Explore every episode of the podcast Über Israel und Palästina sprechen
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| Special Episode: A Stranger in My Homeland – Nir Avishai Cohen on Israel, the military and breaking with the occupation | 23 oct. 2026 | 00:59:49 | |
What does it feel like to serve in the Israeli military for over 24 years and then publicly oppose the occupation? In this episode, I speak with Nir Avishai Cohen. He is an Israeli peace activist, former spokesperson for Breaking the Silence and author. In 2023, he publicly declared that he no longer wanted to serve in the IDF. Yet after October 7, he returned to reserve duty for three months. Today, he accompanies Palestinian communities in the northern Jordan Valley who are threatened by settler violence. In his 2025 book A Stranger in My Homeland, he documents the collapse of Israeli democracy, his experiences during the war and state repression. He also writes about the loss of his father, who took his own life out of despair over the country’s trajectory. We talk about the growing influence of Religious Zionism within the military, a left that has become a minority, and the question of why liberal Israelis call for democracy while often ignoring the occupation. We also discuss the upcoming elections in Israel and what political future might be possible for a democratic, Jewish-Arab coalition. Guest: Nir Avishai CohenHost: Shai Hoffmann Links: https://www.amazon.de/-/en/Stranger-Homeland-Nir-Avishai-Cohen/dp/B0H231MB1C https://www.instagram.com/nir.a.cohen?utm_source=qr&cplk=MWt4ODN6b25xaXA4 Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video und Postproduktion: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbH IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03 Bank: GLS Gemeinschaftsbank | |||
| Spezialfolge: Ausgewiesen wegen Kritik? – Serena Bilanceri über Pressefreiheit in Israel | 14 oct. 2026 | 00:33:40 | |
Serena Bilanceri wollte nach Israel zurückkehren. Israel hat ihr die Wiedereinreise verweigert. Begründung der Behörden: zwei Kommentare aus dem Jahr 2025. Darin schrieb sie über die humanitäre Lage in Gaza, Siedler*innengewalt im Westjordanland und Sanktionen gegen die israelische Regierung. Die taz, für die Bilanceri als Korrespondentin arbeitet, widerspricht der Darstellung, sie habe zum Boykott Israels aufgerufen. Serena Bilanceri ist freie Auslandskorrespondentin und berichtet seit 2020 aus dem Nahen Osten. Sie lebt in Bremen und Amman. Seit Juni 2026 ist sie offizielle taz-Korrespondentin für Israel und die palästinensischen Gebiete. Derzeit hält sie sich in Jordanien auf. In dieser Folge spreche ich mit ihr darüber, was das für ihre Arbeit bedeutet. Und darüber, was ihr Fall über den Umgang Israels mit ausländischen Journalist*innen verrät. Eine Folge über die Frage, wie viel Kritik ein Staat aushält. Und was passiert, wenn Journalist*innen zum Problem werden. Gast: Serena BilanceriHost: Shai Hoffmann Links: https://taz.de/Siedlergewalt-im-Westjordanland/!6129845/ https://taz.de/Wadephul-blockiert-EU-Israel-Sanktionen/!6107791/ https://taz.de/Drei-Jahre-nach-dem-7-Oktober/!6214490/ https://www.instagram.com/sbilanceri/ Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video und Postproduktion: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbHIBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03Bank: GLS Gemeinschaftsbank | |||
| Special - David Issacharoff from Haaretz on Israel’s Election and the European Right | 13 oct. 2026 | 00:55:29 | |
How far has the normalization of far-right politics gone? And what do contacts between Netanyahu’s camp and the AfD have to do with it? I’m speaking with David Issacharoff. He is an editor and writer for the English edition of the Israeli newspaper Haaretz, where he covers Israeli politics and society, relations between Israel and Europe, antisemitism, and right-wing populism. He also writes for German-speaking audiences, most recently a guest essay for Der Spiegel on contacts between Netanyahu’s circle and Germany’s AfD. Israel votes on October 27, 2026, three years after the October 7, 2023 attacks. We talk about the election campaign, the question of political accountability, and whether the opposition has accepted the ethnic rules set by the right. We also ask what these developments mean for Europe, and where comparisons between Israel and Germany reach their limits. Guest: David Issacharoff Host: Shai Hoffmann Links: https://www.instagram.com/davidiss1/ https://www.haaretz.com/ty-WRITER/00000187-d6b9-d6a1-ad87-feb955650000 https://internationalepolitik.de/de/strategische-vertuschung Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video und Postproduktion: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbHIBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03Bank: GLS Gemeinschaftsbank Für Gästewünsche bitte eine Email an podcast[at]gesellschaftimwandel.org schicken. | |||
| Die Kampagne gegen UNRWA – Alon Sahar über Staatsräson, Narrative und das palästinensische Rückkehrrecht | 02 oct. 2026 | 01:18:27 | |
Warum ist UNRWA so umstritten? Und was hat das mit dem palästinensischen Rückkehrrecht zu tun? Darüber spreche ich mit Alon Sahar. Er ist deutsch-israelischer Forscher, Strategieberater und Filmemacher. Außerdem gründete er den Newsletter „Staatsräson Monitor“. Kürzlich erschien seine Studie „Die Kampagne gegen das UNRWA und das palästinensische Rückkehrrecht in Deutschland“. Sahar untersucht darin, wie politische Akteur*innen in den USA, Deutschland und Israel versucht haben, UNRWA zu diskreditieren, um die Finanzierung des Hilfswerks langfristig zu beenden. Wir sprechen über Deutschlands Rolle als großer Geldgeber, die Spannung zwischen Staatsräson, Solidarität mit Israel und internationalem Recht sowie darüber, wie politische Narrative entstehen und sich verbreiten. Der Streit um UNRWA ist real. Israel wirft dem Hilfswerk Verbindungen zur Hamas vor. Die UN hat einzelne Mitarbeitende entlassen. Sahars These von einer koordinierten Kampagne ist trotzdem umstritten. Genau deshalb fragen wir: Wo endet legitime Sorge? Wo beginnt politische Einflussnahme? Gast: Alon SaharHost: Shai Hoffmann Links: Staatsräson Monitor https://staatsraesonmonitor.substack.com/ Israelis für Frieden https://www.instagram.com/israelisforpeace_de/ Rosa Luxemburg Report: English - The Campaign against UNRWA and the Palestinian Right of Return in Germany: https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Studien_7-26_UNRWA_engl_web.pdf German - Die Kampagne gegen das UNRWA und das palästinensische Rückkehrrecht in Deutschland https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Studien/Studien_6-26_UNRWA_Web.pdf Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video und Postproduktion: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbHIBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03Bank: GLS Gemeinschaftsbank | |||
| Kristin Helberg über die Linke, Neukölln und den Antisemitismusvorwurf | 25 sept. 2026 | 01:10:02 | |
Der aktuelle Antisemitismusdiskurs um die Berliner Linke hat den Wahlkampf überschattet und prägt auch nach der Wahl die politische Debatte. Doch was ist tatsächlich passiert – und was wurde im Wahlkampf daraus gemacht? Darüber spreche ich mit der Journalistin und Nahostexpertin Kristin Helberg. Zum Einstieg frage ich sie, was sie im Wahlkampf der Linken und bei ihren politischen Gegner*innen beobachtet hat. Wir diskutieren über Elif Eralp, die Vorwürfe gegen Teile der Partei, die politische Instrumentalisierung des Antisemitismusbegriffs und die Frage, wann berechtigte Kritik in pauschale Verurteilung umschlägt. In unserer Bewertung des Linken-Bezirksverbands Neukölln widersprechen wir uns deutlich. Gerade deshalb geht es in dieser Folge nicht um einfache Antworten, sondern um Differenzierung: Wie lässt sich realer Antisemitismus klar benennen, ohne legitime Kritik an Israels Regierungspolitik zu delegitimieren? Welche Verantwortung tragen Parteien, Medien und politische Akteur*innen für die Zuspitzung? Und wie kann eine Debatte gelingen, die jüdische Ängste ebenso ernst nimmt wie palästinensische Perspektiven? Eine kontroverse Folge über politische Verantwortung, doppelte Maßstäbe und die schwierige Kunst, einander auch im Widerspruch zuzuhören. Gast: Kristin HelbergHost: Shai Hoffmann Weiterführende Links: Mehr über Kristin Helberg:
Zeit zu reden:
Folge mit MItgründer von zeit zu reden Ido Arad Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Meyer · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbHIBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03Bank: GLS Gemeinschaftsbank | |||
| Die Mauern des Selbstgesprächs – Israel vor der Wahl mit Dr. Ofer Waldman | 22 sept. 2026 | 00:48:35 | |
Neue Enthüllungen werfen Fragen nach Benjamin Netanjahus Verantwortung für das Versagen vor dem 7. Oktober auf. Doch in den Umfragen verlieren weder der Ministerpräsident noch sein politisches Lager deutlich an Zustimmung. Warum erreichen solche Recherchen offenbar vor allem jene, die Netanjahu ohnehin kritisch gegenüberstehen? Darüber spreche ich in dieser Spezialfolge mit Dr. Ofer Waldman. Der Autor, Historiker, Germanist und Hornistm leitet seit 2025 das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Tel Aviv. Im Mittelpunkt steht auch der Dokumentarfilm „NAZA“ von Yuval Abraham und Rachel Szor. Er basiert auf Gesprächen mit anonymen Angehörigen des israelischen Militärs und der Geheimdienste und erhebt schwere Vorwürfe gegen die israelische Kriegsführung in Gaza. Während die israelische Armee zentrale Darstellungen bestreitet, werden die Filmschaffenden von Regierungsmitgliedern als Verräter bezeichnet und bedroht. Hat der Film eine breite Öffentlichkeit erreicht – oder vor allem jene Menschen, die sich bereits mit Besatzung, Krieg und der Entrechtung der Palästinenser beschäftigen? Ofer Waldman beschreibt eine israelische Gesellschaft, in der die „Mauern des Selbstgesprächs“ zwar ins Wanken geraten, Kritik an Militär und Regierung aber zunehmend als Illoyalität ausgelegt wird. Gast: Dr. Ofer Waldman Host: Shai Hoffmann Weiterführende Links: Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Meyer · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelPer Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel gGmbHIBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03Bank: GLS Gemeinschaftsbank | |||
| Fördergelder gegen Antisemitismus: Was das Informationsfreiheitsgesetz ans Licht bringt – mit Arne Semsrott von FragDenStaat | 18 sept. 2026 | 01:02:17 | |
Was passiert, wenn wir erfahren, was hinter verschlossenen Türen entschieden wird – und trotzdem kaum Konsequenzen folgen? Mit Arne Semsrott, Journalist, Politikwissenschaftler und Leiter von FragDenStaat, spreche ich über Informationsfreiheit als demokratisches Werkzeug. Wir starten mit seinem „Lieblingsthema“: Jens Spahn. An der Maskenbeschaffung unter dem damaligen Gesundheitsminister lässt sich besonders gut erklären, warum der Zugang zu staatlichen Unterlagen so wichtig ist – und warum politische Kontrolle nicht bei der Veröffentlichung von Akten enden darf. Im Mittelpunkt steht außerdem der Fördermittelskandal der Berliner CDU. Durch Informationsfreiheitsanfragen gelangten interne Dokumente an die Öffentlichkeit, die Einblicke in die Vergabe von Fördergeldern und die politische Einflussnahme darauf ermöglichten. Wir sprechen über parteipolitische Interessen, den Umgang mit Bedenken aus der Verwaltung und die Frage, warum auf solche Enthüllungen nicht automatisch wirksame Konsequenzen folgen. Dabei geht es auch um die politische Instrumentalisierung von Transparenz: Wer fordert Offenheit – und wer versucht, sie einzuschränken, sobald sie unbequem wird? Was sagt das über demokratische Kontrolle in Ministerien und im Berliner Senat aus? Und wie können wir unser Recht auf Information verteidigen? Ein Gespräch über die Macht öffentlicher Akten, die Grenzen der Aufklärung und die Frage, wie aus Wissen Verantwortung wird. Gast: Arne Semsrott Host: Shai Hoffmann Links zur Folge:
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| Reconciliation over Revenge – Aziz Abu Sarah & Maoz Inon on loss, dialogue and a shared future | 11 sept. 2026 | 00:56:42 | |
In this episode, I speak with Aziz Abu Sarah and Maoz Inon about their shared journey from loss to reconciliation, their work as Co-CEOs of InterAct International, and why they choose dialogue over retaliation. Aziz is a Palestinian peace activist whose brother died after being tortured in an Israeli military prison. Maoz is an Israeli entrepreneur and peace activist whose parents were killed in the Hamas attack on October 7, 2023. Despite their very different experiences, they have built a close personal and political partnership focused on understanding, equality and peace. In April 2024, they appeared together on the TED stage. In 2026, they published their book The Future Is Peace: A Shared Journey Across the Holy Land, in which they argue that peace begins not with political negotiations, but with encounters, mutual recognition and the willingness to listen to the story of the other side. Gast: Aziz Abu Sarah & Maoz InonHost: Shai Hoffmann Links: https://www.altneuland-press.com/de-books/die-zukunft-ist-frieden https://www.kiga-berlin.org/veranstaltung/german-premiere-the-future-is-peace-a-shared-journey-across-the-holy-land/ https://www.youtube.com/watch?v=0juLRi90kRg https://www.youtube.com/watch?v=P0nMl1RBZnw https://www.instagram.com/maozinon/?hl=de https://www.instagram.com/azizabusarah/?hl=de Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung Tausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Video & Postproduktion: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| Julia Alfandari: Wenn die AfD regiert – was in Sachsen-Anhalt auf dem Spiel steht | 04 sept. 2026 | 01:06:58 | |
Zu Gast ist Julia Alfandari. Die Bildungsreferentin war für DAGESH – Jüdische Kunst im Kontext bei der Leo Baeck Foundation tätig, arbeitete bei der Bildungsstätte Anne Frank und war Antisemitismusbeauftragte im Arbeitsstab der damaligen Kulturstaatsministerin Claudia Roth. Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026. Was würde es für Jüdinnen und Juden, für Migrant*innen und für die demokratische Zivilgesellschaft bedeuten, wenn die AfD eine absolute Mehrheit erlangte? Wie ist die bisherige Politik von SPD und Grünen zu bewerten? Und sollte die CDU ihre Unvereinbarkeitsklausel gegenüber der Linken überdenken, wenn sich dadurch eine AfD-geführte Regierung verhindern ließe? Gemeinsam schauen wir außerdem in das Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt und nehmen insbesondere ihre kultur- und bildungspolitischen Vorhaben unter die Lupe. Welche Vorstellung von Bildung, Kultur und gesellschaftlicher Zugehörigkeit kommt darin zum Ausdruck? Wie könnte die Erinnerungskultur unter einer Partei aussehen, deren Landesverband vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird? Und welchen politischen und ideologischen Logiken folgen diese Pläne? Ein spannendes und zugleich beunruhigendes Gespräch über politische Verantwortung, demokratische Bündnisse und die Frage, was bei dieser Wahl auf dem Spiel steht. Gast: Julia Alfandari Host: Shai Hoffmann Links: Julia Alfandari auf Instagram: https://www.instagram.com/yaelissima/ Jakob Springfeld auf instagram: https://www.instagram.com/jakob_springfeld/ Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung Tausend Dank an das ganze Team! Postproduktion und Snippets Jordi Kuragari, Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org. | |||
| Reupload: Erinnerungskultur, Förderlandschaft und die Funktion von Antisemitismus: Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum über den Umgang mit Geschichte und Gegenwart | 28 août 2026 | 00:58:41 | |
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum über die Förderlandschaft in Deutschland, Erinnerungskultur und die Funktion von Antisemitismus. Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist eine renommierte Historikerin und Expertin für alte und neue jüdische Geschichte. Seit 2011 leitet sie das Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin. Zuvor war sie unter anderem Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Werkstatt Geschichte und des Jahrbuchs für Antisemitismusforschung sowie Sprecherin der Förderlinie Antisemitismus des BMBF. Wir sprechen über die aktuelle Förderlandschaft und den wachsenden Druck konservativer Kräfte auf progressive Projekte. Außerdem diskutieren wir die deutsche Erinnerungskultur – ihre Verflechtung mit dem Nahostkonflikt und die Frage, wie sie in die Gegenwart geholt werden kann. Schließlich geht es um die tiefere Funktion von Antisemitismus: Welche Bedürfnisse erfüllt er, warum ist er nicht nur von negativen Emotionen geprägt – und inwiefern dient er manchen Menschen auch zur Identitätsstiftung? Gast: Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum Host: Shai Hoffmann Mehr über Stefanie findet ihr hier: https://www.soziopolis.de/guernica-gaza.html https://www.berghahnbooks.com/title/SchulerSpringorumGender https://www.wallstein-verlag.de/9783835351592-hans-litten-anwalt-gegen-hitler.html https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-23308 https://www.academia.edu/108789870/Antisemitism_and_the_Politics_of_History_eds_Scott_Ury_and_Guy_Miron_Brandeis_2024_ Herzlichen Dank an Simon Eichinger für die Postproduktion, Jordi Kuragari für die Video-Snippets sowie an 365 Sherpas und Lea Volz für die redaktionelle Arbeit. Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Schön, dass ihr dabei wart! Abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter. | |||
| Reupload: Aus der Debatte gefallen – Hanno Hauenstein über politische Tabus und mediale Leerstelle Palästina | 25 août 2026 | 01:07:55 | |
In dieser Folge “Über Israel und Palästina sprechen” spreche ich mit Hanno Hauenstein über strukturelle Probleme in der deutschen Berichterstattung zu Israel und Palästina – und über die Leerstellen, die dabei immer wieder sichtbar werden. Hanno Hauenstein ist freier Journalist, Kulturkritiker und Autor. Er schreibt u. a. für Haaretz, The Guardian, taz, +972 Magazine und ZEIT Online – mit einem besonderen Fokus auf Erinnerungspolitik, Staatsräson und den medialen Umgang mit Israel und Palästina. Er hat Philosophie und Literaturwissenschaften in Berlin studiert und war als research fellow an der Tel Aviv Universität tätig. Im Rahmen eines IPG Fellowships war er beim israelischen Nachrichtensender i24NEWS tätig und bis 2023 Kulturredakteur der Berliner Zeitung. Im Gespräch geht es um seine persönliche Beziehung zur Region, um israelische Innenpolitik – und um die Rolle rechter Medien wie Channel 14. Wir sprechen über die sprachlichen und politischen Leerstellen in der deutschen Nahost-Berichterstattung, die Ausblendung palästinensischer Stimmen und die Tabuisierung legitimer Kritik. Auch die deutsche Staatsräson, Erinnerungspolitik und der Umgang mit einem möglichen Genozid-Urteil des IGH stehen im Fokus. Ein Gespräch über journalistische Verantwortung, politische Rhetorik – und die Frage, wie Berichterstattung aussehen könnte, wenn wir wirklich hinschauen würden. Gast: Hanno Hauenstein Host: Shai Hoffmann Links : https://www.instagram.com/hahauenstein/?hl=de https://hannohauenstein.substack.com – https://www.972mag.com/jenin-tulkarem-west-bank-refugee-camps-iron-wall/ https://www.rosalux.de/news/id/53553/israels-drecksarbeit-und-die-deutsche-staatsraesonwww.theguardian.com/commentisfree/2025/may/24/germany-nazi-past-gaza-media-prize-statehttps://www.deutschlandfunkkultur.de/kommentar-israel-gaza-deutschland-presse-schweigen-100.htmlhttps://jacobin.de/artikel/gaza-voelkermord-deutschland-hanno-hauenstein – Neuer Podcast: "Nullpunkt" Im Gespräch zitiert: – https://theintercept.com/2024/02/05/axel-springer-israel-settlement-profit/ – https://www.972mag.com/bild-german-media-netanyahu-bibileaks/ Danke an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion).Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. | |||
| Reupload: Zwischen Völkerrecht und Realität – Prof. Dr. Nora Markard über das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs und die Zukunft des Multilateralismus | 14 août 2026 | 01:09:55 | |
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Nora Markard, Juristin und Professorin für internationales Öffentliches Recht an der Universität Münster. Sie forscht zu Völkerrecht, Menschenrechten und Flucht, ist Mitbegründerin der „Refugee Law Clinic Hamburg“ und eine der profiliertesten Stimmen in Deutschland, wenn es um die Verteidigung von Menschenrechten und internationalen Rechtsnormen geht. Wir sprechen über das aktuelle Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das Israel verpflichtet, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen – und über die Frage, was dieses Urteil juristisch, politisch und moralisch bedeutet. Außerdem geht es um die Rolle der UN, die Funktionsweise ihrer Organe und die Kritik an ihrer Handlungsfähigkeit, insbesondere im Umgang mit Israel und Palästina. Nora Markard ordnet ein, was das Gutachten für Drittstaaten wie Deutschland bedeutet, welche Verantwortung sich daraus ergibt und wie Völkerrecht und politische Realität zunehmend auseinanderdriften. Wir sprechen über den Wert internationaler Rechtsprechung, auch wenn sie scheinbar folgenlos bleibt – und darüber, wie ein erneuertes Verständnis von Recht, Empathie und Verantwortung aussehen könnte. Eine Folge über die Grenzen und die Kraft des Völkerrechts, über Multilateralismus im Krisenmodus und die Frage, wie juristische Sprache gesellschaftlich wirksam werden kann. Gast: Prof. Dr. Nora Markard Host: Shai Hoffmann Links: https://www.instagram.com/noramarkard/?hl=de https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/politikwissenschaft/jura_not_alone-17962.html?srsltid=AfmBOort1vMEAZvn0JzTcO0uvPy-DD0QnufCWqb393b1PqeeIchTiCza Das IGH-Gutachten zu UNRWA vom 22. Oktober 2025: https://www.icj-cij.org/case/196 Eine kurze Analyse des israelischen Völkerrechtlers Eliav Lieblich: https://www.justsecurity.org/123215/icj-advisory-opinion-israel-unrwa/ Zur Kritik am UN-Menschenrechtsrat: https://dgvn.de/meldung/dieser-oder-keiner-der-un-menschenrechtsrat Eine kritische israelische Perspektive zur Lage des Völkerrechts: https://verfassungsblog.de/farewell-to-the-rules-based-order/ Vielen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion) Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr dabei wart – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen! | |||
| „Our Time Is Now“ – Luzia Geier über Zohran Mamdani, New York und progressive Politik zum Abgucken? | 07 août 2026 | 01:24:15 | |
In dieser Folge spreche ich mit Luzia Geier über Zohran Mamdani, seinen politischen Aufstieg in New York und die Frage, was sein Erfolg über progressive Politik in den USA erzählt. Luzia lebt seit mehr als zehn Jahren in den USA, war US-Korrespondentin der dpa in Washington und berichtet heute wieder als freie Journalistin aus New York. In ihrem neuen Buch Our Time Is Now — Zohran Mamdani: Wie Mut, Haltung und Menschlichkeit Politik verändern können erzählt sie die Geschichte eines überraschenden Wahlerfolgs und ordnet ein, welche Impulse daraus für demokratische Bewegungen entstehen können. Mamdanis Wahlkampf war ungewöhnlich: er verband lokale Sozialpolitik, linke Strategie und eine unerwartete Allianz mit liberalen Zionisten, begleitet von heftigen Debatten um seine Positionen zu Israel und Palästina. Am Ende stand ein Ergebnis, das viele nicht für möglich gehalten hatten. Auch hierzulande stellen sich Politiker*innen in Anbetracht bevorstehender Wahlen die Frage, welche Strategien sie für ihren Wahlkampf ableiten können. Gast: Luzia GeierHost: Shai Hoffmann Links: https://www.instagram.com/luzia.geier/ https://bastei-luebbe.de/Buecher/Sachbuecher/Our-Time-Is-Now/9783869951744 https://krautreporter.de/newsletter Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung Tausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Video: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Janina Meyer · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| „Hilfe, die nicht ankommt" – Riad Othman von medico international über humanitäre Arbeit in Gaza und der Westbank | 31 juil. 2026 | 01:28:55 | |
In dieser Folge spreche ich mit Riad Othman über die humanitäre Lage in Gaza! Wir analysieren die Bedingungen für Hilfslieferungen und die Frage, warum Hilfe oft nicht dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Riad ist Nahostreferent bei medico international und arbeitet seit 2016 von Berlin aus zu Israel und Palästina. Zuvor hat er das medico-Büro in Jerusalem und Ramallah geleitet. Seit fast zwei Jahrzehnten beschäftigt er sich damit, unter welchen politischen und rechtlichen Bedingungen humanitäre Hilfe in Krisengebieten überhaupt möglich ist. Anlass der Folge ist der aktuelle IPC-Bericht vom Juli 2026 der zwar leichte Verbesserungen zeigt, aber zugleich warnt, dass rund zwei Drittel der Bevölkerung weiterhin unter akuter Ernährungsunsicherheit leiden. Wir sprechen über den Registrierungsprozess für Hilfsorganisationen, über Dual-Use-Kontrollen an den Grenzen und darüber, welche Macht Israel über Art und Umfang der Hilfe ausübt. Außerdem geht es um Deutschlands Rolle als einer der wichtigsten Finanziers humanitärer Hilfe und die Spannung zwischen humanitären Verpflichtungen und politischer Unterstützung für Israel. Gast: Riad OthmanHost: Shai Hoffmann Links:
Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung Tausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Janina Meyer · Video: Jordi Kuragari · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| „Was kommt nach der Zweistaatenlösung?“ – MENA-Experte Dr. Jan Busse analysiert den Status quo | 21 juil. 2026 | 01:06:28 | |
In dieser Folge spreche ich mit Dr. Jan Busse über den israelisch-palästinensischen Konflikt, die Lage nach dem erneut angeflammten Krieg zwischen den USA und Iran und die Frage, ob die Zweistaatenlösung noch mehr ist als ein politisches Mantra. Jan ist Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr München und einer der profiliertesten deutschen Experten für Israel und Palästina. Gemeinsam mit Muriel Asseburg hat er das Standardwerk Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven verfasst, das inzwischen in der 14. Auflage vorliegt. Anlass der Folge ist auch Netanjahus bevorstehender Besuch im Weißen Haus und die Frage, was das über das Verhältnis zwischen Washington und Jerusalem verrät. Wir sprechen über die Blockaden im Konflikt, über mögliche Zukunftsszenarien und darüber, was passiert, wenn die Zweistaatenlösung endgültig scheitert. Gast: Dr. Jan BusseHost: Shai Hoffmann Links: https://www.unibw.de/politikwissenschaft/professuren/lehrstuhl-ikf/busse https://www.bpb.de/shop/materialien/falter/572136/der-nahostkonflikt/ https://www.chbeck.de/asseburg-busse-nahostkonflikt/product/40951196 https://www.inlibra.com/de/journal/view/issn/0946-7165 https://doi.org/10.1007/978-3-662-70217-8_26 https://www.alandforall.org/wp-content/uploads/2021/02/booklet-english.pdf Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung Tausend Dank an das ganze Team! Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Janina Meyer · Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| „Ich gebe niemanden auf" – Engin Çatık über Schule, Führung und den 7. Oktober | 17 juil. 2026 | 00:59:06 | |
In dieser Folge spreche ich mit Engin Çatık über die Reaktionen nach dem 7. Oktober 2023 in seiner Schule und wie Engin und seine Kolleg*innen damit umgegangen sind. Engin ist in Berlin-Mariendorf aufgewachsen, hat Geschichte und Ethik studiert und über zehn Jahre im Berliner Bildungssystem gearbeitet, davon viele Jahre in Leitungsfunktionen. Bekannt wurde er als Schulleiter der Johanna-Eck-Schule in Schöneberg, die er aus einer Krise führte. Von Januar 2025 bis Sommer 2026 leitete er die Friedrich-Bergius-Schule in Friedenau, in die er ebenfalls nach einem Brandbrief aus dem Kollegium gerufen wurde. Im September erscheint sein Buch Ich gebe niemanden auf bei S. Fischer. Wir sprechen über seinen Ansatz, zwischen Verhalten und Mensch zu trennen, über strukturelle Herausforderungen und darüber, was Schule braucht, um mit polarisierenden Themen umzugehen. Außerdem geht es um seinen Weggang von der Bergius-Schule und seinen Wechsel in eine systemische Rolle beim Berliner Landesinstitut BLiQ. Ein hörenswertes und inspirierendes Gespräch eines Lehrers, der einen bemerkenswerten Ansatz des radikalen Vertrauens hat. Gast: Engin ÇatıkHost: Shai Hoffmann Links: https://www.urania.de/event/ich-gebe-niemanden-auf/ https://www.fischerverlage.de/buch/engin-catik-ich-gebe-niemanden-auf-9783103977783 https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/redezeit-engin-catik-100.html https://www.news4teachers.de/2026/01/nach-brandbrief-wie-schulleiter-engin-catik-eine-bereits-abgeschriebene-schule-schritt-fuer-schritt-wieder-aufbaut/ Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert durch die Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger und Anna Meyer · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| Zwischen den Fronten – Hamza Abu Howidy über sein neues Buch „Muscheln am Strand von Gaza“ | 10 juil. 2026 | 01:12:14 | |
Hamza Abu Howidy ist Friedensaktivist aus Gaza. In dieser Folge spreche ich mit ihm über sein Debütbuch Muscheln am Strand von Gaza, über die Zeit nach den „We Want to Live"-Protesten und darüber, wie er heute von Deutschland aus als wichtige Stimme gegen Antisemitismus, antimuslimischen Rassismus wirkt und dabei zwischen die Fronten gerät. Wir diskutieren seine Einschätzung zur aktuellen Lage in Gaza, seine scharfe Kritik an der Hamas, der israelischen Regierung und die Frage, wie sich die öffentliche Debatte in Deutschland über Israel und Palästina seit unserem letzten Podcastgespräch verändert hat. Gast: Hamza Abu HowidyHost: Shai Hoffmann Links: https://www.fischerverlage.de/buch/hamza-abu-howidy-muscheln-am-strand-von-gaza-9783103977684 https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/pageturner-zum-nahostkonflikt/ Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Postproduktion: Anna Janina Meyer · Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| #Reupload: Kein legitimes Ziel – Anja Osterhaus über getötete Journalist*innen im Krieg und der Verfassung der Pressefreiheit weltweit | 03 juil. 2026 | 01:03:36 | |
In dieser Folge spreche ich mit Anja Osterhaus, Geschäftsführerin bei Reporter ohne Grenzen. Seit April 2024 verantwortet sie dort die politische Arbeit und strategische Ausrichtung. Zuvor leitete sie fast sieben Jahre das Deutschlandbüro von Oxfam als Programmdirektorin und war zuvor bei Transparency International für die Region Europa und Zentralasien zuständig. Mit einem Hintergrund in Politikwissenschaft (Berlin und Mexiko-Stadt) bringt sie jahrzehntelange Erfahrung in internationalen NGOs, im Menschenrechtsschutz und in der Pressefreiheit mit. Im Gespräch geht es um die gezielten Tötungen von Journalist*innen im Gazastreifen – aktuell am Beispiel von Anas al-Sharif und seinen Kollegen, allesReporter aus Gaza, deren Tod weltweit Schlagzeilen machte. Wir sprechen darüber, ob eine mutmaßliche Nähe zu einer Konfliktpartei jemals ein legitimer Grund für solch eine Tat sein kann, welche völkerrechtlichen Schutzmechanismen eigentlich greifen müssten und wie realistisch eine unabhängige internationale Aufklärung ist. Außerdem diskutieren wir, wie Reporter ohne Grenzen vergleichbare Fälle weltweit einordnet, welche Rolle internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen dabei spielen – und was passieren müsste, damit Pressefreiheit auch in Kriegs- und Krisengebieten konsequenter verteidigt wird und wie es um die Pressefreiheit in Deutschland und der Welt steht. Gast: Anja Osterhaus Host: Shai Hoffmann Links und mehr: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/rsf-verurteilt-gezielte-toetungen-in-gaza https://www.reporter-ohne-grenzen.de/pressemitteilungen/meldung/neue-rsf-geschaeftsfuehrung-ist-komplett https://www.br.de/mediathek/podcast/br24-medien/pressefreiheit-wie-koennen-wir-sie-retten/2106020 https://taz.de/Tag-der-Pressefreiheit-2025/!6062439/ Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari (Video-Snippets). Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien! | |||
| Reisen ins Verstehen – Dani Levy und Dr. Anne Rohrbach über VR, Humor und politische Bildung | 26 juin 2026 | 01:03:12 | |
🥳 In dieser Folge stellen wir euch unser gemeinsames Projekt vor! 🎉www.reiseninsverstehen.org Wie kann ein künstlerisches Projekt zu einem Bildungsraum werden? Und was verändert sich, wenn Schüler*innen Israel und Palästina nicht nur besprechen, sondern räumlich, körperlich und emotional erleben? In dieser Folge sprechen wir mit Dani Levy und Dr. Anne Rohrbach über das Projekt „Reisen ins Verstehen – Mit VR-Brillen nach Israel und Palästina“. Im Mittelpunkt stehen vier Kurzfilme, die in Jerusalem entstanden sind und nun in einem pädagogischen Rahmen eingesetzt werden. Es geht um Wahrnehmung, Perspektivwechsel und die Frage, wie sich Komplexität vermitteln lässt, ohne zu vereinfachen oder zu überfordern. Dani Levy spricht über die Entstehung der Filme, über Jerusalem als Ort voller Widersprüche und über Humor als künstlerisches Mittel. Anne Rohrbach entwickelt daraus ein Bildungskonzept, das junge Menschen ab Klasse 9 emotional erreicht, ohne sie festzulegen, und das Reflexion, Ambiguität und Dialogfähigkeit stärkt. Gast: Dani Levy und Dr. Anne RohrbachHost: Shai Hoffmann Links: https://www.danilevystiftung.de/ https://www.imdb.com/de/name/nm0506374/ https://www.gesellschaftimwandel.org/angebote/reisen-ins-verstehen https://www.jmberlin.de/ausstellung-geschichten-aus-jerusalem-glaube-liebe-hoffnung-angst#media-2369 https://www.youtube.com/watch?v=n-GNRYw-mAA Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| Debattenräume sichern – Ilyas Saliba über Wissenschaftsfreiheit im Kontext Israel/Palästina | 19 juin 2026 | 01:20:07 | |
Ilyas Saliba ist Politikwissenschaftler und forscht zu Wissenschaftsfreiheit, autoritären Dynamiken und den schrumpfenden Räumen zivilgesellschaftlicher und akademischer Debatte. Seine Arbeit verbindet MENA-Expertise mit der Frage, wie universitäre Diskursräume unter politischem Druck offen bleiben können. In dieser Folge spreche ich mit ihm über den Zustand der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland. Wir sprechen über Selbstzensur und politische Einflussnahme an Hochschulen. Außerdem geht es darum, wie Debatten über Israel und Palästina an Universitäten geführt werden können, ohne dass Angst, Drohungen oder institutioneller Druck den Raum bestimmen. Die aktuellen Konflikte an der Hertie School sind ein zentrales Thema des Gesprächs. Wir diskutieren die Grenzen zwischen legitimer Kritik und Diskursverengung. Und wir sprechen über die Rolle von Hochschulleitungen, wenn es darum geht, pluralistische und geschützte Debattenräume zu sichern. Gast: Ilyas Saliba Host: Shai Hoffmann Links: https://taz.de/Protest-an-der-Alice-Salomon-Hochschule/!6060185/ https://www.scholarsatrisk.org/resources/free-to-think-2024/ https://academic-freedom-index.net/ https://www.youtube.com/watch?v=kOTPYMUU-xQ https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfVy2D5Xy_DMiaMx2TsE7YediR6qifxoLDP1zIjKzEl9t1LWw/viewform https://docs.google.com/forms/d/1NbIQ2jmvuTih8wT9khMsOcsvOZtd7uwgwq4l6x5D_9I/viewform?pli=1&edit_requested=true Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| Israel und Palästina am Campus Rütli in Neukölln – Lehrkraft Clara Debour über Verantwortung und Beziehung | 12 juin 2026 | 01:12:49 | |
Clara Debour unterrichtet Deutsch, Politische Bildung und Französisch am Campus Rütli in Berlin-Neukölln. Vor ihrer Arbeit an der Schule war sie im Theaterbereich und in der außerschulischen politischen Bildung tätig. Heute versteht sie Schule als einen Ort, an dem Macht kritisch reflektiert und in Verantwortung übersetzt werden muss. Am Campus Rütli arbeitet sie vor allem an der Schnittstelle von Bildung, Beziehung und Konflikt. Dabei geht es nicht nur um Unterrichtsinhalte, sondern auch darum, wie Schule als sicherer Raum gestaltet werden kann – gerade für Kinder und Jugendliche, die mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Belastungen in den Raum kommen. Seit dem 7. Oktober beschreibt Clara Schule als einen emotional aufgeladenen Ort, in dem Trauer, Wut, Ohnmacht und der Wunsch nach Solidarität gleichzeitig präsent sind. In dieser Folge sprechen wir mit ihr darüber, wie politische Bildung in solchen Situationen gelingen kann, was Gespräche über Israel/Palästina, Antisemitismus, Rassismus und Radikalismus brauchen und wie Schule mit Polarisierung umgehen kann, ohne Konflikte zu verdrängen. Gast: Clara Debour Host: Shai Hoffmann Links: https://open.spotify.com/episode/6H2xZR2rT25zkWTgnuqF0G?si=0da6de750342404f https://www.zeit.de/wissen/2026-04/nsdap-mitgliederkartei-karteikarten-familienmitglieder-suche Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team! Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org
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| Empathie-Verbot und kollektive Traumata – Prof. Dr. José Brunner über Emotionen im Israel-Palästina-Konflikt | 05 juin 2026 | 01:24:24 | |
Wie prägen Emotionen politische Konflikte – und warum reicht es nicht, nur über Interessen und Macht zu sprechen? In dieser Folge geht es um die psychologischen Dynamiken im israelisch-palästinensischen Konflikt: um Angst, Trauma, Narzissmus und Paranoia – und darum, wie sie Wahrnehmung, Gewalt und politische Entscheidungen beeinflussen. Wir sprechen über das von José Brunner beschriebene „Empathie-Verbot“ gegenüber der Zivilbevölkerung in Gaza, über gesellschaftlichen Druck und Verhärtungen auf beiden Seiten sowie über typische Verkürzungen im deutschen Diskurs. Außerdem geht es um die Frage, ob und wie ein Ausweg überhaupt denkbar ist: Was müsste passieren, damit wieder Empathie entstehen kann? Und braucht es dafür zuerst Sicherheit – oder ist es umgekehrt? Gast: José Brunner Host: Shai Hoffmann Links: https://www.ullstein.de/werke/brutale-nachbarn/hardcover/9783549110034 https://www.republik.ch/2023/11/16/beide-seiten-haben-eine-berechtigte-existenzielle-angst Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Tausend Dank an das ganze Team: Redaktion: Video: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger Falls ihr unsere Bildungsarbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| Behind the News – Mary Abdelaziz-Ditzow über Framing, Reichweite und Vertrauensverlust | 29 mai 2026 | 01:23:47 | |
Mary Abdelaziz-Ditzow ist Journalistin und Moderatorin. Nach Stationen beim Handelsblatt, ntv und seit 2025 bei Finanzfluss entwickelt sie journalistische Formate mit großer Reichweite. Für den ntv-Podcast „Wirtschaft Welt & Weit" wurde sie mit dem Friedwart Bruckhaus-Preis ausgezeichnet. Mit Behind the News legt sie eine kritische Bestandsaufnahme der deutschen Medienlandschaft vor. In ihrem im Februar 2026 erschienenen Buch geht es um Vertrauensverlust, Framing, Zuspitzung und die Frage, wie Journalismus seiner Verantwortung gerecht werden kann. In dieser Folge sprechen wir mit ihr über die Entstehung des Buchs, Medienmechanismen, Medienkritik und Marys eigenes Befremden über die mediale Berichterstattung zum Krieg in Gaza, den sie als biographisch Betroffene aus dem Schaltraum des Journalismus miterlebt hat Gast: Mary Abdelaziz-Ditzow Host: Shai Hoffmann Links: https://www.ullstein.de/werke/mary-abdelaziz-ditzow-behind-the-news/taschenbuch/9783548074368 https://www.leadersnet.de/news/97713,neues-buch-mary-abdelaziz-ditzow-blickt-behind-the-news.html Ein Podcast von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Vielen Dank an das ganze Team: Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari Falls ihr unsere Arbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| Menschenrechte, Haft, Rechtsstaatlichkeit – Birte Brodkorb über den Alltag in Israel seit dem 7. Oktober | 22 mai 2026 | 01:23:03 | |
In dieser Episode spricht Shai mit Birte Brodkorb, Juristin und Kriminologin, die seit vielen Jahren in Israel lebt. Als Leiterin des Bereichs Internationale Beziehungen der israelischen Menschenrechtsorganisation PCATI („Public Committee Against Torture in Israel") dokumentiert und analysiert sie Haftbedingungen, Foltervorwürfe und die Erosion rechtsstaatlicher Standards im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts. Gemeinsam sprechen sie über die gesellschaftliche Stimmung in Israel nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober, über die Situation palästinensischer Gefangener und die wachsende Einschränkung zivilgesellschaftlicher Räume. Sie diskutieren, wie Trauma und Sicherheitsdruck politische Debatten in Israel prägen – und warum diese Realität in europäischen Diskursen oft unterschätzt wird. Birte erklärt, was es bedeutet, wenn ein demokratischer Staat die Todesstrafe für terroristische Straftaten wieder einführen möchte, und warum Geständnisse, die unter Misshandlung entstanden sind, niemals Grundlage einer Verurteilung sein dürfen. Außerdem: Wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Israelkritik und antisemitischen Narrativen? Welche Verantwortung tragen Deutschland und die EU? Und was gibt ihr – trotz allem – Hoffnung? Gast: Birte Brodkorb Host: Shai Hoffmann Links: https://stoptorture.org.il/en/ https://stoptorture.org.il/en/torture-in-israel-2021-situation-report-2/ Ein Podcast von Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Vielen Dank an das ganze Team: Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas Falls ihr unsere Arbeit unterstützen wollt: Per Spendenplattform bcause: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Per Banküberweisung: Konto: Gesellschaft im Wandel/ IBAN: DE61 4306 0967 1060 2814 03/ Bank: GLS Gemeinschaftsbank Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Episode gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt sie mit anderen oder schickt uns eure Gästewünsche an podcast@gesellschaftimwandel.org | |||
| Gaza in deutschen Medien – Journalistin Noura Mahdhaoui zur Berichterstattung | 15 mai 2026 | 01:33:03 | |
In dieser Folge spricht Shai mit Noura Mahdhaoui, freier Fernsehjournalistin und Filmemacherin. Sie arbeitet an Dokumentationen und Debattenformaten zu gesellschaftspolitischen Themen und war Mitautorin der ZAPP-Reportage „Vertrauen verloren? Deutsche Medien und der Krieg in Gaza und Israel“. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie Medienberichterstattung über Israel und Palästina wahrgenommen wird, warum die Debatte so polarisiert ist und welche Rolle Vertrauen, Kritik und journalistische Verantwortung dabei spielen. Noura Mahdhaoui bringt dabei die Perspektive einer Journalistin mit, die das Mediensystem von innen kennt, und zugleich den Diskurs um Israel/Palästina in Deutschland kritisch begleitet. Es geht um die Frage, wie Medienkritik von politisch instrumentalisierter Attacke unterschieden werden kann, warum der Gaza-Krieg besondere Herausforderungen für den Journalismus mit sich bringt und was eine ehrlichere, differenziertere Auseinandersetzung mit dem Thema ermöglichen könnte. Gast: Noura Mahdhaoui Host: Shai Hoffmann Links: https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjM1MDcyOV9nYW56ZVNlbmR1bmc/ https://www.civismedia.eu/mediendialog/dritter-dialog/studie-dialog/ https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/inffratest102.pdf Publikation ZAPP von 2014 zu gesunkenem Medienvertrauen bei Ukraine-Berichterstattung
Die "Jerusalem Post" gibt an, auch die New York Times ausgewertet zu haben und kam zu dem Schluss "pro Palestine Bias" (Mai 2024): https://www.jpost.com/israel-hamas-war/article-801593
https://journalistikon.de/hostile-media-effekt/ Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari | |||
| History, Language, Memory – Danielle Schwartz on her film "Mirror Image" | 08 mai 2026 | 01:20:41 | |
In this episode, Shai speaks with Danielle Schwartz, an Israeli filmmaker, writer, and interdisciplinary artist working at the intersection of cinema, research, and dialogical practice. She engages with memory, language, and contested histories. Together they explore her award-winning documentary "Mirror Image" (2013), which captures an intimate conversation with her grandparents about a mirror taken from the Palestinian village of Zarnuqa in 1948. They discuss how history is negotiated in private spaces, why words like "Nakba" or "plundered" carry such weight, and how art and dialogue can hold contradictions without resolving them. Danielle describes her approach as "a very Israeli film" – not about speaking the Palestinian story, but showing how difficult it is for Israelis to talk about 1948. Her current project "Witnessing '48" develops performative and dialogical formats for collective engagement. Guest: Danielle SchwartzHost: Shai Links: https://aicf.org/artist/danielle-schwartz https://www.youtube.com/watch?v=QmRp-_7ntR4 https://www.zegg.de/de/aktuelles/mirror-image-matinee-zu-den-wurzeln-des-israel-palaestina-konflikts A podcast by Gesellschaft im Wandel gGmbH, supported by the Robert Bosch Stiftung. Video: Jordi Kuragari · Editing: Lea Volz & 365 Sherpas · Post-production: Simon Eichinger If you'd like to support our work: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelNewsletter: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2Website: https://www.gesellschaftimwandel.org/ About the film: LinktreeMirror Image | תמונת מראה | Instagram, Facebook | Linktree An intimate documentary about language, memory, and identityhttps://linktr.ee/mirror.imageVimeoMirror Image | Short Film Segment Short film segment from: Thank you for listening! If you enjoyed the episode, please subscribe, leave a rating, and share it with others. | |||
| Demokratiebildung in Schulen – Prof. Dr. Michael Wrase über Handlungsspielräume für Lehrkräfte und rechtliche Grenzen politischer Bildung | 01 mai 2026 | 01:20:50 | |
In dieser Folge spricht Shai mit Prof Dr. Michael Wrase, Professor für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Sozial- und Bildungsrecht an der Stiftung Universität Hildesheim und Leiter der Forschungsgruppe „Recht und Steuerung im Kontext sozialer Ungleichheiten“ am WZB Berlin. Gemeinsam beleuchten sie, wie Lehrkräfte heute politische Bildung gestalten können – ohne Angst vor politischem Druck oder Meldeportalen. Es geht um die Balance zwischen Versammlungs- und Meinungsfreiheit, den Umgang mit Rechtspopulismus im Klassenzimmer und warum Schulen aktive Orte der Demokratiebildung sein müssen. Michael Wrase plädiert dafür, Handlungsspielräume statt Verbote zu klären: Wie reagieren Pädagog*innen auf verfassungsfeindliche Inhalte? Wie wird Demokratie resilient vermittelt – gerade im ostdeutschen Kontext? Gast: Prof. Dr. Michael WraseHost: Shai Hoffmann Links: https://verfassungsblog.de/privatschulen-berlin/ https://table.media/heads/michael-wrase Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Props ans Team! Video: Jordi Kuragari · Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandelNewsletter: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2Website: https://www.gesellschaftimwandel.org/ Vielen Dank, dass ihr zuhört! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, gebt Sterne und teilt die Episode gern weiter. | |||
| Den Israel-Palästina-Konflikt multiperspektiv vermitteln – Ein Gespräch mit Christoph Dinkelaker | 24 avr. 2026 | 01:03:45 | |
In dieser Folge spricht Vicky aus unserem Fortbildungsteam mit Christoph Dinkelaker, der für die Gesellschaft im Wandel regelmäßig Seminare zur Geschichte und Gegenwart des Israel-Palästina-Konflikts anbietet. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie sich ein so komplexes Thema multiperspektivisch vermitteln lässt, ohne in bipolare Darstellungen zu verfallen. Im Gespräch geht es darum, welche Betrachtungs- und Beurteilungsebenen Christoph jenseits von Regierungspositionen einbezieht und wie es gelingen kann, unterschiedliche Narrative nebeneinander stehen zu lassen. Außerdem sprechen die beiden darüber, was es mit Seminarteilnehmer*innen macht, wenn verschiedene Perspektiven und Deutungen zur Sprache kommen, und warum genau darin ein wichtiger Lernprozess liegen kann. Gast: Christoph DinkelakerHost: Vicky Links: Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung. Redaktion: Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari · Lea Volz & 365 Sherpas Wenn ihr unsere Arbeit unterstützen möchtet, freuen wir uns sehr über eine Spende an die Gesellschaft im Wandel: https://bcause.com/orgs/gesellschaft-im-wandel Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, meldet euch für unseren Newsletter an: https://gesellschaftimwandel.us7.list-manage.com/subscribe?u=9f0f78b5be47e6ed6c1802b69&id=d10c96eec2 Oder schaut auf unserer Website vorbei: https://www.gesellschaftimwandel.org/ Vielen Dank, dass ihr zuhört! Wenn die Folge euch gefällt, abonniert den Podcast, gebt Sterne und teilt die Episode weiter. | |||
| Blick hinter die Kulissen – Amina im Gespräch mit Vicky und Zakariyya über die Arbeit der Gesellschaft im Wandel | 17 avr. 2026 | 00:58:06 | |
In dieser Take-over-Folge übernimmt Amina aus unserem Fortbildungsteam die Moderation und spricht mit Vicky und Zakariyya über die Arbeit von Gesellschaft im Wandel. Gemeinsam werfen sie einen Blick hinter die Kulissen und geben Einblicke in unsere Arbeitsansätze, unter anderem in die Trialoge und die Fortbildungsangebote. Im Gespräch geht es darum, was ein Braver Space ist und warum wir diesen Rahmen für unsere Arbeit so wichtig finden. Zakariyya erläutert, wie wir in den Trialogen mit Betroffenenperspektiven arbeiten, wie unterschiedliche Erfahrungen nebeneinander stehen können. Vicky berichtet, warum es uns darum geht, Raum für Begegnung, Reflexion und unterschiedliche Sichtweisen zu schaffen. Dabei wird auch deutlich, wie unser Ansatz dazu beiträgt, komplexe gesellschaftliche Themen nicht zu vereinfachen, sondern in ihrer Vielschichtigkeit und Mehrdeutigkeit sichtbar zu machen. Gäste: Vicky & ZakariyyaHost: Amina Links: https://gishty.com/newsletters/what-happened-last-week https://israelpalaestinavideos.org/bildungsmaterial https://monitor.civicus.org/press_release/2025/germany/ Vlt. auch interessant, der Brief zu diesem Vorgang(https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-04/antisemitismus-deutschland-ihra-israel-europarat-kritik-gxe): Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiter Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung.Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari | |||
| Reupload: Nie wieder und jetzt? – Charlotte Wiedemann über Hoffnung, Verantwortung und den Blick nach vorn | 10 avr. 2026 | 01:04:56 | |
In dieser Folge spreche ich mit Charlotte Wiedemann, Journalistin, Autorin und Public Fellow am Leuphana Institute for Advanced Studies. Seit den 1980er Jahren berichtete sie als politische Korrespondentin für große deutsche Medien wie Stern, Die Woche und die taz. Später schrieb sie von Malaysia aus für Die Zeit, Le Monde diplomatique und die NZZ über Menschenrechte, interreligiöse Beziehungen und globale Konflikte. Parallel dazu unterrichtete sie an Journalistenschulen und Universitäten in Deutschland. Heute zählt sie zu den wichtigsten Stimmen, wenn es um Erinnerungskultur und ihre Verflechtungen mit aktuellen Konflikten geht. Im Gespräch geht es um die Frage, wie sich das „Nie Wieder“ von einer Betroffenenbewegung hin zu einer Staatsräson entwickelt hat – und welche Folgen dies für die Debatten um Israel und Palästina hat. Wir sprechen über Engführungen und Leerstellen in der deutschen Erinnerungskultur, über multidirektionales Erinnern und darüber, welche neuen Perspektiven sich daraus für Politik und Gesellschaft eröffnen könnten. Außerdem diskutieren wir, welche Chancen es für eine inklusivere Erinnerungskultur gibt – von Schulen bis hin zu internationalen Kooperationen – und warum es für Deutschland entscheidend wäre, im Nahostkonflikt ein „konstruktiver und fairer Partner“ zu werden. Gast: Charlotte Wiedemann Host: Shai Hoffmann Links:
https://www.youtube.com/watch?v=Bc0QA14DTu8
https://www.leuphana.de/zentren/lias/fellows/charlotte-wiedemann.html
http://charlottewiedemann.de/essays-and-medienethik
https://taz.de/Solidaritaet-mit-Palaestina/!6106426/
Danke an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion). Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien! | |||
| Beziehung statt Abgrenzung — Prof. Ahmad Milad Karimi über die spirituelle Nähe von Judentum und Islam | 03 avr. 2026 | 01:16:44 | |
Ahmad Milad Karimi ist Religionsphilosoph, Islamwissenschaftler und einer der profiliertesten muslimischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. In dieser Folge spricht er über sein Buch „Die Schönheit des Judentums – Eine muslimische Liebeserklärung“ und darüber, warum Religion für ihn vor allem Beziehung bedeutet – zu sich selbst, zu anderen und zu Gott. Wir reden über die spirituelle Nähe von Judentum und Islam, über den Umgang mit Fremdheit und Mehrdeutigkeit und über die Frage, wie Glaube zu einem Ort des Dialogs werden kann – gerade in Zeiten von Polarisierung und gesellschaftlicher Spaltung. Karimi zeigt, wie Schönheit und Nachdenklichkeit neue Perspektiven auf Religion, Identität und Zusammenleben eröffnen können. Gast: Ahmad Milad KarimiHost: Shai Hoffmann Links: https://www.uni-muenster.de/ZIT/Personen/Professoren/personen_karimi_milad.shtml https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Milad_Karimi https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/die-schoenheit-des-judentums-011639.html Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, unterstützt von der Robert Bosch Stiftung. Redaktion: Lea Volz & 365 Sherpas · Postproduktion: Simon Eichinger · Video: Jordi Kuragari Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiter. 🎧 | |||
| Hinter die Schlagzeilen blicken – Sophia Maier über Berichterstattung aus Israel und Palästina | 27 mars 2026 | 01:04:47 | |
In dieser Folge spreche ich mit der Journalistin, Autorin und Filmemacherin Sophia Maier, die seit vielen Jahren aus Krisen- und Kriegsregionen wie Afghanistan, Syrien, der Ukraine sowie Israel und der Westbank berichtet. Für Formate wie stern TV und #WHY hat sie vielfach ausgezeichnete Reportagen realisiert, in denen immer die Menschen im Mittelpunkt stehen – ihre Geschichten, ihre Verletzlichkeit, ihre Stärke. Im vergangenen Jahr ist ihr Buch „Herz aus Stacheldraht“ erschienen, ein sehr persönliches Plädoyer für Menschlichkeit und Verantwortung in Zeiten von Krieg und Polarisierung. Wir sprechen über ihre aktuelle Reise nach Israel und Palästina – über Begegnungen mit Menschen, die sie seit Jahren begleitet, und darüber, wie sich deren Leben seit dem Terrorangriff vom 7. Oktober und dem Krieg in Gaza verändert haben. Sophia erzählt, was sie dort erlebt hat, welche Stimmen in der deutschen Berichterstattung oft zu kurz kommen und wie es gelingen kann, Empathie zu zeigen, ohne journalistische Distanz zu verlieren. Wir reden über Verantwortung im Krisenjournalismus, über die Sehnsucht nach Verständigung und die Frage, wie man Hoffnung bewahrt in einer Zeit, in der viele den Glauben an friedliche Lösungen verloren haben. Gast: Sophia MaierHost: Shai Hoffmann Links:https://www.instagram.com/_sophiamaier/ https://www.komplett-media.com/products/herz-aus-stacheldraht?srsltid=AfmBOooCd_ZnleK5XK37zQ1rf2DOnzJyBwE9iiZ86qq05g-fEOnEagLi https://www.journalist.de/meinung/meinungen-detail/werden-wir-wieder-empfindsam/ https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/beruf-kriegsreporterin-der-worst-case-ist-dass-ich-halt-nicht-mehr-lebe-15284586.html Ein herzliches Dankeschön an Lea Volz und 365 Sherpas für die redaktionelle Begleitung, an Simon Eichinger für die Postproduktion und an Jordi Kuragari für die Video-Snippets. Der Podcast entsteht im Rahmen eines Projekts der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird durch die Robert Bosch Stiftung unterstützt. Danke, dass ihr zuhört! Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert den Podcast, hinterlasst gern eine Bewertung und teilt die Episode weiter. | |||
| Jubiläum zur 🥳 100. Folge: Gilda Sahebi spricht mit Shai über seine bisherige Podcastreise | 20 mars 2026 | 01:07:47 | |
In der 100. Folge von „Über Israel und Palästina sprechen“ werden die Rollen getauscht: Die Journalistin und Autorin Gilda Sahebi interviewt Podcast-Host Shai Hoffmann. Gemeinsam blicken sie auf zwei Jahre Podcastgeschichte zurück – auf prägende Gespräche, bewegende Begegnungen und Momente, die weit über die Aufnahme hinaus nachgewirkt haben. Welche Folgen haben besonders berührt? Wie hat sich der Blick auf die öffentlichen Debattenüber Israel und Palästina verändert? Und was bedeutet es, in einem hochpolarisierten Diskurs Räume für unterschiedliche Perspektiven offen zu halten? Außerdem geht es um die Arbeit hinter dem Podcast: Wie entstehen die Gespräche, wie wird mit Kritik umgegangen – und was hat in 100 Folgen Mut und Hoffnung gemacht? Zum Jubiläum schauen wir nicht nur zurück, sondern auch nach vorn: Wie soll der Dialog weitergehen? Gast: Shai Hoffmann
Besonderer Dank gilt dem Team hinter dem Podcast: Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaftim Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftungrealisiert. | |||
| Humanitäre Hilfe unter Druck – Christian Katzer und Katrin Glatz Brubakk von Ärzte ohne Grenzen über die Arbeit in Gaza | 13 mars 2026 | 01:05:05 | |
In dieser Folge geht es um die Zukunft humanitärer Hilfe im Gazastreifen. Ich spreche mit Christian Katzer, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Deutschland, und Katrin Glatz Brubakk, Trauma-Therapeutin, die mehrfach in Gaza im Einsatz war und dort mit Kindern gearbeitet hat, die Gewalt und Krieg erlebt haben. Auslöser des Gesprächs sind neue Registrierungsvorschriften der israelischen Regierung: Internationale NGOs müssen umfangreiche Informationen zu Mitarbeitenden und Strukturen offenlegen. Wer dies nicht tut, riskiert die rechtliche Grundlage für Einsätze in Gaza und im Westjordanland. Wir sprechen über die politischen und rechtlichen Hintergründe, die Herausforderungen für humanitäre Organisationen, die Auswirkungen auf die Versorgung der Menschen vor Ort, den Arbeitsalltag medizinischer Teams sowie die psychischen Belastungen für Helfer*innen. Und wir fragen: Was kann in dieser angespannten Lage Hoffnung geben? Gäste: Christian Katzer & Katrin Glatz Brubakk Host: Shai Hoffmann Links: https://westendverlag.de/Tagebuch-aus-Gaza/2282 https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden/spendenservice https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/unsere-arbeit/einsatzlaender/palaestinensische-autonomiegebiete Danke an das Team:Simon Eichinger für die Postproduktion, Lea Volz und 365 Sherpas für die Redaktion sowie Jordi Kuragari für die Video-Snippets. Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert. Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gern weiter | |||
| Sichtbar machen, was verschwindet – Dr. Sarah El Bulbeisi über palästinensische Lebenswelten in Deutschland | 11 mars 2026 | 01:16:19 | |
In dieser Folge spreche ich mit der Nahostwissenschaftlerin Dr. Sarah El Bulbeisi. Sie ist Akademische Rätin am Institut für den Nahen und Mittleren Osten der Ludwig-Maximilians-Universität München und forscht zu Krieg, Erinnerung und transgenerationalen Erfahrungen in der arabischen Welt und in der Diaspora. Im Mittelpunkt unseres Gesprächs steht ihre Forschung zu palästinensischen Lebensrealitäten in Deutschland und der Schweiz. In ihrer Monografie Tabu, Trauma und Identität untersucht sie, wie Erfahrungen von Gewalt, Flucht und politischer Unsichtbarkeit Biografien, Familiengeschichten und Identitätsbildung prägen. Wir sprechen darüber, warum palästinensische Perspektiven im deutschen Diskurs lange marginalisiert waren, welche Rolle Erinnerungspolitik dabei spielt und welche psychologischen, auch kollektiven Folgen es haben kann, wenn Gewalterfahrungen gesellschaftlich tabuisiert werden. Gast: Dr. Sarah El BulbeisiHost: Shai Hoffmann Links: https://geschichtedergegenwart.ch/autorin/sarah-el-bulbeisi/ https://www.orient-institut.org/people/person/sarah%20el%20bulbeisi.html https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-5136-2/tabu-trauma-und-identitaet/ https://www.medico.de/tabu-und-trauma-20295 https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/19436149.2025.2554027 Herzlichen Dank an Simon Eichinger für die Postproduktion, Lea Volz und 365 Sherpas für die Redaktion und Jordi Kuragari für die Video-Snippets. Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert. Danke fürs Zuhören! Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Episode gerne weiter. 🎧 | |||
| Kultur, Kritik, Kontroverse – Dr. René Wildangel über deutsche Debatten zu Israel und Palästina | 27 févr. 2026 | 01:14:43 | |
In dieser Folge spreche ich mit René Wildangel, Historiker, Journalist und Nahost-Experte. Seine biografischen und beruflichen Stationen führten ihn von Köln nach Jerusalem, Damaskus, Ramallah und immer wieder nach Gaza – Erfahrungen, die seinen Blick auf Israel/Palästina und die deutsche Debatte nachhaltig geprägt haben. Zu Beginn ordnen wir die Berlinale 2026 ein: Wie politisch ist Kultur? Wir sprechen über die Kontroversen rund um ein Zitat von Wim Wenders und die Debatte um Regisseur Al Khatib – und darüber, was diese Auseinandersetzungen über den deutschen Diskurs verraten. Im Zentrum steht Wildangels Perspektivwechsel: Wann kam er erstmals mit Besatzung und konkreten Ungerechtigkeiten in Berührung? Wie haben seine Zeit als Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah und seine Aufenthalte in Gaza – zuletzt kurz vor Oktober 2023 – seine Sicht verändert? Und welche Rolle spielt seine Forschung zu „Palästina und der Nationalsozialismus“ für heutige Debatten? Wir sprechen über deutsche Erinnerungspolitik, ritualisierte Gedenkkultur und die Frage, warum Empathie gegenüber Palästinenserinnen und Palästinensern in Politik und Öffentlichkeit oft so schwerfällt. Eine Folge über Geschichte, Verantwortung und die Möglichkeit, festgefahrene Narrative zu hinterfragen. Gast: Dr. René Wildangel Host: Shai Hoffmann Links: https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/515342/das-rebellische-spiel/ https://www.ipg-journal.de/ipg/autorinnen-und-autoren/autor/rene-wildangel/ https://www.blaetter.de/ausgabe/2025/juli/denk-ich-an-gaza Vielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets) Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und entsteht mit Förderung der Robert Bosch Stiftung. Danke fürs Zuhören! Abonniert den Podcast, hinterlasst eine Bewertung und teilt die Folge gerne weiter. | |||
| Arabisch-jüdische Identität und Dialog – Sapir von Abel über Sozialisation, Erinnerung und Bildung | 20 févr. 2026 | 01:11:14 | |
In dieser Folge spreche ich mit Sapir von Abel, Kuratorin für Bildung und Vermittlung am Jüdischen Museum München. Geboren in Jerusalem und seit vielen Jahren in München lebend, verbindet sie persönliche Erfahrungen zwischen Israel und Deutschland mit Bildungs- und Dialogarbeit. Wir sprechen über arabisch-jüdische Identität, mizrachische Perspektiven im deutsch-jüdischen Diskurs und die Frage, warum jüdische Vielfalt im deutschen Diskurs oft unsichtbar bleibt. Sapir von Abel erzählt von ihrer Familiengeschichte mit marokkanischen Wurzeln, von innerjüdischen Spannungen und der Dominanz aschkenasischer Narrative in der Erinnerungskultur. Außerdem diskutieren wir, wie Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus zusammenwirken und warum Allianzen zwischen Minderheiten entscheidend sind. Ein weiterer Schwerpunkt ist ihre praktische Dialogarbeit – etwa im jüdisch-muslimischen Kulturfestival ausARTen und in Bildungsformaten, die historische Perspektiven mit aktuellen Debatten verbinden. Wie kann Dialog in polarisierten Zeiten gelingen? Und welche Rolle spielen Kulturinstitutionen dabei? Gast: Sapir von AbelHost: Shai Hoffmann Links: https://www.instagram.com/saphirush/ https://ausarten.org/about-us/ https://www.muenchner-kammerspiele.de/de/wir/11323-sapir-von-abel https://www.youtube.com/watch?v=xXH4UbMjmGQ https://www.deutschlandfunkkultur.de/junge-juden-und-muslime-wir-brauchen-vertrauen-zueinander-100.html Herzlichen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), sowie Simon Eichinger (Postproduktion) Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung umgesetzt. Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern weiter! | |||
| Law, Violence, and Accountability — Dr. Revital Madar on State Power and Trials | 13 févr. 2026 | 00:48:05 | |
In this episode, I speak with Dr. Revital Madar, political theorist and Marie Skłodowska-Curie Fellow at the European University Institute. Her research examines how state violence is legalized, normalized, and contested, with a focus on Israel and Palestine. We discuss her project State Agents on Trial, analyzing trials of security forces as sites where the boundaries of legitimate violence are negotiated. Revital explains how legal frameworks and media narratives shape which forms of violence are sanctioned, ignored, or reframed, and reflects on the limits of law, the role of academia, and the ethical responsibility to critically engage with state power. Guest: Revital MadarHost: Shai Hoffmann Links: https://cadmus.eui.eu/entities/publication/f1ca9867-1621-485b-8018-db25f239defa https://link.springer.com/rwe/10.1007/978-3-031-74932-2_122-1 https://www.tandfonline.com/doi/pdf/10.1080/1070289X.2023.2259218 https://www.berghahnjournals.com/view/journals/conflict-and-society/9/1/arcs090105.xml Vielen Dank an Simon Eichinger (Postproduktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion). Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, realisiert mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Danke fürs Zuhören – abonniert den Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern. | |||
| Zeit zu reden — Dirigent und Aktivist Ido Arad über Zuhören, ZuMUTung und Räume für Dialog | 06 févr. 2026 | 01:47:15 | |
In dieser Folge spreche ich mit Ido Arad, Dirigent, Aktivist und Mitinitiator der Berliner Gesprächsreihe „Zeit zu reden“. Geboren in den USA, aufgewachsen nahe Tel Aviv und seit vielen Jahren in Deutschland als israelischer Jude lebend, ist seine Biografie von unterschiedlichen kulturellen und politischen Kontexten geprägt. Arad studierte klassische Gitarre in Düsseldorf und Dirigieren an der UdK Berlin. Er arbeitete unter anderem an der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper Dresden sowie an weiteren internationalen Opernhäusern und Orchestern. Im Gespräch geht es zunächst um seine Beobachtung als in Deutschland lebender Jude und seine Erfahrungen der letzten Jahre, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 innerhalb der palästinasolidarischen Bewegung. Wir sprechen über die Rolle von Kunst als Brückenbauerin in der Verständigung und welche Projektionen und Grenzen sie hat. Darauf aufbauend sprechen wir über die zunehmende Verengung politischer Debatten zu Israel und Palästina, über Sprachlosigkeit, Angst vor sozialer Sanktionierung und die Frage, warum viele Menschen sich aus öffentlichen Gesprächen zurückziehen. Ido Arad erzählt, wie aus dieser Situation heraus die Gesprächsreihe „Zeit zu reden“ entstanden ist – als bewusster Versuch, Räume zu schaffen, in denen widersprüchliche Perspektiven nebeneinander stehen dürfen. Wir diskutieren, was diese Räume anders machen als klassische Podien, wo Dialog an Grenzen stößt und warum es trotzdem mehr solcher Formate braucht. Zum Schluss geht es um Verantwortung, Zuhören als politische Praxis und die Frage, was nötig ist, damit gesellschaftliche Gespräche wieder möglich werden. Gast: Ido Arad Host: Shai Hoffmann Links: https://www.sueddeutsche.de/politik/palaestina-deutschland-dialog-stimmen-berlin-israel-li.3320315 https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/in-der-deutschen-staatsraeson-steckt-antisemitismus/ Vielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)! Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern. | |||
| Medien, Macht und Muslimfeindlichkeit — Prof. Dr. Kai Hafez über Berichterstattung zu Israel und Palästina | 30 janv. 2026 | 01:30:17 | |
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Kai Hafez, Kommunikations- und Politikwissenschaftler und einem der profiliertesten deutschen Forscher zu Medien, Islamfeindlichkeit und internationaler Berichterstattung. Seit 2003 ist er Professor an der Universität Erfurt für Vergleichende Analyse von Mediensystemen und Kommunikationskulturen. Er lehrte unter anderem in Kairo, Cambridge, Oxford und Bern, war Mitglied im Unabhängigen Expertenkreis Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung und akademischer Berater von Bundespräsident Johannes Rau. Bereits in den 1990er Jahren arbeitete er intensiv zu Israel und Palästina und begleitete Dialogformate sowie die frühen Jahre des Oslo-Friedensprozesses. Im Gespräch erfahren wir zunächst was über die Familiengeschichte von Hafez bevor wir die die deutsche Berichterstattung zu Israel und Palästina analysieren, insbesondere seit dem 7. Oktober 2023. Kai Hafez erklärt, wie sich Orientalismus und Muslimfeindlichkeit in journalistischen Routinen niederschlagen, warum er von einer publizistischen Einseitigkeit spricht und welche historischen Muster sich immer wiederholen. Wir sprechen über Propaganda, Selbstzensur, die Verengung der Debatte auf Antisemitismus statt Konfliktanalyse sowie über die Frage, ob der Journalismus in Deutschland gerade eine Krise durchlebt. Zum Schluss geht es darum, wie Vertrauen in Berichterstattung und öffentliche Debatten wiederhergestellt werden kann. Gast: Prof. Dr. Kai Hafez Host: Shai Hoffmann Links: Vielen Dank an Jordi Kuragari(Video-Snippets), Lea Volz, Marisa Raiser und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion). Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert. Danke fürs Zuhören – wenn euch die Folge gefällt, abonniert den Podcast, gebt ihm eine Bewertung und teilt ihn gern weiter. | |||
| Alexandra Senfft über Schuld, Scham und Verantwortung in Täterfamilien | 23 janv. 2026 | 01:16:00 | |
In dieser Folge spreche ich mit Alexandra Senfft über Schuld, Scham, Verantwortung – und darüber, warum das Schweigen oft lauter wirkt als jedes Wort. Alexandra Senfft ist Autorin und Islamwissenschaftlerin. Seit 1984 reist sie regelmäßig in den Nahen Osten und hat sich früh eine tiefe regionale Expertise erarbeitet. Sie war Pressesprecherin von UNRWA im Gazastreifen während der ersten Intifada und hat politische Gewalt, Alltag und Trauma aus unmittelbarer Nähe erlebt.Zugleich engagiert sie sich seit vielen Jahren in der Erinnerungs- und Dialogarbeit: als Vorständin im Arbeitskreis für die intergenerationellen Folgen des Holocausts, als Vorstand und Mitbegründerin von Parents Circle Friends Deutschland sowie als Beisitzerin des Präsidiums der Lagergemeinschaft Dachau. Ausgehend von ihrer eigenen NS-Familiengeschichte sprechen wir darüber, was es bedeutet, Täter*innenschaft innerhalb der eigenen Familie anzuerkennen – und warum genau diese Auseinandersetzung so schmerzhaft, aber auch so notwendig ist. Senfft hat diese Fragen auch literarisch und analytisch bearbeitet, unter anderem in Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte, Fremder Feind, so nah und Der lange Schatten der Täter. Zuletzt veröffentlichte sie 2024 gemeinsam mit Romeo Franz Großonkel Pauls Geigenbogen, die Familiengeschichte eines preußischen Sinto. Wir reden über Abwehrmechanismen wie Verdrängung, Relativierung und Schuldumkehr. Über den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung. Und über die Frage, was passiert, wenn Tätergeschichten nicht aufgearbeitet werden – weder im Privaten noch gesellschaftlich. Ein weiterer Fokus liegt auf Dialogarbeit und biografischem Erzählen: Was braucht es, damit solche Räume nicht nur symbolisch bleiben, sondern tatsächlich transformativ wirken? Welche Rolle spielen Initiativen wie der Parents Circle, in denen Menschen trotz Gewalt und Verlust bewusst auf Entmenschlichung verzichten? Diese Folge ist eine Einladung, Widersprüche auszuhalten, Ambivalenzen zuzulassen und Verantwortung nicht als moralische Pose, sondern als Voraussetzung für Empathie und Konfliktfähigkeit zu begreifen. Gästin: Alexandra SenfftHost: Shai Hoffmann Links und mehr: Homepage von Alexandra Senfft, Autorin und Publizistin: https://alexandra-senfft.de Hompage vom Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust, ehem. PAKH: https://www.pakh.de/ Homepage von Parents Circle Friends Deutschland e. V.: https://parentscirclefriends.de Link zum Instagram Account von Alexandra: https://www.instagram.com/alexandra_senfft/ Handle zum Blue Sky von Alexandra: @alexsenfft.bsky.social Link zum Linkedin Account: https://www.linkedin.com/in/alexandra-senfft-a3a7a0a2/ Alexandra Senfft: Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte: https://www.ullstein.de/werke/schweigen-tut-weh/taschenbuch/9783548608266 Alexandra Senfft: Fremder Feind, so nah. Gespräche mit Palästinenser und Israelis: https://www.edition-einwurf.de/kopie-von-zu-viel-f%C3%BCr-diese-welt Alexandra Senfft mit Romeo Franz: Großonkel Pauls Geigenbogen. Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto: https://www.penguin.de/buecher/alexandra-senfft-grossonkel-pauls-geigenbogen/buch/9783442317073 Danke an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Simon Eichinger (Postproduktion), sowie an Jordi Kuragari und Saed productions (Video-Snippets). Der Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr zugehört habt – abonniert den Podcast gern und teilt ihn mit euren Freund*innen und Familien! | |||
| Ambiguität aushalten — Lehrkraft Tobias Nolte von related e.V. über Demokratiebildung in polarisierten Zeiten | 16 janv. 2026 | 01:11:08 | |
In dieser Folge spreche ich mit Tobias Nolte, Lehrer, Schulberater für Demokratiebildung und Mitgründer von related e.V.. Zehn Jahre lang unterrichtete er am Campus Rütli in Berlin-Neukölln und entwickelte dort langfristige Kursformate wie Glauben & Zweifeln, Israel & Palästina und Social Justice, die Raum für komplexe gesellschaftliche Fragen schaffen. Für die Arbeit von related e.V., die Perspektiven von Schüler:innen und Lehrkräften an sogenannten Brennpunktschulen zusammenführt, wurde das Team mit dem Leuchtturmpreis Ehrenamt der Ravensburger Stiftung ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht Ambiguität als pädagogische Praxis. Wir sprechen darüber, wie Lehrkräfte in Neukölln täglich mit Rassismus, Mehrfachdiskriminierung und Machtverhältnissen konfrontiert sind – und wie sie zugleich mit Verletzungen und verletzendem Verhalten von Schüler:innen arbeiten, ohne zu moralisieren oder zu vereinfachen. Es geht um intersektionale und rassismuskritische Ansätze, um Biografiearbeit als Ausgangspunkt, um die Auseinandersetzung mit Kolonialismus, Shoah, rechter Gewalt, Queerfeindlichkeit, Klassismus und nicht zuletzt um Israel/Palästina als Prüfstein politischer Bildung. Auch die Rolle weißer Lehrkräfte, Fragen von Haltung, Verantwortung und demokratischem Selbstverständnis stehen im Zentrum – besonders in einer Zeit zunehmender Polarisierung seit dem 7. Oktober 2023. Diese Folge versteht Pädagogik als demokratische Praxis: nicht als Ort einfacher Antworten, sondern als Raum, in dem Widersprüche ausgehalten und gemeinsam bearbeitet werden. Gast: Tobias Nolte Host: Shai Hoffmann Links: https://www.instagram.com/related_ev/ https://www.ufuq.de/aktuelles/gaza-und-polarisierung/ https://open.spotify.com/show/6mWsKbIP7iBrnP7lUVYM9o Vielen Dank an Saeed Productions (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion)! Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern. | |||
| Zwischen Kuffiyeh und Flagge - Tom Khaled Würdemann über Israel und Palästina als ideologische Symbole | 09 janv. 2026 | 01:36:17 | |
In dieser Folge spreche ich mit Tom Khaled Würdemann, Politikwissenschaftler und Nahostforscher. Seit Oktober 2023 promoviert er zu palästinensischen Israel-Studien am Institut für Palästina-Studien in Beirut, Washington und Jerusalem, angebunden an die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg. Im Gespräch geht es um die enorme symbolische Aufladung von Israel und Palästina im internationalen Diskurs – und besonders in Deutschland. Wir sprechen darüber, warum Symbole wie Flaggen oder die Kuffiyeh eine so starke emotionale Wirkung entfalten, was aktuell rund um Verbote und Deutungskämpfe verhandelt wird und weshalb Ambiguität in der Debatte oft kaum ausgehalten wird. Außerdem diskutieren wir, wann „Komplexität“ zur Ausrede wird, was der deutsche Diskurs über Macht, Geschichte und Identität verrät und wie analytisches Denken und moralische Klarheit zusammengehen können. Gast: Tom Khaled Würdemann Host: Shai Hoffmann Links: https://www.hfjs.eu/professuren/ben-gurion-lehrstuhl-fuer-israel-und-nahoststudien/team/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen/tom-khaled-wuerdemann.html https://www.youtube.com/shorts/oNqLU_dJTfc https://www.instagram.com/t.daraja/?hl=de https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:1bcd588eaa810f2e/ Vielen Dank an Simon Eichinger (Postproduktion), Saeed Productions (Video-Snippets) sowie Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion)! Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen! | |||
| Special: Witnessing and Resistance — Yuli Novak on Justice and Human Rights | 19 déc. 2025 | 01:06:10 | |
In this episode, I speak with Yuli Novak, Executive Director of B’Tselem, Israel’s leading human rights organization documenting and opposing state violence and apartheid in the Palestinian territories. Yuli is among the few public voices in Israel who continue to insist on accountability and equality as civil society faces unprecedented pressure. Before joining B’Tselem in 2023, she served as Executive Director of Breaking the Silence, leading the publication of soldiers’ testimonies from the occupied territories — work that made her a frequent target of political attacks. Her memoir Who Do You Think You Are traces her journey from Israeli Air Force officer to outspoken critic of militarism and Jewish supremacy. In our conversation, Yuli explains why B’Tselem has now named Israel’s actions in Gaza as genocide, and describes how decades of occupation and apartheid have created a society increasingly desensitized to violence. She also reflects on becoming a parent during this political moment and how personal responsibility fuels her activism. We discuss international solidarity, the shrinking space for dissent, and the role queer and feminist activism can play in resisting systems of domination. Guest: Yuli Novak Host: Shai Hoffmann Links: https://www.btselem.org/node/215035 https://www.medico.de/blog/wenn-nie-wieder-jetzt-ist-20208 https://www.youtube.com/watch?v=N9eASwQIq40 https://www.theguardian.com/profile/yuli-novak Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Jordi Kuragari (video snippets), Lea Volz and 365 Sherpas (editorial), Simon Eichinger (post-production). This podcast is a project by Gesellschaft im Wandel gGmbH and funded by the Robert Bosch Stiftung. If you enjoyed this episode, feel free to share it around! | |||
| Special: Bridging Faith and Justice — Limor Yaakov‑Safrai from Smol Emuni on Building the Faithful Left | 12 déc. 2025 | 01:12:15 | |
In this episode, I speak with Limor Yaakov-Safrai, Israeli educator and CEO of the HaSadeh Association, focused on faith-based humanistic education. Limor grew up in Gush Katif in Gaza, a religious settlement evacuated in 2005, and now lives in the religious kibbutz Ma’ale Gilboa. She is also a co-founder of Smol Emuni (“Faithful Left”), a movement advocating for justice, equality, and coexistence through religiously grounded progressive values. We discuss her work in education, her approach to activism within religious communities, the challenges of promoting democratic values, and her vision for social change in Israel, including relations with Palestinians. This conversation highlights the intersection of faith, education, and social justice in times of political polarization. Guest: Limor Yaakov-SafraiHost: Shai Hoffmann Links: https://north.mandelfoundation.org.il/english/fellows/pages/default.aspx https://www.instagram.com/p/DRxMpuSAmBA/ https://www.jpost.com/israel-news/article-867028 Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Marisa Raiser and 365 Sherpas (editorial), Jordi Kuragari (video snippets), Simon Eichinger (post-production) Thanks for tuning in — don’t forget to subscribe and share! | |||
| Special: Palästinensische Familien stärken in Nazareth – Nabila Espanioly über Aktivismus und Bildung | 05 déc. 2025 | 01:06:09 | |
In dieser Folge spreche ich mit Nabila Espanioly, palästinensische Bürgerin Israels, Psychologin, Sozialarbeiterin, Feministin und Friedensaktivistin. Sie leitet das Al-Tufula Center in Nazareth, das frühkindliche Bildung und Frauenförderung unterstützt. Nabila wuchs in einer palästinensisch-christlichen Familie auf, studierte Sozialarbeit in Haifa und Psychologie in Deutschland und ist seit Jahrzehnten in Hadash/Jabha und feministischen Bewegungen aktiv. Wir sprechen über ihre frühen Erfahrungen, ihr Engagement und die Arbeit, Brücken zwischen Gemeinschaften zu bauen. Wir werfen außerdem einen Blick auf das Al-Tufula Center, seine Entwicklung und die aktuellen Herausforderungen für palästinensische Kinder und Familien, besonders nach dem 7. Oktober 2023. Nabila teilt ihre Hoffnungen und die Bedeutung von Bildung und Empowerment. Ein besonderer Dank an OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Simon Eichinger (Postproduktion), Marisa Raiser und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Jordi Kuragari (Video-Snippets) Dieser Podcast ist ein Projekt der Gesellschaft im Wandel gGmbH und wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert. Danke, dass ihr dabei wart – abonniert und empfehlt den Podcast weiter! Links: https://www.instagram.com/nabilaesp https://altufula.org/en/files/userfiles/identity%20.pdf https://altufula.org/en https://www.bpb.de/mediathek/reihen/stimmenvielfalt-aus-israel/322068/nabila-espanioly/ https://klinken.rosalux.de/objekte/al-tufula-center https://en.wikipedia.org/wiki/Nabila_Espanioly https://www.rosalux.org.il/autoren/nabila-espanioly/ | |||
| Special: Law, Loss, and Accountability — A Conversation with Ziv Stahl from Yesh Din | 28 nov. 2025 | 01:04:13 | |
In this episode, I speak with Ziv Stahl, the Executive Director of Yesh Din, an Israeli human rights organization that documents and challenges violations against Palestinians in the occupied West Bank. Ziv holds a Master in political science and is considering herself an activist, Ziv is one of the few public voices in Israel who continue to insist on accountability, equality, and the rule of law at a time when democratic space is shrinking and violence is escalating. Ziv’s commitment to human rights is shaped by profound personal loss. She grew up in Kibbutz Kfar Aza and survived the Hamas attack on October 7, 2023, during which her sister-in-law, was killed. Despite this trauma, she has chosen to continue her work — refusing to abandon the belief that justice must apply universally, even in moments of national grief. Under Ziv’s leadership, Yesh Din works to expose and challenge systemic impunity for settler and military violence in the West Bank through legal documentation, petitions, and public advocacy. In this conversation, we talk about her personal journey, the limits of legal protection for Palestinians, and what it means to defend human rights in a society where dissent is increasingly unpopular. We also discuss the role of international accountability, the pressures facing civil society, and the moral clarity required to continue this work despite fear, hostility, and political backlash. Thanks for listening — subscribe and share! Guest: Ziv StahlHost: Shai Hoffmann Special thanks to OFEK: The Israeli Center for Public Affairs, Lea Volz and 365 Sherpas (editorial), Jordi Kuragari (video snippets), Simon Eichinger (post-production) Links: https://www.zeit.de/politik/2024-10/hamas-massaker-israel-ziv-stahl-palaestinenser-rechte https://www.blaetter.de/ausgabe/2024/januar/israels-zivilgesellschaft-zerrieben-zwischen-den-extremen https://nifcan.org/ziv-stahl/ https://www.youtube.com/watch?v=_l87o1XvLb8 https://www.faz.net/aktuell/politik/krieg-in-nahost/deutschland-blockiert-hilfsgelder-fuer-israelische-ngo-19337943.html https://www.haaretz.com/israel-news/2025-10-23/ty-article-static/.premium/erased-isr[…]unities-in-the-west-bank/00000199-4787-d6e0-a7fb-cfcfd0400000 https://www.haaretz.com/israel-news/2025-10-30/ty-article-magazine/.highlight/israel[…]-on-decline-of-democracy/0000019a-3629-ddf1-a1db-fefd25ee0000 | |||
| Journalist Felix Tamsut: Die politische Sprengkraft der mizrahischen Erfahrung | 14 nov. 2025 | 01:00:13 | |
In dieser Folge spreche ich mit Felix Tamsut, Journalist der Deutschen Welle, der seit vielen Jahren über Israel und Palästina berichtet und selbst aus einer marokkanisch-tunesisch-jüdischen Mizrahi-Familie stammt. Seine Perspektive – obwohl rund die Hälfte der jüdischen Israelis Mizrahim sind – kommt im deutschsprachigen Diskurs bis heute kaum vor. Wir sprechen über die innenisraelischen Spannungen, die das Land seit seiner Gründung prägen, und über die Geschichte arabischer Juden*Jüdinnen, deren Erfahrungen im europäisch geprägten Zionismus lange ignoriert oder abgewertet wurden. Gemeinsam analysieren wir, wie strukturelle Benachteiligung entsteht – auch dann, wenn sie eine große Bevölkerungsgruppe betrifft. Ein Schwerpunkt ist der politische Umbruch von 1977, als Menachem Begin mit der neu gegründeten Likud-Partei die jahrzehntelange Frustration vieler Mizrahim bündelte und damit Israels politische DNA nachhaltig veränderte. Wir blicken zudem auf Deutschland: Wie arabische Juden*Jüdinnen hier instrumentalisiert werden, welche Narrative verkürzt sind und warum diese Debatten die Komplexität mizrahischer Identitäten häufig unsichtbar machen. Ein Gespräch voller analytischer Schärfe und biografischer Tiefe – über Geschichte, Macht, Identität und die blinden Flecken unserer Debatten. Eine Folge, die Perspektiven verschiebt. Gast: Felix Tamsut Moderator: Shai Hoffmann Weitere Infos zu Felix Tamsut: Amram: https://www.instagram.com/amrm_ngo?igsh=MWp1b3ZuamxueGxsNA== Was dachten sich die “founding fathers” Israel’s über die Mizrahis: https://www.haaretz.co.il/magazine/2014-02-13/ty-article/.highlight/0000017f-dc1f-db22-a17f-fcbfb4740000 Die Rede von begin: https://youtu.be/AXJCH-UzQbo?si=BmewKu1mvMscamWu Nordafrikanische Juden im Holocaust: https://www.yadvashem.org/articles/general/the-jews-of-north-africa.html Ein besonderer Dank geht an Simon Eichinger für die Postproduktion, an Jordi Kuragari für die Video-Snippets, an 365 Sherpas und die Redaktionskoordinatorin Lea Volz für die Unterstützung. Vielen Dank fürs Zuhören – abonniert den Podcast und teilt ihn gerne weiter! | |||
| Kritik, Diskurs und Doppelmoral – Journalist Daniel Bax über Meinungsfreiheit und Islamdebatten | 07 nov. 2025 | 01:10:54 | |
In dieser Folge spreche ich mit Daniel Bax, Journalist, Autor und Themenchef im Regieressort der taz. Zuvor war er viele Jahre Inlandsredakteur der Zeitung und arbeitet heute als freier Autor unter anderem für Qantara.de und die Blätter für deutsche und internationale Politik. Er schreibt zu Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und den deutschen Debatten rund um Israel und Palästina. Seine Bücher „Angst ums Abendland“ und „Die Volksverführer“ haben sich kritisch mit rechtspopulistischen Denkweisen auseinandergesetzt. Wir sprechen über den Fall Ahmad Mansour, die Grenzen von Meinungsfreiheit und journalistischer Kritik, und darüber, wie sich Sprache und Macht in den deutschen Diskursen über Islam, Sicherheit und Integration verschränken.Daniel erklärt, warum er den Begriff „politischer Islam“ für irreführend hält und welche weiße Flecken er in der deutschen Nahost-Berichterstattung sieht. Außerdem geht es um die Rolle von Medien und Journalist:innen, wenn Polarisierung zunimmt – und was passieren müsste, damit Debatten wieder offener und differenzierter geführt werden. Zum Schluss sprechen wir über Daniels neues Buch „Die neue Lust auf Links“ – ein Plädoyer für politische Erneuerung, soziale Gerechtigkeit und den Mut zur Solidarität. Gast: Daniel BaxHost: Shai Hoffmann Links: https://taz.de/taz-Talk-Buchpremiere-mit-Daniel-Bax/!vn6120867/ Vielen Dank an Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion), Jordi Kuragari (Video-Snippets), sowie Simon Eichinger (Postproduktion) Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr dabei seid – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen! | |||
| Zwischen Völkerrecht und Realität – Prof. Dr. Nora Markard über das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs und die Zukunft des Multilateralismus | 31 oct. 2025 | 01:09:55 | |
In dieser Folge spreche ich mit Prof. Dr. Nora Markard, Juristin und Professorin für internationales Öffentliches Recht an der Universität Münster. Sie forscht zu Völkerrecht, Menschenrechten und Flucht, ist Mitbegründerin der „Refugee Law Clinic Hamburg“ und eine der profiliertesten Stimmen in Deutschland, wenn es um die Verteidigung von Menschenrechten und internationalen Rechtsnormen geht. Wir sprechen über das aktuelle Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), das Israel verpflichtet, die Zivilbevölkerung in Gaza zu schützen – und über die Frage, was dieses Urteil juristisch, politisch und moralisch bedeutet. Außerdem geht es um die Rolle der UN, die Funktionsweise ihrer Organe und die Kritik an ihrer Handlungsfähigkeit, insbesondere im Umgang mit Israel und Palästina. Nora Markard ordnet ein, was das Gutachten für Drittstaaten wie Deutschland bedeutet, welche Verantwortung sich daraus ergibt und wie Völkerrecht und politische Realität zunehmend auseinanderdriften. Wir sprechen über den Wert internationaler Rechtsprechung, auch wenn sie scheinbar folgenlos bleibt – und darüber, wie ein erneuertes Verständnis von Recht, Empathie und Verantwortung aussehen könnte. Eine Folge über die Grenzen und die Kraft des Völkerrechts, über Multilateralismus im Krisenmodus und die Frage, wie juristische Sprache gesellschaftlich wirksam werden kann. Gast: Prof. Dr. Nora Markard Host: Shai Hoffmann Links: https://www.instagram.com/noramarkard/?hl=de https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wissenschaft/politikwissenschaft/jura_not_alone-17962.html?srsltid=AfmBOort1vMEAZvn0JzTcO0uvPy-DD0QnufCWqb393b1PqeeIchTiCza Das IGH-Gutachten zu UNRWA vom 22. Oktober 2025: https://www.icj-cij.org/case/196 Eine kurze Analyse des israelischen Völkerrechtlers Eliav Lieblich: https://www.justsecurity.org/123215/icj-advisory-opinion-israel-unrwa/ Zur Kritik am UN-Menschenrechtsrat: https://dgvn.de/meldung/dieser-oder-keiner-der-un-menschenrechtsrat Eine kritische israelische Perspektive zur Lage des Völkerrechts: https://verfassungsblog.de/farewell-to-the-rules-based-order/ Vielen Dank an Jordi Kuragari (Video-Snippets), Lea Volz und 365 Sherpas (Redaktion) sowie Simon Eichinger (Postproduktion) Ein Projekt von Gesellschaft im Wandel gGmbH, mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Schön, dass ihr dabei wart – folgt dem Podcast, bewertet ihn und teilt die Folge gern mit anderen! | |||