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| Title | Pub. Date | Duration | |
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| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Valentin Stalf, N26 | 03 Sep 2024 | 00:38:04 | |
Wenn man so will, dann feiert N26 demnächst seinen – gemessen ab Marktstart – zehnten Geburtstag. Was insofern interessant ist, als sich das immer noch junge Leben der größten deutschen Neobank gewissermaßen in zwei Phasen unterteilt. Die ersten fünf Jahre waren demnach die Zeit der ungezügelten Expansion, kulminierend 2019, als sich die Belegschaft binnen zwölf Monaten verdreifachte und der darob erzeugte Verlust von mehr als 200 Mio. Euro (bei gut 100 Mio. Euro Umsatz) kaum jemanden zu sorgen schien.
Hätte man damals prophezeit, dass N26 fünf Jahre später nahezu profitabel sein würde, womöglich hätte Valentin Stalf das sogar unterschrieben. Und heute??? Heute ist N26 tatsächlich nahezu profitabel (der Juli sei der ergebnistechnisch beste Monate seit Gründung gewesen, bis Jahresende werde man auf Monatsbasis schwarze Zahlen schreiben, sagt CEO Stalf).
Allerdings handelt es sich, anders als 2019 erträumt, nicht um eine Profitabilität, die sich aus explodierenden Umsätzen speist. Sondern um eine Profitabilität, die den in vielerlei Hinsicht schwierigen zweiten fünf Jahren (Rückzug aus UK und den USA, Neukunden-Deckel der Bafin) mühsam abgetrotzt werden musste. Grob geschätzt, kommt N26 heute auf gut zwei Millionen wirklich aktive Kunden, mit denen annualisiert vielleicht 350 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet wird. Zu wenig, um sich weiterhin mit Revolut zu messen. Aber allemal eine ordentliche Basis, um es in den nächsten zehn Jahren zumindest in den großen europäischen Kernmärkten (Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien) ernsthaft mit dem Establishment aufnehmen zu können.
Und so erlebten wir dieser Tage in Berlin einen bestens aufgelegten Valentin Stalf, der in der neuen Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" erläutert, wie sich N26 nach dem Wegfall des Bafin-Deckels neu positionieren will. Unter anderem mit weniger Premium. Dafür aber wieder mit deutlich mehr Wachstum.
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Fragen und Feedback zum Podcast: redaktion@finanz-szene.de oder (auch anonym) über Threema: TKUYV5Z6
Redaktion und Host: Christian Kirchner/Finanz-Szene.de
Coverdesign: Elida Atelier, Hamburg
Postproduction: Podstars Hamburg
Musik: Liturgy of the street / Shane Ivers - www.silvermansound.com | |||
| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Ingo Speich, Deka | 18 Aug 2024 | 00:48:05 | |
Wer unsere Sommer-Serie von vorn bis hinten gelesen haben (und wer hat das nicht?), der weiß also jetzt, was den "Scope 2" vom "Scope 3" unterscheidet. Weiß, welche deutschen Banken bereits konkrete ESG-Ziele formuliert haben und welche lieber noch ein bisschen herumlavieren. Weiß, was die CSRD, der LSME oder auch die ESRS sind. Und weiß, dass beispielsweise die Deutsche Bank die ESG-Funktion anders organisiert als, sagen wir, die Commerzbank.
Fragt sich bloß: Und ist man mit diesem Wissen jetzt tatsächlich schlauer? Oder haben wir, um im Bild zu bleiben, mit unserer ESG-Serie zwar ganz, ganz viele Bäume gepflanzt – aber letzten Endes den Wald vergessen?
Dazu muss man wissen: In keiner anderen Industrie, so jedenfalls erklärt's unser heutiger Podcast-Gast, spielt ESG eine dermaßen überragende Rolle wie in der Finanzbranche. Was im ersten Moment paradox anmutet. Denn was ist der Co2-Ausstoß von Frankfurts Banken gegen den der Schweizer Zementindustrie? Freilich: Bei Lichte betrachtet ist's natürlich gar kein Paradoxon, dass die globale ESG-Regulatorik ausgerechnet bei den Banken ansetzt. Schließlich sind's die Banken, die am langen Hebel sitzen. Als Kreditgeber. Als Asset Manager. Als diejenigen, die den Zementhersteller, den Kraftwerksbetreiber, die Erdölraffinerie mit Kapital und Liquidität versorgen.
Im finalen Teil unserer sechsteiligen Sommer-Serie wollen wir uns darum endlich dem Big picture widmen: Ist ESG für die Banken ein Schmiermittel, um den Hebel, an dem sie sitzen, so richtig in Gang zu bringen? Oder ist's eher umgekehrt – ist ESG ein Verhinderungsinstrument, leiden Banken und Sparkassen womöglich längst an einem ESG-Overkill? Hochrelevante Fragen, für die wir (der letzte Teil unserer ESG-Serie ist zugleich unsere 139. Podcast-Folge) den hoffentlich bestmöglichen Gesprächspartner gewonnen haben. Nämlich Ingo Speich, einer der bekanntesten deutschen Kapitalmarktexperten und ganz nebenbei "Head of Sustainability" der Deka.
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| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Carsten Höltkemeyer/Solaris | 08 Apr 2024 | 00:36:09 | |
Mit dem FC St. Pauli hat die Solarisbank zwar nicht allzu viel gemein. Das Motto des Fußball-Zweitligisten allerdings ("Non established since 1910") würde zum Berliner Fintech fast noch besser passen – mal abgesehen davon, dass die "Solaris Group", wie sie sich inzwischen nennt, erst 2016 gegründet wurde.
Dabei hatte es eigentlich so ausgesehen, als würde sich der "Banking as a Service"-Spezialist rasend schnell in der deutschen Finanzindustrie etablieren. 2021 stieg die Solarisbank zum Unicorn auf und verkündete selbstbewusst, im Jahr darauf an die Börse gehen zu wollen. Doch stattdessen – ging der Chef. Und ein neuer kam, nämlich der Payment-Veteran Carsten Höltkemeyer. Aber nicht, um den IPO zu vollenden. Sondern um die Solarisbank, die sich in der Boom-Phase ziemlich verzettelt hatte (Bafin-Ärger, Contis-Übernahme, ADAC-Deal), wieder in die Spur zu bringen. Personell. Finanziell. Bilanziell.
Rund anderthalb Jahre hat die Operation gedauert, deutlich länger, als ursprünglich gehofft. Wobei Höltkemeyer auf halber Strecke sogar seinen Nebenjob als Vizepräsident des FC St. Pauli aufgab. Begründung: "Intensive berufliche Verpflichtungen." Und nun? Ist Solaris endlich der ersehnte Befreiungsschlag geglückt. Mit einem Funding über 96 Mio. Euro. Zuzüglich einer Finanzgarantie von bis zu 100 Mio. Euro, um die Übernahme des ADAC-Kreditkarten-Portfolios abzusichern.
Auf dieser Basis soll das mit der Etablierung jetzt doch noch gelingen. Wie genau und welche Rolle dabei die rund 20 Mio. ADAC-Mitglieder spielen – das erzählt der Höltkemeyer in der heutigen Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast".
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Matthias Hach, CEO Wallstreet Online Capital/Smartbroker | 31 Oct 2021 | 00:35:08 | |
Als die Commerzbank im September 2019 die "Vollübernahme" und Integration ihrer Tochter Comdirect verkündete, setzte quasi minuziös eine Fluchtbewegung auf Vorstandsebene ein. CEO Arno Walter war - allerdings aus regulatorischen Gründen - quasi über Nacht weg zurück in die Zentrale. Finanzchef Dietmar von Blücher suchte im März 2020 das Weite, Interim-CEO Frauke Hegemann im September 2020.
Es blieb aus der alten Vorstandsriege zunächst nur einer: Matthias Hach, ein regelrechter Broker-Haudegen mit 20 Jahren Erfahrung im Brokerage-Geschäft in fünf Stationen. Im Frühjahr diesen Jahres - da war dann auch Hach weg, um Doppel-CEO der wallstreet:online AG und der wallstreet:online capital AG zu werden, also jenem Berliner Geflecht, das bekannt für seinen Neobroker Smartbroker und mit 320 Mio. Euro bewertet ist. Nicht auf Basis von Fundings mit unbekannten Klauseln, sondern: im täglichen Handel an der Börse.
Nun müsste man eigentlich erwarten, dass Hach diesen Wechsel mit einem industrietypischen Tschakka-Gequatsche begründet, von den immensen Wachstumraten der Neobroker, der tollen "neuen" Fintech-Welt. Stattdessen aber: Erzählt uns Hach in unserer neuesten Episode des Finanz-Szene-Podcasts, dass die Comdirect für ihn eine "Herzensangelegenheit" gewesen sei - und dass er gar nicht auf die Idee gekommen wäre, zu wechseln, hätte das Unternehmen in seiner damaligen Form "überlebt". Und auch, dass es ihn beim Wechsel erstaunt habe, wie er es dann auf der Fintech-Seite plötzlich mit Menschen zu tun hatten, die dachten: da kommt der Hach, der weiß ja alles.
Statt Großkonzern Commerzbank nun also: Ein Neobroker - in Berlin, wo sich - auch so ein nettes Detail - der gebürtige Berliner eigentlich gar nicht so wohlfühlt, wie er es in seinen Comdirect-Jahren in Hamburg tat.
Gesprächsbedarf gibt es jedenfalls reichlich - zum Beispiel zur Frage, ob es angesichts der immer verrückteren Sprünge einiger weniger Werte am Aktienmarkt wie Tesla nicht langsam alle Alarmglocken angehen. Ob denn die "alten" Banken den Neobroker-Boom schlicht verschlafen und zu lange an ihrem tradierten, lukrativen Geschäftsmodell mit Hochpreis-Orders festhalten. Oder auch, wie groß die Sorge Hachs ist, dass N26 den Brokerage-Markt betritt (Spoiler: recht groß). Und natürlich auch, ob sich Hach sorgt, dass das Geschäftsmodell der Neobroker mit der Payment-for-Order-Flow-Logik, in der die Abwickler der Transaktionen die Broker bezahlen (und nicht der Kunde) unter Druck geraten könnte.
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Wir bedanken uns beim Sponsor dieser Episode, das ist das Deutschen Institut für Altersvorsorge mit seinem [DIA-Podcast „Rente gut,
alles gut!“](https://www.dia-vorsorge.de/dia-podcast/)
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| Finanz-Szene - Partner Podcast. Zu Gast: Martin Stolberg, Sopra Steria | 24 Oct 2021 | 00:29:24 | |
Es sind Buzzwords, die zu Binsen wurden. Aus Banken sollen „digitale Plattformen“ werden. Oder, alternativ: Aus Banken sollen „digitale Ökosysteme“ werden. Motto: Bevor Google zur Bank wird, werden unsere Banken besser noch rasch zu kleinen Googles.
Fragt sich nur: Stimmt das überhaupt? Beziehungsweise: Ist das überhaupt (noch) realistisch?
Nein!, sagt Martin Stolberg, Leiter Banking bei unserem Premium-Partner* Sopra Steria. Seine Argumentation: Banken müssen sich damit abfinden, dass sie selber nicht zur digitalen Plattform taugen. Auch, weil sie dafür einfach zu spät dran gewesen seien.
Überhaupt hält Stolberg manches von dem, was Banken und Sparkassen unter „Digitalisierung“ verstehen, für eher fragwürdig. Beispiel: Das kostenlose Wlan nebst Cafè Latte in der „Flagship-Filiale“. Als ob Menschen deswegen plötzlich in die Filiale kämen …
Stattdessen? Radikale Konzentration aufs Kerngeschäft. Was freilich nicht bedeute, die digitalen Plattformen zu ignorieren. Sondern an sie anzudocken, statt selber eine sein zu wollen. Wie das geht und welche Fallstricke hierbei lauern, das erläutert Stolberg in unserem heutigen „Partner-Podcast“
Die Umfrageergebnisse im Detail: [https://www.soprasteria.de/newsroom/publikationen/studien/free/digital-banking-experience-report](https://www.soprasteria.de/newsroom/publikationen/studien/free/digital-banking-experience-report)
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Andreas Schelling/Finanz Informatik | 17 Oct 2021 | 00:46:23 | |
Wer sich mit den Ursprüngen der Finanz Informatik auseinandersetzt, sollte wenig Angst vor kryptischen Abkürzungen haben. Denn entstanden ist der zentrale IT-Dienstleister der Sparkassen aus ungefähr zwei Dutzend Unternehmen, die auf so schöne Namen wie DVG, RWSO, BSW, DVG, SIK oder IZB Soft hörten. Und nun - gibt es eben die "eine" FI, gewissermaßen ein Supertanker. Dummerweise bewegt sich aber die Welt da draußen nun wieder in die andere Richtung: in kleine, modulare Lösungen aus der Cloud.
Wie geht man damit um? Und wohin steuert eben jener "Supertanker"? Darüber sprechen wir in der neuesten Folge unseres Finanz-Szene-Podcasts mit Andreas Schelling, seit Jahresbeginn Vorsitzender der Geschäftsführung der Finanz Informatik. Und gesprochen hat er in entwaffender Offenheit - zum Beispiel, dass es unstrittig sei, dass "diese großen Releases, die wir fahren und die Planungs- Zyklen, die wir über die die Gremien haben, nicht mehr in die Welt passen". Dass man agiler werden muss, die Dynamik steigern, den kulturellen Change einleiten - was für Schelling schon manchmal bei einfachen Dingen beginnt, etwas schlicht die Kamera bei einem digitalen Austausch zu aktivieren.
Gesprochen haben wir aber auch über eines der ambitioniertesten Ziele der Sparkassen-IT - nämlich die Zahl der digitalen Abschlüsse bis Ende 2023 von anfang 40.000 auf dann eine Million (!) pro Monat (!!) zu steigern, was denn die Sparkassen im Gepäck haben, um Neobrokern Paroli zu bieten - und was hinter der Personalie Julia Koch steckt, die man seitens der FI von der Unicredit abgeworben hat und in die Geschäftsführung beruft.
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Wir bedanken uns beim Sponsor dieser Episode - das ist Sopra Steria, einem führenden europäischen Management- und Technologieberater.
Mehr Informationen auch unter: [www.soprasteria.de](https://www.soprasteria.de/)
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Thomas Richter/BVI | 11 Oct 2021 | 00:28:32 | |
Es dürften noch Wochen vergehen, ehe der Koalitionsvertrag steht - aber für die hiesigen Banken und Fintechs dürften sich die Rahmenbedingungen fundamental ändern. Denn auf der Agenda steht nicht weniger als die Reform der Altersvorsorge: Kommt ein Provisionsverbot? Schafft der Staat ein neues Vorsorgeprodukt - eine "Bürgerrente" oder "Aktienrente" und macht damit Finanzdienstleistern Konkurrenz? Was folgt auf Riester und warum kam es nie zu einer Reform?
Darüber sprechen wir in unserer aktuellen Podcast-Episode mit Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des Fondsverbands BVI. Thematisiert haben wir auch, wie realistisch ein Eingriff der Bafin in das Geschäftsmodell der Neobroker ist, warum die Gruppe der Selbstentscheider immer noch eher überschätzt wird - und ob wir nicht schon sehr spät im Aktienmarktzyklus sind und Enttäuschungen drohen.
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Michael Bentlage/Hauck&Aufhäuser | 03 Oct 2021 | 00:33:08 | |
Am Freitag Morgen verkündete Hauck&Aufhäuser-CEO Michael Bentlage in einem digitalen Townhall-Meeting vor 1.100 Mitarbeitern, dass sein Haus bei der Übernahme des Bankhauses am Ziel ist. Zeitgleich ging um 10 Uhr ging die Pressemitteilung raus - und schon um 13 Uhr sitzt ein sichtlich entspannter Bentlage in seinem Büro in der Frankfurter Kaiserstraße, um uns im Finanz-Szene Podcast Rede und Antwort zu stehen.
Die Themen? Liegen auf der Hand: Wie schwierig ist es, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Laune zu halten, wenn die Übernahme 1,5 Jahre "in der Luft hängt", weil die Regulierer prüfen? Wie heißt überhaupt die neue Bank (Spoiler: Hauck Aufhäuser Lampe) und warum genau dieser Name? Und was sind die Faktoren, an denen Übernahmen scheitern und was sie gelingen lässt?
Natürlich sprachen wir auch über die Lage im deutschen Privatbankenmarkt generell - und Bentlages Thesen im speziellen: Warum er an eine große Zukunft der Blockchain-Technologie im Banking und digitale Assets glaubt, an die "She-Economy" - und warum er in Corona keine Tiefpunkte hatte, sondern die Umstände, die die Pandemie mit sich brachten beruflich, für einen Glücksfall hält.
Ganz nebenbei verkündete Bentlage auch eine Neuigkeit: Zum 1. Januar wird eine Frau in den Vorstand bei Hauck Aufhäuser Lampe einziehen. Welche genau, will Bentlage nicht verraten - die Regulierer prüfen noch. In jedem Fall meint es das Haus aber ernst mit den dezidierten Zielen der Frauenförderung, denen man sich im Geschäftsbericht verschreibt.
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Oliver Prill/CEO Tide | 26 Sep 2021 | 00:43:49 | |
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Peter Hanker/Volksbank Mittelhessen | 19 Sep 2021 | 00:28:42 | |
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Ramin Niroumand / Finleap | 13 Sep 2021 | 00:37:25 | |
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| Finanz-Szene - Partner-Podcast: Zu Gast Ralph Hientzsch/Consileon | 05 Sep 2021 | 00:38:13 | |
Wenige Dinge sind so wirkmächtig für das künftige Geschäft von Banken und Fintechs wie die Demografie. Das gilt sowohl für die Zielgruppen - denn die Zahl potenzieller Kunden über 65 verdoppelt sich binnen 20 Jahren - also auch für für Bestandskunden, denn wenige Dinge sind für die künftigen Erträge so aussagekräftig wie die Altersstruktur der Kundschaft.
Was heißt das alles fürs Geschäft? Wo tun sich Chancen aufgrund des demografischen Wandels auf, wo Risiken? Darüber sprechen wir in der heutigen Ausgabe unseres Podcasts mit Ralph Hientzsch, Gründer und Gesellschafter der Consileon GmbH.
Hientzsch sieht die größten Chancen in den Feldern Bankassurance/Pflegeversicherungen und vor allem dem Advisory-Geschäft - schließlich rolle auch eine immense Erbschaftswelle. Die Risiken liegen in seinen Augen vor allem darin, für den "Generationswechsel" der Kundschaft nicht mehr gerüstet zu sein. Was auch für sein eigenes Unternehmen gilt - für "Next Generation"-Projekte setzt der 52jährige Hientzsch lieber 25 Jahre jüngere Kollegen in die Projektteams. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Heiko Dünkel / VZ Bundesverband | 29 Aug 2021 | 00:35:01 | |
Unseren heutigen Gast werden Sie vielleicht nicht kennen – aber sein berufliches Wirken, mit dem dürften Sie in den vergangenen Monaten durchaus schon zu tun gehabt haben. Und zwar ganz egal, ob Sie Bankerin oder Banker sind, bei einem Finetch arbeiten – oder ganz normaler Bankkunde sind.
Heute sprechen wir nämlich mit Heiko Dünkel, Leiter des Teams Rechtsdurchsetzung bei der Verbraucherzentrale Bundesverband – und damit einer derjenigen, die das BGH-Urteil zur – genauer gesagt: gegen – die Zustimmungsfiktion durchgesetzt haben. Also der Tatsache, dass Banken Schweigen der Kunden nicht länger als Zustimmung zu neuen Gebühren oder ihrer Erhöhungen verwenden dürfen.
Die Konsequenz des Urteils: da draußen ist der Teufel los. Millionen an Briefen gehen raus, bideldicke neue AGBs sind in der Post, es gibt Rauswurfdrohungen gegen Kunden, die Rückforderungen stellen, die Bandbreite der Reaktionen der Banken ist groß – und dazu haben wir einige Fragen, unter anderem auch eine ganz simple: Profitiert hier wirklich am Ende der Bankkunde? Und natürlich auch, Sie haben es eingangs gehört: wie konnte es sein, dass sich die Banken hier so grandios verzockt haben, es werde schon alles gut ausgehen juristisch? | |||
| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Erik Podzuweit/Scalable Capital | 24 Mar 2024 | 00:43:48 | |
Als wir zur Vorbereitung unseres heutigen Podcasts (mit einem gewissen Herrn Podzuweit) noch einmal einen alten Podcast (mit einem gewissen Herrn Podzuweit) anhörten, da wunderte es uns fast, dass dazwischen nur drei Jahre liegen. Denn eigentlich stammt die damalige Folge – aus einer anderen Zeit.
Kurz ausgeholt: Der gigantische Shift der Jahre 2022/2023 wird ja häufig auf seine beiden überwölbenden Phänomene reduziert. Die Banken bekommen wieder Zinsen. Dafür aber bekommen die Fintechs keine Fundings mehr. Tatsächlich reichen die Veränderungen jedoch viel tiefer. Nicht für alle Player (ein Fintech, dass einfach nur Software herstellt, tut das heute genauso wie vor drei Jahren, halt nur mit weniger Geld). Aber doch für viele. Und wenn man so will, dann ist Scalable Capital (also das Fintech von Erik Podzuweit) hierfür das Paradebeispiel.
Rückblick: Zum Zeitpunkt unseres ersten Podcasts, also im Juni 2021, vollzogen die Münchner gerade den Pivot vom Robo Advisor (als der Scalable ja eigentlich mal gestartet war, lustigerweise mit zwischenzeitlich starkem B2B-Fokus) zum Neobroker. Wer aber nun dachte, dass Scalable damit sein künftiges Geschäftsmodell gefunden haben würde (ein Retail-Broker mit angeschlossener digitaler Vermögensverwaltung), der sah sich getäuscht. Denn plötzlich ebbte der Trading-Boom ab. Und verlangten die Kunden nach Zinsprodukten. Während parallel Krypto crashte. Bevor Krypto ein fast unwirkliches Comeback feierte.
Und als wäre all das noch nicht genug – setzte Brüssel, was man anfangs noch für eine Geisterdebatte hielt, allen Ernstes das "PFOF"-Verbot durch. Womit Neobrokern wie Trade Republic und eben Scalable künftig ein wesentlicher Teil ihrer heutigen Einnahmen wegbricht. Und nun??? Mehr Gebühren wagen? Mehr Banking wagen? Oder muss das Geschäftsmodell der Investment-Fintechs (zumal durch die "Retail Investment Strategy" der EU ja schon die nächste Regulierungs-Keule droht) sogar noch einmal ganz neu gedacht werden?
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| Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Christof Roßbroich / ti&m | 22 Aug 2021 | 00:35:09 | |
Heute haben wir uns ein Thema vorgenommen, über das viele reden, das rasant wächst und ohne Frage "ein großes Ding" ist – es geht um Bankdienstleistungen in der Cloud.
Das, was da draußen passiert – das rasante Wachstum kleiner Fintechs und Neobanken – fußt unter anderem auch darauf, dass sie sich die Dienstleistungen modular zusammenkaufen können. Kernbankensysteme zu betreiben – das geht inzwischen zu sechsstelligen bis niedrigen einstelligen Millionenbeträgen pro Jahr und ohne etagenfüllende Serverräume und Personal.
Wie verändert Cloud-Banking die Bank-Landschaft – was ist mit dem Thema Datenschutz und Sicherheit – wie sehen Aufseher das Thema – was tut sich in Sachen Gaia X – und sind die großen Akteure wie Amazon, Google und Microsoft überhaupt noch einzuholen mit ihren rund 20 Milliarden Dollar Cloud-Investitionen pro Quartal – darüber reden wir mit Christof Roßbroich, Cloud-Experte vom schweizerischen IT-Dienstleister TI&M – er kennt auch die Seite der Kernbankenanbieter beruflich und ist nun auf der Beraterseite aktiv.
Disclaimer: ti&m ist Partner von Finanz-Szene.de - Sie hören einen "Partner Podcast". | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Mirko Krauel / Otto | 15 Aug 2021 | 00:42:04 | |
Chime - seit Freitag mit 25 Mrd. US-Dollar bewertet. Afterpay - übernommen für 29 Mrd. US-Dollar. Klarna - bewertet mit 46 Mrd. US-Dollar: Im "Buy now, pay later"-Segment ist aktuell der Teufel los in Sachen Fundings und Bewertungen.
Zu Recht, sagt Mirko Krauel, Managing Director der Payment-Gesellschaft der Otto Group: eines der letzten wirklich attraktiven und margenstarken Geschäfte der Banken - der gute, alte Ratenkredit - werde nun möglicherweise in neuem Gewand und an anderen Points of Sales - neu verteilt.
Die weiteren Themen des heutigen Podcasts: Ist der Payment-Zug für die deutsche Kreditwirtschaft abgefahren oder können die hiesigen Banken den Paypals, Visas und Mastercards dieser Welt noch etwas entgegen setzen? Und was genau macht eigentlich die Otto-Gruppe, wenn sie einen ganz eigenen Payment-Konzern aufbaut, anstatt sich die Dienstleistungen bei externen Partnern zusammenzupoolen? Krauel jedenfalls ist optimistisch, dass das neue, von ihm geführte Unternehmen 2022 vollständig an den Start gehen kann. | |||
| Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Max Flötotto / McKinsey | 08 Aug 2021 | 00:39:55 | |
15 Prozent ihrer Erträge haben Deutschlands Banken in den vergangenen zehn Jahren an neue digitale Angreifer, Auslandsbanken und neue Dienstleister im Payment-Segment verloren - das hat McKinsey in einer Studie errechnet.
Was die Experten aber auch glauben: dass Deutschlands Banken nicht nur - wie üblich - auf der Kostenseite mehr tun könnten. Sondern auch erhebliche Ertragspotenziale liegen lassen, die sich ihnen eröffnen. Welche genau - darüber sprechen wir im heutigen Finanz-Szene Partner Podcast mit Max Flötotto, Senior Partner bei McKinsey. Er nennt beispielsweise den konsequenten Ausbau der Remote-Beratung als Feld, aber auch die Finanzierung der Klimazielen über ESG-Engegaments, die einen Finanzierungsbedarf von 240 Milliarden Euro pro Jahr ergebe. Wer, wenn nicht die Banken könnten hier eine wichtige Rolle spielen, so Flötotto.
Zu den "digitalen Angreifern" und Neobanken äußert sich Flötotto in unserem Gespräch zudem kritisch. Viele Bewertungen seien nicht nachvollziehbar, viele Kundenbeziehungen - etwa durch die Gamification der Geldanlage - womöglich nicht nachhaltig. Zudem seien viele Akteure den Banken auf der Suche nach Erträgen ähnlicher geworden.
Abschließend sprechen wir noch über einen der unterschätztesten Faktoren, der erfolgreiche Banken und auch erfolgreiche Change-Projekte ausmachen: Die Firmenkultur. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Hans Hanegraaf / Bethmann Bank | 01 Aug 2021 | 00:40:31 | |
Die letzten verbliebenen "echten" Privatbanken in Deutschland sind seit Jahren oft eine bilanzielle Krisenregion - nur mit viel Mühe schaffen viele gerade-noch-so schwarze Zahlen.
Warum ist das so? Darüber sprechen wir in der ersten Ausgabe nach der Podcast-Sommerpause mit Hans Hanegraaf, dem CEO der ABN Amro-Tochter Bethmann Bank. Für ihn kommen eine Fülle von Dingen zusammen: Die vielen Fusionen der Branche brauchen Zeit, Investitionen belasten sofort die GuV - und über allem steht der "Elefant im Raum" namens Niedrigzins, der Liquidität der Kunden - anders als früher - zu einer Belastung mache.
Weitere Themen: die kulturellen Unterschiede zwischen niederländischer und deutscher Unternehmensführung - Privatbanken & Krypto-Anlagen - Anlageberatung im Wandel der Generationenwechsel - und natürlich unsere "Blitzrunde". | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Tim Wolters/Targobank | 04 Jul 2021 | 00:35:37 | |
An jedem einzelnen Tag werden rechnerisch zwischen Flensburg und Garmisch zwei Geldautomaten aufgeflext, herausgerissen, gesprengt oder anderweitig physisch attackiert: Angriffe auf Geldautomaten sind ein nicht ganz neues, aber immer stärker verbreitetes Phänomen. Alleine 2020 stiegen die Fallzahlen um über 30 Prozent.
Was steckt dahinter? Wer sind die Tätergruppen? Warum kommt immer häufiger der hochexplosive Festsprengstoff zum Einsatz? Tun Banken zu wenig, um Kunden und Anwohner zu schützen? Und warum tun sie sich so schwer, wirksame Mittel zu finden, um den starken Anstieg vor allem der Sprengungen zu stoppen?
Darüber sprechen wir in der heutigen Episode mit Tim Wolters, Head of Corporate Security der Targobank. Er ist zuständig für den Schutz der Bank, ihrer Mitarbeiter und ihrer Gelder vor physischen Angriffen aller Art - und sagt: Je stärker Banken aufrüsten, desto mehr Sprengstoff kommt auch seitens der Täter zum Einsatz - eine gefährliche Spirale. Immerhin: In den Niederlanden gelangen es Banken und Ermittlern, das Phänomen in den Griff zu kriegen. Allerdings mit der Folge, dass die Täter ihre Einsatzorte nach Deutschland und hier vor allem Nordrhein-Westfalen verlegt haben. | |||
| Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Marc Schwarz / SS&C Advent | 27 Jun 2021 | 00:37:56 | |
Die demografische Struktur der Kunden ist entscheidend für die Ertragskraft der Banken von morgen: Während früher Bankbeziehungen regelrecht vererbt wurden - die Kinder waren da Kunde, wo es die Eltern schon waren - brechen diese Strukturen heute auf. Viele Jahrzehnte aufgebaute Bank-Beziehungen enden häufig im Moment der Erbschaft oder Schenkung – weil die nächste Generation ganz andere (digitale) Ansprüche an ihre Bank hat als diejenige der heute über 60jährigen.
Wie können Banken das lösen? Und wie sind Deutschlands Banken für den "Generationswechsel" von den Boomern hin zu neuen Akteuren aufgestellt?
Darüber sprechen wir mit unserem heutigen Gast Marc Schwarz von SS&C Advent, einem internationalen Software- und Beratungsunternehmen. SS&C Advent ist Partner von Finanz-Szene.de, sponsort unseren Journalismus, deshalb Disclaimer: Sie hören einen Partner-Podcast. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Ronald Slabke / Hypoport | 20 Jun 2021 | 00:39:17 | |
Die Hypoport ist so etwas wie ein "Ur-Fintech" - bereits in den Nuller Jahren begann das Unternehmen, mit Innovationen und neuer Technologie ein ureigenes Kerngeschäft der hiesigen Banken aufzurollen: Die Immobilienkreditvergabe. Heute läuft bereits mehr als jede fünfte Baufinanzierung über eine Hypoport-Plattform; Sparkassen, Geno- wie Privatbanken kooperieren operativ eng mit Hypoport-Töchtern.
Sichtbarstes Zeichen: Der Aktienkurs hat sich binnen 10 Jahren ver 37-facht, Hypoport ist ein "Unicorn" mit 2,8 Mrd. Euro Börsenwert. Aber der Weg dahin war steinig - es drohte die organisatorische Lähmung, das Wachstum flachte ab, die Organisation wucherte.
Dem begegnete die Hypoport mit einem Komplettumbau seiner Organisationsstruktur - weg von Hierarchien, hin zu dezentralen, völlig unabhängigen "Kreisen". Darüber sprechen wir mit dem Mann, der die Hypoport AG seit 20 Jahren führt und der (auf dem Papier) mit ihr Milliardär geworden ist: CEO Ronald Slabke.
Weitere Themen unseres Gesprächs: Wie lange läuft der Immo-Boom noch? Wohin will Hypoport expandieren? Warum regt sich Slabke auf Twitter so gerne auf über die Politik, Wefox und andere? Und wie macht man Unternehmen widerstandsfähig gegen den immer rascheren Wandel? | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Erik Podzuweit / Scalable Capital | 13 Jun 2021 | 00:46:45 | |
Es geht Schlag auf Schlag mit den Fundings im dreistelligen Millionen-Bereich, und die Zahl der Fintech-Unicorns wächst aktuell im Wochentakt. Warum? Scalable Capital-Gründer und Co-CEO Erik Podzuweit hat seine eigene Theorie dazu: Nie war Gründen und Kunden erreichen dank der Quantensprünge in der IT-Technologie leichter - gerade im Finnazbereich. "Wenn Du eine gut funktionierende App hast, wenn es einfach ist, wenn es kostengünstiger ist - dann kommen die Kunden zu Dir", sagt Podzuweit. Das Scalable-Ziel: Europas zentrale Investmentplattform werden - denn die gebe es hier schlicht noch nicht. "Das Geschäft läuft über Banken und Versicherungen", so Podzuweit.
Gesprochen haben wir auch darüber, ob Banken die Trends im Brokerage und Payment-Markt womöglich verschlafen haben - und natürlich seine persönlichen Einschätzungen vieler Industrietrends. Podzuweit outet sich dabei als großer Fan der "Gorillas"-App zum Einkaufen, des Standorts Deutschland im Allgemeinen und Berlin im Speziellen - und muss lange grübeln, wann er zuletzt eine Bank von innen gesehen hat. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Muhamad Chahrour/Flatex | 06 Jun 2021 | 00:43:13 | |
Der Online-Broker FlatexDegiro eilt von Rekord zu Rekord in Sachen Kundenzahlen und Aktienkurs - und haute Ende Mai mal so richtig einen raus: Acht Millionen Kunden will man binnen fünf Jahren gewinnen. Macht mal eben eine Verfünffachung.
Nun hat Flatex in der Vergangenheit stets mehr geliefert, als man versprochen hat - aber ist die Prognose wirklich realistisch? Und was ist dran an den Frotzeleien, die Trade-Republik-Investor Ingo Hillen kürzlich im Finanz-Szene.de Podcast losließ - dass Flatex gar nicht innovativ, sondern sogar eher teuer sei?
Darüber sprechen wir in der heutigen Ausgabe mit Mohamad Chahrour, seit 2015 Finanzvorstand bei Flatex. Heraus gekommen ist ein "Deep Dive" in die Geschäftsmodelle im Online-Brokerage und die Rolle der soziodemografischen Kundenstrukturen. Chahrour jedenfalls glaubt, dass der allergrößte Teil des Wachstums noch bevor steht. "75% der Trades finden noch immer bei klassischen Filialbanken statt, der Markt ist noch immer stark zersplittert", so Chahrour - überhaupt übernehme nun eine "Generation", die noch keine schlechten Erfahrungen mit der Börse gemacht habe. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Tobias Just/IREBS | 30 May 2021 | 00:37:38 | |
Die Abhängigkeit der deutschen Banken vom Zustand des Immobilienmarkts ist immens: Die kräftige Kreditnachfrage der Käufer verhindert Schlimmeres beim Zinsergebnis. Die stets steigenden Preise machen bestehende Finanzierungen sicherer. Und die rekordniedrige Risikovorsorge für faule Kredite hilft der Gewinn- und Verlustrechnung enorm. Aber wie lange geht das ganze noch gut? Deutsche-Bank-Ökonomen taxieren das Ende des Superzyklus auf 2024 - ab dann sollen die Preise sinken. Und bei den Gewerbeimmobilien - beliebt bei Groß- und Landesbanken, um das Ergebnis vermeintlich risikofrei aufzupeppen - sind die Einschläge bei Einzelhandels- und Büroimmobilien schon sichtbar.
Grund für uns, mit einem kundigen Gast abzubinden: Wie ist die Lage "da draußen"? Wo lauern Gefahren für den Markt und damit auch die Banken? Kommt der negativ verzinste Immobilienkredit? Geht der Zyklus wirklich zu Ende - und warum steht und fällt so vieles mit der Zuwanderung?
Heute zu Gast im Finanz-Szene.de Podcast ist zu diesem Thema Tobias Just, Volkswirt und Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienwirtschaft an der IREBS der Universität Regensburg und Geschäftsführer der IREBS Immobilienakademie. | |||
| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Patrick Stäuble/Teylor | 10 Mar 2024 | 00:33:54 | |
Glaubt man den Pitch-Decks der Fintechs, dann ist die Digitalisierung des KMU-Kredits überfällig – und das schon seit Jahren. Denn: Ist es nicht so, dass das Segment von den meisten Banken ohnehin kaum bedient wird? Dass der Wettbewerb letzten Endes nur aus Sparkassen und Volksbanken besteht? Dass diese aber mit regulatorischen Hürden (viel Eigenkapital für wenig Kredit), fehlender Standardisierung, papierlastigen Prozessen und tausend anderen Problemen zu kämpfen haben?
Was natürlich alles irgendwo stimmt. Aber nichts daran ändert, dass die hiesigen Fintechs mit dem Versuch, das KMU-Kreditgeschäft zu knacken, seit mittlerweile zehn Jahren durchweg scheitern. Funding Circle zog sich vom deutschen Markt entnervt zurück. October bald darauf genauso. Lendico verscherbelte sich an die ING Diba. Auxmoney lugte nur mal kurz hinein in das Segment. Und die Solarisbank verstaute ihren "volldigitalen KMU-Sofortkredit" bald schon in der Asservatenkammer. Weshalb kaum mehr überraschte, dass sich zuletzt dann auch noch der Frankfurter Anbieter Creditshelf ins Schutzschirmverfahren flüchtete.
Lässt sich das KMU-Kreditgeschäft am Ende gar nicht digitalisieren?
Oder ist es bloß so, dass dieses Segment aufgrund seiner Komplexität bloß mehr Zeit gebraucht hat als andere? Für die zweite These spricht, dass die großen angelsächsischen Investmentbanken neuerdings in das Geschäft dringen – und dabei auch mit Fintechs kooperieren, die die größten Opportunitäten ausgerechnet im hiesigen Markt sehen. Ein Beispiel ist das Zürcher Startup Teylor, das unter anderem von Barclays satte 275 Mio. Euro Refinanzierung erhielt, um damit insbesondere in Deutschland im großen Stil KMU-Kredite zu vergeben.
Warum soll diesmal funktionieren, was zehn Jahre lang nicht funktioniert hat? "Finanz-Szene – Der Podcast", diesmal mit Teylor-Chef Patrick Stäuble.
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Ingo Hillen/Sino AG | 20 May 2021 | 00:35:25 | |
Es ist 2017, als es für den Neobroker Trade Republic Spitz auf Knopf steht: Eines der ersten Firmen aus der Comdirect "Startup Garage" bekommt von der Comdirect keine Investition. Als übernimmt die Sino AG mit weiteren Investoren zwei Drittel am Fintech. Der Rest? Ist Geschichte. Seit Donnerstag hält Trade Republic alle Fintech-Rekorde hierzulande: Höchstes Funding aller Zeiten. Höchste Bewertung. Erster Neonroker mit > 1 Mio. Kunden. Wie genau lief denn nun die Geschichte? Warum billigen Investoren dem Unternehmen diese vermeintlich monströse Bewertung zu? Was macht der Wettbewerb, also Flatex, Robinhood, Comdirect und Co.? Und droht Trade Republic nun in dem Moment, wo alles durch die Decke geht - Kundenzahl, Mitarbeiterzahl, Funding - das N26-Syndrom, konkret: geht alles ein bisschen zu schnell? Darüber sprechen wir mit Ingo Hillen, CEO der Sino AG - die aus 3 Mio. Euro Investment in Trade Republic eine Viertelmilliarde Euro gemacht hat. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Martin Beyer/Fiducia & GAD | 16 May 2021 | 00:39:59 | |
Bei der Fiducia & GAD kam zuletzt "alles zusammen": Der genossenschaftliche IT-Dienstleister hat sein komplettes Kernbankensystem überarbeitet, verordnete sich einen Umbau zu einer agilen Organisation - und das ganze während der Corona-Pandemie, in der die Anforderungen der Banken an IT Dienstleistungen "exponentiell gestiegen sind", wie es Fiducia & GAD CEO Martin Beyer auf den Punkt bringt.
Genug Stoff also, um zu reden - wo steht man mit dem internen Umbau? Wo mit dem neuen IT-Bankensystem, das Beyer die vermutlich letzte große Migration in deutschen Bankenwesen nennt? Was hat Corona bei den Banken, aber auch genossenschaftlichen Kunden verändert? Und vor allem: Wie ist es eigentlich, als Dienstleister laufend öffentlich unter "Feuer" zu stehen, wenn mal etwas schief läuft, weil sich Störungsmeldungen über Social Media rasend schnell verbreiten? | |||
| Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Richard Dratva/Crealogix | 09 May 2021 | 00:33:04 | |
Digitale Transformation von Banken - das ist ein Thema wie Sex bei Teenagern. Alle reden drüber, unentwegt - aber ganz wenige machen es wirklich.
Wie aber kann die Tramsformation gelingen? Was sind die entscheidenden Stellschrauben auch in Zeiten knapper Mittel? Und woran scheitern die Transformationen schon früh? Darüber sprechen wir heute mit Richard Dratva, Mitgründer und Strategiechef bei Crealogix - eines der führenden FinTech-Unternehmen, das innovative Fintech-Lösungen für die Finanzinstitute von entwickelt und implementiert. Disclaimer: Crealogix ist Partner von Finanz-Szene.de - und Sie hören einen "Partner Podcast". Mehr auch unter https://finanz-szene.de/partner/
CREALOGIX, ist eines der führenden FinTech-Unternehmen und entwickelt und implementiert innovative Fintech-Lösungen für die Finanzinstitute von morgen.
Mit den Lösungen von CREALOGIX antworten Banken, Vermögensverwaltungsfirmen und andere Finanzinstitute besser auf die sich ändernden Kundenbedürfnisse im Bereich der digitalen Transformation.
Klar Disclaimer: Sie hören einen Partner Podcast – ich bin trotzdem sicher, dass die nächsten knapp 30 Minuten ein Gewinn sind, denn auch ich habe viel gelernt, insbesondere, weil Rochard Dratva den Blick „von außen“, nämlich der Schweiz, auf den deutschen Bankenmarkt hat. Viel Spaß! | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Cornelius Riese/DZ Bank | 02 May 2021 | 00:42:30 | |
Wenn die DZ Bank ein „schlechtes Jahr“ hat wie dem Corona-Jahr 2020 – dann erwirtschaftet sie immer noch 1,5 Mrd. Euro vor Steuern. Das war nicht immer so – nach einer Kette von Fusionen und vier Sanierungs- und Effizienzprogrammen in der jüngeren Vergangenheit steht die Bank heute stabiler da denn je, Bereiche, die noch vor einigen Jahren als reichlich unsexy galten – das Fondsgeschäft der Union, die Gewerbeimmobilienfinanzierung der DZ Hyp – sind plötzlich Gewinnmaschinen.
Wie ist die Lage im Haus in Zeiten von Corona, wo geht die Reise hin – und wie tickt eigentlich derjenige, der seit nunmehr gut zwei Jahren ihr Co-Chef ist? Darum geht’s in unserem heutigen Podcast mit dem Co-CEO der DZ Bank - Cornelius Riese. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Finja Kütz/Unicredit | 26 Apr 2021 | 00:39:57 | |
Die Corona-Pandemie hat Führungs- und Transformationsaufgaben in Banken vor nie gesehene Herausforderungen gestellt: Wie führen, wenn wenn 80% der Mitarbeiter im Home Office sind? Wie Digitalisierungsprojekte vorantreiben, wenn es bei den meisten Institute erst einmal darum geht, operativ den Kopf über Wasser zu halten? Und wie Mitarbeiter für Change-Projekte mitnehmen, wenn diese schon genug damit zu tun haben, das Berufs- und Familienleben irgendwie auszutarieren? Und passt es eigentlich zusammen, dass Banken für die Digitalisierung vor allem junge "Digital Natives" brauchen, aber ihre Mitarbeiterstrukturen im Schnitt rasch altern?
Darüber haben wir in der heutigen Episode des Finanz-Szene Podcasts mit einer ausgewiesenen Expertin und einer der prominentesten deutschen Bankerinnen im Ausland gesprochen: Finja Kütz ist seit 2018 Chief Transformation Officer der italienischen Großbank Unicredit. Zuvor war sie fast zwei Jahrzehnte Beraterin und Partnerin bei Oliver Wyman, zuletzt als Leiterin für Finanzdienstleistungen. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Till Hufnagel/Petrus Advisers | 18 Apr 2021 | 00:39:10 | |
Dass die Comdirect auf die Commerzbank verschmolzen wurde - daran dürfte der Londoner Investor Petrus Advisers einen gehörigen Anteil haben. Zwei Jahre lang trieben die aktivistischen Investoren das Commerzbank-Management vor sich her, forderten Umbauten und mehr Wachstum von der börsennotierten Tochter Comdirect - und stiegen am Ende mit dicker Abfindung aus. Nun hat Petrus seit zwei Jahren die Aareal Bank im Visier, besitzt fast jede zehnte Aktie am Immobilien-Finanzierer und zählt öffentlich Vorstand und Aufsichtsrat an.
Grund für uns, einmal bei einem der beiden Petrus-Partner, Till Hufnagel, nachzufragen: Warum machen Sie das? Wie machen Sie das? Gibt es die Aktivisten, weil immer mehr Geld stumpf passiv investiert wird? Sind die "offenen Briefe" eine Art Showkampf und sitzt man mit den Banken ansonsten bester Laune zusammen? Ist das nicht die hässliche Fratze des Kapitalismus - einsteigen, mehr Rendite fordern, aussteigen? Und warum wird Petrus dabei so oft in der Bankenbranche fündig? | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Christoph Röttele/Check24 | 11 Apr 2021 | 00:44:46 | |
Wenn in Deutschland eine Neobank an den Markt kommt – das hat kaum noch Neuigkeitswert. Wenn aber Check24 eine Bank gründet, dann lohnt es sich genau hinzuschauen. Das Portal bringt als Schwungmasse 15 Millionen Kunden mit, baut mal eben das Kernbankensystem lieber modular selbst, anstatt auf White-Label-Lösungen zu setzen und setzt dank tiefer Taschen zeitweise 70 Entwickler an die Konstruktion der "C24 Bank". Die ist seit Oktober am Markt - und jetzt? Wo will die C24 Bank hin? Warum sitzt sie in Frankfurt und nicht in der Fintech-Metropole Berlin oder am Check24-Standort München? Welche Kunden hat man im Blick? Wie sieht das Geschäftsmodell aus? Und was hat man gelernt in den gut zwei Jahren auf dem Weg von einem weißen Blatt Papier bis zu einer fertigen Bank? Darüber sprechen wir in der heutigen Episode mit Christoph Röttele, dem CEO von Check24. Und der glaubt, dass es tatsächlich noch Segmente gibt, die von hiesigen Banken zu Unrecht ignoriert werden - und kündigt an, dass nun, sechs Monate nach dem "Soft Launch", Marketing und Produktpalette hochgefahren werden. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Alexander&Benjamin Michel/Finanzguru | 28 Mar 2021 | 00:37:05 | |
Zwischen dem Sensationserfolg bei "Der Höhle des Löwen" mit einem Millionen-Funding von Carsten Maschmeyer sowie 200.000 Neukunden über Nacht und der Beinahe-Pleite mit der PSD2-Einführung lagen für die Finanzguru-Gründer gerade mal elf Monate. Schon diese Erlebnisse sind Stoff für eine Episode - aber natürlich sprachen wir mit Alexander und Benjamin Michel auch, ob es nach den vielen Banken-Flops überhaupt einen Markt für Multi-Banking-Apps gibt, was man aus dem Beinahe-Crash des Unternehmens gelernt hat, ob zwischen den Fintech-Standorten Frankfurt und Berlin eine "Duzgrenze" verläuft - und natürlich auch, was die Zwillinge so vorhaben: In Sachen Produkte, Fundings und Ertragsziele. | |||
| Finanz-Szene - Partner-Podcast. Zu Gast: Thomas Schnarr/Oliver Wyman | 21 Mar 2021 | 00:34:16 | |
Wenn man nicht wüsste, dass da „draußen“ seit über einem Jahr eine Pandemie wütet, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 um 5% geschrumpft ist und es für Millionen Menschen und Kleinstbetriebe um nichts anderes als die Existenz geht – an den in den letzten Wochen vorgelegten Bankbilanzen lässt sich das alles nicht ablesen. Die Risikovorsorge von Großbanken, Sparkassen und Geno-Häusern ist historisch weiter niedrig. Die Frage drängt sich auf: Wie kann das sein? Haben wir es lediglich mit Verschiebungen der Probleme zu tun, die von ausgesetzten Insolvenzantragspflichten, Hilfskrediten und Langmut bei Gläubigern zugekleistert werden? Schieben die hiesigen Banken – wie manche Aufseher mit eindringlichen Warnungen nahelegen – die Probleme vor sich her? Oder beugen sie sich gar dem Druck ihrer Eigner, möglichst gute Ergebnisse auszuweisen? Darüber spechen wir mit Thomas Schnarr, Partner und Leiter der Financial Services Practice von Oliver Wyman in Deutschland und Österreich. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Philipp Gossow/Deutsche Bank | 14 Mar 2021 | 00:32:26 | |
Am Privatkundengeschäft der Deutschen Bank sind viele Branchentrends schlicht vorbeigeflogen: Preisaggressive Neukundenstrategien hat man nie mitgemacht. Das Filialnetz ist schon lange optimiert. Und auch eine "Massenschlacht", in der möglichst viel Kreditvolumen die Ergebnisse retten sollten, war dem Haus auch fern. Wie aber nun weiter in einer Ära, in der man bei den Erträgen Jahr für Jahr automatisch verliert angesichts der Zinsentwicklung? Darüber haben wir mit dem Leiter des Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank gesprochen: Philipp Gossow. | |||
| Finanz-Szene – Der Podcast. Der Monats-Podcast mit Neubacher und Kirchner | 19 Feb 2024 | 00:35:10 | |
Es gibt ja Banker, die Fintech für erledigt halten. Und das ein für allemal. Was richtig ist an dieser Einschätzung: 1.) Einige Finanz-Startups (Elinvar etwa) haben sich als substanzschwach entpuppt; 2.) Die beiden "Blue-Chips" N26 und Solaris leiden derzeit schwer unter den Fehlern der Boom-Jahre; und 3.) Die Fintech-Branche als Ganzes ist durch die nicht enden wollende Funding-Krise sicherlich um 12-24 Monate zurückgeworfen worden.
Was man aber trotzdem nicht tun sollte: Deswegen zu glauben, dass es das jetzt war mit "Fintech". Stattdessen haben gerade die letzten Wochen gezeigt, dass sogar das Gegenteil der Fall sein könnte. Das sind zum einen die weiterhin stark steigenden Kundenzahlen. Zum zweiten schieben sich Player, die man bislang in der Peripherie verortete, plötzlich mitten auf die Bildfläche (Finom, Tide, Bunq). Und zum dritten ist da der schier unglaubliche Run auf die Cashback-Debitkarte von Trade Republic – ein Coup, der vielen Bankmanagern auch deshalb zu denken gibt, weil man selbst an die Cashback-Debitkarten als Produkt schlicht nicht geglaubt hat.
Kurzum: Die Fintech-Branche sendet also wieder Lebenszeichen. Was auch deshalb auffällt, weil dafür umgekehrt die Banken (oder zumindest die Hypothekenbanken) plötzlich wieder den Krisenmodus rutschen – allen voran die Deutsche Pfandbriefbank, die dieser Tage durch den Ring torkelt wie ein Boxer, der die Fäuste nicht mehr hochkriegt. Hat sich da jemand seinem Schicksal schon ergeben? Und wenn ja, was heißt das für die Aareals und die Landesbanken da draußen? Und geht lediglich den Immobilienfinanzierern die Kraft aus – oder spiegelt sich auch in den jüngsten Zahlen der Deutschen Bank und der Commerzbank eine gewisse Ermattung?
Mithin: Obwohl das Jahr noch jung ist, gibt es Themen satt für die heutige Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" mit unseren Frankfurter Redakteuren Bernd Neubacher und Christian Kirchner.
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| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Thomas Borgwerth | 07 Mar 2021 | 00:35:39 | |
So rasant ist in Deutschland noch keine Bank gewachsen: Zwischen Anfang 2018 und Ende 2019 verelffachte die unscheinbare Bremer Greensill Bank AG Bilanzvolumen wie Einlagen - seit vergangener Woche ist die Bank aber unter einem Moratorium. Das vermeintlich risikolose Modell - günstig Einlagen in Deutschland einsammeln, in höher verzinste Forderungen etwa aus dem Reich des Stahlmagnaten Sanjeev Gupta stecken und das ganze gegen Kreditausfälle zu versichern - war doch nicht so risikolos. Jetzt zittern Kommunen und Anleger um ihr Geld, stellen sich Banken drauf ein, die womöglich bald deutlich leereren Töpfe der Einlagensicherungen wieder auffüllen zu müssen. Wie konnte das alles passieren? Wer hat weggesehen? Und welche Warnsignale gab es? Und welche Rolle hat eine fatale Entscheidung im Mai 2019? Darüber sprechen wir heute mit unserem Finanz-Szene-Analysten Thomas Borgwerth, bekannt aus seiner Rolle in der Aufklärung des Wirecard-Skandals und Co-Autor unserer Analyse über das "Irre Rad der Bremer Greensill Bank" im Oktober 2020. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Alexander Leisten/Fidelity | 28 Feb 2021 | 00:38:17 | |
Die US-Fondsgesellschaft war ein Spätstarter, als sie 2018 einen "Robo" im deutschen Markt mit dem Namen "Wealth Expert" ausrollte - agiert aber inzwischen als ein Konsolidierer: Frühe Kunden von N26 Invest, dem Robo-Pionier Vaamo und auch des von Allianz gefundeten Robos "Moneyfarm" in Deutschland sind inzwischen auf den Fidelity-Robo migriert worden. Wir sprachen mit Alexander Leisten über die Erfahrungen aus dem Plattformaufbau, dem zementiert wirkenden Vertriebsstrukturen von Fonds in Banken und ob es überhaupt einen ausreichend großen Markt für Robos in Deutschland gibt angesichts noch überschaubarer Assets. Weitere Themen: Ist die Asset-Management-Branche in Sachen Digitalisierung auf der Höhe und hat sie womöglich personell ein massives Herrenüberschuss-Problem? | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Nick Jue/ING Diba | 21 Feb 2021 | 00:39:35 | |
Cost-Income-Ratios unter 50 Prozent, jedes Jahr ein Milliardengewinn - die nach Kunden drittgrößte Privatbank hierzulande ist der Beweis, dass man auch in einem "Overbanked" Land wie Deutschland Retail-Banking hochprofitabel betreiben kann. Nun wagt die ING einen Schritt in einen Markt, aus dem sich andere Institute zurück ziehen: Die Beratung - und zwar digital. Was steckt dahinter? Und ist nun der ETF-Sparplan tatsächlich das neue Instrument der Kundenakquise- und Bindung? Und warum schwören plötzlich so viele Institute - einschließlich der ING - dem Neukundenwachstum ab? Welche Banking-Trends sieht Jue 2021 und darüber hinaus? Das sind die Themen unserer heutigen Podcast-Episode. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Mirko Hüllemann/Unzer | 14 Feb 2021 | 00:41:09 | |
Wirecard pleite, Concardis wegfusioniert - der Traum von einem deutschen Payment-Champion war eigenlich schon ausgeträumt. Doch dann trat plötzlich ein gewisser Mirko Hüllemann auf den Plan: Er ist Gründer von Heidelpay, einem mittelständischen Zahlungsdienstleister, der - inzwischen umbenannt in Unzer und mit Hilfe des US-Finanzinvestors KKR binnen drei Jahren 16 M&A-Deals getätigt hat. Was hat Hüllemann vor? Wird "Unzer" jetzt der neue deutsche Payment-Champion? Und wie sieht er die European Payments Intitiative, die neuen Ziele der Deutschen Bank im Payment-Markt und die wichtigsten Branchentrends? Das sind unsere Themen im heutigen Podcast. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Nico Baader/Baader Bank | 07 Feb 2021 | 00:43:51 | |
Nach zwei Jahrzehnten zwischen Tagesgeld und Eigenheim entdeckt eine neue Generation an Anlegern den Aktienmarkt: - befeuert auch von technologischen Fortschritten und sinkenden Gebühren. Aber wie nachhaltig ist der Boom? Verschlafen ihn die Großbanken? Und warum meiden Fintechs und andere Unternehmen trotz Börsenrally und Wachstumsbegeisterung dennoch Börsengänge? Darüber haben wir mit Nico Baader, CEO der Baader Bank gesprochen, die als Wertpapierdienstleister und Depotbank für Scalable Capital, Gratisbroker & Co. mittendrin im Boom ist und deren Aktienkurs sich seit März verneunfacht hat. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Arno Walter/Commerzbank | 31 Jan 2021 | 00:39:14 | |
Es ist, als habe im März 2020 jemand den Turbo zugeschaltet: Karten- und Kontaktloszahlungen boomen wie nie zuvor, Hunderttausende haben die Lust am Anlegen und Traden via Smartphone für sich entdeckt, und das Kreditgeschäft läuft offenbar auch ganz vorzüglich ohne Filialen. Im Podcast von Finanz-Szene erläutert Commerzbank-Bereichsvorstand und Ex-Comdirect-CEO Arno Walter, was Corona für das Bankgeschäft bedeutet, was sein Institut in den Monaten seit dem vergangenen Frühjahr gelernt hat und welche Trends von Dauer sind. Weitere Themen: Der Clubhouse Boom, Voice Banking und die Gefahr einer Spekulationsblase | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Martina Weimert/EPI | 24 Jan 2021 | 00:48:56 | |
Unsere Themen mit Martina Weimert: Wie ist der konkrete Zeitplan der "European Payments Initiative" - und was sind die ersten Anwendungen bei Banken, Händlern, Endkunden der Allianz von 20 europäischen Banken und zwei Acquirern? Wie sehen die "Use Cases aus", und warum soll das Projekt dieses mal gelingen? Sind die Banken bereit, "loszulassen" - etwa bei der Girocard, Paydirekt oder Kwitt - zugunsten einer großen europäischen Lösung? Und natürlich befragen wir auch Martina Weimert in einer "Blitzrunde" mit zehn Fragen zu ihren spontanen Takes zur Branche und ihrer persönlichen Wallet an Karten und Apps. | |||
| Finanz-Szene - Der Podcast. Zu Gast: Markus Pertlwieser | 17 Jan 2021 | 01:04:01 | |
Unsere Themen mit Markus Pertlwieser: Was sind Erfolgsfaktoren bei Digitalstrategien von Banken? Was lässt sie scheitern? Verschlafen die Institute den Trend zu Plattformstrategien? Welchen Fintechs traut Markus Pertlwieser besonders viel zu? Dazu ein Ausblick auf Trends 2021 und den kommenden Boom der Decoupled Debit Cards. Feedback: redaktion@finanz-szene.de | |||
| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Kalliopi Minga/Deka | 04 Feb 2024 | 00:45:29 | |
Es ist mal wieder eine eher verwirrende Nachrichtenlage. Die Commerzbank sagt, sie brauche in den nächsten zehn Jahren fast 20.000 neue Mitarbeiter; die Haspa bricht ihr Jobabbau-Programm ab; und bei "Bloomberg" ist von derzeit 33.000 offenen Stellen bei hiesigen Banken und Fintechs die Rede. Doch zugleich – erklärt die Deutsche Bank letzte Woche, sie werde 3.500 Arbeitsplätze streichen (und trotzdem weiter die Erträge hochfahren).
Ja, was denn nun?, möchte man da fragen. Haben unsere Banken nun zu wenige Leute oder zu viele? Oder haben sie einfach nur die falschen??? Fest steht: Das Thema "Personal" ist groß in Frankfurts Bankentürmen, gefühlt auf einer Relevanzstufe mit, sagen wir, "IT". (Wobei man für eine gute "IT" gute "IT'ler" braucht – so gesehen hängt an "Personal" ja letztlich alles.)
Wie aber findet man die richtig guten Leute? Wie bindet man jene, die schon da sind? Und ist es in erster Linie eine Frage des Preises – oder sind am Ende andere Faktoren wichtiger, zumal seit die Fintechs entlassen und eben noch uncoole Banken plötzlich wieder als sichere Arbeitgeber gelten? Um all diese Fragen aufzubohren, haben wir uns für die heutige Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast" an ein Haus gewandt, das mit den Herausforderungen des Arbeitsmarkts bestens vertraut ist – nämlich an die Deka. Dort wurden vor ein paar Jahren rund 10% der damals etwa 4.200 Stellen abgebaut (übrigens geräuschlos); seitdem allerdings ist die Beschäftigtenzahl auch wieder um ein Fünftel gestiegen.
Verantwortet wird die Personalpolitik bei der Deka seit 2022 von Strategiechefin Kalliopi Minga. Was hat sie vom Frankfurter Jobmarkt zu berichten?
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| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Mark Branson | 22 Jan 2024 | 00:45:08 | |
Was man leicht vergisst – Mark Branson war ja selber Banker, bei durchweg noblen Adressen. Warburg Dillon Read zum Beispiel, wie die UBS in den 90ern ihr Investmentbanking nannte. Heute dagegen? Sitzt Branson nicht mehr in Zürich, London, Tokio. Sondern in Bonn-Dransdorf. Der Weg zur Arbeit führt vorbei an „Karosserie Jansen“, „Elektro Schmitz“, einem Autohändler – und gleich gegenüber vom Dienstsitz des Bafin-Präsidenten residiert: „Löwenplay“, eher keine Investmentbank, wenn auch artverwandt.
Interessant, dass zu den vielen Klagen über die Bafin gehört, sie verschlinge zu viel Geld. Wer Mark Branson in Bonn trifft, gewinnt den Eindruck: An den Mietausgaben immerhin liegt’s nicht … Jedenfalls: Branson also. Als der Schweizer im August 2021 nach Deutschland kam, hing die Bafin in den Seilen. Die Pfuschereien bei Wirecard hatte sie übersehen. Und dann wurde auch noch publik, dass die eigenen Leute fleißig mitgezockt hatten in dem Skandal.
Positiv gewendet: Unter Branson konnte es eigentlich nur aufwärts gehen – und in der Tat ist seither mindestens mal ein starkes Bemühen zu erkennen, das neue Leitmotiv von der Aufsicht mit Biss wirklich zu leben. Freilich: Die täglichen Scharmützel, die sich Branson mit Banken und Fintechs liefert, sind ja eher die kleine Münze. Was noch aussteht, das ist die ganz große Bewährungsprobe. Wobei es an potenziellen Auslösern nicht mangelt. Die geopolitische Lage. Die konjunkturelle Fragilität. Letztes Jahr das kurze, aber heftige globale Bankenbeben (mit schwersten Erschütterungen ausgerechnet in Zürich, Bransons vormaligem Aufsichtsgebiet). Und aktuell die Benko-Pleite mit den deutschen Banken mittendrin.
Genügend Stoff für die neue Folge von „Finanz-Szene – Der Podcast“, diesmal also mit dem Bafin-Chef himself.
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| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Jochen Siegert | 14 Dec 2023 | 00:52:42 | |
Mächtig war die EZB ja immer schon. In den letzten Monaten allerdings kam sie einem manchmal vor wie ein Puppenspieler, der droben an den Fäden zieht, während drunten die Geschäftsbanken taumeln und nicht wissen, wie ihnen geschieht. Wie oft will die EZB den Leitzins noch erhöhen? Wann wird sie ihn endlich senken? (Aber doch hoffentlich nicht zu bald, oder?). Warum verzinst uns die EZB denn die Mindestreserve nicht mehr? Sollen wir jetzt eigentlich ausschütten oder sollen wir nicht ausschütten? Und was hat die EZB – fragte man sich im August – denn neuerdings immer mit diesem Herrn Benko zu schaffen?
Jedenfalls: Als wäre das alles nicht eh schon sehr, sehr viel, will die EZB nun also auch noch vom Währungshüter zum Währungsmacher werden – und dem entfesselten Krypto-Geld den "digitalen Euro" entgegenstellen. Womit dann eine neue Bezahlmethode entstünde, von der niemand weiß, ob sie in 10 Jahren oder 15 Jahren gang und gäbe sein wird – oder ob man dann im Rückblick sagen wird, dass es sich nur um eine spinnerte Idee gehandelt hat (siehe auch –> EPI vs. EZB: Das stille Ringen um die europäische Payment-Herrschaft). Um es also auf den Punkt zu bringen: Es ist nicht nur alles sehr, sehr viel. Es ist auch alles sehr komplex.
Dabei scheinen zumindest zwei Dinge offensichtlich: 1.) Nach allem, was da draußen erzählt wird, muss man inzwischen davon ausgehen, dass der digitale Euro in jedem Fall kommen wird; und 2.) Auch wenn der digitale Euro in jedweder Hinsicht schwer zu greifen ist – Zündstoff birgt die neue Währung allemal, sowohl für Banken (siehe hier) als auch Fintechs und natürlich für die Payment-Industrie.
Und so haben wir uns also entschieden, den letzten Podcast des Jahres dem komplexesten Thema des Jahres zu widmen. Damit die Folge aber zugleich so verständlich wie möglich wird, haben wir einen Gast rekrutiert, der Payment-Themen so gut erklären kann wie kaum jemand sonst – nämlich Jochen Siegert, bekannt als Fintech-Blogger, Podcast-Guru, "Payment & Banking"-Frontmann und was er nicht sonst noch alles ist (Ex-Mastercard und Ex-Paypal und aktueller Deutschbanker und Mitglied einer EZB-"Market Advisory Group" ist er ja auch noch).
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| Finanz-Szene – Der Podcast. Der Monats-Podcast mit Neubacher und Kirchner | 04 Dec 2023 | 00:37:57 | |
Die Zinswende ist da. Wobei wir natürlich nicht DIE Zinswende meinen (die kam ja schon im Sommer 2022). Sondern sozusagen schon die nächste. Also die, in der es jetzt wieder abwärts geht – zumindest, was die Zinsüberschüsse in den Bilanzen unserer Banken und Sparkassen angeht.
Halten wir kurz fest: Ja, die Commerzbank hat ihr Zinsergebnis im dritten Quartal ein weiteres (und mutmaßlich letztes) Mal steigern können; und bei der NordLB ist es immerhin stabil geblieben. Ansonsten aber (Deutsche Bank, ING Diba, DKB, HVB ...): Scheint der Peak überschritten. Und das ist erst der Anfang. Denn wie dieser Tage berichtet (siehe hier), geht die Bundesbank inzwischen davon aus, dass die Zinsüberschüsse nächstes Jahr branchenweit gesehen um rund 30% unter denen von diesem Jahr zurückbleiben werden. So langsam war's das also (oder genauer, Futur 4: wird's das also bald mal gewesen sein) mit der Zins-Sonderkonjunktur in Ihren GuV's, liebe Leserinnen und Leser.
Und nun??? Genau diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Folge von "Finanz-Szene – Der Podcast", diesmal wieder mit unseren Frankfurter Redakteuren Christian Kirchner und Bernd Neubacher (die sich in diesem Zusammenhang nicht nur, aber natürlich auch die besonders zinssensible Commerzbank vorgeknöpft haben). Indes: Natürlich gab es jenseits des Zins-Peaks in den letzten Wochen noch weitere Themen, die der Nachbereitung bedürfen. Etwa: Wie tief stecken die deutschen Banken im Benko-Sumpf? Oder auch: Löst das "Alles für umme"-Konto der C24 Bank eine Konter-Revolution im Konto-Pricing aus?
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| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Oliver Hommel, Euro Kartensysteme GmbH | 20 Nov 2023 | 00:41:37 | |
Es gab mal Zeiten, da hat Oliver Hommel, wenn er im Supermarkt bezahlen sollte, die Schufa-Klauseln auf der Rückseite der Kartenbelege durchgestrichen. Das Kassenpersonal fand das immer nur so mittellustig. Genauso Hommels damalige Freundin. Doch was will man machen? Payment-Nerd ist Payment-Nerd. So ticken sie halt. (Wohl dem, der noch nie einen Payment-Manager in einem Restaurant erlebt hat, das keine Kartenzahlung akzeptiert).
Nun sind mit dem allmählichen Verschwinden des elektronischen Lastschrift-Verfahrens die Situationen, in denen man an der Kasse einen Papierbeleg unterzeichnet, zwar selten geworden. Ein Payment-Nerd allerdings ist Oliver Hommel immer noch – und wenn man so will, dann ist er als CEO der Euro Kartensysteme, also der Betreiber-Gesellschaft hinter der Girocard, sogar der oberste Payment-Nerd überhaupt hierzulande. Dieser Status freilich bewahrt den früheren Accenture-Berater (und noch früheren BVR- bzw. DSGV-Manager) nicht vor gelegentlichem Spott aus der eigenen Community. Schließlich machen sich ja gerade die Payment-Nerds gern einen Spaß daraus, den Abgesang auf die Girocard anzustimmen.
Hommels Antwort hierauf? Sah per Ende Juni so aus: Kartenumsatz 11% rauf auf 149 Mrd. Euro. Zahl der Bezahlvorgänge 15% rauf 3,65 Mrd. Transaktionen. Alles bestens also? Das nun auch wieder nicht. Denn natürlich weiß Hommel: Allein den Status quo zu reiten, wird auf Dauer nicht reichen. Was also muss strategisch, technisch und produktseitig passieren, damit die Girocard in zehn Jahren noch so relevant sein wird wie heute? Genau auf diese Frage gibt Oliver Hommel in der heutigen Ausgabe von "Finanz-Szene – Der Podcast" verblüffend offene Antworten.
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| Finanz-Szene – Der Podcast. Zu Gast: Rainer Neske, LBBW | 05 Nov 2023 | 00:39:18 | |
Wenn einer einen Job nur lang genug macht (zumal im heutzutage sehr schnelllebigen Bankgewerbe), dann beginnen Person und Position irgendwann miteinander zu verschmelzen. Und so muss man den Jüngeren inzwischen fast erklären: Nein, nein, Rainer Neske war nicht immer schon Chef der LBBW. Sondern eigentlich war er mal durch und durch Deutschbanker. Ganz früher Vize-Chef der Online-Tochter "Bank24" (und damit sozusagen einer der ersten Direktbanker hierzulande). Später dann Privatkundenvorstand, zunächst unter Ackermann, schließlich unter Jain, wobei sich das Verhältnis zu letzterem nicht ganz reibungslos gestaltete.
Auch deshalb kamen die Dinge dann so, wie sie letztlich gekommen sind: 2015 verließ Neske die Deutsche Bank. 2016 heuerte er bei der LBBW an. Und heute ist Neske nicht nur eine machtvolle Instanz innerhalb der öffentlichen Bankenwelt. Sondern ganz nebenbei, bezogen auf die Top-15-Institute, auch der dienstälteste Bank-CEO hierzulande.
Wenn jetzt allerdings irgendwer fragen sollte, warum es angesichts dieser Vita satte 120 Folgen gedauert hat, bis wir Rainer Neske nun erstmals in "Finanz-Szene – Der Podcast" begrüßen dürfen: Ähhhhh, lag nicht an uns! Aber natürlich auch nicht an ihm! Sondern an seinem Terminkalender, wie er uns versichert hat. Was freilich auch bedeutet: Der Terminkalender ist schuld, dass die Gesprächsagenda deutlich ernster ausfiel, als das vor zwölf Monaten der Fall gewesen wäre.
Denn: Rekordgewinne hat die LBBW zuletzt zwar weiterhin eingefahren. Inzwischen fragt sich allerdings: Wie lange noch? Denn die Bundesrepublik und natürlich auch das Schwabenländle stehen vor einer "wirtschaftlichen Zeitenwende", wie Neske selber es ausdrückt. Was heißt das für die LBBW, was heißt das für die Landesbanken, was heißt das für die Branche insgesamt?
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