(Vorweg: dies ist kein Podcast über Depression. Allerdings werde ich neben anderen Bereichen weiterhin Themen wie Sucht und Depressionen behandeln.)
Hey ihr Lieben, vorweg gibt es hier einen kleinen Bonus: Ein Brief an meine Depression. Vielleicht schreibst du ja auch einen? Ich kann das nur empfehlen.
Bitte entschuldigt die Qualität der Aufnahme. Ich befinde mich, zur Behandlung eben dieser Depression, gerade noch in einer Therapieeinrichtung und kann nur mit meinem Handy aufnehmen…
Hier der Text des Briefes:
Hey Depression,
Wir kennen uns nun schon so lange.
Zu lange, wenn du mich fragst.
So viele Jahre, dass du eine Konstante in meinem Leben geworden bist.
Uns verbindet eine unfreiwillige, toxische Freundschaft.
Nie habe ich mich so richtig um dich gekümmert. Bist du deshalb so hartnäckig und fordernd?
Habe ich dich zu sehr ignoriert? Deinem Bruder, der Sucht, zu viel Aufmerksamkeit geschenkt, während ich dich nur als lästigen Begleiter wahrgenommen habe?
Zu Beginn wolltest du mir wohl nur zeigen, dass ich mich besser um mich selbst kümmern sollte.
Warst ein Warnsignal, wolltest mich dazu zwingen, mein Leben positiver zu gestalten.
Aber ich habe nicht gehört. Habe dich gehasst, verflucht und ignoriert.
Doch genau wie ich, bist auch du mit der Zeit gewachsen, wurdest lauter, stärker und warst irgendwann nicht mehr zu überhören.
Während ich meine Zeit mit deinem Bruder verbrachte, bewegtest du dich stets in seinem Schatten.
Hast uns verfolgt und nach uns gerufen, bis wir so genervt von dir waren, dass sich dein Bruder „Sucht" zu dir umdrehte und dich zum schweigen brachte.