Himmel & Erdung: Spirituell leben in der Netzzeit (RefLab) – Details, episodes & analysis

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Podcast Himmel & Erdung: Spirituell leben in der Netzzeit (RefLab)

Himmel & Erdung: Spirituell leben in der Netzzeit (RefLab)

RefLab

Religion & Spirituality

Frequency: 1 episode/22d. Total Eps: 101

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Der Podcast für eine Spiritualität, die Himmel und Erde in Berührung bringt; Host: Johanna Di Blasi. Ich spreche mit meinen Gästen darüber, wie wir in der digitalen Gegenwart spirituell leben können – zeitgemäss, Offline wie auch Online.
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Bild dir was ein! Johann Hinrich Claussen über «Gottes Bilder»

Episode 81

samedi 30 novembre 2024Duration 56:16

Johann Hinrich Claussen hat rechtzeitig für die Advents- und Weihnachtszeit ein spannendes Buch mit dem Titel «Gottes Bilder» vorgelegt. Darin setzt er sich mit unterschiedlichen Gottesbildern aus 2000 Jahren christlicher Kunst- und Frömmigkeitsgeschichte auseinander: von magischen Amuletten über die himmlisch schönen Madonnen-Darstellungen der Renaissance bis hin zu krassen sozialrevolutionären Gottesbildern. Das Buch füllt eine Lücke. Es gibt zwar schier endlos Literatur über christliche Kunst, aber kaum kompakte und gut lesbare Überblicksdarstellungen. Und selten beziehen Darstellungen auch den aussereuropäischen Raum ein. Die Klappenempfehlung hat kein anderer als der frühere Direktor des British Musum verfasst. Neil MacGregor schreibt über Claussens Buch: «Eine brillante Geschichte des Christentums in sorgfältig ausgewählten, kenntnisreich und kurzweilig erklärten Bildern.» In dieser Crossover-Folge von TheoLounge und Draussen mit Claussen befragt die Kunsthistorikerin Johanna Di Blasi den in Hamburg lebenden Theologien, Autor und EKD-Kulturbeauftragten Johann Hinrich Claussen auch über dessen persönliches Gottesbild. «Gottes Bilder. Eine Geschichte der christlichen Kunst», C. H. Beck-Verlag. Bild: Andrea Delitio, Der heilige Lukas malt die Madonna, Fresko in der Kathedrale Santa Maria Assunta in Atri, Italien, um 1477. Quelle: Internet. Musik im Podcast: "Shadowlands 3 - Machine" Kevin MacLeod (incompetech.com), Licensed under Creative Commons: By Attribution 4.0 License, http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Glaubensdifferenzen im Wohnzimmer: Rafaela Estermann

Episode 79

samedi 16 novembre 2024Duration 52:45

Die meisten werden das kennen: Glaubensvielfalt am Wohnzimmertisch. Die Religionswissenschaftlerin Rafaela Estermann hat in ihrer eigenen Familie Feldforschung betrieben und auf www.religion.ch einen spannenden Blogbeitrag dazu geschrieben: «Glaubensvielfalt im Wohnzimmer – Familienchronik und Mikro-Ethnographie» In diesem TheoLounge-Gespräch unterhält sich die österreichische Kulturjournalistin Johanna Di Blasi mit der Schweizer Religionswissenschaftlerin über den spannenden und oftmals auch spannungsreichen Mikrokosmos der eigenen Familie. Von fromm bis atheistisch Wie kann es gelingen, miteinander im Gespräch zu bleiben, selbst wenn Weltanschauungen und religiöse Ansichten diametral verschieden sind? Wie kann ich für mein Gegenüber offen bleiben, aber mich gleichzeitig abgrenzen, wo ich anders denke und fühle? Tipps der Religionswissenschaftlerin Mit Neugier und möglichst ohne vorgefertigte Bilder auf Andersdenkende zugehen und wirklich verstehen wollen, weshalb das Gegenüber so denkt oder fühlt. Eigene religiöse oder politische Haltungen unmissverständlich artikulieren. Sollte im Austausch Stress aufkommen, sich primär selbst fragen: Wieso stresst mich das? Ich kann ja immer sagen: «Nein, ich sehe das anders als du. Aber wir sollten das jetzt so stehen lassen!» Unterschiede dürfen sein Mit der Globalisierung und Migration haben Herausforderungen zugenommen. Im Familienfeld lassen sich Umgangsweisen einüben, die auch gesamtgesellschaftlich notwendig sind, ist die Forscherin überzeugt. Rafaela Estermann ist stellverstretende Geschäftsführerin von IRAS COTIS, der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft Schweiz. Sie ist zudem Redaktionsleiterin bei religion.ch und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der theologischen und religionswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich. Dort forscht sie über den interreligiösen Dialog in der Schweiz und insbesondere die Kommunikation über Islam an Schulen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Säkularismus, Nicht-Religion, Säkularisierung, Diskursforschung, Islam im öffentlichen Diskurs, Religion im öffentlichen Raum. William James' Typisierung religiösen Erlebens, die im Podcast angesprochen werden, finden sich gut in diesem Beitrag von Thorsten Dietz (Fokus Theologie) zusammengefasst: «Religion und Erfahrung: William James und die Vielfalt des Religiössen». Musik: In the Cave, music_for_video, Pixabay

Niklaus Brantschen: Mystik ist menschenmöglich

Episode 69

samedi 29 juin 2024Duration 42:24

Viele Menschen möchten meditieren, aber haben Schwierigkeiten mit Gott. Welche Botschaft könnte da befreiender sein, als den Gott, an den wir nicht glauben können, einfach loszulassen? Johanna Di Blasi hat mit dem Autor des Bestsellers «Gottlos beten», Niklaus Brantschen, im Lassalle-Haus darüber gesprochen. In interspirituellen Gesprächen der TheoLounge geht es darum, jenseits von Glaube oder Unglaube Trennendes anzusprechen und Verbindendes zu erkennen. Wir versuchen, hinter Abstraktionen zu gelangen und nicht über Kultur oder über Religion zu reden, sondern ausgehend von den jeweils prägenden kulturellen und spirituellen Erfahrungen. Die Devise der interspirituellen Gespräche: Lust auf Fremdes, Neugier auf Verbindendes, keine Tabus! Musik im Podcast: Pixabay, Ambient Music (01), https://pixabay.com/music/meditationspiritual-ambient-music-part-01-205485/

Frank Kretzschmar: Becoming a Tribe

Episode 68

samedi 15 juin 2024Duration 01:02:07

Der Psychologe und Unternehmensberater Frank Kretzschmar (Stepwise Management) hat vor 20 Jahren zu seiner Überraschung entdeckt, welch' enormes Potenzial in Afrika schlummert. Er war inzwischen unzählige Male dort, wurde rituell in die Gemeinschaft der Massai aufgenommen und ist tief überzeugt, dass wir von afrikanischen Kulturen und Religionen lernen können, die in Europa schmerzlicherweise immer noch chronisch unterschätzt oder schlechtgeredet werden. Und mehr noch: Das Wissen des afrikanischen Kontinents kann helfen, die Resilienz zu entwickeln, die in einer Welt disruptiver Veränderungen überlebensnotwendig ist. In dem Gespräch mit Johanna Di Blasi fasst Frank Kretzschmar zentrale Learnings aus Afrika zusammen, streicht die Bedeutung des Gemeinschaftssinns (Ubuntu) heraus und schwingt den Rungu: eine Waffe für den Kampf gegen Löwen wie auch Zeichen der Würde und Weisheit. Zu Frank Kretzschmars Projekten gehört die Maasai Master Class. Hier verbinden sich traditionelle Leadership und zeitgenössisches Managementwissen. Musik im Podcast: traditionelles Morgenlied (dawn song) der Massai-Frauen der Maasai Master Class: hier gehts zum Video. Sängerinnen: Sianto Ene Rankei und Lydia Naishorua Kirrinkai.

Mansour Ciss: Wann kommen die United States of Africa?

Episode 67

samedi 1 juin 2024Duration 58:15

Von Afrika lernen (1): Mansour Ciss gehört zu den bekanntesten Künstlern des Senegal. Man kann ihn in grossen Museen zwischen Berlin und Peking, Paris und Dakar erleben. Ich habe ihn aber auch schon auf belebten Plätzen getroffen. Da steht er mit einer kleinen mobilen Wechselstube und bietet Afros zu einem guten Wechselkurs an. Afro ist die erste afrikanische Einheitswährung. Die Währung der United States of Africa. Gibt es sie wirklich? Was ist die Villa Gottfried? Worum geht es im Laboratoire de Deberlinisation? Und wie geht das zusammen: zeitgenössische Kunst und rituelle afrikanische Heilungsrituale? Hört rein und erfahrt, was man euch über die Situation im heutigen Afrika häufig vorenthält. Villa Gottfried Die Villa Gottfried, gegründet und erbaut von Mansour Ciss, liegt etwa 70 Kilomenter von der senegalesischen Hauptstadt Dakar entfernt am Meer. Sie ist ein Treffpunkt für internationale Künstler:innen und Poeten. Auf halben Weg dorthin erstreckt sich ein kilometerlanger Müllberg am Strand. Dort verrottet unser Elektroschrott. Ich besuchte die Villa 2018 und sass mit Mansour Ciss im Garten unter dem Mangobaum.

Loten Dahortsang: Buddhafiguren sind eine westliche Erfindung

Episode 66

samedi 18 mai 2024Duration 50:13

In interspirituellen Gesprächen zeigt sich Verschiedenheit. WESENTLICH aber ist das Verbindende. Hier setzt die TheoLounge an: mit Lust auf Fremdes, Neugier auf Verbindendes und ohne Tabus! In dieser Folge verbinde ich mich - und euch, wenn ihr mögt - mit einem faszinierenden buddhistischen Mönch und Lehrer: Loten Dahortsang. Loten versucht, den Augenblick zu leben. Er forscht nach dem Glück in der Tiefe. Er hat mir Tee angeboten. Ich durfte ihn alles fragen – und er ist keiner Frage ausgewichen.  Als die Klosterglocke bimmelte, um das Mittagessen anzukündigen, blieb er sitzen, weil ich weitere Fragen hatte. Wir haben über religionsunabhängige Spiritualität geredet, über Gebet als aus der Mode gekommene Übung und über die Bedeutung der Sangha: der buddhistischen Gemeinschaft. Was ist Sangha? Die Versammlung der Mönche? Oder die Gemeinschaft der Mönche und der buddhistischen Laien? Aus meiner Sicht deutet die Trennung von spirituellen Profis (im Katholizismus: Priester) und Laien auf Religionsförmigkeit hin. Loten aber sieht das anders. Ich merke als Christin immer wieder, dass ich in der echten Begegnung mit dem Fremden immer auch etwas über das Eigene lerne. Diese Erfahrung wünsche ich auch euch! Und freu mich über Kommentare. Von Loten Dahortsang gibt es auf YouTube auch Meditationsvideos. Music: Tibet, by Sergei Chetvertnykh from Pixabay

RefLab Festival: Lesung von Birgit Mattausch

Episode 65

samedi 4 mai 2024Duration 01:04:10

«Das Bleiben. Das Gehen. Ununterscheidbar, wo es beginnt, wo es endet.» «Ein Hochhaus am Waldrand ist das Zuhause von Nanush und ihrer Urgrossmutter Babulya. Einst hat die Urgrossmutter ihre Urenkelin von Sibirien nach Deutschland getragen, nun deckt Nanush die alte Frau abends mit einer Steppdecke zu.» Beim Podcast-Festival «Expedition WIRklichkeit» des RefLab las Birgit Mattausch aus ihrem berührenden und ungewöhnlichen Roman «Bis wir Wald werden». Ein Buch über die paradoxe Rückkehr in eine fremde Heimat und über intergenerationale Wunden, die nur langsam heilen. Einschlägige Podcasts: Steppenkinder. Der Aussiedler Podcast von Wedwin Markentin und Ira Peter X3 Podcast. Der erste RD+ und PostOst Podcast

Peter Kamber: Die Bauern und die Äbtissin

Episode 64

samedi 20 avril 2024Duration 59:28

Schon vor 500 Jahren erlebten die Menschen multiple Krisen. Und in kaum einer Gegend waren die Spannungen und revolutionären Energien grösser als im damaligen Zürich und im Zürcher Umland. Im Gespräch mit dem Zürcher Reformationshistoriker und Romanautor Peter Kamber («Reformation als bäuerliche Revolution») geht es in dieser TheoLounge um die Umbruchszeit, in der sich das feudalzeitliche Zürich in einen Hort der Reformation verwandelte. Kaum ein Forscher hat sich so tief und umfassend mit den komplexen Ereignissen im damaligen Zürich auseinandergesetzt wie Kamber. Ausserdem hat er einen Roman geschrieben, der kurz vor der Veröffentlichung steht. Protagonist ist mit Conrad Grebel ein Zürcher Ratsherrensohn und Mitbegründer der Täuferbewegung. Manches, was damals in Zürich aufkeimte und aufbrach, strahlte in alle Welt aus. Vieles wirkt bis heute nach. Eine Schlüsselrolle in einem brenzligen Geschichtsmoment spielte mit Katharina von Zimmern eine mächtige, den Frieden, aber auch einen Söldnerführer liebende Frau. Die Äbtissin des Fraumünster stand einem Kloster vor, das aufgrund immenser Zehnteinnahmen das mächtigste Kloster auf dem Gebiet der heutigen Schweiz war. Die hochadelige klösterliche Feudalherrin war praktisch die Herrscherin von Zürich. Ende 2024 jährt sich zum 500. Mal die legendäre Schlüsselübergabe der letzten Äbtissin des Zürcher Fraumünster, Katharina von Zimmern. Ihr zu Ehren stehen vor allem in der zweiten Jahreshälfte in Zürich eine Reihe von Veranstaltungen ins Haus: Ausstellungen, Stadtführungen, Konzerte, Diskussionen. Das Programm zum Katharina-Gedenkjahr 2024 findet sich hier. Im Juli 2024 jährt sich ausserdem zum 500. Mal der Ittinger Sturm, die erste grosse Klosterbesetzung und -zerstörung im Zürcher Umland. Im Mai 2025 findet in Zürich die Mennonitische Weltkonferenz statt. Gefeiert wird der Beginn der Täuferbewegung vor 500 Jahren in Zürich. Musik im Podcast: Agnus Dei X Kevin MacLeod (incompetech.com), Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 License, http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/

Seelenflunkern mit Johanna Haberer

Episode 63

samedi 16 mars 2024Duration 01:08:17

Die Theologin Johanna Haberer nimmt seit 2019 gemeinsam mit ihrer Schwester, der ZEIT-Redakteurin Sabine Rückert, den beliebten Bibelpodcast «Unter Pfarrerstöchtern» auf. Die beiden haben einem Massenpublikum die biblischen Geschichten aufgeschlossen. Mit ihrem heiteren und lockeren Erzählstil und ihrem profunden Bibelwissen. Johanna Haberer ist zudem Autorin des Buches «Seele. Versuch einer Reanimation». In dieser TheoLounge diskutiert die Theologin mit Johanna Di Blasi und Andy Loos aus dem RefLab über Seele. «Seelenflunkern» mit Johanna Haberer war Teil des ersten Podcastfesstivals des RefLab «Expedition Wirklichkeit» Anfang März 2024 in Zürich. Hier geht es zu einer aktuellen Blogserie zum Thema Seele von Johanna Di Blasi.

Leben wir noch im säkularen Zeitalter?

Episode 62

samedi 3 février 2024Duration 53:27

In den vergangenen Jahrhunderten galten grosse Teile der Bevölkerungen Europas als religiös, während Philosophen häufig religionskritisch waren. Heute scheint es fast umgekehrt zu sein: Volkskirchen erleben eine beispielslose Krise, Kirchenmitgliedschaftsstudien erkennen einen ungebremsten Trend Richtung Säkularisierung. Gleichzeitig aber stehen wichtige philosophische Vordenker seit einigen Jahrzehnten den Religionen immer aufgeschlossener gegenüber und manche sagen, dass wir in einer postsäkularen Zeit leben. Der Religionsphilosoph Luca Di Blasi hat sich vor einer Woche in einem Blogbeitrag für RefLab mit der Frage auseinander gesetzt: «Was ändert sich, wenn Religionen bleiben?»Im vorliegenden Podcast vertieft er im Gespräch mit Christoph Kerwien das Thema des Postsäkularen und seine Aktualität. Nebenbei erfährt man auch etwas über die Gnosis, und was sie mit Verschwörungstheorien verbindet. Ihr findet den Podcast auch auf der Homepage des von Luca Di Blasi an die Universität Bern ins Leben gerufenen Postsecular Lab.

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