen einem Mann und einer KI und davon, wie real solche Bindungen heute schon sind. Das Gespräch streift ethische Fragen rund um KI, emotionale Abhängigkeit, Bestätigung und die Gefahr, dass Bots für manche Menschen menschliche Beziehungen ersetzen. Ein weiterer Schwerpunkt ist Männlichkeit: Hypermaskulinität, Täterrollen, Verletzlichkeit, Trennungserfahrungen und die Frage, wie Männer über sich selbst nachdenken. Das Buch wird als literarisch, aber zugleich zugänglich beschrieben - mit Krimi-Elementen, gesellschaftlicher Tiefe und Humor. Gofi betont mehrfach, dass gute Unterhaltung für ihn zentral bleibt, auch wenn das Buch zum Nachdenken anregt. Timestamps (00:00) Ein neues Format zwischen Book Club und Gespräch über ein Buch (03:09) Bremen, Huchting und der größere Erzählkosmos (05:08) Wut, Liebe, Filmriss und die spielerischen Verweise auf frühere Werke (07:36) Warum kurze Texte für dieses Buch der richtige Weg waren (09:02) Mosaikstruktur, Vielstimmigkeit und Social Media als Erzählbild (11:23) Wie Gofi schreibt: beobachten, Orte fühlen, Situationen nacherleben (14:14) Reale, absurde Geschichten aus Huchting als Stoff für Literatur (17:51) Geschichten als Gesprächsanlass und der Konflikt um Zweck und Glauben (22:04) Themen wie Krieg, Übergriffigkeit und die Perspektive des Täters (24:29) Karikari, Konzert, Stummfilm und kulturelle Zufälle im Text (27:34) Die KI-Liebesgeschichte um Sid und Samira (30:36) Ethische Fragen, Bewusstsein und Bindung an KI (34:56) Wenn KI in gefährliche Richtungen bestätigt (38:43) Krimi-Elemente, Korruption und gesellschaftliche Realität (41:18) Konstruktion, Dekonstruktion und die Frage: Was ist wirklich wirklich? (48:14) Vorlesung der Pfefferspray-Kartuschen-Szene (53:03) Männlichkeit, Verlust, Stereotype und gesellschaftlicher Druck (59:23) Warum das Buch männliche Rollenbilder fein und humorvoll destabilisiert (64:33) Hörbuch, Buchclub und kommende Lesungen
#brotundrosen | Die Josefsgeschichte von links lesen30 Sep 202601:25:52
In dieser dritten Folge von „Brot und Rosen“ geht es um das gemeinsame Bibel lesen. Um genauer zu sein steht in dieser Folge die Josefsnovelle (Gen 37-50) im Mittelpunkt: Was heißt es mit einer materialistischen Perspektive in die biblischen Geschichten zu schauen? Welche Figuren und Konstellationen bekommen so ein ganz anderes Verständnis? Und wie betreibt man von so einem klassenbewussten Standpunkt heraus Theologie? In der ersten Bibel-Folge von „Brot und Rosen“ haben sich Sonja und Peer dafür eine Gästin eingeladen, die mit ihnen zusammen einen materialistischen Blick in die Bibel wirft. Brigitte Kahl ist Neutestamentlerin und feministische Befreiungstheologin. Sie hat 30 Jahre in New York City gelebt un dort am Union Theological Seminary gelehrt. Mittlerweile lebt sie wieder in Deutschland und liest weiter die Bibel mit ihrer ganz wunderbaren klaren, klugen und zugänglichen Art. In dieser Folge setzen wir uns mit unseren eigenen Josefs-Bildern auseinander und entdecken einen Mann der durch verschiedene Wendungen selber die zweite Hand des Pharaos wird und nun die Geschicke des ägyptischen Reiches durch die Mangelwirtschaft und in der Hungersnotzeit wesentlich mitbestimmt. Welche Strukturen dabei geschaffen werden und wem sie dienen diskutieren die drei Gesprächspartner:innen in der Folge ausführlich. Mehr lesen? Wer mehr über Brigitte Kahl, ihren theologischen Ansatz und ihre Arbeiten zu Paulus wissen möchte findet ein Interview von ihr in unserem Sammelband (Open Access): https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/literatur-sprach-und-kulturwissenschaften/gender-studies/60021/queering-theology?c=1879. 
Wer mehr von Brigitte Kahl selbst lesen möchte wird hier fündig: 
Brigitte Kahl, Galatians Re-Imagined: Reading With the Eyes of the Vanquished (2010).
 Brigitte Kahl, Galaterlektüre am Großen Altar von Pergamon. In: Texte und Kontexte, Nr. 4/2006, S. 3–23. Mehr zum Podcast und eine Möglichkeit uns finanziell zu unterstützen findest du bei schoenerglauben.jetzt
#ungefiltert | Nico Buschmann - Warum existiert Gott nicht?17 Sep 202601:21:45
#Ungefiltert – Nico Buschmann über progressiven Glauben, ehrliche Theologie und das Buch, das eigentlich „Gott existiert nicht" heißen sollte Moritz trifft Nico Buschmann – evangelischer Pfarrer aus Köln, bekannt durch seinen Instagram-Account und sein gerade erschienenes Buch Gott ist anders als du denkst. Darin entfaltet er eine progressive Theologie, die sich traut, unbequeme Fragen laut zu stellen: Was, wenn Gott keine Person ist? Was, wenn die Trinität ein Machtprodukt der frühen Kirchenkonzile ist? Und was bleibt dann noch vom Glauben? Das Gespräch beginnt biografisch. Nico wächst kirchenfern auf, landet durch den Tipp seines Vaters in der evangelischen Jugend, wettet mit einer Gruppenfahrerin, dass er monatelang betet – und verändert sich dabei. Ein Jahr auf den Philippinen später, ein Studium, ein Vikariat mit einem Schulmentor, der immer nur fragt: „Warum eigentlich?" – und irgendwann steht Nico am Grab einer Mutter, die ihren Sohn verloren hat, und merkt: Mit der Theologie, die er hat, kommt er hier nicht weiter. Von da geht es tief. Was meint es, wenn Gott nicht personal gedacht wird? Was ist der Unterschied zwischen liberaler und progressiver Theologie? Warum ist die Bibel kein historisches Protokoll, sondern Ausdruck menschlicher Gotteserfahrung? Wie hält man Kirchenleitungen und Gemeindemitglieder aus, wenn man auf der Kanzel sagt, was Theologen schon seit Jahrzehnten wissen, aber selten aussprechen? Und dann: John Shelby Spong und Paul Tillich als theologische Grundlage – aber auch die Frage, was es bedeutet, wenn ein theologischer Denker im Privatleben Machtmissbrauch begangen hat. Kann man Werk und Autor trennen? Nico sagt ja. Moritz fragt nach. Am Ende landen beide beim Abendmahl – als theologischer Ressource, als politischem Akt, als Sehnsucht nach einer Welt, in der alle eingeladen sind. Und bei der Frage, was es gerade braucht: mehr Reden oder mehr Kampf? 📖 Gott ist anders als du denkst von Nico Buschmann – jetzt im Buchhandel 📱 Nico auf Instagram: @einschpunk Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#newnormal | Wie geht Polykrise ohne durchzudrehen?15 Sep 202601:07:16
#wwjd | Jesus als Zukunftsforscher11 Sep 202600:56:01
Jason kommt begeistert vom Freakstock, Moritz vom MegaCamp – 580 Menschen, 35 Grad, Schwäbische Alb, und ein Lager mit dem Motto: Institut für Zukunftsforschung. Was er dort mit Zwölf- bis Vierzehnjährigen über Propheten, offene Zukünfte und die Frage, ob man überhaupt noch Kinder kriegen kann, erarbeitet hat, nimmt er mit in dieses Gespräch mit Jason. Die These: Prophetie und Zukunftsforschung haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide beginnen mit einer genauen Gegenwartsdiagnose. Beide öffnen ein Spektrum möglicher Zukünfte. Und beide tragen das prophetische Vielleicht in sich – die Erkenntnis, dass die Zukunft nicht festgelegt ist, solange Menschen handeln. Von dort aus geht es zu Jona: dem widerwilligen Propheten, der mit Gott hadert, weil er ahnt, dass selbst der Erzfeind Israels gnädig behandelt werden könnte. Zu Jeremia und Jesaja, die eine politische Selbsttäuschung benennen und trotzdem Hoffnung verkünden. Und schließlich zu Jesus – als Zukunftsforscher gelesen: einer, der die Gegenwart des ersten Jahrhunderts präzise analysiert, Szenarien entwirft, zum Handeln einlädt und dabei sagt: Fürchtet euch nicht. Dazwischen: Was Schule mit moralischen Ambitionen zu tun hat – und warum sie es zu selten tut. Warum die Rechten gerade die einzigen sind, die eine Zukunftserzählung haben. Was jüdische Rabbiner über die Wiederkunft des Messias denken. Und warum Monotheismus ausgerechnet in der tiefsten Krise entsteht. Eine Folge, die all over the place ist – und genau deshalb irgendwo landet. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#live | Songs of Hope and Beauty08 Sep 202600:53:53
Live beim Songs of Hope and Beauty – Hoffnung, Musik und die Grüne Hauptstadt Ein Live-Podcast aus dem Kirchengarten 2.0 in Heilbronn. Moritz sitzt auf der Bühne mit drei Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise dasselbe tun: Räume schaffen, in denen etwas entstehen kann. Jonnes ist Singer-Songwriter aus Ludwigsburg und schreibt Lieder über die Frage, was es eigentlich bedeutet zu hoffen – bevor man überhaupt fragt, was einem Hoffnung macht. Anne-Christina Achterberg-Boness, auch bekannt als Empress Bahati, macht mit ihrer internationalen Band Rise'n'Shine Musik zu Klimagerechtigkeit, Menschenrechten und globaler Solidarität – von der Quelle des Nils bis zu Schulen in Bonn. Dr. Julia Hufnagel leitet die Abteilung Strategie und Zukunftsfragen beim Heilbronner Oberbürgermeister und ist verantwortlich für das Projekt Grüne Hauptstadt Europas 2027. Das Gespräch kreist um eine ehrliche Frage: Warum macht man weiter, wenn die Probleme größer sind als man selbst? Die Antworten sind unterschiedlich – und gerade deshalb erhellend. Jonnes spricht davon, sich von der Erwartung unmittelbarer Veränderung zu lösen und stattdessen aus der Verpflichtung der Notwendigkeit heraus zu handeln. Anne-Christina erzählt von einer Flut in Tansania, von einem Schüler, der seitdem jedes Konzert fotografiert. Und Julia davon, wie ein Titel wie Grüne Hauptstadt Europas plötzlich Institutionen zusammenbringt, die vorher keinen Grund hatten, miteinander zu reden. Dazwischen: Was Musik mit Sprache zu tun hat. Warum Konfliktpotenzial auch ein Zeichen wachsenden Bewusstseins ist. Und was ein Teenie-Zeltlager über Zukunftsforschung lehren kann. Links: Jonnes: jonnes.de Rise and Shine: riseupafrica.org Heilbronn – Grüne Hauptstadt Europas 2027: heilbronn2027.de Veranstalter: https://hn-mittendrin.de Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#interview | Dalilah Shemia - Wie funktioniert gewaltfreier Widerstand?06 Sep 202601:39:34
#newnormal | Was, wenn es nicht mehr gut wird? Mit Walter Lechner04 Sep 202601:07:53
#brotundrosen | Was ist eigentlich Klasse?29 Aug 202601:09:01
#brotundrosen | Vorstellungsrunde – Theologie mit Klassenperspektive29 Aug 202600:26:00
#interview | Ist grad alles bisschen viel? Mit Debora Kuder und Sarina Pfauth26 Aug 202601:03:57
#interview | Nico Buschmann – Was ist progressive Theologie?17 Aug 202601:06:14
Nico's neues Buch, progressives Christentum und warum Gott für ihn nicht als Person gedacht werden sollte In dieser Folge sprechen Jason und Nico über Nicos neues Buch, das seit dem 7.8. erschienen ist, und über die theologische Grundfrage, wie man heute ehrlich von Gott sprechen kann. Im Zentrum stehen progressives Christentum, Paul Tillich, Prozesstheologie und die praktische Frage, wie Glaube in Gemeinden, Ritualen und Seelsorge lebendig wird. Jason bringt dabei die Perspektive aus der Prozesstheologie ein, während Nico seine Position aus progressiver, eher liberaler Theologie entfaltet. Gemeinsam arbeiten sie heraus, warum Glauben für beide nicht bei richtigen Sätzen stehen bleiben darf, sondern Erfahrung, Wirkung und gelebte Konsequenzen braucht. (Leider hat es technische Probleme gegeben, das tut mir sehr leid. Demnächst wieder in besserer Qualität) Key topics Nico erklärt, warum das Buch aus seiner Community heraus entstanden ist: Viele Menschen wollten etwas über seinen Glauben lesen, ohne theologische Vorkenntnisse mitbringen zu müssen. Er beschreibt das Buch als allgemeinverständliche Einführung in progressive Theologie, nicht als akademisches Werk für Theologinnen und Theologen. Progressives Christentum definiert Nico als eine Theologie, die stärker auf das fokussiert, was Jesus getan und gesagt hat, als auf spätere Dogmen über Jesus. Er betont die soziale und ethische Dimension: Im Zentrum stehen marginalisierte, unterdrückte und ausgeschlossene Menschen. Jason und Nico kritisieren gemeinsam ein Christentum, das sich in richtigen Glaubenssätzen erschöpft, aber wenig Wirkung auf die reale Welt hat. Nico macht deutlich, dass ihn Kategorien wie konservativ oder liberal weniger interessieren als die Frage, wie Menschen Glauben tatsächlich erleben. Ein großer Schwerpunkt ist Paul Tillich: Für Nico ist Gottesrede sinnvoller als Rede vom Daseinsgrund, nicht von einem personalen Gegenüber. Die beiden diskutieren ausführlich den Unterschied zwischen einem personal gedachten Gott und einer prozesshaften, erfahrungsbezogenen Gottesvorstellung. Nico erklärt, warum er die klassische Vorstellung von Gottes Handeln für problematisch hält, vor allem im Blick auf Leid und Theodizee. Bei Jesus kommt Nico zu dem Schluss: Jesus ist nicht Gott im ontologischen Sinn, sondern der Mensch, in dem der Grund des Seins sichtbar und wirksam wird. Im zweiten Teil geht es sehr praktisch um Nicos Gemeindearbeit: offene Abendmahlspraxis, angepasste Einsetzungsworte, Seelsorge online und reflektierte Liturgie. Nico beschreibt, wie er bewusste Irritation in Gottesdiensten nutzt, etwa durch weibliche Gottesbilder und variierende Sprache, um eingefahrene Vorstellungen aufzubrechen. Timestamps 00:00 - Begrüßung, Buchrelease und worüber heute gesprochen wird 01:05 - Das Buch ist seit dem 7.8. draußen 02:04 - Warum Nico das Buch geschrieben hat 03:01 - Ein Buch für Nicht-Theologinnen und Nicht-Theologen 04:00 - Nicos Alltag als Pastor und digitaler Seelsorger 05:32 - Was progressives Christentum für Nico bedeutet 08:56 - Warum Glaubenssätze ohne Weltbezug zu wenig sind 10:48 - Warum Nico sich gegen enge theologischen Schubladen wehrt 12:29 - Theologie muss politische Konsequenzen haben 14:24 - Paul Tillich als wichtige Inspirationsquelle
#Interview | Warum viele US-Evangelikale den Klimawandel ablehnen06 Aug 202601:50:45
#Live | Freakstock26 – Braucht es eine christliche Antifa?04 Aug 202601:13:34
#newnormal | Wie lebt es sich als deutsch-israelische Familie in Berlin?29 Jul 202600:57:32
#NewNormal – Wie lebt es sich als deutsch-israelische Familie in Berlin? Hannah ist neu im Schöner-Glauben-Team – und bringt eine Perspektive mit, die in progressiven deutschsprachigen Diskursen selten so offen zu hören ist: Sie ist Deutsche, mit einem Israeli verheiratet, Mutter einer dreijährigen Tochter, die den israelischen Nachnamen ihres Vaters trägt. Und sie lebt in Berlin. Jason und Hannah reden über das, was der 7. Oktober mit einer Familie wie ihrer gemacht hat. Nicht nur das unmittelbare Trauma – Hannahs Mann hat ein Familienmitglied verloren – sondern das, was danach kam und seitdem bleibt: die Frage, welche Sprache man auf der Straße spricht, ob man in bestimmten Stadtteilen hebräisch redet oder lieber nicht, was es bedeutet, wenn die eigene Tochter in drei Jahren mit einem israelischen Nachnamen eingeschult wird. Das Gespräch hält viele Gleichzeitigkeiten aus. Hannah benennt klar, dass sie den Begriff Genozid für das, was in Gaza passiert, inzwischen selbst verwendet – und erzählt gleichzeitig, wie schwer es ist, dafür einen Ort zu finden, der weder die israelische Kriegsführung ausblendet noch das Leid der Opfer des 7. Oktober. Sie berichtet von einer Veranstaltung israelischer Friedensaktivistinnen in Neukölln, die vom eigentlich solidarischen Publikum regelrecht von der Bühne gebuht wurden. Und von dem Gefühl, in der deutschen Linken ein stückweit politische Heimat verloren zu haben. Jason bringt seinen Schulalltag ein: Wie unterrichtet man das Thema, wenn es weder im Curriculum vorkommt noch jemanden kalt lässt? Wie geht man mit Schüler:innen um, die TikTok-Ausschnitte zeigen – ohne den Kontext, aber mit vollem Schmerz? Am Ende steht kein Fazit, sondern eine Orientierung: Die Stimmen, die es braucht, sind die von Menschen, die auf beiden Seiten gleichzeitig stehen – wie die Bewegung Standing Together oder die neu gegründete Partei Macom le Culano. Laut machen, statt wegschauen. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#ungefiltert | Nana Myrrhe - Laut und kreativ gegen die Purity Culture26 Jul 202601:10:44
#Ungefiltert – Nana Myrrhe über Purity Culture, Körperscham und den Weg raus Nana Myrrhe ist Autorin, Aktivistin und betreibt den Account Purity Britney – und ist damit eine der lautesten und kreativsten deutschsprachigen Stimmen gegen Purity Culture. Moritz hat ihr Buch Feucht und Fromm gelesen und wollte sie einfach kennenlernen. Das ist #Ungefiltert. Das Gespräch beginnt biografisch: aufgewachsen in charismatisch-fundamentalistischen Kreisen, in denen der Körper als Ort der Gefährdung galt, Sexualität als dämonische Energie und Jungfräulichkeit als das Heiligste, was man bewahren konnte. Nana erzählt, wie tief diese Prägungen gingen – bis in die Scham, sich selbst nackt zu sehen. Und was passiert, wenn man ein Leben lang darauf wartet, dass die Ehe das alles wie von Zauberhand auflöst. Spoiler: Es löst sich nicht auf. Nana spricht offen über Vaginismus, über die psychosomatischen Folgen von Purity Culture und über den Moment, in dem die Wut größer wurde als die Angst. Daraus entstand ihr Buch – und Purity Britney. Dazu geht's um: warum Paulus so viel mehr zitiert wird als Jesus. Wie biblische Texte über Ehe und Körper im historischen Kontext gelesen werden müssen – und was passiert, wenn man das nicht tut. Britney Spears als unfreiwillige Ikone der Purity Culture. Und was Humor als Aufklärungsformat leisten kann, das sachliche Argumente allein nicht schaffen. 📖 Feucht und Fromm von Nana Myrrhe – am besten direkt bei ihr bestellen (sie signiert und bekommt mehr davon): @nanamyrrhe oder nanamyrrhe.de 🎵 Musikvideo zu Toxic (Purity Culture Parodie) – https://www.youtube.com/watch?v=GYjiNsrVr10&list=RDGYjiNsrVr10&start_radio=1 📬 Newsletter (kommt selten, dafür gut): nanamyrrhe.de Das frühere Gespräch mit Franzi und Andrea Hansen zu Purity Culture gibt's auch bei Schöner Glauben, einfach runterscrollen :) Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#interview | Jörg Rieger - Was ist Theologie im Kapitalozän?23 Jul 202601:30:55
Theologie im Kapitalozän – Ein Gespräch mit Jörg Rieger Was hat Theologie mit dem Kapitalismus zu tun? Mehr, als die meisten Menschen ahnen – und mehr, als die meisten Kapitalismuskritiker zugeben würden. Moritz spricht mit Professor Jörg Rieger, Methodistischer Pastor, Befreiungstheologe und Inhaber einer der renommiertesten Theologie-Professuren an der Vanderbilt University in Nashville. Sein Buch Theologie im Kapitalozän ist gerade auf Deutsch erschienen – und es kommt zur richtigen Zeit. Schon der Begriff macht einen entscheidenden Move: nicht Anthropozän, wo acht Milliarden Menschen kollektiv angeklagt werden, sondern Kapitalozän. Die Frage ist nicht, wer Kaffeebecher benutzt, sondern wer den Planeten wirklich zerstört – und welche Interessen dahinterstecken. Dass BP in den 90ern den persönlichen CO2-Fußabdruck erfunden hat, ist kein Zufall. Es ist Ablenkung. Das Gespräch geht tief. Welche Gottesbilder formt das Imperium – und welche werden durch die Bibel gebrochen? Was hat die Weihnachtsgeschichte mit Machtkritik zu tun? Warum sitzt Gott im Exodus nicht beim Pharao, sondern im brennenden Dornbusch? Und was sagt es über die Methodistische Kirche, dass sie von 1933 bis 1945 die Mittelposition bezogen hat – und warum ist genau das auch heute eine Gefahr? Jörg erklärt, warum Solidarität keine Weichheit ist, sondern die eigentliche Machtfrage. Wie Community Organizing und Solidaritätsökonomie konkret zusammengehen – in seinen Solidarity Circles, die mit über 300 Gemeinden ökumenisch und interreligiös gearbeitet haben. Und warum eine Erweckungsbewegung von unten theologisch gesehen plausibler ist als alles, was von oben inszeniert wird. Wer das Buch lesen will: Theologie im Kapitalozän kostet bei Kohlhammer 22 Euro. Auch Bibliotheken können es anschaffen. https://shop.kohlhammer.de/theologie-im-kapitalozan-47882.html#147=19 Den Link zum Wendlin Cook Program findet ihr hier: religionandjustice.org Eine frühere Folge mit Jörg im HolyClub-Podcast: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/20-moritz Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#interview | Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier - Queering Theology und Kapitalismuskritik21 Jul 202601:06:19
#interview – Queering Theology: Befreiung für alle oder Sondergruppen-Theologie? Moritz spricht mit Charlotte Jacobs und Sonja Thomaier, die gemeinsam den Sammelband Queering Theology herausgegeben haben. Das Buch ist auch als Open Access PDF kostenlos verfügbar – der Link dazu findet sich unten. Queere Theologie, das klingt erstmal nach Apologie: der Versuch zu erklären, warum queer sein und Christsein zusammengeht. Charlotte und Sonja beginnen genau dort – und führen dann weit darüber hinaus. Das Gespräch entfaltet, wie sich queere Theologie methodisch entwickelt hat: von der Dekonstruktion über das Reclaimen biblischer Texte bis hin zur befreiungstheologischen Frage, welche Systeme überhaupt erst Ausschluss produzieren. Der zentrale Move des Bandes: Queering Theology nicht als Identitätstheologie, sondern als kritische Methode zu verstehen – die alle machen können und sollten. Denn wer Geschlecht, Körper und Macht ernst analysiert, stellt fest: Niemand ist unbetroffen. Das führt zu harten Fragen. Ist Inklusion in ein ungerechtes System wirklich das Ziel? Was passiert, wenn Errungenschaften per Fingerschnips zurückgedreht werden? Wie hängen Queerness und Klassenanalyse zusammen – und warum wurde diese Verbindung historisch immer wieder unsichtbar gemacht? Und warum wird eine bissige Theologin wie Marcella Althaus-Reed in der deutschen Rezeption so gerne harmlosgemacht? Dazu kommt die Gegenwartsanalyse: Kapitalismuskritik ist gerade en vogue – aber sie bricht meist genau dort ab, wo sie systemisch werden müsste. Charlotte und Sonja zeigen, warum queere Theologie als Befreiungstheologie genau da weitermacht, wo andere aufhören. Charlotte und Sonja sind neu im Schöner Glauben Team – und bringen mit Brot und Rosen bald ein eigenes Format mit Peer an den Start. 📖 Queering Theology – kostenlos als Open Access PDF: https://www.vr-elibrary.de/doi/book/10.14220/9783737018746 Instagram @schoenerglauben @barista_pastor @herzkopfhandtheologie Wenn euch diese Folge was gegeben hat: Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#popklub | Danger Dan - keine Angst vor Antifa?17 Jul 202600:56:46
#Popklub – Keine Angst: Danger Dan, das ZDF und die Frage nach dem richtigen Widerstand Heute mal wirklich brandaktuell: Moritz und Benni – Mennoniten-Pastor aus Frankfurt und neu im Schöner-Glauben-Team – nehmen sich einen Moment vor, der sich gerade in Echtzeit entfaltet. Danger Dan und Igor Levit sollten gestern beim hundertsten Jubiläum der Anstalt auftreten. Kurzfristig ausgeladen. Der Song Keine Angst war da noch nicht mal veröffentlicht. Seit Mitternacht ist er es. Und seitdem läuft die Debatte. Moritz und Benni hören genau hin, was in dem Lied steht: ein Mantra gegen Lähmung, eine Anleitung zur Selbstorganisation, Hinweise auf Klandestin, Doxing, Notwehr – und am Ende Grüße an Lina, Gucci, Maya und Nanuk. Und sie fragen sich, warum Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt 2021 noch durchging und das hier nicht. Das führt tiefer: Was bedeutet Keine Angst als biblisches Motiv – von den Engeln bei Jesu Geburt bis zu den eingeschlossenen Jüngern nach Ostern? Was hat linker Protest im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verloren – und was darf er fordern? Bringt Outing von Nazis noch was, wenn 30 bis 40 Prozent AfD wählen? Und was wäre eigentlich die Aufgabe von Kirche in alldem – als Raum, nicht als Plattform? Dazu: Wie die EmK intern um ihren Unvereinbarkeitsbeschluss gerungen hat – und was das mit dem Abendmaltstisch zu tun hat. Eine Folge, die noch nicht abgeschlossen ist: je nachdem, wie die Anstalt morgen reagiert, gibt es vielleicht eine Fortsetzung. Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#wwjd | Jesus anbeten oder nachfolgen?14 Jul 202601:00:54
#wonderland | Pro und Contra Regime: Iran-Demos, MMA und Gender12 Jul 202601:31:01
#interview | Lust als Schlüssel für ein gesundes Leben08 Jul 202601:11:17
#popklub | Fler in der idea - reicht "Jesus ist der coolste" als Bekenntnis?30 Jun 202601:02:24
#popklub – Fler, IDEA und die Frage, wann Christsein glaubwürdig ist Mo, Jason und Hannah – zum ersten Mal dabei, herzlich willkommen im Team! – nehmen sich eine Begegnung vor, die keiner so wirklich kommen gesehen hat: Der Berliner Rapper Fler gibt der evangelikalen Wochenzeitschrift IDEA ein Interview. Tenor: Jesus ist der Coolste. Und die Kommentare? Durchweg herzlich. Das Trio nimmt das zum Anlass für eine Analyse, die über Fler weit hinausgeht. Wann und warum öffnet die konservativ-christliche Bubble ihre Türen? Warum reicht ein einziges Bekenntnis, während queere Christinnen mit komplettem Lebenswandel immer noch draußen stehen? Und was sagt es über ein bestimmtes Christentum aus, wenn die richtigen Schlagworte mehr zählen als eine erkennbare Glaubenspraxis? Außerdem: Was Fler mit IDEA eint – von Woke-Culture-Kritik bis zu einer konservativen Grundhaltung, die im Interview unbefragt bleibt. Warum sein Online-Casino-Lifestyle dort kein Thema ist. Und ob es eigentlich progressive christliche Ikonen gibt – oder ob das strukturell schwieriger ist. Hannah bringt dazu eine persönliche Geschichte mit: Über jesus.de, eine Pastorenfamilie, eine Frau im Forum – und wie all das irgendwann bei Fler landete. Wenn euch diese Folge was gegeben hat: Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#srsly | Quinton Ceasar – Was kritisierst du an Nmechas WM-Gebet?24 Jun 202601:50:34
Ein Gebet auf dem Fußballfeld kann harmlos wirken. Oder es öffnet eine viel größere Frage: Welcher Jesus wird hier eigentlich sichtbar? In unserer neuen Folge sprechen Marie und Peer mit Quinton Caesar über seine Kritik an Ameche. Quinton hatte einen Instagram-Beitrag geteilt, der für einige Diskussionen sorgte. Es geht um Männer-WM, Fußballliebe, Boykott, Religionsfreiheit, Seven Mountain Mandate, queere Ausschlüsse und den „parfümierten Jesus“. Eine Folge über das, was mitbetet, wenn Glaube öffentlich wird. Mehr zu schöner glauben: www.schoenerglauben.jetzt
#live | Jugendkirche München – Nicht/nur mit uns. Lebenskraft Glaube.17 Jun 202601:34:16
Erlebe die Kraft des Glaubens in unserer neuesten Episode! 🌟 Wir diskutieren, wie Glaube uns durch herausfordernde Zeiten trägt und was "Lebenskraft Glaube" wirklich bedeutet. Heute dabei: Moritz Mosebach, Celine Edinger, Jason Liesendahl Key takeaways: Ehrlicher Glaube: Wie wir in der Realität leben und Glauben erfahren. Die Bedeutung von Gemeinschaft und Nächstenliebe in Krisenzeiten. Abstiegserzählungen: Warum sie wichtig sind und wie sie uns helfen können. Die Rolle der Kirche in der heutigen Gesellschaft und wie wir sie neu gestalten können.
#popklub | Was leistet linker Pop?10 Jun 202601:13:39
#Popklub – Linke Musik unter der Lupe Neu bei Schöner Glauben: der Popklub. Moritz und Jason (oder andere) nehmen sich popkulturelle Phänomene vor – Lieder, Filme, Serien – und schauen, was drin steckt. Theologisch, gesellschaftlich, politisch. Heute zur Eröffnung: linke Protestmusik. Den Auftakt macht ein Klassiker: Schrei nach Liebe von Die Ärzte, 1993, kurz nach den Baseballschlägerjahren. Ein Song, der eine Generation politisiert hat – und der bis heute auf jeder Demo erklingt. Aber was leistet er eigentlich? Selbstvergewisserung, Abgrenzung, ein bisschen Psychologisierung. Und dann? Jason und Moritz stellen sich die unbequemere Frage: Ist das alles, was linker Pop kann? Sie hören sich durch Kafka mit fv, K.I.Z. und die Antilopengang – und stoßen dabei auf ein Grundproblem: Fantasielosigkeit. Viel Kritik, wenig Vision. Viel Wir-sind-mehr, wenig Wohin-wollen-wir-eigentlich. Das führt tiefer: Was ist Linksradikalismus? Was steht in Artikel 15 des Grundgesetzes? Warum kommt die neue Rechte mit einer klaren Erzählung, während die demokratische Mitte herumdruckst? Und was hat das alles mit Psalm 58, Inglourious Bastards und der Feindesliebe zu tun? Spoiler: Am Ende muss Jesus die Beiden retten. Feedback gerne in den Kommentaren oder auf Instagram. Wer "schöner glauben" bald live erleben will: 12.06., 19:30 Uhr, Jugendkirche München. https://domberg-akademie.de/veranstaltungen-detail/live-podcast-schoener-glauben Am 5. September folgt das Songs of Hope and Beauty Open Air in Heilbronn. https://eventfrog.de/de/p/festivals/pop-rock/open-air-festival-songs-of-hope-and-beauty-7442520844734064049.html Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen und dafür sorgen, dass weitere Folgen PopClub entstehen können. Danke!
#interview | Sönke Lorberg-Fehring – Was kann Kirche gegen den Hass bewirken?09 Jun 202601:13:57
#interview | Martin Thoms – Warum glaubst du an die Allversöhnung?02 Jun 202601:54:43
#interview | Konvertiert Jay zur Prozesstheologie?29 May 202602:32:58
#ungefiltert | Celine Edinger - Warum bist du feministische Christfluencerin?26 May 202600:57:13
#Ungefiltert – Celine Edinger über feministischen Glauben, Social Media und gesehen werden Ein neues Format bei Schöner Glauben: Ungefiltert. Moritz trinkt gerne Filterkaffee – und führt ungefilterte Gespräche. Die Idee dahinter: Menschen, die für bestimmte Dinge stehen, nicht über ihre Positionen befragen, sondern sie erstmal kennenlernen. Biografisch. Menschlich. Ohne Agenda. Den Anfang macht Celine Edinger – feministisch, christlich, queer, Münchnerin, Barista-Ästheten-Pendent und bald auch Romanautorin. Auf Instagram bekannt als @celine.edinger, hat sie sich bewusst als feminist Christfluencer positioniert – als Provokation und Einladung zugleich. Im Gespräch geht es darum, wie Celine nach Jahren Kirchenabstand ihren Glauben neu entdeckt hat – nicht durch einen Erleuchtungsmoment, sondern langsam, fragend, neugierig. Warum Feminismus und Christentum für sie keine Gegensätze sind, sondern sich gegenseitig brauchen. Und warum sie auf Social Media lieber einlädt, als in Kulturkämpfe einzusteigen. Außerdem: Warum Glaube keine Selbstoptimierung ist. Was Maria als feministische Figur bedeutet. Wie man eine gute Gemeinde findet (Spoiler: vielleicht einfach mal hingehen). Und was die Jahreslosung „Du bist ein Gott, der mich sieht" damit zu tun hat. Ungefiltert wird weitergeführt – weitere Gäst:innen folgen in den nächsten Monaten. Celine auf Instagram: @celine.edinger Ihr Roman Die Austernfischerin erscheint am 13.07. Live-Podcast in München am 12.06.: https://domberg-akademie.de/veranstaltungen-detail/live-podcast-schoener-glauben Wenn euch diese Folge was gegeben hat und ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet: Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell helfen, damit weiter solche Gespräche entstehen können. Danke!
#wonderland | Macht uns der Tod religiös?25 May 202601:12:58
#tbh | Church Leave und das böse (?!) D–Wort21 May 202601:05:17
#srsly | Uwe Heimowski – Geht das gegen evangelikale Kernüberzeugungen?19 May 202601:53:34
#interview | Nora- Schmidt – Warum opfern wir uns selbst?14 May 202601:29:30
#wwjd | Sind Dämonen real?12 May 202601:04:41
Es heißt, Jesus habe Dämonen ausgetrieben. Ist das heute nachvollziehbar? Manchmal sind die alten Worte nicht einfach erledigt. Dämonen, Geister, Besessenheit – für viele klingt das nach antikem Weltbild, religiöser Übertreibung oder nach genau den Formen von Christentum, vor denen man lieber Abstand hält. Und ja: Diese Sprache kann gefährlich werden. Vor allem dann, wenn sie Menschen dämonisiert, Ängste schürt oder religiöse Autorität mit Macht verwechselt. Aber vielleicht ist die Sache komplizierter. In dieser Folge fragen Moritz und Jason, was in den biblischen Dämonenerzählungen eigentlich zur Sprache kommt. Geht es nur um Krankheiten, die man damals noch nicht anders erklären konnte? Oder erzählen diese Texte auch von Mächten, die Menschen aus der Gemeinschaft drängen, von Strukturen, die Leben zerstören, von Momenten, in denen Menschen wie von etwas ergriffen handeln, das größer ist als sie selbst? Es geht um Jesus und den Gerasener. Um „Legion“ als mögliche Imperiumskritik. Um Healing Rooms, TikTok-Prediger, Spiritual Warfare und die Frage, wann religiöse Sprache Menschen hilft – und wann sie ihnen schadet. Und irgendwann steht eine größere Frage im Raum: Wenn Jesus Menschen aus Ausgrenzung, Angst und destruktiven Mächten zurück ins Leben holt – was würde das heute bedeuten? Vielleicht beginnt Dämonenaustreibung nicht mit lauten Gebeten gegen dunkle Mächte. Vielleicht beginnt sie dort, wo Menschen einander wieder begegnen können, ohne einander sofort zu entmenschlichen. Die neue Folge gibt es überall, wo es Podcasts gibt. www.schoenerglauben.jetzt
#thisis | N.T. Wright – Hat Gott bereits gewonnen?22 Apr 202601:06:00
#wonderland | Religion, Behinderung und Bilder von göttlichen Kräften als Superhelden15 Apr 202601:18:22
#interview | Aline Ott – Was ist hegemoniale Männlichkeit?31 Mar 202601:02:22
#srsly | Wie stark prägt toxische Männlichkeit?26 Mar 202601:16:41
In dieser Folge von Schöner Glauben sprechen die drei Männer Jason, Moritz und Peer über ein Thema, das viele bewegt – und oft auch überfordert: sexualisierte Gewalt, Männlichkeit und die Frage, ob wirklich „alle Männer“ betroffen sind. Ausgehend von aktuellen Fällen aus den Medien reflektieren wir unsere eigenen Erfahrungen, Prägungen und blinden Flecken. Wir fragen ehrlich: Wo sind wir Teil eines Systems, das Gewalt ermöglicht? Und was bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für das eigene Verhalten, sondern auch für die Strukturen, in denen wir leben? Dabei geht es um mehr als einzelne Taten: Es geht um Macht, Kontrolle, Sozialisation und darum, wie tief diese Muster in uns allen verankert sind. Wir sprechen über Alltagsbeispiele, über Sprache, über digitale Räume und darüber, wie sich Männlichkeit verändern müsste, damit echte Sicherheit entstehen kann. Diese Folge ist kein abschließendes Statement, sondern ein offenes Gespräch. Unvollständig, tastend – und genau deshalb wichtig. 👉 Mehr Infos zum Podcast und Möglichkeiten, uns finanziell zu unterstützen, findest du unter: www.schoenerglauben.jetzt
#interview | Arnd Henze – Christlicher Nationalismus: Mit Gott gegen die Demokratie.17 Mar 202600:57:10
#interview | Charlotte Jacobs - Klassismus, Klasse, Klassenkampf?13 Mar 202601:21:01
In dieser Folge von Schöner Glauben spricht Moritz mit der Theologin Charlotte Jacobs über Klassismus, soziale Herkunft und die Frage, ob wir wieder stärker über Klasse sprechen müssen. Ausgangspunkt ist das Buch „Wo ich nicht sein sollte – meine Schamorte“ von Sara Mari Blom. Darin beschreibt sie Erfahrungen von Scham, die entstehen können, wenn Menschen aus nicht-akademischen oder ökonomisch weniger privilegierten Kontexten in neue soziale Räume geraten. Im Gespräch geht es jedoch nicht nur um individuelle Erfahrungen, sondern auch um die größere gesellschaftliche Frage nach Klasse: Wie hängen persönliche Schamerfahrungen mit sozialen Strukturen zusammen? Welche Rolle spielen Bildung, kulturelles Kapital und ökonomische Ungleichheit? Und warum ist der Begriff Klasse in vielen politischen und kirchlichen Diskursen lange Zeit aus dem Blick geraten? Moritz und Charlotte diskutieren, wie sich Klassismus von klassischen Klassentheorien unterscheidet – und warum beide Perspektiven wichtig sind, um soziale Ungleichheit zu verstehen. Dabei geht es darum zu zeigen, wie klassische, materialistische Theorien heute noch dabei helfen, diese Welt zu verstehen und letztlich auch zu ändern. Dabei werden ökonomische, ökologische und theologische Aspekte benannt und bedacht. Die Folge verbindet persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlicher Analyse – und lädt dazu ein, über Klasse, Herkunft und Machtverhältnisse neu nachzudenken. Kritische Tage: https://www.kritischetage.de/ Podcast zur Vergesellschaftung: https://armutszeugnis.podigee.io/15-15-vergesellschaftung-kapitalismus-ist-verfassungswidrig 👉 Mehr über Schöner Glauben und Möglichkeiten, unsere Arbeit finanziell zu unterstützen, findest du auf www.schoenerglauben.jetzt
#interview | Lasse Meininger – Wird der Ton in Freikirchen härter?11 Mar 202600:50:19
srsly | Reaction: Sollten Christ*innen an Übernatürliches glauben? VRK-Talk mit Nico Buschmann und Simon Garrecht06 Mar 202601:06:26
#newnormal - Was tun gegen Faschismus — ganz praktisch?26 Feb 202601:03:21
Wie sprechen wir über Faschismus, ohne in Hoffnungslosigkeit zu versinken — und vor allem: was können wir konkret tun? In dieser Folge von Schöner Glauben sprechen Marie, Moritz, Jason und Damaris darüber, wie sich ihre Perspektiven seit der „Unruhige Hoffnung“-Konferenz verändert haben und warum die Frage nach Faschismus heute nicht nur theoretisch, sondern zutiefst praktisch ist. Das Gespräch bewegt sich zwischen persönlicher Erfahrung, politischer Analyse und kirchlicher Verantwortung. Es geht um Begegnungen im Alltag, schwierige Gespräche, demokratische Prozesse, digitale Überwachung, soziale Ungleichheit und die Frage, welche Rolle Kirchen in gesellschaftlichen Konflikten spielen können — oder sollten. Dabei wird deutlich: Hoffnung entsteht weniger durch Optimismus als durch gemeinsame Praxis, Vernetzung und sichtbare Positionierung. Konkrete Beispiele zeigen, wie christliche Praxis aussehen kann — von politischen Andachten und gemeinsamer Teilnahme an Demonstrationen bis zu lokalen Initiativen, Stadtteilarbeit, Gesprächen an der Bar oder bewusster Positionierung im eigenen Umfeld. Kirche erscheint dabei nicht als fertige Antwort, sondern als Raum, in dem Solidarität, Menschenwürde und demokratische Verantwortung eingeübt werden können. Die Folge fragt nach einem gemeinsamen „Minimum“: Welche Werte tragen uns — auch bei unterschiedlichen politischen und theologischen Positionen? Und wie können Christ:innen Narrative von Menschenwürde, Solidarität und Hoffnung zurückgewinnen, die gesellschaftlich zunehmend umkämpft sind. 👉 Mehr über Schöner Glauben und Möglichkeiten, unsere Arbeit finanziell zu unterstützen, findest du auf www.schoenerglauben.jetzt
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