Alle 14 Tage stellen Hannah Scherkamp, Elise Landschek und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit.
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Was beunruhigt Sie an der aktuellen Politik, Rainer Faus?
Episode 179
Tuesday, August 27, 2024 • Duration 39:57
"Wir sehen in unseren Fokusgruppen deutlich, dass sich die Grenze des
Sagbaren in Deutschland verschoben hat", sagt Rainer Faus, der die
Berliner Meinungsforschungsagentur Pollytix gegründet hat. Viele
Menschen würden sich heute krasser gegenüber Ausländern und
Politikerinnen äußern, auch Gewaltandrohungen seien normaler geworden,
erzählt Faus im Podcast "Frisch an die Arbeit".
Faus, 45, hat in Mannheim Sozialwissenschaften studiert, was damals
eigentlich ein Studium mit der "Berufsaussicht Taxifahrer" gewesen sei.
Über seine damalige Freundin kam Faus im Jahr 2004 nach Singapur, wo er
drei Jahre bei einem großen Marktforschungsunternehmen arbeitete. 2007
wechselte er nach Sydney und kam zum ersten Mal mit Wahlkämpfen und
Meinungsforschung in Kontakt.
Während die deutschen Wahlkämpfe damals noch arg behäbig gewesen seien,
erzählt Faus, hätten die Parteien in Australien zum Teil täglich
Umfragen zur politischen Stimmung erhoben. Dieses Wissen brachten Faus
und seine Co-Gründerin nach Deutschland – und machten sich mit ihrer
eigenen Agentur selbstständig.
"Ich muss schon sagen, dass ich einen hochinteressanten Job habe", sagt
Faus über seine Arbeit. Sorge, erzählt Faus, bereite ihm vor allem die
"Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft", die sie auch in ihren
Befragungen und Gruppeninterviews deutlich beobachten könnten. Eine
Teilnehmerin, erzählt Faus, habe in einer Gesprächsrunde einmal gesagt,
sie vertraue "linken Medien wie der 'taz' und der 'Welt'" einfach nicht.
"Da muss man dann schon versuchen, nicht zu lachen", sagt der
Meinungsforscher.
Im Podcast erzählt Faus außerdem, was ihn an der deutschen Politik
aktuell beunruhigt, welche Mythen über rechtsradikale Wählerinnen und
Wähler er nicht mehr hören kann, und warum die klassische Sonntagsfrage
analytisch gar nicht so interessant ist.
"Frisch an die Arbeit" wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es
moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise Landschek.
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Wie bleiben Sie bei gefährlichen Operationen ruhig, Christopher Spering?
Episode 178
Tuesday, August 13, 2024 • Duration 43:41
“Ich muss innerhalb von Sekunden Entscheidungen treffen, die
Konsequenzen für ein ganzes Leben haben. Oft für Menschen, die ich
vorher nie kennengelernt habe”, sagt Christopher Spering im Podcast
Frisch an die Arbeit. Er ist Unfallchirurg und geschäftsführender
Oberarzt an der Universitätsklinik in Göttingen. Nebenberuflich arbeitet
er als Notarzt.
In seinem Job hat er es häufig mit Schwerverletzten zu tun: mit Männern,
die im Streit schwere Stichverletzungen erlitten haben. Mit
Jugendlichen, die bei Autounfällen aus dem Wagen geschleudert wurden.
Oder mit Frauen, die von ihrem Partner misshandelt wurden.
Nach dem Medizinstudium hat sich Spering, 42, zum Facharzt für
Orthopädie und Unfallchirurgie ausbilden lassen. Mittlerweile arbeitet
er seit 14 Jahren im Krankenhaus. Seinen Beruf bezeichnet er im Podcast
als “Traumjob”, für den allerdings nicht jeder geeignet sei. Sein
Vorteil: “Ich bleibe auch in den Momenten ruhig, wenn alle anderen
aufgeregt sind.” Nur so könne er seine Patienten und Patientinnen in
dramatischen Situationen unterstützen. “Es hilft nicht, wenn ich mich
danebensetze und auch noch weine.” Nach einer anstrengenden Operation
treffe er sich mit seinem Team, um über die Behandlung zu sprechen und
sie gemeinsam zu verarbeiten.
Im Podcast erzählt Spering, welche Unfälle typischerweise zu welcher
Uhrzeit passieren, wie man schlimme Verletzungen vermeidet – und warum
nicht mehrere Kinder gemeinsam auf einem Trampolin springen sollten.
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"Mir geht es am besten, wenn ich sehr, sehr beschäftigt bin"
Episode 169
Tuesday, April 9, 2024 • Duration 43:50
"Mir geht es am besten, wenn ich sehr, sehr beschäftigt bin"Seit kurzem
hat Aurel Mertz eine eigene Late-Night-Show. Im Podcast erzählt der
Comedian über seinen Alltag als Promi und warum es hilft, um 20 Uhr ins
Bett zu gehen.Sich über andere lustig zu machen, sei weder sympathisch
noch cool. "Man muss mit den Leuten erst einmal auf Augenhöhe kommen –
dann ergibt sich eine Dynamik und man kann auch mal gemeinsam lachen",
sagt der Comedian und Moderator Aurel Mertz, 34, dessen Sendung "Neo
Tropic Tonight" seit Anfang April bei ZDFneo läuft.
Im Podcast Frisch an die Arbeit erzählt Aurel Mertz, wie sehr ihn volle
Terminkalender stressen und was Trevor Noah mit seiner Karriere zu tun
hat.
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Macht Ihnen Fußballspielen noch Spaß, Matthias Ginter?
Episode 79
Tuesday, October 13, 2020 • Duration 37:09
"Es gibt kaum einen Moment, in dem ich nicht darüber nachdenke, was mir
hilft, ein besserer Fußballer zu werden", sagt der Bundesligaprofi und
Nationalspieler Matthias Ginter im Zeit-Online-Podcast Frisch an die
Arbeit. "Wenn ich mal was Ungesünderes esse, habe ich sofort ein
schlechtes Gewissen – und dann lasse ich es lieber."
Heute spielt der 26-jährige Ginter als Innenverteidiger bei Borussia
Mönchengladbach. Eigentlich stammt er aber aus einem Vorort von
Freiburg, mit elf Jahren wechselte er dort zum SC Freiburg. "Mit dem
Fußball angefangen habe ich wie viele kleine Jungs, weil es mir Spaß
machte und mein Hobby Nummer 1 war", erzählt Ginter im Podcast. Ein
Hobby, das früh einen großen Teil seiner Zeit einnahm. "Ich würde sagen,
dass ich mit 16, 17 Jahren angefangen habe zu arbeiten", erzählt Ginter
im Podcast. In diesem Alter bestritt er auch sein erstes Profi-Spiel,
ein Freundschaftsspiel für den SC Freiburg in Bern. "Ich wollte nie
etwas anderes werden als Fußballprofi", sagte er.
Ginter sieht auch, welchen hohen Preis er für seinen Erfolg zahlt:
"Gerade nach Niederlagen denke ich, dass es schön wäre, einen Beruf zu
haben, der nicht so viel Disziplin erfordert", sagt er. Und er sieht die
Nachteile des Ehrgeizes: "Manchmal frage ich mich: Wann bin ich denn mal
zufrieden?"
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Wie erforscht man Pornos, Madita Oeming?
Episode 78
Tuesday, September 29, 2020 • Duration 39:50
"Porno-Konsum ist ein großer Teil meines Jobs", sagt Madita Oeming im
ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die Arbeit. Die 36-jährige
Kulturwissenschaftlerin erforscht als wissenschaftliche Mitarbeiterin
der Universität Paderborn die Rolle von Pornografie in der Gesellschaft
und hält Seminare dazu. Um wissenschaftlich arbeiten zu können, sichtet
sie fast täglich pornografische Inhalte. "Wenn ich einen Vortrag halte,
brauche ich gutes Material. Gerade wenn ich spezielle fünf Sekunden
suche, um mein Argument zu belegen", sagt Oeming.
Oeming schrieb ihre Masterarbeit zu Moby-Dick-Pornos, "was eine große
Freude war", wie sie sagt. Weshalb Oeming sich dann den Porn Studies,
den Porno-Wissenschaften, verschrieben hat, dazu aktuell promoviert und
Seminare anbietet. Einfach sei es jedoch nicht, zu Pornografie und ihrer
kulturellen Rolle in der Gesellschaft zu forschen: "Es gibt genau eine
englische Fachzeitschrift zu Pornografie. Die ist in Deutschland
ausschließlich an einer Universität zugänglich."
Mit der Bezeichnung "Porno-Wissenschaftlerin" habe sie sich gut
arrangiert, sagt Oeming im Podcast: "Ich identifiziere mich sehr stark
mit meinem Forschungsgebiet." Doch manches irritiere auch: "Menschen
schicken mir manchmal interessante pornografische Aufnahmen. Das ist
schon komisch, weil das ja heißt, dass sie beim Masturbieren an mich
denken!"
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Rappt man als Mann anders, Mavi Phoenix?
Episode 77
Tuesday, September 15, 2020 • Duration 39:59
"Endlich ein Mann zu werden, ist eine riesige Chance für mich als Rapper
", sagt der österreichische Musiker und trans Mann Mavi Phoenix im
ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". "Ich werde mich äußerlich
verändern und meine Stimme wird sich auch verändern. Das ist ein totales
Privileg, weil ich mich wirklich verändere – und das nicht über einen
neuen Style oder eine neue Frisur inszenieren muss." Mavi Phoenix, 25
Jahre alt, gab im Herbst des vergangenen Jahres öffentlich bekannt, dass
er sich als Mann verstehe und künftig auch als Mann leben und auftreten
werde. "Ich habe eine Testosteron-Creme, die schmiere ich seit einem
Monat auf meinen Unterarm", erzählt Phoenix. Das werde natürlich auch
seine Musik beeinflussen. "Ich habe wieder das Gefühl wie am Anfang: Ich
muss mich beweisen! Ich muss zeigen, dass ich jemand bin!" sagt Phoenix.
Um die Transition geht es auch auf seinem aktuellen Album "Boys Toys".
Angefangen zu rappen hat Phoenix mit elf, zwölf Jahren. Zunächst
veröffentlichte er seine Musik auf MySpace, seine erste EP "My Fault"
war sein Durchbruch: Der Wiener Radiosender FM 4 nahm den Song "Green
Queen" ins Programm, die Band Bilderbuch trat live mit Phoenix auf, noch
ehe er seinen Schulabschluss hatte.
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Wie führt man ein gutes Gespräch, Matze Hielscher?
Episode 76
Tuesday, September 1, 2020 • Duration 50:52
In dieser Folge ist Matze Hielscher zu Gast im ZEIT-ONLINE-Podcast
Frisch an die Arbeit. Der 40-Jährige ist der Gründer und Geschäftsführer
des Onlinestadtmagazins Mit Vergnügen und Host des Interview-Podcasts
Hotel Matze. Sein Geheimnis bei seinen langen Interviews mit
Prominenten, sagt Hielscher, sei ganz simpel: "Ich halte mich an Roger
Willemsens Ratschlag: Frag nur das, was dich interessiert." Die besten
Gespräche seien die, wenn man merke, da habe jemand ein wirkliches
Interesse an seinem Gegenüber.
Hielscher kommt aus Elsterwerda im Süden Brandenburgs. Nach der Schule
machte er eine Ausbildung zum Lampenfachverkäufer und spielte über zehn
Jahre in der Indie-Pop-Band Virginia Jetzt!. Als sich die Band im Jahr
2010 auflöste, gründete Hielscher gemeinsam mit seinem Freund Pierre
Türkowsky, der zuvor in Berliner Clubs gearbeitet hatte, erst die
Partyreihe Remmidemmi, dann Mit Vergnügen, eine Mischung aus Blog,
Booking- und PR-Agentur. Parallel legte Hielscher bei Partys auf. Die
Eventtipps von Hielscher wurden schnell beliebt, Mit Vergnügen wurde zu
einem "Medienhäuschen", wie Hielscher es formuliert, das mittlerweile
neben Berlin auch in München, Hamburg und Köln Veranstaltungen
empfiehlt. Nur die DJ-Karriere hing Hielscher bald an den Nagel: "Ich
habe aufgehört aufzulegen, als die Leute mich gesiezt haben", erzählt
er.
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Wie können wir Frauen besser vor Gewalt schützen, Christina Clemm?
Episode 75
Tuesday, August 18, 2020 • Duration 43:06
"Dass die Gewalt gegen Frauen und Kinder durch Corona zugenommen hat,
das wissen wir aus Studien", sagt Christina Clemm, Fachanwältin für
Strafrecht und Familienrecht, im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die
Arbeit. Die 52-Jährige registrierte die gestiegene Gewalt allerdings
auch selbst: "Ich erlebe das auch in meiner Praxis. Ich habe viel, viel
mehr Anfragen von Betroffenen von Gewalt als vor einem Jahr." Clemm ist
der Meinung, dass öffentlich viel mehr über Gewalt gegen Frauen und
Gewalt in Familien gesprochen werden müsse. Im Podcast spricht sie auch
darüber, was ihren Beruf so besonders macht: "Natürlich denke ich
manchmal, als Anwältin in einem anderen Bereich hätte ich früher
Feierabend und mehr Geld – aber das kann ich nicht und das, was ich
mache, interessiert mich sehr", sagt Clemm. "Es gibt nicht besonders
viele langweilige Tage in meinem Berufsleben." Über die Erfahrungen
ihrer Mandantinnen hat Clemm daher vor Kurzem ein Buch geschrieben: Es
heißt "AktenEinsicht – Geschichten von Gewalt gegen Frauen", ist im März
im Kunstmann-Verlag erschienen und umfasst acht Geschichten von
Vergewaltigungen, Mordversuchen und Morden, "die tatsächlichen
Ereignissen nachempfunden sind, aber in dieser Form nicht stattgefunden
haben“. Dort erklärt sie: Wann ist es Mord, wann Totschlag und was ist
Heimtücke? Und wie groß dürften die Dunkelziffern der Fälle sein?
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Was braucht eine Schule, um gut durch die Corona-Zeit zu kommen, Markus Plietzsch?
Episode 74
Tuesday, August 4, 2020 • Duration 33:02
"Wir wussten, dass wir vergleichsweise gut durch die Corona-Zeit kommen
würden", sagt Markus Plitzsch im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an die
Arbeit. Der 51-Jährige unterrichtet als Lehrer die Fächer Deutsch,
Politik und Wirtschaft an der Richtsberg-Gesamtschule im hessischen
Marburg. Er sagt: "Wir haben seit einem guten Jahrzehnt intensiv auf
Digitalisierung hingearbeitet, angefangen mit einem selbstgebastelten
W-LAN." Dass Plietzsch selbst Lehrer wurde, war für ihn dabei lange
nicht abzusehen: "Ich habe das Gymnasium nach der 9. Klassen wegen
Langeweile verlassen", erzählt er. Doch gerade das sei für seine Arbeit
heute besonders wichtig. Als Gesamtschullehrer habe er daher den
Anspruch, seinen Schülerinnen und Schülern zu helfen, ihren eigenen Weg
zu finden, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen zu entdecken, statt einfach
ein fixes Curriculum durchzupauken. Doch vor zehn Jahren habe er
gemerkt, dass er etwas ändern musste. Er habe daraufhin viel Zeit und
Energie darauf verwendet, das pädagogische Konzept neu zu erfinden. Dazu
hat Plietzschs Gesamtschule einerseits in Zusammenarbeit mit den Eltern
und finanziert durch öffentliche Mittel den Unterricht komplett
digitalisiert – und andererseits im Zuge eines Umbaus die Klassenzimmer
abgeschafft. "Unser Grundgedanke war: Wie kann man Schule so verändern,
dass Schüler kreativ arbeiten können?"
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Wie hilft man benachteiligten Jugendlichen, Freda von der Decken?
Episode 73
Tuesday, July 21, 2020 • Duration 35:34
"Unser Ziel ist, dass weniger Jugendliche die Schule ohne Abschluss
verlassen", sagt Freda von der Decken im ZEIT-ONLINE-Podcast Frisch an
die Arbeit. Die 32-Jährige ist die Gründerin der in Hamburg
angesiedelten Mut Academy, die Schülerinnen und Schüler aus
benachteiligten Familien fördert. Gerade während Corona seien diese
Jugendlichen noch mehr aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden
als ohnehin schon. Sie selbst habe sich schon früh mit Bildungs- und
Sozialpolitik beschäftigt: "Ich bin auf dem Land aufgewachsen und aus
meiner Grundschule sind nur zwei, drei aufs Gymnasium gegangen." Da habe
sie sich zum ersten Mal über die Chancenungleicheit gewundert – weil sie
selbst merkte, wie viel leichter sie es an vielen Stellen hatte. "Ich
komme aus einem extrem privilegierten Elternhaus", sagt von der Decken.
Während ihres Studiums an der privaten Berliner Hertie School erforschte
von der Decken die Auswirkungen von Schulreformen auf Kinder und
Jugendliche. Danach begann sie mit dem Programm Teach First an einer
Hamburger Stadtteilschule als ergänzende Lehrkraft zu arbeiten. Am Ende
ihres ersten Jahres sollte von der Decken zehn Jugendliche, die durch
die Prüfung zum Ersten Allgemeinen Schulabschluss gefallen waren, auf
die Nachprüfung vorbereiten. Damals habe sie gedacht: "Die könnten
diesen Schulabschluss auf jeden Fall schaffen. Es liegt nicht an ihnen
selbst – sondern an den Umständen.“ Mit insgesamt 36 Schülerinnen und
Schülern aus drei Schulen fuhr von der Decken mit anderen
Hilfslehrerinnen in eine Jugendherberge, wo jeder in Ruhe an seinen
Schwächen gearbeitet hat. Mit diesem Programm machte von der Decken sich
selbstständig. Heute coacht ihre Mut Academy mit sechs Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern jährlich 240 Jugendliche zwischen der neunten Klasse
und dem Ende der Probezeit ihrer Ausbildungsstelle.
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