Eine entspannende Podcast-Serie zu den faszinierendsten Kreaturen der Erdgeschichte. Begib dich auf eine beruhigende Reise durch 4,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte und lass dich von den Geheimnissen längst vergangener Welten sanft in den Schlaf wiegen. Diese Serie führt dich zu den spektakulärsten Lebewesen der Urzeit – von den ersten Dinosauriern bis zu den Giganten der Meere, von gefiederten Räubern bis zu gepanzerten Pflanzenfressern, von der Eroberung des Landes bis zum großen Aussterben.
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Trilobiten gehören zu den bekanntesten Fossilien der Erde und besiedelten mehr als dreihundert Millionen Jahre lang die Meere. In dieser Folge der Wissensreise durch die Urzeit erfährst du, wie ihr Panzer aus Kalzit aufgebaut war, warum sie sich immer wieder häuten mussten und wie ihre Augen mit Linsen aus Kristall funktionierten. Wir sprechen über berühmte Fundstellen wie den Hunsrückschiefer, über Kriechspuren und Wanderketten, die ihr Verhalten verraten, und über ihren Untergang in mehreren Aussterbewellen. Außerdem geht es darum, was diese Tiere über die Bewegung der Kontinente, über die Evolution und über die Zukunft unserer Ozeane erzählen.QuellenClarkson, E. N. K., & Levi-Setti, R. (1975). Trilobite eyes and the optics of Des Cartes and Huygens. Nature, 254(5502), 663–667.Fortey, R. (2000). Trilobite! Eyewitness to evolution. Alfred A. Knopf.Hughes, N. C. (2007). The evolution of trilobite body patterning. Annual Review of Earth and Planetary Sciences, 35, 401–434.Vannier, J., Vidal, M., Marchant, R., El Hariri, K., Kouraiss, K., Pittet, B., El Albani, A., Mazurier, A., & Martin, E. (2019). Collective behaviour in 480-million-year-old trilobite arthropods from Morocco. Scientific Reports, 9, Article 14941.
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Hinweis: Die Vertonung ist KI unterstützt. Die neuen Folgen von Schlafreise durch das Universum, durch die Natur, durch die Geschichte und Länder der Erde sind komplett ohne produziert.
Die Neandertaler – Unsere nächsten Verwandten
Season 4 · Episode 6
Monday, September 28, 2026 • Duration 24:11
Vor über anderthalb Jahrhunderten in einer Höhle bei Mettmann entdeckt, gelten die Neandertaler heute als unsere komplexesten menschlichen Verwandten. Diese Folge zeigt, warum das alte Bild vom tumben Höhlenmenschen längst überholt ist: Ihr Gehirn war im Schnitt größer als unseres, sie stellten Klebstoff aus Birkenrinde her, bauten mysteriöse Steinkreise tief in dunklen Höhlen, fertigten Schmuck aus Adlerkrallen und malten vermutlich die ältesten Höhlenbilder Europas. Sie versorgten ihre Verletzten über Jahre, betrieben offenbar Selbstmedikation mit Pflanzenwirkstoffen, und ihr Erbgut lebt bis heute in fast jedem Menschen außerhalb Afrikas weiter. Die Folge geht der Frage nach, wie diese über dreihunderttausend Jahre erfolgreiche Menschenform lebte, was Genetik und Archäologie über ihr Verschwinden vor vierzigtausend Jahren verraten, und warum viele Forscherinnen heute eher von Assimilation als von echtem Aussterben sprechen.QuellenGreen, R. E., Krause, J., Briggs, A. W., Maricic, T., Stenzel, U., Kircher, M., ... & Pääbo, S. (2010). A draft sequence of the Neandertal genome. Science, 328(5979), 710–722.Hoffmann, D. L., Standish, C. D., García-Diez, M., Pettitt, P. B., Milton, J. A., Zilhão, J., ... & Pike, A. W. G. (2018). U-Th dating of carbonate crusts reveals Neandertal origin of Iberian cave art. Science, 359(6378), 912–915.Jaubert, J., Verheyden, S., Genty, D., Soulier, M., Cheng, H., Blamart, D., ... & Santos, F. (2016). Early Neanderthal constructions deep in Bruniquel Cave in southwestern France. Nature, 534(7605), 111–114.Weyrich, L. S., Duchene, S., Soubrier, J., Arriola, L., Llamas, B., Breen, J., ... & Cooper, A. (2017). Neanderthal behaviour, diet, and disease inferred from ancient DNA in dental calculus. Nature, 544(7650), 357–361.
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Die Kambrische Explosion – Als das Leben Formen erfand
Season 4 · Episode 5
Saturday, September 26, 2026 • Duration 23:29
Vor rund fünfhunderteinundvierzig Millionen Jahren geschah etwas, das die Erdgeschichte für immer veränderte: Innerhalb weniger geologischer Augenblicke entstanden fast alle großen Baupläne des Tierreichs, die es bis heute gibt. Diese Folge nimmt dich mit an die berühmtesten Fossilfundstätten der Erde, den Burgess-Schiefer in Kanada und die Chengjiang-Fauna in China, und stellt dir einige der seltsamsten Tiere vor, die je gelebt haben: den fünfäugigen Opabinia, den stachelbewehrten Anomalocaris und das rätselhafte Hallucigenia. Du erfährst, warum Charles Darwin dieses plötzliche Auftreten komplexer Lebensformen selbst als Problem für seine eigene Theorie ansah, welche Rolle das erste Auge im Tierreich spielte, und wie veränderte Ozeanchemie, Kontinentalverschiebung und ein uralter genetischer Werkzeugkasten zusammenwirkten, um jenen Bauplan zu schaffen, nach dem noch heute jedes Tier auf diesem Planeten gebaut ist.QuellenBriggs, D. E. G., Erwin, D. H., & Collier, F. J. (1994). The fossils of the Burgess Shale. Smithsonian Institution Press.Erwin, D. H., & Valentine, J. W. (2013). The Cambrian explosion: The construction of animal biodiversity. Roberts and Company Publishers.Marshall, C. R. (2006). Explaining the Cambrian "explosion" of animals. Annual Review of Earth and Planetary Sciences, 34, 355–384.Parker, A. (2003). In the blink of an eye: How vision sparked the big bang of evolution. Free Press.Fester Anhang
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Das Mammut – Der Riese der Eiszeit und die Frage seiner Rückkehr
Season 4 · Episode 4
Tuesday, September 22, 2026 • Duration 23:42
Das Wollhaarmammut war weit mehr als ein zotteliger Riese der Eiszeit: Es prägte als Ökosystem-Ingenieur die weite Mammutsteppe Nordeurasiens und Nordamerikas mit, bis Klimawandel, Bejagung und schließlich genetische Verarmung seine letzte, verzwergte Population auf der Wrangelinsel vor rund viertausend Jahren endgültig auslöschten. In dieser Folge geht es um Biologie, Lebensraum und Aussterben des Mammuthus primigenius, um berühmte Permafrostfunde wie Ljuba und Juka, und um die aktuelle, faktenreich eingeordnete Frage, ob und wann das texanische Biotech-Unternehmen Colossal Biosciences tatsächlich einen mammutähnlichen Elefanten erschaffen könnte, samt einem ehrlichen Blick auf verschobene Zeitpläne und offene ethische Fragen.QuellenArppe, L., Karhu, J. A., Vartanyan, S., Drucker, D. G., Etu-Sihvola, H., & Bocherens, H. (2019). Thriving or surviving? The isotopic record of the Wrangel Island woolly mammoth population. Quaternary Science Reviews, 222, Article 105884. https://doi.org/10.1016/j.quascirev.2019.105884 (peer-begutachtete Fachzeitschrift, hohe Quellenqualität)Kluger, J. (2026, 24. August). The woolly mammoth's comeback is taking longer than expected. TIME. https://time.com/article/2026/08/24/woolly-mammoth-de-extinct-colossal-biosciences/ (journalistischer Fachartikel mit direkten Aussagen des Colossal-CEO, gute Quelle für aktuelle Entwicklungen, kein Peer-Review)Palkopoulou, E., Mallick, S., Skoglund, P., Enk, J., Rohland, N., Li, H., Omrak, A., Vartanyan, S., Poinar, H., Götherström, A., Reich, D., & Dalén, L. (2015). Complete genomes reveal signatures of demographic and genetic declines in the woolly mammoth. Current Biology, 25(10), 1395–1400. https://doi.org/10.1016/j.cub.2015.04.007 (peer-begutachtete Fachzeitschrift, hohe Quellenqualität)Rogers, R. L., & Slatkin, M. (2017). Excess of genomic defects in a woolly mammoth on Wrangel island. PLOS Genetics, 13(3), Article e1006601. https://doi.org/10.1371/journal.pgen.1006601 (peer-begutachtete Fachzeitschrift, hohe Quellenqualität)
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Weitere Reihen zum Einschalfen:
Als die Insekten an Land gingen – Ein 324 Millionen Jahre altes Fossil löst ein altes Rätsel
Season 4 · Episode 3
Saturday, September 19, 2026 • Duration 24:13
Insekten sind die artenreichste Tiergruppe der Erde, und ihre Vorfahren lebten im Wasser. Wie dieser Übergang genau ablief, war lange unklar, denn zwischen den ältesten Sechsfüßern aus dem Devon und den ersten häufigen Insektenfunden im späten Karbon klafft eine Lücke von rund achtzig Millionen Jahren. Ein Fossil aus Westtexas füllt diese Lücke nun erstmals. Es lag seit 1985 in einer Sammlung, falsch bestimmt als Larve eines Krebstiers. Eine Neuuntersuchung im kreuzpolarisierten Licht zeigte 2026: Es handelt sich um ein ausgewachsenes weibliches Insekt mit sechs Laufbeinen an der Brust, neun Paar Anhängen am Hinterleib und einem Legebohrer. Vierundzwanzig Gliedmaßen insgesamt, die hinteren zu Paddeln umgeformt. Chosha praecursor lebte amphibisch, zwischen flachem Deltawasser und feuchtem Ufer, und ernährte sich von zersetztem Pflanzenmaterial und Pilzsporen. Diese Folge erzählt, wie aus rudernden Krebsverwandten laufende Landbewohner wurden, warum der Verlust von Gliedmaßen ein Vorteil war und weshalb Museumssammlungen Archive mit offenem Ende sind.QuellenTihelka, E., Vásquez, C., Engel, M. S., Schram, F. R., Lozano-Fernandez, J., & Cai, C. (2026). Amphibious stem-insect sheds light on colonization of land. Nature. https://doi.org/10.1038/s41586-026-10961-2Chinese Academy of Sciences. (2026, 27. August). 324-million-year-old fossil reveals how insects conquered land. ScienceDaily. https://www.sciencedaily.com/releases/2026/08/260827010455.htmMisof, B., Liu, S., Meusemann, K., Peters, R. S., Donath, A., Mayer, C., … Zhou, X. (2014). Phylogenomics resolves the timing and pattern of insect evolution. Science, 346(6210), 763–767.Hallmann, C. A., Sorg, M., Jongejans, E., Siepel, H., Hofland, N., Schwan, H., … de Kroon, H. (2017). More than 75 percent decline over 27 years in total flying insect biomass in protected areas. PLOS ONE, 12(10), e0185809.Fester Anhang
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Mary Anning am Strand von Lyme Regis – Eine Nacht zwischen Ammoniten
Season 4 · Episode 2
Monday, September 14, 2026 • Duration 23:11
An den Klippen von Lyme Regis an der englischen Kanalküste veränderte eine junge Frau ohne Vermögen und ohne höhere Bildung das Bild der Erdgeschichte für immer. Mary Anning wuchs im frühen neunzehnten Jahrhundert in ärmlichen Verhältnissen auf und entdeckte, gemeinsam mit ihrem Bruder, im Kindesalter das erste vollständige Ichthyosaurus-Skelett überhaupt. Es folgten das erste Plesiosaurus-Skelett und der erste in Großbritannien gefundene Flugsaurier, dazu unzählige Ammoniten und Belemniten, die diese Küste bis heute prägen. Diese Folge erzählt, wie Anning sich Anatomie und Geologie im Alleingang beibrachte, wie ihre Funde führende Gelehrte wie Georges Cuvier und William Buckland herausforderten, und warum ihr als Frau ohne gesellschaftlichen Rang die Mitgliedschaft in der Geological Society of London dennoch zeitlebens verwehrt blieb. Wir begleiten sie von ihren gefährlichen Sammelgängen an den Steilklippen bis zur späten, unvollständigen Anerkennung durch die wissenschaftliche Welt ihrer Zeit. Eine Geschichte über wissenschaftliche Entdeckung, gesellschaftliche Ungerechtigkeit, und darüber, wie lange es dauern kann, bis übersehene Leistungen ihren verdienten Platz finden.QuellenDavis, L. E. (2012). Mary Anning: Princess of paleontology and geological lioness. The Compass: Earth Science Journal of Sigma Gamma Epsilon, 84(1), Article 8.Emling, S. (2009). The fossil hunter: Dinosaurs, evolution, and the woman whose discoveries changed the world. Palgrave Macmillan.McGowan, C. (2001). The dragon seekers: How an extraordinary circle of fossilists discovered the dinosaur age. Perseus.Pierce, P. (2006). Jurassic Mary: Mary Anning and the primeval monsters. The History Press.Torrens, H. (1995). Mary Anning (1799–1847) of Lyme; 'the greatest fossilist the world ever knew'. British Journal for the History of Science, 28(3), 257–284. https://doi.org/10.1017/S0007087400033161
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Das Perm-Trias-Aussterben – Die größte Katastrophe aller Zeiten
Season 4 · Episode 1
Wednesday, September 9, 2026 • Duration 24:21
Vor rund 252 Millionen Jahren, am Übergang vom Perm zur Trias, erlebte die Erde die schwerste ökologische Katastrophe ihrer gesamten Geschichte, weit verheerender als das spätere Ende der Dinosaurier. Innerhalb einer geologisch betrachtet extrem kurzen Zeitspanne verschwanden schätzungsweise über neunzig Prozent aller Meeresarten und etwa siebzig Prozent aller Landwirbeltiere, dazu kam als einzigem der fünf großen Massenaussterben ein massiver Einbruch bei den Insekten. Auslöser waren offenbar die Sibirischen Trapps, einer der gewaltigsten Vulkanausbrüche der Erdgeschichte, der über eine Fläche größer als Australien Lava und gewaltige Mengen Treibhausgase freisetzte. Die Folgen reichten von extremer globaler Erwärmung über sauerstoffarme, vergiftete Ozeane bis zu einem jahrmillionenlangen Zusammenbruch der Wälder an Land. Diese Folge erzählt, wie Forscherinnen mit winzigen Zirkonkristallen, Kohlenstoffisotopen und fossilen Zähnen die Ursachen dieser Katastrophe rekonstruiert haben, welche zähen Überlebenskünstler wie Lystrosaurus die Krise überstanden, und warum sich komplexes Leben erst nach Jahrmillionen wieder erholte. Eine Reise in die tiefste Krise der Erdgeschichte, und ein stiller Hinweis darauf, wie eng Klima und Leben auf unserem Planeten miteinander verwoben sind.QuellenBenton, M. J. (2003). When life nearly died: The greatest mass extinction of all time. Thames & Hudson.Burgess, S. D., Bowring, S., & Shen, S. Z. (2014). High-precision timeline for Earth's most severe extinction. Proceedings of the National Academy of Sciences, 111(9), 3316–3321. https://doi.org/10.1073/pnas.1317692111Erwin, D. H. (2006). Extinction: How life on Earth nearly ended 250 million years ago. Princeton University Press.Kump, L. R., Pavlov, A., & Arthur, M. A. (2005). Massive release of hydrogen sulfide to the surface ocean and atmosphere during intervals of oceanic anoxia. Geology, 33(5), 397–400. https://doi.org/10.1130/G21295.1Payne, J. L., & Clapham, M. E. (2012). End-Permian mass extinction in the oceans: An ancient analog for the twenty-first century? Annual Review of Earth and Planetary Sciences, 40, 89–111. https://doi.org/10.1146/annurev-earth-042711-105329Sun, Y., Joachimski, M. M., Wignall, P. B., Yan, C., Chen, Y., Jiang, H., Wang, L., & Lai, X. (2012). Lethally hot temperatures during the Early Triassic greenhouse. Science, 338(6105), 366–370. https://doi.org/10.1126/science.1224126
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Giganotosaurus – Der südamerikanische Titan
Season 3 · Episode 20
Saturday, September 5, 2026 • Duration 23:03
1993 entdeckte ein Hobby-Fossiliensammler in den Badlands Patagoniens einen Schienbeinknochen, der die Forschung nachhaltig verändern sollte. Diese Folge erzählt die Geschichte von Giganotosaurus carolinii, einem der größten Fleischfresser, die je über die Erde liefen, von seiner Entdeckung nahe Villa El Chocón über die jahrelange Ausgrabung bis zu den offenen Fragen, die Paläontologinnen bis heute beschäftigen. Wie groß war das Tier wirklich, und warum schwanken die Schätzungen so stark? Wie verhält sich Giganotosaurus im direkten Vergleich zu Tyrannosaurus rex, und warum sind sich beide in der Wildbahn nie begegnet? Welche Rolle spielten seine nahen Verwandten Mapusaurus und Meraxes für unser Verständnis von Körperbau, Sozialverhalten und der rätselhaften Rückbildung der Vorderarme bei großen Raubsauriern? Und was verrät die Landschaft des heutigen Patagoniens über das Ökosystem der Kreidezeit, in dem dieser Titan einst jagte? Eine Folge über wissenschaftliche Sorgfalt, internationale Forschung und die immer wieder überraschenden Grenzen dessen, was Fossilien uns verraten können.QuellenCoria, R. A., & Salgado, L. (1995). A new giant carnivorous dinosaur from the Cretaceous of Patagonia. Nature, 377(6546), 224–226.Coria, R. A., & Currie, P. J. (2002). The braincase of Giganotosaurus carolinii (Dinosauria: Theropoda) from the Upper Cretaceous of Argentina. Journal of Vertebrate Paleontology, 22(4), 802–811.Canale, J. I., Apesteguía, S., Gallina, P. A., Mitchell, J., Smith, N. D., Cullen, T. M., Shinya, A., Haluza, A., Gianechini, F. A., & Makovicky, P. J. (2022). New giant carnivorous dinosaur reveals convergent evolutionary trends in theropod arm reduction. Current Biology, 32(14), 3195–3202.Australian Museum. (2024). Giganotosaurus carolinii [Fact sheet]. https://australian.museum/learn/dinosaurs/fact-sheets/giganotosaurus-carolinii/Wikipedia. (2026). Giganotosaurus. https://en.wikipedia.org/wiki/GiganotosaurusFester Anhang
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Nachtjäger der Kreidezeit – Welche Dinosaurier im Dunkeln jagten
Season 3 · Episode 19
Tuesday, September 1, 2026 • Duration 21:16
Lange galt als ausgemacht, dass Dinosaurier den Tag beherrschten und erst nach ihrem Aussterben die Nacht den Säugetieren überließen. Diese Folge zeigt, wie sich diese Annahme durch eine unscheinbare Knochenstruktur im Auge widerlegen lässt: den Skleralring. Anhand der bahnbrechenden Studie von Lars Schmitz und Ryosuke Motani wird erklärt, wie sich Aktivitätsmuster längst ausgestorbener Tiere rekonstruieren lassen, und warum kleinere Räuber wie Velociraptor und der vierflügelige Microraptor vermutlich nachts jagten, während große Pflanzenfresser rund um die Uhr aktiv waren. Im Zentrum stehen zudem zwei besonders eindrückliche Fälle: die auffällig großäugigen Troodontiden, darunter eine riesenhafte Population aus dem arktischen Alaska, die möglicherweise an monatelange Polarnacht angepasst war, sowie Shuvuuia deserti aus der mongolischen Wüste Gobi, ein hühnergroßer Jäger mit einer Nachtsicht, die selbst moderne Eulen übertrifft, und einem Gehör, das dem der Schleiereule in nichts nachsteht. Auch die viel diskutierte Frage, ob frühe Säugetiere tatsächlich nur deshalb nachtaktiv wurden, um Dinosauriern auszuweichen, wird im Licht dieser neuen Befunde eingeordnet. Eine Folge über verborgene Sinne, nächtliche Jagdstrategien und ein Kapitel der Dinosauriergeschichte, das erst durch moderne Bildgebung sichtbar wurde.QuellenChoiniere, J. N., Neenan, J. M., Schmitz, L., Ford, D. P., Chapelle, K. E. J., Balanoff, A. M., Sipla, J. S., Georgi, J. A., Walsh, S. A., Norell, M. A., Xu, X., Clark, J. M., & Benson, R. B. J. (2021). Evolution of vision and hearing modalities in theropod dinosaurs. Science, 372(6542), 610–613. https://doi.org/10.1126/science.abe7941Schmitz, L., & Motani, R. (2011). Nocturnality in dinosaurs inferred from scleral ring and orbit morphology. Science, 332(6030), 705–708. https://doi.org/10.1126/science.1200043Fiorillo, A. R., & Gangloff, R. A. (2000). Theropod teeth from the Prince Creek Formation (Cretaceous) of northern Alaska, with speculations on Arctic dinosaur paleoecology. Journal of Vertebrate Paleontology, 20(4), 675–682. https://doi.org/10.1671/0272-4634(2000)020[0675:TTFTPC]2.0.CO;2Xu, X., Zhou, Z., Wang, X., Kuang, X., Zhang, F., & Du, X. (2003). Four-winged dinosaurs from China. Nature, 421(6921), 335–340. https://doi.org/10.1038/nature01342Jacobs, G. H. (2013). Losses of functional opsin genes, short-wavelength cone photopigments, and color vision—a significant trend in the evolution of mammalian vision. Visual Neuroscience, 30(1–2), 39–53. https://doi.org/10.1017/S0952523812000429
Tiktaalik – Als die Wirbeltiere an Land gingen
Season 3 · Episode 18
Friday, August 28, 2026 • Duration 23:49
Vor rund 375 Millionen Jahren schob sich in den Flussdeltas des heutigen kanadischen Nordens ein Tier durchs seichte Wasser, das weder eindeutig Fisch noch Landtier war: Tiktaalik roseae. Diese Folge erzählt die Geschichte einer der bedeutendsten Fossilfunde der Wissenschaftsgeschichte, von der gezielten Suche des Forschungsteams um Neil Shubin auf der Ellesmere-Insel bis zur Entdeckung im Jahr 2004. Es geht um einen beweglichen Hals, um Brust- und Beckenflossen mit den Vorläufern von Oberarm, Elle, Speiche und Handwurzel, um Lungen neben Kiemen und um die Frage, warum sich viele Merkmale des späteren Landlebens tatsächlich schon im Wasser entwickelten. Die Folge ordnet Tiktaalik in den größeren Stammbaum der sogenannten Elpistostegalier ein, blickt auf heutige Parallelen wie Schlammspringer und Lungenfische und zeigt, wie genetische Untersuchungen und neuere Funde wie Elpistostege watsoni das Bild des Landgangs bis heute weiter schärfen. Auch die genaue Anatomie von Kiefer, Rippen und Schuppenkleid kommt zur Sprache, ebenso wie die Frage, welche Fressfeinde und Umweltbedingungen im Devon auf Tiktaalik einwirkten. Eine Reise an den Rand zwischen Wasser und Land, an dem sich vor Jahrmillionen die Weichen für die gesamte spätere Wirbeltierevolution stellten, unsere eigene eingeschlossen.QuellenCloutier, R., Clement, A. M., Lee, M. S. Y., Noël, R., Béchard, I., Roy, V., & Long, J. A. (2020). Elpistostege and the origin of the vertebrate hand. Nature, 579(7800), 549–554. https://doi.org/10.1038/s41586-020-2100-8Daeschler, E. B., Shubin, N. H., & Jenkins, F. A., Jr. (2006). A Devonian tetrapod-like fish and the evolution of the tetrapod body plan. Nature, 440(7085), 757–763. https://doi.org/10.1038/nature04639Shubin, N. H., Daeschler, E. B., & Jenkins, F. A., Jr. (2006). The pectoral fin of Tiktaalik roseae and the origin of the tetrapod limb. Nature, 440(7085), 764–771. https://doi.org/10.1038/nature04637Shubin, N. H., Daeschler, E. B., & Jenkins, F. A., Jr. (2014). Pelvic girdle and fin of Tiktaalik roseae. Proceedings of the National Academy of Sciences, 111(3), 893–899. https://doi.org/10.1073/pnas.1322559111Shubin, N. (2008). Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers. Berlin Verlag.
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