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Explore every episode of the podcast What's Next, Agencies?

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Kennt Marketing die Menschen wirklich? | Anna Gerhards, Anna Lisa Lappenküper & Kim Dammann19 Oct 202600:49:58
Thema: Menschen besser verstehen „Wir versuchen, aus jeder Idee das Risiko herauszunehmen, und erwarten trotzdem, dass am Ende etwas Neues entsteht. Das widerspricht sich.“ In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Anna Gerhards, Anna Lisa Lappenküper und Kim Dammann, den Gründerinnen von SIE³, darüber, warum die Werbebranche wieder lernen muss, den Menschen wirklich zuzuhören. Mit ihrem Anfang 2026 gegründeten Insight-, Strategie- und Kreativstudio setzen die drei bewusst auf einen Ansatz, der über Daten, KPIs und KI-generierte Erkenntnisse hinausgeht. Sie beschreiben, warum persönliche Annahmen häufig mit echtem Zielgruppenverständnis verwechselt werden und weshalb gute Strategie nicht mit einer fertigen Antwort, sondern mit den richtigen Fragen beginnt. Mit ihrer ersten Studie „Deeply Human“ zeigen die Gründerinnen, wie widersprüchlich menschliche Bedürfnisse und Emotionen tatsächlich sind. Menschen können ihre Gefühle heute zwar besser benennen, wissen aber nicht unbedingt, wie sie damit umgehen sollen. Und wer sich einsam fühlt, braucht nicht zwangsläufig mehr Kontakte, sondern vor allem das Gefühl, gehört und verstanden zu werden. Für Marken bedeutet das, vermeintlich eindeutige Insights stärker zu hinterfragen und sich von vereinfachten Zielgruppenbildern zu lösen. Im Gespräch geht es deshalb auch darum, warum die Orientierung an Best Cases und der Wunsch nach maximaler Absicherung häufig genau die Originalität verhindern, die erfolgreiche Kommunikation braucht. Die drei sprechen außerdem darüber, welche Rolle KI künftig in der Strategiearbeit spielen kann und wo ihre Grenzen liegen. Während bestehende Informationen immer schneller ausgewertet und kombiniert werden können, entstehen neue Perspektiven aus ihrer Sicht vor allem im direkten Austausch mit Menschen. Damit rückt auch der Wert strategischer Arbeit wieder in den Fokus: Statt möglichst schnell Maßnahmen, Kanäle und Formate festzulegen, müssen Agenturen und Unternehmen bereit sein, mehr Zeit in echtes Verständnis zu investieren. Denn relevante Kommunikation entsteht nicht allein durch mehr Daten oder mehr Content, sondern durch die Fähigkeit, die richtigen Erkenntnisse daraus zu gewinnen.
Wie skaliert man Markenklang? | Hans Landwehr12 Oct 202600:43:58
Thema: Die Zukunft der Sounding Agentur „Du hältst ein Stück der Seele eines Menschen in den Händen, wenn er dir seine Musik anvertraut. Damit muss man sehr sorgfältig umgehen. Und genau das gerät heute zunehmend in den Hintergrund.“ In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Hans Landwehr, Gründer von TRO und Sonica, darüber, wie sich das Geschäft von Soundagenturen verändert, wenn Musik, Stimmen und Produktion durch neue Technologien immer leichter verfügbar werden. Hans beschreibt, warum Sonic Branding heute weit über das klassische Soundlogo hinausgeht und Marken über immer mehr Touchpoints hinweg einen konsistenten Klang brauchen. Gleichzeitig steigt aus seiner Sicht der Anspruch an kreative Exzellenz: Gerade wenn Technologie Mittelmaß einfacher verfügbar macht, gewinnt die Qualität des eigentlichen Werks an Bedeutung. Am Beispiel von TRO zeigt sich, wie sich damit auch die Wertschöpfung verschiebt. Studioleistungen werden teilweise weniger gefragt, während Beratung, Markenverständnis und technologische Lösungen wichtiger werden. Mit Sonica hat Hans deshalb eine Plattform mit aufgebaut, über die Marken Sound, Voice und Musik effizienter selbst steuern können. TRO liefert dabei weiterhin die kreative und strategische Grundlage, während Technologie Prozesse skalierbarer und im Alltag leichter nutzbar macht. Ein zentraler Punkt ist dabei die Rechtssicherheit. Gerade bei synthetischen Stimmen, Musik und internationalen Anwendungen müssen Nutzungsrechte und Freigaben von Anfang an mitgedacht werden. Hans beschreibt, warum Technologie Marken zwar mehr Freiheit in der Umsetzung geben kann, diese Freiheit aber klare Regeln braucht. Die Zukunft der Soundagentur liegt für ihn deshalb nicht in der Entscheidung zwischen Kreation oder Technologie, sondern in einem Modell, das beides sinnvoll verbindet.
Muss sich Führung überflüssig machen? | Katrin Kolossa05 Oct 202600:52:02
Thema: Muss sich Führung überflüssig machen? „Ich bin sehr fluide in meiner Rolle und gehe immer dahin, wo ich von der Organisation gebraucht werde.“ In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Katrin Kolossa, Gründerin von Sapera Studios, über ein Führungsverständnis, das mit einem gängigen Ideal bricht: Gute Geschäftsführung bedeutet für sie nicht mehr, sich möglichst weit aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. Katrin beschreibt, warum gerade die Nähe zu Kunden, Projekten und internen Abläufen ihr heute hilft, Veränderungen schneller zu erkennen, bessere Entscheidungen zu treffen und die Organisation gezielter weiterzuentwickeln. Im Gespräch geht es deshalb auch um die Frage, wo Führung heute den größten Hebel hat. Für Katrin liegt er nicht darin, sich aus allem herauszuhalten, sondern dort präsent zu sein, wo Orientierung, Priorisierung und schnelle Entscheidungen gefragt sind. Entscheidend ist dabei die Balance: nah genug, um Probleme früh zu erkennen und Entwicklungen zu treiben, aber ohne ins Micromanagement zu rutschen. Führung wird damit für sie stärker zu einer Rolle, die Richtung gibt, Strukturen verbessert und das Team befähigt, wirksamer zu arbeiten. Eine wichtige Rolle spielt dabei KI. Sie verkürzt für Katrin die Strecke zwischen Problem und Lösung erheblich, weil Wissen schneller zusammengeführt, Muster erkannt und daraus neue Prozesse oder Tools entwickelt werden können. Genau darin sieht sie auch eine neue Chance für Führung: näher an der tatsächlichen Arbeit zu sein und gleichzeitig schneller strukturelle Verbesserungen für die gesamte Organisation anzustoßen.
Das neue Unterhaltungsgeschäft | Matthias Funk & Peter Rathmayr28 Sep 202600:52:51
Thema: Das neue Unterhaltungsgeschäft „Es ist wichtig, wie ein Creator zu arbeiten, nämlich in Iterationen.“ In der neuen Episode von „What's Next, Agencies“ spricht Kim Notz mit Matthias Funk und Peter Rathmayr, Gründer von Channel Two, darüber, warum YouTube im Marketing-Mix zunehmend an Bedeutung gewinnt und weshalb Marken die Plattform nach anderen Regeln bespielen müssen als klassische Werbekanäle. Denn wer auf YouTube nachhaltig wachsen will, muss sich stärker wie ein Creator verhalten: relevante Themen besetzen, authentische Formate entwickeln und eine langfristige Beziehung zur eigenen Audience aufbauen. Matthias und Peter erklären, warum erfolgreiche YouTube-Strategien dabei deutlich datengetriebener sind, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Statt sich vor allem an Views oder Subscriber-Zahlen zu orientieren, rücken Kennzahlen wie Klickrate und durchschnittliche Wiedergabedauer in den Fokus. Entscheidend ist, zu verstehen, welche Themen und Formate eine Zielgruppe wirklich interessieren, erfolgreiche Mechaniken innerhalb eines Themenfelds zu identifizieren und den eigenen Content kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch Branded Entertainment funktioniert aus ihrer Sicht deshalb nicht als kurzfristiger Kampagnenbaustein, sondern braucht Konsistenz und einen langen Atem. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich Unternehmen von einer werbegetriebenen Organisation stärker zu einer Content-Organisation entwickeln können und welche Rolle Agenturen dabei spielen. Matthias und Peter zeigen, warum dafür nicht nur kreative Ideen, sondern auch neue Prozesse, Kompetenzen und ein anderes Verständnis von Erfolg notwendig sind und weshalb YouTube für Marken langfristig weit mehr sein kann als ein Ablageort für vorhandenen Video-Content.
Wie denkt man Marke und Technologie zusammen? | Ivana Radovanovic & Philipp York Martin22 Sep 202600:53:02
Thema: Wie denkt man Marke und Technologie zusammen? „Der Anspruch war von Anfang an, Technologie zu nutzen, um Dinge besser zu machen – nicht um Bestehendes 1:1 durch synthetische Inhalte zu ersetzen.“ In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Ivana Radovanovic und Philipp York Martin, Gründer von 12ft.studio, darüber, wie Markenführung und Technologie im Zeitalter von KI zusammengedacht werden müssen und warum die beste Lösung nicht zwangsläufig diejenige mit der meisten KI ist. Nach mehr als 15 Jahren in Markenstrategie und Branding und dem gemeinsamen Aufbau der Innovation- und AI-Unit bei Mutabor haben sie mit 12ft.studio ein netzwerkbasiertes Modell gegründet, das Marken- und Technologiekompetenz bewusst verbindet. Im Gespräch geht es darum, warum Ivana und Philipp vor einer reinen Effizienzlogik warnen, bei der bestehende Arbeit lediglich durch synthetische Inhalte ersetzt wird. Stattdessen plädieren sie dafür, Technologie dort einzusetzen, wo sie Arbeit tatsächlich besser macht, und genau zu prüfen, welcher Einsatz zur Identität und zu den Werten einer Marke passt. Gleichzeitig kann KI Recherche, Analysen oder repetitive Prozesse beschleunigen und so mehr Raum für Gespräche, kreative Arbeit und menschlichen Austausch schaffen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie Unternehmen und Agenturen mit der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung umgehen können. Mit ihrer AI-Academy setzen Ivana und Philipp weniger auf klassische Tool-Schulungen als auf konkrete Use Cases und Hackathons, in denen Teams reale Probleme gemeinsam lösen. Denn statt jedem neuen Tool hinterherzulaufen, braucht Innovation aus ihrer Sicht vor allem Struktur, kontinuierliches Lernen und die Fähigkeit, Wissen im Unternehmen verfügbar zu machen.
Next-Gen Videoproduktion | Philipp Haeberlin-Collet14 Sep 202600:53:51
Thema: Next-Gen Videoproduktion „Ich muss nicht schneller produzieren, sondern ich muss die Architektur, wie ich Entscheidungen treffe, anders bauen.“ In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Philipp Haeberlin-Collet, Executive Producer und Co-Founder von fount.space und Scretch, darüber, wie sich Produktion neu denken lässt, und warum es dabei längst nicht mehr nur darum geht, Projekte schneller oder günstiger umzusetzen. Mit fount.space wollten Philipp und sein Co-Founder ursprünglich eine Plattform schaffen, die neues Produktionstalent mit Agenturen und Unternehmen zusammenbringt. Aus dem Talent-Matching entwickelte sich jedoch ein anderes Modell: Heute verbindet fount.space Produktionskompetenz mit Organisationsentwicklung und hilft Teams dabei, Strukturen zu schaffen, in denen Entscheidungen schneller getroffen und neue Talente sinnvoll integriert werden können. Denn für Philipp liegt einer der größten Hebel moderner Produktion nicht in der Ausführung selbst, sondern in der Art, wie Agenturen, Kunden, Produktion und Talente miteinander arbeiten. Im Gespräch geht es deshalb auch darum, was Agenturen von diesem Ansatz lernen können. Philipp plädiert dafür, Producing deutlich früher in kreative und strategische Prozesse einzubinden und die Rolle aus der reinen Umsetzung zu lösen. Gerade in einer Produktionswelt, in der Plattformen, Formate und KI die Anforderungen permanent verändern, werden Menschen wichtiger, die neue Talente erkennen, unterschiedliche Skills zusammenbringen und Verantwortung für die Machbarkeit übernehmen. Produktion wird damit vom letzten Glied im Prozess zunehmend zum strategischen Interface nach außen. Zum Schluss richtet sich der Blick auf Scretch, das Philipp gemeinsam mit Channel 2 gegründet hat. Hier trifft Produktionskompetenz auf tiefes YouTube-Know-how mit dem Ziel, Kanalwachstum nicht über einzelne Kampagnen oder möglichst viel Content zu erzeugen, sondern langfristig und planbar aufzubauen. Auch dahinter steckt die gleiche Idee: Produktion nicht vom Output aus zu denken, sondern vom Ziel und Prozesse, Talente und Inhalte konsequent danach auszurichten.
Die neue Logik des Creator Commerce | Niklas Schwake07 Sep 202600:48:15
Thema:Die neue Logik des Creator Commerce Warum Brands beim Creator Marketing zwischen Kontrolle und Performance wählen müssen „Wenn du wirklich auf Performance gehen willst, dann musst du den Creatorn kreative Freiheit geben.“ In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Niklas Schwake, Co-CEO von Metapic, darüber, warum Marken im Creator Marketing immer wieder zwischen Kontrolle und Performance abwägen müssen – und weshalb mehr kreative Freiheit häufig die besseren Ergebnisse liefert. Niklas bringt dabei eine konsequent datengetriebene Perspektive mit. Metapic kommt ursprünglich aus dem Affiliate-Geschäft und hat sich über mehrere Umwege von einer Fitness-App zur Full-Funnel-Creator-Commerce-Plattform entwickelt. Heute zeigt sich für ihn: Wer Creator zu stark über Brand Guidelines, Posting-Zeitpunkte oder konkrete Inhalte steuert, schränkt genau das ein, was ihre Stärke ausmacht – das Wissen darüber, was in der eigenen Community funktioniert. Gleichzeitig kann Performance allein nicht der Maßstab sein. Ohne Markenaufbau und Storytelling wird Abverkauf auf Dauer teuer, weshalb Brand und Performance für Niklas immer stärker zusammengedacht werden müssen. Eine wichtige Rolle spielen dabei Daten und KI. Metapic analysiert die Performance von Millionen Content Pieces und kann daraus ableiten, welche Creator, Produkte oder Inhalte mit hoher Wahrscheinlichkeit funktionieren. Doch auch Daten können Erfolg nicht vollständig vorhersagen. Algorithmen verändern sich, Communities reagieren unterschiedlich und selbst ein Top-Performer kann bei einer anderen Marke plötzlich nicht funktionieren. Creator Commerce braucht deshalb vor allem Zeit zum Testen, Lernen und Iterieren. Im Gespräch geht es außerdem um die Zukunft von Agenturen und Talenten. Niklas ist überzeugt, dass reine Vermittlung und intransparente Fixpreis-Modelle zunehmend unter Druck geraten. Chancen sieht er dagegen dort, wo Agenturen Creator langfristig aufbauen und dabei unterstützen, sich von Reichweitenlieferanten zu Medienunternehmern mit eigenen Produkten und Formaten weiterzuentwickeln.
Wie wird aus Hype Business? | Philipp Zwez & Verena Sudarić-Hefner31 Aug 202601:03:07
Thema: Wie wird aus Hype Business? „Hype entsteht nicht durch maximale Reichweite, sondern durch eine kleine Gruppe, die sich intensiv mit einem Thema auseinandersetzt und es weiterträgt.“ In der neuen Episode von „WhatsNextAgencies“ spricht Kim Notz mit Verena Sudarić-Hefner und Philipp Zwez, Co-Founder von PIERCE, darüber, wie aus kurzfristigem Hype langfristiger Wert für Marken entstehen kann. Verena und Philipp bringen dabei ihre langjährige Erfahrung aus dem Entertainment-Business ein. Aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Universal Music haben sie vor allem eines mitgenommen: Marken konkurrieren heute nicht mehr nur mit anderen Marken um Aufmerksamkeit, sondern mit Creatorn, Musik, Gaming und Entertainment. Statt möglichst schnell maximale Reichweite zu erzeugen, setzen sie deshalb auf Mechaniken, die zunächst Superfans aktivieren und sich von dort aus selbst verstärken können. Hype ist für sie dabei kein Ziel an sich, sondern im besten Fall der Ausgangspunkt für nachhaltiges Markenkapital. Im Gespräch geht es außerdem darum, was echte Kollaboration von einer klassischen Kooperation unterscheidet. Marken müssen einen glaubwürdigen Mehrwert für eine Community schaffen und bereit sein, Kontrolle abzugeben. Nur so können gemeinsam mit kulturellen Partnern Ideen entstehen, die Menschen freiwillig sehen, teilen und weiterentwickeln wollen. Entscheidend ist dabei eine klare Rolle der Marke, die auch über einzelne Hypes hinaus Bestand hat. Auch das Agenturmodell von PIERCE folgt diesem Gedanken der Kollaboration. Statt Größe zum Selbstzweck zu machen, halten Verena und Philipp ihr Kernteam bewusst klein und stellen je nach Idee die passenden Expertinnen und Experten zusammen. Strategie, Kreation, Projektführung und Partnerships bleiben im Kern, weitere Kompetenzen kommen flexibel hinzu. Ein Modell, das zeigt, warum künftig nicht unbedingt die größte Agentur im Vorteil sein muss, sondern diejenige mit dem richtigen Netzwerk.
Wo liegt die Zukunft der PR-Agenturen? | Maximilian Ziche24 Aug 202600:52:09
Thema: Wo liegt die Zukunft der PR Agenturen? „Ich rede schon seit einem Jahr von einer Renaissance von PR.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Notz mit Maximilian Ziche, Gründer und CEO von getpress, darüber, warum PR ausgerechnet im KI-Zeitalter wieder an Bedeutung gewinnen könnte und wie sich damit die Rolle von PR-Agenturen verändert. Maximilian beschreibt einen „Visibility Collapse“: Menschen suchen Informationen zunehmend über ChatGPT, Claude oder KI-basierte Suchsysteme statt über klassische Links. Für Marken wird es deshalb wichtiger, in glaubwürdigen und autoritativen Quellen stattzufinden, auf die diese Systeme zurückgreifen. Gleichzeitig wächst in einer Welt synthetischer Inhalte der Wert von Vertrauen und Reputation, beides lässt sich nicht innerhalb weniger Tage aufbauen oder kopieren. Im Gespräch geht es außerdem darum, was PR-Agenturen von Start-ups lernen können. Maximilian plädiert für mehr Geschwindigkeit, klare KPIs und ein stärkeres Commitment auf Ergebnisse. Mit KI verschiebt sich dabei auch die Wertschöpfung: Viele wiederkehrende Aufgaben lassen sich automatisieren oder deutlich verbessern, während strategisches Denken, menschliche Beziehungen und das Gespür für relevante Geschichten umso wichtiger werden. Damit stellt sich auch die Frage nach dem Geschäftsmodell der PR-Agentur der Zukunft. Maximilian gibt Einblicke, warum getpress sich zunehmend als „PR Company“ versteht und wie aus dem Zusammenspiel von Menschen, Daten und eigener Technologie ein Modell entstehen kann, bei dem nicht mehr eingesetzte Stunden, sondern Wirkung und tatsächlicher Kundennutzen im Mittelpunkt stehen.
Das Geschäftsmodell der Zukunft | Johannes Plass17 Aug 202600:54:26
Thema: Das Geschäftsmodell der Zukunft „Der Wert kreativer Arbeit lag nie im Handwerk. Er lag schon immer in der Vorstellungskraft.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Notz mit Johannes Plass, Co-Gründer und CEO von Mutabor, über eine Frage, die viele Agenturen derzeit beschäftigt: Wie sieht das Geschäftsmodell der Zukunft aus? Johannes beschreibt, warum KI die Wertschöpfung der Branche grundlegend verändert und weshalb kreative Agenturen ihre Rolle neu definieren müssen. Wenn Produktion und Umsetzung zunehmend automatisiert werden, entsteht der eigentliche Wert aus seiner Sicht nicht mehr im Handwerk, sondern in der Fähigkeit, Marken zu denken, Ideen zu entwickeln und Vorstellungskraft in wirksame Lösungen zu übersetzen. Im Gespräch geht es außerdem darum, warum klassische Tagessätze unter Druck geraten und wertbasierte Preismodelle an Bedeutung gewinnen könnten. Johannes plädiert dafür, kreative Arbeit stärker danach zu vergüten, welchen Beitrag sie zum Geschäft und zum Markenwert eines Kunden leistet. In diesem Zusammenhang bringt er auch Nutzungsrechte wieder ins Spiel: ein Vergütungsmodell, das den Wert einer Idee stärker an ihrer tatsächlichen Nutzung und Wirkung bemisst und aus seiner Sicht künftig wieder relevanter werden könnte. Gleichzeitig gibt er Einblicke, wie Mutabor KI in den Arbeitsalltag integriert und neue Prozesse direkt an realen Projekten erprobt. Auch die Zukunft inhabergeführter Agenturen steht im Fokus. Johannes beschreibt, warum der kleiner werdende Markt Agenturen dazu zwingt, neue Teile der Wertschöpfung zu erschließen und weshalb inhabergeführte Häuser dabei mit Nähe, Verlässlichkeit und unternehmerischer Freiheit punkten können.
Kreativität jenseits der Schubladen | Annika "Shawty" Manick10 Aug 202600:50:21
Thema: Kreativität jenseits der Schubladen "Ich finde dieses Labeling unfassbar nervig. In meiner gesamten Laufbahn habe ich wahrscheinlich schon jeden Titel gehabt, den ihr euch vorstellen könnt. Aber am Ende habe ich immer das Gleiche gemacht: Übersetzerin zwischen Communities und Marken.“ In der neuen Episode von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Annika "Shawty" Manick, Director Influencer & Creator Solutions bei We Are Social, über die Frage, was kreative Arbeit heute eigentlich ausmacht, wenn sie sich immer weniger in klassische Schubladen einordnen lässt. Shawty beschreibt, warum sie sich selbst vor allem als Übersetzerin zwischen Welten versteht. Zwischen Communities und Marken, zwischen kulturellen Räumen und kreativen Ideen. Für sie beginnt gute Kommunikation nicht beim Kanal, sondern bei der Idee und bei der Frage, welchen Platz eine Marke in einer Community überhaupt einnehmen darf. Cultural Marketing bedeutet deshalb nicht, kurzfristig Trends mitzunehmen, sondern Beziehungen aufzubauen und kulturelle Zusammenhänge wirklich zu verstehen. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich kreative Rollen verändern und warum starre Berufsbezeichnungen immer weniger weiterhelfen. Kreative Exzellenz entsteht aus Shawtys Sicht im Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven, aus gemeinsamen Impulsen und aus Menschen, die ihre eigenen Bubbles und Leidenschaften ins Team einbringen. Genau diese Vielfalt wird für Agenturen zunehmend zum Wettbewerbsvorteil. Zum Schluss richtet sich der Blick nach vorn. Es geht um die Zukunft von Creator Marketing, den Einfluss von KI und die Frage, welche Aufgaben sich automatisieren lassen und welche bewusst menschlich bleiben müssen. Denn gerade dort, wo Kreativität, Vertrauen und echte Beziehungen entstehen, sieht Shawty auch künftig den größten Wert kreativer Arbeit.
Earned-first | Julia Reisch und Christoph Schnabel03 Aug 202600:51:11
Thema: Earned-First „Earned darf kein Anhängsel der Kampagne sein – es muss am Anfang mitgedacht werden.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Notz mit Julia Reisch, Partner Brand Activation, und Christoph Schnabel, Head of Creative Strategy bei MSL, über den Wandel hin zu einem Earned-first-Mindset und darüber, warum Reichweite allein heute nicht mehr ausreicht, um Marken relevant zu machen. Julia und Christoph beschreiben, warum Earned Media längst mehr ist als klassische PR. Kommunikation entsteht heute in einem Ökosystem aus Communities, Creatorn, Kultur und Content. Deshalb müssen Earned-Perspektiven bereits zu Beginn der Kampagnenentwicklung einbezogen werden – nicht erst dann, wenn die Idee bereits steht. Im Gespräch geht es außerdem darum, welche Rolle Creator künftig spielen und warum sie immer häufiger schon in der Konzeptionsphase eingebunden werden. Co-Creation wird damit zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Kommunikation, die echte Resonanz erzeugen soll. Die beiden zeigen zudem auf, warum ihre Aufgabe immer weniger darin besteht, einzelne Maßnahmen umzusetzen, sondern immer stärker darin, unterschiedliche Disziplinen, Partner und Kanäle intelligent zu orchestrieren. Genau diese Fähigkeit wird aus ihrer Sicht künftig den Unterschied machen – und darüber entscheiden, wofür Agenturen bezahlt werden.
Marketingstrukturen für das kulturelle Zeitalter | Sebastian Kemmler27 Jul 202600:58:20
Thema: Marketingstrukturen für das kulturelle Zeitalter „Culture-Marketing fühlt sich neu an. Aber eigentlich bündelt es nur endlich das, was vorher überall verteilt war.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Sebastian Kemmler, Co-Founder von Kemmler Kemmler, über die Frage, wie Marketingorganisationen aussehen müssen, wenn kulturelle Relevanz zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor wird. Sebastian beschreibt, warum das klassische Kampagnenmodell zunehmend an seine Grenzen stößt. Kultur entsteht heute nicht mehr in einzelnen Kanälen, sondern in Communities, Netzwerken und Plattformen. Deshalb reicht es aus seiner Sicht nicht mehr aus, PR, Creator-Marketing, Sponsoring oder Events getrennt voneinander zu steuern. Entscheidend wird ein neues Operating Model, das diese Disziplinen strategisch zusammenführt und kulturelle Relevanz systematisch aufbaut. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie globale Marken Kultur datenbasiert steuern und messbar machen können und warum Aufmerksamkeit allein künftig nicht mehr der entscheidende Erfolgsmaßstab sein wird. Sebastian zeigt, weshalb sich auch die Rolle von CMOs verändern muss: Statt Kampagnen zu verwalten, werden sie stärker zu Kuratoren, die interne Kompetenzen, kulturelle Entwicklungen und externe Partner miteinander verbinden.
Wie wird Strategie wieder sichtbar? | Julia Jarosch20 Jul 202600:50:48
Thema: Wie wird Strategie wieder sichtbar? „Wir müssen aufhören, Strategie als Vorlauf für Kreation zu verstehen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Julia Jarosch, Head of Strategy bei Scholz & Friends Hamburg, über die Rolle von Strategie in der Agenturwelt. Julia beschreibt, warum Strategie noch immer häufig als Vorarbeit für Kreation verstanden wird, obwohl ihre eigentliche Aufgabe längst eine andere ist. Es geht nicht darum, Briefings abzuarbeiten, sondern Businessprobleme zu verstehen, Orientierung zu schaffen und die richtigen Fragen zu stellen. Gerade in einer immer komplexeren Marketingwelt wird strategisches Denken damit zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich das Strategie-Gewerk weiterentwickeln muss und welche Fähigkeiten Strateginnen und Strategen künftig brauchen. KI kann Analysen beschleunigen und neue Perspektiven eröffnen, ersetzt aber weder Urteilsvermögen noch Haltung oder die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in überzeugende Geschichten zu übersetzen. Deshalb spricht Julia auch darüber, wie Strategie-Nachwuchs heute ausgebildet werden sollte. Nicht nur mit Methoden und Tools, sondern vor allem durch Praxis, kritisches Hinterfragen und den Mut, eine eigene Perspektive zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbindung von Strategie und Culture. Julia erklärt, warum Cultural Marketing kein Spezialthema einzelner Units sein sollte, sondern von Beginn an Teil strategischer Markenführung sein muss. Denn wer Communities wirklich verstehen will, muss sich langfristig mit ihnen auseinandersetzen, statt sie nur punktuell für Kampagnen zu nutzen.
Wo liegt die Zukunft der Mediaagenturen? | Kristian Meinken13 Jul 202600:54:52
Thema: Wo liegt die Zukunft der Mediaagenturen? "Auf der inhaltlichen Seite glaube ich, dass Dienstleistung im Agenturbereich sich vor allem auch dadurch auszeichnet, dass wir uns permanent weiterentwickeln. Das heißt auch, dass wir permanent den Druck haben, uns weiterzuentwickeln zu müssen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Kristian Meinken, CEO der pilot group, darüber, worin der künftige Wertbeitrag einer Mediaagentur liegt — und was es bedeutet, Kunden in einer fragmentierten, technologisch getriebenen Medienlandschaft wirklich zu beraten. Im Gespräch geht es darum, warum Mediaagenturen heute stärker als strategische Partner gefragt sind. Wirkung war schon immer das Ziel guter Mediaplanung, doch sie nachzuweisen und in konkrete Entscheidungen zu übersetzen, wird anspruchsvoller. Daten, Forschung und Analytics werden damit ebenso wichtig wie KI, die neue Möglichkeiten eröffnet, Planungshypothesen schneller und fundierter zu entwickeln. Auch die Rolle unabhängiger Agenturen steht im Fokus. Kristian beschreibt, warum unternehmerische Freiheit, langfristiges Denken und ein klarer Blick auf den Kundennutzen zu echten Wettbewerbsvorteilen werden können. Und warum sich Mediaagenturen weiterentwickeln müssen, ohne ihren Kern zu verlieren.
Wollen wir Kreativität der KI überlassen? | Dorothea Winter06 Jul 202600:48:32
Thema: Wollen wir Kreativität der KI überlassen? „Kreativität ist eine der wenigen Fähigkeiten, die uns Menschen offen bleibt.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit der Philosophin Dr. Dorothea Winter. Dorothea forscht an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Kunst und Kreativität. Heute lehrt sie Digitale Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin. Es geht unter anderem um eine Frage, die weit über die Kreativbranche hinausgeht: Wollen wir Kreativität der KI überlassen? Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, was Kreativität eigentlich ausmacht und warum sie sich nicht allein über Output oder Originalität definieren lässt. Dorothea erklärt, weshalb KI zwar bestehende Ideen kombinieren und weiterentwickeln kann, echte transformationale Kreativität aber an etwas gebunden bleibt, das Maschinen nicht besitzen: menschliche Erfahrung, Intention und Urteilskraft. Außerdem geht es darum, warum Kreativität Reibung braucht, welche Risiken entstehen, wenn wir kreatives Denken dauerhaft an KI auslagern und weshalb dadurch nicht nur individuelle Fähigkeiten, sondern auch die Innovationskraft ganzer Organisationen verloren gehen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bedeutung von Autorenschaft. Dorothea beschreibt, warum Menschen auch im KI-Zeitalter Verantwortung für ihre Ideen übernehmen müssen und weshalb gerade Urteilskraft, bewusste Selektion und die Fähigkeit, Bedeutung zu stiften, zu den wichtigsten Kompetenzen der Zukunft gehören.
Wie baut man ein Social Ökosystem? | Sascha Firtina30 Jun 202600:47:12
Thema: Wie baut man ein Social Ökosystem? „Wer verstehen will, was Menschen wirklich bewegt, muss dort hinschauen, wo sie jeden Tag miteinander sprechen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Sascha Firtina, Co-Founder von gocomo, über die Frage, wie man heute ein Social Ökosystem aufbaut, das über einzelne Plattformen, Kampagnen oder Trends hinaus funktioniert. Sascha gibt Einblicke in die Entwicklung von gocomo, von den Anfängen als datengetriebene Influencer-Agentur bis hin zu einer Social-First-Agentur, die Strategie, Analyse, Content, Influencer-Marketing, Community-Management, Gaming und Technologie miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei die Überzeugung, dass erfolgreiche Social-Kommunikation nicht bei Formaten oder Plattformen beginnt, sondern beim Verständnis von Menschen, Communities und ihren Interessen. Im Gespräch wird deutlich, warum Social Media für Marken heute weit mehr ist als ein Kommunikationskanal. Es ist ein permanenter Dialograum, in dem Bedürfnisse, Verhaltensweisen und kulturelle Entwicklungen sichtbar werden. Genau daraus leitet gocomo Strategien, Content Territories, Creator-Fits und Aktivierungsansätze ab. Statt Trends hinterherzulaufen, geht es darum, eine klare Rolle im Leben der Community zu finden und daraus eine langfristige Social-Positionierung zu entwickeln. Ein zentraler Baustein dabei ist die datenbasierte Strategieentwicklung. Sascha beschreibt, warum Social Media heute eine der wertvollsten Quellen für Konsumentenverständnis ist und wie sich aus Daten, Community-Signalen und Verhaltensmustern konkrete strategische Entscheidungen ableiten lassen. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie sich der Beitrag von Social-Media-Aktivitäten zur Marketingeffektivität besser nachweisen lässt und warum Wirkung künftig genauso wichtig wird wie Reichweite oder Engagement. Ein weiterer Schwerpunkt ist die technologische Seite des Geschäftsmodells. Mit dem KI-Assistenten Alfred hat gocomo eine eigene Plattform entwickelt, die Social-Media-Daten analysiert, Zusammenhänge erkennt und Handlungsempfehlungen ableitet. Sascha beschreibt, warum Daten und Automatisierung immer wichtiger werden, weshalb Beratung dennoch unverzichtbar bleibt und wie sich daraus neue Agenturprodukte und Geschäftsmodelle entwickeln.
Social als Labor für Marken | Pascal Fiedler & Paulina Schumann23 Jun 202600:51:30
Thema: Social als Labor für Marken „Social ist für uns kein Kanal mehr, sondern ein Forschungslabor für Marken.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Paula Schumann und Pascal Fiedler, Gründer der Berliner Social-First-Agentur charles & charlotte, über eine Frage, die für moderne Markenführung immer relevanter wird: Was passiert, wenn Social Media nicht mehr nur Kommunikationskanal ist, sondern zum Ausgangspunkt strategischer Markenentwicklung wird? Basis des Gesprächs ist die Beobachtung, dass viele Marken heute mehr Content produzieren als je zuvor, gleichzeitig aber oft unscharf beantworten können, wofür sie eigentlich stehen. Paula und Pascal beschreiben, warum sie Social First inzwischen weniger als Kanalstrategie verstehen, sondern vielmehr als Denkweise. Nicht die Plattform steht im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeit, über Communities, kulturelle Bewegungen und digitale Lebenswelten zu verstehen, was Menschen wirklich bewegt. Im Gespräch wird deutlich, warum Social Media für sie zu einer Art Forschungslabor für Marken geworden ist. Statt Markenidentitäten im stillen Kämmerlein zu definieren und anschließend in den Markt zu senden, plädieren sie für einen umgekehrten Ansatz: Relevanz entsteht dort, wo Menschen Zugehörigkeit, Interessen und kulturelle Bedeutung verhandeln. Genau aus diesen Beobachtungen lassen sich Markenpositionierungen, strategische Spielfelder und kreative Plattformen entwickeln. Vor diesem Hintergrund sprechen Paula und Pascal auch über den Aufbau ihrer neuen Beratungseinheit charles & charlotte & consulting. Sie erläutern, warum viele Unternehmen heute weniger ein Content-Problem als ein Markenproblem haben und weshalb klassische Brand-Modelle zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Im Mittelpunkt steht die Idee eines flexiblen Brand Operating Systems, das Marken Orientierung gibt, ohne sie in starre Regelwerke zu zwingen.
Wie baut man neu? | Martin Eggert16 Jun 202601:01:18
Thema: Wie baut man neu? „Das Netzwerk ist nicht das Ergebnis des Erfolgs. Es ist oft der Grund, warum man weitermachen kann.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Martin Eggert, Gründer von Maison ACME und Mitgründer von David + Martin, über die Frage, wie man nach einem unternehmerischen Einschnitt noch einmal neu anfängt und was dabei entsteht. Martin blickt auf die Erfahrungen der vergangenen Jahre zurück und beschreibt, welche Erkenntnisse er aus dem Aufbau und dem Ende von David + Martin mitgenommen hat. Es geht um Wachstum, Ambition, Unternehmertum und die Frage, warum manche Erfolgsrezepte nicht beliebig skalierbar sind. Im Mittelpunkt steht jedoch der Blick nach vorn. Mit Maison ACME baut Martin ein neues Unternehmen auf, das bewusst anders angelegt ist als klassische Agenturmodelle. Statt Größe um jeden Preis stehen Fokus, Klarheit und unternehmerische Beweglichkeit im Vordergrund. Kreativität bleibt der Kern des Geschäfts, gleichzeitig entsteht mit Maison ACME eine Plattform, die Raum für neue Ideen, Partnerschaften und Geschäftsmodelle schaffen soll. Im Gespräch wird deutlich, wie sehr sich Martins Verständnis von Führung und Unternehmertum verändert hat. Es geht um die Balance zwischen Vertrauen und Verantwortung, um die Bedeutung von Kultur und Netzwerk sowie um die Frage, welche Rolle Agenturen künftig überhaupt noch spielen können. Dabei beschreibt er, warum Strategie, Beratung und Kreation für ihn die Bereiche bleiben, in denen menschliche Kompetenz auch im KI-Zeitalter den Unterschied macht. Warum Neuanfänge selten mit einer komplett neuen Idee beginnen, sondern oft mit einem neuen Blick auf das, was man bereits gelernt hat und warum Unternehmertum manchmal vor allem bedeutet, nach schwierigen Phasen wieder den Mut zu finden, Dinge neu zu gestalten.
Culture | Franziska Gregor09 Jun 202600:52:17
Thema: Culture „AI wird keine Kultur hervorbringen. Kultur entsteht durch Menschen, ihre Erfahrungen und ihre Perspektiven.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Franziska Gregor, Managing Director bei Serviceplan Culture, über eine Frage, die für Marken immer wichtiger wird: Wie wird man Teil von Kultur, statt ihr nur hinterherzulaufen? Franziska beschreibt, warum klassische Zielgruppenmodelle zunehmend an ihre Grenzen stoßen und weshalb Communities heute oft relevanter sind als Alter, Einkommen oder andere soziodemografische Merkmale. Menschen verbinden sich über gemeinsame Interessen, Werte und Leidenschaften. Genau dort entstehen kulturelle Räume, in denen Marken Glaubwürdigkeit aufbauen können, wenn sie diese Räume wirklich verstehen. Im Gespräch geht es darum, wie Cultural Marketing funktioniert, warum Communities keine Kanäle, sondern Beziehungen sind und weshalb Marken lernen müssen, langfristig in kulturelle Kontexte zu investieren, statt kurzfristig Trends zu bespielen. Franziska gibt Einblicke in die Arbeit von Serviceplan Culture und zeigt, wie datenbasierte Analysen, Community-Wissen und kulturelle Expertise zusammenwirken, um relevante Markenstrategien zu entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft der Plattformen. Social Media, so Franziska, funktioniert längst nicht mehr nach den alten Regeln. Algorithmen, Entertainment-Logiken und neue Community-Plattformen wie Reddit, Discord oder Substack verändern grundlegend, wie Aufmerksamkeit entsteht und wie Marken Vertrauen aufbauen können.
New Business | Jan Paul Schwarz02 Jun 202600:41:03
Thema: New Business „Ich glaube, ein kleines, committed Team ist eine Superpower.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Jan Paul Schwarz, New Business Director bei Mother Berlin, über die Realität von New Business in Agenturen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen JP’s „sieben Säulen des New Business“: von Outbound und Sichtbarkeit über Pitch-Beratungen und Events bis hin zu öffentlichen Ausschreibungen, strategischen Allianzen und dem Aufbau belastbarer Beziehungen zu EntscheiderInnen. Dabei wird schnell klar: Modernes New Business ist vor allem People Business. Statt rein markenbasiertem Prospecting plädiert JP für einen konsequent menschenzentrierten Ansatz – denn Entscheidungen werden nicht von Marken, sondern von Menschen getroffen. Er erklärt, warum Agenturen viel stärker in langfristige Beziehungen investieren sollten, wie man überhaupt auf das Radar von CMOs kommt und weshalb eigene Formate, Thought Leadership sowie echte Relevanz wichtiger sind als generische Outreach-Mails. Außerdem Thema: die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem britischen Markt. Warum Pitch-Beratungen in UK eine deutlich größere Rolle spielen, weshalb professionelle Pitch-Prozesse dort oft strukturierter ablaufen und was deutsche Agenturen daraus lernen können. Gemeinsam diskutieren Kim und JP über Pitch-Fees, Red Flags bei Auswahlprozessen und die Frage, woran man früh erkennt, ob ein Pitch sinnvoll ist oder besser nicht gespielt werden sollte. Eine Episode über strategisches New Business und die Kunst, Beziehungen aufzubauen, bevor überhaupt ein Pitch auf dem Tisch liegt.
Die neue Rolle der Digitalagentur | Josephine Gerves 26 May 202600:53:59
Thema: Die neue Rolle der Digitalagentur „Wir lassen uns nicht daran messen, in welcher kurzen Zeit wir wie viele Assets produzieren können – sondern daran, wie viel Exzellenz am Ende dabei rauskommt.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Josephine Gerves, CEO von Digitas Germany, über die neue Rolle der Digitalagentur in einem Umfeld, in dem sich Marketing, Technologie und Wertschöpfung grundlegend verändern. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, wie sich das Geschäftsmodell von Agenturen wandeln muss, wenn Kunden nicht mehr nach einzelnen Kampagnen oder Plattformen suchen, sondern nach Lösungen für mehr Marketing Effectiveness, Effizienz und messbaren Impact. Josephine gibt spannende Einblicke in die Transformation von Digitas – von einer klassischen Digitalagentur mit starkem Plattform- und Technologie-Fokus hin zu einem integrierten Partner für datengetriebenes, KI-gestütztes Marketing. Gemeinsam sprechen Kim und Josephine darüber, warum Kreativität trotz Automatisierung und AI wichtiger denn je ist, weshalb Agenturen sich von FTE-Logiken sowie klassischen Vergütungsmodellen lösen müssen und warum seniorige Beratungskompetenz zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird. Außerdem Thema: die Herausforderungen neuer Pitch- und Procurement-Prozesse, die Zukunft von Offshore-Modellen, der Wandel klassischer Agenturstrukturen sowie die Frage, wie Agenturen es schaffen können, technologische Innovation mit menschlicher Relevanz und kultureller Nähe zu verbinden. Eine Episode über die Zukunft der Digitalagentur – zwischen KI, Kreativität, Daten und echter Beratungsexzellenz.
Braucht es die Beratung noch? | Alessa Thönnessen 19 May 202600:54:42
Thema: Braucht es die Beratung noch? „Ich glaube, wir dürfen einfach mutiger sein und selbstbewusster.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Notz mit Alessa Thönnessen, CFO der Ogilvy Group Germany, über die wirtschaftliche Realität des Agenturgeschäfts. Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage: Wie tragfähig ist das klassische Agenturmodell eigentlich noch? Kim und Alessa beleuchten, warum das traditionelle System aus Stundenlogik, Auslastung und pyramidenartigen Organisationsstrukturen zunehmend unter Druck gerät – und wie sich Agenturen in einem Umfeld behaupten können, in dem AI Effizienzpotenziale neu definiert werden und Kreativität stärker denn je wirtschaftlich erklärbar sein muss. Außerdem geht es um die Frage, wie sich AI konkret auf Leistung, Wertschöpfung und Selbstverständnis von Agenturen auswirkt: Werden Effizienzgewinne automatisch zu Preisnachlässen? Welche Rolle spielen Technologie-Investitionen künftig im Pricing? Und nach welchen KPIs steuert man heute eigentlich eine Agentur? Das Gespräch verdeutlicht, dass Finance heute längst mehr ist als Korrektiv und Kostenkontrolle. Vielmehr wird die CFO-Rolle zum strategischen Treiber von Transformation – mit klarem Blick auf Strukturen, Profitabilität, Ressourceneinsatz und die Frage, wie Agenturen wieder unternehmerischer denken und handeln können.
Wie Beratung ihr Comeback schafft | Daniel Adolph12 May 202601:00:10
Thema: Wie Beratung ihr Comeback schafft „Wer sich Berater nennt, sollte Rat haben.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Daniel Adolph, Independent Brand, Marketing & Pitch Consultant, über eine Frage, die in vielen Kunden-Agentur-Beziehungen neu gestellt wird: Wofür braucht es Beratung eigentlich noch? Daniel beschreibt, warum der Wert von Beratung auf Kundenseite oft nicht mehr klar erkennbar ist. Zu häufig wird sie mit Projektmanagement, Abstimmung und Weiterleitung verwechselt. Genau dadurch entsteht der Eindruck, dass der eigentliche Mehrwert eher in Strategie oder Kreation liegt. Im Gespräch geht es darum, wie Beratung diese Lücke wieder schließen kann. Nicht durch mehr Organisation, sondern durch mehr Substanz: mit echter Meinung, besserem Businessverständnis, kreativem Wissen, Media- und Plattformkompetenz und der Fähigkeit, Kundinnen und Kunden auch unbequeme Orientierung zu geben. Im Zentrum steht Daniels 20-Punkte-Plan für Beratungsteams. Er zeigt, welche kleinen, konkreten Schritte helfen können, Beratung wieder relevanter zu machen, intern wie extern. Denn Beratung muss nicht alles können, aber sie muss wieder spürbar beitragen. Es wird deutlich, warum Beratung gerade jetzt gebraucht wird. Nicht als Durchreiche zwischen Kunde, Strategie und Kreation, sondern als Rolle, die Klarheit schafft, Tempo ermöglicht und Kundinnen und Kunden hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.
Pitches | Vanessa Seibicke, Kim Andresen & Katharina Kübler05 May 202601:02:42
Thema: Pitches „Die Branche schreit nach mehr Effizienz, nach Fairness und nach Transparenz.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Vanessa Seibicke, Katharina Kübler und Kim Andresen, den Gründerinnen von Harvest Consulting, über die Frage, wie Pitchberatung heute aussehen muss, damit Auswahlprozesse fairer, effizienter und menschlicher werden. Die drei haben hunderte Auswahlprozesse begleitet und kennen die Reibungspunkte des Marktes sehr genau: zu hoher Aufwand, zu wenig Transparenz, unklare Budgets und Prozesse, die oft mehr Energie binden, als sie Orientierung schaffen. Mit Harvest Consulting wollen sie genau dort ansetzen und Pitchprozesse dialogischer denken. Nicht als Bühne, auf der Agenturen vortanzen, sondern als gegenseitiges Kennenlernen, bei dem beide Seiten prüfen können, ob wirklich ein Perfect Match entsteht. Im Gespräch geht es um neue Formate wie Collaboration Workshops, um den sinnvollen Einsatz von KI im Matchmaking und um die Frage, warum Agenturen heute klarer entscheiden müssen, welche Pitches sie wirklich mitgehen wollen. Gleichzeitig sprechen Vanessa, Katharina und Kim über ihr Agentur-Coaching und darüber, welchen Wert ein schonungsloser Blick von außen auf Positionierung, Credentials und New Business haben kann.
#184, Tobias Grimm, Co-Founder von ASYMMETRY28 Apr 202600:53:44
Thema: Warum Seniorität entscheidend ist. „Du brauchst heute keine großen Teams mehr, sondern wenige, sehr seniore Leute, die nicht delegieren, sondern selbst machen – und dadurch extrem schnell werden.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Tobias Grimm, Co-Founder von ASYMMETRY, über die Frage, warum das klassische Agenturmodell für die aktuelle Entwicklung oft zu langsam geworden ist. Tobias beschreibt, warum er sich bewusst von klassischen Strukturen entfernt hat und mit ASYMMETRY ein Setup aufbaut, das er eher als „Creative Operating System“ versteht als als Agentur im herkömmlichen Sinn. Im Zentrum steht ein Modell, das auf Seniorität, technologischer Schlagkraft und konsequenter Umsetzung basiert. Es geht um kleine, hochspezialisierte Taskforces, um schnellere Entscheidungen und um die Überzeugung, dass kreative Arbeit heute viel direkter mit Produkt, Daten und Wirkung verzahnt sein muss. Im Gespräch wird deutlich, warum Seniorität dabei nicht vor allem eine Frage des Alters ist, sondern der Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, Komplexität zu durchdringen und Ideen ohne lange Abstimmungsschleifen in die Umsetzung zu bringen. Gleichzeitig geht es um die Rolle von KI, um neue Formen von Creative Direction und um die Frage, wie sich Qualität behaupten lässt, wenn Produktion immer einfacher und Mittelmaß immer schneller verfügbar wird.
Folge #183, Adel Gelbert, CEO von C3 21 Apr 202600:49:41
Thema: Hat Content eine Zukunft? „Nichts ist unsinniger, als etwas effizienter machen zu wollen, was man besser gar nicht macht.“ Was Adel Gelbert, CEO von C3 Creative Code & Content, damit beschreibt, trifft den Kern einer Entwicklung, die gerade viele Agenturen beschäftigt. Wenn Content durch KI immer schneller und günstiger produziert werden kann, verschiebt sich die eigentliche Frage: Nicht mehr, wie viel Content wir machen, sondern welcher Content überhaupt seine Berechtigung hat. In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Adel darüber, wie sich Content Marketing vom großen Heilsversprechen zu einer Disziplin entwickelt hat, die heute neu gedacht werden muss. Der Hype, den es einmal gegeben haben mag, ist vorbei – nicht weil Content an Bedeutung verloren hätte, sondern weil einige Versprechen zu kurz gegriffen haben. Am Beispiel von C3 wird deutlich, wie tiefgreifend dieser Wandel ist. Die Agentur hat sich vom klassischen Content-Player hin zu einem deutlich stärker beratungsgetriebenen Modell entwickelt, mit Fokus auf Strategie, echter Wirksamkeit und Performance. Es geht nicht mehr nur um Volumen und effiziente Produktion, sondern um die vorgelagerten Fragen: Welche Inhalte entfalten überhaupt Relevanz, wie verändert KI die Wertschöpfung und wo entsteht künftig noch substantielle Marge? Warum Content nicht verschwindet, sondern neu organisiert werden muss und warum Agenturen, die ihren Wertbeitrag klar definieren, strategisch denken und Wirkung messbar machen, auch künftig relevant bleiben, ist Inhalt dieses Gesprächs.
Folge #182, Janine Schumann und Susanne Marohn, Campaigns & Brand Solutions der Sparkassen Finanzgruppe14 Apr 202600:53:38
Thema: Welches Agenturmodell brauchen Marketiers? „Wir müssen weg von Projekten und hin zu echter Co-Autorenschaft in der Markenführung.“ Was Janine Schumann und Susanne Marohn, beide verantwortlich für Campaigns and Brand Solutions im Newsroom der Sparkassen-Finanzgruppe, damit beschreiben, ist ein grundlegender Wandel in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Agenturen. In einem zunehmend fragmentierten Marketingumfeld reicht es nicht mehr, Kampagnen zu steuern. Es geht darum, Marke ganzheitlich zu führen und dauerhaft wirksam zu machen. In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Janine und Susanne darüber, wie sich ihre Marketingorganisation genau in diese Richtung verändert. Im Zentrum steht der Abschied von der klassischen Kampagnenlogik hin zu einem integrierten Ansatz, der Marke als durchgängiges System denkt, über alle Kanäle, Zielgruppen und Ebenen hinweg. Dabei verändern sich nicht nur Prozesse, sondern auch Rollen. Auf Kundenseite entstehen neue Verantwortlichkeiten, die stärker orchestrieren, integrieren und priorisieren müssen. Gleichzeitig verschiebt sich auch die Erwartung an Agenturen: weg vom Dienstleister, hin zum echten Sparringspartner, der strategisch mitdenkt, kulturelle Entwicklungen einordnet und Marke langfristig mitprägt. Ein zentrales Prinzip dabei ist Co-Autorenschaft. Briefings sind nur noch der Ausgangspunkt, danach beginnt ein kontinuierlicher Klärungsprozess, in dem Kundinnen, Kunden und Agenturen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Auch das Agentur-Setup wird dadurch flexibler, spezialisierter und anspruchsvoller. Führung, Vertrauen und Transparenz werden zu entscheidenden Faktoren der Zusammenarbeit.
#181, Andreas Weber, Co-Founder & CEO von Stan Hema07 Apr 202600:48:42
Thema: Warum Selbstorganisation oft zu viel will. „Selbstorganisation ist keine Selbstverwirklichung.“ Was Andreas Weber, Mitgründer und Geschäftsführer der Berliner Markenagentur Stan Hema, damit beschreibt, ist die Realität hinter einem Modell, das in vielen Agenturen lange als Heilsversprechen galt: flachere Hierarchien, mehr Eigenverantwortung, bessere Zusammenarbeit. Doch der Weg dorthin ist deutlich komplexer, als es oft klingt. In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Andreas darüber, warum sich seine Agentur bereits 2017 bewusst für Selbstorganisation entschieden hat und was seitdem passiert ist. Ausgangspunkt waren der Wunsch nach mehr Zukunftsfähigkeit, mehr Effektivität und einer spürbaren Entlastung der Führung. Die Hoffnung: klarere Rollen, bessere Entscheidungen und mehr Verantwortung im Team. Im Gespräch wird schnell deutlich, wie groß die Lücke zwischen Ideal und Realität sein kann. Neue Strukturen bringen nicht automatisch Klarheit, sondern oft erst einmal mehr Abstimmung, mehr Komplexität und eine intensive Beschäftigung mit sich selbst. Andreas beschreibt offen, wie schnell Selbstorganisation zur Überforderung werden kann, für Teams genauso wie für die Führung. Ein zentrales Learning ist, dass Selbstorganisation Führung nicht ersetzt, sondern anspruchsvoller macht. Es braucht Klarheit, Entscheidungen und die Fähigkeit, Spannungen auszuhalten, statt sie weichzuzeichnen. Heute arbeitet Stan Hema weiterhin selbstorganisiert, aber deutlich pragmatischer: weniger Konstruktion, mehr Fokus, mehr Raum für gute Arbeit. Warum Selbstorganisation kein Kuschelkurs und kein Allheilmittel ist, sondern ein System, das realistisch gedacht und konsequent geführt werden muss.
#180, Franziska von Lewinski, Managing Partner bei Observatory.31 Mar 202600:48:15
Thema: Wie wird im AI-Century gepitched? „Heute geht es im Pitch nicht nur um Kreation, sondern um das richtige Zusammenspiel von Setup, Steuerung und Kompetenz.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Franziska von Lewinski, Managing Partner bei Observatory, über eine Frage, die in der Agenturwelt gerade noch einmal neu verhandelt wird: Wie wird im AI-Century eigentlich gepitcht? Franziska beschreibt, wie stark sich die Anforderungen auf Kundenseite verschärft haben. Marketing-Verantwortliche müssen mehr integrieren, mehr steuern und zugleich mit begrenzten Ressourcen auskommen. Genau daraus entsteht ein wachsender Druck auf Agenturmodelle, Pitch-Setups und Zusammenarbeit. Im Gespräch geht es darum, warum integrierte Lösungen heute deutlich stärker gefragt sind als noch vor wenigen Jahren, weshalb Bietergemeinschaften an Relevanz gewinnen und warum klassische Rollen wie die der Lead-Agentur neu bewertet werden müssen. Ein zentraler Punkt ist die Frage, was in Pitches heute überhaupt noch funktioniert und was nicht mehr. Franziska macht deutlich, dass gute Pitch-Prozesse kompakt, transparent und präzise sein müssen, mit klaren Kriterien, möglichst wenig Bietern und Aufgaben, die echte Aussagekraft haben, ohne unnötig Ressourcen zu verbrennen. Gleichzeitig zeigt sie, wie wichtig es geworden ist, nicht nur kreative Exzellenz zu beweisen, sondern auch tiefes Verständnis für das Geschäftsmodell der Kunden mitzubringen und daraus tragfähige Lösungen abzuleiten. Auch KI spielt dabei eine neue, sehr konkrete Rolle. Nicht mehr als Buzzword, sondern als echter Differenzierungsfaktor im Pitch. Entscheidend ist aus Franziskas Sicht längst nicht mehr, ob Agenturen KI einsetzen, sondern wie gut sie zeigen können, welchen Mehrwert sie damit für Geschwindigkeit, Qualität und Wirkung auf Kundenseite schaffen. Genau darin liegt ein Teil der neuen Wettbewerbslogik.
#179, Michael Schillinger, CEO von Apollo18 und Apollo GG und Managing Director Sports and Gaming der fischerAppelt AG. 24 Mar 202600:46:59
#179, Michael Schillinger, CEO von Apollo18 und Apollo GG und Managing Director Sports and Gaming der fischerAppelt AG. Thema: Wem gehört die Zukunft des Sportmarketings? „Sportmarketing ist die Disziplin, die Marken glaubwürdig in Kulturen und Communities hineinführt.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Michael Schillinger, CEO von Apollo18 und Apollo GG und Managing Director Sports and Gaming der fischerAppelt AG, über eine Frage, die im Sportmarketing gerade immer relevanter wird: Wem gehört eigentlich die Zukunft dieses Marktes? Michael gibt Einblicke in den Aufbau von Apollo18, von der Gründung im Wohnzimmer bis hin zur internationalen Sportmarketingagentur mit Anbindung an ein großes Agenturnetzwerk. Er beschreibt, warum gerade diese Verbindung aus unternehmerischer Spezialisierung und strukturellem Zugang zu größeren Kunden entscheidend ist, um Sportmarketing weiterzuentwickeln und sichtbarer zu machen. Im Gespräch wird deutlich, warum Sportmarketing heute deutlich mehr ist als klassische Sponsoring-Logik. Es geht um kulturelles Verständnis, um Nähe zu Fans und um die Fähigkeit, Marken glaubwürdig in bestehende Sportökosysteme zu integrieren. Denn wer die Codes nicht versteht, läuft schnell Gefahr, als austauschbar oder opportunistisch wahrgenommen zu werden. Ein zentraler Punkt ist die zunehmende Komplexität des Marktes. Neue Ligen, Plattformen und Formate verändern die Spielregeln grundlegend. Sport verschmilzt immer stärker mit Entertainment, Influencer übernehmen Distributionsrollen und schaffen eigene Ökosysteme, die klassische Strukturen herausfordern. Für Marken entstehen dadurch neue Chancen, aber auch neue Anforderungen an Strategie, Kreation und Umsetzung. Michael zeigt auf, warum Sportmarketing ein hochspezialisiertes Feld ist, das tiefes Verständnis für Business, Kultur und Community erfordert und warum gerade darin eine große Wachstumschance für Agenturen liegt.
Folge #178, Dörte Spengler-Ahrens, Non-Executive Chairwoman bei Jung von Matt17 Mar 202600:48:04
Thema: Kreative Exzellenz in Zeiten von AI „Kreative denken mit dem Herzen. Genau darin liegt ihre Stärke, gerade in Zeiten von KI.“ Was Dörte Spengler-Ahrens, Non-Executive Chairwoman bei Jung von Matt, damit beschreibt, ist der eigentliche Kern der Debatte um Kreativität in Zeiten von KI. Denn je perfekter Bilder, Filme und Stimmungen erzeugt werden können, desto wichtiger wird die Frage, was davon wirklich berührt. Für Dörte liegt genau dort der Unterschied zwischen technologischem Spektakel und kreativer Relevanz. In der neuen Episode von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Dörte darüber, was sich in den letzten zwei Jahren für Kreative tatsächlich verändert hat und was vor allem Lautstärke ist. Es geht um KI als „fleißigsten Praktikanten der Welt“, um neue Freiheiten in der Entwurfsphase und um die Gefahr, dass perfekte Politur plötzlich wichtiger wirkt als die Idee selbst. Ein zentrales Thema ist der Einfluss von KI auf kreative Skills. Dörte macht deutlich, warum Kreative heute beides brauchen: den Mut zum Träumen und die Fähigkeit, neue Tools souverän für sich zu nutzen. Oder anders gesagt: Wenn die KI denkt, muss der Mensch fühlen, überraschen und das Unerwartete schaffen können. Auch der Blick auf Award Shows spielt eine Rolle. Dörte spricht darüber, warum KI-Arbeiten im Moment oft noch an ihrer eigenen Perfektion scheitern, weshalb gesonderte Kategorien aktuell sinnvoll sein können und wo sich echte künstlerische Qualität bereits zeigt – vor allem dort, wo KI nicht alte Logiken imitiert, sondern neue Ausdrucksformen ermöglicht.
Folge #177, Martha Rzeppa, Chief Disruption Officer, TBWA Germany10 Mar 202600:46:57
Folge #177, Martha Rzeppa, Chief Disruption Officer, TBWA Germany. Thema: Wie wir Agenturalltag neu denken. „Manchmal hilft es, das eigene Ego zurückzustellen und zu sagen: Ich weiß nicht alles, lasst uns gemeinsam draufschauen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Martha Rzeppa, Chief Disruption Officer bei TBWA Germany, über eine Frage, die gerade viele umtreibt: Wie sieht ein Agenturalltag aus, der wieder besser funktioniert, für Kundinnen und Kunden genauso wie für Teams? Martha schaut dabei bewusst auf das, was im Alltag wirklich entscheidet. Kleine Veränderungen, die Strukturen lockern, Verantwortung klarer und Zusammenarbeit spürbar einfacher machen. Es geht um Routinen, die zu eng geworden sind, um Silos, die Tempo rausnehmen, und um die Kunst, Dinge auszuprobieren, ohne sofort ein fertiges Zielbild zu brauchen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Beratung. Martha erklärt, warum sie in Deutschland an Einfluss verloren hat, was das mit fehlendem Raum, fehlender Wertschätzung und falschen Erwartungen zu tun hat, und wie man den Weg zurückfindet: mit Haltung, mit proaktivem Denken, mit klarer Kommunikation – auch über Geld – und mit einer Feedbackkultur, die Probleme früh anspricht, statt sie auszusitzen. Auch der Blick auf Organisation und Kultur ist zentral. Martha beschreibt, warum Wandel nicht in einem Extra-Team stattfinden kann, sondern im Kern der Agentur verankert sein muss, in Arbeitsweisen, Entscheidungswegen und im Miteinander. Am Ende geht es um ein Setup, das wieder Raum schafft für gute Arbeit, klare Verantwortung und echte Weiterentwicklung.
Folge #176, Kevin Tiedgen & Markus Frank, Gründer von Tied and Frank 03 Mar 202600:54:04
Folge #176, Kevin Tiedgen & Markus Frank, Gründer von Tied and Frank. Thema: Wie beweisen wir Wirksamkeit im Marketing? „Das bisherige System ist radikal infrage gestellt. Marketing ist relevanter denn je. Aber wie wir es tun, das muss neu beantwortet werden.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Kevin Tiedgen und Markus Frank, den Gründern von Tied and Frank, über eine Frage, die im Marketing gerade alles entscheidet: Wie beweisen wir Wirksamkeit, damit Marketing vom Kostenfaktor zum Wachstumstreiber wird? Im Gespräch geht es darum, warum fragmentierte Kanäle, fehlende Orchestrierung und zu viel operative Reibung nicht nur teuer sind, sondern Wirkung schwer steuerbar machen. Kevin und Markus zeigen, wie Marketing wieder in Business-Logik übersetzt werden kann: mit klaren Zielbildern, messbaren Effekten und einer Steuerung, die Investitionen nachvollziehbar und damit verteidigbar macht. Ein zweiter Schwerpunkt ist Effizienz durch Ordnung im System. Weniger Tools, weniger Reibung, weniger Shadow Work, dafür Workflows, Daten und Verantwortlichkeiten, die zusammenlaufen. So sinken Kosten, Prozesse werden schneller und die Qualität steigt. Daraus entsteht ein neues Modell: ein technologisch orchestriertes Ökosystem aus Spezialistinnen und Spezialisten, das Exzellenz absichert, statt alles intern zu überladen, und Marketing endlich so aufstellt, dass Wirkung sichtbar wird.
#175, Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song24 Feb 202600:52:34
Folge #175, Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song. Thema: Die neuen Kreativen „Ich glaube, Mindset wird wieder viel wichtiger, und das finde ich großartig. Das Mindesthaltbarkeitsdatum von Skillsets ist gerade ungefähr wie bei einer Tüte Milch. Morgen kommt das nächste Tool, übermorgen machen wir wieder was anderes. Dieser Turnaround ist so schnell, dass am Ende das Mindset entscheidet.“ Was Thomas Knüwer, Chief Creative Officer von Accenture Song, damit beschreibt, ist eine grundlegende Verschiebung im Selbstverständnis kreativer Arbeit. Wenn Tools und Produktionsmöglichkeiten immer zugänglicher werden und sich Skills im Wochentakt überholen, reicht es nicht mehr, „nur“ kreativ zu sein. Entscheidend wird, wer einordnet, kuratiert und Wirkung herstellt, für Marken, für Teams und für die Kultur, in der kreative Arbeit entsteht. In der neuen Episode von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Thomas über neue kreative Rollen und darüber, wie sie sich gerade neu sortieren. Es geht um Creative Consultants, die zwischen Business, Technologie und Marke vermitteln, um Inventors, die Ideen erfinden und ihre Stärke mit KI gezielt multiplizieren, und um Tastemakers, die nicht einzelne Assets auswählen, sondern die holistische Stimme einer Marke kuratieren und ihr Richtung geben. Im Zentrum steht die Frage, warum es heute nicht mehr reicht, allein auf handwerkliche Exzellenz zu setzen. Warum Mindset wichtiger wird als Skillset und weshalb kreative Führung bedeutet, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen unterschiedliche Profile wirken und sich weiterentwickeln können. Ein zentrales Thema ist dabei die Rolle von KI. Thomas beschreibt sie als Output-Demokratisierung und warnt zugleich vor dem Shortcut-Denken. Entscheidend ist nicht, ob Technologie genutzt wird, sondern wie bewusst. Responsible AI, kritisches Denken und eine lebendige Feedbackkultur werden zu zentralen Faktoren für kreative Exzellenz.
#174, Anna Lüders, CEO von sasserathNOW.17 Feb 202600:44:49
#174, Anna Lüders, CEO von sasserathNOW. Thema: Was wird bei Markenführung wichtig? „Marke ist nicht Marketingfunktion, sondern die Seele der Organisation, die Identität." In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Anna Lüders, CEO von sasserathNOW, über eine unbequeme Wahrheit: Marken gelten als wichtig, aber sie werden kaum noch als interessant erlebt. Ausgangspunkt ist Annas gemeinsam mit C3 veröffentlichte Markenstudie „From Brand to Being“. Zwei Drittel der Befragten halten Marken für relevant, gleichzeitig fehlt ihnen oft die emotionale Anziehungskraft. Anna ordnet dieses Paradox ein und benennt die Ursachen: ein unscharfes Markenverständnis, die Reduktion von Marke auf Marketing, fehlende Verantwortung auf CEO-Ebene und zu wenig Mut zur Fokussierung. Im Gespräch wird deutlich, warum Markenführung Führungsaufgabe ist. Unternehmensmarke ist nicht Kampagne, sondern Identität. Sie stiftet Orientierung nach innen und Zugehörigkeit nach außen. Statt jedem Trend hinterherzulaufen, plädiert Anna für Klarheit: ein präzises Verständnis von Leistung, Werten und Markenidee und für die Disziplin, daran festzuhalten. Auch Technologie wird kritisch eingeordnet. KI kann Effizienz steigern und Wirkung messbar machen, ersetzt aber weder Haltung noch Einzigartigkeit. Gerade in einer KI-getriebenen Kommunikationswelt wird die menschliche Differenzierung zum entscheidenden Faktor. Diese Episode ist ein Plädoyer für Fokus, für langfristige Markenplattformen und für mehr Selbstbewusstsein in der Branche. Denn wer Einzigartigkeit will, muss bereit sein, Haltung zu zeigen und sie auszuhalten.
#173, Fabio Haebel, Co-Founder von Studio Haebel10 Feb 202600:49:33
#173, Fabio Haebel, Co-Founder von Studio Haebel. Thema: Warum Gastlichkeit ein Business-Hebel ist. "Wir machen gerade Pionierarbeit würde ich sagen. Und die ist sehr anstrengend, weil es wahnsinnig viel Überzeugungskraft braucht." In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Fabio Haebel, Co-Founder von Studio Haebel, über einen ungewöhnlichen Perspektivwechsel: vom Gastraum in die Kreativagentur und darüber, was Agenturen von echter Gastgebertumskultur lernen können. Fabio erzählt, wie aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Koch, Gastronom und Unternehmer die Idee für Studio Haebel entstanden ist. Nicht als klassische Agentur, sondern als Kreativstudio für Hospitality, das Marken, Hotels, Gastronomie und Orte ganzheitlich denkt – von der ersten Idee über Raum, Kulinarik und Storytelling bis zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit. Im Gespräch wird deutlich, warum Hospitality weit mehr ist als Service oder Interior. Fabio beschreibt Gastlichkeit als Gefühl, als Haltung und als präzise gestaltete Experience, die überall wirkt: im Restaurant, im Hotel, im Autohaus oder in der Agentur. Er erklärt, warum Marken zunehmend über Räume, Verweildauer und emotionale Nähe funktionieren und welche Impulse daraus für Agenturen entstehen können. Im Zentrum steht der Transfer: Was bedeutet es, Kundinnen und Kunden nicht nur zu beraten, sondern Gastgeberinnen und Gastgeber zu sein? Wie verändert sich Zusammenarbeit, wenn Aufmerksamkeit, Erinnerung und Leichtigkeit zum festen Bestandteil der eigenen Arbeitsweise werden? Und warum ist Hospitality kein Add-on, sondern ein strategischer Hebel für Beziehung, Vertrauen und Differenzierung?
#172, Jeannette Bohné, Managing Director bei Serviceplan Berlin03 Feb 202600:54:14
#172, Jeannette Bohné, Managing Director bei Serviceplan Berlin. Thema: Wer oder was ist künftig noch ein Kreativer? „Der kreative Anspruch beginnt dort, wo man bereit ist, sich wirklich mit der Welt zu beschäftigen – nicht nur mit der Branche.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Jeannette Bohné, Managing Director bei Serviceplan Berlin, über die Frage, wer oder was künftig eigentlich noch ein Kreativer ist und was das für Agenturen bedeutet. Jeannette ordnet ein, wie sich kreative Rollen gerade verändern, warum klassische Zuschreibungen wie Copy, Art oder Writer zunehmend verschwimmen und weshalb reine Tool-Kompetenz künftig nicht mehr ausreicht. Im Gespräch geht es um echten kreativen Anspruch in Zeiten von KI, um Neugier, Taste und Haltung als zentrale Fähigkeiten und um die Frage, wie kulturelle Relevanz entsteht, ohne sie nur zu behaupten. Im Zentrum steht der Blick nach vorn: Welche Verantwortung haben Agenturen bei Ausbildung und Entwicklung kreativer Talente? Wie offen sind sie wirklich für neue Profile, Hintergründe und Denkweisen? Und wie gelingt es, den kreativen Kern wieder zu schärfen, jenseits von Effizienzlogik, Erwartungsdruck und vorgefertigten Antworten. Diese Episode ist eine Einladung, Kreativität neu zu denken: als Geisteshaltung, als kulturelle Offenheit und als Anspruch, Agenturen wieder zu Orten zu machen, an denen unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen – und daraus wirklich originelle Ideen entstehen.
#171, Dr. Hans Rusinek, Arbeitsforscher an der Universität St. Gallen und Organisationsberater 27 Jan 202600:47:06
Beschreibungstext: Folge #171, Dr. Hans Rusinek, Arbeitsforscher an der Universität St. Gallen und Organisationsberater. Thema: Wie sieht eine gute Leistungskultur aus? „Wir sind so beschäftigt damit, Arbeit zu zeigen, dass wir kaum noch dazu kommen, sie gut zu machen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Dr. Hans Rusinek, Arbeitsforscher an der Universität St. Gallen, über die Frage, wie eine gute Leistungskultur heute aussehen kann – jenseits von Hustle, Buzzwords und kurzfristigen Managementmoden. Hans ordnet ein, warum Arbeit sich gerade spürbar verändert, weshalb viele Organisationen in Krisenzeiten in alte Muster zurückfallen und was dabei verloren geht. Im Gespräch geht es um Meaningful Work jenseits wohlklingender Schlagworte, um Fokus statt Dauerablenkung und um die Frage, warum Sichtbarkeit oft belohnt wird, obwohl sie wenig mit echter Wertschöpfung zu tun hat. Auch der Einfluss von KI auf Leistung, Qualität und Vertrauen spielt eine zentrale Rolle. Im Zentrum steht eine neue Leistungskultur, die Haltung vor Härte stellt: Arbeit, die Konzentration erlaubt, Lernen ermöglicht und Menschen nicht zur permanenten Selbstinszenierung zwingt. Hans zeigt, wie Sinn, Wirtschaftlichkeit und Humanität zusammengehen können – und warum gute Führung weniger mit Blaupausen zu tun hat als mit Zuhören, Reflexion und der Bereitschaft, eigene Überzeugungen weiterzuentwickeln. Diese Episode bietet keine schnellen Lösungen aber eine fundierte Einordnung für alle, die Arbeit neu denken wollen: ruhiger, ehrlicher und mit dem Anspruch, Leistung wieder möglich zu machen, statt sie nur zu simulieren.
#170, Dominic Czaja, Gründer und CEO von DOJO.20 Jan 202600:38:34
Beschreibungstext: Folge #170, Dominic Czaja, Gründer und CEO von DOJO. Thema: Wie sieht eine Anti-Agentur-DNA aus? „Wir haben Agentur von Anfang an in Anführungszeichen geschrieben, um uns offen zu halten, was wir überhaupt sein wollen.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Dominic Czaja, Gründer und CEO von DOJO, über die Frage, wie eine echte Anti-Agentur-DNA entsteht und warum sie sich nicht planen lässt. Dominic erzählt, warum DOJO nie „Kind der Branche“ war, weshalb sie von Anfang an lieber Ideen verfolgt haben als klassischen Agenturregeln zu folgen und wie aus dieser Haltung ein ganzes kulturelles Ökosystem entstanden ist: von Pop-Kampagnen über Filmproduktion, Musiklabel und Mode bis hin zu sozialem Engagement. Im Gespräch geht es um Popkultur als ernstzunehmende Quelle für Kreation, um Provokation mit Haltung und um die bewusste Entscheidung, Dinge auch wieder zu beenden, wenn ihre Zeit vorbei ist. Ein zentrales Thema: Führung jenseits klassischer Agenturlogik. Dominic beschreibt, warum Menschlichkeit, Vertrauen und Leichtigkeit für DOJO keine weichen Faktoren sind, sondern harte Wettbewerbsvorteile und weshalb wirtschaftlicher Erfolg und kreative Freiheit nur dann zusammengehen, wenn man nicht jedem Größenwachstum, jedem Etat und jeder Opportunität hinterherrennt. Diese Episode zeigt, warum Anti-Agentur nicht heißt, gegen alles zu sein, sondern für etwas zu stehen: für Ideen vor Strukturen, für Kultur vor Kalkül und für den Mut, sich nicht zu sehr mit der Branche zu beschäftigen, um relevant zu bleiben.
#169 Paul Hoeser, Bereichsleiter Direkt & Online-Marketing bei ERGO 13 Jan 202600:54:37
Beschreibungstext: Folge #169, Paul Höser, Bereichsleiter Direkt & Online-Marketing bei ERGO. Thema: Wie führt man Marken full-funnel? „Wir machen ein ausgezeichnetes Awareness-Marketing und haben eine starke Marke, aber wir müssen mehr in die Mitte der Customer Journey investieren, in die Phasen, in denen es darum geht, Vertrauen aufzubauen und den Schritt zum Abschluss zu erleichtern.“ In der neuen Episode von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Paul Höser, Bereichsleiter Direkt & Online-Marketing bei der ERGO Group AG, über die Herausforderungen, die der technologische Wandel für Markenführung und Marketingstrategien mit sich bringt. Paul macht deutlich, wie entscheidend die enge Verzahnung von Brand- und Performance-Marketing heute ist – insbesondere mit Blick auf eine bislang oft unterschätzte, aber hochpotenzialträchtige Consideration-Phase in der Customer Journey. Im Gespräch geht es darum, wie ERGO genau hier ansetzt, um den Full-Funnel-Ansatz strategisch weiterzuentwickeln. Darauf aufbauend gibt er Einblicke in ihren Generative Engine Optimization Ansatz und zeigt, warum technologische Exzellenz allein nicht reicht: Markenidentität und Vertrauen werden gerade im KI-getriebenen Umfeld zum zentralen Differenzierungsfaktor. Diese Episode zeigt, wie Markenführung im digitalen Zeitalter neu gedacht werden muss und wie Agenturen als Partner in diesem Wandel eine zentrale Rolle spielen können. Sie sind nicht länger nur Dienstleister, sondern müssen als Partner agieren, die kreative und technologische Expertise vereinen. Und ganz wichtig: dabei dem Kunden v.a. in KI immer einen Schritte voraus sein.
#168, Leonie Schüssler & Siyamak Jung, Co-Founder The Fritten06 Jan 202600:56:10
"Es ist eine Krankheit der Branche, zu versuchen, alle komplexen Themen, immer in so ein 20, 30 Jahre altes Framework reinzupressen. Davon wollen wir uns künftig frei machen.“ In der neuen Folge #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Leonie Schüssler und Siyamak Jung – die gemeinsam mit Niels Verlemann The Fritten gegründet haben – über den Weg von der Agentur zur Kreativberatung und darüber, warum die Branche dringend einen Realitätscheck braucht. Leonie und Siyamak haben klassische Agenturstrukturen bewusst hinter sich gelassen. Zu oft, sagen sie, werden komplexe Herausforderungen in veraltete Modelle gepresst, statt echte Chancen herauszuarbeiten. Ihr Ansatz beginnt früher: zuhören, verstehen, und Hebel finden, noch bevor ein Briefing überhaupt existiert. Kreativität sehen sie nicht als Endprodukt, sondern als wirtschaftlichen Faktor, der Wachstum, Relevanz und Zukunftsfähigkeit beeinflussen kann. Sie sprechen darüber, warum viele Agenturen ihre Beratungs- und Challenger-Rolle verloren haben. Für die beiden entsteht echte Wirkung dort, wo man den Kern eines Problems versteht, nicht dort, wo man bereits in Formaten denkt. Und sie machen klar, dass Kreativität mehr sein kann als Kommunikation: ein Werkzeug, das Geschäftsmodelle hinterfragt, Produkte weiterdenkt und Organisationen bewegt. Diese Folge ist ein Blick auf eine Branche zwischen Anspruch und Realität und ein Plädoyer für Kreativität, die nicht erst am Ende kommt, sondern den Anfang macht.
#167, Fabian Frese & Steven Gätjen, Co-Founder von TUMULT Creative Studios16 Dec 202500:57:24
Es heißt immer, die Aufmerksamkeitsspanne geht so zurück, gerade bei Gen Z. Aber da fragt man sich: ja gut, bei was sollen sie denn bitte aufmerksam sein, wenn man sich anguckt, was da so produziert wird.“ Diese Aussage bringt für Fabian Frese und Steven Gätjen, Co-Founder von TUMULT Creative Studios, den Kern eines Problems, das Kreative wie Sender und Marken gleichermaßen betrifft, auf den Punkt: Wir reden ständig über sinkende Aufmerksamkeitsspannen aber kaum darüber längst nicht mehr gut genug zu sein, um überhaupt Aufmerksamkeit zu verdienen. Gerade Werbung hat verlernt, relevant zu sein. Sie unterhält nicht, sie überrascht nicht, sie zieht niemanden in ihren Bann. Da darf sich niemand wundern, wenn Publikum, Wirkung und Relevanz endgültig wegbrechen. In der neuen Folge von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Fabian und Steven darüber, warum sie TUMULT Creativ Studios gegründet haben und weshalb der Weg hinaus aus der klassischen Agenturlogik längst überfällig war. Für sie beginnt das kreative Produkt von morgen nicht bei der Laufzeit oder dem Format, sondern beim Anspruch, Dinge zu machen, die Menschen wirklich sehen wollen. Zwischen Werberoutine und Entertainment-Denke entsteht ein Raum, in dem Marke, Story und Publikum wieder zusammenfinden sollen. Die beiden erzählen, wie ihre unterschiedlichen Hintergründe sich gegenseitig befeuern: Fabians Blick auf „relevantes Erzählen“ trifft auf Stevens Erfahrung mit Formaten, die nur funktionieren, wenn man ihnen Zeit, Mut und Entwicklung zugesteht. Sie sprechen über Learnings aus über 25 Jahren Entertainment und Werbung, über Risikobereitschaft, über Trends, die sich totlaufen, und darüber, warum Deutschland oft an der eigenen Vorsicht scheitert.
#166, Benjamin Minack, Gründer und CEO von ressourcenmangel09 Dec 202500:54:00
“Größe ist vielleicht nicht mehr FTE, sondern Größe ist vielleicht eher intellektuelle Kapazität, also der aufaddierte IQ und Erfahrungskoeffizient der Agentur.” In der neuen Folge #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Benjamin Minack, Gründer und CEO von ressourcenmangel, über die tektonischen Verschiebungen im Agenturmarkt und darüber, warum viele Modelle unter dem Druck von Kapital, Technologie und neuen Kundenerwartungen an ihre Grenzen stoßen. Benjamin beschreibt, wie Konzentration und Konsolidierung die Branche neu sortieren: nicht ausschließlich als Krisensymptom, sondern als logische Folge eines Marktzyklus, der sich seit vielen Jahren abzeichnet, geprägt von technologischem Wandel, Überangebot und neuen wirtschaftlichen Logiken. Er erklärt, warum viele Kunden Agenturen in bestimmten Bereichen eingeholt haben, gleichzeitig aber die Fähigkeit verlieren, die fragmentierte Kommunikationswelt selbst zu orchestrieren. Genau daraus entsteht ein wachsender Bedarf: Beraterinnen und Berater als „Proxies“ – nah an der Kundenorganisation, aber bewusst unabhängig, die übersetzen, priorisieren und integrieren können, ohne Teil des Systems zu werden. Er spricht über neue Wettbewerbsregeln, über den Verlust strategischer Stärke in vielen Unternehmen und darüber, warum Orientierung, Urteilskraft und Kontextwissen zum neuen „Gold-Standard“ werden – weit relevanter als Produktionskapazität. Diese Episode ist ein realistischer Blick auf eine Branche unter Druck und ein Aufruf, die eigene Rolle neu zu definieren.
Folge #165, Daniel Pannrucker, Partner von Lama Partners02 Dec 202500:58:46
„Es gibt zwei Lager von Agenturen: die, die kämpfen, und die, die völlig entspannt wachsen.“ In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Daniel Pannrucker, Partner von Lama Partners, über den Strukturbruch der Agenturbranche und darüber, warum viele Agenturen im alten Systemdenken feststecken, während andere längst in einer neuen Logik operieren. Daniel hat in den letzten Jahren hunderte Agenturen analysiert und sieht klare Muster: Firmen, die Prozesse standardisieren, Systemintelligenz aufbauen und klar wissen, wofür sie stehen, entwickeln eine strategische Stärke, die vielen klassischen Modellen abhandengekommen ist. Während manche sich noch über Krisen beklagen, wachsen andere still und effizient – mit klaren Prozessen, digitaler Infrastruktur und einer Kultur, die Menschen befähigt, in ihrer Exzellenz zu arbeiten. Er spricht über den Wert von Haltung und Klarheit, über die Frage, warum Kreativität Struktur braucht und warum die Trennung zwischen Idee, Menschen und Systemlogik ein Denkfehler ist. Es geht darum, warum Merger of Equals eine echte Chance für zukunftsfähige Modelle sind und weshalb Agenturen wieder langfristiger denken müssen – nicht nur in Projekten, sondern in Plattformen, Leitfäden und IP. Diese Folge ist ein präziser Blick auf eine Branche im Wandel. Und ein Appell, sich von romantischen Selbstbildern zu lösen und stattdessen das zu bauen, was wirklich trägt: klare Modelle, effiziente Systeme und kreative Arbeit, die Wirkung zeigt.
#164: Till Eckel, CEO & Co-Founder twentyrising18 Nov 202500:55:39
„Richtig kann jeder und verrückt auch. Beides zusammen – richtig und verrückt – dann wird’s geil.“ In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Till Eckel, CEO und Co-Founder von twentyrising, über das, was Agenturen heute wirklich ausmacht: Anspruch, Kultur und die Suche nach dem Besonderen. Till gründete twentyrising aus der Überzeugung, dass Kreativität nur dort entstehen kann, wo Vertrauen, Klarheit und ein greifbares Konzept zusammenkommen. Statt lauter, schneller, größer zu werden, geht es ihm um Tiefe – um Substanz statt Inszenierung. Besonders ist für ihn keine Ausnahme, sondern der Maßstab für gute Arbeit. Er spricht über die Realität des Gründens, über Kultur als System, das Sicherheit für kreative Freiheit schafft und über die Verantwortung, nicht jedem Trend hinterherzulaufen. Till erklärt, warum Pitches Grenzen brauchen, weshalb gute Ideen ehrlich begründet sein müssen und warum Werbung wieder unterhaltsam und menschlicher werden muss, um wirklich relevant zu bleiben. Diese Folge ist ein ehrlicher Blick auf die Verbindung von Vision und Umsetzung, auf den Mut, sich nicht jedem Trend zu beugen und sich stattdessen auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: besondere Ideen, die bleiben.
#163, Will Rolls, Agency Partner Effectiveness bei Meta Hamburg 04 Nov 202500:51:59
„Das ist ein dirty little secret in der Branche: Manchmal hat man eine Kampagne und merkt, dass sie irgendwie was bewirkt hat. Dann denkt man, toll, wir schreiben jetzt eine Effie-Einreichung. Und dann muss man manchmal erst die Zielsetzung erfinden." Was provokant klingt, beschreibt für Will Rolls, Agency Partner Effectiveness bei Meta Hamburg, eine Schwachstelle vieler Kampagnen: viele Metriken, aber echter Markenimpact ist schwierig zu definieren. Entscheidend ist für ihn die Unterscheidung zwischen korrelativen und kausativen Erfolgsbeweisen. Während Click-Through-Rates oder View-Through-Rates oft nicht mehr als Vanity-Metriken sind, zeigen Brand-Lift-Studien, welchen Wert Kommunikation tatsächlich stiftet. Der Kern des Problems liegt für ihn nicht in der Produktion, sondern viel früher: Bei den Zielen, die Marketingverantwortliche definieren. In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht er mit Kim Alexandra Notz außerdem darüber, warum die Debatte um Mark Zuckerbergs angeblichen „Krieg gegen Agenturen“ an der Sache vorbeigeht. Für Rolls ging es dabei nie um eine Schwächung der Branche, sondern um zugänglichere Werbung für alle: Denn mit kleinem Budget sollen künftig auch kleine Unternehmen KI-gestützte Kampagnen starten können. Für Agenturen ergibt sich daraus eine klare Aufgabe: Sie müssen beweisen, welchen Premium-Mehrwert sie liefern, durch differenzierende Ideen, strategische Steuerung und Creative Diversification. Rolls, der zuvor als Planning Director bei Grabarz & Partner und Digitas LBI arbeitete, plädiert zudem für ein Umdenken: Die Trennung von Media- und Kreativagenturen sei eine „Sünde“, echte Wirkung entstehe nur durch integrierte Zusammenarbeit. Diese Folge ist damit weit mehr als ein Blick auf Kennzahlen. Sie ist ein Aufruf, Effektivität neu zu definieren und das Selbstverständnis von Agenturen im KI-Zeitalter zu schärfen.
#162 Christian Underwood, CEO & Co-Founder StrategyFrame.AI21 Oct 202501:04:55
„Bevor wir über Disruption reden, sollten wir erst einmal das, was wir im Kerngeschäft tun, richtig gut machen. Denn wir brauchen das Geld, um die Disruption überhaupt finanzieren zu können – sie kommt nicht über Nacht. Auch bei uns hat es ein paar Tage gedauert, bis das Modell stand. Dafür braucht man einen langen Atem, auch finanziell.“ In der neuen Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit Christian Underwood, CEO und Co-Founder der Strategieberatung StrategyFrame.AI, über den Mut, aus Krisen Neues zu schaffen – und warum Schmerz oft der beste Antrieb für Veränderung ist. Christian hat sein eigenes Geschäftsmodell radikal umgebaut, als er unternehmerisch, bedingt durch die Corona-Krise, mit dem Rücken zur Wand stand: weg vom projektbasierten People-Business, hin zu einem agent-basierten, skalierbaren Workflow mit 47 KI-Agents, Software first und Coaching on demand. Damit stellt er die klassische Strategieberatung auf den Kopf. So sehr, dass das Handelsblatt titelte: „Der Mann, der mit seiner KI-Beratung McKinsey & Co. herausfordert.“ Im Gespräch wird klar: Underwood geht es nicht um Disruption um ihrer selbst willen, sondern um unternehmerische Klarheit. Wer Transformation ernst meint, muss zunächst das Kerngeschäft stabil und profitabel aufstellen. Und Strategie nicht als gelegentliche Übung verstehen, sondern als festen Bestandteil des Unternehmensrhythmus. Diese Folge ist ein Plädoyer für unternehmerische Resilienz, datenbasierte Klarheit und den Mut, Geschäftsmodelle neu zu denken, gerade dann, wenn der Druck am größten ist.
#161 mit Bettina Prange, Chief Talent Officer DACH von Publicis Groupe07 Oct 202501:06:53
„Die Branche hat kein Talentproblem, sondern ein Strukturproblem. Die Herausforderung ist nicht, dass wir keine Talente haben. Wir haben sie - generationsübergreifend hinweg. Aber in Zeiten von KI müssen wir umdenken und sie anders einsetzen. Dabei ist besonders die Führungskraft, aber auch HR gefragt.“ Bettina Prange widerspricht dem Branchenmantra vom angeblichen ‚War for Talent‘. Für die Chief Talent Officer DACH der Publicis Groupe liegt die eigentliche Schwäche nicht bei den Bewerber*innen, sondern in den Organisationen selbst. In dieser Folge von #WhatsNextAgencies spricht Kim Alexandra Notz mit ihr über eine Talentstrategie, die mehr Mut und weniger Schlagworte braucht: Warum Publicis zu lange zu viel von außen geholt hat und jetzt konsequent auf die Entwicklung von Junioren setzt. Weshalb KI keine Jobs ersetzt, sondern neue Berufsbilder schafft. Und warum die Branche Talente verliert, weil sie deren Fähigkeiten nicht erkennt. Denn vielleicht können Junior*innen nur nichts, was wir bewerten können, weil wir’s selbst nie gelernt haben. Bettina macht klar: Kultur entsteht nicht im Homeoffice. Führung heißt, Verantwortung zu übernehmen, Strukturen zu ändern und Feedback zu geben, auch wenn das weh tut. Ein Gespräch über Nachwuchs und Führung, über Generationskonflikte und neue Kompetenzen und über den Mut, Talentmanagement nicht als HR-Tool, sondern als Haltung zu begreifen.
#160 mit Uli Lützenkirchen, ECD von DDB Germany23 Sep 202500:55:06
„Mein erster Schock zurück in Deutschland war: Nach zehn Jahren Ausland bekomme ich wieder ein Briefing für einen 45-Sekünder.“ Was überraschend klingt, beschreibt für Uli Lützenkirchen, Executive Creative Director bei DDB Germany, vor allem den Kontrast zwischen internationalen Erfahrungen und vertrauten Routinen. Wer in Amsterdam, Madrid, London, Los Angeles und San Francisco gearbeitet hat, erlebt, wie unterschiedlich Kulturen Kreativität prägen: In Amsterdam ging es um „Big Ideas“ im Schmelztiegel globaler Talente, in Spanien um Sprache und Emotion, in den USA darum, Werbung direkt in Popkultur zu übersetzen. Zurück in Deutschland trifft er auf Briefings, die oft klassischer ausfallen – und die Frage aufwerfen, wie mutig wir neue Formate und Ansätze denken. In der neuen Folge von #WhatsNextCreatives sprechen Kim Alexandra Notz und Bärbel Egli-Unckrich mit Lützenkirchen über das, was er aus über 25 Jahren in unterschiedlichen Märkten mitgebracht hat: Neugier, kulturelle Intelligenz und die Bereitschaft, Strukturen zu hinterfragen. Er beschreibt, wie selbstverständlich Project Management und Creative Strategy andernorts verankert sind – und warum Agenturen hierzulande stärker lernen müssen, Kund:innen herauszufordern. Ein zentrales Thema ist für ihn das Mentoring. Lützenkirchen erzählt von Führungskräften, die sich Zeit nahmen, Texte Wort für Wort durchzugehen, und von seiner eigenen Rolle, jungen Kreativen den Rücken freizuhalten. Für ihn bedeutet Leadership nicht dominieren, sondern ermöglichen. Diese Folge ist damit weit mehr als ein Rückblick auf internationale Karrierestationen. Sie ist eine ehrliche Bestandsaufnahme der Branche und eine Einladung, Kreativität und Führung neu zu denken.
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