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FINANCE TV – PE-Investor Kleingarn: „Für Käufer ist es gerade extrem attraktiv“02 Sep 202400:11:18

Die Flaute am deutschen Private-Equity-Markt nimmt für den einen oder anderen Marktteilnehmer bedenkliche Ausmaße an: Nach wie vor kommen nicht genügend Exits aus den PE-Portfolien zum Abschluss, und das verärgert die institutionellen Investoren, die „LPs“, von denen die Private-Equity-Fonds ihre Investitionsmittel erhalten. Manche Häuser bringt das in Bedrängnis, weil die LPs aufgrund ausbleibender Rückflüsse wenig Bereitschaft zeigen, im Rahmen von Fundraisings neue Gelder zuzusagen.

Branchenveteran Holger Kleingarn, Deutschlandchef des Upper-Midcap-Investors HIG Capital, sieht, dass sich diese Situation auf die verschiedenen Player am PE-Markt auswirkt: „Der Conversion-Druck im M&A-Markt wird höher“, sagt Kleingarn gegenüber FINANCE-TV. Mit „Conversion“ meint er, dass angefangene Deals dann auch wirklich bis zum erfolgreichen Abschluss durchgezogen werden. „Und diesen Druck haben natürlich auch Private-Equity-Investoren, denn zu deren Geschäft gehört das Verkaufen ja dazu“, so Kleingarn.

HIG hat rückblickend gutes Timing bewiesen: Die beiden zentralen Fonds für das Investment-Team in der DACH-Region wurden Ende 2020 beziehungsweise im Jahr 2021 aufgelegt, mit einem Gesamtvolumen von über 3 Milliarden Euro. Kleingarn und sein Team befinden sich also mitten in der Investitionsphase und scheinen darauf zu hoffen, von der schwierigen Marktlage zu profitieren: „Für Käufer ist es momentan extrem attraktiv“, sagt Kleingarn. „Der M&A-Markt bietet viele Optionen, und die Preise haben sich in die richtige Richtung bewegt.“

Wird es nun bald zu einem Dammbruch an aufgestauten Private-Equity-Exits kommen? Und wie viele PE-Häuser werden am Ende der Flaute in Deutschland aus dem Geschäft ausscheiden müssen? Holger Kleingarns Einschätzungen hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Was Trump 2.0 für deutsche Unternehmen bedeutet26 Aug 202400:09:02

Möglicherweise wird der nächste US-Präsident ein alter Bekannter sein – Donald Trump. Die zum Teil brachiale Steuer-, Wirtschafts- und Handelspolitik seiner ersten Amtszeit ist vielen noch in Erinnerung. Womit aber könnten beziehungsweise müssten deutsche Unternehmen in einer möglichen zweiten Amtszeit des Republikaners rechnen?

Ein Research-Team von Roland Berger hat verschiedene ökonomische Politikfelder analysiert und kommt zu einem erstaunlichen Schluss: „Wir erwarten auf ökonomischem Gebiet keine Disruption im Falle einer zweiten Amtszeit für Donald Trump“, sagt David Born, Leiter des hauseigenen Thinktanks „Roland Berger Institute“, im Interview mit FINANCE-TV. Der erstaunliche Grund: Nach Borns Ansicht habe die Biden-Administration wesentliche Teile von Trumps Wirtschaftspolitik fortgesetzt, beispielsweise Steuersenkungen oder die harte Haltung im Außenhandel mit China.

Im Haushaltsbereich erwartet Roland Berger eine Verlängerung der umfangreichen Steuersenkungen aus Trumps erster Amtszeit – diese laufen 2025 eigentlich aus. Eine Vertrauenskrise des Kapitalmarkts hinsichtlich der Solidität der US-Staatsfinanzen befürchtet Born trotzdem nicht, zumindest nicht kurzfristig.

Auch das für deutsche Unternehmen wichtige Subventionsprogramm „Inflation Reduction Act“ (IRA) werde Trump nicht einkassieren, so Born. Und in der Handelspolitik sei zwar mit scharfer Rhetorik zu rechnen, am Ende aber dann doch eher mit verschiedenen „Deals“ als einem großangelegten Handelskrieg der USA gegen China oder die EU. „In Summe könnte der Wirtschaftsstandort USA für deutsche Unternehmen unter Trump sogar noch attraktiver werden“, resümiert Born die Analyse seines Teams.

Was genau Roland Berger ökonomisch von Trump 2.0 erwartet und welche Analyse deutsche Unternehmen jetzt in der verbleibenden Zeit bis zur US-Präsidentschaftswahl unbedingt noch anstellen sollten, verrät David Born im FINANCE-TV-Talk.

FINANCE TV – KI in der Finanzabteilung: „Noch viel Grundlagenarbeit zu leisten“21 May 202400:09:39

In Finanzabteilungen dringt Künstliche Intelligenz nur langsam vor – und das, obwohl sie dort einen Fortschritt bringen kann. Was eine KI für Finanzchefs künftig leisten könnte, sagt Björn Maaß von Board.

Die Finanzabteilungen gehören offenbar zu jenen Bereichen, in die Künstliche Intelligenz am langsamsten vordringt. „Gerade im Controlling muss bei den allermeisten Unternehmen noch viel Grundlagenarbeit geleistet werden, bevor KI richtig eingesetzt werden kann. Aber natürlich zählt der Finanzbereich zu den großen nächsten Feldern, wo KI einen Fortschritt bringen kann“, ordnet Björn Maaß, KI-Experte bei Board, einem Anbieter von digitalen Management-Informationssystemen, den Stand der Dinge gegenüber FINANCE-TV ein.

Aber er berichtet auch, dass „manche Finanzabteilungen schon konkrete Anwendungsfälle mit KI haben“. Die Adaption nimmt also langsam an Fahrt auf, und das Zielbild ist attraktiv. Die „Königsdisziplin“ für den Einsatz von KI in der Finanzabteilung sieht Maaß im Bereich der Entscheidungsfindung. Dort könnte der Nutzen von KI vor allem darin liegen, dass Daten „unvoreingenommen“ ausgewertet werden, was menschlichen Analytikern naturgemäß nicht leichtfällt.

Welche Informationen eine KI Finanzchefs in Zukunft an die Hand geben könnte, wann umfassende KI-Anwendungen in Finanzabteilungen Standard sein werden und warum es dann dort ein bisschen wie bei Star Trek zugehen könnte – der FINANCE-TV-Talk zu KI in der Finanzabteilung.

FINANCE TV – So lassen sich Tech-Experten in die Finanzabteilung lotsen13 May 202400:08:27

Analytics, KI und digitale Transformation: Jeder CFO braucht Digital-Know-how im Team. Doch wie holt man diese Tech-Experten in die Finanzabteilung? Die Antworten gibt Sarah Fischer von Treuenfels bei FINANCE-TV.

In den Finanzabteilungen wächst der Anteil der Stellen, auf denen tiefes Tech- und Digitalisierungs-Know-how gefragt ist, um die Finanzprozesse KI- und transformationsfähig zu machen. Aber gerade hier ist der Stellenmarkt besonders leergefegt, weshalb schon viele CFOs schlechte Erfahrungen beim Aufbau digitaler Skills in ihren Teams gemacht haben.

„Die Recruiting-Zeiten bei diesen sehr gefragten Spezialisten sind tatsächlich häufig sehr lang, und die Suche ist schwierig“, bestätigt die Recruiterin Sarah Fischer von Treuenfels Projects diesen Befund. Ihr Rat: „Die CFOs müssen sich unbedingt in die Beschreibung der Anforderungsprofile einbringen, damit die Recruiter die passenden Spezialisten finden können“, erklärte sie gegenüber FINANCE-TV.

Zwei klassische „Work-arounds“ greifen bei solchen Suchen nur bedingt, so Fischer: „Viele gute Kandidaten finden sich im Ausland. Aber vor deren Einstellung ist in vielen Unternehmen leider noch Kulturarbeit zu leisten.“ Auch der Weg, sich die Spezialisten durch Inhouse-Fortbildungen selbst heranzuzüchten, sei häufig steinig, weil die benötigten Anforderungsprofile sehr speziell seien, insbesondere mit Blick auf Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz.

Vielversprechender ist laut Sarah Fischer der Einsatz von Interim-Managern. „Diese können schon einmal die Strukturen und Prozesse schaffen, während parallel die neuen Fachkräfte noch gesucht werden. Das spart Zeit und bringt Tempo.“

Welche Fehler bei der Rekrutierung von Finanzspezialisten mit digitalem Know-how häufig gemacht werden und mit welchen Tricks und Kniffen die Kandidatensuche deutlich erfolgversprechender in Gang gesetzt werden kann, das verrät uns die Recruiterin bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Fusionskontrolle: Das bringt die neue EU Screening Regulation06 May 202400:07:56

Seit Jahresbeginn liegt der Entwurf einer neuen EU Screening Regulation auf dem Tisch, die das Ziel hat, EU-weit die einzelnen nationalen Verordnungen bezüglich der Übernahme europäischer Unternehmen durch ausländische Käufer zu harmonisieren. Experten und Juristen wie Dimitri Slobodenjuk, Partner bei Clifford Chance, bewerten den Weg, den die EU mit ihrem Entwurf eingeschlagen hat, kritisch: „Die EU-Kommission hat zum Beispiel zahlreiche Industrien aufgelistet, die sie als kritisch einstuft, aber leider ist die Vorlage sehr allgemein gefasst“, bemängelt Slobodenjuk im Gespräch mit FINANCE-TV.

Das könnte Folgen für das M&A-Geschäft haben: „Die Anzahl der Transaktionen, die vor dem Vollzug zur Prüfung angemeldet werden müssen, wird zunehmen. Das bedeutet einen deutlichen bürokratischen Mehraufwand“, erwartet der Clifford-Chance-Partner. Aber nicht nur mit mehr Aufwand und Kosten, sondern auch mit längeren Zeiten bei der Durchführung von M&A-Deals ist zu rechnen. Und diese Problematik könnte selbst Small-Cap-M&A-Deals treffen, sofern das Target aus Sicht der Behörden zu einer der definierten „kritischen“ Branchen hinzugezählt werden kann.

Ob auch positive Aspekte in der neuen EU Screening Regulation stecken, ob es denkbar ist, dass die eine oder andere Schwachstelle der Vorlage noch entschärft wird und wann die neuen Spielregeln wahrscheinlich in Kraft treten werden – die wichtigsten Antworten zur EU Screening Regulation von Dimitri Slobodenjuk hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – EnBW-CFO Kusterer: „Grüne Finanzierungen sind entscheidend für uns“29 Apr 202400:09:07

Der Energiekonzern EnBW hat im abgelaufenen Geschäftsjahr enorm von den stark gestiegenen Strompreisen profitiert. Auf Basis eines bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von mehr als 6 Milliarden Euro und einer kerngesunden Bilanz hat der Konzern angekündigt, bis 2030 rund 40 Milliarden Euro in Erneuerbare Energien, moderne Netze und Ladestationen für E-Autos zu investieren.

CFO Thomas Kusterer sieht den Konzern für diese Investitionsoffensive gerüstet, fächert im Gespräch mit FINANCE-TV die dafür vorgesehene Finanzierungsstrategie aber noch etwas detaillierter auf: „Unsere guten operativen Erträge steuern nur einen Teil zur Finanzierung unserer Investitionen bei. Rund 18 Milliarden Euro dürften aus dem Verkauf von Minderheitsanteilen an unseren Wind- und Solarparks kommen. Und 2,5 bis 3 Milliarden Euro müssen wir uns pro Jahr am Kapitalmarkt besorgen.“

Ein „entscheidender Faktor“ für das Gelingen dieser großen Aufgabe sind aus Kusterers Sicht nachhaltige Finanzierungen. Davon hat EnBW aktuell schon 5,5 Milliarden Euro ausstehen, was etwa 50 Prozent aller Kapitalmarktfinanzierungen des Konzerns entspricht. „85 Prozent unserer Investitionen sind bereits ‚taxonomy-aligned‘. Das wird uns helfen, diesen Anteil weiter auszubauen“, berichtet Kusterer.

Wie hoch der Anteil nachhaltiger Finanzierungen bis 2030 steigen könnte, ob die Anforderungen der institutionellen Investoren an Green Finance wachsen und ob es wirklich sicher ist, dass das „Cash-Recycling“ über Anteilsverkäufe auch tatsächlich die geplanten Summen bringt – die kleine FINANCE-TV-Tour durch die Finanzen von EnBW mit dem CFO des Jahres 2023, Thomas Kusterer.

FINANCE TV – Einbruch am Schuldscheinmarkt: Nur eine Normalisierung?22 Apr 202400:09:49

Der Schuldscheinmarkt ist 2023 um über 30 Prozent eingebrochen – allerdings gegenüber dem absoluten Ausnahmejahr 2022. Aber erlebt der Markt gerade tatsächlich nicht mehr als eine bloße „Normalisierung“?

Marcus Offenhuber, Head of DCM beim Schuldschein-Marktführer LBBW, hält zwar an der Normalisierungsthese fest, wies im Gespräch mit FINANCE-TV aber auch darauf hin, dass der Bondmarkt für viele Treasurer und CFOs seit Mitte vergangenen Jahres gegenüber dem Schuldscheinmarkt „deutlich an Attraktivität gewonnen“ hat. „Das geht immer in Wellenbewegungen hin und her“, sagte Offenhuber.

Mit Blick auf die aktuellen geopolitischen Risiken sieht Offenhuber aber auch Aufholpotential für den Schuldscheinmarkt, den er als sicheren Hafen beschreibt – und dem er in diesem Jahr wieder höhere Emissionsvolumina zutraut als im vergangenen: „Der Schuldscheinmarkt ist extrem resilient. In geopolitisch schwierigen Phasen sind Schuldscheine immer stark gefragt.“


Ob sich zuletzt auch etwas an der Qualität der Emittenten verändert hat, warum die Laufzeit vieler neuer Schuldscheine unter vier Jahre gesunken ist und ob es problematisch ist, dass der Anteil ausländischer Emittenten seit längerem abnimmt – die Antworten gibt Marcus Offenhuber im Interview.

Future CFO - Dr. Sebastian Hirsch (Grenke)19 Apr 202400:52:18

Seit anderthalb Jahren ist Sebastian Hirsch CEO und CFO in Personalunion des Finanzdienstleisters Grenke. Seit 2004 arbeitet der 43-Jährige für den SDax-Konzern und hat in dieser Zeit einiges erlebt. So wurde Grenke im Herbst 2020 inmitten der Corona-Pandemie Opfer einer heftigen Shortseller-Attacke, die Hirsch mit seinen Vorstandskollegen abwehren musste. Nach einer Erkrankung seines Vorgängers wurde der Hobby-Fußballer zunächst zum Interims-CEO und später zur Dauerlösung für den Chefsessel berufen. Wie hat Sebastian Hirsch den schwierigen Schritt vom CFO zum CEO geschafft? Was hat gerade ihn dazu befähigt? Und wie erlebte er die Shortseller-Attacke?

All diese Fragen beantwortet Hirsch im Gespräch mit FINANCE-Redakteur Jakob Eich und Headhunter Paul Taaffe von FINANCE People Solutions in der neuen Folge des CFO-Karriere-Podcasts „Future CFO“.

FINANCE TV – JP Morgans Mittelstandsoffensive: Bernhard Brinker zieht Bilanz15 Apr 202400:10:45

2019 startete JP Morgan eine Mittelstandsoffensive im deutschen Firmenkundengeschäft und holte dafür Bernhard Brinker von der Unicredit. Die großen Krisen, die den Mittelstand seitdem erschüttert haben, scheinen JP Morgan beim Erschließen dieser neuen Kundengruppe nicht besonders gebremst zu haben, folgt man Brinkers Worten im Gespräch mit FINANCE-TV: „Wir haben den Bereich schneller ausgebaut, als wir uns das 2019 vorgenommen hatten. Inzwischen haben wir eine gut dreistellige Zahl an Firmenkunden, mit denen wir aktiv arbeiten. Darunter sind wenig Kunden, mit denen wir ausschließlich Kreditgeschäft machen.“

Als Ziel gibt Brinker aus, die Zahl der Kunden in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln. Gelingen soll dies unter anderem mit Hilfe von Vorstößen in neue Zielbranchen wie Lifescience, Green Tech und Technologie sowie einer Stärkung des Midcap-M&A-Teams.

Doch derzeit sind eher andere Services gefragt, so Brinker: „Aktuell arbeiten wir mit unseren Firmenkunden stark an deren globaler Integration und Verschlankung des Cash Managements und am Pooling von Cash. Generell sind Cash Management, Zahlungsverkehr und Hedging sehr wichtige Bereiche für uns.“

Wie er den Zielerreichungsgrad der Mittelstandsoffensive bewertet, warum die Pandemie auf eine andere Art herausfordernd war, als man denken würde, und ob sich Jamie Dimons Renditeziele im deutschen Mittelstand tatsächlich auch ohne Rückenwind aus dem M&A-Geschäft erreichen ließen, das alles beantwortet Bernhard Brinker im Gespräch mit Michael Hedtstück bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – So funktioniert der neue „grüne“ Fonds von Argos Wityu08 Apr 202400:10:04

Das Private-Equity-Haus Argos Wityu wirbt gerade einen klassischen Buy-out-Fonds mit einem neuartigen Ansatz ein: Er soll speziell „graue“ Unternehmen erwerben und diese dann auf einen steilen Abbaupfad bei den CO2-Emissionen führen. Obwohl die Zielunternehmen damit noch nicht „grün“ sind, ist der Fonds nach Artikel 9 zertifiziert. „Wir haben 60 Prozent des Zielvolumens von 300 Millionen Euro bereits eingesammelt und sind sehr zuversichtlich, dass wir das Fundraising im Sommer abschließen können“, erklärt Argos-Wityu-Partner Fabian Söffge im Gespräch mit FINANCE-TV. Ein erstes Unternehmen aus Italien hat der neue Fonds bereits erworben.

Um die „grüne Value Creation“ zu systematisieren, hat Argos Wityu ein spezielles Tool entwickelt, mit dem sich technische Ansätze für Emissionssenkungen evaluieren und deren Rentabilität berechnen lassen. „Außerdem machen wir immer eine Dekarbonisierungs-Due-Diligence“, erzählt Söffge. Erklärtes Ziel ist es, die CO2-Emissionen der Portfoliounternehmen – gemessen am Umsatz – um 7,5 Prozent pro Jahr zu reduzieren. An die Erreichung dieses Ziels ist ein Viertel des Carrys – also die Überrenditebeteiligung des Teams – geknüpft, so Söffge.

Wie sich die mit solchen Projekten verbundenen Sprunginvestitionen bei den Unternehmen mit dem Profil eines Buy-out-Fonds vereinbaren lassen, in welchen Branchen er die größten Potentiale sieht und ob sich für einen solchen Fonds höhere Management Fees durchsetzen lassen als für „normale“ Buy-out-Fonds – Fabian Söffges Antworten hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Alois Flatz und Christopher Hoffmann forcieren ihr PE-Projekt02 Apr 202400:10:35

Der österreichische Unternehmer und ESG-Veteran Alois Flatz – einer der Väter des Dow Jones Sustainability Index – startet gemeinsam mit dem Ex-CFO Christopher Hoffmann (unter anderem Va-q-tec und Scope) einen neuen Private-Equity-Fonds, der sich investitionsstrategisch zwischen dem Venture Capital- und dem Buy-out-Bereich ansiedelt. Im Fokus stehen „Scale-ups“ aus Zentraleuropa, die sich im Bereich „Green Tech“ engagieren. Der Fonds soll 150 Millionen Euro schwer werden, das erste Closing wurde bei 60 Millionen Euro bereits erreicht. Bei den Geldgebern des Fonds handelt es sich Flatz zufolge ausschließlich um Unternehmer.

„Bei Unternehmen in dieser Wachstumsphase sehen wir eine große Finanzierungslücke“, erklärt Flatz im Gespräch mit FINANCE-TV. Besonders große Investitionschancen sieht er „in der Energietransformation, in der Mobilität und in der Produktion“. Wichtig ist dem Multi-Unternehmer bei einer Due Diligence der Nachweis, „dass die Firma auch tatsächlich stark skalieren kann“.

Ob das Hin und Her in der staatlichen Förderung grüner Technologien in Deutschland dem Investitionsklima geschadet hat, wie Flatz und sein Team die Herausforderung angehen, dass sie Management-Teams vom VC- ins PE-Stadium begleiten müssen, und wann er glaubt, in seinem Segment den ersten Impact-Fonds etablierter Private-Equity-Häuser zu begegnen – das Gespräch mit Alois Flatz bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – IR-Experte Henning Zülch: „Wer mehr macht, wird mehr gehört“25 Mar 202400:10:15

Die Aufmerksamkeitsökonomie, in der die Konsumenten nicht gelangweilt werden wollen und sich stark über die sozialen Medien informieren, wird zu einer Herausforderung für die klassische Kapitalmarktkommunikation. Das glaubt der Wissenschaftler Henning Zülch, der an der HHL Leipzig zu Accounting- und Investor-Relations-Themen forscht und lehrt: „Die Unternehmen drohen gerade, in der digitalen Community die Deutungshoheit über ihre Zahlen zu verlieren“, warnt er.

Die Investoren wollen „die relevanten Daten sehen, aber nicht extrem elaboriert, sondern einfach, und ausgespielt über Social-Media-Kanäle“, beschreibt er im Gespräch mit FINANCE-TV die Herausforderung. „Storytelling lautet hier das Stichwort, kommunikatives Reporting, digitale Equity Story. Linkedin wird die Plattform sein, die als Kommunikationskanal künftig alles dominieren wird.“

Doch noch agieren die IR-Teams in Deutschland in dieser Hinsicht zögerlich. „Zum Beispiel verfügen nur wenige der 160 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland über einen digitalen Geschäftsbericht. Aber einen PDF-Geschäftsbericht kann man sich einfach nicht mehr leisten.“

Ist bei der Modernisierung der Investor-Relations-Arbeit der CFO gefragt? Zülch: „Ja, das muss von oben vorgegeben werden, und dann wird das IR-seitig auch gelebt. Aber man schiebt Dinge gerne vor sich her, und digitale Investorenkommunikation gehört leider dazu. Aber wir müssen die Finanzkommunikation neu denken. Unternehmen brauchen Videobotschaften, Erklärvideos und so weiter. Das Gute ist: Wer mehr macht, wird auch mehr gehört – auch am Kapitalmarkt. Aber nur 20 Prozent der IR-Teams in Deutschland beherrschen das bereits.“

Wie ein guter digitaler Geschäftsbericht aussieht, wie intensiv digitale IR-Kanäle bespielt werden können und wie wichtig Finfluencer in Zukunft für die Wahrnehmung eines Unternehmens am Kapitalmarkt sein werden – die (kritische) Bestandsaufnahme von Henning Zülch bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – WTS-Chef Esterer: „KI wird die Steuerabteilung revolutionieren“22 Jul 202400:12:13

Ein eher ungeliebter, an Arbeit und Dokumentationspflichten reicher Teil der CFO-Domäne steht vor einer tiefgreifenden Transformation, meint Fritz Esterer, Chef des Beratungshauses WTS: „KI wird die Arbeit von Steuerabteilungen in Unternehmen revolutionieren, wir stehen vor einer Zeitenwende“, erklärte er im Interview mit FINANCE-TV.

Die Transformation befindet sich Esterer zufolge bereits in voller Fahrt: „Die Unternehmen haben die Notwendigkeit von KI definitiv begriffen, und die Berater werden von ihren Mandanten dazu gedrängt. Auch die Finanzverwaltungen haben erkannt, dass sie diese Entwicklung mitgehen müssen. Und soweit ich weiß, stellen die Länder ihren Finanzverwaltungen auch die dafür nötigen finanziellen Mittel bereit.“

Den größten Nutzen der KI-Transformation im Steuerbereich seiner Unternehmenskunden sieht Esterer in der Betriebsprüfung. „Heute dauern Betriebsprüfungen ewig, und die Prüfung reicht manchmal zehn, zwölf Jahre zurück. Es war schon immer ein großes Anliegen der Unternehmen, Betriebsprüfungen schneller zu machen. Und das kann dank Künstlicher Intelligenz jetzt bald gelingen.“

Trotzdem ist der KI-Boom nach Esterers Dafürhalten für Unternehmen „kein reiner Segen“. Zum einen müssen die internen Teams KI-fit gemacht werden, zum anderen wird die Qualität der steuerrelevanten Daten im KI-Zeitalter wichtiger denn je. Und nicht zu vergessen: Auch die Finanzämter bekommen mit KI ein sehr scharfes Schwert in die Hand, um mögliche Fälle von Steuerhinterziehung aufzudecken. Wie Unternehmen sich darauf vorbereiten sollten und was die KI-Disruption für das Steuerberatungsgeschäft seines eigenen Hauses bedeutet – das beantwortet WTS-Chef Fritz Esterer im FINANCE-TV-Talk.

FINANCE TV – Gehaltsexplosion im Finanzbereich: Was jetzt zu tun ist18 Mar 202400:08:11

Die enorme Gehaltsentwicklung unter den Spezialisten in der Finanzabteilung trägt immer buntere Züge. So bezeichnet der Personalberater Jens Oerding von Treuenfels bei FINANCE-TV die Situation als „flächendeckende Gehaltsexplosion im Finanzbereich“, die sich quer durch so gut wie alle Jobprofile ziehe. „Und die Bewerbenden versuchen, ihre Gehaltsforderungen auch durchzusetzen“, weiß er zu berichten.

Das Problem beschränkt sich längst nicht mehr nur auf die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder die Budgets der Finanzabteilung. Inzwischen birgt es sogar Sprengstoff für den Betriebsfrieden in den Teams der CFOs. „Wir raten unseren Kunden immer öfter, Kandidaten, die viel fordern, nicht um jeden Preis einzustellen. Solche Leute sind oft wechselwillig, und man gerät außerdem noch in die Gefahr, sich ein Problem ins Haus zu holen. Schließlich haben Mitarbeiter im Controlling und im Rechnungswesen oft die Möglichkeit, die Gehälter der Neuen einzusehen.“

Bei FINANCE-TV gibt der Treuenfels-Geschäftsführer Tipps, wie sich CFOs und HR-Manager ein Stück weit gegen die Gehaltsexplosion stemmen können und erzählt von einem besonders krassen Fall, in dem ein Spezialist aus der Finanzabteilung sein Gehalt auf mehr als das Doppelte hochgetrieben hat

FINANCE TV – Scale-up-Finanzierung: Die Banken kommen11 Mar 202400:10:01

Deutschland ist ein Land der Ideen, fast täglich gründen sich aus den Universitäten vielversprechende Hightech-Start-ups aus. Doch irgendwann auf dem Weg zum profitablen, etablierten Unternehmen geht den meisten die Luft aus. Das liegt vor allem am Finanzierungsumfeld in Deutschland, meint der Mentor vieler Start-ups, Helmut Schönenberger von der TU München: „Die Seed-Finanzierung hat sich in Deutschland in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Aber größere Finanzierungen über mehrere hundert Millionen Euro können wir aus Deutschland heraus immer noch nicht stemmen“, so lautet seine Bestandsaufnahme im Gespräch mit FINANCE-TV.

Ein Problem: In Deutschland gibt es eine Menge erfolgreicher Unternehmer aus dem Ingenieurswesen, aber nicht viele von ihnen stecken ihr Vermögen auch in aufstrebende, junge Tech-Unternehmen, die so genannten „Scale-ups“. Die zweite Hürde ist der weitgehend versperrte Zugang der Scale-ups zu Bankfinanzierungen, zum Beispiel um Lagerbestände aufzubauen oder Investitionen zu tätigen.

„Auf der Fremdkapitalseite war es in der Vergangenheit extrem mühsam“, sagt Schönenberger. „Aber jetzt sehen wir, dass viele Banken, zum Beispiel Deutsche Bank, Unicredit und Oddo, die Fremdfinanzierung von Scale-ups wieder als interessant betrachten. Unsere Gespräche mit Banken werden intensiver.“

Das ist per se eine gute Nachricht, aber es hakt offenbar auch im Zusammenspiel zwischen Eigenkapitalgebern, kreditgebenden Geschäftsbanken und Förderbanken wie der KfW. „Das muss noch viel unkomplizierter und schneller werden“, fordert Schönenberger. Bei FINANCE-TV präsentiert er Vorschläge für ein besseres Zusammenspiel der Finanzierungspartner und erklärt, warum ihn der Verweis zögernder Banken auf die Regulierung des Kreditgeschäfts nicht überzeugt.

FINANCE TV – Sind Interimer die besseren CFOs für Private Equity?04 Mar 202400:09:56

Interim-Manager gehen mit längerer Perspektive als CFO in Private-Equity-Projekte. Können die das? Und was bringen sie mit? Wir diskutieren das bei FINANCE-TV mit dem Headhunter Paul Taaffe.

Die Private-Equity-Investoren haben gerade zu kämpfen, insbesondere ihre Portfoliounternehmen – unter anderem mit der dümpelnden Konjunktur, der Inflation und der Zinswende. „‚Make things happen quickly‘, das ist gerade die Devise im Private-Equity-Umfeld“, berichtet Paul Taaffe, der als Headhunter viele Managementpositionen in PE-finanzierten Unternehmen besetzt, bei FINANCE-TV.

Und das erzeugt offenbar auch Druck auf der Personalseite: „Die Dringlichkeit ist so hoch, dass es PE-Häuser sich einfach nicht mehr leisten können, eine CFO-Position länger unbesetzt zu lassen.“ Taaffe, Gründer von FINANCE People Solutions, hält Interim-Manager für die Lösung dieses Problems: „Interimer sind nicht nur schneller verfügbar, sondern in der Regel auch schneller unterwegs als andere CFOs“, sagt der Headhunter, der früher selbst als Private-Equity-CFO tätig war.

Doch manche Private-Equity-Häuser hegen Vorbehalte gegenüber der Zusammenarbeit mit Interim-Managern, weil diese – so die landläufige Meinung – häufig die Unternehmen wechseln und gerne zügig wieder eine neue Herausforderung suchen. „Manche PEs fragen sich zum Beispiel, ob sie von einem Interimer tatsächlich auch ein volles Commitment bekommen“, berichtet Taaffe.

Dem Headhunter zufolge sind es inzwischen jedoch auch die Interimer, die lieber längere Mandate als die üblichen 6 bis 12 Monate hätten. Und ein Private-Equity-Projekt mit einer klaren Exit-Perspektive in einigen Jahren sei für viele Interimer attraktiv, so Taaffe: „Die Verdienstperspektiven bei einem erfolgreichen Exit nehmen natürlich auch die Interimer gerne an.“

Ob sich Interimer auch für normal bis gut laufende Private-Equity-Projekte eignen, wie viele PE-geeignete Interimer es in Deutschland überhaupt gibt und ob die Nachfrage nach diesen Managern seitens Private Equity größer oder kleiner als der Personal-Pool ist, die Antworten gibt Paul Taaffe bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Arbeitsmarkt im Banking: Zwischen Fachkräftemangel und Bonussaison26 Feb 202400:10:21

Gerade ist wieder Bonussaison, und da müssen sich die Banken strecken, denn auch auch im Banking herrscht längst ein Mangel an Fachkräften. „In bestimmten Bereichen gibt es am Markt einfach zu wenig Hände, und das macht diese Leute dann teuer“, räumt auch Tino Benker-Schwuchow, der Chief People Officer der BNP Paribas in Deutschland und Österreich, im Gespräch mit FINANCE-TV ein. Aber seine Bank scheint im „War for Talents“ wehrhaft zu sein: „Bei der Bonussaison kann es hier und da eine positive Überraschung geben“, kündigt der oberste HR-Manager der Großbank an.

Auf welchen personalstrategischen Feldern er die Großbanken gegenüber den kleinen Boutiquen im Vorteil sieht, in welchen Altersklassen die BNP auch unter Corporate-Treasurern rekrutiert und wo genau im Firmenkunden- und Corporate-Finance-Geschäft die BNP Paribas und ihre Wettbewerber gerade Stellen auf- oder abbauen – die Antworten gibt es hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Südzucker-CFO vor dem Ruhestand: Ein Resümee von Thomas Kölbl19 Feb 202400:12:42

Nach über 19 Jahren als CFO von Südzucker verabschiedet sich Thomas Kölbl Ende Mai in den Ruhestand. Kurz vor Schluss schaute er nochmal bei FINANCE-TV vorbei, um seine Karriere, die größten Krisen, aber auch die Veränderungen in der CFO-Rolle Revue passieren zu lassen, die sich in den 19 Jahren ereignet haben.

„Die deutlichste Veränderung gegenüber meinem Start als CFO ist der massive Anstieg der rechtlichen Anforderungen und Risiken im CFO-Bereich, Stichwort Vorstandshaftung oder Ad-hoc-Publizität. Auch andere formale Anforderungen an den CFO sind deutlich umfangreicher geworden“, erzählt Kölbl. Das habe aber nicht nur für mehr Arbeit, sondern auch für mehr Qualität gesorgt, so seine Einschätzung: „Die Qualität der Gremien und die ihrer Arbeit ist über die Zeit gestiegen.“

Zu diskutieren gab es in den Südzucker-Gremien tatsächlich einiges, vor allem rund um die beiden massiven politischen Eingriffe in den Zuckermarkt 2006 und 2017. Beide Eingriffe setzten Südzuckers Profitabilität und die strategische Ausrichtung schwer unter Druck. „Schwache Zucker-Cashflows und gleichzeitig hohe Investitionsanforderungen für die Diversifikation des Geschäfts, das war schon herausfordernd“, erinnert sich Kölbl.

Wie er rückblickend die Reaktion der Südzucker-Führung auf diese Einschnitte bewertet, warum es wichtig war, dass die Ratingagenturen damals den Zusagen des CFOs Glauben schenkten und warum der Konzern jetzt auf seinen letzten Metern als CFO die Tochter Cropenergies wieder von der Börse nehmen will – das FINANCE-TV-Abschiedsinterview mit Thomas Kölbl.

FINANCE TV – US-M&A: „CFIUS ist kritisch wie eh und je“12 Feb 202400:07:22

Bewertungen, Wettbewerb, CFIUS: Bei FINANCE-TV gibt Nils Rahlf von Norton Rose Fulbright Tipps, wie sich deutsche M&A-Strategen auf Übernahmeversuche in den USA vorbereiten sollten.

Die starke US-Konjunktur sorgt auch bei deutschen Unternehmen für ein hohes Interesse an Zukäufen in den USA. Doch dort schauen sich auch Unternehmen aus anderen Ländern um, und das macht US-M&A-Deals gerade zu einer Herausforderung, berichtet Nils Rahlf, der als Partner für die Kanzlei Norton Rose Fulbright viele deutsch-amerikanische M&A-Deals begleitet: „Der US-M&A-Markt ist extrem kompetitiv, die Bewertungen sind aktuell 20 bis 30 Prozent höher als auf den europäischen M&A-Märkten“, sagte Rahlf gegenüber FINANCE-TV. Damit werden gute Vorbereitung und hohe Handlungsschnelligkeit zu wichtigen Faktoren, um in den harten M&A-Prozessen eine Chance zu haben.

Doch das ist nicht leicht sicherzustellen, mahnt der M&A-Anwalt mit Blick auf das politische und regulatorische Umfeld: „Auch in den USA ist die Regulierung ausländischer Investitionen in den Vordergrund gerückt. Das Sicherheitskomitee CFIUS zum Beispiel ist kritisch wie eh und je und schaut sehr genau hin, vor allem bei Tech-Deals sowie der Übernahme von US-Unternehmen, die mit sensiblen Daten der Bürger arbeiten.“

Die Verkäufer der begehrten US-Targets berücksichtigen diesen Unsicherheitsfaktor bei der Auswahl ihrer Transaktionspartner. Rahlf: „Sie erwarten von Kaufinteressenten eine gründliche Einschätzung dazu, ob die Transaktion auch tatsächlich durchgehen würde.“ Darauf vorbereitet zu sein, sei ein wichtiger Faktor für den Erfolg einer geplanten Übernahme in den USA.

In welchen Sektoren deutsche Unternehmen gerade besonders intensiv an US-Targets interessiert sind und welche konkreten Schritte M&A-Strategen schon im Vorfeld von M&A-Verhandlungen einleiten sollten – die Antworten gibt es im FINANCE-TV-Talk.

FINANCE TV – Dealcircle-Gründer Hesselmann: „M&A-Berater könnten Umsätze an Tool-Anbieter verlieren“05 Feb 202400:11:04

Steht die Branche der M&A-Berater vor einer tiefgreifenden Veränderung? Die Digitalisierung nebst Künstlicher Intelligenz dringt jedenfalls mit zunehmendem Tempo auch in das Geschäftsfeld der M&A-Beratung vor, wie Kai Hesselmann bei FINANCE-TV berichtet: „Über den kompletten Zyklus der M&A-Beratung kommen gerade viele neue digitale Lösungen an den Markt“, so der Gründer der digitalen M&A-Plattform Dealcircle.

Das könnte Folgen haben: „Es kann sein, dass ein gewisser Teil der Umsätze von den M&A-Beratern zu den Anbietern digitaler Tools wandern wird“, erwartet Hesselmann, schränkt aber zugleich ein: „Das muss aber nicht zwingend bedeuten, dass die M&A-Berater auch Ertrag abgeben müssen – sofern es ihnen gelingt, auch ihren eigenen Ressourceneinsatz zu reduzieren.“

Teilweise könnte die Digitalisierung den M&A-Beratern auch uneingeschränkt zugutekommen, zum Beispiel in der schwierigen aktuellen Lage, die Hesselmann so wahrnimmt: „Die M&A-Berater haben Druck von zwei Seiten: Einerseits akquirieren sie viele neue Mandate, die sie bearbeiten müssen, andererseits dauert es lang, bis die Deals abgeschlossen werden. Viele M&A-Berater arbeiten gerade an zu vielen Deals parallel, und digitale Tools könnten helfen, die Produktivitätsverluste zu kompensieren.“

Target-Analyse, Sichtung der Dealpipeline, Erstellen der Info-Memos: An welchen Stellen KI den M&A-Beratungsprozess disruptieren könnte und für welche Zwecke erste PE-Investoren bereits digitale Tools einsetzen – mehr dazu im Interview zur Digitalisierung der M&A-Beratung bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Sanierer Michailov: „Die Sensibilität der Warenkreditversicherer steigt“29 Jan 202400:11:07

Offenbar wächst unter den Warenkreditversicherern die Nervosität bezüglich der Zahlungsfähigkeit aktuell restrukturierungsbedürftiger Unternehmen. „Die Sensibilität der Warenkreditversicherer ist massiv angestiegen“, berichtet der Sanierer Georgiy Michailov, Managing Partner der Restrukturierungsberatung Struktur Management Partner (SMP), im Gespräch mit FINANCE-TV. Derzeit besonders betroffen: Baustoffzulieferer. „Diese Branche wird bei vielen Warenkreditversicherern gerade neu auf rot gestellt“, so Michailov.

Finanzchefs sollten diese Entwicklung im Auge behalten und gegebenenfalls sogar ihren Fokus darauf richten, intensiver als in der Vergangenheit in Richtung der Warenkreditversicherer zu kommunizieren. CFOs – rät Michailov – „sollten die wichtigsten Leute bei den Warenkreditversicherern in Deutschland kennen und ihre direkten Geschäftspartner regelmäßig auf dem Laufenden halten. Eine Liquiditätsvorschau für 16 bis 18 Wochen wäre meine Empfehlung.“

Welche Fehler CFOs mit Blick auf ihre Warenkreditversicherer unbedingt vermeiden sollten und ob Restrukturierungen 2024 einfacher sein werden als 2023, verrät der erfahrene Restrukturierer im FINANCE-TV-Talk.

FINANCE TV – DBAG-Vorstand Tom Alzin: „Wir können befreit aufspielen“22 Jan 202400:09:04

Knapp ein Jahr ist der neue Vorstand um Tom Alzin und Jannick Hunecke bei der DBAG, einem der Marktführer im deutschen Mittelstands-Private-Equity, im Amt. Bei FINANCE-TV berichtet Tom Alzin, welche Akzente die beiden neuen Chefs seitdem gesetzt haben. Dazu zählt auch die Ankündigung, dass das Investitionstempo der DBAG bald wieder anziehen dürfte: „Wir haben zum Glück in den Hochpreisjahren 2020 und 2021 nicht viel investiert, so dass uns jetzt noch 60 Prozent der Mittel aus unserem aktuellen Flaggschiff-Fonds DBAG 8 zur Verfügung stehen. Wir können deshalb befreit aufspielen und glauben, dass das ein sehr guter Fonds sein wird“, sagte Alzin im Interview.

Dass es im Zuge dieser schnelleren Gangart auch zu größeren Veränderungen in der Strategie oder der internen Aufstellung kommen könnte, verneint der DBAG-Chef: „Unser Team haben wir schon in den vergangenen Jahren stark verjüngt“, so Alzin. Auch die Investitionsstrategie wurde bereits unter Vorgänger Torsten Grede neu justiert: weniger klassische Industrie, dafür mehr Software, Healthcare und Breitband-Telekommunikation. In diesem Zuge sank der Anteil klassischer Industriebetriebe am Portfolio der DBAG schon auf unter 50 Prozent. Dabei dürfte es nun in etwa bleiben, ließ Alzin durchblicken. Noch stärker auf die drei neuen Fokusbranchen will er das Portfolio jedenfalls nicht ausrichten, denn „wir gehen keine großen Wetten in einzelnen Sektoren ein“.

Warum der neue Vorstand stattdessen als erste große Weichenstellung ausgerechnet den Private-Debt-Anbieter ELF Capital übernommen hat und ob die DBAG weiterhin an ihrem Italien-Geschäft festhalten will, das beantwortet Tom Alzin im FINANCE-TV-Interview.

FINANCE TV – Klimaneutralität? „Die Dax40-Konzerne sind auf einem 3-Grad-Celsius-Kurs“15 Jan 202400:11:19

Fast jedes Unternehmen will einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Doch zwischen Ankündigung und Realität klafft offenbar ein großes Loch. Warum das ausgerechnet jetzt bedenklich ist.

Praktisch jedes große Unternehmen hat sich verpflichtet, einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. Doch es klafft offenbar ein gewaltiges Loch zwischen diesen Ankündigungen und der Realität: „Unserer Analyse zufolge sind die Dax40-Unternehmen aktuell auf einem 3-Grad-Celsius-Kurs, was ihren Beitrag zur Klimaerwärmung angeht“, behauptet der Klimawissenschaftler und Unternehmer Sebastian Müller, Co-Gründer des Analysehauses Right.based on Science, im Interview mit FINANCE-TV.

Aus Müllers Sicht leitet sich daraus ab, dass Deutschlands Unternehmen ihre angekündigten Pläne zur Emissionsreduktion – auch entlang ihrer Lieferkette – spürbar verschärfen müssten, um ihr Portfolio wirklich in Einklang mit dem weltweiten 1,5-Grad-Ziel zu bringen. „Das gilt auch für viele Unternehmen, die behaupten, jetzt bereits 1,5-Grad-konform zu sein.“ Und das ist nicht nur ein PR-Problem, wie Müller erklärt: „Die CSRD-Richtlinie verpflichtet Unternehmen künftig dazu, ihre konkreten Maßnahmenpläne offenzulegen, wie sie auf einen 1,5-Grad-Celsius-Kurs kommen möchten.“ Und diese ließen sich nach der Veröffentlichung mit wissenschaftlichen Methoden durch Dritte objektiv überprüfen.

Ob es an fehlendem Willen oder an anderen Gründen liegt, dass so viele Unternehmen (noch) zu schwache Dekarbonisierungspläne verfolgen und ob Banken und Asset-Manager engagierter dabei vorgehen, ihre Portfolios 1,5-Grad-konform zu machen – die Antworten gibt Sebastian Müller bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Warum viele Family Offices schlechte Erfahrungen mit Private Equity gemacht haben15 Jul 202400:09:47

Viele Family Offices haben sich mit Private-Equity-Investments die Finger verbrannt. Warum und wie sie darauf reagieren, analysiert Holger Rossbach von Palladio Partners bei FINANCE-TV.

Bis zu 800 Single Family Offices gibt es mittlerweile in Deutschland, „und die große Mehrheit davon hat Appetit auf Private Equity“, wie Holger Rossbach, Co-Head Private Equity und Venture Capital bei dem Asset-Manager Palladio Partners, im Interview mit FINANCE-TV berichtet. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Das Kapital dieser Investoren stammt häufig aus dem (ehemaligen) eigenen Familienunternehmen und die unternehmerische Art zu investieren ist tief in der DNA dieser Investorengruppe verankert.

Manche Family Offices haben sich Rossbach zufolge für Direktinvestitionen in Unternehmen entschieden, andere für eine Allokation ihres Kapitals in mehrere Private-Equity-Fonds. „Interessanterweise haben wir oft auch eine Mischform dieser zwei Wege gesehen.“

Doch vielfach seien die Private-Equity-Investments nicht so gelaufen, wie von den Verantwortlichen erhofft. Die Probleme sind Rossbach zufolge interessanterweise „vermehrt im Direktbeteiligungsbereich aufgetreten“, insbesondere dort, wo es „unglaublich ambitionierte Vorstellungen“ auf Seiten der Family Offices gegeben habe. „Dort haben die Verantwortlichen jetzt vielerorts auf die Bremse getreten und einen Investitionsstopp verhängt“, erklärt er weiter. Immerhin: „Perspektivisch scheinen diese Anbieter der Assetklasse treu zu bleiben, wenn auch eher über Fonds-Investments.“

Ob sich die Private-Equity-Branche in Zukunft mit weniger Geld aus der Family-Office-Welt begnügen muss, was die Probleme mit der Größe der Investment-Teams in vielen Family Offices zu tun haben und ob Family Offices die aktuelle Marktschwäche gerade nutzen, um sich mit guten Leuten aus der PE-Branche zu verstärken – die Antworten gibt Holger Rossbach bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Innovationsfinanzierung: Diese Finanzierungsquellen gibt es noch19 Dec 202300:09:13

Von wem bekommen innovative Unternehmen aktuell noch Kapital? Philipp Wackerbeck, Partner der Unternehmensberatung Strategy&, hat bei FINANCE-TV die Antwort.

Für innovative Unternehmen ist es schwer geworden, Wachstumsfinanzierungen zu bekommen. Das gilt nicht nur für Start-ups, sondern auch für Scale-ups und sogar für innovative Mittelständler mit bereits erprobten Geschäftsmodellen. „Die Finanzierungssituation für innovative Unternehmen ist im Lauf des Jahres deutlich schwieriger geworden. Da trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen. Unternehmen an der Schwelle zur Profitabilität tun sich viel leichter bei der Kapitalsuche als stark defizitäre Firmen“, berichtet der Finanzierungsexperte Philipp Wackerbeck, Partner der Unternehmensberatung Strategy&, im Gespräch bei FINANCE-TV.

Aber er hat auch gute Nachrichten im Gepäck: „Zum Beispiel rechne ich fest damit, dass Förderbanken im nächsten Jahr einige innovative neue Finanzierungslösungen auf den Markt bringen werden“, hofft Wackerbeck. Warum auch Asset-based Finance aktuell eine interessante Alternative für Start-ups und Scale-ups sein könnte, und wie es nach dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank um die Verfügbarkeit von Venture Debt bestellt ist – die Antworten gibt es hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Private-Debt-Manager Hagemann: „Wir sind nach wie vor lieferfähig“14 Dec 202300:09:23

Die Zinsexplosion, die schwierige Wirtschaftslage und der Rückgang des M&A-Geschäfts stellen auch die Anbieter von Private-Debt-Finanzierungen – die großen Gewinner der Nullzinsphase – vor große Herausforderungen. 2023 sei kein leichtes Jahr für die Finanzierer von Private-Equity-Deals gewesen, räumt Lars Hagemann, Private-Debt-Investor und Head of Structured Finance von Berenberg, im Gespräch mit FINANCE-TV ein: „Banken und Private-Debt-Geber haben in gleichem Maße mit der aktuellen Situation zu kämpfen. Bei neuen Finanzierungen sehe ich im Moment aber die Private-Debt-Anbieter leicht im Vorteil.“

Dies könnte Signalwirkung haben: „Wir haben im November und Dezember sehr viele neue Transaktionen anlaufen sehen. Und an Private Debt zur Finanzierung dieser Transaktionen wird es nicht mangeln“, berichtet Hagemann im Gespräch. Wo die neuen Schallmauern beim Leverage liegen und ob Private-Equity- und Private-Debt-Anbieter im nächsten Jahr mehr oder weniger Krisenfälle in ihren Portfolios verbuchen müssen als 2023 – das Private-Debt-Update von FINANCE-TV.

FINANCE TV – Schaeffler-CFO Bauer: „Wir werden strategisch wichtiger“08 Dec 202300:14:47

Vor zwei Wochen ist Schaeffler bei der geplanten Übernahme von Vitesco ein großes Stück vorangekommen: Beide Seiten haben ein „Business Combination Agreement“ unterzeichnet, wodurch Schaeffler besseren Zugang zu Vitesco bekommt. Im Gegensatz stockte Schaeffler das Übernahmeangebot von 91 auf 94 Euro je Vitesco-Aktie auf. Damit rückt nun die Umsetzung der Transaktion in den Blick – und die Diskussion der strategischen Vorteile und potentiellen Herausforderungen für Schaeffler.

Bei FINANCE-TV gibt Schaeffler-CFO Claus Bauer ein Update zu dem Deal. Eine wichtige Motivation ist ihm zufolge die Aussicht, gemeinsam mit Vitesco im Geschäft mit E-Mobilität resilienter zu werden: „Als kombinierte Einheit werden wir für unsere Kunden und Lieferanten strategisch wichtiger werden“, hofft Bauer. Dies wäre auch wichtig, denn nach eigenen Schätzungen rückt der Geschäftsbereich E-Mobilität spätestens gegen Ende der Dekade mit einem Umsatzanteil von über 30 Prozent ins Zentrum des Schaeffler-Konzerns. Zudem sollen alle anderen Sparten auf Free Cashflow hin gemanagt werden, um den Hochlauf der E-Mobilität finanziell zu flankieren.

Welchen strategischen Beitrag die übrigen Sparten jenseits der Cash-Generierung künftig leisten sollen, welche Vorbehalte die Investoren gegenüber dem Deal vorgebracht haben und wann Bauer glaubt, dass sich der Blick des Kapitalmarkts auf die Transaktion ins Positive drehen könnte, das alles erfahren Sie im FINANCE-TV-Interview.

Future CFO - Dr. Veronika von Heise-Rotenburg (Everphone)17 May 202200:52:20

Everphone ist ein Berliner Start-up, das sich auf Geschäftsfeld Asset-as-a-Service mit Mobilfunkgeräten spezialisiert hat. Seit Mai wird das Team um Gründer Jan Dzulko von der Finanzerin Veronika von Heise-Rotenburg unterstützt. CFO von Heise-Rotenburg erzählt im FINANCE-Karriere-Podcast von ihren Erfahrungen als Finanzchefin in Start-ups – Everphone ist nämlich nicht das einzige Jungunternehmen in ihrem Werdegang. Im Podcast erzählt sie auch, wieso BCG sie an McKinsey empfohlen hat – wie immer persönlich, kurzweilig und mit vielen wertvollen Einblicken für andere Finanzvorstände und jene, die es werden wollen.

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Future CFO - Muhamad Said Chahrour (flatexDEGIRO)05 Apr 202200:52:11

FlatexDEGIRO ist Europas größter Online-Broker, eifriger Akteur an den M&A-Märkten und Hauptsponsor von Borussia Mönchengladbach. CFO Muhamad Said Chahrour erzählt im FINANCE-Karriere-Podcast von seinen Erfahrungen im S-DAX, von Post-Merger-Integration und von seiner Fußballleidenschaft. Nach Stationen bei UBS, PwC und Rocket Internet kam er 2015 zu Flatex und berichtet im Podcast über seinen Weg zum CFO und die Pläne für FlatexDEGIRO – wie immer persönlich, kurzweilig und mit vielen wertvollen Einblicken für andere Finanzvorstände und jene, die es werden wollen.

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Im Fokus – Founder-led Businesses, Strong Management Teams and their Role in Transactions29 Mar 202200:18:44

Founders’ businesses are a special breed of companies – and highly attractive targets for (not just) PE investors. We discuss with Greta-Josefin Harnisch how to deal with entrepreneurial owners and strong management teams.

Founder-owned businesses often face a dilemma: they could grow further and faster with additional capital, but shy at diluting their equity share. Private equity (and other potential investors) face a similar dilemma: they crave for controlling such businesses, but fear losing the most valuable asset – the founder and top-management team – in the process. In our podcast, we discuss how both sides can find together for the benefit of all parties involved.

Eigentümergeführte Unternehmen sind besonders attraktive, häufig aber auch besonders schwierige Ziele für (PE-)Investoren. Wir sprechen mit Greta-Josefin Harnisch darüber, wie beide Seiten zusammenfinden können.

Eigentümergeführte Unternehmen stehen oft vor einem Dilemma: Sie könnten mit zusätzlichem (Eigen-)Kapital noch schneller wachsen – scheuen sich aber davor, entsprechende Anteile abzugeben. Private Equity und andere Investoren stehen auf der anderen Seite desselben Dilemmas: Sie würden gerne erfolgreiche eigentümergeführte Unternehmen ins Portfolio holen, wissen aber, dass das nur dann Sinn ergibt, wenn das Gründungs- und Managementteam nicht infolge der Übernahme abspringt. Wir diskutieren mit Greta-Josefin Harnisch Strukturen, Mittel und Wege, um beide Seiten zusammenzubringen.

Future CFO - Lukas Linnig (BRAIN Biotech AG)22 Feb 202200:42:15

In der Welt von BRAIN-Biotech-CFO Lukas Linnig spielen Akronyme eine noch größere Rolle als bei anderen Finanzvorständen. Nicht nur Ebitda, RoI und YoY sind relevant, sondern vor allem auch CRISPR (für Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats – grob gesagt: sich wiederholende Abschnitte in der DNA von Bakterien), Cas (wiederum für CRISPR-associated) oder BEC (wiederum für BRAIN Engineered Cas). Auf Biotech-Unternehmen ruhen große Hoffnung für die Medizin der Zukunft; ihr Erfolg steht und fällt aber oft mit dem einen großen Durchbruch. BRAIN Biotech versucht, eine Balance zwischen stabilem Geschäft und explorativen Projekten zu finden – und Lukas Linnig steht dabei im Zentrum. Denn er muss Investoren in einem schwer vorhersehbaren Geschäft die richtige Guidance geben und ist gleichzeitig im Vorstand für das wichtige, wie er sagt transformatorischen CRISPR-Projekt verantwortlich. Wie er diese Balance hält, wie er in kürzester Zeit vom VC-Investor zum CFO wurde, wie er sein Team zusammenstellt und wie er zum Thema Fußball steht – das alles erzählt er in unserer neuen Folge des CFO-Karriere-Podcast zusammen mit Paul Taaffe von FINANCE People Solutions.

Im Fokus - Current Trends in Leveraged Finance14 Feb 202200:27:13

Leveraged finance is a broad and dynamic topic. Together with Alexander Laengsfeld, we look at the most important developments such as, for example, recent trends in covenants and debt baskets.

When it comes to leveraged finance, markets have seen a consistent trend towards ever more borrower-friendly terms in recent years. This overall trend, however, has materialized in many different ways and flavors. From covenants loose to covenants lite, from ratio based baskets to freebie baskets, and from dividends to other payments to the sponsor PE. In this episode of our podcast series with Kirkland & Ellis, Alexander Laengsfeld discusses the current state of affairs in leveraged finance and dares to look ahead as well.

Leveraged Finance ist ein weites Feld – und ein dynamisches noch dazu. Zusammen mit Alexander Längsfeld besprechen wir die jüngsten Entwicklungen unter anderem, aber längst nicht nur, bei Covenants und Debt Baskets.

In den vergangenen Jahren gab es bei Leveraged Finance vor allem einen Trend: hin zu immer kreditnehmerfreundlicheren Konditionen. Dieser Trend aber kam in unterschiedlichsten Formen und Farben. Von „covenant loose“ bis „covenent lite“, von „ratio based baskets” bis „freebie baskets” und großzügigen Dividenden- und sonstigen Ausschüttungsregelungen. In dieser Folge des Podcast unserer fünfteiligen Serie mit Kirkland & Ellis betrachten wir zusammen mit Alexander Längsfeld den Status-Quo bei Leveraged Finance und wagen auch einen kleinen Ausblick.

Im Fokus - Tax Aspects in German Management Equity Programs ‒ Plain Vanilla?07 Feb 202200:21:53

Management equity programs are an integral part of many executive compensation packages, especially in PE-owned companies. Daniel Hiemer explains how they can best be implemented.

Private Equity is very active around the world, and German Mittelstand companies, in particular, are highly attractive targets with record numbers of deals completed in 2021. In many cases, management equity programs are part of the deal to keep top-level executives on board and drive further growth. But they can also cause headaches, especially with respect to their tax status. In our podcast, Daniel Hiemer takes a look at typical management equity programs, their tax implications, cross-border structures and recent developments. An essential summary for PE firms, PE-owned companies and anyone interested in management equity programs in general – tune in!

Aktienprogramme sind Teil vieler Vergütungspakete im Top-Management, gerade bei Unternehmen in Private-Equity-Hand. Wir diskutieren mit Daniel Hiemer, wie sie am besten implementiert werden.

2021 war weltweit ein dynamisches Jahr für Private Equity und Deutschland ist keine Ausnahme: Auch hierzulande hat die Zahl der Transaktionen Rekordhöhen erreicht. Häufig sind Aktienpakete wesentlicher und attraktiver Bestandteil der Managementvergütung. Doch ihre Implementierung ist nicht trivial, insbesondere mit Blick auf steuerliche Implikationen. Zusammen mit Daniel Hiemer von der Kanzlei Kirkland & Ellis werfen wir einen Blick auf typische Management-Equity-Programme, ihre steuerrechtliche Behandlung und jüngste Entwicklungen – gerade auch in Deutschland. Spannender Podcast für alle PEs, Manager in PE-Portfoliounternehmen und darüber hinaus. Jetzt anhören!

Im Fokus - Financial Restructuring in Germany: Back to normal after extraordinary times31 Jan 202200:25:23

Marlene Ruf expects tough refinancing negotiations for many companies, less favorable lending conditions, and a noticeable increase in restructuring cases.

With ample liquidity, zero or even negative interest rates and generous crisis relief programs, the restructuring market has been surprisingly subdued throughout a more than two-year global pandemic. But it is far from dead, Marlene Ruf of international law firm Kirkland & Ellis argues in our latest FINANCE-Podcast “In Focus”. With state-sponsored loans coming up for refinancing, interest rates rising and uncertainty increasing, lenders will be more selective and more restrictive going forward. In turn, many companies will find their financial structure unsustainable and in need for restructuring. In our podcast, we discuss the implications and how to successfully implement financial restructurings.

Marlene Ruf erwartet für zahlreiche Unternehmen intensive Diskussionen mit ihren Geldgebern und schlechtere Konditionen sowie einen spürbaren Anstieg an Restrukturierungsfällen.

Dank praktisch unbegrenzter Liquidität, teilweise negativen Zinsen und großzügigen Hilfsprogrammen war der Markt für Restrukturierungen in den vergangenen Jahren fast schon ungewöhnlich ruhig. Doch das wird sich ändern, sagt Marlene Ruf von der Kanzlei Kirkland & Ellis im FINANCE-Podcast „Im Fokus“. Viele Hilfskredite stehen zur Refinanzierung an, die Zinsen steigen und die Unsicherheit in den Märkten ebenso. In der Folge werden Kreditgeber selektiver und restriktiver, und viele Firmen werden feststellen, dass ihr Finanzierung langfristig nicht tragfähig ist und neu strukturiert werden muss. In unserem Podcast besprechen wir die Implikationen und die Ansätze, um Restrukturierungen erfolgreich zu gestalten.

FINANCE TV – Familienunternehmen als M&A-Targets: „Das Geschäft ist intakt“08 Jul 202400:10:19

Auch Familienunternehmen leiden unter der Flaute am M&A-Markt. Allerdings scheint in diesem Bereich des M&A-Marktes die Motivation, einen einmal gestarteten Deal tatsächlich durchzuziehen, größer ausgeprägt zu sein als in anderen Teilbereichen. „Der M&A-Markt für Familienunternehmen aus dem Mittelstand ist absolut intakt“, berichtet Christian Rödl, Kenner von Familienunternehmen und Chef des Beratungshauses Rödl & Partner, im Gespräch mit FINANCE-TV. Aber er schränkt seine positive Marktsicht auch ein wenig ein: „Natürlich müssen auch verkaufsbereite Unternehmer beziehungsweise Unternehmerfamilien vorab das aktuell geltende Preisumfeld am M&A-Markt akzeptieren.“

Bei den Gründen dafür, die Unternehmensnachfolge ausgerechnet über einen M&A-Prozess zu regeln und das dann auch durchzuziehen, sieht Rödl Veränderungen: „In der Altersstruktur hat sich etwas verschoben. Der Anteil der älteren Unternehmer, die gerade ihr Unternehmen zum Verkauf stellen, ist deutlich niedriger als das früher der Fall war.“ Jetzt verkaufen eher jüngere Unternehmer mit einem klaren Plan, was sie noch mit ihrem Leben und ihrem Vermögen anfangen möchten.

Ob Private Equity unter den Familienunternehmen in Deutschland inzwischen als M&A-Transaktionspartner komplett akzeptiert ist und wie die Unternehmer speziell auf Turnaround-Investoren blicken – dies und mehr im FINANCE-TV-Talk mit Christian Rödl.

Im Fokus - Capital Markets Outlook: Legal trends that shaped the last years and what to expect in 202224 Jan 202200:24:02

Together with Siegfried Buettner, we look at the most important trends in international capital markets.

Looking back at 2020/2021, and forward to 2022 and beyond, this podcast takes a close look at how capital markets have performed through the Covid-19-pandemic and what the most pertinent trends are to keep an eye on. From immediate crisis recovery programs, the somewhat surprising recovery and the most recent resurgence of Covid-19 to the growing importance of ESG-criteria and the dynamics regarding IPOs, M&A, SPACs, and regulation, Siegfried Buettner of the Munich office of Kirkland & Ellis is giving a condensed, yet substantial account of the most important developments in capital markets. Don’t miss out!

Im Gespräch mit Siegfried Büttner gehen wir den wichtigsten Trends an den internationalen Kapitalmärkten auf den Grund.

In diesem Podcast blicken wir zurück auf die wilden Reaktionen an den Kapitalmärkten nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie, aber auch nach vorne, auf die wichtigsten Trends, die man 2022 und darüber hinaus im Blick haben sollte. Von den ersten Krisenprogrammen der Zentralbanken und die überraschend schnelle Erholung bis zu immer wichtiger werdenden ESG-Kriterien und den Entwicklungen rund um Börsengänge, M&A, SPACs und Regulierung: Siegfried Büttner aus dem Münchner Büro von Kirkland & Ellis gibt einen genauso fokussierten wie substanziellen Überblick über die wichtigsten Themen an den globalen Kapitalmärkten. Nicht verpassen!

Future CFO - Michael Moser (Enerjisa Enerji)08 Dec 202100:51:46

Seit zweieinhalb Jahren ist Michael Moser CFO beim türkischen Energieversorger Enerjisa Enerji, einem Joint-Venture von E.On und der türkischen Sabanci-Gruppe. Im Pendelflug zwischen Frankfurt und Istanbul ist Moser inzwischen geübt, aber auch in vielen anderen Dimensionen internationalen Managements: Welche kulturellen Unterschiede gilt es bei Vertragsverhandlungen zu beachten? Wie erreiche ich eine Belegschaft von über 12.000 Mitarbeitern, ohne ihre Muttersprache zu sprechen? Wie behält man die Finanzierung im Griff, wenn Heimatwährung, Inflation und Kapitalmärkte um ein Vielfaches volatiler sind als in der Eurozone? Und wie schafft man es, bei diesem herausfordernden Tagesgeschäft immer wieder auch den strategischen Weitblick zu schärfen, um ein Unternehmen auf lange Sicht in sich verändernden Märkten richtig auszurichten? Im FINANCE CFO Karriere-Podcast erzählt Michael Moser von Antrittsreden auf Türkisch, Finanzierungslösungen mit internationalen Banken und Weiterbildungen auf fast allen Kontinenten – kurzweilig, zugänglich und reflektiert. Anhören lohnt sich!

Future CFO - Dr. Sebastian Schulte (Deutz AG)06 Oct 202100:51:38

Geplant hat Sebastian Schulte seine Karriere nicht, sondern im Studium eher überlegt, wie er genug Zeit zum Rudern finden würde. Herausgekommen ist dabei ein Weltmeistertitel für den Deutschland-Achter, ein Finance-PhD in Cambridge und der CFO-Posten bei der Deutz AG. Im Gespräch verrät er, welche Herausforderungen jede dieser Stationen mit sich brachte, auf was er heute bei der Teamzusammenstellung besonders achtet und wie er seine Doppelrolle als Personalleiter und CFO miteinander in Einklang bringt.

Im Gespräch mit FINANCE-Herausgeber Armin Häberle und CFO-Veteran und Headhunter Paul Taaffe bekommen Sie hilfreiche Hinweise, die Sie auf Ihrem Weg weiterbringen.

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Nun aber viel Spaß mit Episode 4 des CFO-Karriere-Podcasts!

Musik: ©Lance

Future CFO - Dr. Matthias Zieschang (Fraport AG)26 Jul 202100:52:55

In Ausgabe 3 des Podcasts „Future CFO“ gibt Fraport-CFO Dr. Matthias Zieschang Einblicke in seine erfolgreiche Karriere. Von der Mikrooptimierung zur Restrukturierung und dem Verkauf einer Reederei, vom geplatzten Börsengang der Deutschen Bahn bis zur Milliardenfinanzierung des Flughafens zu Beginn der Corona-Pandemie – der MDax-CFO hat in seiner Karriere vieles erlebt. In der dritten Ausgabe des Finance Podcast gibt er zahlreiche Tipps, die jeden weiterbringen. Sie werden lernen, wie man mit konsequentem Krisenmanagement nicht nur eine Milliardenfinanzierung sichert, sondern auch zum CFO des Jahres 2020 werden kann. Sie erfahren, wie man mit Rückschlägen umgeht, welche Rolle Glück in einer Karriere spielt und was Fußball und eine CFO-Karriere gemeinsam haben.

Im Gespräch mit FINANCE-Herausgeber Ole Jendis und CFO-Veteran und Headhunter Paul Taaffe bekommen Sie hilfreiche Hinweise, die Sie auf Ihrem Weg weiterbringen.

Die Hintergründe zur Karriere und den Stationen von Dr. Matthias Zieschang finden Sie in seinem FINANCE--Köpfe Profil: https://www.finance-magazin.de/finance-koepfe/cfos/dr-matthias-zieschang-fraport-ag/

Mehr über die Gründe, warum Zieschang zum CFO des Jahres gewählt wurde, finden Sie hier: https://www.finance-magazin.de/cfo/strategie/matthias-zieschang-ist-cfo-des-jahres-2020-2069941/

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Nun aber viel Spaß mit Episode 3 des CFO-Karriere-Podcasts!


Musik: ©Lance

Future CFO - Tanja Dreilich (Constantia-Flexibles)06 Jul 202100:58:25

In Ausgabe 2 des Podcasts „Future CFO“ steht Constantia-Flexibles-CFO Tanja Dreilich Rede und Antwort. Von der SAP-Einführung bis zur Milliardenfinanzierung, vom Change-Prozess bis Großübernahme: Tanja Dreilich hat alles erlebt und erfolgreich gemeistert. Die Managerin gibt Einblicke in ihre Karrierestationen und berichtet, wie sie verschiedenste Hürden überwunden hat. Sie erfahren, warum Performance und messbare Erfolge die Basis einer CFO-Karriere sind, aber auch, was es darüber hinaus noch braucht. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum der CFO immer präzise liefern muss, was das mit Emotionen und Resilienz zu tun hat und warum man als Leader immer sein Wissen teilen sollte.

Im Gespräch mit FINANCE-Herausgeber Ole Jendis und CFO-Veteran und Headhunter Paul Taaffe bekommen Sie hilfreiche Tipps, die Sie auf Ihrem Weg weiterbringen.

Die Hintergründe zur Karriere und den Stationen von Tanja Dreilich finden Sie in ihrem FINANCE--Köpfe Profil: https://www.finance-magazin.de/finance-koepfe/cfos/tanja-dreilich-constantia-flexibles-group-gmbh/

Mehr zum Thema Karriere & Führung lesen Sie auf in unserem FINANCE-Ressort: https://www.finance-magazin.de/cfo/fuehrung-karriere/

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Nun aber viel Spaß mit Episode 2 des CFO-Karriere-Podcasts


Musik: ©Lance

Future CFO - Eckhard Schultz21 May 202100:40:08

In der ersten Ausgabe von Future CFO liefert Ex-CFO Eckhard Schultz Einblicke in die wichtigsten Entscheidungen seiner Karrieren. Wie man einen IPO meistert, eine Restrukturierung bewerkstelligt und die Transformation für und mit einem PE Haus meistert, erzählt Schultz in der Premiere des FINANCE Podcast. Zusammen im Gespräch mit FINANCE Herausgeber Ole Jendis und CFO Veteran und Headhunter Paul Taaffe gibt es zahlreiche Tipps für CFO`s und diejenigen, die es werden wollen.

Mehr Hintergründe zur Karriere und den Stationen von Eckhard Schultz finden Sie auf https://www.finance-magazin.de/finance-koepfe/cfos/eckhard-schultz-ehemals-domicil-real-estate/

Mehr zum Thema Transformation lesen Sie in unserem nächsten Newsletter.

Abonnieren Sie diesen Podcast für weitere spannende Einblicke in dem nächsten Interview in wenigen Wochen. Alle relevanten Informationen und Hintergründe für Finanzentscheider erhalten Sie jeden Tag auf www.finance-magazin.de

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FUTURE CFO - Der Trailer10 May 202100:01:32

Die Welt ist in Bewegung. Corona hat vieles verändert. Die Finanzabteilungen stehen vor immensen Herausforderungen und Veränderungen. Der CFO steht dabei im Fokus. Im FINANCE Karriere Podcast gehen Ole Jendis und Paul Taaffe auf die Suche nach Best Case Lösungen, treffen erfahrene Manager und entlocken Ihnen die Insights ihres Erfolges. In kompakten Episoden sprechen die Beiden mit wechselnden Gästen liefern Tipps für die tägliche Arbeit und die Karriere.

FINANCE TV – M&A: Wer konsolidiert die Autozuliefererbranche?01 Jul 202400:11:43

Bemerkenswerte Entwicklung: In den vergangenen zehn Jahren sind die Umsätze der Autozulieferer in Deutschland nicht einmal halb so stark gewachsen wie die der Autohersteller. Aber an einem „Branchensterben“ liegt das noch nicht, wie Constantin Gall, Automobilexperte von EY, im Gespräch mit FINANCE-TV einordnet: „Es sind gar nicht so viele Zulieferer vom Markt verschwunden“, so Gall. „Viele sind in einer ersten Konsolidierungswelle von anderen Anbietern übernommen worden.“

Jetzt kommt aber noch eine zusätzliche Herausforderung hinzu: der Rückschlag beim Hochfahren der E-Mobilität in Deutschland. „Durch die fehlenden Stückzahlen erreichen die Zulieferer nicht die notwendige Kostendegression, und das ist fatal“, meint Gall.

EY ist der Ansicht, dass die Folgen dieser Entwicklung auch am M&A-Markt zu sehen sein werden – in Form einer weiteren Automotive-Konsolidierungswelle, diesmal jedoch weiter oben in der Wertschöpfungskette, bei den Tier-1- und Tier-2-Zulieferern. „Das Thema Konsolidierung beziehungsweise Partnerschaften steht im Moment weit oben auf den Strategie-Boards der großen Player im Markt“, sagt Gall und verweist auf die USA: „Dort haben sich in den vergangenen sechs Monaten schon einige große Zulieferer zusammengeschlossen.“

Welche Player als Konsolidierer bei deutschen Autozulieferern auftreten könnten – große Namen aus Deutschland, ausländische Strategen, vielleicht sogar Private-Equity-Häuser – und welche Rolle „Last Man Standing“-Strategien, wie sie Mutares beispielsweise verfolgt, dabei spielen werden – die M&A-bezogene Marktanalyse mit Constantin Gall hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Stockende Private-Equity-Deals: „Die Exit-Vorbereitung ist alles“24 Jun 202400:12:38

Am M&A-Markt ist nach wie vor der Wurm drin, viele angestoßene Transaktionen werden im Lauf des Prozesses wieder abgebrochen oder auf Eis gelegt. Das liegt nicht immer nur an unterschiedlichen Preisvorstellungen, sondern wie man hört auch daran, dass ein nennenswerter Anteil der Deals nicht sorgfältig genug vorbereitet wird.

„Aber eine gute Exit-Vorbereitung ist im aktuellen Umfeld alles“, meint Andi Klein, Managing Partner des Triton Smaller-Midcap-Fonds. Dem deutsch-skandinavischen PE-Haus sind in den vergangenen 18 Monaten mehrere Exits gelungen, etwa bei Norstat und Norres, die an das Family Office der Ikea-Familie gingen, aber auch bei Eqos und Bormioli, die in Trade Sales von den strategischen Käufern Eiffage beziehungsweise Gerresheimer übernommen wurden.

„Das Exit-Handwerk muss im Moment besser gemacht werden als früher“, sagt Klein gegenüber FINANCE-TV. Auf welchen Feldern der Exit Readiness Triton bei seinen jüngsten Exits intensiver gearbeitet hat als in der Vergangenheit und ob dieser Mehraufwand auch die Beraterkosten treibt – Andi Kleins Antworten hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – ZEB-Chef Thiesmeyer: Hier müssen Banken jetzt investieren10 Jun 202400:12:43

Die Banken verdienen so gut wie lange nicht mehr. Aber diese Kraft müssen sie jetzt auch für strategische Projekte einsetzen, rät ZEB-Chef Markus Thiesmeyer. Die Details im FINANCE-TV-Talk.

So sehr die harsche Zinswende der Konjunkturdynamik schadet, so sehr hat sie den Banken genutzt: Viele Institute verdienen so gut wie seit Ewigkeiten nicht mehr. Nach Einschätzung von Markus Thiesmeyer, Chef des auf die Finanzbranche spezialisierten Beratungshauses ZEB, liegt das gute Abschneiden der Banken aber nicht nur an der Zinswelle, die gut geritten wurde: „Darüber hinaus haben die Banken ihre Risiken im Griff, und auch die Kosten haben sie gut gemanagt. So konnten sie sehr stark vom Zinsanstieg seit Februar 2022 profitieren“, sagte Thiesmeyer im Interview mit FINANCE-TV.

Doch jetzt, da der Rückenwind von der Zinsseite abebbt, könnte sich die Performance der einzelnen Banken wieder stärker ausdifferenzieren, erwartet Thiesmeyer: „Die Zinsen haben ihren Höhepunkt überschritten. Deshalb glaube ich nicht, dass wir bei den Banken in Summe noch viel bessere Ergebnisse sehen werden als 2023.“ Im Vergleich innerhalb der Banken werde es nun „stark darauf ankommen, wie gut ein Haus gemanagt wird“.

Welche Stellhebel der Strategieberater für die wichtigsten hält und auf welchen Feldern die Banken ihre wiedergewonnene Stärke jetzt unbedingt in kräftige Investitionen ummünzen sollten – das Banken-Strategiegespräch von FINANCE-TV mit ZEB-Chef Thiesmeyer.

FINANCE TV – Darum scheiterte das Projekt „SGT German Private Equity“03 Jun 202400:12:23

Das 2020 gestartete Projekt des internationalen PE-Fonds SGT in Deutschland fand im März ein abruptes Ende: Die in Deutschland börsennotierte Managementholding stoppte die Zusammenarbeit und kündigte an, nicht mehr als börsennotierter Private-Equity-Asset-Manager agieren zu wollen. Die Reaktion der Investoren war harsch: Die Aktie brach um mehr als die Hälfte ein.

Bei FINANCE-TV erläutert CEO Christoph Gerlinger erstmals öffentlich die Gründe für das Scheitern des Projekts: „Das Private-Equity-Team, mit dem wir uns 2020 zusammengetan haben, ist beim Fundraising und der Anzahl der durchgeführten Transaktionen weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben.“ Konkreter Auslöser für das Auflösen der Partnerschaft sei ein fest vereinbarter Deal gewesen, der dann aber doch nicht umgesetzt werden konnte. Dies habe 2023 einen nicht erwarteten Jahresverlust der börsennotierten Gesellschaft ausgelöst. „Es war auch keine positive Ertragsperspektive mehr da“, begründet Gerlinger seine Entscheidung, die Allianz aufzulösen.

Gegenüber FINANCE-TV legt der Unternehmer und Investor dar, wie das neue Geschäfts- und Investitionsmodell der Gruppe aussehen soll. Es fokussiert sich auf Künstliche Intelligenz und ist eine Mischung aus operativen Geschäften sowie Investitionen in KI-bezogene Unternehmen. „Wir wollen gute Leute mit AI-Wissen an uns binden, unter anderem eine AI-Akademie gründen und von dieser Basis aus dann auch AI-Start-ups aufbauen und zusammen mit Partnern in AI-Unternehmen investieren.“

Wie groß die Finanzkraft der Gruppe nach dem gescheiterten Ausflug in die PE-Welt noch ist und welche Rolle bei der Anschubfinanzierung der KI-Strategie das noch vorhandene Beteiligungsportfolio spielen wird – Christoph Gerlingers Antworten hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Das bedeutet die A&O-Shearman-Fusion für Deutschland27 May 202400:12:31

Was verändert sich durch den Merger von Allen & Overy und Shearman & Sterling für CFO- und PE-Kunden in Deutschland? Das fragen wir Wolf Bussian, Deutschlandchef der fusionierten Kanzlei.

Anfang Mai wurde die Mega-Fusion der beiden Großkanzleien Allen & Overy und Shearman & Sterling abgeschlossen. Entstanden ist eine der fünf größten Law Firms der Welt. Die strategische Logik ist offensichtlich: Die vor allem in Europa starke „Magic Circle“-Kanzlei A&O und das Wall-Street-Haus Shearman & Sterling schließen zusammen die jeweiligen regionalen Schwachstellen des Fusionspartners. „Es ist kein Geheimnis, dass wir schon lange nach einem Partner in den USA gesucht haben, um unsere strategische Tiefe am US-Markt zu verstärken – und eine Fusion ist da der Königsweg“, berichtet Wolf Bussian, Deutschlandchef von A&O Shearman, im Gespräch mit FINANCE-TV.

Aber Fusionen zwischen Großkanzleien haben in der Vergangenheit langfristig nicht immer den Nutzen gebracht, auf den beim Signing gesetzt wurde. Und die Integrationsarbeit ist bei Kanzleien mindestens genauso schwer wie bei Industriefusionen. „Ein Netzwerkansatz oder eine Allianz passen aber nicht zu unserer Strategie, eine global voll integrierte Kanzlei zu sein, in der alle Partner an einem Strang ziehen – zumindest nicht in großen Märkten wie den USA“, so Bussian.

Für Deutschland und die hier ansässigen Kunden der fusionierten Kanzlei sei der Merger „ganz besonders wichtig, weil keine andere Wirtschaftsnation so viele Verbindungen in die USA hat wie Deutschland“. Deshalb müsse der Wachstumskurs der neu formierten Kanzlei hierzulande „auch nochmal verstärkt werden“.

Welche Bereiche in Deutschland nun im Wachstumsfokus stehen und was sich durch die neue Aufstellung von A&O Shearman speziell für CFO- und Private-Equity-Kunden der Kanzlei verändern könnte, das verrät Wolf Bussian im FINANCE-TV-Talk.

FINANCE TV – Tech-Unicorns: „Die Funding-Flaute ist vorbei“09 Sep 202400:19:44

Die Funding-Flaute bei Tech-Unicorns scheint vorbei, es gibt wieder Zugang zu Kapital. Bringen sich parallel Strategen in Stellung? Das Tech-M&A-Update von GP Bullhounds DACH-Chef Martin Rezaie.

Mehr als 90 Prozent der europäischen „Unicorns“ – Start- oder Scale-ups mit einem Unternehmenswert von über 1 Milliarde Euro – haben zuletzt 2021 oder 2022 Finanzierungsrunden platzieren können. Seitdem herrscht Ebbe, und viele Unicorns versuchen, ihre „Cash Runway“ zu verlängern, indem sie ihre Wachstumspläne zurechtstutzen und dem Sprung in die Gewinnzone den Vorrang geben.

„Denjenigen, die den Cash-Breakeven geschafft haben, gibt das jetzt die Freiheit, nicht auf neue Funding-Runden oder M&A-Exits um jeden Preis angewiesen zu sein“, lobt der Tech-Investmentbanker Martin Rezaie, DACH-Chef von GP Bullhound, gegenüber FINANCE-TV die Überwinterungsstrategie der meisten Management-Teams.

Nun aber scheint sich das Bild zu wandeln: „Die Funding-Flaute bei Tech-Unicorns ist vorbei. Gute Unternehmen haben wieder Zugang zu Kapital“, berichtet Rezaie. Und just zu diesem Zeitpunkt scheint – glaubt man dem M&A-Berater – auch das Interesse strategischer Käufer an Akquisitionen starker Tech-Unternehmen neu zu erwachen.

Was die großen Konzerne aktuell noch davon abhält, die schwierige Finanzierungslage mancher Unicorns entschlossener für M&A-Offerten auszunutzen und ob sich auch Chancen für Midcap-PE-Investoren ergeben könnten – die Antworten hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – „Interim to Perm“: Funktioniert dieses Geschäft für Headhunter?16 Sep 202400:10:07

„Interim to Perm“: Funktioniert der Service, von dem sich Headhunter so viel versprechen? Paul Taaffe, Chef von FPS Finance People Solutions, zieht eine Bilanz.

Der Zeitdruck bei der Nachbesetzung vakanter Managementpositionen im Mittelstand wird nicht gerade geringer, je schneller sich die Transformationsspirale dreht. Entsprechend stark ist in den vergangenen Jahren der Markt für Interim-Manager gewachsen, die übergangsweise einspringen, um Vakanzen zu überbrücken oder zeitlich begrenzte Projekte abzuschließen.

Vor vier Jahren haben die CFO-Headhunter von FPS Finance People Solutions einen Service namens „Interim to Perm“ am Markt lanciert. Bei FINANCE-TV resümiert FPS-Gründer Paul Taaffe, ob sich dieses Produkt wie erhofft am Markt etabliert hat.

FPS hat Taaffe zufolge inzwischen schon über 100 „Interim to Perm“-Mandate besetzt. Mit dieser Marktakzeptanz zeigt er sich im Großen und Ganzen zufrieden. Doch es ist immer noch Aufklärungsarbeit zu leisten: „Manche Kunden – Unternehmen wie auch PE-Häuser – haben eine gewisse Skepsis, dass die Interimer zu schnell wieder weiterziehen wollen, obwohl ‚Interim to Perm‘ das Ziel ist“, berichtet Taaffe.

Der Headhunter, der früher selbst CFO in PE-finanzierten Unternehmen war, sieht darin ein Missverständnis und sagt: „Die meisten Interimer haben in Wirklichkeit sogar großes Interesse daran, länger zu bleiben. Die wollen nicht alle sechs Monate auf ein neues Projekt – vor allem nicht im PE-Umfeld“. Kein Wunder, winken dort den Managern bei einem erfolgreichen Exit des PE-Investors doch stattliche Sonderzahlungen. „Gute Interimer in unseren Pool zu bekommen, war daher nie ein Problem“, so Taaffe weiter. „Eher war es so, dass manche Kunden etwas länger von Interim to Perm überzeugt werden mussten. Aber Fakt ist: Keine Firma hat heutzutage noch die Zeit, sechs oder neun Monate auf einen neuen CEO oder CFO zu warten.“

Welche Situationen und Herausforderungen sich in der Interim-to-Perm-Praxis als mitunter problematisch herausgestellt haben und in welcher Hinsicht sich der Service reibungsloser etabliert hat als von ihm erwartet, das verrät Paul Taaffe im FINANCE-TV-Talk.

FINANCE TV – PAS und CFGI: Darum geht es bei der Beraterfusion23 Sep 202400:09:02

Nur zwei Jahre nach der Gründung ist PAS mit der US-Beratung CFGI fusioniert. Was hinter diesem Deal steckt und was nun die Pläne sind, haben wir bei FINANCE-TV PAS-Chef Markus Groß gefragt.

Anfang Mai hat das CFO-Beratungshaus PAS – selbst erst vor zwei Jahren aus FAS hervorgegangen – den Verkauf an die US-Consultingfirma CFGI bekanntgegeben. Bei FINANCE-TV erklärt PAS-Chef Markus Groß nun die Hintergründe dieser Transaktion und äußert sich auch zu den weiteren Wachstumsplänen von PAS, hinter der nun via CFGI die beiden PE-Häuser CVC und Carlyle stehen.

„Wir sind seit unserer Gründung gut vorangekommen und konnten unsere Mitarbeiterzahl in den ersten zwei Jahren auf 125 Köpfe verdreifachen. Für das Zusammengehen mit CFGI haben wir uns vor allem entschieden, um jetzt noch schneller skalieren zu können, vor allem international“, erklärt Groß im FINANCE-Talk.

Nun will der PAS-Chef die Unternehmensgröße bis Ende 2026 – gemessen an der Mitarbeiterzahl – noch einmal mehr als verdoppeln. Angestrebt wird eine Teamgröße von 300. Das Wachstum soll auch durch die Eröffnung von Auslandsstandorten erzielt werden, zum Beispiel in Österreich, der Schweiz und in Spanien.

Inhaltlich nennt er Cybersecurity als eines der zentralen Wachstumsfelder. Aber auch die kapitalmarktnahe Beratung von CFOs soll weiter ausgebaut werden. „Wir orientieren uns als Peer Group an den Big Four – insbesondere jetzt, da wir auch international präsent sind“, erklärt er weiter. „Aber sehr wichtig ist es uns, trotz der wachsenden Größe agil zu bleiben, wie es eher für die Next Six typisch ist.“

Welche Unterschiede es bei den Vergütungs- und Incentive-Paketen der Partner zwischen der nun Private-Equity-finanzierten PAS und den Big-Four-Gesellschaften gibt und wie sichergestellt werden soll, dass die Schlüsselpersonen auch unter dem Dach des neuen Hauptgesellschafters den eingeschlagenen Weg weiter mitgehen werden, das erklärt Markus Groß im FINANCE-TV-Interview.

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