Im 3. Teil geht es nochmal darum, uns zu erinnern, warum wir
manchmal laut werden und immer wieder an uns zu arbeiten, damit wir möglichst
weniger laut werden in der Zukunft. Es ist bewiesen, dass schreien eine Form
der Gewalt ist und je besser wir uns kennenlernen, desto besser können wir in
Zukunft in stressigen Momenten mit unseren Kindern reagieren.
Schau genau hin, wann du laut wirst. Oft sind wir in diesen
Momenten am Ende unserer Kraft, hatten schon viel Stress, sind müde, hungrig
oder werden total von unseren Kindern überrascht. Vielleicht ist dein Kind dir
auch viel zu laut, es hört nicht auf dich und mit deinem Schreien, hört es dir
endlich zu. Schau wie du dir mehr Pausen einbauen kannst und wie du aber auch
deinem Kind Pausen, weniger Termine, mehr intensive Zeit mit dir einplanen
kannst. So dass ihr beide besser durch den Alltag kommt.
Streiten sich die Geschwister viel, versuche sie mehr zu
trennen und gebe ihnen Zeit alleine mit dir oder mit sich in ihrem Zimmer.
Versuche vorzukochen, so dass du nicht hungrig eine Mahlzeit schnell zubereiten
musst.
Wenn du merkst, wie bei dir die Wut hochkommt, versuche dich
zu bewegen, verlasse den Raum, trinke Wasser oder geh zur Toilette. Atme tief durch
und komme wieder zu dir. Kann dein Partner vielleicht kurz einspringen?
Um Pausen einzubauen, versuche ein Buch mit deinem Kind auf
dem Sofa zu lesen. Hierbei kannst du dich hinlegen und dein Kind kann sich an
dich kuscheln. Das wird zum schönen Ritual. Hast du keine Lust vorzulesen, wähle
ein Wimmelbuch, da können alle was suchen.
Feste Essenzeiten helfen, damit ihr nicht in Hungertiefs
verfallt. Auch ein paar Snacks für zwischendurch dabeizuhaben, kann hilfreich
sein. Kinder bewegen sich sehr viel und haben manchmal sehr plötzlich Hunger.
Überprüfe wie oft du dich über deinen Partner, deine Kinder
oder über dich selbst in deinem Kopf aufregst. Diese Gedanken kosten dich sehr
viel wertvolle Energie und bringen dich oft nicht voran. Diese Gedanken kannst
du lernen zu stoppen und sofort an etwas anderes Neutrales zu denken. Es ist
eine reine Trainingssache, die dir mit der Zeit hilft, viel gelassener und
glücklicher durchs Leben zu gehen. Dir steht viel mehr Energie zur Verfügung. Wenn
dich Dinge stören, kannst du diese natürlich mit deinem Partner / Kindern besprechen,
aber mache es, wenn es dir gut geht und nicht in der stressigen Situation. Da
ist es oft kontraproduktiv und ihr reagiert alle über.
Trainiere es. Du bist nicht deine Gedanken, sondern du bist
du und deine Gedanken kannst du beeinflussen, wenn du aufwachst!
Schreib mir super gerne in die Kommentare, was dir hilft um
weniger zu schreien. Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und bis bald. Deine
Sabine