Explore every episode of the podcast Audioreportage Klassismusforschung
| Title | Pub. Date | Duration | |
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| #1 - Die vergessene Diskriminierungsform - Klassismusforschung im Aufbruch | 09 May 2025 | 00:10:41 | |
In der ersten Folge spreche ich mit Francis Seeck und Marie Kottwitz, den Organisator*innen des Scoping Workshops Klassismusforschung. Warum wird zu Klassismus bislang so wenig geforscht, obwohl viele Menschen davon betroffen sind? Welche Perspektiven stehen im Mittelpunkt des Workshops? Und wie lässt sich Klassismusforschung so gestalten, dass sie vielfältige Perspektiven berücksichtigt, verschiedene Disziplinen verbindet und für die Praxis relevant ist? Marie Kottwitz gibt uns einen Überblick über die historische Entstehung des Begriffs Klassismus. Wo und wann wurde der Begriff Klassismus eigentlich zum ersten Mal verwendet? Francis Seeck ist Professor*in für Theorien und Handlungslehre der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung an der Technischen Hochschule Nürnberg. Seecks Arbeitsschwerpunkte sind Klassismuskritik, politische Bildung, Antidiskriminierung und menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit. Seit 2010 arbeitet Seeck als Antidiskriminierungstrainer*in und politische*r Bildner*in. Marie Kottwitz ist Sozialarbeiterin (M. A.) und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Ihre Schwerpunkte sind (queer-)feministische Soziale Arbeit und klassismuskritische Perspektiven. Idee und Konzept, Interviewerin, Sprecherin, Ton, Schnitt / Postproduktion, Cover-Design: Anna Feder | |||
| Podiumsdiskussion: Queerfeministische Impulse für eine Intersektionale Klassismusforschung. Mit Martina Witte, Brigitte Theißl und Tanja Abou | 30 Apr 2025 | 00:56:53 | |
Der Diskurs um Klassismus wurde maßgeblich durch feministische und lesbische Selbstorganisationen geprägt, wie beispielsweise die Prololesben, die sich Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre in der westdeutschen Frauen- und Lesbenbewegung organisierten, um sich über Klassismuserfahrungen auszutauschen und ins Handeln zu kommen. Doch wie hat sich der Diskurs im Laufe der Jahre weiterentwickelt? Welche Rolle spielen queerfeministische Perspektiven heute im Diskurs um Klassismus? In der Podiumsdiskussion kommen drei Expert:innen zusammen, die alle an der Schnittstelle von queerfeministischen Perspektiven und Klasse aktiv sind: Martina Witte, Autorin, Diplompsychologin, Aktivistin, die seit 1988 im Film- und Fernsehbereich tätig ist; Brigitte Theißl, Journalistin und Erwachsenenbildnerin, die leitende Redakteurin des feministischen Magazins "an.schläge" ist; sowie Tanja Abou, queere Poverty-Class-Akademikerin, Social-Justice-Trainerin, Careleaverin, systemische Therapeutin, DJ und Kinderbuchautorin. Klassismus ist der Schwerpunkt ihrer politischen Bildungsarbeit. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Marie Kottwitz. Die Podiumsdiskussion fand im Rahmen des Scoping Workshops: Klassismusforschung statt, bei dem Wissenschaftler:innen aus verschiedenen Disziplinen, zivilgesellschaftliche Akteur:innen und Erfahrungsexpert:innen zusammenkamen, um eine Klassismusforschung zu fördern, die interdisziplinär, intersektional, partizipativ und praxisrelevant ausgerichtet ist. Der Workshop fand im Februar 2025 in Hannover statt und wurde von der VolkswagenStiftung gefördert. Moderation: Marie Kottwitz Cover-Design: Anna Feder Die Bilder auf den Covers sind im Rahmen des Scoping Workshops entstanden oder lizenzfrei von unsplash. | |||
| #2 - Wohnungslosigkeit nimmt zu! – Was kann Klassismusforschung dagegen tun? | 28 May 2025 | 00:16:23 | |
„Zelte, die am Straßenrand aufgebaut wurden, werden geräumt, Menschen werden aus der Innenstadt vertrieben (…) Wohnungslosigkeit hat strukturelle Ursachen. Der Kern dieser strukturellen Ursache liegt darin, dass Wohnungen eine Ware sind.“ – Claudia Steckelberg. Was passiert politisch – vor allem wohnungspolitisch? Darüber spreche ich im ersten Teil dieser Folge mit Claudia Steckelberg.
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| #3 - Klassismuskritik und Bildungsgerechtigkeit | 11 Jul 2025 | 00:24:39 | |
In der dritten Folge geht es um Klassismuskritik und Bildungsgerechtigkeit – darüber spreche ich mit: Ann-Kristin Kolwes ist Erstakademikerin und engagiert sich seit 2014 für das Thema Bildungsgerechtigkeit – mit den Schwerpunkten wissenschaftliche Karrierewege und Hochschule. Sie ist Koordinatorin des Programms Erste Generation Promotion Mentoring an der Universität zu Köln sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied von Erste Generation Promotion e.V.
Idee und Konzept, Interviewerin, Sprecherin, Ton, Schnitt/ Postproduktion, Cover-Design: Anna Feder | |||
| #4 - Klassismus in der Jugendhilfe – und wie Klassismus sich in Körpern einschreibt | 01 Oct 2025 | 00:10:04 | |
Im ersten Teil der Folge geht es um: Klassismus in der Jugendhilfe. Wer sind Careleaver*innen und inwiefern sind Careleaver*innen von Klassismus betroffen? Zu hören sind: Laura Brüchle und Tanja Abou. Laura Brüchle ist Referentin für den Careleaver e. V. (Selbstvertretung von Menschen aus der Jugendhilfe). Sie ist selbst Careleaverin und arbeitet viel mit Themen der Jugendhilfe und sozialer (Un-)Gleichheit. Außerdem studiert sie im Master Soziale Arbeit. Tanja Abou ist queere Poverty-Class-Akademikerin, Social-Justice-Trainerin, Careleaverin, systemische Therapeutin, DJ und Kinderbuchautorin. Klassismus ist der Schwerpunkt ihrer politischen Bildungsarbeit. Zurzeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hildesheim an der ersten Langzeitstudie zum Thema Leaving Care in Deutschland beteiligt. Wie formt Klassismus Körper? Und wie wird Klassismus performt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Dramaturgin und Kuratorin Sandra Noeth, die im zweiten Teil der Folge zu hören ist. Sandra Noeth ist Professorin an der Universität der Künste in Berlin. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit ethischen und politischen Perspektiven auf Körperpraxis und -theorie und mit Dramaturgie im Kontext von zeitgenössischer Choreografie und Performance. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist: Körper unter strukturellen Gewalterfahrungen. | |||
| Klassistische Zumutungen der Bürgergeldreform – Ein offener Brief | 24 Feb 2026 | 00:08:49 | |
Vor ziemlich genau einem Jahr fand der Scoping Workshop Klassismusforschung statt. Daraus hat sich das Netzwerk Klassismusforschung gegründet – und dieses hat nun einen offenen Brief gegen die klassistischen Zumutungen der Bürgergeldreform veröffentlicht. In dieser Folge spreche ich mit Francis Seeck über den offenen Brief und die geplante Bürgergeldreform. Inwiefern haben sich in den letzten Monaten klassistische Narrative und Zuschreibungen gegenüber Bürgergeldempfänger*innen verschärft? Was steht im Entwurf der geplanten Grundsicherung? Und was ist aus klassismuskritischer Perspektive besonders dramatisch an diesem Gesetzesentwurf? Link zum offenen Brief gegen die klassistischen Zumutungen der Bürgergeldreform: https://innn.it/klassistischezumutungen Francis Seeck ist Professor*in für Theorien und Handlungslehre der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung an der Technischen Hochschule Nürnberg. Seecks Arbeitsschwerpunkte sind Klassismuskritik, politische Bildung, Antidiskriminierung und menschenrechtsorientierte Soziale Arbeit. Seit 2010 arbeitet Seeck als Antidiskriminierungstrainer*in und politische*r Bildner*in. | |||