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#interview | Markus Wenz – Was unterscheidet euch nun von den Sedras?
Episode 247
Saturday, October 17, 2026 • Duration 54:26
#srsly | Sollten alle Menschen Methodist:innen werden?
Episode 245
Thursday, October 15, 2026 • Duration 01:02:55
EXKLUSIV: Sollten alle Menschen Methodist:innen werden?
Drei Methos packen aus: Was der Methodismus wirklich ist – und warum das alle angeht.
Es gibt einen Podcast, der gerade die Methodismus-Bubble aufmischt: Thorsten Dietz und Martin Hühnerhoff haben bei Das Wort und das Fleisch zweieinhalb Stunden über den Methodismus geredet. Zweieinhalb (!) Stunden! Und Sarah, Björn und Moritz von Schöner Glauben haben alles innerhalb von drei Stunden nach Release gehört. Natürlich..., sind ja Methos 😉
Was folgt, ist ein Gespräch, das persönlich, ehrlich und sehr methodistisch ist wie ein John-Wesley-Zitat morgens um 4 (da stand John jeweils auf). Bei Schöner Glauben sind die drei nun zum heißen Debriefing geladen.
Der Zeuge, der nicht auftauchte:
Sarah wartete die ganzen zweieinhalb Stunden auf Walter Klaiber als Überraschungsgast. Spoiler: er kam nicht. „Ich war schon enttäuscht, ehrlich gesagt.” ist das schon methodistische Resignation?
Was ist Methodismus überhaupt?:
Moritz erklärt es in zwei Sätzen: Aus der Kirche, rein ins Leben, Glaube, der in der Liebe tätig wird. Sarah ergänzt: Das Beste aus drei Welten – reformierte Theologie, persönliche Frömmigkeit, katholisches Liturgieverständnis. Björn sagt: Man eckt überall an - im Methodismus endlich nicht mehr...
Die Bombe, die Thorsten nicht warf:
„Methodismus ist das Betriebssystem der Moderne.” Thorsten sagte es und Sarah, Björn und Moritz bestätigen es - und damit stellt sich die Frage, die alle umtreibt: Wenn das so ist – warum kennt dann kaum jemand den Methodismus? Und wieso ist Thorsten noch kein Metho?!
Anecken war immer sein Ding:
Wesley predigte in anglikanischen Kirchen der Oberschicht: „Ich bin ein Sünder – so wie ihr.” Daraufhin folgte der Rauswurf. Dann predigte er den Minenarbeitern dieselbe Botschaft - und sie weinten! Einer aus der Elite, der sich auf Augenhöhe stellt? Ein Gott, der sie liebt, mit allem, was sie ausmacht?
Der Rest ist Geschichte.
Die neue Folge jetzt überall, wo es Podcasts gibt.
Den Holy Club Podcast – den methodistischen Schwester*-Podcast – findet ihr auch überall, wo es Podcasts gibt.
Fragen, Anmerkungen, methodistische Beichtgeständnisse? Gerne in der Schöner Glauben App – vielleicht gibt es bald sogar eine eigene METHO-Gruppe. Und: Sarah sucht noch jemanden, der weiß, was sie sich zuletzt an John-Wesley-Equipment zugelegt hat. Wer es errät, gewinnt ein Buch über - klar: John Wesley 😇🥰
John Wesley Comic: https://youtu.be/lE8BPXmH-ag?is=8b-TPqbIErKHnnv_
HolyClub mit Walter Klaiber: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/34-34
HolyClub mit Elinor Hoeke: https://the-holy-club.blogs.audiorella.com/25-elinorhoeke
Auf www.schoenerglauben.jetzt könnt ihr uns finanziell unterstützen. Danke!
#interview | Björn Tröger - Wie viel Denken hält christliche Gemeinschaft aus?
Episode 246
Wednesday, October 14, 2026 • Duration 01:08:55
#srsly | Warum wurden die Sedras ausgeladen?
Episode 244
Tuesday, October 13, 2026 • Duration 01:37:18
#interview | Mira Ungewitter & Marco Michalzik – Starten wir ein progressives Netzwerk?
Episode 243
Friday, October 9, 2026 • Duration 37:08
#interview | Gofi Müller – Kann eine KI dich lieben?
Episode 242
Friday, October 2, 2026 • Duration 01:12:14
Wut, Liebe, Filmriss mit Gofi Müller
Jason spricht mit Gofi Müller über dessen neues Buch, das in Bremen und besonders in Huchting spielt. Im Mittelpunkt stehen die verschachtelte Erzählstruktur, das Schreiben aus gelebter Realität, KI-Beziehungen, Männlichkeit und die Frage, wie Geschichten überhaupt Sinn erzeugen.
Gofi Müller ist Künstler, Autor und Teil von Hossertalk. In diesem Gespräch gibt er einen sehr persönlichen und zugleich literarischen Einblick in sein Schreiben, seine Recherche und die Themen, die ihn gerade beschäftigen.
Key topics
Gofi Müller beschreibt sein neues Buch als Teil eines größeren Erzählkosmos, der mit früheren Büchern wie Tim Tom Guerilla und Huchting verbunden ist.
Die Geschichte arbeitet mit kurzen, mosaikartigen Episoden, die sich am Ende zu einem größeren Ganzen fügen.
Jason vergleicht die Struktur mit einem Film wie LA Crash, weil einzelne Stränge erst einmal unabhängig wirken und später zusammenlaufen.
Gofi erklärt seine Arbeitsweise: beobachten, Orte auf sich wirken lassen, Situationen im Schreiben innerlich noch einmal betreten und dann sprachlich verdichten.
Vieles im Buch basiert auf realen, teils absurden Geschichten aus Bremen und Umgebung, zum Beispiel dem angeschossenen Rocker, der in eine AOK-Geschäftsstelle flüchtete.
Ein zentraler Strang handelt von einer Liebesbeziehung zwischen einem Mann und einer KI und davon, wie real solche Bindungen heute schon sind.
Das Gespräch streift ethische Fragen rund um KI, emotionale Abhängigkeit, Bestätigung und die Gefahr, dass Bots für manche Menschen menschliche Beziehungen ersetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Männlichkeit: Hypermaskulinität, Täterrollen, Verletzlichkeit, Trennungserfahrungen und die Frage, wie Männer über sich selbst nachdenken.
Das Buch wird als literarisch, aber zugleich zugänglich beschrieben - mit Krimi-Elementen, gesellschaftlicher Tiefe und Humor.
Gofi betont mehrfach, dass gute Unterhaltung für ihn zentral bleibt, auch wenn das Buch zum Nachdenken anregt.
Timestamps
(00:00) Ein neues Format zwischen Book Club und Gespräch über ein Buch
(03:09) Bremen, Huchting und der größere Erzählkosmos
(05:08) Wut, Liebe, Filmriss und die spielerischen Verweise auf frühere Werke
(07:36) Warum kurze Texte für dieses Buch der richtige Weg waren
(09:02) Mosaikstruktur, Vielstimmigkeit und Social Media als Erzählbild
(11:23) Wie Gofi schreibt: beobachten, Orte fühlen, Situationen nacherleben
(14:14) Reale, absurde Geschichten aus Huchting als Stoff für Literatur
(17:51) Geschichten als Gesprächsanlass und der Konflikt um Zweck und Glauben
(22:04) Themen wie Krieg, Übergriffigkeit und die Perspektive des Täters
(24:29) Karikari, Konzert, Stummfilm und kulturelle Zufälle im Text
(27:34) Die KI-Liebesgeschichte um Sid und Samira
(30:36) Ethische Fragen, Bewusstsein und Bindung an KI
(34:56) Wenn KI in gefährliche Richtungen bestätigt
(38:43) Krimi-Elemente, Korruption und gesellschaftliche Realität
(41:18) Konstruktion, Dekonstruktion und die Frage: Was ist wirklich wirklich?
(48:14) Vorlesung der Pfefferspray-Kartuschen-Szene
(53:03) Männlichkeit, Verlust, Stereotype und gesellschaftlicher Druck
(59:23) Warum das Buch männliche Rollenbilder fein und humorvoll destabilisiert
(64:33) Hörbuch, Buchclub und kommende Lesungen
#brotundrosen | Die Josefsgeschichte von links lesen
Episode 241
Wednesday, September 30, 2026 • Duration 01:25:52
In dieser dritten Folge von „Brot und Rosen“ geht es um das gemeinsame Bibel lesen. Um genauer zu sein steht in dieser Folge die Josefsnovelle (Gen 37-50) im Mittelpunkt: Was heißt es mit einer materialistischen Perspektive in die biblischen Geschichten zu schauen? Welche Figuren und Konstellationen bekommen so ein ganz anderes Verständnis? Und wie betreibt man von so einem klassenbewussten Standpunkt heraus Theologie?
In der ersten Bibel-Folge von „Brot und Rosen“ haben sich Sonja und Peer dafür eine Gästin eingeladen, die mit ihnen zusammen einen materialistischen Blick in die Bibel wirft. Brigitte Kahl ist Neutestamentlerin und feministische Befreiungstheologin. Sie hat 30 Jahre in New York City gelebt un dort am Union Theological Seminary gelehrt. Mittlerweile lebt sie wieder in Deutschland und liest weiter die Bibel mit ihrer ganz wunderbaren klaren, klugen und zugänglichen Art.
In dieser Folge setzen wir uns mit unseren eigenen Josefs-Bildern auseinander und entdecken einen Mann der durch verschiedene Wendungen selber die zweite Hand des Pharaos wird und nun die Geschicke des ägyptischen Reiches durch die Mangelwirtschaft und in der Hungersnotzeit wesentlich mitbestimmt. Welche Strukturen dabei geschaffen werden und wem sie dienen diskutieren die drei Gesprächspartner:innen in der Folge ausführlich.
Mehr lesen?
Wer mehr über Brigitte Kahl, ihren theologischen Ansatz und ihre Arbeiten zu Paulus wissen möchte findet ein Interview von ihr in unserem Sammelband (Open Access): https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdecken/literatur-sprach-und-kulturwissenschaften/gender-studies/60021/queering-theology?c=1879.
Wer mehr von Brigitte Kahl selbst lesen möchte wird hier fündig: Brigitte Kahl, Galatians Re-Imagined: Reading With the Eyes of the Vanquished (2010).
Brigitte Kahl, Galaterlektüre am Großen Altar von Pergamon. In: Texte und Kontexte, Nr. 4/2006, S. 3–23.
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#Ungefiltert – Nico Buschmann über progressiven Glauben, ehrliche Theologie und das Buch, das eigentlich „Gott existiert nicht" heißen sollte
Moritz trifft Nico Buschmann – evangelischer Pfarrer aus Köln, bekannt durch seinen Instagram-Account und sein gerade erschienenes Buch Gott ist anders als du denkst. Darin entfaltet er eine progressive Theologie, die sich traut, unbequeme Fragen laut zu stellen: Was, wenn Gott keine Person ist? Was, wenn die Trinität ein Machtprodukt der frühen Kirchenkonzile ist? Und was bleibt dann noch vom Glauben?
Das Gespräch beginnt biografisch. Nico wächst kirchenfern auf, landet durch den Tipp seines Vaters in der evangelischen Jugend, wettet mit einer Gruppenfahrerin, dass er monatelang betet – und verändert sich dabei. Ein Jahr auf den Philippinen später, ein Studium, ein Vikariat mit einem Schulmentor, der immer nur fragt: „Warum eigentlich?" – und irgendwann steht Nico am Grab einer Mutter, die ihren Sohn verloren hat, und merkt: Mit der Theologie, die er hat, kommt er hier nicht weiter.
Von da geht es tief. Was meint es, wenn Gott nicht personal gedacht wird? Was ist der Unterschied zwischen liberaler und progressiver Theologie? Warum ist die Bibel kein historisches Protokoll, sondern Ausdruck menschlicher Gotteserfahrung? Wie hält man Kirchenleitungen und Gemeindemitglieder aus, wenn man auf der Kanzel sagt, was Theologen schon seit Jahrzehnten wissen, aber selten aussprechen?
Und dann: John Shelby Spong und Paul Tillich als theologische Grundlage – aber auch die Frage, was es bedeutet, wenn ein theologischer Denker im Privatleben Machtmissbrauch begangen hat. Kann man Werk und Autor trennen? Nico sagt ja. Moritz fragt nach.
Am Ende landen beide beim Abendmahl – als theologischer Ressource, als politischem Akt, als Sehnsucht nach einer Welt, in der alle eingeladen sind. Und bei der Frage, was es gerade braucht: mehr Reden oder mehr Kampf?
📖 Gott ist anders als du denkst von Nico Buschmann – jetzt im Buchhandel
📱 Nico auf Instagram: @einschpunk
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#newnormal | Wie geht Polykrise ohne durchzudrehen?
Episode 239
Tuesday, September 15, 2026 • Duration 01:07:16
#wwjd | Jesus als Zukunftsforscher
Episode 238
Friday, September 11, 2026 • Duration 56:01
Jason kommt begeistert vom Freakstock, Moritz vom MegaCamp – 580 Menschen, 35 Grad, Schwäbische Alb, und ein Lager mit dem Motto: Institut für Zukunftsforschung. Was er dort mit Zwölf- bis Vierzehnjährigen über Propheten, offene Zukünfte und die Frage, ob man überhaupt noch Kinder kriegen kann, erarbeitet hat, nimmt er mit in dieses Gespräch mit Jason.
Die These: Prophetie und Zukunftsforschung haben mehr gemeinsam, als man denkt. Beide beginnen mit einer genauen Gegenwartsdiagnose. Beide öffnen ein Spektrum möglicher Zukünfte. Und beide tragen das prophetische Vielleicht in sich – die Erkenntnis, dass die Zukunft nicht festgelegt ist, solange Menschen handeln.
Von dort aus geht es zu Jona: dem widerwilligen Propheten, der mit Gott hadert, weil er ahnt, dass selbst der Erzfeind Israels gnädig behandelt werden könnte. Zu Jeremia und Jesaja, die eine politische Selbsttäuschung benennen und trotzdem Hoffnung verkünden. Und schließlich zu Jesus – als Zukunftsforscher gelesen: einer, der die Gegenwart des ersten Jahrhunderts präzise analysiert, Szenarien entwirft, zum Handeln einlädt und dabei sagt: Fürchtet euch nicht.
Dazwischen: Was Schule mit moralischen Ambitionen zu tun hat – und warum sie es zu selten tut. Warum die Rechten gerade die einzigen sind, die eine Zukunftserzählung haben. Was jüdische Rabbiner über die Wiederkunft des Messias denken. Und warum Monotheismus ausgerechnet in der tiefsten Krise entsteht.
Eine Folge, die all over the place ist – und genau deshalb irgendwo landet.
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