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Explore every episode of the podcast Wohlstand für Alle

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TitlePub. DateDuration
Ep. 377: Die Pariser Kommune – Vorbild für die Gegenwart?28 Oct 202600:36:46

Wenn überall in Frankreich junge Menschen auf den Straßen demonstrieren und manche sogar Barrikaden errichten, wenn gegen den Status quo gekämpft wird und dabei ökonomische und soziale Fragen im Mittelpunkt stehen, drängen sich Parallelen zur Pariser Kommune auf.

Die Pariser Kommune war eine revolutionäre Selbstverwaltung von Paris, die vom 18. März bis zum 28. Mai 1871 bestand. Nach Frankreichs Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg erhoben sich Teile der Pariser Bevölkerung gegen die französische Regierung. Die gewählte Kommune wurde vor allem von Arbeitern, Handwerkern und unterschiedlichen sozialistischen sowie radikaldemokratischen Strömungen getragen.

Gesetzt wurde auf demokratische Selbstregierung und man wendete sich gegen den vorherrschenden Nationalismus. Die Pariser Kommune war, auch wenn das heute oft vergessen wird, ein internationalistisches Projekt, das jedoch bald brutal niedergeschlagen wurde.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das Erbe der Kommunarden und über Karl Marx‘ Kommentierung der Geschehnisse.



Literatur:


Karl Marx: "Der Bürgerkrieg in Frankreich", in: Marx-Engels-Werke. Band 17, S. 313-365.


Louise Michel: Die Pariser Commune, Mandelbaum Verlag.


Kristin Ross: Luxus für alle. Die politische Gedankenwelt der Pariser Kommune, Matthes & Seitz.



Termine:


Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:

https://bw.dgb.de/mitmachen/termine-und-aktionen/termin/der-tag-an-dem-friedrich-merz-mir-meine-lebenszeit-geklaut-hat/


Ole ist am 29. Oktober in Frankfurt am Main:

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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:

https://diekaes.ditix.shop/event/n1xk0eq2dyksnve3?t=false&tid=


Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:

https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/


Ole und Wolfgang sind am 16. Januar 2027 in Hamburg:

https://tickets.centralkomitee.de/product/99687/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-16-01-2027


Ole und Wolfgang sind am 17. Januar 2027 in Leipzig:

https://felsenkeller.ticket.io/rSYEIeCu/


Ole und Wolfgang sind am 3. Juni 2027 in Stuttgart:

https://theaterhaus.reservix.de/p/reservix/event/2629757



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Adorno, Freerk Huisken und die "Aufarbeitung der Vergangenheit"24 Oct 202600:15:47

In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar sprechen wir über China: Ole schildert seine Eindrücke der Reise und dann sehen wir uns zwei bemerkenswerte Artikel an, die aktuelle Entwicklungen in der Volksrepublik beleuchten.

Chinas Wirtschaft schwächelt, das zeigt sich auch daran, wie stark die Gig-Economy gewachsen ist, die nebenbei viele unglückliche Chinesen produziert. Wie mächtig die Regierung von Xi und seiner Kommunistischen Partei ist, zeigt wiederum eine Steuerreform. Reiche Chinesen, die Geld im Ausland geparkt haben oder sogar inzwischen im Ausland leben, sollen rückwirkend Steuern für ihre Offshore-Vermögen zahlen – in Hongkong, Singapur und Japan sind die chinesischen Millionäre und Milliardäre nun nervös.

Anschließend diskutieren wir über zwei Texte, die sich mit den Deutschen und ihrer sogenannten "Vergangenheitsbewältigung" auseinandersetzen. Adorno analysiert den Umgang der Deutschen mit ihrer Schuld Ende der 50er-Jahre, in den 2000er-Jahre liefern Rolf Gutte und Freerk Huisken eine kontraintuitive Interpretation der deutschen Geschichte.

Was, wenn der Nationalstolz gerade wegen der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit besonders wirksam und verbreitet ist? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der Speakeasy-Bar!



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Ep. 376: Ist Vollbeschäftigung möglich? Die Ökonomie des Michał Kalecki 21 Oct 202600:36:56

Ist Vollbeschäftigung in einem kapitalistischen System machbar? Im Zuge der Modern Monetary Theory und weiterer Ansätze der pluralen Ökonomik wird diese Frage wieder häufiger diskutiert. Jobgarantien sollen Sicherheit geben und damit Menschen davor bewahren, nach rechts zu driften.

Die Debatte ist nicht neu: Der polnische Ökonom Michał Kalecki beschäftigte sich bereits in den 1940er-Jahren mit der Frage, welche Wege zur Vollbeschäftigung gangbar sind und welche nicht. Kalecki, den man zu den Post-Keynesianern zählt und der zugleich marxistisch geprägt war, ignoriert bei seinen Überlegungen nie, dass wir in einer Klassengesellschaft leben, in der diejenigen, die über Kapital verfügen, mehr Macht haben als jene, die ihre Arbeitskraft verkaufen müssen.

Kalecki setzt auf einen stark intervenierenden Staat. Vor allem das Deficit Spending scheint für ihn eine Möglichkeit darzustellen, Vollbeschäftigung zu erreichen. Klar ist aber auch: Trivial ist das nicht. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur:


Michał Kalecki: „Drei Wege zur Vollbeschäftigung“, in: Ders.: Krise und Prosperität im Kapitalismus. Ausgewählte Essays 1933-1971. Metropolis.


Ders.: „Politische Aspekte der Vollbeschäftigung“, in: Ebd.



Termine:


Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:

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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:

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Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:

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Ole und Wolfgang sind am 16. Januar in Hamburg:

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Ole und Wolfgang sind am 17. Januar in Leipzig:

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Überwachung und Aufschwung? So war Oles China-Reise!17 Oct 202600:17:10

In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar sprechen wir über China: Ole schildert seine Eindrücke der Reise und dann sehen wir uns zwei bemerkenswerte Artikel an, die aktuelle Entwicklungen in der Volksrepublik beleuchten.

Chinas Wirtschaft schwächelt, das zeigt sich auch daran, wie stark die Gig-Economy gewachsen ist, die nebenbei viele unglückliche Chinesen produziert. Wie mächtig die Regierung von Xi und seiner Kommunistischen Partei ist, zeigt wiederum eine Steuerreform. Reiche Chinesen, die Geld im Ausland geparkt haben oder sogar inzwischen im Ausland leben, sollen rückwirkend Steuern für ihre Offshore-Vermögen zahlen – in Hongkong, Singapur und Japan sind die chinesischen Millionäre und Milliardäre nun nervös.

Anschließend diskutieren wir über zwei Texte, die sich mit den Deutschen und ihrer sogenannten "Vergangenheitsbewältigung" auseinandersetzen. Adorno analysiert den Umgang der Deutschen mit ihrer Schuld Ende der 50er-Jahre, in den 2000er-Jahre liefern Rolf Gutte und Freerk Huisken eine kontraintuitive Interpretation der deutschen Geschichte.

Was, wenn der Nationalstolz gerade wegen der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit besonders wirksam und verbreitet ist? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der Speakeasy-Bar!



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Ep. 375: Joseph Schumpeter und der Imperialismus14 Oct 202600:53:31

Führt der Kapitalismus zum Imperialismus und damit in den Krieg? Diese Frage wird seit mehr als 100 Jahren diskutiert. Auch der Ökonom der „schöpferischen Zerstörung“, Joseph Schumpeter, mischte sich mit einem berühmten Aufsatz in die Debatte ein.

Seine These ist, dass der Imperialismus dem Kapitalismus keineswegs zu eigen ist, sondern vielmehr ein atavistisches Überbleibsel bildet, das durch gewisse Bedingungen erstarken und die Oberhand gewinnen kann. Schumpeter schlägt einen großen historischen Bogen von der Antike bis zur Gegenwart, um die Frage nach dem Verhältnis von Kapitalismus und Imperialismus zu beantworten.

Bemerkenswerterweise kommt er dabei mitunter Lenin und Rosa Luxemburg gefährlich nahe. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Aktualität von Schumpeters Überlegungen.



Literatur:


Branko Milanović: The Great Global Tranformation. National Market Liberalism in a Multipolar World, Allen Lane.


Joseph A. Schumpeter: Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. UTB.


Ders.: „Zur Soziologie der Imperialismen“, in: Ders.: Schriften zur Ökonomie und Soziologie. Hrsg. v. Lisa Herzog und Axel Honneth. Suhrkamp.



Termine:


Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:

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Ole und Wolfgang sind am 17. Januar in Leipzig:

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Wie Literatur den Krieg verarbeitet! – Literaturdistrikt 202510 Oct 202601:32:00

2025 waren wir Live beim Literaturdistrikt-Festival in Essen, um über Literatur und Zeitenwende zu sprechen, Passagen aus wichtigen Klassikern der (Anti-)Kriegsliteratur vorzutragen und um über Oles Buch „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde“ zu diskutieren.

Hier ist der Audio-Mitschnitt der Veranstaltung, in der wir vom aktuellen Diskurs ausgehend zu Erich-Maria Remarque, Ernst Jünger, Bertolt Brecht, Celine und weiteren Autoren zurückkehren, die sich literarisch mit dem Krieg auseinandergesetzt haben. Das Literaturdistrikt-Festival 2025 wurde gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, vom Kulturamt der Stadt Essen und von der Kunststiftung NRW.


Website: www.literaturdistrikt.de

Ep. 374: Volkswagen und das Ende der Sozialpartnerschaft07 Oct 202600:34:30

Die Krise bei Volkswagen verschärft sich weiter. Die Konkurrenz aus China und das schlechte Management der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass der Absatz von VW-Autos rückläufig ist. Jetzt soll der Konzern wettbewerbsfähig gemacht werden, indem man knapp ein Sechstel der Stellen abbaut und die verbliebenen Arbeiter enorme Kürzungen hinnehmen.

Von dem "Erfolgsmodell Sozialpartnerschaft" kann nicht mehr länger die Rede sein, wenn sechs Urlaubstage gestrichen werden sollen und die Arbeiter bei gleichem Gehalt länger arbeiten müssen. Auch die Übernahme von Auszubildenden steht zur Disposition. Die IG Metall zeigt sich zwar kampfbereit, die Frage ist jedoch, ob man zu radikalen Schritten willens ist und ob sie noch rechtzeitig etwas ändern können.

VW-Chef Blume möchte trotz der harten Einschnitte nicht von einer Schrumpfkur sprechen. In Wahrheit erlebt die Belegschaft genau das. Diese Kürzungen werden über den VW-Konzern hinaus Signalwirkung haben.

Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur/Quellen:


Oliver Blume im Pioneer-Podcast:

https://youtu.be/rtKcaWvUy14?si=ZeaNCLfZ5P_3WSj6



Termine:


Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:

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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:

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Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:

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Ole und Wolfgang sind am 16. Januar in Hamburg:

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Ole und Wolfgang sind am 17. Januar in Leipzig:

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Ep. 373: Freerk Huisken und die Schule im Kapitalismus30 Sep 202600:33:56

Wozu ist die Schule da? Oft hört man den Satz, dieses oder jenes lerne man fürs Leben – gemeint ist aber in der Regel: für das Leben im Kapitalismus. Die Schule als Institution bildet das Konkurrenzsubjekt heraus, das schon früh einübt, was in der demokratisch organisierten Marktwirtschaft einmal wichtig sein wird.

Das Notensystem sowie die dreigliedrige Aufteilung der Schulen sorgt für Sortiermechanismen, wie sie für die kapitalistische Produktion nützlich sind. Zudem lernt ein jeder Schüler, sich artig zu disziplinieren. Nicht die Bildung steht im Vordergrund, sondern ein instrumentelles Lernen ist das Ziel.

Dabei wird das Subjekt zum einen in seinem Selbstwert bestätigt, zum anderen aber erlebt es ständige Enttäuschungen, an denen es wachsen soll, um sich erneut in den Konkurrenzkampf zu wagen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Schulkritik von Freerk Huisken.



Literatur/Quellen:


Freerk Huisken: Schule, die 5. Gewalt. Die Zurichtung des Nachwuchses für Staat und Kapital, VSA Verlag.


Ole im Gespräch mit Freerk Huisken, Teil 1:

https://youtu.be/k2MWNblex4I?si=5Qqq3xUrNyCWCd4F


Ole im Gespräch mit Freerk Huisken, Teil 2:

https://youtu.be/PmXY-R68OYQ?si=gZEXlm40f2H-k5Ms



Termine:


Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart:

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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:

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Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:

https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/


Ole und Wolfgang sind am 16. Januar in Hamburg:

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Mutige Frauen und wilde Streiks: Gün Tanks Roman DIE OPTIMISTINNEN26 Sep 202600:12:56

Die Geschichte der Gastarbeiter in Deutschland ist noch immer unterbelichtet, vor allem ist beinahe in Vergessenheit geraten, wie viele Frauen aus der Türkei und anderen Ländern in den 1960er- und 1970er-Jahren nach Deutschland kamen, um hier zu arbeiten und ihre Familien zu ernähren.

In dem Roman „Die Optimistinnen“ setzt ihnen Gün Tank ein Denkmal und zeigt, wie sehr sich diese Frauen in den Arbeitskampf eingemischt haben – gegen alle Widerstände. Gewerkschaftlich nicht organisiert, von den Betriebsräten oft ignoriert, gingen die Gastarbeiterinnen zu wilden Streiks über, um ihre Interessen zu vertreten. Sie kämpften für bessere Wohn- und Arbeitsbedingungen und sie kämpften gegen die finanzielle Diskriminierung in Form von Leichtlohngruppen.

Unter diesem Terminus verstand man Arbeiten, die angeblich leicht zu verrichten waren, von Frauen ausgeführt wurden und deshalb schlechter bezahlt waren als dieselben Tätigkeiten der Männer. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Gün Tanks Roman!



Literatur:


Gün Tank: Die Optimistinnen. S. Fischer.



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Ep. 372: Louis Althusser und die ideologischen Staatsapparate23 Sep 202600:37:52

Wie kommt die Ideologie in die Köpfe? Mit dieser Frage beschäftigt sich der französische Philosoph Louis Althusser in seiner Schrift zu den „Ideologischen Staatsapparaten“. In einer Zeit, in der die Kirchen erheblich an Macht eingebüßt haben, übernehmen vorwiegend die Schulen die Aufgabe, die kapitalistische Ideologie zu vermitteln.

In der Schule werden sie alle ausgebildet, die künftigen Arbeiter und Kapitalisten sowie die Ideologen und Politiker. Der Kapitalismus muss auch geistig reproduziert werden, um sich reproduzieren zu können, zeigt Althusser in seiner berühmten Schrift, die noch weitere Ideologische Staatsapparate ausmacht, auch wenn diese – wie etwa die Familie – gar nicht direkt vom Staat gesteuert werden.

Dass die Ideologie den Bürger erreicht, liegt nicht zuletzt auch an der Subjektwerdung, der durchaus ein unterwerfender Charakter innewohnt. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Althussers Ideologietheorie.



Literatur:


Louis Althusser: Ideologie und ideologische Staatsapparate, VSA-Verlag.



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Termine:


Am 11.9. ist Wolfgang in Frankfurt: https://www.instagram.com/p/DcqWocUAAZu/?img_index=4


Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart – nicht am 29. Oktober, wie im Podcast behauptet:

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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:

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Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:

https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/


Ole und Wolfgang sind am 16. Januar in Hamburg:

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Speakeasy #36: Walter Benjamin und die Ästhetik des Faschismus19 Sep 202600:14:16

In der neuen Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, denn oft wird das Konzept des taktischen Wählens ventiliert, um angeblich den Rechtsruck zu verhindern. Geht es den Parteien wirklich darum?

Danach diskutieren wir ausführlich über eine ARD-Doku mit dem Titel „Die da unten“, in der es um die Ungleichheit in Deutschland geht. Interviewt werden sowohl Bürger mit wenig Gehalt oder kleiner Rente als auch Millionäre und Milliardäre von der Stiftung Familienunternehmen, bei deren Tagung im Hotel Adlon in Berlin auch Kanzler Friedrich Merz spricht, um den Reichen ein paar Tipps zu geben. Selten war die Klassengesellschaft so transparent zu sehen, dennoch führt dies bei der Durchschnittsbevölkerung nicht zu Wünschen nach mehr Umverteilung. Stattdessen sind sie von nationalistischen, autoritären und sozialdarwinistischen Phantasien beherrscht.

Anschließend sprechen wir ausführlich über die Ästhetisierung der Politik und die Politisierung der Kunst anhand von Walter Benjamins berühmten Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“.



Literatur/Quellen:


Walter Benjamin: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, Suhrkamp.


Friedrich Merz‘ Rede an die Familienunternehmer:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/rede-kanzler-tag-der-familienunternehmen-2026-2439682


Die NDR-Doku „Die da unten“:

https://www.ardmediathek.de/video/die-da-unten/die-da-unten/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4MjI2NV9nYW56ZVNlbmR1bmc



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Ep. 371: Wie autoritär ist der rechte Postliberalismus? 16 Sep 202600:46:55

Was wollen die rechten Postliberalen? Wie auch die linken Vertreter des Postliberalismus lesen sich manche Vorschläge solide sozialdemokratisch: Monopole sollen bekämpft, Arbeitnehmerrechte gestärkt und Familien besser unterstützt werden.

Wie bei den linken Postliberalen wollen auch die Rechten das Christentum und seine Werte zur Grundlage der Gesellschaft erklären, dabei sind sie aber wesentlich autoritärer: Patrick J. Deneen, der inzwischen J. D. Vance berät, hat in seinem Buch „Why Liberalism Failed“ zunächst das Scheitern der Liberalen erklärt, um nun in seinem Buch „Regime Change“ einen Aristopopulismus herbeizuschreiben, bei dem Elite und Volk miteinander verschmelzen – nicht im Sinne einer Demokratisierung, lediglich bessere Eliten sollen her. An dieser Stelle wird es endgültig obskur.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den rechten Postliberalismus.



Literatur:


Patrick J. Deneen: Regime Change. Toward a Postliberal Future, Sentinel.


Ders.: „Wir sind jetzt alle Postliberale“, in: Veith Selk, Julian Nicolai Hofmann (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte, Suhrkamp.



Termine:


Am 24.9. ist Wolfgang in Remagen zu Gast: https://arpmuseum.org/veranstaltungen.html


Am 26.9. ist Wolfgang in Lübeck zu Gast: https://www.thomas-mann-gesellschaft.de/jahrestagung/luebecker-thomas-mann-tage-2026/index.html


Ole ist am 28. Oktober in Stuttgart – nicht am 29. Oktober, wie im Podcast behauptet:

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Speakeasy #36: Wieso "Taktisch wählen" ein Fehler ist!14 Sep 202600:14:46

In der neuen Speakeasy-Bar sprechen wir zunächst über die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, denn oft wird das Konzept des taktischen Wählens ventiliert, um angeblich den Rechtsruck zu verhindern. Geht es den Parteien wirklich darum?

Danach diskutieren wir ausführlich über eine ARD-Doku mit dem Titel „Die da unten“, in der es um die Ungleichheit in Deutschland geht. Interviewt werden sowohl Bürger mit wenig Gehalt oder kleiner Rente als auch Millionäre und Milliardäre von der Stiftung Familienunternehmen, bei deren Tagung im Hotel Adlon in Berlin auch Kanzler Friedrich Merz spricht, um den Reichen ein paar Tipps zu geben. Selten war die Klassengesellschaft so transparent zu sehen, dennoch führt dies bei der Durchschnittsbevölkerung nicht zu Wünschen nach mehr Umverteilung. Stattdessen sind sie von nationalistischen, autoritären und sozialdarwinistischen Phantasien beherrscht.

Anschließend sprechen wir ausführlich über die Ästhetisierung der Politik und die Politisierung der Kunst anhand von Walter Benjamins berühmten Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“.



Literatur/Quellen:


Walter Benjamin: „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“, Suhrkamp.


Friedrich Merz‘ Rede an die Familienunternehmer:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/rede-kanzler-tag-der-familienunternehmen-2026-2439682


Die NDR-Doku „Die da unten“:

https://www.ardmediathek.de/video/die-da-unten/die-da-unten/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM4MjI2NV9nYW56ZVNlbmR1bmc



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Meisterwerke: Sturmhöhe. Mit Wolfgang und Mithu Sanyal12 Sep 202601:38:32

Wir danken dem Literaturforum im Brecht-Haus, dass wir auch diese Ausgabe von "Meisterwerke der Literatur und was sie uns lehren" als Podcast veröffentlichen dürfen.


© Eine Veranstaltung des Literaturforums im Brecht-Haus


Mehr Informationen zum Literaturforum im Brecht-Haus findet ihr hier:

www.lfbrecht.de

Social Media: @lfbrecht

Telegram-Kanal: https://t.me/literaturforumimbrechthaus

Ep. 370: Linker Postliberalismus – Deutschland, aber sozial?09 Sep 202601:08:14

Der Postliberalismus ist ein Begriff, der in Großbritannien und den USA schon seit einigen Jahren kursiert, jetzt wird er auch in Deutschland immer häufiger diskutiert. Dieses Konzept, das sich vom Liberalismus lösen will, ohne gänzlich auf seine Errungenschaften zu verzichten, gibt es in mehreren Versionen.

Während im Umkreis von JD Vance ein rechter Postliberalismus ins Spiel gebracht wird, gibt es auch eine linke Version, die sich an der Sozialdemokratie wie an der katholischen Soziallehre orientiert, aber mehr möchte, als bloß eine weitere Kritik des Neoliberalismus zu artikulieren.

Um Staatskunst geht es gleichermaßen wie um „Seelenkunst“, so formuliert den holistischen Ansatz jedenfalls der Politikwissenschaftler Adrian Pabst. Der progressive Liberalismus der Linken und der Marktliberalismus der Rechten seien eine unheilige Allianz eingegangen, jetzt gelte es, diesen Liberalismus zu überwinden, um zu einer postliberalen, auf das Gemeinwohl konzentrierten Wirtschaft und Gesellschaft zu gelangen, die aber auch das Individuum einhegt.

Kann das gut gehen? Darüber diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur:


Adrian Pabst: „Die Gestaltung einer neuen Ära: Was auf die Selbstaushöhlung des Liberalismus folgen sollte“, in: Veith Selk, Julian Nicolai Hofmann: Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte, Suhrkamp.


Adrian Pabst zu „Blue Labour“: https://blogs.lse.ac.uk/politicsandpolicy/blue-collar-voters-and-the-left/

https://www.abc.net.au/religion/fall-and-redemption-can-blue-labour-revive-a-demoralised-party-a/10098264?utm_source=chatgpt.com


Nils Schniederjann über den linken Postliberalismus: https://www.ueberrechts.de/p/die-linke-geschichte-des-postliberalismus



Termine:


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Ep. 369: Wie die AfD in Sachen-Anhalt REGIEREN will!02 Sep 202600:46:21

Ulrich Siegmund ist als Gute-Laune-Kandidat zum Star der AfD geworden. Wenn er tatsächlich Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt werden sollte, verspricht er einen radikalen Politikwechsel. Gilt das auch für die Wirtschafts- und Sozialpolitik?

Das Wahlprogramm seiner Partei ist 160 Seiten lang, schier endlos reihen sich kulturkämpferische Forderungen aneinander, doch es gibt auch eine Sozial- und Wirtschaftspolitik, auf die man sein Augenmerk legen sollte. Durchaus finden sich doch sozialdemokratische Forderungen, zumindest punktuell,. Insgesamt aber sind der AfD die Hände gebunden – und wo nicht, da fesselt sie sich selbst, weil sie nach wie vor für eine orthodoxe Steuer- und Austeritätspolitik steht. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt das AfD-Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt.



Literatur:


Maurice Höfgen: https://www.geldfuerdiewelt.de/p/wirtschaftspolitik-der-afd-made-in


Studie des Leibniz Instituts: https://www.iwh-halle.de/presse/pressemitteilungen/detail/studie-belegt-milliardenluecke-im-wahlprogramm-der-afd-sachsen-anhalt


Lukas Scholle: https://www.surplusmagazin.de/wirtschaftswahl-in-sachsen-anhalt-hohere-wachstumsprognosen/



Termine:


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Eigentum und Überwachung: Der Räuber Hotzenplotz (Otfried Preußler)29 Aug 202600:10:34

In den 1960er und 1970er-Jahre erscheinen die drei Kinderbücher über den Räuber Hotzenplotz, die eine Millionenauflage erreichten und diverse Verfilmungen und Theateradaptionen erlebten. Otfried Preußler konstruiert ein Idyll aus Figuren des Kasperletheaters und erzählt drei Geschichten, die über die Eigentumsverhältnisse Auskunft geben und Kindern erklären, was gut und recht ist.

Der Räuber Hotzenplotz stiehlt zu Beginn der Reihe die Kaffeemühle von Kasperls Großmutter. Wachtmeister Dimpfelmoser nimmt den Fall auf, stürzt sich jedoch nicht gerade mit Elan in die Ermittlungen. Kasperl und Seppel hingegen nehmen die Spur auf und wollen den Räuber überführen. Der Autor hat immer betont, dass er mit der Hotzenplotz-Reihe keine Botschaft vermitteln wollte, geschweige denn eine Ideologie. Dennoch sind die drei Romane nicht frei davon.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die drei Romane und diskutieren über die bürgerliche Eigentumsordnung, die Kindern vermittelt wird.



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Ep. 368: Mamdani sagt Amazon den Kampf an!26 Aug 202600:35:52

Zohran Mamdani ist nun acht Monate im Amt und legt sich weiterhin mit dem Kapital an. Die konservative Presse schäumt. Derzeit kämpft Mamdani gegen Amazon und seine Struktur von Subunternehmen in New York City. Konkret geht es um die „Delivery Service Partners“ von Amazon.

Der Konzern bestimmt Routen, Zeitvorgaben, Leistungsquoten, die Kleidung und teilweise sogar, wen die Partner beschäftigen dürfen. Arbeitsrechtlich treten jedoch die lokalen kleinen Unternehmen als Arbeitgeber auf. Externalisiert wird auf diese Weise jedes Arbeitsrisiko und die Beschäftigten haben größte Schwierigkeiten, ihre Rechte wahrzunehmen. Mitunter werden sie um ihren Lohn geprellt.

Genau diese Trennung von Kontrolle und Verantwortung will Mamdani nun beenden. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das absurde System aus Subunternehmen.



Literatur/Quellen:


Mamdanis Kampagnenvideo:

https://www.youtube.com/watch?v=91DoiansHqk


New York Post: "Mamdani goes after Amazon — and shows off his stunning hypocrisy", online verfügbar unter:

https://nypost.com/2026/08/17/opinion/mamdani-goes-after-amazon-and-flaunts-his-stunning-hypocrisy/


Sascha Lübbe: Ganz unten im System, S. Hirzel Verlag.



Termine:


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Ep. 367: Team Freiheit – wie radikal ist die libertäre Anti-Partei?19 Aug 202600:41:15

Es gibt eine neue Partei: „Team Freiheit“ heißt sie, gegründet wurde sie von der ehemaligen AfD-Politikerin Frauke Petry und dem Kurzzeitministerpräsidenten Thomas Kemmerich. Wem die FDP und die AfD nicht libertär genug sind, soll sich dort aufgehoben fühlen.

Verfolgt werden Ideen, die einst Hayek und Friedman ventilierten, um die Staatsquote, die derzeit bei fast 50 Prozent liegt, zu halbieren. Der Sozialstaat soll zusammengeschrumpft werden, als dezidiert „staatsabtragend“ bezeichnet sich die Partei. Dabei tut das dürre Programm so, als gebe es eine grundsätzliche Opposition zwischen Markt und Staat.

Dem ist jedoch nicht so. Das wird schon daran offensichtlich, dass die Partei kein kritisches Wort über die enormen Rüstungsausgaben verliert. In Wahrheit ist das „Team Freiheit“ durch und durch staatstragend. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur/Quellen:


Frauke Petry: "Holen wir uns die Freiheit zurück", online verfügbar unter:

https://www.youtube.com/watch?v=F5W9sgzT5Jk


Das Programm des "Team Freiheit":

https://www.bundeswahlleiterin.de/dam/jcr/924a18e2-c8ed-425f-ba71-9bfdf96d732e/team_freiheit.pdf?utm_source=chatgpt.com



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Ole und Wolfgang sind am 20. August in Bayreuth:

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Wolfgang und Stefan Schulz sind am 22. August in Frankfurt am Main:

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Ole und Wolfgang sind am 10. Dezember in Berlin:

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Speakeasy #35: Darf man als Linker nicht mehr andere Linke kritisieren?15 Aug 202600:12:52

In der neuen Speakeasy-Bar antworten wir zunächst ausführlich auf unsere Kritiker, die sich über unsere Folge zu Danger Dan echauffiert haben. Es gibt offenbar einige Missverständnisse. Wenn man in der AfD den Hauptgegner erkennt, sollte man dann nicht lieber in die CDU eintreten? Und wie ist es eigentlich mit den linken Grabenkämpfen? Sind die wirklich das Problem?

Anschließend beantworten wir Fragen aus der Community, die sich mit einem globalen Sozialismus, einer emotionaleren Argumentation gegen die Wehrpflicht und mit der Sensibilität und gleichzeitigen Härte von Künstlern beschäftigen.

Danach beschäftigen wir uns mit der Frage: Ist die AfD die neue Arbeiterpartei? Sieht man sich an, wer sie wählt, mag man zu diesem Schluss kommen. Jedoch sind die Wahlprogramme marktliberal – und interessanterweise wissen das viele AfD-Wähler auch, wie eine neue Studie herausgefunden hat.

Eine NDR-Panorama-Reportrage hat zwei Freunde begleitet: beide wählten sie einst die SPD, nun wählt der eine die Linke, der andere die AfD. Mehr dazu in der neuen Speakeasy-Bar!



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Ep. 366: War Keynes ein (Post-)Liberaler?12 Aug 202600:36:00

Schon lange wurde nicht mehr so intensiv über das mögliche Ende des Liberalismus diskutiert. Unter dem Begriff Postliberalismus finden sich rechte wie linke Denker ein, die die liberale Demokratie kritisieren, ihre Institutionen reformieren oder abschaffen und das Wählervotum aufwerten wollen. Auch fragen sie, ob eine auf Individualismus gegründete Gesellschaft ausreichend sein kann, oder ob es doch so etwas wie Gemeinschaft braucht.

Interessant ist dabei, dass schon John Maynard Keynes sich die Frage stellte: Bin ich liberal? Keynes erteilte dem Laissez-Faire-Kapitalismus ebenfalls eine Absage, nicht jedoch dem Liberalismus an sich. Dieser sei allerdings zu reformieren, um dem modernen Kapitalismus gewachsen zu sein. Individuelle Freiheiten wollte Keynes durchaus erweitern, aber auch die Hand des Staates gelte es zu stärken und vom Parlament unabhängige Institutionen sollten mehr Macht zugesprochen bekommen.

Damit ist selbst im Keynesianismus schon ein Liberalismus angelegt, den die Postliberalen heute kritisieren, wenngleich sie auch mitunter einen starken Staat wünschen. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur:


John Maynard Keynes: Bin ich ein Liberaler?, in: Norbert Reuter: Wachstumseuphorie und Verteilungsrealität. Metropolis.


Ders.: The End of Laissez-Faire, online verfügbar unter: https://www.economicsnetwork.ac.uk/archive/keynes_persuasion/The_End_of_Laissez-Faire.htm



Termine:


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Wolfgang und Stefan Schulz sind am 22. August in Frankfurt am Main:

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Ep. 365: Werden Akademiker bald arbeitslos?05 Aug 202600:38:46

Fortschritt und Stagnation können zusammenfallen, ebenso wie Innovation und Arbeitslosigkeit. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sieht in ihrem Jahresbericht in der KI das Potenzial, die Weltwirtschaft grundlegend zu verändern. Kurzfristig sorgt der KI-Boom für massive Investitionen in Rechenzentren, Halbleiter und Energieinfrastruktur. Langfristig hängt die Wirkung davon ab, ob KI lediglich die Produktivität menschlicher Arbeit erhöht oder selbst zum Motor technologischer Innovation wird. In letzterem Szenario („Transformative AI“) könnte sie Forschung, Entwicklung und anspruchsvolle kognitive Tätigkeiten weitgehend übernehmen und das Wirtschaftswachstum dauerhaft beschleunigen. Gleichzeitig würde jedoch der Anteil der Arbeitseinkommen an der gesamten Wertschöpfung stark sinken. Daraus könnte ein Nachfrageproblem entstehen, wenn breite Bevölkerungsschichten nicht mehr ausreichend am Wohlstandsgewinn partizipieren. Zudem ist unklar, ob die Berufseinsteiger oder eher die Seniors das Nachsehen am Arbeitsmarkt haben werden. Viele Uni-Absolventen, die schon bald zur Professional Managerial Class gehören wollten, sind zutiefst verunsichert. Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Quellen/Literatur:


Der Jahresbericht der BIZ:

https://www.bis.org/publ/arpdf/ar2026e.htm


200 Ökonomen warnen vor KI: https://www.nytimes.com/2026/07/13/business/economists-ai-threat-jobs.htmlx



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Meisterwerke der NS-Satire – Literaturforum im Brecht-Haus01 Aug 202601:39:07

Wo die politische Wirklichkeit sich in groteske Grausamkeit verwandelt und rechte Akteure von Schicksal und Tiefe raunen, wird das Lachen zum widerständigen Akt. Die literarische Satire blüht immer dann, wenn die Zeiten düster sind.

Deshalb mag es nicht verwundern, dass während des Nationalsozialismus viele Literaten zu satirischen Mitteln griffen, um die Lage zu analysieren. Manche dieser Texte sind kaum mehr bekannt, etwa Otto M. Knabs »Kleinstadt unterm Hakenkreuz« (1934) oder selbst Walter Mehrings »Die Nacht des Tyrannen« (1937). Andere Satiren aber erfreuen nach wie vor das Publikum, sind von hoher literarischer Qualität und auch in Neuauflagen auf dem Buchmarkt erhältlich.

Im Gespräch geht es um Klaus Manns »Mephisto. Roman einer Karriere« (1936), Bertolt Brechts Stück »Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui« (1941) und um »Dritte Walpurgisnacht« (1933) des Satirikers Karl Kraus.

Der Blick soll dabei nicht nur zurück, sondern auch in die Gegenwart führen. Was können literarische Satiren angesichts des omnipräsenten Rechtsrucks leisten? Ist unser Lachen eher fatalistisch oder revolutionär?


Weitere Informationen zum Literaturforum im Brecht-Haus findet ihr unter: https://lfbrecht.de/

Ep. 364: Gute Enteignung, böse Enteignung?29 Jul 202600:30:51

Die Vergesellschaftung von Wohnraum auf Landesebene will die Bundesregierung grundsätzlich verbieten, damit entmachtet sie die Souveränität der Länder und stellt sich hinter ausländische Investoren, die um ihre Profite bangen.

Angeblich würden Kampagnen wie „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ dem Wohnungsbau in Deutschland schaden. Dieser Kampf gegen Vergesellschaftung und Enteignung ist hochinteressant, da in anderen Fällen Eigentum durchaus angetastet wird – aber immer nur dann, wenn es dem Wirtschaftsstandort Deutschland im ganzen hilft.

Das wirft auch Fragen für die Linken auf: Manchmal bekam man in den Debatten der vergangenen Jahre den Eindruck, das Grundgesetz selbst bahne den Weg in den Sozialismus, dabei wurde gern übersehen, dass jede Enteignung Entschädigungszahlungen verlangt.

Zudem sollten wir das Thema noch auf einer internationalen Ebene betrachten: Der Wirtschaftshistoriker Nicholas Mulder hat festgestellt, dass wir gerade eine große Welle der Verstaatlichung erleben. Dies bedeutet aber keineswegs eine Schwächung des Kapitalismus.

Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur:


Nicholas Mulder: “The New Wafe of Nationalization”, online verfügbar unter: https://www.imf.org/-/media/files/publications/fandd/article/2026/06/mulder.pdf.




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Wie ausbeuterisch ist die Heimpflege? Dieser Roman gibt Antwort: HALBE LEBEN (Susanne Gregor)25 Jul 202600:15:34

Die EU verspricht Freizügigkeit und Arbeitsmigration. Auf den ersten Blick sieht es nach einer Win-Win-Situation aus, von der der 2025 erschienene Roman „Halbe Leben“ erzählt. Die Schriftstellerin Susanne Gregor porträtiert zwei Frauen, beide 38 Jahre alt. Aber die Staatsbürgerschaft ist entscheidend, ebenso wie der ökonomische Unterschied: Während die Österreicherin Klara in einem Architekturbüro Karriere macht und kaum noch Zeit hat, sich um ihre Tochter und ihre dement werdende Mutter zu kümmern, wird der Slowakin Paulína durch eben diese Situation ein vergleichsweise lukrativer Job angeboten.

Lässt sie ihre beiden Kinder in der Slowakei und arbeitet alle zwei Wochen als Pflegerin bei Klara, scheint allen geholfen zu sein: Klara kann ihre berufliche Laufbahn fortsetzen, Paulína endlich mehr Geld verdienen. Doch dies ist nur ein vermeintlich gleicher und gerechter Tausch. Susanne Gregor analysiert ein intrikates Ausbeutungsmodell, auf dem die Wohlstandsgesellschaften in Österreich und Deutschland aufbauen. Zugleich hinterfragt der Text nah an den Figuren und durch präzise Beschreibungen liberale Selbstverständlichkeiten.

Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur.



Literatur:


Susanne Gregor: Halbe Leben, Paul Zsolnay Verlag.



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Ep. 363: Danger Dan und das Elend des Antifaschismus22 Jul 202600:49:03

Die Musiker Danger Dan und Igor Levit wollten in der Jubiläumsshow der ZDF-Satire-Sendung „Die Anstalt“ auftreten, um dort das Lied „Keine Angst“ zu Gehör zu bringen. Daraus wurde nichts, weil der Sender entschied, dass dieses Lied nicht aufgeführt werden soll.

Die Kunstfreiheit ist dadurch nicht gleich bedroht, schließlich macht das ZDF lediglich von seinem Hausrecht Gebrauch. Seit Tagen wird über das Lied und seine Botschaft diskutiert. Auffallend ist, dass in dem siebenminütigen Song ökonomische Fragen keine Rolle spielen. Die Strategien gegen AfD und den Faschismus lesen sich wie aus einem linksaktivistischen Handbuch der 90er-Jahre, mit den realen Machtverhältnissen und einer klugen Strategie hat dies alles nichts zu tun.

Das Lied steht sinnbildlich für eine starke Tendenz: Man spricht nicht über ökonomische und politische Zusammenhänge, sondern genießt seine eigene Ohnmacht, die durch halbgaren Aktivismus kaschiert wird. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Termine:


Ole ist am 23. Juli in Dresden:

https://www.instagram.com/p/DayD_j9joOd/


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Wie Kohei Saito den Marxismus zu Grabe trägt!18 Jul 202600:11:10

In Erfurt hielt die AfD ihren Parteitag ab. Pünktlich konnte dieser beginnen – trotz der Proteste und Blockaden. Die derzeitige Debatte über diesen Aktivismus läuft auf verschiedene Weisen in die Irre, in der Speakeasy-Bar fragen wir deshalb einmal strategisch: Wie sinnvoll ist ein derartiges aktivistisches Vorgehen?

Den zweiten Schwerpunkt bildet dann das neue Buch des japanischen Theoretikers Kohei Saito: „Am Ende des Fortschritts. Überleben in den Ruinen des Kapitalismus“ plädiert für Planung und Sozialismus, setzt sich kritisch mit Ulrike Herrmann auseinander und malt in drastischen Worten die Klimakatastrophe aus. Hayek soll mit Marx überwunden werden, um in eine Diktatur der Ökologie zu gelangen.

Wir diskutieren in der neuen Speakeasy-Bar intensiv über Saitos kühne Thesen.



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Ep. 362: US-Tech-Konzerne und der neue Staatskapitalismus15 Jul 202600:32:40

Wenn über den Kapitalismus geredet wird, wird nicht selten die Frage gestellt, wer die eigentliche Macht hat: der Staat oder die Konzerne? Auch im Zuge der KI-Innovationen wird dies erneut thematisiert.

Die Verwirrung ist groß: Die Trump-Administration ist weit davon entfernt, auf einen Laissez-Faire-Kapitalismus zu setzen. Stattdessen erleben wir, wie Washington sich immer stärker in die Wirtschaft einmischt und damit in den freien Markt eingreift. Besonders bei den KI-Unternehmen, speziell bei Anthropic, hat die Regierung ihre Macht ausgespielt und die Verbreitung von Modellen eingeschränkt oder gar untersagt.

Zugleich warnt Antropic-Chef Dario Amodei selbst laufend, dass die KI zu einer Gefahr wird, die es zu kontrollieren gilt. Erleben wir gerade, wie manche Beobachter meinen, den Abschied vom Kapitalismus? Keineswegs, eher wird ein neuer Staatskapitalismus etabliert. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur:


Dario Amodei über KI und staatliche Kontrolle: https://darioamodei.com/post/policy-on-the-ai-exponential


Friedrich Engels: Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft. MEW 11.


Evgeny Morozov über den neuen Staatskapitalismus: https://monde-diplomatique.de/artikel/!6177331



Wolfgangs Anthologie SELBST SCHULD ist jetzt auch als Taschenbuch erschienen: https://shop.autorenwelt.de/products/selbst-schuld?variant=55886732722501



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Der Irrtum von WIDERSETZEN, oder: Warum Aktivismus meistens scheitert...12 Jul 202600:16:46

In Erfurt hielt die AfD ihren Parteitag ab. Pünktlich konnte dieser beginnen – trotz der Proteste und Blockaden. Die derzeitige Debatte über diesen Aktivismus läuft auf verschiedene Weisen in die Irre, in der Speakeasy-Bar fragen wir deshalb einmal strategisch: Wie sinnvoll ist ein derartiges aktivistisches Vorgehen?

Unser Verdacht: Man genießt in Wahrheit die eigene Ohnmacht und hat außerdem ein höchst paradoxes Verhältnis zum Staat und seiner Verfassung. Nicht nur mit #ErfurtWidersetzen, sondern auch mit dem bürgerlichen Aktivismus einer Luisa Neubauer beschäftigen wir uns eine Stunde lang.

Anschließend beantworten wir Fragen aus dem Publikum, etwa zum Staatsverständnis von Marxisten-Leninisten und des GegenStandpunkt.

Den zweiten Schwerpunkt bildet dann das neue Buch des japanischen Theoretikers Kohei Saito: „Am Ende des Fortschritts. Überleben in den Ruinen des Kapitalismus“ plädiert für Planung und Sozialismus, setzt sich kritisch mit Ulrike Herrmann auseinander und malt in drastischen Worten die Klimakatastrophe aus. Hayek soll mit Marx überwunden werden, um in eine Diktatur der Ökologie zu gelangen.

Wir diskutieren in der neuen Speakeasy-Bar intensiv über Saitos kühne Thesen.



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Ep. 361: Das Verarmungspaket der Regierung und die Feigheit der Gewerkschaften08 Jul 202600:44:29

Die Bundesregierung hat ihr Verarmungsprogramm vorgestellt, das Merz als "großen Sprung nach vorn" bezeichnet. Für die Arbeitnehmer in Deutschland gibt es keine nennenswerten Entlastungen, sondern ausschließlich Zumutungen.

Minijobs werden bald stärker besteuert , es muss länger gearbeitet werden, Krankschreibungen werden erschwert und Konsumsteuererhöhungen sind geplant. Es steigen die Rüstungsausgaben um 100 Milliarden Euro, sonst ist aber kein Geld vorhanden.

Die Behauptung aus linksliberalen Kreisen, es gehe doch beides zusammen – Aufrüstung und Sozialstaat –, entpuppt sich endgültig als die Illusion derer, die bei Bluesky oder den Jusos sind. Besonders erschreckend ist, wie Yasmin Fahimi, die Chefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes, auf die Reformen reagiert – nämlich „konstruktiv“. Die Gewerkschaftsspitze weiß offenbar nicht, dass sie die Interessen der arbeitenden Klasse vertreten soll.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die furchtbaren Reformen.



Literatur/Quellen:


Bundesregierung: “Ein Programm für Aufschwung und Beschäftigung”, online verfügbar unter: https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975228/2445592/344cc50b4c10a5939658e3fc0a5fd93f/2026-07-02-koaausschuss-data.pdf?download=1


DGB: “Richtige Signale für Beschäftigung, Wachstum und Entlastung", online verfügbar unter: https://www.dgb.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/dgb-chefin-fahimi-richtige-signale-fuer-beschaeftigung-wachstum-und-entlastung/


“Empfehlungen der Alterssicherungskommission”, online verfügbar unter: https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/Soziales/empfehlungen-der-rentenkommission-bmas-juni-2026.pdf?__blob=publicationFile&v=4




Termine:


Wolfgang ist am 15. Juli in Tübingen: https://akj-tuebingen.de/nolans-oppenheimer-und-die-kritik-der-wissenschaften/


Ole und Wolfgang sind am 15. August in Berlin:

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Ole und Wolfgang sind am 30. Oktober in Frankfurt am Main:

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Spezial #35: Warum die Rüstungsausgaben fatal sind – mit Philipp Heimberger04 Jul 202600:16:09

Was, wenn sich die EU und ihre Mitgliedstaaten stärker verschulden würden, um Investitionen zu tätigen? Mit dieser Frage und ihren diversen Implikationen beschäftigt sich der Ökonom Philipp Heimberger vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche.

Im Gespräch mit Wolfgang geht es um Heimbergers neue Studien, die zeigen, dass eine Haushaltskonsolidierung im Umfang von einem Prozent des BIP deutliche negative wirtschaftliche Folgen hat. So wird die Wirtschaftsleistung in den Jahren nach dem Sparprogramm spürbar abnehmen, während die Arbeitslosigkeit steigt. Gleichzeitig geht zwar die Inflation zurück, was jedoch auf eine schwächere gesamtwirtschaftliche Nachfrage hindeutet. Zudem nimmt die Einkommensungleichheit zu.

Anhand von Daten aus verschiedenen EU-Ländern kann man zudem sehen, dass die politische Instabilität wächst und selbst die Schuldenquote nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, sinkt. Heimberger zeigt im Gespräch die Möglichkeiten einer klugen Industriepolitik auf und kritisiert die konsumtiven Ausgaben durch die Aufrüstung.

Mehr dazu im neuen „Wohlstand für Alle“-Spezial!



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Ep. 360: "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen!" – warum Demokratie starke Führer braucht...01 Jul 202600:33:10

1997 kam Deutschlands Elite im legendären Hotel Adlon in Berlin zusammen, Bundespräsident Roman Herzog hatte angekündigt, eine Rede über die Zustände in Deutschland zu halten.

Eine Forderung wurde zum geflügelten Wort und darf seitdem in keinem Text fehlen, der nach Reformen schreit: „Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen.“ Klingt erst einmal gut, aber was heißt das eigentlich? Der Ruck, den Herzog herbeiredete, war nichts anderes als neoliberale Reformen, die er all jenen aufbürden wollte, die für gewöhnlich nicht im Adlon residieren.

Hört man heute Lars Klingbeils Rede zu Reformen in Deutschland, schlägt man die Wirtschaftsteile irgendwelcher bürgerlicher Zeitungen auf, lauscht man den besorgten Kommentaren im Fernsehen, erkennt man immer wieder deutliche Parallelen zur Ruck-Rede.

Interessanterweise geht es nicht nur um neoliberale Reformen, sondern Herzog setzt zudem auf starke Führung und jammert darüber, dass widerstreitende Interessen vertreten werden, wo es doch ums große Ganze, also um Deutschland zu gehen hat. Auch dies ist heute von rechts bis linksliberal überall zu vernehmen.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über diese historische Rede.



WERBUNG:

Zum Angebot des Surplus-Magazins geht es unter:

https://www.surplusmagazin.de/wfa/



Literatur/Quellen:


Roman Herzog: “Berliner Rede 1997 von Bundespräsident Roman Herzog”, online verfügbar unter: https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Roman-Herzog/Reden/1997/04/19970426_Rede.html


Die Rede als Video:

https://www.youtube.com/watch?v=kn336KbzJc8



Veranstaltungen:


"Schlager für Alle" wird am 5. Juli in Düsseldorf gegeben:

https://zakk.de/event-detail?event=16010


"Schlager für Alle" wird am 15. August in Berlin gegeben:

https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/


Ole und Wolfgang sind am 20. August in Bayreuth:

https://www.friedrichsforum.de/programm/260820-schmitt-richard-wagners-revolutionen


"Schlager für Alle" wird am 30. Oktober in Frankfurt am Main gegeben:

https://diekaes.ditix.shop/event/n1xk0eq2dyksnve3?t=false&tid=



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SEROTONIN: Michel Houellebecqs düsterster Roman27 Jun 202600:13:51

Nach „Plattform“ und „Vernichten“ sprechen wir bei WfA-Literatur erneut über einen Roman von Michel Houellebecq: „Serotonin“ erschien 2019 zeitgleich zu den Protesten der Gelbwesten.

In dem Roman werden es Landwirte sein, die zum bewaffneten Kampf übergehen, weil sie sich nicht der grenzenlosen Freihandelspolitik, durch die die Milchpreise immer weiter sinken, ergeben wollen. Der Ich-Erzähler ist ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums, der jedoch die globalen, für die französischen Bauern schädlichen Entwicklungen nicht aufhalten konnte.

Houellebecqs Text stammt aus einer Zeit, als Protektionismus noch völlig verpönt war. Der schwer depressive Protagonist kündigt seinen Job, verlässt seine japanische Lebensgefährtin und fährt mit der Mercedes G-Klasse durch ein abgewirtschaftetes Land. Nur ein starkes Antidepressivum bringt ihn durch gleichförmige Tage, an denen auch die Lust keine Rolle spielt – nur Erinnerungen einiger Augenblicke des Glücks flackern auf.

„Serotonin“ ist ein düsteres Porträt einer EU, in der keine Hoffnung mehr auf Besserung besteht. In „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über diesen finsteren Roman.



Literatur:


Michel Houellebecq: Serotonin. Übersetzt von Stephan Kleiner. Dumont.



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Ep. 359: Die Wegzugsteuer – Enteignung durch die Hintertür?24 Jun 202600:29:18

Geht es um Steuererhöhungen für Unternehmen und Reiche, wird von konservativer und liberaler Seite gern betont, dass das Kapital ein scheues Reh sei. Der Spielraum für höhere Steuern sei gering, da das Kapital jederzeit das Land verlassen kann. Übersehen wird dabei jedoch die Wegzugsteuer, die Vermögende zahlen müssen, wenn sie das Land dauerhaft verlassen.

Dadurch vergrößern sich die Möglichkeiten für effektive Steuererhöhungen, dennoch gibt es Grenzen, wie sich zeigen wird. Zunächst einmal muss geklärt werden, wann diese Besteuerung von Steuerflüchtlingen eigentlich in Deutschland aufkam und zu welchem Zweck. Und wie ist der Satz aus dem Grundgesetz, wonach Eigentum verpflichtet, zu deuten?

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Wegzugsteuer.



Literatur/Quellen:


Marc Buggeln: Das Versprechen der Gleichheit. Steuern und soziale Ungleichheit in Deutschland von 1871 bis heute, Suhrkamp.


Bundesregierung: Außensteuergesetz (Gesetzentwurf der Bundesregierung), online verfügbar unter: https://dserver.bundestag.de/btd/06/028/0602883.pdf.


Sven-Felix Kellerhoff: “So unselig ist die Tradition der Auswanderungsabgabe”, online verfügbar unter: https://www.welt.de/geschichte/article68a4572a99ec9e2fe941db5e/Reichsfluchtsteuer-So-unselig-ist-die-Tradition-der-Auswanderungsabgabe.html.



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Zu "Schlager für Alle" geht es hier entlang:

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Zu unserer Veranstaltung in Bayreuth geht es hier:

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Was Mearsheimer & Co. an US-Kriegen stört – Speakeasy #3320 Jun 202600:15:11

In der neuen Speakeasy-Bar setzen wir zwei Schwerpunkte: In der ersten Stunde sprechen wir über den linken Populismus, und zwar anhand eines Gesprächs zwischen Chantal Mouffe und Wolfgang Streeck, das bereits vor fünf Jahren erschienen ist, aber dennoch vor wenigen Tagen viral ging. Im Meme-Zeitalter reicht dazu oft nur ein Clip.

Dies ist ein guter Anlass, auf diese Debatte erneut zu blicken und die verschiedenen Ansätze zu diskutieren. Was, wenn die Neoliberalismuskritik von links einen wichtigen Akteur übersehen hat?

Die zweite Stunde der Speakeasy-Bar beschäftigt sich mit Geopolitik: In Kanada debattierten kürzlich Realisten wie John Mearsheimer mit republikanischen Falken über die richtige Außenpolitik und die Rolle der USA. Selten hat man so klar das imperialistische Gehabe ausgestellt gesehen. Während die amerikanischen Falken (und sie unterscheiden sich gar nicht so sehr von ihren europäischen Kollegen) glauben, Monster jagen zu müssen, bezweifeln Realisten, dass es überhaupt Monster gibt, stattdessen sehen sie Interessen.

Mehr als zwei Stunden lang sprechen wir in der Speakeasy-Bar über diese beiden Debatten!



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Ep. 358: Wie Zahlungsanbieter die Meinungsfreiheit einschränken!17 Jun 202600:47:30

Wir alle sind von ihnen abhängig: Zahlungsdienstleister wie PayPal oder AliPay, Kreditkartenanbieter wie Visa, Amex oder Mastercard und natürlich Banken, die unsere Girokonten verwalten. Diese Akteure haben eine enorme Macht, das bekommt man besonders dann zu spüren, wenn sie einem den Zugang zu Konten oder Dienstleistungen sperren.

Diese Form der finanziellen und privaten Zensur kann Organisationen und Personen treffen. Von Zensur sollte man deshalb sprechen, weil diese finanzielle Infrastruktur existenziell ist, um am modernen Leben teilzunehmen und weil Staaten häufig ein Interesse an diesen Sanktionen haben. Der Fall Wikileaks ist nur ein Beispiel. In den USA zeigt sich, wie der Staat immer wieder über die Payment-Services, also über einen Umweg, zensieren kann, wo eigentlich die Verfassung die freie Rede schützt.

Da wir in Europa sehr von den amerikanischen Anbietern abhängig sind, betrifft uns dieses Thema gleichermaßen. Aktivisten, Journalisten oder auch die Produzenten von Erwachseneninhalten sind diesen Maßnahmen ausgesetzt. Welche Auswege gibt es aus dieser Form der Zensur? Mit Bargeld kommt man nicht weit, könnten Kryptowährungen vielleicht eine Alternative bieten?

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Macht der Zahlungsdienstleister, ihre intransparenten Regeln und über den Einfluss des Staates.



Literatur:


Frank Keating im WSJ: https://www.wsj.com/articles/SB10001424052702304810904579511911684102106


Rainey Reitman: Transaction Denied. Big Finance’s Power to Punish Speech, Beacon Press.


Aaron Sahr: Fake Coins. Digitales Geld und analoge Freiheit, Hamburger Edition.



Termine:


Am 21. Juni ist Ole in Berlin, mehr Infos gibt es bald hier:

https://www.instagram.com/niemals.allein.openair/


Am 23. Juni ist Ole in Kiel:

https://live.kieler-woche.de/warum-ich-niemals-fuer-mein-land-kaempfen-wuerde-lesung-und-gespraech/


Am 24. Juni ist Wolfgang in Mainz: https://www.institutfrancais.de/de/mainz/event/gesellschaft-lesen-oekonomie-familie-und-religion-den-romanen-michel-houellebecqs-28868#/


Am 20. August sind Ole und Wolfgang in Bayreuth:

https://www.friedrichsforum.de/programm/260820-schmitt-richard-wagners-revolutionen



Schlager für Alle:


Alle Links zu unseren Schlager-Auftritten findet ihr hier:

https://linktree.com/wohlstandfueralle



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Wie Wolfgang Streeck und Chantal Mouffe zum Meme geworden sind! – Speakeasy 3313 Jun 202600:20:37

In der neuen Speakeasy-Bar setzen wir zwei Schwerpunkte: In der ersten Stunde sprechen wir über den linken Populismus, und zwar anhand eines Gesprächs zwischen Chantal Mouffe und Wolfgang Streeck, das bereits vor fünf Jahren erschienen ist, aber dennoch vor wenigen Tagen viral ging. Im Meme-Zeitalter reicht dazu oft nur ein Clip.

Dies ist ein guter Anlass, auf diese Debatte erneut zu blicken und die verschiedenen Ansätze zu diskutieren. Was, wenn die Neoliberalismuskritik von links einen wichtigen Akteur übersehen hat?

Die zweite Stunde der Speakeasy-Bar beschäftigt sich mit Geopolitik: In Kanada debattierten kürzlich Realisten wie John Mearsheimer mit republikanischen Falken über die richtige Außenpolitik und die Rolle der USA. Selten hat man so klar das imperialistische Gehabe ausgestellt gesehen. Während die amerikanischen Falken (und sie unterscheiden sich gar nicht so sehr von ihren europäischen Kollegen) glauben, Monster jagen zu müssen, bezweifeln Realisten, dass es überhaupt Monster gibt, stattdessen sehen sie Interessen.

Mehr als zwei Stunden lang sprechen wir in der Speakeasy-Bar über diese beiden Debatten!



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Wolfgang und Maxim K.I.Z sprechen über AMERICAN PSYCHO!12 Jun 202601:35:56

Aus der Reihe: Meisterwerke der Literatur und was sie uns lehren


Wolfgang M. Schmitt im Gespräch mit Maxim K.I.Z. über »American Psycho« von Bret Easton Ellis


© Eine Veranstaltung des Literaturforums im Brecht-Haus


Website: https://lfbrecht.de/


YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@lfbrecht

Ep. 357: Wie Apple (aus Versehen) die Weltmacht China schuf10 Jun 202600:38:04

Wer den Aufstieg Chinas verstehen will, muss über die Erfolgsgeschichte von Apple sprechen. Vor 1998 sah es nicht danach aus, als könnte Steve Jobs noch große Taten vollbringen. Apple schwächelte, bis Jobs den iMac vorstellte, der, so erklärte der exzentrische Unternehmer, im Gegensatz zu den anderen Computern nicht hässlich war.

Der iMac war zugleich der Startschuss für die Zusammenarbeit mit Fabriken in China. Diese wurde im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut, vor allem der Konzern Foxconn, der in Taiwan ansässig ist, aber hauptsächlich in China produzierte, spielte dabei die maßgebliche Rolle.

Als die Kooperation mit Apple begann, hatte das Unternehmen von Terry Gou 20.000 Mitarbeiter, innerhalb weniger Jahre waren es 800.000. Auf diese indirekte Weise bildete Apple Millionen Chinesen aus und brachte Know-How ins Land. Irgendwann konnten chinesische Firmen mit diesem perfekt ausgebildeten Personal Apple und anderen US-Konzernen Konkurrenz machen. Was aus einer betriebswirtschaftlichen Logik für Apple Sinn ergab, wurde für die USA zu einem Problem im Kampf um die ökonomische Vorherrschaft.

Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Termine:


Ole ist am 23. Juni in Kiel:

https://live.kieler-woche.de/warum-ich-niemals-fuer-mein-land-kaempfen-wuerde-lesung-und-gespraech/


Wolfgang ist am 24. Juni in Mainz: https://www.institutfrancais.de/de/mainz/event/gesellschaft-lesen-oekonomie-familie-und-religion-den-romanen-michel-houellebecqs-28868#/


Ole und Wolfgang sind am 25. Juni in Hamburg:

https://tickets.centralkomitee.de/product/95403/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-25-06-2026


Ole und Wolfgang sind am 20. August in Bayreuth:

https://www.friedrichsforum.de/programm/260820-schmitt-richard-wagners-revolutionen


Wolfgang und Stefan sind am 22. August mit den „Neuen Zwanzigern“ in Frankfurt: https://diekaes.ditix.shop/event/mynsx0wxeg0eaa7y



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Wir gehen auf Tour: Schlager für Alle!06 Jun 202600:05:09

Wohlstand für Alle“ rief Ludwig Erhard, der Vater der Sozialen Marktwirtschaft, aus. Ole und Wolfgang fordern: Schlager für Alle!

Die Wirtschaftsgeschichte der Bundrepublik lässt sich wunderbar anhand von Schlagern erzählen, sie sind Spiegel des jeweiligen Zeitgeistes sowie ökonomischer Krisen und Reformen.

So klagen die Bürger 1949 passend zur Inflation: „Wer soll das bezahlen?“, wohingegen sie 1960 dank des Wirtschaftswunders wissen: „Gehen Sie mit der Konjunktur!“ Die 1968er lösen tiefen Unmut bei Freddy Quinn aus, während Udo Jürgens beinahe zum Revolutionär wird.

In einem abendfüllenden Programm erklären und besingen Ole und Wolfgang das "Wirtschaftswunder" anhand von Schlagern.



25.06. Hamburg: https://tickets.centralkomitee.de/product/95403/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-25-06-2026



05.07. Düsseldorf:

https://zakk.de/event-detail?event=16010



15.08. Berlin: https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/



30.10. Frankfurt: https://diekaes.ditix.shop/event/n1xk0eq2dyksnve3


Ep. 356: Stalin und die Kollektivierung der Landwirtschaft03 Jun 202600:24:17

Wie ist die Zwangskollektivierung, die Josef Stalin Anfang der 1930er-Jahre durchführen ließ, ökonomisch zu bewerten? Zunächst ist festzuhalten, dass es sich nicht nur um ein wirtschaftliches Programm handelte. Gewiss, man wollte die Produktivität der Agrarwirtschaft erhöhen und dadurch genügend freie Arbeitskräfte gewinnen, die in der neuen Industrie arbeiten konnten.

Zugleich verfolgte die Kollektivierung ideologische Ziele: Die Einführung des Sozialismus bedeutete den radikalen Bruch mit der Eigentumsordnung des Zarenreichs, weshalb man sich mit den Großbauern anlegen musste. Auf Geheiß von Stalin wurde die Kollektivierung temporeich und gewaltsam vorangetrieben.

Auch wenn Stalin bald in einem Artikel in der „Prawda“ zurückruderte und so tat, als habe er diese gewaltvollen Aktionen nie gewollt, war völlig klar, worauf seine Anweisungen hinauslaufen würden. Ökonomisch betrachtet, ebneten die brutalen Maßnahmen den Weg zu einer erstaunlichen Industrialisierung. Wäre es aber auch anders und zwar mit weniger Zwang und Repression möglich gewesen?

Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur:


Robert C. Allen: Farm to Factory. A Reinterpretation of the Soviet Industrial Revolution, Princeton University Press.


Manfred Hildermeier: Geschichte der Sowjetunion, 1917-1991. Entstehung und Niedergang des ersten sozialistischen Staates, C. H. Beck.


Josef Stalin: "Vor Erfolgen von Schwindel befallen. Zu den Fragen der kollektivwirtschaftlichen Bewegung", online verfügbar unter:

https://www.1000dokumente.de/Dokumente/Volltext:Stalin,_%27%27Vor_Erfolgen_von_Schwindel_befallen._Zu_den_Fragen_der_kollektivwirtschaftlichen_Bewegung%27%27#cite_ref-1



Termine:


Am 7.6. spricht Wolfgang mit Judith Schalansky in Köln: https://www.philcologne.de/de/programm/phil-cologne/marmor-quecksilber-nebel-woraus-die-welt-gemacht-ist-mit-judith-schalansky


Am 9.6. spricht Wolfgang mit Patrick Kaczmarcyk in Köln: https://www.philcologne.de/de/programm/klassedenken/klassedenken-was-ist-geld-mit-patrick-kaczmarczyk-und-wolfgang-m-schmitt



Schlager für Alle:


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Literatur #65: Tomer Gardi – Liefern30 May 202600:15:05

Weltumspannende Literatur verfasst der israelische Schriftsteller Tomer Gardi mit seinem Roman „Liefern“.

Im Mittelpunkt stehen Rider auf E-Bikes, die in New Delhi, Berlin und Tel Aviv Essen, Getränke und Einkäufe zu denen bringen, die auf einer Liefer-App bestellt haben. Die Arbeit dieser Rider findet zum großen Teil im Verborgenen statt, Gardi nimmt einen literarisch clever konstruierten Perspektivwechsel vor, der uns mit einem globalen Proletariat konfrontiert, das sich nicht solidarisch verbinden kann, sondern untereinander im Konkurrenzkampf steht; das auf Kunden trifft, die sich den niedrigsten Preis bei höchstem Tempo wünschen und die heillos dem Algorithmus der Plattformen und den Bewertungen der Kunden ausgeliefert sind.

Die digitale Verfügbarkeit kontrastiert Gardi mit radikaler Abhängigkeit: Der Roman findet eine Sprache und eine Erzählweise, um diesen fundamentalen Souveränitätsverlust packend zu beschreiben.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren wir über diesen außergewöhnlichen Gegenwartsroman.



Literatur:


Tomer Gardi: Liefern. In Teilen aus dem Hebräischen übersetzt von Anne Birkenhauer, Tropen.



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Ep. 355: Die Sowjetunion – ein ökonomischer Erfolg?27 May 202600:28:48

Als die Sowjetunion 1991 aufgelöst wurde, war die Bilanz rasch gezogen: Ein wirtschaftliches Fiasko nahm sein Ende. Gewiss, im Vergleich zu Bürgern in Deutschland oder den USA waren die Menschen in der Sowjetunion bedeutend ärmer. Jedoch hilft einem dieser direkte Vergleich nicht weiter, viel wichtiger ist es, in Relationen zu denken.

Vergleicht man die Entwicklungen anderer Länder und erkennt man, dass die globale Ungleichheit zwischen den Ländern während des 20. Jahrhunderts stark gestiegen ist, schneidet das realsozialistische Experiment gar nicht so schlecht ab. Die Sowjet-Wirtschaft startete auf einem viel niedrigeren Niveau als die Ökonomien des Westens, konnte aber gleich schnell wachsen.

In der neuen Folge von “Wohlstand für Alle” sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über einen unkonventionellen Historiker und dessen Blick auf die Dinge.


Literatur:


Robert C. Allen: Farm to Factory. A Reinterpretation of the Soviet Industrial Revolution, Princeton University Press.



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Wie Philip Manow den Populismus erklärt23 May 202600:21:18

In der neuen Speakeasy-Bar diskutieren wir zunächst über den neuesten Streich von Wolfram Weimer. Dieses Mal will der Kulturkampfminister Inhalte bei YouTube regulieren – natürlich ganz staatsfern und ohne den Eindruck von Zensur zu erwecken. In einem Zeitungsbeitrag fordert er, YouTube von den Landesmedienanstalten beaufsichtigen zu lassen; zugleich möchte er den privaten Medienhäusern ein Geschenk machen.

Das zweite große Thema ist das neue Buch des Politikwissenschaftlers Philip Manow. In „Spaltungslinien“ erklärt er, warum auf EU-Ebene das alte Rechts/Links-Schema nicht mehr greift und damit eine neue Konfliktlinie ausgemacht werden muss zwischen jenen, die für die EU sind und damit die ökonomische wie gesellschaftliche Liberalisierung mittragen, und jenen, die gegen die EU sind, aber sich aufspalten in zwei Lager – eines auf der rechten, eines auf der linken Seite.

Manow provoziert zudem mit der These, dass die rechten Parteien Europas sich ökonomisch nach links bewegen. Des Weiteren sprechen wir über rechte und linke Architektur, über die Aktualität von Marx‘ Werttheorie, über NGOs im Kapitalismus sowie das Staatsverständnis der Querdenker.



Literatur:


Philip Manow: Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats, C.H. Beck.


Wolfram Weimer über YouTube: https://www.welt.de/debatte/plus69fd75d87e3ff373d429dbd6/kulturstaatsminister-wenn-youtube-das-neue-fernsehen-ist-braucht-es-neue-regeln.html



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Ep. 354: Sollten Linken-Politiker ihr Gehalt deckeln?20 May 202600:53:09

Verdienen Bundestagsabgeordnete der Partei die Linke zu viel, um weiterhin die Sache der Arbeiter zu vertreten? Die Linken streiten derzeit intern über einen Gehaltsdeckel für alle Abgeordneten der Partei, der in etwa vorsehen soll, dass die Diät auf knapp 3000 Euro netto bzw. 5500 Euro brutto begrenzt wird.

Die Kostenpauschale in Höhe von 5500 Euro soll dabei aber mutmaßlich unangetastet bleiben. Zusätzlich sollen Abgeordnete pro Kind oder zu pflegendem Angehörigen 350 Euro pro Monat erhalten. In anderen europäischen Länder haben sozialistische Parteien lange schon solche Limitierungen der Gehälter.

Bei der Bevölkerung gibt es ohnehin mehrheitlich die Ansicht, dass Politiker zu viel verdienen. Linke könnten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Was aber würde das bedeutet? Leidet darunter eine Professionalisierung der Politik? Wird damit verhindert, dass Politiker die Interessen der Arbeiter verraten? Das kann durchaus bezweifelt werden. Wer sich dem Establishment anpasst, tut das nicht unbedingt wegen des Geldes, sondern aus Überzeugung.

Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.



Literatur/Quellen:


Sebastian Friedrich über den Gehaltsdeckel: https://www.ueberrechts.de/p/gehaltsdeckel-gegen-rechts


Fabian Lehr über die Debatte: https://www.youtube.com/watch?v=76BF7_mm0GA&t=



Termine:


Wolfgang ist am 7.6. mit Judith Schalansky auf der LitCologne: https://www.philcologne.de/de/programm/phil-cologne/marmor-quecksilber-nebel-woraus-die-welt-gemacht-ist-mit-judith-schalansky


Wolfgang ist am 9.6. mit Patrick Kaczmarczyk auf der LitCologne: https://www.philcologne.de/de/programm/klassedenken/klassedenken-was-ist-geld-mit-patrick-kaczmarczyk-und-wolfgang-m-schmitt



„Schlager für Alle“:


25.06. Hamburg: https://tickets.centralkomitee.de/product/95403/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-25-06-2026


05.07. Düsseldorf: https://zakk.de/event-detail?event=16010


15.08. Berlin: https://d2mberlin.de/veranstaltung/schlagerfueralle/


30.10. Frankfurt: https://diekaes.ditix.shop/event/n1xk0eq2dyksnve3



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Speakeasy #32: Wie Wolfram Weimer die Pressevielfalt "sichern" will16 May 202600:19:15

In der neuen Speakeasy-Bar diskutieren wir zunächst über den neuesten Streich von Wolfram Weimer. Dieses Mal will der Kulturkampfminister Inhalte bei YouTube regulieren – natürlich ganz staatsfern und ohne den Eindruck von Zensur zu erwecken. In einem Zeitungsbeitrag fordert er, YouTube von den Landesmedienanstalten beaufsichtigen zu lassen; zugleich möchte er den privaten Medienhäusern ein Geschenk machen.

Das zweite große Thema ist das neue Buch des Politikwissenschaftlers Philip Manow. In „Spaltungslinien“ erklärt er, warum auf EU-Ebene das alte Rechts/Links-Schema nicht mehr greift und damit eine neue Konfliktlinie ausgemacht werden muss zwischen jenen, die für die EU sind und damit die ökonomische wie gesellschaftliche Liberalisierung mittragen, und jenen, die gegen die EU sind, aber sich aufspalten in zwei Lager – eines auf der rechten, eines auf der linken Seite.

Manow provoziert zudem mit der These, dass die rechten Parteien Europas sich ökonomisch nach links bewegen. Des Weiteren sprechen wir über rechte und linke Architektur, über die Aktualität von Marx‘ Werttheorie, über NGOs im Kapitalismus sowie das Staatsverständnis der Querdenker.



Literatur:


Philip Manow: Spaltungslinien. Europas Parteiensysteme und die Dekonsolidierung des Nationalstaats, C.H. Beck.


Wolfram Weimer über YouTube: https://www.welt.de/debatte/plus69fd75d87e3ff373d429dbd6/kulturstaatsminister-wenn-youtube-das-neue-fernsehen-ist-braucht-es-neue-regeln.html



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Ep. 353: Die EU – zu groß, um demokratisch zu sein?13 May 202600:57:42

Ist die EU einfach zu groß, um demokratisch sein zu können? Diese Frage stellt sich der Politikwissenschaftler Dirk Jörke in seinem Buch „Die Größe der Demokratie“. Die Sozialdemokratie und der Nationalstaat, so lautet eine seiner Thesen, gehören zusammen, während supranationale Strukturen eine solche Politik geradezu verunmöglichen.

Zudem müsse man erkennen, dass Liberalismus und Demokratie keineswegs zusammengehen müssen, ja, in entscheidenden Bereichen widersprechen sie sich. Der Liberalismus will eigentlich weniger Demokratie wagen. Gegenwärtig wird häufig über die Vor- und Nachtteile von liberalen Demokratien mit ihren Institutionen, die sich vor dem Wählerwillen abdichten, diskutiert. Manche sprechen sogar schon von einem Postliberalismus, in dem auch die elektorale Demokratie zu neuem Glanz gelangt.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den Nationalstaat und eine sozialdemokratische Wirtschafts- und Sozialpolitik.



Literatur:


Dirk Jörke: Die Größe der Demokratie: Über die räumliche Dimension von Herrschaft und Partizipation. Suhrkamp.


Jonas Junack über den Postliberalismus-Trend: https://jacobin.de/artikel/postliberalismus-deneen-moyn-mikfeld-lang-alternativlosigkeit


Branko Milanovic über die „Tugenden“ des Neoliberalismus: https://branko2f7.substack.com/p/how-the-virtues-of-neoliberal-globalization



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Das Ende des freien Internets? Spezial mit Gavin Karlmeier09 May 202600:19:45

Im neuen „Wohlstand für Alle“-Spezial ist der Podcast und Social-Media-Experte Gavin Karlmeier zu Gast. In seinem Podcast „Haken dran – das Social Media Update der c’t“ klärt er über die neuesten Entwicklungen bei TikTok, Meta, X und Co auf.

Wolfgang spricht mit ihm über die geplanten Social-Media-Verbote für Jugendliche und Kinder und warum diese sowohl nicht sinnvoll als auch schwierig umzusetzen sind. Jüngstes Beispiel: Eine ID-App der EU, die man bald veröffentlichen wollte, konnte schon nach zwei Minuten gehackt werden.

Weiter geht es um die Bestrebung in den USA, die sowohl von Republikanern als auch von Demokraten vorangetrieben wird, die Section 230 abzuschaffen, womit Social-Media-Plattformen ein wichtiges Privileg verlieren würden. Weltweit ist zu erleben, wie Politiker aller Couleur das Internet regulieren wollen – oftmals ist der Jugendschutz nur ein Vorwand. Manche EU-Politiker haben sogar die VPNs ins Visier genommen.

Insgesamt 70 Minuten sprechen Gavin Karlmeier und Wolfgang über die aktuellen Tendenzen.


Gavin bei Instagram: https://www.instagram.com/gavinkarlmeier/


Gavins Podcast „Haken dran“: https://hakendran.podigee.io/


Das Video der EU zur Altersverifizierung: https://www.youtube.com/watch?v=ULFTrTznG7Y



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Ep. 352: Verhindern Patente technischen Fortschritt?06 May 202600:35:01

Die bürgerliche Eigentumsordnung schützt nicht nur physisches, sondern auch geistiges Eigentum. Vor allem Wirtschaftsliberale machen sich heute für Patente stark, doch das war keineswegs immer so. Die Idee des geistigen Eigentums kam im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts auf, aber erst im 19. Jahrhundert wurde das Patentrecht immer einheitlicher auf nationalstaatlicher Ebene durchgesetzt.

Jedoch passierte dies keineswegs in allen Staaten – in der Schweiz etwa scheiterten mehrere Anläufe. Damals waren gerade wirtschaftsliberale Stimmen laut zu vernehmen, die vor dem Patentrecht warnten, da dieses nichts anderes als Monopole absichere. Diese jedoch, so die Argumentation, bremsen den allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt und dienen lediglich den Partikularinteressen der Erfinder

Schaut man sich die liberale Argumentation des 19. Jahrhunderts an, muss man feststellen: Nur noch linke Kapitalismuskritiker trauen sich heute so weit zu gehen. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!



Literatur/Quellen:


Fritz Machlup/Edith Penrose: “The Patent Controversy in the Nineteenth Century”, in:

The Journal of Economic History (Mai 1950), online verfügbar unter: https://www.jstor.org/stable/2113999.


Schweizer Bundesblatt: “Bericht und Antrag der Petitionskommission des Nationalrates, betreffend die Petition von Th. Zuppinger, von Männedorf, über Einführung von Erfindungspatenten”, online verfügbar unter: https://www.fedlex.admin.ch/eli/fga/1864/2_510__/de.


Ha-Joon Chang: Kicking Away the Ladder. Development Strategy in Historical Perspective, Anthem Press.



Hier gibt es alle Tickets für SCHLAGER FÜR ALLE:

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Ep. 351: Spanien – ist Pedro Sánchez eine Hoffnung für Europa?29 Apr 202600:30:48

Die Sozialdemokraten haben schon bessere Tage gesehen, dies ist nicht allein eine deutsche Entwicklung. In Spanien jedoch bildet sich ein Gegentrend ab: Der sozialdemokratische Ministerpräsident Spaniens kann einige Erfolge vorweisen. Pedro Sánchez ist nun auch über seine Landesgrenzen hinaus in aller Munde, denn er bietet mutig den USA und Israel die Stirn. Er verurteilt den mörderischen Krieg in Gaza ebenso wie den völkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran. Donald Trump wütet, aber es wird schwierig werden, Spanien mit Zöllen zu belegen, ohne dabei die gesamte EU zu treffen.

Blickt man auf Sánchez' Innenpolitik, dann zeigt sich außerdem, dass eine sozialdemokratische Sozial- und Industriepolitik funktionieren kann: Spanien hatte im vergangenen Jahr ein gigantisches Wirtschaftswachstum. Zudem baut das Land die erneuerbaren Energien stark aus – nicht zuletzt durch eine Kooperation mit China. Und sogar bei der Migrationspolitik stellt sich Sánchez gegen den allgemeinen Kurs in der EU: Kürzlich hat er per Dekret den Status von 500.000 Migranten legalisiert.

In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den sozialdemokratischen Hoffnungsträger.


Literatur:


„The Economist“ über Pedro Sánchez: https://www.economist.com/europe/2026/03/05/feted-by-europes-left-spains-pedro-sanchez-is-unloved-at-home


„Financial Times“ über Spaniens Exporte: https://www.ft.com/content/987bb3a4-76b2-41f0-9a9a-6c13159b4ba9?syn-25a6b1a6=1


Jimena Valdez über die Gründe für das Wachstum: https://renewal.org.uk/blog/lessons-for-economic-growth-from-pedro-sanchezs-spain/


„Süddeutsche Zeitung“ über Spaniens Migrationspolitik: https://www.sueddeutsche.de/politik/spanien-gesetz-einwanderer-arbeit-illegal-li.3376174


„WSWS“ mit Kritik an Sánchez: https://www.wsws.org/en/articles/2024/01/05/orhl-j05.html



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Termine:


Am 6. Mai ist Ole in Lübeck:

https://www.rowohlt.de/veranstaltung/podiumsdiskussion-ole-nymoen-luebeck-16883-260506?srsltid=AfmBOorpQsE3vqajzq0qCxFzrQw15zmGQO5vJYWxa-tZrqvOeIYDtMJV


Am 7. Mai ist Ole in Nienburg:

https://www.instagram.com/p/DXUsiTGDKWQ/


Am 25. Juni sind Ole und Wolfgang mit „Schlager für Alle“ in Hamburg: https://tickets.centralkomitee.de/product/95403/wolfgang-m-schmitt-ole-nymoen-centralkomitee-hamburg-am-25-06-2026


Am 30. Oktober sind Ole und Wolfgang mit „Schlager für Alle“ in Frankfurt am Main: https://diekaes.ditix.shop/event/n1xk0eq2dyksnve3

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