Kama Tantra Podcast – Details, episodes & analysis

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Kama Tantra Podcast

Kama Tantra - Marc van Daele

Religion & Spirituality

Frequency: 1 episode/28d. Total Eps: 4

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Eine Serie ĂŒber tantrische Transformation, lebendige SpiritualitĂ€t und bewusste Lebenskunst im Alltag des 21. Jahrhunderts.
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Wer bist du? Wer bist du wirklich?

Season 1 · Episode 1

jeudi 8 janvier 2026 ‱ Duration 27:12

Der Winter ist eine Zeit der Besinnung, der Verlangsamung und der Stille. Im Winter versucht die Natur nicht, den Sommer festzuhalten, sondern kehrt zu ihrer Essenz zurĂŒck. Was ist deine Essenz? Wer bist du wirklich? In dieser Folge des Kama Tantra Podcasts gehe ich nĂ€her auf dieses Thema ein, mit mehr Bezug zur tantrischen Tradition und mehr praktischen Beispielen aus unserem heutigen Leben.

Wer bist du wirklich – jenseits von Rollen, Leistung und Selbstbild? Du erfĂ€hrst, wie Tantra deine Essenz als göttlich und in dir lebendig beschreibt (nicht fern „im Himmel“) und warum wir diese NĂ€he oft vergessen (Avidya). Aus dem GefĂŒhl von Getrenntsein entsteht ein funktionales Ich-GefĂŒhl (Asmita) – wie eine Regenjacke, die schĂŒtzt. Herausfordernd wird es, wenn wir glauben, wir seien diese Jacke.

Wer bist du wirklich – wenn du nichts leisten musst und keine Rolle erfĂŒllen willst? In dieser ruhigen, erzĂ€hlenden Folge verbinde ich eine alltagstaugliche tantrische Perspektive mit der Energie des Winters: weniger Tempo, mehr Sammlung, mehr Wesentlichkeit. Der Winter erinnert daran, dass Ruhe fruchtbar ist und dass sich das Wesentliche oft im Einfachen zeigt.

Du erfĂ€hrst, was Tantra ĂŒber deine Essenz sagt: Sie ist göttlich – nicht als ferne Idee „auf einem Berg“ oder „im Himmel“, sondern als lebendige PrĂ€senz in dir. Und doch vergessen wir diese NĂ€he im Alltag. Tantra nennt dieses Vergessen Avidya. Aus dem GefĂŒhl von Getrenntsein entsteht ein funktionales Ich-GefĂŒhl, das uns in dieser Welt orientiert – Asmita. Dieses Ich schĂŒtzt, organisiert und navigiert. Ich beschreibe es als einen Wintermantel: hilfreich bei „Wetter“, herausfordernd, wenn wir glauben, wir seien dieser Mantel und vergessen, was darunter liegt.

Wir sprechen ĂŒber die drei klassischen Ego-VerstĂ€rker, die diesen Wintermantel dicker machen und unser wahres Selbst in den Hintergrund schieben:

Raga – Anhaftung und Identifikation: ĂŒber Dinge (Auto, Kleidung, Lifestyle), Status und Karriere, Meinungen, Wissen und „Fakten“, die zum Selbstbild werden.

Dvesha – Abwehr und Abwertung: Ablehnung, Kritik, das „hĂ€sslich finden“, weil es sozial erwĂŒnscht ist, Mobbing, Rassismus, politische Feindbilder und das schnelle Urteilen ĂŒber andere.

Abhinivesha – Festhalten und existenzielle Angst: KontrollbedĂŒrfnis, Verlustangst (alles zu verlieren, woran sich das Ego bindet) und die tiefere Schicht der Todesangst.

Du bekommst klare Beispiele aus dem modernen Alltag und erkennst, wie Angst oft nach BestĂ€tigung sucht, sie ĂŒberall findet und sich dadurch weiter verstĂ€rkt. Gleichzeitig bleibt etwas in dir stabil und tragend: Bewusstsein als innerer Raum – in shaiva-inspirierter Sprache auch Shiva. Eine warme Erinnerung zieht sich durch die Folge: Du bist okay, wer auch immer du bist. Du bist es wert, geliebt zu werden – heute.

Folge dem Podcast fĂŒr mehr Tantra-Impulse im Alltag und teile diese Episode mit einem Menschen, der gerade mehr Ruhe und Klarheit gebrauchen kann.

Keywords: Tantra, Shiva, Bewusstsein, Winterenergie, Avidya, Asmita, Ego, Raga, Dvesha, Abhinivesha, Selbstannahme, innere Ruhe, SpiritualitÀt im Alltag, persönliches Wachstum


Website: https://www.kamatantra.eu© Marc van DaeleMusic from Free To UseSource: https://freetouse.com/musicTrack by Artist Jeremiah Alves Track by Artist Rukiye Boglu


MĂ€nnlichkeit ist, wie MĂ€nner sind

Season 1 · Episode 2

samedi 7 fĂ©vrier 2026 ‱ Duration 32:02

In dieser Folge geht es um MĂ€nnlichkeit – und um die Verwirrung, Sehnsucht und den inneren Druck, die viele MĂ€nner damit verbinden. Was bedeutet es heute, ein Mann zu sein, wenn alte Rollenbilder bröckeln, patriarchale Muster sichtbarer werden und gleichzeitig niemand so richtig zeigt, wie ein stimmiger Weg aussehen könnte?

Diese Folge richtet sich an MĂ€nner und Frauen. Wenn du als Mann zuhörst, findest du vielleicht Sprache fĂŒr etwas, das du lange nur diffus gespĂŒrt hast. Wenn du als Frau zuhörst, bekommst du Hintergrund dafĂŒr, was im Inneren vieler MĂ€nner beim Erwachsenwerden und im Mannsein passiert – und warum sich manches Verhalten so widersprĂŒchlich anfĂŒhlen kann. Wenn beides gelingt, kommen wir einander ein StĂŒck nĂ€her.

Ich teile hier keine absolute Wahrheit und kein endgĂŒltiges „Statement“. Es ist meine Perspektive als Mann und Tantralehrer – geprĂ€gt durch viele GesprĂ€che und Erfahrungen in Tantra-Gruppen. Ich öffne einen Raum jenseits von zwei Extremen: der RĂŒckgriff auf konservative Konzepte von „echter MĂ€nnlichkeit“ auf der einen Seite, und eine ĂŒberangepasste, vorsichtige „Bravheit“ auf der anderen, die oft Lebendigkeit kostet.

Wir schauen auf eine typische frĂŒhe Dynamik: die ersten Jahre in einer weiblich geprĂ€gten Welt von NĂ€he und FĂŒrsorge – und dann, mit der PubertĂ€t, das subtile Herausfallen aus dieser SelbstverstĂ€ndlichkeit. NĂ€he wird komplizierter, BerĂŒhrung bekommt Risiko, und ohne bewusste ÜbergĂ€nge entsteht leicht Verschlossenheit. Wo Initiation und echte Begleitung fehlen, wartet oft ein MĂ€nnerkreis, in dem Konkurrenz, Leistung und „Zeig keine SchwĂ€che“ den Ton angeben. Daraus können zwei Bewegungen entstehen: ein tiefes Heimweh nach NĂ€he – und Wut, die selten Raum bekommt.

In diesem Zusammenhang spreche ich ĂŒber „toxische MĂ€nnlichkeit“: als Hinweis auf destruktive Muster, die sich ĂŒber einen ursprĂŒnglich lebendigen Kern legen können. Verantwortung bleibt wichtig – und gleichzeitig die Frage: Wie wird VerĂ€nderung möglich, ohne MĂ€nner in Scham festzuhalten?

Hier bringt Tantra eine klare Landkarte ins Spiel. In der ƛaiva Tradition begegnen wir Úiva und Úakti: Bewusstsein und Energie, Stille und Bewegung. Prinzipien, die in jedem Menschen lebendig sind. Begriffe wie svabhāva (eigene Natur) und svātantrya (innere Freiheit) fĂŒhren zu einer einfachen, radikalen Idee: MĂ€nnlichkeit ist kein Ideal am Horizont. Sie beginnt als Erfahrung von innen.

Am Ende gibt es eine kurze Meditation: ein paar Minuten, um zu spĂŒren, wer du bist, wenn niemand zuschaut – mit deinem Körper, deinem Atem, deinem Leben. Vielleicht ist das der stillste Teil der Folge. Und vielleicht genau der Moment, in dem etwas in dir wieder einfacher wird.


Website: https://www.kamatantra.eu© Marc van DaeleMusic from Free To UseSource: https://freetouse.com/musicTrack by Artist Jeremiah Alves Track by Artist Rukiye Boglu


FĂŒr andere da sein, ohne zu verschwinden

Season 1 · Episode 3

lundi 2 mars 2026 ‱ Duration 23:23

FĂŒr andere da sein, ohne zu verschwinden – eine Folge ĂŒber das feine Gleichgewicht zwischen Geben und Selbsttreue.

Stell dir einen stillen See vor: Du siehst dich selbst im Wasser, und zugleich alles, was dich umgibt. So Ă€hnlich kann es sich anfĂŒhlen, wenn wir fĂŒr andere da sind: Wir spiegeln, tragen, helfen – und verlieren dabei manchmal den Kontakt zu uns selbst. Diese Episode lĂ€dt dich ein, genau diesen Moment zu erforschen: den Punkt, an dem FĂŒrsorge kippt und Selbstaufopferung beginnt.

Aus tantrischer Perspektive schauen wir auf die inneren Muster, die uns „immer verfĂŒgbar“ machen – auf Vasanas, tief eingeprĂ€gte Neigungen, die wie unsichtbare Flussbetten unser Verhalten lenken. Wir sprechen ĂŒber das Gift eines ĂŒberstrengen Gewissens, das nicht nur Handlungen bewertet, sondern unser Menschsein verurteilt: „Wenn ich Nein sage, bin ich falsch.“ Und wir untersuchen das Paradox: Oft geben wir nicht aus FĂŒlle, sondern aus einer inneren Leere heraus – aus dem Wunsch, gebraucht, gesehen oder geliebt zu werden. Das erschöpft, weil es ein Tauschhandel bleibt, der nie wirklich sĂ€ttigt.

Du bekommst dabei konkrete innere Orientierung: SchuldgefĂŒhle dĂŒrfen als GĂ€ste auftauchen, ohne die FĂŒhrung zu ĂŒbernehmen. Wir verweilen beim Herzraum – Anahata, der Ort einer Liebe, die nicht verdient werden muss. Und wir verbinden das mit zentralen Bildern tantrischer SpiritualitĂ€t: Shiva und Shakti (Sein und Werden) sowie Spanda, die lebendige Schwingung zwischen Ausdehnung (Geben) und Kontraktion (Empfangen). Wenn wir nur noch „werden“, verlieren wir das „sein“. Wenn beides wieder tanzen darf, entsteht ein Geben, das nicht auslaugt.

Am Ende fĂŒhrt dich eine kurze Meditation in das Bild von Fluss und Ozean: du gibst, und du empfĂ€ngst; du fließt, und du bist. Zwei Fragen begleiten dich in die Woche:

  1. Wo gebe ich aus Leere heraus, statt aus FĂŒlle?

  2. Was verĂ€ndert sich, wenn ich Schuld als alten Reflex sehe – und nicht als meinen moralischen Kompass?

Website: https://www.kamatantra.eu
© Marc van Daele
Music from Free To Use – Source: https://freetouse.com/music
Track by Artist Jeremiah Alves
Track by Artist Rukiye Boglu

Wenn Shakti verletzt wird - ĂŒber weibliche IntegritĂ€t

Season 1 · Episode 4

jeudi 2 avril 2026 ‱ Duration 23:59

In dieser Folge spreche ich ĂŒber Missbrauch an Frauen, Grenzverletzungen, Frauenwut und mĂ€nnliche Verantwortung. Der unmittelbare Anlass ist der öffentliche Fall um Collien Fernandes und Christian Ulmen. Im Zentrum stehen DemĂŒtigung, Unsicherheit, Macht und verletzte weibliche IntegritĂ€t. Ich spreche darĂŒber, warum Wut eine schĂŒtzende Kraft sein kann und was MĂ€nner konkret tun können: zuhören, Grenzen achten, Einwilligung ernst nehmen, die eigene PrĂ€senz hinterfragen und andere MĂ€nner unterbrechen, wenn sie ĂŒbergriffig oder abwertend werden.

Website: https://www.kamatantra.eu (https://www.kamatantra.eu/) © Marc van DaeleMusic from Free To Use – Source: https://freetouse.com/musicTrack by Artist Jeremiah AlvesTrack by Artist Rukiye Boglu


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