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Explore every episode of the podcast WEICHENSTELLER | Der DB Leadership Podcast

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Folge 4 mit Gerd Gigerenzer: Mut zur Intuition | Verantwortung ĂŒbernehmen statt Entscheidungen absichern26 Apr 202600:17:36
In großen Organisationen werden Entscheidungen hĂ€ufig defensiv getroffen. Nicht, weil sie die beste Option sind, sondern weil sie die eigene Verantwortung minimieren. Der Psychologe Gerd Gigerenzer erklĂ€rt, wie eine solche Risiko- und Fehlerkultur entsteht und was FĂŒhrungskrĂ€fte konkret tun können, um wieder handlungsfĂ€hig zu werden, wenn Fakten uneindeutig sind und die Zukunft ungewiss erscheint. Im Mittelpunkt steht die Intuition als erfahrungsbasiertes Wissen als auch der Wechsel von einer BegrĂŒndungs- zu einer Leistungskultur. Einfache, aber wirksame Regeln wie „erst zuhören, dann sprechen“ können dabei eine große Wirkung entfalten. Außerdem erlĂ€utert er, warum sogenannte Non-Konformisten Teams vor falschen Entscheidungen schĂŒtzen können und wie eine positive Fehlerkultur etabliert werden kann.
Folge 3 mit Klaus Eidenschink: Konflikte verstehen statt kontrollieren | Warum "lösen" selten funktioniert26 Apr 202600:14:46
Viele FĂŒhrungskrĂ€fte wollen Konflikte steuern oder lösen, doch Klaus Eidenschink hĂ€lt genau diese Kontrollidee fĂŒr eine Illusion. Der Organisationsberater beschreibt Konflikte als komplexe soziale Systeme, die Menschen schnell „am Wickel“ haben, weil unangenehme GefĂŒhle nach schnellen Lösungen verlangen und der Impuls entsteht, das GegenĂŒber verĂ€ndern zu wollen. So stabilisiert sich der Konflikt, weil beide Seiten sich wechselseitig verneinen und es am Ende oft mehr ums Gewinnen geht als um die KlĂ€rung. Klaus Eidenschink zeigt, warum Konflikte wichtig sind, weil sie Kooperation ermöglichen und Organisationen ohne Konflikte nicht funktionieren wĂŒrden. Er erklĂ€rt, was FĂŒhrung tun kann, um produktive Entwicklungen wahrscheinlicher zu machen, und warum es dafĂŒr eine gute innere Landkarte braucht. Am Ende ist vor allem eine SchlĂŒsselkompetenz entscheidend – verlieren zu können, ohne die Beziehung zu zerstören.
Folge 2 mit Carlo Masala: Strategie im Dauerkrisenmodus | KomplexitÀt reduzieren, handlungsfÀhig bleiben26 Apr 202600:17:42
Wie treffen FĂŒhrungskrĂ€fte gute Entscheidungen, wenn sich die Rahmenbedingungen stĂ€ndig Ă€ndern und Planungssicherheit zur Ausnahme wird? Der Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte Carlo Masala erklĂ€rt, warum Strategie in solchen Lagen vor allem bedeutet, KomplexitĂ€t zu reduzieren und die entscheidenden Faktoren klar zu priorisieren. Er macht deutlich, dass es keine Entscheidung ohne Restrisiko gibt und dass der Versuch, Risiken auf null zu senken, am Ende oft jede klare Strategie verhindert. Statt des perfekten Plans empfiehlt er einen robusten Ansatz, der Anpassungen mitdenkt und immer einen Plan B bereithĂ€lt. Masala plĂ€diert dafĂŒr, Worst-Case-Szenarien wieder ernst zu nehmen, weil extreme Ereignisse hĂ€ufiger auftreten, als viele Organisationen lange angenommen haben. Er spricht außerdem ĂŒber den Preis von Konsens, ĂŒber den Nutzen kritischer „Red Teams“ und ĂŒber VerĂ€nderung in Großorganisationen, die nur gelingt, wenn sie auf allen Ebenen vorgelebt wird und einen langen Atem hat.
Folge 1 mit Frauke von Polier: Vom Warum zur Wirkung | Wie Transformation in Großorganisationen gelingt21 Apr 202600:15:19
Wie gelingt Transformation in einem Konzern, wenn VerĂ€nderung nicht nur geplant, sondern auch gelebt werden muss? Frauke von Polier beschreibt aus ihrer Erfahrung als bisherige PersonalvorstĂ€ndin und kĂŒnftig verantwortlich fĂŒr die KI-Transformation der Viessmann Generations Group vier Voraussetzungen, die Transformationen erfĂŒllen mĂŒssen. Sie zeigt, warum ein ĂŒberzeugendes Wozu mehr sein muss als einfache Wachstumsversprechen und wie gute FĂŒhrung eine RealitĂ€t entwerfen kann, die es so noch nicht gibt. Sie erklĂ€rt, wie Vorbilder und konkrete Geschichten Orientierung geben und wie Enablement Menschen Schritt fĂŒr Schritt befĂ€higt, statt sie ĂŒber eine zu hoch gelegte Latte springen zu lassen. Sie macht deutlich, dass Kultur nur dann entwickelt, wenn sich auch Governance, Routinen und das Operating Model verĂ€ndern und Kontrolle bewusst abgegeben wird. Widerstand bewertet sie als Energie, die in einen offenen Diskurs gehört, damit Kritik nicht in die KaffeekĂŒche ausweicht. Echte Vorbildwirkung beginnt dabei mit Selbstkenntnis.
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