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Explore every episode of the podcast Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg
Dive into the complete episode list for Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| #339 Bedrohungen für die europäische Sicherheit | 03 Jun 2026 | 02:05:47 | |
In dieser Folge von "Was tun, Herr General?" hören Sie eine Diskussion von der Jahreskonferenz des Wissenschaftlichen Forums für Internationale Sicherheit. Beteiligt war auch der ehemalige Nato-General Erhard Bühler. Im Zentrum stand die Frage, vor welchen Bedrohungen wir derzeit in Deutschland und Europa stehen. Wie ist mit Russland umzugehen? Wie sind die Europäer auf künftige mögliche Konflikte vorbereitet? Bühler sagt, die aktuelle Lage sei viel schwieriger und komplizierter als im Kalten Krieg. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 4. Juni 2026 geplant, dann hören Sie eine weitere Diskussion von der besagten Jahreskonferenz. Die nächste reguläre Folge von "Was tun, Herr General?" wird voraussichtlich am 9. Juni 2026 veröffentlicht. | |||
| #338 Warnung an Belarus und der Krisenherd Balkan | 28 May 2026 | 00:38:48 | |
Welche Rolle spielt Belarus im Ukraine-Krieg – und droht von dort ein neuer Angriff? In dieser Folge ordnet Ex-NATO-General Erhard Bühler die militärische Lage ein. Sein Fazit: Ein Vorstoß wie zu Beginn des Krieges 2022 sei heute kaum noch möglich. Dennoch bleibe Belarus ein wichtiger Faktor, politisch wie strategisch.
Im zweiten Teil von "Was tun, Herr General?" richtet sich der Blick auf den Balkan: Warum kündigt der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, seinen Rückzug an? Und was sagt das über die Stabilität der Region aus? Bühler erklärt die Macht dieses Amtes, die Spannungen zwischen den Volksgruppen – und warum internationale Interessen, auch wirtschaftlicher Natur, die Lage zusätzlich verkomplizieren.
Ein Podcast-Tipp: Politikum https://www.ardsounds.de/sendung/politikum-der-meinungspodcast-von-wdr-5/urn:ard:show:718464ba4284b268/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 03. Juni 2026 geplant. | |||
| #329 Die beeindruckende Resilienz der ukrainischen Bevölkerung | 29 Apr 2026 | 00:34:38 | |
In dieser Folge ist erneut der Unfallchirurg Bastian Veigel zu Gast. Er organisiert medizinische Hilfe für die Ukraine und war vor Kurzem wieder mehrere Wochen dort, um in einem Krankenhaus bei Pokrowsk verletzte Zivilisten und Soldaten zu behandeln. Veigel berichtet, wie die Menschen in Frontnähe leben und wie allgegenwärtig Drohnen sind. Viele der Verletzungen, die er behandelt habe, seien die Folge von Angriffen mit russischen FPV-Drohnen gewesen. Außerdem erzählt Veigel, wie er einen nächtlichen Drohnenangriff auf Charkiw miterlebt hat. Was besonders bewegend sei: Wie resilient die ukrainische Bevölkerung mit dieser Situation umgehe. Jeden Tag lebten die Menschen mit dieser existenziellen Bedrohung durch Drohnen. Ständig seien Artillerie, Luftabwehr und Drohnen zu hören. "Der Krieg ist immer da, sie hören den Krieg die ganze Zeit", so Veigel. Wie die Menschen damit umgingen, sei beeindruckend, so der Unfallchirurg.
Wer für das Projekt von Bastian Veigel spenden will oder sonstige Fragen hat, kann ihn unter dieser Mailadresse erreichen: b-veigel@web.de Host Tim Deisinger bespricht mit dem ehemaligen Nato-General Erhard Bühler außerdem die aktuelle militärische Lage im Ukraine-Krieg: "Die angekündigte russische Frühjahrs- und Sommeroffensive hat nach wie vor keine Fahrt aufgenommen", analysiert Bühler. Die Front sei aus strategischer Sicht starr und unbeweglich. Kämpfe und kleinere Geländegewinne auf beiden Seiten gebe es viele, aber keine größeren Bewegungen. Ein kurzer Blick geht auch zum Iran-Krieg. Die Waffenruhe ist dort verlängert worden. Darüber hinaus gibt es wenig Neues. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. April 2026 geplant. | |||
| #239 Nordkoreanische Soldaten für Putins Krieg? | 23 Oct 2024 | 01:07:56 | |
Derzeit verdichten sich die Meldungen, dass nordkoreanische Soldaten nach Russland verlegt worden sind. Perspektivisch könnten es mehr als 10.000 Soldaten werden, so die Berichte. Sollen sie für Russland in der Ukraine kämpfen? Ex-Nato-General Erhard Bühler hält das für möglich. Noch wisse man aber zu wenig. In jedem Fall seien die Entwicklungen besorgniserregend.
Außerdem geht es um den "Siegesplan" des ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Es ist eine Art Roadmap der Ukraine in Richtung eines Friedens, der den Fortbestand des Landes sichern soll. Punkte darin sind unter anderem: eine Nato-Beitrittsperspektive, die Stärkung der militärischen Fähigkeiten der Ukraine, der Wegfall der Auflagen für die vom Westen gelieferten Waffen und die gemeinsame Nutzung von ukrainischen Bodenschätzen. Bühler analysiert den Plan und erklärt, wo er zustimmt und wo nicht. Die militärische Lage im Ukraine-Krieg: Bei Kursk haben die Ukrainer einen Teil des Gebiets verloren, das sie in Russland erobert hatten. Die Lage dort ist laut Bühler für die ukrainische Armee nicht einfach. Im Donbass steht die Ukraine weiter unter Druck, es gibt kleinere Geländegewinne seitens Russlands. Weitere Themen: Ein aufschlussreiches Spiegel-Interview mit dem europäischen Oberbefehlshaber der Nato, US-General Cavoli, und dem Generalinspekteur der Bundeswehr Breuer + Die Einweihung des Marinehauptquartiers in Rostock, das künftig die Aktivitäten der Nato in der Ostsee koordinieren soll Link: Bühler-Interview mit der NZZ - https://www.nzz.ch/international/krieg-in-deutschland-ex-general-sieht-europas-sicherheit-bedroht-ld.1853105 Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. Oktober 2024 geplant. | |||
| #238 Mit Selenskyjs "Siegesplan" zur NATO-Mitgliedschaft? | 15 Oct 2024 | 01:02:52 | |
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist vergangene Woche quer durch Europa gereist. Er hat dem Westen seinen "Siegesplan" vorgestellt. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt im Gespräch mit Host Tim Deisinger, was dazu bekannt ist. Er bezieht sich dabei auf ein Interview in der "Welt" mit Mychajlo Podoljak, einem Berater Selenskyjs. Öffentlich ist der Plan des ukrainischen Präsidenten noch nicht. Bühler hat dafür Verständnis. Vieles werde sonst vorab zerredet. Man müsse Vertrauen haben, dass es in die richtige Richtung gehe. Weiteres Thema sind Aussagen des vor kurzem abgelösten Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu einer Nato-Mitgliedschaft der Ukraine.
Zur aktuellen Lage erklärt Bühler, dass es keine grundsätzlichen Veränderungen gebe. Die Ukraine verzögere und verteidige entlang der Frontlinie. Die Russen griffen mit Schwerpunkt im Donbass an, versuchten aber auch, die Ukrainer aus dem Gebiet Kursk zu vertreiben. Im zweiten Teil beantwortet Bühler außerdem Fragen von Hörerinnen und Hörern. Es geht um Proliferation von Kernwaffen, um verpasste Chancen bei Waffenlieferungen an die Ukraine, oder darum wie zuverlässig die USA mit ihren Verbündeten umgehen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. Oktober 2024 geplant. | |||
| #237 Fahnenflüchtig – Desertationen in der ukrainischen Armee | 09 Oct 2024 | 01:16:31 | |
In dieser Folge geht es um Desertationen in der ukrainischen Armee. Anlass ist, dass ein bekannter ukrainischer Blogger und Soldat angekündigt hat, Fahnenflucht zu begehen. Aus Protest unter anderem wegen dem Personalmangel in der ukrainischen Armee. Host Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler sprechen darüber, wie groß das Problem der ukrainischen Armee mit Fahnenflucht ist und was das für Auswirkungen auf ihre Erfolgschancen im Krieg gegen Russland hat.
Außerdem geht es um drei Politiker, die sich für eine diplomatische Lösung des Ukraine-Kriegs starkmachen. In einem gemeinsamen Artikel haben die Ministerpräsidenten von Sachsen und Brandenburg, Kretschmer (CDU) und Woidke (SPD), sowie der Thüringer CDU-Vorsitzende Voigt eine internationale Allianz gefordert, die Russland an den Verhandlungstisch bringen soll. Deutschland solle sich diplomatisch mehr einbringen. Veröffentlicht haben sie den Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Reaktionen waren teils positiv, teils sehr kritisch. Von einer Anbiederung an das BSW von Sahra Wagenknecht war die Rede. Im Podcast erklärt Ex-Nato-General Erhard Bühler, wo er mit den Argumenten der drei Politiker mitgeht und wo nicht. Die aktuelle militärische Lage: Es gibt heftige Kämpfe an zahlreichen Frontabschnitten. Die ukrainische Armee spricht von einer dreistelligen Zahl russischer Angriffe pro Tag. Neue Entwicklungen gibt es bei Kursk, Kupjansk, Pokrowsk und Saporischschja. Weitere Themen: Stärken und Schwächen der russischen und der ukrainischen Armee + Wie viel Geld die Nato von Deutschland künftig haben will Podcast-Tipp: Wendehausen – Heimat im Todesstreifen https://1.ard.de/wendehausen Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 15. Oktober 2024 geplant. | |||
| #236 Flächenbrand im Nahen Osten? | 04 Oct 2024 | 01:20:10 | |
Neben dem Ukraine-Krieg bewegt die Menschen in Deutschland derzeit auch die Entwicklung im Nahen Osten. Dort ist die Lage in den vergangenen Wochen Stück für Stück eskaliert. Neben dem Gaza-Krieg ist nun auch die Lage im Libanon im Fokus. Israel hat eine Bodenoffensive in den Süden des Landes hinein gestartet. Der Iran hat zahlreiche Raketen auf Israel abgefeuert. Die Antwort steht noch aus. Der Region droht ein Flächenbrand, sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler im Podcast. Das hätte weitreichende Folgen, für die Region, für die internationale Lage, für Deutschland – ja selbst für den Ukraine-Krieg. Bühler erklärt mit Blick auf die Lage im Nahen Osten auch, wie er die Tötung des Hisbollah-Chef Nasrallah durch Israel bewertet.
Im Ukraine-Krieg gibt es neue Entwicklungen. Die Stadt Wuhledar ist gefallen, das haben die Ukrainer eingeräumt. Die Kleinstadt habe taktische und psychologische Bedeutung, so Bühler. Er ordnet ein, wie er die Lage der Ukraine gerade insgesamt bewertet. Und es gibt Neuigkeiten bei Kursk. Dort haben die Russen kleinere von der Ukraine besetzte Gebiete zurückerobert. Bühler glaubt, dass es aber lange dauern könnte, bis die Russen ihr Gebiet dort wieder komplett kontrollieren. Außerdem geht es um immer wiederkehrende Äußerungen, dass der Westen der Ukraine direkt beim Beschuss von russischen Zielen helfe. Bühler findet das gefährlich. Das tue der Westen nicht. Denn dann wäre man tatsächlich Kriegspartei. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 9. Oktober 2024 geplant. | |||
| #235 Die ukrainischen Angriffe auf russische Munitionsdepots | 25 Sep 2024 | 01:04:33 | |
Die ukrainischen Streitkräfte haben russische Munitionslager mit Drohnen angegriffen. Auf diese Weise wollen sie große Mengen Munition zerstören. Beim Angriff auf das russiche Depot in der Stadt Toropez etwa waren die Explosionen so schwer, dass sie von Erdbebensensoren erfasst wurden. Können solche Angriffe den Nachschub für die russischen Truppen an der Front nachhaltig stören? Ex-General Erhard Bühler hält das für einen erfolgversprechenden Ansatz. Er erklärt gleichzeitig, wie solche Depots überhaupt aussehen.
Die ukrainischen Truppen haben sich nach Angaben des Generalstabs allein gestern 150 Gefechte geliefert. Laut Bühler sind das deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Er spricht von einer schwierigen Lage, die der Ukraine alles abverlange. Außerdem beantwortert Ex-Nato-General Erhard Bühler Fragen von Hörerinnen und Hörern unter anderem zu Folge #234. Die nächste Folge verschiebt sich aus Termingründen leider auf Freitag, den 4. Oktober 2024. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Links: - Podcast-Tipp: Dark Matters - Richter-Paper zu Mittelstreckenraketen bei der Friedrich-Ebert-Stiftung: https://library.fes.de/pdf-files/bueros/wien/21371.pdf | |||
| #234 Freigabe weitreichender Waffen: Wie weit könnte der Westen gehen? | 19 Sep 2024 | 01:14:30 | |
Die Nato-Staaten diskutieren, ob der Ukraine der Einsatz weitreichender westlicher Waffen gegen Ziele in Russland erlaubt werden sollte. Ein Treffen von US-Präsident Joe Biden mit dem britischen Premier Keir Starmer brachte nicht den von Kiew erhofften Durchbruch. Trotzdem kommen Drohungen aus Moskau. Wie ernst sind sie zu nehmen? Ex-Nato-General Erhard Bühler verweist auf die lange Reihe ähnlicher Drohungen und bezieht auch den atomaren Aspekt mit ein.
Außerdem geht es um die Entwicklung beim ukrainischen Vorstoß auf russisches Gebiet. Russland hat eine Gegenoffensive gestartet. Ist das das Ende des "Kursk-Kapitels"? Bühler verweist auf die dünne Informationslage, beide Seiten hielten sich mit Berichten zurück. Er analysiert, wie weit die ukrainischen Erwartungen an den Vorstoß aufgegangen sind. Außerdem: Russland verstärkt seine Armee massiv. Soll das Verluste an der Front ausgleichen? Welche Schlüsse muss der Westen daraus ziehen? Bühler erklärt auch, weshalb die Zahlen nicht wirklich neu und überraschend sind. Weitere Themen: Die zerstörte Energieinfrastruktur der Ukraine und der kommende Winter + Die Kritik von Verteidigungsminister Boris Pistorius am geplanten Etat der Bundeswehr 2025 + Wie setzt sich der Verteidigungsetat zusammen und wie könnte der kommende Bedarf gedeckt werden? Die nächste Folge planen wir am 25.09.2024. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #233 Friedenskonferenz mit Russland? | 11 Sep 2024 | 01:02:46 | |
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat in einem Interview angedeutet, dass er sich eine Friedenskonferenz mit russischer Beteiligung zeitnah vorstellen kann. Ein Kurswechsel? Und wie realistisch wäre das? Ex-Nato-General Erhard Bühler ordnet die Aussagen von Scholz in dieser Folge ein. Kritisch merkt er an, dass Russland bisher keine Bereitschaft gezeigt habe, auch nur einen Teil des eroberten ukrainischen Gebiets zurückzugeben.
Außerdem geht es um das Dauerthema Bundeshaushalt. Wie viel Ausgaben sind für die Ukraine drin, wenn Deutschland derzeit damit beschäftigt ist, Milliardenlöcher zu stopfen? Und wie steht es um die Ausstattung der Bundeswehr? Das nächste Ramstein-Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe ist Geschichte. Was hat sich für die Ukraine getan? Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, es sei einiges zusammengekommen. Dennoch sei mehr wünschenswert gewesen. Was er damit genau meint, erklärt er im Podcast. Weitere Themen: Die aktuelle militärische Lage in der Ukraine + Die Lage bei Kursk + Zwischenfall mit Drohnen in den Lufträumen von Lettland und Rumänien + Luftverteidigung in Deutschland + Wie viel Abschreckung Deutschland und Europa gegenüber Russland aufbauen müssen Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 19. September 2024 geplant. | |||
| #232 Der Krieg in der Luft | 03 Sep 2024 | 01:02:38 | |
Russland führt seinen Luftkrieg gegen die Ukraine fort. Aber auch die Ukraine hat jüngst neue Drohnenangriffe durchgeführt. Teilweise bis in die Region Moskau, wo unter anderem Ölraffinieren und Umspannwerke das Ziel waren. Die Ukraine fordert weiter, weitreichende westliche Waffen uneingeschränkt gegen Ziele in Russland einsetzen zu dürfen. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, es gebe dazu fortlaufend Gespräche, beispielsweise zwischen den USA und der Ukraine. Außerdem geht es um den Abschuss eines an die Ukraine gelieferten F-16-Kampfjets. Der Pilot wurde dabei getötet. Berichten zufolge könnte Friendly Fire der Grund gewesen sein.
Die militärische Lage am Boden: Die ukrainische Offensive in Kursk läuft weiter. Bühler geht aber davon aus, dass sich das von den Ukrainern gehaltene Gebiet nicht mehr stark vergrößert. Es gehe der Ukraine wohl vor allem darum, weitere russische Angriffe aus dieser Region zu verhindern. Außerdem gibt es neue Berichte darüber, wie Russland die Region Kursk verteidigen will. Weiter ziehen die Russen kaum Truppen aus dem Osten der Ukraine ab. Vielmehr liegt ihr taktischer Schwerpunkt weiter bei Pokrowsk. Dort rückt die russische Armee immer näher an die Stadt heran. Weitere Themen: Wie die Ukraine versucht, neue Rekruten für den Verteidigungskampf einzuberufen. + Was ist mit wehrfähigen Ukrainern, die im Ausland leben? + Die Berichte über die gescheiterte Verhaftung eines Mannes aus der Ukraine, der an der Nord-Stream-Sprengung beteiligt gewesen sein soll. Bühler geht weiter davon aus, dass offizielle Stellen in der Ukraine nicht in den Angriff involviert waren. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 10. September 2024 geplant. | |||
| #231 Attacken auf beiden Seiten | 27 Aug 2024 | 01:01:14 | |
Russland hat hunderte Flugkörper auf die Ukraine abgefeuert. Es war der vielleicht größte Angriff dieser Art seit Beginn des Krieges. Das Ziel war unter anderem die Energieinfrastruktur. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt dazu im Podcast, ein Großteil der Geschosse sei abgewehrt worden. Dennoch habe es teils erhebliche Schäden und auch Opfer gegeben. "Diese Art von Luftangriffen dienen den Russen dazu, Terror, Angst und Schrecken zu verbreiten, um den Widerstandswillen der Bevölkerung zu brechen. Das ist ein klar erkennbares Ziel seit Anfang dieses Krieges", so Bühler.
Außerdem geht es um den Verlauf des ukrainischen Gegenangriffs auf die Region Kursk. Laut Bühler sind vier Brigaden der ukrainischen Armee dort im Einsatz. Der eroberte Raum sei etwa 40 Kilometer breit und 25 bis 30 Kilometer tief. Die Ukraine strebe offenbar nicht an, noch viel weiter vorzurücken. Falls es das Ziel des Angriffs gewesen sein sollte, dass die Russen Truppen aus dem Osten der Ukraine abziehen in Richtung Kursk, scheint das bisher nicht aufgegangen zu sein. Russland ist in der Ostukraine weiter in der Offensive. Deswegen gibt es dort Evakuierungen. Die Stadt Pokrowsk ist bedroht. Der Verlust der Stadt wäre schmerzhaft für die Ukraine. Weitere Themen: Erneuter Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine + Neuer Fokus der Ukraine bei den Angriffen im russischen Hinterland + Gefahr aus Belarus? + Die Zukunft der EU-Ausbildungsmission Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Und eine Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 3. September 2024 geplant. | |||
| #230 SPEZIAL: Ihre Fragen an den General | 20 Aug 2024 | 01:06:05 | |
In dieser Folge beantwortet Ex-Nato-General Erhard Bühler die Fragen von Hörerinnen und Hörern. Kann man die materiellen Verluste für Russland ungefähr in einem Geldbetrag beziffern? Warum scheut sich der Westen so sehr, Waffen ohne Auflage an die Ukraine zu geben? Ein Hörer fragt sich, ob die Fahrzeuge untersucht werden, die vom Gegner erbeutet werden. Und wie wertvoll sind die daraus gewonnenen Erkenntnisse für die jeweiligen Staaten? Wie ist die russische Offiziersausbildung einzuschätzen? Woher kommen nun schon über Monate in den russischen Offensiven die offenbar vielen fest entschlossenen Kämpfer in der Truppe? Und: Wenn in der Ukraine ein Referendum über den Krieg abgehalten werden sollte, warum mache man nicht auch gleich Präsidentschaftswahlen?
Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 27. August 2024 geplant. | |||
| #328 Iran-Krieg: "Die USA haben sich selbst blockiert" | 23 Apr 2026 | 00:37:40 | |
Verlängerte Ultimaten, vorerst geplatzte Verhandlungen und die doppelte Blockade der Straße von Hormus: Die Lage im Iran-Krieg ist unübersichtlich und volatil. In dieser Folge besprechen wir den aktuellen Stand. Der ehemalige Nato-General Erhard Bühler erklärt, was die Knackpunkte bei den Friedensverhandlungen sein dürften. Positiv sei zunächst, dass es inzwischen auch einen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon gebe, an den sich aktuell auch die Hisbollah halte. Damit sei eine Vorbedingung des Iran erfüllt worden.
Bei den anderen Konfliktthemen, unter anderem dem iranischen Atomprogramm, gebe es bisher jedoch keine Fortschritte. Und auch bei der Straße von Hormus gehe es nicht voran, seitdem die USA ihrerseits auch eine Blockade verkündet hätten. „Mir scheint, dass sich die Amerikaner mit ihrer Blockade selbst blockiert haben“, so Bühler. Ausführlich sprechen wir auch darüber, welchen Anteil die Bundeswehr bei der Absicherung eines Abkommens spielen könnte. Podcast-Tipp: Quarks - Mal Angenommen - https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:3cc6bb58fb53ecef/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 29. April 2026 geplant. | |||
| #229 Kursk | 13 Aug 2024 | 01:05:20 | |
Mit ihrem Vorstoß in Kursk haben die Ukrainer die Russen überrascht. Die Ukrainer kontrollieren in der russischen Region inzwischen offenbar rund 1.000 Quadratkilometer. Zum Vergleich: Die Russen haben in der ersten Hälfte des Jahres in der Ukraine bisher 560 Quadratkilometer erobert. In dieser Folge erklärt Ex-Nato-General Erhard Bühler, warum die Ukrainer mit dem Angriff ein hohes Risiko eingehen. Dennoch hätten sie dieses Vorgehen gewählt, weil der Westen weiterhin zu zögerlich sei. Bühler beschreibt die möglichen Ziele der Operation. Und er führt aus, warum die USA und Deutschland über den Angriff vorab wahrscheinlich nicht informiert gewesen sind.
Host Tim Deisinger konfrontiert Bühler auch mit aktuellen Aussagen vom sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Dieser hatte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt: "Wir können nicht länger Mittel für Waffen an die Ukraine in die Hand nehmen, damit diese Waffen aufgebraucht werden und nichts bringen." Bühler widerspricht deutlich. Weiterhin haben Deisinger und Bühler einen Gast in dieser Folge, den Oberbürgermeister von Ravensburg, Daniel Rapp. Er war mit einer Delegation in der Ukraine, um Hilfsgüter zu überbringen. Dabei traf er viele Menschen, die im Krieg Angehörige verloren haben. Die Delegation habe das Gefühl gehabt, als käme man von einer mehrtägigen Beerdigung zurück. Der Oberbürgermeister schildert aber auch, dass für viele Ukrainer Gebietsabtretungen an Russland keine Option seien. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 20. August 2024 geplant. | |||
| #228 Ukraine bekommt nur "amputierte" F-16 | 06 Aug 2024 | 00:59:27 | |
In der Ukraine sind die ersten F-16-Kampfjets angekommen. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, warum die Maschinen der Ukraine kaum helfen dürften – und warum der Westen daran schuld ist. Außerdem erklärt er das Luftverteidigungssystem Skynex von Rheinmetall, das die Ukrainer jetzt einsetzen. Wie arbeitet das System? Und welche Bereiche will die Ukraine damit schützen?
Sehr ausführlich sprechen Host Tim Deisinger und Bühler über die aktuelle Lage. Russische Erfolge werden unter anderem bei der Stadt Torezk gemeldet, die rund 50 Kilometer von Donezk entfernt liegt. Die Stadt komplett einzunehmen, wird für die Russen laut Bühler aber "schwierig". Er erklärt warum – und welche Orte die Russen als nächstes im Visier haben könnten. Außerdem berichtet er von einem ukrainischen Vorstoß in der Region Kursk. Daneben beantworten wir im Podcast Fragen von Hörerinnen und Hörern: Wie sicher sind Journalisten, die noch aus Russland berichten? Bringt sich China gegen Europa und die Nato in Stellung? Was machen Nordkoreaner im Einsatzgebiet der Ukraine? Warum steigt das Durchschnittsalter der ukrainischen Infanteristen? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Ausgabe ist für den 13. August 2024 geplant. | |||
| #227 Was die jüngsten russischen Erfolge wirklich wert sind | 30 Jul 2024 | 01:13:54 | |
Erst am Wochenende hat Russland wieder die Eroberung eines ukrainisches Dorfes vermeldet. Ex-Nato-General Erhard Bühler mahnt, die russischen Geländegewinne in den richtigen Maßstab zu setzen. Der Westen dürfe sich nicht von Meldungen darüber, dass noch ein Dorf und noch ein Dorf eingenommen seien, beeindrucken lassen. Bühler erklärt an zwei Brennpunkten der vergangenen Monate, dass die Russen nur wenige Kilometer vorangekommen seien. Er zieht außerdem eine Bilanz der russischen Offensiven, die zeigt, dass zwischen Januar und Juni 2024 nur ein minimaler Geländegewinn in der gesamten Ukraine erfolgte. Im weiteren Gespräch zum aktuellen Kriegsgeschehen mit Host Tim Deisinger blickt Bühler unter anderem noch auf die Operationen im Hinterland und schätzt die Chancen der Ukraine ein, die Offensive Russlands zu stoppen.
Weiteres Thema ist die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen und Marschflugkörpern ab 2026 in Deutschland. Bühler beantwortet dazu mehrere Hörerfragen. Er erklärt unter anderem, um welche Waffensysteme es konkret geht. Könnten die Marschflugkörper auf nukleare Sprengköpfe umgerüstet werden? Besteht die Gefahr eines neues Wettrüstens und warum soll in Deutschland stationiert werden? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 6. August 2024 geplant. | |||
| #226 Verhandlungen in Sicht? (mit Oberst Markus Reisner) | 23 Jul 2024 | 01:02:43 | |
Zu Gast im Podcast ist Oberst Markus Reisner vom Österreichischen Bundesheer. Mit ihm besprechen Ex-Nato-General Erhard Bühler und Host Tim Deisinger Entwicklungen rund um den Krieg in der Ukraine. Nach Reisners Rechnung befindet sich der Krieg in der siebten Phase. Es handele sich nach wie vor um einen Abnutzungskrieg, der durch Ressourcen entschieden werde. Bühler schätzt das ähnlich ein, unterteilt die Kriegsphasen aber anders. Reisner und Bühler beantworten außerdem die Frage, ob derzeit eher Russland oder die Ukraine diesen Krieg gewinnen könnte. Reisner erklärt, warum die Ukraine nach seiner Meinung bereits Geschichte geschrieben hat und skizziert außerdem drei Entwicklungslinien, wie der Konflikt in den nächsten Wochen weitergehen könnte. Weiteres Thema sind Aussagen des Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko. Und es geht um die Reise des ukrainischen Außenministers Außenminister Dmytro Kuleba nach China. Er will dort nach eigenen Worten mit seinem Amtskollegen Wang Yi Wege zum Frieden in der Ukraine ausloten. Reisner spricht davon, dass die Diplomatie eine Sternstunde bekommen könnte.
Am Ende des Podcasts thematisieren Bühler und Deisinger nochmal die Reisen von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán nach Kiew, Moskau und China sowie die Reaktionen innerhalb der EU darauf. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 30. Juli 2024 geplant. | |||
| #225 Neue US-Raketen in Deutschland | 16 Jul 2024 | 01:10:34 | |
Der Nato-Gipfel hat Positives für die Ukraine gebracht – aber auch eine Enttäuschung. Das Treffen ging ohne Einladung an die Ukraine zur Mitgliedschaft zu Ende. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, wie nah beziehungsweise wie fern die Ukraine einer Nato-Mitgliedschaft ist. Und welche Rolle Frieden spielt, wenn es mit Plänen für eine Mitgliedschaft konkret werden sollte. Bühler sieht einige positive Aspekte nach dem Gipfel. Zum einen hat die Ukraine weitere Zusagen für Waffen- und Finanzhilfen bekommen. Die Unterstützung soll auch dann sichergestellt werden, wenn Donald Trump die Präsidentschaftswahl im November gewinnen sollte. Trump hatte sich wiederholt ablehend zu den Ukraine-Hilfen geäußert. Kritisch merkt Bühler nach dem Nato-Gipfel an: Um die russischen Luftangriffe einzudämmen, müsse die Ukraine noch mehr Rechte bei der Nutzung von weitreichenden westlichen Waffen im Hinterland der Front und auch in Russland erhalten. Die Regelungen seien nicht einheitlich und verwirrend.
Am Rande des Gipfels wurde in Deutschland viel diskutiert. Grund sind US-Pläne, ab 2026 unter anderem Marschflugkörper des Typs „Tomahawk“ in Deutschland zu stationieren. Bühler hält die Stationierung für nachvollziehbar. Es handle sich um eine Gegenmaßnahme zur Abschreckung, nachdem Russland ähnliche Systeme im Oblast Kaliningrad stationiert habe. Und es gehe um eine temporäre Stationierung, bis sich Europa selbst verteidigen könne. Die aktuelle militärische Lage in der Ukraine: Die Russen greifen weiter an vielen Orten entlang der rund 1.300 Kilometer langen Front an, ohne das nennenswerte Vorstöße gelingen. Heftig sind die Kämpfe bei Charkiw. Dort haben die Russen bei ihren Angriffen hohe Verluste erlitten. Und: Die russische Schwarzmeerflotte ist offensichtlich nicht mehr auf der Krim stationiert. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. Juli 2024 geplant. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #224 Orbán auf Friedensmission? | 09 Jul 2024 | 01:08:13 | |
Ungarn hat am 1. Juli den EU-Ratsvorsitz übernommen. Regierungschef Viktor Orbán hat sich umgehend auf Reisen gemacht. Er war in Moskau bei Russlands Präsidenten Wladimir Putin und in China. Zuerst war er aber in Kiew beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Ex-Nato-General Erhard Bühler bezeichnet es als richtiges Zeichen, dass Orbán zunächst mit dem Opfer spricht, dann mit Putin und dem Unterstützerstaat China. Mit Host Tim Deisinger bespricht Bühler auch ein Interview, das Orbán der "Bild-Zeitung" gegeben hat. Er schätzt ein, welche Ziele Orbán mit seinen Reisen verfolgt. Außerdem erklärt Bühler, warum er Verständnis für die Kritik an Orbáns Vorgehen hat. Man könne das aber auch anders sehen. Interview mit Orbán auf "bild.de": https://www.bild.de/news/ausland/putin-kann-nicht-verlieren-668b6f3c935d586554d909d9 Die aktuelle militärische Lage: Bühler gibt einen ausführlichen Überblick über das Kriegsgeschehen der vergangenen Tage. Die Ukraine befinde sich seit neun Monaten am Boden in der Defensive. Beide Kriegsparteien setzten ihre Luftoperationen fort. Und auf See kontrolliere die Ukraine das küstennahe Schwarze Meer einschließlich der Krim. Thema sind auch die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte am Montag, bei der militärische Ziele aber auch ein Kinderkrankenhaus getroffen wurden. Es geht außerdem um den Verteidigungsetat für das kommende Jahr. Im Haushaltsentwurf der Bundesregierung ist vorgesehen, dass er von derzeit rund 52 Milliarden Euro nur um etwa 1,2 Milliarden Euro wachsen soll. Gefordert hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius deutlich mehr. Bühler schätzt ein, was das für Folgen hat, unter anderem für die Modernisierung der Bundeswehr. Und er erläutert, warum er kein Verständnis für die Entscheidung der Ampel-Spitzen hat. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Die nächste Folge des Podcasts ist für den 16.07.2024 geplant. | |||
| #223 Rohstoffe – der eigentliche Kriegsgrund? | 02 Jul 2024 | 01:10:43 | |
Welche wirtschaftlichen Interessen spielen im Ukraine-Krieg eine Rolle? Ein Artikel legt nahe, dass Russland die Ukraine auch wegen bedeutender Rohstoffvorkommen angegriffen haben könnte. Es geht unter anderem um Gold, Öl, Gas, Erz und Uran. Die Rohstoffvorkommen in den ukrainischen Gebieten, die aktuell von Russland besetzt sind, sind beträchtlich. Ex-Nato-General Erhard Bühler glaubt nicht, dass die Rohstoffe der primäre Angriffsgrund für Russland waren. Gleichwohl liege es nahe, dass wirtschaftliche Aspekte für Russland durchaus eine Rolle spielten.
Die aktuelle militärische Lage: Die Russen haben weiter die Initiative. Ihr Angriffsschwerpunkt liegt im Donbass. Bei Charkiw ist ihr Vormarsch nach wie vor gestoppt, es gibt aber weiter intensive Kämpfe. Einige russische Soldaten sind in dem Bereich offenbar von den Ukrainern eingekreist worden. Kleinere Gefechte gibt es auch bei Sumy. Weiter südlich könnte sich ein neuer taktischer Schwerpunkt der Russen abzeichnen. Insgesamt habe sich die Lage für die Ukraine in den vergangenen Wochen verbessert, sagt Bühler. Die russische Armee habe in den vergangenen Wochen hohe Verluste erlitten. Bühler warnt dennoch vor zu viel Optimismus mit Blick auf die Situation der Ukraine. Von einer Offensive sei das Land derzeit weit entfernt. Weitere Themen: Der Beginn des KFOR-Einsatzes im Kosovo jährt sich zum 25. Mal + Die Situation der ukrainischen Luftwaffe – Stichwort F-16 + Ein Personalwechsel in der ukrainischen Armee + Muss sich die Ukraine schon jetzt auf einen US-Präsidenten Trump einstellen? + Ein Bericht von Melanie Gras, die Hilfstransporte in die Ukraine organisiert (Deutsch-Ukrainische Gesellschaft Rhein-Neckar e.V. - https://dug-rhein-neckar.de/de) Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #222 Neue russische Angriffsschwerpunkte | 25 Jun 2024 | 01:08:15 | |
Die Russen greifen weiter an im Donbass. Immer wieder erzielt die Armee kleinere Geländegewinne. Bei Charkiw, wo die russische Armee vor einigen Wochen die russisch-ukrainische Grenze überschritten hat, kann dagegen die Ukraine kleinere Erfolge vorweisen. Ex-Nato-General Erhard Bühler sieht einen direkten Zusammenhang dazu, dass die Ukraine dort inzwischen mit westlichen Waffensystemen militärische Ziele auf russischem Staatsgebiet angreifen darf. Aber es gibt auch andere Gründe für die ukrainischen Erfolge. In dieser Region hat Russland außerdem eine neue Gleitbombe eingesetzt. Neue Entwicklungen gibt es auch an anderen Frontabschnitten. Die Russen setzen neue Angriffsschwerpunkte.
Außerdem geht der Blick noch einmal nach Litauen, wo die Bundeswehr eine ganze Brigade stationieren will. Als Gast im Podcast ist dabei: Oberst André Hastenrath, Chef des Vorauskommandos der künftigen Brigade. 21 Soldaten und fünf zivile Mitarbeiter sind bereits vor Ort. Hastenrath erzählt, wie sie die Vorarbeit für die Stationierung leisten und was alles dazu gehört. Er spricht von einer reizvollen Aufgabe. Es gehe darum, dafür zu sorgen, dass die Menschen in Litauen auch weiter in Freiheit leben könnten. Und er erklärt, warum er glaubt, dass sich genügend Soldaten für den Einsatz in Litauen melden werden. Weitere Themen: Ukrainische Angriffe auf der Krim – amerikanische Hilfe? + Die Zukunft der Nato im Falle einer erneuten Präsidentschaft von Donald Trump + Wie viele Waffenlieferungen braucht die Ukraine? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #221 Die Litauen-Brigade der Bundeswehr | 21 Jun 2024 | 00:51:01 | |
Die Bundeswehr baut derzeit ihre Brigade im Rahmen der Nato-Präsenz in Litauen auf. Bis 2027 sollen 5.000 deutsche Soldaten dauerhaft dort stationiert werden. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, die Brigade müsse das Beste sein, was die Bundeswehr zu bieten habe. Ihr Auftrag sei die glaubwürdige Abschreckung und die funktioniere nur, wenn Qualität und Quantität entsprechend seien. Im Gespräch mit Host Tim Deisinger erklärt Bühler, wie der aktuelle Stand ist, was noch getan werden muss und wer der Brigade angehören wird. Und er erläutert, warum die Brigade dafür sorgen werde, dass die Mangelwirtschaft bei der Bundeswehr so schnell nicht ende.
Weiteres Thema: Wie könnte ein neuer Wehrdienst aussehen? Bühler erklärt drei mögliche Modelle und schätzt ein, ob der von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) gemachte Vorschlag funktionieren kann. Er sieht vor, dass alle wehrfähigen Männer und Frauen einen Fragebogen zu deren Haltung zur Bundeswehr zugesandt bekommen. Die angeschriebenen Männer müssten diesen Fragebogen verbindlich beantworten. Außerdem beantwortet der frühere Nato-General noch Hörerfragen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #220 Kann man das Kriegsende berechnen? | 19 Jun 2024 | 00:50:29 | |
Wie lange hält Russland den Krieg gegen die Ukraine noch durch? Es gibt verschiedene Berechnungen, wann Russland die Panzer ausgehen, unter anderem vom Militärökonom Marcus Keupp. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagte, er sei bei solchen Angaben skeptisch. Außerdem erklärt er eine Berechnung, die davon ausgeht, dass im Jahr 2026 Russlands Reserve an Altpanzern aufgebraucht sein wird. Voraussetzung seien gleichbleibend höhere Verluste auf russischer Seite.
Host Tim Deisinger und Bühler schauen außerdem auf die Friedenskonferenz in der Schweiz am vergangenen Wochenende. Bühler kritisiert, dass das Treffen bereits vorab als Luftnummer bezeichnet worden sei. Das werde den Anstrengungen der Schweiz nicht gerecht. Der Inhalt der Konferenz sei von Anfang an klar gewesen. Außerdem geht es im Podcast um die aktuelle militärische Lage und Putins „Friedensangebot“ vom vergangenen Freitag. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #327 Wie Russland sich seine Erfolge schönrechnet | 22 Apr 2026 | 00:58:47 | |
Die russische Offensive nimmt nach Einschätzung von Ex-Nato-General Erhard Bühler keine Fahrt auf. Das Gegenteil sei der Fall. Das halte den russischen Generalstabschef Gerassimov nicht davon ab, Erfolge zu verkünden. Gerassimov sprach jüngst davon, dass die russische Armee seit Jahresbeginn 1.700 Quadratkilometer erobert habe. "Dafür gibt es keinen Beweis", so Bühler. Das passe auch nicht zu dem, was an Informationen verfügbar sei. Die US-Einrichtung Institute for the Study of War hat russische Geländegewinne von 380 Quadratkilometern errechnet. Demgegenüber stünden allerdings ebenso viele ukrainische Eroberungen.
Außerdem geht es im Podcast um die neue Militärstrategie, die Verteidigungsminister Boris Pistorius vorgelegt hat. Sie ist ein Baustein der neuen deutschen Verteidigungspolitik. Weitere sollen folgen. Das Ganze werde einen großen Kraftakt erfordern, so Bühler. Die weiteren Themen: Sumy – Russischer Angriff durch eine Gas-Pipeline + Luftangriffe auf beiden Seiten + Die Ukraine behauptet, eine Stellung nur mit Luft- und Bodendrohnen erobert zu haben + Was der Machtwechsel in Ungarn für die Ukraine bedeutet Podcast-Tipp: Quarks - Mal Angenommen - https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:3cc6bb58fb53ecef/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 23. April 2026 geplant. | |||
| #219 Im Hinterland der Russen – Luftoperationen der Ukrainer | 13 Jun 2024 | 01:12:44 | |
Die Ukraine hat in den vergangenen Tagen mehrere erfolgreiche Luftschläge gegen Russland vermeldet. Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt, wichtiger als die Einzelziele sei die Wirkung der Luftschläge insgesamt auch mit Blick auf die Freigabe westlicher Waffen. Wirkt diese Freigabe bereits? Ja, sagt Bühler, aber nicht so wie sie könnte. Unter anderem habe US-Präsident Joe Biden die Freigabe nicht für alle gelieferten US-Waffen erteilt. Im Gespräch mit Host Tim Deisinger geht Bühler neben den ukrainischen und russischen Luftangriffen auch ausführlich auf das aktuelle Kriegsgeschehen am Boden ein.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine ein weiteres Patriotsystem zugesagt. Ist das für die Bundeswehr verkraftbar, und wie viele dieser Systeme bleiben ihr noch? Es geht außerdem um die Ankündigung Frankreichs, der Ukraine Kampfjets vom Typ Mirage 2000 zu schicken und sofort mit der Ausbildung der ukrainischen Soldaten zu beginnen. Bühler erklärt, warum er das langfristig für einen guten Schritt hält. Weiteres Thema ist noch der Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj diese Woche in Berlin. Abgeordnete der AfD und des BSW boykottierten die Rede Selenskyjs im Bundestag. Bühler nennt das respektlos. Sie müssten dem ukrainischen Präsidenten keinen Beifall klatschen, aber man müsse zuhören, um die Argumente des anderen zu verstehen. Hörerfragen: Warum leistet sich die EU 27 Verteidigungsministerien mitsamt Haushaltsposten? + Gibt es für die Ostsee im Falle eines Kriegs zwischen einigen der Anrainerstaaten ein Abkommen, welches die Einfahrt durch die dänische Südsee oder den Nord-Ostsee-Kanal einschränkt? + Sind andere Länder wegen Sicherheitsgarantien aus 1990er Jahren verpflichtet, der Ukraine jetzt beizustehen und gegen Russland zurückzuschlagen? + Was macht ein hochrangiger Militär, wenn die Politik sich in eine verteidigungspolitische Richtung bewegt, die er aus Gewissensgründen nicht mittragen kann? + Warum besitzt die Bundeswehr keine Feld-Artillerie mehr? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Podcast-Hörtipp: Sahra Wagenknecht - der Podcast https://1.ard.de/wagenknecht-mdr-podcast | |||
| #218 Wo Kujat recht hat. Und wo nicht. | 07 Jun 2024 | 01:05:37 | |
Ex-Nato-General Harald Kujat behauptet, die Ukraine könne ihre strategischen Ziele nicht mehr erreichen. Der ehemalige Nato-General Erhard Bühler sieht das anders und wirft Kujat in dieser Folge eine "selektive Auswahl der Fakten" vor. Bühler zählt auf, welche Fortschritte die Ukraine in den letzten Wochen erzielt habe. Sie habe dafür gesorgt, dass die Krim für die Russen als sicherer Hafen verloren sei. Außerdem sei es für die Russen schwerer geworden, geeignete Nachschub-Routen zu finden. Weiterhin sei die Ukraine bei den Drohnen überlegen.
Host Tim Deisinger fragt aber auch nach Gemeinsamkeiten zwischen Kujat und Bühler. Auch die gibt es. So sieht Bühler die Angriffe auf einige der russischen Radarsysteme ebenfalls kritisch. Außerdem spricht sich Bühler dagegen aus, dass der Westen ukrainische Soldaten innerhalb der Ukraine ausbildet. Völlig abwegig findet er dagegen die Behauptung, dass ukrainische Drohnen den russischen Nuklearwaffen gefährlich werden könnten. Dafür liefert er auch eine ausführliche Begründung. Bühler spricht außerdem von einem "ungeheuerlichen Vorwurf", wenn man der Ukraine unterstelle, sie würde die USA in den Krieg hineinziehen wollen. Natürlich sprechen Deisinger und Bühler auch über die aktuelle Lage. Laut Bühler macht es sich bereits bemerkbar, dass die Ukraine westliche Waffen jetzt auch gegen die russische Oblast Kursk einsetzen könne. Der Beschuss von Charkiw durch Raketen sei zurückgegangen, genau wie die Bombardierung mit Gleitbomben. Ein weiteres Thema in dieser Folge ist eine Forderung der "noch" Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestags, Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Sie befürwortet die Aktivierung von 900.000 Reservisten in der Bundesrepublik. Was würde das in der Praxis bedeuten? Ist diese Zahl realistisch? Link zum Video mit Ex-Nato-General Harald Kujat, über das wir im Podcast sprechen: https://weltwoche.ch/daily/nato-general-a-d-harald-kujat-ich-befuerchte-der-ukraine-krieg-koennte-zur-urkatastrophe-des-21-jahrhunderts-werden/ Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #217 Hoffnungslose Lage für die Ukraine? | 05 Jun 2024 | 00:57:11 | |
Die Russen haben kleinere Geländegewinne erzielt bei Bachmut und Awdijiwka. Der Angriff aus der Region Belgorod auf die ukrainische Region Charkiw scheint dagegen von der Ukraine zum Stehen gebracht worden zu sein. Die Intensität der russischen Luftangriffe hat etwas nachgelassen. Die Schäden bei der ukrainischen Energieinfrastruktur sind nach wie vor hoch, die Lage bei der Stromversorgung entsprechend kritisch. Die Ukraine greift ihrerseits Ziele in Russland an, unter anderem in den Regionen Kursk und Belgorod. Ex-Nato-General Erhard Bühler übt daran in Teilen Kritik. Außerdem nimmt er ausführlich zu Hörerfragen und Experteneinschätzungen Stellung, die pessimistisch auf die Lage der Ukraine schauen.
Link zum Video mit Oberst Reisner, über das wir im Podcast sprechen: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=XnZ5WsQTE88 Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #216 Deutsche Waffen gegen Ziele in Russland erlaubt | 31 May 2024 | 01:07:05 | |
Kurswechsel in der deutschen Ukraine-Politik: Die Ukraine darf von Deutschland gelieferte Waffen jetzt auch gegen militärische Ziele in Russland abfeuern. Zuvor hatten die USA eine ähnliche Ankündigung gemacht. Ex-Nato-General Erhard Bühler zeichnet die Entwicklungen zu dem Thema in den vergangenen Tagen nochmal nach. Er erklärt, warum er sich eine solche Entscheidung erhofft hat. Mit Host Christian Erll spricht Bühler außerdem über das Treffen der Nato-Außenminister in Prag. Und es geht auch nochmal um mögliche Ausbildungstruppen in der Ukraine.
Zur aktuellen militärische Lage: Bühler geht unter anderem auf die Landoperationen ein. Die Russen erzielten an allen Frontabschnitten kleine Geländegewinne. Schwerpunkt der Angriffe liege nach wie vor im Donbass. Außerdem thematisiert er eine mögliche Offensive bei Sumy. Weiteres Thema ist die Wehrpflicht. Bühler und Erll sprechen zunächst über die Situation vor einigen Jahren in Schweden. 2016 war die Wehrpflicht im neuesten Nato-Mitglied wiedereingeführt worden. Sie schauen aber auch nach Deutschland und auf die Haltung von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zu dem Thema. Und es geht um den Bundeshaushalt für 2025. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #215 Westliche Waffen gegen Ziele in Russland? | 28 May 2024 | 01:08:37 | |
Die Ukraine darf bisher mit westlichen Waffen keine Ziele im russischen Kernland angreifen. Die Nato fordert, dass das entsprechende Verbot aufgehoben wird. Im Podcast erklärt Ex-Nato-General Erhard Bühler, warum er die gleiche Meinung vertritt. Das Verbot habe zu Beginn des Krieges seine Berechtigung gehabt. Mit den Angriffen der russischen Armee über die russisch-ukrainische Grenze auf die Region Charkiw habe sich die aber Lage geändert. Russland greife hier nicht aus besetztem ukrainischen Gebiet heraus an, sondern aus seinem Kernland. "Es wäre wirklich unmenschlich und geradezu zynisch, den Ukrainern zu verbieten, eine Raketenstellung, die 20 Kilometer hinter der Grenze in Russland liegt, zu bekämpfen", so Bühler dazu. Von solchen Stellungen gehe Tag für Tag tödliche Gewalt für die Ukraine aus. Das Verbot für die Ukraine müsse zumindest aufgeweicht werden. Bühler erklärt im Detail, wie das aussehen könnte.
Zur aktuellen militärischen Lage: Die russische Armee greift weiter vielerorts an, jedoch mit gemischtem Erfolg. In der Region Charkiw sei der russische Vormarsch seit einigen Tagen zum Stehen gekommen, so Bühler. Im Raum Awdijiwka/Bachmut gebe es kleinere Vorstöße, ebenso in der Südukraine Und: Will Russland seine Grenzen in der Ostsee neu ziehen? Ein Gesetzentwurf des russischen Verteidigungsministeriums hat für Diskussionen gesorgt und entsprechende Sorgen genährt. Was könnte der Hintergrund sein? Und wie funktionieren Landesgrenzen auf See überhaupt? Das erklärt Bühler im Detail. Weitere Themen: Russische Luftangriffe auf zivile Ziele in der Ukraine + Greifen die Russen bald auch bei Sumy an? + Ukrainische Angriffe auf russisches Frühwarn-Radar + Was ist vom jüngsten Verhandlungsangebot von Russlands Präsident Putin zu halten? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #214 Nato-Militärausbilder in die Ukraine? | 21 May 2024 | 01:07:47 | |
Was ist das richtige Maß bei der Unterstützung der Ukraine durch den Westen? An dieser Frage arbeiten sich Regierungen und Parlamente in Deutschland und anderen Ländern seit Beginn des Krieges ab. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler an zwei konkreten Beispielen darüber. Da ist zum einen die Frage, ob man es den Ukrainern erlauben sollte, mit westlichen Waffen auch Ziele in Russland zu attackieren. Hintergrund ist, dass der russische Angriff auf die Region Charkiw direkt über die russisch-ukrainische Grenze erfolgt. Wenn die Ukraine den Nachschub der Russen stören will, muss sie also russisches Gebiet attackieren. Und es wird diskutiert, ob man nicht westliche Militärausbilder in die Ukraine schicken sollte. Bühler hat zu beiden Punkten eine dezidierte Meinung.
Die aktuelle militärische Lage: Laut Bühler ist die ukrainische Armee derzeit erfolgreich bei der Verteidigung der Front in der Region Charkiw. Der Angriffsschwung der Russen bei dem Vorstoß über die russisch-ukrainische Grenze bei Belgorod sei gebrochen worden. Insgesamt müsse die ukrainische Armee an manchen Stellen in der Ostukraine zurückweichen, die Front insgesamt halte. Die Gefahr von Durchbrüchen sei aber nicht gebannt. Insgesamt merke man, dass die Versorgung mit Munition aus dem Westen sich wieder verbessere. Das erhöhe die Verluste der russischen Armee bei ihren Angriffen erheblich. Podcast- und TV-Tipp: - Podcast Streitkräfte und Strategien – https://www.ardaudiothek.de/sendung/streitkraefte-und-strategien/7852196/ - Folge zur Atomgefahr: https://www.ardaudiothek.de/episode/streitkraefte-und-strategien/wie-gross-ist-die-atomgefahr-tag-814-mit-moritz-kuett/ndr-info/13412003/ - MDR-Doku „Comeback der Wehrpflicht – Muss ich in den Krieg?“ https://www.ardmediathek.de/video/past-forward/muss-ich-in-den-krieg/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kdW5nLzI4MjA0MS8yMDI0MDUwNjAwMDAvbWRycGx1cy1zZW5kdW5nLXBhc3QtZm9yd2FyZC1tdXNzLWljaC1pbi1kZW4ta3JpZWctMTAw Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #213 Russischer Vormarsch bei Charkiw | 15 May 2024 | 00:57:28 | |
Russland greift in der Region Charkiw an. Die russische Armee ist über die russisch-ukrainische Grenze bei Belgorod vorgerückt und hat binnen weniger Tage mehrere Kilometer Geländegewinne erzielt. Eine wichtige Rolle kommt bei dieser Entwicklung der ukrainischen Stadt Wowtschansk zu. Ex-Nato-General Erhard Bühler erklärt, welche Ziele die Russen seiner Meinung nach verfolgen und welche Probleme das für die ukrainische Armee bringt. Die Lage sei für die Ukraine gefährlich, so Bühler.
Außerdem geht es um die Ablösung des russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu, der stattdessen Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates wird. Sein Nachfolger ist Andrei Beloussow, der bisher stellvertretender Regierungschef war. Bühler erklärt, was man über Beloussow weiß und was Russlands Präsident Putin mit der Personalentscheidung bezwecken dürfte. Es gehe mutmaßlich darum, die Armee für einen lang anhaltenden Krieg zu befähigen. Weitere Themen: Die aktuelle Lage an der Front in der gesamten Ukraine + Russische und ukrainische Luftangriffe + Debatte im Westen um eine Art sicheren Korridor in der Westukraine, der von der Nato geschützt werden könnte + Antworten auf Hörerfragen Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #212 Bundeswehr: Zeitenwende vs. Beschaffungsbürokratie | 10 May 2024 | 01:03:59 | |
In dieser Folge beschäftigen sich Moderator Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler mit der Frage, ob Deutschland es schafft, Rüstungsvorhaben zu beschleunigen und zu entbürokratisieren. Gerade jetzt in Zeiten des Ukraine-Kriegs wird klar, dass Veränderungen dringend notwendig sind. Bisher müssen alle Rüstungsprojekte, die 25 Millionen Euro überschreiten, die "Parlamentsschleife" drehen. Der Haushaltsausschuss muss jedem einzelnen Projekt noch einmal gesondert zustimmen. Das ist in keinem anderen Ressort der Bundesregieurng so. Bühler erklärt, wie sich dieser Prozess beschleunigen lässt. Außerdem hat er eine hochspannende Erklärung dafür, warum sich die Verteidigungsminister bei Rüstungsvorhaben bisher vor Reformen "gedrückt" haben.
Auf die aktuelle Bodenoffensive der Russen in der Region Charkiw konnten Deisinger und Bühler noch nicht schauen, da während der Aufzeichnung darüber noch nichts bekannt war. Dennoch gibt es sehr interessante Entwicklungen, auf die beide in dieser Folge eingehen. So stellt Bühler fest, dass die Ukraine bei der Abwehr von russischen Drohnen deutlich erfolgreicher sei als bei der Abwehr von Raketen und Marschflugkörpern. Woran liegt das? Weiterhin berichtet der Ex-Nato-General auch von ukrainischen Gegenstößen, die es weiterhin gebe. Um eine größere Offensive zu starten, fehlten der Ukraine aber "die Mittel und die Munition". Gleichwohl stellt Bühler fest, dass die ATACMS-Raketen der Amerikaner den Krieg verändern. Dafür nennt er mehrere Beispiele. Natürlich beantwortet Ex-Nato-General Erhard Bühler wieder viele interessante Hörer-Fragen, unter anderem:
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| #211 Die Kommunikations-Pannen der Ukraine | 07 May 2024 | 00:50:35 | |
In dieser Folge beschäftigen sich Moderator Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler mit Aussagen des Vizechefs des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Vadym Skibitsky. Er hat der britischen Zeitung "The Economist" ein Interview gegeben, die daraus einen Artikel mit direkten und indirekten Zitaten gemacht hat. Die Aussagen wurden teils so interpretiert, dass Skibitsky eine militärische Niederlage der Ukraine für unvermeidlich hält und für ihn Friedensverhandlungen die einzige Lösung sind. Bühler hält die Wirkung, die dieser Artikel entfaltet hat, für ein Desaster: "Auf jeden Fall sollte die Ukraine ihre strategische Kommunikation in den Griff bekommen." Dem Ex-Nato-General zufolge reiht sich dieser Fehler in eine ganze Reihe von ukrainischen Pannen ein. Bühler geht aber auch auf Skibitskys Argumente ein und erklärt, für wie wahrscheinlich er eine ukrainische Niederlage wirklich hält.
Deisinger und Bühler schauen weiterhin auf die aktuelle Lage. Bühler zufolge versuchen die Ukrainer in Tschassiw Jar so lange wie möglich durchzuhalten, weil das Gelände für die Verteidigung sehr günstig sei. Außerdem erklärt er, wo die Ukrainer Möglichkeiten für Gegenangriffe haben. Zu sprechen kommt er auch auf den 9. Mai, an dem Russland seinen Sieg über Hitler-Deutschland feiert. Gibt es Hinweise darauf, dass die Ukrainer rund um diesen Tag einen Großangriff planen, zum Beispiel auf die Krim? Außerdem ordnet Bühler die Übung der russischen taktischen Nuklearstreitkräfte ein, die Russlands Präsident Wladimir Putin selbst angeordnet haben soll. Dabei erklärt der Ex-General, wie die Nato mit solchen Drohungen umgeht und ab welchem Punkt man sich Sorgen machen sollte. Bühler geht weiterhin auf die Aussagen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des polnischen Außenministers Radosław Sikorski ein, die beide Bodentruppen in der Ukraine nicht ausschließen. Bühler zufolge sollte die Nato solche Gedankenspiele nur hinter verschlossen Türen veranstalten. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #210 Kommen die US-Hilfen rechtzeitig an der Front an? | 30 Apr 2024 | 00:52:40 | |
Es ist ein Rennen um Zeit. Die Ukraine bekommt weitere Militärhilfen aus den USA. Ein erstes Paket ist auch schon da. Aber wie lange wird es dauern bis die Lieferungen sich auf das Kriegsgeschehen auswirken? Im Gespräch mit Angela Tesch sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler, dass er davon ausgeht, dass die US-Regierung offenbar schon vor der Zustimmung einzelne Pakete geschnürt habe. Die schnelle Lieferung zeige auch, dass die Geräte und Munition zu großem Teil von der US-Armee kämen und schon in Europa gewesen seien. Bühler erklärt außerdem, was die ATACMS-Raketen können, die die Ukraine von den USA bekommen hat und wie sie in die Ukraine transportiert werden. Zudem schätzt er ein, was die US-Hilfen bewirken können. Bringen sie eine Wende im Krieg? Und wie reagieren die russischen Truppen?
Im Podcast geht es auch um das aktuelle Kriegsgeschehen. Bühler bezeichnet die Lage als weitgehend unverändert. Die Ukraine habe nicht die Munition und Waffen, die sie brauche. Er geht auch auf Luftschläge der Russen in den vergangenen Tagen ein und auf ein Treffen der Nato-Kontaktgruppe in der vergangenen Woche. Angela Tesch und Erhard Bühler sprechen außerdem über die Rede des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron an der Pariser Universität Sorbonne. Zentral war die Aussage: „Unser Europa ist sterblich, es kann sterben, und das hängt von unseren Entscheidungen ab.“ Bühler gibt Macron teilweise Recht, kritisiert aber auch, dass etwas zu viel Pathos in der Rede gesteckt habe. Zum Schluss schätzt Bühler noch ein Treffen zwischen Verteidigungsminister Boris Pistorius mit seinem französischem Kollegen Sébastien Lecornu ein. Anlass war eine Kooperation zur Entwicklung eines Landkampfsystems. Bühler erklärt, was konkret geplant ist. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #326 Die Diskussion um das neue Wehrpflichtgesetz | 09 Apr 2026 | 00:32:20 | |
Das neue Wehrdienstgesetz ist in diesen Tagen heiß diskutiert worden. Grund ist diese Regelung: Männer zwischen 17 und 45 Jahren sollen sich künftig abmelden, wenn sie das Land für mehr als drei Monate verlassen. Das wird vielfach als Eingriff in die persönlichen Freiheiten interpretiert. Ex-Nato-General Erhard Bühler kann die Aufregung nicht verstehen. Der entsprechende Paragraf habe so ähnlich schon seit Jahrzehnten im Vorgängergesetz gestanden. Das Ganze sei allerdings nicht gut kommuniziert worden. Niemand werde sich wirklich per Antrag genehmigen lassen müssen, wenn er verreise, so Bühler: "Tatsache ist, dass niemand heute einen Antrag schicken muss, weil er demnächst vier Monate lang nach Amerika geht." Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat bereits Konkretisierungen der Regelungen angekündigt.
Außerdem geht es um eine spektakuläre Rettungsaktion im Iran-Krieg. Nach dem Abschuss eines F-15-Kamfjets hat die US-Armee die beiden Insassen gerettet. Bei dem Pilot ging das schnell. Der zweite Insasse jedoch war längere Zeit verletzt in feindlichem Gebiet unterwegs, bis ihn Spezialtruppen retten konnten. Wir sprechen darüber, wie der riskante Einsatz gelang. "Das ist aus militärischer Sicht schon ein großer Erfolg", so Bühler. Könnte die Bundeswehr so etwas auch? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 22. April 2026 geplant. | |||
| #209 SPEZIAL: Ihre Fragen an den General | 26 Apr 2024 | 00:47:33 | |
In dieser Folge beantwortet Ex-Nato-General Erhard Bühler die Fragen von Hörerinnen und Hörern. Viele wollen wissen, was passieren muss, damit die Ukraine den Krieg gewinnt. Hat sie durch das neue Hilfspaket der USA jetzt genug Schlagkraft? Wie kann sie sich vor den russischen Gleitbomben effektiv schützen? Wann bekommt sie die zugesagten F-16-Kampfjets? Wie schnell können Patriot-Systeme und IRIS-T-Systeme für die Ukraine nachbestellt werden? Wer verliert mehr Panzer: Russland oder die Ukraine?
Außerdem stellt ein Hörer fest, dass die Russen regelmäßig auch Wohnhäuser angreifen. Er will wissen, ob Moskau die Koordinaten von Wohnhäusern in den Systemen eingibt und damit absichtlich Terror verbreitet – oder handelt es sich um Kollateralschäden? Gefragt wurde auch, wie die Ukraine Patriot-Systeme während der Verlegung schützt. Ein anderer Hörer findet, dass Russland große Schwierigkeiten habe, mit der Ukraine fertig zu werden. Warum habe die "überlegene" Nato dann Angst, in den Krieg einzugreifen? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #208 US-Hilfen: Kommt jetzt die Wende im Krieg? | 23 Apr 2024 | 00:52:47 | |
In dieser Folge schauen Moderator Christian Erll und Ex-Nato-General Erhard Bühler in die USA. Das Repräsentantenhaus hat für Ukraine-Hilfen in Höhe von 61 Milliarden Dollar gestimmt. Für Bühler ist es zu früh, von einer Wende im Krieg zu sprechen. Mit den geplanten Waffenlieferungen der Amerikaner sei aber eine wichtige Grundlage dafür geschaffen worden. Er führt außerdem aus, mit welchen Waffen die Ukrainer jetzt rechnen können. Dazu gehörten unter anderem ATACMS-Raketen. Bühler zufolge dürfte das auch die Taurus-Debatte in Deutschland wiederbeleben. Dennoch gebe es Unterschiede zwischen beiden Systemen. Welche das sind, erklärt er ausführlich.
Außerdem blicken Erll und Bühler auf die aktuelle Lage. Bühler zufolge haben die Russen weiter die Initiative. Der Schwerpunkt liege im Donbass. Die Ukrainer müssten an bestimmten Abschnitten Raum aufgeben, wo der Druck der Russen zu stark werde. Bühler ordnet ein, welche Auswirkungen die Geländeverluste haben. Außerdem geht er auf die Zerstörung des Fernsehturms in Charkiw ein. Thema sind aber auch die ukrainischen Erfolge. So haben die Ukrainer ein betagtes Schiff, das zur Versorgung und Rettung von U-Booten genutzt wurde, schwer beschädigt. Hinzu kommen Drohnen-Angriffe auf Energieanlagen in Russland. Bühler erklärt außerdem, welche Opferzahlen er auf russischer Seite für realistisch hält und was er von den Plänen von Wirtschaftsminister Robert Habeck hält, die Wehrindustrie in Deutschland "höher zu skalieren". Zu Gast im Podcast ist erneut Melanie Gras: Sie hat mit ihrem Mann wieder einen Hilfsgüter-Transport in die Ukraine organisiert – auch dank der Unterstützung von unseren Hörerinnen und Hörern. Drei Rettungs- bzw. Feuerwehrfahrzeuge, beladen mit Hilfsgütern, konnten die beiden in Luzk in der Westukraine abliefern. Melanie Gras berichtet über Ihre Eindrücke und über die Stimmung unter den Ukrainern. Wer die Arbeit von Melanie Gras unterstützen möchte, kann spenden: https://dug-rhein-neckar.de/de Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #207 So lässt sich der ukrainische Luftraum am besten schützen | 19 Apr 2024 | 00:56:53 | |
In dieser Folge sprechen Moderator Christian Erll und Ex-Nato-General Erhard Bühler über den ukrainischen Luftraum. Die Nato will die Ukraine dabei unterstützen, ihn besser zu schützen. Bühler lobt, dass Deutschland eine wichtige Rolle spielt. Könnte bei der Verteidigung des ukrainischen Luftraums das Vorgehen in Israel ein Vorbild sein? Der ehemalige Nato-Generalsekretär Anders Rasmussen hat sich dafür ausgesprochen, dass die Partner der Ukraine dem Land helfen könnten, russische Raketen und Drohnen abzufangen. Bühler hält solche Forderungen für riskant und erklärt auch warum.
Natürlich sprechen Erll und Bühler auch wieder über die aktuelle Lage. So ist eine russische Tupolew T-22 abgestürzt oder abgeschossen worden. Außerdem haben die Ukrainer den Flugplatz Dschankoj auf der besetzten Halbinsel Krim angegriffen – offenbar mit von den USA gelieferten ATACMS-Raketen. Dabei sollen vier S-400-Systeme zerstört worden sein. Bühler ordnet die Verluste der Russen ein. Er bewertet aber auch die russischen Vorstöße an der Front. Ein weiteres Thema ist die Festnahme von zwei mutmaßlichen russischen Spionen in Bayreuth. Sie sollen Vorbereitungen für Anschläge getroffen haben. Bühler überrascht die Nachricht nicht. Er rechnet damit, dass sich solche Meldungen häufen werden. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #206 Das Patriot-Problem der Ukraine | 17 Apr 2024 | 00:59:37 | |
Deutschland liefert der Ukraine ein drittes Patriot-Flugabwehrsystem aus Bundeswehrbeständen. In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler darüber, was das der Ukraine bringen kann. Ausführlich erklärt Bühler, wie ein solches System aufgebaut ist und wie viele Startstationen darin enthalten sind, von denen die Geschosse abgefeuert werden. Außerdem geht es um die Frage, warum nicht auch andere Länder weiter Patriot-Systeme liefern. Deutschland hat hier eigentlich die Federführung bei der Organisation übernommen. Was ist daraus geworden?
Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Die russische Armee greift im Raum Awdijiwka/Bachmut weiter an. Aufgrund massiver Artillerieüberlegenheit und durch den Einsatz von Gleitbomben gelingt es der russischen Armee, immer wieder kleinere Vorstöße zu machen. Insgesamt verteidigt die ukrainische Armee ihre Linien laut Bühler jedoch erfolgreich. Bei den russischen Luftangriffen ist derzeit Charkiw eines der Hauptziele. Und es scheint eine politische Vorgabe zu geben, welche Stadt die russische Armee bis zum 9. Mai erobern soll, dem Feiertag in Russland zur Erinnerung an den Sieg über Hitler-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. In dieser Folge geht es auch um den Konflikt zwischen Israel und dem Iran. Nach dem mutmaßlich israelischen Angriff auf die iranische Botschaft in Damaskus hat der Iran einen massiven Vergeltungsschlag ausgeführt, mit zahllosen Drohnen und Geschossen in Richtung Israel. Bühler erklärt, wie es Israel und seinen Verbündeten gelang, fast alle davon abzuschießen. Wie könnte nun die israelische Reaktion aussehen? Bühler warnt vor einer Eskalation. Und welche Rolle könnte Deutschland in dem Konflikt zwischen Israel und Iran einnehmen? Macht eine direkte deutsche Beteiligung an der Flugabwehr Israels Sinn? Weitere Themen: Bewegung im US-Kongress beim Streit um weitere Hilfen für die Ukraine? + Spekulationen um die Führungsebene der Bundeswehr Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #205 Bundeswehr: Die Zeitenwende an einem kritischen Punkt | 12 Apr 2024 | 01:08:55 | |
In dieser Folge geht es um die Ausstattung der Bundeswehr und die Ausgaben für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. Schon jetzt ist klar: Mit dem Sondervermögen von über 100 Milliarden Euro wird es nicht getan sein. Nach einem Zeitungsbericht ist das Geld inzwischen fast zu 100 Prozent verplant. Wie also steht es um die sogenannte "Zeitenwende"? Ex-Nato-General Erhard Bühler sagt dazu, dass man derzeit zahlreiche Versäumnisse aus der Zeit vor dem Ukraine-Krieg aufholen müsse. Und da werde man von den aktuellen Ereignissen immer wieder überholt. Die Zeitenwende stehe an einem kritischen Punkt. Noch in diesem Jahr müssten Entscheidungen getroffen werden, um zu zeigen, dass man es mit der Zeitenwende in Deutschland ernst meine. Die Bundeswehr brauche deutlich mehr Geld. Mit zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung werde es künftig nicht getan sein. Was also muss geschehen?
Außerdem geht es um die Frage, wie viele Hilfen Deutschland für die Ukraine geleistet hat. Kanzler Scholz spricht von insgesamt 28 Milliarden Euro. Ein CDU-Politiker will nachgerechnet haben, dass bisher nur zehn Milliarden Euro geflossen sind. Wer hat Recht? Bühler hat eine Vermutung. Und er sagt, Deutschland habe weit weniger als viele andere Länder an Unterstützung geleistet, wenn man die Hilfen ins Verhältnis zur wirtschaftlichen Stärke setze. Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Die russische Armee hat erneut schwere Luftangriffe auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine durchgeführt. Die Ukraine stehe vor einem Dilemma, weil sie nicht genug Flugabwehr habe, so Bühler. In dem Zusammenhang geht es darum, wie viel die Unterstützer noch liefern könnten in dem Bereich. Am Boden gibt es verschiedene Angriffsschwerpunkte der russischen Armee, teils mit geringen Geländegewinnen. Bühler vermutet, dass es das Hauptziel der Russen ist, im Bereich Awdijiwka/Bachmut einen Durchbruch zu erzielen. Im zweiten Teil des Podcasts beantwortet Bühler eine ganze Reihe von Hörerfragen, unter anderem zu diesen Themen: Was wurde aus der Wagner-Gruppe? + Bündnispartner und die Geheimhaltung + Die Verteidigungsfähigkeit Deutschland und das Grundgesetz Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #204 Neue Töne von Stoltenberg? | 09 Apr 2024 | 01:08:15 | |
Tim Deisinger und der frühere Nato-General Erhard Bühler sprechen zunächst über die aktuelle Lage. Die Ukraine hat mehrere russische Militärflugplätze mit Drohnen angegriffen, die russischen Angriffe auf ukrainisches Territorium gehen unvermindert weiter. Bühler spricht sich dafür aus, die Luftverteidigung der Ukraine zu stärken. Dafür sollte der Westen mehr Unterstützung anbieten. Im Zentrum der Kämpfe steht derzeit die Stadt Tschassiw Jar. Nach Ansicht von Bühler kommt ihr eine strategische Bedeutung zu. Sollte es den Russen gelingen, Tschassiw Jar einzumnehmen, wäre der Weg frei in den westlichen Donbass.
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat der BBC ein Interview gegeben, in dem er ein mögliches Verhandlungsangebot der Ukraine und auch Kompromisse andeutete. Bühler will das nicht überbewerten. Seiner Ansicht nach sollte die Rolle des Nato-Generalsekretärs auch nicht überbewertet werden. Stoltenberg sei kein Regierungschef. Am Ende des Krieges werde aber sicher ein Verhandlungsergebnis geben. Am Ende des Podcasts sprechen Deisinger und Bühler über die Bundeswehr-Reform. Bühler findet es positiv, dass die Reform jetzt endlich angepackt wird. Es gehe vor allem um Strukturveränderungen, das sei zumindest ein erster Schritt. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #203 Nato-Bodentruppen in der Ukraine? Rechtliche Aspekte | 05 Apr 2024 | 00:59:45 | |
In dieser Folge blicken Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler zunächst auf das aktuelle Kriegsgeschehen. Auf See gebe es keine Entwicklungen, sagt Bühler. Auch die Frontlinie habe sich gar nicht verschoben. Bei den russischen Luftoperationen sei scheinbar eine kleine Pause angesagt, auch wenn es schwere Drohnenangriffe unter anderem auf Charkiw gegeben habe. Bühler ordnet außerdem die ukrainischen Angriffe in der Republik Tartastan ein, die sich gegen eine Drohnenfabrik und eine Raffinerie richteten.
Deisinger und Bühler sprechen außerdem ausführlich über das Thema Nato. Zuerst geht es nochmal um die Frage, was passiert, wenn ein Nato-Land Bodentruppen in die Ukraine schicken würde. Damit hat sich jetzt der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags befasst. Bühler erklärt die theoretische Betrachtung. Sie mache nochmal deutlich, dass es keinen Automatismus für Artikel 5 gebe. Wenn ein Land Truppen in ein Kriegsgebiet führe, könne es nicht automatisch damit rechnen, dass ihm nach Artikel 5 geholfen werde, wenn es in der Ukraine angegriffen würde. Das sei nicht vom existierenden Nato-Vertrag gedeckt. Weiteres Thema ist die "Nato Mission Ukraine", die Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vorgeschlagen hat. Kernaufgaben würden die Koordinierung von Waffenlieferungen und Ausbildungsaktivitäten für die ukrainischen Streitkräfte werden. Außerdem will Stoltenberg die Bündnispartner dazu bewegen, der Ukraine für die kommenden fünf Jahre militärische Unterstützung im Wert von 100 Milliarden Euro zuzusagen. Bühler nennt letzteres eine gute Maßnahme für die Ukraine. Er erläutert außerdem, warum ein solcher Topf aus seiner Sicht für mehr Gerechtigkeit innerhalb der Nato-Staaten bei der Unterstützung der Ukraine sorgen würde.
Ausarbeitung des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestag: "Konfliktparteien im Ukrainekrieg und Nato-Bündnisfall" https://www.bundestag.de/resource/blob/996556/81817aa12807264506cbc0a35566f52a/WD-2-021-24-pdf.pdf Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #202 Ein Brief, die SPD und der Krieg | 02 Apr 2024 | 01:07:37 | |
In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über einen besonderen Brief. Geschrieben haben ihn Historiker und Historikerinnen. Adressat ist die SPD, der die Autoren auch selbst angehören. Sie setzen sich kritisch mit der Rolle der Sozialdemokraten in den Debatten um den Ukraine-Krieg auseinander. Die Kommunikation sei schlecht und nicht deutlich genug pro-ukrainisch. Damit einher gehe eine zu zögerliche Unterstützung für das angegriffene Land. Darüber hinaus geht es um eine Aufarbeitung der Russland-Politik der letzten Jahrzehnte, die maßgeblich von der SPD mitgeprägt wurde. Und die Autoren bemängeln eine mangelnde Gesamtstrategie für den Umgang mit Russland. Bühler hält die Kritik für in großen Teilen zutreffend. Warum das so ist, macht er an einer ganzen Reihe von Beispielen deutlich.
Zur aktuellen Lage im Krieg: Russland hat die massiven Luftangriffe der vergangenen Tage und Wochen auch über die Ostertage fortgesetzt. Zentrales Ziel ist inzwischen die Energieinfrastruktur der Ukraine, darunter auch Wasserkraftwerke an Staudämmen. Bühler sieht darin ein russisches Kriegsverbrechen. Außerdem besonders betroffen: die Stadt Charkiw. Am Boden gibt es keine größeren Veränderungen. Gleichwohl gibt es schwere Kämpfe. Die Russen versuchen laut Bühler, bei Bachmut und Awdijiwka weiter vorzustoßen. Sie wollten dort Durchbrüche erzwingen. Präsident Selenskyj spricht in einem Interview davon, dass Rückzüge an der Front notwendig werden könnten, wenn man nicht mehr Hilfe aus dem Ausland bekomme. Bühler hält das für plausibel. Die Ukraine habe zu wenig Soldaten, zu wenig Artilleriemunition und anderes Material. Dem gegenüber stehe eine wiedererstarkte russische Armee. Der Ukraine bleibe nur, sich flexibel zu verteidigen. Dazu gehöre es auch, sich aus aussichtslosen Lagen zurückzuziehen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #201 Der Moskau-Anschlag und die Folgen | 28 Mar 2024 | 01:02:02 | |
Diese Folge steht zunächst im Zeichen der Moskauer Terrorattacke, bei der es mindestens 139 Tote gab. In einer ersten Reaktion von Präsident Wladimir Putin hieß es, es gebe Spuren, die in Richtung der Ukraine deuteten. In Kiew wurde das dementiert. Ex-Nato-General Erhard Bühler hält die russischen Vorwürfe gegen die Ukraine für haltlos. Solche brutalen und menschenverachtenden Anschläge kenne man vom IS, der sich auch zu der Tat bekenne. Die Reaktion Putins erklärt sich der Ex-General unter anderem mit innenpolitischen Motiven. Wird der Anschlag Folgen für den Ukraine-Krieg haben?
Außerdem geht es um drastische Äußerungen eines polnischen Armeegenerals. Er glaubt, dass Russland in zwei bis fünf Jahren den Krieg weitertragen könnte – auf Nato-Gebiet. Und es geht um den Vorwurf gegen Frankreich, dort bereite man sich auf ein Eingreifen in den Krieg mit Bodentruppen vor. Weitere Themen: Die aktuelle Lage an der Front + Die Luftoperationen auf beiden Seiten + Eine russische Rakete im polnischen Luftraum Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #200 Lässt der Kampfeswille der Ukrainer nach? | 22 Mar 2024 | 00:54:07 | |
In der inzwischen 200. Folge schalten Tim Deisinger und der frühere Nato-General Erhard Bühler nach Kramatorsk. Dort engagiert sich Lars für die Organisation "Universal Aid Ukraine". Er hat seinen Job in Deutschland gekündigt. Jetzt verteilt er in der Ukraine in Frontnähe Essen und Medikamente. Dabei fährt er durch Dörfer, die von der Versorgung abgeschnitten sind, kommt mit vielen Zivilisten und Soldaten ins Gespräch. Lars sagt, bis letzten Sommer sei die Stimmung gut gewesen. Die Ukrainer hätten einen starken Kampfeswillen gehabt. "Das lässt massiv nach", so der Deutsche. In dieser Folge schildert er ausführlich, was ihm die Ukrainer sagen und wie der Alltag in Kramatorsk und in den umliegenden Dörfern ist.
Wer sich über die Hilfsorganisation informieren oder spenden will, findet auf der Internetseite alle relevanten Fakten: https://www.universal-aid-ukraine.org/ Deisinger lässt Bühler auch wieder die aktuelle Lage im Krieg bewerten. Die Führung in Moskau lässt russische Freischärler in russischen Dörfern in der Region Kursk und Belgorod bombardieren. Die Freischärler planen auch einen Marsch Richtung Moskau. Für Bühler ist das "Propaganda", das werde ihnen nicht gelingen. Bühler erklärt aber, warum die Freischärler für die russische Führung dennoch zu einem großen Problem werden. Außerdem bewertet der Ex-Nato-General die Ankündigung des russischen Verteidigungsministers Sergei Schoigu, für den Dnipro einen neuen Marine-Verband aufzustellen. Wie soll der Verband arbeiten und was hat er für Aufgaben? Dann erklärt Bühler, wo die Ukrainer überall schon massiv Stellungen zur Verteidigung ausgebaut haben. Weiterhin schaut er auf die russischen Luftangriffe unter anderem auf Kiew, bei denen zwei Iskander-Raketen eingesetzt worden sind. Ein Thema in dieser Folge ist das jüngste Ramstein-Treffen. Dem Format gehören mehr als 50 westliche Staaten an, die sich offiziell als Kontaktgruppe für die Verteidigung der Ukraine zusammengeschlossen haben. Die Initiative Tschechiens zur Beschaffung von Munition nimmt Fahrt auf. Deutschland hat Munition und militärische Ausrüstung in einem Umfang von einer halben Milliarde Euro zugesagt. Die Bulgaren wollen 100 Schützenpanzer liefern. Griechenland verspricht 70 Artilleriegeschütze. Außerdem wurde im Umfeld der Konferenz bekannt, dass Rheinmetall in der Ukraine vier Rüstungsbetriebe bauen will. Deisinger fällt trotzdem auf, dass die Reaktion der Ukraine auf die zugesagte Hilfe verhalten ausfällt. Woran liegt das? Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #325 Warum Hegseth die Führung der US-Streitkräfte umbaut | 08 Apr 2026 | 00:39:30 | |
Über lange Zeit rückte die russische Armee in der Ukraine langsam, aber stetig vor. Das scheint vorbei zu sein. Russland habe derzeit vier Probleme, sagt Ex-Nato-General Erhard Bühler. An der Front gehe es nicht voran. Es gebe mehr Verluste bei den Soldaten als Neuverpflichtungen. Es herrsche teilweise Munitionsmangel. Und bei den Luftoperationen seien die Ukrainer erfolgreicher. Nur bei den ballistischen Raketen lägen die Vorteile aufseiten der Russen.
Außerdem geht es um mehrere kleine Frontverschiebungen in der Ostukraine und die Luftoperationen auf beiden Seiten. Weiteres Thema: Der Stabschef der US-Army, Randy George, muss gehen. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte ihn offenbar zum Rücktritt gedrängt. Bühler vermutet, dass Meinungsverschiedenheiten mit Blick auf den Iran-Krieg der Grund gewesen sein dürften. Er sieht die aktuellen Entwicklungen in der US-Armee kritisch. Denn unter Hegseth sind inzwischen zahlreiche hohe Militärs abgesetzt worden. Hegseth schaffe "schlimme Zustände", das werde Folgen haben, so Bühler. Ein redaktioneller Hinweis: Natürlich verfolgen wir auch die aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg und die verkündete Waffenruhe. Da Ex-General Bühler derzeit in der Führungsakademie in Hamburg stark eingebunden ist, können wir die neuen Entwicklungen in dieser Folge nicht besprechen. Podcast-Tipp: Streitkräfte und Strategien - https://1.ard.de/Streitkraefte_und_Strategien Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. Info: Die nächste Ausgabe von "Was tun, Herr General?" ist für den 9. April 2026 geplant. | |||
| #199 Medwedew | 19 Mar 2024 | 01:08:59 | |
In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und der frühere Nato-General Erhard Bühler zunächst über das aktuelle Kriegsgeschehen. Darunter sind mehrere Berichte, die es zuletzt zu eingeschlagenen, ukrainischen Drohnen in Russland gab. Thema ist aber auch eine Aussage des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach die Ukraine mittlerweile Ziele in mehr als 1.000 Kilometern Entfernung treffen könne. Bei den russischen Angriffen gibt es laut Bühler keine grundsätzlichen Veränderungen. Zu den Kämpfen am Boden sagt der Ex-General, es gebe keine wesentlichen Verschiebungen der Frontlinie, aber heftige Kämpfe.
Ausführlich geht es außerdem um den früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Er ist derzeit stellvertretender Chef des Nationalen Sicherheitsrats in Russland. Deisinger und Bühler sprechen über seine Aussagen, die er regelmäßig im Messaging-Dienst Telegram veröffentlicht und seine möglichen Motive dahinter. Bühler geht außerdem auf Medwedews Werdegang ein. Er sagt, man müsse ihn ernst nehmen. Medwedew interpretiere sehr präzise und auf den Punkt gebracht, was der russische Präsident Wladimir Putin manchmal sehr unpräzise und andeutungsweise formuliere. Bühler bewertet außerdem Medwedews Reaktion auf eine von Selenskyj vorgestellte Friedensformel. Er sagt, dabei handele es sich um die Ausbuchstabierung der von Putin selbst benannten Ziele. Medwedew fungiere als Putin-Erklärer, wisse aber auch genau was er tue. Bühler hält es außerdem für ausgeschlossen, dass im Putin-Regime ein Amtsträger so weitreichende Aussagen treffen dürfe und Putin damit überrasche. Deisinger und Bühler schauen aber auch auf die Diskussion im Deutschen Bundestag in der vergangenen Woche. Es ging erneut um mögliche Taurus-Lieferungen. Zudem fragte SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, ob es nicht an der Zeit sei, darüber nachzudenken, wie man den Krieg einfrieren und dann beenden könne. Bühler sieht nicht, dass sich dieser Krieg so beenden lasse. Und es geht um den Schlagabtausch zwischen Kanzler Olaf Scholz und Norbert Röttgen sowie den mutmaßlichen Geheimnisverrat aus einer Sitzung des Verteidigungsausschusses heraus. Zum Schluss beantwortet Bühler noch Hörerfragen. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #198 Die Angst in der deutschen Politik | 15 Mar 2024 | 01:03:01 | |
In dieser Folge sprechen Tim Deisinger und Ex-Nato-General Erhard Bühler über die anhaltende Debatte um das Taurus-System. Kanzler Scholz bleibt bei seinem Nein und will das System nicht an die Ukraine liefern. Er begründet das damit, dass Deutschland nicht zur Kriegspartei werden dürfe. Macht Scholz den Deutschen Angst? Oder sind es seine Kritiker wie CDU-Politiker Roderich Kiesewetter, die Ängste schüren durch immer neue Forderungen? Bühler ordnet die unterschiedlichen Positionen ein. Dabei stellt er Schwächen in der Argumentation von Scholz fest. Der Kanzler müsse auch an die Sicherheit Deutschlands in ein paar Jahren denken. Die werde sich nicht verbessern, wenn die Ukraine den Krieg verliere.
Deisinger und Bühler schauen außerdem auf die aktuelle Lage. Dabei geht es unter anderem um die "Legion Freiheit Russlands" und um das "Russische Freiwilligenkorps". Das sind laut Bühler Milizen, die sich aus russischen Staatsbürgern zusammensetzten. Sie hätten erneut Russland angegriffen, nämlich die Region Belgorod und die Region Kursk. Dabei sei auch das Grenzdorf Tjotkino unter Kontrolle gebracht worden. Für Russland hätten diese Angriffe Folgen. Das Land müsse seine Grenzen nun besser schützen. Dabei erklärt der Ex-Nato-General auch, warum der russische Grenzschutz aus seiner Sicht bisher kaum funktioniert. Eine Rolle spielen weiterhin die jüngsten Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser hatte behauptet, die Lage an der Front sei so gut wie seit drei Monaten nicht mehr. Der Vormarsch der russischen Truppen sei gestoppt worden. Auch wenn Bühler verstehen kann, dass ein Präsident Zuversicht ausstrahlen müsse, hätten die Aussagen wenig mit der Realität zu tun. Es gibt aber auch Entwicklungen, die den Ex-Nato-General zuversichtlich stimmen. Zum Schluss bewertet Bühler noch das Arbeitspapier "Bundeswehr der Zukunft" einer Projektgruppe. Es sieht vor, dass die großen Organisationbereiche auf vier reduziert werden. Dazu gehören Heer, Luftwaffe, Marine und das Kommando Cyber- und Informationsraum. Bühler erklärt, wie sinnvoll die Pläne sind und was sich in der Praxis für die Soldatinnen und Soldaten ändert. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
| #197 Verhinderter Frieden? Das "Abkommen" von Istanbul | 12 Mar 2024 | 00:55:47 | |
Oft wird behauptet, Russland und die Ukraine hätten sich kurz nach Kriegsbeginn auf ein Friedensabkommen verständigt. Jetzt hat das "Wall Street Journal" in einem Artikel Details veröffentlicht. In dieser Folge geht Tim Deisinger mit Ex-Nato-General Erhard Bühler die einzelnen Punkte durch und lässt sie von ihm bewerten. Dem Artikel zufolge sollten die Streitkräfte der Ukraine auf 85.000 Soldaten beschränkt werden. Beschränkungen sollte es auch bei den ukrainischen Panzern und Waffen geben. In dem Artikel war auch zu lesen, auf welche Gebiete die Ukraine hätte verzichten müssen und wie die Einhaltung des Friedens sichergestellt werden sollte. Auch darauf gehen Deisinger und Bühler ein. Der Ex-Nato-General kommt zu dem Schluss, dass die Ukraine den Vertrag nicht unterschreiben konnte. Sie hätte seiner Meinung nach einem "Diktatfrieden" zugestimmt.
Natürlich spielt in dieser Folge auch die aktuelle Lage eine Rolle. So haben die Ukrainer davon gesprochen, sie hätten die Brückenköpfe bei Cherson auf der russisch besetzten Seite des Dnepr ausbauen können. Bühler führt aus, warum er daran Zweifel hat. Außerdem geht er auf die Folgen der ukrainischen Angriffe mit Langstreckendrohnen ein. Damit seien Industrieanlagen und Öl-Depots unter anderem in St. Petersburg und Kursk getroffen worden. Russland habe eine sechsmontige Sperre für den Export von Öl-Produkten verhängen müssen. Bühler erklärt in dieser Folge auch, warum er den von Großbritannien vorgeschlagenen Ringtausch für nicht durchdacht hält. Die Briten wollten von Deutschland Taurus-Systeme. Dafür hätte London an Kiew Storm-Shadow-Marschflugkörper geliefert. Bühler bewertet außerdem die Forderungen von Papst Franziskus nach Verhandlungen. Häufig stellen Hörerinnen und Hörer die Frage, warum in diesem Podcast auch gegensätzliche Meinungen von Politikern wie Michael von der Schulenburg und Sahra Wagenknecht oder den Generälen Harald Kujat und Erich Vad thematisiert werden. Dazu beziehen Deisinger und Bühler in dieser Folge etwas ausführlicher Stellung. Deisinger zufolge ist der Podcast ein Angebot zum Diskutieren. Er solle helfen zu verhindern, dass jeder nur in seiner Bubble lebe. Bühler bekräftigt, dass er zu diesem Konzept stehe. Wenn Sie Fragen haben: Schreiben Sie an general@mdraktuell.de oder rufen Sie kostenfrei an unter 0800 637 37 37. | |||
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