Back

Explore every episode of the podcast Transformation to go

Dive into the complete episode list for Transformation to go. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.

Rows per page:

1–50 of 88

TitlePub. DateDuration
Dein Arbeitgeber ist nicht fĂŒr deine Entwicklung zustĂ€ndig – und trĂ€gt trotzdem Verantwortung11 sept. 202600:25:12
„Nur weil du die Jahre auf dem Tacho hast, heißt das nicht, dass das Lernen so riesig war." Neue Berater erst monatelang durch eine interne Schule schicken, bevor sie ins erste Projekt dĂŒrfen? Bei Kraus & Partner hat sich das nie durchgesetzt. Caroline Zielke hat stattdessen eine interne Academy aufgebaut – fĂŒr eine Organisation, die ausdrĂŒcklich keine Klone will. Georg Kraus fragt nach, wie das zusammengeht. Denn genau hier liegt die Spannung: Wie baust du eine Lernumgebung, die auf die StĂ€rken des Einzelnen eingeht und trotzdem dafĂŒr sorgt, dass alle eine gemeinsame Sprache sprechen? Klingt simpel, ist es aber nicht. Und dahinter wartet die unbequemere Frage: Wem gehört dein Lernen eigentlich – deinem Arbeitgeber oder dir? Caro macht ihre Position klar: „Ich kann nur einen Rahmen schaffen und die Plattform bieten und einen Anlass schaffen." Was jemand daraus mitnimmt, kann sie niemandem abnehmen. Ein zweiter Hebel wirkt fast beilĂ€ufig: Wer eine Session vorbereitet und vorne steht, lernt am meisten – „durchs Beibringen lernen wir ja selber". Beide sprechen außerdem offen ĂŒber die Gefahr, in einem Projektloch zu verschwinden und nach zwei Jahren festzustellen: „ich habe eigentlich zwei Jahre das Gleiche gemacht". Bei Juniors sieht Georg Kraus dieses Risiko kaum. Kritisch wird es eine Stufe spĂ€ter, wenn ein erfolgreiches Vorgehen zur Endstation wird. Was nehmt ihr mit? Lernen braucht Zeit, Ort und Menschen, die Lust darauf haben. Es braucht Mentoring, wechselnde Kunden, echte AnlĂ€sse – und den Willen, sich selbst infrage zu stellen, obwohl gerade alles lĂ€uft. Neugier ist die Gier nach Neuem. Und die lĂ€sst sich nicht anordnen: „Gier nach Neuem kannst du nicht befehlen."
Wirksamkeit von FĂŒhrung verstehen - 360-Grad-Feedback als Entwicklungsinstrument28 aoĂ»t 202600:28:35
„Der einzige Hebel, der noch einfĂ€llt, ist manchmal FĂŒhrung." Diagnostik – das Wort klingt nach Klinik, nach Skalpell, nach Sezieren. Melissa Montagna widerspricht dem gar nicht. „TatsĂ€chlich beschreibt es das ziemlich gut", sagt sie ĂŒber genau diesen Vergleich. Als Psychologin mit empirischer PrĂ€gung zerlegt sie komplexe Wirklichkeit in Dimensionen, Verhaltensanker, Items. Stefan Bald hört zu – und hakt dann genau da nach, wo es unbequem wird. Denn was misst man eigentlich, wenn man FĂŒhrung messen will? Die Person oder ihre Wirkung? FĂŒr Melissa ist die Antwort eindeutig, und sie hat Konsequenzen: „Ab dem Punkt, wo ich die Person diagnostiziere, treffe ich ein Urteil ĂŒber eine Persönlichkeit." Nur: Mit einem Urteil kann niemand arbeiten. Mit beobachtetem Verhalten schon. Drei Punkte, die im GesprĂ€ch besonders hĂ€ngen bleiben. Erstens: Ein 360-Grad-Feedback taugt nicht als Beförderungsinstrument – wird es dafĂŒr genutzt, klopft Melissa dagegen. Zweitens die Frage nach dem Wahrheitsgehalt, die Stefan hartnĂ€ckig stellt. Was, wenn „mein Mitarbeiter Hans ist gerade richtig genervt von mir"? Die Antwort liegt nicht in mehr ObjektivitĂ€t, sondern in mehr Perspektiven – und in der Reflexion danach. Drittens: Wiederkehrende Muster ĂŒber viele FĂŒhrungskrĂ€fte hinweg zeigen nicht FĂŒhrungsschwĂ€che, sondern Systemgrenzen. Was ihr mitnehmt: eine klare Vorstellung davon, wie so ein Verfahren handwerklich entsteht – vom Grundproblem ĂŒber die eigene Definition guter FĂŒhrung bis zum einzelnen Item. Und eine Warnung. Ein Fragebogen ohne Entwicklungsraum bleibt Papier. „Es ist nicht nur Diagnostik, sondern Diagnostik, die Entwicklung dient."
Die Gesundheitsreform kommt – und ein Kassenvorstand sagt: Sie wird nicht reichen14 aoĂ»t 202600:28:19
„Nein, das können wir leider nicht." Jeder kennt Melitta – den Kaffee. Kaum jemand kennt die BKK Melitta HMR, eine von nur noch 93 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. Und genau hier, in Minden, sitzt jemand, der eine unbequeme Nachricht hat: Die groß angekĂŒndigte Gesundheitsreform wird nicht reichen. Klingt nach Schwarzmalerei? Ist es nicht. Thomas Sielemann, Vorstand der BKK Melitta HMR, spricht mit Alexander Pifczyk ĂŒber ein Gesetz, das steigende ZusatzbeitrĂ€ge verhindern soll – und ĂŒber die Zahlen, die dagegensprechen. Die zentrale Frage: Warum versickern 40 Milliarden Euro an möglichen Einsparungen, bevor sie ĂŒberhaupt wirken können? Sielemann rechnet vor. Von 66 VorschlĂ€gen der Finanzkommission bleibt ein „verwĂ€sserter" Entwurf, der bereits im ersten Jahr zu knapp bemessen ist. Dazu kommt eine FinanzierungslĂŒcke bei BĂŒrgergeldempfĂ€ngern von rund 10 Milliarden Euro – „eine große BĂŒrde, die alle Beitragszahlenden aufbringen mĂŒssen". Doch der zweite ErzĂ€hlstrang ist fast spannender: Wie fĂŒhrt man eine Kasse mit 190 Köpfen durch den Wandel, wenn Ă€ltere Versicherte ihr Smartphone auf den Tisch legen und sagen „macht mal", wĂ€hrend jĂŒngere ihr Geld in 48 Stunden erwarten? Sielemanns Antwort ist keine Entweder-oder-Logik. Digitalisierung soll entlasten, nicht ersetzen – „wir nutzen KI nicht, um ArbeitsplĂ€tze abzubauen". Was ihr mitnehmt: einen ehrlichen Blick hinter die politischen Schlagzeilen und ein Beispiel dafĂŒr, wie regionale NĂ€he und digitaler Wandel kein Widerspruch sein mĂŒssen. Sielemanns Vision fĂŒr die nĂ€chsten Jahre bleibt klar: eigenstĂ€ndig, prĂ€sent, digitaler – und ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren.
Die grĂ¶ĂŸten Denkfehler im KVP - und wie es wirklich funktioniert31 juil. 202600:29:13
„Wir haben jetzt so viel optimiert – und kommen trotzdem nicht weiter. Wir brauchen mal einen komplett anderen Ansatz." Kennst du das GefĂŒhl, wenn eine Organisation lĂ€uft und lĂ€uft – und irgendwann trotzdem an eine unsichtbare Decke stĂ¶ĂŸt? Man hat gemessen, skaliert, Prozesse geschliffen. Und dann wird der Ertrag jeder weiteren Runde einfach kleiner. Genau an diesem Punkt setzen Caroline Zielke und Jannik Droß an. Ihr Thema ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess, kurz KVP. Und ihre erste Ansage rĂ€umt gleich mit einem MissverstĂ€ndnis auf: „KVP ist kein Ideenmanagement – es geht um den Prozess und nicht nur um den Briefkasten." Es geht also nicht darum, VorschlĂ€ge einzusammeln und irgendwo abzuheften. Sondern darum, wer eigentlich verbessert – und von wo aus. Jannik dreht hier die gewohnte Logik um. Nicht eine zentrale Instanz steuert die Optimierung, sondern die FlĂ€che: „Viele kleine Stellen bringen die Verbesserung – nicht ein zentrales Gehirn." Klingt simpel, ist es aber nicht. Denn dahinter steckt ein echter Kulturwechsel – und der braucht jemanden an der Spitze, der ihn wirklich will. Oder wie Jannik sagt: „Es braucht jemanden, der es wirklich will – und zulĂ€sst, dass sich Kultur verĂ€ndert." Spannend wird es in den administrativen Bereichen, wo Verbesserung oft ins Leere lĂ€uft: „Wenn ich nicht weiß, wofĂŒr ein Prozess da ist, optimiere ich ins Leere." Erst Klarheit ĂŒber die Rolle eines Bereichs, dann Wirkung. Und wenn KVP wirklich greift, verĂ€ndert sich etwas Grundlegendes: „Aus Gruppen werden Teams – und Probleme werden nicht mehr weggeschoben, sondern direkt gelöst."
Warum die Schwarzmalerei plötzlich RealitĂ€t ist – zur Zukunft der deutschen Wirtschaft17 juil. 202600:32:40
„TatsĂ€chlich ist jetzt flĂ€chendeckend die Hölle los." Vor zwei Jahren galten die beiden noch als Schwarzmaler. Heute klingt ihre Prognose fast harmlos. Martin Lambrecht ist Restrukturierer und Insolvenzverwalter – er sieht die Wirtschaft von ihrer dunklen Seite, dort, wo Unternehmen kippen, bevor es in der Zeitung steht. Und was er erlebt, deckt sich mit dem, was wir bei Kraus & Partner tĂ€glich sehen. Die zentrale Frage dieser Folge: Erleben wir gerade eine vorĂŒbergehende Delle – oder etwas Systemisches? Lambrechts Antwort ist unbequem. Denn anders als frĂŒher kippen heute nicht nur schlecht gefĂŒhrte Betriebe. Es trifft fleißige, kerngesunde MittelstĂ€ndler, denen schlicht der Business Case wegbricht. Man saniert nicht mehr in stabile MĂ€rkte hinein, sondern rennt fallenden MĂ€rkten hinterher. Wie kommen wir da raus? Lambrecht hĂ€lt wenig von der Idee, KomplexitĂ€t ließe sich von oben durchsteuern – am Kommunismus sei genau das gescheitert. Stattdessen brauche es wieder Vertrauen in freie MĂ€rkte, flankiert von einer sozialen Komponente. Spannend wird es bei der Leistungsfrage: Nicht die Stunden zĂ€hlen, sondern der Wert, den jemand schafft. „Jemand kann doch nur 10 Stunden arbeiten, wenn er das wegschafft, was ein anderer in 50 nicht hinkriegt." Selbst der Betriebsrat, der fĂŒr die 35-Stunden-Woche streitet, verhandelt plötzlich bis tief in die Nacht – wenn er ein Ergebnis sehen will. Was nehmt ihr mit? Die alarmierendste Kennzahl ist nicht der Umsatz, sondern die Investition. Und die fließt gerade ab statt zu. Heißt: Diese Krise dauert nicht Monate, sondern Jahre. Klingt dĂŒster. Aber Lambrecht bleibt ĂŒberzeugt, dass wir es hinbekommen – vielleicht erst, wenn der Druck groß genug ist. „Der Änderungswille ist da, und zwar bei allen Seiten."
Warum GEO nicht einfach „SEO mit KI" ist – oder wie man sein KerngeschĂ€ft neu erfindet03 juil. 202600:29:16
„Jetzt ist SEO endlich tot.„Jetzt ist SEO endlich tot." – das wurde schon oft gesagt. Diesmal waren sich alle sicher. Sie lagen falsch. Was passiert, wenn ein Unternehmen sein eigenes KerngeschĂ€ft infrage stellt, bevor der Markt es tut? Maggie Mues, GrĂŒnderin und GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Claneo, hat genau das zweimal hintereinander getan. Erst die Adaption generativer KI als Jahresziel fĂŒr alle. Dann die Wette auf eine Disziplin, die noch nicht mal einen Namen hatte. Klingt nach dem perfekten KI-Use-Case: große Datenmengen, Automatisierung in der DNA, motivierte Early Adopter. Doch die RealitĂ€t war widersprĂŒchlicher. Die Tools konnten anfangs weniger als die bestehenden Lösungen, halluzinierten bei den ersten Versuchen – und selbstgebaute Anwendungen zerbrachen, sobald sich eine Schnittstelle Ă€nderte. „Kurzfristig super gut, alle waren happy" – und dann kam die EnttĂ€uschung. In diesem GesprĂ€ch wird klar, worauf es bei solchen SprĂŒngen wirklich ankommt. Erstens auf FĂŒhrung: „Es muss von oben kommen" – GeschĂ€ftsfĂŒhrung und Teamleads als Vorbilder, nicht als Verordner. Heute sagen 100 Prozent der Mitarbeitenden, dass sie zur Nutzung ermutigt werden. Zweitens auf die unbequeme Kehrseite. Mehr Tempo bedeutet nicht weniger KomplexitĂ€t: „Ich merke, dass der Stresspegel bei uns gestiegen ist." 16 Tabs statt einer Aufgabe. Und drittens: VerĂ€nderung hat einen Preis. „Einige haben wir auf der Reise verloren." Was ihr mitnehmt: Mut zur Entscheidung unter Unsicherheit, der Wert echter AufklĂ€rungsarbeit statt schneller Heilsversprechen – und die Einsicht, dass Schneller-Werden allein keine bessere Organisation macht. Wer fĂŒhrt, muss die Kehrseite mitfĂŒhren.
Coaching als Raum fĂŒr Transformation - die neue K&P- Weiterbildung19 juin 202600:35:05
„Coaching ist eine ermutigende Begegnung mit sich selbst." Mehr als 500 ausgebildete Coaches – und was hinterlĂ€sst den grĂ¶ĂŸten Eindruck? Nicht die Methoden. Nicht die Zertifikate. Sondern RĂŒckmeldungen wie diese: „Ich hĂ€tte nicht gedacht, dass mich eine Weiterbildung so selbst verĂ€ndert." Das ist das Versprechen hinter der neuen systemischen Business Coach Ausbildung von Kraus & Partner. Was unterscheidet eine Ausbildung, die Menschen wirklich verĂ€ndert, von einer, die nur Techniken lehrt? Stefan Bald, Nina Reidl-Schließler und Johannes Groß liefern ehrliche Antworten. Und die haben es in sich. „Eine Haltung verĂ€ndert sich nicht von heute auf morgen", sagt Nina, „deswegen braucht es diese 8 bis 9 Monate, um sie wirklich zu entwickeln." Methoden? Klar, die kommen auch. Aber erst nach dem Fundament. Johannes bringt es auf den Punkt: „Die Wirkung einer Intervention hĂ€ngt ab von meinem inneren Zustand." Wer glaubt, Coaching sei ein Werkzeugkoffer, denkt zu kurz. Denn im systemischen Denken ist Kommunikation das Herzblut jeder Organisation. Wenn sie stockt, sprechen manche von Kommunikationsarthritis – und genau da setzt diese Ausbildung an. Was nimmst du mit? Ein grundlegend anderes Bild davon, was Coaching kann – und warum es im Business-Kontext immer entscheidender wird. Und den Gedanken, den Johannes am Ende formuliert: „Es muss eine Hochzeit sein zwischen dem, was ich mitbringe, und dem Impuls, den ich kriege." Das ist Lernen. Kein Seminar. Keine Folie.
Wissen als Machtinstrument - warum Experten in Organisation VerÀnderung trotzen wollen05 juin 202600:26:44
„Den grĂ¶ĂŸten Experten zum Chef zu machen, ist selten eine gute Idee. Es kommt trotzdem immer wieder vor." Stell dir einen Menschen vor, der sich fĂŒr absolut rational hĂ€lt – und genau deshalb in der entscheidenden Situation völlig irrational handelt. Klingt paradox? Genau das passiert in Expertenorganisationen jeden Tag. Dort, wo Doktortitel, Fachwissen und Track Records ĂŒber alles entscheiden, treffen wir auf Menschen, die ihre eigene Expertise zum Lebenskonzept gemacht haben. Und das verĂ€ndert alles – besonders dann, wenn Wandel ansteht. Die zentrale Frage dieser Folge: Wie verĂ€ndert man eine Organisation, in der jede neue Idee von außen erst mal als Bedrohung gilt? Caroline Zielke und unser GeschĂ€ftsfĂŒhrer Kevin Pfander sezieren ein PhĂ€nomen, das viele kennen, aber kaum jemand greifen kann. Denn solange der Markterfolg da ist, lĂ€uft alles rund. Wird er knapp, beginnen ausgerechnet die Rationalsten, am Alten festzuhalten – mit einer Vehemenz, die an AbsurditĂ€t grenzt. Kevin bringt es auf den Punkt: Expertentum sei „fast ein Lebenskonzept" – verbunden mit sozialem Status und dem GefĂŒhl, unersetzbar zu sein. Genau deshalb scheitert der Versuch, mit großer Vision und Change Story zu fĂŒhren. Experten fragen nicht „Wohin?", sondern „Was muss ich morgen konkret anders machen?". Und wer als Berater ernst genommen werden will, muss zuerst durch ein „hartes Abklopfen" – die eigene Expertise auf den Tisch legen, bevor ĂŒberhaupt zugehört wird. Was du mitnimmst: warum heterogene Teams anstrengend und trotzdem unverzichtbar sind, warum der beste Fachexperte selten die beste FĂŒhrungskraft ist und warum am Ende oft die Magie der Einfachheit ĂŒber Erfolg entscheidet. Oder, mit Kevin gesagt: Wer nur KomplexitĂ€t stapelt, macht das GeschĂ€ft schwergĂ€ngig.
Elfenbeinturm oder Erfolgsfaktor? Wie ihr indirekte Bereiche neu aufstellt22 mai 202600:33:46
"Stellt euch vor, ihr arbeitet tĂ€glich auf Hochtouren und bekommt trotzdem nur eines zu hören: dass schon wieder etwas nicht funktioniert hat - willkommen im Alltag vieler indirekter Funktionsbereiche." Stellt euch vor, ihr arbeitet tĂ€glich auf Hochtouren, haltet zig BĂ€lle in der Luft – und bekommt trotzdem nur eines zu hören: dass schon wieder etwas nicht funktioniert hat. Willkommen im Alltag vieler indirekter Funktionsbereiche. Controlling, Personal, Verwaltung, Einkauf – jene Einheiten, die das GeschĂ€ft erst möglich machen und doch selten Applaus bekommen. Wer definiert eigentlich, ob ein Funktionsbereich gute Arbeit leistet? Genau hier setzt diese Folge an. Denn zwischen Selbstbild, Kundenwahrnehmung und Vorstandsperspektive klafft oft eine LĂŒcke, die niemand offen anspricht – bis Druck entsteht. „Außer du hast eine Kostensituation", bringt Kevin es trocken auf den Punkt. Erst dann wird hingeschaut, oft zu spĂ€t und mit der falschen Frage. Caroline, Denise und Kevin zeigen, wie Funktionalstrategie wirklich funktioniert: drei Perspektiven zusammenbringen, Tabus aushalten und Klarheit erzeugen. Denise beschreibt eindrĂŒcklich, wie Bereiche zwischen „erlernter Hilflosigkeit" und „Sehnsucht nach Anerkennung" pendeln. Kevin macht deutlich, warum auch Auftraggeber sich manchmal selbst ĂŒberschĂ€tzen – und warum das Ergebnis dann zwangslĂ€ufig eine Unwucht bekommt. Es geht um GlaubwĂŒrdigkeit, um Augenhöhe und um die ehrliche Frage: WofĂŒr sind wir eigentlich da? Was ihr mitnehmt: Eine neue Positionierung ist kein Powerpoint-Projekt. Sie stĂ€rkt das KerngeschĂ€ft, schließt die Kluft zwischen direkten und indirekten Bereichen und sorgt dafĂŒr, dass Menschen abends mit dem GefĂŒhl nach Hause gehen, einen Unterschied gemacht zu haben. Oder wie Kevin sagt: „Bei aller Romantik – wir machen es ja auch ein StĂŒck weit fĂŒr die Zahlen."
Verbesserungskultur oder Cargo-Kult08 mai 202600:35:43
"60 Ideen pro Kopf im Jahr: Wenn Verbesserung Teil der Kultur ist." Lean Management – Effizienz, Prozessoptimierung, Methoden. Doch erstmal geht es um die Frage, ob in deinem Unternehmen schlechte Nachrichten willkommen sind. Jannik Dross spricht in dieser Episode mit Professor Dr. Christoph Roser – 25 Jahre Lean-Erfahrung unter anderem bei Toyota, als McKinsey-Berater und als Produktionswirtschafts-Professor an der Hochschule Karlsruhe. Er ist einer, der japanische Werkshallen genauso kennt wie deutsche Automobilproduktion. In Zeiten wachsenden Wettbewerbsdrucks rĂŒckt die „schlanke Produktion“ in den Fokus. Aber was macht Lean Management wirklich nachhaltig – und warum scheitern so viele Lean-Initiativen schon bevor sie richtig beginnen? Wer einfach kopiert, was Toyota macht, landet im Cargo-Kult – man baut den Flugplatz nach, aber die Flugzeuge kommen trotzdem nicht. Stattdessen braucht es echtes Verstehen: Warum funktioniert es? Was passt zu meinem Kontext? Im Podcast vergleicht Roser die japanische und westliche Interpretation der als „Lean Management“ bekannten Denkschule. Und findet heraus: Man kann gegenseitig voneinander lernen. Bei Toyota und BMW bringt ein einzelner Mitarbeiter in der Fertigung 14 bis 60 Ideen pro Jahr– kein Add-on, sondern Standard. Der Vorarbeiter hat es auf seiner Checkliste. Lean als Teil der Kultur – in Japan und Deutschland.
Change bei Fluchttieren: Was FĂŒhrungskrĂ€fte von Wildpferden lernen können24 avr. 202600:33:00
„In unsicheren Zeiten gewinnt nicht die lauteste FĂŒhrung, sondern die vertrauenswĂŒrdigste.“ Was haben Wildpferde mit moderner FĂŒhrung zu tun? Mehr, als man denkt. Beat Schori bringt eine Perspektive mit, die hĂ€ngen bleibt: Change aus Sicht eines Fluchttiers. „Warum Pferde?“ – weil sie uns schonungslos zeigen, was in Teams oft fehlt: „Diese echte Verbundenheit 
 die Sicherheit gibt, klare Regeln, klare Kommunikation.“ Gemeinsam mit Thomas Piskor geht er der Frage nach, warum ein „Raubtier auf einem Fluchttier“ (aka Mensch auf Pferd) ĂŒberhaupt funktioniert – und was das ĂŒber Vertrauen in Organisationen verrĂ€t. Denn: „Pferde lĂŒgen nicht“ und „Vertrauen ist fĂŒr mich so ein bisschen der Leimstoff fĂŒr diese echte Verbundenheit.“ Klingt simpel, ist es aber nicht. Es geht um NĂ€he statt Hierarchie, PrĂ€senz statt Ablenkung und die vielleicht unangenehmste Frage ĂŒberhaupt: „Gehört die FĂŒhrungskraft eigentlich zum Team – oder nicht?“ WĂ€hrend Pferdeherden das klar beantworten („Da geht nicht irgendwie die Leitstute abends raus
“), ringen wir in Unternehmen oft noch damit. Und dann wird’s praktisch: „Ich mach kein Meeting mehr ohne Check-in.“ Warum? Weil echte Verbindung nicht im Organigramm entsteht, sondern im Alltag. Im Zuhören. Im Erinnern. Im Dasein. Oder wie Beat sagt: „Es ist erstaunlich, was das mit Menschen macht.“
Vom Kindheitstraum zur Mission: Wie Claudia Kessler die erste deutsche Astronautin ins All bringen wollte10 avr. 202600:21:54
„Wenn jemand sagt, das ist unmöglich, dann denke ich: Lass es uns doch erstmal probieren.“ Mit genau dieser Haltung hat Claudia Kessler nicht nur ihre eigene Karriere geprĂ€gt, sondern gleich eine ganze Bewegung angestoßen: die Mission, die erste deutsche Frau ins All zu bringen. In dieser Folge spricht sie gemeinsam mit Caroline Zielke ĂŒber TrĂ€ume, WiderstĂ€nde und die Kraft, Dinge einfach selbst in die Hand zu nehmen. „Ich war 4 Jahre alt, als ich die Mondlandung gesehen hab – und von da an war klar: Ich will Astronautin werden.“ Was nach Kindheitstraum klingt, wurde zu einem Lebensthema. Doch der Weg war alles andere als einfach: „Es gibt in Deutschland keine Frau, die als Astronautin geeignet ist.“ – ein Satz, den Claudia nicht akzeptieren konnte. Ihre Antwort? Handeln statt hadern. Wir tauchen ein in eine Reise voller Mut und Konsequenz: von ĂŒber 400 Bewerberinnen bis zur finalen Auswahl, von politischem Gegenwind bis zu gesellschaftlichen Bias. „Ich hab einfach eine Stellenausschreibung veröffentlicht – wir suchen die erste deutsche Astronautin.“ Ein Satz, der Wellen geschlagen hat. Dabei wird klar: Es geht um mehr als Raumfahrt. Es geht um Durchhaltevermögen („Das kann locker mal 10 Jahre dauern“), um mentale StĂ€rke und um die Frage, wie wir mit Grenzen umgehen – echten und eingebildeten. „Ein Nein ist fĂŒr mich kein Nein, sondern nur die BestĂ€tigung, dass ich den richtigen Weg noch nicht gefunden habe.“ Und am Ende bleibt eine Perspektive, die grĂ¶ĂŸer ist als jede Mission: „Wir sind alle Astronauten auf dem Planeten Erde.“
Der Ingenieur mit zwei Fragen – und wie er damit Teams verĂ€ndert27 mars 202600:21:03
„Wer bin ich – und warum bin ich heute hier?“ Mit diesen zwei Fragen beginnt Dr. Ralf Heller weltweit Workshops mit FĂŒhrungskrĂ€ften bei Bosch – und schafft damit in wenigen Minuten etwas, woran viele Organisationen scheitern: Vertrauen, Verbundenheit und echte Zusammenarbeit. Im GesprĂ€ch mit Stefan Bald erzĂ€hlt der promovierte Maschinenbauingenieur, warum gerade in technischen Organisationen Rituale, Haltung und menschliche Begegnung entscheidend sind. Denn Produktionssysteme bestehen nicht nur aus Maschinen – „es bleiben immer soziale Systeme.“ Eine Episode ĂŒber FĂŒhrung, Transformation und die ĂŒberraschende Kraft von drei Minuten Aufmerksamkeit.
Change is personal: Transformation im Berufsbildungswerk13 mars 202600:27:44
Letztendlich geht es darum, aus jungen Menschen, aus LeistungsempfĂ€ngern, Arbeitnehmer zu machen und sie darin zu unterstĂŒtzen, ein selbst bestimmtes Leben zu fĂŒhren.“ – deutlicher kann man den gesellschaftlichen Auftrag eines Berufsbildungswerks kaum formulieren. In dieser Folge sprechen Viola Ploski und Jörg Trabold darĂŒber, wie das SRH Berufsbildungswerk NeckargemĂŒnd Ausbildung neu denkt. Mit dem CORE-Prinzip – „Handlungskompetenz durch das Zusammenwirken von Selbst-, Methoden-, Sozial- und Fachkompetenz“ – entstehen „in sich geschlossene Blöcke von 5 Wochen“, in denen Azubis genau wissen, „was sie in den nĂ€chsten 5 Wochen erwartet“. Theorie und Praxis? Kein Nebeneinander mehr. „Der Azubi erfĂ€hrt ganz praktisch, dass da was zusammengehört.“ Möglich macht das unter anderem die feste „CORE Time – jeden Mittwoch von 7:30 bis 9:00 Uhr“. Eine Episode ĂŒber Inklusion, klare Zielbilder und die Erkenntnis: „Change ist personal.“
Projektleitung & PMO: Das unsichtbare Erfolgsduo jeder Transformation27 févr. 202600:27:12
„Ein Projektleiter ist nix ohne ein gutes P.M.O.“ Deutlicher kann man es nicht sagen. In dieser Folge sprechen Caroline Zielke (Projektleiterin) und Denise Kost (Consultant & PMO) darĂŒber, was große Transformationsprojekte wirklich zusammenhĂ€lt – und warum „unfassbar viel Dynamik“ nur mit klarer Orientierung beherrschbar ist. Denn Projektleitung heißt nicht nur planen. Die Hauptaufgabe? „Stakeholder Management – intern wie extern.“ Es geht darum, Risiken zu erkennen, „Meinungsmacher, die aus dem Nichts kommen“, einzubinden und Akzeptanz zu schaffen – „weil am Ende immer eine VerĂ€nderung steht.“ Und das PMO? „Da laufen alle FĂ€den zusammen.“ Es ist „die Spinne im Netz“, das „RĂŒckgrat der Projektleitung“ und im Idealfall die Person, die „fĂŒr jede deiner Fragen irgendwo ’ne Antwort“ hat.
Lean Management oder Prozessoptimierung oder 
? Strategische Klarheit statt Methodenverwirrung13 févr. 202600:25:50
Lean, agil oder Six Sigma – klingt nach Methoden-Bingo, ist aber in Wahrheit eine Frage von Haltung, Reifegrad und echtem Bedarf. Katharina Geistmann und Michael Habighorst rĂ€umen grĂŒndlich auf mit Buzzwords und MissverstĂ€ndnissen rund um Prozessoptimierung, Lean Management, AgilitĂ€t und Six Sigma. Denn wie oft heißt es: „Wir wollen Lean einfĂŒhren“ – und eigentlich ist gemeint: „Unsere Prozesse laufen nicht rund.“ Genau da setzen die beiden an. Sie erklĂ€ren, warum Prozessoptimierung oft das ist, was Unternehmen wirklich brauchen und weshalb „Lean eine Management-Philosophie ist und keine Methodensammlung“. Es geht um Wertströme statt Silodenken, um Kundennutzen statt Excel-Erfolge und um die unbequeme Wahrheit, dass „ein Prozess keine Probleme lösen kann – das können nur Menschen“. AgilitĂ€t wird eingeordnet, Six Sigma entmystifiziert und klar gesagt, warum „Kanonen auf Spatzen“ selten die beste Idee sind.
Ein Konflikt ist kein Problem – er ist ein unerfĂŒlltes BedĂŒrfnis30 janv. 202600:22:35
„Ein Konflikt ist kein Problem – er ist ein unerfĂŒlltes BedĂŒrfnis.“ Mit diesem Satz bringt Iris Pfafferott auf den Punkt, warum so viele Teams aneinander vorbeiarbeiten – und was es braucht, um echte TeamstĂ€rke zu entwickeln. In dieser Folge nehmen Iris und Viola Ploski das Modell der 5 Dysfunktionen eines Teams von Patrick Lencioni unter die Lupe – ein Modell, das sie beide regelmĂ€ĂŸig in ihrer Praxis einsetzen: „Es hat eine Klarheit und Einfachheit, die schwierige Themen wie Vertrauen, Verantwortung und Eitelkeiten besprechbar macht.“ Im GesprĂ€ch zeigen die beiden, wie aus Dysfunktionen funktionierende Teamprinzipien entstehen – etwa wenn fehlendes Vertrauen durch Offenheit ersetzt wird oder Konflikte endlich als Chance begriffen werden. Denn: „Ringen um die beste Lösung ist kein Streit – es ist Teamarbeit.“ Mit Beispielen aus echten Workshops und persönlichen Erfahrungen wird klar: Die fĂŒnf Ebenen des Modells sind keine Theorie, sondern echte Werkzeuge fĂŒr mehr Klarheit, Wirksamkeit und Miteinander im Team.
Warum Verantwortung nur dort entsteht, wo Mitentscheidung möglich ist16 janv. 202600:20:20
„Verantwortung ĂŒbernimmt kein Mensch fĂŒr Dinge, die er nicht selbst mitentschieden hat.“ Was macht Teams wirklich leistungsfĂ€hig? Nicht Strukturen oder Prozesse, sondern das GefĂŒhl von Selbstwirksamkeit. In dieser Episode sprechen Viola Ploski und Stefan Bald darĂŒber, warum viele Teams in Wahrheit nur Arbeitsgruppen sind – und was es braucht, damit echte Teamperformance entsteht. Im Mittelpunkt steht ein klares Menschenbild: Organisationen sind soziale Systeme. VerĂ€nderung gelingt dort, wo Menschen sich wirksam erleben, Verantwortung ĂŒbernehmen und gemeinsam ein Ziel verfolgen. Anhand der Analogie eines Sinfonieorchesters zeigen die beiden, welche Rolle FĂŒhrung in selbstwirksamen Teams spielt – nicht als erste Geige, sondern als Gestalterin von Raum, Orientierung und Zusammenspiel.
Ohne Demut scheitert jede Transformation – 35 Jahre VerĂ€nderungsarbeit eines Beraters in Afrika02 janv. 202600:25:44
„Ohne Demut und Geduld scheitert jede Transformation.“ In dieser Folge sprechen Dr. Christian Peters und Stefan Bald ĂŒber ein Transformationsfeld, das vielen in Deutschland fremd ist – die politische und sozioökonomische VerĂ€nderungsarbeit in afrikanischen LĂ€ndern. Christian bringt ĂŒber 35 Jahre Erfahrung aus Sambia, Malawi, Simbabwe und Äthiopien mit und zeigt, warum nachhaltiger Wandel dort nur gelingt, wenn europĂ€ische Modelle nicht einfach ĂŒbertragen werden, sondern echtes lokales Wissen die Basis bildet. Gemeinsam gehen die beiden der Frage nach, was Internationale Zusammenarbeit heute ĂŒberhaupt bedeutet und wie man Wirksamkeit in gesellschaftlichen VerĂ€nderungsprozessen misst, wenn „Transformation“ keine lineare Ursache-Wirkung kennt. Christian erzĂ€hlt, woran Projekte trotz bester Absichten scheitern – und welche Faktoren in der Praxis wirklich zĂ€hlen: klare Ziele, langer Atem, Partizipation und ein hochgradig agiles Arbeiten, das sich stĂ€ndig an soziale Dynamiken anpasst. Besonders eindrĂŒcklich: Christians Projekt in Malawi, das die politische Kultur des Landes nachhaltig verĂ€ndert hat. Über 10.000 Freiwillige, hunderttausende erreichte Menschen – und ein ungewöhnlicher Effekt: friedliche Machtwechsel und eine stĂ€rkere demokratische Kultur, die im afrikanischen Vergleich herausragt. Was muss man fĂŒr ein Mensch sein, um solche Transformationsprozesse begleiten zu können? Christian spricht offen ĂŒber Lernkurven, persönliche Tugenden – vor allem Geduld und Demut – und darĂŒber, warum technokratische Lösungen ohne kulturelles VerstĂ€ndnis ins Leere laufen. Eine Episode fĂŒr alle, die Transformation nicht nur als Organisationsprojekt sehen, sondern als tiefen gesellschaftlichen Prozess.
AI im Unternehmen? Erst mal Hausaufgaben machen19 déc. 202500:27:37
„Wir mĂŒssen einfach mal machen und weniger diskutieren.“ Frederic Bauerfeind, GrĂŒnder von We Build A.I., bringt es auf den Punkt: Wenn es um den Einsatz von KĂŒnstlicher Intelligenz in Unternehmen geht, scheitert es oft nicht an der Technik – sondern am Mut, loszulegen. In dieser Folge treffen sich Frederic und Michael Schön zum Deep Dive rund um Mythen, MissverstĂ€ndnisse und Machbarkeit von KI im Unternehmensalltag. Die beiden kennen sich erst seit Kurzem – und merken schnell: „Wir stolpern ĂŒber die gleichen Themen – nur aus unterschiedlichen Richtungen.“ Dabei geht’s nicht nur um technische Systeme, sondern um FĂŒhrungsversagen, VerĂ€nderungsangst und fehlende Orientierung im KI-Dschungel: „Viele Unternehmen bauen gerade eigene GPTs – aber niemand fragt: Warum eigentlich?“ Frederic rĂ€umt mit Buzzwords und LinkedIn-Geschwurbel auf und bringt echten Praxisfokus ins GesprĂ€ch. Warum Datenschutz kein echtes Hindernis ist. Wie man Copilot sinnvoll nutzt. Und warum viele erst einmal „Hausaufgaben machen mĂŒssen“, bevor KI ĂŒberhaupt Sinn ergibt.
Matrix Mindset: Wie echte Teams in der KomplexitĂ€t ĂŒber sich hinauswachsen12 dĂ©c. 202500:20:15
„In der Matrix musst du jeden Tag loben.“ Viola Ploski und Stefan Bald nehmen uns mit in die Masterclass der Teamentwicklung – in die Welt der Matrixorganisationen. Zwischen Zielkonflikten, disziplinarischen Doppelrollen und Kommunikationschaos stellt sich die zentrale Frage: Wie entsteht Teamspirit, wenn alles komplexer wird? Stefan bringt es auf den Punkt: „Wenn die Matrix keine Konflikte aufdecken wĂŒrde, dann hĂ€tte sie keinen Mehrwert.“ Doch Konflikte allein machen noch kein gutes Team. Es braucht Achtsamkeit, Prinzipien, Werte und die Lust am Anderssein. Denn: „Ich brauch ja das KontrĂ€re, das ErgĂ€nzende, das Andersdenkende.“ Viola und Stefan diskutieren lebendig und persönlich, was Teams in Matrixorganisationen stark macht – und was sie lĂ€hmt. Sie warnen vor dem Regelwahn („Das Managementhandbuch wird immer dicker“) und plĂ€dieren fĂŒr eine neue Dialogkultur: „Nicht: Die anderen mĂŒssten mal – sondern: Wie kann ich dich dabei unterstĂŒtzen?“ „Matrixorganisation ist wie Beziehung mit mehreren Partnern – spannend, fordernd, aber auch voller Entwicklungspotenzial.“
Ohne AI-Strategie bist du raus – was jetzt im C-Level passieren muss28 nov. 202500:27:59
„Nur das C-Level kann die Richtung vorgeben – und ohne AI-Strategie bleibt selbst die beste Technologie ein Strohfeuer.“ „Ich hab mich gefĂŒhlt, als wĂ€ren Außerirdische gelandet“ – mit dieser Mischung aus Faszination und Überforderung beschreibt Dr. Georg Kraus seinen ersten Kontakt mit ChatGPT. Gemeinsam mit Johann Strauss, CTO des AI Solutions Teams bei Dell Technologies, wird in dieser Episode nicht nur ĂŒber Buzzwords geredet, sondern Klartext gesprochen: Wo stehen Unternehmen wirklich, wenn es um KĂŒnstliche Intelligenz geht? Johann bringt Einblicke direkt von der Front – aus unzĂ€hligen GesprĂ€chen mit CIOs, CEOs und CTOs: „Die grĂ¶ĂŸte Gefahr ist Halbwissen – und davon gibt es momentan zu viel.“ Doch was tun? Wie sieht eine echte AI-Strategie aus? Und was ist die Rolle des C-Levels in diesem Transformationsprozess? Diese Folge liefert Antworten: - Warum das C-Level „die Firma neu denken“ muss, statt an Einzelprojekten herumzudoktern. - Wieso 90 % der AI Use Cases gekauft werden, obwohl man „theoretisch alles selbst machen“ könnte. - Was das „AI Strategy House“ ist – und warum man dafĂŒr mindestens zwei Workshop-Tage einplanen sollte. - Wieso es nichts bringt, auf den nĂ€chsten Tech-Hype zu warten: „Technologisch haben wir heute alles – außer Überlichtgeschwindigkeit und Teleportation.“ Die KI-Revolution ist da – aber was macht dein Unternehmen damit?
16 Firmen, 1 Mission: Mentale Gesundheit neu denken14 nov. 202500:27:20
„Warnhinweis: Wir sprechen ĂŒber mentale Gesundheit, insbesondere Depression, bis hin zu suizidaler Gedanken. Diese Folge ersetzt keine Therapie. Wenn du dich unsicher fĂŒhlst, ĂŒberspring sie oder hör sie mit einer vertrauten Person." „Ich wusste: Wenn ich das wirklich verstehen will, dann muss ich es mir selbst beibringen.“ Georg Roesl war Profisportler, SeriengrĂŒnder und ist heute vor allem eines: Mentaltrainer mit Mission. In dieser Folge spricht er mit Stefan Bald ĂŒber seinen außergewöhnlichen Lebensweg, der ihn von internationalen Billardturnieren ĂŒber 16 UnternehmensgrĂŒndungen bis hin zur Entwicklung einer eigenen Methode fĂŒr mentale Gesundheit gefĂŒhrt hat. „Meine Grund-DNA ist Verkaufen. Aber mein Herz schlĂ€gt heute fĂŒr mentale AufklĂ€rung.“ George erzĂ€hlt, wie er nach Jahren im Highspeed-Modus einen Gang runterschalten musste – und wie daraus sein bislang grĂ¶ĂŸtes Projekt entstand: die MHR-Methode (Meine Hausregel). Ein pragmatischer, verstĂ€ndlicher Leitfaden fĂŒr mentale Gesundheit – basierend auf Selbsterfahrung, Selbststudium und dem tiefen Wunsch, anderen zu helfen, bevor es zu spĂ€t ist. Wir sprechen ĂŒber: ‱ den Sprung vom Leistungssport in die New Economy, ‱ warum Vertrieb eine Lebensschule ist, ‱ die Herausforderungen psychischer Gesundheit im Unternehmertum, ‱ Georges Stiftung zur UnterstĂŒtzung junger Menschen in akuten Krisen, ‱ und darĂŒber, wie mentale Fitness heute gedacht und gelebt werden sollte. „Ich hatte das GefĂŒhl, ich verstehe meine eigene Psyche nicht – also hab ich sie mir ĂŒbersetzt.“ Eine intensive Folge ĂŒber Höhen, Tiefen, Wendepunkte – und den Mut, anderen den Weg zu erleichtern, den man selbst fast nicht geschafft hĂ€tte.
KohÀrenz statt Chaos: Warum echte Verbindung der Gamechanger im Wandel ist31 oct. 202500:24:23
„Wenn wir den Platz im Team nicht mehr mit Konflikten besetzen, wird Raum fĂŒr Zukunftsfragen frei.“ Wie wird ein Team zu einem sicheren Hafen in stĂŒrmischen Zeiten? In dieser eindrĂŒcklichen Podcastfolge sprechen Stefan Bald und Susanne Stillhammer ĂŒber das, was in vielen Unternehmen bislang keinen Namen hatte – und nennen es KohĂ€renz. Susanne bringt eine ganz besondere Perspektive mit: Sie hat nicht nur FĂŒhrungsteams in Change-Prozessen begleitet, sondern auch in Nachkriegsgebieten mit verfeindeten Gruppen gearbeitet. „KohĂ€renz ist fĂŒr mich eine stimmige Ordnung, tragfĂ€hige Beziehungen, Sinnhaftigkeit – echte Menschlichkeit.“ Doch was hat das mit Unternehmen zu tun? Jede Menge, sagt Susanne – wenn man den Mut hat, RĂ€ume zu gestalten, in denen Verletzlichkeit, Vertrauen und auch Konflikte einen Platz haben dĂŒrfen. RĂ€ume, in denen es nicht nur um Performance geht, sondern auch darum, wie sich Menschen gegenseitig regulieren können. „Ich spanne wie einen Raum um die Gruppe herum – und der wird gefĂŒllt mit echter Begegnung.“ Die beiden sprechen ĂŒber: - Warum ein kohĂ€rentes Team weniger Energie mit internen Spannungen verschwendet - Weshalb kollektive Intelligenz entsteht, wenn Vertrauen herrscht - Wie „Presencing“ hilft, die Zukunft gemeinsam zu erspĂŒren - Und warum es manchmal einfach auch TrĂ€nen braucht, um durch echte VerĂ€nderung zu gehen Am Ende bleibt eine Erkenntnis hĂ€ngen: KohĂ€renz ist keine WohlfĂŒhloase – sondern harte Arbeit mit großer Wirkung. Denn wer KohĂ€renz kultiviert, baut nicht nur resilientere Teams, sondern schafft die Grundlage fĂŒr nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Innovatives Organisationsdesign – zwischen Macht, Mut und Menschlichkeit (Teil 5)17 oct. 202500:24:11
Die Unternehmen bauen ihre Organisation immer noch um ihre bestehenden FĂŒhrungskrĂ€fte – und genau da liegt das Problem.“ Im fĂŒnften und letzten Teil der Reihe Organisationsdesign – beyond Organisationsdesign sprechen Elena Vizenetz und Manuela Hrkac darĂŒber, warum echte Transformation oft an Mut, Machtstrukturen und Gewohnheiten scheitert – und was es wirklich braucht, um Organisationen zukunftsfĂ€hig zu machen. Manuela bringt ihre Erfahrungen aus zahlreichen Reorganisationsprojekten ein und nimmt kein Blatt vor den Mund: „Viele Organisationen trauen sich einfach nicht, FĂŒhrung neu zu denken. Sie versuchen, die alte Welt in die neue zu retten – und wundern sich, dass nichts anders wird.“ Gemeinsam mit Elena diskutiert sie: - warum Jobsharing, Teilzeit-Ausbildung und neue VergĂŒtungsmodelle lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig sind, - wie Unternehmen mit Mut und Experimentierfreude wirklich innovativ werden, - und weshalb „Mut, Mut, Mut“ vielleicht das wichtigste FĂŒhrungsprinzip unserer Zeit ist. „Ich wĂŒrde Innovation mehr belohnen als die Anzahl der Mitarbeiter, die jemand fĂŒhrt.“ Erfahre außerdem, wie Tools wie Aufsichtsindex und AffinitĂ€tsanalyse helfen können, Strukturen neu zu denken – und was passiert, wenn sich plötzlich auch FĂŒhrungskrĂ€fte wieder auf ihre Position bewerben mĂŒssen.
SelbstfĂŒhrende Organisation beginnt beim Top-Management: Die Transformation von Freche Freunde (Teil 4)10 oct. 202500:32:58
„Regeln machen frei – weil innerhalb dieser Regeln kann jeder frei agieren.“ In dieser Episode tauchen wir mit Katharina Geistmann und Natacha Neumann von Freche Freunde tief in die Praxis von Selbstorganisation und Holokratie ein. Das Unternehmen, bekannt fĂŒr gesunde Snacks fĂŒr Kinder, hat eine radikale Transformation durchlaufen: Weg von klassischer Hierarchie, hin zu selbstorganisierten Teams – und das, obwohl weder Zielbild noch Weg von Beginn an klar waren. Natacha erzĂ€hlt offen, warum sie und ihr Mann als GrĂŒnder diesen Schritt gegangen sind: „Ich hatte das GefĂŒhl, alles landet auf meinem Tisch. Wir hatten Werte, aber keine Strukturen, um sie zu leben.“ Wie also schafft man es, ein wachsendes Unternehmen so umzustellen, dass Verantwortung, Vertrauen und FlexibilitĂ€t nicht nur auf dem Papier stehen, sondern gelebt werden? Und wie gelingt es, dabei das TagesgeschĂ€ft nicht völlig aus dem Blick zu verlieren?
Rollen statt RĂ€nge: Wie FĂŒhrung neu gedacht wird (Teil 3)03 oct. 202500:30:20
"ZurĂŒck auf Los – und dann durch die Decke!" In dieser Folge wird’s richtig konkret: Thorsten ThĂŒmen und Max Leichner nehmen uns mit auf eine Reise durch ein Organisationsdesign-Projekt, das sich sehen lassen kann – radikal, durchdacht und vor allem: erfolgreich. Was macht eine Reorganisation wirklich wirksam? "Die grĂ¶ĂŸte VerĂ€nderung war in der FĂŒhrungsmannschaft – wir haben das klassische FĂŒhrungskonstrukt aufgelöst." Klingt mutig? War es auch. Alle FĂŒhrungsrollen wurden neu ausgeschrieben – jede:r konnte sich bewerben. Und: Es hat funktioniert. „Der Moment, in dem wir gesehen haben, dass sich so viele beworben haben, war der erste große Befreiungsschlag.“ Thorsten und Max sprechen offen darĂŒber, wie schwer es ist, ein Projekt dieser GrĂ¶ĂŸenordnung nicht nur zu starten, sondern auch durchzuziehen. Es geht um die Macht guter Vorbereitung: „Wir haben es ‘Zeit zum Atmen’ genannt – zwei Tage Workshop, um Kalender freizurĂ€umen und Raum zu schaffen.“ Und um die Kraft der Beteiligung: „Wir haben bewusst Multiplikator:innen eingebunden – nicht nur die nĂ€chste FĂŒhrungsebene, sondern Menschen aus dem Herzen der Organisation.“ Im Zentrum: Vertrauen, Klarheit, Iteration. „Es gab keine Hidden Agenda. Das war unser wichtigstes Versprechen.“
Vom Wunschbild zur Wirklichkeit: So entsteht neues Organisationsdesign (Teil 2)26 sept. 202500:29:31
„Organisationen neu denken – oder untergehen.“ Genau darum geht es in dieser zweiten Folge mit Max Leichner und Sascha Höhlein. Die beiden gehen der Frage nach: „Wie kommt man eigentlich zu einem neuen Organisationsdesign?“ – und rĂ€umen dabei mit dem Irrglauben auf, dass ein neues Organigramm schon die halbe Miete sei. „Organisationsdesign ist nicht nur Aufbauorganisation, Organigramm, sondern viel, viel mehr.“ Wenn Unternehmen zu Kraus & Partner kommen, haben sie hĂ€ufig schon „eine Lösung im Kopf“. Aber die beiden Experten machen klar: Wer die falschen Annahmen hat, baut von Anfang an einen Designfehler mit ein. In dieser Episode lernst du deshalb das konkrete Vorgehensmodell von Kraus & Partner kennen – von der Change Safari bis hin zur Umsetzung und Wirkungsmessung. Dabei wird eines besonders deutlich: Gutes Organisationsdesign denkt immer Struktur, Kultur und Strategie zusammen. Es geht nicht nur um KĂ€stchen und Prozesse, sondern um Ausrichtung, Designkriterien, Stakeholder-Einbindung und messbare Wirkung. „Das ist kein Thema fĂŒr Freitag 14 Uhr – das ist ein echtes Investment. Aber eines, das sich lohnt.“ Ob Prototyping mit „grĂŒner Wiese“-Ansatz, der oft ĂŒberraschende Effekt von Einzelarbeit in Designprozessen oder die Frage, wann eigentlich der Betriebsrat mit an den Tisch muss – hier bekommst du nicht nur einen tiefen Einblick, sondern auch praktische Orientierung. Am Ende gilt: „Eine neue Organisation baust du nicht fĂŒr heute – du baust sie fĂŒr die Zukunft.“
Organigramme lösen keine Probleme: Der ganzheitliche Blick aufs Organisationsdesign (Teil 1)19 sept. 202500:23:57
„Organisationsdesign ist einer der wirksamsten Hebel fĂŒr nachhaltige VerĂ€nderung – wird aber noch viel zu oft auf KĂ€stchenschubsen reduziert.“ In dieser ersten Folge unserer fĂŒnfteiligen Reihe rĂ€umen Viola Ploski, Elena Vizenetz und Sascha Höhlein mit gĂ€ngigen Mythen rund ums Organisationsdesign auf – und erklĂ€ren, warum ein neues Organigramm alleine keine Probleme löst. „FĂŒr uns ist Organisationsdesign viel mehr als nur Aufbauorganisation – es geht auch um Ausrichtung, Arbeitsbedingungen, FĂŒhrung und Motivation.“ Unsere drei Expert:innen geben tiefe Einblicke in ihr VerstĂ€ndnis eines ganzheitlichen Organisationsdesigns – und zeigen anhand konkreter Praxisbeispiele, was passiert, wenn man VerĂ€nderung nur strukturell angeht, und was möglich ist, wenn man alle drei Dimensionen betrachtet: Ausrichtung. Rahmen. Menschen. „Ein gutes Organisationsdesign erhöht die LeistungsfĂ€higkeit einer Organisation – und das nicht nur auf dem Papier.“ Wir sprechen ĂŒber Modelle, Denkfehler, Erfolgsfaktoren und typische Auslöser – von internen Reorganisationen bis zu externem VerĂ€nderungsdruck durch KI, Markt oder Regulatorik. Und wir beantworten die Frage: Wann lohnt sich der ganze Aufwand eigentlich?
Ein Mitglied, eine Stimme: Warum NĂ€he der wahre Wettbewerbsvorteil ist05 sept. 202500:24:42
„Wir sind den Menschen vor Ort verpflichtet – nicht der Gewinnmaximierung.“ In dieser Folge spricht Dr. Georg Kraus mit Marco Kern, Vorstandsvorsitzender der VR Bank SĂŒdliche Weinstraße-Wasgau, ĂŒber das Spannungsfeld zwischen RegionalitĂ€t, Fusionen und Digitalisierung. „Fusion ist kein Selbstzweck – die KomplexitĂ€t darf nicht die Synergie fressen.“ Als Genossenschaftsbank lebt die VR Bank vom Prinzip der NĂ€he: „Ein Mitglied, eine Stimme.“ Entscheidungen mĂŒssen von den Menschen vor Ort mitgetragen werden – bis hin zum Brötchenholen beim BĂ€cker. Gleichzeitig gilt: „Wir mĂŒssen definieren, was regionale NĂ€he ist.“ Filialen bleiben wichtig, aber genauso Apps und digitale Services. Entscheidend ist die Kompetenzvermutung: Wenn’s zĂ€hlt, braucht es Ansprechpartner, die die Sprache der Kunden sprechen. Ob im FirmenkundengeschĂ€ft, bei Fusionen oder beim Gemeinwohlauftrag – Regionalbanken wie die VR Bank zeigen: Transformation heißt Balance halten zwischen Effizienz und Menschlichkeit.
Denken ist keine Einbahnstraße – Strategie mit Prof. Dr. Christian Rieck22 aoĂ»t 202500:30:59
„Die grĂ¶ĂŸte Fehlannahme in der Strategieentwicklung ist oft, dass die anderen nichts denken.“ Das sagt Prof. Dr. Christian Rieck – und damit ist eigentlich schon alles gesagt. Oder besser: gerade erst der Anfang gemacht. Denn in dieser Folge geht’s ans Eingemachte. Dr. Georg Kraus und sein Gast, Spieltheoretiker und Bestsellerautor Christian Rieck, sezieren die Welt der Strategieentwicklung mit der scharfen Klinge der Spieltheorie. Es geht um Strategien, die keine sind, um Unternehmen, die ihre KomplexitĂ€t nicht verstehen, und um EntscheidungstrĂ€ger, die glauben, sie könnten alles kontrollieren – obwohl lĂ€ngst alle anderen mitzocken. „Eine Strategie ist kein Fahrplan. Es ist ein vollstĂ€ndiger Verhaltensplan – auch fĂŒr den Fall, dass etwas passiert, was man selbst ausgeschlossen hat.“ – Rieck macht klar, warum der klassische Strategiebegriff viel zu kurz greift und was emergente PhĂ€nomene mit iPhones, InnenstĂ€dten und französischen Soldaten zu tun haben. Die beiden sprechen ĂŒber das Dilemma zwischen agiler Navigation und der Steuerung von 200.000-Mann-Tankern, ĂŒber ISO-Zertifizierungen als Innovationskiller und darĂŒber, warum die deutsche Auftragstaktik oft die klĂŒgere Antwort auf eine komplexe Welt ist. Und dann wird’s noch grĂ¶ĂŸer: Bewusstsein, Evolution, die Logik des Misslingens, KI und Emergenz. „Wie kann aus toter Materie plötzlich Leben entstehen? Und warum entwickeln sich Strukturen, die keiner geplant hat – aber plötzlich alle beeinflussen?“ „Die Spieltheorie beginnt da, wo du realisierst, dass dein Gegner auch denken kann.“
American Football als Unternehmensschule? Ein Blick hinter die Kulissen08 août 202500:21:41
„Ich habe den goldenen KĂ€fig verlassen – und keinen Tag bereut.“ In dieser Episode von Transformation to go wird’s persönlich, sportlich und unternehmerisch zugleich. Unser Kollege Stefan Bald spricht mit Eric Reutemann, dem GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Frankfurt Galaxy, ĂŒber Leidenschaft, Mut, Verantwortung – und das Leben zwischen Spieltag, Sponsoring und Strategie. Eric erzĂ€hlt, wie er sich vom Leistungsschwimmer zum Footballspieler und schließlich zum GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer eines der bekanntesten Football-Franchises Deutschlands entwickelt hat. Und warum er fĂŒr seinen Traum Porsche, Dienstwagen und goldenen KĂ€fig hinter sich ließ: „Ich lebe meinen Traum gerade – auch wenn’s volatil ist.“ Doch es geht um mehr als nur Football. Es geht um unternehmerisches Lernen, Leadership in Extremsituationen, den Aufbau eines skalierbaren GeschĂ€ftsmodells mit ĂŒber 120 Menschen im Team – und um die Frage: Wie ĂŒberzeugt man andere, in ein Team zu investieren, das noch keine Lorbeeren, aber eine große Vision hat?
Die chaordische Organisation25 juil. 202500:20:26
„Du kannst halt nicht gegen ein Naturgesetz arbeiten.“ Stefan Bald und Dr. Georg Kraus wagen in dieser Episode den Blick auf ein Organisationsmodell, das so provokant wie einleuchtend ist: die chaordische Organisation – ein Kofferwort aus Chaos und Ordnung, das aufzeigt, wie moderne Unternehmen wirklich ticken. „Organisationen sind immer chaordisch – sie haben immer einen Anteil Chaos und Ordnung“, sagt Stefan und eröffnet damit eine tiefgrĂŒndige und gleichzeitig unterhaltsame Diskussion. Georg ergĂ€nzt: „Dieses Yin-Yang zwischen Ordnung und unkontrollierbaren, ungesteuerten Dingen ist fast ein Naturgesetz.“ Es geht um Kontrollverlust, um Struktur, um VerĂ€nderung und um die Kraft des Ungeplanten. Die beiden sprechen offen darĂŒber, wie Organisationen oft versuchen, das Chaos zu eliminieren, obwohl darin Innovationspotenziale schlummern: „Einige sagen bei Abweichungen: Mist, ein Problem – und andere sagen: Heureka!“ Sie sprechen ĂŒber Ambidextrie, ĂŒber die Sehnsucht der Menschen nach Ordnung („Du glaubst gar nicht, wie groß die ist“) und warum gerade FĂŒhrungskrĂ€fte lernen mĂŒssen, mit beiden Polen souverĂ€n umzugehen. „Ein guter Chef sollte sich immer wieder ein paar Leute anlachen, die nicht systemkonform sind“, empfiehlt Georg. Denn genau dort beginnt der fruchtbare Konflikt, der VerĂ€nderung ermöglicht. Am Ende steht die Erkenntnis: Es braucht nicht entweder Ordnung oder Chaos – es braucht beides, gleichzeitig, kultiviert, im stetigen Austausch. Oder wie Georg es ausdrĂŒckt: „Wenn du wirklich chaordisch gut hinkriegen willst, dann ist DiversitĂ€t die Basis – aber nicht DiversitĂ€t der Geschlechter, sondern eine DiversitĂ€t im Denken.“
Zielgruppengerechte Personalentwicklung auf dem Shopfloor11 juil. 202500:21:48
„Lernzeit ist Arbeitszeit – und ohne Lernen keine Transformation!“ Wie gelingt zielgruppengerechte Personalentwicklung auf dem Shopfloor – also dort, wo Produktion, Logistik und tĂ€glicher Stress auf Weiterbildung treffen? Alex Barber (GeschĂ€ftsfĂŒhrerin von Shift Changers) und unsere Transformationsexpertin Katharina Geistmann sprechen ĂŒber die Herausforderungen, wenn „die Personalabteilung eher aus AnwĂ€lten besteht“ und Lernangebote an Mitarbeitenden vorbei kommuniziert werden. Alex weiß genau, wovon sie spricht: „Ich wurde selbst ins kalte Wasser geschmissen – vom Kollegen zur FĂŒhrungskraft, ohne jede UnterstĂŒtzung.“ Heute berĂ€t sie Unternehmen, wie Personalentwicklung wirklich funktionieren kann – und zwar zielgruppengerecht. Was das heißt? „Lernangebote mĂŒssen so gestaltet sein, dass sie im Arbeitsalltag funktionieren – nicht 8 Stunden vorm Laptop, sondern in kurzen, alltagsnahen Einheiten.“ Gemeinsam zeigen Alex und Katharina auf: Warum die Shopfloor-FĂŒhrungskraft der wichtigste Lernkanal ist Wie Lernangebote auch ohne Laptop, E-Mail und fancy Tools wirken können Warum soziales Lernen in der Schicht oft unterschĂ€tzt wird Und wie Unternehmen ganz praktisch Lernzeit in den Produktionsplan integrieren können: „Wir brauchen nicht 30, sondern 32 Leute – damit sich auch mal jemand weiterentwickeln kann!“ Am Ende steht ein klares PlĂ€doyer: Personalentwicklung ist kein BĂŒrothema – sondern Produktionsfaktor.
Den Sinn im Unsinn erkennen: Àndere die Rahmenbedingungen und nicht die Mitarbeiter27 juin 202500:27:42
„Wenn ich jetzt an den Mitarbeitern schraube, werde ich das Problem nie lösen.“ In dieser Folge wird’s systemisch! Katharina Geistmann spricht mit Michael Habighorst darĂŒber, warum Mitarbeitende manchmal nicht so handeln, wie FĂŒhrungskrĂ€fte es erwarten – und weshalb der Fehler oft nicht im Verhalten, sondern in den VerhĂ€ltnissen liegt. Michael stellt klar: „Der viel grĂ¶ĂŸere Hebel ist [
] das, was ich in den letzten Jahren erlebt habe – die VerhĂ€ltnisse, in denen die Mitarbeitenden tĂ€tig sind.“ Ob absurde Budgetrunden, eingefahrene Routinen oder politische Subsysteme – gemeinsam durchleuchten die beiden, wie FĂŒhrung wirklich wirksam wird. Und warum die Frage nicht lauten sollte „Was lĂ€uft falsch mit meinen Leuten?“, sondern „Was macht ihr Verhalten sinnvoll?“ – kurz: Wie wir den Sinn im Unsinn erkennen.
Über Sinn und Unsinn von Persönlichkeitsprofilen13 juin 202500:30:37
„Wenn dir zwölf Leute sagen, du bist ein Pferd – kauf dir einen Sattel.“ Mit diesem Satz bringt Michael Schön auf den Punkt, worum es in dieser Episode geht: Selbstreflexion, Fremdbild und der schmale Grat zwischen Erkenntnisgewinn und Schubladendenken. Caroline Zielke und Michael Schön nehmen uns mit in ihre ganz persönliche wie berufliche Auseinandersetzung mit Persönlichkeitsprofilen – und rĂ€umen dabei genĂŒsslich mit gĂ€ngigen Vorurteilen auf. Ob Facet 5, Insights Discovery oder Comprofiles – was ist dran an diesen Tools? Und noch wichtiger: Was macht es mit Menschen, wenn sie sich plötzlich schwarz auf weiß mit ihren Verhaltensmustern konfrontiert sehen? „Manche sagen: Ich bin ja so – deswegen kann ich nicht anders sein. Das ist schwierig.“ Michael erzĂ€hlt von seinen eigenen Entwicklungsschritten, wie er zum „I-Typ“ wurde (Ideen! Kreativ! Planlos in Stresssituationen!) und warum das Wissen darĂŒber mehr geholfen als geschadet hat. Caro ergĂ€nzt: „Das Profil sagt nichts ĂŒber FĂ€higkeit – nur ĂŒber PrĂ€ferenz.“ Es auch um die blinden Flecken, die uns allen innewohnen („Spinatreste zwischen den SchneidezĂ€hnen“ inklusive), und um den echten Mehrwert von Persönlichkeitsprofilen – wenn man sie nicht als Etikett, sondern als Werkzeug versteht. „Das Profil ist nicht die Wahrheit – aber ein guter Anlass fĂŒr ein echtes GesprĂ€ch.“
Viva con Agua: Michael Fritz ĂŒber Social Business, immer mit Mut und manchmal mit Risiko30 mai 202500:33:01
„Engagement macht glĂŒcklich“ – sagt Michael Fritz, MitgrĂŒnder von Viva con Agua, und meint das verdammt ernst. In dieser Folge spricht er mit Caroline Zielke ĂŒber Social Business, GlĂŒcksdefinitionen und warum Wasser ein „GlĂŒcksgriff“ war. Es geht um BecherwĂŒrfe auf Festivals, Millionendeals fĂŒr die Villa Viva, um Verantwortungseigentum, Impact, Clownereien – und um die Frage, wie man eine NGO sexy, simpel und strukturell so aufstellt, dass Menschen mitmachen, ohne es zu merken. Michael bringt’s auf den Punkt: „Wir privatisieren das Wasser fĂŒr eine Sekunde – und sozialisieren es sofort wieder.“ Eine Episode ĂŒber Wirkung, Wandel und warum Viva con Agua lĂ€ngst mehr ist als ein Verein.
ShopfloorfĂŒhrungskrĂ€fte - Vom Engpass zum Erfolgsfaktor16 mai 202500:27:43
Warum die FĂŒhrungskraft auf dem Shopfloor nicht lĂ€nger Feuerwehr spielen darf. „Wer fĂŒhlt sich hier wie ein Feuerlöscher?“ – Wenn Alex Barber diese Frage stellt, gehen alle HĂ€nde hoch. Denn genau das erleben viele ShopfloorfĂŒhrungskrĂ€fte tĂ€glich: Sie sind Ansprechpartner fĂŒr alles und jeden, löschen BrĂ€nde, erledigen Administration – und fĂŒhren dabei Teams von bis zu 45 Mitarbeitenden. FĂŒhrung? Fehlanzeige. In dieser Folge sprechen Katharina Geistmann und Alex Barber darĂŒber, warum genau diese Rolle so entscheidend – und gleichzeitig ĂŒberlastet – ist. Alex bringt nicht nur langjĂ€hrige eigene Erfahrung als FĂŒhrungskraft in der Produktion und Logistik mit, sondern auch Einblick aus ihrer heutigen Beratungspraxis. Sie zeigt auf, wie ShopfloorfĂŒhrungskrĂ€fte vom Engpass zum Erfolgsfaktor werden können: durch Klarheit in der Rollenverteilung, Priorisierung von FĂŒhrung und durch mutiges Loslassen. „Ich habe irgendwann angefangen zu sagen: Ich weiß es nicht – wie wĂŒrdest du es machen?“ FĂŒhrung heißt nicht mehr, alle Antworten zu haben, sondern den Rahmen zu schaffen, in dem Mitarbeitende Probleme selbststĂ€ndig lösen dĂŒrfen – und können. DafĂŒr braucht es neue Kommunikationswege, kleinere FĂŒhrungsspannen und vor allem: ein neues FĂŒhrungsbild.
Coaching bei der Bundeswehr02 mai 202500:29:28
„FĂŒhrung macht einsam – Coaching macht mutig.“ Was passiert, wenn SpitzenfĂŒhrungskrĂ€fte aus einem hierarchischen System sich freiwillig einem ehrlichen, tiefgehenden Feedback stellen? Frank Grossmann Oberstleutnant a.D. spricht mit Dr. Georg Kraus ĂŒber seine Erfahrungen im Spitzenpersonal-Coaching (SPC): ein intensiver Coaching-Tag, begleitet im Tandem, inklusive 360-Grad-Feedback, Umfeld-Interviews – und vor allem einer ungefilterten RĂŒckmeldung, die oft mehr Offenheit erzeugt als erwartet: „Viele wundern sich, wie gut sie tatsĂ€chlich wahrgenommen werden.“ Zwischen Dienstposten, Verwendungen und stĂ€ndiger Transformation zeigt die Bundeswehr ein bemerkenswertes Beispiel dafĂŒr, wie moderne FĂŒhrungskultur auch im streng geregelten Umfeld funktioniert: mit Mut zur Reflexion, Bereitschaft zur VerĂ€nderung und dem Wunsch, blinde Flecken zu erkennen – und daran zu wachsen.
Stell dir vor du bist Change Agent. Was jetzt?18 avr. 202500:29:08
„Man wĂ€chst dran – so oder so.“ Was bedeutet es eigentlich, Change Agent zu sein – und was passiert, wenn du plötzlich selbst in dieser Rolle steckst? Caroline Zielke spricht mit Anne Renz ĂŒber genau diese Frage. Dabei wird schnell klar: Change Agents sind keine Superheld:innen, aber sie brauchen ein ziemlich beeindruckendes Set an FĂ€higkeiten. „Change Agents sind die, die in der KaffeekĂŒche vernetzt sind, die Meinungen haben und gehört werden.“ Anne erklĂ€rt, warum Empathie, KommunikationsstĂ€rke und Resilienz keine Soft Skills, sondern essenzielle Werkzeuge sind – besonders, wenn man zwischen FĂŒhrungskraft und Belegschaft vermitteln soll. Caroline teilt eigene Erfahrungen aus einem internationalen Change-Projekt und bringt’s auf den Punkt: „Ich war Vermittlerin zwischen den Welten – und hab dabei selbst gelernt, wie wichtig VerstĂ€ndnis fĂŒr beide Seiten ist.“ Doch nicht alles ist easy: Was, wenn die FĂŒhrung nicht mitzieht? Was, wenn Widerstand zu groß ist? Was, wenn man merkt, „Ich bin hier gerade nicht mehr hilfreich“? „Change Agents brauchen eine Community – und das Vertrauen, dass sie gestalten dĂŒrfen.“
Wie die Bell Food Group FĂŒhrung denkt04 avr. 202500:31:25
„FĂŒhrung ist kein Selbstzweck – aber sie braucht ein Konzept.“ Wie fĂŒhrt man 13.000 Mitarbeitende in einem stark wachsenden Lebensmittelkonzern? Frank Wermter von der Bell Food Group und Experte Stefan Bald sprechen ĂŒber ein neues FĂŒhrungskonzept, das Leader, VerĂ€nderungsexperte und Organisator vereint. „Nur der eine Ton macht noch nicht die Musik“ – FĂŒhrung heißt, die richtigen Rollen zur richtigen Zeit zu spielen. Mit Micro Learning, klarer Haltung und einem offenen Blick fĂŒr internationale Unterschiede zeigt die Bell Food Group, wie moderne FĂŒhrung heute funktioniert.
KĂŒnstliche Intelligenz & Musik: Was Ă€ndert sich? Mit Michael Herberger21 mars 202500:27:20
„Braucht man uns als Musikschaffende in Zukunft ĂŒberhaupt noch?“ Diese Frage steht im Raum, denn KI kann lĂ€ngst Songs komponieren, Stimmen klonen und Musik auf Knopfdruck generieren. Doch ersetzt sie wirklich KĂŒnstler*innen? Michael Herberger, Businessdirektor & GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Popakademie Baden-WĂŒrttemberg, sagt: „Wir wollen vor der Welle sein – nicht hinterherlaufen.“ Im GesprĂ€ch mit Caroline Zielke erklĂ€rt er, wie sich die Musikbranche verĂ€ndert, was KI fĂŒr Studierende, Dozierende und das Business bedeutet – und warum Taylor Swift auch in Zukunft kein KI-Hologramm sein wird. Über Chancen, Risiken und die Frage, wo KI an ihre Grenzen stĂ¶ĂŸt.
Praxisbeispiel Steuertipps - Transformation eines Verlags07 mars 202500:21:34
„Transformation ist nie fertig – sie hat nur einen bestimmten Stand erreicht.“ Christoph Schmidt, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Wolters Kluwer Steuertipps GmbH, nimmt uns mit auf die Reise eines Verlags, der sich vom klassischen PrintgeschĂ€ft zu einem modernen Digitalunternehmen entwickelt hat. Wie wird aus „Leserbriefen“ ein datengetriebenes Kundenfeedback? Warum ist ein Umdenken in Hierarchien, Produktentwicklung und Mindset essenziell? Mit Stefan Bald spricht Christoph ĂŒber die grĂ¶ĂŸten Herausforderungen, Learnings und die Notwendigkeit von „geordneter Disharmonie“. Denn: Harmonie ist schön – aber echte VerĂ€nderung entsteht erst, wenn auch die schwierigen Themen auf den Tisch kommen.
Biete Verantwortung! Suche Interessenten.21 févr. 202500:27:45
Wie delegierst du Verantwortung so, dass dein Team wirklich ins Handeln kommt – anstatt immer auf die FĂŒhrungskraft zu schauen? Viele Teamleads stehen vor der Herausforderung, Verantwortung abzugeben, ohne dass Aufgaben direkt wieder bei ihnen landen. Melissa stellt eine Frage zur Diskussion - _„Warum fĂŒhlen sich Mitarbeitende manchmal gar nicht so handlungsfĂ€hig, wie sie eigentlich sein könnten?“_. Gemeinsam mit Carolin Zielke spricht sie ĂŒber die Mechanismen hinter Eigenverantwortung, Hierarchie-Dynamiken und FĂŒhrungskultur. In dieser Episode erfĂ€hrst du: ✅ Warum manche Teams Verantwortung scheuen – und wie du das Ă€ndern kannst ✅ Welche 4 Hebel wirklich dabei helfen, Eigenverantwortung zu fördern ✅ Wie du als Teamlead delegierst, ohne die Kontrolle zu verlieren ✅ Warum psychologische Sicherheit und Fehlerkultur entscheidend sind Ob du FĂŒhrungskraft, Teamlead oder Organisationsentwickler bist – diese Episode gibt dir praxisnahe Tipps, um dein Team handlungsfĂ€higer zu machen!
Meine Reise durch die VerÀnderung07 févr. 202500:28:26
„Ich muss den Weg selbst gegangen sein, wenn ich will, dass andere mir folgen.“ – Gabriele Holzner, crossmediale Programmdirektorin beim Hessischen Rundfunk, nimmt uns mit auf ihre ganz persönliche Reise der VerĂ€nderung. Vom klassischen Journalismus in die FĂŒhrung, von der Rundfunkanstalt zum digitalen Medienunternehmen – Gabriele Holzner erzĂ€hlt, warum sie sich morgens mit Transformation beschĂ€ftigt und abends damit ins Bett geht. Sie berichtet von ihrer ersten FĂŒhrungsrolle („Wie? Nein! Das kann ich nicht!“), ihren grĂ¶ĂŸten Aha-Momenten („Ich wurde von wĂŒtenden Mitarbeitenden niedergebrĂŒllt“) und den vielen Schritten, die nötig sind, um eine Organisation wirklich zu verĂ€ndern. Gemeinsam mit Caroline Zielke spricht sie darĂŒber, wie sich FĂŒhrung verĂ€ndern muss, warum Widerstand Energie ist, mit der man arbeiten kann, und warum VerĂ€nderung nie endet: „ZukunftsfĂ€hig sind wir dann, wenn wir uns permanent weiterentwickeln.“ Ein Austausch voller ehrlicher Einblicke, harter Lernprozesse und klarer Botschaften fĂŒr alle, die VerĂ€nderung gestalten – oder gerade selbst mitten im Change stecken.
Transformation, Sanierung und KI bei der Bahn24 janv. 202500:33:35
"Wie bringt man ein Unternehmen mit ĂŒber 300.000 Mitarbeitenden in die digitale Zukunft, wĂ€hrend man gleichzeitig saniert?" Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Bahn, nimmt uns mit hinter die Kulissen eines Unternehmens, das mit einzigartigen Herausforderungen und Chancen kĂ€mpft. Gemeinsam mit unserem Experten Michael Schön spricht er ĂŒber Transformation, Sanierung und den Einsatz von KĂŒnstlicher Intelligenz (KI). Die Zahlen sind beeindruckend: „Wir haben in den letzten fĂŒnf Jahren 100.000 Mitarbeitende in den Ruhestand verabschiedet und 130.000 neu eingestellt.“ Gleichzeitig stehen Themen wie Digitalisierung, KI und die MobilitĂ€t der Zukunft auf der Agenda. Was das konkret bedeutet? Zum Beispiel KI-unterstĂŒtzte Dienstplangestaltung: „80 % der WĂŒnsche unserer Mitarbeitenden fließen in die Planung ein – eine Win-Win-Situation fĂŒr alle.“ Ein weiteres Highlight: Der Einsatz von KI in den WerkstĂ€tten der Bahn, wo automatisierte Diagnosekameras und digitale Materialplanung zu schnelleren Prozessen und weniger Abfall fĂŒhren. Doch KI hat nicht nur Potenziale, sondern weckt auch Ängste. Martin ist sich dessen bewusst: „Der Mensch bleibt im Mittelpunkt – Entscheidungen treffen bei uns immer noch Menschen, nicht Maschinen.“ Wie schafft man es also, Mut und Neugier in einer Organisation zu verankern, die mit VerĂ€nderung leben muss? Und wie sieht HR der Zukunft aus? Martin Seiler gibt spannende Einblicke in die Transformation der Deutschen Bahn und zeigt, warum HR heute wichtiger denn je ist. „Mut und Neugier sind entscheidend – egal ob fĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte, Mitarbeitende oder uns im Personalbereich.“
Transformation to go (2025, Trailer)17 janv. 202500:00:37
Alle zwei Wochen liefern wir Dir praxisnahe AnsĂ€tze, um frischen Wind in Deine Organisation zu bringen – von FĂŒhrung und Prozessoptimierung bis hin zu echten Transformationserfolgen. Mit ĂŒber 35 Jahren Erfahrung zeigen wir Dir, wie Theorie und Praxis perfekt zusammenpassen – hör rein und starte Deine eigene Transformation!
Die Verwandlung des Gert Postel20 déc. 202400:27:33
„Wenn Sie lange etwas heucheln, irgendwann sind Sie es.“ Mit dieser schonungslosen Ehrlichkeit erzĂ€hlt Gert Postel in der letzten Episode des Jahres von seinem außergewöhnlichen Lebensweg, seiner Transformation und den Grenzbereichen zwischen Rolle und AuthentizitĂ€t. Gemeinsam mit Dr. Georg Kraus gibt Postel Einblicke in eine Welt, die ihn vom Postboten zum leitenden Oberarzt einer psychiatrischen Klinik fĂŒhrte – ein Weg voller TĂ€uschungen, Intuition und ungewöhnlicher Entscheidungen. „Psychiatrie lebt ja nur von Worten. Die sind schnell zu lernen“, sagt Postel und schildert, wie er ohne medizinisches Studium VortrĂ€ge hielt, Fachbegriffe erfand und sich in einem System bewegte, das ihm gleichermaßen Bewunderung und Verurteilung einbrachte. Doch dieser Podcast geht ĂŒber den Skandal hinaus. Es geht um die Philosophie hinter Postels Lebensweg: Wie viel Fassade steckt in uns allen? Wie beeinflusst unser Wille unser Schicksal? Und was können wir von einem Mann lernen, der sagt: „Leid ist nichts anderes als durchkreuztes Wollen.“
PMI in der Finanzbranche13 déc. 202400:27:07
„Ich will nicht, dass es Gewinner und Verlierer gibt!“ sagt Hans Hanegraaf, Country Manager ABN Amro Deutschland und Sprecher der GeschĂ€ftsleitung der Bethmann Bank. Gemeinsam mit Dr. Georg Kraus beleuchtet er die besonderen Herausforderungen, die bei der Integration von Hauck & AufhĂ€user Lampe auf ihn und sein Team zukommen. Neben den klassischen Themen wie Zielorganisation, Prozesse und Kundenansprache geht es vor allem um die psychologische und emotionale Seite des Mergers: Wie schafft man Vertrauen in unsicheren Zeiten? Was bedeutet es, sich von einer FirmenidentitĂ€t zu verabschieden, um gemeinsam eine neue zu formen? Hans teilt offen: „Der Verlust der eigenen IdentitĂ€t ist fĂŒr Mitarbeiter und Kunden oft das Schwierigste.“ Die beiden diskutieren, wie wichtig Kommunikation und Offenheit sind – sowohl im eigenen Team als auch mit den ĂŒbernommenen Kollegen und Kunden. Hans betont: „Ich will, dass jeder spĂŒrt, wir machen das transparent, zusammen und ehrlich.“ Doch die RealitĂ€t zeigt: Nicht jeder kommt mit VerĂ€nderungen gleich gut zurecht. Gerade im Wealth Management, wo die persönliche Beziehung zĂ€hlt, ist FingerspitzengefĂŒhl gefragt. „Wenn ein Berater unzufrieden ist, spĂŒren das die Kunden sofort.“ Zum Abschluss verrĂ€t Hans sein FĂŒhrungs-Credo: Es basiert auf den von ihm beschriebenen „3Gs“: gut sein, gegönnt werden und GlĂŒck haben. „Viele sind gut, aber es geht auch darum, dass man Menschen fĂŒr sich gewinnt und dass einem der Erfolg gegönnt wird. Und ja, manchmal gehört auch ein bisschen GlĂŒck dazu.“ Dieses Bewusstsein fĂŒr die eigene Rolle und die Demut, die damit einhergeht, prĂ€gt seine FĂŒhrungsphilosophie. „Alleine kann man nichts erreichen. Ein Team, dem man vertraut, ist der SchlĂŒssel.“
Der falsche Freund29 nov. 202400:21:56
„Der falsche Freund flĂŒstert dir ein: ‚Du bist im Recht, die anderen sind schuld.‘ Doch wie kommt man da wieder raus?“ In dieser Episode diskutieren Georg Kraus und Andreas Schwarzenhölzer das PhĂ€nomen dysfunktionaler Teams und was passiert, wenn Kollegen ihre Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als aktiv an Lösungen zu arbeiten. Wenn sich in Teams jeder als Opfer sieht und den anderen die Schuld gibt, entsteht eine endlose Schleife von Anschuldigungen und festgefahrenen Mustern. Andreas erklĂ€rt: „Der falsche Freund gibt sich als dein VerbĂŒndeter aus und bestĂ€rkt dein Ego – doch dabei ĂŒbersiehst du, dass er dich nur tiefer in den Konflikt zieht.“ Die beiden sprechen ĂŒber die zentrale Rolle der Selbstreflexion, die FĂ€higkeit, eigene Denkweisen zu hinterfragen, und wie Teams ĂŒber den entscheidenden Schritt zur echten Kooperation hinauswachsen können. „Jeder hat die Wahl“, betont Georg, „wenn du deine Perspektive Ă€nderst und den anderen siehst, dann kannst du der Anfang der Lösung sein.“ Diese Episode veranschaulicht, warum VerĂ€nderung immer beim Individuum beginnt und welche einfachen Reflexionstechniken helfen können, eingefahrene Teamdynamiken aufzulösen. Wer wissen will, wie man dysfunktionale Teamstrukturen nachhaltig verbessert und warum Selbstbetrug oft das grĂ¶ĂŸte Hindernis ist, der sollte unbedingt reinhören!
© My Podcast Data · Independent project · Data from Apple & Spotify