Wenn ein Team seine PS nicht auf die Straße bringt – liegt das an den Leuten, am System oder an der Führungskraft selbst?
Susanne Ringen arbeitet lieber am System als am Menschen. Und sie erklärt, warum genau das der wirksamere Hebel ist.
Susanne ist Beraterin für Führung und Organisationsdesign, war IT-Projektleiterin und Personalchefin, lebt und arbeitet in Deutschland und Norwegen – und hat das norwegische Führungsmodell Tight-Loose-Tight als Erste in den deutschsprachigen Raum geholt: Rahmen gemeinsam abstecken, Freiraum zum Experimentieren geben, verbindlich gemeinsam draufschauen. Mit Hypothesen statt fixer Ziele.
In dieser Folge geht es unter anderem um diese Fragen:
- Warum können sich Menschen abstrampeln, ohne Wirkung zu erzielen – und was hat die Organisationsstruktur damit zu tun?
- Was sind die vier Dimensionen der Verantwortung – Sollen, Dürfen, Können, Wollen – und wie helfen sie mir, bevor ich das Problem in der Person suche?
- Wie funktioniert Tight-Loose-Tight konkret – und worin liegt der Unterschied zu OKRs?
- Warum sind fixe Ziele in komplexen Märkten gefährlich?
- Sollte ich meinen Mitarbeitenden sagen, wenn es der Firma finanziell schlecht geht?
- Wie kommen Gründer aus der operativen Falle?
- Warum knarzt es zwischen zwei Abteilungen, obwohl keiner von beiden blöd ist?
- Und woher weiß ich als Führungskraft, dass das Problem weder am System noch an den Mitarbeitenden liegt – sondern an mir?
Am Ende sprechen wir über Susannes Buch „Berge, Trolle, tiefe Sehnsucht": eine Erzählung über eine gestresste Führungskraft, die auf dem norwegischen Olavsweg wandert und über Selbsterkenntnis zu Tight-Loose-Tight findet.
Viel Spaß!