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| Title | Pub. Date | Duration | |
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| Das Heil wertschätzen | 06 Mar 2025 | 00:04:11 | |
Donnerstag, 6. März 2025 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang ist mein Name herrlich unter den Völkern, spricht der HERR Zebaoth. Maleachi 1,11 Jesus spricht: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen. Matthäus 8,11
Das Heil wertschätzen Der Prophet Maleachi erhebt gegen die Priesterschaft in Jerusalem schwere Vorwürfe. Zu ihren Kernaufgaben gehörte bekanntlich, die täglichen Opfer Im Tempel darzubringen. Doch damit hielten sie es nicht so genau. Konkret: Entgegen den Opfervorschriften verwendeten sie minderwertige und kranke Tiere für die Opfer, Tiere also, die man sowieso aussortiert hätte und die für die Zucht nicht brauchbar waren - frei nach dem Motto: "Für den HERRN reicht's noch. Für den Gottesdienst ist es noch gut genug." Warum taten sie das? Zu einem guten Teil sicher aus Geiz - man wollte eben nicht die hochwertigen Tiere dem HERRN opfern, die man anderweitig zu gutem Geld machen konnte. Vielleicht aber auch aus einer Haltung, die ich "Heilssicherheit" nennen möchte. Man wähnte, die Erlösung von aller Schuld, die Erwählung als Gottesvolk und den Segen des HERRN sicher in der Tasche zu haben. Da brauchte man es mit der Frömmigkeit doch nicht so genau zu nehmen! Das ging durchaus einher mit einem Gefühl der Überlegenheit und sicher auch der Geringschätzung gegenüber "den Völkern", also den armen Heiden mit ihren Abgöttern, die beim HERRN natürlich keine Schnitte abbekamen! Genau hier setzt die heutige Losung an. Gott sagt: "Von wegen "arme Heidenvölker"! Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang ist mein Name herrlich unter den Völkern, spricht der HERR Zebaoth!" Will sagen: Von den Leuten, die ihr geringschätzig als "Vollheiden" bezeichnet, wird mir mehr aufrichtige Verehrung entgegengebracht als von euch!" Jesus wird einmal in die gleiche Richtung weisen mit dem gefügelten Wort: "Viele, die die Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein." (Matthäus 20,16) Dass diese Worte bei den Zuhörern des Maleachi zur Schnappatmung führten, davon gehe ich mal aus! - Für uns bedeutet das, dass wir gut unterscheiden müssen zwischen der Heilsgewissheit, die wir immer neu empfangen und zu der wir uns manchmal auch durchringen müssen und einer Heilssicherheit, die uns nachlässig macht gegenüber den Dingen des geistlichen Lebens. Im Lehrtext spricht Jesus prophetisch bereits von der Gemeinde. Zu ihr, die sich um den Tisch des HERRN schart, werden nicht nur die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs gehören, also Juden, die an Jesus glauben; sondern Menschen aus aller Herren Länder. Und wenn du so willst, kannst du dieses Wort auch auf die Vollendung beziehen und dich darauf freuen, mit wem alles du beim "Hochzeitsmahl des Lammes" (Offenbarung 19, 7.9) zusammensitzen wirst!
In Jesus bist du gesegnet, auch heute schenkt er dir sein Heil: Du bist erlöst! In Jesus bist du gesegnet und eingereiht in die unüberschaubar große Schar der Erlösten! https://www.youtube.com/watch?v=pDw6ZJ_6z1I | |||
| Der Weg zum Leben | 05 Mar 2025 | 00:03:41 | |
Mittwoch, 5. März 2025, Beginn der Passionszeit Eure Sünden haben des HERRN Angesicht vor euch verdeckt, so dass er nicht hört. Jesaja 59,2 Der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn. Römer 6,23
Der Weg zum Leben "Die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören" - so beginnt das 59. Kapitel bei Jesaja und der Vers, der unserer Losung heute vorausgeht. Es kann also gut sein und so klingt es auch, dass man dem Propheten Jesaja vorgehalten hat, dass Gott ja wohl doch kein "Hörer des Gebets" sei und wo denn sein rettendes Eingreifen denn abgeblieben sei. Nein, erwidert Jesaja, dass die Gebetserhörungen ausbleiben, liegt nicht an Gott, sondern an den Leuten: "Eure Sünden haben des HERRN Angesicht vor euch verdeckt, so dass er nicht hört." Ein drastisches Bild: Die Sünden bauen sich wie eine Schallschutzmauer zwischen Gott und uns auf und verhindern, dass unsere Gebete "durchdringen". Jeder Beter kennt das Problem der sog. "unerhörten Gebete" und kein Buch über das Gebet kommt an ihm vorbei. Unsere Losung heute bietet einen möglichen Grund unter vielen in der Bibel, warum Gott mein Gebet nach meiner Wahrnehmung im Moment nicht erhört. Bevor ich Gott dafür also stille oder auch laute Vorwürfe mache, eine Erklärung von ihm verlange oder gleich das Gebet einstelle, ist es nicht ganz verkehrt, sich an die eigene Nase zu fassen, sein Herz zu erforschen und schlicht seine Sünden zu bekennen. Denn, so die Schrift, "wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit." (1. Johannes 1,9) Dass Sünde überwunden und vergeben werden und damit die Mauer, die uns von Gott trennt, durchbrochen werden kann, ist wahrlich Teil des Evangeliums und eine gute Nachricht! Darum ist es so wichtig und wirklich heilsam, Sünde beim Namen zu nennen, zu bekennen und die Vergebung dafür dankbar mit beiden Händen zu ergreifen, denn sie bringt ein tödliches Gift in unser Leben: "Der Sünde Sold ist der Tod", sagt der Apostel Paulus darum im Lehrtext heute. In Jesus kommen hingegen Heilung und Wiederherstellung, ja, nicht weniger als das "ewige Leben" in unser Leben. Sag' selbst: Lohnt es sich nicht, dafür alles dranzusetzen?
In Jesus bist du gesegnet und ist deine Sünde gesühnt und vergeben. In Jesus bist du gesegnet und steht dir die Tür zum ewigen Leben offen. Heute schon. https://www.youtube.com/watch?v=YpBj_2o6C3Y | |||
| Jesus empfangen | 04 Mar 2025 | 00:03:07 | |
Dienstag, 4.März 2025 Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR. Sacharja 2,14 Als Jesus in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der? Matthäus 21,10
Jesus empfangen Wenn dir bei der heutigen Losung das Adventslied "Tochter Zion, freue dich..." einfällt, liegst du genau richtig! Die "Tochter Zion" ist das personifizierte Jerusalem und das steht wiederum als Hauptstadt für ganz Israel. "Ich komme und will bei dir wohnen" ist hier die entscheidende Verheißung. Dass Jerusalem eben nicht nur die Residenzstadt der judäischen Könige war, sondern mit dem Tempel eben auch der "Wohnsitz des Höchsten" - darum geht es. Damit war die wunderbare Gewissheit verbunden: Wir haben den HERRN in unserer Mitte! Von hier aus zieht sich der Bogen bis zu Jesus, der in den Abschiedreden zu den Jüngern sagte: "Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen" (Johannes 14,23). Du merkst also, dass die Losung heute Gottes Liebessprache ist! Das Kommen und Einziehen Gottes ist nun auch das Stichwort für den Lehrtext, der vom Einzug von Jesus in Jerusalem erzählt. Die Tragik der Geschichte besteht darin, dass es die Jünger sind und die Pilger von auswärts, die zum Passahfest nach Jerusalem gekommen waren, die Jesus mit "Hosianna"-Rufen willkommen heißen. Doch Jerusalem verpasst seinen Einsatz. Die Leute von Jerusalem regen sich vielmehr auf und ihnen fällt nichts anderes als die Frage ein: "Wer ist der?" Ich wünsche dir also, dass du für dich eine Antwort auf diese Frage findest; und dass du dann mit dem Psalm 24 sagen kannst: "Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!" (V.7 und 9) Und wenn dir dazu wieder ein Adventslied einfällt, liegst du ebenfalls richtig...
In Jesus bist du gesegnet und hält der lebendige Gott auch bei dir Einzug! In Jesus bist du gesegnet; er offenbare sich dir und zeige dir, wer er ist. https://www.youtube.com/watch?v=rQFb_1QuxRQ | |||
| Auf dem richtigen Weg 3.3.25 | 03 Mar 2025 | 00:04:16 | |
Montag, 3. März 2025 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine. Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Psalm 139, 23-24 Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt. Matthäus 7,14
Auf dem richtigen Weg Wir sagen manchmal: "Der Ton macht die Musik". So kann man ein und denselben Satz zweimal sagen ohne etwas am Wortlaut zu verändern - mit völlig verschiedenem Unterton. Und schon kann er beim zweiten Mal etwas völlig anderes bedeuten! So entdeckt und beschreibt der Psalm 139 in ausdrucksstarken Bildern, wie vollkommen offenbar sei Leben vor den Augen Gottes liegt und von Gott umfangen ist. Und nun kommt der Ton: Man kann diesen Psalm lesen als die kostbare Entdeckung, von Gott in vollkommender Weise geliebt zu sein; aber auch: Ihm unentrinnbar ausgeliefert zu sein! Wir merken also: Unsere ganz persönliche Gottesbeziehung und Gotteserfahrung entscheidet darüber, auf welchem Ohr wir einen Bilbetext hören bzw. welchen Unterton wir mithören! Der Schlussvers nun, der heute unsere Losung bildet, ist die ganz bewusste Einwilligung, ja, geradezu die Bitte darum, von Gott erkannt, erforscht und geprüft zu werden. Das ist wirklich ein Akt des Vertrauens - welchem Menschen gegenüber würde man je eine solche Bitte äußern! Es ist auch die demütige Erkenntnis: Ob ich wirklich auf bösem oder ewigem Wege bin - wer kann dafür schon die Hand ins Feuer legen! Gott allein sieht mir auf den Grund meines Herzens; möge er darum selbst mich auf dem Weg führen, der zu ihm führt! Der Lehrtext greift das Bild vom Weg auf. Früher zierte viele "fromme" Wohnzimmer ein Bild, das anschaulich und drastisch den schmalen und den breiten Weg zeigte (s. Anhang). Der Unterton dafür war ein drohend-moralischer Zeigefinger... also ein Andachtsbild mit unverkennbar pädagogischem Anliegen! Und zart-besaitete Naturen plagten sich ständig mit dem Selbstzweifel, ob sie denn wohl noch auf dem richtigen Weg sind... Es bleibt wohl dabei: Welcher Weg schlussendlich ins Verderben und welcher ins Leben führt - das weiß der HERR. Und wie gut, dass Jesus sich selbst als "der Weg" bezeichnet. Hast du Jesus und lebst du aus dem Hören auf seine Stimme, so darfst du wissen, dass er dich den "rechten Weg" führen wird. Mir erzählte jemand von seiner Mutter. Bevor die Kinder morgens das Haus verließen und zur Schule gingen, betete sie mit ihnen dieses Gebet: "Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort. Sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein." (Heinrich Albert, 1643) Darum geht's.
In Jesus bist du gesegnet und sind deine Füße auf den Weg des Friedens gestellt. In Jesus bist du gesegnet; öffne dich ihm nur ganz vertrauensvoll. https://www.youtube.com/watch?v=o23BVbEoB1U | |||
| Aufgenommen und getragen | 02 Mar 2025 | 00:03:26 | |
Sonntag, 2. März 2025 Der HERR erlöste sie, weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her. Jesaja 63,9 Und siehe, zwei Blinde saßen am Wege; und als sie hörten, dass Jesus vorüberging, schrien sie und sprachen: Ach, Herr, du Sohn Davids, erbarme dich unser! Matthäus 20,30
Aufgenommen und getragen "Ich will die Gnadenerweise des HERRN bekennen..." - so beginnt der Abschnitt, in dem heute unsere Losung steht. Das ist wirklich ein guter Vorsatz und ein guter Weg, um sich das Heil unseres Gottes wirklich auch anzueignen. Du kannst dir also die Losung hernehmen und für "sie" und "Ihnen" "mich" und "mir" einsetzen: "Der HERR erlöste mich, weil er mich liebte und Erbarmen mit mir hatte. Er nahm mich auf und trug mich allezeit von alters her." Hier steht ein Bild Pate bzw. eine Urerfahrung, die im alten Israel jeder kannte: Unterwegs mussten Kinder (und übrigens auch alte Leute) aufgenommen und getragen werden - Kinderwagen, Buggy, Rollstuhl und Rollator waren noch nicht erfunden. Der Lehrtext berichtet uns eine der vielen Blindenheilungen von Jesus. Der Schrei der Blinden enthält ein doppeltes Glaubensbekenntnis: Indem sie Jesus als den "Davidssohn" anrufen, bekennen sie ihn als den Messias, der da kommen soll. Und sie glauben, dass er der Träger des göttlichen Erbarmens ist und es sich darum lohnt, sich nach diesem Erbarmen auszustrecken. Ihr Gebet ist die Vorlage für das Jesus-Gebet der orthodoxen Kirche: "Herr Jesus Christus, Sohn Gottes, erbarme dich über mich." Und ebenso für den "Kyrie-eleison-Ruf in der Liturgie: "Herr, erbarme dich". Es ist das Gebet, dass der HERR gewiss erhört. Denn die Geschichte endet so: "Und es jammerte Jesus, und er berührte ihre Augen; und sogleich wurden sie wieder sehend, und sie folgten ihm nach" (V. 34) - wobei das Sehendwerden im Neuen Testament immer auch ein Ausdruck ist für "zum Glauben kommen". Sollte er es mit dir also anders machen und an deinem "Kyrie eleison" vorübergehen?
In Jesus bist du gesegnet, aufgenommen und getragen von deinem Vater im Himmel. In Jesus bist du gesegnet; er erbarmt sich auch über dich und rührt dich an. | |||
| Kalenderpredigt März 25 | 01 Mar 2025 | 00:06:00 | |
Kalenderpredigt März 25 | |||
| In Gott sein | 01 Mar 2025 | 00:03:41 | |
Samstag, 1. März 2025 Denkt an den Anfang, an das, was schon immer war: In bin Gott und keiner sonst, ich bin Gott, und meinesgleichen gibt es nicht. Jesaja 46,9 In bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. Offenbarung 1,8
In Gott sein Mit der heutigen Losung tauchen wir wieder einmal ein in den Kampf des Propheten Jesaja gegen die Abgötterei in Israel und diesen abgründigen Hang im Volk, sich alle nur erdenklichen Götterfiguren ins Haus zu holen bzw. in Jerusalem aufzustellen und ihnen Altäre zu bauen. Oder sollen wir besser sagen: Es geht um den Kampf und das Werben Gottes um das Herz seines Volkes? Hier nun erinnert Gott an die Anfänge, gemeint ist die Erlösungserfahrung in der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten und dem Bundeschluss am Sinai. Erinnerungskultur hin oder her - wir Menschen sind vergessliche Leute. Besonders wir Europäer sind immer auf der Suche nach dem Neuen und es muss ständig ein Wechsel her. Ein Wort aus der Apostelgeschichte bringt es genial auf den Punkt: "Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu, als etwas Neues zu sagen und zu hören." (Apostelgeschichte 17,21) Griechenland - das war die erste Stadion des Paulus auf europäischem Boden! Da ist für uns die Besinnung auf die geistlichen Anfänge und den ewig reichen und ewig gleichen Gott von besonderer Bedeutung. Das erinnert ein bisschen an den Ruf des Auferstandnen im Sendschreiben an Ephesus, zur "ersten Liebe" wieder zurückzukehren. (Offenbarung 2,4.5) Damit sind wir beim Lehrtext. Alpha und Omega sind erster und letzter Buchstabe des griechischen Alphabets. Gott ist der, der alles umfasst, Anfang und Ende, Ursprung und Ziel. Der ewig Gleiche und Selbige ist aber doch nicht der Unbewegliche, sondern der "Kommende". Man würde ja die Formulierung erwarten: "der da ist und der da war und der da sein wird." Aber nein, in Hinblick auf die Zukunft ist er der Kommende; und wir sind die, die ihm entgegengehen. Damit haben wir für uns heute beides beieinander: Die gute und feste Verankerung in dem, was wir "Anfang" nennen können; und die ganz lebendige Ausrichtung auf den, der auf uns zu kommt, unser Gott.
In Jesus bist du gesegnet und hast du deinen Anfang in Gott. In Jesus bist du gesegnet und wird auch dein Leben einst in Gott wieder münden. https://www.youtube.com/watch?v=-LBN22CRceA | |||
| Zum Heil wurde mir bitteres Leid | 28 Feb 2025 | 00:04:56 | |
Freitag, 28. Februar 2025 Du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen, wir sind in Feuer und Wasser gekommen. Aber du hast uns herausgeführt und erquickt. Psalm 66,12 Paulus schreibt: Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden unterdrückt, aber wir kommen nicht um. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, auf dass auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde. 2.Korinther 4, 9-10
"Zum Heil wurde mir bitteres Leid" (Jesaja 38,17) Eine der ganz großen Fragen des geistlichen Lebens ist die nach dem Leid: Woher es kommt, wer es verursacht, warum es uns trifft, wie man drumrumkommt und natürlich wie man es beendet! Die Frage nach dem Leid drängt sich uns natürlich in den ganz eigenen Leiderfahrungen auf, aber selbstverständlich auch angesichts des unermesslichen Leids in dieser Welt, wovon uns täglich die Nachrichten erreichen. Was sich da hinter dürren und oft schwindelerregenden Zahlen verbirgt, können wir nicht ermessen, nimmt uns schier den Atem und lässt uns oft genug hilflos zurück. Die Frage nach dem Leid ist also nicht theoretischer Natur, sondern greift ans Fundament. Darum ist es natürlich eines der ganz zentralen und fundamentalen Themen in der Bibel - so auch in den beiden Bibelworten heute. In ihnen spiegeln sich - wie immer - konkrete Erfahrungen und ihre geistliche Verarbeitung. In der Losung geht es um Leid, das uns von Menschen zugefügt wird: "Du hast Menschen über unser Haupt fahren lassen" - das ist ein drastisches Bild, aber so kann es sich anfühlen! Die geistliche Verarbeitung besteht darin, dass der Beter Gott als den Handelnden oder zumindest Zulassenden erkennt und glaubt. Während wir jetzt vielleicht schon zu der Frage ansetzen, wie denn bitteschön ein liebender Gott so etwas zulassen kann, schauen wir doch noch einmal genau hin: Der Glaubens- und Vertrauensakt besteht hier darin: "Ich lasse mich nicht davon abbringen, hinter allem, was mir wiederfährt, nur und nur die Hand Gottes zu sehen. Nie ist er weg, nie lässt er mich los. Und ich bin gewiss: Wohinein er mich auch immer kommen lässt: Er bleibt an meiner Seite und führt mich wieder hinaus." Das nenne ich eine starken Glauben, der möglicherweise auch für die nötige Resilienz sorgt, "Feuer und Wasser" zu überstehen und weiterzuleben! Für den Apostel Paulus ist ganz typisch, dass er in seinen Leiderfahrungen - und die gab es bei ihm zuhauf - die Anteilhabe an den Leiden Christi erfuhr und damit - und das ist so wesentlich! - dem Leiden einen Sinn geben konnte; auch für ihn ist das Leiden nicht die Endstation, sondern Durchgangstation zum Leben, frei nach dem Lied: "Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben."(C.F.Gellert) Auch das ist ein starkes Glaubenszeugnis. In beiden Glaubenszeugnissen geht es darum, eigene Leiderfahrungen anzunehmen und ihnen damit ihr Zerstörungspotential für den Glauben und den inneren Menschen zu nehmen.
In Jesus bist du gesegnet; wenn eigenes oder fremdes Leid nach dir greift, so fasse SEINE Hand um so fester: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!" (1. Mose 32,27) In Jesus bist du gesegnet und gesetzt, zu überwinden und den Sieg davon zu tragen. https://www.youtube.com/watch?v=eCx-pycq6SI | |||
| Willensstark werden | 27 Feb 2025 | 00:03:58 | |
Donnerstag, 27. Februar 2025 Dient dem HERRN von ganzem Herzen. Und weicht nicht ab; folgt nicht denen, die nichts sind, die nichts nützen und nicht retten können, denn sie sind nichts! 1. Samuel 12, 20-21 Werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. Epheser 5,17 Willensstark werden Wenn irgendwo das absolute Chaos herrscht, sagen wir dazu schon mal "was für ein Tohuwabohu!" Dieses Wort ist bestes Hebräisch, heißt übersetzt "wüst und leer" und stammt aus den ersten Sätzen der Bibel. Dort beschreibt es den Zustand der Erde vor dem ersten Schöpfungstag. Das erste Wort, also "tohu", steht heute in der Losung und wird hier mit "nichts" übersetzt. Nun könnte man lange darüber nachdenken, ob Gott in der Schöpfung ""nur" in das ungeformte Chaos Ordnung brachte, oder tatsächlich aus dem Nichts heraus die Welt erschuf... In der Losung jedenfalls warnt Samuel damit vor dem Götzendienst und beschreibt die Götzen eben als "Nichtse", also als etwas, was nicht existiert. In Psalm 115 lesen wir: "Die solche Götzen machen, sind ihnen gleich, alle, die auf sie hoffen." (V.8) Damit berühren wir die so existenzielle Frage nach der Daseinskraft in unserem Leben. Es ist die Frage, in wessen Dienst wir unser Leben stellen. Dienen wir "von ganzem Herzen dem Herrn", ist also unser Leben für Gott da, so bekommen wir Anteil an dem "ewig Seienden", an dem, der das Dasein schlechthin ist. Das ist etwas sehr Großes. Das sage ich dir, falls du das Lebensgefühl kennst, ein "ganzes Nichts" zu sein oder von Menschen sogar schon mal Sätze an den Kopf geschleudert bekommen hast wie: "Ohne mich bist du nichts!" oder "Du bist in Wirklichkeit ein Nichts!" Für Gott da zu sein und um Gottes Willen zu leben - das fasst der Apostel Paulus im Lehrtext heute konkret: Das bedeutet schlicht, mit dem Willen Gottes in Übereinstimmung zu kommen, also den Willen Gottes verstehen und tun. Das ist die innerste Bestimmung und auch letzte Erfüllung unseres Lebens. Das bedeutet es, ein Mensch im Vollsinn des Wortes zu sein. Erlöst zu sein durch Jesus bedeutet, dass der eigene Wille aus Verstrickung, Verwirrung und Zerbrochenheit wieder aufgerichtet wird, so dass wir wieder von Herzen wollen können, was Gott will und aus tiefster Überzeugung beten können: "Vater im Himmel, dein Wille geschehe." In Jesus bist du gesegnet; er sagt zu dir: "Du sollst sein und dich soll es geben." In Jesus bist du gesegnet und sei dein Wille geheiligt, befreit und in Gott begründet. https://www.youtube.com/watch?v=61mQNfJzAiE | |||
| Aus Gott geboren | 26 Feb 2025 | 00:03:29 | |
Mittwoch, 26. Februar 2025 Wer bestimmt den Geist des HERRN, und welcher Ratgeber unterweist ihn? Jesaja 40,13 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist. Johannes 3,8 Aus Gott geboren "Gottes unvergleichliche Größe und Macht" - das ist das Thema des Propheten Jesaja in dem Kapitel, dem die heutige Losung entnommen ist. Mit frappierenden Bildern, die Jesaja alle in rhetorische Fragen verpackt - wie die Losung z.B. - bringt er seine Leser und Hörer zu der schlichten Einsicht und zum Staunen: Ja, unser Gott ist wahrlich unvergleichlich groß! Mindestens genau so wichtig ist, was daraus folgt: darum fürchten wir uns nicht, darum vertrauen wir uns ihm an, darum beten wir ihn an - du kannst hier deine ganz eigenen Schlussfolgerungen ziehen! Der Lehrtext nimmt uns mit hinein in das nächtliche Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus. Jesus erklärt diesem Schriftgelehrten, wie man in das Reich Gottes kommt - nämlich durch nicht weniger, als dass man von neuem geboren werden muss aus Wasser und Geist. Diese "neue Schöpfung", wie der Apostel Paulus sie später nennt, hat ihren Ursprung nicht in dieser Welt, sondern in Gott. Darum ist ihr "Woher" und "Wohin" auch nicht innerweltlich und irdisch zu fassen und zu erklären. Kein Röntgengerät, kein psychologischer Test, kein EEG und kein CT kann sie erfassen. Das will Jesus mit dem Bild vom Wind für das Wirken des Heiligen Geistes sagen. Und doch ist diese "neue Schöpfung" (2. Korinther 5,17), also das, was der Heilige Geist in uns Neues "zur Welt bringt", im höchsten Maße wirksam und nicht bloße Theorie, die man eben irgendwie glauben muss. In Hinblick auf den Schriftgelehrten Nikodemus heißt das dann eben auch: Du kommst nicht ins Reich Gottes durch das Einhalten und Befolgen eines Gesetzes oder Regelwerkes, wie immer man das auch definieren mag; ja, du kommst überhaupt nicht aus eigener Kraft und Anstrengung hinein. Es muss wirklich etwas "von oben" her geschehen (so kann man das "von neuem" in Johannes 3,3 und 7 auch übersetzen). Du kannst dich eben nicht selbst gebären, sondern musst geboren werden. In Jesus bist du gesegnet und gehörst du zur Welt Gottes. In Jesus bist du gesegnet und sei gesegnet in dir das Leben aus Gott. https://www.youtube.com/watch?v=2P_nduO43-o | |||
| Alles vor Gott bringen | 25 Feb 2025 | 00:02:43 | |
Dienstag, 25. Februar 2025 Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil. Psalm 118,14 Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. Jakobus 5,13 Alles vor Gott bringen "Danket dem HERRN, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich" - mit diesen bekannten Worten beginnt dieser wunderschöne Lobpreispsalm 118, dem die heutige Losung entnommen ist. Ihr folgt der Vers: "Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: Die Rechte des HERRN behält den Sieg!" (V. 15) Übersprudelnde Freude an Gott kommt uns da heute entgegen! Ich bin kürzlich einmal gefragt worden: "Wer ist Gott für dich?" Auf solch eine Frage antwortet die Losung heute. Man kann über Gott in Wahrheit nicht als Unbeteiliger sprechen wie über eine Sache oder ein Thema. Wir können nur darüber reden, wer und was er für uns ist, für dich und für mich; immer nur als Betroffene und immer nur das, was wir konkret mit ihm erfahren haben. Du kannst dir also das Losungswort zu eigen machen und mit eigenen Worten fortsetzen! Zum Leben gehört bekanntlich nicht nur die übersprudelnde Freude sondern auch das Leiden - davon spricht der Lehrtext heute und davon, dass eins wie's andere uns Anlass zum Beten sein kann und soll. So bilden z.B. die 150 Psalmen der Bibel wirklich das ganze Spektrum menschlichen und geistlichen Lebens ab! "Beten ohne Unterlass" (1. Thessalonicher 5,17) bedeutet also, in wirklich allen Lebenslagen und Wechselfällen des Lebens ein Gott zugewandtes Leben zu führen nach dem Motto: "Mach' aus allem ein Gebet!" (Dora Rappard, 1893) In Jesus bist du gesegnet mit der ganzen Zugewandtheit deines Vaters im Himmel. In Jesus bist du gesegnet; sei nur ganz du selbst, wenn du vor sein Angesicht kommst. | |||
| Erfüllt werden | 24 Feb 2025 | 00:03:57 | |
Montag, 24. Februar 2025 Ihr trinkt den Wein kübelweise und verwendet die kostbarsten Parfüme; aber dass euer Land in den Untergang treibt, lässt euch kalt. Amos 6,6 Betrinkt euch nicht; denn zu viel Wein verführt zu einem liederlichen Lebenswandel. Lasst euch lieber vom Geist Gottes erfüllen! Epheser 5,18 Erfüllt werden "Weh den Sorglosen zu Zion" - so beginnt der Prophet Amos sein 6. Kapitel, in dem auch die heutige Losung steht. Er hat ein geharnischtes Gerichtswort für die dekadente Oberschicht in Jerusalem und bedient sich dazu einer unverblümten und deftigen Sprache, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Wir könnten uns jetzt ein bisschen in der Geschichte umschauen und würden ein immer ähnliches Muster finden: Dem Untergang ganzer Reiche und Kulturen ging oft voraus, dass sich die Schere zwischen arm und reich immer weiter öffnete. Eine elitäre Oberschicht hielt zwar die Macht in Händen, den Bezug zur Realität aber verlor sie komplett. Ihre "Probleme" waren sog. "Luxusprobleme" im wahrsten Sinne des Wortes. Wo die Dekadenz einzieht, ist der Untergang nicht weit. Parallelen zu unserer Zeit sind weder ungewollt noch unbeabsichtigt... Übermäßiger Alkoholkonsum bis hin zur Alkoholabhängigkeit waren offensichtlich auch im alten Ephesus ein Problem und natürlich auch in der dortigen Gemeinde. Darum sah sich der Apostel Paulus veranlasst, unter anderem den heutigen Lehrtext zu formulieren. Suchterkrankungen sind bis heute Thema auch unter Christen und in Gemeinden - und das keineswegs bei den sog. "Neubekehrten", sondern auch bei altgedienten Gemeindemitgliedern. Und mir scheint, dass die Bereitschaft, sie zuzugeben, sie ernstzunehmen und aus der moralischen Schmuddelecke herauszuholen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, zunimmt. Das ist gut so! Wenn Paulus in diesem Zusammenhang vom Heiligen Geist spricht, dann will er natürlich nicht sagen: "Du musst dich nur vom Heiligen Geist erfüllen lassen, dann bist du deine Sucht los" oder "wenn du an einer Suchterkrankung leidest, dann kannst du ja wohl den Heiligen Geist nicht haben". Solche Sätze sind zumindest unbarmherzig, wenn nicht fahrlässig. Aber Paulus deutet an, dass es tief in unserer Seele eine Sehnsucht nach Erfüllung gibt, einen Hunger und Durst, den tatsächlich im letzten nur Gott stillen kann. Der Weg hin zu dieser Erfahrung kann lang sein; aber es lohnt sich, immer wieder neu auf sie zu zugehen. In Jesus bist du gesegnet; er ist die Brot und Wasser des Lebens, das deine Seele satt macht. In Jesus bist du gesegnet und befähigt, Licht und Hoffnung in diese Welt zu tragen. https://www.youtube.com/watch?v=Uj3CnrDaLlQ | |||
| Glauben wie Jesus | 23 Feb 2025 | 00:03:28 | |
Sonntag, 23. Februar 2025 So spricht der HERR: Ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern. Sacharja 9,8 Jesus stand auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich und es ward eine Stille. Er sprach aber zu den Jüngern: Wo ist euer Glaube? Lukas 8, 24-25 Glauben wie Jesus Was für ein schönes Bild uns der Prophet Sacharja heute in der Losung vor die Augen malt: Wie ein Heer sein Lager um eine Stadt herum aufschlägt, um sie zu schützen, so will Gott sich selbst um "sein Haus", also das kriegsgebeutelte Volk Israel, lagern. Einer der Namen Gottes lautet "Herr Zebaoth", was übersetzt "Herr der Heerscharen" heißt; und damit sind seine himmlischen Heerscharen und Engelmächte gemeint. Es spricht nichts dagegen, dass du diesen Zuspruch auch für dich persönlich heute hören kannst: Du bist umzingelt, du bist umlagert und von allen Seiten umgeben vom HERRN; seine Engelsheere halten die Wacht an allen deinen Toren: Du bist behütet und bewacht! In der Geschichte von der Sturmstillung, der der heutige Lehrtext entnommen ist, erlebten die Jünger das ganz konkret. Ein hereinbrechendes Unwetter über dem See Genezareth brachte sie in Lebensgefahr - meinten sie zumindest. Jesus schien das ganz anders zu sehen - er fühlte sich so sicher, dass er tief und fest schlafen konnte. Der Glaube der Jünger reichte gerade mal so weit, dass sie ihn aufweckten - sicher in der Hoffnung, dass er ihnen in dieser brenzligen Situation irgendwie beistehen würde! Das ist ja schon mal was. Aber sie hatten nicht den Glauben des Christus, der sie ganz gelassen und ruhig hätte sein lassen in der Gewissheit, in der Hand des Vaters geborgen zu sein. Und sie hatten auch nicht den Glauben des Christus, nämlich in seinem Namen selbst Wind und Wellen zu gebieten. In Jesus begegnen sie einer Dimension des Glaubens, die sie vollig verständnislos sein lässt: "Erschrocken aber erstaunten sie und sagten zueinander: Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser gebietet und sie ihm gehorchen?" (V.25) In Jesus bist du gesegnet; er umgibt dich von allen Seiten und hält seine Hand über dir. (Psalm 139,5) In Jesus bist du gesegnet und soll dein Glaube wachsen und zunehmen und Christus ähnlich werden. https://www.youtube.com/watch?v=pAFpVH6D6Fk | |||
| Immer fair bleiben | 22 Feb 2025 | 00:03:38 | |
Samstag, 22. Februar 2025 Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben kannst. 5.Mose 16,20 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden. Matthäus 5,6 Immer fair bleiben! Auch im Textzusammenhang der heutigen Losung geht es um Grundfragen der Justiz; da werden Richter und Aufseher erwähnt, geregelte Gerichtsverhandlungen und die Warnung davor, Bestechungsgeschenke anzunehmen. Die "Unabhängigkeit der Gerichte" ist bis heute ein Grundpfeiler jeder Demokratie. Die Losung geht überdies so weiter: "...damit du leben kannst und das Land in Besitz nimmst, das der HERR, dein Gott dir gibt." Hier geht es also um die Verheißung des Heimatlandes, die Gott schon einem Abraham gegeben hatte. Der Streit darum ist bis heute der Kern des Nahostkonfliktes. Bleibt zu hoffen, dass die Bedingung für diese Verheißung, wie sie die Losung heute nennt, dabei nicht übersehen wird. In vielen zwischenmenschlichen Konflikten geht es um Gerechtigkeit - auch wenn sie nicht vor Gericht ausgetragen werden. Es bringt uns auf die Palme und erbittert uns, wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen. Darum ist es umgekehrt so wichtig, dass wir auch im Streit uns bemühen und dem "nachjagen", dem anderen gerecht zu werden und ihn fair zu behandeln. Versöhnung ist nicht ohne Gerechtigkeit zu machen! Jesus nimmt dieses Verlangen nach Gerechtigkeit sogar in die Seligpreisungen auf, mit denen er seine Bergpredigt beginnt. Hier geht es dann nicht nur um die Gerechtigkeit im Umgang miteinander, sondern auch in Hinblick auf Gott. Hier ist Christus unsere Gerechtigkeit; er spricht uns gerecht und bringt uns zu-recht in den Augen Gottes, sodass niemand mehr Anklage gegen uns erheben kann. Wer sich danach sehnt - satt soll er werden: Das verspricht Jesus hier. Man kann die Seligpreisungen in dieser Hinsicht sowohl lesen als Ecksteine der Nachfolge und kleines Einmaleins des geistlichen Lebens als auch als Magna Carta des Reiches Gottes. Wie dem auch sei: Es lohnt sich wirklich, sich mit jeder Faser des Herzens nach der Gerechtigkeit auszustrecken, ihr nachzujagen und sich mit der Ungerechtigkeit in jeglicher Form nicht abzufinden - auch heute! In Jesus bist du gesegnet; du sollst wissen, dass dir von Gott immer Gerechtigkeit widerfährt. In Jesus bist du gesegnet und befähigt, Fairness in deinen Gedanken und Taten walten zu lassen! | |||
| Dazu gehören | 21 Feb 2025 | 00:03:11 | |
Freitag, 21.2.25 Weide dein Volk mit deinem Stabe. Micha 7,14 Christus selbst hat die einen als Apostel eingesetzt, die anderen als Propheten, andere als Verkündiger des Evangeliums und wieder andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen auszurüsten für die Ausübung ihres Dienstes. So wird der Leib Christi aufgebaut. Epheser 4, 11-12 Dazu gehören Die Losung heute ist Teil eines Heilungsbildes, dass der Prophet Micha seinen Zuhörern vor Augen malt. Das Volk soll wieder sein wie eine Schafherde, die sich nicht ängstlich irgendwie in den unzugänglichen Bergen und im Dickicht verkrümelt, um nicht seinen Feinden in die Hände zu fallen, sondern es soll sein wie eine Herde, die wieder in Frieden auf offene Fläche und im üppigen Grün der Ebene weidet. Kein fremder Stab soll sie weiden, sondern ihr eigener. Es geht also um Wiederherstellung des Volkes Gottes und seiner Souveränität als Nation. Male dir gerne dieses Bild ein wenig aus, verweile dabei und schau', was es in dir zum Schwingen bringt! Mit dem Lehrtext sind wir mitten in einem der zentralen Gemeindetexte des Apostels Paulus. Es ist der Schlüsseltext zum sogenannten "Fünffachen Dienst", in dem der Hirtendienst nur einer unter mehreren ist. Paulus verwendet für die Gemeinde sowohl das Bild des Leibes, der nur auf Grund vieler verschiedener Funktionen lebensfähig ist, als auch das Bild des Hauses, zu dessen Erbauung es viele verschiedene "Handwerker", Tätigkeiten und Kompetenzen braucht. Dein Leben hat also einen Sinn und eine Bedeutung und dient zu etwas. Du gehörst zu einem Größeren und Ganzen. Der eigene geistliche Weg, um den es uns ja immer wieder geht, hat immer auch diesen größeren Zusammenhang der Gemeinde, der "Gemeinschaft der Heiligen". In dieser Gemeinschaft hast auch du eine wichtige und unverwechselbare Funktion! In Jesus bist du gesegnet, in die Herde seiner Weide und in seinen Leib gestellt und eingebunden. In Jesus bist du gesegnet - du gehörst dazu! https://www.youtube.com/watch?v=OSq0IXdeNR0 | |||
| Gott kümmert sich | 20 Feb 2025 | 00:02:58 | |
Donnerstag, 20. Februar 2025 Der HERR wird seinem Volk Recht schaffen, und über seine Knechte wird er sich erbarmen. 5. Mose 32,36 Sollte Gott nicht recht schaffen seinen Auserwählten, die zum ihm Tag und Nacht rufen, und sollte er bei ihnen lange warten? Lukas 18,7 Gott kümmert sich! Das Leben des Mose ging dem Ende entgegen. Das umfangreiche Gesetzeswerk, das er von Gott empfangen und dem Volk Israel verkündigt hatte, hatte er niedergeschrieben und in die Bundeslade legen lassen. Nun schickte er sich an, jeden der 12 Stämme Israels zu segnen. Doch vorher noch schrieb er ein langes Lied, das "Lied des Mose" (s.a. Offenbarung 15,3). Daraus stammt die heutige Losung. Sie ist ein wunderbares Versprechen: Der HERR wird sich um sein Volk kümmern - darum geht es! Gott ist darin wie ein guter Hirte oder ein guter Vater. Und er kümmert sich auch um dich und mich. Mit dem Lehrtext schließt Jesus das Gleichnis vom ungerechten Richter und der bittenden Witwe. Wenn schon ein ungerechter Richter dem Bitten einer Witwe schließlich nachkommt, um endlich seine Ruhe zu haben - um wieviel mehr wird Gott sich unverzüglich seiner Kinder annehmen, die ihm am Herzen liegen und sich um sie kümmern? Dass Jesus sich um uns kümmert - das ist durchaus manchmal angefochten. Die Jünger fragten Jesus einmal, als sie in Seenot geraten waren: "Lehrer, kümmert es dich nicht, dass wir umkommen?" (Markus 4,38) Doch der HERR belehrte sie eines Besseren und brachte und Sturm und Wellen zum Schweigen. Jesus wirbt um unser Vertrauen zum Vater im Himmel. So vertrau' doch auch du. Im richtigen Moment wird er eingreifen. Ihm ist es wahrlich nicht egal, wie es dir geht. Ihm liegt auch an dir! In Jesus bist du gesegnet und in die Fürsorge und Obhut Gottes aufgenommen. In Jesus bist du gesegnet; sei in deinem Beten nur unverdrossen und unverzagt und ganz gewiss: ER hört dich! https://www.youtube.com/watch?v=KT__5B-KRd8 | |||
| Mit Gott übereinstimmen | 19 Feb 2025 | 00:04:14 | |
Mittwoch, 19. Februar 2025 Wenn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Psalm 127,1 Simon sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische. Lukas 5, 5-6 Mit Gott übereinstimmen Heute geht es um das geistliche Prinzip der Übereinstimmung mit Gott. Dahinter steht die Tatsache, dass Gott im Vollsinn des Wortes am Werke ist. Er hat in der Schöpfung nicht die Welt angeworfen wie einen Motor und sich dann zur Ruhe gesetzt, während die Welt nun wie ein Motor läuft und läuft. Er hat sie auch nicht uns Menschen mit guten Wünschen in die Hände gedrückt nach dem Motto "dann macht mal!" und sich dann mit verschränken Armen zurückgelehnt. Nein, Gott ist bis zu diesem Augenblick im höchsten Maße wirksam - in deinem und meinem Leben und in aller Welt; daran zu glauben und darauf zu vertrauen ist ein wichtiger Bestandteil unseres geistlichen Lebens. Wie nun unsere Arbeit, unser Schaffen und unser Gestalten damit zusammenhängt - darum geht es. Soll unsere Arbeit und das, was wir ins Werk setzen, in irgendeiner Weise Bestand haben, muss es in Übereinstimmung kommen mit dem, was Gott macht - das sagt die Losung heute in diesem einprägsamen Bild vom Hausbau. Das gilt in besonderer Weise für die Arbeit in Kirche und Gemeinde. Das Gute ist: Gott lässt sein Reich wachsen und baut seine Gemeinde. Das darf uns freuen und gelassen machen und anspornen, uns als seine Handlanger und Zuarbeiter ins Zeug zu legen! Das Wichtige ist: Bevor wir planen, konzipieren, tun und machen, müssen wir genau hinschauen: Was macht Gott? Wo wirkt der HERR? Wo und wie baut er gerade? Und wo baut er im Moment gerade nicht? In Übereinstimmung mit Gott zu kommen - das ist das Geheimnis fruchtbarer Gemeindearbeit. Nichts ist so ermüdend wie die Einsicht, eigentlich umsonst gearbeitet und sich abgerackert zu haben. "Umsonst" - das war auch das Ergebnis einer ganzen Nachtschicht beim Fischer Petrus. Davon erzählt der Lehrtext. Doch er geht einen wichtigen Schritt: Er beharrt nicht auf seiner Berufserfahrung und seiner vermeintlichen Kompetenz als Berufsfischer, nämlich bei Tageslicht keinesfalls fischen zu gehen. Er geht das Wagnis des Gehorsams ein - ein wichtiger Vertrauensschritt auf Jesus zu: "Auf dein Wort hin!" So kommt er in Übereinstimmung mit Jesus: Jesus hatte bereits die Fische zusammen und an die Oberfläche gebracht. Petrus und seine Kollegen mussten sie nur noch abfischen. "Wenn der Herr die Fische nicht ins Netz treibt, so fischen die Fischer umsonst". Du kannst die Satz für deine aktuelle Situation umformulieren! In Jesus bist du gesegnet; auch du bist Mitarbeiter im Werk des HERRN! In Jesus bist du gesegnet mit dem gehorsamen Herzen, das mit IHM übereinstimmt. https://www.youtube.com/watch?v=cvkr-yrfshU | |||
| Nicht enttäuscht werden | 18 Feb 2025 | 00:03:41 | |
Dienstag, 18. Februar 2025 Du wirst erfahren, dass ich der HERR bin, an dem nicht zuschanden werden, die auf mich harren. Jeaja 49,23 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Machthaber und vor die Behörden führen, dann sorgt euch nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; denn der heilige Geist wird euch in jener Stunde lehren, was ihr sagen müsst. Lukas 12, 11-12 Nicht enttäuscht werden Wenn wir scheitern, etwas in den Sand setzen oder uns eingestehen müssen, aufs falsche Pferd gesetzt zu haben, dann ist das meist mit dem Gefühl der Scham verbunden; wenn wir darüber reden, ist das meist mit roten Ohren verbunden. "Zuschanden werden" nennt das die heutige Losung. Das erlebt niemand gerne. In der Losung gibt uns daher der HERR ein starkes Versprechen: Wenn wir uns auf ihn verlassen und unsere Hoffnung auf ihn setzen, machen wir keine Bauchlandung. Dabei gilt die Faustregel: Alles, was wir selbst tun können, nimmt uns der Herr nicht einfach ab. Und: "Gott erfüllt nicht alle unsere Wünsche, aber alle seine Verheißungen." (D. Bonhoeffer) Jesus spricht im Lehrtext von einem Sonderfall, in dem sich seine Jüngerinnen und Jünger in besonderer Weise auf den Beistand des Heiligen Geistes verlassen können, und das ist die Verfolgungssituation. Jesus macht seinen Nachfolgern nichts vor und spricht wie selbstverständlich von den Verfolgungen, die auf sie zukommen werden. Es geht im engeren Sinne dabei um Situationen, in denen ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Pistole auf die Brust gesetzt wird, sie sich zu verantworten haben und Rede und Antwort stehen müssen. Und ja, es ist klug, sich auf knifflige Gesprächssituationen gut vorzubereiten, manche Situation in Gedanken schon einmal durchzuspielen und sich gute Argumente zurechtzulegen. Doch manchmal sind es ja genau diese gutgemeinten Vorbereitungen, die uns behindern, auf die Situation - die natürlich anders kommt, als wir das dachten! - adäquat und passgenau zu reagieren. Es ist klüger, auch mit dem unmittelbaren Wirken des Heiligen Geistes und seinen Eingebungen zu rechnen. Es ist dabei übrigens ausgesprochen von Vorteil, wenn wir darin geübt sind, auf diese Impulse des Heiligen Geistes zu achten und nicht erst dann damit beginnen, wenn's brenzlig wird... In Jesus bist du gesegnet; in deinem Hoffen und Warten auf ihn sollst du nicht enttäuscht werden. In Jesus bist du gesegnet und ist dir sein guter Heiliger Geist als Beistand in allen Dingen zur Seite gestellt. Darauf kannst du dich verlassen! https://www.youtube.com/watch?v=QDzrXhI-y5g | |||
| Sprachfähig werden | 17 Feb 2025 | 00:03:34 | |
Montag, 17. Februar 2025 Von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich, HERR. Ich verhehle deine Güte und Treue nicht vor der großen Gemeinde. Psalm 40,11 Paulus schreibt: Wir fanden in unserm Gott den Mut, bei euch das Evangelium Gottes zu sagen in hartem Kampf. 1.Thessalonicher 2,2 Sprachfähig werden Das kennst du sicher auch aus vielen Gesprächen und Begegnungen: Viele Menschen und sicher wir selbst auch, haben unser Lieblingsthema. Ein Stichwort reicht, und wir plaudern fröhlich drauf los. Aber täuschen wir uns nicht: das, was uns wirklich beschäftigt und in Wahrheit angesagt ist, dass geben wir nicht so ohne Weiteres an der Kaffeetafel preis. Dabei könnte es in vertrauter Runde wirklich einmal sehr aufschlussreich und in die Tiefe gehend sein, wenn wir uns diese Frage einmal stellen: "Was ist eigentlich gerade dein Thema? Was bewegt dich und treibt dich wirklich um?" Da kann es dann schon mal sein, dass jemand mit etwas rausplatzt, das niemand für möglich gehalten hätte... Im Textzusammenhang der Losung heute geht es genau um diese Frage: Wovon und worüber rede ich? Was ist ist in mir und "will raus", wie man so schön sagt? Der Psalmist beteuert, dass ein Herz von der Wahrheit und dem Heil Gottes, seiner Güte und Treue voll ist; und davon geht der Mund bekanntlich über. Wir sagen dazu heute: "Sprachfähig werden in geistlichen Dingen". Wie sieht das bei dir aus? Wir machen uns vermutlich kein Bild davon, unter welch widrigen Umständen der Apostel Paulus gepredigt hat und mit wieviel Widerstand und Widerspruch er bei seiner Missionstätigkeit zu kämpfen hatte. Das deutet er im heutigen Lehrtext an. Von der Wahrheit und dem Heil Gottes reden - nicht um Leute zu ärgern oder zu provozieren, aber doch auch gegen Widerstand: Das ist eine Nummer für sich. Natürlich ist es uns viel lieber, dass das, was wir über Gott und unseren Glauben an ihn sagen, auf interessierte, gesprächsbereite und zugeneigte Ohren trifft. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es die Botschaft selbst ist, die den Unglauben und die Ablehnung gegenüber Gott wachruft, die normalerweise unter der Oberfläche schlummert. Verliere also nicht den Mut und lass dich nicht einschüchtern, wenn du auf Widerstand stößt, wenn von dem sprichst, was dir am Herzen liegt. In Jesus bist du gesegnet; mögest du das Heil unseres Gottes, seine Güte und Treue am eigenen Leibe erfahren. In Jesus bist du gesegnet; lass dich nicht mundtot machen in dem, was du zu sagen hast! https://www.youtube.com/watch?v=40Qf_qtuL3c | |||
| Stark und schwach | 16 Feb 2025 | 00:03:56 | |
Sonntag, 16. Februar 2025 Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Jesaja 40, 29 Paulus schreibt: Der HERR hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. 2. Korinther 12,9 Stark und schwach Das Trauma der Verschleppung nach Babylon hatte im Volk Israel zu einer tiefen geistlichen Ermüdung geführt, die es mit den resignierenden Worten zum Ausdruck brachte: "Mein Weg ist verborgen vor dem HERRN, und meinem Gott entgeht mein Recht." (V.27) Auf gut Deutsch: "Gott hat mich übersehen. Er geht an mir vorüber." Sollte dir das irgendwie bekannt vorkommen - willkommen im Club! Jesaja erweist sich wieder einmal mehr als der große Seelsorger und Tröster Israels. Zunächst spricht er aus, was alle denken; das ist der V.27. Dann erinnert er das Volk an was, was sie doch eigentlich schon einmal wussten: "Hast du es nicht erkannt, oder hast du es nicht gehört? Ein ewiger Gott ist der HERR...er ermüdet nicht und er ermattet nicht..." (V.28) Dann folgt die Losung und fährt fort: "Ja, durchaus: selbst Jünglinge ermüden und ermatten..." (V.30) Und schließt in dem unnachahmlich schönen Bild: "Die auf den HERRN hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben die Schwingen empor wie Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht." (V.31) Unsere Seele braucht heilsame Bilder. Dies ist eines davon! Ich möchte es heute auch dir vor die Augen malen! Damit sind wir auch bei einer Schlüsselerfahrung des Apostels Paulus. Er muss in seinem Leben und in seinem Dienst sehr unter der Erfahrung der Schwäche gelitten haben, der Begrenztheit und des Unvermögens - er deutet das immer wieder an. Und doch gehört zum zentralen Wortrepertoire des Paulus die dynamis (griech.), die große Kraft Gottes. Das war ja seine Bekehrungs- und damit Schlüsselerfahrung: In der Begegnung mit dem Auferstandenen war eine Kraft, die ihn zu Boden warf und erblinden ließ (Apostelgeschichte 9,4)! Was für eine tröstliche Erfahrung: Gott bedient sich gerade unserer Schwäche, um seine Gnade zu entfalten und seine Kraft zur Wirkung kommen zu lassen. Wie entspannt und gelassen kannst du also mit deinen Schwachheiten und Begrenzungen umgehen! Du musst dich nicht als Energiebündel präsentieren; du brauchst dich nur mit offenem Herzen und offenen Händen dem "Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit" (2. Timotheus 1,7) zu überlassen. In Jesus bist du gesegnet; Adlerschwingen sind über und unter dir gebreitet. In Jesus bist du gesegnet; seine Kraft werde dir heute in besonderer Weise zuteil. https://www.youtube.com/watch?v=rkAL0c7y5Ls https://www.youtube.com/watch?v=g4H9SWJqTn8 | |||
| Beten verwandelt | 15 Feb 2025 | 00:04:05 | |
Samstag, 15. Februar 2025 Mein Gott, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe. Psalm 22,3 Christus hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen mit lautem Schreien mit mit Tränen vor den gebracht, der ihn aus dem Tod erretten konnte; und er ist erhört worden, weil er Gott in Ehren hielt. Hebräer 5,7 Beten verwandelt "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" - mit diesen Worten beginnt der Psalm 22; unser Losungstext ist dann gleich der nächste Vers. Jesus hat ihn am Kreuz gebetet und es ist nicht falsch, anzunehmen, dass er den ganzen Psalm gebetet hat. Als Jude kannte sich Jesus in der Schrift bestens aus und praktizierte selbstverständlich das Gebet mit den Psalmen. Und es ist eine fundamentale Gebetserfahrung, dass es in Stunden größter Not oft nicht möglich ist, eigene Worte zu finden und zu formulieren; wie gut, wenn man dann mit den Worten und Gebeten der Heiligen Schrift beten kann; wenn das bei Jesus schon so war - um wieviel mehr auch bei uns! Dabei ist der Psalm 22 - wie vo viele Klagepsalmen - nicht nur ein Gebet, in dem der Beter einfach sein Herz ausschüttet, sondern er ist eher ein Gebetsweg oder Gebetsprozess, in dem der Beter eine innere Verwandlung oder Transformation erfährt. Mitten im Psalm 22, nämlich ausgerechnet auch im Vers 22, kommt es zu einer geradezu abrupten Wende: "Du hast mich erhört", heißt es da ganz schlicht und fährt fort: "Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben." (V.23) Das Empfinden der Gottverlassenheit steht also am Anfang - und ja, so kann man sich fühlen, natürlich! Aber jetzt gilt es, weiterzubeten, immer weiter. Nach dem Lukasevangelium lautete dann das letzte Kreuzeswort, bevor Jesus starb: "Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände" (Lukas 23,46) - übrigens auch wieder ein Psalmwort (Psalm 31,6). Der Hebräerbrief, aus dem der Lehrtext heute stammt, hat eines im Sinn: Jesus in allen Farben dem Leser vor Augen und in die Seele zu malen! So beschreibt er z.B. im Lehrtext den irdischen Jesus in seiner ganzen Menschlichkeit - und denkt dabei sicher an sein Beten im Garten Gethsemane und am Kreuz. Er schlägt dann einen Bogen bis zum erhöhen Christus, wenn er fortfährt: "...und lernte, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam; und vollendet ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden, von Gott begrüßt als Hoher Priester nach der Ordnung Melchisedeks." (V.8-10) Was für ein Weg, was für eine Verwandlung! In Jesus bist du gesegnet; er ist auch für dich "der Urheber ewigen Heils geworden". In Jesus bist du gesegnet, ermutigt und gestärkt, deinen Gebetsweg zu gehen. Fang' nur immer wieder an: Beten verwandelt! https://www.youtube.com/watch?v=UDYV-WD5_No | |||
| Am Kreuz | 14 Feb 2025 | 00:04:20 | |
Freitag, 14. Februar 2025 Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn auch für nichts geachtet. Jesaja 53,3 Sehet, welch ein Mensch! Johannes 19,5 Am Kreuz Vor 10 Tagen hatten wir mit der Losung das dritte sog. "Gottesknechtslied" aufgeschlagen, heute nun das Vierte und Letzte. Darin wird der leidende Gottesknecht beschrieben - eine prophetische Schau auf Jesus in seinem Leiden und Sterben; und das immerhin runde 700 Jahre v.Chr.! Der nahe Osten gehört zu einem Kulturkreis, den wir eine Scham-und-Ehre-Kultur nennen im Gegensatz zu uns in Westeuropa, das zur Schuld-und-Strafe-Kultur gehört. Darum entstammt die Kreuzigung auch dem Orient, weil sie neben den körperlichen Qualen vor allem auf die Entehrung und Beschämung und psychische Demontage des Delinquenten abzielte. Das spiegelt sich in der Losung wieder. Um Verachtung geht es; "dass man das Angesicht vor ihm verbarg" - dazu sagen wir heute: "Fremdschämen". Und der Prophet setzt noch einmal nach und spricht im "wir": "Wir haben ihn auch für nichts geachtet". Damit vollzieht er etwas Wesentliches, dass auch für uns von so großer Bedeutung ist, wenn wir die Passionsgeschichte lesen: Nicht nur distanzierter Beobachter bleiben nach dem Motto: "Wie kann man nur! Ich würde so etwas nie tun!", sondern selbst Teil des Geschehens werden und sich fragen: "Wer bin ich in dieser Geschichte?" Der Lehrtext bietet uns heute den berühmten Ausruf von Pontius Pilatus, mit dem er Jesus der Volksmenge präsentierte - gegeißelt, in Purpur gehüllt und mit einer Dornenkrone gekrönt. Er selbst ist von der Unschuld von Jesus überzeugt. Was meint Pilatus mit diesem Ausruf? Rechnet er mit einer Aufwallung von Erbarmen bei den Leuten, wenn sie erst den gegeißelten Jesus sehen würden? Hofft er darauf, dass die Leute angesichts des Blutüberströmten Genugtuung verspüren und nicht mehr seine Hinrichtung fordern würden? Doch die Rechnung geht nicht auf - als die Hohenpriester und Volksmenge Jesus sehen, geht das Geschrei los: "Ans Kreuz! Ans Kreuz!" Eine schaurige Szene. Nein, man mag nicht hingucken, da hat Jesaja vollkommen recht; man möchte das Angesicht verbergen. Doch Pilatus hat auch Recht: Es ist gut und heilsam, hinzuschauen auf "Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens." (Hebräer 12, 2) Der Evangelist Johannes, der uns den Ausruf des Pilatus überliefert, erzählt ganz am Anfang seines Evangeliums ebenfalls davon, dass da einer rufend auf Jesus zeigt. Es ist Johannes der Täufer, der ruft: "Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!" (Johannes 1, 29) Beide Ausrufe gehören zusammen. In Jesus bist du gesegnet; wo immer sich Unansehnlichkeit und Beschämung auf dein Leben gelegt haben - Jesus hat sie mit sich aufs Kreuz genommen. In Jesus bist du gesegnet; "sein Kreuz bedeckt deine Schuld. Sein Blut macht hell dich und rein." https://www.youtube.com/watch?v=9uZSUfi8Fgs https://www.youtube.com/watch?v=LWyDBKDxKJo | |||
| Unterwegs sein | 13 Feb 2025 | 00:03:03 | |
Donnerstag, 13. Februar 2025 Fragt nach den Wegen der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt darin, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele! Jeremia 6,16 Wir wünschen aber sehnlichst, dass jeder von euch den gleichen Eifer für die Erfüllung der Hoffnung zeige, bis ans Ende, und dass ihr nicht träge werdet, sondern es denen gleichtut, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen erben. Hebräer 6,11-12 Unterwegs sein Heute geht es noch einmal ganz grundsätzlich um unseren geistlichen, inneren Weg, und ich frage dich: Wo und wie bist du gerade unterwegs? Was sind gerade deine Themen? Wo kommst du her und wohin geht's im Moment für dich? Darum geht es auch in den beiden Bibelworten heute. In der Losung geht es um das "Woher", um die "Wege der Vorzeit". Bei dieser Rückbesinnung geht es nicht darum, etwas wieder "wie früher" zu machen - man kann das Rad der Geschichte bekanntlich nicht zurückdrehen. Sondern es geht darum, sich auf seinen bisherigen Weg zu besinnen und daraus zu erkennen, was nun folgerichtig der nächste Schritt ist. Diese Gewissheit, auf dem "guten Weg" und der "richtigen Spur" zu sein, macht die Seele ruhig. Grundsätzlich ist das immer der Weg mit Jesus, denn er verspricht - und zitiert dabei das heutige Losungswort: "Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen." (Matthäus 11, 29) Im Lehrtext geht es schwerpunktmäßig um die Frage nach dem Wohin. Es ist die Frage, mit welcher Verheißung wir leben und demzufolge, mit welcher Hoffnung wir unterwegs sind. Je deutlicher das Ziel vor Augen ist, desto geduldiger und beharrlicher werden wir auf unserem Weg weitergehen, nicht träge werden und nicht stehenbleiben. Dazu lass dich heute ermutigen und anspornen! In Jesus bist du gesegnet und sind deine Füße auf den Weg des Friedens gestellt. In Jesus bist du gesegnet mit einem Lebensziel. Sei gewiss: Er stand am Anfang deines Weges, er geht deinen Weg mit und er wird dich einmal in Empfang nehmen. Ganz bestimmt! https://www.youtube.com/watch?v=gaBBIrLJcyw | |||
| Wahrheit und Liebe | 12 Feb 2025 | 00:03:47 | |
Mittwoch, 12. Februar 2025 Sie gieren alle, Klein und Groß, nach unrechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volks nur obenhin, indem sie sagen: "Friede! Friede!" und ist doch nicht Friede. Jeremia 6, 13-14 Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. Römer 12,9 Liebe und Wahrheit Geht es dir auch manchmal so, dass du ein Bibelwort liest und fast erschrickst über seine Aktualität, weil es wie ein Analyse unserer Gegenwart klingt und nicht wie ein Ausspruch, der vor Tausenden von Jahren getätigt wurde? So geht es mir mit dem Losungwort heute. Das Gewinnstreben ist die Genetik unserer Gesellschaft und der Weltwirtschaft. Und wir geben uns nur zu gerne der Illusion hin, als gäbe es ein gerechtes "Gieren nach Gewinn", das nicht auf irgendjemandes Kosten geht! Aber das ist ein Trugschluss, die Gier des einen ist immer der Schaden eines anderen. Das beschwichtigende "Friede! Friede!" begegnet mir heute in dem überall verwendeten Slogan "Alles gut!" Wohlwissend, dass ich als Pastor heilgeschichtlich auf einem anderen Ast sitze als die Priester und Propheten zur Zeit des Jeremia, muss ich mich schon fragen, ob ich nicht auch zu oft "Friede! Friede!" gepredigt und damit den Schaden des Volkes Gottes, also der Gemeinde, nur obenflächlich zugepflastert und Dinge "heil" genannt habe, die offenkundig "unheil" waren. Je älter ich werde, desto allergischer reagiere ich auf die weitverbreitete Schönfärberei und Schönrederei in Gemeinden, die natürlich sehr fromm verpackt daherkommt; und manchmal kann man den Eindruck gewinnen, als hörten wir es auch nur zu gerne und als wollte auch niemand etwas anderes hören. Damit habe ich mich jetzt ein bisschen weit aus dem Fenster gelehnt... Die Worte des Apostels Paulus im heutigen Lehrtext sind an Eindeutigkeit und Kürze nicht zu überbieten. Dass unverfälschte Liebe mit Abscheu oder Hass gegen das Böse und Anhänglichkeit gegenüber dem Guten einhergeht, geht uns Heutigen nur schwer ein. Die beiden kurzen Sätze des Lehrtextes gehören auch nicht zu verschiedenen Themen, sodass man sie voneinander trennen könnte, denn Paulus fährt fort: "In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung einer dem anderen vorangehend..." Die "unverfälschte Liebe" macht eben gerade nicht blind, sondern ausgesprochen scharfsichtig und vermag untrüglich das Böse von dem Guten zu unterscheiden. In Jesus bist du gesegnet und in das Licht der Gnade und der Wahrheit Gottes gestellt. In Jesus bist du gesegnet, befreit und befähigt, ungeheuchelt und unverfälscht zu lieben. https://www.youtube.com/watch?v=7AsRiAUXPeE | |||
| Ohne Ansehen der Person | 11 Feb 2025 | 00:04:18 | |
Dienstag, 11. Februar 2025 Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen. 3. Mose 19, 15 Haltet den Glauben an Jesus Christus, unsern Herrn der Herrlichkeit, frei von allem Ansehen der Person. Jakobus 2,1 Ohne Ansehen der Person "Ihr sollt im Gericht nicht Unrecht tun" - so beginnt eigentlich der heutige Losungsvers. Es geht also darum, wie es im Gerichtssaal zugehen soll. Die Bibel formuliert hier bereits ein ganz wichtiges rechtsstaatliches Prinzip. Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist es wie folgt im Artikel 3 aufgenommen: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich". Gleich der nächste Satz lautet dann: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." Dass es in den Gesetzen, die Gott durch Mose seinem Volk Israel gab, so oft um Grundregeln der Rechtssprechung geht, macht deutlich, "dass das damals mal gesagt werden musste", also alles andere als selbstverständlich und selbstredend war! Und noch in der Königszeit, die ja lockere 500 Jahre nach Mose begann, mussten nahezu alle Propheten Missstände in der Rechtssprechung anprangern, zu denen eben besonders die Ungleichbehandlung vor dem Gesetz gehörte. Das gibt uns heute den Anlass, einfach mal dankbar zu sein, dass wir in einem Rechtsstaat leben dürfen! Mit Blick in unsere Welt ist das überhaupt nicht selbstverständlich. Es gibt zur Zeit genug Beispiele dafür, wie schnell das Prinzip der Rechtsstaatlichkeit unter Beschuss gerät und den Mächtigen ein Dorn im Auge ist, weil es hier natürlich auch um die Begrenzung und Kontrolle von Macht geht. Was für das Volk Gottes des Alten Bundes gilt, lässt sich auch auf das Volk des neuen Bundes übertragen, die Gemeinde. Und damit sind wir beim Lehrtext. Der Apostel Jakobus widmet, sicher wieder aus aktuellem Anlass, der Gleichbehandlung der Geschwister in der Gemeinde ein ganzes Kapitel, das mit dem Vers des Lehrtextes beginnt. Hier geht es jetzt nicht um Rechtssprechung, sondern um so simple Dinge wie die Verteilung und Zuweisung der Plätze im Gottesdienst, nämlich die erste Reihe für die Reichen und die Stehplätze ganz hinten für die Armen. Ob heute bei uns heute die vorderen oder die hinteren Plätze die Bevorzugten sind, vermag ich nicht zu sagen... Aber das Prinzip ist deutlich: Niemand soll wegen seines Standes oder seiner äußeren Aufmachung oder gesellschaftlichen Position bevorzugt werden. Jakobus befolgt und setzt damit um, was Jesus einmal so nannte: "Einer ist euer Meister, der Christus; ihr aber seid alle Brüder (=Geschwister)" (Matthäus 23,8) Früher war es Gang und Gäbe, einander mit "Bruder" und "Schwester" in der Gemeinde anzureden. Manch einem kommt das heute antiquiert vor, die Sache hoffentlich nicht. Die Gleichbehandlung aller und die Vermeidung von Hierarchien und Rangfolgen und dem damit verbundenen Beziehungsgefälle ist nach wie vor ein wichtiges, geistliches Prinzip in der Gemeinde und im Miteinander von uns Christen. In Jesus bist du gesegnet und befähigt, deinem Nächsten auf Augenhöhe zu begegnen. In seinem Reich gibt es nur eine Reihe und das ist die erste. Dort ist auch dein Platz. https://www.youtube.com/watch?v=UXFNBEY0NK4 | |||
| Gottes erklärter Wille | 10 Feb 2025 | 00:03:41 | |
Montag, 10. Februar 2025 Bei Gott ist Kraft und Einsicht. Sein ist, der da irrt und der irreführt. Hiob 12,16 Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 1.Timotheus 2,4 Gottes erklärter Wille Heute steht die Losung in einer der Antworten, die Hiob auf die Rede eines seiner Freunde gibt. Er bricht darin eine Lanze für die unbedingte Allmacht und Allwirksamkeit Gottes, denn "In seiner Hand ist die Seele alles Lebendigen und der Lebensatem alles menschlichen Fleisches" heißt es einige Verse zuvor; und das wendet er ganz konsequent nun auf alle erdenklichen Lebensbereiche an, auch auf Politik und Gesellschaft - das zeigt der Textzusammenhang. Also: Von Gott kommt es, wenn Politiker "Kraft und Einsicht (Erfolg)" haben, aber auch, wenn sie irren und irreführen. Das ist für uns vermutlich erst einmal schwer auszuhalten; ist aber nur konsequent zu Ende gedacht, was wir in unseren Lobpreisliedern so gerne singen, dass Gott nämlich herrscht und regiert und sein Thron hoch erhoben über allem fest und unerschütterlich steht. Ist Gott in seiner Allmacht denn auch letztlich Verursacher aller Dinge? Und wie steht es dann mit dem sog. "freien Willen" und der Eigenverantwortlichkeit von dir und mir? Hier tun sich also eine Fülle von Grundsatzfragen auf, auf die es in der Bibel nicht nur bei Hiob Antworten aus verschiedenen Blickwinkeln gibt. Für heute macht mich die Losung hingegen gelassen. Was auch immer geschieht: In allem habe ich es stets mit Gott und nur mit Gott zu tun. Während in der Rede des Hiob die Frage noch offen bleibt, was Gott in seinem allmächtigen Tun eigentlich bezweckt und was ihn zu seinem Tun bewegt, beantwortet das der Apostel Paulus im heutigen Lehrtext sehr klar: "Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." Das ist Gottes erklärtes Ziel! Daran können wir festhalten, auch wenn das Wirken und Handeln Gottes in dieser Welt uns oft rätselhaft vorkommt; aber wer wollte sich auch schon anmaßen, zu verstehen und erklären zu können, was Gott tut? Das ist also auch Gottes erklärtes Ziel mit mir und dir. Das macht uns doch getrost und lässt uns vertrauensvoll beten: "Vater, dein Wille geschehe!" In Jesus bist du gesegnet; nichts und niemand kann dich aus seiner Hand reißen. In Jesus bist du gesegnet und bist du in Gottes Rettungswillen eingeschlossen - du und die, die du liebst. https://www.youtube.com/watch?v=cxPmuWXoXI4 | |||
| Fruchtbar sein | 09 Feb 2025 | 00:02:55 | |
Sonntag, 9. Februar 2025 Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir sage, die fasse mit dem Herzen und nimm sie zu Ohren! Hesekiel 3,10 Der Same, der auf guten Boden gesät wurde: hier ist einer, der das Wort hört und versteht. Der trägt dann Frucht - sei es hundertfach, sei es sechzigfach, sei es dreißigfach. Matthäus 13,23 Fruchtbar sein Mit der heutigen Losung sind wir mitten drin in einer sehr existenziellen Erfahrung des Propheten Hesekiel: Gott beruft ihn zum Propheten. "Menschenkind" - das ist immer Gottes Anrede an ihn. Zwei Dinge soll er tun: Er soll "ganz Ohr"sein - davon spricht die Losung; und "ganz Mund", und das Gehörte ausrichten: "So spricht der Herr, HERR!" Für alles Weitere würde er nicht mehr verantwortlich und auch nicht mehr zuständig sein - "Sie mögen hören oder es lassen" heißt es einen Vers später. Da schließt der Lehrtext an. Jesus legt auf Nachfrage seiner Jünger das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld aus. Dem 4. Feld gleich jemand, der das Wort Gottes hört - z.B. aus dem Munde des Hesekiel - und versteht; wobei gemeint ist: recht verstanden ist erst das, was auch umgesetzt und getan ist. Damit ist die vielfältige Frucht gemeint. Heute ist Sonntag und vielleicht nimmst du an einen Gottesdienst teil. Vielleicht bist du ein "Hesekiel": Du hast vom HERRN ein Wort empfangen und sollst es heute weitergeben, in welcher Form auch immer. Dann tue es gewissenhaft und unerschrocken und beschränke dich auf das, was du gehört und empfangen hast. Vielleicht bist du auch ein Stück Acker und empfängst das Wort Gottes wie guten Samen. Dann trage doch Sorge dafür, dass es in dir auf fruchtbaren Boden und ein empfängliches Herz fällt. Warte nur ab - es wird reiche Frucht bringen! In Jesus bist du gesegnet und befähigt, die Stimme des HERRN zu hören. In Jesus bist du heute gesegnet mit geistlicher Empfänglichkeit und Fruchtbarkeit. https://www.youtube.com/watch?v=4txmww-swQM | |||
| Am Tisch des Herrn | 08 Feb 2025 | 00:03:47 | |
Samstag, 8. Februar 2025 Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Gott. Psalm 111, 4 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? 1.Korinther 10,16
Am Tisch des HERRN In den letzten Tagen war immer mal wieder das Wort von der "Erinnerungskultur" in der Öffentlichkeit zu hören. In unserer Kultur gibt es dafür zweierlei: Es gibt Gedenktage und Gedenkorte. Dabei überwiegt traurigerweise das Gedenken und Erinnern an schlimme Dinge, an Unglücksfälle und Verbrechen und natürlich an die Toten. - Auch zum geistlichen Leben, wie es die Bibel beschreibt, gehört das Erinnern. Hier ist es vorrangig aber das Erinnern und Gedenken an die "großen Taten Gottes und an seine Wunder: "Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!" (Psalm 103,2) So hat das Volk Gottes alten wie neuen Bundes seine Feste immer als ein "vom Herrn gestiftetes Gedächtnis seiner Wunder" betrachtet, wie es die Losung heute sagt. Auch die Tradition der Wallfahrtsorte gehört in diesem Sinne dazu. Nimm es dir heute doch in besonderer Weise zu Herzen, dass unser Gott gnädig und barmherzig ist und erinnere dich an all die Wunder und Wohltaten, die er auch in deinem Leben schon gewirkt hat. Vielleicht findest du ja auch eine zu dir passende "Erinnerungskultur". Das können Erinnerungsstücke sein oder Erinnerungsorte oder auch Gedenktage; oder auch ein "Tagebuch des Gedenkens". Im Textzusammenhang des Lehrtextes geht es um die Feier des Abendmahls. Es ist so ein ganz besonderer "Gedenkort"; aber eben nicht nur an etwas, das nun schon 2000 Jahre zurückliegt. Gedenken bedeutet in der Bibel immer auch "vergegenwärtigen", also ins Hier und Jetzt hineinholen. So kann - und das ist wirklich ein Wunder! - es geschehen, dass auch wir in "die Gemeinschaft des Leibes und Blutes Christi" mit hineingenommen werden, wie sie damals entstand, als Jesus mit den Aposteln zusammensaß und das Abendmahl einsetzte und die sich bis zu dir und mir heute erstreckt; es ist, als würde inzwischen durch 2000 Jahre hindurch der Tisch des HERRN immer größer werden und inzwischen die ganze Welt umspannen und allen Jüngerinnen und Jüngern von Jesus einen Platz bieten. Hast du Jesus, so bist auch du dabei.
In Jesus bist du gesegnet und ist auch dir der lebendige Gott barmherzig und gnädig. In Jesus bist du gesegnet und ist auch für dich ein Platz an seinem Tisch reserviert. https://www.youtube.com/watch?v=JRiEvyc0lS8 | |||
| Jesus allein | 07 Feb 2025 | 00:02:31 | |
Freitag, 7. Februar 2025 Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir. Psalm 63,2 Wen dürstet, der komme; wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst. Offenbarung 22,17
Jesus allein Eine der Grundkäfte unserer Seele, die uns auf unserem geistlichen Weg voranbringen, ist die Sehnsucht nach Gott, in diesen beiden Bibelworten als "Durst" bezeichnet. Je nachdem, zu welchem Frömmigkeitstypus wir gehören, fühlt sie sich unterschiedlich an und benennen wir wie auch unterschiedlich. Und doch gehört es zu den geistlichen Grundübungen, der Sehnsucht nach Gott in uns auf die Spur kommen. Manchmal hat sich diese Sehnsucht an andere Dinge und sogar Menschen geheftet und wird dort natürlich bitter enttäuscht. Da gilt es, sie neu auf Gott hin auszurichten - z.B. mit Worten der heutigen Losung. Auch das ist eine Form der Umkehr. Der Sehnsucht unsererseits stehen die Einladung und die offenen Arme von Jesus gegenüber. Sie kommen im Lehrtext heute zum Ausdruck. Jesus ist die Quelle schlechthin, die Quelle des Lebens. Er gibt Wasser und Brot des Lebens, er selbst ist das ultimative geistliche Lebensmittel. In jeder Mahlfeier feiern wir das und sättigen unsere Seele mit Jesus, wenn wir Brot und Kelch zu uns nehmen: Das ist ein Vorgeschmack dessen, was uns in der Ewigkeit erwartet. Freu' dich drauf!
In Jesus bist du gesegnet und ist dir die Gottessehnsucht ins Herz gelegt. In Jesus bist du gesegnet; satt sollst du werden, wenn Jesus dein Alles wird. https://www.youtube.com/watch?v=vhUMsU8WR-0 | |||
| Gericht und Gnade | 06 Feb 2025 | 00:03:34 | |
Donnerstag, 6. Februar 2025 Der HERR sprach: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. 1.Mose 8,21 Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde. Johannes 3,17
Gericht und Gnade Mit der heutigen Losung schließt die Geschichte von der Sintflut. Alles, was kreucht und fleucht, hatte die Arche wieder verlassen, einschließlich Noah und seine Familie. Noah baute einen Altar, auf dem er dem HERRN ein Opfer darbrachte. Der HERR antwortet darauf mit dem Versprechen, das heute in der Losung zu lesen ist. Das ist deshalb so überaus bemerkenswert, weil mit der gleichen "Diagnose" des menschlichen Herzens die ganze Geschichte beginnt: "Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, dass er die Menschen gemacht hatte auf Erden...und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh....aber Noah fand Gnade vor dem HERRN." (6,5-8) Damit ist die Flutgeschichte die Geschichte vom "Triumph der Barmherzigkeit über das Gericht" (Jakobus 2,13). Das menschliche Herz mitsamt seinem "Dichten und Trachten" hat sich durch das Gericht nicht verändert... Davon spricht auch der Lehrtext. Jesus ist als Retter in die Welt gekommen. "Euch ist heute der Retter geboren...!" hatte der Engel auf Bethlehems Fluren den Hirten zugerufen (Lukas 2,11). Jesus wird einst erneut "in die Welt kommen", dann allerdings als Richter: "Denn es kommt die Stunde" sagt Jesus, "in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts." (Johannes 5, 28.29) In was für einer wunderbaren Zwischenzeit leben wir! "Gnadenzeit" sagte man früher dazu. Diese Gnade und Rettung durch Jesus schaffen, was keinem Gericht gelingt: Sie erschaffen in uns das neue Herz, dessen Sinnen und Trachten auf das Reich Gottes ausgerichtet sind: "Das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene." (Römer 12,2) Nimm doch den Lehrtext heute für dich ganz persönlich und setze für "Welt" deinen Namen ein!
In Jesus bist du gesegnet; Gnade sei mit dir und Frieden von Gott, unserem Vater und unserem Herrn Jesus Christus! (Römer 1,7) https://www.youtube.com/watch?v=fivL0HZjnb8 | |||
| Wunder des Kreuzes | 05 Feb 2025 | 00:04:18 | |
Mittwoch, 5. Februar 2025 Der Knecht Gottes sprach: Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel. Jesaja 50,6 Jesus spricht: Niemand hat größere Liebe als wer sein Leben einsetzt für seine Freunde. Johannes 15,13
Wunder des Kreuzes Immer mal wieder haben wir Losungen gelesen, die den sog. "Gottesknechtsliedern" des Propheten Jesaja entnommen waren. So auch heute: In Jesaja 50 finden wir das dritte dieser "Lieder". Mit jedem weiteren Lied treten die Konturen der Passion Christi stärker hervor; "Die Strafe liegt auf ihm..." - dieses bekannte Wort wird dann im vierten und letzten dieser bemerkenswerten Text stehen! In den Passionsberichten der 4 Evangelisten halten diese sich streng an die "harten" Fakten, wenn sie in großer Zurückhaltung und in Konzentration auf das Wesentliche vom Fortgang der Ereignisse rund um das Leiden und Sterben von Jesus berichten. Sie verzichten auf alle Ausschmückungen und dramatischen Effekte, die nur die Phantasie des Lesers beflügeln und die religiöse Neugier befriedigen würden. So erfahren wir auch so gut wie nichts von der "Innenseite" von Jesus, seinen Gedanken, Empfindungen und Motiven. Die wenigen Sätze, die er spricht, lassen sich an 2 Händen abzählen. Wenn wir dagegen die Gottesknechtslieder auf Jesus hin auslegen, bieten sie nun so etwas wie eine Innenschau. Dann ist das "Ich" des Gottesknechtes in der heutigen Losung das "Ich" von Jesus. Wir kommen dann zu der überraschenden aber mit dem Zeugnis des Neuen Testamentes übereinstimmenden Entdeckung, dass Jesus auch in seiner Passion stets der Handelnde blieb. Nur nach außen hin war Jesus hilflos seinen Peinigern ausgliefert; nach innen hin konnten sie ihn nur deshalb geißeln, weil er "seinen Rücken denen darbot, die ihn schlugen"; sie konnten ihm nur ins Angesicht spucken, weil er ihnen das Gesicht hinhielt. Ohne sein inneres Ja, ohne seine Einwilligung hätten sie ihm nicht ein Haar krümmen können. "Niemand nimmt es (mein Leben) von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Gewalt, es zu lassen und habe Gewalt, es wiederzunehmen" (Johannes 10, 17-18) sagt Jesus in seiner Hirtenrede in Johannes 10. Was für eine Hoheit, was für eine königliche Souveränität - auch in größter Niedrigkeit! Im Lehrtext nennt Jesus eine weitere "Innenseite" seines Sterbens. Es ist das "Einsetzen seines Lebens für seine Freunde". Und es ist Ausdruck größter Liebe. Wie wunderbar. Ob du wohl auch zu diesen Freunden gehörst? Jesus fährt fort: "Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete." (V.14) Darum geht's.
In Jesus bist du gesegnet und gerufen, dein Kreuz auf dich zu nehmen und ihm zu folgen. In Jesus bist du gesegnet und über die Maßen geliebt. Auch für dich hat Jesus sein Leben eingesetzt. https://www.youtube.com/watch?v=X8f_LdxozM0 | |||
| Gottes Wort hat Kraft | 04 Feb 2025 | 00:04:44 | |
Dienstag, 4. Februar 2025 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt? Jeremia 23,29 Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch und durch. Es durchdringt Seele und Geist, Mark und Bein. Es urteilt über die Gedanken und die Einstellung des Herzens. Hebräer 4,12
Gottes Wort hat Kraft Die Bilder, die hier für das Wort Gottes verwendet werden, sind auf den ersten Blick erschreckend und gewalttätig: Wir haben noch die Bilder von Los Angeles vor Augen, wo gewaltige Feuer ganze Straßenzüge in Schutt und Asche gelegt haben. Wir denken an die Arbeit in einem Steinbruch, wo mit gewaltigen und rohen Kräften ganze Felsen zerlegt werden. Nicht viel anders ist es mit dem Schwert, in der Antike die ultimative Waffe für den Nahkampf. Was für schreckliche Wunden kann es zufügen! Nun ist Gott in seinen Worten alles, nur nicht gewalttätig. Wir müssen also sorgfältig schauen, wofür die Bilder stehen. Wie immer hilft der Textzusammenhang. Beim Propheten Jeremia und der heutigen Losung geht es um die Abwehr der falschen Propheten, die meinen und vorgeben, in ihren Träumen das Wort des Herrn empfangen zu haben. Wenn ich es richtig verstehe, dann geht es hier darum, dass das Wort Gottes nichts Harmloses ist, mit dem man leichtfertig umgehen kann. Wer das Wort Gottes empfängt, um es weiterzugeben, der wird von diesem Wort ergriffen und übermannt, das "macht etwas mit ihm", wie man heute so schön sagt. Sage also niemand vorschnell, er habe ein Wort vom HERRN! Und als Jeremia einmal von seinem Job die Nase voll hatte, beschloss er: "Ich will nicht mehr an ihn (den HERRN) denken und nicht mehr in seinem Namen reden"; doch da musste er feststellen: "...so ist es in meinem Herzen wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Gebeinen." (20,9) In dem Losungswort spiegelt sich also eine geistliche Erfahrung des Propheten wider. Also: Wenn Gott spricht, dann ist dieses Reden von ungemein großer Kraft; es vermag aus dem Nichts Neues zu erschaffen und Tote zum Leben zu erwecken; es zerstört aber auch und reißt alles ein, was sich ihm entgegenstellt. Und so kannst du dir leicht auch Bilder dafür hernehmen, wie mit Feuer Gutes und Lebensförderndes getan werden und was ein Hammer in der Hand eines Bildhauers aus einem Felsen Wunderbares erschaffen kann! Im Lehrtext geht es um die Unterscheidungskraft des Wortes Gottes. Wie ein Seziermesser zerlegt und trennt es in die Einzelteile und macht so das Innere offenbar. Es scheidet und unterscheidet die Gemengelage unserer Gedanken und Einstellungen. Ich muss dabei an das Bild einer Operation denken: Wie wichtig ist es, dass der Chirurg an der richtigen Stelle den Skalpell ansetzt, um das kranke vom gesunden Gewebe zu trennen und so einen Heilungsprozess in Gang zu setzen! So gibt es auch "Gedanken und Einstellungen des Herzens", die wie ein bösartiger Tumor in uns ihr Unwesen treiben. Da hilft nur ein klarer Schnitt....
In Jesus bist du gesegnet und ist dir das Ohr für die Stimme des guten Hirten aufgetan. In Jesus bist du gesegnet; von allen toxischen und lebensfeindlichen Haltungen und Gedanken sollst du abgetrennt sein - heil sollst du werden. https://www.youtube.com/watch?v=uWTl62vb4Ss | |||
| Sich auf Jesus verlassen | 09 Mar 2024 | 00:04:07 | |
Samstag, 9. März 2024 Warum nimmt mein Schmerz kein Ende und ist meine Wunde unheilbar? Sie will nicht heilen. Wie ein trügerischer Bach, so bist du für mich, Wasser, auf das kein Verlass ist. Jeremia 15,18 Paulus schreibt: Weil wir uns auf den HERRN verlassen, dürfen wir zuversichtlich und vertrauensvoll vor Gott treten. Darum bitte ich euch: Lasst euch nicht irremachen durch das, was ich leiden muss. Epheser 3, 12-13
Sich auf Jesus verlassen Der Prophet Jeremia hat unter seiner Beauftragung als Prophet richtig gelitten - und er formuliert das auch, z.B. in der heutigen Losung. In weiten Teilen hatte er eine geharnischte Gerichtspredigt zu verkündigen - etwas, was für den Verkündiger genauso schmerzhaft ist wie für die Hörer. Genauso schwer wog natürlich die Gegnerschaft und Ablehnung, die er sich dadurch zumindest seitens der leitenden Eliten in Jerusalem zuzog. Zudem war Jeremia allem Anschein nach eher zartbesaitet als dickfellig...Also: Stress in Dosen, wie man so schön sagt! Doch der eigentlich wunde Punkt für Jeremia lag in seiner Gottesbeziehung. Wie kann das sein, dass er als Prophet Gott wie einen "trügerischen Bach" erlebt, also wie ein sog. Wadi - das waren Bachläufe im Land Israel, die nur zeitweise Wasser führten? Hatte er nicht selbst Gott als "lebendige Quelle" gepredigt (Kap. 2,13)? Also, ich finde es zumindest sehr mutig und ehrlich, dass dieser große Prophet es zum Ausdruck bringt, "wie es sich anfühlt". Die Antwort Gottes darauf ist lesenswert; er ruft seinen Propheten erneut vor sein Angesicht und spricht ihm wirklich gut zu, u.a. so: "Ich bin mit dir, um dich zu retten und dich zu befreien, spricht der HERR." (V.20) Gott reagiert nicht gekränkt und nicht beleidigt. Gott hält uns aus. Der Apostel Paulus muss, so steht's im Lehrtext, zwar auch einiges durchmachen und leiden. Doch er ist gerade in einer solchen inneren Verfassung, dass er sagen kann: "Weil wir uns auf den HERRN verlassen, dürfen wir zuversichtlich und vertrauensvoll vor Gott treten." Und er kann etwas von dieser Zuversicht sogar noch an seine Leser in Ephesus weitergeben. Ist es nicht wunderbar, dass sie beide in der Bibel vorkommen - Jeremia und Paulus und die ganze Spannbreite dazwischen? Da wird doch sicher auch für dich und mich ein Platz sein. Und so wie es heute für dich ist, darf es sein. Gott kommt damit klar.
In Jesus bist du gesegnet; er ist mit dir, um dich schlussendlich zu retten und zu befreien. In Jesus bist du gesegnet; wage nur immer neu, ganz behutsam, ihm zu vertrauen und dich auf ihn zu verlassen. | |||
| Vom Tod zum Leben | 02 Mar 2024 | 00:04:17 | |
Samstag, 2. März 2024 HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir? Psalm 13,2 Jesus schrie: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Matthäus 27,46
Vom Tod zum Leben Bibelworte vermitteln in der Regel keine Theorie und abstrakten Wahrheiten, sondern konkrete Erfahrungen und erlebte Realität. Denn auch der Glaube ist keine Theorie, sondern eine Wirklichkeit. So beginnt auch der Psalm 13 mit einer ergreifenden Klage - so die Losung heute. So fühlt sich David, der diesen Psalm geschrieben hat, zugegebenermaßen ein sehr quälendes Gefühl. Was tun? David beschließt, es vor Gott genauso auszusprechen, wie es sich anfühlt. Er kennt sicher auch Stimmen, die sagen: "Nun reiß' dich mal zusammen und sei nicht so emotional. Im Glauben geht es um Wahrheiten, die du bekennen und aussprechen musst, die Gefühle werden dem dann schon folgen. Dein Glaube darf nicht auf Gefühlen gegründet sein! Das ist eine Anfechtung, die musst du von dir weisen! Findest du dich nicht etwas undankbar, nachdem der HERR dir in deinem Leben doch schon so oft geholfen hat und dir nahe gewesen ist? Wie kannst du Gott unterstellen, er hätte dich verlassen und würde sich vor dir verbergen? Forsche in der Schrift, die wird dich etwas Besseres lehren!" Doch David bleibt bei seiner Klage, die ja weniger Anklage als Sehnsuchtsschrei ist. Im Gefühl des Versinkens greift er nach Gott. Und siehe da, etwas passiert. Was genau, wissen wir nicht - aber der Psalm endet mit dem Vers: "Ich aber traue darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut." (V.6) Ich glaube, dass dieser Schluss echt ist und nicht nachträglich angefügt, um einen "Deckel auf den Pott zu kriegen", weil doch alles ein gutes Ende haben muss. Nein, ich glaube, dass Gott auf die Klage des David geantwortet hat. Klagen kann helfen. Der Lehrtext bietet uns dafür heute ein sehr prominentes Beispiel von Jesus selbst. Ich kann und will mir nicht vorstellen, wie man sich am Kreuz hängend fühlt. Aber ich weiß, dass Jesus ein ganzer Mensch war und nicht unmenschlich gefühllos über den Dingen schwebte. Er fühlte sich von Gott und Menschen verlassen - und schreit es hinaus. Und siehe da, etwas passiert. Was genau, wissen wir nicht; aber wenige Stunden später stirbt er mit den Worten auf den Lippen: "Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände." Dieses Psalmwort geht weiter: "...du hast mich erlöst, HERR; du treuer Gott." (Lukas 23, 46) Klagen kann helfen.
In Jesus bist du gesegnet und in Kontakt gebracht mit der Welt deiner Gefühle und Empfindungen. Leugne sie nicht! In Jesus bist du gesegnet; er zieht dich aus Nacht zum Licht, aus Einsamkeit in seinen Arm, aus dem Tod ins Leben. https://www.youtube.com/watch?v=BlTi8hE2JGI | |||
| Zuversichtlich sein | 01 Mar 2024 | 00:03:19 | |
Freitag, 1. März 2024 Du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich. Psalm 63,8 Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Römer 8,31
Zuversichtlich sein Der Psalm 63, dem die Losung heute entnommen ist, ist ein wunderbar inniger Psalm, ein Zeugnis tiefer Verbundenheit und Vertrautheit mit Gott; ein Psalm, der dir Worte gibt, deine Zuneigung zu Gott zum Ausdruck zu bringen. Jeder Vers in ihm ist eine Perle - so auch dieser Vers. Zunächst bekennt der Psalmist Gott als Helfer - ein ganz zentrales Bekenntnis! Gott ist unsere Hilfe! Und wir sind zutiefst hilfsbedürftig! Es steht hier das gleiche Wort wie im Schöpfungsbericht, wo Gott beschließt, "dem Menschen eine Hilfe zu machen" und die Frau erschuf (Das Wort "Gehilfin" an dieser Stelle ist übrigens eine Erfindung Luthers). Die Hilfe oder der Helfer - wir erinnern uns an die Geschichte mit der Rippe! - ist jemand, der ganz nahe an meiner Seite ist und mir zur Seite tritt. So ist Gott: Er, der über dem Himmel thront, stellt sich dir zur Seite, um dir zu helfen - bei allem, was du heute tust. Und: Jemanden als Helfer zu bezeichnen oder zu sagen: "Du bist mir echt eine Hilfe!" - ist das nicht ein Ausdruck der Wertschätzung? "Der Schatten deiner Flügel" ist im Sprachgebrauch der Psalmen der Inbegriff des Schutzraumes. Ja, ohne den geht's im Leben genauso wenig wie ohne Hilfe! Es kann sein, dass bei dieser Formulierung das Allerheiligste des Tempels vor Augen stand mit der Bundeslade und den Cherubim, die ihre gewaltigen Flügel über die Lade wölbten (s. Anhang). Ja, im Schatten dieser Flügel - wo könnte man Gott näher sein und sich geborgener wissen? Das lässt wahrlich frohlocken! Auf der gleichen Linie bewegt sich der Apostel Paulus mit dem heutigen Lehrtext - eine wunderbare, rhetorische Frage! Mit deinem Vater im Himmel an deiner Seite bist du immer in der Überzahl, egal wohin du kommst. Mit Jesus in dir bist du unangreifbar und sicher. Mit dem Heiligen Geist bist du erfüllt mit der Liebe, die alles überwindet. Also dann...
In Jesus bist du gesegnet mit einem starken Helfer und Beschützer. In Jesus bist du gesegnet mit Gottes JA, das alle Neins dieser Welt aufwiegt. Darum lebe fröhlich! https://www.youtube.com/watch?v=ZQcfUGFdF18 | |||
| Sich in Gott festmachen | 29 Feb 2024 | 00:03:32 | |
Donnerstag, 29. Februar 2024 Ich traue auf den HERRN. Wie sagt ihr denn zu mir: 'Flieh wie ein Vogel auf die Berge!' Psalm 11,1 Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebräer 10,35
Sich in Gott festmachen Kennst du sie auch? Ich nenne sie "Fluchttendenzen". Es gibt Situationen, aus denen du einfach nur raus und weg willst; und in denen sich in deinem Kopf Fluchtphantasien bilden. Das sind die Stimmen, von denen auch der Psalmist in der heutigen Losung spricht: "Flieh wie ein Vogel auf die Berge!" Tja, wenn ich ein Vöglein wär'... Solche Gedanken und Gefühle zu haben, ist keine Schande. Und in der Tat, Flucht und seine Sachen packen ist manchmal die einzige Lösung. Der Psalm nennt auch wirklich bedrohliche Szenarien. Da ist die Rede von "Pfeilen, um im Finstern zu schießen" und von "Grundpfeilern, die umgerissen werden". Aber der Psalmist entschließt sich dann doch, nicht Reißaus zu nehmen - vielleicht ist das auch gar nicht möglich. Er sucht sein Heil nicht in der Flucht, sondern im Vertrauen zu Gott: "Bei dem HERRN habe ich mich geborgen" - so lässt sich der Anfang der Losung auch übersetzen. Mir hilft die Vorstellung vom "Innenort". Es gibt diesen Ort in mir, der Ort der Gegenwart Gottes, der unerreichbar und unantastbar ist für alles, wovor ich Angst habe. So etwas wie eine innere Burg. Hierhin kann ich meine Zuflucht nehmen und mich bei Gott bergen. Auch der Lehrtext spricht von diesem Vertrauen. Hier ist der HERR aber nicht in erster Linie als Zufluchtsort gedacht, sondern als der, bei dem ich "alles sagen kann". Das Wort, das hier steht, ist besser mit "Freimut" zu übersetzen - dem Rederecht, dass damals jeder freie Bürger in der Bürgerversammlung einer Stadt hatte. So kannst du gelassen in diesen Tag gehen; was auch immer heute auf dich zukommt - du bist geborgen und sicher, fürchte dich nicht. Du hast einen Vater im Himmel, dem du alles sagen kannst, verschweige ihm nichts. Sei getrost.
In Jesus bist du gesegnet; was auch immer kommt - er weicht nicht von deiner Seite und hält seine Hand über dir. In Jesus bist du gesegnet; du kannst standhalten; bei ihm hast du ein uneingeschränktes Rederecht! https://www.youtube.com/watch?v=rkyTkSKxakM | |||
| Für andere beten | 28 Feb 2024 | 00:04:10 | |
Mittwoch, 28. Februar 2024 Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich. Psalm 7,2 Wenn sie euch vor Gericht stellen, dann sorgt euch nicht darum, wie oder was ihr reden sollt, denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. Matthäus 10,19
Für andere beten Mit der heutigen Losung beginnt der Psalm 7, in dem König David viele dunkle Gefühle durchbetet - Angst, Wut, Schmerz, Hass und vieles mehr, ausgelöst durch handfeste Bedrohung und Feindschaft. König David war ein Krieger, der sicher ebenso viele Feinde wie Anhänger und treue Gefolgsleute hatte. Das musst du erst einmal auf die Kette kriegen, wenn du genau weißt, dass es Leute gibt, die dich lieber tot als lebendig sehen würden! Und ich muss an die zahllosen Soldaten auch heute an diesem Tag z.B. in der Ukraine denken, die nicht wissen, ob sie am Abend noch leben werden... für sie will ich beten. Zur ganzen Wahrheit gehört natürlich auch, dass König David durch seine Eroberungsfeldzüge genau die gleichen dunklen Gefühle und inneren Kämpfe bei denen auslöste, die er seinerseits versuchte, einen Kopf kürzer zu machen. Und ich muss natürlich auch festhalten, dass ich von solchen Situationen meilenweit entfernt bin. Natürlich, darum können wohl die wenigsten von uns diesen Psalm von Herzen mitbeten - und brauchen es auch nicht. Was wir aber können, ist, unser Herz mit allen seinen Gedanken und Gefühlen vor Gott ausschütten - unsortiert und ungeschönt. Wie heilsam ist das! Im Lehrtext bereitet Jesus behutsam und doch ungeschminkt seine Jünger auf kommende Verfolgungen vor. Wie sie ihn vor Gericht zerren werden (wo das Urteil von vorneherein feststeht!), so werden auch sie vor Gericht gestellt werden. Jesus sagt nicht, dass er seine Jünger davor bewahren wird; aber er sagt ihnen den Heiligen Geist zu, der ihnen das richtige Wort im richtigen Moment geben wird. Er fährt nämlich fort: "Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet." (V. 20) Das ist eine schöne Zusage, mit der wir eingeladen sind, grundsätzlich auf die leise Stimme des Heiligen Geistes in uns zu hören - auch außerhalb der Anklagebank! Auch von dieser Situation, nämlich um meines Glaubens willen vor Gericht stehen zu müssen, bin ich meilenweit entfernt. So will ich diese beiden Bibelworte heute zum Anlass nehmen, für meine Geschwister im Glauben und weltweit zu beten, für die das heute an diesem Tag bittere Realität ist. Möge diese Verheißung sich heute an ihnen erfüllen.
In Jesus bist du gesegnet; er fragt nach dir und deinem Herzen. Schütte es nur voll Vertrauen vor IHM aus! In Jesus bist du gesegnet und hineingestellt in den weltweiten Leib Christi. Deine anteilnehmende Fürbitte zählt! https://www.youtube.com/watch?v=FqBXuZtBtnY | |||
| Reumütig sein | 27 Feb 2024 | 00:03:30 | |
Dienstag, 27. Februar 2024 Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde. Psalm 51,4 Jesus spricht: So wird auch Freude im Himmel sein über e i n e n Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen. Lukas 15,7
Reuemütig sein Wie fühlt sich für dich Reue an - also die Erkenntnis und Einsicht, gesündigt zu haben und schuldig geworden zu sein? Vielleicht sagst du: "Ich fühle mich belastet. Es fühlt sich an, als würde eine zentnerschwere Last auf mir liegen." Oder: "Ich fühle das schlechte Gewissen und nagende Gewissensbisse." Oder: "Ich schäme mich abgrundtief." Oder: "Meine Schuld schmerzt mich sehr." Oder: "Ich fühle mich wie amputiert. Innerlich irgendwie isoliert." Vielleicht hältst du es mit David, von dem das Losungswort stammt: "Ich fühle mich unrein, beschmutzt und befleckt." Sündenerkenntnis ist etwas anderes als Fehlereinsicht. Und unsere Sündenerkenntnis und die damit verbundene Reue sollte unser ganzes Herz erfassen - also nicht nur den Verstand, mit dem wir unsere Sünde einsehen. Sondern auch unser Gemüt, in dem wir die gerade aufgezählten Empfindungen spüren und unseren Willen, in dem wir den Entschluss zur Umkehr und zur Wiedergutmachung fassen. Ich weiß, dass Reue heute nicht zu den populärsten Begriffen und Dingen auch unter Christen gehört und es wird schwer sein, ein Lied zu diesem Stichwort zu finden.... nichtsdestoweniger ist sie unverzichtbarer Bestandteil unseres geistlichen Lebens. Im Lehrtext spricht Jesus von der Buße, also der Umkehr. Sie schließt die Reue mit ein, dann das Bekennen der Schuld und, ganz wichtig, den Zuspruch der Vergebung. Und wieder geht es um ein großes Gefühl - nämlich die große Freude! Freude im Himmel und ganz bestimmt auch bei dir und mir, wenn wir diesen Schritt gewagt haben. Nach meiner Erfahrung beflügelt nichts das Herz so sehr wie die Erfahrung der Umkehr. Ich gönne sie auch dir von Herzen!
In Jesus bist du gesegnet; er schenke dir eine reumütiges Herz. In Jesus bist du gesegnet mit der Gnade und der großen Freude der Umkehr. https://www.youtube.com/watch?v=8q_krQeuHtA | |||
| Gott vertrauen | 26 Feb 2024 | 00:04:20 | |
Montag, 26. Februar 2024 Des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. 2. Chronik 16,9 Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid und wie überwältigend groß die Kraft ist, die sich als Wirkung seiner Macht und Stärke an uns, den Glaubenden, zeigt. Epheser 1, 18.19
Gott vertrauen Die heutige Losung ist einem Prophetenspruch entnommen, der an König Asa von Juda erging. Dieser hatte sich auf seine raffinierte Bündnispolitik verlassen, mit der er seine Gegner gegeneinander ausspielte, um so Krieg und Belagerung von seinem eigenen Territorium abzuwenden. Der Vorwurf lautete nun: "Du hast dich nicht auf den HERRN verlassen, sondern auf deine Bündnispartner. Was dir als Stärke vorkommt, ist deine Schwäche. Wirklich gestärkt wird der, der mit seinem ganzen Herzen beim HERRN ist." Asa war da übrigens nicht der einzige König Judas, der sich diesen Vorwurf gefallen lassen und die Konsequenzen dafür tragen musste. Worauf verlasse ich mich? Worauf setze ich meine Hoffnung? Das ist tatsächlich eine sehr grundsätzliche Frage, die immer wieder neu beantwortet werden muss, wenn wir Hilfe oder Unterstützung brauchen. An wen wenden wir uns? Nun wäre es sicher nicht richtig, aus dieser Geschichte mit König Asa zu folgern, wird dürften grundsätzlich und ausschließlich unsere Hilfe nur unmittelbar beim HERRN suchen - z.B. im Krankheitsfall; oder bei der Suche nach einer neuen Wohnung; oder wenn wir auf Stellensuche sind. Wir würden sicher zu Recht sagen: Der HERR hilft auch auf mittelbarem Wege und wir erkennen all die vielen Hilfsmittel und Hilfsangebote - bis hin zum Gesundheitssystem z.B. - an als Werkzeuge in Gottes Hand. Manchmal würden wir es geradezu als fahrlässig betrachten, wenn jemand sagt: "Ich unternehme nichts. Ich bete und überlasse die Angelegenheit ganz dem HERRN". Und doch: es kann solche Situationen geben, in denen sich Gottvertrauen gerade in einem solchen Verhalten äußert. Gottvertrauen kann aber genauso darin zum Ausdruck kommen, dass ich alle mir zu Gebote stehenden Hilfsmittel dankbar aus Gottes Hand annehme und in Anspruch nehme. Was wann dran ist - das muss ich in jeder Situation neu entscheiden. - Wir haben hier also wieder ein Beispiel dafür, dass ich aus einem erzählenden Bibeltext nicht ohne weiteres eine zeitlose und allgemeingültige Handlungsanweisung ableiten darf. Da brauchen wir wirklich die "erleuchteten Augen des Herzens", von denen der Lehrtext spricht und eine Hoffnung und innere Sicht für die "Kraft", "Macht" und "Stärke" und die Wirksamkeit des HERRN - in uns, was solch schwierige Entscheidungsprozesse betrifft und in den uns umgebenden Umständen. Du darfst neu nach dem unmittelbaren Lenken und Eingreifen des HERRN Ausschau halten!
In Jesus bist du gesegnet; lass nur dein Herz ganz ungeteilt bei ihm sein. In Jesus bist du gesegnet; sollte ihm etwas unmöglich sein? https://www.youtube.com/watch?v=cxPmuWXoXI4 | |||
| Wort und Geist | 25 Feb 2024 | 00:04:05 | |
Sonntag, 25. Februar 2024 Diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden. 5. Mose 6, 6-7 Jesus spricht: Der Fürsprecher, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, er wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Johannes 14, 26
Wort und Geist "...und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst." So geht das heutige Losungswort weiter. Die Worte Gottes sollen uns also auf Schritt und Tritt begleiten; sie sollen quasi etwas sein, das wir gar nicht aus der Hand legen. Ganz bemerkenswert: Das geschieht, indem wir sie aussprechen und "davon reden". Ja, das stimmt: Wovon wir reden, das wird zu einer immer bestimmenderen Realität in uns. Manchmal sagen wir abfällig: "Der/die redet solange davon, bis er/sie es am Ende selbst glaubt." So sagen wir zwar von Irrtümern oder Fake News. Aber der Mechanismus ist derselbe. Und gleich sind die Kinder, also die nächste Generation im Blick. Was wir in unserer Kindheit innerlich aufnehmen, bleibt ein Leben lang, das wissen wir. Und wenn du Kinder hast - oder Enkel, oder Nichten oder Neffen oder wenn du in einem Kindertreff deiner Gemeinde mitarbeitest : Nichts Kostbareres kannst du ihnen mitgeben als die Worte Gottes. Lebensworte. Und du sollst sie "zu Herzen nehmen", ihnen also einen Platz in deinem Innersten geben, in deinem Denken, Fühlen und Wollen. Was genau mit "diesen Worten" gemeint ist, lesen wir einen Vers zuvor in dem berühmten schma jisrael : "Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein. Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft." (V. 4.5) Das sind sehr kostbare Worte, die in der Lage sind, uns innerlich ganz und eins zu machen! Diese Worte sind der Pulsschlag der gesamten Gebote, Gesetze und Weisungen des HERRN. Du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben - nicht mehr und nicht weniger. Im Lehrtext verspricht Jesus die Sendung des Heiligen Geistes. Er ist der große Ermöglicher dessen, was das alttestamentliche Gebot fordert. Durch ihn ist die Liebe Gottes - also die Liebe von Gott und zu Gott - uns ins Herz gegossen (Römer 5, 5). Und zwar nicht nur als Empfindung, sondern auch als konkrete Weisung und Belehrung für einen Lebensstil, der von dieser Liebe geprägt ist. Um nichts anderes geht es in dem, was Jesus gesagt hat.
In Jesus bist du gesegnet und ist der Heilige Geist auch zu dir gesandt. Halte dein Herz für ihn offen. In Jesus bist du gesegnet und sind dir die Worte Gottes in Herz und Hirn, in Mund und Hand gegeben. https://www.youtube.com/watch?v=koWNoO8SapY | |||
| Ein Segen sein | 24 Feb 2024 | 00:04:26 | |
Samstag, 24. Februar 2024 Ich will euch mehr Gutes tun als je zuvor, ihr sollt erfahren, dass ich der HERR bin. Hesekiel 36,11 Paulus schreibt: Ich weiß aber: Wenn ich zu euch komme, werde ich mit dem vollen Segen Christi kommen. Römer 15, 29
Ein Segen sein In der heutigen Losung begegnen wir einer ganz besonderen Art und Weise prophetischer Rede in der Bibel. Der Prophet spricht nicht zu Menschen, sondern zum Land Israel. Der Abschnitt beginnt: "Darum weissage über das Land Israel, und sage zu den Bergen und zu den Hügeln, zu den Bachrinnen und zu den Tälern..." (V. 6) Und unser Losungsvers beginnt: "Und ich werde Menschen und Vieh auf euch vermehren..." "Euch" - das sind die Berge Israels. Im Neuen Testament begegnen wir so etwas Ähnlichem, wenn Jesus über der Stadt Jerusalem weissagt und sie mit "du" anspricht: "Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind..." (Matthäus 23,37) In der Bibel und vor allem dem Alten Testament gibt es ein Bewusstsein dafür, dass der Zustand des Landes unmittelbar mit dem geistlichen Zustand des Volkes zusammenhängt und Gott unmittelbar auch am Land handelt, es z.B. segnet oder auch seinen Segen entzieht. Wir verweisen ein solches Denken vermutlich in ein "magisches Weltbild" und in die unaufgeklärte Welt der Antike. Der Zustand des Landes hängt für unsere Begriffe von den Klimaverhältnissen ab, den Techniken der Landwirtschaft und den Eingriffen in die Natur - heute ja alles sehr aktuelle Fragen. Ich bin mir da nicht so sicher, ob unser modernes "Weltbild" in dieser Sache wirklich das fortschrittlichere ist, oder ob wir schlicht geistliche Tiefenzusammenhänge ausblenden und vergessen haben. Fest steht: Es gibt Christen, die ein geistliches Mandat haben, für Land und Leute, für Städte und Regionen im sog. "politischen Gebet" fürbittend vor Gott einzutreten. Vielleicht gehörst du ja auch dazu. Dann möchte ich dich an den Propheten Hesekiel verweisen. Hier gibt's viel zu lernen und zu entdecken. Lass dich sehr ermutigen, in diese Richtung weiterzugehen. Ich habe mich heute über den Lehrtext gefreut: "Ich weiß aber: Wenn ich zu euch komme, werde ich mit dem vollen Segen Christi kommen." Weit davon entfernt, mich mit dem Apostel auf eine Stufe zu stellen, hilft mir dieser Satz immer sehr, mich innerlich auf Dienste, Aufgaben, Begegnungen und Zusammentreffen aller Art einzustellen. Vor allem, wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, was ich da eigentlich soll und ob ich überhaupt etwas beizutragen habe. Darum möchte ich es dir heute auch zusprechen: Wo immer du hingehst und wem auch immer du heute begegnest: Du kommst in dem vollen Segen Christi, egal wie du dich fühlst. Denn in dir ist Christus präsent. Du bist ein Christusträger/eine Christusträgerin.
In Jesus bist du gesegnet. Du bist wirksam in dieser Welt und deine Worte sind nicht wirkungslos. In Jesus bist du gesegnet um ein Segen zu sein. https://www.youtube.com/watch?v=HgO8ZlUSJHE | |||
| Voll Erbarmen | 24 Feb 2024 | 00:04:16 | |
Freitag, 23. Februar 2024 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne. Psalm 22,2 Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus. Markus 15,38
Voll Erbarmen Das heutige Losungswort hat seinen unauslöschlichen Platz gefunden unter den 7 Worten, die uns von Jesus überliefert sind, während er am Kreuz hing. Es bleibt ein tiefes Geheimnis, was sich in diesen Stunden am Kreuz zwischen Jesus und Gott, zwischen dem Sohn und dem Vater abgespielt hat. Mir scheint, dass es angemessener ist, in Ehrfurcht und Anbetung davor innezuhalten, als mit klug scheinenden und spekulativen Gedankenspielen darin eindringen zu wollen... Eines können wir aber sicher sagen: In diesen Gebetsschrei hat Jesus alle Gottverlassenheiten dieser Welt, den tiefen damit verbundenen Schmerz und die Verzweiflung auf sich genommen. Und du bist eingeladen, alle deine Verlassenheitswunden mit dieser Wunde Christi zu identifizieren. Es ist dein Verlassensschrei, den Jesus da ausstößt. Damit mute ich dir freilich zu, dich dieser deiner Verlassensheitswunde erst einmal zu stellen. Aber du weißt: Zu jeder Heilung gehört, dass eine Wunde erst einmal angeschaut, notfalls auch aufgedeckt und freigelegt werden muss. Solange du dich nicht deinen eigenen Wunden, deinen Abgründen und deinen Verlorenheiten stellst, bleibt das Kreuz ohne Bedeutung und ohne Bezug zu dir - allenfalls ein Gegenstand mehr oder weniger klugen theologischen Erörterungen. Oder gleich etwas, womit du im Grunde nichts anfängst. Der Lehrtext nimmt uns mit hinein in den Augenblick, in dem Jesus starb. Der Vorhang zerreißt, der das Allerheiligste abschirmte, den innersten Raum des Tempels - von oben nach unten. Der Talmud überliefert, dass dieser Vorhang 18 m hoch und 9 m breit und eine Handbreit dick war - das war also keine blickdichte Gardine... ja, da waren offensichtlich göttliche Kräfte am Werk! Wie ein Vater zur Trauer über seinen toten Sohn sein Gewand oben am Halsausschnitt einriss, so reißt Gott diesen Vorhang entzwei, weil es ihm das Herz zerreißt über dem, was dort auf Golgatha passiert. Unser Gott ist leidensfähig, mitleidsfähig; nein, er ist nicht der Weltenlenker, der unbeteiligt und göttlich-distanziert über den Sternen thront, weit verfehlt. Die Bibel hingegen hat ein Wort dafür, wie Gott ist: Er ist barmherzig und voll Erbarmen. Das ist deine und meine Rettung!
In Jesus bist du gesegnet und in das göttliche Erbarmen gestellt. In Jesus bist du gesegnet. Es gibt keine Verlassenheit, in der Jesus dir nicht zur Seite stehen würde. Darum gibt es keine Verlassenheit mehr. https://www.youtube.com/watch?v=XgMq-0cD8Lc | |||
| Gutes tun | 24 Feb 2024 | 00:03:58 | |
Donnerstag, 22. Februar 2024 Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Psalm 100,2 Lasst uns Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Galater 6,9
Gutes tun Der Psalm 100, aus dem die Losung heute stammt, ist ein klassischer Gottesdienstpsalm. Es wäre nicht die schlechteste Übung, ihn für sich vor jedem Gottesdienst zu beten, weil er eine innere Haltung beschreibt, die für jeden Gottesdienst unerlässlich ist. Doch wir sind mitten in der Woche und heute ist ein ganz normaler Arbeitstag. Vielleicht kannst du trotzdem etwas von dieser "Gottesdiensthaltung" in deine Gebetszeit mit hineinnehmen, wenn du denn eine solche regelmäßig pflegst: "Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!" Mit dem Losungswort ist also ganz konkret der Tempelgottesdienst in Jerusalem im Blick. Im Lehrtext weitet sich der Blick in unsere Lebensgestaltung, den "Gottesdienst des Lebensvollzuges". Ja, "Gottesdienst" ist beides: die ausgesparte und für Gott reservierte Zeit der ungeteilten Aufmerksamkeit und Hinwendung zu IHM - und der Lebensvollzug und Alltag, in dem unsere Aufmerksamkeit unserer Arbeit und unseren Aufgaben gilt und natürlich den Menschen, mit denen wir zu tun haben. Dieser "Alltagsgottesdienst" findet seinen Ausdruck im Gutestun, sagt der Apostel Paulus. Gutes tun - das ist mehr, als seine Arbeit und die Aufgaben, vor die man sich gestellt sieht, "gut machen"; das ist auch schon 'was! Im Gutestun ist unsere Initiative, unser Phantasie und unser Einfühlungsvermögen gefragt, aber auch unser Urteilsvermögen; denn nicht alles, was wir gut finden, tut dem anderen auch gut. Aber nicht nur dem Nächsten können und sollen wir Gutes tun, sondern auch uns selbst, Jesus in Gestalt seiner Gemeinde und der Schöpfung. Gutes zu tun - da ist der Apostel ganz realistisch - kann anstrengend und ermüdend sein. Vor allem dann, wenn es auf wenig Echo, Dankbarkeit und Gegenliebe stößt und für selbstverständlich hingenommen wird. Doch, und das ist ein schönes Bild, "Tat ist Saat". Was auch immer wir tun oder auch unterlassen, ist in jedem Fall so etwas wie das Ausbringen von Saatgut. Und es ist nur eine Frage der Zeit und des Abwartenkönnens, bis diese Saat aufgeht. Wer weiß - vieles von dem, was wir heute sind und was uns ausmacht, ist die Frucht dessen, was andere in uns hineingesät haben. Für all das Gute, das andere an dir getan haben, kannst du heute dankbar sein.
In Jesus bist du gesegnet und immer wieder neu vor Gottes Angesicht eingeladen. In Jesus bist du gesegnet und in seinen Dienst gestellt mit Freuden. In Jesus bist du gesegnet, befähigt und in die Lage versetzt, Gutes zu tun. https://www.youtube.com/watch?v=os6uPbSAP4k | |||
| Das reine Herz | 24 Feb 2024 | 00:03:59 | |
Mittwoch, 21. Februar 2024 Wer kann sagen: 'Ich habe mein Herz geläutert und bin rein von meinen Sünden'? Sprüche 20,9 Als aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen? Lukas 5,22
Das reine Herz Das Herz ist im biblischen Sprachgebrauch, anders als in der deutschen Sprache, nicht nur der Sitz des Gefühls, sondern auch von Wille, Verstand und vor allen Dingen der Gedanken. Der Umgang mit diesen Gedanken ist für unseren geistlichen Weg ganz fundamental. Gleich schon zu Beginn des Tages ist es z.B. wesentlich, welchen Gedanken wir in unserem Herzen Raum geben und welchen wir nachhängen. Diese Gedanken zu steuern und sich ihnen nicht einfach zu überlassen, gehört zu den Grundübungen einer geistlichen Lebensführung. Die Vorstellung "ist ja nicht schlimm, ist ja nur in Gedanken" ist völlig irrig. Und das Ansinnen, "sein Herz zu läutern", es also frei zu halten von negativen, zerstörerischen, toxischen, unreinen, verurteilenden und gottlosen Gedanken, ist aller Ehre wert. Die Sünde beginnt "im Kopf", würden wir sagen - "im Herzen", sagt die Bibel. Das Gleiche ist gemeint. Wer sich ernsthaft an diese große Aufgabe macht, wird dann aber auch bei der heutigen Losung auskommen. Mit der "Selbstläuterung" und der "Selbstreinigung" kommen wir an kein Ende...das bedeutet nun nicht: "Na, dann können wir's ja gleich lassen!" Sondern wir können und müssen auch auf Jesus blicken, der alleine uns das "reine Herz erschaffen" kann (Psalm 51,12). Und wirklich: Er läutert und reinigt uns von aller Sünde durch sein Blut. Halleluja. Der Lehrtext ist heute einer Heilungsgeschichte entnommen. Jesus vergibt dem Kranken seine Sünden - ein erster und wesentlicher Heilungsschritt. Und er erkennt die Gedanken der umstehenden Pharisäer, weil er die Gabe der Herzensschau hat. Die denken nämlich: "Das ist Anmaßung. Gott allein kann Sünden vergeben." Mit dem 2. Satz haben sie zweifellos recht. Jesus ist der Gottessohn. Er hat die Vollmacht, von Sünden freizusprechen - und wie zum "Beweis" heißt er den Gelähmten aufzustehen und mitsamt seinem Bett seines Weges zu gehen. Und so geschieht's. Jesus sieht und kennt meine Gedanken. Davor muss ich nicht erschrecken und schon gar nicht mich verstecken. Er ist es darum auch, der mir mit Rat und Tat und der Kraft seines Heiligen Geistes zur Seite steht, wenn es darum geht, mein Herz in Ordnung und rein zu halten. Auch an diesem Tag.
In Jesus bist du gesegnet mit der Reinheit des Herzens. In Jesus bist du gesegnet mit der Autorität über deine Gedankenwelt und deine Phantasie. In Jesus bist du gesegnet. Darum steh' auf und geh' deinen Weg mit Freuden. https://www.youtube.com/watch?v=mD2PJ0xbAdY | |||
| Das geistliche Haus | 24 Feb 2024 | 00:04:10 | |
Dienstag, 20. Februar 2024 Der HERR sprach zu Elia: Ich will übrig lassen siebentausend in Israel, alle Knie, die sich nicht gebeugt haben vor Baal. 1. Könige 19,18 Ihr aber, meine Lieben, baut euer Leben auf eurem allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist und bewahrt euch in der Liebe Gottes und wartet auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben. Judas 20-21
Das geistliche Haus Der Prophet Elia war in eine handfeste Glaubens- und Lebenskrise geraten, wir würden das heute ein "Burnout" nennen. Er war im Eifer für den Herrn und in der Leidenschaft seines Dienstes ausgebrannt. So was gibt's. Ganz typisch für eine solche Situation: Elia entwickelte einen Tunnelblick. Er sah nur noch sich und seine Verzweiflung. Er fühlte sich wie der letzte Mohikaner und der einzige Nagel, an dem die gesamte Rechtgläubigkeit Israels noch hing: "Ich allein bin übrig geblieben...!" (1. Könige 19,10) Da öffnet Gott ihm die Augen und befreit ihn aus der Fixierung. Die Botschaft der Losung lautet: "Schau, Elia, du bist nicht allein. Es hängt nicht alles an dir." Das ist sehr tröstlich und entlastend. Vielleicht schwingt auch ein bisschen mit: "Mein Lieber, überschätze dich nicht. Leg dein Selbstmitleid und deine innere "Dramaqueen" zur Seite." Der Apostel Judas hingegen nennt abschließend gegen Ende seines Briefes vier sehr bedenkenswerte Säulen, auf denen unser geistliches Lebenshaus ruht: Zunächst ist da unser Glaube, also unser Vertrauen in Gott, der unser "Allerheiligstes" ist. Dann ist da das Gebet Hand in Hand mit dem Heiligen Geist, der der große "Lehrer des Gebets" ist. Es folgt die Liebe Gottes - also sowohl die Liebe zu Gott als auch das Geliebtwerden von Gott - die für uns so etwas wie ein Schutzraum sein soll. Schließlich ist da noch die Barmherzigkeit Jesu Christi, auf die wir hoffen und warten sollen; möglicherweise denkt hier der Apostel an den Richterstuhl Christi, vor dem wir alle erscheinen müssen und vor dem wir auf diese Barmherzigkeit von Jesus hoffen dürfen. - Es könnte ganz hilfreich und fruchtbar sein, bei sich selbst einmal nach diesen 4 Säulen zu schauen und sie einer Inventur zu unterziehen. Denn geistliches Leben wächst und entsteht nicht irgendwie und von selbst, sondern will von uns "erbaut" und verantwortet werden wie ein Haus, das wir bauen. Wer will schon in einer Bretterbude oder einer Bauruine wohnen? Wer glaubt schon, dass sich ein Haus irgendwie von selbst baut? Achte also gut auf dich selbst, dass es dir nicht unversehens wie Elia geht, dem das Dach seines geistlichen Lebenshauses über dem Kopf zusammengebrochen ist, weil es da Fehler in der Statik und im Fundament gab.
In Jesus bist du gesegnet mit Glaube, Gebet, Liebe und Barmherzigkeit. Hüte diesen Schatz und bau' dir ein Haus draus! https://www.youtube.com/watch?v=0sWWOYtUGAQ | |||
| Gott loben | 16 Feb 2024 | 00:04:08 | |
Montag, 19. Februar 2024 HERR, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind sehr tief. Psalm 92,6 Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker. Offenbarung 15,3
Gott loben Jeder von uns trägt bekanntlich ein anderes Persönlichkeits- und Charakterprofil in sich. Vielleicht gehörst du ja auch zu den "Forschern und Lehrern" und du trägst allein schon deshalb dein Handy stets bei dir, weil dir alle naselang etwas einfällt, was du genauer wissen und darum schnell mal gogglen musst... wie schön, dass wir alle, so unterschiedlich wir sind, in der Bibel vorkommen! Diese beiden Lobpreistexte in Losung und Lehrtext sind wie für dich gemacht! Du darfst auf deine ganz eigene Weise den HERRN preisen - indem du nämlich seinem Tun und seinen Werken nachspürst. Die Weisheit Gottes - das ist dein Forschungsgebiet! In der Schule haben wir alle mal das "kritische Denken" gelernt; die Dinge hinterfragen zu können und nicht alles für bare Münze in dieser Welt zu nehmen, ist sicher eine nützliche Fähigkeit. Das kannst du hier aber mal zur Seite legen. Es gibt auch ein Fragen, das von der Neugier, der Wissbegier, der Entdeckerfreude und dem Staunen angetrieben wird - und das ist hier gefragt! Du bist ein Taucher - hinein und hinunter in die Gedanken des HERRN. Die Tiefsee ist gar nichts gegen sie.... gönn' dir das; das ehrt und freut Gott nicht nur, sondern wird dich auf deinem geistlichen Weg wirklich voranbringen! Der Lehrtext ist dem "Lied des Mose" entnommen, das die Überwinder vor dem Thron Gottes singen. Da ist es wieder - das Staunen über die Werke und Wege Gottes. Und hier scheint es ein besonderer Blick zu sein für das Wirken und Tun Gottes unter den Völkern. - Wenn man in diese Welt hineinschaut, hört man immer wieder die Frage: "Wie kann Gott das zulassen?" Nun, das ist so eine Schulbuchfrage, die in die Sackgasse führt. Wie wäre es denn mal, Politik und Geschichte zu betrachten und zu studieren unter dem Gesichtspunkt der "Werke und Wege des Königs der Völker"? Also nicht zu fragen: "Warum lässt Gott das zu?" sondern ganz wissbegierig und ernsthaft und überhaupt nicht spekulativ: "Was macht Gott da gerade eigentlich?" Wir brauchen, glaube ich, heute wieder solche geisterfüllte, bibelfeste Forscher und Denker! Denn eines ist ganz klar und eine der Grundaussagen der Offenbarung: Gott ist im Regiment. Sein Thron steht über allem und inmitten von allem. Auf ihn läuft alles zu. Im Himmel und auf Erden und auch in deinem Leben. Darum sei getrost.
In Jesus bist du gesegnet und bestimmt, etwas zu sein "zum Lobe seiner Herrlichkeit." In Jesus bist du gesegnet mit neuem Vertrauen in den, der von sich sagen kann: "Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden." (Matthäus 28,19) https://www.youtube.com/watch?v=cTBHOqxwMdw | |||
| Errettet werden | 15 Feb 2024 | 00:03:24 | |
Donnerstag, 15. Februar 2024 Das Volk kam zu Mose und sie sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zum HERRN, damit er uns von den Schlangen befreit. Und Mose betete für das Volk. 4. Mose 21,7 So bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2. Korinther 5,20
Errettet werden Das Volk Israel hatte mal wieder den Aufstand gegen Mose und damit gegen den HERRN geprobt. Prompt wurde es von dem saraph, der Schlange mit dem brennenden und tödlichen Biss heimgesucht und das gleich in Massen. Mose fertigte auf Geheiß Gottes eine bronzene Nachbildung dieser Schlange an, steckte sie auf eine lange Stange und richtete sie auf. Wer nun gebissen wurde und dann aber zu dieser Schlange aufschaute, blieb am Leben. Eigentlich ganz einfach. Es gab aber genug Leute, die das nicht glauben wollen und für Humbug hielten. Lieber starben sie. Jesus greift dieses Bild später einmal auf, als er von seiner eigenen "Erhöhung", nämlich seiner Kreuzigung sprach (Johannes 3, 14.15). Wer voll Glauben auf ihn schaut, wird gerettet. - Immerhin, es gab auch Leute in Israel, die ihre Sünde einsahen und Mose um Fürbitte baten - so die heutige Losung. Im Lehrtext wird überraschenderweise der umgekehrte Weg beschrieben: Nicht wir bitten Gott um Versöhnung, sondern Christus bittet uns, bitte dich und mich: "Lass dich versöhnen mit Gott!" Paulus verstand sich als Bittsteller an Stelle und im Namen von Jesus. Gott hat in all den Jahrhunderten der Heilsgeschichte die unterschiedlichsten Mittel und Wege benutzt, um Menschen auf den Weg des Heils und der Erlösung zu bringen - je nach Erkenntnisvermögen und geistlichem "Entwicklungszustand" der Menschen. So kommt der HERR nicht zu dir und droht dir mit einer feurigen Schlange. Er kommt zu dir und zeigt dir seine Hände, Füße und seine Seite. Und er kommt demütig als Bittsteller und reicht dir seine durchbohrte Hand: "Komm, lass dich versöhnen - mit Gott, mit dir selbst, deinem Nächsten und mit der Schöpfung." Wirst du einschlagen?
In Jesus bist du gesegnet und steht die Tür zur Versöhnung offen. In Jesus bist du gesegnet, schau nur auf ihn; wer seinen Namen anruft, soll errettet werden (Römer 10,13). Hab' keine Angst vor den Schlangen, wie auch immer sie in deinem Leben heißen mögen. https://www.youtube.com/watch?v=YmHX7EwtW38 | |||
| Freigebig leben | 14 Feb 2024 | 00:03:38 | |
Mittwoch, 14. Februar 2024 Was bin ich? Was ist mein Volk, dass wir freiwillig so viel zu geben vermochten? Von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dir's gegeben. 1. Chronik 29,14 Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebt es auch. Matthäus 10,8
Freigebig leben König David hätte ja zu gerne das Haus des Herrn, den Tempel in Jerusalem gebaut. Doch das sollte seinem Sohn Salomo vorbehalten bleiben. So beschloss er, wenigstens für das Baumaterial und das Startkapital zu sorgen. Er veranstaltete eine gewaltige Spendenaktion im Volk und ging auch selbst mit gutem Beispiel voran, war er als König doch längst ein vermögender Mann geworden. Die Sache schlug ein wie eine Bombe und am Ende waren buchstäblich Berge aller möglichen Baustoffe und Edelmetalle zusammengekommen- ein gigantisches Materiallager. David ist geplättet und überwältigt - das spürt man noch seinem großen Dankgebet ab, dem die heutige Losung entnommen ist. Was für ein schöner Zug an diesem Gottesmann: Diese gewaltige Spendenbereitschaft und natürlich auch der große Wohlstand, der sie überhaupt erst einmal möglich machte, macht ihn nicht stolz - im Gegenteil! Er weiß nur zu gut, wem er all diesen Reichtum zu verdanken hat; und hat auch sicher nicht vergessen, dass er als schlichter Hirtenjunge mal angefangen hat. Er stellt Gott und dem Bau des Hauses Gottes nur zur Verfügung, was er zuvor von Gott selbst empfangen hat. Da hat jemand den Blick für die Realität nicht verloren! Das Wort von Jesus, das heute den Lehrtext bildet, stammt aus der Aussendungspredigt an die Jünger. Hier geht es nicht um materielle Güter, sondern um geistliche Dienste. Die Verkündigung des Himmelreiches und die damit verbundenen Heilungsdienste sollen unentgeltlich bleiben, nur den Dienst der Gastfreundschaft, also Kost und Logis, sollten sie annehmen. Was sie zu geben haben, haben sie zuvor selbst empfangen. Betrifft uns das? Sicher die innere Haltung, um die es hier geht. Es ist die Haltung großzügiger Freigebigkeit aus dem Bewusstsein heraus, selbst überreich beschenkt zu sein. Das kann sich auf Materielles beziehen wie bei David, oder auch nicht-materielle Dinge wie Freundlichkeit, Zugewandtsein, das richtige Wort im richtigen Augenblick und dergleichen Hilfreiches und Heilsames mehr. Du hast mehr zu geben, als du denkst - bestimmt!
In Jesus bist du gesegnet und überreich beschenkt und ausgestattet. In Jesus bist du gesegnet, um für andere ein Segen zu sein. https://www.youtube.com/watch?v=C55zL73NfS8 | |||
| Geweiht und geheiligt | 13 Feb 2024 | 00:04:23 | |
Dienstag, 13. Februar 2024 Der HERR spricht: Entweiht nicht meinen heiligen Namen. 3. Mose 22,32 Jesus spricht: Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage? Lukas 6,46
Geweiht und geheiligt Die Vorstellung des "Geweihten" oder "Heiligen" ist uns modernen Zeitgenossen etwas fremd geworden, vielleicht kommt sie uns auch etwas magisch vor. Sie ist uns im weltlichen Zusammenhang aber ganz vertraut. - In der Küche unseres Gemeindehauses gibt es z.B. eine Box mit verschiedenen Lappen in unterschiedlichen Farben und einer Beschriftung, die Auskunft gibt, welche Farbe für was bitteschön zu verwenden ist. Man sollte also tunlichst den Spüllappen für das Geschirr nicht zum Kloputzen verwenden. Wir würden dann nicht sagen, dass in diesem Fall der Spüllappen "entweiht" ist, aber er wurde zweckentfremdet - selbst, wenn man ihn hinterher in der Wäsche durch den Kochwachgang jagen würde; ebenso, wenn man den silbernen Suppenlöffel für die Gartenarbeit verwendet. Darüber hinaus ist das Empfinden von Geweihtsein etwas Gefühlsmäßiges und ist mit dem Empfinden für Pietät verwandt. Ich zucke z.B. immer ein wenig zusammen, wenn sich außerhalb des Gottesdienstes jemand mit seinem Gesäß auf den Abendmahlstisch setzt - auch wenn ich natürlich immer sagen würde: "Ein Tisch ist ein Tisch"! So kannst du vielleicht auch einmal dem nachspüren, was dir "heilig" ist; geh' darüber nicht hinweg und lass es dir auch von anderen nicht miesmachen. Das "Heilige" und "Geweihte" ist also zunächst einmal das Besondere und das, was nur einem ganz bestimmten Gebrauch vorbehalten ist. Und das ist zuerst natürlich das Gebet. So erschließt sich das heutige Losungswort. Der Name Gottes sollte nicht zu Zauber und Magie (heute in der sog. "weißen Magie") missbraucht und damit entweiht werden, auch nicht als Ausruf des Erstaunens ("Ach du lieber Gott!"), auch nicht als Erziehungsmittel ("Auch wenn Papa das nicht sieht - der liebe Gott sieht alles!") und auch nicht, um in der Diskussion der eigenen Position Nachdruck zu verleihen ("Ich denke, dass der Herr uns sagen will..."). Darum will ich mich keineswegs schämen, im Alltag von Jesus und dem Herrn zu reden; ich will aber keusch mit diesem Namen umgehen. Er ist etwas Kostbares, Heiliges, der nicht im Alltagsgeschwätz untergehen sollte. Wichtiger, als den Namen Gottes im Mund zu führen ist der Entschluss, schlicht den Willen Gottes zu tun. Darauf weist uns Jesus im heutigen Lehrtext hin. Die Anrufung des Namens Gottes und ein Lebensstil im Gehorsam sind zwei Seiten derselben Medaille.
In Jesus bist du gesegnet. In ihm bist du geheiligt. In der Taufe hast du dich ihm geweiht. Zweckentfremde dich nicht! In Jesus bist du gesegnet mit dem gehorsamen Herzen der Sohn- und der Tochterschaft. Wer auch immer von dir Gehorsam und Gefolgschaft fordert, muss davor zurückstehen. In Jesus bist du gesegnet und ganz sein. https://www.youtube.com/watch?v=hR8guAPOtfw | |||
| Offensiv beten | 12 Feb 2024 | 00:04:19 | |
Montag, 12. Februar 2024 Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's euch auch wohl. Jeremia 29,7 Als Jesus in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und fragte: Wer ist der? Matthäus 21,10
Offensiv beten Als die verbannten Israeliten in Babylon Post aus Jerusalem bekamen und den Brief des Propheten Jeremia erwartungsvoll öffneten, werden sie vermutlich die Schnappatmung gekriegt haben: "Suchet der Stadt Bestes...?" Geht's noch? Den meisten stand der Sinn in Hinblick auf die Stadt Babel wohl eher im Sinne von Psalm 137: "Tochter Babel, du Verwüsterin, wohl dem, der dir vergilt, was du uns angetan hast! Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!" (Psalm 137,8.9) Und für dieses "Sündenbabel" sollten sie bitteschön jetzt auch noch beten? Das ist fast so, als würde man den verschleppten israelischen Geiseln der Hamas raten, für Gaza, Chan Yunis und Rafah zu beten ... oder den Christen in der Ukraine, Fürbittgottesdienste für Putin abzuhalten. Wir zitieren dieses Wort hingegen, wenn es darum geht, dass wir uns als Gemeinden mit den Anliegen und Bedürfnissen unserer Heimatstädte befassen sollen, in denen wir uns bestens eingerichtet haben, deren Wohlwollen und Akzeptanz wir genießen und einfordern, und von denen wir ein bisschen überheblich meinen: "Dieser Stadt würde doch Wesentliches fehlen, wenn es uns nicht gäbe...!" Das ist aber etwas ganz anderes! Das hier liegt eher auf der Linie von Jesus, der sagt: "Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen. Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch misshandeln." (Lukas 6,27.28) Es ist ein ganz starker, seelsorgerlicher Impuls, um aus der Opferrolle wieder herauszukommen und eine geistliche Handlungskompetenz zurückzugewinnen. Es ist auch ein weisheitlicher Rat, sich mit unabänderlichen Situationen zu arrangieren; es ist bei Jeremia bekanntlich die Aufforderung zur Assimilation und eben nicht zur Ghettobildung. Dass das Sprengkraft beinhaltet, versteht sich von selbst! Den Gegenentwurf bietet der Lehrtext: Jerusalem - das Gegenbild zu Babylon! Es grenzt an bittere Ironie, dass die "Stadt Gottes" und "Stadt des großen Königs" (Psalm 48) angesichts von Jesus entweder hilflos oder überheblich fragt: "Wer ist der?" und ihren Einsatz in das große "Hosanna" nicht findet. Jesus hat für diese Stadt bekanntlich das Beste gesucht und für sie gebetet und geklagt: "Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind!" (Matthäus 23, 37)
In Jesus bist du gesegnet mit dem neuen Blick auch auf das, was dich plagt und belastet. In Jesus bist du gesegnet und mit der verändernden Kraft des Gebetes beschenkt. In Jesus bist du gesegnet; stimme nur immer wieder in das "Hosanna" ein! https://www.youtube.com/watch?v=nyvrk41OGQU | |||