Back

Explore every episode of the podcast Urban Pop - Musiktalk mit Peter Urban

Dive into the complete episode list for Urban Pop - Musiktalk mit Peter Urban. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

Rows per page:

1–50 of 113

TitlePub. DateDuration
Jackson Browne (2)25 Jul 202401:22:46
Jackson Browne hat es als einer der wenigen geschafft, nach großen Erfolgen in den 70er Jahren auch in den 80ern sein Publikum zu finden. Die Alben-Veröffentlichungen erfolgen nur noch alle paar Jahre, sein politisches Engagement nimmt größeren Raum ein. „World in Motion“ (1989) und „I´m Alive“ (1993) liefern vielleicht keine weiteren großen Hits, aber zeigen, wie stabil sein Talent für Melodien und seelenvolle Americana-Musik ist. Seine Musik läuft zudem bei „Miami Vice“, „Forrest Gump“ und „Friends“. Auf langen Tourneen, auch immer wieder in Deutschland, begeistert er die Menschen. Jackson Browne erhöht sein politisches Engagement gegen Atomkraft und Umweltverschmutzung. Die Qualität seiner Musik lässt auch auf den folgenden Alben nicht nach, die Pausen dazwischen werden jedoch länger. Jackson Browne lebt einige Zeit in Spanien, er nimmt Solo-Akustik-Alben auf, 2004 wird er von Bruce Springsteen in die „Rock and Roll Hall of Fame“ eingeführt. Das eigene Alter, die Probleme der Welt, aber auch das Glück von Freundschaften sind seine Themen auf den jüngsten Alben, deren Lieder nach wie vor von seiner kaum gealterten Stimme und seiner Haltung getragen werden, die man aufrecht nennen möchte. Musikliste: Hold Out (1980): Disco apocalypse, Of missing persons, Call it a loan Lawyers in Love (1983): Lawyers in love, Tender is the night Lives in the Balance (1985): In the shape of a heart, Lives in the balance World in Motion (1989): World in motion, When the stone begins to turn, I am a patriot I’m Alive (1993): I’m alive, My problem is you, Everywhere I go, Miles away, Too many angels, Two of me, two of you, Sky blue and black Looking East (1996): The barricades of heaven, Alive in the world, It is one The Naked Ride Home (2002): Casino nation, Don’t you want to be there, My stunning mystery companion Time the Conqueror (2008): Time the conqueror, The drums of war, Where were you Standing in the Breach (2014): The birds of St. Marks, The long way around, Which side, Standing in the breach Downhill from Everywhere (2021): My Cleveland heart, Downhill from everywhere, A little soon to say, A song for Barcelona Best of Compilations und Live-Alben: The Next Voice You Hear: The Best of Jackson Browne (1997): darin - The rebel Jesus (neuer Song) The Very Best of Jackson Browne (2004) Solo Acoustic, Volume 1 (2005) & Volume 2 (2008) Love Is Strange: En Vivo Con Tino (Live-Album von Jackson Browne & David Lindley, 2010) Unser Podcast-Tipp in dieser Folge: Score Snacks: https://1.ard.de/score_snacks_cp Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Jackson Browne (1)11 Jul 202401:19:20
Jackson Browne bringt seit Jahrzehnten Musik und Haltung zusammen. In seinen persönlichen Liedern über Liebe und Sehnsucht ebenso wie zu Aufrüstung, Umweltverschmutzung und Menschenrechten. Geboren wurde der kalifornische Musiker im deutschen Heidelberg. In Kalifornien aufgewachsen, verschlug es den Teenager Ende der 60er Jahre nach New York; an der Seite der Sängerin Nico hatte er erste Erfolge. Zurück in Los Angeles geriet er in die Kreise im Laurel Canyon und fiel auf mit seinen Liedern im „Troubadour“. Die Eagles hatten mit seinem Song „Take it easy“ einen Welterfolg. Die ersten Alben „Jackson Browne“ und „For Everyman“ setzten seine unverkennbare Stimme und Art, Lieder zu schreiben, auf die musikalische Landkarte. Jackson Browne stand für Glaubwürdigkeit und persönliche Geschichten. Vielfach arbeitet er mit anderen Musiker*innen zusammen: Bonnie Raitt, David Crosby, David Lindley, mit dem ihm eine langjährige Partnerschaft verbindet. Die Alben sind große Erfolge. Das auf einer Tour aufgenommene Album „Running on empty“ markiert einen Höhepunkt dieser Phase, darin die Roadie-Hymne „The Load Out“ und das anschließende, mitreißende „Stay“. Musikliste: Jackson Browne (1972): Jamaica say you will, Song for Adam, Doctor, my eyes, Something fine, Rock me on the water, My opening farewell For Everyman (1973): Take it easy, Colors of the sun, These days, Redneck friend, For everyman Late for the Sky (1974): Late for the sky, Fountain of sorrow, Farther on, For a dancer, Before the deluge The Pretender (1976): Your bright baby blues, Here come those tears again, The only child, Sleep’s dark and silent gate, The pretender Running on Empty (1977): als Gesamtwerk mit Livemitschnitten und Aufnahmen aus Bus, Hotel und backstage - Reflektionen über das Musikleben auf Tour Unser Podcast-Tipp in dieser Folge: NDR INFO Mission Klima https://1.ard.de/MissionKlima_Festivals Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
The Police07 Mar 202401:20:37
Die Musik, die The Police ab 1977 der Welt anbot, passt in kaum eine Kategorie. Was für eine Mischung: Reggae mit einem energetischen Zusammenspiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug, dazu der ungewöhnlich hohe und intensive Gesang von Sting. Spannung liegt schon über den Liedern ihres Debütalbums. Sting, der Sohn eines ehemaligen Werftarbeiters und Milchmannes aus Newcastle, der Schlagzeuger Stewart Copeland, dessen Trommelschläge sich wie ein Gewitter anhören und Andy Summers, längst ein Veteran der Studioszene und einige Jahre älter als die beiden anderen, brachten dieses musikalische Kunststück fertig. Die Welt brauchte nicht lange, um sich in die Lieder hineinziehen zu lassen. Schon mit den nächsten Alben wurde The Police nicht nur landesweit bekannt. Besonders ihre Konzerte galten als hitzige musikalische Ereignisse - kaum zu glauben, dass nur drei Musiker auf der Bühne standen. Die Reibung der Temperamente führte aber auch immer wieder zu Streit, so dass die Band Anfang der 80er Jahre bereits vor der Auflösung stand. „Every breath you take“, nicht der erste Welthit des Trios, wurde Mitte der 80er schon beinahe zum Vermächtnis von The Police. Stewart Copeland schrieb einige Soundtracks, als Schlagzeuger genießt er auch in anderen Projekten nach wie vor einen exzellenten Ruf. Sting ist als Solo-Künstler seit dieser Zeit überaus erfolgreich, Andy Summers, der Gitarrist der Band, machte mit Fotos und einem Film über „The Police“ von sich reden. 2007 fanden sich die drei wieder zusammen, um auf einer umjubelten Welttournee mit ihren Fans erneut ihre gemeinsamen Lieder zu zelebrieren. Über die Solokarriere von Sting werden Peter Urban und Ocke Bandixen in den nächsten beiden Folgen sprechen. Peters Playlist für The Police: Outlandos d’Amour (1978): So lonely, Roxanne, Hole in my life, Can’t stand losing you, Be my girl-Sally, Masoko tanga Regatta de Blanc (1979): Message in a bottle, Regatta de blanc, Bring on the night, Walking on the moon, The bed‘ too big without you Zenyatta Mondatta (1980): Don’t stand so close to me, Driven to tears, De do do do, de da da Ghost In The Machine (1981): Spirits in the material world, Every little thing she does is magic, Invisible sun, Demolition man, One world (not three), Darkness Synchronicity (1983): Synchronicity I, Walking in your footsteps, Miss Gradenko, Synchronicity II, Every breath you take, King of pain, Wrapped around your finger, Tea in the Sahara Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Talking Heads (2)08 Feb 202401:00:53
Die Talking Heads sind auf der Höhe ihrer Kunst, als 1984 der Konzertfilm „Stop Making Sense“ veröffentlicht wird. Ihre Musik, die kunstvolle Umsetzung von Filmemacher Jonathan Demme und der Einsatz der gesamten Live-Band waren gleichzeitig kreativ wie eingängig. Kinogängern wird vor allem der sogenannte „Giant Suit“ von Sänger David Byrne in Erinnerung geblieben sein, sein breiter, grauer Anzug, der den Sänger so grotesk verkleinert aussehen ließ. Nebenprojekte beschäftigten die Bandmitglieder seit dieser Zeit, Tina Weymouth und Chris Frantz veröffentlichten als „Tom Tom Club“ einige erfolgreiche Alben. David Byrne schrieb Bühnenmusik, gewann 1988 gemeinsam mit Ryuichi Sakamoto den Oscar für die beste Filmmusik von „Der letzte Kaiser“. Die Talking Heads schaffen mit „Little Creatures” und dem Welthit „Road to nowhere” noch einmal ein bedeutendes Werk. Das Ende ist diffus mit zwei Alben, die vor allem David Byrne bestimmte, weniger aber die Band insgesamt. Sein Solowerk wird thematisch breiter in den Jahren darauf: südamerikanische Klänge, Kooperationen mit Fatboy Slim und erneut Brian Eno, Musicals, Bücher über das Fahrradfahren und die Wirkung von Musik: David Byrnes Kreativität ist kaum zu stoppen. 2002 werden die Talking Heads in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Nach jahrelangem Streit um Rechte und Anerkennung sind sie zumindest in Interviews wieder gemeinsam in der Öffentlichkeit aufgetreten. Anlass war die Wiederaufführung des legendären Konzertfilmes „Stop Making Sense“ weltweit in den Kinos. Im ersten Teil, den Ihr auch in der ARD Audiothek findet, schätzt Peter Urban die Wirkung der Talking Heads ein, zeichnet im Gespräch mit Ocke Bandixen ihren Weg nach und erzählt vom Auftritt der Band im legendären Hamburger Club „Onkel Pö“. Peters Playlist für Talking Heads (II): Stop Making Sense (1984): Live-Album & Film Little Creatures (1985): And she was, Creatures of love, The lady don’t mind, Road to nowhere True Stories (1986): Wild wild life, Radio head Naked (1988): Blind, Totally nude, (Nothing but flowers) Flowers, Sax and violins (reissue bonus track) David Byrne solo: Rei Momo (1989): Make believe mambo, The call of the wind, Loco de amor, The dream police Uh-Oh (1992): She’s mad David Byrne (1994): Angels Feelings (1997): A soft seduction, Dance on vaseline Look Into The Eyeball (2001): U.B.Jesus, Like humans do, Everyone’s in love with you Grown Backwards (2004): Glass, concrete & stone, Tiny apocalypse, Lazy Everything That Happens Will Happen Today (2008): Life is long, One fine day Jerry Harrison solo: Casual Gods (1987): Rev it up Chris Franz & Tina Weymouth Tom Tom Club (1981): Wordy rappinghood, Genius of love Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Talking Heads (1)18 Jan 202401:11:21
Die Talking Heads haben ein großes Alleinstellungsmerkmal in der Geschichte der Popmusik. Die New Yorker Band hat es geschafft, gleichzeitig altmodisch und Avantgarde zu sein, cool und sehr speziell, experimentell und groovy, ambitioniert und massentauglich. Geprägt wurde die Band vor allem durch ihren exzentrischen Sänger David Byrne, mit dem der Schlagzeuger Chris Frantz Mitte der 70er Jahre die Band gründete. Beide waren Designstudenten, die Musik war nur ein Hobby. Im berüchtigten Club „CBGB´s“ traten sie als Vorgruppe der Ramones auf. Neben Blondie, Pattie Smith und Television fielen die vier mit ihrem normalen Outfit und ihren schrägen, irritierenden Liedern auf. Der Gitarrist Jerry Harrison und die Bassistin Tina Weymouth vervollständigten den Sound der Talking Heads. Nach dem Debütalbum „Talking Heads 77“ wurde die Szene aufmerksam, nach den folgenden Alben ein größeres Publikum. Die Zusammenarbeit mit Brian Eno schuf den spannungsreichen Sound, für den die Band berühmt wurde, auch wenn Streit untereinander und mit Brian Eno ein ständiger Begleiter war. „Psycho killer“, „Once in a lifetime“ oder „Burning down the house“ wurden Klassiker. Allen voran David Byrne sorgte für immer neue Einflüsse aus afrikanischer Musik, Sampling, moderner Klassik, Soul und Videokunst. Peter Urban schätzt die Wirkung der Talking Heads ein, zeichnet im Gespräch mit Ocke Bandixen ihren Weg nach und erzählt vom Auftritt der Band im legendären Hamburger Club „Onkel Pö“. Den zweiten Teil, in dem es u.a. um den Konzertfilm ‚Stop making sense‘ und die Soloprojekte von David Byrne geht, findet Ihr hier ab dem 08. Februar. Peters Playlist für Talking Heads (I): Talking Heads: 77 (1977): Uh-oh, love comes to town, New feeling, The book I read, Don’t worry about the government, Psycho killer, Pulled up More Songs About Buildings And Food (1978): Thank you for sending me an angel, Found a job, Take me to the river, The Big Country Fear Of Music (1979): I zimbra, Cities, Life during wartime, Heaven, Drugs Remain In Light (1980): Born under punches (The heat goes on), Crosseyed and painless, Once in a lifetime, Houses in motion, Listening wind Speaking In Tongues (1983): Burning down the house, Slippery people, Moon rocks, There must be the place (Naive melody) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
The Rolling Stones (3)21 Dec 202301:21:56
Nachdem von der kreativen Hochphase Ende der 70er nichts mehr übrig war, mussten sich die Rolling Stones erst wieder neu sammeln. Keith Richards war inzwischen kein Junkie mehr. Mick Jagger gab nur schwer die alleinige Führung der Band wieder auf, mehr Streit und weniger Songs waren die Folge. „Undercover (of the night)“ (1983) wirkte kühl, „Dirty Work“ (1986) gilt als missraten, wenn man vom Hit „Harlem Shuffle“ einmal absieht. Der Streit zwischen Mick und Keith spitzte sich zu, Jagger kam mit erfolgreichen Solosingles heraus, beim Live Aid-Konzert traten sie nur getrennt voneinander auf. Besonders die britische Presse begleitete das Ganze genüsslich. Erst 1989 kamen die beiden kreativen Köpfe der Rolling Stones wieder zusammen. „Steel Wheels“, das nächste Album, zeigte zumindest, dass die Band nach wie vor funktionierte. Weitere Alben folgten, unterbrochen von großen Tourneen und langen Pausen. Die Stones zeigten live, dass sie immer noch großartig waren. Gitarrenorientierter Bluesrock mit einer Stones-typischen Schlagkraft und dem ganz eigenen Charisma der Band hielten die Fans bei der Stange. Bei aller Tradition bemühten sich immer neue Produzenten, das Klangbild der Band frisch zu halten. Nach dem Tod des Schlagzeugers Charlie Watts schien es lange fraglich, ob es sowohl ein neues Album der Band geben könnte, als auch weitere Live-Auftritte. Das Album „Hackney Diamonds“ im Herbst 2023 und auch Konzerte ohne Charlie belegten das Gegenteil. Die Rolling Stones – immer noch die „größte Rock n Roll – Band der Welt“, wie sie seit Ende der 60er Jahre live angekündigt wurde? Auf jeden Fall eine der wichtigsten Rockbands der Popmusikgeschichte. Und immer noch da – welche Band kann das nach so vielen Jahren schon sagen. Peters Playlist für die späten Jahre: Emotional Rescue (1980): Indian girl, Down in the hole, Emotional rescue Tatoo You (1981): Start me up, Worried about you, Heaven, No use in crying, Waiting on a friend Undercover (1983): Undercover of the night, Too much blood Dirty Work (1986): One hit (Tot he body), Harlem Shuffle Steel Wheels (1989): Blinded by love, Rock and a hard place, Almost hear you sigh Voodoo Lounge (1994): Out of tears, Thru and thru Stripped (1995): Like a rolling stone Bridges To Babylon (1997): Anybody seen my baby, Already over me, You don’t have to mean it, Out of control, Saint of me, Always suffering, How can I stop Forty Licks (2002) A Bigger Bang (2005): Rain fall down, Streets of love, Laugh, I nearly died Blue And Lonesome (2016) Hackney Diamonds (2023): Depending on you, Mess it up, Driving me too hard, Sweet sounds of heaven Mick Jagger (solo): Wandering Spirit (1993); Sweet thing, Out of focus, Don’t tear me up, Evening gown Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
The Rolling Stones (2)07 Dec 202301:23:57
The Rolling Stones - die wilden 70er Jahre: Die Stones sind immer noch dabei und immer noch an der Spitze - allerdings gingen sie im Laufe der Jahrzehnte durch einige tiefe Täler. Nach dem Tod ihres ursprünglichen Kopfes und Klangtüftlers Brian Jones schienen die Rolling Stones am Nullpunkt angelangt zu sein. Das Jahr 1969 war von dem schweren Verlust geprägt. Das Album "Let it Bleed" kam im November heraus, mit "Gimme Shelter" und "You can´t always get what you want" enthielt es gleich mehrere Klassiker der Band. Das für vier Menschen tödlich verlaufende Frei-Konzert in Altamont mit den Rolling Stones als Hauptattraktion beendete auf schreckliche und desillusionierende Weise die 60er Jahre. 1971 legten sie, verstärkt durch den jungen Mick Taylor, mit "Sticky Fingers" eines ihrer stärksten Alben vor, Einflüsse von Country und Blues wurden stärker. Die kreative Hochphase hielt auch bei "Exile on Main Street" an. Das Album wurde wegen anhaltender Geld- und Steuerprobleme in Südfrankreich aufgenommen. Auch die folgenden Alben enthielten den speziellen Stones-Sound. Verlässlich wurden Songs zu Hits, mal Balladen, mal Rocksongs, wie etwa "Brown Sugar" oder "It´s only Rock n Roll" (vom gleichnamigen Album). Ab Mitte der 70er gerieten die Stones allerdings in eine Krise, zum einen stieg der Gitarrist Mick Taylor wieder aus, zum anderen wurde immer deutlicher, wie schwer Keith Richards' Heroinsucht war. Touren und Aufnahmen wurden zum Geduldspiel. 1978 schafften die Stones mit "Some Girls" noch einmal ein Album voller überzeugender Songs. Mit Ron Wood hatten sie einen passenden Gitarristen und, noch wichtiger, einen geradezu perfekten Rolling Stone neu in die Band aufgenommen. Aber, von gelegentlichen musikalischen Geistesblitzen mal abgesehen, dauerte es über ein Jahrzehnt, bis sie sich wieder auf ihre alten Stärken besannen. Den dritten und letzten Teil über die späten Jahre der Rolling Stones findet Ihr hier ab 21.12.2023. Peters Playlist für die wilden 70er: Single: Honky Tonk Women (7/1969) Let It Bleed (1969): Gimme shelter, Live with me, Let it bleed, Midnight Rambler, You can’t always get what you want Sticky Fingers (1971): Brown sugar, Wild horses, Can’t you hear me knocking, Sister Morphine, Moonlight mile Exile On Mainstreet (1972): Tumbling dice, Sweet Virginia, Torn and frayed, Happy, Let it loose, Shine a light, Soul survivor Goats Head Soup (1973): Coming down again, Angie, Winter, Scarlet (feat. Jimmy Page/DeLuxe Edition 2020) It’s Only Rock’n’Roll (1974): Ain’t too proud to beg, Till the next goodbye Black And Blue (1976): Hot stuff, Memory motel, Fool to cry Some Girls (1978): Miss you, Some girls, Far away eyes, Beast of burden Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Amy Winehouse22 Feb 202401:13:04
Die Musik und die Tragödie der Amy Winehouse – beides ist untrennbar miteinander verbunden. In ihrer kurzen Lebenszeit erschienen nur zwei Alben, beide schrieben aber Popmusik-Geschichte. Düstere, trotzige, anrührende Soulballaden, gemischt mit Hip-Hop und Jazz und 60er Jahre Rhythm and Blues. Amy Winehouse sang schon als Kind, sie galt als aufsässig, die Trennung der Eltern machte ihr schwer zu schaffen. Nach Empfehlungen überzeugte sie in Jugend-Bigbands und auf Talentwettbewerben. Ihr Debütalbum „Frank“ (2003) ließ aufhorchen: Amy Winehouse eroberte ihr Publikum im Sturm. Privat geriet sie aber in zwielichtige Kreise, immer öfter war sie wegen Drogeneskapaden in den Schlagzeilen. Ihr äußerlich zur Schau gestelltes Selbstbewusstsein entpuppte sich als Fassade, hinter der ein psychisch und physisch labiler Mensch sichtbar wurde. Ihr zweites Album „Back to black“ (2006) erzählt von ihren Abgründen. Gerade diese Musik machte es zum Welterfolg, die Lieder wirkten noch konzentrierter und seelenvoller. Aber der Niedergang war nicht aufzuhalten, Amy Winehouse starb 2011 im Alter von 27 Jahren. In nachgelassenen Aufnahmen und veröffentlichten Live-Mitschnitten lässt sich dieses einzigartige Talent noch einmal bewundern. Peters Playlist für Amy Winehouse: Frank (2003): Intro/Stronger than me, Know you now, Fuck me pumps, I heard love is blind, Moody’s mood for love, In my bed, Take a box, Brother (hidden track) Back To Black (2006): Rehab, You Know I’m no good, Me & Mr. Jones, Back to lack, Wake up alone Lioness: Hidden Treasures (2011): Our day will come, Will you still love me tomorrow (2011), Body and soul (mit Tony Bennett) Amy (Soundtrack, 2015): Rehab (Live on Later..with Jools Holland), We’re still friends (Live at Union Chapel), Valerie (BBC Radio 1 Live Lounge) At The BBC (expanded edition, 2021): Live-Aufnahmen aus den Jahren 2004 - 2009 Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Rio Reiser23 Nov 202300:56:13
Ab Mitte der 1980er Jahre feierte Rio Reiser eine triumphale Solokarriere. „König von Deutschland“, „Junimond“ und das dazugehörige Album „Rio I.“ verkauften sich gut. Rio Reiser wurde noch einmal einer neuen Generation bekannt. Mit seiner Poesie, seinem Witz und seiner Melancholie erreichte er ein Millionenpublikum. Konzerte, die er stets barfuß spielte, waren voll besucht. Denkwürdig war zum Beispiel sein Auftritt beim Konzert gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf und sein Konzert in Ost-Berlin 1988. Das Lied „Der Traum ist aus“ bekam hier in der Spätphase der DDR eine ganz neue Bedeutung. Die Nachfolgealben waren nicht so erfolgreich wie „Rio I.“, dennoch wurde er ein fester Bestandteil der Musikszene, verbunden und befreundet mit vielen maßgeblichen Akteurinnen und Akteuren. Auf den folgenden Alben wechselten sich sehnsuchtsvolle Liebeslieder, rockige Zeitbetrachtungen und Balladen voller Melancholie ab. Rio Reiser spielte in einigen Filmen mit und schrieb eine erste Autobiographie. Irgendwann nahmen seine gesundheitlichen Probleme zu, Alkohol und anderen Drogen hatten ihm stark zugesetzt. Tourneen mussten abgesagt werden. In einem letzten Album, das „Himmel und Hölle“ hieß, blitzte noch einmal sein großes Können auf. Rio Reiser starb im August 1996 im Alter von 46 Jahren. Diese Folge von Urban Pop wurde im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes vor Publikum aufgezeichnet. Fotogalerie der Veranstaltung: https://www.ndr.de/nachrichten/info/veranstaltungen/Bildergalerie-Poccast-Urban-Pop-live-in-Goettingen,urbanpop214.html Im ersten Teil unter dem Titel Rio Reiser und Ton Steine Scherben besprechen Peter Urban und Ocke Bandixen die Ausnahmestellung der Band „Ton Steine Scherben“ und sie beschreiben das besondere Talent des Texters, Autors und Sängers Rio Reiser, das hier schon deutlich wurde. Peter Playlist für Rio Reiser – die Solojahre: Rio I. (1986): Alles Lüge, Lass uns das Ding drehn, Für immer und dich, Junimond, König von Deutschland, Bei Nacht Blinder Passagier (1987): Wann?, Manager, Übers Meer, Stiller Raum *** (RIO, 1990): Zauberland, 4 Wände, Dahin, Sternchen Durch die Wand (1991): Nur Dich, Zu Hause, Du bist es, Nach Hause Über Alles (1993): Wohin gehen wir Himmel und Hölle (1995): Eislied, Straße, Himmel und Erde, Träume Weitere Alben: Live in der Werner-Seelenbinder-Halle, Berlin/DDR 1988 (1999) Am Piano 1 – 3 (2000) Blackbox Rio Reiser (Box mit 16 CDs, 2016) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Rio Reiser und Ton Steine Scherben09 Nov 202300:55:01
Wie wurde Rio Reiser vom Sänger der Band „Ton Steine Scherben“ zum erfolgreichen Solokünstler der 80er und 90er Jahre? Verehrt und geliebt von Fans und vielen Kolleginnen und Kollegen des Musikbetriebs, bis heute unvergessen, umgeben von einer Aura aus Übermut und Traurigkeit. Er vereinte politisches Denken mit ganz eigener Poesie, schrankenlos, ernsthaft, zärtlich. Rio Reiser, eigentlich Ralph Möbius, geboren als jüngster von drei Brüdern einer künstlerisch aktiven Familie, zog oft um. Der Vater war Verpackungsdesigner bei wechselnden großen Firmen, die Brüder hielten zusammen, spielten Theater. Rio Reiser blieb schließlich in West-Berlin, tauchte ein in die politisierte Szene Ende der 60er. Mit Freunden gründete er 1970 die Band „Rote Steine“, der erste große Auftritt beim Festival auf Fehmarn, wo auch Jimi Hendrix spielte, ging schief, das Festival endete im Chaos. 1971 und 1972 gründete Ralph Möbius (der Künstlername kam erst später), die Band „Ton Steine Scherben“. Die wichtigsten Alben entstanden: „Warum geht es mir so dreckig“ und „Keine Macht für Niemand“ drückten die Parolen und Forderungen der politisch linken Jugend mit Rockmusik aus. Der Beiname „die Band der Bewegung“ etablierte sich, spätestens mit dem „Rauch-Haus-Song“, in dem eine Hausbesetzung thematisiert wurde. Mit ihrem eigenen Label waren sie zudem Pioniere der Independent-Bewegung der Musikbranche in Deutschland, wenn auch nicht sehr erfolgreich. Die Band – finanziell schwer angeschlagen – zog sich Mitte der 70er auf einen alten Bauernhof nach Fresenhagen in Nordfriesland zurück. Anfang der 80er wurde die heutige Kulturstaatsministerin Claudia Roth zeitweise ihre Managerin. Weitere, insgesamt fünf, Alben entstanden, die Texte wurden lyrischer, persönlicher und weniger plakativ: Lieder wie „Halt dich an deiner Liebe fest“ erzählten von Sehnsucht und Einsamkeit, aber auch immer wieder von Hoffnung und Zusammenhalt. Im ersten Teil des Podcasts erzählt Peter Urban im Gespräch mit Ocke Bandixen von der Bedeutung und der Ausnahmestellung der Band „Ton Steine Scherben“, von dem besonderen Talent des Texters, Autors und Sängers Rio Reiser, das hier schon deutlich wurde. Diese Folge von Urban Pop wurde im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes vor Publikum aufgezeichnet. Fotogalerie der Veranstaltung: https://www.ndr.de/nachrichten/info/veranstaltungen/Bildergalerie-Poccast-Urban-Pop-live-in-Goettingen,urbanpop214.html Peters Playlist: Ton Steine Scherben Warum geht es mir so dreckig? (1971): Warum geht es mir so dreckig?, Macht kaputt, was euch kaputt macht, Mein Name ist Mensch Keine Macht Für Niemand (1972): Der Traum ist aus, keine Macht für niemand, Komm schlaf bei mir Wenn die Nacht am tiefsten… (1975): Guten Morgen, Halt dich an deiner Liebe fest, Wenn die Nacht am tiefsten… IV (1981): Bleib wo du bist, Der Turm stürzt ein, Filmkuß Scherben (1983): Wo sind wir jetzt, Laß uns ‚n Wunder sein, Tanz!, Bist Du’s Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
The Rolling Stones (1)25 Oct 202301:22:33
The Rolling Stones – die Überband der Rockmusik – sind immer noch dabei, immer noch an der Spitze, immer noch horcht die Welt auf, wenn die Stones neue Töne von sich geben. Manchmal sind sie vor lauter Klischee und Anekdoten kaum noch als Musiker auszumachen. Wie wurde aus ein paar musikbegeisterten Jungs aus England diese Band? Geboren in den Bombennächten von London und aufgewachsen durchaus behütet, wurde der Blues und der Rock’n’roll für sie das Fenster zur Welt. Hier klang etwas nach Leidenschaft, Schmerz, Lebensfreude und Sex. Gefunden haben sich die fünf Mitglieder der Band in kleinen Londoner Clubs, Gitarrist Brian Jones, erfahrener als die anderen, hielt die Band zusammen. Mick Jagger fiel auf durch seine exaltierte Art, auf der Bühne zu singen. Ihr Manager inszenierte sie als wildes Gegenstück zu den angeblich braven Beatles - die Masche funktionierte. Nach ersten Alben mit Blues-Coversongs begannen Jagger und Richards, eigene Lieder zu schreiben, die musikalische Handschrift änderte sich. 1965 war mit „Satisfaction“ der Triumph auf beiden Seiten des Atlantiks da. In dieser Folge von Urban Pop geht es um die frühen Jahre der Stones mit vielen Hits und Skandalen. Der Tod von Brian Jones 1969 markierte für die Band eine Zäsur. Peters Playlist: Single: Not fade away (2/1964) The Rolling Stones (4/1964): Route 66, I’m a king bee, Tell me Singles: It’s all over now (6/1964), Little red rooster (11/1964) Rolling Stones No. 2 (1/1965): Everybody needs somebody to love, Time is on my side, Under the boardwalk, Pain in my heart, Off the hook Singles: The last time / Play with fire (2/1965), (I can’t get no) Satisfaction (6/1965) Out Of Our Heads (9/1965): Mercy, mercy, That’s how strong my love is, Cry to me, Heart of stone, I’m free Singles: Get off of my cloud (9/1965), 19th nervous breakdown / As tears go by (2/1966) Aftermath (4/1966): Mother’s little helper, Lady Jane, Under my thumb, Goin‘ home, Out of time Singles: Paint it black (5/1966), Have you seen your mother, baby, standing in the shadow? (9/1966), Let’s spend the night together / Ruby Tuesday (1/1967) Between The Buttons (2/1967): Back street girl, She smiled sweetly Single: We love you / Dandelion (8/1967) Their Satanic Majesties Request (12/1967): She’s a rainbow, The lantern, 2000 light years from home Singles: Jumpin‘ Jack Flash/Child of the moon (5/1968), Street fighting man (8/1968) Beggars Banquet (12/1968): Sympathy for the devil, No expectations, Parachute woman, Stray cat blues, Factory girl, Salt of the earth Single: Honky Tonk Women (7/1969) Let It Bleed (11/1969): Gimme shelter, Live with me, Let it bleed, Midnight Rambler, You can’t always get what you want Compilations: Big Hits (High Tide and Green Grass) (11/1966) Through The Past Darkly (Big Hits Vol. 2) (9/1969) Hot Rocks 1964 – 1971 (12/1971) More Hot Rocks (12/1972) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Aretha Franklin (2)12 Oct 202301:19:33
In den 70er Jahren knüpfte Aretha Franklin mit eigenen Liedern, für sie geschriebenen Songs und vielen Coverversionen nahtlos an frühere Erfolge an. Ihre Präsenz und Musikalität wurden besonders in dem Live-Album aus dem Fillmore West eingefangen. Ein ebenso live aufgezeichnetes Gospelalbum würdigte ihre musikalischen Wurzeln. In den späteren 70er Jahren brachte die Discowelle neue Klänge, mit denen Aretha Franklin zunächst wenig anfangen konnte. Erst Mitte der 80er - von einem sehr populären Gastauftritt im Film „Blues Brothers“ einmal abgesehen - kam sie zurück: in Duetten mit den Eurythmics, Elton John und George Michael feierte sie wieder weltweite Erfolge. Sie passte ihre Stimme einem modernen Sound an, dazu kamen zahlreiche Würdigungen jüngerer Künstlerinnen und Künstler. Wegen starker Flugangst verließ sie ihr Heimatland nicht mehr, trat aber bis in die 2010er Jahre auf. Ihre Stimme war noch immer eindrucksvoll, ihre musikalische Bandbreite beispiellos. 2018 starb die Queen of Soul, weltweit betrauert von vielen, die ihre Musik bis heute lieben. Den ersten Teil "Aretha Franklin – Queen of Soul (I)" findet Ihr – wie viele andere Folgen von Urban Pop – in der ARD Audiothek. Peters Playlist für Teil 2: Young, Gifted And Black (1972): Oh me oh my, Day dreaming, Rock steady, Young, gifted and black, The long and winding road, Border song Amazing Grace (1972): das gesamte Album Hey Now Hey (The Other Side Of The Sky) (1973): Angel Let me in your life (1974): Until you come back to me, A song for you You (1975): Mr. D.J., You Sparkle (1976): Something he can feel La Diva (1979): Honey I need your love, Reasons why, Half a love Aretha (1980): What a fool believes Love All The Hurt Away (1981): Hold on I’m comin‘, Living in the streets Jump To It (1982): Jump to it, It’s your thing Get It Right (1983): Get it right, Every girl Who’s Zoomin‘ Who? (1986): Freeway of love, Who’s zoomin‘ who?, Sisters are doin‘ it for themselves (feat. Eurythmics), Push(feat. Peter Wolf & Carlos Santana) Aretha (1986): I knew you were waiting (for me)(feat. George Michael), Jumpin‘ Jack Flash, Look tot he rainbow One Lord, One Faith, One Baptism (1987) What You See Is What You Sweat (1991): Someone else’s eyes Greatest Hits 1980-1994 (1994): A deeper love, Honey A Rose Is Still A Rose (1998): A rose is still a rose (feat. Lauryn Hill), Never leave you again, Here we go again, Watch my back So Damn Happy (2003): The only thing missin‘, Wonderful, So damn happy Jewels In The Crown: All-Star Duets With The Queen (2007): Nessun Dorma This Christmas, Aretha (2008): The Lord will make a way A Woman Falling Out Of Love (2011): How long I’ve been waiting, This you should know, My country ‘tis of thee (Obama Inauguration) Aretha Franklin Sings The Great Diva Classics (2014): Rolling in the deep, Midnight train to Georgia, I’m every woman Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Beatles 63 - With the Beatles27 Jun 202400:57:00
„She Loves You“ wurde auf dem Rücksitz eines Tourbusses im Sommer 1963 geschrieben. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr erlebten im Jahr 1963, wie sie von einer lokal bekannten Band zu einer nationalen Berühmtheit und schließlich zu einem weltweit bestaunten Phänomen wurden: Die Beatlemania brach im zweiten Teil des Jahres 1963 aus. Wie kam es, dass ausgerechnet diese vier jungen Männer aus Liverpool und ihre Musik die Welt, gerade den jüngeren Teil, so faszinierten? Binnen eines Jahres war aus den Beatles von einer Kiez-Kapelle in Hamburg eine international gefeierte Band geworden, bereits auf dem Sprung in die USA. Darüber sprechen Peter Urban und Ocke Bandixen im zweiten Teil von „Urban Pop - die Beatles im Jahr 1963“. Besonders ihr zweites Album „With The Beatles“ zeigte, wie sehr sie einerseits dem Rock’n‘Roll verbunden waren, aber auch, wie stark ihre eigenen Kompositionen waren. Musikliste: The Beatles – With the Beatles, 1963 Singles: She Loves You, 1963 From Me To You, 1963 Unser Podcast-Tipp in dieser Folge: SWR 2 Wissen: https://1.ard.de/swr2_wissen_cp Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Aretha Franklin (1)28 Sep 202301:13:14
Queen of Soul – Aretha Franklin bekam diesen Titel schon in den frühen 60er Jahren zugeschrieben. Ihre Stimme und ihre Art zu singen, belebte die Lieder auf einzigartige Weise, verlieh ihnen Tiefe, Glaubwürdigkeit und Leidenschaft. Sie sang von Liebe, Verlust, Schmerz, Freude und Selbstbewusstsein – besonders letzteres, von ihr als schwarzer Frau vorgetragen, berührt viele bis heute. Aretha Franklin wurde als Tochter eines später berühmten Baptistenpredigers groß, sie sang wie ihre Schwestern in den Gottesdiensten. Aber auch in ihrem Zuhause in Detroit versammelten sich viele berühmte Musikerinnen und Musiker: z. B. Mahalia Jackson, Art Tatum und Jackie Wilson. Privat war ihr Leben nicht einfach, ihre Mutter starb, als sie zehn war, sie selbst wurde schon als Teenagerin zweifache Mutter. Aretha Franklin fiel bald mit ihrer Stimme auf, bei Columbia Records sollte sie als Jazzsängerin aufgebaut werden, was nur teilweise klappte. Schließlich kam bei Atlantic Records ab Mitte der 60er Jahre der große Erfolg: Soul, eine Musik, die zu ihr passte wie keine andere: RESPECT, I say a little prayer for you, Think, Young, Gifted and Black - ihre Lieder sind Hymnen dieser Zeit, ihre Konzerte sind Ereignisse. Auch mit reinen Gospelalben hat sie weltweit Erfolg. In diesem ersten Teil sprechen Peter Urban und Ocke Bandixen über die frühen Jahre bis Anfang der 70er. In 14 Tagen findet Ihr hier Teil 2. Peters Playlist: Songs of Faith (aufgenommen 1956, erschienen 1959 & 1965) Aretha (1961): Won’t be long The Electrifying Aretha Franklin (1962): Nobody like you, Exactly like you, It’s so heartbreakin‘, Rough lover The Tender, The Moving, The Swinging Aretha Franklin (1962): Try a little tenderness, Lover come back to me Unforgettable: A Tribute To Dinah Washington (1964): Cold, cold heart, Drinking again, Nobody knows the way I feel this morning, Evil gal blues, Soulville Running Out Of Fools (1964): Every little bit hurts, You’ll lose a good thing Yeah!!!(1965): Muddy water, Without the one you love Take It Like You Give It (1967): Le Cross I Never Loved A Man The Way I Love You (1967): das gesamte Album mit den Highlights Respect, I never loved a man, Save me Aretha Arrives (1967): Satisfaction, You are my sunshine, Going down slow, Baby, I love you Lady Soul (1968): das gesamte Album mit den Highlights Chain of fools, People get ready, (You make me feel like) A natural woman, Since you’ve been gone, Good to me as I am to you (feat. Eric Clapton), Ain’t no way Aretha Now (1968): Think, See saw, You send me, I can’t see myself leaving you Soul ’69 (1969): Today I sing the blues This Girl’s In Love With You (1970): The dark end of the street, Let it be, Eleanor Rigby, The weight, Call me Spirit In The Dark (1970): Don’t play that song, Spirit in the dark Aretha Live At Fillmore West (1971): das gesamte Album Aretha’s Greatest Hits (1971): Spanish Harlem, Bridge over troubled water Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Coldplay14 Sep 202301:26:31
Die Fähigkeit, hervorragende Melodien zu großen Liebesliedern und weltumarmenden Hymnen zu verarbeiten, hat die vier Musiker zu einer der erfolgreichsten und größten Bands unserer Tage gemacht. Angeführt durch den sensiblen Songwriter Chris Martin, aber getragen durch die Einheit der Band, wirken Coldplay immer so, als hielten sie den Mühen der Welt ihre Musik entgegen, Melodien voller Wärme und Trost. Manchen mag das inzwischen zu glatt oder poppig sein, andere fühlen sich durch die unprätentiöse Art des Sängers, die Normalität der Band gerade angesprochen: Lieder von Menschen in Jeans und T-Shirt, mit denen man sich besser fühlt. Getroffen haben sie sich als Studenten im selben Wohnheim in London bei Poolbillard, Fußball im Fernsehen und Bier, bevor sie entdeckten, dass sie sich alle für Musik interessieren. Nach ersten Demos und EPs schafften sie es mit ihrem Debüt „Parachutes“ und dem überwältigenden Hit „Yellow“, ein großes Publikum auf sich aufmerksam zu machen. Gerade die warme Stimme des Sängers zu den eingängigen, aber doch komplexen Melodien, passten in die Zeit. Auch das etwas düstere zweite Album mit dem Hit „The Scientist“ verfing sofort, wiedererkennbare Melodien zur Stimme ihres Sängers Chris Martin wurden zum Markenzeichen. „Viva la Vida“ war mit dem Titelsong der nächste Welterfolg. Der Weg von Coldplay führte von da an, auch unter dem Einfluss verschiedener Produzenten vom sogenannten Alternativrock hin zum stadiontauglichen Pop, auch wenn einzelne Lieder und ein Album (Everydays life) viel von ihrer Freude am Experiment zeigten. Kaum Skandale, keine Extravaganzen, freundliche Männer ohne provokante Pose oder abgründige Geheimnisse – das ist das öffentliche Bild von Coldplay. Über neun Alben in 21 Jahren wuchs ihre Fangemeinde stetig an, längst ist Coldplay eine der weltweit erfolgreichsten Stadionbands. Was ist die Erfolgsformel von Coldplay? Warum wachsen ihre Fans auch in der nächsten Generation nach? Peter Urban spürt dem nach im Gespräch mit Ocke Bandixen. Peters Playlist: Parachutes (2000): Don’t panic, Shiver, Spies, Sparks, Yellow, Trouble A Rush Of Blood To The Head (2002): In my place, God put a smile upon your face,The scientist, Clocks X&Y (2005): What if, Fix you, Talk, X&Y Viva La Vida Or Death And All His Friends (2008): Cemeteries of London, Lovers in Japan/Reign of love, Viva la vida, Death and all his friends/The Escapist Mylo Xyloto (2011): Paradise, Us against the world, Every teardrop is a waterfall, Princess of China (feat. Rihanna), Up in flames Ghost Stories (2014): Midnight, Oceans, A sky full of stars A Head Full Of Dreams (2015): Everglow, Adventure of a lifetime Everyday Life (2019): Church, Broken, Daddy, Arabesque, When I needed a friend, Guns, Cry cry cry Music Of The Spheres (2021): Let somebody go (feat. Selena Gomez), Human heart (feat. We Are King & Jacob Collier) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Johnny Cash (2)17 Aug 202300:59:59
Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre schien der Mann in Schwarz am Ende zu sein: kein Vertrag und nur noch wenige treue Fans wollten Johnny Cashs Lieder hören. Zunächst ist er skeptisch, als ihm vorgeschlagen wird, den Heavy Metal- und Hip-Hop-Produzenten Rick Rubin zu treffen. Aber schon bei der ersten Begegnung haben die beiden so unterschiedlichen Männer eine starke Verbindung miteinander, was der Beginn eines sagenhaften Comebacks wird. Rick Rubin lud Cash ein, ihm einfach seine Lieblingslieder zur Gitarre vorzuspielen. In den folgenden Alben, „American Recordings“ genannt und mit Ordnungszahlen versehen, ist ein anderer Johnny Cash zu erleben – keinesfalls ein wiederbelebter Star früherer Tage. Eigene Lieder, Coverversionen, Gospel – Johnny Cash singt mit Inbrunst und Überzeugung. Man meint, auch bei Liedern von Depeche Mode oder U2, die er covert, es seien seine eigenen Originale. Düstere Songs dominieren und passen gut zu dem gealterten „Man in Black“. Das Comeback wurde erstaunt auf der ganzen Welt zur Kenntnis genommen, Johnny Cash wurde in der Musikpresse gefeiert, Kritiker sprachen von der Rückkehr des wahren Cash. Gleichzeitig verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide, er nahm dennoch weiter auf - unter Schmerzen und mit immer längeren Pausen dazwischen. Ein Höhepunkt war das Lied „Hurt“ der Nine Inch Nails, das dazugehörige Video wirkt bis heute wie ein selbstgewählter Nachruf auf Johnny Cash. Rubin und er veröffentlichten vier Alben zu seinen Lebzeiten, weitere folgten nach seinem Tod. Als Johnny Cash starb, hielt die Welt inne. Er war der Polarstern, schrieb Bob Dylan, du konntest dich nach ihm ausrichten. Peters Musikliste: Den besten Überblick über die früheren Aufnahmen von Johnny Cash bieten zwei Compilations: The Essential Johnny Cash (2002) The Legend (2005) American Recordings (1994): Delia’s gone, The beast in me, Drive on, Thirteen, Tennessee Stud, Redemption American II: Unchained (1996): Rusty cage American III: Solitary Man (2000): I won’t back down, Solitary man, One, The mercy seat American IV: The Man Comes Around (2002): Hurt, Bridge over troubled water, Personal Jesus, We’ll meet again My Mother’s Hymn Book (2004): Let the lower lights be burning American V: A Hundred Highways (2006): God’s gonna cut you down, Like the 309, Further up on the road American VI: Ain’t No Grave (2010): Ain’t no grave (Gonna hold this body down), Redemption day, For the good times Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Johnny Cash (1)03 Aug 202301:20:25
Johnny Cash sang nicht einfach Lieder, er verkörperte die Erzählungen von Häftlingen, Sündern, Landarbeitern und Gläubigen, er war – wie Bob Dylan es formulierte - der lebende Maßstab der Countrymusik. Er strahlte aber weit darüber hinaus und erreichte Fans von Punk bis zu Rednecks, von Christen über Native Americans bis hin zu Gefangenen. Er stammte aus einer vielköpfigen, armen und strenggläubigen Baumwollfarmer-Familie aus Arkansas. Erste Erfolge in Memphis bei Sun Records ließen das Publikum aufhorchen. „I walk the line“ und „Folsom Prison Blues“ wurden Hits. Er trat bei allen großen Shows auf, lieferte mit „Ring of Fire“ und weiteren Hits den Treibstoff für eine erfolgreiche Karriere. Mit dem Album „Bitter Tears“ nahm er als einer der ersten Stellung zur Lage der Native Americans. Persönlich geriet Johnny Cash in eine Drogenabhängigkeit und künstlerische Krise, er verliebte sich in June Carter, eine ebenfalls sehr erfolgreiche Countrymusikerin. 1969 schaffte Cash die Wende, trat im Folsom Gefängnis auf, befreite sich von seiner Drogensucht und heiratete June Carter. In einer erfolgreichen Fernsehshow lud er Folk- und Rockmusiker ein, er integrierte Soul-, Gospel- und Countrymusik. In den folgenden Jahren aber verließ ihn die kreative Kraft, Cash verwaltete sein Image als „Man in Black“, das Interesse des Publikums ließ nach. Mit den „Highwaymen“, an der Seite von Waylon Jennings, Willie Nelson und Kris Kristofferson zeigte sich in den 80ern noch einmal seine große, auch musikalisch integrative Stärke. Zum allgemeinen Entsetzen verlor er Ende der 80er seinen langjährigen Plattenvertrag. Die beinahe märchenhafte Wende im Leben und in der Karriere des alternden Johnny Cash stand erst noch bevor. Peters Playlist: Compilations: The Essential Johnny Cash (2002) The Legend (2005) Darin: Cry, cry, cry, Hey, Porter, So doggone lonesome, Folsom prison Blues (1955) I walk the line, Get rhythm (1956) Ballad of a Teenage Queen, Big River, Don’t take your guns to town (1958) I got stripes (1959) Busted (1962) Ring of Fire, The Matador (1963) Understand your man, The Ballad of Ira Hayes, It ain’t me babe/with June Carter (1964) The sones of Katie Elder (1965) Rosanna’s going wild, Jackson/with June Carter (1967) Folsom Prison Blues (live, 1968) A boy named Sue (live, 1969) What is truth, Sunday mornin’ comin‘ down (1970) Man in Black, Singing in Viet Nam Talking Blues (1971) Oney (1972) Ragged old flag (1974) One piece at a time (1976) There ain’t no good chain gang/ with Waylon Jennings (1978) (Ghost) Riders in the sky (1979) With the Highwaymen (Waylon Jennings, Willie Nelson, Kris Kristofferson, Johnny Cash): Highwayman, Desperados waiting for a train (1985) Alben: Bitter Tears: Ballads of the American Indian (1964) At Folsom Prison (1968) At San Quentin (1969) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Crosby, Stills, Nash & Young (2)20 Jul 202301:08:15
Crosby, Stills, Nash and Young waren die musikalischen Stimmen ihrer Generation. Der Vietnam-Krieg, der Studenten-Beschuss von Ohio, der Kampf um Frieden, Bürgerrechte und ein selbstbestimmtes, alternatives Leben finden sich in ihren Liedern. Nach dem prägenden Album „Deja Vu“ 1971 gingen David Crosby, Stephen Stills, Graham Nash und Neil Young getrennte Wege. Soloalben erschienen. Besonders Neil Young war auf anderen Pfaden unterwegs, und so fanden erst 1974 alle vier zu einer triumphalen Stadiontournee wieder zusammen. Das Selbstbewusstsein jedes einzelnen, unterschiedliche Pläne, aber auch Provokationen und der zunehmende Drogenmissbrauch machten die Zusammenarbeit schwierig. Still und Nash arbeiteten zusammen, Tonspuren der anderen beiden wurden erst aufgenommen, dann wieder gelöscht. David Crosby driftete zunehmend ab, sein enger Freund Graham Nash hielt lange zu ihm. 1977 erschien ein weiteres CSN-Album, wieder mit einigen Hits und musikalischen Rückblicken auf die Träume der Hippie-Generation. David Crosby muss schließlich sogar ins Gefängnis wegen diverser Drogen- und Waffengesetzvergehen. Seine Freunde unterstützen ihn, sogar ein weiteres CSN&Y-Album erscheint, wenn auch ohne großen Erfolg. Die Tourneen, vor allem die des Trios, bleiben erfolgreich, auch mit ihren gealterten Stimmen vermögen sie den Zauber ihrer Musik vor Publikum zu entfachen. Auch politisch engagieren sie sich über die Jahre immer wieder: für die demokratische Partei der USA, gegen Atomkraft, für Bildungsprojekte. Musikalische Solo-Projekte fallen dagegen ab. Die starken Persönlichkeiten halten es trotz des musikalischen Bandes aber immer schlechter miteinander aus. Es kommt schließlich zum Bruch, der auch bis zu David Crosbys Tod Anfang 2023 nicht mehr ganz gekittet werden kann, trotz gegenseitiger Bemühungen. Was bleibt? Eine Fülle spannender Musik, großartiger Melodien, gemischter Stimmen, Einflüsse und Temperamente – unvergleichlich: Crosby Stills Nash &Young. Peters Playlist Part Two: Crosby & Nash - Wind on the Water (1975): Carry me, Naked in the rain, Homeward through the haze, Critical Mass/Wind on the water Crosby & Nash – Whistling Down The Wire (1976): Broken bird, Taken at all, Out of the darkness Stills-Young Band – Long May You Run(1976): Long may you run, Black coral Crosby, Stills & Nash – CSN (1977): Shadow captain, Cathedral, Dark star, Just a song before I go Crosby, Stills & Nash – Daylight Again (1982): Wasted on the way, Southern cross, Delta, Daylight again Crosby, Stills, Nash & Young – American Dream (1988): American dream, Compass Crosby, Stills & Nash – Live It Up (1990): Haven’t we lost enough, Yours and mine, Arrows Crosby, Stills & Nash – After the Storm (1994): Camera, Unequal love, In my life, Street to lean on Crosby, Stills, Nash & Young – Looking Forward (1999): Looking forward, Slowpoke Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Crosby, Stills, Nash & Young (1)06 Jul 202301:24:05
Crosby Stills Nash & Young – die Mitglieder selbst nannten es eher ein Projekt als eine Band. Sicher ist, die Musikgemeinschaft der vier Männer war schicksalhaft für sie alle. Als Vierergruppe, als Trio „Crosby Stills & Nash“ oder in diversen Duo-Konstellationen - ihr Harmoniegesang, ihre komplexen, aber auch eingängigen Lieder zu den Themen der Zeit waren in dieser Konzentration und Innovation einzigartig. Die Eigenständigkeit der Mitglieder war von Anfang an eine wichtige Verabredung zwischen CSN&Y, sie ließ Raum für Solo-Projekte und Ausflüge in andere musikalische Konstellationen. Die Bandgeschichte des Quartetts und auch die des Trios CSN wirkt in Teilen wie die einer romanhaften Familie: voller Eifersucht, Eitelkeiten, aber auch voller Zusammenhalt, Freundschaft und musikalischem Glück. Die Wurzeln der vier Mitglieder liegen in den 60er Jahren auch in großen Erfolgen mit früheren Bandprojekten. Stephen Stills und der Kanadier Neil Young spielten z.B. gemeinsam in der Band „Buffalo Springfield“, David Crosby war einer der Gründer der US-Band „The Byrds“ und der Brite Graham Nash war Sänger und Songschreiber der Hit-Band „The Hollies“. Der Auftritt der drei, erweitert um Neil Young beim legendären Woodstock-Festival war nur der Anfang einer Weltkarriere mit vielen Wendungen. Den zweiten Teil ‚Crosby, Stills, Nash & Young (II)‘ findet Ihr hier in zwei Wochen am 20.07. Peters Playlist (für Teil I): David Crosby mit The Byrds: Eight miles high (1966), Renaissance Fair (1967), Everybody’s been burned (1967) Triad (1967, VÖ 1987) Graham Nash mit The Hollies: Dear Eloise (1967), Postcard (1967), Butterfly (1967), King Midas in reverse (1967) Stephen Stills und Neil Young mit Buffalo Springfield: For what it’s worth (1966), Sit down I think I love you (1966), Bluebird (1967), Rock&Roll Woman (1967), Mr. Soul (1967), Broken arrow (1967), I am a child (1968), Questions (1968) Crosby, Stills & Nash (1969): Suite: Judy Blue Eyes, Marrakesh Express, Guinnevere, Wooden ships, Helplessly hoping, Long time gone, Lady of the island Crosby, Stills, Nash & Young – Deja Vu (1970): Carry on, Teach your children, Almost cut my hair, Helpless, Woodstock, Deja Vu, Our house, 4 + 20 Crosby, Stills, Nash & Young: Ohio / Find the cost of freedom (Single, Juni 1970) Neil Young – After the gold rush (1970): Tell me why, After the gold rush, Only love can break your heart, Southern man, Don’t let it bring you down Stephen Stills (1970): Love the one you’re with, Do for the others, Old times good times, Sit yourself down David Crosby – If I could only remember my name (1971): Laughing, Orleans Graham Nash – Songs For Beginners (1971): Better days, Wounded bird, I used to be a king, Sleep song, Chicago / We can change the world Crosby & Nash – Graham Nash/David Crosby (1972): Immigration man, Southbound train Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Herbert Grönemeyer (2)22 Jun 202301:09:45
Musikalisch am bewegendsten und erfolgreichsten ist sein Album „Mensch“, dass er 2002 nach dem frühen Tod seiner Frau Anna, der Mutter ihrer beiden gemeinsamen Kinder, veröffentlicht. Das Album ist voller Trauer, die in dem Lied "Der Weg" zum Ausdruck kommt, gleichzeitig aber auch voller Hoffnung. Der Song "Mensch" wird zur Hymne, die viele Menschen bei seinen Konzerten besonders bewegt mitsingen. Im Gespräch mit Ocke Bandixen regt Peter Urban an, den lyrischen Text dieses Songs in Gedichtbände aufzunehmen und im Deutschunterricht zu besprechen. Die Abstände zwischen Alben und großen Tourneen werden länger. Grönemeyer mischt sich jedoch immer wieder ein, mit Liedern, aber auch in gesellschaftliche Debatten, z. B. für die Entschuldung armer Länder, für eine Anerkennung der Lebensleistung ehemaliger DDR-Bürger oder gegen rechtsnationale Tendenzen. Auf dem Album „Das ist los“, gerade erst im Frühjahr 2023 erschienen, liefert er wieder neue Lieder und eigene Ansichten, in der laufenden Tournee zeigt sich die große Verbindung zwischen seinem Publikum und ihm. Peter Urban freut sich darüber: „Eine große Masse von Menschen hört diese anspruchsvolle Musik mit zum Teil diffizilen Texten – Massenschmack muss nicht plump sein“. Im ersten Teil "Herbert Grönemeyer – die frühen Jahre" geht es um den Aufstieg von Herbert Grönemeyer in den 80er und 90er Jahren – vom ambitionierten Sänger, der wegen Erfolglosigkeit von seiner ersten Plattenfirma rausgeworfen wurde bis hin zum großen Künstler, der Millionen Platten verkauft und dessen Lieder in Stadien gesungen werden. Peters Playlist: Zwo (1980): Ich hab‘ dich lieb, Besser Du gehst jetzt, All die Jahre Total egal (1982): Total egal, Currywurst, Anna, Kino, Vergiß es, laß es Gemischte Gefühle (1983): Musik nur wenn sie laut ist, Moccaaugen, Onur, Diamant 4630 Bochum (1984): Bochum, Männer, Flugzeuge im Bauch, Alkohol, Mambo Sprünge (1986): Kinder an die Macht, Tanzen, Mehr geht leider nicht, Maß aller Dinge, Unterwegs Ö (1988): Was soll das, Komet, Mit Gott, Halt mich, Bist du taub Luxus (1990): Deine Liebe klebt, Ich will mehr, Marie Chaos (1993): Die Härte, Land unter, Grönland, Kein Verlust Bleibt alles anders (1998): Nach mir, Bleibt alles anders, Fanatisch, Letzte Version, Stand der Dinge, Schmetterlinge im Eis Mensch (2002): Mensch, Neuland, Der Weg, Blick zurück, Zum Meer The World Quintett (2003, als Gast): Trauer (Text von Selma Meerbaum-Eisinger) 12 (2007): Lied 1 – Stück vom Himmel, Lied 2 – Kopf hoch, tanzen, Lied 5 – Flüsternde Zeit, Lied 6 – Leb in meiner Welt, Lied 11 – Zur Nacht Schiffsverkehr (2011): Deine Zeit Dauernd jetzt (2014): Morgen, Feuerlicht Tumult (2018): Sekundenglück, Warum Tumult – das Clubkonzert (2019): Immerfort Wunder / Immerfort (Single, 2019) Das ist los (2023): Deine Hand, Tau, Der Schlüssel, Urverlust, Turmhoch Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Herbert Grönemeyer (1)08 Jun 202301:12:20
Seine Lieder sind der deutsche Soundtrack dieser Zeit, sie drücken ebenso persönliche Empfindungen wie auch den Zeitgeist aus: was bewegt uns alle? Herbert Grönemeyer singt davon. Aufgewachsen in Bochum, erst als Schauspieler erfolgreich, beim „Boot“ in einer der Hauptrollen dabei, doch die Liebe zur Musik war stärker: Herbert Grönemeyer wurde erst musikalischer Leiter des Theaters in Bochum, dann bekam er als Sänger seine Chance. Die ersten Alben fanden keinen Anklang, musikalisch ambitioniert, aber unentschlossen, sang er Texte von anderen - das funktionierte nicht. Erst mit dem Lied „Musik nur wenn sie laut ist“, vom Album „Gemischte Gefühle“, werden viele aufmerksam. Das „Bochum“-Album Mitte der 80er Jahre bringt dann das große Publikum: "Männer", "Flugzeuge im Bauch" und der Titelsong werden zu Hits und Klassikern. „Sprünge“ und „Ö“, die nachfolgenden Alben können anschließen, Herbert Grönemeyer steigt auf zu einem der erfolgreichsten deutschen Popmusiker. In diesem ersten Teil geht es im Gespräch von Peter Urban und Ocke Bandixen um den Aufstieg von Herbert Grönemeyer in den 80er und 90er Jahren – vom ambitionierten Sänger, der wegen Erfolglosigkeit von seiner ersten Plattenfirma rausgeworfen wurde, bis hin zum großen Künstler, der Millionen Platten verkauft und dessen Lieder in Stadien gesungen werden. Den zweiten Teil findet Ihr hier in zwei Wochen am 22.06.. Peters Playlist: Zwo (1980): Ich hab‘ dich lieb, Besser Du gehst jetzt, All die Jahre Total egal (1982): Total egal, Currywurst, Anna, Kino, Vergiß es, laß es Gemischte Gefühle (1983): Musik nur wenn sie laut ist, Moccaaugen, Onur, Diamant 4630 Bochum (1984): Bochum, Männer, Flugzeuge im Bauch, Alkohol, Mambo Sprünge (1986): Kinder an die Macht, Tanzen, Mehr geht leider nicht, Maß aller Dinge, Unterwegs Ö (1988): Was soll das, Komet, Mit Gott, Halt mich, Bist du taub Luxus (1990): Deine Liebe klebt, Ich will mehr, Marie Chaos (1993): Die Härte, Land unter, Grönland, Kein Verlust Bleibt alles anders (1998): Nach mir, Bleibt alles anders, Fanatisch, Letzte Version, Stand der Dinge, Schmetterlinge im Eis Mensch (2002): Mensch, Neuland, Der Weg, Blick zurück, Zum Meer The World Quintett (2003, als Gast): Trauer (Text von Selma Meerbaum-Eisinger) 12 (2007): Lied 1 – Stück vom Himmel, Lied 2 – Kopf hoch, tanzen, Lied 5 – Flüsternde Zeit, Lied 6 – Leb in meiner Welt, Lied 11 – Zur Nacht Schiffsverkehr (2011): Deine Zeit Dauernd jetzt (2014): Morgen, Feuerlicht Tumult (2018): Sekundenglück, Warum Tumult – das Clubkonzert (2019): Immerfort Wunder / Immerfort (Single, 2019) Das ist los (2023): Deine Hand, Tau, Der Schlüssel, Urverlust, Turmhoch Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
25 Jahre ESC - Peter Urbans persönlicher Rückblick (1/2)04 May 202301:10:05
Peter Urban kommentiert in diesem Jahr zum letzten Mal für das deutsche Fernsehpublikum die größte jährliche Musikshow der Welt. Es geht diesmal nach Liverpool – in die Heimat der Beatles. Und damit rundet sich auch für den langjährigen Kommentator und Musikjournalisten Peter Urban das Bild. In zwei Sonderfolgen von „Urban Pop“ blickt er ganz persönlich zurück auf große Momente, kleine Pannen und Höhepunkte seit 1997. Der ESC hat sich stark gewandelt in dieser Zeit, nicht nur aus deutscher Sicht: Vom Schlagerwettbewerb hin zum großen, musikalisch vielfältigen Musikereignis zwischen Folklore, Pop und Dance, von Balladen bis zum Metalsong – alles ist dabei gewesen. Was passiert hinter den Kulissen? Wie war das mit den Drogenspürhunden in der Sprecherkabine? Und warum ist es so schwer, beim Tipp auf den oder die Favoriten richtig zu liegen? Darüber spricht Ocke Bandixen mit Peter Urban in dieser und einer zweiten Sonderfolge von „Urban Pop“. Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
25 Jahre ESC - Peter Urbans persönlicher Rückblick (2/2)04 May 202301:03:55
Teil 2 beginnt mit einem Paukenschlag: 2010 gewann Lena mit Satellite den ESC! Wie hat Peter Urban diesen denkwürdigen Wettbewerb in Oslo erlebt? Was passierte hinter den Kulissen und wie verlief der ESC im Jahr darauf in Düsseldorf? 2023 kommentiert Peter Urban zum letzten Mal für das deutsche Fernsehpublikum die größte jährliche Musikshow der Welt. Es geht diesmal nach Liverpool – in die Heimat der Beatles. Und damit rundet sich auch für den langjährigen Kommentator und Musikjournalisten Peter Urban das Bild. In zwei Sonderfolgen von „Urban Pop“ blickt er ganz persönlich zurück. Der ESC hat sich stark gewandelt in dieser Zeit, nicht nur aus deutscher Sicht: Vom Schlagerwettbewerb hin zum großen, musikalisch vielfältigen Musikereignis zwischen Folklore, Pop und Dance, von Balladen bis zum Metalsong – alles ist dabei gewesen. Über die großen Momente, die kleinen Pannen und die Höhepunkte spricht Ocke Bandixen mit Peter Urban in zwei Sonderfolgen von „Urban Pop“. Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Beatles 63 - Please Please Me13 Jun 202401:02:30
Die Welt schien auf diese vier Liverpooler gewartet zu haben: The Beatles. Mit Energie, Charisma und Talent zu originellen, eigenen Liedern schafften es die Beatles im Jahr 1963, in Großbritannien und später in der ganzen Welt bekannt zu werden. Viele ihrer Fähigkeiten trainierten sie in hunderten Stunden auf den Bühnen der Kiezkneipen in Hamburg St. Pauli, wo sie ab 1960 als Rock ‘n‘ Roll-Tanzkapelle aufgetreten waren. Woher kamen die Vier? Was trieb sie an, was waren ihre musikalischen Einflüsse? Was machte letztlich ihre magische Wirkung Anfang der 60er Jahre aus? In dieser ersten Folge erzählen Peter Urban und Ocke Bandixen davon, besprechen die Anfänge der jungen Beatles in Hamburg und Liverpool und analysieren das erste Album der Band aus dem Frühjahr 1963, „Please Please Me“. Musikliste: The Beatles - Please Please Me, 1963 The Beatles – Anthology I, 1995 The Beatles First – with Tony Sheridan, 1964 Unser Podcast-Tipp in dieser Folge: Philipps Playlist https://1.ard.de/philipps-playlist-podcast-cp Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Annie Lennox und die Eurythmics27 Apr 202301:13:43
Annie Lennox und Dave Stewart waren privat schon kein Paar mehr, als sie 1983 mit „Sweet Dreams“ die Popwelt aufhorchen ließen: ein klarer Sound, raffinierte, eingängige Melodien, eine Sängerin, die man sich merkte. Die einerseits androgyn, andererseits sehr weiblich wirkende Annie Lennox passte bestens zwischen die neuen Stars der Zeit: Madonna, Prince, Michael Jackson, Boy George. Der Sound, dominiert von Keyboards, erdacht von Dave Stewart, passte perfekt zu der sinnlichen Kühle im Gesang von Annie Lennox. Die Hits purzelten in die Charts: „Love is a stranger” und „Here comes the rain again”. Und in den nächsten Jahren folgten auf jedem Album stets mindestens zwei bis drei Top-Ten-Hits: „Missionary Man“, „There must be an angel“, „When tomorrow comes“. Dem Ideenreichtum des Paares schien keine Grenzen gesetzt zu sein. Ende der 80er Jahre beendeten beide zunächst ihre Zusammenarbeit. Dave Stewart arbeitete erfolgreich als Produzent. Annie Lennox brachte es ab den 90er Jahren zu einer beachtlichen Solo-Karriere: „Walking on Broken Glass“ oder „No More I love you“ waren nur einige ihrer Hits. Lieder für Soundtracks kamen dazu, Coverversionen und sogar ein Weihnachtsalbum. Mit ihrem Look, ihrer Bühnenpräsenz und ihrem politischen Engagement wurde Annie Lennox zu einer Pop-Ikone und einem Vorbild für Generationen. Peters Playlist: Eurythmics: In The Garden (1981): Belinda, Take me to your heart, Never gonna cry again Sweet Dreams (Are Made of This) (1983): Love is a stranger, Sweet dreams, This city never sleeps Touch (1983): Here comes the rain again, Right by your side, Who’s that girl, Paint a rumour Be Yourself Tonight (1985): Would I lie to you, There must be an angel, Sisters are doing it for themselves, Adrian, It’s alright Baby’s coming back Revenge (1986): Missionary man, Thorn in my side, Miracle of love Savage (1987): Beethoven (I love to listen to), I‘ve got a lover (back in Japan), You‘ve placed a chill in my heart, Savage, I need a man, I need you, Brand new day We Too Are One (1989): Don’t ask me why, Angel, When the day goes down Peace (1999): 17 again, I saved the world today, Beautiful child, I want it all, Lifted Ultimate Collection (2005): Was it just another love affair Annie Lennox: Diva (1992): Why, Walking on broken glass, Precious, Cold, Money can’t buy it, Little bird Medusa (1995): No more „I love you’s“, Waiting in vain, Something so right Bare (2003): A thousand beautiful things, Wonderful, Loneliness The Lord Of The Rings - The Return Of The King (Soundtrack 2003): Into the west Songs Of Mass Destruction (2007): Dark road, Smithereens, Sing, Big Sky The Annie Lennox Collection (Limited Edition Bonus Disc, 2009): Ladies of the canyon, Many rivers to cross (live), Dream Angus, Mama, Everybody hurts (live mit Alicia Keys) Nostalgia (2014): I put a spell on you A Private War (Soundtrack 2018): Requiem for a private war Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Phil Collins30 Mar 202301:14:50
Sein Können als Schlagzeuger ist unbestritten, seine Erfolge auch als Solokünstler immens, seine weltweite Fangemeinde ist groß. Ihm wurde es schnell langweilig, so beschreibt Phil Collins es selbst in seiner Autobiographie „Da kommt noch was“. Schon in den 70er Jahren trommelte er neben Genesis bei der Jazzfusion-Band „Brand X“, spielte auf den Solowerken von Peter Gabriel und auch Steve Hackett mit. Als Genesis Ende der 70er Jahre länger pausierte, begann er, eigene Lieder zu schreiben und aufzunehmen. Sein Privatleben, die Trennung von seiner ersten Frau Andrea und den Kindern setzte eine Welle von melancholischen Liebesliedern wie dynamischen Songs frei, die auf „Face Value“ Anfang der 80er Jahre veröffentlicht wurden. „In the air tonight“ wurde ein unerwarteter Hit. Der ungewöhnliche Sound und das markante Schlagzeug-Solo in der Mitte des Songs machten Phil Collins zu einem bekannten Einzel-Musiker. Er war auch als Produzent gefragt, unter anderem bei Eric Clapton, Frida von Abba und Robert Plant. Nach zwei weiteren Solo-Alben und einer ebenfalls weltweit erfolgreichen Karriere mit Genesis schien es kein Halten zu geben: Phil Collins sang, trat auf, komponierte, spielte Schlagzeug, schrieb Filmsongs: seine Musik wurde überpräsent und er – wie er selbst in seinen Erinnerungen schreibt – „übertrieb es“. Die fehlenden Pausen belasteten erst sein Privatleben, dann auch nachhaltig seine Gesundheit. Weitere Alben und Tourneen waren überaus erfolgreich. Er aber litt unter Trennungen, Einsamkeit und zunehmend an einer Alkoholsucht. Nach insgesamt sechs Solo-Alben und einem mit Coversongs aus dem Motown-Archiv veröffentlichte er nur noch vereinzelt neue Werke, darunter die Musik für das „Tarzan“-Musical sowie den Film „Bärenbrüder“. Nach einer missglückten Rückenoperation 2009 kann Phil Collins nicht mehr Schlagzeug spielen, langes Stehen ist ihm unmöglich, beim Gehen benötigt er einen Stock als Gehhilfe. Inzwischen hat er sich aus dem öffentlichen Leben und dem Musikleben weitgehend zurückgezogen. Peters Playlist für Phil Collins: Face Value (1981): In the air tonight, This must be love, Behind the lines, Hand in hand, Missed again, If leaving me is easy Hello, I must be going! (1982): I don’t care anymore, I cannot believe it’s true, Thru these walls Against All Odds (Soundtrack, 1984): Against all odds (Take a look at me now) No Jacket Required (1985): Sussudio, One more night, Take me home, We said hello goodbye Buster (Soundtrack, 1988): Two hearts But seriously…(1989): Something happened on the way to heaven, I wish it would rain down, Another day in paradise Serious Hits…Live (1990) Both Sides (1993): Can’t turn back the years, Everyday Dance Into The Light (1996): Dance into the light, Wear my hat Tarzan (Soundtrack, 1999): You’ll be in my heart Mit Brand X: Morrocan Roll (1977): Sun in the night, Hate zone Product (1979): Don’t make waves, Soho Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Genesis (2)16 Mar 202301:21:48
Die Band erholte sich relativ schnell von dem Weggang ihres Sängers Peter Gabriel. Auf dem Album „A Trick of the Tail” (1976) glänzte der bisherige Schlagzeuger Phil Collins als Sänger. Die Bandmitglieder blieben zunächst bei ihrem experimentellen, ausufernd virtuosen Stil der Lieder. Doch in all dem Miteinander nahmen auch die Spannungen zu. Steve Hackett, der Gitarrist, arbeitete an einem Soloalbum, was bei Teilen der Band wie eine Abkehr von Genesis aussah. Hackett verließ die Band nach dem nächsten Album „Wind and Wuthering“ (1976). Die drei verbliebenen Genesis-Mitglieder schufen mit „And then there were three“ (1978) ein selbstironisch-programmatisches Album, das ihre Lage ausdrückte. „Follow me – follow you“ bescherte der Band einen unverhofften Singlehit. Die Lieder sollten auch auf den folgenden Alben immer etwas einfacher, melodiöser und für ein Massenpublikum zugänglich werden, klassisch oder folkloristisch grundierte Kompositionen wichen Keyboard und elektronischen Spielereien. Bei dem wie die Band betitelten Album „Genesis“ (1983) waren es gleich zwei Top-Ten-Titel. „Invisible Touch“ (1986) setzte diesen Weg eindrucksvoll und überaus erfolgreich fort, das Kompositionstalent von Phil Collins beflügelte die Entwicklung der Band. Bisweilen waren die Genesis-Lieder und seine Solowerke kaum voneinander zu unterscheiden. Nach Welttourneen und weiteren Erfolgen mit „We can´t dance“ (1991) wurden die Pausen zwischen den Veröffentlichungen länger, die Bandmitglieder widmeten sich anderen Projekten und dem Familienleben. Schließlich gingen die drei Kernmitglieder der zweiten Genesis-Formation 2021/22 auf eine Abschieds-Tournee unter dem selbstironischen Titel „The Last Domino“. Der gesundheitlich schwer angeschlagene Phil Collins, stimmlich noch immer auf der Höhe, konnte die Shows nur im Sitzen absolvieren. Die Band Genesis ließ sich noch einmal – ein bisschen wehmütig – von ihren zahlreichen Fans feiern. Peters Playlist Genesis II: A Trick of the Tail (1976): Entangled, Ripples, A trick of the tail Wind & Wuthering (1976): One for the vine, Your own special way, Blood on the rooftops, Afterglow Seconds Out (1977) – Live-Album …And Then There Were Three (1978): Down and out, Undertow, Many too many, Follow you follow me Duke (1980): Behind the lines, Duchess, Guide vocal, Turn it on again, Please don’t ask, Alone tonight Abacab (1981): Abacab, No reply at all, Man on the corner 3x3 (EP, 1982): Paperlate Genesis (1983): Mama, That’s all, Taking it all too hard, It’s gonna get better Invisible Touch (1986): Invisible touch, Tonight, tonight, tonight, Land of confusion, In too deep, Throwing it all away We Can’t Dance (1991): Never a time, Tell me why, Hold on my heart, Since I lost you The Way We Walk, Volume One - The Shorts (1992), The Way We Walk, Volume Two – The Longs (1993) – Live-Alben Calling All Stations (1997): Congo, Shipwrecked Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Peter Gabriel02 Mar 202301:18:38
Peter Gabriel startete nach seinem Ausstieg bei Genesis Mitte der 70er Jahre eine beachtliche Solo-Karriere, die bis heute andauert. Ab der zweiten Hälfte der 70er Jahre veröffentlichte er vier Alben, die jeweils nur seinen Namen als Titel tragen. Nach einer Phase der Orientierung schuf er seinen eigenen, dichten Sound aus Rhythmus, Gesang und zum Teil elektronisch gefärbten Klängen. Peter Gabriel engagierte sich in der Folge stark für afrikanische und asiatische Musikerinnen und Musiker, startet das WOMAD-Festival, später kam noch ein eigenes Label dazu. Das Festival drohte finanziell zu einem Desaster zu werden, aber die alten Freunde von Genesis halfen aus mit einem einmaligen gemeinsamen Auftritt Anfang der 80er Jahre, um dieses abzuwenden. Mit „So“ schuf Peter Gabriel in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts ein überaus erfolgreiches Album, auch das Musikvideo von „Sledgehammer“ wurde zum meistgespielten auf MTV. Peter Gabriel wurde zu einem der großen Taktgeber der Popmusik in diesen Jahren. Nach einzelnen Filmmusiken, für „Birdy“ und „The Last Temptation of Christ“, knüpfte Peter Gabriel in den folgenden Jahren mit „Us“ (1992) und „Up“ (2002) an seine Erfolge an. „Come talk to me“, „The Blood of eden“ und „The Barry Williams Show” wurden zu Hits. Mit seiner Band erspielte er sich einen glänzenden Ruf als Live-Künstler. Auch seine Tourneen mit „Scratch my Back“ und „New Blood” – live als “Live Blood”, mit Coverversionen und Orchesterarrangements seiner Lieder untermauerten diesen. Peter Gabriel, inzwischen hochgeehrt, auch für sein politisches Engagement zum Beispiel für Amnesty International, hat für dieses Jahr – nach langer Pause – eine neue Tour und ein neues Album angekündigt, einzelne Songs sind auch schon veröffentlicht worden. Die künstlerische Reise des Peter Gabriel ist noch nicht vorbei. Peters Playlist Peter Gabriel: Peter Gabriel 1: Car (1977): Moribund the Burgermeister, Solsbury Hill, Excuse me, Waiting for the big one, Here comes the flood (deutsche Version: Jetzt kommt die Flut) Peter Gabriel 2: Scratch (1978): On the air, Mother of violence, Indigo, Home sweet home Peter Gabriel 3: Melt (1980): Intruder, No self control, I don’t remember, Games without frontiers, Biko Deutsche Version: Ein Deutsches Album (1980) Peter Gabriel 4: Security (1982): Rhythm of the heat, San Jacinto, Shock the monkey, Lay your hands on me, Wallflower Deutsche Version: Deutsches Album (1982) So (1986): Red rain, Sledgehammer, Don’t give up, Mercy Street, Big Time, In your eyes Passion (Music for the Last Temptation of Christ, 1989) Us (1992): Come talk to me, Blood of Eden, Steam, Washing of the water, Digging the dirt Secret World Live (1994) Up (2002): Sky blue, No way out Scratch My Back (2010): Heroes, Mirrorball, The power of the heart, The book of love Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Genesis (1)16 Feb 202301:15:32
Bei Urban Pop wollen Peter Urban und Ocke Bandixen die verwickelte Geschichte der britischen Band in einzelnen Folgen erzählen, beginnend mit der Bandgeschichte von der Gründung Ende der 60er bis Mitte der 70er Jahre (Folge 1). Gegründet wurde die Band von Schulfreunden 1967. Erste Aufnahmen werden veröffentlicht: „From Genesis to revelation“, allerdings floppte das Album und die Band drohte auseinanderzubrechen, noch bevor sie überhaupt richtig gestartet war. „Trespass“, ihr zweites Album deutete die Richtung an, in die Genesis in den kommenden Jahren gehen würde: komplexere Melodien, Anklänge an Klassik und elektronische Musik. Die Mitglieder der Band, inzwischen gewachsen und ergänzt durch den Gitarristen Steve Hackett und den Schlagzeuger Phil Collins, wirkten alle aktiv mit beim Komponieren und Gestalten der zum Teil langen Songs – füllten in Europa, aber auch in den USA große Hallen und genossen den Ruf einer exzellenten Live-Band. Den Schlusspunkt dieser Phase der Band markierte 1974 ihr Werk „The Lamb lies down on Broadway“, eine durchgehend erzählte, schräge Geschichte voller abgründiger Gestalten und Visionen, live dargeboten vor einer dreiwandigen, damals neuen Videoinstallation. Peter Gabriel – privat durch die dramatische Geburt seiner ersten Tochter mitgenommen und ermüdet von Auftritten und Bandleben – verließ 1975 Genesis. In den kommenden Jahren wandelte sich die Band mit ihrem neuen Sänger, dem bisherigen Schlagzeuger Phil Collins von einer verspielten Prog-Rock-Band zu einer weltweit erfolgreichen Popgruppe. Im zweiten von insgesamt vier Teilen geht es erstmal um Peter Gabriel als Solo-Künstler. Ihr findet den Podcast hier am 02. März. Peters Playlist Genesis: From Genesis to Revelation (1969): The serpent, Am I very wrong, Silent sun Trespass (1970): White mountain, Dusk Nursery Cryme (1971): The Musical Box, For absent friends, Seven stones, Harliquin Foxtrot (1972): Watcher of the skies, Time table, Supper’s ready Selling England by the Pound (1973): I know what I like (in your wardrobe), Firth of Fifth, The Cinema Show The Lamb Lies Down On Broadway (1974): The lamb lies down on Broadway, Cuckoo Cocoon, The Carpet Crawlers, The light dies down on Broadway, A Trick oft he Tail (1976): Entangled, Ripples, A trick of the tail Wind & Wuthering (1976): One for the vine, Your own special way, Blood on the rooftops, Afterglow Seconds Out (1977) – Live Album Buchliste: Da kommt noch was – Not Dead yet. Die Autobiographie, Phil Collins, Heyne Verlag, 2020 Rhythmen des Lebens – the Living years, Die erste Genesis - Autobiographie, Mike Rutherford, Hannibal Verlag, 2014 Das Leben und die Musik von Peter Gabriel, die exklusive Biografie, Daryl Easlea, Hannibal Verlag, 2014 Genesis und ich, Richard MacPhail, Mendoza Verlag, 2021 Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Inga Rumpf02 Feb 202301:08:32
Wenn Inga Rumpf ihre Stimme erhebt, erkennt man sie sofort. Das erlebte auch Peter Urban so, der als 18-Jähriger zum ersten Mal ein Konzert von ihr besuchte und sie bis heute als unverwechselbare Sängerin schätzt. Ihre kehlige, leicht raue Stimme steigt in die Höhe und klingt leidenschaftlich und stark. In den späten 60er Jahren schrieb sie mit den Hamburger „City Preachers“ deutsche Musikgeschichte in einer Band, deren Folkrockmusik kaum Grenzen kannte. Hier kreuzten sich musikalisch gesehen auch ihrer und Udo Lindenbergs Weg, der damals noch als Schlagzeuger arbeitete. Dem Geist der Zeit folgend wechselten Besetzungen und Konzepte, Inga Rumpf und ihr Gesang blieben eine Konstante, so auch bei „Frumpy“ ab 1969. Ausschweifender Bluesrock voller Spielfreude und Improvisationen begeisterte nicht nur ein norddeutsches Publikum. Als „Atlantis“ traten Ingsie und ihre Mitstreiter auch in den USA auf, als Vorgruppe von Lynyrd Skynyrd und Aerosmith eroberten sie das Publikum in großen Hallen. Fehlendes Engagement der Plattenfirma ist einer der Gründe, weswegen Atlantis keine feste internationale Größe wurde. Inga Rumpf konnte in den folgenden Jahren in unterschiedlichen Genres überzeugen. Soul, Blues, Gospel oder Jazzaufnahmen mit der NDR Bigband: ihr Feeling für die Musik und die Bandbreite ihrer Stimme sind unverkennbar. Auch mit Mitte 70 ist sie nicht müde geworden, auf vielen Bühnen aufzutreten, als Gastsängerin bei Kollegen und als Sängerin mit eigener Band. In ihrem Buch „Darf ich was vorsingen“ zeichnet sie sehr persönlich und voller Witz und Wärme ihren nicht immer nur geraden Lebensweg nach. Peters Playlist: Album: The Best of All My Years…so far 1966-1996 City Preachers: Pure Religion (1966) Frumpy: How the gypsy was born (1971), Singin‘ Songs (1972) Jean Jacques Kravetz: I’d like tob e a child again (vom Album „Kravetz“, 1972) Atlantis: Rock’n’Roll Preacher (1973), Drifting Winds (1973), Get on board (1975) Atlantis Live (1975, wiederveröffentlicht 1995) Inga Rumpf: Amerika (Second Hand Mädchen,1975) Vince Weber: My life is a boogie (vom Album „Blues’n’Boogie“, 1977) Inga Rumpf: London-New York-Berlin (mit drei Alben von 1978, 1979, 1981): My life is a boogie, Hide away, Lett he children live, It’s only love, I wrote a letter Hungry Girl (auf dem Udo Lindenberg-Album „Intensivstationen“, 1982) Lieben, Leiden, Leben (1984): Wilde Ehe, Aus lauter Liebe I I= I, 1986: Imi, Uru Frumpy: When I fall in love („Now“, 1990), When the night comes, Love is gold (“News“, 1991) Mit der NDR Big Band: It’s a man’s world (1993), Foxy Lady (1993) Open Up Your Door (1994): You make my day In the 25th Hour (1996): In the 25th hour Easy in my Soul (2006): No cross – no crown Universe of Dreams (2021): Universe of dreams, I wrote a letter, Back to the roots, Never too late, All in good time Hidden Tracks (2021): Can’t stop myself, I am I, Two in one, Falling in love, Right on – let your body move Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Tracy Chapman30 May 202401:30:26
Die Welt horchte überrascht auf beim Gedenkkonzert für Nelson Mandela 1988: eine junge Frau sang nur zur Gitarre Lieder von Flucht und Aufbruch, von Enge und Hoffnung. Eigentlich sollte Tracy Chapman nur ein Lied singen, durch eine technische Panne eines anderen Musikers wurde sie für ein zweites Lied auf die Bühne gebeten. Die Geburtsstunde eines Welterfolges: „Talkin´ ´bout a revolution“ oder „Fast Car“ wurden bald von vielen mitgesungen, ihr gerade zuvor erschienenes Debütalbum verkaufte sich millionenfach, „Baby, can I hold you“ oder „Behind the wall“ wurden ebenso bekannte Lieder. Ihre reduzierte Form, sparsam instrumentiert, geschmackvoll produziert, wurde zu ihrem Markenzeichen, ihre Texte waren engagiert, politisch und poetisch. Der Trubel des Erfolges passte aber wenig zu der schüchternen afroamerikanischen Frau aus Cleveland. In Armut aufgewachsen in einem Vorort, lernte sie schon als Kind Gitarre spielen. Stipendien brachten ihr höhere Schulabschlüsse und einen Zugang zur Universität in New York. Mit Straßenmusik bot sie ihre Musik an, bis ein Kommilitone sie an einen Plattenproduzenten vermittelte. Tracy Chapman, die sonst sehr zurückgezogen lebt, veröffentlichte bis heute acht Alben, die ihr weitere Grammys einbrachten, ihre Themen sind immer noch die Armut, Rassismus, Aufbruch, und die Hoffnung der Außenseiter. Aber auch viele Liebeslieder voller Sehnsucht und Trauer sind zu hören. Erst in diesem Jahr hatte sie gemeinsam mit dem Countrysänger Luke Combs einen spektakulären Auftritt, gemeinsam sangen sie ihren Hit „Fast Car“. Mit dieser Neufassung erreichte sie als erste afroamerikanische Frau die Topposition in den US-Country-Charts Peters Playlist Tracy Chapman: Tracy Chapman (1988): Talkin‘ ‘bout a revolution, Fast car, Behind the wall, Baby can I hold you, Mountain o‘ things, Why?, For my lover Crossroads (1989): Crossroads, Freedom now, Subcity, All that you have is your soul Matters Of The Heart (1992): Bang bang bang, Used to be a sailor, Woman’s work, Open arms New Beginning (1995): Smoke and ashes, The promise, Give me one reason Telling Stories (1999): Telling stories, Speak the word, Unsung psalm Let It Rain (2002): Another sun, You’re the one, Goodbye, I am yours Where You Live (2005): Change, America Our Bright Future (2008): Sing for you, I did it all, Save us all, For a dream, Thinking of you, Spring Greatest Hits (2015): alle wichtigen Songs in remasterten Versionen, dazu Stand my me (live in der Dave Letterman Show, 2015) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
INXS und Michael Hutchence01 Dec 202201:12:20
Die Band INXS schaffte in den 80er Jahren das Ungewöhnliche: Aus Australien stammend eroberte die Band erst den US-Musikmarkt und dann weltweit die Musikwelt. Unbestritten im Mittelpunkt der Band stand der Sänger Michael Hutchence. Im Gespräch mit Ocke Bandixen beschreibt Peter Urban Michael Hutchence als nahezu idealen Frontmann der Band: attraktiv, charismatisch und mit einer variablen und kraftvollen Stimme ausgestattet. Er zog die Aufmerksamkeit auf sich, die Lieder über Beziehungen, Begehren und Einsamkeit bekamen durch ihn Klasse, Tiefe und Ausdruck. Die außergewöhnliche Ausstrahlung des Sängers erlebte Peter Urban bei einem persönlichen Treffen in Hamburg, von dem er im Podcast erzählt. Die Band war bereits Ende der 70er von Michael Hutchence, den drei Fariss-Brüdern und einigen Freunden gegründet worden. 1987 schlug sie ein - zwischen Plastikpop und alten Rockern - mit dem Album „Kick“ und den Hits „Need you tonight“, „Devil inside“, „New Sensation“ oder “Mystify”. Fast zeitgleich mit der weltweiten Bekanntheit der Band wurde Michael Hutchence ein Thema für die Klatschpresse: Seine Affären und Freundschaften mit Kylie Minogue oder dem damaligen Supermodel Helena Christensen waren stets Futter für lange Bilderstrecken und Stories, für die der abenteuerlustige Michael oft genug selbst Anlass gab. Tourneen durch große Hallen gipfelten in einem Auftritt im Wembley Stadion vor 72 000 Menschen. 1997 kam Michael Hutchence in einem Hotel in Sydney unter nie ganz geklärten Umständen zu Tode. Kurz zuvor hatte er Pläne für eine Solokarriere sowie für die Arbeit als Schauspieler gehabt. Die Band INXS war mit neuen Sängern wenig erfolgreich. Und so bleibt die Geschichte der Band untrennbar mit dem Können und Schicksal ihres charismatischen Frontmanns Michael Hutchence verbunden. Peters Playlist: INXS INXS (1980): Just keep walking, Roller skating Underneath The Colours (1981): Stay young, Underneath the colours Shabooh Shoobah (1982): The one thing, To look at you, Golden Playpen, Don’t change The Swing (1984): Original sin, I send a message, Dancing on the jetty Listen Like Thieves (1985): What you need, Listen like thieves, Kiss the dirt, Shine like it does Kick (1987): New sensation, Devil inside, Need you tonight, Never tear us apart, Mystify X (1990): Suicide Blonde, Disappear, The stairs, By my side, Bitter tears Welcome To Wherever You Are (1992): Heaven sent, Taste it, Not enough time, Baby don’t cry, Beautiful girl, Wishing well Full Moon, Dirty Hearts (1993): The gift, Full moon dirty hearts, Kill the pain The Greatest Hits (1994): The strangest party Elegantly Wasted (1997): Elegantly wasted, Everything, Building bridges MICHAEL HUTCHENCE Michael Hutchence (1999): Possibilities, All I’m saying, Baby it’s alright, Don’t save me from myself, Slide away (feat. Bono) Single: Spill the wine (1996) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Ray Davies und die Kinks (2)17 Nov 202201:34:57
Peter Urban analysiert im Gespräch mit Ocke Bandixen, dass die Lieder der Kinks oft raffinierter waren als die der anderen Bands. Ray Davies prägte insbesondere den Stil der Band. Ray Davies wurde und wird verehrt als einer der großen britischen Songschreiber. Er wurde zum „Sir“ ernannt und lieferte bis in die letzten Jahre hinein weiter Musik, getragen von Nostalgie, aber auch von immer wieder durchblitzendem britischen Humor. Peters Playlist für The Kinks und Ray Davies: THE KINKS: Viele der besten frühen Kinks-Songs waren Singles, die nicht auf Alben erschienen, daher empfehlen sich diese Best-of-Compilations: The Ultimate Collection (2002) Picture Book (2008) The Essential Kinks (2014) 1964: You really got me, All day and all oft he night, Stop your sobbing 1965: Tired of waiting for you, Set me free, See my friends, A well respected man, Till the end oft he day, I go to sleep (demo) 1966: Dedicated follower of fashion, Sunny afternoon, Dandy, Dead end street 1967: Mister Pleasant, Waterloo sunset, Death of a clown (Dave Davies), Autumn almanac 1968: Days ALBEN: Face To Face (1966): Party line, Rosie won’t you please come home, Session Man, Holiday in Waikiki, Most exclusive residence for sale Something Else (1967): Davis Watts, Two sisters, No return, End of the season The Kinks Are The Village Green Preservation Society (1968) – das gesamte Album Arthur (Ort he Decline and Fall oft he British Empire) (1969): Victoria, Yes Sir, no Sir, Shangri-La, Young and innocent days, Arthur Lola Versus Powerman and the Moneygoround, Part One (1970) – das gesamte Album Percy (Soundtrack, 1971): God’s children, The way love used tob e, Moments Muswell Hillbillies (1971) – das gesamte Album Everybody‘ in Show-Biz (1972): Sitting in my hotel, Supersonic Rocket Ship, Look al little on the sunny side, Celluloid heroes Preservation Act 1 (1973): Sweet Lady Genevieve A Soap Opera (1975): Holiday romance, Face in the crowd Sleepwalker (1977): Life on the road, Sleepwalker, Full moon Misfits (1978): Misfits, Rock’n’Roll fantasy Low Budget (1979): Low budget Give The People What They Want (1981): Destroyer, Better things State of Confusion (1983). Come dancing, Young Conservatives Word of Mouth (1984): Do it again, Good day, Living on a thin line Did Ya (EP, 1991): Did Ya Phobia (1993): Only a dream, Hatred (A Duet), Close to the wire RAY DAVIES: The Storyteller (1998) Other People‘s Life (2006): All she wrote, Is there life after breakfast?, Over my head Working Man’s Café (2007): Vietnam cowboys, Working man’s café See My Friends (2010): Better things (feat. B.Springsteen), Waterloo Sunset (feat. J.Browne), Tired of waiting for you (feat. Gary Lightbody) Americana (2017): Americana, Rock’n‘Roll cowboys, The great highway Our Country: Americana Act 2 (2018): Oklahoma U.S.A. (Original auf Muswell Hillbillies) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Ray Davies und die Kinks (1)03 Nov 202201:19:01
Peter Urban analysiert im Gespräch mit Ocke Bandixen, dass die Lieder der Kinks oft raffinierter waren als die der anderen Bands. Mit dem Gitarrenriff aus „You really got me“ schufen die Kinks 1965 voller Wucht die Blaupause für harte Rockmusik. Die Kinks lieferten ab Mitte der 60er Jahre Hits, die bis heute unvergessen sind. Ende der 69er konnten die Kinks auch in Übersee auftreten. „Waterloo Sunset“ und „Lola“ wurden zu weiteren Welthits. Peters Playlist für The Kinks und Ray Davies: THE KINKS: Viele der besten frühen Kinks-Songs waren Singles, die nicht auf Alben erschienen, daher empfehlen sich diese Best-of-Compilations: The Ultimate Collection (2002) Picture Book (2008) The Essential Kinks (2014) 1964: You really got me, All day and all oft he night, Stop your sobbing 1965: Tired of waiting for you, Set me free, See my friends, A well respected man, Till the end oft he day, I go to sleep (demo) 1966: Dedicated follower of fashion, Sunny afternoon, Dandy, Dead end street 1967: Mister Pleasant, Waterloo sunset, Death of a clown (Dave Davies), Autumn almanac 1968: Days ALBEN: Face To Face (1966): Party line, Rosie won’t you please come home, Session Man, Holiday in Waikiki, Most exclusive residence for sale Something Else (1967): Davis Watts, Two sisters, No return, End of the season The Kinks Are The Village Green Preservation Society (1968) – das gesamte Album Arthur (Ort he Decline and Fall oft he British Empire) (1969): Victoria, Yes Sir, no Sir, Shangri-La, Young and innocent days, Arthur Lola Versus Powerman and the Moneygoround, Part One (1970) – das gesamte Album Percy (Soundtrack, 1971): God’s children, The way love used tob e, Moments Muswell Hillbillies (1971) – das gesamte Album Everybody‘ in Show-Biz (1972): Sitting in my hotel, Supersonic Rocket Ship, Look al little on the sunny side, Celluloid heroes Preservation Act 1 (1973): Sweet Lady Genevieve A Soap Opera (1975): Holiday romance, Face in the crowd Sleepwalker (1977): Life on the road, Sleepwalker, Full moon Misfits (1978): Misfits, Rock’n’Roll fantasy Low Budget (1979): Low budget Give The People What They Want (1981): Destroyer, Better things State of Confusion (1983). Come dancing, Young Conservatives Word of Mouth (1984): Do it again, Good day, Living on a thin line Did Ya (EP, 1991): Did Ya Phobia (1993): Only a dream, Hatred (A Duet), Close to the wire RAY DAVIES: The Storyteller (1998) Other People‘s Life (2006): All she wrote, Is there life after breakfast?, Over my head Working Man’s Café (2007): Vietnam cowboys, Working man’s café See My Friends (2010): Better things (feat. B.Springsteen), Waterloo Sunset (feat. J.Browne), Tired of waiting for you (feat. Gary Lightbody) Americana (2017): Americana, Rock’n‘Roll cowboys, The great highway Our Country: Americana Act 2 (2018): Oklahoma U.S.A. (Original auf Muswell Hillbillies) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Madonna (2)20 Oct 202201:26:49
Madonna hat über ihre gesamte lange Karriere immer bestimmt, wer sie war und wie sie in der Öffentlichkeit erschien. Damit definierte sie die weibliche Popmusik neu. Sie wurde zum Superstar der Popmusik und zum Vorbild für viele ihr nachfolgende Künstlerinnen. Madonna blieb, bei allen äußerlichen Veränderungen, immer erkennbar als kontrollierende Schöpferin ihrer Pop-Posen. Sie galt als kompromisslose Geschäftsfrau, die ehrgeizig ihren Status halten wollte und deren Ambitionen weit über das Pop-Genre hinaus gingen. Sie begeisterte auf der Bühne in ihren durchchoreographierten, aufwändigen Shows weltweit immer wieder ein Millionenpublikum. Mit „Music“ und „American Life” konnte sie auch in den 2000er Jahren noch an ihre Welterfolge der 80er und 90er Jahre anknüpfen. Wieder waren opulente Welttourneen große Erfolge. Mal arbeitete sie mit Produzenten aus Europa zusammen, mal mit Hitschreibern aus den USA. Ihr Auftritt 2019 während des ESC-Finales, den Peter Urban vor Ort miterlebte, sorgte für Gesprächsstoff. Auch darum geht es in diesem zweiten Teil des Podcasts über Madonna, aber natürlich kommen Peter und Ocke zu dem Fazit, das Madonna sowohl als weltweit erfolgreiche Popkünstlerin, als auch als Ikone der modernen Weiblichkeit zurecht verehrt wird. Peters Playlist für Madonna: Madonna (1983): Lucky Star, Holiday, Everybody Like A Virgin (1984): Material Girl, Like a virgin, Over and Over, Into the groove True Blue (1986): Papa don’t preach, Open your heart, Live to tell, True blue, La isla bonita, Love makes the world go round Like A Prayer (1989): Like a prayer, Express yourself, Cherish, Dear Jessie, Oh Father I’m Breathless: Music from and inspired by the Film Dick Tracey (1990): Sooner or later, Hanky Panky, Im going bananas, Something to remember, Vogue The Immaculate Collection (1990): Crazy for you, Justify my love, Rescue me Erotica (1992): Deeper and deeper, Bad girl Bedtime Stories (1994): Secret, I’d rather be your lover, Forbidden love, Love tried to welcome me, Bedtime story, Take a bow Ray Of Light (1998): Drowned world/ Substitute for love, Ray of light, Candy perfume girl, Nothing really matters, Frozen, The power of good-bye, To have and not to hold, Little star, Mer girl Soundtrack – Austin Powers: The Spy Who Shagged Me (1999): Beautiful stranger, auch auf Best-Of-Compilation „Celebration“ (2009) Music (2000): Music, I deserve it, Nobody’s perfect, Don’t tell me, What it feels like for a girl American Life (2003): American life, Hollywood, I’m so stupid, X-static process, Mother and Father, Easy ride Confessions On A Dance Floor (2005): Hung up, Sorry, Jump, Isaac Hard Candy (2008): 4 minutes, Give it 2 me, Miles away MDNA (2012): Masterpiece Rebel Heart (2015): Living for love, Devil pray, Ghosttown, Hold tight, HeartBreakCity, Wash all over me Madame X (2019): God control, Batuka, Extreme occident, I don’t search I find, I rise Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Madonna (1)06 Oct 202201:11:00
Madonna hat viel mehr als andere die Regeln der Popmusik und des Marktes verstanden und konsequent umgesetzt. Sie hat Pop immer als multimediales Instrument der Inszenierung verstanden, nicht nur als Teil eines Musikgenres. Sie wurde 1958 geboren als Tochter einer Franko-Kanadierin und eines italienischen Einwanderers. Sie interessierte sich schon früh für Musik und Tanz und absolvierte nach der Schule eine Tanzausbildung. Sie zog nach New York und fand schnell Kontakt zur Underground-Szene. Erste Versuche in Bands oder als Tänzerin blieben unbeachtet. Mit „Holiday“ erzielte sie einen ersten Achtungserfolg. Mit „Like a virgin“ wenig später hatte sie die Erfolgsformel der nächsten Jahre gefunden. Mit „True Blue“ gelang es ihr 1986, an den ersten Erfolg anzuknüpfen. Ein beständiger Wechsel der äußerlichen Erscheinung und Weiterentwicklung der Popfigur in der Öffentlichkeit stellte dauerhaftes Interesse sicher. Peter Urban und Ocke Bandixen sprechen in diesem ersten Teil über Madonnas Aufstieg zur unangefochtenen Taktgeberin der Popmusik, über ihre Gabe, mit immer neuen Looks und provozierenden Rollen für große Aufmerksamkeit zu sorgen und wie es ihr gelingt, sich scheinbar mühelos in Liedern, Videos und bei Auftritten als eine wandelbare Pop-Ikone zu inszenieren. Peters Playlist für Madonna: Madonna (1983): Lucky Star, Holiday, Everybody Like A Virgin (1984): Material Girl, Like a virgin, Over and Over, Into the groove True Blue (1986): Papa don’t preach, Open your heart, Live to tell, True blue, La isla bonita, Love makes the world go round Like A Prayer (1989): Like a prayer, Express yourself, Cherish, Dear Jessie, Oh Father I’m Breathless: Music from and inspired by the Film Dick Tracey (1990): Sooner or later, Hanky Panky, Im going bananas, Something to remember, Vogue The Immaculate Collection (1990): Crazy for you, Justify my love, Rescue me Erotica (1992): Deeper and deeper, Bad girl Bedtime Stories (1994): Secret, I’d rather be your lover, Forbidden love, Love tried to welcome me, Bedtime story, Take a bow Ray Of Light (1998): Drowned world/ Substitute for love, Ray of light, Candy perfume girl, Nothing really matters, Frozen, The power of good-bye, To have and not to hold, Little star, Mer girl Soundtrack – Austin Powers: The Spy Who Shagged Me (1999): Beautiful stranger, auch auf Best-Of-Compilation „Celebration“ (2009) Music (2000): Music, I deserve it, Nobody’s perfect, Don’t tell me, What it feels like for a girl American Life (2003): American life, Hollywood, I’m so stupid, X-static process, Mother and Father, Easy ride Confessions On A Dance Floor (2005): Hung up, Sorry, Jump, Isaac Hard Candy (2008): 4 minutes, Give it 2 me, Miles away MDNA (2012): Masterpiece Rebel Heart (2015): Living for love, Devil pray, Ghosttown, Hold tight, HeartBreakCity, Wash all over me Madame X (2019): God control, Batuka, Extreme occident, I don’t search I find, I rise Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Stevie Wonder (2)22 Sep 202201:17:50
In wenigen Jahren hatte Stevie Wonder einen neuen Sound aus Blues, Soul, Jazz und seiner eigenen Virtuosität geschaffen. Nach einer Pause gelang ihm 1980 mit "Hotter than July" wieder ein aufsehenerregendes Album. Ein weiterer großer Erfolg war das Lied "I just call to say I love you", das er für den Film ‚The Lady in Red‘ komponiert hatte und das mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Hochverehrt, bewundert, ausgezeichnet mit den höchsten Ehren der Kulturbranche - Stevie Wonder ist längst eine lebende Legende der Popmusik. Im Gespräch mit Ocke Bandixen würdigt Peter Urban die langanhaltende Bedeutung seiner Musik, die sich nicht zuletzt durch die zahlreichen Samples aus dem HipHop-Bereich ab den 90er und 2000er Jahren zeigt. Peter Urban erzählt von persönlichen Begegnungen und Konzerten. Im ersten Teil von ‚Stevie Wonder: Black Music Genius‘ ging es um seine Kindheit als Kinderstar "Little Stevie Wonder", um seine ersten eigenen Kompositionen Anfang der 70er bis hin zu seinen zahlreichen Hits und dem 76-Album "Songs in the key of life", das bis heute als eines der wichtigsten Alben der Popmusik-Geschichte gilt. Peters Playlist für Stevie Wonder: The 12-Year-Old Genius – Recorded Live (1963): Fingertips Uptight (1965): Uptight Down To Earth (1966): A place in the sun, Hey love I Was Made To Love Her (1967): I was made to love her, Send me some lovin‘ Greatest Hits (1968): I‘m wondering For once in my life (1968): For once in my life, Shoo-Be-Doo-Be-Doo-Da-Day, You met your match, I don’t know why My Cherie Amour (1969): My cherie amour Signed, Sealed, Delivered (1970): We can work it out, Signed, sealed, delivered, I’m yours, Heaven help us all, Sugar Where I’m Coming From (1971): Look around, Do yourself a favour, Something out oft the blue, If you really love me Music Of My Mind (1972): Love having you around, Superwoman, I love every little thing about you, Happier than the morning sun, Keep on running, Evil Taliking Book (1972): das gesamte Album Innervisions (1973): das gesamte Album Fullfillingness First Finale (1974): das gesamte Album Songs In The Key Of Life (1976): das gesamte Doppelalbum plus extra EP Stevie Wonder’s Journey Through The Secret Life Of Plants (1979): Send one your love Hotter Than July (1980): Did I hear you say you love me, All I do, Master Blaster (Jammin‘), Lately, Happy Birthday Stevie Wonder’s Original Musiquarium I (1982): Frontline, Ribbon in the sky, Do I do In Square Circle (1985): Go home, Overjoyed, It’s wrong (Apartheid) Characters (1987): Skeletons, Get it (mit Michael Jackson), Free Conversation Peace (1995): For your love A Time To Love (2005): Moon blue, From the bottom of my heart, Shelter in the rain, So what the fuss (mit Prince, En Vogue), A time to love (mit India Arie) Singles: Where is our love song (2020), Can’t put it in the hands of fate (2020) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Stevie Wonder (1)08 Sep 202201:12:09
Stevie Wonders Musikalität scheint kaum Grenzen zu kennen: als Sänger, Multiinstrumentalist, Komponist, Innovator von Sounds, Weiterentwickler von Soul und Popmusik. Ein Hitlieferant über Jahrzehnte, bewundert, verehrt und hochdekoriert mit allen wichtigen Auszeichnungen der Branche. Im ersten Teil der Urban Pop-Folge zu Stevie Wonder sprechen Peter Urban und Ocke Bandixen über seine Kindheit als Kinderstar. Im Motown-Kosmos emanzipierte er sich Anfang der 70er Jahre mit eigenen Kompositionen. In wenigen Jahren schuf Stevie Wonder mit seinen Alben bis 1976 einen neuen Sound, eine neue Popmusik, grundiert aus Blues, Soul und Jazz, aber weiterentwickelt mit Synthesizern. „Sir Duke“, „You are the sunshine of my life”, “Isn´t she lovely”, “Superstition” – bis zum 76-Album “Songs in the key of life” türmten sich die weltweit erfolgreichen Lieder auf. Stevie Wonder bekam Grammys wie kein anderer und definierte die Grenzen der Popmusik neu. Im zweiten Teil geht es unter anderem um Stevie Wonders Erfolgsalbum ‚Hotter than July‘ und sein politisches Engagement gegen Armut und Rassismus. Ihr findet diese Folge hier ab dem 22. September. Peters Playlist für Stevie Wonder: The 12-Year-Old Genius - Recorded Live (1963): Fingertips Uptight (1965): Uptight Down To Earth (1966): A place in the sun, Hey love I Was Made To Love Her (1967): I was made to love her, Send me some lovin‘ Greatest Hits (1968): I‘m wondering For once in my life (1968): For once in my life, Shoo-Be-Doo-Be-Doo-Da-Day, You met your match, I don’t know why My Cherie Amour (1969): My cherie amour Signed, Sealed, Delivered (1970): We can work it out, Signed, sealed, delivered, I’m yours, Heaven help us all, Sugar Where I’m Coming From (1971): Look around, Do yourself a favour, Something out oft he blue, If you really love me Music Of My Mind (1972): Love having you around, Superwoman, I love every little thing about you, Happier than the morning sun, Keep on running, Evil Taliking Book (1972): das gesamte Album Innervisions (1973): das gesamte Album Fullfillingness First Finale (1974): das gesamte Album Songs In The Key Of Life (1976): das gesamte Doppelalbum plus extra EP Stevie Wonder’s Journey Through The Secret Life Of Plants (1979): Send one your love Hotter Than July (1980): Did I hear you say you love me, All I do, Master Blaster (Jammin‘), Lately, Happy Birthday Stevie Wonder’s Original Musiquarium I (1982): Frontline, Ribbon in the sky, Do I do In Square Circle (1985): Go home, Overjoyed, It’s worng (Apartheid) Characters (1987): Skeletons, Get it (mit Michael Jackson), Free Conversation Peace (1995): For your love A Time To Love (2005): Moon blue, From the bottom of my heart, Shelter in the rain, So what the fuss (mit Prince, En Vogue), A time to love (mit India Arie) Singles: Where is our love song (2020), Can’t put it in the hands of fate (2020) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Patti Smith (2)20 Jul 202200:53:12
Patti Smith hatte es geschafft: Aus der Angestellten eines New Yorker Buchladens, die Verse schrieb und sie mit Gitarrenbegleitung vortrug, wurde sie zu einem Rockstar ganz eigener Prägung. Ein Vorbild für eine weibliche Künstlerin in der Musikszene, eine ganz eigene Art zu texten und aufzutreten, sich aber gleichzeitig nie zu sehr dem Markt unterzuordnen. „Radio Ethiopia“ und „Easter“, die Alben in den folgenden Jahren ab Mitte der 70er verstärkten ihren Ruf als kompromisslose Sängerin mit Haltung, auch wenn die Kritik darin eine größere Gefälligkeit und Massenkompatibilität ausmachte. „Because the night“ wurde ihr größter Hit, gemeinsam geschrieben mit Bruce Springsteen. Nach einem weiteren Album zog sich Patti Smith zurück, sie heiratete den MC5 – Musiker Fred „Sonic“ Smith und bekam zwei Kinder. 1988 kehrte sie mit „Dream of Life“ und dem Titel „People have the Power” kurzzeitig in die Öffentlichkeit zurück. Ein richtiges Comeback gelang ihr aber erst in den 90er Jahren. Ihr Mann war verstorben, mit Hilfe von Freunden wie Michael Stipe von REM schrieb sie die Lieder für „Gone Again“, 1994. Patti Smith hat noch eine Reihe von Alben herausgebracht seither, zunehmend hat sie sich viel Anerkennung als Buchautorin erworben. In „Just Kids“ beschreibt sie die frühen Jahre der Freundschaft mit Robert Mapplethorpe, ein internationaler Bestseller. Mit „M Train“ setzte sie die autobiographische Erzählung fort und schrieb über ihre Jahre mit Fred Smith und danach. Weitere Bücher folgten. Patti Smith ist vielfach geehrt und ausgezeichnet worden, viel wichtiger ist ihr wohl aber: das Publikum liebt sie nach wie vor und bejubelt ihre Auftritte: als Ikone, als sogenannte „Godmother of Punk“, vor allem aber als Sängerin und Textern, die der Rockmusik ihre ganz eigene Sprache hinzugefügt hat. Im Gespräch mit Ocke Bandixen zeichnet Peter Urban den Weg der Patti Smith in dieser zweiten Folge von „Urban Pop“ weiter nach, er analysiert ihre musikalischen und textlichen Themen und berichtet von dem großen, weltweiten Ansehen als Künstlerin, das Patti Smith seit vielen Jahren genießt. Peters Playlist für Patti Smith: Piss factory (Single, 1974) Horses (1975): das gesamte Album Radio Ethiopia (1976): Pissing in a river Easter (1978): Because the night, Rock’n’Roll N****r, Privilege (Set me free), We three Wave (1979): Frederick, Dancing barefoot, So you want to be (a rock’n‘roll star), Revenge Dream of Life (1988): People have the power, Paths that cross, Dream of life, The Jackson song Gone Again (1996): Gone again, Beneath the southern cross, Summer cannibals Peace & Noise (1997): 1959, Last call Gung Ho (2000): Persuasion, Glitter in their eyes, Grateful Trampin‘ (2004): Mother Rose, My Blakean year Twelve (2007): Gimme shelter, Soul kitchen, Pastime paradise Banga (2012): Amerigo, April fool, Fuji-san, Nine, Seneca, After the gold rush Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Patti Smith (1)13 Jul 202200:46:52
Eher durch Zufall sei sie Musikerin geworden, sagt Patti Smith, die sich immer als Lyrikerin, als Autorin gesehen hat. Aus einem streng religiösen Elternhaus in Chicago floh sie Ende der 60er Jahre nach New York. Dort hielt sie sich mühsam als Verkäuferin in Buchläden über Wasser und legte eigene Gedichte aus. Mit dem später berühmten Fotographen Robert Mapplethorpe hauste sie ab Ende der 60er Jahre zweitweise im Chelsea Hotel und in billigen Wohnungen, schreibend, träumend vom Ruhm. Sie fühlte sich den Beat Poeten ebenso verbunden wie dem französischen Dichter Arthur Rimbaud und tauchte in die Off-Szene New Yorks zwischen William S. Boroughs, Andy Warhol und Allen Ginsburg. Freunde wie Sam Shepard ermutigten sie, ihre Gedichte mit Gitarrenbegleitung auf der Bühne zu präsentieren: die Geburt der Sängerin Patti Smith, vor allem im legendären Club „CBGB´s“ in New York. Das Debütalbum der Patti Smith-Group „Horses“ im Jahr 1975 schlug ein. Die wütend herausgeschleuderten Verse der Sängerin, die ungewöhnlichen Themen, die unverstellte Sprache erreichten viele. Patti Smith wurde international bekannt als Vorreiterin des Punk. Im Gespräch mit Ocke Bandixen analysiert Peter Urban in der ersten Folge die künstlerischen Wurzeln von Patti Smith, die Elemente ihrer Kunst und die Machart und Wirkung ihres wegweisenden Albums „Horses“. Den zweiten Teil des Podcasts findet Ihr in einer Woche hier unter dem Titel: Patti Smith – Lebendige Ikone (2/2) Peters Playlist für Patti Smith: Piss factory (Single, 1974) Horses (1975): das gesamte Album Radio Ethiopia (1976): Pissing in a river Easter (1978): Because the night, Rock’n’Roll N****r, Privilege (Set me free), We three Wave (1979): Frederick, Dancing barefoot, So you want to be (a rock’n‘roll star), Revenge Dream of Life (1988): People have the power, Paths that cross, Dream of life, The Jackson song Gone Again (1996): Gone again, Beneath the southern cross, Summer cannibals Peace & Noise (1997): 1959, Last call Gung Ho (2000): Persuasion, Glitter in their eyes, Grateful Trampin‘ (2004): Mother Rose, My Blakean year Twelve (2007): Gimme shelter, Soul kitchen, Pastime paradise Banga (2012): Amerigo, April fool, Fuji-san, Nine, Seneca, After the gold rush Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Paul McCartney (2)14 Jun 202201:30:33
Paul McCartney hat die Beatles verlassen! Diese Meldung im April 1970 schockierte die Musikwelt. Die Auflösungstendenzen der berühmtesten Band der Welt waren vorher schon unübersehbar, auch George Harrison und John Lennon hatten die Band bereits verlassen wollen. Paul McCartney legte danach gleich los mit einem Solo-Album. Das berühmte Liebeslied „Maybe I´m amazed“ erzählt von Linda, seiner Frau, die privat und musikalisch zur wichtigsten Person wird. Die Musikwelt verfolgte den musikalischen Streit der ehemaligen Beatles in den folgenden Jahren. Was aber war musikalisch bei Paul McCartney los? Warum wurde die Qualität vieler Lieder damals nicht erkannt? War der Schatten der Beatles einfach zu groß für die „Wings“-Alben oder die Soloprojekte? Paul McCartney lieferte auch in den 70er und 80er Jahren regelmäßig Hits, er arbeitete zusammen mit Stevie Wonder, Michael Jackson und Elvis Costello. „Say Say Say“ und „Ebony and Ivory“ waren weltweit in den Charts, andere Projekte floppten, “Here Today“, sein Lied an den ermordeten Freund John Lennon, rührte 1982 die Welt zu Tränen. Peter Urban berichtet von Begegnungen mit Paul McCartney in der Abbey Road. Im Gespräch mit Ocke Bandixen erzählt er von der Wahrnehmung des Solokünstlers McCartney über die Jahrzehnte, von Meisterwerken in den späteren Jahren des Musikers und den nicht nachlassenden musikalischen Ideen des Liverpoolers. Die erste Folge Paul McCartney: der Beatle sowie alle anderen Folgen von Urban Pop Musiktalk mit Peter Urban findet Ihr in der ARD Audiothek. Peters Playlist für Paul McCartney: Wings und Solo-Jahre (2/2) (Albumtitel in Klammern) 1970: Every night, Maybe I’m amazed (McCartney) 1971: Another day (Single) Too many people (Ram) Dear friend (Wild Life) 1973: My love (Red Rose Speedway) Live and let die (Single) Band on the run, Nineteen Hundred and Eighty Five (Band on the Run) 1979: Arrow through me (Back to the Egg) 1980: Coming up, Waterfalls (McCartney II) 1982: Here today (Tug of War) 1983: Pipes of peace (Pipes of Peace) 1986: Only love remains (Press to Play) 1989: My brave face, Put it there, That day is done, Ou est le soleil? (Flowers in the Dirt - remastered 2017) 1993: Hope of deliverance (Off the Ground) 1997: The song we were singing, The world tonight, If you wanna, Somedays, Young boy, Calico skies, Heaven on a Sunday, Souvenir, Little willow, Beautiful night, Great day (Flaming Pie – remastered 2020) 2001: Your loving flame (Driving Rain) 2005: Jenny Wren, This never happened before, Anyway (Chaos and Creation in the Backyard) 2007: Dance tonight, The end of the end (Memory Almost Full) 2012: My valentine, Only our hearts (Kisses on the Bottom) 2013: Early days, New (New) 2015: Rihanna/Kanye West/Paul McCartney - FourFiveSeconds (Single) 2018: I don’t know, Happy with you, Despite repeated warnings (Egypt Station) 2020: Find my way, Seize the day (McCartney III) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Pete Townshend und The Who16 May 202401:00:40
Ohne den Horizont, das Talent und die künstlerische Kraft von Pete Townshend wäre die Bandgeschichte von The Who wohl nur kurz geblieben. Die Rockmusik sähe wohl ohne ihn deutlich anders aus. Der Hauptkomponist, Texter, Ideengeber schöpfte seine Ideen oft aus persönlichem Erleben. Der Sohn einer Sängerin und eines Saxophonisten in einem Armee-Tanzorchester war natürlich schon früh von Musik umgeben. Die schwierige Ehe seiner Eltern brachte ihm einige Jahre im Haus seiner Großmutter ein, die den Jungen nach allem, was bekannt ist, mit harten Strafen erzog und wahrscheinlich auch missbrauchte. Aus dem traumatisierten und verängstigten Kind wurde ein wütender Rockmusiker, der in seinen Liedern viel von Einsamkeit, Gewalt und Verzweiflung anklingen ließ. Pete Townshend war stets ein Suchender nach Sinn, Spiritualität und Erlösung. Er las die Schriften des indischen Gurus Meher Baba, suchte die Nähe zu anderen Anhängern. Erste Solo-Alben schildern musikalisch diese Bewegung, oft gemeinsam mit dem Faces-Bassisten Ronnie Lane. In einem sogenannten „Lifehouse“, so seine Idee, wollte er einen musikalischen, energetischen Austausch zwischen Publikum und Bühne ermöglichen, Kunst sollte quasi gemeinsam entstehen. Das für „The Who“ entwickelte Konzept scheiterte, aber viele spätere Veröffentlichungen enthielten noch Fragmente und Lieder aus dieser Phase Anfang der 70er Jahre. Townshends Solo-Karriere wurde ab den 80er Jahren wichtiger, als The Who eigentlich schon vor dem Ende standen, vor allem in Deutschland wurde das Album „White City“ mit „Face the face“ ein Hit. Die Ambitionen von Pete Townshend gingen auch als Solokünstler über einzelne Lieder hinaus, oft lagen Konzepte, zusammenhängende Ideen für Filme und Musicals den Alben zugrunde. Pete Townshend ist nach vielen auch durch Drogenmissbrauch verstärkte Krisen inzwischen ein gelassener, jedoch immer noch hart und präzise arbeitender Künstler, längst ausgesöhnt mit dem Who-Sänger Roger Daltrey und hoch angesehen in der Musikwelt. Peters Playlist für Pete Townshend solo: Who Came First (1972): Pure and easy, Parvardigar Rough Mix (mit Ronnie Lane, 1977): Heart to hang on to Empty Glass (1980): Rough boys, Let my love open the door White City: A Novel (1985): Give blood, Face the face, Hiding out, Secondhand love, White City fighting The Iron Man: The Musical By Pete Townshend (1989): A friend is a friend Roger Daltrey – solo: Daltrey (1973): Giving it all away Under A Raging Moon (1985): After the fire, Under a raging moon As Long As I Have You (2018): How far, I’ve got your love, Into my arms Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Paul McCartney (1)09 Jun 202201:26:00
Paul McCartney ist eine Musiklegende. Sein außerordentliches Talent für Melodien, seine Kreativität und Neugier, dazu die symbiotische musikalische Zusammenarbeit mit seinem Freund John Lennon - an ihm kann niemand vorbei. Bei allem Zauber des vierköpfigen Phänomens der Beatles, ihrem märchenhaften Erfolg und bahnbrechenden Einfluss auf die Pop- und Rockmusik stellt sich die Frage: welchen Anteil hatte Paul McCartney daran? Woher kommen seine musikalischen Ideen? Wie hat es der Liverpooler sowohl als Balladenkomponist als auch als Rockmusiker schafft, so viel Neues zu schaffen? Peter Urban analysiert das Können von Sir Paul McCartney in „Urban Pop – Musiktalk mit Peter Urban“. Er erzählt in zwei Ausgaben einmal über die Zeit von Paul McCartney bei den Beatles, des Weiteren über seine Arbeiten danach. In der ersten Folge geht es um den musikalischen Hintergrund von Paul McCartney, die Musikwelt seiner Familie, den Impuls des Rock’n‘Roll, die Lehrjahre in Hamburg und Liverpool. Ab wann konnte man sagen: das ist ein Paul-McCartney-Song? Die außerordentliche Balance zwischen unvergesslichen Balladen und mitreißenden Rocknummern – wie haben John Lennon und Paul McCartney zusammengearbeitet? Welchen ganz persönlichen Einfluss hatte der Produzent George Martin auf Paul McCartney, war er dessen Meisterschüler? Im Gespräch mit Ocke Bandixen erklärt Peter Urban das musikalische Schaffen von Paul McCartney zur Beatles-Zeit, er deckt Quellen und Einflüsse auf und beschreibt die Reaktionen und Erwartungen der Fans und Kritiker der Zeit. Peters Playlist für Paul McCartney: der Beatle (1/2) (Album-Titel in Klammern, remastered versions 2009 und Remixe 2017/2019) 1963: I saw her standing there (Please Please Me) From me to you (Single), I want to hold your hand (Single) All my Loving (With the Beatles) 1964: If I fell, And I love her, Can’t buy me love, Things we said today (A Hard Days Night) Baby in black, I’ll follow the sun (Beatles For Sale) 1965: I’ve just seen a face, Yesterday (Help!) We can work it out (Single) Drive my car, You won’t see me, Michelle, I’m looking through you (Rubber Soul) 1966: Eleanor Rigby, Here, there and everywhere, Good day sunshine, For no one, Got to get you into my life (Revolver) 1967: Penny Lane (Single, Stereo Mix 2017) With a little help from my friends, Getting better, Fixing a hole, She’s leaving home, When I’m sixty-four, A day in the life (Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band – Remix 2017) Hello, Goodbye (Single) The fool on the hill (Magical Mystery Tour, EP) 1968: Hey Jude (Single) Blackbird, I will, Mother Nature’s son, Helter skelter, Honey pie 1969: Get back (Single) Oh Darling, You never give me your money, She came in through the bathroom window/Golden slumbers/Carry that weight/The end (Abbey Road – Remix 2019) 1970: Let it be (Let It Be), The long and winding road (Let It Be…Naked, 2014) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Elton John (2)24 May 202201:19:05
Elton John ist in den 70er Jahren der erfolgreichste Solokünstler der Popmusik. Alle Alben verkaufen sich millionenfach, seine Konzerte in Stadien sind ausverkauft. Und doch erschöpft sich seine Arbeitsweise, persönliche Probleme mit Drogen und Beziehungen belasten ihn, die Zusammenarbeit mit dem Texter Bernie Taupin wird unterbrochen, Ausflüge in Discomusik Ende der 70er Jahre gefallen vielen seiner Fans nicht. Mit dem Album „Too low for zero” kommt die Anerkennung vieler Kritiker und der Fans zurück. Elton John braucht noch bis 1990, um seine Suchtprobleme in den Griff zu bekommen. Peter Urban schätzt das musikalische Schaffen von Elton John ein. Im Gespräch mit Ocke Bandixen erzählt er von einem persönlichen Interview und den bis heute spannenden Wendungen im Leben des brillanten Balladenkönigs und Boogie-Man. Peters Playlist für Elton John (1&2) Empty Sky (1969): Skyline pigeon Elton John (1970): Your song, Take me to the pilot, First episode at Hienton, Border song, The greatest discovery, The King must die Tumbleweed Connection (1970): ganzes Album Madman across the water (1971): Tiny dancer, Levon, Madman across the water Honky Chateau (1972): Honky cat, Mellow, Rocket man, Mona Lisas and Mad Hatters Don’t Shoot Me I’m Only the Piano Player (1973): Daniel Goodbye Yellow Brick Road (1973): Candle in the wind, Bennie and the Jets, Goodbye yellow brick road, Grey seal, I’ve seen that movie too, Saturday night’s alright (For fighting) Caribou (1974): Don’t let the sun go down on me Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy (1975): ganzes Album Blue Moves (1976): Tonight, Cage the songbird, Sorry … A Single Man (1978): Georgia, Song for Guy 21 at 33 (1980): Little Jeannie, White lady white powder The Fox (1981): Just like Belgium, Elton’s Song Jump Up! (1982): Empty Garden Too Low for Zero (1983): Cold as Christmas, I’m still standing, I guess that’s why they call it the blues, One more arrow Breaking Hearts (1984): Breaking hearts Ice on Fire (1985): Nikita Reg Strikes Back (1988): A word in Spanish, I don’t wanna go on with you like that Sleeping with the Past (1989): Healing hands, Sacrifice The One (1992): Simple life, The one, Runaway train Made in England (1995): Believe, Made in England, Blessed Songs from the West Coast (2001): The emperor’s new clothes, I want love, Ballad of the boy in red shoes, This train don’t stop there anymore The Captain and the Kid (2006): Postcards from Richard Nixon, Wouldn’t have you any other way (NYC), Tinderbox, Old 67, The captain and the kid Elton John/Leon Russell - The Union (2010) The Diving Board (2013): Oscar Wilde gets out, A town called Jubilee, Home again, Mexican vacation, The diving board Wonderful Crazy Night (2016): Wonderful crazy night, In the name of you, The open chord The Lockdown Sessions (2021): Finish line, I’m not gonna miss you SINGLE: Candle in the Wind 1997 Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Elton John (1)03 May 202201:15:50
Elton John hat der Welt über 50 Jahre lang seine Melodien geschenkt. Geboren wurde der schrille Superstar mit Brille als Reginald Kenneth Dwight, ein schüchternes Einzelkind. Schon früh wurde sein musikalisches Talent und sein präzises Gehör entdeckt. Nach Lehrjahren traf er schließlich auf den Texter Bernie Taupin – eine entscheidende Wende in seinem Leben. Das zweite Album brachte den Durchbruch, der Star Elton John war geboren. In wenigen Jahren folgten Alben, große Tourneen und zahlreiche Hits. Die Kostüme und Bühnenauftritte wurden immer spektakulärer, verdeckten aber auch Einsamkeit und Drogenprobleme. Peter Urban erinnert sich an erste Auftritte. Im Gespräch mit Ocke Bandixen zeichnet er den Werdegang des Sängers und Pianisten nach und erklärt die Quellen für dessen Musik. Peters Playlist für Elton John (1&2) Empty Sky (1969): Skyline pigeon Elton John (1970): Your song, Take me to the pilot, First episode at Hienton, Border song, The greatest discovery, The King must die Tumbleweed Connection (1970): ganzes Album Madman across the water (1971): Tiny dancer, Levon, Madman across the water Honky Chateau (1972): Honky cat, Mellow, Rocket man, Mona Lisas and Mad Hatters Don’t Shoot Me I’m Only the Piano Player (1973): Daniel Goodbye Yellow Brick Road (1973): Candle in the wind, Bennie and the Jets, Goodbye yellow brick road, Grey seal, I’ve seen that movie too, Saturday night’s alright (For fighting) Caribou (1974): Don’t let the sun go down on me Captain Fantastic and the Brown Dirt Cowboy (1975): ganzes Album Blue Moves (1976): Tonight, Cage the songbird, Sorry … A Single Man (1978): Georgia, Song for Guy 21 at 33 (1980): Little Jeannie, White lady white powder The Fox (1981): Just like Belgium, Elton’s Song Jump Up! (1982): Empty Garden Too Low for Zero (1983): Cold as Christmas, I’m still standing, I guess that’s why they call it the blues, One more arrow Breaking Hearts (1984): Breaking hearts Ice on Fire (1985): Nikita Reg Strikes Back (1988): A word in Spanish, I don’t wanna go on with you like that Sleeping with the Past (1989): Healing hands, Sacrifice The One (1992): Simple life, The one, Runaway train Made in England (1995): Believe, Made in England, Blessed Songs from the West Coast (2001): The emperor’s new clothes, I want love, Ballad of the boy in red shoes, This train don’t stop there anymore The Captain and the Kid (2006): Postcards from Richard Nixon, Wouldn’t have you any other way (NYC), Tinderbox, Old 67, The captain and the kid Elton John/Leon Russell - The Union (2010) The Diving Board (2013): Oscar Wilde gets out, A town called Jubilee, Home again, Mexican vacation, The diving board Wonderful Crazy Night (2016): Wonderful crazy night, In the name of you, The open chord The Lockdown Sessions (2021): Finish line, I’m not gonna miss you SINGLE: Candle in the Wind 1997 Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
U2 (2)14 Apr 202201:23:00
U2 hatten es ab den 80er Jahren geschafft, weltweit ein Millionenpublikum zu erreichen. Das Charisma des Sängers Bono und der Sound vor allem mit dem prägenden Gitarrenspiel von „The Edge“: U2 waren sofort erkennbar und spielten statt in Hallen in riesigen Stadien. Die Band blieb aber nicht stehen, sie ging, mit neuen Ideen im Kopf, nach Berlin, wo eben die Mauer gefallen war. Der Sound der Band wurde elektronischer, Klänge der „Einstürzenden Neubauten“ oder der aufkommenden Techno-Szene beeinflussten die neuen Lieder, die zum Teil im Hansastudio aufgenommen wurden. Das Album „Achtung, Baby!“ spaltete die Fans zunächst, Hits wie „One“ oder „Mysterious Ways“ bescherten der Band jedoch wieder weltweiten Erfolg und Anerkennung. U2 gingen diesen Weg weiter, die Live-Auftritte glichen nun Theaterinszenierungen. Die Band hatte sich vom Pathos der 80er Jahre befreit. Peter Urban berichtet auch im zweiten Teil vom künstlerischen Werdegang der Band, er analysiert ihre musikalischen Wendungen und erzählt im Gespräch mit Ocke Bandixen von ganz unterschiedlichen Konzerten, bei denen er die Band über die Jahre erlebt hat. Peters Playlist für U2: Boy (1980): I will follow, Stories for boys, The ocean October (1982): Rejoice, Tomorrow, October War (1983): Sunday Bloody Sunday, Seconds, New Year’s Day, Surrender, 40 Under A Blood Red Sky (Live, 1983): I will follow, Sunday Bloody Sunday, New Year’s Day, 40 The Unforgettable Fire (1984): A sort of homecoming, Pride (In the name of love), The unforgettable fire, 4th of July, Bad, MLK Wide Awake In America (EP 1985): Bad (live) The Joshua Tree (1987): Where the streets have no name, I still haven’t found, what I’m looking for, With or without you, Bullet the blue sky, Running to stand still, In God’s country, Trip through your wires, Mothers of the disappeared Rattle and Hum (1988): Desire, Silver and gold, Angel of Harlem, All I want is you Achtung Baby (1991): Even better than the real thing, One, Who’s gonna ride your wild horses, The fly, Mysterious ways, Acrobat, Love is blindness Zooropa (1993): Lemon, Stay (Faraway, so close), The first time Passengers: Original Soundtracks 1 (1995): Miss Sarajevo (feat. Luciano Pavarotti) Pop (1997): Staring at the sun All That You Can’t Leave Behind (2000): Beautiful day, Stuck in a moment you can’t get out of, Walk on, In a little while, The ground beneath her feet How to Dismantle an Atomic Bomb (2004): Vertigo, Sometimes you can’t make it on your own, City of blinding lights, One step closer, A man and a woman No Line on the Horizon (2009): Magnificent, Cedars of Lebanon Ordinary Love/Breathe (Single 2013, Soundtrack Mandela: „The Long Ride to Freedom“) Songs of Innocence (2014): Every breaking wave, Song for someone, Iris (Hold me close), Cedarwood Road, The troubles (feat. Lykke Li) Songs of Experience (2017): Summer of love, Love is bigger than anything that’s in its way, 13 (There is a light) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
U2 (1)07 Apr 202201:21:34
U2 gehören zu den wenigen Bands, die über Jahrzehnte weltweit ein Millionenpublikum erreichen. U2 wurde Mitte der 70er Jahre in Dublin gegründet. Aus der Schülerband entwickelte sich eine Gruppe, die mit bisweilen politischen oder sehr persönlichen Liedern engagiert über Verlust, Angst oder ihren Glauben sang. „Sunday, Bloody Sunday“ vom dritten Album “War” machte sie auch international bekannt. U2 entwickelte dabei vor allem auf der Bühne eine ganz eigene, anziehende Klangwelt: Bono, der Sänger, und „The Edge“, der Gitarrist der Band, prägten besonders den Sound der Band, der bis heute sofort erkennbar ist. Im ersten Teil des Podcasts über U2 entschlüsselt Peter Urban die Klangmagie der vier Iren bis zum meistverkauften Album der Band „The Joshua Tree“, 1987. Er erzählt vom ersten U2-Konzert im legendären Hamburger Club „Onkel Pö“, bei dem er dabei war. Peter Urban zeichnet im Gespräch mit Ocke Bandixen den Weg und die künstlerische Entwicklung der Band über die verschiedenen Alben und ihre Konzerte nach und er berichtet ausführlich vom Auftritt bei Live Aid 1985, bei dem er selbst als Kommentator tätig war. Peters Playlist für U2: Boy (1980): I will follow, Stories for boys, The ocean October (1982): Rejoice, Tomorrow, October War (1983): Sunday Bloody Sunday, Seconds, New Year’s Day, Surrender, 40 Under A Blood Red Sky (Live, 1983): I will follow, Sunday Bloody Sunday, New Year’s Day, 40 The Unforgettable Fire (1984): A sort of homecoming, Pride (In the name of love), The unforgettable fire, 4th of July, Bad, MLK Wide Awake In America (EP 1985): Bad (live) The Joshua Tree (1987): Where the streets have no name, I still haven’t found, what I’m looking for, With or without you, Bullet the blue sky, Running to stand still, In God’s country, Trip through your wires, Mothers of the disappeared Rattle and Hum (1988): Desire, Silver and gold, Angel of Harlem, All I want is you Achtung Baby (1991): Even better than the real thing, One, Who’s gonna ride your wild horses, The fly, Mysterious ways, Acrobat, Love is blindness Zooropa (1993): Lemon, Stay (Faraway, so close), The first time Passengers: Original Soundtracks 1 (1995): Miss Sarajevo (feat. Luciano Pavarotti) Pop (1997): Staring at the sun All That You Can’t Leave Behind (2000): Beautiful day, Stuck in a moment you can’t get out of, Walk on, In a little while, The ground beneath her feet How to Dismantle an Atomic Bomb (2004): Vertigo, Sometimes you can’t make it on your own, City of blinding lights, One step closer, A man and a woman No Line on the Horizon (2009): Magnificent, Cedars of Lebanon Ordinary Love/Breathe (Single 2013, Soundtrack Mandela: „The Long Ride to Freedom“) Songs of Innocence (2014): Every breaking wave, Song for someone, Iris (Hold me close), Cedarwood Road, The troubles (feat. Lykke Li) Songs of Experience (2017): Summer of love, Love is bigger than anything that’s in its way, 13 (There is a light) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Carole King26 Mar 202201:08:44
“Tapestry” von Carole King, im Jahr 1971 veröffentlicht, ist eines der erfolgreichsten und einflussreichsten Alben der Popmusikgeschichte. Carole King trat damit für ein großes Publikum als Singer-Songwriterin in Erscheinung. Carole King konnte damals bereits auf eine lange und überaus erfolgreiche Karriere als Musikautorin zurückblicken. Meistens gemeinsam mit ihrem Partner Gerry Goffin schrieb sie zahlreiche Hits für andere Künstlerinnen und Künstler, für Vokalgruppen, Beatbands oder Solokünstler. Carole King nahm einige dieser früheren Lieder ebenfalls für „Tapestry“ auf. Sie fügen sich in ihrer ganz eigenen Interpretation stimmig ein in die Gesamtaussage des Albums: die klavierbetonten, selbstbewussten, ebenso sehnsüchtigen wie lebensfrohen und tröstenden Songs einer Ausnahmekünstlerin. Peter Urban erzählt in der neuen Podcast Folge von „Urban Pop – Musiktalk mit Peter Urban“ vom Werdegang der Künstlerin Carole King. Im Gespräch mit Ocke Bandixen spannt er den Bogen von der Entstehung des legendären Albums über die gewaltige Resonanz, die sich nicht nur nicht nur in sehr vielen Auszeichnungen ausdrückte – bis hin zu den zahllosen Neuaufnahmen der Lieder. Peters Playlist für Carole King: (Als Künstlerin) It might as well rain until September (Single, 1962) The City (Carole King, Charles Larkey, Danny Kortchmar, Jim Gordon) Now that everythin’s been said (1968): Snow queen, I wasn‘t born to follow Writer (1970): Goin‘ back, Raspberry jam, I can’t hear you no more, Up on the roof Tapestry (1971) – alle Songs The Legendary Demos (2012): Take good care of my baby (1961), (You make me feel like) A natural woman (1967), Like little children (1966), Crying in the rain (1962) (Als Autorin - eine Auswahl von Top-Hits): 1961: Will you love me tomorrow (The Shirelles, u.a.), Take good care of my baby (Bobby Vee, u.a.), Some kind of wonderful, (The Drifters), Walkin‘ with my angel (Bobby Vee) 1962: Chains (The Cookies, The Beatles, 1963), The Loco-Motion (Little Eva, u.a.), Keep your hands off my baby (Little Eva u.a., The Beatles 1963), Go away little girl (Steve Lawrence, u.a.), Up on the roof (The Drifters, u.a.), Crying in the rain (Everly Brothers, u.a., Tammi Wynette, 1981, a-ha, 1990) 1963: Hey girl (Freddie Scott, u.a.), One fine day (The Chiffons, u.a., The Carpenters, 1973) 1964: I’m into something good (Herman’s Hermits), Oh no not my baby (Maxine Brown, u.a., Manfred Mann, 1965, Rod Stewart, 1973) 1965: At the club (The Drifters), Some of your lovin‘ (Dusty Springfield, Phil Collins, 2010), Don’t forget about me (Barbara Lewis, Dusty Springfield) 1966: Don’t bring me down (The Animals, Goin‘ back (Dusty Springfield, u.a., The Byrds, 1968), I can’t make it alone (P.J.Proby, u.a.), Like little children (The Knickerbockers) 1967: Pleasant Valley Sunday (The Monkees), (You make me feel like) A natural woman (Aretha Franklin, u.a.) 1968: I wasn’t born to follow (The Byrds, u.a.) Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
AnnenMayKantereit10 Mar 202201:08:09
AnnenMayKantereit ist eine der spannendsten Bands in Deutschland. Schon erste Videos vor zehn Jahren mit eigenen Liedern, die sich von Auftritten auf den Straßen in ihrer Heimatstadt Köln über Socialmedia-Kanäle verbreiteten, ließen aufhorchen: eine junge deutsche Band, die authentisch und ungekünstelt über das Lebensgefühl der jungen Menschen singt? Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit, aus deren Nachnamen sich der ungewöhnliche Bandname ableitet, stehen dafür. Neben den Texten bleibt vor allem die dunkle, raue Stimme des Sängers Henning May im Kopf, der von WGs, Müdigkeit, Antriebsschwierigkeiten und dem Gefühl singt, noch nicht zu wissen, was man will. Seine Ballade „Barfuß am Klavier“ sowie das Lied an seinen Vater „Oft gefragt“ werden zu Hits der Band, vielmehr aber erreichen sie vor allem ein Publikum, das weit über die Generation der Musiker hinaus geht. Die Band feiert auch nach dem zweiten Album große Erfolge, spielt auf den großen Bühnen der Festivals - scheinbar leicht gelingt es ihnen, ihre Musik und ein Lebensgefühl mit dem Publikum zu teilen. Das dritte Album „12“ kennzeichnet zweierlei: einmal die Lockdown-Phase der Pandemie. In den Texten und der Aufnahmeart wird das Gefühl der Isolation beschrieben und das Fremdeln mit der Welt, wenn wieder geöffnet wird. Andererseits wird die Entschlossenheit bekräftigt und besungen, ohne in plumpe Parolen abzugleiten, sich für eine offene Gesellschaft und gegen den Klimawandel zu engagieren. Peter Urban berichtet davon, wie er den Liedern von AnnenMayKantereit zum ersten Mal begegnet ist. Im Gespräch mit Ocke Bandixen beschreibt er Henning Mays musikalische Verwandtschaft zu Rio Reiser und erklärt, warum das dritte Album der Band womöglich einmal später in der Schule behandelt werden könnte. Peters Playlist für AnnenMayKantereit: Wird schon irgendwie gehen (EP, 2015): 21, 22, 23, 3. Stock, Oft gefragt Alles nix Konkretes (2016): Oft gefragt, Pocahontas, 3. Stock, Mir wär‘ lieber, du weinst, Neues Zimmer, Barfuß am Klavier AnnenMayKantereit & Freunde – Live in Berlin (2016) Schlagschatten (2018): Marie, In meinem Bett, Ich geh heut nicht mehr tanzen, Weiße Wand, Du bist anders, Schon krass Singles: Tommi (2019), Ozean (2019), Ausgehen (2020) 12 (2020): Gegenwart, Spätsommerregen, Paloma, Ganz egal, Aufgeregt, Die letzte Ballade Orangenlied (2021, nur auf Youtube) Juju feat. Henning May (Single, 2019): Vermissen Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
Kate Bush (2)24 Feb 202200:53:51
Mit "Wuthering Heights" und ganz eigenen Klängen, Rollenbildern und dem Gefühl für faszinierende Melodien hatte Kate Bush Ende der 70er Jahre für Aufsehen gesorgt. Nach einer mehrjährigen Veröffentlichungspause knüpfte sie 1985 an ihre früheren Erfolge an: „Running up that Hill“, „Cloudbusting“ und der Titelsong „Hounds of love“ wurden erneut zu großen Hits, das Album selbst wurde ihr bis dahin erfolgreichstes. Daneben gab es eine künstlerisch und kommerziell besondere Zusammenarbeit: Peter Urban bezeichnet es im Podcast als „glorreiche Idee von Peter Gabriel, den Song ‚Don’t give up‘ mit Kate Bush aufzunehmen“. Kate Bush setzte – immer mit einigen Jahren Pause in der Öffentlichkeit - ihr Werk fort mit zunehmend experimentellen Formen und Konzeptalben. Die große Anerkennung und Bewunderung des Publikums und der Musikwelt ließen dabei nie nach. Nach „The Sensual World“ und “The Red Shoes” kamen mit “Aerial” und “50 Words for snow” wahre Klanggemälde heraus, voller Geschichten und fantastischer Popideen. Kate Bush - inzwischen Mutter eines Sohnes - lebt seither von der Öffentlichkeit abgeschieden auf dem Land. Ihre großen musikalischen Fähigkeiten hat sie keineswegs eingebüßt, wie sie mit den Alben deutlich machte. Und auch ihre Qualität als Bühnenkünstlerin hat nicht nachgelassen. Das stellte sie 2014 in einer für alle Welt überraschenden Reihe von 22 Konzerten in London eindrucksvoll unter Beweis. Peter Urban erklärt die vielschichtigen Klangwelten der Kate Bush auch in diesem zweiten Teil des Podcasts. Im Gespräch mit Ocke Bandixen erinnert er an die überwältigende Resonanz auf ihre Konzertabende und an die große Wertschätzung, die Kate Bush immer noch in der Musikwelt genießt. Die erste Folge des Podcasts Kate Bush – magischer Pop (1/2) findet Ihr u. a. in der ARD Audiothek. Dort findet Ihr auch Peters Playlist für Kate Bush. Autoren: Peter Urban und Ocke Bandixen
© My Podcast Data