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Heiligenschein

Heiligenschein

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Religion & Spirituality

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19. November: Heilige Elisabeth

Season 1 · Episode 37

lundi 18 novembre 2024Duration 02:38

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Elisabeth von Thüringen zählt zu den beliebtesten Heiligen. Interessant ist, dass die Akten zu ihrem Heiligsprechungsprozess erhalten sind und daher ein umfassendes Bild von Zeitzeugen über die Landgräfin liefern, die nur 24 Jahre alt geworden ist. Geboren wurde Elisabeth 1207 als ungarische Königstochter. Als Vierjährige hat man sie nach Thüringen auf die berühmte Wartburg geschickt. Ludwig und Elisabeth verliebten sich tatsächlich ineinander und heirateten. Da war Ludwig 16 und Elisabeth 14. 

Nächstenliebe und Opferbereitschaft

Sie hatte einen ausgeprägten Hang zur Wohltätigkeit und gründete ein Spital. Sie besuchte Armenviertel. Während einer Hungersnot ließ sie die Kornkammern öffnen und half aus der Staatskasse. Sie verschenkte Schmuck und teure Kleidung. Zwar unterstützte sie ihr Mann, aber der Hof war strikt dagegen. Als Ludwig nach nur fünf Jahren Ehe starb, war Elisabeth mit dem dritten Kind schwanger und fortan schutzlos der Verwandtschaft ausgesetzt. Ihr Schwager vertrieb sie mit der Begründung, sie verschwende öffentliche Gelder. Mit einer Entschädigung, die sie statt ihres Erbes erhielt, ließ Elisabeth in Marburg ein Spital errichten und pflegte persönlich Leprakranke. Das alles überlebte sie nicht lange. Am 17. November 1231 starb sie mit nur 24 Jahren. Elisabeth wird bis heute verehrt.

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11. November: Heiliger Martin

Season 1 · Episode 36

dimanche 10 novembre 2024Duration 01:46

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Unzählige Kinder gehen mit Laternen durchs Land und erinnern an Martin von Tours, vor allem an die Mantelteilung, nach der er als Soldat einem frierenden Bettler die Hälfte seines Umhangs geschenkt hat. Geboren wurde Martin im Jahr 316. Wie sein Vater wurde er römischer Offizier. Erst mit gut 35 Jahren klappte es mit der Taufe. Die Legende mit der Mantelteilung stammt aus dieser Zeit. Die zweite Hälfte seines Lebens war er Priester und Bischof. Die Legende mit den Gänsen stammt aus jener Zeit. 

Der bescheidene Bischof

Dass Martin sich bei Gänsen versteckt haben soll, um seiner Bischofsweihe zu entgehen, davon berichten seine ersten Biographen nichts. Es dürfte damit zusammenhängen, dass am 12. November der Advent begann und damit die fleischlose Fastenzeit. Es durfte also noch einmal Gans gegessen werden. Martin blieb auch als Bischof bescheiden. Ein Zeitzeuge berichtet: „In seinem Mund war nichts anderes als Christus, in seinem Herzen wohnten nur Güte, nur Friede, nur Erbarmen.“ Gestorben ist Martin mit 81 Jahren. Drei Tage dauerte seine Rückführung nach Tours, wo er am 11. November beigesetzt wurde. Und weil sein Leichenzug von einer Lichterprozession begleitet wurde, gehen heute Kinder mit ihren Laternen. 

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13. September: Heiliger Tobias

Season 1 · Episode 27

mercredi 4 septembre 2024Duration 02:27

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Der Name Tobias zählt zu den beliebten, auf Platz 11 der Vornamensliste. Die Popularität lässt sich womöglich von der fantastischen Geschichte ableiten, die im Alten Testament im Buch Tobit steht. Zwei Menschen beten zu Gott um den Tod. Der aber schickt ihnen stattdessen den mächtigen Engel Raphael, natürlich inkognito, und mithilfe des Tobias rettet er beide. Tobias haben Sie bestimmt schon gesehen. 

Die Geschichte des Tobias stammt aus dem 3. Jahrhundert vor Christus und soll sich 400 Jahre zuvor im Irak zugetragen haben. Ob es irgendeinen historischen Kern gibt, weiß man nicht. Ist aber nicht so wichtig, denn sie soll mit Sicherheit keine Tatsachen erzählen, sondern in weisheitlicher Form mit märchenhaften Elementen die Geschichte von zwei verwandten jüdischen Familien. Zwei Menschen, die in aussichtslosen Lagen sind und sterben möchten, werden durch Gottes Eingreifen gerettet, und Tobias spielt dabei eine große Rolle. Und ein Fisch.

Er wird oft dargestellt an der Hand eines großen Engels und trägt einen Fisch in der Hand. Tobias soll heiraten. Seine Braut Sarah hat aber schon sieben Männer in der Hochzeitsnacht durch einen Dämon verloren, der sie liebt und daher ihre Männer ermordet. Sarah ist verzweifelt und wünscht sich den Tod. Tobias wird von einem Mann begleitet, der der Erzengel Raphael inkognito ist. Sie fangen einen Fisch, und Tobias behält auf Anraten seines Gefährten die Innereien. Einen Teil verbrennt er in der Hochzeitsnacht und vertreibt damit den Dämon. Die Galle schmiert er später seinem erblindeten und depressiven Vater auf die Augen und heilt ihn damit. Beides waren Tips seines Begleiters. Es ist ein unheimlich spannendes Buch im Alten Testament. Tobias ist Patron der Totengräber, Reisenden und Pilger und Helfer bei Augenleiden.  

Tobias ist Patron der Totengräber, Reisenden und Pilger und Helfer bei Augenleiden. Übrigens schrieb Joseph Haydn 1775 das Oratorium Die Rückkehr des Tobias. Falls Sie es nicht kennen – es war damals sehr populär, aber heute wird es praktisch nicht mehr aufgeführt, weil es zu lang ist – habe ich gelesen.

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2. September: Ingrid Elovsdotter

Season 1 · Episode 26

dimanche 25 août 2024Duration 01:46

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Viel ist von ihrem Kloster nicht mehr übrig, aber immerhin ein paar Maurerreste kann man in Skänninge in Schweden noch sehen. Dort stand das erste Dominikanerinnenkloster Nordeuropas, errichtet von Ingrid Elovsdotter.

Ingrid war eine schwedische Hochadelige. Sie kam um 1220 oder 1235 zur Welt. Einer ihrer Vorfahren war der heilige König Knut von Dänemark, ihre Großnichte die heilige Birgitta von Schweden, die Patronin Europas, wenngleich Knut weniger wegen seiner Friedfertigkeit als wegen seiner kirchenfreundlichen Politik als heilig galt und, weil er in einer Kirche erschlagen wurde. Wie auch immer, für seine Verwandtschaft kann man bekanntlich nichts. Ingrid jedenfalls wurde auf friedlichem Weg und ganz unpolitisch zur Gründerin des ersten Dominikanerinnenklosters in Nordeuropa.

Dabei ging ihr Lebensweg erst den ganz normalen Gang. Sie heiratete. 1271 aber starb ihr Mann. Ingrid interessierte sich nun zunehmend für den Dominikanerorden. Ein Jahr später gründete sie zusammen mit ihrem Bruder Johan, der Deutschordensritter war, und ihrer Schwester Kristina auf ihrem Besitz in Skänninge besagtes Kloster.

Dann pilgerte sie von Schweden nach Santiago de Compostela, Jerusalem und Rom. Nach ihrer Rückkehr trat sie selbst in ihr Kloster ein und wurde Priorin. 1281 wurde das Kloster anerkannt, ein Jahr später starb Ingrid am 2. September 1282. Sie war 62 oder 47 Jahre alt. 1499 wurde sie seliggesprochen. 1544 mussten die Nonnen auf politischen Druck das Kloster verlassen, und es verfiel, die Erinnerung an Ingrid jedoch ist geblieben.

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29. August: Sabina von Rom

Season 1 · Episode 31

mardi 20 août 2024Duration 01:41

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Wir beschäftigen uns heute wieder mit einer frühchristlichen Märtyrerin, weil ihr Name bis heute populär ist, und zwar mit Sabina von Rom. Sie wurde um das Jahr 120 ebendort ermordet.

Die Legende erzählt, dass sie eine vornehme römische Witwe war, die von ihrer christlichen Sklavin Seraphia zum Christentum geführt wurde. Sie nahm an Gottesdiensten in den Katakomben teil und ließ sich taufen. In weiter Folge schenkte sie ihren Sklaven die Freiheit und war sehr wohltätig. Das blieb natürlich nicht geheim. Zunächst wurde Seraphia verhaftet und hingerichtet, und danach auch Sabina. Sie wurde enthauptet.

Um das Jahr 425 wurde ihr auf dem Aventin eine Kirche gebaut. Warum dort? Man vermutet, dass sie auf den Ruinen ihres Hauses errichtet worden ist. Bei Grabungen hat man Reste vornehmer Privathäuser aus der Zeit Sabinas gefunden. Es wäre also naheliegend, wenn sich darunter das Haus der Heiligen befunden hätte. 499 wurde diese Basilika in Dokumenten einer römischen Synode erwähnt. Da wurde Sabina also schon als Heilige verehrt. Die Kirche Santa Sabina, die fast gleichzeitig mit Santa Maria Maggiore entstand, gehört somit zu den ältesten und bedeutendsten der Stadt. Man kann sogar noch alte römische Mauern sehen. Schauen Sie sich das an, wenn Sie in Rom sind.

Sabina ist eine der Schutzpatrone Roms, der Hausfrauen und Kinder, aber auch gegen Regen.


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20. August: Bernhard von Clairvaux

Season 1 · Episode 30

mardi 20 août 2024Duration 02:31

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Das 12. Jahrhundert wird das „Bernhardinische Jahrhundert“ genannt, nach dem großen Zisterzienser und Kirchenlehrer Bernhard von Clairvaux. Sein Ziel war die Verbreitung des Zisterzienserordens, aber dabei blieb es nicht. Der Reihe nach.

Bernhard kam um 1090 im heutigen Dijon in eine adelige Familie zur Welt und trat mit 22 zusammen mit 30 adeligen Freunden und Verwandten in das Reformkloster Citeaux ein. Dieses bestand erst seit knapp 15 Jahren, drohte aber schon wieder einzugehen. Mit Bernhard und seinen Gefährten kam neuer Schwung in das Kloster. 1115 sandte der Abt den 25jährigen mit zwölf Mönchen aus, um das Kloster Clairvaux zu gründen, das sich unter seiner Führung in den folgenden knapp 40 Jahren zur bedeutendsten Zisterzienserabtei entwickeln würde. Bald wurde Bernhard Leiter des Ordens. Fünf Mal hätte er Bischof werden können, fünf Mal lehnte er ab.

Zusätzlich gründete er neue Klöster. Bernhard zog junge Männer so an, dass er fast jedes Jahr zwei neue Klöster gründen konnte; insgesamt 68, darunter in Österreich Heiligenkreuz, Wilhering, Rein und Zwettl. Bernhard war ein hinreißender Prediger und entfachte auch eine Begeisterung für den zweiten Kreuzzug. Dessen Scheitern traf Bernhard schwer, denn für ihn war es ein hohes Ideal, für Gott zu sterben.

Bernhard, der aufgrund seines steten Fastens ein Magenleiden hatte, starb daran mit 63 Jahren am 20. August 1153 in Clairvaux. Seine Mönche mussten ihn heimlich begraben, da ihn sonst zu viele Menschen noch einmal sehen hätten wollen. Bernhard wurde 1174 heiliggesprochen.


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8. August: Heiliger Dominikus

Season 1 · Episode 29

mercredi 7 août 2024Duration 01:52

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

1963 besang die belgische Dominikanerin Sœur Sourire, die Schwester des Lächelns, fröhlich ihren Ordensgründer Dominikus, der tatsächlich recht fröhlich gewesen sein soll.

Dominikus kam um 1170 in Nordspanien zur Welt. Seine Laufbahn als Priester war vorgezeichnet und wurde durch eine Vision seiner Mutter untermauert. Sie träumte während der Schwangerschaft, dass sie einen schwarz-weißen Hund mit einer brennenden Fackel im Maul gebären würde und deutete das so, dass ihr Sohn die Welt mit seinen Predigten erleuchten würde. Und das tat er dann auch. Beeindruckt durch eine Hungersnot verkaufte er während des Studiums seine eigenen Bücher, um mit dem Erlös Notleidenden zu helfen. Er wurde Priester. Dabei störte ihn, dass viele Priester eher unbescheiden lebten. Ihm aber war die Armut wichtig, singt auch Sœur Sourire.


Bald fand er Anhänger und gründete einen Bettelorden, den „Ordo praedicatorum“, den Predigerorden, der heute nach dem Gründer Dominikanerorden genannt wird. Die Dominikaner konzentrieren sich auf Gebet, Studium und daraus folgend die Verkündigung. Damals zogen die Brüder als Wanderprediger durch die Landen. Auch Frauen fanden sich bald in Klöstern zusammen. Dominikus starb etwa 50jährig am 6. August 1221 auf einer Missionsreise in Bologna und wurde 1234 heiliggesprochen.

Sœur Sourire selbst brachte der Ruhm, den sie mit ihrem Hit erhielt und der sogar 1966 mit Debbie Reynolds verfilmt wurde, kein Glück. Sie trat aus dem Orden aus und beging knapp 20 Jahre später hochverschuldet mit ihrer Lebensgefährtin Selbstmord. Das fröhliche Lied jedoch hat sie überlebt.


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29. Juli: Heilige Beatrix

Season 1 · Episode 28

dimanche 21 juillet 2024Duration 02:06

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Heute hat ein Geschwisterquartett Gedenktag, frühchristliche Märtyrer. Interessanterweise ist einer der Namen bis heute populär, obwohl er gar nicht der richtige ist: Beatrix. Ihre Brüder Simplicius, Rufus und Faustinus hingegen kennt man nicht mehr.

Von den Vieren zeugen bis heute Fresken in Rom, wo sie um das Jahr 304 ihr Leben verloren. Die Legende erzählt, dass Simplicius und Faustinus Soldaten waren, die wegen ihres Glaubens ermordet wurden. Sie wurden von einer Steinbrücke in den Tiber geworfen. Ihre Schwester Beatrix konnte sie aus dem Wasser ziehen und in einer Katakombe beisetzen, die einer reichen Römerin namens Generosa gehörte.

Beatrix wurde dann auch ergriffen, und da auch sie Christus nicht abschwörte, wurde sie im Kerker erdrosselt. Es gibt in den Katakomben der Generosa, wo alle vier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ein Fresko: Christus in der Mitte, der die Märtyrerkronen an Beatrix und ihre Brüder Simplicius, Faustinus und Rufus übergibt. Aus der beigefügten Inschrift geht übrigens hervor, dass Beatrix – auf Deutsch die Glücksbringern - eigentlich Viatrix hieß, die Reisende. Der Name entwickelte sich im Spätlateinischen zu Beatrix.

Beatrix wird üblicherweise als Römerin dargestellt mit einem Strick in der Hand, ihre Brüder Simplicius und Faustinus in gepanzerter römischer Soldatentracht. Interesse an mehr Infos zu Heiligen? Dann bestellen Sie das Buch ⁠⁠⁠⁠⁠⁠"Von Bischofsstab bis Besenstiel"⁠⁠⁠⁠⁠⁠ von Bernadette Spitzer im Wiener DomVerlag.

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22. Juli: Maria Magdalena

Season 1 · Episode 26

dimanche 21 juillet 2024Duration 01:38

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Die Kirche und die Frauen – ein oft leidiges Thema, und sichtbar wird das an unserer heutigen Heiligen, Maria Magdalena. Jahrhundertelang galt sie als neutestamentliche Eva, als Verführerin, wenn nicht gar Prostituierte und Geliebte Jesu und war somit negativ besetzt.

Auch in der Frage nach der Zulassung von Frauen zum Priesteramt wurde immer wieder ausgeblendet, dass Jesus ihr als erster erschien und sie beauftragte, seine Auferstehung zu verkünden. Da war es durchaus eine Sensation, dass Papst Franziskus 2016 ihren bis dahin nur „gebotenen Gedenktag“ zu einem „Festtag“ aufwertete, und zwar genau wegen ihrer Rolle als Verkünderin der Auferstehung. Damit ist sie den Aposteln zumindest liturgisch gleichgestellt.

Maria Magdalena ist neben der Mutter Jesu die einzige Frau, die in allen 4 Evangelien vorkommt. Nachdem sie Jesus von Besessenheit befreit hatte – womöglich einer psychischen Erkrankung – schloss sie sich ihm an, sorgte für ihn und folgte ihm nach Jerusalem, im Gegensatz zu seinen Aposteln sogar bis unters Kreuz und ans Grab. Eben dort erschien ihr dann Jesus. Interesse an mehr Infos zu Heiligen? Dann bestellen Sie das Buch ⁠⁠⁠⁠⁠⁠"Von Bischofsstab bis Besenstiel"⁠⁠⁠⁠⁠⁠ von Bernadette Spitzer im Wiener DomVerlag.

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20. Juli: Margareta von Antiochien

Season 1 · Episode 25

mercredi 17 juillet 2024Duration 01:40

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Unter den 14 Nothelfern befinden sich drei Frauen: Barbara mit dem Turm, Margareta mit dem Wurm, Katharina mit dem Radl – die heiligen drei Madln. Am 20. Juli ist Margareta dran. Sie lebte im 3. Jahrhundert in der heutigen Türkei und starb um 305 im Zuge einer Christenverfolgung. Ähnlich wie Barbara wurde sie heimlich Christin.

Als ihr Vater draufkam, zeigte er sie an. Margareta wurde auf der Flucht gefasst und vor Gericht gestellt. Der Richter fand die junge Frau äußerst attraktiv, sie aber wies ihn ab. Also wurde sie gefoltert. Weil ihre Wunden aber verheilten und dadurch zu etlichen Bekehrungen führten, wurde sie schließlich enthauptet. Nach einer anderen Version floh Margareta vor dem heidnischen Vater aufs Land. Da sah sie der Stadtpräfekt, wollte sie sofort heiraten, wurde aber von ihr zurückgewiesen mit der Begründung, ihr Bräutigam sei Christus.

Im Gefängnis erschien ihr dann der Teufel als Drache. Margareta aber tötete ihn, indem sie über ihn das Kreuzzeichen schlug. Gemeint sind mit dem Teufel und dem Drachen wohl Versuchungen, nachzugeben. Auf dem Weg zur Hinrichtung betete sie für ihre Verfolger und besonders für Schwangere und Gebärende. So wurde sie zur Nothelferin und Patronin vieler Kirchen.


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