Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit – Details, episodes & analysis

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Podcast Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit

Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit

Marcel Verhoff, Vanessa Nischik

Health & Fitness

Frequency: 1 episode/16d. Total Eps: 48

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In Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit klären Prof. Marcel Verhoff vom Universitätsklinikum Frankfurt und Vanessa Nischik zum einen die Klischees auf, die der Rechtsmedizin als solche und dem Beruf Rechtsmediziner anhaften und geben zum anderen einen realen Einblick in den Alltag eines Rechtsmediziners. Sie sprechen über Erfahrungen, Emotionen, Gerichtsprozesse und natürlich über wahre Fälle.

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Fragen an die Rechtsmedizin - Spezial

Episode 48

vendredi 3 juin 2022Duration 01:08:17

Don't drink and drive! - Die forensische Toxikologie - Teil 2

Episode 47

vendredi 18 mars 2022Duration 54:19

Fokus Tatort - Die forensische Fotografie

Episode 38

vendredi 8 octobre 2021Duration 56:50

Während mit Klebestreifen und Rußpulver tatsächlich Spuren an einem Tatort gesichert und sichtbar gemacht werden können, bleibt es die Aufgabe der forensischen Fotografie, die Situation bildlich festzuhalten. Die Umgebung, der Zustand und die Verhältnisse an einem Tatort sowie Spuren müssen akribisch fotografisch gesichert und dokumentiert werden. Nur so kann in einem späteren Gerichtsverfahren den Beteiligten die Möglichkeit gegeben werden,  die Situation an einem Tatort zu rekonstruieren.  Bis vor etwa 20 Jahren hat man dies noch mit Polaroids und Schwarz-Weiß-Fotografie umgesetzt. Mittlerweile gehören 3D-Spheron-Kameras zur Standard-Ausrüstung. Durch diese Technik wird der genaue Ist-Zustands des Tatorts festgehalten. In einem Prozess können die Beteiligten so den Tatort noch einmal virtuell begehen und Details genau betrachten. Eine weitere tragende Rollte haben dabei forensische Lichtquellen, die z.B. Körperflüssigkeiten wie Blutspuren sichtbar machen können, die mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar sind. Neben einem Tatort spielt die forensische Fotografie eine wichtige Rolle in rechtsmedizinischen Instituten. Sowohl bei der Dokumentation von Verletzungen lebender Personen als auch im Obduktionssaal bei der äußeren und der inneren Leichenschau werden Befunde fotografisch festgehalten.Bei der Fotografie an einem Tatort die sind hohen Hygienestandards zu beachten. Ein bekanntes Beispiel für eine Panne bei der Reinigung von Tatort-Utensilien, die der Sicherung von Spuren an einem Tatort dienen, ist der Fall Peggy Knobloch. Am Fundort der Leiche des kleinen Mädchens wurden DNA-Spuren gefunden, die auf eine Verbindung zum NSU hindeuteten. Diese konnte jedoch recht schnell aufgeklärt werden: An beiden Tatorten wurde der selbe Maßstab verwendet, der nicht ausreichend gereinigt worden war und somit zur Kontamination mit DNA führte - Ein Fehler, der fatale Folgen mit sich bringen kann. 

Cold Cases und das Rätsel um den Münchner Parkhausmord - Der Fallanalytiker Axel Petermann - Teil II

Episode 37

vendredi 17 septembre 2021Duration 45:40

Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit Axel Petermann geht es um die Arbeitsweise eines Fallanalytikers und Cold Cases. Während in den 1990er-Jahren das Profiling in den USA längst etabliert war, war dieser Bereich der Kriminalistik in Deutschland noch Neuland. Axel Petermann aber beschäftigte sich seit jeher mit den FBI-Methoden des Profilings. 1999 begann er mit dem Aufbau der Dienststelle Operative Fallanalyse, deren Leiter er bis zu seiner Pensionierung 2014 war. Ursprünglich wurde die Dienststelle vor allem mit dem thematischen Schwerpunkt der Aufklärung sog. Cold Cases geschaffen. Das Geheimnis der Aufklärung einer Tat liegt in der in der Arbeit „auf der Spur“, also der genausten Interpretation und kritischen Auseinandersetzung mit den Spuren an einem Tatort. Besonders wichtig für Axel ist es auch heute noch, an den Tatort zurückzukehren, egal wie lang die Tat zurückliegt und egal wo - ob Ägypten oder München. Nur so kann er sich ein Bild über das mutmaßliche Geschehens machen, den Gesamtvorgang rekonstruieren und die Opfer und Täterpersönlichkeit analysieren. Axel erklärt uns, welche Fragen und Arbeitsschritte bei einer Fallrekonstruktion essentiell sind, und wie er gelernt hat, die Spuren an einem Tatort zu lesen, sodass letztlich aus dem Motiv und dem rekonstruierten Vorgang ein Täterprofil erstellt werden kann.  Weiter geht es darum, wie sich die Arbeit eines Fallanalytikers von der eines klassischen Ermittlers unterscheidet, warum die Zusammenarbeit gerade bei Fällen, die große mediale Aufmerksamkeit haben, oftmals nicht reibungslos verläuft, und wie sich die Taten in den letzten Jahrzehnten verändert haben.  Einige Cold Cases lassen Axel bis heute nicht los. In seinem neuen Buch „Im Auftrag der Toten“ zeigt er anhand einiger Cold Cases, warum gängige Ermittlungsmethoden nicht immer der Schlüssel zum Erfolg sind, und warum eine DNA-Spur an einem Tatort keine Garantie zur Überführung eines Täters ist. Besonders beschäftigt Axe noch immerl der sog. „Parkhaus-Mord“ aus München, bei dem am 15. Mai 2006 die Millionärin Charlotte Böhringer in ihrer Wohnung erschlagen wurde. 2008 wurde ihr Neffe zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Motiv soll die Sicherung des Erbes gewesen sein. Damit ist dieser Fall eigentlich kein „Cold Case“, denn der Indizienprozess ist längst abgeschlossen und der Täter verurteilt. Doch einige Aspekte lassen Axel an der Täterschaft des Neffen zweifeln. Für ihn gibt es zu viele Widersprüche und Pannen bei der Ermittlungsarbeit, die er mit uns und in seinem neuen Buch analysiert. 

Die geheime Sprache der Tatorte - Der Fallanalytiker Axel Petermann - Teil I

Episode 36

vendredi 10 septembre 2021Duration 46:17

Mindhunter, Sherlock Holmes, Criminal Minds - Die Anzahl und Auswahl an Serien über die Verbrechensaufklärung ist gigantisch. Klassische Situation: Ein Tatort, Blut, Sperma, Fingerabdrücke und ein Detektiv im Trenchcoat. Immer mit dabei: ein Notizbuch, in welchem die wichtigsten Details und Spuren mit kritischem Blick und schnellem Stift vermerkt werden. Würde man einen realen Fall verfilmen, würde dies den Rahmen der Staffeln auf Netflix sprengen. An einem Tatort ist akribisches Feingefühl und höchste Konzentraion unerlässlich: Jeder Tropfen Blut, jede Stofffaser, jeder Schuhabdruck kann etwas über den Täter verraten. Doch die Sprache des Tatorts ist keine leichte. Axel Petermann beherrscht diese Sprache wie kaum ein anderer. Seit Jahrzehnten spricht er sie fließend. Während das Klischee des Trenchcoats auf ihn zutrifft, ist er aber kein Mann der großen Aufregung wie die Hauptcharaktere der Serien. Er zählt zu den ersten Fallanalytikern dieses Landes. Dreißig Jahre arbeitete er als Mordkommissar in Bremen und führte in Deutschland die operative Fallanalyse ein, die in den USA längst unter dem Stichwort „Profiling“ betrieben wurde. Über 1000 Fällen hat er bisher bearbeitet und zur Aufklärung komplexer Sachverhalte beigetragen. Mittlerweile ist er zwar pensioniert, aber die Affinität zum Bösen und die Neugierde sind nach wie vor da. Im Auftrag von Angehörigen von zu Tode gekommenen oder verschwundenen Menschen übernimmt er die private Ermittlung. Daneben ist er gefragter Experte für Film und Fernsehen, hat jahrelang die Ermittler des Bremer Tatorts beraten und hält seine Erlebnisse und sein Wissen in Büchern fest. Wir sprechen mit ihm über die Aufgabe von Fallanalytikern, die geheime Sprache der Tatorte, wie er sie zu sprechen gelernt hat und über spektakuläre Mordfälle. 

Der Gründer der modernen Rechtsmedizin Georg Popp - Wie er einen Frankfurter Serienmörder überführte

Episode 35

vendredi 27 août 2021Duration 45:21

Spurensuche an einem Tatort: Finger- und Schuhprofilabdrücke, kleinste Fasern von Stoff, Spuren von Blut, Sperma und Speichel - Bei einer Tatortuntersuchung wird alles akribisch aufgenommen, gesichert, ausgewertet und schließlich kommt es zum alles entscheidenden Moment, dem Vergleich mit der DNA-Datenbank.  Dieses Prozedere gehört heute zur kriminalistischen Standard-Tatort-Untersuchung. Viele der Grundlagen für diese Methoden lieferte der Chemiker Georg Popp. Der Frankfurter gilt nicht umsonst als einer der Mitbegründer der modernen Rechtsmedizin. Er war es, der zum ersten Mal einen Tatort ausleuchtete, Bodenproben aus Rillen von Schuhprofilen entnahm, mittels Kohlepulver Fingerabdrücke sichtbar machte, Blutspuren analysierte und das Mikroskop für kriminalistische Zwecke nutzte.  Seine Leidenschaft galt der gerichtlichen Toxikologie. Seine Forschung zu der Fragestellung, wie man bei exhumierten Leichen, bei denen Gift nachgewiesen werden konnte, abgrenzen kann, ob der Mensch vor seinem Tod vergiftet wurde oder das Gift im Leichnam aus dem umliegenden Böden stammt, wurde besondern im Fall des Serienmörders Karl Hopf bedeutend. Dieser ermordete zwischen 1902 und 1913 seine Ehefrauen, Eltern, Kinder und weitere ihm nahe stehenden Personen mit Arsen. Wie genau Georg Popp zur Überführung des Serienmörders beitrug, und welche seiner Methoden und Erkenntnisse heute noch von Bedeutung für die Kriminalistik und Rechtsmedizin sind, das erfahrt Ihr in unserer neuen Folge. 

Identifizierung und Todesursachenfeststellung - Rechtsmedizinische Arbeit im Rahmen der Flutkatastrophe

Episode 34

vendredi 13 août 2021Duration 44:05

Vier Wochen ist die Flutkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein Westfalen nun her.Das traurige Resümee: 133 Tote, zerstörte Dörfer, verlorene Existenzen und verzweifelte Menschen vor Ort. Vor allem den Betroffenen verlangt diese Situation psychisch das Maximum ab. Ein hoffnungsgebender Strohhalm in der Not, an dem sich alle festhalten: Der Zusammenhalt in den Dörfern, zwischen Nachbarn und täglich anreisenden Menschen aus dem ganzen Land an, die helfen das wieder aufzubauen, was noch übrig geblieben ist.  Neben Rettungskräften, freiwilligen Helfern und Helferinnen und den Betroffenen, stellt diese Naturkatastrophe aber auch eine Herausforderung für die Rechtsmedizin dar: Die aufgefundenen Verstorbenen müssen identifiziert werden - Ein letzter Trost und Klarheit für deren Hinterbliebene, dass zumindest der Körper des verunglückten Nachbarn, Angehörigen oder Freundes aufgefunden wurde und bestattet werden kann.  In unserer neuen Folge sprechen wir mit Privatdozent Dr. Thomas Kamphausen den Chef des Sektionssaals vom rechtsmedizinischen Institut in Köln über die Rolle der Rechtsmedizin in der Flutkatastrophe. Er und seine Kollegen haben die Flutopfer aus dem südlichen Nordrhein Westfalen obduziert. Mit ihm sprechen wir über die Identifizierung und die Todesursachenfeststellung. Dr. Kamphausen erklärt, wie das Kölner Institut es geschafft hat, innerhalb von drei Tagen neben dem Regelbetrieb, die Identität und Todesursache von über 20 Verstorbenen zu klären, und wie ein solches Prozedere überhaupt funktioniert. Darüber hinaus berichtet er von den den teilweise extremen und skurrilen Auffindesituationen der Leichen, über einen Verstorbenen, der in 8m Höhe aus einer Baumkrone geborgen werden musste, und was diese mentale Belastung auch mit ihnen als Rechtsmediziner macht. Welche Herausforderungen in juristischer Hinsicht eine solche Ausnahmesituation mit sich bringen kann, wenn plötzlich drei Staatsanwaltschaften für die Anordnung von gerichtlichen Obduktionen zuständig sind, ob eine Naturkatastrophe eine natürliche oder nicht natürliche Todesursache darstellt, und warum es für ihn eine tröstende gesellschaftliche Aufgabe ist, den Toten ihre letzte Würde wiederzugeben, erfahrt ihr in unserer neuen Folge. 

Kindesmisshandlung Teil II - Aus Sicht der Kinderärzte Nibras Naami und Florian Babor (HFM-Podcast)

Episode 33

vendredi 2 juillet 2021Duration 01:21:00

Den Themen Kinderschutz und Gewalt gegen Kinder kann nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt werden. So geht es In Episode 33 weiter mit dem Thema Kindesmisshandlung.  In der letzten Folge haben wir das Thema aus dem Blickwinkel der Rechtsmedizin beleuchtet. Diesmal möchten wir es aus der Perspektive der Berufsgruppe betrachten, die tagtäglich mit Kindern zu tun hat und meist sogar die erste ist, die die ersten Anzeichen von Gewalt bei ihren kleinen Patienten und Patientinnen wahrnehmen: Kinderärzte und Kinderärztinnen. Dafür haben wir unsere Podcasterkollegen und Kinderärzte am Uniklinikum Düsseldorf, Nibras Naami (@nibrasso) und Florian Babor (@flowkrates), eingeladen. Seit über einem Jahr führen die beiden den erfolgreichen @handfußmund - Podcast und beschäftigen sich in diesem mit der Kinder- und Jugendmedizin. In Episode 48 ihres Podcasts findet Ihr übrigens zum selben Thema ein Interview mit Prof. Verhoff. Mit Nibras und Florian sprechen wir darüber, wie schwierig die Diagnose Kindesmisshandlung wirklich ist, und bei welchen Anzeichen sie aufmerksam werden, dass der von den Eltern beschriebene Fahrradunfall nicht mit dem Verletzungsbild übereinstimmen kann. Sie erklären, wie Kinderärzte sich untereinander über ihre Patienten und Patientinnen austauschen können und so dem berüchtigten Ärzte-Hopping auf die Spur kommen. Welche wichtige Rolle dabei das System „Riskid“ spielt, wann ein Kind in diesem Sinne als Risikokind eingestuft wird, wo möglicherweise Lücken im System des Jugendamtes bestehen und warum das Münchhausen-by-proxy Syndrom noch immer ein Problem ist, dass nur schwer erkannt werden kann, klären wir in unserer neuen Folge.  Weiter berichten sie von Fällen, die ihnen besonders nah gegangen sind. Darunter ist auch ein Fall des Shaken-Baby-Syndroms, das eine der häufigsten Form von Gewalt gegenüber Kindern darstellt. Ein trauriges Fazit der beiden aus ihrer bisherigen Berufserfahrung: Der Fantasie einiger Eltern sind im negativen Sinne leider keine Grenzen gesetzt. 

Misshandelt Deutschland seine Kinder? - Kindesmisshandlung aus Sicht der Rechtsmedizin

Episode 32

vendredi 18 juin 2021Duration 01:14:58

Jedes Kind hat ein Recht darauf, vor Gewalt, Misshandlung und Verwahrlosung geschützt zu werden. So ist es in Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention manifestiert.Laut Polizeilicher Kriminalstatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder - nicht etwa durch einen Autounfall oder aufgrund einer Krankheit - sondern weil sie körperlich oder psychisch misshandelt oder vernachlässigt werden.  Tatort Nachbarwohnung: Nächtelanges Weinen, lautes Schreien der Eltern, Geräusche, die sich nicht zuordnen lassen. Beinahe jeder von uns hat schon einmal eine solche Situation erlebt. Aber welche Situationen sollten einen wirklich beunruhigen und wann sollte man Hilfe holen?   Das Thema unserer neuen Folge ist schockierend und bedrückend, aber sie hat eine klare Botschaft: Schaut nicht weg! Neben unserer Intention, die Mauer des Schweigens über das Thema Kindesmisshandlung zu brechen, ist uns selbstverständlich bewusst, dass diese Folge einige von Euch triggern könnte - es geht um Gewalt und Fälle von Kindesmisshandlung.  Wir sprechen darüber, wie man eine ernste Kindeswohlgefährdung erkennen, und an wen man sich in diesen Fällen wenden kann. Bei welchen Anzeichen sollte ein Kinderarzt aufmerksam werden, und wie lässt sich bei der Untersuchung ein Unfall beim Spielen von einer Verletzung durch Misshandlung differenzieren? Kindesmisshandlung kann sich in unterschiedlichen Formen und Gewaltanwendungen zeigen: Physisch, z.B. durch stumpfe oder thermische Gewalt, und psychisch, z.B. durch Vernachlässigung, Erniedrigung oder Nahrungsentzug. Ganz Deutschland bewegte im Jahr 2005 der Tod der 7-jährigen Jessica aus Hamburg. Das unterernährte und vernachlässigte Mädchen, dessen Kinderzimmer einem Verschlag glich, erstickte an ihrem eigenen Erbrochenen. Eine ähnliche traurige Bekanntheit erlangte der 2-jährige Kevin aus Bremen, der im Jahr 2006 an den Folgen der Gewaltanwendungen durch seinen drogenabhängigen Vater verstarb. Zwei Fälle, die für zahlreiche Schicksale stehen.   Die wohl verbreitetste Form der tödlichen Kindesmisshandlung stellt das Schütteln von schreienden Babys dar. Grund hierfür ist meist maßlose Überforderung der Eltern. Wir erklären, warum dieses Schütteln als negativer Lerneffekt, dass das Baby zu schreien aufhört, ein meist kontinuierlicher Weg in den Tod ist, und woran sich dieser Leidensweg postmortal erkennen lässt. 

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Von auferstandenen Toten und TV-Obduktionen - Der Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos - Teil II

Episode 31

vendredi 4 juin 2021Duration 32:37

Prof. Michael Tsokos ist nicht nur Leiter der Berliner Rechtsmedizin, vielfacher Bestseller-Autor und leidenschaftlicher Lost-Places-Tourist, sondern auch fünffacher Vater. 

Nicht verwunderlich ist daher sein leidenschaftlicher Einsatz für Kindeswohl und bessere Aufklärung in Fällen von Kindesmisshandlung. Zusammen mit Saskia Guddat (heute Etzold) klagte er 2014 im Buch „Deutschland misshandelt seine Kinder“ das deutsche Kinderschutzsystem an. Damit wollten sie nicht nur ihre ärztlichen Kollegen, sondern die ganze Republik für dieses oft ausgeklammerte Thema, sensibilisieren. Zusammen enthüllen sie die bittere Traurigkeit der Realität: Jede Woche sterben laut polizeilicher Statistik drei Kinder, weil sie zu Hause geschlagen und gequält wurden. Die Dunkelziffer mag hier noch einige Schicksale mehr beinhalten. Als Pate des Deutschen Kindervereins und ärztlicher Leiter der Berliner Gewaltschutzambulanz setzt er sich weiter für Konsequent füre eine Verbesserung des deutschen Kinderschutzsystems ein und fordert Konsequenzen für die Ergebnisse, das er und seine Kollegen regelmäßig vor sich ansehen müssen.  Einer dieser Fälle besonders schwerer Kindesmisshandlung, bei denen er Sachverständiger bei Gericht war, bildet auch die Grundlage für einen Teilakt in seinem Bestseller „Zerrissen“, dem vierten Band der „Fred Abel-Reihe“. Außerdem sprechen wir mit mit ihm darüber, welche anderen Fälle ihn für seine Bücher inspiriert haben, und ob einer seiner Protagonisten sein Alter Ego ist. In seinem neuen Kurzthriller „Kaltes Land“ musste er sich zum ersten Mal in eine weibliche Protagonisten hineindenken und -fühlen: Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao, sonst eher zurückhaltend, die nach dem Tod ihrer Tante die Ermittlungen kurzerhand selbst in die Hand nimmt und erkennt, wie wenig sie doch von ihrer Tante wusste - Wir wollen nicht Spoilern. ;-) Daneben sprechen wir über seine Filmrollen, ob er lieber TV-Rechtsmediziner wäre und über seine Serie „Obduktion“ auf TvNow, wo er zusammen mit Jan-Josef Liefers ungeklärten Todesursachen auf den Grund geht.  (Seht uns bitte die teils etwas holprige Tonqualität nach - Die Verbindung Frankfurt-Berlin-Bonn war am Aufnahmetag leider nicht die beste.)


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