FINANCE Podcast – Détails, épisodes et analyse

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Finanzabteilungen und ihre Aufgaben sind so vielschichtig, wie die Unternehmen, in denen sie angesiedelt sind. Börsennotiert oder in Familienbesitz, internationaler Konzern oder schnell wachsendes Start-up, banken-, kapitalmarkt- oder private-equity-finanziert – die Finanzabteilungen und ihre CFOs spielen die ganze Klaviatur, die das moderne Wirtschaftsleben bereithält, und bieten ganz nebenbei spannende Karrierechancen. Der FINANCE Podcast gibt in unterschiedlichen Formaten immer wieder neue, lohnenswerte Einblicke in die Arbeit von Finanzabteilungen, beleuchtet die persönlichen Karrieren von CFOs, rückt besondere Herausforderungen in den Fokus und analysiert exemplarische oder exzeptionelle Fälle in besonderer Tiefe. Ob Sie auf der Suche nach spezifischen Themen oder generellen Trends sind – es lohnt sich immer reinzuhören!
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FINANCE TV – PE-Investor Kleingarn: „Für Käufer ist es gerade extrem attraktiv“

Saison 1 · Épisode 33

lundi 2 septembre 2024Durée 11:18

Die Flaute am deutschen Private-Equity-Markt nimmt für den einen oder anderen Marktteilnehmer bedenkliche Ausmaße an: Nach wie vor kommen nicht genügend Exits aus den PE-Portfolien zum Abschluss, und das verärgert die institutionellen Investoren, die „LPs“, von denen die Private-Equity-Fonds ihre Investitionsmittel erhalten. Manche Häuser bringt das in Bedrängnis, weil die LPs aufgrund ausbleibender Rückflüsse wenig Bereitschaft zeigen, im Rahmen von Fundraisings neue Gelder zuzusagen.

Branchenveteran Holger Kleingarn, Deutschlandchef des Upper-Midcap-Investors HIG Capital, sieht, dass sich diese Situation auf die verschiedenen Player am PE-Markt auswirkt: „Der Conversion-Druck im M&A-Markt wird höher“, sagt Kleingarn gegenüber FINANCE-TV. Mit „Conversion“ meint er, dass angefangene Deals dann auch wirklich bis zum erfolgreichen Abschluss durchgezogen werden. „Und diesen Druck haben natürlich auch Private-Equity-Investoren, denn zu deren Geschäft gehört das Verkaufen ja dazu“, so Kleingarn.

HIG hat rückblickend gutes Timing bewiesen: Die beiden zentralen Fonds für das Investment-Team in der DACH-Region wurden Ende 2020 beziehungsweise im Jahr 2021 aufgelegt, mit einem Gesamtvolumen von über 3 Milliarden Euro. Kleingarn und sein Team befinden sich also mitten in der Investitionsphase und scheinen darauf zu hoffen, von der schwierigen Marktlage zu profitieren: „Für Käufer ist es momentan extrem attraktiv“, sagt Kleingarn. „Der M&A-Markt bietet viele Optionen, und die Preise haben sich in die richtige Richtung bewegt.“

Wird es nun bald zu einem Dammbruch an aufgestauten Private-Equity-Exits kommen? Und wie viele PE-Häuser werden am Ende der Flaute in Deutschland aus dem Geschäft ausscheiden müssen? Holger Kleingarns Einschätzungen hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Was Trump 2.0 für deutsche Unternehmen bedeutet

Saison 1 · Épisode 32

lundi 26 août 2024Durée 09:02

Möglicherweise wird der nächste US-Präsident ein alter Bekannter sein – Donald Trump. Die zum Teil brachiale Steuer-, Wirtschafts- und Handelspolitik seiner ersten Amtszeit ist vielen noch in Erinnerung. Womit aber könnten beziehungsweise müssten deutsche Unternehmen in einer möglichen zweiten Amtszeit des Republikaners rechnen?

Ein Research-Team von Roland Berger hat verschiedene ökonomische Politikfelder analysiert und kommt zu einem erstaunlichen Schluss: „Wir erwarten auf ökonomischem Gebiet keine Disruption im Falle einer zweiten Amtszeit für Donald Trump“, sagt David Born, Leiter des hauseigenen Thinktanks „Roland Berger Institute“, im Interview mit FINANCE-TV. Der erstaunliche Grund: Nach Borns Ansicht habe die Biden-Administration wesentliche Teile von Trumps Wirtschaftspolitik fortgesetzt, beispielsweise Steuersenkungen oder die harte Haltung im Außenhandel mit China.

Im Haushaltsbereich erwartet Roland Berger eine Verlängerung der umfangreichen Steuersenkungen aus Trumps erster Amtszeit – diese laufen 2025 eigentlich aus. Eine Vertrauenskrise des Kapitalmarkts hinsichtlich der Solidität der US-Staatsfinanzen befürchtet Born trotzdem nicht, zumindest nicht kurzfristig.

Auch das für deutsche Unternehmen wichtige Subventionsprogramm „Inflation Reduction Act“ (IRA) werde Trump nicht einkassieren, so Born. Und in der Handelspolitik sei zwar mit scharfer Rhetorik zu rechnen, am Ende aber dann doch eher mit verschiedenen „Deals“ als einem großangelegten Handelskrieg der USA gegen China oder die EU. „In Summe könnte der Wirtschaftsstandort USA für deutsche Unternehmen unter Trump sogar noch attraktiver werden“, resümiert Born die Analyse seines Teams.

Was genau Roland Berger ökonomisch von Trump 2.0 erwartet und welche Analyse deutsche Unternehmen jetzt in der verbleibenden Zeit bis zur US-Präsidentschaftswahl unbedingt noch anstellen sollten, verrät David Born im FINANCE-TV-Talk.

FINANCE TV – KI in der Finanzabteilung: „Noch viel Grundlagenarbeit zu leisten“

Saison 1 · Épisode 22

mardi 21 mai 2024Durée 09:39

In Finanzabteilungen dringt Künstliche Intelligenz nur langsam vor – und das, obwohl sie dort einen Fortschritt bringen kann. Was eine KI für Finanzchefs künftig leisten könnte, sagt Björn Maaß von Board.

Die Finanzabteilungen gehören offenbar zu jenen Bereichen, in die Künstliche Intelligenz am langsamsten vordringt. „Gerade im Controlling muss bei den allermeisten Unternehmen noch viel Grundlagenarbeit geleistet werden, bevor KI richtig eingesetzt werden kann. Aber natürlich zählt der Finanzbereich zu den großen nächsten Feldern, wo KI einen Fortschritt bringen kann“, ordnet Björn Maaß, KI-Experte bei Board, einem Anbieter von digitalen Management-Informationssystemen, den Stand der Dinge gegenüber FINANCE-TV ein.

Aber er berichtet auch, dass „manche Finanzabteilungen schon konkrete Anwendungsfälle mit KI haben“. Die Adaption nimmt also langsam an Fahrt auf, und das Zielbild ist attraktiv. Die „Königsdisziplin“ für den Einsatz von KI in der Finanzabteilung sieht Maaß im Bereich der Entscheidungsfindung. Dort könnte der Nutzen von KI vor allem darin liegen, dass Daten „unvoreingenommen“ ausgewertet werden, was menschlichen Analytikern naturgemäß nicht leichtfällt.

Welche Informationen eine KI Finanzchefs in Zukunft an die Hand geben könnte, wann umfassende KI-Anwendungen in Finanzabteilungen Standard sein werden und warum es dann dort ein bisschen wie bei Star Trek zugehen könnte – der FINANCE-TV-Talk zu KI in der Finanzabteilung.

FINANCE TV – So lassen sich Tech-Experten in die Finanzabteilung lotsen

Saison 1 · Épisode 21

lundi 13 mai 2024Durée 08:27

Analytics, KI und digitale Transformation: Jeder CFO braucht Digital-Know-how im Team. Doch wie holt man diese Tech-Experten in die Finanzabteilung? Die Antworten gibt Sarah Fischer von Treuenfels bei FINANCE-TV.

In den Finanzabteilungen wächst der Anteil der Stellen, auf denen tiefes Tech- und Digitalisierungs-Know-how gefragt ist, um die Finanzprozesse KI- und transformationsfähig zu machen. Aber gerade hier ist der Stellenmarkt besonders leergefegt, weshalb schon viele CFOs schlechte Erfahrungen beim Aufbau digitaler Skills in ihren Teams gemacht haben.

„Die Recruiting-Zeiten bei diesen sehr gefragten Spezialisten sind tatsächlich häufig sehr lang, und die Suche ist schwierig“, bestätigt die Recruiterin Sarah Fischer von Treuenfels Projects diesen Befund. Ihr Rat: „Die CFOs müssen sich unbedingt in die Beschreibung der Anforderungsprofile einbringen, damit die Recruiter die passenden Spezialisten finden können“, erklärte sie gegenüber FINANCE-TV.

Zwei klassische „Work-arounds“ greifen bei solchen Suchen nur bedingt, so Fischer: „Viele gute Kandidaten finden sich im Ausland. Aber vor deren Einstellung ist in vielen Unternehmen leider noch Kulturarbeit zu leisten.“ Auch der Weg, sich die Spezialisten durch Inhouse-Fortbildungen selbst heranzuzüchten, sei häufig steinig, weil die benötigten Anforderungsprofile sehr speziell seien, insbesondere mit Blick auf Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz.

Vielversprechender ist laut Sarah Fischer der Einsatz von Interim-Managern. „Diese können schon einmal die Strukturen und Prozesse schaffen, während parallel die neuen Fachkräfte noch gesucht werden. Das spart Zeit und bringt Tempo.“

Welche Fehler bei der Rekrutierung von Finanzspezialisten mit digitalem Know-how häufig gemacht werden und mit welchen Tricks und Kniffen die Kandidatensuche deutlich erfolgversprechender in Gang gesetzt werden kann, das verrät uns die Recruiterin bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – Fusionskontrolle: Das bringt die neue EU Screening Regulation

Saison 1 · Épisode 20

lundi 6 mai 2024Durée 07:56

Seit Jahresbeginn liegt der Entwurf einer neuen EU Screening Regulation auf dem Tisch, die das Ziel hat, EU-weit die einzelnen nationalen Verordnungen bezüglich der Übernahme europäischer Unternehmen durch ausländische Käufer zu harmonisieren. Experten und Juristen wie Dimitri Slobodenjuk, Partner bei Clifford Chance, bewerten den Weg, den die EU mit ihrem Entwurf eingeschlagen hat, kritisch: „Die EU-Kommission hat zum Beispiel zahlreiche Industrien aufgelistet, die sie als kritisch einstuft, aber leider ist die Vorlage sehr allgemein gefasst“, bemängelt Slobodenjuk im Gespräch mit FINANCE-TV.

Das könnte Folgen für das M&A-Geschäft haben: „Die Anzahl der Transaktionen, die vor dem Vollzug zur Prüfung angemeldet werden müssen, wird zunehmen. Das bedeutet einen deutlichen bürokratischen Mehraufwand“, erwartet der Clifford-Chance-Partner. Aber nicht nur mit mehr Aufwand und Kosten, sondern auch mit längeren Zeiten bei der Durchführung von M&A-Deals ist zu rechnen. Und diese Problematik könnte selbst Small-Cap-M&A-Deals treffen, sofern das Target aus Sicht der Behörden zu einer der definierten „kritischen“ Branchen hinzugezählt werden kann.

Ob auch positive Aspekte in der neuen EU Screening Regulation stecken, ob es denkbar ist, dass die eine oder andere Schwachstelle der Vorlage noch entschärft wird und wann die neuen Spielregeln wahrscheinlich in Kraft treten werden – die wichtigsten Antworten zur EU Screening Regulation von Dimitri Slobodenjuk hier bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – EnBW-CFO Kusterer: „Grüne Finanzierungen sind entscheidend für uns“

Saison 1 · Épisode 19

lundi 29 avril 2024Durée 09:07

Der Energiekonzern EnBW hat im abgelaufenen Geschäftsjahr enorm von den stark gestiegenen Strompreisen profitiert. Auf Basis eines bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von mehr als 6 Milliarden Euro und einer kerngesunden Bilanz hat der Konzern angekündigt, bis 2030 rund 40 Milliarden Euro in Erneuerbare Energien, moderne Netze und Ladestationen für E-Autos zu investieren.

CFO Thomas Kusterer sieht den Konzern für diese Investitionsoffensive gerüstet, fächert im Gespräch mit FINANCE-TV die dafür vorgesehene Finanzierungsstrategie aber noch etwas detaillierter auf: „Unsere guten operativen Erträge steuern nur einen Teil zur Finanzierung unserer Investitionen bei. Rund 18 Milliarden Euro dürften aus dem Verkauf von Minderheitsanteilen an unseren Wind- und Solarparks kommen. Und 2,5 bis 3 Milliarden Euro müssen wir uns pro Jahr am Kapitalmarkt besorgen.“

Ein „entscheidender Faktor“ für das Gelingen dieser großen Aufgabe sind aus Kusterers Sicht nachhaltige Finanzierungen. Davon hat EnBW aktuell schon 5,5 Milliarden Euro ausstehen, was etwa 50 Prozent aller Kapitalmarktfinanzierungen des Konzerns entspricht. „85 Prozent unserer Investitionen sind bereits ‚taxonomy-aligned‘. Das wird uns helfen, diesen Anteil weiter auszubauen“, berichtet Kusterer.

Wie hoch der Anteil nachhaltiger Finanzierungen bis 2030 steigen könnte, ob die Anforderungen der institutionellen Investoren an Green Finance wachsen und ob es wirklich sicher ist, dass das „Cash-Recycling“ über Anteilsverkäufe auch tatsächlich die geplanten Summen bringt – die kleine FINANCE-TV-Tour durch die Finanzen von EnBW mit dem CFO des Jahres 2023, Thomas Kusterer.

FINANCE TV – Einbruch am Schuldscheinmarkt: Nur eine Normalisierung?

Saison 1 · Épisode 18

lundi 22 avril 2024Durée 09:49

Der Schuldscheinmarkt ist 2023 um über 30 Prozent eingebrochen – allerdings gegenüber dem absoluten Ausnahmejahr 2022. Aber erlebt der Markt gerade tatsächlich nicht mehr als eine bloße „Normalisierung“?

Marcus Offenhuber, Head of DCM beim Schuldschein-Marktführer LBBW, hält zwar an der Normalisierungsthese fest, wies im Gespräch mit FINANCE-TV aber auch darauf hin, dass der Bondmarkt für viele Treasurer und CFOs seit Mitte vergangenen Jahres gegenüber dem Schuldscheinmarkt „deutlich an Attraktivität gewonnen“ hat. „Das geht immer in Wellenbewegungen hin und her“, sagte Offenhuber.

Mit Blick auf die aktuellen geopolitischen Risiken sieht Offenhuber aber auch Aufholpotential für den Schuldscheinmarkt, den er als sicheren Hafen beschreibt – und dem er in diesem Jahr wieder höhere Emissionsvolumina zutraut als im vergangenen: „Der Schuldscheinmarkt ist extrem resilient. In geopolitisch schwierigen Phasen sind Schuldscheine immer stark gefragt.“


Ob sich zuletzt auch etwas an der Qualität der Emittenten verändert hat, warum die Laufzeit vieler neuer Schuldscheine unter vier Jahre gesunken ist und ob es problematisch ist, dass der Anteil ausländischer Emittenten seit längerem abnimmt – die Antworten gibt Marcus Offenhuber im Interview.

Future CFO - Dr. Sebastian Hirsch (Grenke)

Saison 2 · Épisode 1

vendredi 19 avril 2024Durée 52:18

Seit anderthalb Jahren ist Sebastian Hirsch CEO und CFO in Personalunion des Finanzdienstleisters Grenke. Seit 2004 arbeitet der 43-Jährige für den SDax-Konzern und hat in dieser Zeit einiges erlebt. So wurde Grenke im Herbst 2020 inmitten der Corona-Pandemie Opfer einer heftigen Shortseller-Attacke, die Hirsch mit seinen Vorstandskollegen abwehren musste. Nach einer Erkrankung seines Vorgängers wurde der Hobby-Fußballer zunächst zum Interims-CEO und später zur Dauerlösung für den Chefsessel berufen. Wie hat Sebastian Hirsch den schwierigen Schritt vom CFO zum CEO geschafft? Was hat gerade ihn dazu befähigt? Und wie erlebte er die Shortseller-Attacke?

All diese Fragen beantwortet Hirsch im Gespräch mit FINANCE-Redakteur Jakob Eich und Headhunter Paul Taaffe von FINANCE People Solutions in der neuen Folge des CFO-Karriere-Podcasts „Future CFO“.

FINANCE TV – JP Morgans Mittelstandsoffensive: Bernhard Brinker zieht Bilanz

Saison 1 · Épisode 17

lundi 15 avril 2024Durée 10:45

2019 startete JP Morgan eine Mittelstandsoffensive im deutschen Firmenkundengeschäft und holte dafür Bernhard Brinker von der Unicredit. Die großen Krisen, die den Mittelstand seitdem erschüttert haben, scheinen JP Morgan beim Erschließen dieser neuen Kundengruppe nicht besonders gebremst zu haben, folgt man Brinkers Worten im Gespräch mit FINANCE-TV: „Wir haben den Bereich schneller ausgebaut, als wir uns das 2019 vorgenommen hatten. Inzwischen haben wir eine gut dreistellige Zahl an Firmenkunden, mit denen wir aktiv arbeiten. Darunter sind wenig Kunden, mit denen wir ausschließlich Kreditgeschäft machen.“

Als Ziel gibt Brinker aus, die Zahl der Kunden in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln. Gelingen soll dies unter anderem mit Hilfe von Vorstößen in neue Zielbranchen wie Lifescience, Green Tech und Technologie sowie einer Stärkung des Midcap-M&A-Teams.

Doch derzeit sind eher andere Services gefragt, so Brinker: „Aktuell arbeiten wir mit unseren Firmenkunden stark an deren globaler Integration und Verschlankung des Cash Managements und am Pooling von Cash. Generell sind Cash Management, Zahlungsverkehr und Hedging sehr wichtige Bereiche für uns.“

Wie er den Zielerreichungsgrad der Mittelstandsoffensive bewertet, warum die Pandemie auf eine andere Art herausfordernd war, als man denken würde, und ob sich Jamie Dimons Renditeziele im deutschen Mittelstand tatsächlich auch ohne Rückenwind aus dem M&A-Geschäft erreichen ließen, das alles beantwortet Bernhard Brinker im Gespräch mit Michael Hedtstück bei FINANCE-TV.

FINANCE TV – So funktioniert der neue „grüne“ Fonds von Argos Wityu

Saison 1 · Épisode 16

lundi 8 avril 2024Durée 10:04

Das Private-Equity-Haus Argos Wityu wirbt gerade einen klassischen Buy-out-Fonds mit einem neuartigen Ansatz ein: Er soll speziell „graue“ Unternehmen erwerben und diese dann auf einen steilen Abbaupfad bei den CO2-Emissionen führen. Obwohl die Zielunternehmen damit noch nicht „grün“ sind, ist der Fonds nach Artikel 9 zertifiziert. „Wir haben 60 Prozent des Zielvolumens von 300 Millionen Euro bereits eingesammelt und sind sehr zuversichtlich, dass wir das Fundraising im Sommer abschließen können“, erklärt Argos-Wityu-Partner Fabian Söffge im Gespräch mit FINANCE-TV. Ein erstes Unternehmen aus Italien hat der neue Fonds bereits erworben.

Um die „grüne Value Creation“ zu systematisieren, hat Argos Wityu ein spezielles Tool entwickelt, mit dem sich technische Ansätze für Emissionssenkungen evaluieren und deren Rentabilität berechnen lassen. „Außerdem machen wir immer eine Dekarbonisierungs-Due-Diligence“, erzählt Söffge. Erklärtes Ziel ist es, die CO2-Emissionen der Portfoliounternehmen – gemessen am Umsatz – um 7,5 Prozent pro Jahr zu reduzieren. An die Erreichung dieses Ziels ist ein Viertel des Carrys – also die Überrenditebeteiligung des Teams – geknüpft, so Söffge.

Wie sich die mit solchen Projekten verbundenen Sprunginvestitionen bei den Unternehmen mit dem Profil eines Buy-out-Fonds vereinbaren lassen, in welchen Branchen er die größten Potentiale sieht und ob sich für einen solchen Fonds höhere Management Fees durchsetzen lassen als für „normale“ Buy-out-Fonds – Fabian Söffges Antworten hier bei FINANCE-TV.


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