Glüxpiraten Podcast - Unterwegs zuhause – Détails, épisodes et analyse
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Glüxpiraten Podcast - Unterwegs zuhause
Genuss-Segler und Langfahrer geben spannende Interviews zu den Themen Segel
Fréquence : 1 épisode/0j. Total Éps: 59

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Der Segeltalk
Saison 1 · Épisode 1
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 32:04
Hier in Folge 0 machen wir das, was sich zum Beginn eines Podcasts gehört: Wir stellen uns und den Segeltalk erst mal vor!
Babsi und Eric beim Ostseestammtisch 2016 in Hamburg https://www.amazon.de/Ich-schenke-eine-Insel-Stressmanagement-ebook/dp/B014WX9EQG/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&qid=1478619967&sr=8-1&keywords=ich+schenke+Dir+eine+insel&linkCode=li2&tag=timelinecoach-21&linkId=b14fae1590c3d77c32f73bb804e58b81 Ich schenke Dir eine InselFangen wir also bei den Protagonisten an: Babsi und Eric leben zusammen in Groß-Gerau, einer Kreisstadt im Rhein-Main-Gebiet und arbeiten dort selbstständig in ihrem Werbetechnikbetrieb D-SIGN Werbung. Während Eric bereits sehr früh in die Selbstständigkeit gestartet ist, hat Babsi schon recht viele verschiedene Berufserfahrungen gesammelt:
Lehre als Bürokauffrau, selbstständige Gärtnerin, psychologische Beraterin und aktuell bei D-SIGN im Büro als Mädchen für alles, was sich um Buchhaltung und Kommunikation dreht. Und ganz nebenbei ist Babsi auch noch Buchautorin: sie veröffentlichte das Buch "Ich schenke Dir eine Insel" im Selbstverlag und als e-book.
Babsi hat schon immer die starke Anziehungskraft des Wassers wahrgenommen und träumt schon lange von einem Boot und dem Fahren auf dem Wasser. Eric brachte schließlich das Thema Segeln ins Spiel.
Sein Vater segelte regelmäßig mit teils fester, teils wechselnder Crew auf gecharterten Schiffen zumeist im griechischen Mittelmeer und auch auf der Ostsee.
Erics erster richtiger Segeltörn führte ihn kurz nach dem Tod seines Vaters in Etappen von Athen bis zur Insel Milos, um dort mit dessen alter Stammcrew seine letzte Ruhestätte im Mittelmeer zu besuchen.
Ausbildungen bis jetzt:Babsi:
- Sportbootführerschein Binnen & See/Motor: beide gleichzeitig 10/2016
Eric:
- Sportbootführerschein Binnen/Motor: 08/2013
- Sportbootführerschein See/Motor: 12/2015
- Funkscheine UBI/SRC: 06/2016
- Für Anfang 2017 ist der SKS geplant
Alle wichtigen Infos zu unserer Makani findest Du auf ihrer Seite hier auf unserer Website.
Nachdem wir sie zunächst hier im Rhein-Main-Gebiet ins Wasser gelassen hatten und dort auch die ersten Fahrten unternahmen, zog Makani dann im September um nach Holland ins friesische Warns. Dort, im Wassersportcenter de Stormvogel, liegt sie nun auch im Winterlager.
Warum der Podcast?Wir lernen segeln! Seit Anfang 2016 hat uns der Segelvirus gepackt und wir wollen in jeder freien Minute auf's Wasser. Und wenn man wie wir bei fast null beginnt, stellen sich mit jeder beantworteten Frage gleichzeitig zehn Neue. Und wir glauben, daß es nicht nur uns so geht.
Genau genommen wären wir froh gewesen, wenn es unseren Podcast schon gegeben hätte, als wir anfingen mit dem Segeln.
Wir möchten Dich, lieber Zuhörer und Mitleser, gerne teilhaben lassen, an unserer Entwicklung und wünschen uns, daß auch Du von den vielen interessanten Interviews und Berichten etwas für Dich mitnehmen kannst.
Unser großes Zwischenziel ist: Wir wollen 2020 zu einer Weltreise starten!Bis da hin muss noch viel geschehen und wir müssen noch unglaublich viel lernen. Wir brauchen bis dahin ein geeignetes Schiff und müssen es ausrüsten und dann auch kennenlernen. Und vielleicht hast auch Du diesen Traum!? Vielleicht möchtest auch Du bald auf Langfahrt gehen und glaubst, das dies nicht möglich wäre für Dich. Wir möchten zeigen, wie es doch gelingen kann, ein normales Leben mit einem mehr oder minder geregelten Job für eine gewisse Zeit gegen ein Leben auf dem Wasser unterwegs um die Welt einzutauschen.
Welche Themen wird es hier geben?- Segeln, um zu segeln, ohne vordringlich sportlichen Aspekt, Genuss-Segeln
- Segeltechnik, Segeltrimm
- Reisen im Eigenen oder mit gecharterten Schiffen
- Segelreviere
- Törnplanung
- Blauwasserleben
- Ozeanüberquerungen
- Ausstattung für Schiff und Besatzung
- verschiedene Bauweisen von Schiffen und deren Eigenarten
- Recht und Versicherungen
- Erfahrungsberichte von Spezialisten
Kannst Du auch etwas zu unserem Podcast beitragen?
Bist Du vielleicht schon mal auf Langfahrt gewesen?
Hast Du ein Schiff schon mal aus- oder umgebaut? Warum und was genau?
Arbeitest Du an oder mit Schiffen?
Oder hast Du Ideen oder Kenntnisse, die Du an die Glüxpiraten-Community weiter geben möchtest?
Dann melde Dich bitte bei uns:
[contact-form][contact-field label='Name' type='name' required='1'/][contact-field label='E-Mail' type='email' required='1'/][contact-field label='Website' type='url'/][contact-field label='Mein Beitrag, meine Idee' type='textarea' required='1'/][/contact-form]
Ein Interview ist jederzeit möglich, denn wir sind ausgestattet: entweder, wir treffen uns persönlich und schnacken einfach live miteinander oder wir nutzen Onlinetools und treffen uns im Internet!
Wie wird der Podcast produziert? https://www.amazon.de/ZOOM-Handy-Recorder-KEEPDRUM-Zubeh%C3%B6r-Set/dp/B01H5L5OSY/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&qid=1478619614&sr=8-2&keywords=zoom+h4n+pro&linkCode=li2&tag=timelinecoach-21&linkId=f7d03d8cd75f6cc9ddf5d5c2f7f7b4e5 Zoom H4n Pro mit ZubehörAls Aufnahmegerät für unseren Segeltalk verwenden wir einen Zoom H4N Pro. Ein mobiles 4-Kanal Aufnahmegerät mit guter Sprachqualität.
Mit diesem Teil sind wir auch zum Beispiel auf Messen und Veranstaltungen unterwegs und können so jederzeit loslegen.
Die Postproduktion erfolgt dann mit Garageband von Apple. Ein Audiotool, das bei jedem Mac kostenlos dabei ist und ein tolles Ergebnis liefert, auch wenn man kein Toningenieur ist.
Wie erfährst Du, wenn eine neue Episode online ist?Am Besten, Du abonnnierst den Glüxpiraten Segeltalk bei iTunes oder in dem Podcatcher Deiner Wahl. Dann verpasst Du ab sofort keine Folge mehr und kannst auch ältere Episoden jederzeit nachhören. Schau einfach im Appstore mal nach dem Stichwort Podcast. Du bekommst dann einige Vorschläge und suchst Dir die passende App raus!
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Hanseboot-Special 01 mit Annette Kilch und Stephan Boden
Saison 1 · Épisode 1
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 20:21
Gleich zum Einstieg in den Glüxpiraten Segeltalk waren Babsi und Eric in Hamburg auf der Hanseboot und trafen dort tolle Leute, die sich alle gerne die Zeit für ein Interview genommen haben. Daraus ist ein dreiteiliges Special entstanden. Den Anfang machen wir mit Annette Kilch die Ihre Segelakademie Ocean's Eleven vorstellt und Stephan Boden, Autor, Blogger und Miterfinder der Bente24, der uns über zahlreiche Neuigkeiten berichten kann.
Annette Kilch Ocean's ElevenAnnette ist die Inhaberin der Ocean's Eleven GmbH. Ein Segelreise-Veranstalter, der sich vor allem auf Frauen-Segeltrainings und Themen-Segeltörns spezialisiert hat.
Segeltechnik, Manöver, Törnplanung aber auch Persönlichkeitsentwicklung zum Beispiel im Rahmen von Coaching-Törns stehen bei Ocean's Eleven im Vordergrund. Dabei legt Annette großen Fokus auf's Frauensegeln, veranstaltet aber auch einige Touren mit gemischten Crews.
Bei den Frauen, die Annette auf ihren Schiffen begrüßt, herrscht der große Wunsch vor, beim allem, was auf dem Segelboot Spaß macht, aktiver und mit mehr Selbstbewusstsein dabei zu sein. Ihre Mitseglerinnen wollen am Ruder stehen und sich diesen Spaß nicht aus der Hand nehmen lassen.
Oft nehmen sich Frauen in gemischten Crews ganz automatisch zurück und überlassen den Männern auf dem Schiff das Ruder und das Kommando. Das haben sie aber eigentlich gar nicht nötig. "ich habe das bei mir selbst beobachtet", erklärt Annette im Interview mit Babsi, "Wenn ein Mann an Bord war, sagte ich mir: 'Lass ihn doch segeln, der kann das gut. Wenn was passiert, dann kann der das besser als ich.' Das stimmt aber so nicht".
Aufgaben sinnvoller verteilen Babsi im Interview mit Annette KilchFrauen sind sehr geschickte Rudergängerinnen und dort besser aufgehoben als beispielsweise bei der Leinenarbeit. Hier steckt bei segelnden Paaren oft großes Konfliktpotential weil schlicht die Aufgaben falsch verteilt sind.
Selbstbewusstsein und mentale Stärke sind die Eigenschaften, die Annette hier bei den Frauen stärken möchte. Seit September 2015 veranstaltet sie die Frauentrainings und hat hier sehr großen Erfolg. "Hier ist keine Frage zu doof und kein Fehler zu schlimm. Fehler passieren. Und man kann sie bei uns einfach machen, ohne sich rechtfertigen zu müssen."
Frauen begleiten in einer Paarbeziehung und in der Familie ohnehin die Führungsposition. Und auf dem Schiff vertauschen sich plötzlich die Rollen. "Warum führt denn die Frau nicht einfach weiter? Sie kann's doch?", fragt Annette hier zu Recht.
Starkes TeamFür ihre Trainings erhält sie kompetente Unterstützung:
- Monika Lehn, die bereit selbst einen Katamaran gebaut hat, unterstützt das Skipper-Team bei Fragen rund um die Bootstechnik wie etwa Motorenkunde. Monika ist aber auch Systemische Beraterin und kann so auch bei persönlichen Themen weiter helfen.
- Mareike Guhr ist im September 2016 von einer vierjährigen Weltumsegelung zurückgekehrt und unterstützt fortan das Team als Skipperin und Ausbilderin mit ihrem riesigen Erfahrungsschatz.
Wer Interesse an dem breiten Angebot von Annette Kilchs Segelakademie hat, der findet alle wichtigen Infos unter: www.oceans11.de
Stephan Boden aka diggerhamburgAlle Unkenrufen zum Trotz war für Stephan auf dem Bente-Messestand der Hanseboot die Veranstaltung ein voller Erfolg. Die neuen Öffnungszeiten wurden vom Publikum gut angenommen und ansonsten etwas ruhigere Zeiten waren nun sogar besser besucht.
Drei Boote auf dem Stand von Bente- Die Weltpremiere! Die MK3 "Piece of ship" mit der Baunummer enthält viele Verbesserungen und Anpassungen wie zum Beispiel eine neue Farbe für den Rumpf, geänderter Ruderführung, mehr rutschhemmende Bodenbeläge und einige weitere Details und Optimierungen.
- Die Bio-Bente. Das nachhaltig gebaute Modell zum ersten Mal komplett fertig auf einer Messe.
- Die Golden Snatch. Die edle und schnelle Variante. Hier zeigt der Bootsbauer, was mit dem Schiff alles möglich ist.
Bente beschreitet beim Bau seiner Modelle einen ausgewogenen Mittelweg zwischen Performance und praktikablem Daysailer, der auch prima für den zweiwöchigen Urlaub geeignet ist. Gleich zu Beginn der Entwicklung standen hier die Wünsche der Kunden im Fokus. Ein Konzept, das sich auszahlt: "Streng genommen sind der drittgrößte Anbieter im deutschen Markt.", berichtet Stephan nicht ganz ohne Stolz. Ein beachtliches Ergebnis nach nur einem Jahr!
Ein Händlernetz entsteht im Moment europaweit, so daß es auch am Bodensee, am IJsselmeer und auch an der Ostsee bald die Möglichkeit der Besichtigung und der Probefahrt geben wird.
Nah dran!Ähnlich wie beim Bootsbau ging das Bente-Team auch bei der Konzeption des Messestands vor: wie in einem Hafen gibt es hier die Boote, die im Mittelpunkt stehen und wirklich zu Anfassen sind. "Ohne goldene Kordel oder einen Zaun davor", witzelt Stephan. "Hier stehen ein paar Biertische, Du kannst hier Dein Butterbrot essen und das ganze Team ist für alle Späße zu haben. Ein bisschen näher dran tut mal ganz gut. Gerade bei einem Boot wie diesem."
Also Goodie für die Standbesucher gibt's noch einen 3D-Drucker, der kleine Bente-Modelle anfertigt und eine T-Shirt-Presse, mit der vor Ort Merchandise-Klamotten bedruckt werden.
Einhandsegeln https://www.amazon.de/Einhandsegeln-Stephan-Boden/dp/3667106793/ref=as_li_ss_il?s=books&ie=UTF8&qid=1478625608&sr=1-1&keywords=einhandsegeln&linkCode=li2&tag=timelinecoach-21&linkId=64eb0c068514447a342c0fe326f26f57 Stephan Boden, EinhandsegelnNeben den Booten stellt Stephan auf dem Stand und in Bühnenvorträgen sein neues Buch "Einhandsegeln" vor.
Hier beschreibt er seinen Weg zum Segeln und die Erfahrungen, die er auf dem Weg gemacht hat. Viele Tipps und Kniffe, die beim Aufbau seiner eigenen Boote Anwendung fanden, sind hier beschrieben. Praktische Tips zu Segel- und Hafenmanövern und nützliche Hilfsmittel aus etlichen tausend Seemeilen Segelerfahrung:
- Das einhandtaugliche Boot und die Ausstattung
- Die perfekte Bootsgröße
- Sicherheit und Ordnung
- Pflege, Kontrolle und Checklisten
- Vorteile beim segeln ohne Crew
- Anlegen und Ablegen
- Leinenwurf
- Ankern
- Fehler machen. Fehler üben
- Navigation
- Das erste Mal allein
- Umgang mit Stress
- Auswirkungen des einhand unterwegs sein
Winterzeit ist Messezeit und so trifft man Stephan auf den Bootsmessen in Deutschland. Sowohl im Januar auf der BOOT in Düsseldorf, als auch auf der Boot & Fun in Berlin, wo eine weitere, bisher geheime Neuheit aus der Bente-Ideenschmiede vorgestellt wird. Wer die Bente im Wasser sehen und testen möchte, hat auf der Hanseboot Ancora Boat Show im Mai 2017 die Gelegenheit.
Alle Infos zur Bente findest Du unter www.bente24.com
Stephan erreichst Du unter www.diggerhamburg.com
Messeschnack mit Hinnerk, Babsi und Eric
Saison 1 · Épisode 10
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 46:51
[caption id="attachment_571" align="aligncenter" width="640"] Ben war unterwegs auf der BOOT 2017 in Düsseldorf[/caption]
Hier die wichtigsten Infos aus unserem Interview:
Langfahrttaugliche Boote Finanzierung des eigenen Schiffs- Fakten zum Kaufcharter bei Bobby Schenk
- kritische Betrachtung des Kaufcharter von Anna Perucki in der Börsenzeitung
- Yachtfinanzierung durch Leasing
- Leasingrechner für die Yachtfinanzierung
Guido plant für das Jahr 2017 einen Törn rund um die skandinavische Halbinsel durch die Ostsee, das russische Binnenrevier und das Nordmeer uns sucht hierfür noch Unterstützer.
Big Willi, der Spezialkran der BOOT 2017 Düsseldorf Der Great Loop und die Einreise in die USA[caption id="attachment_461" align="alignleft" width="300"] Auf eigenem Kiel vor der Skyline von Chicago.[/caption]
Über dieses Thema haben wir mit Hinnerk in unserem zweiteiligen Interview gesprochen: Teil 1 und Teil 2
Mit Katamaran auf Langfahrt[caption id="attachment_576" align="alignleft" width="300"] Die "La Medianoce", mit der Mareike Guhr unterwegs war[/caption]
Geht das? Ist ein Katamaran wirklich für die Langfahrt geeignet?
Mareike Guhr war über 4 Jahre auf einem Alu-Katamaran um die Welt unterwegs. Sie hat uns auf der Hanseboot diese Frage beantwortet.
Die neue Halberg-Rassy 44Hinnerk hat sich im Vorfeld zur BOOT 2017 die neue Schwedin bereits angesehen. Hier kannst Du seinen Bericht lesen.
Cleverer Trick gegen Einbrecher am AnkerplatzHinnerk erzählt von Freunden die ein zweites Dinghy auf ihrem Schiff mitführen: Immer, wenn sie von ihrem Katamaran aus mit dem "richtigen" Beiboot an Land fahren, holen sie das zweite zwischen den Rümpfen hervor und legen es offensichtlich neben das Schiff, sodaß es aussieht als sei jemand an Bord. Ein recht wirkungsvoller Schutz gegen Einbrecher.
Einhand sicher unterwegs[caption id="attachment_473" align="alignleft" width="300"] Hinnerk Weiler im Cockpit der IW 31 Paulinchen.[/caption]
Auf Makani - der Shark 24 der Glüxpiraten - sind alle Leinen vom Cockpit aus erreichbar. Der Vorbesitzer hat viele Törns mir ihr einhand unternommen und für ihn war es so am praktischsten.
Für Hinnerk gehört es zur Sicherheit als Einhandsegler, dass man sein Schiff gerade in schwierigen Sitautionen genau kennt und sich schnell und richtig darauf bewegen kann. Das ist auch der Grund für ihn, nicht alle Leinen - wie bei vielen Einhandseglern üblich - ins Cockpit zu führen. "Für mich ist es eine völlige Selbstverständlichkeit, nach vorne zu gehen. Egal ob es grade acht Windstärken hat und jede zweite Welle rüberknallt, weil ich das schon zehn mal in den letzten vierzehn Tagen gemacht hab.", erklärt er, "Ich weiß blind, wo ich mich festhalten muss."
Was da vorne so aussieht, als ob man sich dran festhalten kann, muss auch aushalten, dass man sich dran festhält!
Fallen und Reffleinen zum Beispiel sind bei Hinnerk immer belegt. Wenn sich nämlich mal jemand daran festhält, gibt es hier keine bösen Überraschungen!
Auf längeren Etappen ist man auch zu zweit als Einhandsegler unterwegs!Gerade auf längeren Etappen wechseln sich zwei Segler in den Wachen ab: einer schläft, kocht oder hat einfach Freiwache, der andere segelt und kümmert sich um das Schiff. So ist immer ein Segler allein mit dem Schiff beschäftigt und fährt so auch die meisten Manöver einhand!
Interview mit Uwe Springer von Springsail.de
Saison 1 · Épisode 11
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 50:12
Skipper Uwe Springer
In Leipzig geboren und aufgewachsen kam ich schon Ende der Siebziger nach München, wo ich zunächst als Kellner, später als selbstständiger Gastronom gearbeitet habe.
Irgendwann kam dann mal ein Freund auf mich zu mit der Frage: "Kannst Du mal mein Wirtshaus leiten? Ich möchte segeln gehen!". Nachdem er und seine Crew dann vom Törn zurückgekehrt waren, haben mich die lustigen und interessanten Geschichten neugierig gemacht. Schließlich vermittelte mich mein Segelfreund an meinen ersten Skipper: Ex-Bergsteiger Franz, der in seinem Ruhestand seinen Ausgleich im Segeln gefunden hatte.
1989 begann ich dann, meine Führerscheine zu machen. In meinem eigenen Gasthaus gründete ich dann noch einen Seglerstammtisch wo wir im Lauf der Zeit viele Leute kennengelernt, die die gleiche Leidenschaft teilen. So kam bald ein großer Kreis an Personen zusammen, die in wechselnder Besetzung mehrfach im Jahr gemeinsame Törns unternahmen. Direkt nach meinem bestandenen BR-Schein begann ich auch, mich selbst als Skipper zu verdingen.
Fortan fuhr ich jedes Jahr mindestens ein, zwei Törns mit Freunden in Kroatien. Später kamen noch weitere Reviere im Mittelmeer dazu.
Besitzt Du eigenes Schiff?Ich habe kein eigenes Schiff. Denn so kann ich viel leichter die Reviere wechseln! Außerdem fehlt mir die Zeit, mich um ein eigenes Schiff kümmern zu können. Lieber möchte ich immer wieder neue Reviere kennenlernen.
Die Welt ist voller Schiffe und wenn ich im Internet ein, zwei Klicks mache, dann kann ich überall auf der Welt ein gepflegtes, gewartetes Schiff chartern. Wenn dann während des Törns auf dem Schiff etwas kaputt geht, dann rufe ich den Vercharterer an und der klärt das. So habe ich als Veranstalter von Segeltörns eine gute Ausfallsicherheit.
Welches ist Dein Traum-Schiff?Ich liebe die Janneau 54 DS! Ein wundervolles, schlank geschnittenes Schiff mit einem sehr schönen Salon, viel Platz. Ein schnelles Schiff mit bis zu sechs Kabinen.
Als Eignerschiff käme für mich zum Beispiel ein Wauquiez 43 in Frage. Ein Freund von mir besitzt dieses Schiff mit Deckssalon und Eignerkabine im Achterschiff.
Wo segelst Du am Liebsten?Der schönste Fleck, den ich je kennengelernt habe ist Cane Garden Bay auf Tortola in der Karibik. Das Myett's Hotel liegt dort in einer herrlichen Sandbucht und von dessen Bar kann man den Sonnenuntergang mit Palmen und der eigenen Yacht in der Bucht geniessen.
Überhaupt sind die British Virgin Islands und auch die nördliche Karibik ein wunderbares Segelrevier.
Und natürlich Kroatien mit seinen 1246 Inseln ist unglaublich abwechslungsreich.
Wunschrevier - wo möchtest Du gerne mal segeln?Ich möchte gerne mal Thailand probieren! Die kleinen Inseln westlich von Phuket wo die James Bond Filme gedreht wurden! Wenn ich darüber lese, überkommt mich ein "Da-muss-ich-mal-hin-Gefühl"! Deswegen bin ich im Moment auch dabei, Törns in Thailand aber auch in Kuba vorzubereiten.
springsail.de - Gemeinsam durch den WindNach 41 Jahren Arbeit in der Gastronomie habe ich mich 2014 dazu entschieden, mein Berufsleben in diesem Bereich zu beenden.
Eat-and-Sail-TörnsUwe kann mit Fisch umgehen!
Meiner kulinarischen Vergangenheit geschuldet biete ich nun aber Eat-and-Sail-Törns an, wo wir die kroatischen Fischmärkte besuchen und zusammen einkaufen. Und während des Törns bringe ich meinen Gästen dann den Umgang mit Fisch und Seafood näher. Und das an Bord einer Segelyacht, wo man keine allzu große Küche hat, sondern meistens nur einen kleinen Herd. In Verbindung mit dem Segeln in traumhaften Revier und malerischen Buchten macht das richtig Spaß und an Bord kommt eine tolle Stimmung auf
Bike-and-Sail-TörnsIch hatte schon lange den Wunsch, mit meinem Motorrad mal über die Alpen und an der Mittelmeerküste entlang nach Kroatien zu fahren. Irgendwie haben wir das wegen der beruflichen Auslastung nie umgesetzt.
Nachdem ich mich jetzt mit springsail.de selbstständig gemacht habe, dachte ich, es wäre doch eine tolle Idee, dieses Erlebnis mit einem Segelurlaub zu kombinieren: Wir fahren mit einer Zwischenübernachtung in den Südalpen gemeinsam von München nach Zadar oder Pula. Die blühenden Felder Kroatiens und der warme Seewind, der Dich am Mittelmeer empfängt beschert Dir schon vor dem Segeln ein unglaubliches Glücksgefühl.
Nicht nur Kroatien bietet sich da als Ziel an. Das geht auch auf der italienischen Seite: wir fahren zum Beispiel auch in die Toscana und besegeln dann die italienischen Inseln und sogar bis Korsika.
Anschließend geht es dann wieder über die Alpen durch die Toscana zurück nach München. Wunderbare Törns und wunderbare Motorradtouren sind dabei schon entstanden.
Skipper4PleasureNeben diesen Angeboten und den "normalen" Reisen auf meinem Törnplan biete ich auch noch zum Beispiel Familien mit wenig Erfahrung an, sie beim Segelurlaub als Skipper oder auch als Co-Skipper zu begleiten. Ich vermittle dem Familienvater als Schiffsführer aus dem Hintergrund die Sicherheit, auch in brenzligen Situationen immer einen kompetenten Fachmann zu Seite zu haben, der das Schiff immer übernehmen oder auch alleine steuern kann.
Frauen-SkippertrainigsIn meinen Skipper-Trainings für Frauen arbeite ich speziell mit den Damen, die sonst immer nur zu Hilfsarbeiten an Deck verdonnert werden, weil der Gatte der einzige mit vermeintlicher Segelerfahrung ist. Das führt oft zu Streit und nicht zuletzt auch zum berühmten Hafenkino.
Wir lernen gemeinsam die Handhabung des Schiffs, üben die Hafenmanöver am Ruder oder an der Leine. Aber auch das Ankern, Segelmanöver und Navigation stehen auf dem Plan. Denn nur durch die Erfahrung und das Tun lernt man, mit einem Schiff wirklich umzugehen. Man kann viel lesen, aber die Erfahrungen sammelt man bei jedem Manöver immer nur selbst!
Wenn Geld keine Rolle spielte, wie sähe Deine seglerische Zukunft aus?Im Prinzip würde ich alles so weiter machen. Vielleicht würde ich mal einen Langzeit-Törn auf einem Windjammer mitmachen.
Und natürlich würde ich mich noch mehr in der Karibik herumtreiben. Das ist für mich einfach ein Traumrevier. Also: im Winter in die Karibik und im Sommer veranstalte ich dann meine eigenen Törns in Kroatien.
Welches ist Dein Lieblings-Gegenstand am Boot oder welches Teil magst Du besonders und warum?Ich habe auf jedem Törn meine Duschvorhang-Haken dabei! Mit denen kannst Du an jedem Handlauf eine Befestigungsmöglichkeit für Kleinigkeiten schaffen: Sonnebrille, Etuis oder andere Dinge fliegen so nicht mehr in irgendwelchen Schapps herum, sondern sind immer griffbereit. Es gibt auf keinem Schiff genug Haken!
Mein beleuchtetes Fernglas mit eingebautem Peilkompass möchte ich auch auf keinem Törn missen.
Mein Lieblings-Wort an Deck ist übrigens: Cunningham! Auf jedem Törn kommt die Frage auf, was das denn wohl sein.
Um der Frage vorzubeugen: Der Cunningham ist der Vorliekstrecker des Großsegels, der immer noch für ein wenig besseren Segeltrimm sorgen kann.
Welche Buchempfehlung kannst Du unseren Hörern mitgeben? https://www.amazon.de/Ph%C3%B6nizische-Reisen-Mike-Dull-Benoni-Junker/dp/3768806367/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&qid=1486710851&sr=8-1-fkmr0&keywords=die+ph%C3%B6nizischen+reisen+auf+der+mike+dull&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=59176a61e74e8eeafe79a0a5980674d4 https://www.amazon.de/Koch-ist-Kapit%C3%A4n-Neil-Hollander/dp/3922117597/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&qid=1486710984&sr=8-1&keywords=der+koch+ist+kapit%C3%A4n&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=405735217c80765c1abdb71f6ed49798 Welchen Fehler hast Du gemacht und was war die wichtigste Lektion daraus?Ich war auf dem Schiff eines Freundes unterwegs, einer Bavaria 50. Wir segelten Schmetterling vor der kroatischen Küste und hatten die Genua mit dem Spibaum ausgebaumt. Der Spibaum hatten wir fäschlicherweise im Schothorn der Genua eingeklickt. So konnte die Genuaschot nicht getrimmt werden. Der Wind wurde immer stärker und als dann die Geschwindigkeit des Schiffs die 12 Knoten überstieg , begann das Schiff bereits vor Last zu brummen. Bei 13,6 Knoten schließlich war es natürlich nicht möglich, den Druck aus dem Segel zu nehmen, waren doch alle Seiten des Vorsegels fest angeschlagen. Die Küstenlinie kam immer näher und eine unbedarfte Handbewegung beförderte das Segelmesser mit dem ich versucht hatte, das Vorsegel freizuschneiden nun auch noch ins Wasser. Der Rudergänger aktivierte dann den Autopiloten und hastete in die Pantry um das Küchenmesser zu holen. Damit konnten wir schließlich das Segel frei schneiden.
Als unser Rudergänger dann den Autopiloten wieder deaktivierte konnten wir mit letzter Kraft den Spibaum ausschäkeln. Die darauf folgende Patenthalse riss dann auch noch den Travellerkopf aus seiner Verankerung. Zum Glück kam hier niemand zu Schaden.
Als Skipper sollte man sich immer aller seglerischer Handlungen der Crew stets bewusst sein und diese auch vorher gründlich besprechen.
Welchen letzten Tipp kannst Du uns mit auf dem Weg geben?Segeln mach unwahrscheinlich viel Spaß. Es ist ein Gefühl, das jeder für sich selbst entwickeln muss. Segeln macht frei im Kopf und befreit Dich von dem Stress der Arbeit.
Ruhig bleiben, Übersicht behalten und: Segeln gehen!
Bitte teile uns noch eine Website oder eine andere Ressource mit, wo wir weitere Infos über Dich finden können.Am besten erreicht man mich über meine Webseite: www.springsail.de
Hier gibt es einen Überblick über meine Angebote und auch meinen Törnplan und ganz aktuell auch mein Charterangebot.
Auch bei Facebook bin ich vertreten.
Und natürlich kann man mich einfach anrufen: +49 176 72882437
Interview mit Steffi von sy-yemanja.de
Saison 1 · Épisode 12
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 49:42
Ich bin in Wien geboren, lebe aber seit 36 Jahren mit Unterbrechungen in der Nähe von Köln. Dorthin hat mich die Liebe verschlagen. Tomy, mein Mann, arbeitete hier für einen Autohersteller, wir lebten aber auch in England, Brasilien und Russland. Wir haben drei Töchter und bald drei Engelskinder. Ich liebe Pflanzen und Gärten und behaupte jetzt mal, den schönsten Frühlingsgarten im Ort zu besitzen - trotz Abwesenheit. Außerdem nähe ich gerne, am liebsten Quilts.
Segeln? Ist nicht mein Ding, aber ich liebe es, auf dem Wasser zu leben. Und ich liebe es, die Welt zu erkunden! Sie ist einfach großartig!
Wie bist Du zum Segeln gekommen?Ich segle? Ist mir neu! Gut wir bewegen uns auf einem Schiff unter Segeln vorwärts, aber ich bin nur Mädchen für alles an Bord. ja, da fällt auch Segeln darunter. Der Segler ist Tomy, die Weltumsegelung sein Traum. Aber gut, meinen ersten Schein habe ich 2009 in Köln und Holland gemacht, 2010 den zweiten auf der Ostsee. Von 2009 bis 2011 segelten wir eine Etap21i in Holland und auch auf der Adria.
Besitzt Du ein eigenes Schiff? Iles du SalutWir haben seit 2012 eine Aphrodite 36, Baujahr 89. Es ist ein schwedisches Schiff, fast baugleich mit Najad. Wie dieses ist es quasi der Mercedes, oder besser der Volvo unter den Fahrtenschiffen, solide und zuverlässig. Außerdem hat es noch eine klassische Schiffsform, die uns gefällt und ein Mittelcockpit. Wir haben es im Markermeer, in Katwoude, gekauft..
Hast Du ein Traum-Schiff?Unseres!
Welches Revier befährst Du im Moment am liebsten? Sonnenuntergang in BrasilienGar nicht ;-). Ich liebe es, am Wasser zu leben, aber ich bin keine Seglerin. Ich kann nur sagen, wo ich am liebsten auf dem Wasser lebe. Und auch das ist schwer zu beantworten, weil die Welt überall so schön ist. Also ich mag die Adria, Holland, die Bretagne, die Rias in Spanien, die Kanaren, Brasilien. Die Karibik, wo unser Schiff gerade liegt, muss ich mir erst noch vertraut machen.
Wenn Geld keine Rolle spielte, wie sähe Deine seglerische Zukunft aus? Strand in der Baia dos Todos os Santos BrasilienGeld spielt keine Rolle. Das soll nicht heißen, dass wir keine finanziellen Prioritäten setzen wollen und müssen, sondern, dass bisher immer genug da war, um unsere Träume zu leben. Meine Grenzen sind anderer Art: Wenn ich keine Kinder und kein Heimweh hätte, wenn ich Russisch könnte, wenn mir Segeln Spaß machen würde, wenn ich körperlich stärker wäre, wenn ich nicht so schnell frieren würde, wenn es keine Piraten und Stürme gäbe…
Dann würde ich in durch den Panamakanal in den Pazifik, über Hawaii hinauf nach Alaska, nach Vancouver, langsam die Westküste runter bis um Kap Hoorn, wieder über den Pazifik, in die Südsee, nach Indonesien, auf die Philippinen, nach Thailand, Myanmar, Madagaskar, Südafrika, rauf zu den Azoren, nach Island und Norwegen, in die Ostsee bis nach St. Petersburg und über die Flüsse ins Schwarze Meer und dann ins Mittelmeer…
Also so in etwa.
Welches ist Dein Lieblings Gegenstand am Boot oder welches Teil magst Du besonders und warum?Die Windsteueranlage! Sie ist unser wichtigstes Crewmitglied, zuverlässig, stark und genügsam – sie funktioniert auch ohne Strom. Ohne der Windsteueranlage hätten wir es nicht mal über die Biskaya geschafft. Vielleicht schon, aber dann wäre für mich Schluss gewesen.
Der andere "Lieblingsgegenstand" ist unsere Achternkajüte und da riesige Bett darin. Wunderbar, so viel Platz zum Schlafen zu haben!
Welche Buchempfehlung kannst Du unseren Hörern mitgeben? https://www.amazon.de/Mal-sehn-wie-weit-kommen/dp/3768817830/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=171c54d79314f1764234688d944d8ac6 https://www.amazon.de/Meer-als-ein-Traum-Segeln/dp/3768839133/ref=as_li_ss_il?s=books&ie=UTF8&qid=1486380583&sr=1-1&keywords=meer+als+ein+traum&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=fe063ac5ada53172c7069a632abc78d9 https://www.amazon.de/1200-Tage-Samstag-Weltumseglung-HIPPOPOTAMUS/dp/3667108184/ref=as_li_ss_il?s=books&ie=UTF8&qid=1486380709&sr=1-1&keywords=1200+tage+samstage&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=df7c7d4301508fe0916a65ccfeb6d494 https://www.amazon.de/BlueShip-Zwei-M%C3%A4nner-ungew%C3%B6hnliche-Weltumseglung/dp/3768813266/ref=as_li_ss_il?s=books&ie=UTF8&qid=1486380737&sr=1-1&keywords=blue+ship&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=ca4902780c679af9b36cc495b8308b64 Hans Habeck: Mal sehen, wie weit wir kommen Michael Wnuk und Natalie Müller: Meer als ein Traum Sönke Röver: 1200 Tage Samstag Hubertus Sprungala und Richard Radtke: Blue Ship Welchen Fehler hast Du mal auf oder an dem Schiff gemacht und was war die wichtigste Lektion daraus?Wir machen ständig Fehler, Kleinigkeiten bisher, die immer gut ausgingen.Die Lehre daraus ist: Shit happens. Etwas ernsthafter würde ich sagen, nach jedem Törn das Material prüfen und alle Schrauben und Muttern anziehen, ist sehr hilfreich. Und auch unterwegs immer wieder alles checken.
Was empfiehlst Du jemandem, der mit dem Segeln beginnen oder sich weiter entwickeln möchte?Ernsthaft? Das fragt ihr mich? Also wenn schon eine Nicht-Seglerin diese Frage beantwortet, dann in Hinblick auf die Langstrecke: Trainiert euer Sitzfleisch ;-)
Spaß beiseite: Es gibt mehr von meiner Sorte: Unterwegs, vor allem in Europa, klagen die Männer immer wieder, dass die Frauen nicht so wollen wie sie. Denen, die von einer Langfahrt träumen, aber deren Frau sich sträubt, kann ich einen Rat geben: Geht auf eure Frau ein. Nehmt ihre Ängste und Bedürfnisse ernst. Segelt so, wie sie sich wohlfühlt. Sie muss euch vertrauen, bedingungslos. Ihre Bedürfnisse bestimmen, wie gesegelt wird. Sprecht miteinander. Herauszufinden, warum genau, sie nicht lange segeln will, kann euch wieder näher zusammen bringen. Denkt daran, es gibt viele Möglichkeiten, die Welt zu besegeln, es gibt sicher eine, die für euch passt.
Für uns bedeutet das zum Beispiel, dass Tomy sich IMMER einpickt, selbst bei null Wind oder, dass wir regelmäßig nach Hause zu unseren Kindern fliegen.
Welchen „letzten Tipp“ kannst Du uns und unseren Zuhörern mit auf dem Weg geben?Die Welt ist so schön – schau sie dir an, nicht nur vom Wasser aus! Und die Menschen sind überall großartig!
Wie kann man Dich erreichen, wenn man Fragen an Dich hat oder mit Dir in Kontakt kommen möchte?Am besten über unsere Website www.sy-yemanja.de
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Interview mit Mike Peuker von klassisch-am-wind.de
Saison 1 · Épisode 13
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 01:16:09
Mike Peuker hat schon immer eine ganz besondere Beziehung zum Meer. Bei www.klassisch-am-wind.de verchartert er vier topgepflegte Folkeboote für Flotillen, Urlaubstörns oder auch Skippertrainings. Wir sprachen mit Mike über seine wunderschönen Klassiker aber auch über seine Einhand-Atlantiküberquerung, und seine Auszeit unter Segeln, die er zusammen mit seiner Familie erlebt hat.
Mike Peuker privat: Mike mit seiner FamilieIch bin Mike, bin mit Katja verheiratet und habe einen 7 jährigen Sohn Niklas.
Mein Leben ist geprägt von ständiger Veränderung, viel Reisen, Leute treffen. Vor gut vier Jahren habe ich mein Hobby zum wiederholten Male zum Beruf gemacht. Wir haben eine kleine Firma gegründet, die vier klassische Holzfolkeboote an der Schlei verchartert. Ein Familienunternehmen sozusagen.
Bis 2010 war mein Berufsleben eher durch die Luft als das Wasser geprägt. Ich bin geflogen, zuletzt bei einer kleinen deutschen Airline.
Wer jetzt richtig mitgerechnet hat, dem sind fehlende anderthalb Jahre aufgefallen. Das ist richtig, von Anfang 2011 bis Mitte 2012 haben wir uns eine Auszeit genommen und sind als Familie mit einem kleinen Stahlschiff von Hamburg in die Karibik gesegelt.
Wenn ich gerade nicht segle oder die Boote überhole habe ich mich seit vielen Jahren der Fotografie verschrieben.
Wie bist Du zum Segeln gekommen?Es war nicht der klassische Weg vom Opti zur Bavaria. Eine Affinität zu Outdoor und Wassersport gab es schon immer. So bin ich zuerst mit Surfbrettern unterwegs gewesen und später viel mit Kajaks und Faltbooten. Es folgten einige Reisen nach Schweden und Norwegen, unter anderem mit zwei Seekajaks um die Lofoten. Eine absolut empfehlenswerte Gegend, für diejenigen, die auch mal ohne Strand auskommen können. Bei einer späteren Reise haben wir dann unser altes Klepperfaltboot besegelt, um nicht ständig paddeln zu müssen. Das hat erstaunlich gut geklappt und der Grundstein zum Segeln war gelegt. Ich habe nie einen Segelkurs gemacht, allerdings unendlich viele Bücher darüber gelesen. So war ich schließlich theoretisch Profi und praktisch blutiger Anfänger.
Die logische Konsequenz war damals ein eigenes „richtiges“ Segelschiff. Es wurde eine Waarship 725.
Charterst Du? Folkeboote für Flotillen und SkippertrainingsNe, ich verchartere :-)!
Aber mal im Ernst, ich habe noch nie gechartert, ich hatte immer eigene Schiffe. Ich glaube ich kann sogar soweit gehen zu sagen, dass ich noch nie fremde Schiffe gesegelt habe, mit ganz wenigen Ausnahmen jedenfalls.
Möchtest Du Dir ein eigenes Schiff kaufen oder hast Du vielleicht bereits eins? Die Jacaranda ist eines der vier Folkeboote von www.klassisch-am-wind.deWir haben genaugenommen fünf Schiffe und das reicht auch erstmal. Vier davon sind Folkeboote zum Verchartern. Außerdem besitzen wir noch das Schiff, mit dem wir die eingangs erwähnte Reise gemacht haben. Es ist ein Stahlknickspanter, eine sogenannte Jega 30, ein van de Stadt-Riss. Das Ding ist klein, 9 m lang, schwer und stabil und segelt eher mäßig. Wir haben es damals gekauft, um ein günstiges, einfaches Reiseschiff zu haben. In einer größeren Heimwerkeraktion haben wir es dann langfahrttauglich gemacht. Im Grunde hat es sich bewährt. Wo nicht viel dran ist, kann halt auch nicht viel kaputt gehen.
Hast Du ein Traum-Schiff?Ja wenn die Pflege nicht wäre, dann wäre es ganz sicher ein Klassiker. Ein Gaffel getakelter Colin Archer aus Holz natürlich und so um die 11 Meter lang.
Welches Revier befährst Du im Moment am liebsten?Ich bin kein Flußsegler, wenn ich also nur die Elbe hätte, würde ich mir, glaube ich, ein neues Hobby suchen. Ansonsten habe ich da keine Präferenzen, kenne aber auch nur Nord- und Ostsee und den Atlantik. Diese Reviere sind alle toll.
Mit dem entsprechenden Schiff könnte ich mir eine Tour nach Island oder Grönland vorstellen.
Wenn Geld keine Rolle spielte, wie sähe Deine seglerische Zukunft aus?Wenn Geld keine Rolle spielen würde, … was für eine fantastische Vorstellung. Auf jeden Fall wieder Langfahrt, ich könnte mir sogar vorstellen gänzlich auf einem Schiff zu leben. Allerdings würde ich das bei meiner Familie nicht durchsetzen können. Evtl. würden wir irgendwo länger bleiben, vielleicht vor Ort in einem sozialen Projekt mitarbeiten, keine Ahnung aber so in diese Richtung könnte ich mir etwas vorstellen. Bei der Standard-Langfahrt tingelt man ja eher mit dem ganzen Tross Gleichgesinnter von einem schönen Strand zum nächsten. Das ist definitiv auch toll, aber mit den Jahren sicher auch ein wenig langweilig.
Welches ist Dein Lieblings Gegenstand am Boot oder welches Teil magst Du besonders und warum? Die Nubia ist für die Langfahrt ausgestattetNaja, was soll ich sagen, die Dinge, die nicht kaputt gehen sind super und die anderen eben nicht. Wir haben eine Windsteueranlage, die hat eigentlich immer funktioniert und ohne die hätte ich nicht einhand über den Atlantik segeln können. Katja und Niklas haben sich nämlich gedrückt und lieber das Flugzeug genommen, Weicheier ;-)!
Ich hab seit vielen Jahren ein Steiner Fernglas, sehr teuer und sehr gut. Hier gilt tatsächlich „you get what you pay for“. Auf unseren Charterschiffen experimentieren wir seit Jahren mit den unterschiedlichsten Gläsern aus verschiedenen Preissegmenten rum. Hätten wir von Anfang an ein Steiner Glas auf jedes Schiff gelegt, wäre es vermutlich auch nicht viel teurer geworden.
klassisch-am-wind.de Vier klassische Folkeboote zählen zur Flotte von www.klassisch-am-wind.de- Wir bekleiden eine Nische und machen tolle Dinge wie Flottillensegeln, Skippertraining, Training für Einhandsegler. Absolut individuell zugeschnitten.
- Unsere ganz besonderen, super pflegeintensive Schiffe sind genau das richtige für ganz besonderen Kunden.
- Wir verstehen uns gut mit unserer Konkurrenz auf der Schlei, wer hätte das gedacht.
- Mittlerweile haben wir super viele Stammkunden. Echt toll!
Am 20.05.2017 veranstalten wir das dritte Folkeboottreffen in Arnis auf dem auch Claus Aktoprak mit seiner Musik zu erleben ist.
Welche Buchempfehlung kannst Du unseren Hörern mitgeben?Unser Bücherschrank steht voll mit Segel und Abenteuerbüchern. Von Pflichtlektüre wie Erdmann und Rollo Gebhard bis zu allen möglichen Lehr- und Technikbüchern.
Bis zu unserer Reise habe ich die alle verschlungen und konnte gar nicht genug davon bekommen. Mittlerweile, habe ich einige der dort geschilderten Erlebnisse selbst erlebt und mein Wissensdurst, wie es all den anderen geht ist nicht mehr so groß.
https://www.amazon.de/Atlantikfieber-Ein-Mann-Boot-Ziel/dp/366710426X/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&qid=1487888666&sr=8-1&keywords=atlantikfieber&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=b4810e3b2645140b7f3d0a7b87983f2f Atlantikfieber von Jan HeinzeEin Buch möchte ich dennoch empfehlen und das sogar, obwohl ich es bislang noch gar nicht gelesen habe. Kürzlich war ich bei einem Diavortrag von Jan Heinze in Hamburg. Ein sehr sympathischer Typ, der die Minitransat mitgesegelt hat. Der Vortrag war super interessant und absolut kurzweilig. Wenn das Buch ähnlich, wie der Vortrag ist, ist es bestimmt ein Geheimtipp.
Welchen Fehler hast Du mal auf oder an dem Schiff gemacht und was war die wichtigste Lektion daraus?Puh, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Gerade als Autodidakt passiert eigentlich ständig etwas. Aber das Gute ist ja, dass man aus Fehlern viel mehr lernt, als aus erfolgreichen Aktionen.
An der spanischen Küste auf einer vorgelagerten Insel haben wir einmal an einer Kaimauer festgemacht. Es gab etwa 4 Meter Tidenhub, dem wir mit sehr langen Vor und Achterleinen begegneten. Das Boot war perfekt abgefendert und Niedrigwasser erwarteten wir gegen etwa 2:00 Uhr in der Nacht. Außer uns war niemand auf der Insel. Ich habe mir den Wecker auf 24 Uhr gestellt, um dann noch ein letztes Mal die Leinen zu checken. Wir wollten ja nicht an der Kaimauer „baumeln“. Nun mit den Leinen war alles o.k. aber…. und dann saß der Schreck tief, die Kaimauer war 4 Meter tiefer faktisch nicht mehr vorhanden. So drohte das Schiff mit der Seereling unter die unterspülte Kaimauer zu treiben. Was soll ich sagen, ….es wurde eine lange Nacht mit viel Abhalten, dicken Fendern und Hantieren mit dem Fenderbrett, bis wir endlich wieder in den Bereich der intakten Kaimauer gehoben wurden.
Was empfiehlst Du jemandem, der mit dem Segeln beginnen oder sich weiter entwickeln möchte?Als Vercharterer empfehle ich natürlich ein Skippertraining bei klassisch am wind.
Eine Portion theoretische Vorbildung kann sicher nicht schaden. Sollte man sich für eine Segelschule entscheiden, rate ich dringend, sich eine empfehlen zu lassen. Man kann sich kaum vorstellen, wieviel nutzlosen Unterricht sich das eine oder andere schwarze Schaf der Branche gut bezahlen läßt.
Scheine, und das sehen wir fast täglich, sind absolut kein Garant für gute Segelfähigkeiten!
Welchen „letzten Tipp“ kannst Du uns und unseren Zuhörern mit auf dem Weg geben?Viele haben uns damals davon abgeraten unsere Jobs hinzuschmeißen und mit einem Zweijährigen in einer Nussschale für ein gutes Jahr über die Meere zu ziehen. Wir haben alle Zweifler eines Besseren belehrt und die schönste Zeit unseres Lebens gehabt. Wer also einen ähnlichen Traum hat, sollte versuchen ihn so zeitnah, wie möglich zu verwirklichen. Wer weiß, ob man als Rentner noch den Elan hat die Leinen loszuwerfen.
Wie kann man Dich erreichen, wenn man Fragen an Dich hat oder mit Dir in Kontakt kommen möchte?- Mike Peuker
- Tel.: 0178 / 5803040
- Mail: info@klassisch-am-wind.de
- www.klassisch-am-wind.de
- Youtube-Channel
- Reiseblog: http://nukamini.blogspot.de/
Fotos: © Mike Peuker
Interview mit Sebastian Janotta von segeln-ist-leben.de
Saison 1 · Épisode 14
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 58:38
Sebastian ist 23 Jahre alt und mit Leib und Seele Segler. Mittlerweile ist er sogar mit seinem Hausstand auf sein 22-Fuß-Schiff Bea Orca umezogen! Er erzählt von seiner Reise auf dem Schlau-Segelboot durch Friesland, sein Buch und sein neues Abenteuer mit BEA, seiner Leisure 22.
Sebastian Janotta privat:Ich bin 23 Jahre alt - und mit Leib und Seele Segler. Nach zwei umzügen fürs Segeln - erst nach München (was mich da geritten hat...) und dann schließlich nach Cuxhaven, an die Nordsee - bin ich jetzt endlich auch auf mein 22 Fuß Segelboot gezogen. Neben meiner Vollzeitstelle in einem chemischen Labor verbringe ich sehr viel Zeit damit meinen Blog www.seglen-ist-leben.de zu betreiben.
Wie bist Du zum Segeln gekommen?Angefangen mit dem Segeln habe ich 2012 während meiner Ausbildung. Damals kam ich gerade ins vierte Lehrjahr und wollte endlich malwieder im Urlaub was unternehmen. Durch einen Tipp meiner Eltern wurde ich auf die DJH-Segelschule in Bad Zwischenahn aufmerksam, bei der ich nicht nur einen schönen Urlaub mit Gleichaltrigen verbringen konnte, sondern auch noch den SBF Binnen machte - und mich mit dem Segelvirus infizierte.
Charterst Du?Irgendwie ist es bei mir nie wirklich dazu gekommen. Abgesehen von ein paar gemiteten Jollen auf Seen in Bayern habe ich nie gechartert. Nach einem Jahr in München ging es zurück nach Rheinland-Pfalz, wo ich mir bald mein erstes Boot - BEA, ein 8 Fuß Schlauchsegelboot - kaufte. Mit ihr ging es nicht nur auf nahe Baggerseen sondern auch für mehrere Törns nach Friesland, woraus neben meinem Blog auch mein Buch "Schnell kann Jeder", erschienen beim millemari.-Verlag entstanden ist.
Möchtest Du Dir ein eigenes Schiff kaufen oder hast Du vielleicht bereits eins?Mittlerweile bin ich bei meinem zweiten Boot. Nach meinem Umzug aus dem Binnenland an die Nordsee war klar, das ich etwas neues Brauche. BEA, so toll sie auch ist, war einfach für die Nordsee denkbar ungeeignet. Nach einiger Suche habe ich mich schließlich für eine Leisure 22 entschieden. Nach zwei Urlaubs- und ein paar Wochenendttörns im Sommer und Herbst 2016 bin ich im Januar 2017 dann auch Vollzeit aufs Boot gezogen. Sie ist somit mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes mein Zuhause.
Hast Du ein Traum-Schiff?Ganz ehrlich? Aktuell bin ich mit meiner Leisure 22 absolut zufrieden und will gar kein anderes Boot. Selbst wenn das Geld da wäre - ich würde es lieber nutzem zum Segeln.
Wenn ich mich aber nach einem größeren Boot umsehen würde wäre entweder ein langes Plattbodenschiff mit wenig Tiefgang oder, fast noch lieber, eine Ovni 28 ein heißer kandidat. Aber wie gesagt: Ich bin noch immer absolut begeistert von der Leisure 22 und plane aktuell keinen Törn, den ich ihr nicht zutraue. Da ist er der Skipper das thema....
Welches Revier befährst Du im Moment am liebsten?Ich mag raue Reviere, Orte die nach Abenteuer riechen. Somit fühle ich mich auf der Nordsee sehr wohl.
Wenn Geld keine Rolle spielte, wie sähe Deine seglerische Zukunft aus?Schwierig. Wenn Geld keine Rolle spielen würde? Ich nehme an ich würde - ganz langsam - Nordeuropa besegeln. Ostsee, Nordsee, Nordatlantik und hoch nach Nordnorwegen bis ins Nordpolarmeer. Anfangen würde ich aber aktuell ganz klar - im Wattenmeer.
Welches ist Dein Lieblings Gegenstand am Boot oder welches Teil magst Du besonders und warum?Das hängt immer ganz von ab. Im Moment ist mir tatsächlich meine kleine Heizung am wichtigsten. Im Winter ist sie vielleicht das elementare Ausrüstungsstück. Für mal eine Woche ohne mag dies auch ohne gehen - ich habe ja bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schon bei meinem Wintertörn mit BEA draußen gezeltet - aber wenn man an Bord lebt sollte ein wenig Komfort doch sein.
Dies ist einer der Gründe, weshalb ich mir noch eine zweite Heizung (allerdings eine, die vom Landstrom unabhängig ist) kaufen mag.
Unterwegs.... Das Ankergeschirr. Auch hier wird dieses Jahr nachgerüstet (aus Gründen!). Ankern ist für mich etwas ganz besonderes, hat es geschafft innerhalb kürzester Zeit zu einem ganz wichtigen Bestanteil des Segelns für mich zu werden.So ein Ankergeschirr eröffnet einfach ganz neue Möglichkeiten. Zudem gehört es für mich mittlerweile auch zur Sicherheitsausstattung.
Meine Segelabenteuer mit BEAMein erstes richtiges Segelabenteuer waren meine Törns mit BEA, meinem 8 Fuß Schlauchsegelboot - ein Boot, das eher für ein paar Stunden auf einem Baggersee gebaut war denn für längere Törns wie ich sie mit ihr unternahm. Während dieser Törns wurde mir recht schnell klar, das ich mehr Meer will. 2016 zog ich daher an die Nordsee und kaufte mir, nach einer längeren Suche, Bea Orca. Nach einer Testphase 2016 kam sie ende Oktober aus dem Wasser und ins Winterlager, wo ich einige Anpassungen vornahm.
Am 16.01.2017 ging es dann für sie wieder ins Wasser - und für mich an Bord. Seit diesem Tag wohne ich auf ihr. Mittlerweile habe ich (für ab diesem Tag) auch meinen offiziellen Wohnsitz an Bord. Die Wohnung ist gekündigt und wird gerade aufgelöst.
Welche Buchempfehlung kannst Du unseren Hörern mitgeben?Natürlich zunächst einmal mein eigenes Buch - "Schnell kann Jeder" von mir, Sebastian Janotta. Hier berichte ich von meinen Abenteuern im 8 Fuß Schlauchsegelboot. Ich war, als der Verlag auf mich zukam selbst erstmal skeptisch. Immerhin bin ich weder Segelprofi noch Langfahrtsegler! Doch jetzt, wo ich das Ergebniss kenne kann ich es begeistert empfehlen.
Ein weiteres Buch ist "Mein Boot ist mein Zuhause" von Holger Peterson, erschienen ebenfalls beim millemari.-Verlag. Sowohl Inspiration als auch Information für mein Leben an Bord habe ich reichlich von Holger und aus seinem Buch bezogen.
Und auch Merle Ibachs "Ostseeprinzessin" fand ich ganz toll.
Unter www.gluexpiraten.de/audiobooks bekommst Du fast alle Titel als Gratis-Hörbuch im kostenlosen Probeabo. Gleich hier ausprobieren!
Ein Fehler? Schwierig...
Wobei: Selbstüberschätzung und Selbstbetrug.
Beim aller erster Seetörn ging einhand von Hooksiel nach Cuxhaven. Und endete damit, das mich die Seenotretter die letzten Meter geschleppt haben, da ich kurz vor Cuxhaven gegen den Strom stand, nach 16 Stunden an der Pinne komplett übermüdet. Ich hatte mich selbst kronisch überschätzt. Einhand und ohne davor Seeerfahrung auf die Nordsee? Geht. Aber Babysteps - und nicht gleich einen weiten Schlag unternehmen.
Das andere war wohl meine Beinahe-Strandung vor Neuwerk. Es stand eine ordentliche Welle in der Flachen Hafenausfahrt. Mein Bauch sagte mir ganz klar: Nicht rausfahren! Aber mein Kopf hat beschlossen den Zahlen zu vertrauen, die dafür geprochen haben das es klappen sollte. Man ist selbst vor Ort. Natürlich sollte man die Entscheidung nicht nur vom Bauchgefühl abhängig machen. Aber wenn der Bauch schon sagt das etwas eine Scheißidee ist - dann hat das meistens seine Berechtigung. Dieser Selbstbetrug hätte mich auch mein Boot kosten können - erst im letzten Monat kam ich von untiefe neben dem Hafen runter und zurück ins Hafen. Ich war im wahrsten Sinne des Wortes nur noch wenige Meter von der Hafeneinfahrt entfernt.
Was empfiehlst Du jemandem, der mit dem Segeln beginnen oder sich weiter entwickeln möchte?Machen! Unbedingt machen. Natürlich kann man erst lange Kurse machen, theoretisieren... Aber am Ende lernt man auf See. Und der Schein mit der mit Abstand steilsten Lernkurve ist der Kaufvertrag des ersten seegehenden Bootes. Aber: Langsam, mit Bedacht. Sprich, nicht als ersten Seeschlag einhand von Hooksiel nach Cuxhaven. Sondern kleine Schläge oder Schläge, bei denen es viele Möglichkeiten gibt kurzfristig den Tag auf dem Wasser zu beenden. Gut geeignet dafür sind zum Beispiel die Niederländischen Binnenreviere. Aber es geht auch auf der Nordsee. Eben da, wo man künftig segeln will.
Welchen „letzten Tipp“ kannst Du uns und unseren Zuhörern mit auf dem Weg geben?Vergesst "so groß wie möglich". Den Tipp findet man hundertfach im Internet und hört ihn auch in Gesprächen immer wieder. Ich glaube ehr an "So klein wie möglich, so groß wie nötig". Natürlich kann man das Boot im Nachhinein nicht vergrößern. Aber eben auch nicht verkleinern. Jeden Fuß, den so ein Boot länger wird, wachsen nicht nur die Kosten sondern auch der Anschaffungspreis. Bereits ein vergleichsweise kleines 22 Fuß Boot wie meines kann sehr seegängig und zugleich wohnlich sein. Wem dies, so wie mir reich, der sollte sich nicht einreden lassen er bräuchte dreißig oder gar vierzig Fuß. Ein weiterer Vorteil: Man kann es sich früher leisten - und somit früher seinen Traum leben. Ich plädiere ganz klar dafür, as Leben so weit wie möglich zu vereinfachen um jetzt glücklich zu sein, statt in einer viel zu oft fernen und ungewissen Zukunft.
Wie kann man Dich erreichen, wenn man Fragen an Dich hat oder mit Dir in Kontakt kommen möchte?Am besten über
- meinen Blog www.segeln-ist-leben.de
- oder meine Facebookseite.
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Interview mit Maren und Matthias Wagener von www.vast-floating.com
Saison 1 · Épisode 15
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 01:03:27
Wir sind Maren und Matthias Wagener, Baujahr 1978 und 1968, sind verheiratet, haben zwei erwachsen werdende Kinder, sind voll berufstätig mit eigenem Unternehmen und leben und arbeiten seit zwei Jahren auf unserer Aluminium-Slup VAST.
Wie seid Ihr zum Segeln gekommen?Maren hat nach ihrem Umzug nach Hamburg entschieden, dass man segeln können muss, wenn man in Hamburg lebt. Das war 2007, und die ersten Manöver wurden natürlich auf der Alster gefahren. Die war dann irgendwann zu klein, dann ging es irgendwann auf die Ostsee.
Matthias hat seinen ersten Segelschein mit 6 Jahren auf der Weser gemacht – er hat aber auch erst mit Maren in Hamburg nach langen Jahren Segelabstinenz und Konzentration aufs Windsurfen mit dem Dickschiff-Segeln begonnen.
Hast Du ein eigenes Schiff? Die VastWir haben mit unserer VAST, einer Boréal 47 unser zweites Boot.
Das erste war "Black Molly", eine Waarschip 1076, mit der wir auf der Ostsee gesegelt sind.
Hast Du ein Traum-Schiff?Ehrlich gesagt, ist unsere VAST bereits ein echtes Traumschiff.
Wenn wir träumen, geht es in Richtung Katamaran.
Der Salon bietet genug Platz zum Arbeiten Traumreviere Der Salon der VastDie Vast ist absolut langfahrttauglich Leben und Arbeiten auf dem Schiff Vast Welches Revier befahrt Ihr im Moment am liebsten?
Bis jetzt immer genau da, wo wir gerade sind. Aktuell also im Mittelmeer. Kommende Saison wollen wir nach Griechenland, für die weitere Zukunft haben wir Pläne, die uns weiter nach Westen bringen.
Wenn Geld keine Rolle spielte, wie sähe Eure seglerische Zukunft aus?Wir würden wahrscheinlich weniger Arbeiten als jetzt.
Welches ist Euer Lieblings-Gegenstand am Boot oder welches Teil mögt Ihr besonders und warum?Wenn es ein Gegenstand und kein Bereich des Bootes sein soll (das wäre der Navi-Platz im Doghouse), dann sind es die Comfort-Seats! Machen es im Cockpit oder irgend woanders an Deck unschlagbar bequem.
Welche Buchempfehlung kannst Du unseren Hörern mitgeben?Da gibt es so viele :)
Zwei unserer Lieblingsbücher aus dem Bereich Fiktion:
https://www.amazon.de/Keltische-Ring-Unionsverlag-Taschenb%C3%BCcher/dp/3293207448/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&qid=1489067739&sr=8-1&keywords=der+keltische+ring&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=2cc756a0d992eef75aba9fe81e6e32e8 https://www.amazon.de/Das-R%C3%A4tsel-Sandbank-Bericht-Geheimdienstes/dp/3257202113/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&qid=1489067923&sr=8-2&keywords=Das+R%C3%A4tsel+der+Sandbank&linkCode=li3&tag=timelinecoach-21&linkId=9f7fcd1227653ef8ec36cb9cb719bdf9 Björn Larsson: Der Keltische Ring Erskine Childers: Das Rätsel der Sandbank Welchen Fehler habt Ihr mal auf oder an dem Schiff gemacht und was war die wichtigste Lektion daraus? Unter SegelnDas vorige Boot haben wir mal vor der Ölandbrücke gegen eine Boje gesetzt, eine der großen in der Hafeneinfahrt von Kalmar. Das war im Regen, gegen Wind und Strom unter Autopilot, wir saßen trocken unter der Sprayhood, als es plötzlich krachte. Wir dachten, wir hätten alles im Blick: nämlich einen Frachter, der uns entgegenkam und von dem wir uns frei hielten. Dass und der Strom langsam nach Steuerbord versetzt hat, haben wir nicht gemerkt.
Draus gelernt haben wir natürlich, noch aufmerksamer zu sein.
Was empfehlt Ihr jemandem, der mit dem Segeln beginnen oder sich weiter entwickeln möchte?Wir fanden es beide super, in einer Segelschule anzufangen, die das ganze Thema vornehmlich mit Spaß vermitteln kann, für uns war das Prüsse an der Alster. Wahrscheinlich ist es hilfreich, Freunde oder ein Team zu haben, mit dem man das gemeinsam macht. Ob es dann Dickschiffsegeln ist, wie bei uns, oder irgend etwas sportlicheres, das hängt wohl von der persönlichen Vorliebe ab.
Welchen „letzten Tipp“ könnt Ihr uns und unseren Zuhörern mit auf dem Weg geben? Lebe jetzt und schieb' Deine Träume nicht auf!Wir machen das ja nicht besonders lange, aber wir haben festgestellt, dass wir (auf unserer bisherigen Route) sehr wenige Segler unseres Alters getroffen haben. Darum unser Tipp: wenn ihr irgendwie könnt (egal, wie lange) und das Unterwegssein auf dem Wasser mögt: macht es jetzt.
- Wartet nicht auf die Rente.
- Wartet nicht auf das richtige Boot.
- Wartet nicht ab.
- mail@vast-floating.com
- www.vast-floating.com
- www.facebook.de/vastfloating
- www.instagram.com/vastfloating/
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Interview mit Jan Christoph Athenstädt von klabauterkiste.de Teil 01
Saison 1 · Épisode 16
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 48:23
Alle Jahre wieder im ausgehenden Winter stellt such der geneigte Segler die gleichen Fragen:
- Ist mein Schiff fit für die nächste Saison?
- War da nicht noch eine Reparatur zu machen?
- Welche Produkte verwende ich für eine gute, haltbare Oberflächenversiegelung meines Gelcoats?
- Ich bräuchte noch ein, zwei Schapps im Salon. Wie baue ich so was am besten?
Das sind die Fragen, die sich Jan-Christoph Athenstädt vor einiger Zeit auch gestellt hat. Er ging im Internet auf die Suche nach einer Plattform, die solche Infos bietet. Ohne Erfolg.
Kurzerhand gründete Jan das Portal klabauterkiste.de und sammelt dort eine Menge hilfreiche Tipps und Tricks zu den Themen Reparaturen, Segeln, Bootsausstattung und berichtet dort auch über ganze Refit-Projekte, zum Teil auch mit Artikeln von Gastautoren.
Neben den Themen der Klabauterkiste sprechen wir mit Jan auch über seine Reisen auf großen Traditionsseglern in der ganzen Welt und über seine Pläne zu einer langen Segelreise auf der Barfussroute. Oder doch woanders?
Jan Christoph Athenstädt privat: Jan beim Wintersegeln auf dem BodenseeIch arbeite als Informatik-Doktorand, bin aber Weltenbummler im Herzen. Darum ist mein Promotionsthema auch die Rekonstruktion archäologischer Netzwerke in der Karibik. Während des Studiums habe ich viel auf Großseglern gearbeitet und mir letzten Herbst endlich ein eigenes Boot gekauft! Nach meiner Promotion möchte ich an Bord leben und so lange segeln, wie es mir Spaß macht und das Geld reicht. Vorher gibt es einiges an dem Boot zu tun. Da ich keine gute deutsche Internetseite über Bootrefits finden konnte, habe ich einfach selber eine gegründet: www.klabauterkiste.de. Dort können Besucher Tipps und Tricks für den Bordalltag und auch Refit-Projekte vorstellen oder sich von anderen Projekten inspirieren lassen.
Wie bist Du zum Segeln gekommen? Jans ÄquatortaufeIch bin leider fernab vom Meer aufgewachsen, aber vielleicht war gerade deshalb das Segeln im Urlaub immer ein Highlight. Die langen Wochenenden in Friesland auf der alten Neptun 22 meines Großvaters und die Sommerferien in der Bretagne mit der Jolle meines Vaters haben in mir schon sehr früh den Wunsch erweckt, einmal die Welt unter Segeln zu erkunden. Im Studium habe ich dann so richtig los gelegt und insgesamt fast ein Jahr auf verschiedenen Traditionsseglern gelebt und gearbeitet. So bin ich als Matrose an Bord der Bark Europa sogar bis in die Antarktis gesegelt.
Charterst Du?Bisher noch nie. Ich hatte immer das Glück, Hand-gegen-Koje mitfahren zu können bzw. Boote von Freunden gratis nutzen zu dürfen.
Möchtest Du Dir ein eigenes Schiff kaufen oder hast Du vielleicht bereits eins?Seit letztem Herbst bin ich stolzer Bootsbesitzer! Nach langem Überlegen habe ich mich für eine Laurin 32 entschieden. Das Schiff ist zwar alt, aber der Riss sehr seetüchtig. Und es war selbst mit meinem Doktoranden-Gehalt bezahlbar. Dafür werde ich jetzt einiges an Zeit und Geld ins Refit stecken müssen.
Hast Du ein Traum-Schiff? Jan im Rigg der Bark EuropaEindeutig ein traditionelles Holzboot, am besten ein Schoner oder eine Ketsch. Um die 40 Fuß, sodass man es noch alleine handhaben kann. Im Moment habe ich aber (noch) nicht die nötige Zeit und das Geld, mich um so ein Schiff zu kümmern.
Welches Revier befährst Du im Moment am liebsten?Langfristig am liebsten wo es warm ist. Darum peile ich auch erst mal die Barfußroute an. Aber mich hat auch die Antarktis sehr beeindruckt. Vielleicht schaffe ich es ja mal dorthin zurück auf eigenem Kiel. Dazu fehlt mir aber im Moment der passende schwimmende Untersatz.
Wenn Geld keine Rolle spielte, wie sähe Deine seglerische Zukunft aus? Jan in der Antarktis auf Deception IslandIch würde wahrscheinlich eine Weile auf meinem Traum-Schiff umher schippern und mir dann ein Haus am Meer mit eigenem Bootssteg kaufen, sodass ich mit meinen zukünftigen Kindern nach der Schule eine Runde aufs Wasser gehen kann.
Welches ist Dein Lieblings Gegenstand am Boot oder welches Teil magst Du besonders und warum?Ich mag alte Petroleumlampen. Die riechen zwar etwas, sorgen aber für eine wunderbar heimelige Atmosphäre unter Deck.
Die KlabauterKisteIch möchte mit der KlabauterKiste eine Plattform zu schaffen, auf der alle voneinander lernen können. Ob es jetzt der Hobby-Bootsbastler ist, der eine Halterung für seinen Außenborder präsentiert oder der Profi-Bootsbauer, der zeigt wie man richtig kalfatert: Häufig ahnen am Ende nur wenige, wie viel Arbeit uns Herzblut in ein Winterlager-Projekt geflossen ist. In der KlabauterKiste werden diese Arbeiten gewürdigt und können andere zum Nachmachen inspirieren.
Welche Buchempfehlung kannst Du unseren Hörern mitgeben?Das Buch der Sailing-Conductors: Zwei Leichtmatrosen auf der weltweiten Suche nach Musik
Welchen Fehler hast Du mal auf oder an dem Schiff gemacht und was war die wichtigste Lektion daraus?Abgesehen von einigen vergeigten Anlegemanövern mit einem 50-Fuß Langkieler und den sonstigen typischen „Anfängerfehlern“ ist mir zum Glück noch kein wirklich schwerer Fehler passiert. Aber natürlich kann jederzeit etwas passieren. Auf den Traditionsseglern habe ich schon einige brenzlige Situationen erlebt (z.B. einen Mann über Bord), aber auch dort ist es immer glimpflich abgelaufen. Toi. Toi. Toi.
Was empfiehlst Du jemandem, der mit dem Segeln beginnen oder sich weiter entwickeln möchte?Jollen und Großsegler! In der Jolle lernt man das Grundprinzip des Segelns, auf dem Großsegler die Seemannschaft und den Respekt vor dem Meer. Wer das drauf hat kommt auch auf Yachten gut zurecht.
Welchen „letzten Tipp“ kannst Du uns und unseren Zuhörern mit auf dem Weg geben?Kauft kein neues Boot! Der Gebrauchtbootmarkt ist so käuferfreundlich wie nie und es gibt viele Schmuckstücke im Dornröschenschlaf. Die bekommt man mit ein wenig handwerklichem Geschick wieder flott. Der Vorteil ist, dass man nach einem Refit sein Boot zu 100% kennt. Mit allen Stärken und Schwächen.
Wie kann man Dich erreichen, wenn man Fragen an Dich hat oder mit Dir in Kontakt kommen möchte?- Am besten über die KlabauterKiste ( www.klabauterkiste.de ),
- auch auf Facebook ( https://www.facebook.com/KlabauterKiste/ ).
- Ich betreibe auch noch die Websites www.tradisegeln.de, wo ich meine Erfahrungen auf den Traditionsschiffen teile.
- Und www.ahora.de, mein zukünftiges Segelblog.
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Interview mit Jan Christoph Athenstädt von klabauterkiste.de Teil 02
Saison 1 · Épisode 17
jeudi 31 décembre 2020 • Durée 45:26
Alle Jahre wieder im ausgehenden Winter stellt such der geneigte Segler die gleichen Fragen:
- Ist mein Schiff fit für die nächste Saison?
- War da nicht noch eine Reparatur zu machen?
- Welche Produkte verwende ich für eine gute, haltbare Oberflächenversiegelung meines Gelcoats?
- Ich bräuchte noch ein, zwei Schapps im Salon. Wie baue ich so was am besten?
Das sind die Fragen, die sich Jan-Christoph Athenstädt vor einiger Zeit auch gestellt hat. Er ging im Internet auf die Suche nach einer Plattform, die solche Infos bietet. Ohne Erfolg.
Kurzerhand gründete Jan das Portal klabauterkiste.de und sammelt dort eine Menge hilfreiche Tipps und Tricks zu den Themen Reparaturen, Segeln, Bootsausstattung und berichtet dort auch über ganze Refit-Projekte, zum Teil auch mit Artikeln von Gastautoren.
Neben den Themen der Klabauterkiste sprechen wir mit Jan auch über seine Reisen auf großen Traditionsseglern in der ganzen Welt und über seine Pläne zu einer langen Segelreise auf der Barfussroute. Oder doch woanders?
Jan Christoph Athenstädt privat: Jan beim Wintersegeln auf dem BodenseeIch arbeite als Informatik-Doktorand, bin aber Weltenbummler im Herzen. Darum ist mein Promotionsthema auch die Rekonstruktion archäologischer Netzwerke in der Karibik. Während des Studiums habe ich viel auf Großseglern gearbeitet und mir letzten Herbst endlich ein eigenes Boot gekauft! Nach meiner Promotion möchte ich an Bord leben und so lange segeln, wie es mir Spaß macht und das Geld reicht. Vorher gibt es einiges an dem Boot zu tun. Da ich keine gute deutsche Internetseite über Bootrefits finden konnte, habe ich einfach selber eine gegründet: www.klabauterkiste.de. Dort können Besucher Tipps und Tricks für den Bordalltag und auch Refit-Projekte vorstellen oder sich von anderen Projekten inspirieren lassen.
Wie bist Du zum Segeln gekommen? Jans ÄquatortaufeIch bin leider fernab vom Meer aufgewachsen, aber vielleicht war gerade deshalb das Segeln im Urlaub immer ein Highlight. Die langen Wochenenden in Friesland auf der alten Neptun 22 meines Großvaters und die Sommerferien in der Bretagne mit der Jolle meines Vaters haben in mir schon sehr früh den Wunsch erweckt, einmal die Welt unter Segeln zu erkunden. Im Studium habe ich dann so richtig los gelegt und insgesamt fast ein Jahr auf verschiedenen Traditionsseglern gelebt und gearbeitet. So bin ich als Matrose an Bord der Bark Europa sogar bis in die Antarktis gesegelt.
Charterst Du?Bisher noch nie. Ich hatte immer das Glück, Hand-gegen-Koje mitfahren zu können bzw. Boote von Freunden gratis nutzen zu dürfen.
Möchtest Du Dir ein eigenes Schiff kaufen oder hast Du vielleicht bereits eins?Seit letztem Herbst bin ich stolzer Bootsbesitzer! Nach langem Überlegen habe ich mich für eine Laurin 32 entschieden. Das Schiff ist zwar alt, aber der Riss sehr seetüchtig. Und es war selbst mit meinem Doktoranden-Gehalt bezahlbar. Dafür werde ich jetzt einiges an Zeit und Geld ins Refit stecken müssen.
Hast Du ein Traum-Schiff? Jan im Rigg der Bark EuropaEindeutig ein traditionelles Holzboot, am besten ein Schoner oder eine Ketsch. Um die 40 Fuß, sodass man es noch alleine handhaben kann. Im Moment habe ich aber (noch) nicht die nötige Zeit und das Geld, mich um so ein Schiff zu kümmern.
Welches Revier befährst Du im Moment am liebsten?Langfristig am liebsten wo es warm ist. Darum peile ich auch erst mal die Barfußroute an. Aber mich hat auch die Antarktis sehr beeindruckt. Vielleicht schaffe ich es ja mal dorthin zurück auf eigenem Kiel. Dazu fehlt mir aber im Moment der passende schwimmende Untersatz.
Wenn Geld keine Rolle spielte, wie sähe Deine seglerische Zukunft aus? Jan in der Antarktis auf Deception IslandIch würde wahrscheinlich eine Weile auf meinem Traum-Schiff umher schippern und mir dann ein Haus am Meer mit eigenem Bootssteg kaufen, sodass ich mit meinen zukünftigen Kindern nach der Schule eine Runde aufs Wasser gehen kann.
Welches ist Dein Lieblings Gegenstand am Boot oder welches Teil magst Du besonders und warum?Ich mag alte Petroleumlampen. Die riechen zwar etwas, sorgen aber für eine wunderbar heimelige Atmosphäre unter Deck.
Die KlabauterKisteIch möchte mit der KlabauterKiste eine Plattform zu schaffen, auf der alle voneinander lernen können. Ob es jetzt der Hobby-Bootsbastler ist, der eine Halterung für seinen Außenborder präsentiert oder der Profi-Bootsbauer, der zeigt wie man richtig kalfatert: Häufig ahnen am Ende nur wenige, wie viel Arbeit uns Herzblut in ein Winterlager-Projekt geflossen ist. In der KlabauterKiste werden diese Arbeiten gewürdigt und können andere zum Nachmachen inspirieren.
Welche Buchempfehlung kannst Du unseren Hörern mitgeben?Das Buch der Sailing-Conductors: Zwei Leichtmatrosen auf der weltweiten Suche nach Musik
Welchen Fehler hast Du mal auf oder an dem Schiff gemacht und was war die wichtigste Lektion daraus?Abgesehen von einigen vergeigten Anlegemanövern mit einem 50-Fuß Langkieler und den sonstigen typischen „Anfängerfehlern“ ist mir zum Glück noch kein wirklich schwerer Fehler passiert. Aber natürlich kann jederzeit etwas passieren. Auf den Traditionsseglern habe ich schon einige brenzlige Situationen erlebt (z.B. einen Mann über Bord), aber auch dort ist es immer glimpflich abgelaufen. Toi. Toi. Toi.
Was empfiehlst Du jemandem, der mit dem Segeln beginnen oder sich weiter entwickeln möchte?Jollen und Großsegler! In der Jolle lernt man das Grundprinzip des Segelns, auf dem Großsegler die Seemannschaft und den Respekt vor dem Meer. Wer das drauf hat kommt auch auf Yachten gut zurecht.
Welchen „letzten Tipp“ kannst Du uns und unseren Zuhörern mit auf dem Weg geben?Kauft kein neues Boot! Der Gebrauchtbootmarkt ist so käuferfreundlich wie nie und es gibt viele Schmuckstücke im Dornröschenschlaf. Die bekommt man mit ein wenig handwerklichem Geschick wieder flott. Der Vorteil ist, dass man nach einem Refit sein Boot zu 100% kennt. Mit allen Stärken und Schwächen.
Wie kann man Dich erreichen, wenn man Fragen an Dich hat oder mit Dir in Kontakt kommen möchte?- Am besten über die KlabauterKiste ( www.klabauterkiste.de ),
- auch auf Facebook ( https://www.facebook.com/KlabauterKiste/ ).
- Ich betreibe auch noch die Websites www.tradisegeln.de, wo ich meine Erfahrungen auf den Traditionsschiffen teile.
- Und www.ahora.de, mein zukünftiges Segelblog.
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