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Explore every episode of the podcast Was denkst du denn?

Dive into the complete episode list for Was denkst du denn?. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

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TitlePub. DateDuration
Auffällig anders05 Sep 202601:11:35

Woran denkt ihr, wenn ihr das Wort "exzentrisch" hört? An auffällig und bunt gekleidete Menschen aus Kunst und Kultur vielleicht? Oder an Menschen, mit Verhaltensweisen, die so deutlich von der Norm abweichen, dass man sie bemerken muss? Ritas These ist: Wir sind alle ein bisschen exzentrisch, bewegen uns also jenseits einer wie auch immer gearteten Mitte. Dieser These gehen wir in dieser Folge nach.


Ritas Literaturliste:
  • Buschnegg, Paul (2026): Sportler scheitern schöner (€). In. Die ZEIT Nr. 34 vom 12.08.2026.
  • Cohen, Ari Seth (2012): Advanced Style. New York: powerHouse Books.
  • Cohen, Ari Seth (2016): Advanced Style – Older and Wiser. New York: powerHouse Books.
  • Plessner, Helmuth (1928): Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die Philosophische Anthropologie. Berlin: de Gruyter.
  • Plessner, Helmuth (1941): Lachen und Weinen. Eine Untersuchung der Grenzen des menschlichen Verhaltens. Bern: Francke.
  • Plessner, Helmuth (1959): Die verspätete Nation. Über die politische Verführbarkeit bürgerlichen Geistes. Stuttgart: Kohlhammer.
  • Scheler, Max (1928): Die Stellung des Menschen im Kosmos. Darmstadt: WBG.
  • Welsch, Wolfgang (2003): Ästhetisches Denken. Stuttgart: Reclam.


Definition Exzentriker: https://de.wikipedia.org/wiki/Exzentriker

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Früher war alles ...07 Aug 202601:06:59

War früher alles besser. Oder fanden wir uns einfach nur besser? Zum Beispiel jünger, fitter, unbedarfter. Das zumindest ist die These des Kängurus in der "Känguru Rebellion" von Marc-Uwe Kling. Die Philosophin Dr. Rita Molzberger und die Journalistin Nora Hespers fragen sich, vor diesem Hintergrund, wie wir Kindheiten erleben und vergleichen. Warum wir manches früher besser fanden - und anderes aber auch nicht. Warum Kinder Erwachsene bemitleiden und was das daüber aussagt, wie unsere Welt eingerichtet ist. Und was ist eigentlich mit einem ordentlichen Onboarding fürs Erwachsenenleben?


Ritas Literaturliste:
  • El-Mafaalani, Aladin (2025): „Superdiverse Kindheiten“. In: El-Mafaalani, Aladin/ Kurtenbach, Sebastian/ Strohmeier, Klaus Peter: Kinder. Minderheit ohne Schutz. Köln: Kiepenheuer & Witsch, S. 65–86. 
  • Hasse, Jürgen; Schreiber, Verena (Hrsg.) (2019): Räume der Kindheit. Ein Glossar. Bielefeld: transcript. 
  • Hedderich, Ingeborg; Reppin, Jeanne; Butschi, Corinne (Hrsg.) (2021): Perspektiven auf Vielfalt in der frühen Kindheit. Mit Kindern Diversität erforschen. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt. 
  • Kling, Marc-Uwe (2026): Die Känguru-Rebellion. Berlin: ullstein.
  • LVR (Hrsg.) (2025): Superdiversität: Aufwachsen und teilhaben in Vielfalt. Jugendhilfereport 3/2025. Online abrufbar unter https://www.lvr.de/media/wwwlvrde/jugend/service/publikationen/dokumente_97/25.03_JHR_WEB.pdf (Datum des letzten Abrufs: 30.07.2026)
  • Vertovec, Steven (2024): Superdiversität. Migration und soziale Komplexität. Berlin: Suhrkamp.
  • Viernickel, Susanne/ Fuchs-Rechlin, Kirsten (2025): Grundlagen der frühkindlichen Bildung. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt. 
  • "Arm sollst du bleiben" - Dokumentation von Monitor (WDR) in der ARD Mediathek (Veröffentlichungsdatum: 18.06.2026, Datum des letzten Abrufs: 01.08.2026)

Noras Linkliste:
  • Schönborn, Lea (25.04.2025): Kinder und Bildung - Was, wenn vieles falsch wäre, was wir über Kindheiten wissen? Krautreporter.de (Datum des letzten Abrufs: 01.08.2026)

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Eiernde Menschen10 Jul 202601:05:50
KI und die Suche nach innerem und äußerem Halt

Für viele Menschen gehört die Nutzung von KI oder besser gesagt LLMs wie ChatGPT zum Alltag. Dabei stellen sie oft auch Fragen, die helfen sollen, Orientierung zu finden. Dahinter steckt ein inneres Bedürfnis nach Halt, vermuten Rita und Nora. Wie können wir dem begegnen? Und unter welchen Bedingungen wird die Beantwortung des Bedürfnisses an kommerzielle Anbieter abgegeben? Darum geht's in dieser Folge "Was denkst du denn?".

Ritas Literaturliste:
  • Anders, Günther (1956): Die Antiquiertheit des Menschen. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution. München: C.H. Beck.
  • Fassauer, Gabriele (2008): Subjektive Identität, Anerkennung und Anomie. In: Dies.: Arbeitsleistung, Identität und Markt. Eine Analyse marktförmiger Leistungssteuerung in Arbeitsorganisationen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 25-82.
  • Fink, Eugen (2018): Sein, Wahrheit, Welt. Freiburg, München: Verlag Karl Alber. [Orig. 1958]
  • Gehlen, Arnold (1957): Die Seele im technischen Zeitalter. Hamburg: Rowohlt.
  • Jaeggi, Rahel (2014): Kritik von Lebensformen. Berlin: Suhrkamp.
  • Moor, Paul (1952): Zur Psychologie und Pädagogik des inneren Haltes. In: Psyche 6, Nr. 2, S. 144–145.
  • Nietzsche, Friedrich (2019): Jenseits von Gut und Böse. Zur Genealogie der Moral. München: dtv. [Orig. 1886]
  • Plessner, Helmuth (2003): Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie. In: Gesammelte Schriften, Band IV. Frankfurt/Main: Suhrkamp. [Orig. 1928]
  • Reckwitz, Andreas (2017): Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne. Berlin: Suhrkamp.
  • Reckwitz, Andreas (2024): Verlust. Ein Grundproblem der Moderne. Berlin: Suhrkamp.
  • ZDF Doku: 37 Grad - Befreundet mit einer KI
Noras Linkliste:

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Es lebe die Ruhelution!05 Jun 202601:08:34
Warum auch Ruhe eine Frage der Macht ist

Nach der Folge über das Einmischen fragt Rita: Müssten wir uns nicht auch mal in Ruhe lassen? Und da schließt sich natürlich die Frage an, wer muss eigentlich wen in Ruhe lassen? Zu welchem Zeitpunkt ist Ruhe wichtig? Und wer hat denn überhaupt ein Recht auf Ruhe? Fragen, die ziemlich viel aufwühlen und zu Tage fördern. So ruhig ist es dann in dieser Podcastfolge dann doch nicht und deshalb rauschen im Hintergrund nicht nur die Züge hinterm Schrebergartenstudio durch, sondern auch die Gedanken.

Ritas Literaturliste:
  • Arendt, Hannah (2002): Denktagebuch. Erster Band. Hrsg. von Ursula Ludz und Ingeborg Nordmann. München/Zürich: Piper, 2002. [Vgl. Eintrag zu Liebe, Ehe und Freundschaft, Dezember 1950]
  • Augustinus (1987): Confessiones – Bekenntnisse. Lateinisch-Deutsch. Übers. von Joseph Bernhart. Frankfurt/Main: Insel.
  • Epiktet (1999): Handbüchlein der stoischen Moral. Hrsg. und übers. von Kurt Steinmann. Düsseldorf/Zürich: Artemis & Winkler.
  • Epikur (1973): Lehrbriefe und Spruchsammlung. Übers. und hrsg. von Klaus Reich. Stuttgart: Reclam.
  • hooks, bell (2000): All About Love: New Visions. New York: William Morrow.
  • Konersmann, Ralf (2015). Die Unruhe der Welt: Über die Weigerung, die Dinge auf sich beruhen zu lassen. Frankfurt/ Main: S. Fischer.
  • Moor, Paul (1952): Zur Psychologie und Pädagogik des inneren Haltes. In: Psyche 6, Nr. 2, S. 144–145.
  • Pessoa, Fernando (2003). Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares. Aus dem Portugiesischen übersetzt von Inés Koebel. Mit einem Nachwort von Egon Ammann. Zürich: Ammann.
  • Rössler, Beate (2017). Autonomie: Ein Versuch über das gelungene Leben. Berlin: Suhrkamp.

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Resonanzhäfen08 May 202601:17:11
Mit Freund*innen über Beziehungen reden

Die australische Philosophin Kate Manne plädiert dafür, dass wir mit Freundinnen über die red flags ihrer Partner sprechen. Als feministische Praxis. Denn während wir öffentlich und via Social Media immer gerne bereit sind, Beziehungen zu kommentieren, ist das im Privaten nicht immer so. Das sagt auch etwas über unsere Freundschaften aus.

In ihrem Newsletter-Text "Friends don't let friends ignore their husband's red flags" plädiert Kate Manne dafür, sich im Privaten in die Beziehungen von Freund*innen einzumischen. Sie erklärt an einem aktuellen Fall, dass es sich dabei um gute feministische Praxis handelt und einen Akt der Liebe und Wertschätzung. Gleichzeitig sehen wir, dass Beziehungen anderer sehr wohl diskutiert werden - nämlich zum Beispiel in sozialen Netzwerken, wie der Fall des österreichischen Olympiasiegers Benjamin Karl zuletzt gezeigt hat. Wir sprechen darüber, wie Freundschaften sein müssen, damit wir ehrlich miteinander sein können. Und welche Rolle auch Sexismus und Misogynie dabei spielen, diese red flags erkennen und benennen zu können. Und was sich auch in Männerfreundschaften ändern muss.

Ritas Literaturliste:
  • Endler, Rebekka (2025): Witches, Bitches, It-Girls - Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen. Berlin: Rowohlt
  • Fink, Eugen (1992): Existenz und Coexistenz: Grundprobleme der menschlichenGemeinschaft. Nachlassvorlesungen. Hrsg. von Franz-Anton von Kunz. Würzburg:Königshausen & Neumann.
  • Fritz, Sophia (2024): Toxische Weiblichkeit. Berlin: Hanser Berlin.
  • Gilligan, Carol (1993): In a Different Voice: Psychological Theory and Women’sDevelopment. 2. Auflage. Cambridge, MA: Harvard University Press.
  • Held, Virginia (2006): The Ethics of Care: Personal, Political, and Global. Oxford: OxfordUniversity Press.
  • Kant, Immanuel (1968): "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?". In: Akademie-Ausgabe der Werke, Bd. VIII, S. 35–42. Berlin: de Gruyter, 1968. [Orig. 1784)
  • Manne, Kate (2019): Down Girl: Die Logik der Misogynie. Übers. von Ursel Schäfer.Berlin: Suhrkamp Verlag.
  • Chollet, Mona (2018): Hexen. Die unbesiegte Macht der Frauen. Hamburg: Nautilus
  • Nussbaum, Martha C. (2000): Women and Human Development: The CapabilitiesApproach. Cambridge: Cambridge University Press.
Noras Linktipps:

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Über Geld, Macht und Philantrophie03 Apr 202601:28:08
Gespräch mit Kai Viehof

Kai Viehof hat ein Millionenerbe ausgeschlagen. Sein eigenes Vermögen spendet er großzügig an Organisationen, die sich für Demokratie einsetzen. Hate Aid zum Beispiel. Oder Brand New Bundestag. Und er spricht öffentlich über die ungerechte Verteilung von Vermögen, die damit einhergehende Machtkonzentration und wie er sich eine gerechtere Welt vorstellt.

In dieser Folge denken wir gemeinsam nach über Reichtum und Verantwortung, den zwiespältigen Begriff des Philantrophen, über Habitus und Status. Und was es auch für die Familie bedeutet, so offen und öffentlich über das Thema Reichtum und Vermögensungleichheiten nachzudenken und zu sprechen.

Literaturtipps zur Folge:
  • Bourdieu, Pierre (2015): Die verborgenen Mechanismen der Macht. Schriften zu Politik & Kultur 1. Herausgegeben von Margarete Steinrücke. Hamburg: VSA.
  • Bourdieu, Pierre (1979): Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Berlin: Suhrkamp.
  • Bregman, Rutger (2021): Im Grunde gut. Eine neue Geschichte der Menschheit. Hamburg: Rowohlt.
  • Bregman, Rutger (2024): Moralische Ambitionen. Wie man aufhört, sein Talent zu vergeuden, und etwas schafft, das wirklich zählt. Hamburg: Rowohlt.
  • Eribon, Didier (2020): Rückkehr nach Reims. 20. Auflage. Berlin: Suhrkamp.
  • Ernaux, Annie (2020): Der Platz. 3. Auflage. Berlin: Suhrkamp.
  • Goffman, Erving (1959) Wir alle spielen Theater. Die Selbstdarstellung im Alltag. München: Piper, S. 48–75.
  • Jaff, Aya (2025): Broligarchie. Die Machtspiele der Tech-Elite und wie sie Fortschritt verhindern. Berlin: Ullstein.
  • Klein, Sebastian (2025): Toxisch reich. Warum extremer Reichtum unsere Demokratie gefährdet. München: oekom.
  • Nussbaum, Martha (2008): Die Grenzen der Gerechtigkeit. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
  • Oldenburg, Felix (2025): Der gefesselte Wohlstand: Wo die Milliarden liegen, mit denen wir die Welt verbessern können. Berlin: Econ.
  • Ostrom, Elinor (2011): Was mehr wird, wenn wir teilen: Vom gesellschaftlichen Wert der Gemeingüter. München: oekom.
  • Ostrom, Elinor (2012) Die Verfassung der Allmende. Jenseits von Markt und Staat. Tübingen: Mohr Siebeck.
  • Rawls, John (1979): Eine Theorie der Gerechtigkeit. Berlin: Suhrkamp.
  • Sen, Amartya (2003): Die Idee der Gerechtigkeit. München: C.H. Beck.
Genannte Organisationen:

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Nein sagen04 Mar 202601:07:16
Was, wenn ich einfach streike?

Am 9. März 2026 sind alle Frauen in Deutschland aufgerufen zu streiken nach dem Vorbild des Frauenstreiks in Island. Gleichzeitig haben Viele das Gefühl: Wie soll das gehen? Ich kann doch nicht einfach Nein sagen?

Wir wagen das Gedankenspiel für alle, die noch nichts davon gehört haben, dass am 9. März gestreikt werden soll. Für alle die hadern, sich fragen, wie das gehen soll. Denn ist gibt gute und sehr handfeste Gründe, warum es vor allem Frauen, oder um es intersektional auszudrücken, nicht cis-männliche Personen eben nicht so einfach Nein sagen können. Und wir legen eine Gegenfolie an: Für wen ist es eigentlich leicht, Nein zu sagen?

Ritas Literaturliste:
  • Adorno, Theodor W. (1966): Negative Dialektik. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
  • Arruzza, Cinzia / Bhattacharya, Tithi / Fraser, Nancy (2019): Feminismus für die 99%. Ein Manifest. Matthes & Seitz: Berlin.
  • Benner, Dietrich (Hrsg.) (2005): Erziehung – Bildung – Negativität. ZfPäd, Beiheft 49. Weinheim u.a.: Beltz.
  • Bhattacharya, Tithi (Hrsg.) (2018): Social Reproduction Theory. Remapping Class, Recentering Oppression. Mit einem Vorwort von Lise Vogel. London: Pluto Press.
  • Fallwickel, Mareike (2025): Und alle so still. Hamburg: Rowohlt.
  • Federici, Silvia (2021): Revolution at Point Zero: Hausarbeit, Reproduktion und feministischer Kampf. Münster: Unrast.
  • Fraser, Nancy (2016): Contradictions of Capital and Care. In: New Left Review 100, S. 99–117.
  • Frost, Ursula (2010): Bildung bedeutet nicht Anpassung, sondern Widerstand. Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik 81 (3), S. 321–330.
  • Frost, Ursula (2013): Bildung ist auch Widerstand! In: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (Hrsg.): Marburger Bildungsaufruf. Frankfurt/Main. Online abrufbar unter: https://www.gew-hessen.de/fileadmin/userupload/1themen/marburgerbildungsaufruf/KFrostUrsulaBildungistauch_Widerstand.pdf (Datum des letzten Abrufs: 24.02.2026)
  • Han, Byung-Chul (2010): Müdigkeitsgesellschaft. Berlin: Matthes & Seitz.
  • Hegel, Georg Friedrich Wilhelm (2020): Phänomenologie des Geistes. Berlin: Suhrkamp.
  • Kollontai, Alexandra (1977): Die soziale Grundlage der Frauenfrage. Berlin: Dietz. [Orig. 1909]
  • Marx, Karl (1844): Ökonomisch-philosophische Manuskripte. In: Ders.: Frühschriften. Stuttgart: Reclam, S. 3–148.
  • Meyer-Drawe, Käte (2005): Anfänge des Lernens. In: Benner, Dietrich (Hrsg.): Erziehung – Bildung – Negativität. Weinheim u.a.: Beltz, S. 24–37.
  • Schutzbach, Franziska (2024): Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit. München: Droemer.
  • Vogel, Lise (2013): Marxism and the Oppression of Women. Toward a Unitary Theory. Leiden/Boston: Brill. [Orig. 1983] Online abrufbar unter: https://transreads.org/wp-content/uploads/2023/11/2023-11-25656265c2d2e5eMarxismandtheOppressionOfWomen-LiseVogel-1987-RutgersUniversityPress-9780813512341-002de2be2803d34e3fcc03f68ac4b564-AnnasArchive.pdf (Datum des letzten Abrufs: 24.02.2026)

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Über das Gute, Hoffnung und Solidarität08 Feb 202601:15:18
... und den Größenwahn, die Welt retten zu wollen

Was ist eigentlich das Gute? Und wie können wir uns selbst so in die Gesellschaft einbringen, dass mehr davon entsteht? Ein Gespräch über Hoffnung, Solidarität - und den Größenwahn, die Welt retten zu wollen.

Rita hat mit ihren Studis darüber diskutiert, was denn eigentlich das Gute ist und Nora hat sich auf der Suche nach mehr gesellschaftlichem Engagement mit Rutger Bregmans Buch "Moralische Ambitionen" beschäftigt. Denn die Frage ist ja: Was ist eigentlich "das Gute"? Reicht es nicht auch, Dinge erstmal besser zu machen? Wo können wir ansetzen? Wie viele Menschen müssen wir erreichen, damit etwas wirklich und nachhaltig gut ist? Und finden wir Energie und Hoffnung für unser Tun? Sprechen wir drüber in dieser Folge "Was denkst du denn?"

Ritas Literaturliste:
  • Aristoteles (2006): Nikomachische Ethik. Übersetzt und hrsg. von Otfried Höffe. 5. Aufl. München: Beck.
  • Bentham, Jeremy (1988): An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. Amherst, NY: Prometheus Books. [Orig. 1789]
  • Foot, Philippa (2004): Die Natur des Guten. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
  • Habermas, Jürgen (1991): Vom pragmatischen, ethischen und moralischen Gebrauch der praktischen Vernunft. In: Ders.: Erläuterungen zur Diskursethik. Frankfurt/Main: Suhrkamp, S. 100-118.
  • Honneth, Axel (1992): Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
  • Kant, Immanuel (1990): Kritik der praktischen Vernunft. Hamburg: Meiner.
  • Kant, Immanuel (1998): Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. In: Akademie-Ausgabe IV. Berlin: de Gruyter.
  • Mill, John Stuart (1991): Utilitarianism. In: Ders.: On Liberty and Other Essays. Oxford: Oxford University Press.
  • Nagel, Thomas (1986): The View from Nowhere. Oxford: Oxford University Press.
  • Nussbaum, Martha (2006): Frontiers of Justice: Disability, Nationality, Species Membership. Cambridge, MA: Harvard University Press.
  • Rawls, John (1993): Political Liberalism. New York: Columbia University Press.
Noras Lesetipps:
  • Bregman, Rutger (2024): Moralische Ambitionen. Wie man aufhört, sein Talent zu vergeuden und etwas schafft, das wirklich zählt. Rowohlt.
  • Neubauer, Luisa / Reemtsma, Dagmar (2023): Gegen die Ohnmacht. Meine Großmutter, die Politik und ich. (Tropen Verlag)

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Paternalismus und Autonomie09 Jan 202601:09:44
Von Transparenz, Miteinander und Abhängigkeiten

Bevormundung fühlt sich selten gut an. Und doch gibt es Situationen, in denen es sogar notwendig sein kann, dass jemand für uns und über unseren Kopf hinweg entscheidet. Zum Beispiel in einem medizinischen Notfall, aber auch in der sozialen Arbeit. Das Konzept der völligen Autonomie hingegegen lässt sich auch nur schwer einlösen. Schon allein deshalb, weil wir nunmal in Abhängigkeiten leben. Wir loten die beiden Begriffe und den Raum dazwischen für euch gewohnt humorvoll aus.

Außerdem gibt es noch zwei Neuigkeiten:

  1. Wir müssen leider Steady vorläufig einstellen und damit eure Möglichkeit, uns zu supporten. Hintergründe dazu erfahrt ihr direkt zu Beginn der Podcastfolge
  2. Ab Februar wird es "Was denkst du denn?" nicht mehr auf Spotify geben. Schreibt uns gerne, wo ihr uns stattdessen gerne hören wollen würdet. Wir schauen, was möglich ist.
Ritas Literaturliste:
  • Breitsameter, Christof (2011): Autonomie und Fürsorge. Zwei gegensätzliche Prinzipien? In: Breitsameter, Christof (Hrsg.): Autonomie und Stellvertretung in der Medizin : Entscheidungsfindung bei nichteinwilligungsfähigen Patienten. Stuttgart: Kohlhammer. S. 60-78.
  • DBSH (Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e.V.) (2025). Berufsethik des DBSH (2. Fassung). https://www.dbsh.de/media/public/dbsh-bund/Profession/2025-05-21DBSHBerufsethik2.Fassung.pdf (Letzter Abruf 30.12.2025)
  • Großmaß, Ruth (2016): Ethische Reflexion in der Sozialen Arbeit. In: Soziale Arbeit 65(3), S. 89–101.
  • Gutmann, Thomas (2023): Liberalism and (how to avoid) paternalism. In: ZEMO 6, S. 147-155.
  • Kovács, László (2017). Zur Rolle der Ethik in der Sozialen Arbeit. In: EthikJournal 2/2017.
  • Maaser, Wolfgang (2013). Sozialarbeiterische Profession im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle. In: EthikJournal, 1/2013.
  • Motzke, Katharina (2014). Soziale Arbeit als Profession. Zur Karriere „sozialer Hilfstätigkeit“ aus professionssoziologischer Perspektive. Opladen, Berlin, Toronto.

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WissPodWeihnacht: Kinderrechte22 Dec 202500:23:24
Von Adultismus, Autorität und Machtverteilung

22. Türchen des WissPod Adventskalenders 2025: Bis heute sind Kinderrechte nicht im Grundgesetz verankert. Und das liegt auch daran, wie unsere Gesellschaft auf Kinder schaut. Auf der einen Seite wollen wir sie zu Menschen erziehen, die besser sind als wir selbst. Auf der anderen Seite fällt es uns schwer, sie ehrlich und ernsthaft mit einzubeziehen in unser Leben und die Erwachsenenwelt. Genau da schauen wir in dieser Folge hin.

Diese Folge ist ein Teil des Wissenschaftspodcasts Adventskalenders 2025. Alle Türchen des Adventskalenders könnt ihr hier öffnen: wissenschaftspodcasts.de/adventskalender2025

Ritas Literaturliste:
  • El-Mafaalani, A./ Kurtenbach, S./ Strohmeier, K. P. (2025): Kinder – Minderheit ohne Schutz: Aufwachsen in der alternden Gesellschaft. Köln.
  • Hansen, R./ Knauer, R./ Sturzenhecker, B. (2015): Partizipation in Kindertageseinrichtungen. So gelingt Demokratiebildung mit Kindern! Weimar. https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte
  • Korczak, J. (1970): Das Recht des Kindes auf Achtung. Hrsg. von E. Heimpel und H. Roos. Göttingen.
  • Liebel, M. (2010): Diskriminiert, weil sie Kinder sind: ein blinder Fleck im Umgang mit Menschenrechten. In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 5, S. 307–319.
  • Liebel, M. (2020a): Solidarische Hilfe? Kinderrechte als Leitlinie Sozialer Arbeit. In: Sozial Extra 44, S. 326–327.
  • Liebel, M. (2020b): Unerhört. Kinder und Macht. Weinheim, Basel.
  • Maywald, J. (2016): Kinderrechte in der Kita. Kinder schützen, fördern, beteiligen. Freiburg i. Br.
  • Ritz, M. (2024): Adultismus und kritisches Erwachsensein. Hinter (auf-)geschlossenen Türen. Münster.
  • Roth, Xenia (2010): Handbuch Bildungs- und Erziehungspartnerschaft: Zusammenarbeit mit Eltern in der Kita. Freiburg i.Br.
  • Staub-Bernasconi, S. (1995): Systemtheorie, soziale Probleme und Soziale Arbeit. Lokal, national, international, oder: Vom Ende der Bescheidenheit. Bern.

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Organspende05 Dec 202501:00:59
Multidisziplinäre Überlegungen

"Könnt ihr mal über das Thema Organspende sprechen?" - Dieser Wunsch wurde vor einiger Zeit per Mail an uns herangetragen. Im Sommer. Gefühlt. Also eigentlich wars im Februar 2025. Aber nicht mal zehn Monate später haben wir es jetzt endlich geschafft.

Und holymoly, was für ein Thema! Denn an der Frage, ob wir uns dazu entscheiden, unsere Organe zu spenden hängen so viele verschiedene Themenbereiche und Fachdisziplinen, da bräuchte es eigentlich mehr als zwei Menschen, um da wirklich fachlich fundiert drüber zu sprechen. Deshalb versuchen wir eine Annäherung. Über persönliche Gefühle, praktische Gedanken und den Hinweis auf die vielen Fachdisziplinen, die sich ebenfalls mit dem Thema auseinandersetzen. Das Wichtigste ist am Ende: Drüber sprechen. Gedanken und Wünsche mitteilen. Ob mit oder ohne Organspende-Ausweis oder -Tattoo. Denn diese Entscheidung betrifft uns eben doch nicht nur als Individuen.

Ritas Literaturliste:
  • Ach, Johann/ Anderheiden, Michael/ Quante, Michael (2000): Ethik der Organtransplantation. Erlangen. Erk, Christian (2014): Das Eigentliche des Todes. Ein Beitrag zur Be-Lebung der Debatte über Hirntod und Transplantation. In: Ethik in der Medizin 26, S. 121-135
  • Quante, Michael (2002): Personales leben und menschlicher Tod. Personale Identität als Prinzip der biomedizinischen Ethik. Frankfurt/Main.
  • Schaber, Peter (2022): Organspende – Geschenk oder moralische Pflicht?
  • Scheffer, Thomas/ Michaeler, Matthias/ Schank, Jan (2008): Starke und schwache Verfahren. Zur unterschiedlichen Funktionsweise politischer Untersuchungen am Beispiel der englischen „Hutton Inquiry“ und des „CIA-Ausschusses“ der EU. In: Zeitschrift für Soziologie, Jahrgang 37, Heft 5. Stuttgart, S. 423-444.
  • Wiesemann, Claudia/ Biller-Andorno, Nikola (2005): Medizinethik. Unter Mitarbeit von Andreas Frewer. Stuttgart, S. 57-71.

Unter https://www.organspende-info.de/ findet ihr viele weitere Informationen zum Thema Organspende. Einen Direktlink zum Quiz findet ihr in den Shownotes.

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Kinderrechte07 Nov 202501:17:25
ins Grundgesetz

Wenn wir über Care-Arbeit reden, sprechen wir häufig davon, wie Arbeit in der Erwachsenenwelt im Allgemeinen verteilt ist. Wessen Aufgabe es eigentlich ist, sich um die Kinderbetreuung zu kümmern, wer macht mehr, wer macht weniger. Wir könnten aber auch anders diskutieren. Nämlich aus der Perspektive der Kinder und ihrer Rechte. Aus der Perspektive der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung dafür, dass Kinderrechte zur Geltung kommen. Denn würden wir die ernst nehmen, würden sich einige Diskussionen über die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit vielleicht auflösen.

Ritas Literaturliste
  • El-Mafaalani, A./ Kurtenbach, S./ Strohmeier, K. P. (2025): Kinder – Minderheit ohne Schutz: Aufwachsen in der alternden Gesellschaft. Köln.
  • Hansen, R./ Knauer, R./ Sturzenhecker, B. (2015): Partizipation in Kindertageseinrichtungen. So gelingt Demokratiebildung mit Kindern! Weimar.https://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte
  • Korczak, J. (1970): Das Recht des Kindes auf Achtung. Hrsg. von E. Heimpel und H. Roos. Göttingen.
  • Liebel, M. (2010): Diskriminiert, weil sie Kinder sind: ein blinder Fleck im Umgang mit Menschenrechten. In: Diskurs Kindheits- und Jugendforschung 5, S. 307–319.
  • Liebel, M. (2020a): Solidarische Hilfe? Kinderrechte als Leitlinie Sozialer Arbeit. In: Sozial Extra 44, S. 326–327.
  • Liebel, M. (2020b): Unerhört. Kinder und Macht. Weinheim, Basel.
  • Maywald, J. (2016): Kinderrechte in der Kita. Kinder schützen, fördern, beteiligen. Freiburg i. Br.
  • Ritz, M. (2024): Adultismus und kritisches Erwachsensein. Hinter (auf-)geschlossenen Türen. Münster.
  • Roth, Xenia (2010): Handbuch Bildungs- und Erziehungspartnerschaft: Zusammenarbeit mit Eltern in der Kita. Freiburg i.Br.
  • Staub-Bernasconi, S. (1995): Systemtheorie, soziale Probleme und Soziale Arbeit. Lokal, national, international, oder: Vom Ende der Bescheidenheit. Bern.
Noras Linktipp:

Carolin Kebekus Show: Kita und Krawall - über Kita-Viren und Eltern-Chats

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Üppiges Chaos10 Oct 202501:23:04
Von der Kunst zu moderieren - mit Elif Şenel

Wer sie noch nicht kennt: Elif Şenel moderiert unter anderem das "Tagesgespräch" bei WDR 5. Ein Format, in dem das hörende Publikum zu Wort kommt. Etwas, worauf man sich nicht vorbereiten kann, denn wer sich wie zu welchem Thema äußert, ist sehr unterschiedlich. Für Elif Şenel etwas Wunderbares, weil sie so mit Menschen ins Gespräch kommt, die sie vielleicht so auf der Straße gar nicht treffen würde. Aber natürlich ist das auch herausfordernd.

Ein Gespräch über die Kunst der Moderation, über Augenhöhe, Zuhören, echte Gespräche mit Erkenntnisgewinn und Fehlerkultur.

Ritas Literaturliste:
  • Anscombe, G. E. M. (2000): Absicht. Frankfurt/Main. [Orig. 1957]
  • Aristoteles (2020): Nikomachische Ethik. Griechisch–Deutsch, übersetzt und hrsg. von Gernot Krapinger. Stuttgart.
  • Lyssenko, Viktoria (2002): The hard task of hitting the mean: Aristotle’s mean (mesotes) and Buddha’s middle path (Majjhima Patipad). In: Acta Orientalia Vilnensia, S. 81-92.
  • Peters, Werner (1992): Mitte und Maß. In: Guggenberger, Bernd/ Hansen, Klaus (Hrsg.): Die Mitte. Vermessungen in Politik und Kultur. Wiesbaden.
  • Prüwer, Tobias (2011): Zwischen Skylla und Charybdis: Motive von Maß und Mitte: In: Forum für kritische Rechtsextremismusforschung (Hrsg.): Ordnung. Macht, Extremismus. Wiesbaden, S. 59-84.
Elifs Literaturtipps:
  • Pörksen, Bernhard (2025): Zuhören - Die Kunst, sich der Welt zu öffnen. München.
  • Nordqvist, Sven (1997): Fndus und der Hahn im Korb. Hamburg.
Noras Literaturtipps:
  • Rabe, Anne (2025): Das M-Wort - Gegen die Verachtung der Moral. Stuttgart.
  • Sahebi, Gilda (2025): Verbinden statt spalten - Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung. Frankfurt am Main.
Noras Hörtipp:

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Wer ist hier empowert?05 Sep 202501:29:40
Über Empowerment und kritische Autorität

Was ist eigentlich Empowerment? Das ist gar nicht so einfach zu klären, denn die inflationäre Verwendung des Begriffs sorgt zunehmend dafür, dass seine Bedeutung verschwimmt und zerfasert. Dabei ist der Grundgedanke, nämlich Räume zu schaffen, in denen Menschen eine Bestärkung ihres Selbst erfahren, grundsätzlich ein guter.

Aber auch Empowerment wird immer mehr zu einem Buzzword. Zum Geschäft. Und Nicole vom "Kleine Pause Podcast" hat sich gefragt, welche Folgen das hat. Und welche Rolle auch Autorität dabei spielt, wenn Menschen sich gegenseitig bestärken und Macht und Machtpositionen gesellschaftlich neu verhandelt werden. Genau das versuchen wir in dieser Folge auszuloten und zu durchdenken.

Ritas Literaturliste:
  • Albert, Hans: Freiheit und Ordnung: Zwei Abhandlungen zum Problem einer offenen Gesellschaft. Beiträge zur Ordnungstheorie und Ordnungspolitik, Band 109. Tübingen 1986.
  • Arendt, Hannah: Was ist Autorität? In: Dies.: Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Übungen im politischen Denken I. München 1994. S. 159-200. [Orig. 1956]
  • Neiman, Susan: Moralische Klarheit: Eine Anleitung für erwachsene Idealisten. Aus dem Englischen von Matthias Fienbork. München. 2009.
  • Srinivasan, Amia: Das Recht auf Sex: Feminismus im 21. Jahrhundert. Aus dem Englischen von Tanja Handels. Frankfurt/Main. 2022.
  • Wille, Katrin: Feministische Theorie und Praxis der Autorität. In: Landweer, Hilge/ Newmark, Catherine (Hrsg.): Wie männlich ist Autorität? Frankfurt/Main, New York. 2018. S. 343-359. Online verfügbar unter https://www.uni-hildesheim.de/media/fb2/philosophie/ForschungundPromotion/Feministische_Kritik/Veroeffentlichungen/Wille-Autoritaet-Campus-2018.pdf (Datum des letzten Abrufs: 23.08.2025)
Nicoles Literaturtipps:
  • hooks, belle: Die Welt verändern lernen. Unrast. 2025

  • hooks, belle: Kritisch denken lernen. Unrast. 2025

  • hooks, belle: Gemeinschaft leben lernen. Unrast. 2025

  • Randak, Nadine: Emanzipation, Erziehung, Empowerment - Über einen (nicht nur) pädagogischen Paradigmenwechsel und seine Folgen. In: Gräber, Sebastian / Gutfleisch, Henning / Probst, Tarek / Stahl, Anna-Josepha / Viol, Patrick / Wevelsiep, Max (Hrsg): Halbbildung - Kritische Theorie der Pädgogik. Verbrecher-Verlag. 2025.

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Göttliches Gelächter08 Aug 202501:19:53
Über die Grenzen des Humors

Hat Humor eigentlich Grenzen, wenn es um Religion geht? Wie viel Humor hat das Göttliche und warum reagieren Menschen sensibel, wenn über den Glauben gelacht wird? Mit diesen Fragen beschäftigen sich in dieser Folge des "Was denkst du denn? Podcast die Journalistin Nora Hespers, die Philosophin Dr. Rita Molzberger und der Theologe, Clown und Sportwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Stefan Schneider.

Ritas und Stefans Literaturliste:
  • Fink, Eugen (1960): Nietzsches Philosophie. Stuttgart. (v.a. Kap. 1: Die Artisten-Metaphysik, S. 7-42)
  • Gaut, Berys Nigel (1998): Just Joking: The Ethics and Aesthetics of Humor. In: Philosophy and Literature 22 Baltimore, S. 51-68.
  • Göktürk, Deniz (2017): Die Komik der Kultur. In: Wirth, Uwe (Hrsg.): Komik. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart, S. 160-172.
  • Götz, Ignacio L. (2002): Faith, Humor and Paradox. Westport, CT.
  • Hemmelmann, Petra (2021): Ausgelacht? Die alte und neue Frage nach den Grenzen des Humors. In: Communicatio Socialis 1/2021. Online abrufbar unter https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/0010-3497-2021-1-7.pdf?downloadfullpdf=1 (Datum des letzten Abrufs: 14.07.2025)
  • Kehlmann, Daniel (2017): Tyll. Reinbek.
  • Körner, Felix (2021): Der religiöse Witz. Zur Unterdrückung von Unterdrückung. In: Winkler, Ulrich/Boerger, Christian/Klenk, Joel (Hrsg.): Von Peripherien und Zentren, Mächten und Gewalten. Jerusalemer Ansätze für eine postkoloniale Theologie. Münster, S. 191ff.
  • Menze, Nadia (2024): Zur Anatomie der Karikatur. Aschaffenburg.
  • Moore, Christopher (2002): Die Bibel nach Biff. München.
  • Niven, John (2012): Gott bewahre. München. 
  • Plass, Adrian (2020): Tagebuch eines frommen Chaoten. Moers.
  • Tucholsky, Kurt Wrobel, Ignaz: Was darf die Satire? Gesammelte Werke in 10 Bänden. Hrsg. von Mary Gerold-Tucholsky und Fritz J. Raddatz. Band 2. Reinbek, S. 42 ff. [Orig. 1919]
  • Wieß, Andreas G. (2021): Ausgelacht?! Glaube und die Grenzen des Humors. Freiburg i. Br.

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Hold my Sachlichkeit05 Jul 202501:07:04
Von Allyship und gelebter Solidarität

Allyship - ein viel genutzter Begriff, wenn es darum geht, marginalisierte und diskriminierte Menschen in ihrem Kampf um Wahrnehmbarkeit zu unterstützen, ihnen zur Seite zu stehen, Räume zu öffnen und zu halten. Immer wieder wird Allyship auch in sozialen Netzwerken thematisiert, gefordert und gelebt. Aber wie macht man das eigentlich richtig? Und wie kommen wir von performativer Allyship in gelebte Solidarität?

An konkreten Beispielen versuchen wir in dieser Folge, uns dem Begriff Allyship zu nähern und fragen uns, was es eigentlich braucht, um eine guter Ally zu sein? Und ob es am Ende ausschließlich um die Solidarität und Unterstützung von marginalisierten Personengruppen geht oder ob sich unser Engagement nicht eher auf ein drittes stützen muss - nämlich geteilten Werten. Und welche Rolle spielen dabei eigentlich Privilegien, Machtverhältnisse und Abhängigkeiten?

Ritas Literaturliste:
  • Fallwickl, Mareike (2025): Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen. Briefe an die kommenden Generationen, Band 5. München.
  • Kalina, Peter (2020): Performative Allyship. In: Technium Social Sciences Journal 11, S. 478-481.
  • Kaufmannn, Margrit E. (2021): Solidarität als Kritik. Gerechtigkeit in Zeiten von Abstandsregelungen, Appellen und Allyship. In: Sozialmagazin 8, S. 14 - 23.
  • Masurkewitz-Möller, Julia (2023): Formen der Solidarität. Eine Begriffssystematik. Bielefeld.
  • Roig, Emilia (2024): Lieben. Berlin.
  • Sunderman, Zachary (2023): Dilemmas of Allyship. White Anti-Racists and the Challenges of Social Justice. London.
  • Susemichel, Lea/ Kastner, Jens (Hrsg.) (2021): Unbedingte Solidarität. Münster.
Noras Literaturtipp:
  • Endler, Rebekka (2025): Witches, Bitches, It-Girls - Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen. Hamburg.

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Denken mit KnI06 Jun 202501:24:33
Über das Denken in Zeiten künstlich nachahmender Intelligenz

Womit denken wir eigentlich und was nimmt uns KI ab, wenn wir das Denken an große Sprachmodelle abgeben, die lediglich menschliches Denken simulieren?

Künstliche Intelligenz bringt große Verunsicherung mit sich. Und doch trauen wir den großen Sprachmodellen wie ChatGPT zu, schlauer zu sein als wir. Eindeutige Antworten zu liefern und damit unser Leben zu erleichtern. Bisweilen stellen wir aber fest, dass wir es doch besser wissen - oder sich unsere Schleichwege zur Erkenntnis als effektiver herausstellen. Im wahren und übertragenen Sinne. In dieser Folge fragen sich Rita und Nora, womit wir eigentlich denken, wovon unser denken abhängig ist und wieso es KI gelingt, uns Denken zu simulieren. Welche Rolle spielen unsere Körper dabei, wenn es um Welterfahrung und Lernprozesse geht - und können wir überhaupt ohne Körper denken? Und ohne die anderen Menschen im Raum? Denn auch wenn große Sprachmodelle den Vorteil haben, dass sie uns optisch nicht bewerten - vielleicht brauchen wir auch die Zumutung in Gesellschaft zu sein, um daran zu wachsen.

Ritas Literaturliste:
  • Alloa, Emmanuel/ Bedorf, Thomas/ Grüny, Christian/ Klass, Tobias Nikolaus (Hrsg.) (2019): Leiblichkeit. Geschichte und Aktualität eines Konzepts. 2. Auflage. Tübingen.
  • Böhme, Gernot (2003): Leibsein als Aufgabe. Leibphilosophie in pragmatischer Hinsicht. Baden-Baden.
  • Böhme, Gernot (2008): Ethik leiblicher Existenz. Über unseren moralischen Umgang mit der eigenen Natur. Frankfurt/Main.
  • Brinkmann, Malte/ Türstig, Johannes/ Weber-Spanknebel, Martin (Hrsg.) (2019): Leib – Leiblichkeit – Embodiment. Wiesbaden.
  • Cantieni, Benita/ Hüther, Gerald/ Storch, Maja/ Tschacher, Wolfgang (2022): Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen. 4. Auflage. Bern.
  • Gerl-Falkovitz, Hanna-Barbara (2022): Leib mehr als Körper. Bemerkungen zu Edith Steins Anthropologie. In: Revista Portuguesa de Filosofia, S. 347-360.
  • Kleiner, Konrad (2019): Konturen von Zeit und Zeitdidaktik. Zur Orchestrierung von Lehr- und Lern-Zeit in Bewegung und Sport. In: In Esterbauer, Reinhold/ Palette, Andrea/ Meer, Julia (Hrsg.): Der Leib und seine Zeit. Temporale Prozesse des Körpers und deren Dysregulationen im Burnout und bei anderen Leiberfahrungen. München, S. 227-270.
  • Leder, Drew (1990): The absent body. Chicago.
  • Merleau-Ponty, Maurice (2006): Causerien 1948. Köln.
  • Noë, Alva (2010): Du bist nicht Dein Gehirn. Eine radikale Philosophie des Bewusstseins. München, Zürich.
  • O‘ Connell, Mark (2019): To Be a Machine: Adventures Among Cyborgs, Utopians, Hackers, and the Futurists Solving the Modest Problem of Death. London.
  • Putnam, Hilary (1999): The Threefold Cord Mind, Body and World. New York.
  • Thiele, Jörg (2006): Maurice Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung (1966). In: Court, Jürgen/ Meinberg, Eckhard (Hrsg.): Klassiker und Wegbereiter der Sportwissenschaft. Stuttgart, S. 398-405.
  • Waldenfels, Bernhard (2000): Das leibliche Selbst. Vorlesungen zur Phänomenologie des Leibes. Frankfurt/Main.

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Patriarchale Mythen09 May 202500:59:36
Über die Ursprünge des Patriarchats - mit Rebekka Endler

In ihrem ersten Buch "Das patriarchat der Dinge" ist die Journalistin und Autorin Rebekka Endler der Frage nachgegangen, wie patriarchales Design unsere Umgebung bestimmt. In ihrem zweiten Buch begibt sie sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Patriarchats und die Frage, was das mit Geschichtserzählung zu tun hat.

Geschichte hat abertausende Autor*innen und das, was kleben bleibt, ist nicht unbedingt das, was am wahrscheinlichsten war, sondern das, was wir als Gesellschaft am wahrscheinlichsten sexy fanden und deswegen weitererzählt haben. - Rebekka Endler

Am 13. Mai 2025 erscheint "Witches, Bitches, It-Girls - Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen" und deshalb freuen wir uns sehr, dass Rebekka Endler Zeit gefunden hat, im "Was denkst du denn?" Podcast vorbeizuschneien, um mit uns über ihre Recherchen und das neue Buch zu sprechen. Denn - ihr werdet es vielleicht gemerkt haben - auch wir beschäftigen uns immer wieder mit patriarchalen Hierarchien und den Auswirkungen auf unsere Leben. Ausschlaggebend für die Recherchen zum neuen Buch war eine Frage, die Rebekka Endler auf ihren Lesungen zum ersten Buch immer wieder gestellt wurde: Wo kommt es denn jetzt her, das Patriarchat. Warum sind die Dinge, wie sie sind? Eine Frage, auf die Rebekka Endler drei Jahre lang Antworten gesucht hat. Und unter anderem darauf gestoßen ist, dass es auch mit den Geschichten zu tun hat, die wir uns erzählen.

Ritas Literaturliste:
  • Endler, Rebekka (2025): Witches, Bitches, It-Girls. Wie patriarchale Mythen uns bis heute prägen. Hamburg.
  • Gerhard, Ute (2017): Patriarchat – Patriarchalismus: Kampfparole und analytisches Konzept. In: Kortendiek, Beate/ Riegraf, Birgit/ Sabisch, Katja (Hrsg.): Handbuch interdisziplinäre Geschlechterforschung. Band 1. Wiesbaden, S. 221-230.
  • Kuster, Friederike (2020): Leben wir schon im Post-Patriarchat? In: Rendtorff, Barbara/ Mahs, Claudia/ Warmuth, Anne-Dorothee (Hrsg.): Geschlechterverwirrungen. Was wir wissen, was wir glauben und was nicht stimmt. Frankfurt/Main, New York, S. 116-122.
  • Radford Ruether, Rosemary (2007): "Patriarchy". In: Malti-Douglas, Fedwa (Hrsg.): Encyclopedia of Sex and Gender. Band 3. Detroit, S. 1104-1106.
  • Warda, Johanna (2023): Die Entdeckung des Patriarchats. In: fluter. Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung. Abrufbar unter https://www.fluter.de/barbie-film-feminismus-mattel (Datum des letzten Abrufs: 07.05.2025)
  • Winkler, Katharina (2017): Blauschmuck. Berlin.

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Digitale Aufklärung13 Apr 202501:04:21
ChatGPT - Das T steht für Trottel

Wie abhängig sind wir eigentlich inzwischen von digitalen Apps und Anwendungen? Und wie sieht eigentlich Aufklärung aus im digitalen Zeitalter. Dazu schauen wir uns die Fragen an, die von der historischen Aufklärung gestellt wurden. Es geht zum Beispiel um die Frage nach der Mündigkeit. Aber auch darum im Angesicht von Künstlicher Intelligenz zu fragen, was eigentlich der Mensch ist.

Rita hat dazu unter anderem ChatGPT auf Herz und Nieren geprüft und stellt fest: Noch ist der künstlichen Intelligenz die analoge Intelligenz "Rita" deutlich überlegen. Und wir stellen fest, dass die Fragen der Aufklärung hoch aktuell sind, und vielleicht neu beantwortet werden müssen.

Ritas Literaturliste:
  • AG Digitalitätsforschung/ Philosophie der Digitalität der DGPhil: Digitaler, kuratierter Handapparat unter https://digitale-philosophie.de/publikationen/digitaler-handapparat (Datum des letzten Abrufs: 08.04.2025)
  • Gramelsberger, Gabriele: Philosophie des Digitalen zur Einführung. Hamburg 2024.  
  • Harris, Michael John: The End of Absence: Reclaiming What We've Lost in a World of Constant Connection. London 2015.
  • Krämer, Sybille/ Noller, Jörg (Hrsg.): Was ist digitale Philosophie? Phänomene, Formen und Methoden. Paderborn 2024.
  • Nida-Rümelin, Julian/ Wiedenfeld, Nathalie: Digitaler Humanismus: Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. München 2018.
Noras Linktipps:

Aus dem Weird-Newsletter von Krautreporter: Reporterin Theresa Bäuerlein hat ChatGPT gebeten, ein korrektes Bild der Klitoris zu erstellen. Das Ergebnis findet ihr in diesem instagram-Post

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Eigentümlich08 Mar 202501:05:42
Über Eigentum, Müllberge und das Leben in den Dingen der Welt

Es ist schon erstaunlich, wo einen die Gedanken hintragen wenn es um das Thema Eigentum geht. Von der Frage, was uns denn zu eigen ist, über die Frage, was wir nicht als Eigentum betrachten bis hin zu den Emotionen, die damit verbunden sind. Es sind so viele Themen anhängig, dass es eigentlich eine ganze Podcastreihe dazu bräuchte. Wir fangen mal mit einer Stunde an.

Es geht um Kapitalismuskritik, Neuen Materialismus und Posthumanismus. Darum, was wir überhaupt als "eigen" also zu uns gehörig betrachten, obwohl es augenscheinlich erst mal nicht Teil unseres Körpers ist. Es geht um Verantwortung und Verpflichtung, Macht und Konsum. Es ist ein wilder Gedankenritt. Aber ihr kennt uns: Meist gibt es dabei auch was zu lachen.

Ritas Literaturliste:
  • Bennett, Jane: Lebhafte Materie. Eine politische Ökologie der Dinge. Berlin 2020.
  • Braidotti, Rosi: Posthumanismus: Leben jenseits des Menschen. Frankfurt/Main 2014.
  • Fromm, Erich: Haben oder Sein. München 1976.
  • Hoppe, Katharina/ Lemke, Thomas: Neue Materialismen zur Einführung. Hamburg 2021.
  • Marx, Karl: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. 3 Bände. Berlin 2013-2022. [Orig. 1876]
  • Proudhon, Pierre-Joseph: Was ist Eigentum? Übersetzt von Ludwig Feuerbach. Stuttgart 1984. [Orig. 1840]
  • Reckwitz, Andreas: Der Ort des Materiellen in den Kulturtheorien. In: Ders.: Unscharfe Grenzen. Perspektiven der Kultursoziologie. Bielefeld 2008. S. 131-156.
  • Stirner, Max: Der Einzige und sein Eigentum. Kommentierte Studienausgabe mit einer Einführung von Anselm Ruest. Berlin 2021. [Orig. 1844]
  • Woolf, Virginia: Ein Zimmer für sich allein. Stuttgart 2012. [Orig. 1929]

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ÜberBrücken08 Feb 202501:11:52
Die Wirkmacht schwacher Verbindungen in sozialen Netzen

In der Netzwerktheorie wird unterschieden in starke, schwache und superschwache Verbindungen. Interessanterweise können gerade die schwachen und superschwachen Verbindungen für einen besonderen gesellschaftlichen Kit sorgen, für Zusammenhalt und Wirkmacht. Höchste Zeit also, sich mal diese schwachen Verbindungen anzusehen und warum sie durchaus wirkungsvoll sein können.

Zunächst mal gilt es aber die Bezeichnungen "stark", "schwach" und "superschwach" zu analysieren, weil sie zumindest bei Nora einen etwas schrägen Eindruck hinterlassen. Wir beschäftigen uns mit Familienbeziehungen, Freundschaften und Umfeld. Warum schwache Verbindungen uns durchaus auch einen gewissen Schutz bieten. Und wie superschwache Verbindungen Wirkmacht entfalten, wenn sie sich unter einem bestimmten Thema oder Ziel versammeln.

Wir schauen aber auch auf die Löcher und Abgründe in sozialen Netzen. Auf Glaswände und Mauern und die mutwillige Zerstörung von Anknüpfungspunkten in einer Gesellschaft. Denn nur wenn wir uns auch mit den Bruchstellen beschäftigen, können wir Lösungen finden, um auch hier Verbindungen wieder herzustellen.

Ritas Literaturliste:
  • 7. Armut- und Reichtumsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. (Armut?! Das geht uns alle an!): Vgl. https://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/DE/Startseite/start.html (Datum des letzten Abrufs: 03.02.2025)
  • Allmendinger, Jutta/ Wetzel, Jan: Die Vertrauensfrage. Für eine neue Politik des Zusammenhalts. Berlin 2020.
  • Burt, Ronald S.: Structural Holes: The Social Structure of Competition. Cambridge 1992.
  • Granovetter, Mark S.: The Strength of Weak Ties. In: American Journal of Sociology, 78(6), 1973, S. 1360–1380.
  • Granovetter, Mark S.: The Strength of Weak Ties: A Network Theory Revisited. In: Sociological Theory, 1(3), 1983, S. 201–233.
  • Lin, Nan/ Cook, Karen S./ Burt, Ronald S. (Hrsg.): Social Capital: Theory and Research. New York 2001.
  • Stegbauer, Christian: Superschwache Beziehungen. In: Ders./ Häußling, Roger (Hrsg.): Handbuch Netzwerkforschung. Wiesbaden 2024.
Noras Linktipps:
  • WTF is Jule?! - 4-teilige ZDF-Dokuserie über die Fake-Aktivistin "Jule Stinkesocke"
  • Aketch Joy Winnie - instagram-Kanal mit Einblicken in das Dorfleben in Uganda, in Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

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Demokratieübung11 Jan 202501:31:35
Überzeugen, überreden und die Rolle von Konsensen

Eigentlich war Ritas Eingangsfrage, wie wir eigentlich zu den Themen Überreden und Überzeugen in politischen Fragen stehen. Aber dank unseres Gastes, Dr. Stefan Schäfer von der Katholischen Hochschule in Köln, haben wir vor allem erstmal Einblick erhalten in Räume, in denen Demokratie eingeübt wird. Vornehmlich von jungen Menschen. Dabei ist vor allem eins aufgefallen: Wie große die Diskrepanz zwischen der Kinderwelt und der Erwachsenenwelt ist. Wie wenig wir selber zum Beispiel in Debatten leben, was wir Kindern gerne in Bezug auf demokratischen Streit beibringen wollen.Zeitgleich haben wir uns in Ausschnitten und auf einer Metaebene angesehen, was in der Debatte um die Besetzung des Journalisten Thilo Mischke als Moderator des Kulturmagazins "titel, themen, temperamente" schief gelaufen ist. Und warum es so schwer ist, die (eigene) Person von (früheren) Aussagen zu trennen und aus der Debatte rauszuhalten. Welche Ängste es gibt, sich zu veröffentlichen und was das für Demokratie bedeutet, wenn es keine Räume gibt, in denen wir den Leisen zuhören.

Ritas Literaturliste:
  • Fink, Eugen: Erziehungswissenschaften und Lebenslehre. Freiburg. 1970. (Passage zur coexistenziellen Beratungsgemeinschaft)
Stefans Lesetipp:

So erreicht ihr Dr. Stefan Schäfer:

Noras Linktipps:

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Verbindungswunsch15 Dec 202401:16:20
Wie wir im Erwachsenenalter Bindung finden und leben

Die einen haben und pflegen Freundschaften, die sie seit Kindertagen haben. Andere wiederum müssen im Erwachsenenalter neue Bindungen suchen, weil die alten aus welchen Gründen auch immer nicht mehr verfügbar sind. Aber was braucht es eigentlich für gute und stabile Bindungen im Erwachsenenalter. Und wie muss die Umgebung gestaltet sein, damit wir Bindung finden können? Und was ist eigentlich mit unserer Bindung zu einem Land oder einem Staat? Unser Denksportangebot für die Winterzeit.

Ritas Literaturliste:
  • Ainsworth, Mary/ Bowlby, John: Frühe Bindung und kindliche Entwicklung. München und Basel 2001. [Orig. 1965]
  • Bowlby, John: Bindung und Verlust. Band 1 „Bindung“. München und Basel 2006. [Orig. 1969]
  • Brisch, Karl Heinz: Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie. 9. Auflage. Stuttgart 2013.
  • Grossmann, Karin/ Grossmann, Klaus E.: Bindungen. Das Gefüge psychischer Sicherheit. Stuttgart 2004.
  • Nowacki, Katja/ Gahleitner, Silke Birgitta/ Izat, Yonka/ Schröder, Martin (Hrsg.): Professionelle Bindungs- und Beziehungsgestaltung. Grundlagen und Anwendung in der psychosozialen Arbeit. Weinheim 2023.
  • Rogers, Carl Ransom: Entwicklung der Persönlichkeit: Psychotherapie aus der Sicht eines Therapeuten. Übersetzt von Jacqueline Giere. 13. Auflage. Stuttgart 2000.
  • Stahl, Stefanie: Jeder ist beziehungsfähig. Der goldene Weg zwischen Freiheit und Nähe. München 2017.

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Offene Enden08 Nov 202401:02:20
Warum uns das schmerzt und wie wir damit umgehen lernen

Wir alle kennen sie: Beziehungen, die irgendwie enden - und dann aber doch nicht so richtig. In denen das letzte Wort noch nicht gesprochen scheint. Oder Geschichten mit ungewissem Ausgang, die uns ratlos zurücklassen. Oder ein Bündel loser Enden in der Hand, die wir irgendwie nicht mehr miteinander verstrickt bekommen. Das ist nicht selten schmerzhaft. Es kostet uns Zeit und Energie, weil die Lösung vermeintlich nicht nur bei uns liegt. Wir sprechen mit der Psychologin und Autorin Nady Mirian über diese losen Enden, was sie mit Nostalgie und Melancholie zu tun haben, und warum darin vielleicht auch ein Geschenk verborgen sein kann.

Nadys Literaturliste:
  • Mirian, Nady: Leid. Die emotionalen Wellen des Lebens. Warum schwere Lebensphasen dazugehören und uns sogar wachsen lassen. München. 2024
  • Swart, Tara: The Source. Open your Mind. Change your life. London. 2020.
Ritas Literaturliste:
  • Breyer, Thiemo: Das Phantom im Spiegel: Ein phänomenologischer Versuch über somatosensorische Plastizität und Leibgedächtnis. In: internationale Zeitschrift für Philosophie und Psychosomatik. 7. Ausgabe 2/2012. Online abrufbar unter https://izpp.de/fileadmin/userupload/Ausgabe72-2012/IZPP2-2012_Breyer.pdf (Datum des letzten Abrufs: 29.10.2024)
  • Fink, Eugen: Der Mensch als Fragment. In: Ders.: Zur Krisenlage des modernen Menschen. Würzburg 1989.
  • Fischer-Geboers, Miriam/ Wirz, Benno (Hrsg.): Leben verstehen. Zur Verstricktheit zweier philosophischer Grundbegriffe. Weilerswist 2015. (Hier vor allem: Boehm, Gottfried: Der springende Punkt)
  • Kather, Regine: Eugen Fink, Grundphänomene des menschlichen Daseins. In: Böhm, Winfried/ Fuchs, Birgitta/ Seichter, Sabine (Hrsg.): Hauptwerke der Pädagogik. Studienausgabe. Paderborn 2011, S. 131-133.
  • Merleau-Ponty, Maurice: Phänomenologie der Wahrnehmung. Frankfurt/Main 2003. [Orig. 1945]
  • Merleau-Ponty, Maurice: Sinn und Nicht-Sinn. München 2000. [Orig. 1948]Ott, Karl Heinz: Ins Offene. Hamburg 2006.
  • Schapp, Wilhelm: In Geschichten verstrickt. Zum Sein von Mensch und Ding. 5. Auflage. Frankfurt/Main 2012. [Orig. 1953]
  • Sloterdijk, Peter: Du mußt dein Leben ändern. Frankfurt/Main 2009.

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Reiner Geist11 Oct 202401:06:20
Über Unsterblichkeit, Ewigkeit und die digitale Seele

"Der Tod ist immer ein Skandal". Und etwas, mit dem wir schwer fertig werden. Aber was, wenn wir die Menschen, die wir durch den Tod verloren haben, wieder auferstehen lassen können. Zumindest in digitaler Form? Was, wenn wir mittels KI wieder und weiter mit ihnen sprechen könnten? Wenn wir mithilfe von digitalen Anwendungen sogar Hologramme von ihnen erzeugen, sie wieder sehen und vielleicht sogar spüren könnten?All das gibt es bereits. In der Doku "Eternal You" von Hans Block und Moritz Riesewieck gibt es Einblicke in eine Welt, die längst keine Utopie mehr ist. Eine Welt, in der KI-Modelle Verstorbene imitieren. In der Trauernde weiter mit ihren Liebsten chatten können, obwohl diese nicht mehr physisch existieren. Und es stellen sich so viele moralische Fragen, dass wir die in dieser Episode eigentlich nur anreißen können. Aber sich das mal anzuschauen lohnt sich allemal.

Ritas Literaturliste:
  • Damberger, Thomas: Cyborgs sind auch nur Menschen. 2015. Abrufbar unter https://www.pedocs.de/volltexte/2015/10911/pdf/Damberger_2015_Cyborgs.pdf (Datum des letzten Abrufs: 23.09.2024)
  • Daum, Philipp: Der Sprung ins ganz hohe Alter. In: DIE ZEIT Nr. 26/2024.
  • Elkeles, Barbara: Die begrenzte (Lebens)-Zeit – Alterstheorien und -konzepte in der Medizin. In: Jüttemann, Veronika: Ewige Augenblicke. Eine interdisziplinäre Annäherung an das Phänomen Zeit. Münster 2008, S. 192-210.
  • Krüger, Oliver: Virtualität und Unsterblichkeit. Gott, Evolution und die Singularität im Post- und Transhumanismus. Freiburg im Breisgau/Berlin/Wien 2019.
  • Ode, Erik: Scham oder Stolz – wie man in der digitalen (Arbeits-)Welt überlebt. In: Busch, Dominic (Hrsg.): Individuen in digitalen Arbeitswelten. Wiesbaden 2024, S. 69-89.
  • Schenk, Sabrina/ Karcher, Martin (Hrsg.): Überschreitungslogiken und die Grenzen des Humanen. (Neuro-)Enhancement – Kybernetik – Transhumanismus. Berlin 2018.
  • Wimmer, Michael: Antihumanismus, Transhumanismus, Posthumanismus: Bildung nach ihrem Ende. In: Jahrbuch für Pädagogik. Frankfurt/Main 2014, S. 237-265.
Noras Linktipps:

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Kollegialität und Demokratie13 Sep 202401:24:04
Über das Miteinander am Arbeitsplatz

Arbeitsplätze sind schon seltsame Orte. Da begegnen wir zunächst wildfremden Menschen, mit denen wir möglichst schnell möglichst vertrauensvoll zusammenarbeiten sollen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Dazu müssen wir miteinander in Beziehung treten. Aber wie das genau funktioniert, darüber gibt es eigentlich gar nicht so viele Untersuchungen.

Deshalb stellen Rita und Nora sich ziemlich viele Fragen: Wie familiär darf es sein, wenn Familie nicht für alle ein guter Ort ist? Was ist mit freundschaftlichen Arbeitsbeziehungen? Wie läuft es, wenn es weder freundschaftlich noch familiär ist? Und was passiert eigentlich, wenn wir den Menschen, mit dem wir zusammenarbeiten, so gar nicht leiden können? Und dann haben ja auch noch die Arbeitsorganisation und Führungsstil einen Einfluss. Ein exploratives Gespräch über Kollegialität und Demokratie.

Ritas Literaturliste:
  • Bourdieu, Pierre: Vorschläge des Collège de France für das Bildungswesen der Zukunft. In: Die verborgenen Mechanismen der Macht. Hamburg 2015, S. 111-122. [Ausführlicher in: Neue Sammlung, Heft 3/1985. Sonderheft.]
  • Jaeggi, Rahel: Solidarität und Gleichgültigkeit. In: Susemichel, Lea/Kastner, Jens (Hrsg.): Unbedingte Solidarität. Münster 2021, S. 42-58.
  • Lewin, Kurt: Die Lösung sozialer Konflikte. Bad Nauheim 1953.
  • Negt, Oskar: Kindheit und Schule in einer Welt der Umbrüche. Göttingen 1997. (Zum „Betriebsklima“ siehe v.a. S. 247-256)
  • Pelluchon, Corine: Ethik der Wertschätzung. Tugenden für eine ungewisse Welt. Darmstadt 2019.

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Hischaschischa!09 Aug 202401:08:43
Wie wir miteinander streiten und diskutieren

Auseinandersetzungen sind nie schön. Sie kosten Energie, sie bringen uns in Wallung und oft steckt im Streit auch eine gehörige Portion Aggression. Und trotzdem ist es wichtig, dass wir streiten - und streitbar sind. Und das geht bisweilen über das bloße Diskutieren hinaus. Wir versuchen herauszufinden, was wir brauchen, um streiten zu können.

Und dazu ziehen wir - wie immer - erstmal ein paar Schichten von der Zwiebel. Denn wenn wir streiten geht es oft nicht nur um die Sache. Es kommen viele verschiedene Ebenen zusammen. Und nicht jeder Streit lässt sich sofort beilegen. Denn ist das, was wir verhandeln, einem Prozess unterlegen. Und die darunter liegenden Probleme lösen sich eben nicht von heute auf morgen.

Ritas Literaturliste:
  • Flaßpöhler, Svenja: Streiten. Berlin. [im Erscheinen 2024]
  • Fluter: Streiten. Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung. Heft 91. 2024. Online abrufbar unter https://www.fluter.de/heft91 [Datum des letzten Abrufs: 16.07.2024]
  • *Frankfurt, Harry G.: Bullshit. Frankfurt/Main. 2006
  • Frick, Marie-Luisa: Zivilisiert streiten. Zur Ethik der politischen Gegnerschaft. Stuttgart. 2017
  • Frost, Ursula/ Krone, Wolfgang: Dialog, Konfrontation, Konflikt – die kämpferische Seite des dialogischen Wegs. In: Frost, Ursula/ Waßmer, Johannes/ Werner, Joachim (Hrsg.): Dialog und Konflikt. Martin Buber Studien 3. Bodenburg. 2018. S. 245-262
  • Rebentisch, Juliane: Der Streit um Pluralität. Auseinandersetzungen mit Hannah Arendt. Berlin. 2022
  • Schopenhauer, Arthur: Die Kunst, Recht zu behalten. In 38 Kunstgriffen dargestellt. Hrsg. von Franco Volpi. Frankfurt/Main und Leipzig. 1995 [Orig. ca. 1850]
Noras Literaturtipps:
  • Emcke, Carolin: Gegen den Hass. Frankfurt am Main. 2018
  • Gümüşay, Kübra: Sprache und Sein. München. 2020
  • Hassoun, Jouanna / Hoffmann, Shai: Trialog. Wie wir über Israel und Palästina sprechen. Köln. 2024 (erscheint 27.09.2024)

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Tetris der Möglichkeiten05 Jul 202401:08:04
Wie wollen wir das Buch der Zukunft schreiben?

Mitten in der Göttinger Innenstadt steht der Künstler Joachim Eriksen und meißelt eine Skulptur aus einem Steinquader. Und alle, die wollen, dürfen mitmeißeln. Denn die Skulptur soll zum Buch der Zukunft werden.

Aber wie soll es aussehen, dieses Buch der Zukunft? Wie sieht Zukunft überhaupt aus? Und unsere direkte Zukunft so ganz grundsätzlich. Nicht als Utopie - davon hatten wir es ja schon. Sondern als reale Existenz. Wo können wir Einfluss nehmen? Wer kann das überhaupt? Und helfen und Gedankenspiele dabei, uns auf Veränderungen vorzubereiten?

Ritas Literaturliste:
  • Arendt, Hannah (2002): Vita activa oder Vom tätigen Leben. München. [Dt. Orig. 1960]
  • Bergheim, Stefan (2022): Zukünftebildung. Neue Kompetenzen für den Umgang mit dem Später. In: Koenig, Oliver (Hrsg.): Inklusion und Transformation in Organisationen. Bad Heilbrunn, S. 275-287Bollnow, Otto Friedrich (1972): Das Verhältnis zur Zeit. Ein Beitrag zur philosophischen Anthropologie. Heidelberg.
  • Han, Byung-Chul (2009): Duft der Zeit. Bielefeld.
  • Jaeggi, Rahel (2016): Wie weiter mit Hannah Arendt? Hamburg.
  • Jergus, Kerstin (2020): Partizipation. In: Weiß, Gabriele/ Zirfas, Jörg (hrsg.): Handbuch Bildungs- und Erziehungsphilosophie. Wiesbaden, S. 453-466.Sutter, Franz (2010): No Future? Denkanstöße von Camus et al. Zürich.
Noras Linkliste:

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... wie ein Mädchen07 Jun 202401:17:38
Geschlecht, Diversität und Diskriminierung im Sport

2024 und immer noch gibt es zahlreiche Vorurteile und Diskussionen um Frauen im Sport. Dabei ist die gesellschaftliche Diskussion bereits viel weiter und stellt damit das binäre Geschlechtersystem des Sports vor große Herausforderungen. Deshalb diskutieren wir in dieser Folge auch anhand der Geschichte von inter- und transgeschlechtlichen Athletinnen über Geschlecht, Diversität und Diskriminierung im Sport.

Zu Gast: Bettina Rulofs, Professorin am Institut für Soziologie und Genderforschung, Abteilung Diversitätsforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln

Ritas Literaturliste:
  • Diem, Carl: Weltgeschichte des Sports und der Leibeserziehung. Stuttgart: Cotta. 1960.
  • Hartmann, Herbert (Hrsg.): Emanzipation im Sport. Giessen: Achenbach. 1975.
  • Moran, Caitlin: How tob e a woman. London: Ebury Press. 2011.
  • O’Connell, Mark: To Be a Machine. Adventures Among Cyborgs, Utopians, Hackers, and the Futurists Solving the Modes Problem of Death. London: Granta. 2017.
  • Young, Iris Marion: Werfen wie ein Mädchen. Ein Essay über weibliches Körperbewusstsein. Stuttgart: Reclam. 2020. [Orig. 1980]
Noras Linktipps:

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Glitzertops in Oer-Erkenschwick10 May 202401:23:28
"Feminist Shelf Control" zu Gast im "Was denkst du denn?" Podcast

Die Serie "Sex and the City" hat in den 90er Jahren eine ganze Generation junger bis mittelalter Frauen geprägt. Oder wie Rebekka Endler sagt: "Das haben unsere Mütter geguckt!" Der Einfluss auf den Modestil der 90er Jahre ist nicht von der Hand zu weisen. Aber spannend ist eben auch, was nicht erzählt wurde, sagt Rita. Und das, was wir heute definitv anders sehen und bewerten als eben noch in den 90ern.

Und natürlich folgt daraus die Frage, ob das in der Neuauflage mit deutlich gealterten Figuren in "Just like that" eigentlich besser gelungen ist. Und auch die Frage, wie eigentlich das Männerbild in diesen Serien und Filmen ist, bleibt in diesem Gespräch nicht unangetastet. Und zu guter letzt geht es darum, warum Frauen in Gruppen und Vereinen bis heute argwöhnig beäugt werden.

Zu Gast sind diesmal Annika Brockschmidt und Rebekka Endler von Feminist Shelf Control.

Das hier ist der zweite Teil einer Doppelfolge zum Thema "Sex and the City". Den ersten Teil findet ihr unter dem Titel: Stadt, Land, Liebesleben - Nachdenken über Aufwachsen mit "Sex and the City"

Ritas Literaturliste:
  • Karig, Friedemann (2017): Wie wir lieben. Vom Ende der Monogamie. Berlin: Aufbau
  • Korbik, Julia (2024): Schwestern. Die Macht des weiblichen Kollektivs. Hamburg: Rowohlt
  • Kron, Stefanie/ Maffeis, Stefania (2021): Die Stadt als sicherer Hafen. Kosmopolitismus und gelebte Solidarität. In: Susemichel, Lea/ Kastner, Jens (Hrsg.): Unbedingte Solidarität. Münster: Unrast
  • Lewis, Sophie (2023): Die Familie abschaffen. Wie wir Care-Arbeit und Verwandtschaft neu erfinden. Frankfurt/Main: Fischer
  • Newerla, Andrea (2023): Das Ende des Romantikdiktats. Warum wir Nähe, Beziehungen und Liebe neu denken sollten. München: Kösel
  • Tlusty, Ann-Kristin (2021): Süß. Eine feministische Kritik. München: Hanser

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Stadt, Land, Liebesleben05 Apr 202401:15:15
Nachdenken über Aufwachsen mit "Sex and the City"

In dieser Folge geht es um eine Serie, die in den 90ern das Frauenbild geprägt hat: Sex and the city. Und schon beim Titel wird es spannend. Denn es heißt nicht - wie oft fälschlich zitiert "Sex IN the city", sondern "AND". Und das macht eine Aussage über eine Wechselbeziehung zwischen Liebesleben und Leben in der Stadt. Oder eben gerade nicht in der Stadt. Welche das sind oder sein könnten, darüber sprechen wir in dieser Folge des Was denkst du denn Podcasts.

Disclaimer: Wir sind von einer Hörerin gefragt worden, ob und wie wir uns bisher zum Krieg zwischen Israel und Gaza geäußert hätten. Vor allem in Bezug auf die Philosophin Judith Butler und ihre durchaus schwierigen Aussagen. Wir nehmen zu Beginn der Folge darauf Bezug. Und wollen euch hier in der Linkliste zudem noch ein paar Hörempfehlungen mitgeben.

Ritas Literaturliste:
  • Brewis, Joanna (2004): Sex and Not the City? The Aspirations of the Thirty-Something Working Woman. In: Urban Studies 41, Nr. 9, S. 1821-1838.

  • Carroll, Noël (2010). Consuming Passion: Sex and the City. In: Revue Internationale de Philosophie 64, Nr. 254, 4/2010, S. 525-546

  • Edlund, Lena (2005): Sex and the City. In: The Scandinavian Journal of Economics 107, Nr. 1/2005, S. 25-44.

  • Fritz, Sophia (2024): Toxische Weiblichkeit. Berlin: Hanser.

  • Han, Byung-Chul (2012): Agonie des Eros. Berlin: Matthes & Seitz.

  • Pfaller, Robert (2012): Zweite Welten Und andere Lebenselixiere. Frankfurt/Main: Fischer. (Hier: Kap. 2: „Sexualität und die Wahrheit der Stadt. Die philosophischen Lektionen von ‚Sex and the city‘“)

Noras Linktipps zur Folge:Noras Linktipps zur Kritik an Judith ButlerNoras Linktipps zum Thema Krieg zwischen Israel und Gaza:
  • Über Israel und Palästina sprechen Podcast von Shai Hoffmann mit verschiedenen Gästen
  • Wie viel Aufmerksamkeit bekommt das Sterben in Gaza? Tausende Menschen sterben in Gaza. Wie viel Raum bekommt dieses Leid in der deutschen Öffentlichkeit? Darüber sprechen wir mit Salma Abuzaina von der deutsch-palästinensischen Gesellschaft und mit der Journalistin und Nahost-Expertin Kristin Helberg. Deutschlandfunk vom 09.12.2023. Datum des letzten Abrufs 05.04.2024
  • Nahost-FrageDas Entweder-Oder der SolidaritätMichael Roth (SPD) hat sich auf einer Nahostreise mit keinen Palästinenservertretern getroffen. Journalist Benjamin Hammer kritisiert die deutsche Regierung als undifferenziert pro-israelisch. Ein Streitgespräch. Deutschlandfunk. 20. Januar 2024. Datum des letzten Abrufs 05.04.2024
  • Folge 38: Krieg in Nahost: Medien und Vielfaltsgesellschaft moderiert von Nils Minkmar und Nadia Zaboura. Civis Medienstiftung vom 30.11.2023. Datum des letzten Abrufs 05.04.2024
  • Nahostkonflikt, Moral und Weihnachtsmann Die Anstalt vom 12.12.2023. ZDF Mediathek. Datum des letzten Abrufs 05.04.2024
  • Fokus Nahost: Geteiltes Leid, geteilte EinsamkeitBilder der Zerstörung aus Gaza, tausende Tote - wie gehen Israelis damit um? Wie viel Aufmerksamkeit bekommen die Geiseln? Wir sprechen mit dem israelischen Journalisten Ofer Waldman und dem früheren ARD-Tel-Aviv-Korrespondenten Benjamin Hammer. Deutschlandfunk vom 23.12.2023. Datum des letzten Abrufs 05.04.2024
  • Fokus Nahost: Wie lässt sich die Perspektive des anderen aushalten? Empathie für die Opfer des Hamas-Terrors und Empathie für getötete Zivilisten in Gaza. Wie kann das gelingen? Wir sprechen mit der Deutsch-Palästinenserin Jouanna Hassoun und dem deutschen Juden Shai Hoffmann – die mit Schülern über den Nahostkonflikt reden. Deutschlandfunk vom 16.12.2023. Datum des letzten Abrufs 05.04.2024
  • Fokus Nahost: Wann endet der 7. Oktober für Israel? 240 Geiseln sind noch in der Hand der Hamas, aber die Welt blickt zunehmend entsetzt auf das Leid in Gaza. Warum sich die Israelis sehr alleine fühlen, darüber sprechen wir mit dem Soziologen Natan Sznaider und ARD-Korrespondent Jan-Christoph Kitzler. Deutschlandfunk vom 18.11.2023. Datum des letzten Abrufs 05.04.2024
  • Fokus Nahost: Empathie, aber wie? Betrachten wir die zivilen Opfer in Gaza als Menschen zweiter Klasse? Diese Frage hat uns aus unserer Community erreicht. Über das Thema Mitgefühl sprechen wir mit dem Deutsch-Palästinenser Aref Hajjaj und dem Journalisten Moritz Behrendt. Deutschlandfunk vom 11.11.2023. Datum des letzten Abrufs 05.04.2024

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Heldenhafte Geflicktlösung15 Mar 202401:16:22
Über Erzählungen von Konflikten und ihren Lösungen

Konflikte in Filmen, Videospielen oder Serien werden gerne auch mal mit Waffengewalt gelöst. Oder es gibt den einen Helden - oder die eine Heldin - auf die es am Ende ankommt. Dabei ist die Heldenerzählung eigentlich undemokratisch, befand schon Hegel.

Wir mäandern uns in dieser Folge durch verschiedene Erzählweisen, neue Prinzessinnen in Disney-Filmen, schwertkämpfende Pferde, Krieg und Waffengewalt in Kinderserien und beschäftigen uns mit der Frage, warum wir immer noch die eine Heldin oder den einen Helden ins Zentrum unserer Geschichten stellen.

P.S. Die Autoren zum Thema Heldenreise waren James Joyce und Joseph Campbell

Ritas Literaturliste:Noras Linktipps:

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Macht nix23 Feb 202401:07:53
Wie wir bestehende Machtstrukturen - vielleicht - dekonstruieren können

Was ist eigentlich Macht - darüber haben wir in Folge 1 gesprochen. In dieser Folge - der Folge 2 zur Macht - wollen wir darüber nachdenken, wie wir die verhandenen Strukturen dekonstruieren können. Es geht um Machtverteilung und auch darum, Macht zu teilen. Aber wie geht das am besten? Und für wen sind macht- und verantwortungsvolle Positionen eigentlich warum attraktiv?

Ritas Literaturliste:
  • Arendt, Hannah (2008): Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus. 5. Auflage. München: Piper.
  • Butler, Judith (2001): Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
  • Fink, Eugen (1995): Grundphänomene des menschlichen Daseins. (Hier vor allem: Kapitel 17 und 18) 2. Auflage. Freiburg i.Br. und München: Verlag Karl Alber.
  • Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. 9. Auflage. Frankfurt/Main 1994.
  • Kleve, Heiko (2011): Vom Erweitern der Möglichkeiten. In: Pörksen, Bernhard (Hrsg.): Schlüsselwerke des Konstruktivismus. Wiesbaden: VS Verlag, S. 506–519.
  • Kraus, Björn/ Krieger, Wolfgang (Hrsg.) (2021): Macht in der Sozialen Arbeit. Interaktionsverhältnisse zwischen Kontrolle, Partizipation und Freisetzung. 5. Auflage. Detmold: Jacobs Verlag.
  • Kraus, Björn/ Sagebiel, Juliane (2021): Macht in der Sozialen Arbeit. In: socialnet Lexikon. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/4143 [Datum des letzten Abrufs: 01.02.2024]
  • Nietzsche, Friedrich: Zur Genealogie der Moral. Verfügbar unter: http://www.nietzschesource.org/#eKGWB/GM (Datum des letzten Abrufs 01.02.2024)
  • Staub-Bernasconi, Silvia (2019): Menschenwürde – Menschenrechte – Soziale Arbeit. Die Menschenrechte vom Kopf auf die Füße stellen. Opladen & Toronto: Verlag Barbara Budrich.
  • Staub-Bernasconi, Silvia (2021): Macht und (kritische) Soziale Arbeit. In: Kraus, Björn/ Krieger, Wolfgang (Hrsg.): Macht in der Sozialen Arbeit. A.a.O., S. 367–392.
Noras Linktipp:

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Prächtig mächtig09 Feb 202401:01:02
Über Beziehungen, Diskurse und Strukturen

Rita wollte mal wieder ganz strukturiert und vorbereitet über ein Thema sprechen und hat sich deshalb das Thema "Macht" gewünscht. Ein Fass(t) ohne Boden! Deshalb versuchen wir uns in dieser Folge erst mal einen Arbeitsbegriff von "Macht" zurechtzulegen - um ihn dann in Folge zwei gnadenlos zu dekonstruieren. Oder so.

Worin liegt eigentlich Macht? Wer übt sie aus und wem gegenüber? In diesen beiden Fragen liegen schon zwei von sehr vielen möglichen Antworten. Macht hat etwas mit Beziehungen zu tun. Aber auch mit Diskurs. Und natürlich spielen auch menschengemachte Strukturen eine Rolle. Wir haben macht strukturell auf eine bestimmte Weise eingerichtet - und könnten sie - theoretisch - jederzeit auch wieder anders einrichten.

Ritas Literaturliste:
  • Arendt, Hannah (2008): Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus. 5. Auflage. München: Piper.
  • Butler, Judith (2001): Psyche der Macht. Das Subjekt der Unterwerfung. Frankfurt/Main: Suhrkamp.
  • Fink, Eugen (1995): Grundphänomene des menschlichen Daseins. (Hier vor allem: Kapitel 17 und 18) 2. Auflage. Freiburg i.Br. und München: Verlag Karl Alber.
  • Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. 9. Auflage. Frankfurt/Main 1994.
  • Kleve, Heiko (2011): Vom Erweitern der Möglichkeiten. In: Pörksen, Bernhard (Hrsg.): Schlüsselwerke des Konstruktivismus. Wiesbaden: VS Verlag, S. 506–519.
  • Kraus, Björn/ Krieger, Wolfgang (Hrsg.) (2021): Macht in der Sozialen Arbeit. Interaktionsverhältnisse zwischen Kontrolle, Partizipation und Freisetzung. 5. Auflage. Detmold: Jacobs Verlag.
  • Kraus, Björn/ Sagebiel, Juliane (2021): Macht in der Sozialen Arbeit. In: socialnet Lexikon. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/4143 [Datum des letzten Abrufs: 01.02.2024]
  • Nietzsche, Friedrich: Zur Genealogie der Moral. Verfügbar unter: http://www.nietzschesource.org/#eKGWB/GM (Datum des letzten Abrufs 01.02.2024)
  • Staub-Bernasconi, Silvia (2019): Menschenwürde – Menschenrechte – Soziale Arbeit. Die Menschenrechte vom Kopf auf die Füße stellen. Opladen & Toronto: Verlag Barbara Budrich.
  • Staub-Bernasconi, Silvia (2021): Macht und (kritische) Soziale Arbeit. In: Kraus, Björn/ Krieger, Wolfgang (Hrsg.): Macht in der Sozialen Arbeit. A.a.O., S. 367–392.

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Glaubst du?08 Dec 202301:07:17
Über Offenbarungsglauben, philosophischen Glauben und Esoterik

Was ist eigentlich Glauben? Und was unterscheidet den philosophischen Glauben zum Beispiel vom religiösen Offenbarungsglauben und der Esoterik? Denn obwohl viele Menschen aus den Kirchen austreten - auf der Suche nach Orientierung durch Glauben sind sie weiterhin. Viele suchen daher Zuflucht in anderen Glaubensgemeinschaft oder Sekten. Oder ersetzen ihre verlorene Bindung durch anderes.

Wir versuchen in dieser Folge eine Abgrenzung, gehen auf die Suche nach Motiven für den Glauben an Esoterik und stellen die These auf, dass sich dem Glauben immer auch die Suche innewohnt und er sich deshalb kritisieren und befragen lassen muss.

Ritas Literaturliste:
  • Altmeyer, Stefan: "'Dass einer fiedelt, soll wichtiger sein, als was er geigt" (Th. W. Adorno) - Religion und Bildung unter den Vorzeichen einer ‚Theorie der Unbildung‘. Abrufbar unter https://ub01.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/90944/Altmeyer_058.pdf?sequence=1&isAllowed=y (Datum des letzten Abrufs: 30.11.2023)
  • Barth, Claudia: Esoterische Selbsthilfe: Neue Wege zu Selbstsorge und Empowerment oder Preisgabe von Selbstbestimmung? In: Bildungsforschung Jahrgang7, Ausgabe 1/2010.
  • Frost, Ursula: Einigung des geistigen Lebens. Zur Theorie religiöser und allgemeiner Bildung bei Friedrich Schleiermacher. Paderborn 1991.
  • Jaspers, Karl: Der philosophische Glaube angesichts der christlichen Offenbarung. In: Philosophie und Christliche Existenz. Festschrift für Heinrich Barth zum 70. Geburtstag. Hrsg. von Gerhard Huber. Basel/Stuttgart 1960.
  • Jaspers, Karl: Karl Jaspers: Der philosophische Glaube angesichts der Offenbarung. München 1962.
Noras Link- und Literaturtipps:
  • Anouk, Misha: Goodbye Jehova - Wie ich die bekannteste Sekte der Welt verließ. Hamburg 2014.
  • Lamberty, Pia / Nocun, Katharin: Gefährlicher Glaube - Die radikale Gedankenwelt der Esoterik. Köln 2022.
  • Bücheler,Stefan / Halser, Marlene / Klingner, Susanne: Just Love - Bhakti Margas Guru und sein Geheimnis. Podcast. ARD Audiothek. Erstveröffentlichung: 10.01.2022 (Datum des letzten Abrufs: 08.12.2023)

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Utopisches Klingeln03 Nov 202301:10:43
Wie wir den Nicht-Orten einen Platz einräumen

Was sind eigentlich Utopien? Und warum soll es eigentlich hilfreich sein, mit einem U-Topos, also einem Nicht-Ort zu beschäftigen? Und wer wird an diesen Orten eigentlich mitgedacht - und wer eben auch nicht? Die Philosophin Rita Molzberger und die Journalistin Nora Hespers gehen in dieser Podcastfolge der Utopie auf den Grund, analysieren ihre politische Bedeutung und stellen vor allem die Frage, ob wir nicht bereits in einer Art Utopie leben.

Ritas Literaturliste:
  • Arendt, Hannah: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. München 1986.
  • Augé, Marc: Nicht-Orte. 4. Auflage. München 2010.
  • Comenius, Johann Amos: Das Labyrinth der Welt und Das Paradies des Herzens. Mit einem Vorwort von Pavel Kohout. Luzern 1970. [Orig. 1623]
  • Fink, Eugen: Der Mensch als Fragment. In: Zur Krisenlage des modernen Menschen. Würzburg 1989, S. 29-47.
  • Gehl, Jan: Leben zwischen Häusern. Berlin 2010.
  • Greffrath, Mathias: Die Ideen sind da, doch wir sind noch nicht so weit. In: Deutschlandfunk „Essay und Diskurs“. 18.12. 2022. Abrufbar unter https://www.deutschlandfunk.de/die-ideen-sind-da-doch-wir-noch-nicht-so-weit-warum-utopien-100.html (Datum des letzten Abrufs: 26.10.2023)
  • Höffe, Otfried: Vier Kapitel einer Wirkungsgeschichte der Politeia. In: Ders. (Hrsg.): Platon. Politeia. Reihe „Klassiker Auslegen“. Berlin 2005, S. 333-361.
  • Morus, Thomas: Utopia. (De optimo rei publicae statu deque nova insula Utopia) Übersetzt von Hermann Kothe. Köln 2007. [Orig. 1516]
  • Platon: Politeia. In: Sämtliche Werke, Band 2. Reinbek bei Hamburg 2017.
  • Sara, Rachel/Mosley, Jonathan: The Architecture of Transgression. Hoboken 2013.
  • Schumpp, Mechthild: Stadtbau-Utopien und Gesellschaft. Gütersloh 1972.
  • Sutter, Franz (Hrsg.): No future? Denkanstöße von Camus et al. Zürich 2010.
Dokumentationen:
  • Gilman, Sylvie/ de Lestrade, Thierry: Die Revolution der Selbstlosen. 2016.
  • Langbein, Kurt: Zeit für Utopien – Wir machen es anders. 2018.
Ritas Playlist:
  • K.I.Z.: Hurra die Welt geht unter
  • Ton Steine Scherben: Der Traum ist aus
  • World Inferno Friendship Society: Only Anarchists Are Pretty
  • Kummer feat. Fred Rabe: Der letzte Song
  • Goldfrapp: Utopia
  • Brooke Fraser: C. S. Lewis Song
  • Alanis Morissette: Utopia
  • Clueso: Utopie
  • Billy Joel: Summer, Highland Falls
  • David O'Dowda: The World Retreats
  • Bernadette La Hengst: Her mit der Utopie
Noras Podcast-Tipps:

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Der Fixpunkt flottierender Wesen07 Oct 202301:06:48
Die Freiheit zu gehen und zu bleiben

Eva von Redecker hat ein Buch über Bleibefreiheit geschrieben. Rita hat es gelesen und deshalb diskutieren wir über den Freiheitsbegriff aus der Perspektive des Bleibens. Im realen Leben, aber auch in solzialen Netzwerken. Wo wollen wir bleiben. Wo können wir bleiben?

Die Fragen nach der Bleibefreiheit sind auf vielen Ebenen drängend. Denn unsere Freiheiten haben Grenzen, die wir nicht einfach verschieben können. Wir haben zum Beispiel aufgrund unserer physiologischen Beschaffenheit nicht die Freiheit, einfach auf den Mond auszuwandern. Oder als Menschen da zu leben, wo es zu heiß oder zu kalt für uns ist. Vor dem Hintergrund stellt sich auch in der aktuellen Debatte um das Weltklima die Frage: Wo können wir noch bleiben?

Aber auch im Digitalen erleben wir eine Art Klimawandel. Hier stellt sich genauso die Frage danach, wo wir bleiben wollen oder können. Und wie wir unsere Welt im Digitalen gestalten möchten, damit möglichst viele bleiben können.

Ritas Literaturliste:
  • Von Redecker, Eva: Bleibefreiheit. Frankfurt/Main 2023.
  • Arendt, Hannah: Die Freiheit, frei zu sein. München 2018.
  • Bourdieu, Pierre: Die verborgenen Mechanismen der Macht. Schriften zu Politik und Kultur 1. Hrsg. von Margareta Steinrücke. Hamburg 2015.
  • Pfister, Jonas: Texte zur Freiheit. Stuttgart 2014.
  • Sen, Amartya: Ökonomie für den Menschen. Wege zu Gerechtigkeit und Solidarität in der Marktwirtschaft. München 2000.
Noras Linkliste:

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Zugemerkt und aufgehört08 Sep 202300:57:44
Ein Gespräch übers Hören und Sprechen

Da haben wir seit so vielen Jahren einen Philosophie-Podcast und das naheliegendste Thema haben wir links liegen lassen. In dieser Folge geht's ums Hören. Und weil das ein weites Feld ist, lassen wir uns vom Gespräch treiben, hören uns mal mehr und mal weniger gut zu, sind stets bemüht verlieren aber nie die Lust am Scheitern.

Denn natürlich scheitern Nora und Rita regelmäßig selbst am Zuhören oder auch auf den Punkt kommen. Was also tun, wenn zuhören schwer fällt? Und wie hören wir eigentlich in uns rein, wenn da eigentlich gar kein Ton ist? Und können wir unseren Ohren in einer Welt voller KI-generierten Stimmen überhaupt trauen - konnten wir das je? All diesen Fragen gehen wir in dieser Folge nach.

Ritas Literaturliste:
  • Behrens, Joachim Ernst: Nada Brahma. Die Welt ist Klang. Berlin 2021. [Original 1983]
  • Moszkowski, Alexander: Das Geheimnis der Sprache. Essays. Hier: Das dritte Ohr. Abrufbar unter https://www.projekt-gutenberg.org/moszkows/sprache/chap016.html (Datum des letzten Abrufs: 08.09.2023) [Original 1923]
  • Nietzsche, Friedrich: Basler Vorträge „Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten“ V. In: KSA, Band 1. Hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. Berlin, New York 1999.
  • Nietzsche, Friedrich: Jenseits von Gut und Böse. In: KSA, Band 2. Hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. Berlin, New York 1999.
  • Rora, Constanze: Ästhetisches Hören – Theoretische und didaktische Dimensionen auditiver Wahrnehmung in der Ästhetischen Bildung. 2012. Abrufbar unter https://www.kubi-online.de/stichwort/aesthetisches-hoeren (Datum des letzten Abrufs: 08.09.2023)
  • Rosa, Hartmut: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung. Körperliche Weltbeziehungen. Hier vor allem: Teil I.II.4 „Stimme, Blick und Antlitz“. Berlin 2016, S. 83-143.
  • Stöckler, Eva Maria: Musik hören - Zeit für den Augenblick haben. Ästhetische Wahrnehmung, Erfahrung und Bildung in der digitalen Gegenwart. Magazin erwachsenenbildung.at, 2104. Abrufbar unter https://www.pedocs.de/volltexte/2014/9178/pdf/Erwachsenenbildung222014StoecklerMusik_hoeren.pdf (Datum des letzten Abrufs: 08.09.2023)
  • Waldenfels, Bernhard: Das leibliche Selbst. Frankfurt/Main 2000. S. 379-393.
Noras Filmtipp:Spotify-Playlist zur Folge:

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Erschöpfung04 Aug 202301:08:52
... über ein kollektives Gefühl und seine Ursachen

Ehrlich gesagt: Am Rande ihrer Kräfte waren viele Menschen schon vor der Corona-Pandemie. Währenddessen ist es für viele kein bisschen besser geworden, sondern eher schlimmer. Vor allem für Menschen in den Bereichen Care, Pflege und Erziehung.

Inzwischen sind wir wieder zurück in einer vermeintlichen Normalität. Und die Erschöpfungsursachen durch die Pandemie? Sind kein Thema mehr. Wir halten uns an greifbarere Erklärungen. Eine davon ist die Arbeitsbelastung. Und interessanterweise ist Erschöpfung im Kontext von Arbeit ja eher positiv konnotiert. Was machen wir also mit dem Erschöpfungsbegriff der Gegenwart?

Ritas Literaturliste:
  • Arendt, Hannah: Vita activa oder Vom tätigen Leben. München. 2002.
  • Han, Byung-Chul: Müdigkeitsgesellschaft. Berlin. 2010.
  • Ehrenberg, Alain: Das erschöpfte Selbst - Depression und Gesellschaft in der Gegenwart. Frankfurt. 2015.
  • Merleaut-Ponty, Maurice: Das Auge und der Geist. Hamburg. 2003
  • Menke, Christoph / Rebentisch, Juliane [Hrsg.]: Kreation und Depression - Freiheit im Gegenwärtigen Kapitalismus. Berlin. 2012.
Noras Podcast- und Literaturtipps:
  • El Ouassil, Samira / Karig, Friedemann: Erzählende Affen. Mythen, Lügen, Utopien - Wie Geschichten unser Leben bestimmen. Berlin. 2021.
  • El Ouassil, Samira / Karig, Friedemann: Piratensender Powerplay. Selfhosted Podcast. Wöchentlich.
  • El Ouassil, Samira / Stenger, Christiane: Sag niemals Nietzsche. Audible. 2019.

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Das Alter entfalten07 Jul 202301:08:14
... über das Altern in der Leistungsgesellschaft

Die Lebenszeit, in der wir uns ungehindert und unbehindert bewegen und entfalten können, ist eigentlich relativ kurz. Trotzdem richtet sich alles an dieser Lebenszeit aus. Was nicht da rein passt, wird institutionalisiert und aus dem Weg geregelt. Verschwindet zumindest temporär aus unserem Alltag. Die Folge ist nicht selten Vereinsamung oder soziale und geistige Verarmung - vor allem im Alter. Wie können wir dem begegnen? Darüber denken Nora und Rita in dieser Folge nach.

Denn was passiert eigentlich, wenn unsere Eltern oder Großeltern nicht mehr alleine leben können und betreut werden müssen? Den medizinischen Bedürfnissen kann in einer Pflegeeinrichtung häufig besser entsprochen werden als in der häuslichen Umgebung. Aber was ist mit den sozialen Bedürfnissen? Dem Bedürfnis nach körperlicher oder auch geistiger Bewegung? Nach sozialem Miteinander? Denn auch in der besten Pflegeeinrichtung ist die Gesellschaft ja keine Selbstgewählte. Und bei der allgemeinen personellen Überlastung ist es nicht leicht, auch den individuellen Bedürfnissen zu entsprechen. Hinzu kommen Faktoren wie Alter, Klasse und Geschlecht - und in einer postmigrantischen Gesellschaft auch zunehmend Herkunft.

Ritas Literaturliste:Noras Linktipp:

Kroyman, Maren: Pflegekraft-Sketch auf instagram. One Ard. Juni 2023

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Balancieren auf Quantenteilchen02 Jun 202301:15:07
Über Religiosität, Frömmigkeit und Artistenmetaphysik

Wenn wir in religiösen Bezügen aufgewachsen sind, dann ist es schwer daraus auszusteigen. Selbst dann, wenn wir selbst nicht religiös sind, Religion nicht leben wollten oder konnten. Denn Religion gehört zu unserem Alltag - und sei es nur in Form von religiösen Gebäuden in unserer Umgebung. Was also macht Religion mit uns? Was ist fromm und was nur frömmelnd? Und wie lagert sich Spiritualität da ein?

Eins gleich vorweg: Wir sprechen hier vornehmlich über das Katholischsein, weil Rita und Nora beide katholisch sind. Und wir sprechen über Noras bevorstehenden Kirchenaustritt. Der Gedanke aber ist: Was bleibt, wenn wir den formalen Akt des Austritts begehen? Aus was treten wir da aus und aus was eben nicht? Wozu dient Religion den Menschen? Warum gibt es dieses universelle Streben nach Religion und Zugehörigkeit? Das sind die Fragen, die uns in dieser Folge beschäftigen.

Ritas Literaturliste:
  • Breul, Martin/ Langenfeld, Aaron (Hrsg.): Kleine Philosophiegeschichte. Eine Einführung für das Theologiestudium. Paderborn: Brill. 2017.
  • Casale, Rita: Heideggers Nietzsche. Geschichte einer Obsession. Bielefeld: transcript. 2010.
  • Frost, Ursula: Einigung des geistigen Lebens. Zur Theorie religiöser und allgemeiner Bildung bei Friedrich Schleiermacher. Paderborn: Schöningh. 1991.Kantzenbach, Friedrich Wilhelm: Schleiermacher. Reinbek bei Hamburg; Rowohlt. 1967.
  • Kast, Christina: Friedrich Nietzsches Ja zum Leben. Würzburg: Königshausen und Neumann. 2019.
  • Nietzsche, Friedrich: Zur Genealogie der Moral. In: KSA, hrsg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari. Band 5. München/Berlin/New York: de Gruyter. 1999.
  • Schleiermacher, Friedrich Daniel Ernst: Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern. In der Ausgabe von Rudolf Otto. 8. Auflage. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. 2002. [Original 1799]
Noras Lesetipp:

Florin, Christiane: Trotzdem! Wie ich versuche, katholisch zu bleiben. München: Kösel. 2020.

Playlist:
  • Eric Idle: Always look on the bright side of life
  • Die Ärzte: Waldspaziergang mit Folgen
  • Kraftklub: Kein Gott, kein Staat, nur Du
  • R.E.M.: Losing my religion
  • Robbie Williams: Sin Sin Sin
  • Leonard Cohen / K.D. Lang: Hallelujah
  • Bach, Johann Sebastian: Magnificat in D (BWV 243)

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Der sanfte Wellengang des Lebens05 May 202301:04:19
Über Hedonismus und Anhedonismus

Tendenz zum Anhedonismus - das klingt irgendwie ziemlich nach Spaßbremse. Da stellt sich natürlich die Frage: Bei welchem Spaß bremst man denn da? Denn Hedonismus hat in unserer Gesellschaft nicht den besten Ruf. Gut, dass die Philosophin Rita Molzberger da die Begrifflichkeiten mal grade rückt.

Anhedonismus hat nicht nur eine philosophische, sondern auch eine psychologische Dimension. In der geht es nicht darum, an bestimmten Sachen keinen Spaß zu haben, sondern ganz grundsätzlich eine tiefe, innere Freudlosigkeit zu erleben. Eine Dimension, für die weder Rita noch Nora Expertinnen sind. Die in diesem Sinne aber wichtige Hinweise auf die psychische Verfasstheit eines Menschen geben kann.Wir wollen uns in dieser Folge mit der philosophischen Dimension von Hedonismus beschäftigen. Und der Frage: Was ist in diesem Sinne eigentlich Anhedonismus? Und warum hat der Hedonismus heute - anders als in verschiedenen Denkschulen der griechischen Philosophie der Antike - einen so schlechten Ruf?

Ritas Literaturliste:
  • Bächli, Andreas/ Graeser, Andreas: „Glück“. In: Grundbegriffe der antiken Philosophie. Ein Lexikon. Stuttgart 2000, S. 97-99.
  • Benjamin, Walter: Exkurs über die Melancholie. Aus ‚Ursprung des deutschen Trauerspiels‘. In: Sillem, Peter (Hrsg.): Melancholie oder Vom Glück, unglücklich zu sein. Ein Lesebuch. Frankfurt/Main 2016, S. 181-203.Boethius, Anicius Manlius Severinus: Trost der Philosophie. Hrsg. von - Marie Luise Gothein. Berlin 1932.
  • Honneth, Axel: Wurzeln des modernen Hedonismus. In: Schöttker, Detlev (Hrsg.): Philosophie der Freude. Von Freud bis Sloterdijk. Leipzig 2003, S. 106-114.
  • Kassel, Rudolf: Untersuchungen zur griechischen und römischen Konsolationsliteratur. München 1958.
  • Schöttker, Detlev (Hrsg.): Philosophie der Freude. Von Freud bis Sloterdijk. Leipzig 2003
  • Sillem, Peter (Hrsg.): Melancholie oder Vom Glück, unglücklich zu sein. Ein Lesebuch. Frankfurt/Main 2016.
  • Sontag, Susan: Im Zeichen des Saturn. In: Sillem, Peter (Hrsg.): Melancholie oder Vom Glück, unglücklich zu sein. Ein Lesebuch. Frankfurt/Main 2016. S. 204-227.
  • Watzlawick, Paul: Anleitung zum Unglücklichsein. München 2003.
Ritas Playlist:
  • Casper: Alles war schön und nichts tat weh.
  • Danger Dan: Eine gute Nachricht.
  • Die höchste Eisenbahn: Der Himmel ist blau (wie noch nie)
  • Kummer feat. Fred Rabe: Alles wird gut.
  • Walk off the earth: Little boxes.
  • Wir sind Helden: Müssen nur wollen.

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Privilegien-Quartett07 Apr 202301:11:30
Ein Spiel, aus dem wir nicht aussteigen können

"Wie privilegiert kann man sein?" - Dieser Satz hat jemanden in einem sozialen Jobnetzwerk zu einem Post veranlasst. Ein Post, in dem durchaus Wut über diesen Satz herauszulesen war. Aber warum fühlen wir uns eigentlich angegriffen, wenn wir auf unsere Privilegien angesprochen werden? Woher kommen diese Abwehr- und Verteidigungsmechanismen? Wir wollen in dieser Folge das Privileg beleuchten und warum es so schwer ist, aus dem Privilegien-Quartett auszusteigen.

Aber wenn wir nicht aussteigen können aus unseren Privilegien. Wenn sie sogar mehr werden, je mehr wir darüber reflektieren, je mehr Bewusstsein wir über sie erlangen - was machen wir denn dann damit? Das ist eine gar nicht mal so leichte Frage. Denn sie geht auch mit Schuld (Adorno) und Verantwortung einher.

Ritas Literaturliste:Noras Literaturtipp:
  • Endler, Rebekka: Das Patriarchat der Dinge - Warum die Welt Frauen nicht passt. Köln 2021.

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Mach schnell langsam10 Mar 202301:20:31
... über Beschleunigung, Entschleunigung und Zeitwohlstand

Wir leben in rasenden Zeiten. Und viele von uns spüren: Es wäre an der Zeit, mal langsam zu machen. Aber schnell. Klingt paradox - ist es an vielen Stellen auch. Denn es geht nicht nur um die Entschleunigung als solche, sondern auch um die Beschleunigung von Prozessen und vor allem Strukturen, die uns das Entschleunigen überhaupt ermöglichen. Ihr merkt schon. Es ist kompliziert, aber auch ganz schön unterhaltsam, sich damit zu beschäftigen, wo wir welches Tempo brauchen, damit möglichst viele Menschen ein gutes Leben haben können.

Ritas Literaturliste:
  • Backhaus, Klaus/ Bonus, Holger (Hrsg.): Die Beschleunigungsfalle oder der Triumph der Schildkröte. Stuttgart 1997.
  • Dörpinghaus, Andreas: Schonräume der Langsamkeit. In: Brinkmann, Malte (Hrsg.): Phänomenologische Erziehungswissenschaft von ihren Anfängen bis heute. Wiesbaden 2019, S. 457–464. (Orig. 2008)
  • King, Vera/ Gerisch, Benigna (Hrsg.): Zeitgewinn und Selbstverlust. Folgen und Grenzen der Beschleunigung. Frankfurt/Main, New York 2009.
  • Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit. München 1983.
  • Pfeiffer, Ursula: Kontinuität und Kontingenz. Zeitlichkeit als reflexive Dimension für die Erziehungswissenschaft. In: Schmidt-Lauff, - Sabine (Hrsg.): Zeit und Bildung. Annäherungen an eine zeittheoretische Grundlegung. Münster, New York, München, Berlin 2012, S- 91-112.
  • Rosa, Hartmut: Beschleunigung und Entfremdung. Berlin 2013.
  • Virilio, Paul: Fahren, fahren, fahren. Berlin 1978.
Noras Link- und Buchtipps:
  • Führt mehr Zeit zu nachhaltigerem Konsum?. Hörsaal. Deutschlandfunk Nova vom 10.02.2023 (Datum des letzten Abrufs 9.3.2023)
  • Shehadeh, Nadia: Anti-Girlboss - Den Kapitalismus vom Sofa aus bekämpfen. Berlin 2023.

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Die Rückseite des Neins03 Feb 202301:07:52
...oder warum 2023 das Neinhorn unter den Jahern ist

Zum Jahreswechsel 2023 hatte Nora plötzlich ganz viele "Dieses Jahr sage ich nein"-Posts in ihrem LinkedIn Feed. Und wie soll es anders sein, regte sich Widerspruch. Wenn wir zu etwas Nein sagen, dann müssen wir auch Ja sagen zu etwas. Aber wozu? Welcher Entwurf steht dahinter? Und was, wenn ein individuelles Nein an einem überfordernden System gar nichts ändert, sondern nur Verantwortung verlagert. Ein Gespräch über das Ja und das Nein und das Unseretwegen.

So viel Sekunden hat mein Tag nicht, wie ich bräuchte, um mein Nein zu sagen, meine Neine. Peter Licht in Räume räumen

Ritas Literaturliste:
  • Adorno, Theodor W.: Negative Dialektik. Frankfurt/Main 2000.
  • Bieri, Peter: Wie wollen wir leben? T. Pölten, Salzburg, Wien 2013.
  • Cramer, Konrad: Philosophie um 1900. In: Mölk, Ulrich (Hrsg.): Europäische Jahrhundertwende: Wissenschaften, Literatur und Kunst um 1900. Göttingen. 1999. Gekürzte Fassung abrufbar unter: https://www.information-philosophie.de/?a=1&t=9245&n=2&y=2&c=99 (Datum des letzten Abrufs: 28.01.2023)
  • Kast, Verena: Friedrich Nietzsches Ja zum Leben. Eine philosophische Interpretation. Würzburg 2019.
  • Neiman, Susan: Warum erwachsen werden? Eine philosophische Ermutigung. Berlin 2015.
  • Nida-Rümelin, Julian / Heilinger, Jan-Christoph (Hrsg.): Moral, Wissenschaft und Wahrheit. Berlin 2016.
  • Peter Licht: Räume räumen. In: Ders.: Melancholie und Gesellschaft. 2008.

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Erst zuhören, dann feiern06 Jan 202301:25:48
... über Rituale, Zeremonien und menschliche Verbindungen

Mit Ritualen und Zeremonien würdigen wir häufig Übergänge. Bestimmte Punkte im Leben, für die wir innehalten wollen und die deshalb auch einen großen Raum einnehmen dürfen. Wie zum Beispiel, Geburten, Hochzeiten oder auch der Übergang vom Leben zum Tod. Dabei spielten lange Religionen und ihre Institutionen eine entscheidende Rolle. Für viele Menschen tritt das aber aus unterschiedlichen Gründen in den Hintergrund. Trotzdem bleibt der Wunsch, lebensverändernde Ereignisse entsprechend zu würdigen.

Und wir haben in einer Zeit des Übergangs - nämlich dem vom Jahr 2022 zum Jahr 2023 - mit einem Gast genau darüber gesprochen. Jonas Ben Chabaane gestaltet als freier Redner Willkommensfeiern, Hochzeiten und Trauerfeiern. Der Tontechniker und Musiker hat darin seine Berufung gefunden. Was ihn dabei antreibt: Menschen zu verbinden - in der Freude, aber auch in der Trauer.

Ritas Literaturliste:
  • Belliger, Andréa/ Krieger, David J.: Ritualtheorien. Ein einführendes Handbuch. 5. Auflage. Wiesbaden 2012.
  • Bräunlein, Peter J.: Rituelle Prozesse und kulturelle Transformationen. In: Moebius, Stephan/ Quadflieg, Dirk (Hrsg.): Kultur. Theorien der Gegenwart. Wiesbaden 2011, S. 149-158. Abrufbar unter https://bibliographie.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/101155/Br%C3%A4unlein_058.pdf?sequence=1 (Datum des letzten Abrufs 29.12.2022)
  • Durkheim, Émile: Die elementaren Formen des religiösen Lebens. Frankfurt 1994.
  • Geertz, Clifford: The Interpretation of Cultures. Selected Essays. New York 1973.
  • Malinowski, Bronisław: Magie, Wissenschaft, Religion. Frankfurt/Main 1973.
  • Turner, Victor W.: Das Ritual. Struktur und Anti-Struktur. Frankfurt/Main 2005.
  • Turner, Victor W.: From Ritual to Theatre. The Human Seriousness of Play. New York 1982.
    • Wulf, Christoph/Althans, Birgit/Audehm Kathrin/Bausch, Constanze/Göhlich, Michael/Sting, Stephan/Tervooren, Anja/Wagner-Willi, Monika/Zirfas, Jörg: Das Soziale als Ritual. Zur performativen Bildung von Gemeinschaften. Opladen 2001.
  • Wulf, Christoph/ Zirfas, Jörg (Hrsg.): Die Kultur des Rituals: Inszenierungen, Praktiken, Symbole. Paderborn 2004.

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Radikal moderat20 Dec 202201:21:40
... über den Umgang mit extremen Haltungen

Dieser Podcast ist eine Herausforderung. Weil wir uns mit Gedanken konfrontieren, die extrem sind. Grenzüberschreitend. Es geht um extreme Haltungen und radikales Denken. Und es geht um die Frage nach der Legitimation von bestimmten Formen der Gewalt. Und wie, warum und wo wir Grenzen ziehen wollen oder müssen. Denn so eindeutig, wie uns die Antwort häufig scheint, ist sie gar nicht.

Dezember 2022. Der Diskurs über Radikalität ist vor allem dadurch geprägt, dass wir alle Erscheinungen in einen Topf werfen und pauschal verurteilen. Und zwar ohne, dass wir uns die Kontexte und Hintergründe anschauen, vor denen sie auftauchen. Da werden die Klimaaktivisten von "Letzte Generation" mal schnell ins Hufeisen gepackt und auf eine Stufe gestellt mit dem gerade ausgehobenen "Reichsbürger"-Netzwerk, dessen Mitglieder wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat, sprich demokratiefeindlichem Terror, vorläufig festgenommen wurden. Und auch bei den Protesten in Iran gibt es immer wieder Versuche, die Protest- und Revolutionsbewegung als radikal und gewalttätig darzustellen, während die eigentliche Gewalt von einem totalitären Regime ausgeht, das seine Bürgerinnen und Bürger willkürlich inhaftiert, foltert und ermordet.

Was also ist vor diesen Hintergründen Radikalität? Wie grenzen wir sie ab von Fanatismus, Totalitarismus und Extremismus? Wie weit darf - philosophisch gesehen - radikales Denken gehen? Und warum müssen wir uns dabei die Frage stellen, wie welche Formen von Gewalt in diesem Umfeld legitimiert werden?

Ritas These: "Wenn man Radikalität philosophisch ernst nimmt, wird man dabei rauskommen, denkerisch moderat zu sein. Moderat und radikal sind dann nicht mehr das Gegensatzpaar, das man vermutet."

Glaubte man Peter Weibel und Boris Groys, so waren die Anschläge auf das World Trade Center eine künstlerische Performance. Zum einen deshalb, weil sie als ein mediales Spektakel, nämlich als weltweit unübersehbare Inszenierung der Verletzlichkeit der Großmacht USA konzipiert waren. Zum anderen darum, weil hierbei die Grenzen von Kunst und Realität entschieden mißachtet wurden. Riskiert wurde hier angeblich ein Ausbruch der Kunst aus der Spähre der Kunst. Nach Weibel nämlich macht es die ganze Obsession eines modernen Künstlers aus, mit künstlerischen Mitteln einen Ausbruch aus dem Kunstsystem zu bewirken, hinein in die Welt, um dort, wie Peter Sloterdijk, ein anderes Mitglied des ästhetischen Kollegs, es formulierte, "das große Ding zu machen". So wurde der Terrorist zu dem Modellfall eines Künstlers, der mit der Selbstaufhebung der Kunst wirklich Ernst gemacht hat. Bei Groys gipfelte diese Diagnose in dem Satz: "Der Terrorist ist ein moderner Künstler unter der Bedingung, dass das moderne Kunstsystem fehlt." Unausgesprochen allerdings blieb das logische Komplement dieses Satzes: Der moderne Künstler ist ein Terrorist unter der Bedingung, daß die Logistik eines entsprechenden Netzwerks fehlt. Man sieht hier exemplarisch, wie sehr die Fixierung auf eine starre Norm der Radikalität sowohl im Bereich der Kunst wie in dem der Politik in schiere Blindheit und schieren Blödsinn münden kann." Aus Seel, Martin: Das Radikale und das Moderate

Ritas Literaturliste:
  • "radikal". In: Regenbogen, Arnim/ Meyer, Uwe (Hrsg.): Wörterbuch der philosophischen Begriffe. Hamburg 2013.
  • Bermes, Christian: Radikalität – Etikett oder Gestalt? Zum Ort des Radikalen in der Kultur. In: Konersmann, Ralf/ Westerkamp, Dirk (Hrsg.): Zeitschrift für Kulturphilosophie 2012/2, S. 17-30.
  • Dietrich, Kai: Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung als pädagogische Arbeitsfelder. Abrufbar unter https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/236720/radikalisierungspraevention-und-deradikalisierung-als-paedagogische-arbeitsfelder/ (Datum des letzten Abrufs: 30.11.2022)
  • Marten, Rainer: Geistige Radikalität. In: Konersmann, Ralf/ Westerkamp, Dirk (Hrsg.): Zeitschrift für Kulturphilosophie 2012/2, S. 69-80.
  • Reemtsma, Jan Philipp: Gewalt und Vertrauen. Grundzüge einer Theorie der Gewalt in der Moderne. In: Ders.: Gewalt als Lebensform. Zwei Reden. Stuttgart 2016, S. 29-55.
  • Seel, Martin: Das Radikale und das Moderate. Erkundungen in einem spannungsreichen Begriffsfeld. In: Konersmann, Ralf/ Westerkamp, Dirk (Hrsg.): Zeitschrift für Kulturphilosophie 2012/2, S. 6-17.
Noras Linktipps:

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Leben mit Leid18 Nov 202201:29:52
... über Antworten, Aushalten und Sinnlosigkeit

Wo menschliches Leben ist, ist auch immer Leid. Im Kleinen wie im Großen. Es ist unmöglich, sich vor Leid zu schützen. Egal wie privilegiert wir sind. Leid trifft uns alle. Wie also damit umgehen? Wie können wir Leid lindern? Wann sind wir gezwungen, Leid als existent zu akzeptieren? Und wo sind wir aber auch handlungsfähig? Ein Gespräch mit der Psychologin Dr. Nady Mirian

Nadys Literaturtipps:

Im Podcast sagt Nady Mirian, dass sie ganz viel von Schopenhauer, Camus, Sartre, Simone Weil und Joan Didion liest. Konkret nennt sie:

  • Foucault, Michel: Wahnsinn und Gesellschaft. Hamburg 1973.

  • Hitchens, Christopher: Love, Poverty, and War. New York 2004

  • Sonntag, Susan: Das Leiden anderer betrachten. Frankfurt 2017.

  • Sonntag, Susan: "Aids und seine Metapher". Berlin 1997

Ritas Literaturliste:
  • Angehrn, Emil: Das Leiden und die Philosophie. In: Die Ethik Arthur Schopenhauers im Ausgang vom Deutschen Idealismus (Fichte/Schelling). Würzburg 2006, S. 119-132. Abrufbar unter https://edoc.unibas.ch/14399/1/BAU1005251809.pdf (Datum des letzten Abrufs: 08.11.2022)

  • Han, Byung-Chul: Palliativgesellschaft: Schmerz heute. Berlin 2020.

  • Hauskeller, Michael: Durch Leiden lernen. Schopenhauer zwischen Mitleid und Selbstüberwindung. In Schopenhauer Jahrbuch 84, 2003, S. 75-90.

  • Meyer-Drawe, Käte: Lernen und Leiden. Eine bildungsphilosophische Reflexion. In: Nittel, Dieter/ Seltrecht, Astrid (Hrsg.), Krankheit: Lernen im Ausnahmezustand? Berlin, Heidelberg 2013, S. 68-76.

  • Wolf, Burkhardt/ Harrasser, Karin/ Macho, Thomas (Hrsg.): Politik und Technik des Schmerzes. Leiden, Boston 2007.

Noras Linkliste:

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Akte(n) der Menschlichkeit14 Oct 202201:13:59
... vom Random Act of Kindness und sozialer Phantasie

Können wir mit Random Acts of Kindness, also den zufälligen Akten von Mitmenschlichkeit, die Welt retten? Denn nicht weniger wollen wir in diesen anstrengenden Zeiten versuchen. Die Welt um uns rum ein kleines bisschen besser machen, indem wir ihr aufmerksam begegnen für die Not anderer. Klingt pathetisch? Ist es auch. Aber Rita hat gesagt, im Herbst ist das erlaubt.

Aber mal im Ernst: Gerade jetzt begegnen uns überall Meldungen von Menschen, die in Not sind oder drohen, in Not zu geraten. Zum Beispiel durch steigende Energie- und Lebensmittelkosten. Einige Menschen begegnen diesen Nöten mit einem Random act of kindness, also einer spontanen und zufälligen Hilfeleistung. Aber es gibt daran natürlich auch Kritik. Denn eigentlich haben wir in einer demokratischen und sozialen Gesellschaft doch Institutionen dafür gegründet, damit Menschen nicht mehr auf zufällige Hilfeleistung angewiesen sind, sondern sich auf eine zumindest in der Basis gesicherte und menschenwürdige Grundexistenz verlassen können. Klappt halt nur nicht immer. Und jetzt?

Ritas Literaturliste:
  • Aristoteles: Nikomachische Ethik. Übersetzt von Franz Dirlmeier. Stuttgart 2003.
  • Haupt, Selma/ Hering, Sabine/ Wever, Laura/ Haupt: Kein Platz für mein Ethos. Zum Spannungsverhältnis von Professionalität, Ungewissheit und Subjektivität. In: journal für lehrerInnenbildung, 21 (3), S. 74-83. Abrufbar unter https://www.researchgate.net/publication/355334533KeinPlatzfurmeinEthosZumSpannungsverhaltnisvonProfessionalitatUngewissheitundSubjektivitat (Datum des letzten Abrufs: 27.09.2022)
  • Phillips, Adam/ Taylor, Barbara: Freundlichkeit: Diskrete Anmerkungen zu einer unzeitgemäßen Tugend. Stuttgart 2010.
  • Rousseau, Jean-Jacques: Émile oder Über die Erziehung. Stuttgart 2019. [Orig. 1762]
  • Schmid, Wilhelm: Mit sich selbst befreundet sein. Von der Lebenskunst im Umgang. Frankfurt/Main 2007.
  • Schmid, Wilhelm: Selbstfreundschaft: Wie das Leben leichter wird. Berlin 201

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(T)Räume der Kindheit09 Sep 202201:17:00
Von Verstecken, Katzentischen, Ferien und Büchern

Nicht alle erinnern sich gerne an ihre Kindheit, aber fast alle hatten Orte, die sich fest in unsere Erinnerung gebrannt haben. Etwas, das wir riechen, fühlen oder schmecken und uns instant zurückversetzt in Kindertage. Es ist, wie eine Tür aufzustoßen in einen anderen Raum. Eine andere Dimension. Etwas, wo wir mal waren. Und so viel ist sicher: Wir alle waren Kinder. Und manche von uns sind es auf die eine oder andere Weise immer noch.

Ritas Literaturliste:
  • Augé, Marc: Nicht-Orte. München 2004.
  • Burghardt, Daniel/ Zirfas, Jörg (Hrsg.): Pädagogische Heterotopien. Von A bis Z. Weinheim Basel 2019.
  • Foucault, Michel: Die Heterotopien. Der utopische Körper. Zwei Radiovorträge. Frankfurt/Main 2014.
  • Hasse, Jürgen/ Kozljanič, Robert Josef (Hrsg.): Gelebter, erfahrener und erinnerter Raum. V. Jahrbuch für Lebensphilosophie. München 2010.
  • Hasse, Jürgen/ Schreiber, Verena (Hrsg.): Räume der Kindheit. Ein Glossar. Bielefeld 2019.
  • Langeveld, Martinus Jan: Die Schule als Weg des Kindes. Braunschweig 1966.

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