In welchem politischen Kontext ist ein Song entstanden? Warum hat der Gitarrist das Solo so und nicht anders gespielt? Was macht die Band heute? Prof. Udo Dahmen, künstlerischer Direktor a.D. der Popakademie Mannheim und Berater für Popländ Baden-Württemberg erklärt jede Woche die Hintergründe eines großen Songs der Popmusikgeschichte.
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„Walk this way” von Run DMC und Aerosmith
Saturday, August 24, 2024 • Duration 06:59
Im Original stammt der Song von der Rockgruppe Aerosmith. Die Coverversion von Run DMC von 1986 markiert die Geburt des Crossovers und bringt die als unvereinbar geltenden Genres Hip Hop und Hardrock erfolgreich zusammen.
„I Can’t Make You Love Me“, interpretiert von Bonnie Raitt
Saturday, November 4, 2023 • Duration 08:23
„I Can’t Make You Love Me“ ist ein vielfach gecoverter Song, den die beiden Nashville-Songwriter Mike Reid und Allen Shamblin geschrieben haben. Als man der US-amerikanischen Blues- und Countrysängerin Bonnie Raitt den Titel vorspielte, war sie sofort von ihm überzeugt. Besonders sprach sie der Inhalt des Songs an, der das Gefühl beschreibt, wenn man in einer Beziehung nicht so geliebt wird wie man selbst liebt.
Bonnie Raitts Interpretation zeichnet sich neben den gesanglichen Stärken dadurch aus, dieses starke Empfinden intensiv hörbar zu machen. In einem Interview betonte sie, der Song sei enorm schwierig in der technischen wie auch emotionalen Umsetzung. Bonnie Raitt, Jahrgang 1949, ist nach wie vor sehr aktiv - sie tourt bis heute.
„Black Coffee“, interpretiert von Beth Hart & Joe Bonamassa
Saturday, August 5, 2023 • Duration 06:30
1972 veröffentlichten Ike und Tina Turner den Song „Black coffee“ auf ihrem Album „Feel Good“. Der Text beschreibt mit deutlich sarkastischen Untertönen schwarzes Lebensgefühl in einem „freien Amerika“. In bewährter Zusammenarbeit haben Bluesrocksängerin Beth Hart und Gitarrist Joe Bonamassa 2018 den Song neu eingespielt. Für den Popexperten Udo Dahmen ein seltener Fall, in dem die Coverversion das Original noch übertrifft.
Frühe Ikone der queeren Szene: Grace Jones und ihr Erfolgshit „Slave To The Rhythm"
Saturday, April 8, 2023 • Duration 07:40
„Slave To The Rhythm", geschrieben von Trevor Horn und 1985 veröffentlicht auf Grace Jones' gleichnamigem siebten Studioalbum, wurde für die Sängerin zu ihrem größten kommerziellen Erfolg. Grace Jones ist eine jamaikanische Künstlerin, die neben ihrer musikalischen Karriere auch Schauspielerin und gefragtes Model war - sie arbeitete unter anderem für Yves Saint-Laurent und Helmut Newton. Wegen ihrer androgynen Inszenierung gilt sie als frühe Ikone der queeren Szene.
Intensiv: Kate Bush mit „Wuthering Heights“
Saturday, July 6, 2024 • Duration 07:46
Mit diesem Song auf ihrem ersten Album „The Kick inside“ wurde die britische Sängerin Kate Bush 1978 quasi über Nacht berühmt. Besonders ihre hohe Stimmlage prägt sich sofort ein. Der Text des Songs basiert auf dem Buch Emily Brontés, „Wuthering Heights“ („Sturmhöhe“). Schon mit diesem frühen Werk manifestiert Kate Bush ihre enorme musikalische Experimentierfreudigkeit, die sie fast ausschließlich im Studio auslebt. Auftritte sind eher selten.
Schon jetzt zeitlos: „Halluzinationen“ von Sophie Hunger
Saturday, April 12, 2025 • Duration 06:38
Die Schweizerin Sophie Hunger ist eine sehr vielfältige Musikerin, und obwohl sie sich immer wieder neu zu erfinden scheint, bleibt sie dennoch unverwechselbar. Ihr Album „Halluzinationen“ hat sie mit ihrer Band in nur zwei Tagen in den berühmten Abbey Road Studios in London aufgenommen. Der Titelsong überzeugt Udo Dahmen, den Leiter der Mannheimer Popakademie, vor allem durch das zurückgenommene Schlagzeug und den rhythmisierten Gesang von Sophie Hunger.
„Hallelujah“ von Leonard Cohen
Saturday, November 9, 2024 • Duration 08:14
Der 1984 auf dem Album „Various Positions“ veröffentlichte Song, der zudem unzählige Male gecovert wurde, ist Leonard Cohens populärster Titel. Doch erfolgreich war er keineswegs von Anfang an. Inhaltlich setzt sich Cohen, der aus einer jüdisch-kanadischen Familie in Montreal stammte, mit dem hebräischen „Hallelujah“ (Lobet den Herrn) auseinander und bezieht sich auf biblische Begebenheiten. Ein Halleluja drückt Dank und Lob für Gott aus. Aber die Tatsache, dass der passionierte Lyriker Cohen über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens 80 Verse zu diesem Song schrieb, bevor er sich für wenige Verse entschied, zeigt deutlich, wie stark er darin seinen Glauben reflektiert hat. Zudem er von einem „cold and broken Hallelujah“ singt. „Diese Welt ist voller Konflikte und voller Dinge, die sich nicht versöhnen lassen“, sagte Leonard Cohen. „Aber es gibt Momente, in denen wir uns versöhnen und das ganze Durcheinander umarmen können, und das meine ich mit Hallelujah.“
Bruce Springsteen „Born to Run“
Friday, August 29, 2025 • Duration 07:10
„Born To Run“ war für den US-amerikanischen Sänger nicht nur der internationale Durchbruch, sondern das 1975 veröffentlichte Album hat die Karriere von Bruce Springsteen sogar gerettet. Seine ersten beiden Alben sind bei der Fachpresse zwar gut angekommen, aber die Verkaufszahlen waren zu schlecht. Deshalb hat sich Bruce Springsteen für „Born to Run“ auch von den ganz großen Künstlern inspirieren lassen. Bei den Texten war eines der Vorbilder auch Folklegende Bob Dylan und beim Sound hat sich Springsteen an der legendären „Wall of Sound“ von Phil Spector orientiert. Die hört man vor allem beim größten Hit des Albums - dem Titeltrack „Born To Run“, erklärt unser Popmusikexperte Udo Dahmen.
„Lay it down“ - Journey
Friday, August 15, 2025 • Duration 05:18
Journey wurde ursprünglich in San Francisco als progressive Jazz-Fusion-Band gegründet und erlebte ihre größten Erfolge in der Pop-Rockphase zwischen 1978 und 1987. Mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern weltweit ist sie damit eine der erfolgreichsten Pop-Rock-Bands überhaupt.
„Secretly" der britischen Band Skunk Anansie
Friday, August 1, 2025 • Duration 10:02
Der Titel „Secretly" der britischen Alternative-Rockband Skunk Anansie wurde 1999 veröffentlicht und stammt vom dritten Album der Band, das stilistisch eine Entwicklung hörbar macht. Zum einen wurde die Musik der Band lyrischer, andererseits aber auch härter. Eine neue Seite von Crossover sowie elektronische Elemente und Streicherarrangements sind typische Kennzeichen, die sich im Song „Secretly" zeigen.
Den bis heute anhaltenden Erfolg hat die Gruppe ihren starken Songs und kritischen, politischen Texten zu verdanken, aber auch ihrer kraftvollen Frontfrau Skin, deren variantenreiche Stimme über ein großes Volumen verfügt. Die Sängerin hat die Band einmal als ein Amalgam von Heavy Metal und feministischer Wut bezeichnet. Skunk Anansie wurde 1994 gegründet und besteht bis zum heutigen Tag in der ursprünglichen Besetzung - mit einer Pause zwischen 2001 und 2009, in der die Mitglieder eigene Projekte verfolgten.