Explore every episode of the podcast Kasia trifft…
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| 199. Wie erkennen wir, ob ein Film nachhaltig gedreht wurde? mit Jerks-Schauspielerin Pheline Roggan | 02 May 2023 | 00:54:53 | |
Wie wir uns mit unseren individuellen Möglichkeiten für den Klimaschutz einbringen können, zeigt uns Pheline Roggan. Sie ist Schauspielerin, etwa bekannt durch ihre Hauptrolle in "Jerks" und Klimagerechtigkeits-Aktivistin. Pheline hat die Initiative "Changemakers.film" mitgegründet und engagiert sich für umweltfreundlichere Filmsets. In der neuen ARD-Mediathek-Doku "Wir können auch anders" hat sie sich zusammen mit Anke Engelke, Bjarne Mädel und anderen Kolleg*innen auf die Suche nach Menschen gemacht, die den Klimaschutz vorantreiben und Mut machen. Worum geht's in dieser Folge? Es geht um Wetterklischees, die sich selbst abschaffen, Rivalität unter Geschwistern und einen Vorfall, der fast dazu geführt hätte, dass Pheline die Schauspielerei an den Nagel hängt, aufregende Nebenjobs, lange Durststrecken, unsichtbare Frauen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Drehtagen von mehr als 12-Stunden. Außerdem geht es um Plan International, Demos und Klimaziele in der Filmbranche, das neue Filmförderungsgesetz, an dem Pheline mitgearbeitet hat und Stellschrauben für umweltfreundlichere Filmsets, Ohnmachtsgefühle durch fehlende Selbstwirksamkeit und den Fokus auf Klimageschichten, die Hoffnung machen, um den wahren Preis der Dinge, ein anderes Gewicht von Erfolg, wenn er gemeinnützig ist und einen wichtigen Reminder, der dabei hilft, mehr bei sich zu sein. Pheline verrät in dieser Folge, wann sie wusste, dass sie Schauspielerin werden möchte, wie sie es schafft, Familie und Job unter einen Hut zu bekommen, wie es aktuell um die Gleichberechtigung in der Filmbranche steht, wie wir an Zielen festhalten mit Tipps für Nachwuchsschauspieler*innen, was ihr dabei hilft, die negativen Seiten der Selbstständigkeit auszuhalten, warum sie sich an der neuen ARD-Doku "Wir können auch anders" beteiligt hat, warum es vielen so schwer fällt, etwas für den Klimaschutz zu tun, was sie als Klimagerechtigkeits-Aktivistin antreibt, was sie mit "Changemakers.film" verändern will, woran wir erkennen, ob ein Film nachhaltig gedreht wurde, Nachhaltigkeits-Tipps mit großem Impact und was sie von ihrer Tochter über Selbstbewusstsein lernt. Pheline findet ihr hier. Hier gehts zur neuen ARD-Mediathek-Doku "Wir können auch anders". Ihr möchtet beim EMOTION Women's Day am 8. Mai dabei sein? Ein Ticket bekommst du hier. Den Rabattcode verrät Kasia am Ende der Folge. Ihr wollt mit uns connected bleiben? Dann folgt uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn, Twitter, Pinterest oder abonniert unsere Newsletter. | |||
| 198. Wie wir nach Schicksalsschlägen weitermachen – mit Olympiasiegerin Kristina Vogel | 18 Apr 2023 | 00:52:00 | |
Wie gehen wir am besten mit Veränderungen um, die unser gesamtes Leben auf den Kopf stellen? Kristina Vogel ist als zweifache Olympiasiegerin mit 17 Weltmeistertiteln die international erfolgreichste Bahnradsportlerin. 2018 hatte sie einen schweren Trainingsunfall und ist seitdem querschnittsgelähmt. Heute ist sie Kommentatorin beim ZDF, hat ein Buch über ihr Leben für den Radsport und ihr neues, anderes Ich geschrieben. Und sie setzt sich für Menschen mit Behinderungen ein, etwa als Botschafterin vom "Wings for Life World Run". Worum geht's in dieser Folge? Es geht um Urlaubsgedanken und ehrgeizige Kinder, Kristina's Leben auf der Überholspur und den Schicksalsschlag, der ihr Leben komplett verändert hat, Pragmatismus in schlimmen Situationen und Trauern in eigener Geschwindigkeit, um das Lenkrad des Lebens und geeignete Beifahrer*innen, die Bewältigung von Herausforderungen nach dem Trial-and-Error-Prinzip und den festen Glauben daran, dass alles gelingen kann, wenn man wirklich dranbleibt, medizinische Fortschritte und Hoffnung. Außerdem geht es um die Schwierigkeit für Menschen mit Behinderung, auf den 1. Arbeitsmarkt zu kommen, um Barrieren in unserer Gesellschaft und eine Einladung zu einem besonderen Charity-Run mit hunderttausenden Menschen weltweit. Kristina verrät in dieser Folge, wann sie gemerkt hat, dass ihr Herz für den Profisport schlägt, was sie als Kind motiviert hat, Leidenschaft zu machen, Anekdoten als Frau in männerlastigen Bereichen, was ihr damals durch den Kopf ging, als die Ärzte ihr gesagt haben, dass sie querschnittsgelähmt ist und wie sie damit umgegangen ist, ob sie glaubt, dass man Stärke und Resilienz lernen kann, wie wir besser mit Veränderungen umgehen und was ihr dabei geholfen hat, ihr neues Leben aufzubauen, ob sie selbst Momente des Zweifelns kennt, was für sie das Wichtigste im Leben ist, welche Perspektive ihr in Bezug auf Menschen mit Behinderungen wichtig ist, was eine Catcher Car Co-Pilotin ist, warum sie sich für den "Wings for Life World Run" engagiert und welche Ziele sie sich als nächstes gesetzt hat. Kristina findet ihr hier: Ihr Buch “Immer noch ich. Nur anders: Mein Leben für den Radsport” (Malik), gibt’s hier. Am 7. Mai findet der "Wings for Life World Run" 2023 statt. Mehr Infos gibt’s hier. Wer noch ein Ticket für den EMOTION Women's Day am 8. Mai braucht, bekommt es hier. Den Rabattcode verrät Kasia am Ende der Folge. Ihr wollt mit uns connected bleiben? Dann folgt uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn, Twitter, Pinterest oder abonniert unsere Newsletter. | |||
| 189. Was macht ein selbstbestimmtes Leben und Freiheit aus? mit Leyla Piedayesh | 22 Nov 2022 | 01:02:48 | |
Wie geht es den Frauen im Iran gerade? Wie können wir wirklich solidarisch sein und helfen? Und inwiefern kann Mode auch ein Ausdruck von Haltung sein? Die iranisch-deutsche Modeschöpferin Leyla Piedayesh spricht im Podcast über die aktuelle Situation im Iran, Frauensolidarität, Haltung, Mode und Lala Berlin. Worum geht's in dieser Folge? Es geht um Fangirl-Momente, Parallelen im Lebenslauf, Heimat, neue Welten und die Migrationserfahrungen, die Leyla und Kasia gemacht haben, um anhaftende Trauer, Verlust und molllastige iranische Musik, Leylas beste Freundin, die im Iran lebt, Hoffnung und Freude, dass die Proteste im etwas bewegen, um Mut und Betroffenheit, Filterblasen und Botschaften, die hinter abgeschnittenen Haarsträhnen stecken können, um Female Empowerment, Freiheit, Selbstbestimmung und den Strudel der Abhängigkeit, die besonders bildhafte Sprache der Perser*innen, Leylas Zeit bei MTV, ihre Ziele, Werte und persönliche Definition von Glück, Anti-Diplomatie und die Unfähigkeit zu Lügen, Statement-Pieces, über die wir ins Gespräch kommen können und mütterliche Schuldgefühle, bei sich sein durch Meditationsretreats, Me-time und digital Detox, um laute Stimmen, Loslassen, unbewusste Verhaltensweisen und die Notwendigkeit, Dankbarkeit zu zelebrieren. Leyla verrät in dieser Folge, welche Migrationserfahrungen sie gemacht hat und inwiefern diese sie geprägt haben, welche Rolle ihre persische Herkunft in ihrer kreativen Arbeit spielt, wie es ihrer Familie und ihren Freunden im Iran aktuell geht, warum wir uns unbedingt über die aktuelle Situation im Iran informieren sollten und wie wir wirklich Solidarität zeigen können, was Freiheit für sie bedeutet, die Gründungsgeschichte von Lala Berlin, wie sie Inspiration findet, was Mode für sie persönlich bedeutet, inwiefern Mode auch Haltung ausdrücken kann, wir ihr Vereinbarkeit gelingt und wie sie ihre Energie wieder auftankt. Leyla findet ihr hier: Ihr wollt mit uns connected bleiben? Dann folgt uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn, Twitter, Pinterest oder abonniert unsere Newsletter. Leyla empfiehlt euch, folgende Accounts zu folgen, um über die aktuelle Situation im Iran informiert zu bleiben: | |||
| 100. Special: Wir feiern 100 Folgen und verlosen EWD-Tickets | 08 Oct 2020 | 00:56:58 | |
Juhu! Die 100. Folge, wir können es kaum glauben! Und um das gebührend zu feiern, haben wir diese Woche etwas ganz Besonderes für euch: Werft einen Blick hinter die EMOTION-Kulissen und lernt unser Team, das euch ganz viel rund um das Event verrät. Hört rein und erfahrt
Gewinnt Tickets für unsere EMOTION Women's Days! Und so funktioniert's: Habt ihr aufgepasst? Dann beantwortet folgende Frage: Welchen Fußballverein erwähnt Julia am Ende der Folge, als es um Lebensmottos geht? Schreibt uns die Antwort per Mail an kasiatrifft@emotion.de. Unter allen Teilnehmer*innen verlosen wir 5 Tickets für alle drei kostenpflichtigen Tage vom 20. bis 22. Oktober. Die Gewinner*innen bekommen von uns einen einmalig gültigen Code, der im Xing-Ticketshop der EMOTION Women's Days eingelöst werden kann. Unmittelbar nach der Eingabe erhalten die Gewinner*innen 100% Rabatt auf das Gesamtticket und können den Kaufvorgang abschließen. Den Ticketshop und alle weiteren Infos zum Programm findet ihr hier. Teilnahmeschluss ist der 16. Oktober 2020. Wir wünschen euch viel Glück beim Gewinnspiel! Und falls ihr Ideen habt, welche Frauen wir unbedingt alle kennen müssen und in den Podcast einladen sollten, schreibt uns eine Mail an kasiatrifft@emotion.de oder auf Instagram an @emotionmagazin oder @kasia_inspired. | |||
| 99. Ana Große Halbuer, Therapeutin, und Steffen Groth, Schauspieler | 29 Sep 2020 | 01:03:14 | |
Therapeutin Ana Große Halbuer und Schauspieler Steffen Groth ("Doctor's Diary") sind nicht nur privat ein tolles Team, gemeinsam haben sie auch den Podcast "Die Welt und wir gestartet". Worum es darin geht, was sie antreibt und warum Feminismus für beide eine wichtige Rolle spielt, darüber sprechen sie in dieser Folge.
Wer sind Ana Große Halbuer und Steffen Groth?
Ana Große Halbuer ist Hypnose- und Traumatherapeutin sowie
Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Berlin. Steffen Groth stand als
Schauspieler bereits für zahlreiche Filme und TV-Serien vor der Kamera, arbeitet als Autor und Regisseur. Die beiden
sind verlobt und leben mit ihrer gemeinsamen Tochter und zwei Kindern aus
Steffens früher Beziehung als Patchwork-Familie zusammen.
Worum geht's in dieser Folge?
Ana und Steffen reden über die Themen, die sie auch auch in ihrer Beziehung am meisten verbinden und bewegen: die Suche nach Tiefe, nach Sinn, Wandel und Veränderungen im Leben. Es geht außerdem um Feminismus, um Weiblichkeit und um Männlichkeit, wobei letztere nach Steffen Ansicht dringend neu definiert werden müsse.
Was lerne ich in dieser Folge?
Von Ana und Steffen können wir lernen, dass es sich immer lohnt, den eigenen tiefsten Wünschen zu folgen. Und dass die besten Dinge im Leben oft dann passieren, wenn man es eigentlich für unmöglich hält. Das Paar zeigt uns, dass wir unsere eigentlichen Pläne nicht aus den Augen verlieren sollten. So sagte Ana über ihre Podcast-Idee, die sie schon lange im Kopf hatten: “Wir werden immer zu viel zu tun haben, lass es uns jetzt einfach machen.”
Vier starke Zitate von Ana Große Halbuer und Steffen Groth:
“Es ist echt okay, mehr Pausen zu machen.”
“Emotional gesehen sind wir eine Mangelgesellschaft.”
“Wir brauchen eine neue Definition von Männlichkeit.”
“Ich habe so viel gearbeitet, dass ich mich immer weniger gefühlt habe.”
Wir wünschen euch viel Spaß mit diesem Interview!
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| 98. Petra Neftel, TV-Journalistin und Coach | 22 Sep 2020 | ||
Souverän und selbstbewusst – so kennen wir Moderatorin Petra Neftel aus dem Fernsehen. Doch es gab eine Zeit, in der sie massiv unter Überforderung und Geldproblemen litt. Ihr offener Umgang damit ist beeindruckend – und lehrreich für uns alle. Die 45-jährige Hamburgerin ist seit über 20 Jahren Fernsehjournalistin, arbeitete u.a. bei Spiegel-TV, RTL-Explosiv und zuletzt acht Jahre lang für die HR-Sendung "Maintower". Im Sommer 2020 hört sie dort auf, um sich auf ihre Arbeit als Coach und auf ihre Familie konzentrieren zu können. Worum geht's in dieser Folge? Was lerne ich in dieser Folge? Wir wünschen euch viel Spaß und Inspiration! | |||
| 97. Sara Weber, Redaktionsleiterin bei LinkedIn | 15 Sep 2020 | 01:06:30 | |
Als Redaktionsleiterin bei LinkedIn weiß Sara Weber alles übers Networking. Bei Kasia zeigt sie, dass sie auch sonst ganz viel zu sagen hat: zu Digitalisierung, Diversity. Übrigens: Im Oktober wird sie bei unseren digitalen EMOTION Women’s Days dabei sein. Worum geht's in dieser Folge? Mal wieder ein "echtes" Treffen und diesmal in München! In der HoheLuft-Redaktion ging es bei Kasia und Sara um Diversität in Medienunternehmen, um moderne Arbeitswelten und Digitalisierung und das Sehen und Gesehenwerden in den digitalen Netzwerken. Sara, die als Schwarze Frau in Bayern aufgewachsen ist, erzählt offen von "tausenden" Diskriminierungserfahrungen und erklärt, was sie sich von der Diversitätsdebatte in deutschen Unternehmen wünscht. Da geht es um Heteronormativität, Old-School-Einstellungsverfahren und warum wir Konkurrenzgedanken ganz schnell vergessen sollten. Als Redaktionsleiterin bei LinkedIn hat sie natürlich ganz viele Insights ins Netzwerken und wie das richtig geht, was hinter dem Begriff Sichtbarkeit eigentlich steckt und wie das mit dem Suchen und Finden der richtigen Menschen funktioniert. Sie erzählt viel von Digitalisierung, der Schnelllebigkeit der Medien und der Zukunftsfähigkeit des Journalismus. Und natürlich geht es auch um Corona und seine Auswirkungen auf Unternehmen, Work Life Balance und die Infrastruktur Familie, immer vor dem Hintergrund: Wie werden wir künftig arbeiten? Was lerne ich in dieser Folge?
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| 96. Kenza Ait Si Abbou, Expertin für Robotik und KI | 08 Sep 2020 | 01:08:51 | |
Kenza Ait Si Abbou ist Ingenieurin und leitende Managerin für Robotik und künstliche Intelligenz bei der Telekom. Sie ist weltweit gefragt als Rednerin, Jurorin und Moderatorin. Schon als kleines Mädchen hat sie Mathematik geliebt. Im August ist ihr Buch "Keine Panik, ist nur Technik" erschienen. Worum geht's in dieser Folge? Kenza erzählt, wie Technik unser Leben gesellschaftlich und politisch beeinflusst, warum viele davor so Angst haben und warum es sich trotzdem lohnt, ein bisschen Ahnung von Technik zu haben. Mit Kasia überlegt sie, warum es leider immer noch so wenige Frauen in MINT-Berufen gibt und warum viele von uns so große Berührungsängste mit Technik und künstlicher Intelligenz haben. Sie verrät, wie sie angefangen hat, sich für Technik zu begeistern und wo wir in unserem Alltag überall schon mit KI zu tun haben, von Handys bis zu selbstfahrenden Autos. Es geht um Digitalisierung, Datenschutz und den gläsernen Menschen und was das alles mit unserer Demokratie zu tun hat. Um Bubbles und warum es so wichtig ist, sie mal zerplatzen zu lassen, um Unconscious Bias und warum wir über vieles erst zu spät nachdenken. Sie spricht über rassistische Algorithmen und Diskriminierung durch Technik, um Stereotype, Klischees und das schlechte Image der MINT-Berufe. Sie selbst hat sich schon früh für Technik begeistert. Wie schwer die Gesellschaft das einigen macht und wie ihre Kindheit in Marokko auch ihre jetzige Persönlichkeit geprägt hat, verrät sie auch in dieser Folge. Und, ganz wichtig: Wie gut es tut, auch mal laut zu sein und auf den Tisch zu hauen. Was lerne ich in dieser Folge?
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| 95. Alexandra von Rehlingen, PR-Unternehmerin | 01 Sep 2020 | 00:54:57 | |
Alexandra von Rehlingen ist eine der bekanntesten PR-Unternehmerinnen Deutschlands, Mitgründerin und namensgebende Geschäftsführerin der PR-Agentur Schoeller & von Rehlingen. Sie war schon Mentorin bei EMOTION und veranstaltet seit neun Jahren gemeinsam mit uns die Verleihung des EMOTION.award. Worum geht's in dieser Folge? Kasia und Alexandra sprechen über Frauen und Vorurteile in der PR-Branche, Vereinbarkeit, und wie man in diesem Job seinen Werten treu bleibt. "Ich bin ein klassischer Quereinsteiger", sagt Alexandra und erzählt von ihrem Karriereweg, der Modernisierung ihrer bereits 1986 gegründeten Agentur und der Zukunftsfähigkeit der Branche Sie verrät, wie man richtig netzwerkt und wie es ist, ständig erreichbar zu sein (und was ihre Kinder dazu sagen). Sie spricht über Kindererziehung, berufstätige Mütter und Vorurteile die damit einhergehen, Bewertung durch andere und fehlenden Pioniergeist, eine "Retro-Bewegung" bei jungen Eltern, Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und die Meinungen anderer, und wie schwer es ist, als Frau nein zu sagen und auch mal egoistisch zu sein. Außerdem verrät sie ihre Stärken und Qualitäten im Job, schwierige Stationen und ihren Umgang mit Scheitern, wie sie ihre Karriere mit ihrer grünen Lebensweise vereinbart und nach welchen Prinzipien und Vorbildern sie lebt. Was lerne ich in dieser Folge?
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| 94. Josephine Teske, Pastorin | 25 Aug 2020 | 01:00:42 | |
„Ach, du wirst auch Pastorin? Siehst ja gar nicht so aus...“ Von Vorurteilen hält Josephine Teske nichts. Im Podcast spricht sie sich für eine mutigere Kirche und einen modernen Glauben aus und verrät, wie es sich als feministische Pastorin lebt. Josephine Teske ist Pastorin in der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Büdelsdorf/Schleswig-Holstein und spirituelle Influencerin. Im Netz ist sie als @seligkeitsdinge_ unterwegs und postet christliche und persönliche Inhalte. Auf Instagram allein erreicht sie mittlerweile über 21.000 Follower. Im Juni war sie Speakerin bei unserem EMOTION Online Event "Yes you can" und im Oktober wird sie bei unserem digitalen EWD zum Thema Selfcare sprechen. Josephine Teske, Pastorin in der Nordkirche BüdelsdorfBild: privat Worum geht's in dieser Folge? Diese offen feministische Pastorin scheut sich nicht vor Kritik an der Kirche. Mit Kasia spricht Josephine Teske über Frauen in der Kirche, modernen Glauben und Zukunftsfähigkeit der Kirche und das Leben als "Sinnfluencerin". Sie spricht sehr privat darüber, wie sie zu ihrem Glauben gefunden hat, wie man heute Pastorin wird und welche Vorurteile damit einhergehen, über die tiefe Sehnsucht nach Gemeinschaft und was den Glauben erschüttern kann. Sie überlegt, wie sich das Frauenbild in der Bibel mit feministischer Kirchenarbeit vereinbaren lässt, plädiert für mehr Feminist*innen in der Kirche, mehr Mut zur Veränderung und fordert konfessions- und religionsübergreifend mehr Offenheit und Toleranz. Außerdem geht es um die Gefahr der Instrumentalisierung des Glaubens, Stereotype und Dogmen, alte weiße Männer hinter den dicken Mauern der katholischen Kirche, den Gegenwind, den sie für ihre Gemeindearbeit und ihren Einsatz auf Social Media abbekommt und das evangelische Content-Netzwerk yeet.
Was lerne ich in dieser Folge?
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| 93. Alexa Hennig von Lange, Schriftstellerin | 18 Aug 2020 | 01:07:42 | |
"Eine Stimme in meinem Kopf fängt an zu erzählen", sagt Alexa Hennig von Lange über ihren Kreativprozess. Uns erzählt die Schriftstellerin von ihrem neuen Roman, von überholten Frauenrollen und von unserer wahnsinnigen Gesellschaft. Alexa Hennig von Lange ist Schriftstellerin und frühere Moderatorin. Ihr Debüt "Relax" machte sie 1997 praktisch über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation. Neben Romanen für Erwachsene schreibt sie auch Kinder- und Jugendbücher. Worum geht's in dieser Folge? Kasia unterhält sich mit Alexa über das Schreiben, über Frauen in der Literatur und natürlich auch über ihren neuen Roman "Die Wahnsinnige" (DuMont), der jetzt am 18.8. erschienen ist. Da in ihrer Familie immer viel vorgelesen wurde, bekam Alexa schnell ein Gespür für Literatur und lernte: Über Bücher konnte sie sich mit der Welt verbinden. Hier erzählt sie, wie sie immer ihren Träumen gefolgt ist und sich selbst verwirklicht hat, von Berufen und Berufung, von kreativen Prozessen und Inspirationen. Sie verrät, woraus sie ihre Geschichten schöpft und wie ihre Figuren entstehen. Über die Protagonistin ihres neuen Romans, die historische Figur Johanna I. von Kastilien, sagt sie: "Was ich an Johanna sehr mag, ist, dass sie nicht die Strukturen übernehmen wollte, in denen sie lebte." Und weiter: "Ich habe bei keinem Buch, was ich bisher geschrieben habe, so viel gelernt über mich und mein Selbstverständnis – als Frau, als Mutter und als politisch denkender Mensch." Es geht um moderne Frauen im 15. und 16. Jahrhundert und was wir von ihren lernen können, um konstruktive Wut, ein Ungleichgewicht in der Dynamik zwischen den Geschlechtern, um Weiblichkeit und den Wunsch nach einem anderen weiblichen Selbstverständnis und tiefgreifenden Veränderungen. Sie plädiert dafür, das eigene Verhalten hinterfragen und Wege finden, die uns allen zugute kommen, zu lernen, wie wir uns selbst genügen, und auch für einen Sinn für die Schönheit des Lebens: das Erfülltsein und die Stressbewältigung, den Rausch und Momente, in denen wir das Gras wachsen hören. Was lerne ich in dieser Folge?
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| 92. Julia Walch, Winzerin aus Südtirol | 04 Aug 2020 | 00:47:07 | |
Ein kleines Urlaubsgefühl gefällig? In dieser kulinarischen Folge lässt uns Winzerin Julia Walch eintauchen in die Südtiroler Lebensweise und ein modernes, von Frauen geführtes Weingut. Zum ersten Mal ist eine Winzerin zu Gast bei „Kasia trifft...“! Julia Walch ist gemeinsam mit ihrer Schwester Karoline Winzerin in einem der führenden Weingute Südtirols, dem Weingut Elena Walch, das ihre Mutter vor über 30 Jahren gegründet hat. Worum geht's in dieser Folge? Wie wird man heute eigentlich Winzerin? Das verrät die Südtirolerin Julia Walch in dieser Folge. Die Südtirolerin hatte schon ihr Kinderzimmer direkt über dem Weinkeller – das musste ja ihren Weg ebnen. In dieser Folge geht es um Frauen in Familienunternehmen, die Auswirkungen von Corona auf Tourismus und die Unternehmen in Südtirol und natürlich um Wein. Ihre Mutter modernisierte vor 30 Jahren das historische Weingut der Familie und machte es zu dem, was es heute ist. Julia spricht hier über nötige Perspektivwechsel in Generationenunternehmen und warum Veränderung oft nicht auf Wohlwollen trifft, warum so wenige Frauen in dem Beruf sind und wie schwer es für ihre Mutter war sich durchzusetzen. Sie erklärt den Nachhaltigkeitsgedanken des Unternehmens und wofür sie und ihre Schwester stehen möchten, den Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Qualität sowie böse Überraschungen durch den Klimawandel. Außerdem verrät sie, was ihre Weine besonders macht, wie die vergangenen Monate für sie waren, wie sie während Corona konkret gearbeitet haben, und wie sich der ausbleibende Tourismus auswirkt. Und sie schwärmt von Südtirol – von Heimatverbundenheit und die Südtiroler Lebensweise, vom Leben zwischen mediterraner Lebensweise und deutscher Pünktlichkeit, von Sprachen und Kulturverständnis und die Freude an der Tischkultur. Was lerne ich in dieser Folge? • wie man heute Winzerin wird • was Südtiroler Lebensart bedeutet • inwiefern auch die Weinbranche noch nicht gleichberechtigt ist • wie die Situation für Frauen in Familienunternehmen ist und warum es so schwer ist, mit Traditionen zu brechen • wie nachhaltiger Weinanbau funktioniert • inwiefern Corona und der Klimawandel die Südtiroler Weinbrache betreffen • was ihre Learnings aus der Zeit und ihre Hoffnungen für die nächsten Monate sind • was ihren Wein besonders macht Kurz nach unserer Podcast-Aufzeichnung musste Julia los zur Preisverleihung: Der Elena Walch Blauburgunder "Ludwig" 2017 wurde mit dem ersten Platz auf dem nationalen italienischen Blauburgunder-Wettbewerb prämiert. In Deutschland sind die Weine von Elena Walch hier erhältlich. | |||
| 91. Lisa Feller, Komikerin | 28 Jul 2020 | 01:13:50 | |
Lisa Feller ist Komikerin, Moderatorin und Schauspielerin. Viele kennen sie noch von Schloss Einstein oder aus der Schillerstraße, ihren ersten Comedy-Auftritt hatte sie aber, wie sie selbst sagt, "im Bus auf dem Weg zur Schule."
Worum geht's in dieser Folge? Lisa Feller lebt für die Bühne, dort fühlt sie sich zu Hause. Sie möchte die Menschen unterhalten. Das tut sie auch in der neuen Podcastfolge. Mit ihrem großartigen Humor erzählt Lisa, wie ihre Programme entstehen, inwiefern ihr Alltag in der Comedy steckt und warum die Nervosität auch nach all den Jahren nicht weg ist. Sie spricht über Stereotype in Comedy-Programmen, wie sexistisch und rassistisch sie oft sind, Political Correctness, Grenzüberschreitungen und Tabubrüche, "Bierzelthumor" und bei welcher Art Witze sie einschläft. Sie macht sich lustig über das Bild der "lustigen Frau", und kritisiert Veranstalter, die nur Männer buchen. Und sie überlegt, was deutschen Humor ausmacht und ob er mittlerweile mehr darf als früher. Sehr ehrlich wird sie, wenn sie über das Älterwerden spricht, über Selbst- und Fremdwahrnehmung und ihr Leben als Single Mama. Jetzt geht's auch wieder los mit Lisas Live Shows, alle Orte, Termine und Tickets gibt's hier. Ihr Corona-Format "Komikerin auf Eis gelegt" findet ihr auf Instagram und Facebook. Was lerne ich in dieser Folge?
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| 188. Wie wird Arbeit zu etwas, das uns stärkt? mit New-Work-Expertin Swantje Allmers | 08 Nov 2022 | 01:02:43 | |
Wie wird Arbeit zu etwas, das uns stärkt? Wie können wir wieder mehr Freude erleben? Swantje Allmers unterstützt als Executive Coach und Beraterin Führungskräfte, Teams und Unternehmen auf dem Weg zum neuen Arbeiten und ist Mitgründerin sowie Geschäftsführerin von "New Work Masterskills". Gemeinsam mit Michael Trautmann und Christoph Magnussen hat sie das Buch "On the Way to New Work – Wenn Arbeit zu etwas wird, das Menschen stärkt" geschrieben. Im Podcast spricht die New-Work-Expertin über New Work, Great Resignation, Quite Quitting, Purpose und ihr Buch. Worum geht's in dieser Folge? Es geht um Morgenroutinen und Feierabendrituale, folgenreiche fünf Minuten, Klarsichthüllen mit To-Do-Zetteln und Exceltabellen, die wie Tagebücher geführt werden, eine fürchterliche Ausbildung, Wendepunkte, Generalistentum und New Work, das, was uns Kraft gibt, Druck beim Wort "Elivatorpitch", Selbstreflexion und agiles Arbeiten, Diversität, Nachhaltigkeit und Bildung, Sinn im Alltäglich, Dienst nach Vorschrift, die innere Kündigung und Bedürfnisse jüngerer Generationen, Motivation als Herausforderung für Führungskräfte, die notwendige Unterscheidung in Ich- Stärken und Wir-Stärken, gute Kommunikation, Kasias Visionboard und Rituale der Selbstfürsorge, Fragen zur Selbsterkenntnis, Resilienz und Veränderungsfähigkeit, eine bessere Meetingkultur, Ruhe, Selbstironie und Schubser ins kalte Wasser. Swantje verrät in dieser Folge, was sie braucht, um gut zu arbeiten, was New Work für sie persönlich bedeutet und wie ihr Weg dahin war, wie man merkt, ob man im richtigen Job ist, was Diversität, Nachhaltigkeit und Bildung mit New Work zu tun haben, welche die aktuell wichtigsten Themen der Arbeitswelt sind, wie es dazu kommt, dass Menschen Dienst nach Vorschrift machen und innerlich kündigen und was Arbeitgeber*innen dagegen tun können, wie wir es schaffen, Erfüllung im Job zu finden, ob Purpose immer das wichtigste sein sollte, welche Haltung und Skills Führungskräfte heute am meisten brauchen und warum New Work eine Chance für alle Menschen ist, die sich mehr Vereinbarkeit wünschen. Swantje findet ihr hier: https://www.linkedin.com/in/swantjeallmers/?originalSubdomain=de, https://www.newworkmasterskills.com/, https://www.instagram.com/swantjeallmers/?hl=de Ihr Buch gibt es hier. Mehr Infos zur Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ findet ihr auf www.entschiedengegenkrebs.de. Ihr wollt mit uns connected bleiben? Dann folgt uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn, Twitter, Pinterest oder abonniert unsere Newsletter. | |||
| 90. Monique Hoell, Gründerin von HelloBody | 21 Jul 2020 | 00:40:23 | |
Die Kultur des Scheiterns verändert sich allmählich, sagt HelloBody-Gründerin Monique Hoell. Und das ist auch gut so! Wie man eine erfolgreiche Marke für natürliche Kosmetik aufbaut und aus Herausforderungen lernt, verrät sie Kasia in dieser Folge. Monique Hoell ist Gründerin und Geschäftsführerin von HelloBody, einer Pflegemarke, die Produkte mit rein pflanzlichen Inhaltsstoffen ohne Tierversuche herstellt. Nachdem sie mit ihrem ersten Start up scheiterte, ist HelloBody in nur drei Jahren zur am schnellsten wachsenden Beautymarke in Europa geworden. Worum geht's in dieser Folge? Monique sagt von sich selbst, sie sei in der Berliner Start-up-Szene großgeworden. Ohne typischen Beautyindustrie-Hintergrund hat sie die erfolgreiche Marke HelloBody entwickelt. Mit Kasia spricht die Gründerin und Geschäftsführerin über natürliche Kosmetik, über HelloBodys Potenzial zur globalen Marke, ihre Unternehmenskultur und den Weg von der Idee zu etwas Großem, von der Zielgruppensuche und Nischenfindung bis hin zur Produktentwicklung Als sie gründete, gab es noch keine natürlichen Kosmetikmarken, die junge Frauen um die 20 ansprachen. Inzwischen hat ihr Unternehmen 85 Mitarbeiter*innen auf zwei Kontinenten und fokussiert sich auf weiteres Wachstum. Sie wird auch persönlich in diesem Interview, verrät, wie rastlos sie ist, seitdem sie Teenagerin war und welchen Herausforderungen sie sich gestellt hat, spricht über den Blick in die Zukunft, die nötige Zähigkeit im Job und übers Scheitern, über Angreifbarkeit und Bullying, über Authentizität und gutes, modernes Marketing, Selbstliebe und den Glauben an das eigene Können. Woraus sie selbst Kraft zieht? Ein bisschen Selfcare. Was lerne ich in dieser Folge? · wie man eine eigene Pflegemarke aufbaut · was HelloBody anders macht als andere Marken und woher ihr Erfolg kommt · was ihre größten Herausforderungen als Frau und Gründerin waren · wie sie mit Rückschlägen umgeht · was die Auswirkungen von Corona auf ihre Brand sind · wie wir lernen, an uns selbst zu glauben · wie sich die Kultur des Scheiterns verändert | |||
| 89. Gabor Steingart, Journalist und Unternehmer | 14 Jul 2020 | 01:03:52 | |
Mit seinem "Media Pioneer" verspricht Gabor Steingart "100% Journalismus. Keine Märchen". Was dahinter steckt, welche Pflicht die Medien heute haben und was das alles mit Diversity zu tun hat, verrät der Journalist in dieser neuen Folge. Gabor Steingart ist Unternehmer, Buchautor und einer der renommiertesten deutschen Journalisten der vergangenen Jahre. Nachdem er lange beim Spiegel und beim Handelsblatt war, gründete er 2018 sein eigenes Medienunternehmen "Media Pioneer" mit Sitz in Berlin und berichtet jeden Morgen in seinem Newsletter und Podcast "Das Morning Briefing" über das Weltgeschehen und interviewt die Akteur*innen unserer Zeit. Worum geht's in dieser Folge? Gabor Steingart verrät, was es mit seinem neuen Medienschiff auf sich hat, spricht über sein "Morning Briefing" und erklärt, was hinter seinem Versprechen "100% Prozent Journalismus. Keine Märchen" steckt. Es geht um den Unabhängigkeitsanspruch der Medien und Abhängigkeit der Politik vom Lobbyismus, um gute Recherche, den Umgang mit Fehlern, die Zukunft (der Medienwelt), um "Dehnungen im Kopf" in gesellschaftspolitischen Debatten und die Notwendigkeit, immer wieder anderen Menschen zuzuhören. Er überlegt, wie Männer zu Verbündeten in der Gleichstellung werden, verrät seine Hoffnungen an die jüngere Generation und appelliert, dass wir nicht einfach die alte Männerwelt nachbauen dürfen. Mit Kasia diskutiert er über die Pflicht als Medienschaffende, Gleichberechtigung und strategische Veränderungen voranzutreiben und spricht sich gegen Heteronormativität sowie für einen Perspektivwechsel aus. Was lerne ich in dieser Folge? • was sein Projekt innovativ macht • was für ihn Erfolg bzw. Scheitern bedeutet • warum ihm die journalistische Haltung oft zu versteift ist • wie er mit negativer Kritik umgeht • warum Männer nicht genug für die Gleichberechtigung tun und wie das besser werden kann • welche Welt er seinen Kindern hinterlassen möchte • was er von der Frauenquote hält • warum Heteronormativität so schlecht ist • welche Frauen ihn beeindrucken
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| 88. Diana zur Löwen, Instagrammerin und YouTuberin | 07 Jul 2020 | 01:03:08 | |
Kann man auf Social Media echt bleiben? Ja, sagt Instagrammerin Diana zur Löwen. Ihre Plattform nutzt sie, um Selbstliebe und politische Themen zu vermitteln. Diana zur Löwen ist YouTuberin und mit ihren über 800.000 Instagram-Followern eine der erfolgreichsten Social Media Creators Deutschlands. Daneben war sie Mitgründerin des Start-ups Codesign Factory. Worum geht's in dieser Folge? Diana zur Löwen bezeichnet sich selbst als "Internet-Oma" – seit nunmehr zehn Jahren nimmt sie ihre Follower und Zuschauer*innen mit durch ihr Leben. Doch seit einer Weile findet man bei ihr nicht nur die typischen Mode- und Beauty- und Selflove-Tipps, sondern auch immer mehr Politik. Auch in unserer neuen Folge macht sich Diana Gedanken über die EU und die Idee Europas, über fehlende Vorbilder in der Politik und überlegt, was junge Menschen zu Aktivismus antreibt. Mit Kasia spricht sie über die Vorzüge von Veränderungen und Perspektivwechseln und fehlende Diversität in den Mainstream-Medien. Außerdem gibt sie einen ganz ehrlichen Einblick in ihr Leben als Content Creator, spricht über den vermeintlichen Widerspruch zwischen dem Leben auf Instagram und Konsumkritik, über zerstörerische Selbstzweifel und warum es regelmäßig einer gesunden Selbstreflexion bedarf, über Shitstorms und Fehler und was sie daraus gelernt hat. Was lerne ich in dieser Folge? · wie man auf Social Media erfolgreich wird und wie man dabei echt bleibt · was sie in der Gesellschaft gern verändern würde und wie sie junge Menschen für Politik begeistern möchte · inwiefern wir Gleichstellung und Diversität auch außerhalb unserer Bubble brauchen · warum es so wichtig ist, nicht so hart zu uns selbst zu sein und uns selbst zu lieben · warum gute Frauenfreundschaften überlebenswichtig sind · wie man mit Fehlern umgehen sollte | |||
| 87. Collien Ulmen-Fernandes, Moderatorin, Schauspielerin und Autorin | 30 Jun 2020 | 00:49:34 | |
Sie macht sich für Familien und gegen Genderklischees stark. Mit Kasia spricht Collien Ulmen-Fernandes über Familie in Krisenzeiten, Frauen in der Filmbranche und feministische Kindererziehung. Collien Ulmen-Fernandes ist Moderatorin, Schauspielerin und Kinderbuchautorin, unser ehemaliger Coverstar und Moderatorin des EMOTION.award 2019. Ihre Karriere startete sie als Teenie bei Bravo TV, seitdem hat sie unter anderem Social Factuals für ZDF Neo gedreht und bei der Serie "Jerks" mitgespielt. Ihr erstes Kinderbuch "Lotti und Otto" ist 2018 bei Edel Kids Books erschienen, am 4. September 2020 kommt die Fortsetzung. Worum geht's in dieser Folge? Mit ihren Social Factuals auf ZDFneo macht sich Collien für Familien stark, möchte auf Missstände hinweisen und veraltete Rollenbilder bekämpfen. Im Gespräch mit Kasia verrät sie, warum "No more boys and girls" so wichtig für sie war, wie Kindern bereits Geschlechterklischees vorgelebt werden und vor allem: wie es auch anders gehen könnte. Sie appelliert, dass der Schlüssel für Veränderung ein Bewusstsein für Missstände ist und dass dies schon früh anfangen muss. Neben "unnatürlichen Geschlechterklischees" bei Kindern und in Familien erzählt sie auch aus der Filmbranche, von Stereotypen, die in den Medien vorgelebt werden und dem Weg zur paritätischen Rollenbesetzung. Sie erzählt von ihrem neuen Format "Familien allein zu Haus – Alltag in Zeiten von Corona" und überlegt mit Kasia, inwiefern die Krise veraltete Rollen gefestigt oder gar zurückgebracht hat. Es geht um vermeintliche Entschleunigung, Learnings aus dieser Zeit und die Verantwortung, die Menschen in der Öffentlichkeit haben, ihr soziales Engagement und persönliche wie gesellschaftliche Erfolge. Was lerne ich in dieser Folge? · wie wir unsere Kinder erziehen und Rollenbildern vermitteln sollten, Schulsystem verändern · inwiefern Gleichberechtigung schon ganz früh anfangen muss · wie wenig paritätisch die Filmbranche ist und warum sie sich "mehr kaputte Frauen im Film" wünscht · wie wir ein Bewusstsein für Ungerechtigkeiten entwickeln und dann daran arbeiten · inwiefern Corona eine Zeitreise in die Fünfziger ist · wie sie mit der Verantwortung umgeht, die ihre Reichweite ihr verleiht · was für sie Erfolg bedeutet | |||
| 86. Antje Joel, Journalistin und Autorin | 23 Jun 2020 | 01:10:38 | |
Jede dritte Frau in Deutschland wird Opfer eines gewalttätigen Partners oder Ex-Partners. Journalistin Antje Joel hat das selbst erlebt und spricht mit Kasia darüber, wie wir endlich das Thema enttabuisieren und die Täter zur Verantwortung ziehen.
Wer ist zu Gast?
Antje Joel ist erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Journalistin und Buchautorin. Im vergangenen Jahr ist ihr Buch "Prügel" (Rowohlt) erschienen, in dem sie von ihren Erfahrungen mit häuslicher Gewalt erzählt.
Worum geht's in dieser Folge?
Jede dritte Frau in Deutschland – das sind 12 Millionen Frauen ab 15 Jahren – erlebt mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. Antje Joel hat das selbst in zwei Ehen erlebt. Mit Kasia spricht sie über ihre Erlebnisse und appelliert, dass wir darüber nicht als "Frauenthema" sprechen dürfen, sondern erkennen müssen, dass wir als Gesellschaft alle betroffen sind und endlich den Fokus auf die Täter richten müssen.
Antje Joel erzählt, wie Beziehungen mit einem gewalttätigen Partner beginnen und welche Themen – von ungleicher Bezahlung über Bildungschancen – bei den Ursachen der Gewalt ineinanderspielen. Es geht um Freiheit und Sicherheit, um emotionale, psychische und finanzielle Unterdrückung, Zwangskontrolle, Besitzansprüche, Entwertung, Machtverhältnisse und veraltete Rollenbilder.
Natürlich geht es auch um das Thema häusliche Gewalt in der Coronakrise und inwiefern die Pandemie als Brennglas auf bestehende Probleme zu bewerten ist.
Was lerne ich in dieser Folge?
• warum wir dringend einen Perspektiv- und Diskurswechsel brauchen
• wie wir aus einer reaktiven Tabukultur zu einer Präventionskultur kommen
• wie wir den Fokus von den Opfern auf die Täter lenken
• warum Gewalt durch Männer ganz anders zu bewerten ist als Gewalt durch Frauen
• inwiefern unsere Gesellschaft und die Medien Gewalt an Frauen zulassen und sogar vorleben
• warum Gehen oft nicht die Lösung ist
• wie schaffen wir es, politisch wie gesellschaftlich, etwas zu verändern und an den Ursachen zu arbeiten
• was wir alle tun können, um zu helfen
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| 85. Maria Wersig, Präsidentin Deutscher Juristinnenbund | 16 Jun 2020 | 01:02:13 | |
"Mädchen, hab dich nicht so! Dann meld dich halt bei Twitter ab!" – Reaktionen wie diese sind für Frauen im Netz Alltag. Im Podcast verrät Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, wie sie gegen Hate Speech und für einen geschlechtergerechten Sozialstaat kämpft. Wie könnte ein geschlechtergerechter Sozialstaat aussehen? Warum ist es so schwierig, das Ehegattensplitting in Deutschland abzuschaffen? Fragen wie diese beschäftigen Prof. Dr. Maria Wersig in ihrer Arbeit als Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, als Professorin an der Fachhhochschule Dortmund sowie privat. Und sie richtet einen drängenden Appell an uns: "Die Dinge passieren nicht von selbst, wir müssen uns dafür einsetzen!" Ob Gender Pay Gap, der geschlechtlich segregierte Arbeitsmarkt, Renten oder Care Arbeit – Maria Wersig möchte Dinge gestalten, verändern und Akzente setzen. Sie ist inspiriert, mit vielen klugen Frauen zusammenzuarbeiten, die das gleiche Ziel haben, "nämlich, dass es irgendwann – vielleicht sogar noch zu unserer Lebenszeit – mal völlig egal ist, welches Geschlecht man hat." Sie plädiert für bessere Systemstrukturen, Entgeltgleichheit, eine neue Definition von Ehe, Kinderbetreuung und Care Arbeit, ja alle veralteten Konzepte. Und da müssen alle mit anpacken. Die Politik sei sehr schwerfällig, was die Veränderung lange etablierter Dinge und Strukturen betrifft. Ihr Gedankenspiel: "Was für einen gesellschaftlichen Druck oder Anlass brauchen wir, um endlich mal was zu verändern?" Das Recht könne durchaus steuern, was das Elterngeld gezeigt habe. Doch es gebe eine große Diskrepanz zwischen Werten und Handeln. Eine große Rolle spielten Rahmenbedingungen, Kultur und individuelles Handeln. Und dabei dürfe man das Internet und "die reale Welt" nicht als zwei unabhängige Bereiche sehen. Gewalt durch Worte wird schnell Gewalt durch Taten. Was passiert, wenn Frauen öffentlich ihre Meinung äußern, schließt an an die Tradition von Diskriminierung von Frauen, im Netz nimmt es jedoch noch einmal eine krassere Dimension an, von Vergewaltigungsdrohungen bis Victim Blaming. "Na Mädchen, hab dich doch nicht so, dann meld dich halt bei Twitter ab" sei vergleichbar mit "Wie lang war denn dein Rock so? Hast du es nicht vielleicht provoziert?" So geht es in dieser so wichtigen Folge auch um Verantwortung, Gesetze, Zensur, Umgang mit Vorwürfen und die Rolle der Sozialen Medien – "Wenn ich einen Gefahrenraum schaffe, dann bin ich auch in der Verantwortung, Gewaltschutz zu machen." Um die Frage, wie wir auf allen Ebenen der Gesellschaft etwas verändern können. Sie verweist auf wichtige Initiativen wie Hate Aid und gibt Gedankenanstöße für gewaltfreie Diskurse, für ein konsequentes Handeln gegen Frauenhass. Außerdem erfahrt ihr von Maria Wersig
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| 84. Jessica Libbertz, Moderatorin und Autorin | 09 Jun 2020 | 01:01:17 | |
Als erste Frau moderierte Jessica Libbertz in Deutschland die Champions League. In dieser sportlichen Folge verrät sie, wie es sich als Frau im Fußballgeschäft anfühlt, teasert ihren neuen Podcast mit Angie Kerber und erzählt von einem Gefühl, das sie lange begleitet hat und worüber sie jetzt ein Buch geschrieben hat: Scham. Aus ihrer "Podcasthöhle" erzählt sie Kasia und uns von ihren Projekten, schwärmt vom Fußball und verrät, wie sie sich in der doch immer noch so männlich geprägten Domäne durchgesetzt hat. Jessica Libbertz gibt Tipps und verrät, welche Erfahrungen sie auf ihrem Karriereweg gemacht hat, mit Neid und Missgunst und mit Männern, die sie unterschätzten: "Nimm es nicht persönlich! Ich muss mich nicht mit dem aufhalten, was andere von mir denken." Heute ist sie dankbar, dass sie sich beruflich mit der "schönsten Nebensache der Welt" beschäftigen darf. Sie spricht über den langen Weg der Frauenbewegung, über Erwartungen, die die Gesellschaft an uns hat, und den Druck, uns von all dem zu befreien. Immer da: Die Angst vorm Scheitern. Um dieses Gefühl geht es auch in ihrem neuen Buch "No Shame – Wie wir den Teufelskreis der destruktiven Teufelskreis der Scham verlassen". Warum reden wir so ungern über Scham? Warum ist es so ein Tabuthema? Und was genau ist das Gefühl des Sich-Schämens überhaupt? Hier verrät sie uns ihren ultimativen Schammoment in Indien und wie ihr Weg zur Selbsterkenntnis aussah, was das alles mit dem Drang nach Perfektionismus und Selbstbestrafung zu tun hat und vor allem: wie wir aus einer Schamfalle wieder rauskommen. "Ein enorm mächtiger Gegenspieler der Scham ist die Dankbarkeit. Die kann man zum Glück erlernen." Dabei spiele immer auch ein kultureller Faktor eine Rolle, der in unserer Gesellschaft dazu führt, dass sie weggeschoben und tabuisiert wird. Das sei genau der falsche Weg: "Wenn ich die Scham hochhole, dann zerfällt sie." So spricht sie auch über Verletzlichkeit, Dankbarkeit, zerstörerischen Selbstoptimierungsdruck und inwiefern sich ihre Lebensqualität verbessert hat, seitdem sie die Scham akzeptiert und daran gearbeitet hat. Über den Kampf mit dem inneren Widerstand und wie er eine Situation noch verschlimmert, warum Frauen anders mit Schamgefühl umgehen als Männer, die Evolution und Scham und was unsere moderne Gesellschaft daraus gemacht hat, die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Zudem erklärt ihre ganz eigene MEDS-Methode, kurz für Meditation, Ernährung, Dynamik und Schlaf. Sie habe gelernt, sich nicht auf Fehler zu konzentrieren sondern auf die Dinge, die gut gelaufen sind. Darin sei auch Tennisstar Angelique Kerber eine große Expertin, die sie seit kurzem immer donnerstags zur Mittagspause trifft: Seit Mai moderiert sie den Generali-Podcast "Lunch mit Angie Kerber". (Hier hört ihr mal rein.) Was sie an Angie fasziniert: "Sie hat gelernt, das Selbstwertgefühl von sportlichen Niederlagen zu entkoppeln. Das ist ein großer Verdienst." | |||
| 83. Antonia Wille, Journalistin, Bloggerin und Buchautorin | 02 Jun 2020 | 00:53:46 | |
Wenn dich plötzlich im Supermarkt oder in der U-Bahn die Angst überfällt – Journalistin und Bloggerin Antonia Wille kennt das Gefühl sehr gut. Seit ihrem elften Lebensjahr leidet sie an Angoraphobie mit leichter Panikstörung. In dieser Podcast-Folge spricht die Journalistin, Digitalexpertin und Bloggerin bei amazed sehr offen und ehrlich über ihr Leben mit der Krankheit. Ängste sind ganz normal und ein Gefühl, das jede*r von uns kennt. Was genau ist also eine Angststörung? Sie sei dann gegeben, wenn sie in Situationen kommt, in denen sie eigentlich nicht angebracht ist, und wenn sie uns einschränkt und unsere Gedanken bestimmt, erklärt Antonia Wille. Sie verrät, wie die Krankheit bei ihr erkannt wurde und wie sie sich ausdrückt und wie sie sie in Berufs- und Privatleben beeinflusst: "Mir wird plötzlich ganz schlecht, es steigt in mir auf, mir wird abwechseln warm und kalt, ich bekomme keine Luft mehr, ich fange an zu zittern." Mittlerweile hat Antonia gelernt, damit zu leben und auch ganz offen darüber zu sprechen, und dass Stärke und Schwäche sich nicht ausschließen.. Das war aber lange Zeit schwer für sie, denn psychischen Krankheiten haftet in unserer Leistungsgesellschaft oft noch ein Stigma an. "Wir haben verlernt, ehrlich zu sagen, dass es ganz normal ist, dass man nicht 24/7 funktioniert." So spricht sie über Perfektionsdruck der Gesellschaft und wie sie es geschafft hat, ihre Angst zu umarmen. "Je mehr ich die Angst ignoriert und davongeschoben habe, desto lauter kam sie zurück und hat gesagt: Du wirst mich nicht los." Sie erklärt, wann die Angst kommt, was sie triggert und was ihr Körper ihr signalisiert. Wie sie damit umgeht und was sie daraus gelernt hat, hat sie auch in ihrem neuen Buch "Angstphase" verarbeitet. "Ich wollte immer schon gern darüber schreiben, weil es ein Teil von mir ist, und hatte immer das Gefühl, ich verschweige etwas." Es sei ein Buch für Menschen mit Angsterkrankung, die sich ein positives Vorbild wünschen, aber auch ein Buch für Menschen, die jemanden mit Angsterkrankung kennen, und die, die sich einen achtsameren Blick aufs Leben wünschen. | |||
| 82. Sara Nuru, Model und Gründerin | 26 May 2020 | 00:58:21 | |
Nach ihrem Sieg bei Germany’s Next Topmodel 2009 hat sich Sara Nurus Leben verändert. Neben ihrer Arbeit als Model wurde sie Jugendbotschafterin für Menschen für Menschen, durfte nach Äthiopien reisen, ins Land ihrer Eltern. Sie beschreibt es als prägendes, einschneidendes Erlebnis, das mit der Grund ist für das, was sie heute tut. Sie gründete mit ihrer Schwester Sali das Fairtrade-Kaffeeunternehmen nuruCoffee. Das Unternehmen bezieht Kaffee aus Kleinbauernkooperativen und investiert über ihre Initiative nuruWomen e.V. mit jeder verkauften Packung in Frauenprojekte. Äthiopische Frauen bekommen Mikrokredite. "Es ist nicht nur eine Starthilfe, sondern vielmehr eine emotionale Hilfe, weil die Frauen an selbstwert gewinnen und selbstbestimmt und unabhängig von ihren Männern werden." Die Frauen werden selbst zu Role Models. Das Konzept der Marke nuruCoffee: "Durch wirtschaftliches Handeln Gutes tun, auf soziale Missstände aufmerksam machen, aber ohne mit dem Zeigefinger auf die Menschen in Äthiopien zu zeigen und stattdessen die Schönheit und das Potenzial zu fördern." Sie erklärt, was Fairtrade genau bedeutet, was Herausforderungen in der Führung eines Sozialunternehmens und des Vereins nuruWomen sind, wie ihre Mikrokredite funktionieren und was sie anders machen als oft kritisierte westliche Unternehmen, die sich als "Retter" von Entwicklungsländern profilieren: "Kauft fairen Kaffee, zahlt faire Preise – das soll den Menschen helfen und nicht die gute Sache, die Barmherzigkeit." Mit Kasia spricht sie über Sinnsuche und große Veränderungen im Leben, über Privilegien, Oberflächlichkeiten und den Blick hinter die Fassade des Modelbusiness: "Ich bin von Äthiopien zur New Yorker Fashion Week geflogen. Der Kontrast war hart." Sie sagt, viele hätten ihre Schwester und sie nicht ernstgenommen. So spricht sie auch über Schubladendenken, über Angst vor Ablehnung, Vorurteile und Selbstzweifel, Diversity, besondere Herausforderungen als Woman of Color, ein positives Body Image sowie Erdung durch ihre Familie: "Meine Eltern haben gesagt: Jetzt komm mal wieder runter, vielleicht hast du irgendeine Sendung gewonnen, aber bei uns zu Hause gelten andere Regeln." All dies verarbeitet sie in ihrem neuen Buch "Roots": "Mir fehlten Geschichten von mutigen Frauen, die ihren Weg gehen. Es gibt diese Geschichten, aber noch zu wenige." | |||
| 81. Sarah Schüddekopf von Dove | 19 May 2020 | 00:47:27 | |
Wie wird ein Unternehmen plastikfreier? Das verrät Sarah Schüddekopf von Dove im Podcast. Außerdem: wie aus Holger Sarah wurde und warum Kasia von nun ab beim Duschen an dieses Gespräch denken wird. Und wie habt ihr heute Morgen eure Shampooflasche gehandhabt? Nicht drauf geachtet? Genau das ist Sarah Schüddekopfs Job. Sie ist Head of Research and Development DACH Beauty and Personal Care bei Dove und entwickelt dort neue Produktideen. Die Pflegemarke hat sich nun der Nachhaltigkeit verschrieben und genau darüber spricht Sarah Schüddekopf mit Kasia in der neuen Folge. Sie wird sehr persönlich, wenn sie über ihren Lebensweg spricht und über ihre "Reise" - die Änderung ihrer Geschlechtszugehörigkeit - und wer sie ermutigt hat. Sie erzählt von ihrem Werdegang und wie ihr beruflicher Weg aussah, bis sie zu Dove gekommen ist. Sarah spielt leidenschaftlich gern Saxophon, ist künstlerisch unterwegs, doch ihre Eltern rieten ihr zu etwas "Handfestem". Da dachte sie: Was mache ich gern? Und die Antwort war: essen. Lebensmitteltechnik und Verpackungstechnologie wurden es also und das führte sie letztlich in die verpackungsorientierte Marktforschung, wo sie heute bei Dove arbeitet. Dove steht nicht nur für ein positives Körperbild, sondern auch für Nachhaltigkeit, indem die Marke den Einsatz von Plastik stark reduziert und damit in der Pflegebranche zur Vorreiterin im Bereich Nachhaltigkeit geworden ist. Hier verrät Sarah Schüddekopf, was genau Nachhaltigkeit für Dove bedeutet, wie Optimierungen im Produktionsprozess funktionieren und mit welchen Materialien sie arbeiten. Wie funktioniert der Recycling-Kreislauf genau? Wie entsorgen wir unseren Abfall richtig, damit er wiederverwertet werden kann? Wie wird er sortiert? Auch auf diese Fragen hat sie Antworten. Sie erklärt, was wir als Verbraucher*innen tun können, wie zukunftsorientiert sie als Unternehmen arbeiten, auch mit dem Stichpunkt New Work, und was Nachhaltigkeit für sie selbst bedeutet: "Ich versuche vor allem, auf meine Gewohnheiten zu achten – wie groß ist der ökologische Fußabdruck meines Duschprozesses. Ich bin bekannt für meine Kurzduschmomente." | |||
| 187. Wie gelingt beides: Kinder und Karriere? mit Vorständin Laura Gersch | 25 Oct 2022 | 00:46:41 | |
Wie können wir privat und beruflich unseren eigenen Weg gehen und dabei die Rentenlücke schließen, die besonders uns Frauen droht? Laura Gersch, Finanzvorständin bei der Allianz Versicherungs-AG, spricht im Podcast über den Gender-Pension-Gap, Gleichberechtigung und ihre eigenen Erfahrungen, wie Kinder und Karriere gelingt und wie wir unsere Karriereziele verwirklichen können. Worum geht's in dieser Folge? Es geht um Networking auf der herCAREER, gegenseitiger Support, Alleinerziehende, Kassensturz, die erste Gehaltserhöhung und Unabhängigkeit, Dinge, die man vor der Familienplanung klären sollte, Arbeitszeitmodelle und Jobsharing, einen klaren Fokus, happy kids durch happy parents, Price-Tags für die Care-Arbeit, genderneutrale Formulierungen in Eheverträgen und Deutschland als Land mit dem höchsten Gender-Pension-Gap, fehlende Kinderbetreuung, gesellschaftlichen Erwartungen und Fragen, die werdende Vätern nie gestellt werden, außer sie gehen in Elternzeit, spontane Klassenfeste an Vormittagen, Fachkräftemangel, Mom-Skills und einen Glaubenssatz, den Laura von ihrer Oma hat, Perfektionismus, Gründungspläne und Coffeehouse-Ketten, Begeisterung für Zahlen, die Liebe, Neues zu lernen und eine schöne Anekdote. Laura verrät in dieser Folge, warum Altersvorsorge ein Herzensthema von ihr ist, warum Frauen (und Männer) sich so schwer damit tun, sich ausführlich mit ihren Finanzen zu beschäftigen, wann sie sich das erste Mal mit ihrer Altersvorsorge beschäftigt hat, wie wir Privatleben, Karriere und Altersvorsorge zusammenbringen können, was Karriere für sie persönlich bedeutet und wie sie es schafft, Kinder und Vorstandstätigkeit unter einen Hut zu bekommen, warum wir in Deutschland einen Gender-Pension-Gap haben, wie wir Gleichberechtigung erreichen könnten, was sie von ihren Kindern fürs (Berufs-)Leben gelernt hat, woher ihr Selbstbewusstsein kommt und welche Karriereziele sie verfolg. Ihr wollt mit uns connected bleiben? Dann folgt uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn, Twitter, Pinterest oder abonniert unsere Newsletter. Hier gehts zum neuen Finanzielle-Podcast. Mehr Infos zur Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ findet ihr auf www.entschiedengegenkrebs.de. | |||
| 80. Sabinna Rachimova, Designerin und Gründerin | 12 May 2020 | 01:00:54 | |
Sie verbindet traditionelles Handwerk mit innovativem Business und Nachhaltigkeit: Die österreichische Designerin Sabinna Rachimova verrät, wie man ein eigenes Modelabel gründet, warum die Branche noch viel zu männerdominiert ist und warum wir alle die Verantwortung haben, unsere Stimmen zu erheben. In der ehemaligen UdSSR geboren, kam Sabinna Rachimova mit sechs Jahren nach Österreich, ihr Selbstbewusstsein war gering, sie sprach kaum Deutsch, wusste lange nicht, dass man aus der Mode ein Business machen kann. Nach holprigen Phasen und ihrem Studium bekam sie wegweisende kleinere und größere Jobs im Modebereich, mit 19 ging sie nach London. "Es war eine magische Erfahrung. Ich war noch nie vorher an einem Ort, an der alle die gleichen Interessen hatten und aus aller Welt kamen. Ich war nicht mehr die einzige Ausländerin." 2015 folgte die Gründung ihres eigenen Labels Sabinna. Es dauerte lange, bis jemand an sie und ihr Projekt glaubte, zu Beginn zeichnete und nähte sie ihre Kollektionen selbst. Heute hat sie in Paris, London und Wien gearbeitet, ihre Kollektion auf der London Fashion Week gezeigt, betreibt einen erfolgreichen Onlineshop und eröffnete bereits Pop-up Stores. Und das Thema Nachhaltigkeit? Davon wollte vor fünf Jahren noch niemand etwas wissen. Sabinna Rachimova beschreibt es als spannend zu sehen, wie sich das entwickelt hat, sie verrät, was Nachhaltigkeit für sie bedeutet und warum man sie ganzheitlich denken muss, sie spricht über Greenwashing, unsere Konsumgesellschaft, und darüber, warum sie keine Hierarchien mag. Die Designerin, die für ihre Blumenmuster bekannt ist, sagt: "Um ernstgenommen zu werden, kleiden sich Frauen oft in Anzüge, in gedeckten Farben, passen sich an. Wir wollten feminine und farbenfrohe Kleidung kreieren, die aber gleichzeitig empowernd ist." Sie spricht über die riesige Erwartungshaltung an Frauen und bemängelt: "Die Gründergeschichte ist für den Mann gemacht, wie man eine Karriere aufbaut und wie man sein muss. Female founders mussten ihren eigenen Weg kreieren." Immer wieder werde gesagt, die Modebranche sei etwas für Frauen. Aber in Führungspositionen seien fast keine Frauen zu sehen. Themen wie strukturelle Benachteiligung, gesellschaftliche Erwartungshaltungen, Equal Pay und Female Empowerment sind dafür umso wichtiger und sie unterstreicht, warum wir auch Männer dringend mitnehmen müssen, und dass wir neue Vorbilder finden müssen. Sie appelliert: "Wir müssen Möglichkeiten schaffen. Diejenigen, die in der Position sind, mit ihren Privilegien Orte zu kreieren, wo Frauen wachsen können, haben eine Verantwortung." | |||
| 79. Natascha Wegelin von Madame Moneypenny | 05 May 2020 | 01:04:23 | |
"Finanzen? Interessieren Frauen doch eh nicht!" Wie oft hat Natascha Wegelin den Spruch schon gehört. Als sie sich über Geldanlage informieren wollte, war alles von Männern für Männer gemacht: Foren, Bücher, Podcasts, Blogs. Heute ist ihr Frauen-Finanzblog Madame Moneypenny enorm erfolgreich. Mittlerweile hat sie unter anderem auch ihren eigenen Podcast (in dem auch Kasia zu Gast war) und ist Bestsellerautorin. Warum nur für Frauen? "Wir brauchten einen geschützten Raum ohne Alphamännchen, die sich gegenseitig hochpushen." Sie wollte explizit Themen wie Partnerschaft, Altersabsicherung, Lebensplanung, Kinder und Pflege ansprechen. Im Gespräch mit Kasia verrät sie, wie man Geld am besten spart, anlegt und sichert, wann der beste Zeitpunkt ist, damit anzufangen, und warum auch ein kleines Gehalt keine Ausrede ist. Sie überlegt, warum Frauen ein so anderes Verhältnis zu Geld haben als Männer: "Es liegt in der Historie begründet – erst in den 70ern durften Frauen ein eigenes Konto eröffnen." Unser Umgang mit Geld komme nicht von ungefähr: Erziehung und Sozialisierung spielten eine große Rolle. Wenn dieses Bewusstsein erst einmal da sei, sagt Natascha Wegelin, diese Einsicht, dass ein Verständnis für Finanzen zu einem unabhängigen Leben führen kann, dass Eigenverantwortung Freiheit bedeutet, dann sei der Grundstein gelegt. Aber wie fangen wir konkret an? Auch das verrät sie in dieser Podcast-Folge. Sie spricht über verschiedene Arten der Geldanlage, über Renten, Altersarmut, den Gender Pay Gap, die Unabhängigkeit von Staat und Partner und verurteilt das Ehegatten-Splitting. Sie verrät, wann und wie man mit dem Sparen anfangen sollte, für wen sich das Anlegen lohnt und was ihre eigenen Strategien und Zielsetzungen sind. Sie wundert sich, warum wir in unserer Kultur so ungern über Geld sprechen und verdeutlicht einmal mehr, wie eng Finanzen und Feminismus verknüpft sind.
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| 78. Maja Göpel, Politökonomin | 28 Apr 2020 | 01:02:44 | |
"Wir alle wünschen uns eine Welt, in der Frieden herrscht", sagt Maja Göpel. Schon früh wurde ihr bewusst, was wir uns immer wieder vor Augen führen sollten: Wir sind privilegiert. Und wenn man so viel geschenkt bekommt, hat man auch eine Verantwortung.
Maja Göpel ist Politökonomin, Generalsekretärin beim Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung, lehrt an der Universität Lüneburg und ist Autorin des SPIEGEL-Bestsellers "Unsere Welt neu denken" (Ullstein).
Sie appelliert an uns, es sei dringend nötig, ein neues Denken und ein neues Mindset umzusetzen. Wie wir das schaffen und wie diese Systemveränderung alle Bereiche der Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und des Feminismus einschließen kann, überlegt sie in dieser aktuellen Podcast-Folge.
Sie spricht über rationale Erklärungsmodelle und warum wir neue brauchen, um die Welt zu erklären, inwiefern unser Wirtschaftsmodell ein kaltes Herz hat und was das Prinzip der "Häufigkeitsverdichtung" beinhaltet.
"Das Politische, das Ökonomische und Rollenverständnisse sind immer verstrickt", sagt Maja Göpel. Umwelt- und Klimaschutz, Gleichberechtigung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft – wenn wir die Systemkonfiguration ändern wollen, können wir nicht anders, als interdisziplinär zu arbeiten. "Wir müssen wieder mehr zusammen denken, was wir bislang individualisiert betrachtet haben."
Eine große Rolle beim Klimawandel spiele auch die Digitalisierung, obwohl diese oft ein Katalysator von Konsum und alles andere als nachhaltig ist. Maja Göpel bietet Lösungen an und zeigt auf, warum es nicht anders geht als modern und zukunftsorientiert zu arbeiten. Sie überlegt, wie wir die Wucht der "Fridays for Future"-Bewegung nehmen und sie dafür einsetzen können, in der Politik etwas zu verändern.
Was macht Menschsein aus? Und wie globalisieren wir den Schutz des Lebens? "Das, was Menschen glücklich macht, ließe sich eigentlich mit dem, was wir von der Natur bekommen, vereinen." Und so zeigt sie die Verbindung von Corona und der Umwelt auf sowie die Chancen, die die Krise birgt. Sie bezeichnet das Virus als Schock und als Katalysator, das Krisenhafte sei jedoch schon vorher da gewesen. "Dass das Virus so krass einschlagen konnte, liegt auch daran, dass wir vorher eben nicht aufgepasst haben, auf die Umwelt, auf die Wirtschaft, auf die wichtigen Werte." Man beginne, sich zu fragen: Was haben wir da eigentlich gemacht?
Wie wir es schaffen, neu erkannte Werte auch nach der Krise beizubehalten, wie wir den Glauben ans menschliche Potenzial nicht verlieren und wie wir uns endlich trauen, zu träumen, überlegt Maja Göpel im Gespräch mit Kasia.
"Unsere Normalität ist ein schräges System", sagt sie. Warum das so ist, hört ihr in dieser Folge.
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| 77. Claudia Lässig, Gründerin der Lässig GmbH | 21 Apr 2020 | 00:54:47 | |
Den Anfang machte die Wickeltasche. Warum konnten Eltern mit einer Wickeltasche über dem Arm nicht auch stylisch aussehen, fragte sich Claudia Lässig einst, damals selbst in Elternzeit. Da hatte sie eine Marktlücke entdeckt. Heute stellt ihr erfolgreiches Unternehmen Lässig GmbH nachhaltige Wickeltaschen und anderes Zubehör für Eltern und Kinder her. Die Firma wurde zur Vorreiterin in Sachen Nachhaltigkeit und unterstützt mit ihren Kollektionen gemeinnützige Projekte. Und auch in ihrem Alltag lebt Claudia Lässig Nachhaltigkeit: "Ich bin nie dogmatisch, man sollte tolerant sein." Sie verrät, wie schwer es ist, komplett nachhaltig zu produzieren, und was die größten Herausforderungen für sie waren, von schlaflosen Nächten und finanzieller Unsicherheit und der Vereinbarung von Arbeit und Familie. "Es war immer wieder eine Herausforderung, sich mal abzugrenzen und für sich selbst und die Kinder da zu sein." Ein große Veränderung: die Trennung von ihrem Mann und Geschäftspartner Stefan Lässig. Hier spricht sie auch ganz offen darüber, wie es ist, nach einer Trennung weiterhin ein gemeinsames Unternehmen zu führen. "Als Businesspartner haben wir immer schon gut funktioniert, ohne schlechte Emotionen, ohne Machtspielchen." Außerdem spricht sie über Vereinbarkeit, Feminismus und faire Bezahlung. Auf die Nachfrage, wie groß denn eigentlich Lässigs Frauenanteil sei, antwortet sie: "75 Prozent natürlich". Das Unternehmen möchte jungen Frauen Mut machen, nach anspruchsvollen Jobs zu greifen. Sie gibt Tipps, wie man sich als Unternehmen familienfreundlich aufstellt, verrät, was man mitbringen muss, wenn man in die Selbstständigkeit geht und warum es in Deutschland noch so wenige Gründerinnen gibt. | |||
| 76. Anke Willers, Journalistin und Autorin | 14 Apr 2020 | 01:06:21 | |
"Ich bekomme auch bald einen Lagerkoller hier zu Hause", sagt Anke Willers über die aktuelle Lage. Während der Podcast-Aufzeichnung sitzt die Journalistin und leitende Redakteurin der Familienredaktion bei Gruner + Jahr mit ihren Töchtern und ihrem Mann in München. Aber über eines ist Anke ist froh: dass sie keine Schulkinder mehr hat.
"Geht es dir gut oder hast du Kinder in der Schule?" heißt Anke Willers' Buch, das im vergangenen Jahr bei Heyne erschienen ist. Darin verarbeitet sie ihre Erfahrungen als Mutter zweier Schulkinder. Sie sagt, mit ihren Kindern sei sie selbst zum zweiten Mal eingeschult worden. War das wirklich so schlimm? Ja, denn sie musste damals auch Hilfslehrerin sein, Tutorin und Coach. So würde es von den Eltern oft erwartet, es gebe ein "Wettrüsten in der Elternschaft" und utopische Erwartungshaltungen der Schulen.
Das Lernen könne zwischen Eltern und Kindern sehr viel kaputtmachen, weil sie zu emotional involviert seien. Man komme psychisch und in der Kommunikationsfähigkeit an eine Grenze, aber irgendwann natürlich auch fachlich. "Natürlich sind Eltern auch dafür da, ihren Kindern etwas beizubringen, aber nicht die Vektorrechnung."
Der Konflikt Familie und Berufstätigkeit sei in dieser Zeit enorm gewachsen. Es hieß: "Man darf so lange nebenbei arbeiten, wie die Kinder gut in der Schule sind. Dann heißt es, die Mutter arbeitet zu viel, sie kocht zu wenig, sie guckt zu wenig nach der Handynutzung..." Mit Kasia spricht Anke Willers deshalb auch über Vereinbarung, Gleichberechtigung, utopische Erwartungshaltungen und wie Frauen oft ihre Qualifikationen abgesprochen werden, wenn sie Mutter werden.
Sie überlegt, wie die Ansprüche mit den Generationen zu wachsen scheinen und dass noch immer Vorbilder fehlen: "Für viele gibt es heute nichts anderes als Gymnasium." Es gebe nun eben viele verschiedene Wege und die verliefen nicht immer geradlinig. Deshalb wünscht sie sich Veränderungen im deutschen Schulsystem, auch, was den Föderalismus und die Digitalisierung betrifft.
Das Thema war selten so präsent wie heute, denn für Familien hat sich in den vergangenen Wochen einiges verändert. In dieser Folge geht es deshalb auch um Homeschooling während der Schulschließungen und die Vor- und Nachteile des Homeoffice.
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| 75. Vivien Wysocki, Model und politische Aktivistin | 07 Apr 2020 | 01:00:11 | |
Vivien Wysocki arbeitet als Model und nutzt ihre Reichweite für etwas Wichtiges: politische Bildung. Mit 15 nahm die Medienwissenschaftsstudentin an einem gemeinnützigen Projekt teil und gründete eine Schülerfirma – ein Schlüsselereignis für sie. Denn es schenkte ihr Selbstbewusstsein und zeigte ihr Türen, die man im Leben nehmen kann. Die politische Bildung an ihrer Schule sei wie bei vielen anderen jungen Menschen nicht gut gewesen. Erst später erkannte sie, dass sie eine große Wissenslücke hatte: "Es war meine Bürgerpflicht, mich damit zu beschäftigen. Jetzt möchte ich auch andere Menschen dazu anstoßen, sich mit politischen Themen näher zu befassen." Wenn über sie berichtet wird, wird oft hervorgehoben, sie sei ein "politisch interessiertes Model". Hier spricht Vivien über die Stigmatisierung des Berufs und das Aufbrechen von Stereotypen. Sie möchte das Bewusstsein junger Menschen für ein gesundes Demokratieverständnis fördern. Heutige Debatten seien oft sehr emotional geladen und weniger sachlich, Diskussionen einseitig und intolerant. "Wir leben alle in Bubbles, in der wir uns immer gegenseitig in unseren Meinungen bestätigen." Für eine bessere Streitkultur bräuchten wir aber mehr Konfrontation, müssen andere Meinungen besser aushalten. Außerdem teilt Vivien Wysocki mit Kasia ihre Gedanken über die Repräsentanz von Politiker*innen auf ihren Kanälen, überlegt, wie man jungen Mädchen Selbstbewusstsein verleiht und politisches Bewusstsein fördert. Sie erzählt auch, wie sie zurzeit von Corona betroffen ist. Sie betont die Rolle der Demokratie und bedauert, dass Corona derzeit wichtige Themen überschattet , wodurch politisches Engagement leider oft verpuffe. Kann die Krise also auch eine politische und gesellschaftliche Chance sein? "Ja", sagt Vivien, "wenn die Regierung umdenkt und alternative Wege geht, um Lösungen zu erarbeiten." | |||
| 74. Mona Taghavi Fallahpour, Gründerin von kulturchoc | 31 Mar 2020 | 01:13:26 | |
Mona Taghavi Fallahpour ist Gründerin des Hamburger Food-Startups kulturchoc, einem Empowerment-Programm, das Frauen nach Flucht oder Migration einen beruflichen Neuanfang ermöglicht. Für ihre Initiative war sie bereits für den deutschen Integrationspreis nominiert. Doch bis dahin war es ein weiter Weg, der begann, als sie als Baby mit ihren Eltern aus dem Iran nach Niedersachsen kam. Die eigene Migrationsgeschichte regte in ihr bald den Wunsch an, für ein Bildungsprogrammen zu arbeiten, immer mit dem Ziel, Menschen mit schwierigen Startbedingungen die Möglichkeit zu geben, das zu tun, was sie möchten. Für junge Menschen gab es zu der Zeit bereits viele tolle Projekte, aber was war mit erwachsenen Frauen? Müttern? Frauen, deren Qualifikationen in Deutschland nicht anerkannt wurden? So kam ihr die Idee zu einem eigenen Projekt: kulturchoc. Kulturchoc versteht sich heute als Energielieferant für eine moderne Gesellschaft. Das Startup stellt "korrekte Konfekte" aus fair gehandelten Zutaten aus den Heimatländern der Frauen her und verkauft sie dann auf Märkten. Das Ziel ist sprachlicher und kultureller Austausch auch untereinander, das Knüpfen von Kontakten und schließlich der erfolgreiche Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt. Solche Unterstützung brauchen zugewanderte Frauen dringend, denn "in den großen Flüchtlingsunterkünften gibt es kaum Vernetzung. Da draußen gibt es viele Angebote, aber wie kommen die Personen aus diesen Unterkünften daran?" Im Gespräch mit Kasia erzählt Mona von Herausforderungen und gibt Tipps für alle, die sich mit einem Sozialunternehmen selbstständig machen wollen. In ihrem Unternehmen hat sie viele Lebensgeschichten gehört, die sie berührt, bewegt und motiviert haben. Sie hat Angst erlebt vor dem Rechtsextremismus und Scheue vor den Deutschen. Sie ermutigt ihre Mitarbeiterinnen, stärkt ihr Selbstbewusstsein und regt Kommunikation mit ihren Mitmenschen an. Sie spricht auch darüber, wie die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sie und ihre Community beeinflussen, wie das Team darüber informiert wird, wie sie mit Sprachbarrieren kämpfen und auch, wie es ihrer Familie im Iran zurzeit geht. Und was ist für die Frauen in Hamburg eigentlich der größte Kulturschock? "Das Wetter!" | |||
| 73. Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung | 24 Mar 2020 | 00:54:30 | |
Medien und digitale Kommunikation tragen uns gerade durch eine seltsame Zeit. Schaffen wir uns damit eine neue Art der Verbundenheit und des Arbeitens? Antworten gibt es von der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, in der neuen Podcast-Folge. In der aktuellen Podcast-Folge geht es Kasia und Dorothee Bär wie vielen anderen derzeit: Homeoffice, Homeschooling, Kinderbetreuung, Beziehung, Hausarbeit und das Kümmern und ältere Angehörige müssen jongliert werden. In Zeiten von Social Distancing gibt es diesmal – ganz passend mit unserer Staatsministerin für Digitalisierung – eine digital aufgenommene Folge. Eine der größten Herausforderungen dieser Zeit laut Dorothee Bär, den Menschen den Ernst der Lage zu erklären und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass keine Panik entsteht: "Das Ärgerliche ist, dass die, die es ernst nehmen, unter den Unvernünftigen leiden müssen." So spricht sie über Lebensmittelversorgung und Generationenkonflikte, Kettenbriefe und Panikmache, die Maßnahmen der Politik und den Föderalismus – und vor allem: neue Ideen, einander nahe zu sein. Wie sie selbst zurzeit Kontakte pflegt, wie man Medien und Netzwerke und Apps sehr sinnvoll nutzen kann, hört ihr hier. Außerdem: Wie verändert diese Situation vielleicht auch den eigenen Blick auf die Digitalisierung der Kinder? "Wir müssen den Kindern jetzt auch mehr Vertrauen schenken." Neben digitalem Arbeiten und digitaler Bildung erlebten gerade die sozialen Netzwerke einen Boom und fast eine kleine Renaissance, indem sie endlich wieder zu dem werden, was sie eigentlich sein sollten: sozial. Es werde so viel getan, um Gemeinschaft zu schaffen, im privaten wie im öffentlichen Rahmen. Und vielleicht komme sie ja, eine neue Wertschätzung für Kultur, für Regionalität, für die sogenannten systemkritischen Berufe, für Menschen und Parteien, die tatsächlich etwas zu sagen haben. Um wieder anders zusammenzuwachsen und mehr füreinander einzustehen, bräuchten wir da ein Reboot der Gesellschaft? Auch darauf geht Dorothee Bär im Interview ein und hofft auf die Nachhaltigkeit der aktuellen sozialen Entwicklungen. Zudem teilt sie ihre Gedanken zur Gleichberechtigungsdebatte im Haushalt, dem noch immer teils schlechten Image des Homeoffice und einer Revolution in der Arbeitswelt für alle Generationen. Diese Krise beweise in vielerlei Hinsicht: Wenn man muss, dann geht es auch. Wie stehen also die Chancen auf moderneres und politischeres Agieren in der Zukunft? Wie stellen wir uns digital besser auf und hält das Internet das alles überhaupt aus? Das hören wir in der neuen Folge von "Kasia trifft...". | |||
| 72. Tatiana Hafez, Brustkrebsaktivistin | 17 Mar 2020 | 00:48:16 | |
Im Alter von 31 Jahren und als Mutter dreier Kinder bekam Tatiana Hafez die Diagnose: Brustkrebs. Für sie und ihre Familie war das Leben "on hold".
Heute setzt sie sich dafür ein, dass Frauen trotz schwerer Lebenskrise ihre Lebensfreude nicht verlieren. In dieser Podcast-Folge erzählt sie Kasia, wie sie selbst und ihre Familie damit umgegangen sind und wie anders ihr Leben noch vor der Krankheit aussah.
Nach ihrer Diagnose habe sie lernen müssen zu akzeptieren, dass sie keine Kontrolle mehr darüber hatte, was mit meinem Leben geschah. Wieder zu sich selbst zu finden und wissen, dass es nun für immer ein Teil des Lebens sein wird – eine Mammutaufgabe.
Durch die Zeit halfen ihr Mediation, Mentaltraining und Kundalini-Yoga: "Nach der Chemotherapie konnte ich manchmal nichts anderes tun als da zu liegen und Mantramusik zu hören. Aber ich bin aufgestanden und das ist der erste Schritt."
Tatiana überwältigt mit ihrer positiven Art, spricht über ihre Angst und den Umgang damit. Sie verrät, was Mentaltraining ist und wie die Arbeit mit dem Unterbewusstsein helfen kann, zu sich selbst zu finden und Akzeptanz zu erlernern.
"Die Angst kommt und geht", sagt sie. "Ich habe gelernt, mit der Meditation Ängste anzuschauen, Emotionen nicht zu bewerten, und durch mich durchfließen zu lassen, wie auch die Chemo durch mich durchgeflossen ist."
Sie spricht auch über Fehldiagnosen und die Körperlichkeit der Krankheit, darüber, sich nach einer doppelten Mastektomie noch weiblich zu fühlen, und die Angst vieler Frauen, sich zur Prävention abzutasten.
Voller Optimismus erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen und überlegt, was sich im Alltag und Berufsleben im Umgang mit Krebspatient*innen ändern muss: "Es wird kaum über das Leben nach dem Krebs gesprochen. Was macht der Krebs auch mit Beziehungen? Was begleitet dich durch die Einsamkeit? Wie schaffen wir mehr Lebensfreude?"
Sie macht sich stark für bessere Angebote für mentale Unterstützung und Zukunftsorientiertheit auch in Therapien.
Nun hat sich Tatiana erst einmal in ein Abenteuer gestürzt: Zurzeit ist sie mit ihrer Familie auf Weltreise.
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| 71. Teresa Bücker, Journalistin und Aktivistin | 10 Mar 2020 | 01:03:03 | |
Reflektiert und rhetorisch versiert bringt Teresa Bücker in ihren Texten Missstände auf den Punkt. Im Podcast-Interview gibt die Journalistin Denkanstöße und appelliert an unseren Sinn für Gerechtigkeit. "Wir bewegen uns in sehr modernen Blasen", sagt Teresa Bücker. Der Blick darüber hinaus? Manchmal schwer, aber notwendig. Seit Jahren setzt sich die Journalistin, Speakerin und Aktivistin für Gleichberechtigung ein, sei es in ihrer Position als Chefredakteurin des Onlinemagazins Edition F, die sie im vergangenen Jahr niederlegte, oder in ihrer aktuellen Kolumne "Freie Radikale" im SZ Magazin. Dort hinterfragt sie derzeit regelmäßig aktuelle gesellschaftliche und politische Diskurse und liefert Ideen für andere Perspektiven, für konstruktiven Meinungsaustausch, für kleine Revolutionen. Was daran so radikal ist? Die Idee hinter der Kolumne sei, dass "im gesellschaftlichen Diskurs oft Ideen und Vorstöße schnell abgetan werden als überhaupt nicht umsetzbar und viel zu feministisch gelten." So öffnet sie Diskussionsräume und zeigt klug, reflektiert und rhetorisch ausgefeilt: "Es gibt nicht nur A und B, sondern ganz viel dazwischen." Feminismus ist unbequem. Feminismus ist kräftezehrend. Und die Realität sieht ganz anders aus als das Gesetz. "Ich hab ein Problem mit dieser theoretischen Gleichberechtigung." Warum das so ist und warum der Begriff Feminismus noch immer eine Stigmatisierung erfährt, überlegen Teresa und Kasia im Gespräch: "Der Begriff Feminismus steht für eine menschlichere Welt – und was ist schlecht daran?" Sie spricht über die Themen, die für sie derzeit die wichtigsten des Feminismus sind, Themen, die wir neu-, weiter- und umdenken müssen. Es geht um Armut und Gewalt und einen Blick für alle Frauen, unabhängig von sozialdemografischen Merkmalen. Es geht darum, Antworten für die kommende Generation zu finden und ihr Hoffnung zu geben. Es geht um das Persönliche und das Politische und das, was sie verbindet. Um Konfrontation und Abgrenzung, Reflexion und Solidarität, um den Zusammenhang von Journalismus und Demokratie. Mit einem zukunftsorientierten Ansatz spinnt sie Gedankennetze und gibt Impulse. Außerdem verrät sie, wie sie selbst zur Feministin wurde – und was die katholische Kirche damit zu tun hat – und wie sie mit Trollen umgeht. Sie schmunzelt: "Auch alte Männer schreiben mir sehr freundliche E-Mails." | |||
| 186. Wie können wir die Reißleine ziehen und Neues wagen, Katja Suding? | 11 Oct 2022 | 00:44:43 | |
Wie finden wir in Umbruchphasen heraus, was wir wirklich wollen? Katja Suding war bis 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages und dort stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP. Weil sich ihr Leben nicht mehr stimmig anfühlte, zog sie die Reißleine und beendete ihre Karriere als Politikerin. Im Podcast spricht sie über ihr Buch “Reißleine” und ihre Learnings: Ihren Weg in die Politik, wie sie sich dort verlor und schließlich zurück zu sich selbst fand. Worum geht's in dieser Folge? Es geht um eine Hochstimmung, die seit zwei Jahren anhält, therapeutisches Schreiben, Umbruchphasen, Nervosität, Widersprüche und die Macht der Routine, Harmoniebedürfnis und Kritik auszuteilen, Unterwegssein am Wochenende, kümmernde Väter, Me-Time, Verdrängung und Botschaften, die der Körper schickt, ein Seminar, das alles verändert hat, Glaubenssätze und Muster aus der Kindheit, Sätze voll Wahrhaftigkeit und die Gründungsgeschichte von EMOTION, Öffentlichkeit als Voraussetzung für Erfolg, Support von Kolleg*innen, einen breiten Graben zwischen Selbstbild und Außenwirkung, Krisen, die einen zur Erkenntnis zwingen, was wirklich wichtig ist und Netzwerke, Yoga und Meditation, Jobangebote und der Wunsch nach Freiheit, Prioritäten, neue Wege und Romane. Katja verrät in dieser Folge, ihren Weg in die Politik, wie sie es geschafft hat, Kinder und politische Karriere zu vereinen, welche die für sie persönlich wichtigsten Etappen ihrer politischen Laufbahn waren, welche Learnings sie aus über 10 Jahren Politik mitnimmt, in welchen Momenten sie hinterfragt hat, ob sie noch auf dem richtigen Weg für sich ist, was ihr dabei geholfen hat, herauszufinden, was sie wirklich will, wie es für sie war, in der Öffentlichkeit zu stehen, was ihrer Meinung nach die wichtigsten Hebel für mehr Gleichberechtigung sind, was sie Menschen rät, die ebenfalls die Reißleine ziehen wollen, was sie heute antreibt und warum sie nichts bereut. Katja findet ihr hier: https://www.instagram.com/katjasuding/?hl=de, https://twitter.com/katjasuding?lang=de, https://www.linkedin.com/in/katja-suding-7832161a0/?originalSubdomain=de Ihr neues Buch gibt’s hier. Ihr wollt mit uns connected bleiben? Dann folgt uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn, Twitter, Pinterest oder abonniert unsere Newsletter. Link zum neuen Finanzielle-Podcast: https://www.emotion.de/finanzthemen/weil-geld-spass-macht-der-podcast-von-finanzielle
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| 70. Jennifer Busch vom Bildungsprogramm climb-Lernferien | 03 Mar 2020 | 01:00:54 | |
Gemeinsam hoch hinaus – das ist das Motto von climb-Lernferien, einem präventiven Ferienlernprogramm für Grundschulkinder. Gründerin Jennifer Busch erzählt in dieser Folge, wie wichtig das Empowerment unserer Kinder ist. Dieses Programm macht Kinder stark! Climb-Lernferien ist ein präventives Lernprogramm für Kinder und junge Erwachsene. Gegründet in Hamburg, sind sie heute in mehreren deutschen Städten an Grundschulen vertreten. Gründerin und Gesellschafterin Jennifer Busch erzählt Kasia in der neuen Podcast-Folge, was das Besondere an climb ist und wie sie mit dem Programm Kinder und junge Erwachsene empowert. Unterstützung bekommt sie dabei von der 15-jährigen Patricia Kounou, die bei den allerersten Lernferien dabei war und sich dort heute noch ehrenamtlich engagiert. Viele Kinder können in den Ferien nicht verreisen, wachsen in einem niedrigen Sozialindex auf, für wieder andere ist die Schule ein überwiegend negativ konnotierter Ort. Das möchte das Programm climb ändern. Grundschüler*innen, besonders denen, die sonst oft nicht von Ferienprogrammen erreicht werden, möchten sie zeigen: Lernen kann Spaß machen! Sie möchten ihnen helfen, ihre Stärken zu finden und ihr Selbstbewusstsein zu stärken – zeigen, dass ihnen die Welt offen steht, egal, woher sie kommen oder ob sie vielleicht schlecht in Mathe sind. Pädagog*innen arbeiten hier zusammen mit jungen Erwachsenen, die einen Lehrberuf anstreben, und Hand in Hand mit den Schulen, distanzieren sich aber bewusst von dem Konzept des Frontalunterrichts. "Was wir nicht sagen ist: Mathebuch Seite 23, Nummer 8, los geht’s." Ihr Motto? Clever lernen, immer motiviert bleiben, kurz: CLIMB, wie das englische Wort für Klettern. Das Konzept ist schulähnlich, aber spielerischer, altersgemischt und flexibler. Durch Experimente und regelmäßige Reflexionen, Entspannungs- und Kommunikationsübungen und Übungen zur Methoden- und Sozialkompetenz erkennen die Kinder ihre Talente und finden heraus, welche Lerntypen sie sind. Patricia Kounou engagiert sich auch heute noch bei climb. Sie sagt: "Ich habe gelernt, dass man nicht immer sofort aufgeben sollte, mir kleine Ziele zu setzen und selbstbewusst zu sein. Heute kann ich gut Verantwortung übernehmen." Was diese Ziele sein können, erzählt Jennifer Busch im Podcast-Gespräch. "Für manche ist es allein eine friedliche Pause, für andere sind es drei neue Einmaleins-Reihen – wenn das Kind stolz auf sich ist und gefühlt einen Zentimeter größer rausgeht, ist das Erfolg." Jennifer Busch erklärt auch, wie das präventive Programm eine Brücke in andere Netzwerke sein kann, und wie es finanziert wird. Zudem sie spricht sie über New Work und Vereinbarkeit und verrät, wie das Sozialunternehmen diese Werte lebt und vermittelt. | |||
| 69. Silia Wiebe, Autorin des Buchs "Unsere Mütter" | 25 Feb 2020 | 00:53:13 | |
Wie lieben sie, wir kämpfen mit ihnen: Unsere Mütter prägen uns nicht nur als Kind, sondern auch als Erwachsene. Die Hamburger Autorin Silia Wiebe hat ein spannendes Buch über Mutter-Tochter-Beziehungen geschrieben und spricht mit Kasia Mol-Wolf im Podcast über ihre Erkenntnisse.
„Unsere Mutter ist die erste große Liebe in unserem Leben“, sagt Silia Wiebe – und dieser Satz macht klar, welche Bedeutung diese Beziehung für unser ganzes Leben hat. Es ist eine Liebe, von der wir zunächst vollkommen abhängig sind, die einen enormen Einfluss auf unser Selbstwertgefühl hat – und die wir später als Erwachsene nochmal ganz neu kennenlernen können, besonders, wenn wir uns bewusst damit auseinandersetzen.
Für ihr Buch hat Silia die unterschiedlichsten Frauen getroffen und aus ihren Erfahrungen auch einiges über sich selbst gelernt. „In jeder Geschichte habe ich Dinge von mir gefunden“, sagt sie. Sei es die ewige Hoffnung auf Anerkennung durch die Mutter, den Hang, die eigene Mutter zu kritisch zu sehen, oder der große Einfluss, den jüngere Geschwister auf eine Mutter-Tochter-Beziehung haben können. Die Gespräche mit den erwachsenen Frauen haben Silia Wiebe gezeigt: Die Beziehungen sind selten einfach, aber es gibt fast immer positive Aspekte und Wege, die Konflikte und unausgesprochene Fragen zu lösen. „Je liebevoller ich auf meine Mutter blicke, desto großzügiger bin ich auch mit mir selber“, so die Erkenntnis der Autorin.
Im Podcast gibt Silia Wiebe Einblicke in die zum Teil der bewegenden Geschichten aus ihrem Buch. Sei es die Frau, die als Kind adoptiert wurde und sich mit 65 auf die Suche nach der leiblichen Mutter macht. Oder die Tochter, der erst in einer großen Lebenskrise bewusst wird, wie sehr ihre Mutter sie liebt und dass sie immer für sie da war. Kasia und Silia sprechen auch über ihre eigenen Rollen als Mütter und über den Druck, den sich viele Frauen heute machen.
Hört jetzt die ganze Folge und erfahrt:
Wir wünschen euch eine erkenntnisreiche Folge!
Das Buch "Unsere Mütter - wie Töchter sie lieben und mit ihnen kämpfen" von Silia Wiebe ist im Klett-Cotta Verlag erschienen, 239 S., 20 Euro. https://www.klett-cotta.de
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| 68. Stevie Schmiedel von der Initiative Pinkstinks Germany | 18 Feb 2020 | 00:58:36 | |
Sie legt sich mit Heidi Klum an und wirbt für ein neues Männerbild: Stevie Schmiedel ist das Gesicht der Initiative Pinkstinks Germany, Deutschlands pressestärkster NGO zum Thema Sexismus. Im Podcast erzählt sie, was sie zur Gründung von Pinkstinks antrieb: "Auslöser war vor allem Wut, damals lebten wir noch in einer anderen Welt." Die "Me too"-Bewegung gab es noch nicht, der Feminismus hatte ein schlechtes Image, die Sendung "Germany’s Next Topmodel" dafür Rekordquoten. Als Dozentin für Gender-Studies sah sie Ungerechtigkeiten allerorten, doch es fehlten im Netz Informationen und Protest gegen Sexismus und Geschechterklischees. "Mein Wunsch war es, mit Pinkstinks das Thema Geschlechtergerechtigkeit in niedrigschwelliger und humorvoller Weise auf die Straße zu bringen", sagt die Deutsch-Britin.
Das ist ihr auf beeindruckende Weise gelungen. Im Podcast erzählt Stevie Schmiedel auf welche Weise sie und ihre Mitstreiter*innen vor allem Kinder und Jugendliche über Geschlechterklischees aufklären wollen. Dabei hat sie nicht nur Mädchen im Blick, sondern auch die Jungen, die von Rollenbildern genauso eingeengt und unterdrückt werden. "Zeigt Jungs, dass sie schwach sein dürfen", so ihr Rat an alle Eltern.
Ihr Einsatz bringt Stevie Schmiedel viel Applaus ein. Aber es gibt auch Gegenwehr. Von Anfang an muss Pinkstinks mit oft brutaler Kritik umgehen. Es gibt Vergewaltigungsdrohungen und Shitstorms. Auch darüber spricht Stevie Schmiedel mit Kasia. Offen erzählt sie, wie viel Kraft es kostet, mit den „wahnsinnigen Disharmonien“ umzugehen. " Was hilft ihr dabei, ihre wertvolle Arbeit trotzdem fortzusetzen? Wie reagiert sie auf Feminismus-Kritik? Und welche Themen möchte sie sich als nächstes vornehmen?
Das erfahrt ihr in dieser Folge – wir wünschen euch viel Spaß!
Pinkstinks könnt ihr folgen auf
Instagram https://www.instagram.com/pinkstinks_de/?hl=de Youtube: https://www.youtube.com/channel/UClkVt5QZrqyphICua6fi-jw Im Netz: https://pinkstinks.de/ | |||
| 67. Greta Silver, Youtuberin, Bestseller-Autorin, Best-Ager-Model | 11 Feb 2020 | 00:58:36 | |
Greta Silver ist ein Phänomen. In einem Alter, in dem sich andere auf den Ruhestand vorbereiten, startete sie richtig durch. Heute ist die 71-Jährige Best-Ager-Model, erfolgreiche Youtuberin und schreibt Bücher. Ihre Themen: Selbstliebe, Lebensfreude, Spaß am Alter. Und damit trifft sie einen Nerv. Ihr aktuelles Buch „Alt genug, um mich jung zu fühlen“ (Rowohlt) ist wieder ein Bestseller, ihre Youtube-Videos haben Millionen Aufrufe.
Im Gespräch mit Kasia Mol-Wolf erzählt Greta Silver, wie es dazu kam, dass ihr Leben diese Wendung nahm. Denn Greta war nicht immer die unkonventionelle Unternehmerin, die sie heute ist. "Ich war eine gesellschaftlich angepasste junge Frau. Ich hatte drei Kinder und lebte glücklich so daher", sagt sie über ihre Zeit als Hausfrau und Mutter, die erst mit Ende 40 anfing, sich beruflich zu entwickeln.
Offen spricht sie auch über Krisen, die sie nachhaltig prägten: der frühe Tod des Vaters und ihr lange unerfüllter Kinderwunsch. "Ich habe alle Gefühle unter Beton verschüttet", sagt sie über diese Zeiten. Doch sie habe dadurch Erkenntnisse bekommen, die für ihr späteres Leben unheimlich wertvoll gewesen seien und die ihr zeigte, dass auch im Schlimmsten etwas Schönes stecken kann.
Greta Silver will andere Menschen dazu inspirieren, ihr Leben mit Freude und Optimismus zu führen. "Glück ist eine Entscheidung" ist Gretas Motto – sie ist überzeugt davon, dass unser Wohlbefinden nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern von uns selbst.
Hört jetzt die ganze Folge und erfahrt von Greta Silver: - was ihre drei Top-Tipps gegen Durchhänger sind, - was sie unter „Gedankendisziplin“ versteht und wie es ihr im Umgang mit negativen Ereignissen hilft,- warum wir uns Lebens-know-how mehr nutzen sollten, - wie sie gemerkt hat, dass der Kopf körperliche Abläufe beeinflussen kann, - mit welchem Satz sie junge Menschen von der Coolness der ältere Generation überzeugt, - wie sie zum Modeln kam und warum es ihr anfangs peinlich war.
Wir wünschen euch viel Spaß mit dieser mitreißenden Podcast-Folge!
Mehr von Greta Silver auf: Youtube: https://www.youtube.com/user/zujungfuersAlter Spotify: https://open.spotify.com/show/1vfXvo5gOIybOvhJG5RGYY?si=altugKgTQamepVmbdEotBw Instagram: https://www.instagram.com/silver.greta/
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| 66. Daniela Batista dos Santos vom Circle of Wonderwomen | 04 Feb 2020 | 00:46:01 | |
Welche Superkräfte wünscht sich Daniela Batista dos Santos? Das und noch vieles andere verrät die Podcasterin und Gründerin des Circle of Wonderwomen im Gespräch mit Kasia. Die Podcasterin, Mentorin und Gründerin des Circle of Wonderwomen Daniela Batista dos Santos war unsere erste Praktikantin bei EMOTION Slow. Den Themen Achtsamkeit und Empowerment widmete sie sich dann auch in ihrer Karriere. Nachdem sie eine Ausbildung absolviert, Nachhaltigkeits-Marketing studiert und ihr Praktikum absolvierte hatte, stieß sie auf Bali auf Woman Circles – die sie von da an nicht mehr losließen. Sie beschreibt diese Erfahrung als „intensiv und transformierend“. Kurzerhand gründete sie in ihrer kleinen Hamburger Einzimmerwohnung ihre eigenen Circles. Heute ist es zu einem großen Konzept geworden, mit dem sie nun auch in anderen Städten unterwegs ist. Sie möchte kreieren und etwas Sinnvolles tun, das gesellschaftlich Wirkung hat. Sie verrät, wie sie sich von Ängsten befreit und wie sie heute mit ihren Projekten Geld verdient. Auch sie beschäftigt sich viel mit der Frage: Wer bin ich und was will ich sein? Uns erklärt sie, warum es so wichtig ist, sich diese Frage immer wieder zu stelle und was die Quelle ihres Glücks ist. Es sei für sie die größte Erfüllung, so zu leben, wie man will, wirklich man selbst zu sein – und gleichzeitig sei es, vor allem für uns Frauen, die größte Angst. Aber wir schaffen wir es, in der heutigen Zeit, den eigenen Wert zu erkennen und uns von den ewigen Vergleichen mit anderen zu befreien? Sie appelliert an uns alle: „Konzentriert euch mehr auf euch und was ihr Großartiges tut und getan habt!“ Was ihr selbst dabei hilft, verrät sie Kasia. Ganz ehrlich wird sie auch in ihrem Wonderwoman Podcast, mit dem sie so viele Frauen wie möglich erreichen möchte. Er ist für sie wie ein Tagebuch, in dem sie mit Tabuthemen bricht. Momentan schreibt Daniela zudem einen Gedichtband. In dieser Folge spricht sie auch über Wünsche, Freiheit und Selbstverwirklichung und die Verantwortung, die wir gegenüber uns selbst und der Gesellschaft haben. Und was ist für sie nun eine Wonderwoman? Das und noch vieles mehr hört ihr bei "Kasia trifft...". | |||
| 65. Inka Schneider, Journalistin und Moderatorin | 28 Jan 2020 | 00:50:04 | |
Oft sitzt sie auf dem roten Sofa – diesmal sitzt sie in Kasia Küche. Hier erzählt Moderatorin Inka Schneider von ihrem Karriereweg, guter Interviewführung und spannenden Begegnungen.
Inka Schneider kommt aus einer Reisefamilie, alle waren Pilot oder Flugbegleiterin. Das Symbol ihrer Kindheit: offene Koffer. „Das Reisen hat mich ganz früh schon bewegt, ich wollte die Welt sehen.“
Das Reisen und Schreiben wollte sie kombinieren. Man empfahl ihr: irgendwas studieren – egal was – und dann anfangen zu schreiben. Das tat sie, studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation in Berlin, jobbte beim Hörfunk und landete nach ihrem Volontariat beim WDR zufällig vor der Kamera.
Mittlerweile hat sie zahlreiche Sendungen nominiert und ist seit 16 Jahren eines der Gesichter beim NDR-Format DAS!, das für sie fast zum Wohnzimmer geworden ist. „Es ist ein intimes Format, das Freude macht. Ich habe die Chance, jeden Tag fantastische Menschen kennenzulernen. Das ist für mich ein großes Privileg.“
Mit Leidenschaft erzählt sie von Begegnungen mit ihren Talkshow-Gästen, wie man die Zwiebel schälen muss, um den echten Menschen kennenzulernen, und verrät, ob sie immer noch Lampenfieber hat.
Was man für ihren Job mitbringen sollte? Interesse, Engagement, das Brennen für eine Sache, die Lust, den extra Meter zu gehen, Vorbereitung und Handwerkszeug. „Und man sollte ein bisschen Terrier sein.“
Sie erzählt von der Ungleichheit in der Fernsehbranche und der traurigen Tatsache, dass sie fast nur männliche Vorbilder hatte: „Wir haben unglaublich viele Chefredakteure, aber wenige Chefredakteurinnen. Wir haben noch lange nicht genug erreicht.“
Und, Inka, wie sieht die Fernsehbranche heute aus? „Die großen Polit-Talks werden von Frauen gemacht. Die Männer haben sich auf Kochen und Quiz-Shows konzentriert.“
Sie wird auch sehr privat und spricht über ihren Mann Sven Kuntze, ihre anfangs geheime Beziehung und ihre spontane Hochzeit in New York, erzählt von ihren Netzwerken und appelliert, dass wir Komplimente auch annehmen sollen.
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| 64. Susann Atwell, Moderatorin und Gründerin | 21 Jan 2020 | 00:42:24 | |
Seit fast 30 Jahren ist Susann Atwell als TV-Moderatorin tätig. Im Gespräch mit Kasia verrät sie ihre Höhen und Tiefen aus dieser Zeit und wie wichtig es ist, nach einem Sturz wieder aufzustehen. "Der Job im Fernsehen ist mir zugefallen", sagt Susann Atwell. Das Privatfernsehen war ganz neu und nachdem sie "ein bisschen gemodelt, ein bisschen studiert, ein bisschen als Krankenschwester" gearbeitet hatte, waren es Freunde, die sie ins kalte Wasser der Fernsehwelt stießen. "Ich hatte mir gar nicht zugetraut, zum Fernsehen zu gehen, aber es war genau der Beruf, der zu mir passt. Ich liebe ihn bis heute." Sie begann bei Musiknachrichten als Moderatorin und arbeitet seit nunmehr zehn Jahren beim Hessischen Rundfunk. Seitdem hat sich die Branche stark verändert und es war nicht immer leicht, sich darin durchzusetzen: "Ich hatte damals nur männliche Vorgesetzte. Mein Beruf war mir aber so viel wert, dass ich mich durchgebissen habe." In Kasia Mol-Wolfs Buch "Du hast die Power!" schrieb Susann Atwell bereits ganz offen über ihre Privatinsolvenz. Auch in dieser Folge spricht sie ehrlich über diese Phase ihres Lebens, wer ihr damals geholfen hat, was sich seitdem für sie verändert hat und was sie Menschen rät, die in einer ähnlichen Situation sind. Sie appelliert: "Schämt euch nicht! Holt euch Hilfe!" Heute könne sie sparsamer und bewusster leben, doch die Erlebnisse beeinflussten ihr Leben nach wie vor. Sie spricht auch darüber, wie schwer es in einer solchen Situation ist, einen Partner zu finden. "Geld scheint einen anderen Wert für Männer zu haben. Sie definieren sich vielleicht mehr über Geld und Standing." 2017 gründete sie mit ihrem langjährigen Freund Carsten Geyer die Agentur Atwell Geyer PR. Sie betreut Kunden aus dem Lifestyle-Bereich und hat damit eine Chance bekommen, in einen ganz neuen Bereich einzutauchen. Ein weiteres Projekt ist ihr im vergangenen Dezember gestarteter Podcast "Out of the closet" mit Sue Giers, ihrer langjährigen Freundin und ehemaligen Kollegin. Regelmäßig gibt es Video-Podcasts – genannt "Vodcasts" – aus Sues Kleiderschrank. Die Themen: Lifestyle, Mode, Teenager, Ex-Männer, Wechseljahre und vieles mehr. Warum Susann Atwell gerade diese Projekte verwirklicht hat? Das verrät sie im Podcast. Zudem spricht sie über Zukunftspläne, die Bedeutung von Erfolg, ihren Alltag, ihr Familienleben mit Pendelmodell zwischen zwei Städten und die Liebe, die sie für Frankfurt entdeckt hat. | |||
| 63. Marie-Anne Raue, Geschäftsführerin des Restaurants Tim Raue | 14 Jan 2020 | 01:05:50 | |
"Mit dir wird Tim niemals einen Stern bekommen", wurde Marie-Anne Raue mal gesagt. Heute ist sie der Kopf hinter dem Sternerestaurant Tim Raue. Hier spricht sie über ihre Leidenschaft für die feine Gastronomie, geheime Restauranttester und Geschmack, der sie zum Weinen bringt. Früher liebäugelte Marie-Anne Raue damit, Opernsängerin zu werden. Doch dann lernte sie ihren späteren Mann Tim Raue mit 18 in einer Disco kennen und gemeinsam stürzten sie sich in das Abenteuer Gastronomie: „Die Leidenschaft für die Gastronomie, die er schon in sich trug, steckte mich an.“ Heute hat das Restaurant Tim Raue zwei Michelin-Sterne und ist das einzige deutsche Restaurant aus der Weltbestenliste. „Ich bin stolz, aber auch ein bisschen verschämt. Wir arbeiten jeden Tag daran, dass das auch so bleibt. Wir ruhen uns nicht darauf aus.“ Was ist also ihr Erfolgsrezept? Es ist ein Nischenkonzept, etwas Außergewöhnliches, man muss es absolut leben, sein ganzes Leben dafür opfern, absolute Qualitätsvernarrtheit zeigen, wahnsinnig detailverliebt sein und eine kreative Ader haben. Was also braucht man, um ihren Job zu machen? Gute Nerven und Selbstreflexion – man dürfe nicht stehenbleiben, müsse immer wieder reflektieren und die eigenen Regeln hinterfragen. Denn: „Die Regeln haben wir selbst erfunden, wir können sie auch ändern.“ Im Gespräch mit Kasia erzählt sie auch von ihrer modernen Art, Gastronomie und Service zu leben, mit mehr Offenheit, Individualität und Familienfreundlichkeit. Sie verrät, was ihre Zukunftspläne sind und warum trotz Genderrollen die meistens Starköche Männer sind. | |||
| 62. Katja Ohly-Nauber von Mercedes Benz | 07 Jan 2020 | 01:01:59 | |
Mit She’s Mercedes unterstützt sie EMOTION und den Einsatz für Gleichstellung schon lange. Im Podcast spricht Katja Ohly-Nauber über Karriere als Mama, den Sprung ins Ungewisse und über Männer, die Frauen nicht ausreden lassen. Katja Ohly-Nauber ist Leiterin Marketing-Kommunikation bei Mercedes Benz Cars – und setzt sich mit She's Mercedes für Gleichstellung ein. Für die neue Podcast-Folge hat Kasia sie getroffen und mit ihr über ihre Karriere, Wachstumschancen, Vereinbarkeit und die Mobilität der Zukunft gesprochen. Mercedes sei schon weit mit der Gleichstellung, sagt Katja Ohly-Nauber, die Automobilbranche allgemein jedoch nicht: "Über hundert Männer sind in den Vorständen. Und fünf Frauen." Hier erzählt sie, was man tun könne, um das zu ändern, was für eine Führungskraft sie selbst ist und wie man auch als Chefin dazu beitragen kann, dass mehr Frauen Karriere machen. Man solle keinen Makel aus der Minderheit machen und, ganz wichtig: sich nicht so häufig unterbrechen lassen. Sie spricht über ihren eigenen Karriereweg mit Kindern und wie wichtig es sei, dass man als Mutter auch auf sich selbst achtet. Deshalb hat sie neben ihrer Arbeit bei Mercedes Benz LAUFMAMALAUF gegründet, eine Plattform für Outdoor-Fitness, eine "active healthy community" von Müttern für Mütter. Sie habe den Wunsch gehabt, etwas zurückzugeben und etwas Gutes in die Welt zu bringen, Frauen körperliches und mentales Selbstbewusstsein geben. Als Mutter vergesse man so oft, erst einmal gut zu sich selbst zu sein. Auch mit der Initiative She’s Mercedes möchte sie für Frauen da sein, für Austausch und Inspiration. "Es geht nicht nur darum, Autos zu verkaufen, sondern auch gesellschaftspolitisch Stellung zu nehmen." In diesem Jahr ist Katja Ohly-Nauber zum ersten Mal Jurymitglied beim EMOTION.award. Hier erzählt sie, warum ihr das so wichtig ist: "Vorbilder halte ich immer noch für total wichtig. Wir müssen aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt." | |||
| 61. Bärbel Schäfer, Moderatorin und Autorin | 17 Dec 2019 | 00:38:45 | |
"Bärbel trifft" ist seit vielen Jahren eine Rubrik in unserem Heft. Diesmal heißt es: Kasia trifft Bärbel Schäfer. Im Interview erzählt von ihren Leidenschaften und der Kunst der Begegnung.
Die Neugier auf Menschen und Lust an spannenden Lebensgeschichten treibt sie. Dabei geriet die Fernseh- und Radiomoderatorin, Produzentin und Autorin Bärbel Schäfer eigentlich nur durch Zufall in die Medienbranche. Als Austauschschülerin in den USA bekam sie von einem lokalen Fernsehsender das Angebot, für sie als Reporterin zu arbeiten, "unwissend, dass man damit auch sein Geld verdienen kann". Nach dem Abitur in Deutschland, absolvierte sie zunächst eine kaufmännische Ausbildung im Hotel, bevor sie Germanistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften studierte und wieder in Kontakt zu den Medien kam. Heute ist sie auch langjährige Wegbegleiterin von EMOTION und bringt in der Rubrik "Bärbel trifft" seit vielen Jahren Männer in unser Frauenmagazin. Wer und was sie dabei besonders beeindruckt hat und was sie gelernt hat, erzählt sie hier. Mit Kasia spricht sie über das Format Talkshow, ihr Erfolgsrezept und ihre Leidenschaft, Menschen zum Reden zu bringen. Ob EMOTION, Sonntagstalk bei HR3 oder WESERStrand in Bremen (was ein bisschen ist, wie nach Hause zu kommen): Sie liebt es, Menschen zum Reden zu bringen. Und dabei hat sie extrem viel gelernt. Sie sagt, wie wichtig es ist, aus den eigenen Schubladen rauszukommen und sich von Vorurteilen zu befreien. "Ich muss bereit sein, mich auch immer wieder neu überraschen zu lassen." Sie erzählt auch von Selbstzweifeln, ihrer Familie, der Gleichberechtigung in der Medienbranche und warum wir uns so leicht unterschätzen. Wie setze ich mich als Frau und mit eigenen Projekten in der Medienwelt durch? "Mit Erfahrung, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit." | |||
| 185. Hat unsere Gesellschaft ein Problem mit dem Älterwerden, Amelie Fried? | 27 Sep 2022 | 01:00:58 | |
Vor welchen Herausforderungen beim Älterwerden stehen besonders Frauen? In ihrem neuen Buch “Traumfrau mit Ersatzteilen” erzählt Amelie Fried die Geschichte von Cora Schiller weiter, die gerade 60 geworden ist und plötzlich viele Lebensentscheidungen hinterfragt. Sie ist Bestsellerautorin, Fernsehmoderatorin und Coachin und spricht im Podcast nicht nur über ihr neues Buch, sondern auch über folgenreiche Zufälle auf ihrem Lebensweg, Neuanfänge und ihre Haltung zum Älterwerden. Worum geht's in dieser Folge? Es geht um Amelies Geburtstag, geschätzte Altersangaben, TikTok und Umkleidekabinen, Struggle mit Schwiegerkindern und Cora Schiller, alte Frauen und ein sich wandelndes Bild, Vergleiche, Klarheit und Wechseljahre, Schönheitseingriffe als Tabu und Gurkenmasken als Ausrede, Frauen Ü60 im Fernsehen, Beschützerinstinkte, die geweckt wurden und Mindsets aus der Ursprungsfamilie, Zufälle, die über Nacht zum Erfolg führten, Fehler feiern und einen neuen Politikstil, Zweifeln und vermeintliche Allwissenheit, Dinner, echte Nähe, Authentizität und Amelies Definition von Glück, Trost und Identifikation, neue Projekte, Schreibkurse und die Sehnsucht nach Natur, neue Blickwinkel und Inspiration in Hamburgs Schanzenviertel. Amelie verrät in dieser Folge, ob sie so alt ist, wie sie sich fühlt, wie es für sie ist, die Figur Cora Schiller über einen langen Zeitraum beim Älterwerden zu begleiten, was die 60-jährige Cora der 30-jährigen Cora aus „Traumfrau mit Nebenwirkungen“ sagen würde, wenn sie sich treffen würden, ob die Gesellschaft ein Problem mit dem Älterwerden hat, wie wir es, uns nicht mehr mit anderen zu vergleichen, was ein gesundes Selbstbewusstsein ausmacht und wie wir es stärken, woher ihr gutes Gespür kommt, in allen Romanen genau die Themen anzusprechen, die gesellschaftlich gerade relevant sind, wie wir einen Neuanfang am besten angehen können, auf welche neuen Projekte sie sich in Zukunft freut und was ihr einen neuen Blickwinkel auf die Dinge gibt. Amelie findet ihr hier: https://www.ameliefried.de/, https://www.ameliefried-coaching.de/, https://www.linkedin.com/in/amelie-fried-693a5517a/ Ihr neues Buch gibt’s hier. Ihr wollt mit uns connected bleiben? Dann folgt uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn, Twitter, Pinterest oder abonniert unsere Newsletter. Habt ihr schon in unseren neuen Finanz-Podcast reingehört? Hier geht’s zu den Folgen. | |||
| 60. Mia Florentine Weiss, Performance-Künstlerin | 10 Dec 2019 | 00:56:07 | |
Mia Florentine Weiss hat in Hamburg Mode und Journalistik studiert, ist um die Welt gereist und nach New York gezogen, bevor sie ihren Weg in die Kunst fand. Heute ist sie erfolgreiche Konzept- und Performance-Künstlerin. Den Ausschlag gab ein Erlebnis in Namibia. Sie war Mitte 20, gerade mit dem Studium fertig, als sie mit dem Stamm der Himba eine von der Natur inspirierte Performance machte. „Ich bin als anderer Mensch zurückgeflogen“, sagt sie, die schließlich versuchte, zwischen Multimedia und Performance ihren Weg zu finden. Was Performance genau ist, wie sie sich vom Theater und von anderen Künsten unterscheidet, das erzählt Mia Florentine Weiss Kasia in der neuen Podcast-Folge. Sie sei körperlich, politisch, eng verbunden mit der Natur und bedeute auch immer, sich auf etwas einzulassen, dessen Ausgang man nicht kennt. Für ihre Arbeit hat sie sich bereits nackt gezeigt oder auf dem Hollywood Sign sitzend, hat für ihre Pegasus-Ausstellung Pferde ausgenommen und gehäutet und lief mit LED-Schild und Schwert in indischen Slums herum. Ihr Kunst ist oft etwas Schmerzhaftes, mehr oder weniger Schockierendes, sie provoziert und polarisiert – „ein Spiel mit Grenzen“. Die Geburt ihres Sohnes hat ihre Arbeit etwas verändert, sie begebe sich nicht mehr in so viele gewagte, lebensgefährliche Situationen. „Ich bin ein richtiges Muttertier.“ Sie plädiert dafür, dass das Muttersein mehr in die Kunst einfließen und viel mehr zur Entlastung von Eltern getan werden muss. Mit Kasia spricht sie auch über Vereinbarkeit, Großfamilie, Planungsaufwand und Schlafmangel, über Gesellschaft und Zerrissenheit. Es geht auch um Gleichberechtigung in Deutschland „Wir müssen immer weiter kämpfen, dürfen uns nicht ausruhen“, appelliert sie und plädiert für Netzwerke und Zusammenhalt. Sie wünscht sich, jede Frau würde viel mehr an sich glauben und sich weniger verunsichern lassen. | |||
| 59. Daria Saharova von Vito One | 03 Dec 2019 | 00:44:33 | |
Die Immobilienbranche neu denken – das will Daria Saharova, die als Partnerin bei Vito One in Start-ups investiert. Warum die Branche dringend mehr Frauen braucht, hat sie Kasia erzählt. Daria Saharova ist Partnerin beim Venture-Capital-Unternehmen Vito One. Sie finanziert Start-ups mit Fokus auf Immobilien-, Bau- und Energiebranche. Die gebürtige Lettin kommt aus einer Künstlerfamilie und bezeichnet sich aufgrund ihrer Vorliebe für die MINT-Fächer als "schwarzes Schaf der Familie". Sie zog von Riga nach München und studierte dort BWL. In die Selbstständigkeit ging sie, um sich das Studium zu finanzieren. Durch eine Studierendeninitiative kam sie zum Thema Venture Capital: "Ich fand den Vibe, den die Gruppe hatte, sehr cool. Das hat mich nachhaltig begeistert." Mit Vito One sucht sie neue Start-ups, investiert in sie. Das Investment in neue Start-ups bezeichnet sie als "Ehe auf Zeit". Sie sind der erste Deutsche Venture Capital Fonds, der sich auf diese Branche spezialisiert hat. Sie agieren als eine Mischung aus Sparringpartner, Soundingboard und unterstützendes Netzwerk. Im Gespräch mit Kasia erklärt sie, wie ihr Job genau funktioniert und warum ihre Branche dringend mehr Frauen braucht. Es geht um Erziehung, Business-Verhalten und Netzwerke. Sie sagt: „Die Regeln sind anders für uns Frauen.“ Und: „Man darf nicht unterschätzen, wie sehr die Erziehung unser Verhalten im Job beeinflusst.“ Und auch über das Gründen spricht sie mit Kasia. Daria Saharova hat bereits zwei Unternehmen gegründet: 2011 Bellegs, ein E-Commerce für Feinstrumpfware, und nun die 1E9, eine Medienplattform mit der Vision, gemeinsam optimistische Zukunftsbilder zu kreieren. Hört diese neue Folge und erfahrt von Daria Saharova · wie das Venture Capital Business funktioniert · wie der Alltag einer Investorin aussieht · wie es als Frau in der Branche ist · worauf sie schaut, wenn sie in ein Unternehmen investiert · wie Deutschland technologisch aufgestellt ist · wie wir mehr Frauen zum Gründen bringen · was ihr neues Unternehmen 1E9 macht · was sie in den vergangenen Jahren gelernt hat und was sie uns mit auf den Weg gibt | |||
| 58. Sonja Lechner, Kunstberaterin und Frauennetzwerkerin | 26 Nov 2019 | 00:58:50 | |
Sonja Lechners große Leidenschaft ist die Kunst – und die Frauenförderung. Mit Kasia spricht die Kunstberaterin über Networking, Gleichberechtigung und inwiefern die Kunst die Gesellschaft widerspiegelt.
Geschichte, Kulturen und Sprache waren immer Sonja Lechners Leidenschaften. Als Tochter einer Finnin und eines Deutschen ist sie mit zwei Kulturen aufgewachsen, die sie sowohl privat als auch in ihrem Dasein als Kunstberaterin stark geprägt haben.
In ihrem Geschichtsstudium stolperte sie in einer Vorlesung über Caravaggio – und es war um sie geschehen. Sie wechselte ihr Hauptfach zu Kunstgeschichte und promovierte schließlich mit einer Arbeit über den Maler. Ihre Doktorarbeit schrieb sie, als sie ihre Tochter geboren wurde, und sie wünschte sich einen Beruf, den sie nebenbei ausüben konnte. Ihre Passion für Kunst lebte sie zunächst privat aus, bevor sie sie zu ihrem Job und sich selbstständig machte.
Vor einigen Jahren gründete Sonja Lechner Kunstkonnex Art Consulting, mit der sie Kunstsammler*innen berät, Ausstellungen organisiert und kuratiert und Künstler*innen fördert. Heute ist sie Kunsthistorikerin, Kunstberaterin und Frauennetzwerkerin und organisiert den Ladies Art Lunch.
Wenn Sonja Lechner über Kunst redet, gerät sie ins Schwärmen. Sie selbst sammelt auch, von jungen Künstler*innen von der Kunstakademie bis zu Jahrhunderte alten. Die Kunst nutzt sie, um Wichtiges und Politisches sichtbar zu machen: „Wir können über Ausstellungen Themen, die uns alle angehen, aufs Tablett bringen – Kunst ist für alle da, sie kann Menschen verbinden." Sie solle zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung anregen und biete ein großes Spektrum: "Es gibt in der Kunst kein richtig und kein falsch und das ist etwas sehr Schönes."
Mit Kasia spricht Sonja Lechner auch über ihre aktuellen Projekte und wo sie die Zukunft ihrer Firma sieht. Bei der Sichtbarkeit weiblicher Künstlerinnen müsse sich noch sehr viel tun, genau wie bei der Gleichberechtigung allgemein: "Die Kunst ist ein Seismograph für alles, was sonst so in der Gesellschaft abläuft." Sie fragt sich: "Wie kann es sein, dass Kunstgeschichte ein frauendominiertes Studium ist, und wenn du dich umblickst, vor allem in den Museen, die Spitzenpositionen alle mit Männern besetzt sind? Es ist ein Missverhältnis, das ich mir nicht erklären kann."
Sie spricht auch darüber, wie wichtig es ist, dass wir netzwerken, dass wir das Bild der Frauen verändern, vor allem auch in den Medien.
Hört diese tolle Folge und erfahrt von Sonja Lechner:
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