In unserer digitalen Welt gibt es einen entscheidenden Faktor, der über Erfolg und Misserfolg entscheidet: Daten.
Jonas Rashedi spricht in seinem Podcast jeden Freitag mit Gäst:innen aus dem Data- und AI-Umfeld: Scientists, Analyst:innen, Architekt:innen, Product Manager:innen, Business-Verantwortlichen – aber auch mit Entscheider:innen aus Unternehmen, die Daten strategisch nutzen, um ihr Geschäftsmodell weiterzuentwickeln.
Ob Start-up, Mittelstand oder Konzern: In diesem Podcast erwarten euch praxisnahe Gespräche, strategische Einblicke und konkrete Learnings rund um Daten, AI, Leadership sowie Organisations- und Steuerungsmodelle.
Jonas Rashedi ist Chief Digital Officer (CDO) und Mitglied der Geschäftsleitung bei FALKE KGaA. Dort verantwortet er IT, AI und Data sowie den Aufbau skalierbarer Architekturen und datengetriebener Entscheidungsprozesse. Zuvor war er unter anderem Chief Data Officer bei der FUNKE Mediengruppe, Director Data Intelligence & Technologies bei Douglas sowie Gründer der Rashedi Consulting GmbH.
Mit über 16 Jahren Erfahrung verbindet er strategische Perspektive mit operativer Umsetzung – immer mit dem Ziel, Unternehmen nachhaltig datengetrieben auszurichten.
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Zwei fancy Namen, ein Job? CDO gegen CAIO – mit Tim W., Tim Wiegels Data Solutions
Thursday, October 1, 2026 • Duration 44:49
Braucht künstliche Intelligenz eine eigene Rolle im C-Level, oder erst das Fundament, auf dem sie etwas bewegen kann? Dr. Tim Wiegels ist Gründer von Tim Wiegels Data Solutions und hat davor den Datenbereich bei mytaxi, später FREE NOW, verantwortet. Er sieht zwischen Chief Data Officer und Chief AI Officer keinen relevanten Unterschied und fragt, warum vor einer Stelle ohne Budget und Mandat überhaupt ein C steht. Den Anlass liefern drei Studien von Bitkom, IBM und Deloitte. Im Verlauf des Gesprächs dreht Tim bei und weist der Rolle doch einen Platz zu.
In dieser Folge erfährst du:
→ Warum Tim zwischen Chief Data Officer und Chief AI Officer keinen relevanten Unterschied sieht
→ Was in den Ausschreibungen für die neue KI-Rolle fehlt: Budget, Führung, strategische Ausrichtung
→ Wie die Wertschöpfung von Data aussieht und an welcher Stelle man sie überhaupt teilen darf
→ Warum bei FREE NOW alles unter dem CTO lag und das an dieser Stelle funktioniert hat
→ Woran man erkennt, ob eine neu besetzte KI-Rolle Symbolpolitik ist
Über den Gast:
Dr. Tim Wiegels ist Gründer von Tim Wiegels Data Solutions und berät Unternehmen in Datenstrategie, Umsetzung und Führung. Davor hat er den Datenbereich bei mytaxi, später FREE NOW, verantwortet. Er ist regelmäßiger Duo-Partner in diesem Podcast.
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Report Graveyard: Warum das Management wieder mit Excel steuerte – mit Torben B., Natsana
Thursday, September 24, 2026 • Duration 49:56
Was passiert, wenn ein Datenteam alles bereitstellt und niemand mehr weiß, wo er hinschauen soll? Torben Broll ist Director Data & AI Solutions bei Natsana, dem Haus hinter vier Supplement-Marken, und hat aus Excel-Limitations und einem Postgres-Server eine Data Foundation auf Snowflake gebaut. Dann entstand, was er heute Report Graveyard nennt. Anfang des Jahres, so erinnert er sich, steuerte das Management wieder mit Excel. Was daraus wurde: ein POC nach zwei Wochen, eine Kommentarspalte und ein Agent, der ungefähr 18 bis 20 Kommentare pro Woche schreibt. Die finale Bewertung steht noch aus.
In dieser Folge erfährst du:
→ Warum aus einer gut versorgten Reporting-Landschaft ein Report Graveyard wurde
→ Was der Rückfall des Managements in Excel über die eigene Arbeit verrät
→ Wie in zwei Wochen ein POC mit Lovable entstand — und was danach noch Wochen brauchte
→ Wie ein Agent ungefähr 18 bis 20 Kommentare pro Woche schreibt und die Stakeholder hinterfragt
→ Warum die P&L auf Order-Item-Level mindestens ein Jahr brauchte, vielleicht sogar zwei
Über den Gast:
Torben Broll ist Director Data & AI Solutions bei Natsana. Nach dem Abi Weltreise, dann Wirtschaftsinformatik und eine Ausbildung zum IT-Kaufmann bei BP, wo er bei Business Intelligence landete. 2022 kam er als Business Analyst zu Natsana. Über Lead BI und eine disziplinarische Teamleitung verantwortet er Data und AI heute zentral.
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Leitplanken für KI bremsen nicht, sie fokussieren – mit Valerie S., L’Oréal
Thursday, September 17, 2026 • Duration 45:47
Wie legt ein Konsumgüterkonzern fest, was künstliche Intelligenz im Marketing darf und was nicht? Valerie Schiek ist Chief Digital Officer bei L’Oréal für die Sparte Konsumgüter und verantwortet das Digitalgeschäft der Massenmarken. L’Oréal hat sein Responsible AI Framework 2021 entwickelt, darin steht unter anderem: keine KI-generierten Gesichter, keine KI-generierte Haut. Dass solche Guardrails bremsen, hält Valerie für eine falsche Dichotomie. Aus ihrer Sicht fokussieren sie – und schaffen Zeit, die zurück an die lokalen Teams geht.
In dieser Folge erfährst du:
→ Was im Responsible AI Framework von 2021 steht und warum Leitplanken aus Valeries Sicht fokussieren statt zu bremsen
→ Wie ein Bild für den Tag und ein Bild für die Nacht entstehen, wo früher der ganze Tag durchshootet werden musste
→ Wofür L’Oréal die gewonnene Zeit einsetzt: lokale Relevanz, Kreativität, Teambuilding
→ Wie Teams über L’Oréal GPT an Performance-Daten kommen, ohne ein Dashboard bedienen zu müssen
→ Die Stelle, an der Valerie dem Host widerspricht: nutzen wir im Unternehmenskontext überhaupt schon mehr als vielleicht 20 Prozent der Capabilities?
Über den Gast:
Valerie Schiek ist Chief Digital Officer bei L’Oréal für die Sparte Konsumgüter und verantwortet dort das Digitalgeschäft und die Digitalstrategie der Massenmarken – L’Oréal Paris, Maybelline, Garnier. Sie kommt aus dem digitalen Marketing, nicht aus der IT. Angefangen hat sie bei Anheuser-Busch im Social-Media-Management und hat dort das digitale Marketing für eine Business Unit über fünf Länder aufgebaut. 2016 ist sie zu L’Oréal gewechselt, hat während der Pandemie den E-Commerce-Bereich geleitet und war zwischendurch bei Bitburger Digital.
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Warum im Team die belastbare Baseline noch fehlt – mit Eva S., auxmoney
Thursday, September 10, 2026 • Duration 47:49
Vier Jahre nachdem auxmoney seine Datenplattform schon einmal gewechselt hat, zieht das Unternehmen wieder um: von Exasol und SAS auf Snowflake, nachdem Tableau bereits Sisense ersetzt hatte. Eva Schreyer verantwortet als Teamlead Analytics und Prozessmanagement die operativen Datenprozesse rund um Customer Management und Customer Service — Lastschriften, Mahnstufen, Kundenansprache. Sie migriert mit einem Team von vier Personen, während der Tagesbetrieb weiterläuft. Und sie sagt offen, was sich davon noch nicht belegen lässt.
In dieser Folge erfährst du:
→ Wie eine Migration abläuft: Bestandsaufnahme, bewusst aussortieren, mit etwas Leichtem anfangen
→ Warum ein Monitoring-Prozess statt an die vier Stunden nur noch zehn Minuten braucht — bei gleicher Datenmenge, wobei nebenbei auch ein bisschen optimiert wurde
→ Weshalb es im Team noch schwer zu sagen ist, wie viel die Migration wirklich bringt
→ Warum das Team den Weg über KI-Agenten offen hatte und ihn trotzdem nicht gegangen ist
→ Was Eva Schreyer neuen Teamleads für die ersten 90 Tage empfiehlt
Über den Gast:
Eva Schreyer ist Teamlead Analytics & Prozessmanagement bei auxmoney und verantwortet dort die operativen Datenprozesse rund um Customer Management und Customer Service. Ihr Team umfasst mit ihr vier Personen; im gesamten Datenbereich des Unternehmens arbeiten ca. 50. Sie ist noch nicht lange bei auxmoney und hat sich für dieses Gespräch viel Hintergrund von ihrem Kollegen Marius geholt. Sie beschreibt sich als Analystin, die im Laufe der Karriere durch mehrere Branchen gesprungen ist — und sagt, dass man die Prozesse eines Hauses trotzdem im Detail kennen muss.
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Der Mittelstand lässt KI nur reden - mit Tim Wiegels
Thursday, September 3, 2026 • Duration 45:53
Die Frist rutscht. Das Datenproblem nicht. Die Hochrisiko-Einordnung im AI Act ist verschoben. Jonas Rashedi sagt ehrlich, dass das in seinem Unternehmen exakt nichts ändert. Dr. Tim Wiegels hält genau das für den Befund.
In dieser Folge erfährst du:
→ Was gilt und was rutscht — Transparenzpflichten, verbotene Praktiken und KI-Kompetenz gelten. Verschoben ist die Hochrisiko-Einordnung. Und seit dem 29. Juli 2026 hat Deutschland eine KI-Aufsicht: Bundesnetzagentur zentral, BaFin für den Finanzsektor.
→ Betreiber gegen Berater — Für Jonas folgt daraus eine sehr praktische Aufgabe: pro KI-System eine Zuordnung, wer es verantwortet. Tim sieht bei seinen Mandanten fast keine solchen Projekte und hat in eineinhalb Jahren niemanden nach Transparenzdokumentation fragen hören.
→ Die Zahl der Folge — Die KfW zählt 14 Prozent der Mittelständler, die KI für Sprachgenerierung nutzen, und 3 Prozent für Datenanalyse. Zuerst automatisiert wurde also das Reden, nicht das Rechnen.
→ Anthropics eigener Test — Agenten auf rohe Daten geworfen: 21 Prozent richtige Antworten. Dieselben Daten annotiert, aggregiert, definiert: 95 bis 99 Prozent.
→ Governance verkaufen, ohne Governance zu sagen — Tim baut bei Kunden Data Warehouses so um, dass jede KPI definiert ist, und begründet es intern mit den Agenten, die sonst nicht arbeiten können.
→ Die Rolle, die fehlt — Datenschutz war auch nie ein Projekt, sondern wurde eine Rolle. Jemand muss dauerhaft wissen, welche KI-Features laufen und was die Regulatorik daraus macht.
→ Die Wette — Jonas sagt: Die 3 Prozent stehen bis Mitte 2027 nicht höher als 8. Tim rechnet mit einem Sprung.
Über den Gast: Dr. Tim Wiegels ist Berater bei Tim Wiegels Data Solutions und arbeitet mit Fachbereichen aus Marketing, Produkt, Data und AI. Vorher war er unter anderem bei FREE NOW und XING. Mit Jonas Rashedi nimmt er dieses Format seit Jahren im Wechsel mit den Gastfolgen auf.
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0,35% Budget, 90% Hype: Die KI-Lücke im Mittelstand - mit Paul K., Team One
Thursday, August 27, 2026 • Duration 52:04
Ein Partner AI, der seit Jahren mit Strategieberatung sein Geld verdient - und trotzdem sagt, dass der Wert der meisten Strategiefolien gegen null geht. Paul Krauss, Partner AI bei Team One und Herausgeber des Magazins AI:D, erklärt, warum 36-Monats-Roadmaps im aktuellen KI-Tempo kaum noch funktionieren, wie ein Agentic-Commerce-Check in vier Wochen aussieht - und warum der eigentliche Engpass nicht die Modelle sind, sondern die eigenen Daten.
Key Takeaways:
→ Warum der Wert klassischer Strategiefolien gegen null geht, seit KI in Sekunden beliebig überzeugend klingende Studien und Herleitungen produzieren kann
→ Wie ein Agentic-Commerce-Check in vier Wochen aussieht - von der Sichtbarkeit im KI-Traffic bis zur Google-Merchant-Feed-Qualität
→ Warum nur 0,35 Prozent des Umsatzes im Schnitt in KI investiert werden, obwohl 80 bis 90 Prozent der Unternehmen KI als wichtigstes Zukunftsthema nennen
→ Wieso Paul statt langer Roadmaps auf klare Exit-Kriterien und kurze, parallele Wetten setzt
→ Wie Paul sich mit einem einfachen Notiz-Tool ein persönliches KI-Gedächtnis gebaut hat - und warum genau das den Unterschied macht
Über den Gast:
Paul Krauss ist Partner AI bei Team One, Herausgeber des Fachmagazins AI:D für KI im E-Commerce und Dozent am AI Transformation Institute (DFKI). Er moderiert unter anderem die AI-Bühne der K5 Konferenz und ist Mitglied der Agentic Commerce Alliance (ACA).
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80 auf 95 Prozent Datenqualität: REWE erfasst Produktdaten mit KI - mit Katharina B., Rewe
Thursday, August 20, 2026 • Duration 53:32
Worum es geht:
Rund 150.000 Artikel auf SKU-Ebene, 270 intern verwaltete Attribute— und regionale Lieferanten, die keine Zeit haben, die von ihnen geforderten 50 Attribute in eine Eingabemaske zu tippen. Manchmal ist es ein Betrieb von drei Leuten. Katharina Bülowius hat bei REWE erst die eigene Abteilung sichtbar gemacht und dann mit der internen AI-Innovation-Abteilung zwei KI-Module bauen lassen, die Produktangaben von Fotos auslesen und gegen einen Gold-Standard prüfen.
Worüber wir sprechen:
**Das eigentliche Problem: regionale Lieferanten.** Käse, Hoflimonade, Kartoffeln — die Angaben stehen auf der Verpackung im Markt, nicht in einem Datenpool.
**Lea und der Goldhamster.** Ein Modul liest Produktfotos aus, ein zweites prüft die Ergebnisse gegen verifizierte Wahrheiten und lernt aus jeder Korrektur des Teams.
**Der Rückschlag bei 80 Prozent.** Warum die erste Version nicht online gehen durfte und wie daraus das zweite Modul entstand.
**Stammdaten gegen Produktwissen.** Warum der Name mitentscheidet, ob das Thema im Unternehmen eine Bühne bekommt.
**Wer betreibt das eigentlich?** Nach dem Pitch vor der Geschäftsführung steht die Operating-Model-Frage im Raum.
Der Gast:
Katharina Bülowius ist Lead Ecom Master Data Management bei REWE und verantwortet die Produktdaten für Liefer- und Abholservice. Vor REWE war sie Geschäftsführerin einer Digitalagentur mit Kunden überwiegend im Mittelstand. Jonas und sie kennen sich von Douglas, wo sie als Freelancerin 20 Jahre alte Produktdaten für die SAP-Einführung neu strukturiert hat.
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🔗 Zum LinkedIn-Profil der REWE Group: https://www.linkedin.com/company/rewegroup
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Die IT-Transformation eines Baumarkts - mit Tim E., Obi
Thursday, August 13, 2026 • Duration 55:22
Ein Baumarkt-Konzern, der seit über 50 Jahren im Geschäft ist - und trotzdem gerade eine der größten IT-Transformationen seiner Geschichte durchzieht. Tim Engler, CIO bei OBI, erklärt, wie er ERP, Marktplatz und Arbeitsumgebung parallel modernisiert hat, ohne dass der laufende Betrieb darunter leidet - und warum die Organisation am Ende wichtiger war als jede einzelne Technologie-Entscheidung.
Key Takeaways:
→ Warum die mutigste Entscheidung nicht die Technologie war, sondern der Mut zu einer noch unerprobten Plattform (VTEX) für den europäischen Markt
→ Wie OBI sein ERP von einer AS400-Umgebung auf Microsoft Dynamics gehoben hat - verzahnt mit einem neuen, komplett neu gebauten Lagerstandort in Polen
→ Warum sich OBI bewusst für Google Workspace samt Gemini entschieden hat
→ Wie Domain-Teams nach dem Build-it-run-it-Prinzip die Müdigkeit zwischen Projekt- und Fachbereich auflösen
→ Wieso Agentic Engineering bei OBI zuerst im Software Development Lifecycle erprobt wurde, bevor es jetzt die Modernisierung von Kasse und Warenwirtschaft beschleunigt
Über den Gast:
Tim Engler ist CIO bei OBI und seit 13 Jahren im Unternehmen, zunächst in einer internen Beratungsfunktion mit viel Projekterfahrung quer durch alle Fachbereiche, später in der kundennahen Digital- und E-Commerce-IT und schließlich mit der Gesamtverantwortung für die IT des Konzerns. 2024 wurde er mit dem Sonderpreis "Customer Experience" bei den CIO des Jahres Awards ausgezeichnet.
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KI bringt 4x mehr Output wenn du DAS tust - mit Karsten Rösener, Warsteiner
Thursday, August 6, 2026 • Duration 57:37
Ein Traditionsunternehmen, das seit 1753 im Geschäft ist – und trotzdem gerade eine der konsequentesten SAP- und KI-Transformationen im deutschen Mittelstand durchzieht. Karsten Rösener, Chief Digital Officer der Haus Cramer Gruppe (Warsteiner), erklärt, warum er sich bewusst gegen eine Greenfield-Neuaufstellung entschieden hat, wie ein eigener KI-Assistent namens „Vitus" entsteht – und warum am Ende die Menschen über den Erfolg jeder Technologie entscheiden.
Key Takeaways:
→ Warum Karsten sich bei der SAP-S/4HANA-Transformation bewusst gegen Greenfield entschieden und stattdessen 40 kleine, flexible Teilprojekte gestartet hat
→ Wie ein wetterabhängiges Saisongeschäft eine eigene Datenarchitektur und ein komplett neu aufgesetztes Reporting braucht
→ Warum Warsteiner sein Ticketsystem und sein eigenes Sprachmodell komplett intern betreibt – Stichwort Datensouveränität
→ Wie der interne KI-Assistent „Vitus" – benannt nach dem Sohn des Firmengründers – aus einzelnen Assistenten-Use-Cases entsteht
→ Warum KI-Campus, KI-Botschafter und KI-Champions den Unterschied machen und Führungskräfte, die selbst mit KI arbeiten, einen vierfach höheren Durchsatz erzeugen
Über den Gast:
Karsten Rösener ist seit Februar 2024 Chief Digital Officer der Haus Cramer Gruppe – eine neu geschaffene Position mit Verantwortung für die SAP-/S4HANA-Transformation, Infrastruktur, IT-Security und KI. Zuvor war er von 2016 bis 2024 Chief Information & Digital Officer der Ostfriesischen Tee Gesellschaft (Laurens Spethmann Holding), wo er 2021 mit der SAP-S/4HANA-Migration den 3. Platz beim Wettbewerb „CIO des Jahres" in der Kategorie Mittelstand belegte, und davor CIO der GoodMills Group. 2025 wurde er mit dem Confare ImpactAward ausgezeichnet.
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🔗 Zum LinkedIn-Profil der Haus Cramer Gruppe: (9) WARSTEINER Brauerei Haus Cramer Management Gmbh: Übersicht | LinkedIn
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Vom Datensalat zur zentralen Dateninfrastruktur: Andrea Lederer (CDO Weleda) über Daten, Organisation und KI – live von der K5 – Folge 337
Thursday, July 30, 2026 • Duration 59:43
Ein Patient braucht nur eine Definition, ein Konzern manchmal keine: Als Andrea Lederer vor zwei Jahren als Global Chief Digital Officer bei Weleda anfängt, kann sie nicht sagen, wie viel das Unternehmen online verkauft. Nicht, weil niemand verkauft, sondern weil es keine zentralisierten Daten und keine gemeinsame Definition gibt, was ein Online-Verkauf überhaupt ist. Ihr eigener Running Gag hat ein Dreivierteljahr gehalten.
Diese Folge habe ich live auf der K5 mit Andrea aufgenommen. Wir kennen uns aus gemeinsamen Douglas-Zeiten, davor war sie lange bei Amazon. Weleda ist eine über 100 Jahre alte Marke, stark im stationären Handel über Apotheke und Drogerie, international aufgestellt von Australien über Amerika bis Asien. Genau daraus entsteht das Thema der Folge: eine dezentrale, historisch gewachsene Datenlage, kaum eigene First-Party-Daten und der Weg vom Datensalat zu einer zentralen Dateninfrastruktur.
Andrea nimmt uns mit durch die Reihenfolge, in der sie das angegangen ist. Zuerst die Datengrundlage: gemeinsam mit Finance und den Ländern definieren, was ein Online-Verkauf ist, und die Zahlen in Power BI zusammenführen. Schritt für Schritt, erst die Ist-Daten, dann das Vorjahr, seit diesem Jahr auch Versus-Budget. Dann die Organisation: Monthly Business Reviews mit den Ländern, Reportings, die Frage, wer welchen Report eigentlich liest, und die tägliche Arbeit an einer Single Source of Truth. Der Online-Anteil liegt heute grob bei 20 Prozent, den Rest macht der Handel.
Zwei Dinge machen die Folge ehrlicher als die übliche Digitalerzählung. Erstens die Reihenfolge: erst das Fundament, dann die Tools. Zweitens die Organisation. Andrea hat die IT nicht unter sich, arbeitet aber eng mit ihrem IT-Chef, kämpft gegen Legacy und einen Investitionsstau und hält ein klares Plädoyer, die IT-Kosten bewusst zu erhöhen, statt sie nur zu drücken.
Und dann KI. Weleda hatte über die IT schon länger ein internes KI-System auf Basis von OpenAI, aber eher auf freiwilliger Basis. Andrea hat daraus eine Managementaufgabe gemacht: von freiwillig zu Pflicht, mit AI-Readiness-Check, einem Ampelsystem für die Fachabteilungen und Ambassadors, die Use Cases aus der Organisation zusammentragen. In einem Piloten mit einem KI-Assistenten wurden aus geplanten 10 Testpersonen plötzlich 40. Ihr Aha-Moment war weniger die Technik als die Erkenntnis, wie sehr Ergebnisse vom Kontext abhängen, den man vorher hineingibt. Welches Tool am Ende gesetzt wird, ist bei Weleda ausdrücklich noch offen.
Außerdem: warum Marketing Mix Modeling für eine starke Offline-Marke so schwierig ist, warum ein CRM- und ein Replenishment-Ansatz erst am Anfang stehen, und warum Andrea trotz aller KI-Begeisterung darauf besteht, Ergebnisse zu hinterfragen, statt AI-Slop einfach weiterzureichen.
Zum Schluss die beiden Standardfragen. Privat trackt Andrea mit der Apple Watch, hat ein Smart Home und baut sich kleine Apps, zuletzt für die eigenen Finanzen. Und einen sauberen Filmtitel für die Folge lässt sie offen, außer einem: Datensalat. Vorschläge gehen ausdrücklich an die Hörerinnen und Hörer.
Aufgenommen live auf der K5.
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