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Was passiert beim Dating, wenn wir ausgerechnet das ausschalten, wonach wir Menschen häufig als Erstes beurteilen – ihr Aussehen?
Keine Fotos. Kein Swipen. Keine Blicke. Keine Statussymbole. Und über weite Strecken nicht einmal Gespräche.
In dieser Folge ist erneut Veranstalterin Lisa bei uns zu Gast. Nach unserem Gespräch über Kuschelpartys stellt sie uns diesmal ihr ungewöhnliches Konzept des Sinnesdatings vor.
Die Teilnehmer tragen Augenmasken und lernen einander zunächst über ganz andere Ebenen kennen: Stimme, Berührung, Geruch, Geschmack und körperliche Präsenz. In verschiedenen Begegnungen und Übungen treffen alle Teilnehmer aufeinander – ohne zu wissen, wie ihr Gegenüber aussieht. Erst ganz am Ende kommt auch der Sehsinn ins Spiel.
Wir sprechen darüber, wie schnell wir beim klassischen Dating Menschen aufgrund ihrer Optik aussortieren, warum ein Mensch körperlich ganz anders auf uns wirken kann, als wir anhand eines Fotos erwartet hätten, und was geschieht, wenn wir uns auf jemanden einlassen, bevor wir wissen, ob er unserem vermeintlichen „Beuteschema“ entspricht.
Lisa erzählt außerdem, wie das Matching ohne Sehen funktioniert, welche Rolle Konsens und persönliche Grenzen spielen und was sie bei den bisherigen Teilnehmern beobachten konnte. Besonders spannend: Selbst nachdem Menschen über Stunden Nähe miteinander erlebt haben, kann sich ihre Wahrnehmung plötzlich verändern, sobald die Augenmasken fallen.
Und irgendwann wird unser Gespräch grundsätzlicher: Haben wir vielleicht verlernt, Menschen wirklich mit allen Sinnen wahrzunehmen?
Eine Folge über modernes Dating, Oberflächlichkeit und Schönheitsideale, aber auch über Anziehung, Berührung und die Frage, was eigentlich übrig bleibt, wenn wir einen Menschen nicht zuerst nach seinem Äußeren beurteilen können.
Hier der Link zu Lisas Veranstaltung: