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Explore every episode of the podcast Lachen und Weinen

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TitlePub. DateDuration
41.4 Ideology and so on and so on27 août 202601:24:14

In der letzten Folge unserer Tetralogie widmen wir uns den beiden letzten großen Interpreten im Diskurs der Ideologie: Peter Sloterdijk und Slavoj Žižek. Trotz einer gewissen Nähe wollen sie sich voneinander absetzen und den Diskurs der Ideologie auf ihre Weise zu einem Abschluss bringen: entweder indem sie über die Unmöglichkeit seines Gelingens aufklären (Sloterdijk) oder aber ihn mit den Mitteln einer psychoanalytisch fundierten Theorie des Begehrens fortsetzen (Žižek). Während wir bei Sloterdijk über die verhohlenen idealistischen Annahmen der marxistischen Gesellschaftstheorie aufgeklärt werden, verschiebt Žižek das gesamte ideologische Unwesen in die Sphäre der Praxis, wo es immer schon am Werk ist, auch wenn wir davon wissen. Gerahmt ist unsere Folge von einem Kopienstreit (Hörspiel) und einer kuriosen Kriminalgeschichte, die Bruno aus dem Trottelverein überliefert.


Inhalt:

00:00:00 Hörspiel

00:05:36 Wiederholung und Einleitung mit Adorno

00:11:52 Sloterdijks Auftritt im Ideologie-Diskurs mit “Die Kritik der zynischen Vernunft”

00:42:19 Žižeks remarxisierende Antwort in “Das erhabene Objekt der Ideologie”

01:17:24 Geschichten aus dem Trottelverein


Literatur:


Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft, Frankfurt am Main 1983.
Žižek, Slavoj: The Sublime Object of Ideology, London 1989.


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41.3 Frankfurt gegen den Rest der Welt22 juin 202601:29:39

Der dritte Streich folgt zugleich: Wir drehen uns noch eine Windung weiter auf der Denkschraube der Ideologiekritik und kommen zu den zentralen Vertretern der marxistischen Gesellschaftstheorie im 20. Jahrhundert: Wir nähern uns dem Flaggschiff der Ideologiekritik, der „Adorno Alpha" oder auch „Teddy Invictus" genannt. Dafür vertiefen wir uns in einen Klassiker der Kulturphilosophie, dessen polemische Analyse damals so aktuell wie heute ist: Das Kapitel über die „Kulturindustrie" aus der „Dialektik der Aufklärung" von Adorno und Horkheimer. Diese philosophische Schelte oberflächlichen Vergnügens amerikanischer Massenkultur ist die größte Antispaßkampagne der Geistesgeschichte und ihre Autoren gehören zu den schlechtgelauntesten Philosophen, die je philosophiert haben. Wir lassen uns davon nicht die Laune verderben und entdecken die durchaus amüsanten Seiten dieser Satireschrift, lassen uns auf dem Fließband der Kulturindustrie durch die verzauberte Warenwelt vor allem des Films tragen und hangeln uns von dort zu Marcuse und den introjizierten Bedürfnissen der Konsumenten. Bruno scheitert zuvor mehrfach daran, sich am Wurststand zwischen der Kracauer und der Horkheimer-Wurst zu entscheiden, was ihm als Ladenbetreter, der er werden will, noch zum Verhängnis werden kann. Zum Abschluss vergeben wir traditionell den Martin-Kippenberger-Forscherpreis und wecken den ersten Zweifel am ewigen Ideologieverdacht der Kritischen Theorie.


Inhalt:


00:00 Einstieg und Themenüberblick

05:50 Berufsbezeichnungen

13:00 Zwei Wegbereiter der Kritischen Theorie

28:20 Auf dem Fließband der Kulturindustrie

01:02:33 Geschichten aus dem Trottelverein

01:05:29 Marcuse, der „Posterboy der 68er Revolution"

01:17:03 Ein Seitenblick auf Althusser

01:19:54 Martin-Kippenberger-Forscherpreis Vergabe und Schluss


Literatur:


Adorno, Theodor W. / Horkheimer, Max: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, Amsterdam 1947.

Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewusstsein. Studien über marxistische Dialektik, Berlin 1923.

Marcuse, Herbert: Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft, Boston 1964.

Marcuse, Herbert: Triebstruktur und Gesellschaft. Ein philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud, Boston 1955.

Althusser, Louis: Für Marx, Frankfurt am Main 1968.

Kracauer, Siegfried: Die kleinen Ladenmädchen gehen ins Kino, in: ders.: Das Ornament der Masse. Essays, Frankfurt am Main 1977.


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41.2 Marxistische Klempereien29 mars 202601:17:19

Wir setzen die Suche nach der verlorenen Wahrheit im ideologischen Zeitalter fort und beginnen achronologisch mit Karl Mannheims “Ideologie und Utopie”, einem Klassiker der wissenssoziologischen Schule. In direkter Antithese wandern wir zurück zu der Quelle und dem Ursprung des modernen kritischen Ideologiebegriffs, wie ihn Marx und Engels in der “Deutsche(n) Ideologie” ausgearbeitet haben. Wir sprechen über die kritischen Grundbegriffe der marxistischen Gesellschaftstheorie: den Warenfetisch, die Herrschaftsgedanken und natürlich die Ideologie. Auf seinem Karriereweg zum Profibürger ist Jakob Käufer geworden, weil er sich schon seit Schulzeiten für Einkäufe begeistert und einen echten Warenfetisch entwickelt hat, Bruno, der sich mittlerweile als Pränalhistoriker verdingt, macht ihm das Angebot, den pränatalen Abschnitt seiner einstigen Biografie zu verfassen (Berufsbezeichnungen). Wir springen von Marx ins 20. Jahrhundert und registrieren mit Klemperers Tagebuch “L(ingua)T(ertia)I(mperii)” die Verwicklung der Ideologie in die Sprache als ihrem eigentlichen Ausdrucksmedium. Zuletzt machen wir einen Abstecher zu Bernays “Propaganda”, einer Bedienungsanleitung für moderne Ingenieure des Sozialen und der politischen Ordnung und sehen, welch eminente Rolle Ideologie als Bindemittel und Steuerungsmittel sozialer Ordnungsstrukturen hat.


Inhalt:

0:00 Begrüßung und Themenüberblick

5:02 Berufsbezeichnungen

14:52 Karl Mannheim: “Ideologie und Utopie”

27:02 Der Ideologiebegriff bei Marx

54:33 LTI, Victor Klemperer: Ideologie und Sprache

01:07:23 “Propaganda” von Edward Bernays

01:12:46 Ideologische Tropen und Zusammenfassung


Literatur:


Mannheim, Karl: Ideologie und Utopie, Bonn 1929.

Marx, Karl / Engels, Friedrich: Die deutsche Ideologie, in: Marx-Engels-Werke, Bd. 3, Berlin 1958.

Klemperer, Victor: LTI. Notizbuch eines Philologen, Frankfurt am Main 2004.


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41.1 Fallstricke der Alltagsideologie31 janv. 202601:20:16

Bei Lachen und Weinen steht ein intellektuelles Großereignis bevor: In traditioneller Besetzung arbeiten wir uns voraussichtlich über eine Spanne von vier Folgen durch die Geschichte des Ideologiebegriffs von seinen Anfängen bei Bacon (nicht crispy Bacon!) und im Aufklärungszeitalter bis zu den Neomarxisten und Wissenssoziologen des 20. Jahrhunderts. Ideologie ist nicht bloß ein Mittel, mit dem sich wenige Ideologen über Massen erheben und sie steuern, sondern sie ist ein Subtext der gesamten Geistesgeschichte und findet sich noch in den abstraktesten Theoriegebäuden. 

Jakob präsentiert uns eine Detailaufnahme seines Alltags, die gerade an den unscheinbaren und vermeintlich “normalen" Alltagshandlungen ideologische Spuren nachweist. Er erklärt uns, wie man ein echter Profibürger wird und welcher Würde man dabei verlustig geht. Bruno deutet neben dieser mikrosoziologischen Beschreibungsebene die Macht ideologischer Strukturen auf der Makroebene an. Ideologie ist überall und wo sie nicht ist, muss sie unseren Verdacht erregen. Jedenfalls folgen wir vorerst dieser “Hermeneutik des Verdachts” (Ricœur), ohne sie selbst zu verdächtigen und landen mit einer Reihe von begriffsgeschichtlichen Einordnungen am Eingang des 20. Jahrhunderts.


Inhalt:

00:00 Begrüßung und Themenüberblick

07:18 Jakobs Rezension der letzten beiden Folgen

12:18 Politische “Fünf” Minuten

24:22 “Profibürger”-Sein in (post)ideologischen Zeiten

27:21 Die unsichtbaren Fallstricke der Alltagsideologie

38:59 Ideologie: Definitionen, Beispiele und Imperative

58:41 Ideologie: Etymologie und Begriffsgeschichte

01:12:40 Ausblick auf Teil II und Kurzauftritt Luhmanns


Literatur:

Herbert Schnädelbach: Was ist Ideologie? Versuch einer Begriffsklärung (in: Das Argument 50/1969)

https://kritischebildung.de/afkg/Schnadelbach_Ideologie.pdf


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40. Von der Utopie zur totalen Gegenwart (mit Maximilian Kloppert)12 déc. 202501:17:45

Mit Maximilian Kloppert unterhält sich Bruno über den Roman Allegro Pastell von Leif Randt, der 2020 kurz vor der Pandemie erschienen ist und seitdem vom Feuilleton und der germanistischen Forschung als Generationenroman gefeiert wird. Im Frühjahr soll eine Verfilmung in die Kinos kommen und der neue Roman Let's Talk About Feelings von Leif Randt ist vor kurzem erschienen. Die soziologische Matrix des Romans bildet Reckwitz' Gesellschaft der Singularitäten: Wir befinden uns in einer positiven Affektkultur und nehmen alle an dem übergreifenden Wettbewerb der Authentizität teil. Wir kommunizieren um der Kommunikation willen, wählen aus unserem Gefühlsleben die Emotionen, die uns wie ein Reel oder eine Story auf Instagram besonders gut gefallen und müssen uns ständig fragen, ob das, was wir tun und lassen, sozial sanktioniert wird. Die vollkommen unkritische und neutrale Darstellung von kalkulierten Rauscherfahrungen, Work-Life-Balance-Gerede, verflachten, ausgehöhlten Gefühlswelten und unpathetischen Beziehungsdramen wirft die Frage auf, ob der Roman ideologische Sackgassen zeigt oder selbst eine ist. Wie affirmativ darf Pop sein oder hat die Moral hier überhaupt nicht reinzureden? Diese und viele weitere Fragen bilden eine umfassende Besprechung des von der Kritik hochgelobten "Generationenromans".


Inhalt:

0:00 Begrüßung und Vorstellung des Gastes

5:45 Hinführung zum Thema: Allegro Pastell

10:29 Werkverzeichnis und literaturgeschichtliche Einordnung

13:25 Inhaltsangabe des Romans

20:39 Analyse und erste soziologische Deutungen: Ein Roman der Singularitäten (Reckwitz)

30:05 “Poetik der Mittelbarkeiten”: Digitale Kommunikation, Drogen und Rauschprotokolle

39:22 Positive Affektkultur, emotionale Verflachung

42:37 Pop 3.0

45:55 Eine Schlüsselszene: Teezeremonie und “vorauseilende Wehmut”

51:06 Verhältnis von politischer Realität und Fiktionalität

54:20 Die scheinfreie schöne neue Welt?

01:04:19 Kritik I: “Topischer Roman”, Postironie, Minimalsatire

01:09:11 Kritik II: “Sackgassenkunst” oder affirmative Literatur?


Literatur:

Leif Randt: Allegro Pastell (2020)


Maximilian Kloppert ist Mitarbeiter am Erich Auerbach Institute for Advanced Studies (Universität zu Köln). Parallel promoviert er zur Aufwertung der Materialität der Handschrift um 1800.


⁠https://auerbach-institut.phil-fak.uni-koeln.de/team/maximilian-kloppert


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39. Blaue Heimreise (mit Matthias Diermeier)06 nov. 202501:14:05

Aus gegebenem Anlass - NRW-Wahlen und landesweite “Stadtbild”-Diskussion - befassen wir uns ein weiteres Mal mit dem Rechtsruck in Deutschland und der AfD. Die Deutschen befinden sich laut Sloterdijk nach einem längeren “Urlaub von der Weltgeschichte mitten im Heimreiseverkehr”. Die in der Bundesrepublik totgesagte nationalistische, ja faschistische Vergangenheit lebt fort und wir finden uns wieder in einem Kulturkampf, den wir glaubten, in die Geschichte verbannt zu haben. Bruno spricht mit dem promovierten Ökonom und Sozialwissenschaftler Matthias Diermeier, der für das Institut der deutschen Wirtschaft in der politischen Beratung tätig ist und mit seiner Promotion den Schwerpunkt seiner empirisch geschulten Forschung auf die Analyse rechtsradikaler Bewegungen gelegt hat. Mit Matthias lassen sich Fragen, die sich heute einfach jeder fragt, wie die nach den Gründen für das Erstarken der AfD, stellen und differenziert beantworten. Warum sind AfD-Anhänger immun gegen rationale Argumentation und warum beten sie die Sicherheit des Landes, der Straßen, Bahnhöfe, Kitas und Vorgärten als den höchsten Gott an? Wir fragen nach den konkreten Inhalten ihres Parteiprogramms bzw. fragen, ob es sie überhaupt gibt oder inwiefern ihre Umsetzung der Wählerschaft selbst schadet. Statt Inhalten finden wir ein formales Charakteristikum: Allgemeines, undifferenziertes Dagegensein. In gemeinsamer Erörterung gelangen wir an die Leistungsgrenze der Erklärungskraft quantitativer Sozialforschung und fragen, wie man den AfD-Wähler darüber hinaus verstehen und erreichen kann. Dabei lassen wir uns beide aus Adornos nach wie vor aktuellem Vortrag “Aspekte des neuen Rechtsradikalismus” von 1967 das ein oder andere Stichwort einflüstern.


Dr. Matthias Diermeier im Internet:
https://www.iwkoeln.de/institut/personen/matthias-diermeier.html


Sein zur Sprache gekommener Artikel:
https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2024/heft/7/beitrag/oekonomische-ungleichheit-und-das-erstarken-des-rechten-randes-die-empirische-suche-nach-einem-zusammenhang.html


00:00    Begrüßung und Vorstellung des Gasts


03:00    Einstieg ins Thema: Kommentar zur “Stadtbild”-Debatte


10:51   Rechtsruck und die aktuelle Stellung der AfD


19:10   Der Ruf der faschistischen Vergangenheit


21:23   Die neuen Rechten – erste Bestimmungen


27:38   Nativismus, Autoritarismus, Populismus (“Dünne Ideologie”)


32:18   Marxistische Theorie des Nationalismus und ihre Aktualität (Adorno)


36:00   Entstehungsgeschichte der AfD und wirtschaftspolitische Hintergründe


41:10   Bestimmung des Herkunftsmilieus der AfD Anhängerschaft (“Prekarisierung”)


47:21   Vermeintliche Ungerechtigkeiten in der Umverteilung


51:00   Das “AfD-Paradox” 


53:44   Von der quantitaven zur qualitativen Sozialforschung


01:00:28   Mittel zur Bekämpfung: Abschreckung, Realitätscheck, Demokratisierung


01:04:36   Sicherheit: der Hausgott der AfD?


01:07:54   Mögliche Lösungen: Selbsthilfe (individuell) und Repräsentanz (allgemein)


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38. Wir Flüchtlinge11 avr. 202501:18:25

Hannah Arendts Essay “Wir Flüchtlinge” aus dem Kriegsjahr 1943 entdecken wir als einen normativen Leitfaden für die äußerst aktuelle Frage nach dem Status von und dem Umgang mit Geflüchteten neu. Wir empfinden die innere, geistige Erfahrung des Flüchtlings anhand von Arendts einfühlsamen Beschreibungen Vertriebener und Geächteter nach, und fragen im Rahmen klassischer Staatstheorien nach Genese und Sinn der Nationalstaaten im 20. Jahrhundert. Auch das weltweit zu beobachtende Phänomen einer Rekonsolidierung nationalistischer Kollektivierungsprogramme lassen wir nicht unkommentiert. Der Flüchtling erweist sich bei alldem als Universalfigur für den im Ringen der Staaten zwangsläufig marginalisierten und potenziell entrechteten Menschen.

Die Absurdität der bis heute gültigen Tatsache, dass nur ein Staat substanziell das Recht gewährt, Rechte haben zu dürfen - und das obwohl es den Staat in gewissem Sinne nicht gibt - kommt auch im Hörspiel zum Tragen. Ebenso das auch in Diskursen hierzulande wieder erstarkende Faktum, dass der Staat trotz seiner unterstellten Fiktionalität über seine Bürger einiges an sehr realer Verfügungsgewalt innehat.

Während Jakob Arendts wertvolle Analysen in der Erfassung und Kritik der gegenwärtigen politische Lage zur Anwendung bringt, wirft Bruno neueste Anekdoten aus seinem selbstgegründeten Trottelverein ein. Zuletzt vergeben wir ab sofort den Martin-Kippenberger-Forscherpreis für paranormale und außenakademische Forschungsleistungen.


Literatur:

Hannah Arendt: Wir Flüchtlinge (1943/1986)

dazu https://www.deutschlandfunk.de/hannah-arendt-ueber-fluechtlinge-es-bedeutet-den-100.html

Benedict Anderson: Imagined Communities: Reflections on the Origin and Spread of Nationalism (1983)

Theodoer W. Adorno: Aspekte des neuen Rechtsradikalismus (1967/2019)


Tipp: ⁠https://www.brandstaetterverlag.com/buch/wir-und-die-fluechtlinge/⁠


Inhalt:

0:00 Einführung ins Thema

5:24 Hörspiel

13:47 “Imagined Communities” von Benedict Anderson

18:55 Humes historische Kritik an der normativen Vertragstheorie

24:17 Problemstellung: Der Flüchtling

26:29 Berufsbezeichnungen

33:29 “Wir Flüchtlinge” von Hannah Arendt und der Flüchtling in der deutschen Politik

38:17 Nationalismus revisited mit Adorno

43:35 Die erfahrene Innenperspektive des Flüchtlings nach Arendt

46:55 Arendts rechtstheoretische Grundformel “Das Recht, Rechte zu haben”

51:04 Minimaldefinition des Flüchtlings

59:07 Arendts Plädoyer für den “Paria”

01:01:37 Die rechtliche “Nacktheit” des Flüchtlings

01:08:17 Die “Avantgarde der Völker”

01:14:17 Der Martin-Kippenberger Forscherpreis


Danke an folgende Soundcrafter:

rifle, 30-06 bolt action rifle, single shot by JoseIgnacioTriay -- https://freesound.org/s/515203/ -- License: Attribution NonCommercial 4.0


Wiese - Vögel, Tag, Insekten, Wind, unter Sträuchern 2.wav by BockelSound -- https://freesound.org/s/487753/ -- License: Attribution 4.0


Running .wav by Jellytots_Julie -- https://freesound.org/s/654584/ -- License: Attribution NonCommercial 4.0


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37. Keep cool?23 févr. 202501:39:44

Frohen Wahltag alle miteinander. Überbrückt die Stunden bis zu den vorläufigen Ergebnissen mit uns und kommt ein bisschen runter. Wahrt eure Fassung, kühlt euer Gemüt - es hilft ja nichts! Wir sprechen über die Coolness und ihre Rückseite. Eidetisch variierend nähern wir uns der Coolness als Phänomen und einigen uns: die Coolness ist ein Habitus. Wir sprechen darüber, was das noch gleich war bzw. lassen es uns von einem berühmten Franzosen mit Abstammung aus der Arbeiterklasse, der außerdem ein fettleibiges Buch zum Thema geschrieben hat, erklären. Die Coolness hält eigentlich von der aktiven Einmischung ab und zwingt den Coolen zur Distanzierung - wir hinterfragen aber, ob es heute wirklich noch uneingeschränkt cool sein kann, sich herauszuhalten. Wir drehen und wenden unseren Gegenstand von der Stoa bis zu den ca. 5 coolsten Politikern unserer Zeit - sie zögern, sie zittern und sie hassen nicht.


Inhalt:

00:00:00 Begrüßung

00:04:32 Hörspiel: Cicero und Cato

00:13:37 Statue, Maske, Spiel, Entfremdung, Anerkennung

00:30:10 Habitus (und Klasse)

00:42:20 Stoizismus und Kühle

01:07:40 Berufsbezeichnungen

01:12:42 Coolness in der Neuzeit bis heute

01:32:59 Versuch eines Fazits

01:35:25 Ranking der coolsten 3 Politiker

01:38:42 Abschied


Literatur:

Pierre Bourdieu: Die feinen Unterschiede (1979)

Epiktet: Handbüchlein der Moral (frühes 2. Jahrhundert n. Chr.)

https://www.philomag.de/artikel/bourdieu-und-der-habitus

https://en.wikipedia.org/wiki/Itutu


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36. Die enge Stirn des Ressentiments27 janv. 202501:21:50

Die Bundestagswahl steht an und wiedervereint sprechen Jakob und Bruno über ein kompliziertes, relativ junges und hochphilosophisches Gefühl - das Ressentiment. Im deutschen ein Lehnwort aus dem Französischen, für das es keine wirklich adäquate Übersetzung gibt - im Französischen ein vom König des Essais, Michel de Montaigne, eigens geschöpftes Wort, bezeichnet es eine sehr genau benennbare Zusammensetzung einiger eher unangenehmer Gefühle. In der richtigen Konstellation ergibt sich als Ressentiment dann eine hochpathologische und politisch gefährliche Dynamik, die sich auch an der Wahlurne entladen kann. Damit es am 23. Februar nicht zu einer allzu destruktiv anklingenden Emotionensymphonie kommt, wollen wir euch auf die anstehende Bundestagswahl gebührend vorbereiten - soweit das philosophisch möglich ist. Wie immer gilt: Bekämpfung der Ernsthaftigkeit, auch parteipolitisch. Und das angesichts der Situation, in der wir uns BE-fin-den.
Außerdem: Jakob bewirbt sich als Sonderbeauftragter für die kommende Bundesregierung, Bruno arbeitet auf dem Friedhof. Im Hörspiel - wer hätte das gedacht - leidet ein Patient, trifft zu seinem Glück auf einen hochkreativen Therapeuten.


Niemand ist gefeit, ein Ressentiment zu entwickeln, am allerwenigsten schützt Geld davor.


Inhalt:

00:00:00 Anmoderation und Themenbestimmung

00:05:10 Hörspiel: Der Patient geht ins Offene

00:17:31 Definitionsansätze des Ressentiments

00:21:01 Ressentiment nach Montaigne

00:25:41 Definition nach Max Scheler

00:29:01 Nietzsches Theorie des Ressentiment

00:39:21 Wie erkennen wir das Ressentiment?

00:42:36 Verschwörungstheorien und Kollektivierung des Ressentiments

00:46:37 Schelers Stufenmodell des Ressentiments

00:52:21 Ressentiment und Demokratie

00:54:26 Leon Wurmser

00:59:59 Aussicht auf die Bundestagswahlen

01:08:26 Berufsbezeichnungen

01:11:15 Internet und Social Media

01:17:31 Schlusswort zu Ressentiment und Politik


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35. Magic Mountain Calling (mit Michael Kerkmann)23 déc. 202401:16:24

In Begleitung eines weiteren Gastes begibt sich Bruno auf eine literarische Exkursion, während Jakob in Elternzeit ist. Gemeinsam erkundet er mit einem Pfadfinder geistiger Hochebenen das mysteriöse Terrain des Zauberbergs, dem Jahrhundertroman von Thomas Mann, der just in diesen Tagen sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Die Geschichte eines durchschnittlich begabten angehenden Schiffbauingenieurs, der seinen lungenkranken Vetter im Sanatorium “Berghof” für wenige Wochen besuchen will, um schließlich ganze sieben Jahre “dort oben” zu verweilen, ist Vieles in Einem: ein geistiges Epochenpanorama der klassischen Moderne, ein letzter Blick auf die bürgerliche Welt vor ihrem Untergang, die Vorgeschichte des ersten Weltkriegs und der intellektuelle wie libidinöse Reifungsprozess eines jungen Mannes. Hans Castorp, so der Name des Protagonisten, ist Verführungen aller Art am Zauberberg ausgesetzt: geistiger, politischer, ästhetischer und schließlich erotischer. Er ist das bürgerliche Individuum unter den Bedingungen der Moderne: ohne Bindung an tradition und Familie befindet er sich im freien Fall. Die Vernunft und die Ideale und Errungenschaften vermögen ihn nicht mehr zu erden, nachdem er seine Disposition zur Krankheit entdeckt hat. Sie öffnet ihm den Weg der Selbsterkenntnis, auf dem er nicht geradlinig wie aus Platons Höhle herausklettert, sondern auf dem er mehrfach anhält, an Abbiegungen zögert, sich umdreht, nach hinten schaut, kehrt macht und im Kreis läuft, um schließlich einen Schritt vorwärts zu machen.


Inhalt:

(00:00:00) Anmoderation und Begrüßung des Gastes

(00:04:10) Ist Thomas Mann dem Realismus zuzurechnen?

(00:05:02) Einführung in das Thema

(00:09:41) Der Protagonist des Romans

(00:12:51) Handlungsaufbau des Romans

(00:22:58) Die Hermetik des Zauberbergs

(00:24:35) Der geistige Antagonismus im Werk Thomas Manns

(00:28:56) Hermeneutischer Zirkel und verschiedene Weisen des Verstehens

(00:34:22) Die Person Thomas Mann

(00:36:30) Verführung und Verwirrung auf dem Zauberberg

(00:46:55) Der "Scheitelpunkt" der Romanhandlung

(00:57:30) Der Gegensatz von Künstler und Bürger damals und heute

(01:01:35) Gegenwartskunst ohne Antagonismus

(01:07:23) Das Ende des Zauberbergs im ersten Weltkrieg

(01:11:20) Wie klassisch ist der Zauberberg und was bleibt von ihm?


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34. Ausweitung der Flanierzone (mit Maxim Klusch)07 nov. 202401:17:40

Mit einem altbekannten neuen Gast widmen wir uns der kulturärchaologischen Untersuchung eines Leitfossils der klassischen Moderne: dem Flaneur (sein andersgeschlechtliches Pendant, die Passante, ist eine eigene Folge wert). Seit der Entstehung urbaner Lebensräume in der Mitte des 19. Jahrhunderts schlendert er ziellos durch die Gassen und Straßen, die Kaufhäuser und Alleen, die Parks und Armenviertel und saugt die ästhetischen und sozialen Wahrnehmunseindrücke seiner Umwelt wie ein Schwamm Wasser auf. Wir stellen seinen lustwandlerischen Lebensstil vor ein moralisches Gericht: Bereichert und Berauscht sich sein Auge bloß an den Dingen oder hat sein Blick auch als erinnernder eine ethische Note?


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XIV. Kitsch24 sept. 202401:07:46

Erstmals in voller Länge online!

Wir beschäftigen uns mit Grundfragen der Ästhetik anhand des notorisch gering geschätzten Kitsches. Was ist guter Geschmack, was ist schlechter Geschmack? Wir klären diese jahrtausendealte Streitfrage ein für alle mal. Der Kitsch jedenfalls wird vom Heidelberger Philosophen Ludwig Giesz zwar auch als kulturelles Phänomen aufgefasst, vor allem aber als Phänomen im Sinne der Phänomenologie! Die ästhetischen Zustände, die er am Subjekt analysiert, stellen sich den ästhetischen Gegenständen der Vertreter einer jeden objektiven Ästhetik (z.B. Adorno) entgegen. Ein eher konservativer Einschlag lässt Giesz abseits der Methodik dennoch kitschige Kulturerzeugnisse in scharfen Gegensatz zur (wahren) Kunst setzen. Dagegen geht Susan Sontag zur beinahe gleichen Zeit auf der anderen Seite des Atlantik vor. Ihr Camp ist moralfrei und meint Kitsch, der als lebendiges, antielitäres Kulturprodukt Läuterung erfahren kann. Alles kann Kitsch sein, alles Camp - sodass wir uns am Ende vor allem fragen, was die ganze Aufregung eigentlich soll und ob wir nicht deutschen Bierernst gegen Heiterkeit eintauschen sollten, auch in Fragen der Ästhetik. Einen wahren Gegner bedeutungsvoller ästhetischer Lebensgestaltung und -erschließung gibt es dabei womöglich doch. Es ist der Lifestyle, der bloß noch ästhetische Erzeugnisse sich wünscht, die er sich leisten kann, ohne zur Frage herausgefordert zu werden: “Muss ich mein Leben ändern?” Die Ästhetisierung der Lebenswelt droht dann, Deko zu werden und damit der Kunst die Bedingung ihrer Möglichkeit zu entziehen. Überdies werden meist Leben dekoriert, deren latenter Sinnmangel sinnlich kompensiert werden soll.


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33. Die (un)erträgliche Zufälligkeit des Seins17 août 202401:03:51

Glück ist das, was einfach so passiert und das man gut findet. Pech hingegen ist etwas, das ebenso kontingent eintritt, das wir aber doof (bis sehr beschissen) finden. Zwei wichtige Pole in jedem menschlichen Leben also: Glück und Pech. Die Summe beider Arten von zufälligen Ereignissen können wir – versucht mal, uns davon abzuhalten! – Schicksal nennen. Am Schicksal kann man nun aber auch verzweifeln. Was tun (Lenins Frage!), damit das nicht passiert? An der Lebenskunst führt kein Weg vorbei. Wir betrachten sie einmal von einer anderen Warte aus und kommen erst gegen Ende unvermeidlicherweise doch auch zum Glück als Zustand, zum Glück als qualitativem Begriff – zum Glück im Sinne der Eudaimonia. Aber was tun? Eine offensichtliche Antwort: Lotto spielen. Mit anderen Worten: Das Glück aktiv herausfordern, egal wie schlecht die Chancen stehen. Schlussendlich lieber Hanswurst, als ...? Denn als Trottel darf man sich auch heiter durchs Leben bewegen.

Inhalt:

00:00:00 Lotto als Jaach op das Jlöck

00:07:22 Begrüßung und Berufe

00:18:11 Glück (und Verzweiflung?)

00:41:20 Amor fati, Epikur und die Stoiker

01:02:20 Abschied und Ankündigung

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XVI. Fortschritt31 mai 202400:40:50

Einen Fuß vor den anderen setzen, lineares Schreiten in eine Richtung - das ist selten messbar und keineswegs alternativlos. Vielmehr ist es (gemeint ist: der Fortschritt) ein neuzeitliches Phänomen und zudem eines der europäisch-westlichen Kulturen. Ob als Geschichtsphilosophie, politischer “Progressivismus”, Wissenschaftsparadgima oder Wirtschaftsaxiom (Wachstum) - der Fortschritt ist kein neutraler Begriff, stets ethisch aufgeladen und das meist zu unrecht positiv. Er befördert einen fragmentarischen Blick auf die Welt und plädiert für das Waltenlassen der Eigenlogik bestimmter gesellschaftlicher Sphären, egal wie viele Probleme sie an anderer Stelle hervorrufen. Wir erläutern außerdem Alternativen zum Fortschrittsparadigma; denn gerade mit Blick auf den Menschen selbst lässt sich eine radikale Fortschrittslosigkeit beobachten. Das Gleichbleiben nicht als Abwesenheit von Veränderung oder Entwicklung, aber als Absage an eine auf alles oktroyierte Fortschrittsfähigkeit sollte uns zu denken geben. Mit weniger Fortschritten hätten wir weniger Probleme produziert. Diese Spirale zu durchbrechen erfordert kulturellen Wandel.


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32. Von Models und DJs17 avr. 202401:35:39

Es wird zum ersten Mal autobiografisch bei Lachen & Weinen: Wir widmen uns den beiden Galionsfiguren der postmodernen Kultur, die in den 90er-Jahren Gestalt annahm und wissen, dass wir dabei nicht am Puls der Zeit sind. Jakob ist tagsüber ein Model und sieht gut aus und Bruno legt nachts in Bars und Clubs Platten auf und stachelt die Menge zu Tanz und Vergnügen an. Models und DJs eint nicht nur ihre narzisstische Veranlagung, sondern auch die narzisstischen Projektionen, mit denen wir sie vereinnahmen. Doch ist der Narzissmus so leicht zu verstehen, wie die griechische Sage ihn erzählt? Wir lesen bei Ovid nach und stellen fest, dass auch in vortherapeutischen Zeiten die Menschen in der Lage waren, komplexe psychische Verwirrungen zu beschreiben, demnach auch unter ihnen litten. Nach dem Streit an der Quelle über die rechte Auslegung des Mythos begeben wir uns in die Gegenwart, reflektieren die Stellung und errechnen die psychische Hypothek von Models und DJs in der kapitalistischen Warengesellschaft. Dank Instagram und Co. können wir heute, wie schon Andy Warhol in den 60er-Jahren prophezeite, alle für wenige Minuten ein Star sein. Bahnfrei also für eine narzisstische Gesellschaft. Die Diagnose ist nicht neu, wir müssen sie ihrer unveränderten Aktualität wegen jedoch bedenken und erwägen abschließend Auswege aus der narzisstischen Falle.

Inhalt:

00:00:00 Künstliche Einleitung
00:02:03 Begrüßung
00:51:40 Metaphysische Apotheke
01:34:10 Der unverständlichste Satz der Woche


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XI. Aggression27 févr. 202400:39:05
Wir denken ein anthropologisches Fundament von Krieg und Kampf: die Aggression. Es kommt zum Konkurrenzverhalten zweier Männchen vor laufendem Mikrofon.
XII. Werner Herzog18 janv. 202400:46:39
Mit Florian Arnold widmen wir uns Werk und Person Werner Herzogs, zu dessen 80. Geburtstag. Auch in seinen Spielfilmen schlägt immer wieder das Dokumentarische durch. Doch was will Herzog eigentlich dokumentieren?
XV. Nicht nur zur Weihnachtszeit17 déc. 202301:04:48
Wenn es weihnachtet, kommt in guter deutscher Tradition auch ein Zwang nach dem anderen um die Ecke. Obsessives Verspeisen der immer gleichen Speisen, ritualisierte Abläufe, die dennoch jedes Jahr dieselbe Gefahr laufen, zu misslingen und IST DER BAUM AUSREICHEND GESCHMÜCKT?!
31. Vom endlichen und vom unendlichen Studium09 nov. 202301:37:02
Neben dem Studium und seiner Endlichkeit oder Unendlichkeit beschäftigt uns also die Endlichkeit überhaupt, sowie ihr Ertrag an Realisiertem, der nur in ihr der Unendlichkeit des Möglichen abgetrotzt werden kann.
30. Ein Reiseführer für die Heimat11 sept. 202301:53:43
Hat der europäische Mensch in der Welt noch genug Vielfalt übrig gelassen, die er nach einem Langstreckenflug als Tourist besichtigen könnte?
29. Der Weltbrand30 juin 202301:54:11
Interview-Coup! Slavoj Žižek war bei uns zu Gast. Außerdem: Lachen & Weinen berichtet von der phil.cologne. Lachen & Schmelzen hat Sloterdijk gelesen.
28. Tiefenökologie und Ökosophie18 mai 202301:18:57
Lachen & Schmelzen widmet sich einem Grundlegungsversuch und -dokument der Ökobewegung. Der norwegische Philosoph Arne Næss entwarf 1972 die einflussreiche Tiefenökologie.
27. Dialektik der Freizeit13 mars 202301:23:59
Kurz vor Frühlingsbeginn und dem allgemeinen Sprießen und Erblühen auch freizeitlicher Aktivitäten streuen Bruno und Jakob Pfeffer in die Suppe, bzw. Sand ins Getriebe all jener, die Freizeit für eine gute Sache halten.
26. Mensch und Erde05 févr. 202301:30:24
Wir kommen aus der Winterpause und machen erstmal unseren Neuigkeiten Luft. Bruno will Luftverkäufer werden. Jakob begräbt seine passivistischen Ambitionen. Nebenbei erfinden wir den AirPod und die Kaufhäuser ganz neu. Im Podcast vollziehen wir endlich die ökologische Wende und sprechen die erste Folge "Lachen & Schmelzen" ein.
XIV. Kitsch (Vorschau)18 déc. 202200:17:39
Wir beschäftigen uns mit Grundfragen der Ästhetik anhand des notorisch gering geschätzten Kitsches.
25. Anlasslose Feste11 déc. 202201:32:09
Bald weihnachtet es und Weihnachten ist ein Fest. Was daran noch feierlich ist besprechen wir am 24.12. Vorab gilt es zu klären - Wie wird überhaupt gefeiert in nachmetaphysischen Zeiten?
24. Die Grenzen der Gemeinschaft (mit Jens Heise)06 nov. 202201:59:52
Auch in jüngeren Jahren schrieb Helmuth Plessner bereits gute Bücher. Mit unserem Gast Jens Heise von der Uni Heidelberg widmen wir uns Plessners soziologischem Erstling, den "Grenzen der Gemeinschaft".
23. Ausweglosigkeit (mit Florian Arnold)03 oct. 202201:35:16
Wohin gehen, wenn uns das Gefühl der Ausweglosigkeit beschleicht? Mit Philosoph und Designtheoretiker Florian Arnold malen wir uns das Theorem der Ausweglosigkeit in allen Facetten aus.
22. Der Vater aller Dinge04 sept. 202201:40:41
Ist der Krieg eine organisierte Zerstörung mit schaffendem Potenzial? Müssen wir dem Krieg das Kondom überstülpen?
X. Sekundärliteratur13 juil. 202200:41:44
Nach Bildung, Fort-, Weiter- und Halbbildung beschäftigen wir uns mit zweiten und dritten Blicken auf das Primäre. Und zwar das wirklich wahre Erste: Den Text.
21. Bildung als Microdegree?29 juin 202201:46:52
Wer ist man heutzutage eigentlich, wenn man statt eines Diploms 23 Microdegrees erworben hat? Was ist kanonisch und was ist ein Kanon? Fährt man heutzutage am Ende mit der Halbbildung noch ganz gut, weil bereits die viertel-/achtel-/sechzehntel-Bildung droht?
20. Essayismus in der Philosophie13 mai 202201:59:17
In unserer 20. Folge lesen wir Adorno und fragen nach dem Essay und seiner Form. Auch wenn es irgendwie mit Montaigne begann und wir den Podcast gerne als Anti-Platonismus charakterisieren würden, führt eben doch kein Weg vorbei an der Rhetorik, was schlussendlich bedeutet, dass wir jedenfalls im Dialog nie ganz von Platon loskommen.
IX. Die große Ukraine-Debattenrundschau27 avr. 202202:35:35
In zwölf Abschnitten haben wir uns thematisch geordnet und hoffentlich zielführend dem Absolutismus der Wirklichkeit gestellt und uns die relevantesten schriftlichen Beiträge zum Krieg Russlands gegen die Ukraine durchgelesen.
19. Von Rollen, die wir spielen15 mars 202201:18:19
Rollenspiel und Maskenball, Goffmanns ausgelutschte Rede vom unumgänglichen Theater des Alltags - und im Rheinland auch noch der Karneval.
VIII. Karnevalistische Eilmeldung01 mars 202200:56:31
Unsere ofenfrische Karnevalsdiskussion wird überschattet von der Weltpolitik.
VII. Uhren und Spiegel15 févr. 202200:46:01
Wir sprechen über zwei verhängnisvolle Erfindungen.
18. YOLO08 févr. 202201:35:56
Es geht um einen verzweifelten Ausruf, um eine Anrufung des Kurzweiligkeitsgötzen der Tatsächlichkeit, um ein missverstandenes Jugendwort?
VI. Einführung in die Wohntheorie (mit Daniel D. Liver)03 janv. 202201:12:39
17. Die Schule der Ironiker24 déc. 202101:50:07
16. Vom Interessantismus21 nov. 202101:20:05
V. Kolloquium zum Nietzsche-Kolloquium19 oct. 202100:39:18
15. Auf den Spuren der Einsamkeit10 oct. 202101:32:54
IV. Wahl-O-Mat-Kritik®14 sept. 202100:49:08
14. Passivistische Staatsbefriedung12 sept. 202101:29:35
III. Tod und sterben lernen15 août 202100:35:40
13. Von Höhlen und Metahöhlen (mit Florian Arnold)18 juil. 202101:41:37
II. Konsum als Stahlbad21 juin 202100:44:01
12. Der Weltgeist in der Cloud25 mai 202101:31:40
I. Wissen und Nichtwissen im Philosophiestudium04 avr. 202101:04:17
11. Dandytum und moderne Subjektivität14 mars 202101:14:37
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