Explore every episode of the podcast Stufen.aufs.Ohr
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| Seid barmherzig | 06 juil. 2026 | ||
Auch noch 1 Woche danach geht mir der Predigttext vom letzten Sonntag nach. Warum? Weil er so aktuell und wichtig ist. Weil ich in meinem Alltag ganz konkret immer wieder damit konfrontiert werde: in den Begegnungen mit einzelnen Menschen, in der Dynamik von Gruppen und auch beim Wahrnehmen der Menschen um mich herum. Vielleicht seid ihr schon neugierig, um welchen Text es geht… - Ein Abschnitt aus der Feldrede des Lukas-Evangeliums: Verurteilt nicht andere - Lukas 6,36-42. Bei Stufen bewegen wir eigentlich immer Erzählungen aus der Bibel, in denen Menschen Begegnungen mit Gott-Vater, Jesus oder dem Heiligen Geist haben. Auch wenn wir in manchen Kursen mit Gleichnissen unterwegs sind, gehört die Begegnung mit dem, der sie erzählt - Jesus - ganz ausschlaggebend mit dazu. So ist es auch bei der Feldrede. Nicht irgendein Mensch in der Bibel hält diese Rede, sondern Jesus selbst. Damit bekommt sie eine Kraft und Autorität, der ich mich nicht entziehen kann. Jesus spricht hier zu einer großen Schar seiner Jünger und richtet klare, konkrete Worte an sie - und so auch an uns. Wenn ich diese Rede lese, begegne ich Jesus, Gott selbst, und Seinem Herzensanliegen, wie wir auf Erden leben sollen - auch miteinander - und zwar nicht nur unter den „Gleichgesinnt-Gläubigen“, sondern untereinander - auch mit unseren „Feinden“. Sie wird mir zum Spiegel, in dem ich mich erkenne: mit meiner Sehnsucht nach einer Welt, in der die Liebe füreinander und für Gott größer ist als alles andere und mit meinen Grenzen der Liebe und meiner Bedürftigkeit nach Gottes Wirken IN mir. Ein Satz daraus prägt mich: Seid barmherzig, so wie euer Vater barmherzig ist. LK6,36 Wir haben einen unglaublich barmherzigen Vater. Einen, der immer wieder kommt und uns sucht, uns ruft, in den Arm nimmt, bevor wir etwas „checken“, bevor wir die „sauberen Kleider“ anhaben und uns rausgeputzt haben, richtig verhalten und was auch immer man noch an Maßstäben anlegen kann, damit man meint: Gott kommt nun. NEIN - ER ist es, der den Tod, das Dunkle überwunden hat, der in unsere zerbrochene Welt gekommen ist, damit er mit uns sein kann - bevor wir irgendwas getan haben. Das gilt es immer wieder zu „begreifen“, zu bewegen, zu meditieren - mir auch einzugestehen: NICHT ICH, SONDERN ER hat getan, überwunden, mich gefunden, mich zuerst geliebt - deshalb kann ich gar nicht anders und will ich lieben, barmherzig sein und Menschen nicht ver- oder beurteilen. Deshalb ist es nicht an mir zu richten - sondern ER allein ist der Richter auf dem Thron. Dass wir diese Woche entdecken, wie barmherzig UNSER VATER ist - das wünsche ich uns von Herzen. Seid gesegnet, Eure Damaris Friedrich | |||
| Treu sein | 29 juin 2026 | ||
Kürzlich haben wir unseren 39. Hochzeitstag gefeiert! Ich finde, das ist eine ganz schön lange Zeit, in der wir nun schon gemeinsam durch’s Leben gehen – starker Grund zur Dankbarkeit! Wir haben viel miteinander erlebt, freuen uns an unserem Miteinander und reiben uns natürlich auch immer wieder an unserer Unterschiedlichkeit - bis wir wieder feststellen, dass wir uns letztendlich darin auch gut ergänzen können. 39 Jahre verheiratet sein… ein Weg mit Höhen und Tiefen. Es gibt eben nicht nur die „Hoch-Zeiten“ – da gibt es auch den Alltag mit seinen Stimmungsschwankungen, der Meinungsverschiedenheiten, dem „Nicht-verstehen“… Und dann gilt es wieder, den anderen neu anzunehmen, Kompromisse zu schließen und manchmal auch um Verzeihung zu bitten und Vergebung in Anspruch zu nehmen. Wie gut, dass wir vor 39 Jahren eine klare Entscheidung füreinander getroffen haben: „JA, ich will dir treu sein – mit Gottes Hilfe!“ Es ist so wertvoll, dass Gott der verbindende in unserer Mitte ist! Der Andere kann nicht immer meinen Wunschvorstellungen entsprechen! So erlebe ich das auch in meiner Gottesbeziehung - Gott reagiert nicht immer so, wie ich mir das vorstelle! Fragen und Gebete bleiben manchmal unbeantwortet – oder es geschieht anders, als ich mir das gewünscht hätte. Da ist dann mein „Dranbleiben“, meine Treue gefordert! Ich kann jeden Tag neu den Entschluss fassen: „JA HERR, ich will dir treu sein, mein Leben mit dir zusammen gestalten und auf deine Stimme hören, dir vertrauen – dich HERR sein lassen!“ Und wie sieht unsere Gottesbeziehung anders herum aus? Wie oft entsprechen wir wohl nicht Gottes Vorstellungen??! Wie oft lassen wir IHM wenig Raum, dass ER hineinsprechen kann in unsere Gedanken und Pläne – oder können IHM nicht vertrauen?! Und trotzdem hält ER zu uns - bleibt uns immer treu! Sein großes Ja, das ER uns von Anfang an gegeben hat, gilt für alle Zeiten! Wir dürfen uns auf IHN und Sein Wort verlassen, in dem ER uns zusagt: „Ich bin der HERR, der barmherzige und gnädige Gott. Meine Geduld ist groß, meine Liebe und Treue kennen kein Ende!“ 2.Mose 34,6 HfA Mit diesem treuen Gott können wir gut leben!!! Herzliche Segensgrüße von Ute Wolf | |||
| Ressourcen einsetzen | 22 juin 2026 | ||
Wir alle haben Ressourcen, die wir einsetzen können und sollen. Sie sind sehr vielseitig und reichen von Begabungen, über Wissen, materielle Mittel, Beziehungen bis hin zu Zeit. Im Laufe unseres Lebens kann es auch Veränderungen geben. Entweder weil ich neue Begabungen entdecke oder mein Wissen erweitere, aber auch, weil vielleicht meine körperliche Leistungsfähigkeit sinkt, ich aber dafür mehr Einfühlungsvermögen und Zeit für Gebet für andere aufbringe. Alle Ressourcen haben gemeinsam, dass sie einen begrenzten Umfang haben. Gerade bei Zeit und Geld stoßen wir immer wieder an diese Begrenzung. Und damit müssen wir entscheiden, wo und wie wir sie verwenden. Jesus erzählt in Matt. 25 ein Gleichnis von einem Mann, der ins Ausland reist und seinen Dienern sein Vermögen anvertraut. Zwei der Diener handeln mit dem Anvertrauten, können dieses verdoppeln und der Herr lobt sie dafür. Der dritte Diener vergräbt das Geld und kann deshalb keinen Zuwachs vorweisen. Dies kritisiert der Herr nach seiner Rückkehr sehr stark. Was schließe ich aus diesem Gleichnis? Grundsätzlich sollte ich mir bewusst sein, dass mir meine Ressourcen nur anvertraut sind. Sie sind nicht meins. Für andere mag dieser Unterschied nicht zu erkennen sein, aber es geht – wie so oft in unserer Beziehung zu Gott – um die Haltung und um die Ehrlichkeit mir selbst und Gott gegenüber. Fühlt es sich für mich an, als müsste ich etwas von mir hergeben oder setze ich das Anvertraute ein? Ist das oberste Ziel die Vermehrung des Reichtums meines Herrn oder möchte ich eher etwas für mich, mein Ego erreichen? Will ich möglichst genau bestimmen, wie mein Geld oder meine Gaben eingesetzt werden oder bin ich bereit loszulassen. Ich würde mir wünschen, dass Gott mir konkreter zeigt, was gerade am wichtigsten ist. Aber oft ist es eher wie im Gleichnis: Der Mann, der ins Ausland verreist ist, ist nicht erreichbar für Rückfragen und es liegt in meiner Verantwortung, mit dem Anvertrauten in seinem Sinn umzugehen. Wir erfahren im Gleichnis nicht, wie die erfolgreichen Diener die Vermehrung schaffen. Das Geheimnis hinter Wachstum und Vervielfältigung bleibt verborgen. Das Wesentliche scheint zu sein, das Anvertraute einzusetzen. Die große Kritik bezieht sich darauf, Gaben zu vergraben. Ich soll meinen Verstand und mein Herz nutzen, um zu entscheiden, was und wofür ich mich gerade einsetze. Ich darf darauf vertrauen, dass Leiter und Leiterinnen die Weisheit haben, Mittel richtig zu priorisieren. Und ich glaube daran, dass Gott alle Möglichkeiten hat mich und andere in die richtige Richtung zu leiten, wenn ich meine Schwerpunkte falsch legen würde. Ich wünsche uns allen, dass es uns gelingt mit unseren Talenten zu wuchern. Eure Christine Sommer | |||
| Zwischen Stern und Kreuz | 15 juin 2026 | ||
Vor zwei Wochen habe ich das minimalistischste Bodenbild von Stufen des Lebens gesehen. Zwei Jahreszahlen mit einem Bindestrich dazwischen. So knapp kann ein Leben umschrieben werden. So steht es auf Grabkreuzen und Grabsteinen. Zum Bindestrich des gelebten Lebens steht nichts auf dem Grab. Als Pfarrer habe ich viele Menschen bestattet. Immer versuche ich dann den Bindestrich des Lebens in der Horizontale mit einem Bindestrich senkrecht dazu zu ergänzen. Das ergibt ein Kreuz. So wird ja das Todesjahr auf den Grabsteinen angezeigt. Mich bewegt, was das Kreuz von Jesus mit dem Verstorbenen zu tun hatte. Ich will unsere begrenzte Zeit mit der Ewigkeit Gottes in einen Dialog bringen. Das Kreuz steht beim Todestag. Trag in die Welt nun dein Licht und sei herzlich gegrüßt Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten | |||
| Heiliger Geist | 08 juin 2026 | 00:02:44 | |
Jetzt sind wir so in der nachpfingstlichen Zeit und ich frage mich: wie zeigt sich der Heilige Geist in unserem Alltag?
An Pfingstmontag wird hier im Heidelberger Norden jedes Jahr ein ökumenischer Tauferinnerungsgottesdienstgefeiert. Ich mag das gerne: ökumenisch, sich gemeinsam erinnern an die Zusage Gottes: Du bist mein geliebtes Kind. Ich bin bei dir! Der Pfarrer forderte uns auf, sich zu erinnern, sich bewusst zu machen: auch unabhängig von der Taufe: wo habe ich ganz tief gespürt: Gott sieht mich, nennt mich bei MEINEM Namen?
Können Sie sich, könnt Ihr Euch an solche Berührungen Gottes, Berührungen durch den Heiligen Geist erinnern?
Sowohl bei der Konfirmation als auch bei der Hochzeit waren es nicht nur die Worte, sondern eine ganz tiefes inneres Angesprochen Sein. Ich spürte bei der Konfirmation als würde eine Hand auf meiner Schulter liegen, die mir sagt: DU bist gemeint.
Auch bei der Hochzeit spürte ich diese segnende Hand über meinen Mann und mich und erlebte eine ganz tiefe Gemeinschaft als Paar mit dem Heiligen Geist unter der Botschaft: ihr gehört zusammen, egal was kommt. In Krisenzeiten konnte ich mir immer wieder diese Erfahrung bewusst machen, das half!
Am Tag der Beerdigung, übrigens, war das Losungswort unser Trauspruch aus dem Epheserbrief: Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Eine weitere Situation fällt mir ein: neulich wurden 5 ehrenamtliche Klinikseelsorgende in einem wunderschönen Gottesdienst in der Kopfklinik eingeführt und eingesegnet. Es war eine große Freude. Tief im Inneren dachte ich: ach, nach so vielen Jahren der Beauftragung würde ich mir einen auffrischenden Segen für diesen Dienst wünschen. Auf einmal wurden alle Gottesdienstteilnehmenden eingeladen, sich segnen zu lassen. Wie liebevoll weht der Geist Gottes! Es war so berührend, sich mit anderen Kollegen und Kolleginnen, auch mit den Patienten und anderen Gottesdienstbesuchern, unter Gottes liebevollen Segen zu stellen.
In dem oben genannten Tauferinnerungsgottesdienst ließ mich gleichzeitig auch aufhorchen: mit dem Segen ist ein Auftrag verbunden. Wir sind herausgefordert, uns aufzumachen, hinauszugehen, zu hören, zu ermutigen, unseren Gaben entsprechend die Liebe und den Segen Gottes weiterzugeben.
Im Vertrauen auf den Heiligen Geist wünsche ich viele segensreiche Erfahrungen und den Mut des Aufbruchs, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg | |||
| Komm herab o Heil'ger Geist | 01 juin 2026 | ||
Zwei Tage haben wir den Heilgen Geist und den Geburtstag der Kirche gefeiert. Für mich selbst ist Pfingsten ganz wichtig, weil es an einem Pfingstfest war, dass der Heilige Geist mich gefunden und zu Jesus und zum Vater gebracht hat. Unermüdlich war der Geist Gottes unterwegs auf der Suche nach mir. Wer ist der Heilige Geist und was tut er? Es sind Dinge, die für uns unmöglich sind, wo wir nur noch Flehen und Schreien können: “Komm herab o heilger Geist.“ Ein 800 Jahre altes Gebet hat es mir angetan. Was der Heilige Geist ist und was er tut, wird darin aufgezählt. In der Vertonung durch Frieder Gutscher will ich es singen: Komm herab o Heilger Geist, der die dunkle Nacht zerreißt, strahle Licht in diese Welt. Komm der alle Armen liebt, komm, der gute Gaben gibt, komm der jedes Herz erhellt. Höchster Tröster in der Zeit. Gast, der Herz und Sinn erfreut. Köstlich Labsal in der Not. In der Unrast schenkst du Ruh, hauchst in Hitze Kühlung zu, spendest Trost in Leid und Tod. Komm O du glückselig Licht, fülle Herz und Angesicht dring bis in der Seele Grund. Ohne dein lebendig Wehn, kann im Menschen nichts bestehn, kann nichts heil sein noch gesund. Was befleckt ist wasche rein. Dürrem gieße Leben ein. Heile du, wo Krankheit quält. Wärme du was kalt und hart, löse was in sich erstarrt, lenke was den Weg verfehlt. Gib dem Volk das dir vertraut, das auf deine Hilfe baut, deine Gaben zum Geleit. Lass es in der Zeit bestehn, deines Heils Vollendung sehn und der Freuden Ewigkeit. Amen Halleluja. Ihre und eure Traudel Krause | |||
| Pfingsten | 18 mai 2026 | ||
Letzte Woche war ich auf dem Katholikentag in Würzburg und bin noch ganz erfüllt von den vielen Begegnungen an unserem Stand auf der Kirchenmeile, an dem wir mit Menschen über unsere Kurse ins Gespräch kamen. Mit unserem Glücksrad luden wir jeden - klein und groß - ein, zu entdecken, welcher Segen aus den biblischen Geschichten in unser Leben fließt. So manches Gesicht zieht noch durch meine Gedanken, manches Lächeln, manche Träne und manches Gespräch, das ganz ehrlich und tief war. Heute morgen mit dem Blick auf Pfingsten - auch der Geburtstag der Kirche genannt - sehe ich die vielen Menschen, die sich zu diesem „Kirchen-Fest“ versammelt hatten unter dem Motto „Habe Mut, steh auf“. Beides passt so sehr zu dem, auf das wir nun zugehen und in einigen Tagen feiern werden. Viele verschiedene Menschen kamen damals in Jerusalem zusammen. Jeder davon mit seinem persönlichen „Lebenspäckchen“, seiner Sehnsucht, seiner Suche nach Gemeinschaft, Hoffnung, Erlösung in einer Welt, die sicherlich nicht leichter zu tragen war als unsere heute. Die Jünger mit wenig Mut im Herzen, versammelt in ihrem „Obergemach“. Wartend, was kommen wird. Und dann kam der, den Jesus versprochen hatte: Es kam der Geist Gottes. Es kam der, der bleiben wird und nicht wieder gehen wird, der uns belebt und der uns tröstet - so hatte es Jesus seinen Jüngern versprochen. Der Geist kam, in einem Brausen, erfüllte die Jünger und sie hatten Mut, Kraft und Freude und standen auf, verließen ihr Haus, um von dem zu erzählen, das sie erlebt und erkannt hatten - von Jesus Christus, der Auferstehung und dem Leben. Bis heute erleben wir das: Der Geist Gottes kommt. Manchmal säuselnd wie bei Elia in der Höhle: sanft und zart, Wunden versorgend, dass wir wieder Lebensmut bekommen. Manchmal brausend und aufwühlend, wie damals bei den Jüngern: alles steht Kopf und wir können nicht anders, als zu bekennen: Jesus ist Herr! Manchmal mitten im Alltag mit einem kurzen Satz, der Situationen sprengen kann, ohne dass Beziehungen gesprengt werden. Manchmal mit Entspannung, weil ich wieder entdecke: ER ist der Herr, der HERR, der mich sucht, der mich findet, der mich stärkt, der mich hält, der mich versorgt und ich MUSS NICHT… Wo der Geist Gottes ist, lesen wir im Galaterbrief, da ist Freiheit, da ist Liebe, da ist Geduld, da ist Selbstbeherrschung, da ist Freude, Güte, Freundlichkeit, Sanftmut und Friede. Beim Katholikentag habe ich diesen Frieden und diese Freude in den Begegnungen erlebt: Der Friede zog beim Erzählen von Jesus, beim Segnen der Menschen im Herzen ein und ich hoffe und bete, dass diese Früchte weiter wachsen und sich vermehren zum Segen vieler - denn das ist Pfingsten: Der Geist ist spürbar und verbreitet die Gute Nachricht hinaus zu allen Menschen. Ich wünsche uns, dass wir Gottes Geist erleben - vielleicht ganz neu, ganz anders als bisher in diesen Pfingsttagen. Viele Grüße, Damaris Friedrich | |||
| Freude ohne Ende?! | 11 mai 2026 | 00:02:58 | |
Kürzlich bin ich an einer Aufforderung der Bibel hängen geblieben: „Seid allezeit fröhlich!“ Da regt sich Widerstand in mir: Wie soll das denn gehen??? Ich kann doch nicht immer fröhlich sein – es gibt genug Situationen im Alltag, die mich nicht zur Freude und zum fröhlich sein animieren! Ich werde neugierig… will der Freude auf die Spur kommen… und entdecke beim Bibellesen, dass bei Gott viel Freude ist. ER freut sich riesig, wenn ein Mensch sich Ihm zuwendet, Beziehung mit Ihm leben möchte. Das ist vielleicht Gottes größte Freude! Und es macht Ihm Freude, wenn wir Ihn um etwas bitten! Er liebt es, uns zu beschenken! Jesus fordert uns direkt auf: „Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen werde!“ Johannes 16,24 Im Nachdenken, was Gott mir schon alles geschenkt hat, fällt mir immer mehr ein - das macht mich dankbar und ich merke, wie aus der Dankbarkeit die Freude wächst. Gott hat seinen Sohn auf diese Erde geschickt, um uns seine große Liebe durch ihn zu zeigen! Und Jesus bezeugt diese Liebe zu uns in Johannes 15: „Wie der Vater mich geliebt hat, so habe ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! …dies alles sage ich aus einem Grund: Euch soll meine Freude erfüllen, damit eure Freude überfließt!“ Vielleicht ist genau das ein Schlüssel für die Freude: in Jesu Liebe zu bleiben! Seine Liebe immer wieder neu in uns aufzunehmen und darin zu leben! Ja, mit Jesus zieht Freude in unser Herz ein!! Ich kann es direkt spüren, wenn ich mit Gott rede, wenn ich Ihm meine Anliegen mitteile oder meinen Dank bringe… wie die Freude und der Friede bei mir einzieht und sich ausbreitet. Auch in Traurigkeit und notvollen Zeiten können wir uns an Gott und in Ihm freuen in der Gewissheit, dass ER da ist, mitfühlt und Neues schaffen kann und wird! Die Osterfreude darf immer wieder neu aufleben: wir haben einen auferstandenen HERRN, der lebt – der durch den Heiligen Geist immer da ist, wenn wir ihn einladen in unser Leben, in unseren Alltag – auch in schwere Situationen hinein! Wir haben einen Gott, der FÜR UNS ist!! Wenn das nicht Grund zur Freude ist!! Ich wünsche euch gute Entdeckungen mit der Freude! Herzliche Grüße von Ute Wolf | |||
| Unter Druck | 04 mai 2026 | ||
Manchmal kommen wir in Situationen, denen wir uns nicht gewachsen fühlen. Wir sehen keinen Ausweg oder andere wollen etwas von uns, dass wir nicht geben können oder möchten. Wir fühlen uns angegriffen oder überfordert. Was machen wir, wenn die Stimmung aufgeheizt ist? Wenn wir glauben, dass uns sowieso keiner mehr zuhört oder uns das Herz bis zum Hals schlägt. Mir fällt die Geschichte von Jesus und der Ehebrecherin ein, die in Johannes, Kapitel 8 steht. Jesus war im Tempel und das Volk kam zu ihm und er lehrte sie. Eine schöne, eine entspannte Situation. Und dann ändert sich die Szene komplett. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer bringen eine Frau, die man beim Ehebruch ertappt hat und stellen sie in die Mitte, präsentieren sie und konfrontieren Jesus mit Fragen: Mose hat geboten, solche Frauen zu steinigen, also ohne weitere Verzögerung zu töten. Was sagst Du? In der Bibel steht auch, dass sie das sagten, damit sie etwas hätten, um ihn zu verklagen. Es geht also nicht um die Sache. Es geht auch nicht um die Frau. Sie ist nur Mittel zum Zweck. Ihre Geschichte soll dazu dienen, Jesus eine Falle zu stellen. Ich kann spüren, wie die Stimmung kippt. Wie aus einer Lehrstunde eine todesbedrohliche Situation entsteht, wie viel Druck aufgebaut ist. Und Jesus bückt sich nieder und schreibt mit dem Finger auf die Erde. Wie kann mir dieses Beispiel helfen, wenn ich mich unter Druck gesetzt fühle? Ich muss nicht direkt reagieren. Ich muss die Sache auch nicht sofort lösen. Jesus zieht die Aufmerksamkeit weg von der Frau und nimmt sich die Zeit etwas völlig anderes, verspielt und nutzlos wirkendes zu tun. Ich kann in meinem Kopf auch Jesus in den Fokus stellen. Atmen wir durch, wiederholen wir im Kopf eine Zusage Gottes, die uns einfällt. Übergeben wir im Gebet die Situation an Jesus. Wenn es möglich ist, schreiben wir den Zuspruch, der uns einfällt auf ein Blatt Papier. Oder wir malen den Liedvers, der uns ermutigen kann mit dem Finger auf unser Hosenbein. Die Pharisäer und Schriftgelehrten in der Bibel geben nicht so schnell auf. Auch das werden wir erleben. Aber wir können durch den Fokus auf Jesus wieder freier atmen und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gottes Geist uns unterstützt. Durch Ruhe, durch innere Gelassenheit oder auch durch die Wahl der richtigen Worte. Jesus antwortet den Herausforderern schließlich: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Jesus gelingt es, mit diesem Satz weder selbst zum Angriffspunkt zu werden noch die Frau ungeschützt auszuliefern. Ich bin mir bewusst, dass wir nicht in jeder Situation eine solche weise, schnelle und wunderbare Lösung erhalten werden. Aber wir haben immer die Chance den Druck herauszunehmen und uns an Gott auszurichten, nicht an unserer Schwachheit. Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer | |||
| Hoffnung trotzt allem! | 27 avr. 2026 | ||
Ostern ist noch gar nicht so lange her. Wie geht es Ihnen und Euch? Begleitet euch der Glanz von Ostern noch und immer wieder in den Alltag hinein? Ist es nicht so?: Karfreitag und Ostern liegen so nahe beieinander. Vielleicht komme ich zur Osterfreude gar nicht ohne den Karfreitag? Vielleiht halte ich den Karfreitag nur aus, weil ich die Aussicht auf Ostern habe? „Hoffnung trotzt allem!“, das war in Heidelberg eine stadtweite ökumenische Aktion, unsere christliche Hoffnungsbotschaft zu verbreiten. Überall, auf den Plakaten und Bierdeckeln strahlte dieses Motto. Öffnete man den QR Code, dann fand man alle Informationen über Ostern und alle Osterveranstaltungen. Hoffnung trotzt allem! Welch eine Botschaft. Kurz nach Ostern durfte ich wieder mal eine Andacht in der Klinik halten. In der Vorbereitung entdeckte ich eine Einheit aus einem Kurs von „Stufen des Lebens“, in der die innere Auferstehungsgeschichte von Händel beschrieben wurde. Dies in Anlehnung an Stefan Zweig´s „Sternstunden der Menschheit“! Es wird der Weg von Händel aus seiner Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit heraus in ein neues Leben beschrieben. In dem Moment, als er das Wort „sei getrost“ vor sich liegen sieht, weiß er, dass Gott zu ihm spricht, ihn sieht, ihn meint. Daraufhin erwacht er zu neuem Leben und Schaffenskraft und komponiert den „Messias“. Ich fragte die Patientinnen, ob sie darin auch für sich österliche Momente entdeckten, sich erinnerten in ihrem Leben. Eine erinnerte sich an ihre Taufe mit 25 Jahren, wo ihr der Bibelvers aus Jes. 41,10 zu gesprochen wurde: Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Eine andere Patientin entdeckte, dass Dunkel und Licht, Schmerz und Freude so nah beieinander liegen dürfen , sich immer wieder verwandeln. Hoffnung trotzt allem! Eine betagte Freundin von mir befand sich gerade in der Osterzeit in einer traurigen, depressiven Stimmung, sie fiel in eine tiefe Einsamkeit. Zwei Begegnungen nach Ostern haben sie aufblicken lassen. Sie entdeckte in aller Tiefe, dass durch Jesu Leiden, sie in ihrem nicht allein war. Es war ein Ringen, aber dann erwachte sie wieder zum Leben, Ein Geschenk, für das sie sehr dankbar ist. Hoffnung trotzt allem. Möge diese Haltung uns immer wieder helfen, den Blick aufzurichten, auch wenn es oft ein Kampf ist. Freude und Dankbarkeit stimmen uns um und haben hoffnungsfrohe Ausstrahlung trotz allem! Das wünsche ich uns allen und grüße hoffnungsfroh , Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg | |||
| Auf auf mein Herz und singe | 20 avr. 2026 | ||
Zur Osternacht gehört für mich das schöne Osterlied: „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“. Schwungvoll ist die Melodie mit tänzerischer Leichtigkeit. Sie schwingt sich immer zu neuen Höhen auf, blickt von der Spitze des hohen C hinunter auf die tiefen Töne. Da klingt die traurige Grablegung von Karfreitag nach. Aber Ostern verkündigt, Christus ist auferstanden von den Toten. Das ist spürbar gegen Ende jeder einzelnen Strophe. Punktierte Viertelnoten Der dieses Lied singt, dem verleiht es Flügel. EG 112,1 „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden“ ist ein munteres Lied mit einem kecken Text. Ich höre den Spottvers vom Apostel Paulus heraus: „Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Hölle, wo ist dein Stachel?“ Dabei übergehen die Worte des Liedes nicht die Schwere des Todes. Wir werden alle einmal ins Grab gelegt. Schmerz und Trauer sollen nicht überspielt werden. Aber wir haben der Schwerkraft des Todes eine unglaubliche Gegenwelt entgegen zu setzen. Paul Gerhardt schildert das mit kindlichen Bildern. Christus hat den Tod besiegt. Es gibt so vieles, was uns Angst machen will. Eine furchterregende Schar wird in den Strophen 4 und 5 aufgezählt: Hölle, Sünden, Tod, Welt, Trübsal, Unglück. Wir können diese Bilder mit konkreten Schreckensnachrichten füllen. Die machen Angst und lähmen. Strophe 7 Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja Mit herzlichen Grüßen, Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten | |||
| Ich bin da, die Quelle in dir | 13 avr. 2026 | ||
Ein Satz von Martin Schleske hat mich in der Passionszeit aufhorchen lassen. Er schreibt: „Es ist ein Irrtum zu glauben, wir könnten frei entscheiden, auf welche Weise wir mit Gott zu tun bekommen.“ Die biblischen Geschichten, die uns zurzeit begleiten, bestätigen dies. Petrus, der Fels in der Jüngerschar, greift bei Jesu Gefangennahme zum Schwert und später am Feuer behauptet er, Jesus nicht zu kennen. Immer tiefer gerät er in eine Krise. Dann der dunkelste Tag, Jesus sein Herr wird gekreuzigt. Petrus versteht seine Welt nicht mehr. Später sagt Petrus, ich will fischen gehen. Zurück ins Gewohnte. Ist es die Frage, wie es jetzt überhaupt weitergehen kann? Wo Gott ist? Wo Jesus ist? Was all das Gewesene für einen Sinn haben könnte? Jesus gibt ihm eine „Sonderbehandlung.“ Er fragt: „Simon Petrus, hast du mich lieb?“ Dreimal fragt er ihn. Es geht hier nicht um das Versagen, das Petrus sich selbst wohl nicht verzeihen kann. Es geht Jesus um die Liebe. Das hätte sich Petrus nicht vorgestellt, dass er es auf diese Weise mit Jesus zu tun bekommt – und gleichzeitig war genau dies seine tiefe Sehnsucht. Wir sehnen uns danach, in diese direkte Ansprache mit Jesus zu kommen. Wir sehnen uns danach, egal ob wir wie Petrus in der Krise sind und nur noch schreien können. Oder ob es im Moment so ist wie bei den zwei Jüngern, denen es vor lauter Trauer zum Davonlaufen war. Nach Emmaus, nach irgendwohin. Sie werden von Jesus angesprochen – und sie erkennen ihn nicht. Erst als Jesus das Mahl austeilt, fällt es ihnen wie Schuppen von den Augen. Wir sehnen uns nach dem „Ich bin da“. Das ist Gottes Name. Das ist zutiefst sein Wesen. „Ich bin da“ – in deiner Gegenwart. In deiner Verzweiflung, in deiner Trauer, Ich bin da – in dir! Ich bin da, die sprudelnde Quelle in dir. Aus dieser Quelle strömt dir zu, was dich satt macht und noch viel mehr. Es sprudelt weit über dich hinaus. Aus dieser Quelle strömt die Freude der Gottesgegenwart. Die Lebenskraft der Seele. Ich wünsche uns, dass wir mehr und mehr aus dieser Quelle leben. Eine frohe nachösterliche Zeit wünscht Traudel Krause | |||
| Ostern | 30 mars 2026 | ||
Seit einigen Jahren gestalte ich bei uns in der Gemeinde die Ostergottesdienste mit und so stellt sich mir die Frage immer wieder neu: Was ist es dieses Jahr, das mich an der Ostergeschichte berührt oder begeistert? Was ist es, dass ich als Frohe Botschaft erkenne und gerne in die Welt hinaustrage zu den Menschen? Vielleicht ist das auch eine gute Frage für dich: Welche Geschichte, welches Bild aus den Erzählungen oder welche Aussage Jesu auf seinem Weg von Palmsonntag bis zu seiner Auferstehung ist es dieses Jahr, bei der du hängen bleibst - bei der dir ein Satz „im Ohr bleibt“ - wie wir auch so oft in den Kursen sagen. Haltet doch kurz an und schenkt euch selbst 5 min, um dieser Frage nachzugehen…
Mich begleiten dieses Jahr 2 Textstellen. „noch heute wirst du mit mir im Paradies sein“ sagt Jesus in Lukas 23,43 zu dem Verbrecher, der mit ihm am Kreuz an seiner Seite hängt. Für mich klingt in diesem Satz mit: Du wirst heute noch erlöst sein, erlöst von dem, was dich hier auf Erden geprägt, geplagt, in Verhaltensmustern bestimmt und festgehalten hat erlöst von dem, wie du selbst hier auf Erden andere geprägt, geplagt, in Verhaltensmustern bestimmt und festgehalten hast. Davon wirst du frei sein und du wirst heute noch Gott nahe sein. Das ist doch himmlisch.
Das gilt mir und dir - jetzt schon - durch Jesu Auferstehung: Freiheit und Gottes Nähe. Das wahrzunehmen - dazu lädt Jesus uns immer wieder ein. Ich kann mir vorstellen, dass Jesus auch deshalb nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern an den See Tiberias kam, wie es in Joh 21 erzählt wird. Er suchte sie auf. Er sprach zu ihnen, bis es ihnen dämmerte und sie wieder erkannten: Es ist der Herr. Und Jesus macht das ihnen sogar noch schmackhaft - indem er für sie Brot und Fisch am Kohlenfeuer bereitet und sich mit ihnen zusammensetzt. Zeit verbringt. Ihnen wieder nahe kommt.
Jedes Jahr Ostern kommt Jesus uns nahe, setzt sich zu uns und hilft uns, uns zu erinnern und zu erkennen, wie der Verbrecher am Kreuz wie die Frauen am Grab wie die Jünger auf dem Weg nach Emmaus wie Thomas, der die Wunden sah, wie Petrus, der vor Freude ins Wasser sprang: Jesus ist Gott. Jesus ist unser Herr. Jesus hat alles vollbracht und ist uns nahe. Er ist die Liebe in uns. Er ist die Gnade in uns. Er ist das Brot des Lebens. Bleiben wir doch nahe bei ihm. Bleiben wir dieses Ostern ein bisschen länger oder ganz bewusst an seinem Feuer sitzen, stärken uns, spüren die Nähe und die Freiheit und tragen diese gute Nachricht hinaus zu den Menschen: Es ist vollbracht. Gott ist da. Gott ist nahe. Komm, setz dich zu uns. Iss und trink. Schon jetzt bis in alle Ewigkeit. Eine gesegnete Osterzeit Damaris Friedrich | |||
| Wer ist Jesus für dich/mich? | 23 mars 2026 | ||
Jesus überrascht eines Tages seine Jünger mit der Frage: „Was sagen denn die Menschen, wer ich bin?“ Die Jünger hatten verschiedenes gehört: er könnte Johannes der Täufer sein oder Elia oder einer der Propheten. JESUS – Menschensohn / Gottessohn? JESUS – für Viele ein Rätsel! Mensch und Geheimnis zugleich! Es ist wie heute: hier hört man diese Meinung, dort jene. Wem soll man Glauben schenken? Jesus fragt die Jünger dann ganz persönlich: „Was sagt denn ihr, wer ich bin?“ An dieser Frage bleibe ich hängen! Wie wenn Jesus mich ganz persönlich fragen würde: „Was denkst du denn über mich??“ Jetzt geht es nicht mehr um das, was ich schon alles von ihm oder über ihn gehört und gelesen habe! Jetzt bin ich ganz persönlich gefragt!! Wie denkst du darüber? WER ist Jesus für dich?? Vielleicht magst du dir einen Moment Zeit nehmen und überlegen, was Jesus dir ganz persönlich bedeutet?! Ist er ein Freund für dich? Ein Wegbegleiter oder Wegbereiter? Helfender Ratgeber? Vielleicht Licht in der Dunkelheit? Ein Alleswisser – oder unbequemer Besserwisser?? Hoffnungsanker, Friedefürst, Wundervollbringer, Perspektiveneröffner… oder manchmal auch ein Unruhestifter??? Was bedeutet ER dir? Wie möchtest du Jesus in deinen Alltag mit einbeziehen? Was erzählst du über ihn weiter? Palmsonntag steht vor der Türe. Ich staune, wie Jesus bejubelt wird als Retter und König. Doch wie schnell kann sich Begeisterung und Verehrung ins Gegenteil kehren! Aus fröhlichen Hosianna-Rufen werden plötzlich „Kreuzige ihn“-Aufrufe! Vielleicht können wir uns gerade jetzt in der Passionszeit neu Gedanken darüber machen, wie wir zu IHM stehen – was uns wichtig geworden ist an IHM - was wir von IHM weitersagen möchten… Vielleicht lassen wir uns selbst auch neu einladen - Zeit mit IHM zu verbringen – IHN noch mehr zu erkennen. Sei gesegnet in deiner Jesus-Begegnung! Ich wünsche dir eine wertvolle Passionszeit. SHALOM und herzliche Grüße von Ute Wolf | |||
| Was wir brauchen wächst im Schlaf | 16 mars 2026 | ||
Im Markusevangelium, Kapitel 4 steht: „26Er (Jesus) sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; 27dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. 28Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. 29Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. 30Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? 31Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. 32Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.“ In beiden Gleichnissen geht es um das Reich Gottes. Dort wo Reich Gottes ist, ist es so wie es sein soll. Reich Gottes bedeutet, im Frieden mit Gott, mit mir selbst und mit anderen zu sein. Jesus beschreibt Wachstum und Wandlung. Das Reich Gottes wächst, und zwar ohne das Zutun von Menschen. Wir denken oft, wir müssen es machen. Wir sind verantwortlich und zuständig und haben gelernt, dass es ohne Fleiß keinen Preis gibt. Aber Jesus betont, dass das Wachstum passiert, während der Mensch schläft und noch nicht einmal weiß, wie es geschieht. Aus einem unscheinbar kleinen Körnchen erwächst es. Es ist ein Prozess, der eine bestimmte zeitliche Abfolge hat. Wir Menschen können säen und pflegen – aber das eigentliche Wunder des Wachstums, der Umwandlung eines Samens in Halme, Ähren, Nahrungsmittel geschieht ohne unser Zutun. Und aus den Gewächsen entsteht ein Wohnraum, eine Zuflucht, eine Heimat für andere. Im Frühling haben wir die Möglichkeit dieses Gleichnis mit allen Sinnen zu erfassen. Ich möchte Euch einladen, das Erwachen der Natur ganz bewusst zu erleben. Beobachtet, wie jeden Tag neue Pflanzen sprießen und zu blühen beginnen, wie Hummeln, Bienen und Schmetterlinge wieder fliegen. Hört zu, wie die Vögel singen und seht, wie sie beginnen Nistmaterial zu sammeln. Steckt einen Samen in die Erde und erlebt, wie wenig wir dazu tun müssen, dass er wächst. Pflückt Euch ein Gänseblümchen, für das sich niemand anstrengen musste, und schmeckt seine guten Aromen. Es gibt so viel, um das wir uns Sorgen machen und das uns belastet. Aber dieses Erleben des Erwachens, des Wachsens und der Vielfalt lässt uns verstehen, wie Wachstum von Reich Gottes funktioniert und kann uns die innere Ruhe geben zu schlafen und zu wissen, dass wachsen, reifen und werden neuer Lebensräume uns im Schlaf geschenkt werden. Eine wunderbare Frühlingswoche wünscht Christine Sommer | |||
| Mit Gott im Augenkontakt | 09 mars 2026 | 00:02:58 | |
Gedanken zu einem Bild, das auf website/Insta/Facebook von Stufen zu sehen ist Im Treppenhaus laufe ich jeden Tag auf das Bild zu und schmunzle. Mit dem Engel des HERRN, mit Gott selbst habe ich Augenkontakt. In dieser Woche vom Das Augenzwinkern des Engels des HERRN ist mir auch wichtig. Gott hat ein Auge auf mich. Ich bin ihm wichtig und wertvoll. Dazu fällt mir ein anderes Wort ein aus Psalm 32 Vers 8. Das sagt Gott zu mir und dir auch: „Ich will dich mit meinen Augen leiten.“ Gott im Auge haben, weil Gott seine Augen auf mich richtet. Mit Gott im Augenkontakt bleiben. Er hat noch etwas mit mir vor. Augenkontakt mit Gottes Wort. Augenkontakt im Gebet. Darauf vertrauen, dass er uns zugesagt hat: Mit augenzwinkernden Grüßen | |||
| Heute, wenn ihr seine Stimme hört... | 02 mars 2026 | ||
Seit einigen Jahren besuche ich Menschen, die neu in unseren Ort gezogen sind. Bei einem Besuch im vergangenen Jahr hat mich schon der Name elektrisiert. Ein mennonitischer Name, und so hatte ich mit der Frau sofort einen Anknüpfungspunkt im Gespräch. Ja, ihr Mann war Mennonit gewesen. Sie erzählte, dass er kurz nach dem Umzug vor wenigen Wochen gestürzt sei und sich so schwere Verletzungen zugezogen hatte, dass er verstorben ist. Die Situation hat mich sehr erbarmt und mir keine Ruhe gelassen. Wie sollte sie in ihrem Alter und gehbehindert zur Kirche oder zu einer kirchlichen Veranstaltung kommen? In mir war ein starkes Drängen, eine Lösung zu finden. Nach einigen Nachforschungen habe ich einen passenden Kreis für sie gefunden und sie beim ersten Mal mit dem Auto abgeholt und dorthin gebracht. Ein Fahrdienst würde das in der Zukunft übernehmen. Langsam konnte sie Kontakte aufbauen. Vor einer Woche hörte ich im Gottesdienst: Sie ist verstorben. Keine 3 Monate nach meinem ersten Besuch. Ich war sprachlos. Bei der Trauerfeier war der Predigttext: Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht. ( Hebräer 3,15) Wie passend auch für mich. Ich war so dankbar, dass ich nichts auf die lange Bank geschoben habe. Dass ich gehört und gehandelt habe. Heute, wenn ihr Gottes Stimme hört. Heute, nicht irgendwann. Und Ja, wir hören Gottes Stimme. Ganz sicher hören wir die feine, leise Stimme heraus aus den vielen anderen Stimmen. Herr, ich höre. Ich bin aufnahmebereit. Leite mich. Und dann steht da noch: „und verstocket eure Herzen nicht.“ Verstocken, ein fremdes Wort. Verstocken, das heißt hart und schwer machen. Wörtlich das Herz beschränken, langweilig machen. „Verstocket eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah.“ Der Hebräerbrief nimmt hier Bezug auf den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Das Volk hatte erlebt, dass Gott Unmögliches möglich machen kann und trotzdem war das Volk unzufrieden und wurde hart, fordernd und verbittert. Verstockt hat also auch damit zu tun, dass ich nicht bereit sein könnte, den Herausforderungen und Hindernissen damit zu begegnen, dass Gott in meinem Leben bisher große Wunder getan hat. Ich bin hochmotiviert, Gottes Stimme zu hören und heute zu gehorchen. Ihre und Eure Traudel Krause | |||
| Auf dein Wort hin... | 23 févr. 2026 | ||
Auf dein Wort hin… Diese Worte haben mich in der letzten Zeit viel beschäftigt. Was bedeutet „auf dein Wort hin…? Auf Gottes Wort, auf Jesu Wort hin… Was löst das bei euch aus? Ich möchte Euch einladen, sich damit mal auseinanderzusetzen. Es ist total spannend. Ich bin hängengeblieben beim Betrachten der Geschichte vom Sinkenden Petrus. Die Jünger sind allein im Boot, ein heftiger Sturm kommt auf. Und da kommt Jesus den Jüngern in ihrer Angst, Lebensnot, auf dem Wasser entgegen. Sie sehen ein Gespenst, sie schreien, aber sogleich redet Er mit ihnen und sagt: Fürchtet euch nicht! Mitten im Sturm, in der existenziellen Angst auch in unserer, wenn Gegenwind, alte Muster auftauchen, ist Er da und sagt: Seid getrost, ich bin`s; fürchtet euch nicht! Ihr braucht keine Angst zu haben. Petrus, und das kann ich so gut verstehen: braucht einen Beweis, dass es wirklich der HERR ist und sagt: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser. Jesus sagt: Komm und Petrus steigt aus dem Boot und geht Jesus entgegen. Raus aus dem Gewohnten, rein in das Unmögliche. Im Vertrauen. Mutig. Geht es euch auch so? Mit Jesus im Blick, mit Seinem Wort in meinem Herzen kann ich gehen. Sicher, zielgerichtet, furchtlos. Und da kommt ein starker Gegenwind. Als Petrus Jesus aus dem Blick verliert, auf den Wind sieht, beginnt er zu sinken und schreit. Gerade noch in Sicherheit und Gottvertrauen: ich schaue nur kurz weg, verliere Sein Wort aus meinem Herzen, verliere Sein Angesehen Sein, Ihn aus meinem Blick …. Und schon schwanke ich, (alte) Ängste und Befürchtungen überkommen mich, ich verliere an Halt, Orientierung. Auch ich darf schreien!!! Als Petrus schrie, streckte Jesus ihm sogleich die Hand entgegen und hielt ihn fest! Genau da, mitten im Sturm und in meiner Angst streckt Jesus auch mir die Hand entgegen und hält mich fest. Auf das Wort Jesu hin hat Petrus Vertrauensschritte gewagt – immer wieder – trotz aller Ängste. Auf Jesu Wort hin. Auf Jesu Wort hin, das es in vielen Situationen durchzubuchstabieren gilt, ist es ein fester Grund, auf dem wir stehen, bestehen, neue Schritte wagen können. (Wie heißt es in Psalm 33,4: Gottes Wort ist wahrhaftig und was er zusagt, das hält er gewiss.) Ich wünsche uns die Erfahrung, sich immer wieder auf diesen Boden zu stellen: Sei getrost. Ich bin bei dir! Das wünscht Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg | |||
| Kostbarer Friede | 16 févr. 2026 | ||
Anfang und Ende unseres Lebens sind ein spannendes und geheimnisvolles Erleben – nicht voraussehbar, wie es werden wird. Es ist ein Geschehen – für jeden neu, ganz individuell, einmalig – jeder hat da seine eigene Geschichte, sein eigenes Erleben.
Eine bewegende Zeit liegt hinter mir – vor 5 Wochen durfte ich meine Mama in ihren letzten Lebenstagen begleiten. Eine große Herausforderung – wahrzunehmen, wie immer mehr Funktionen zurückgehen, weil der Körper kraftloser und das Leben weniger wird! Gleichzeitig auch ein ganz kostbares Geschenk, diese letzten Tage miterleben zu dürfen! Das Geschenk, das ich bei meiner Mama erlebte, lag in dem tiefen Frieden, der von ihr ausging und der auch im Zimmer spürbar war! Da war kein Auflehnen, keine innere Unruhe zu spüren – es sah aus wie ein „in sich ruhen“ und ein wirkliches versöhnt sein mit dem Leben. So ein Friede entsteht nicht von heute auf morgen! Dieser Friede hat sich entwickelt aus einer engen Herzensbeziehung mit Jesus. Er ist vermutlich auch durch viele Höhen und Tiefen gegangen und konnte letztendlich im Inneren reifen!
Da frage ich mich: wie ist es um meinen Frieden bestellt? Die Sehnsucht nach Frieden ist groß – das spüre ich auch bei den Menschen um mich herum. Gott sei Dank darf ich in einem Land leben, in dem gerade kein Krieg herrscht. Aber bedeutet das schon FRIEDE?? Empfinde ich wirklich Frieden mit den Menschen, von denen ich umgeben bin? Und was ist mit meinem inneren Frieden? Ist er nicht noch viel wichtiger?
In Psalm 34 lese ich: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ – also geht es doch um ein aktives Suchen! Der Friede fällt mir nicht einfach so vor die Füße! Ich muss mich um ihn bemühen – vielleicht immer wieder neu! Jesus hat durch seinen Tod am Kreuz den Weg zum Vater frei gemacht. Durch IHN können wir diese ganz persönliche Herzensbeziehung mit Gott haben. Das ist „Frieden mit Gott“, der gleichzeitig unser eigenes Herz mit Frieden füllt!
Jesus - der Friedefürst – bietet uns diesen Frieden ganz persönlich an: „ICH gebe euch Frieden, den die Welt nicht geben kann!“ Danach möchte ich mich immer wieder neu ausstrecken, wenn ich den Frieden in mir nicht mehr so spüren kann.
Ja, dieser Friede Gottes, der meine Vorstellungskraft übersteigt, soll mein Herz und meine Gedanken in Jesus Christus bewahren!
Der Friede Gottes sei mit uns allen. Herzliche Grüße von Ute Wolf | |||
| Das Himmelreich ist wie... | 09 févr. 2026 | ||
Ja, wie ist das Himmelreich? Schon das Wort lässt mich stolpern. Ich stell mir vor, wie ich durch die Fußgängerzone laufe, Leute anspreche und sie bitte diesen Satz zu beenden… Was wohl dabei rauskäme? Dieser Halbsatz ist der Untertitel eines unserer Kurse, in den ich gerade zur Vorbereitung eintauche: Dem Leben auf der Spur. Ich merke, wie fremd das alles klingt - zumindest, wenn ich mir die Menschen in den Fußgängerzonen vorstelle, die Menschen bei uns im Ort, diejenigen, die nicht regelmäßig in Gottesdiensten sind oder in der Bibel lesen. Mit Himmel können wir alle noch was anfangen. Oder? Welche Bilder tauchen da bei dir auf? Welche Begriffe? Weite - Blau - Luft - Atmen -Hoffnung Ewigkeit? Leben? Aber mit einem Reich? Und doch spricht Jesus so viel davon - das ist sein zentrales Thema - das Himmelreich - oder vielleicht vertrauter: Reich Gottes. Ein Reich, in dem Gott der Chef ist, der Bestimmer… Wie geht es mir damit? Entspannt sich mein Körper bei diesem Gedanken? Verkrampft er sich? Je nachdem, wie mir von Gott erzählt wurde, je nachdem, wie ich Gott erlebt habe und je nachdem, wie mir die Bewohner seines Reiches begegnet sind, reagiere ich anders auf diesen Begriff. Ich merke, wie bei mir ein Aufatmen durch den Körper geht und ein Strahlen sich über mein Gesicht ausbreitet. Auch wenn ich Gott hier auf Erden an vielen Stellen nicht verstehe, er unbegreifbar für mich ist, auch verborgen in seinem Dasein und Tun - so ist ganz tief innen in mir verankert, dass es bei Gott GUT ist. Bei ihm bin ich - und sind wir, bist du - geborgen. ER ist mein Zufluchtsort. Wenn er da ist, brauche ich keine Angst zu haben. Wenn SEIN REICH - das HIMMELREICH einmal vollständig da ist - nicht nur in Bereichen auf dieser Erde, sondern überall, dann ist alles gut. Dann atmen alle auf. Gerade auch die, die jetzt ächzen und leiden. Dann haben alle das LEBEN gefunden, gutes Leben, vollkommenes Leben. Wie wir es in diesem Kurs, in dem ich gerade „schwimme“ tun, so lade ich euch ein Spuren dieses Lebens zu entdecken, indem ihr die Gleichnisse Jesu wirken lasst und sie für euch in der Bibel lest: in Lukas 15 vom Verlorenen Sohn - aber auch die vielen anderen Gleichnisse, z.B. in Mattähaus 13. Nicht alle sind leicht verdaulich - aber mit allen gibt uns Jesus einen Vorgeschmack von diesem Himmelreich, um das es ihm ging. Viel Freude beim Entdecken! Eine gesegnete Woche, Damaris Friedrich | |||
| Gott will im Dunkel wohnen | 02 févr. 2026 | ||
Auch wenn wir uns nun schon in schnellen Schritten der Passionszeit nähern, klingt in mir Weihnachten und die Adventszeit nach. Mich beschäftigt immer noch eine Zeile des Adventslieds Die Nacht ist vorgedrungen. Dort heißt es „Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt.“ In diesem kurzen Satz steckt für mich ganz viel vom Wesen Gottes drin: Gott will im Dunkel wohnen bedeutet für mich, Gott will genau da sein, wo es dunkel ist, wo sich Dunkelheit in unserem Herzen breit macht, wo ich mich allein und hilflos fühle. Dunkelheit bedeutet, dass ich nichts sehen kann, dass mir die Orientierung fehlt. Ich kann das farbenfrohe nicht erkennen und wo es dunkel ist, fehlt das wärmende Licht der Sonne. Oft bleibt einem in der Dunkelheit nichts, als abzuwarten und auszuhalten. Dunkelheit bedrückt und greift nach einem. Dunkelheit gehört zum Leben, jeder ist ihr auf die eine oder andere Weise ausgesetzt. Genau das ist der Ort, an dem Gott wohnen will. Er nimmt sich des Schwachen, des Hilfsbedürftigen, des Bedrohten, den Traurigen an. Es heißt eben nicht: Gott will im Palast wohnen oder Gott will bei den Siegreichen wohnen oder Gott will bei den Stärksten wohnen. Und die zweite Satzhälfte lautet: „und hat es doch erhellt.“ Dort, wo Gott ist, kann es nicht dunkel bleiben. Gott hat gar keine andere Möglichkeit, als zu erhellen. Das ist sein Wesen. Und obwohl er sich ganz gezielt in unsere Dunkelheit begibt und dort wohnen will, d.h. sich dort dauerhaft aufhalten, sich dort breit machen, sich dort einrichten will, kann dann die Dunkelheit nicht dunkel bleiben. Und wie in den Berichten vom Leben Jesu, beginnt dort wo Gott Wohnung nimmt Hoffnung zu wachsen, Freude erwärmt das Herz, lang gehegte Wünsche werden erfüllt, es zeigen sich neue Wege, Wunder sind möglich. Manchmal kleine Wunder mit sanften Berührungen, manchmal spektakuläre Lösungen langer Dunkelheitsphasen. Dieser Satz „Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt“ scheint sich für mich durch die die ganze Bibel zu ziehen. Und auch wenn Gott zürnt und sich zurückzieht, dauerhaft geht das nicht. Es ist ein zu wesentlicher Anteil an ihm, der sich ganz gezielt in die Dunkelheit begeben will und wenn Gott ins Dunkel kommt – so kann die Dunkelheit nicht dunkel bleiben – denn in seiner Gegenwart wird es hell. Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer | |||
| Was ich dir wünsche | 26 janv. 2026 | ||
In diesem Jahr wünsche ich mir und allen, denen ich begegne: DURCHHALTEKRAFT – NERVENSTÄRKE – HERZENSWÄRME Die drei Worte sind mir zugefallen. Es sind so anstrengende Zeiten, in denen wir leben. So vieles ist einfach nur schrecklich und kaum auszuhalten. Der gefährliche Rechtsruck in unserem Land. Die Willkür der Mächtigen, denen das Recht der Stärke wichtiger ist als die Stärke des Rechts. Das unsägliche Leiden der Menschen in der Ukraine und im Gaza, im Iran und in Syrien, im Sudan und in vielen anderen Teilen der Welt. DURCHHALTEKRAFT – NERVENSTÄRKE – HERZENSWÄRME Die drei Wünsche für mich und andere sind mir zugefallen. Wenn ich sie jemandem persönlich zuspreche, schauen mich die einen erstaunt an, andere sagen: Das kann ich unterschreiben. Das brauchen wir. Woher kommen sie aber? : DURCHHALTEKRAFT – NERVENSTÄRKE – HERZENSWÄRME Da will ich mich an den großen Zusagen Gottes festhalten und mit dem Heiligen Geist rechnen. Dazu drei Worte zum Heiligen Geist. Diese drei Worte will ich mehrmals am Tag im bewussten Einatmen und Ausatmen in mir sprechen: Mit dem Heiligen Geist will ich rechnen, mit seinem Wirken und mit seinem langen Atem. Von Herzen grüße ich, Ihr und Euer Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten | |||
| Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt,... | 19 janv. 2026 | ||
Ich bin beim Vorbereiten eines Kurses und es geht mir wie immer beim Vorbereiten: Ich spüre die starke Botschaft dieses Kurses mit jeder Faser und es durchströmt mich große Dankbarkeit und Freude. Diese Worte sind zu schwach, um das Gefühl auszudrücken. Ich spüre und erinnere mich an einschneidende Erlebnisse und wie diese Botschaft mich berührt und verändert hat und mich zu der Person reifen ließ, die ich nun bin. Große Dankbarkeit Gott gegenüber, der mich so geleitet und herausgefordert hat, dass die Potentiale, die in mir schlummerten, sich entfalten konnten. Und ER tut es immer noch. Es geht um Gleichnisse, in denen Jesus über das Himmelreich spricht. „Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; es ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Sträucher und wird ein Baum, so dass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen.“ Nur zwei Verse und doch steckt so viel Wahrheit darin. Das Samenkorn – zunächst unspektakulär solange ich es in der Hand behalte. Erst, wenn es in die Erde gelegt wird und Feuchtigkeit bekommt, geschieht das Eigentliche. Frieder Gutscher besingt es in seinem Lied vom Weizenkorn: „Aufgerissen ist der Boden aufgewühlt und ohne Pracht. Tief hinein fällt dort die Saat ins Dunkel einer langen Nacht. Doch sie kündet neue Hoffnung umschlossen von der schweren Erde einer kalten Winterlandschaft keimt ein leiser Ruf “es werde“. In der Erde verborgen, wächst ein Same sacht, wächst ein neuer Morgen mitten in der Nacht. Harte Schichten weichen auf, von der Feuchtigkeit durchdrungen quillt der Same langsam auf, geschieht die Reifung, bis ein Keim das Korn aufbricht, sich verwurzelt im Erdboden und sich ausstreckt hin zum Licht von der Sonne angezogen. Neues Leben bricht hervor, schafft sich eine Bahn, entfaltet einen Lebensraum, fängt zu blühen an.“ In diesem Lied wird der Prozess der Erweiterung meiner von mir selbst so enggesteckten Grenzen treffend beschrieben. Von einer übergroßen Verantwortung in der Ursprungsfamilie geprägt, war die Angst vor Versagen und Scheitern so groß, dass ich ohne Gottes Eingreifen lieber auf die sichere Karte gesetzt hätte und das Samenkorn in der Hand behalten hätte. Der Prozess des Aufweichens und Erweiterns der Grenzen ist nicht schmerz- und angstfrei. Aber die Sehnsucht, zur Bestimmung zu kommen, zum Leben zu kommen, ist größer. Gott sei Dank! Es grüßt in die neue Woche hinein Ihre und eure Traudel Krause | |||
| Siehe, ich mache alles neu! | 12 janv. 2026 | ||
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu. Offenb. 21,5, so lautet die Jahreslosung für das Jahr 2026. Ich möchte euch einladen, diesen Satz immer wieder neu vor euch her zu sprechen und immer wieder die Worte unterschiedlich zu betonen. Wie geht es euch damit? Was für Gefühle kommen in euch auf? Ich spüre da eine Spannung zwischen Himmel und Erde: Freude, Entlastung, Sehnsucht. Gleichzeitig auch den Zweifel, das Mißtrauen: „das ist doch eine Vertröstung, schöne Aussicht, aber wie sieht es hier und heute aus. Wie soll das werden in all dem Unfrieden, dem Leid, Schmerz, der Ungerechtigkeiten. Das klingt ja beinahe paradiesisch. GOTT spricht: siehe ich mache alles neu! Gott hat uns Menschen als Krönung der Schöpfung geschaffen, Freude, Frieden und Liebe in uns hineingelegt. Das gerät so schnell aus dem Blickfeld, weil sich so vieles draufgelegt hat, z. B. Ängste, Mißtrauen, schlimme Erfahrungen, die Welt- und Lebensrealitäten um uns herum. Weil die Freude vielleicht gar nicht ankommt, sie genommen wird von mir selber und anderen? Und vieles mehr. Gott spricht: siehe, ich mache alles NEU!......DIESE Worte sind wahrhaftig und gewiß, so heißt es am Ende des Verses. Hier berührt mich die Dringlichkeit und Innigkeit dieser Worte. Da spüre ich eine große Sehnsucht Gottes, ER wirbt um das Vertrauen und öffnet somit den Blick in die himmlischen Möglichkeiten, die es wohl auch schon im Hier und Jetzt zu entdecken gibt? Immer wieder neu? Vielleicht kennt ihr das auch? Wenn ich mich für eine neue Haltung, Blickrichtung entscheide, dann entdecke ich durch Gemeinschaft und Einigkeit mit Jesus wie die Seele heil, die Sichtweise neu wird. - Wenn ich z. B. einen Bibeltext zum wiederholten Male lese und mich plötzlich ein Wort ganz tief trifft. - Wenn sich die Möglichkeit eröffnet, auf jemanden zugehen zu können, was zu klären, zu vergeben - Wenn ich Sicherheit verspüre, wo mich früher Ängste beherrschten. - Oder ich spüre große Entlastung beim Abladen aller meiner Besorgnisse, erfahreEntscheidungshilfen. - Mut und Lebensfreude wachsen, - Das erfüllt mit Dankbarkeit, Friede und Freude, was wiederum Ausstrahlung hat auf Menschen, die sich gerade danach sehnen. Gott spricht: Siehe, ICH mache alles neu Das ist eine ungeheure Entlastung: - Es ist die Zusage, die Verheißung, dass es allein SEIN Werk ist. Ja, ER ist es, der uns liebt, Freude, Friede, Einheit und Gemeinschaft von Anbeginn des Seins schenkte, schenkt im Hier und Jetzt und immer neu schenken wird bis in alle Ewigkeit. In dieser freudigen Zuversicht grüße ich von Herzen, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg | |||
| Wer bin ich | 07 janv. 2026 | ||
Wer bin ich, was macht mich aus? Ist es meine Familie, ist es mein Haus? Mein Stil, mein Gewicht, meine Hobbys, meine Schuh, Muss ich was verändern, gehör ich sonst nicht dazu?
Wie definiere ich mich? Über Freunde, über Geld? Manchmal hab ich den Eindruck, Ich passe nicht in diese Welt.
Ist es wichtig mit welchen Leuten ich mich umgebe? Welche Kontakte ich im Alltag pflege. Mich interessiert, was andere über mich denken, Wie sie mich sehen und kann mich nicht ablenken Von dem, wie ich denke, dass ich zu sein scheine, Und von der Person, die ich gerne wäre.
Doch gibt Gott mir nicht so viel mehr Wert als alle Menschen, In dem er sagt, dass er mich geschaffen hat. Und bin ich nicht geworden irgendwie, Sondern liebevoll, mit viel Fantasie. Einzigartig hat er mich erdacht Und gesagt, dass ich sehr gut gemacht bin für diese Welt.
Geliebte Tochter nennt er mich, Sagt mir, dass ihm an mir was liegt, Nicht an dem wie ich mich geb, Oder für wen ich mich ausgeb.
Warum ist der Gedanke vom Kollegen, der vielleicht gar nicht so gemeint, So viel mehr wert, als die guten Worte Die Jesus über mich vereint.
Ich will das lernen, Ich will es in meinem Herz verankern, Das ich nicht klammere an meinen Gedanken über mich, Die mich bedrängen und mir die Luft rauben,
Sondern will hinsehn zu dem, der mir meinen Wert geben will, Wenn ich doch nur mal werde still Und aufhöre mich schlecht zu machen Und aufsehe zum Schöpfer der Welt, Dem ich nicht egal bin, Der sich um mich müht Und mir gern immer wieder sagt, Wie sehr er mich liebt. | |||
| Mein König? | 22 déc. 2025 | ||
Schon wieder ist Weihnachten. Schon wieder dieselbe Geschichte vom Jesus-Kind in der Krippe! Manchen ist das eine große Freude! Endlich wieder die geliebten Weihnachtslieder singen. Für manchen eher langweilig - denn sie können das Krippenspiel an Weihnachten nicht mehr sehen! Kann man denn nach so vielen Jahren mit derselben Geschichte noch was Neues entdecken? In einem Adventsgottesdienst habe ich neue Gedanken entdeckt, obwohl ich diese Geschichte wirklich schon lange kenne! Dort kamen die Personen aus der Geschichte selbst zu Wort. Eine Person war König Herodes, der sagte: Ein neuer König der Juden in meinem Herrschaftsgebiet! Das geht doch nicht… Mein Herrschaftsgebiet… das ließ mich aufhorchen! Was sind denn meine Herrschaftsgebiete? Da, wo ich regiere, ich bestimme, mir nicht reinreden lasse… sowohl in Lebensentscheidungen, Erfahrungen, mancher Ansicht als auch da, wo ich mit anderen zusammen unterwegs bin und meine es zu wissen, wie es geht. Da hinein kommt ein neuer König. Da hinein will Jesus kommen - nicht als Kind -sondern als König, als Regierender. Als der mit der Macht, der macht, was er als richtig weiß. Ein anderer König, wie ihn die Welt kennt. Aber das geht doch nicht! Mein Herrschaftsgebiet. Ich muss doch ich bleiben! Ich bin doch nicht nur eine Krippe! Es gibt Herrschaftsgebiete in mir, da kann Jesus als König regieren. Und dann gibt es welche, bei denen es mir schwerfällt. Immer wieder erinnert uns Gott daran, dass ER sich in uns hineingeben möchte, dass ER uns formen möchte - in der Bibel werden Bilder von uns als Gefäß, Ton oder als Tempel des Geistes gemalt. Ich bete gern ein Gebet der Lebensliturgien - gerade auch im Hinblick auf das neue Jahr, das vor uns liegt: Oh Heiliger Geist, komm in mein Leben und erfülle mich! Ich für mich bin nichts weiter als ein leeres, zerbrechliches Gefäß: Erfülle mich, auf dass ich ein Leben aus deiner Kraft lebe. Ein Leben voller Güte und Wahrheit, ein Leben voller Schönheit und Liebe, ein Leben voller Weisheit, Geduld und Stärke. Aber vor allem: Lass Christus in mir Gestalt gewinnen! Hilf den Thron in meinem Herzen räumen und mache Christus zu meinem Herrn und König, auf dass wir eine Einheit werden: er in mir und ich in ihm. Heute, 2026 und in allen Tagen. Amen Eine gesegnete Weihnachts- und Neujahrszeit wünscht Damaris mit dem Stufen.aufs.Ohr-Team - bis zum 7. Januar | |||
| Es muss nicht Weihnachten sein... | 15 déc. 2025 | ||
Es muss nicht Weihnachten sein, um Weihnachtliches zu erleben. Es sind die Momente, wo Himmel und Erde sich berühren. Ein solcher Moment geschah im Oktober dieses Jahres. Ich habe eine Freundin, die in einem Seniorenheim lebt. Ihre tiefe Trauer war, dass ihr einziger Sohn sich über viele Jahre nicht mehr gemeldet hat: Beziehung abgebrochen. Ohne Erklärung. Schweigen. Keine Möglichkeit zu fragen, keine Möglichkeit zu klären, keine Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Ohnmächtig und allein fühlte sie sich, denn auch der Ehemann ist schon einige Jahre nicht mehr an ihrer Seite. Vor ein paar Wochen stattete ich dieser Freundin einen Besuch ab. Es ging ihr körperlich und seelisch nicht gut. Wir hatten einige Lebensmittel dabei und auch Dinge fürs Herz, in der Hoffnung, dass diese ihr guttun. Als wir aus dem Auto stiegen, noch ganz mit uns beschäftigt, drehte ich mich um. Und wen sah ich? Den Sohn meiner Freundin. Mir verschlug es die Sprache. Ich wußte nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Erst vor 40 Minuten habe er sich angekündigt, sagte er, er würde einen kurzen Besuch machen. Um die beiden allein zu lassen, wäre ich am liebsten gleich umgedreht. Aber er lehnte diese Idee ab. Er bat, noch 20 Minuten mit dem Hund zu gehen, dann wäre es gut, wir kämen dazu. Nur staunend, mit klopfendem Herzen und betend, über das Unfassbare redend machten wir unseren Spaziergang. Nach 20 Minuten kehrten wir in das Seniorenheim zurück und da begegnete uns meine Freundin mit ihrem Rollator, strahlend, neben ihr ihr Sohn. Er verabschiedete sich liebevoll, sie fragte, ob er denn wiederkomme. Er sagte, ja, er komme wieder, würde sich jetzt wieder um sie kümmern. Als er gegangen war, fielen wir uns vor Glück und Dankbarkeit weinend in die Arme. Bei Gott ist kein Ding unmöglich. Ich fragte sie, wie denn die Begrüßung gewesen sei? Er habe geklopft, sie habe geöffnet und da habe sie nur einfach die Arme weit aufgemacht und er habe sie so genannt, wie er sie immer nannte. Alles war gut. Ein unfassbarer Glücksmoment. Keine Vorwürfe, Fragen, Klagen, nur in die Arme nehmen und das Geschenk staunend und Gott dankend, annehmen. Das haben wir dann gefeiert mit Mitgebrachtem, Nützlichem und Schönem, es war uns weihnachtlich zumute. Wir staunten über die Regie, das Zeitmaß, die barmherzige Liebe Gottes, die wir leibhaftig erleben durften. Vielleicht kennt auch ihr solche Momente zum Aufschreiben, Weitersagen, oder einfach im Herzen beglückt bewahren? In diesem Sinne: eine gesegnete Adventszeit und weihnachtliche Momente im ganzen Jahr, wünscht Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg | |||
| In den Adventsliedern baden | 08 déc. 2025 | ||
„Wir wollen in den Adventsliedern baden“, hat unser Gemeindepfarrer am ersten Advent seine Predigt begonnen. Das hat meine Frau und mich bestärkt in unserem Vorhaben: In diesem Advent werden wir vermehrt Adventslieder singen. Wir wollen in den Adventsliedern baden. Vor allem unsere vier Lieblingsadventslieder jeden Tag singen. Sie stammen alle aus schweren Zeiten. Aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs oder kurz danach und aus der dunklen Zeit des Nationalsozialismus im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs. Wir lernen diese Lieder auswendig, damit sie sich in uns verwurzeln können. Dabei entdecken wir, welche Botschaft sie für uns gerade heute haben und wie sehr wir sie brauchen, damit wir weder resignieren noch die Augen verschließen angesichts so vieler Probleme in unserer Zeit. Mit dem Hoffnungslied beginnen wir den anbrechenden Tag, wenn die Nacht langsam weicht. Es ist das Lied von Jochen Klepper: Die ganze Not der Welt im Kleinen und im Großen sehen wir aufgenommen im Klage- und Bittlied von Friedrich Spee. Er war katholischer Pfarrer und Bekämpfer der Stigmatisierung von Frauen als Hexen zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Sein Lied: Das uns allerliebste Adventslied ist im Schatten des Dreißigjährigen Kriegs von Paul Gerhardt gedichtet worden. Es ist ein Trostlied. Trost als Herzensstärkung. Ein Mutmachlied. Eine tiefe Glaubensvergewisserung. Ein Sehnsuchtslied nach Jesus: Und dann das bekannteste Adventslied, ein Anbetungs- und Loblied. Wir singen es auch mit unseren Enkelkindern mit Armbewegungen: Die alten Adventslieder entdecke ich als Gebetsschule für Klagen und Bitten, hoffnungsstark und trostmächtig und als Anstoß zum Lob Gottes, zum Durchhalten Tag für Tag. Ich lade Sie und Euch ein, in den alten Adventsliedern zu baden, | |||
| Besuche | 01 déc. 2025 | 00:02:43 | |
Stellt Euch vor, Ihr seid irgendwo eingeladen. Was braucht es, dass Ihr Euch dort wohl fühlt? Schön ist, wenn man schon mit einem freundlichen Lächeln empfangen wird. Und ich fühle mich willkommen, wenn ich merke, dass man sich auf meinen Besuch eingestellt hat. Ich brauche das Gefühl, nicht in einem unpassenden Moment hereinzuplatzen, sondern dass man sich gerade jetzt freut, dass ich da bin. Die i-Tüpfelchen sind, wenn ein für mich vorgesehener Platz hergerichtet ist, wenn ich den Eindruck habe, man hat sich vorher Gedanken gemacht, was mir gefallen könnte. Wenn es jemand aber zu sehr übertreibt mit den Vorbereitungen, merke ich, dass mir das unangenehm wird. Ich möchte, dass der andere sich auf mich freut und nicht auf dem Zahnfleisch daherkommt, weil er sich so verausgabt hat. Und was wünschen wir uns dann, während wir da sind? Dass der Andere Zeit für uns hat. Dass er nicht gestresst ist, weil jetzt Besuch da ist. Dass wir Zeit miteinander verbringen, ins Gespräch kommen können. Dass weder Arbeiten noch das Handy Vorrang hat, vor der gemeinsamen Zeit. Wir sind im Advent. Die Zeit, in der wir uns auf das Ankommen von Jesus auf die Erde vorbereiten und uns daran erinnern, was es bedeutet, dass er auf die Erde gekommen ist. Die Zeit ist oft geprägt davon, dass wir uns bereit machen auf Besuche und besucht werden, auf schöne Stunden mit Advents- und Weihnachtsfeiern. Aber die Frage ist doch, wie muss ich mich vorbereiten, dass sich Jesus bei mir wohl fühlt. Gibt es da noch was aufzuräumen, dass ihn stören könnte? Freue ich mich wirklich darauf Zeit mit ihm zu verbringen, oder habe ich viel zu viel Stress, um Zeit für diesen speziellen Besuch zu haben? Wann habe ich ihn zum letzten Mal bewusst eingeladen? Was bringt ihm Freude? Und wenn ich dann Zeit mit ihm habe, können wir uns wirklich begegnen oder fülle ich die Zeit mit Geschäftigkeiten, mit christlichen Diensten, statt ganz mit ihm zu sein. Nutzen wir doch die Adventszeit uns Gedanken zu machen, was es braucht, dass Jesus sich bei uns wohl fühlt. Ein Adventslied beginnt: „wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir“ und später im Vers „damit was Dich ergötze, mir kund und wissend sei“. Ich hoffe, Ihr freut Euch mit mir auf diesen speziellen Besuch, der jedem von uns begegnen will. Ich wünsche Euch eine gesegnete Adventszeit Eure Christine Sommer | |||
| Ein Opfer für Gott? | 24 nov. 2025 | 00:02:58 | |
Wir sind mittendrin im „Stufen des Lebens“-Kurs „Ob Vertrauen sich lohnt?“- es geht um die Abrahamsgeschichte! Ich bleibe hängen an dem Geschehen, das uns in 1.Mose 22 beschrieben wird. Gott fordert Abraham heraus mit dem Auftrag, seinen einzigen und geliebten Sohn Isaak als Brandopfer darzubringen. Das beschäftigt mich! Wie kann Gott von Abraham so etwas grausames verlangen?? Das passt so gar nicht in mein Gottesbild und wirft Fragen auf! Will Gott ihn hier prüfen? Will Gott sehen, wie es um das Vertrauen von Abraham bestellt ist? Abraham selbst fragt nicht nach! Im Laufe seines Lebens hatte er mehrmals die Stimme Gottes gehört. Sie war ihm also vertraut. Diese Stimme hatte ihn herausgerufen in Neues Land und ihn aufgefangen, wenn er ins Zweifeln kam.
Der Stimme folgend macht Abraham sich auf den Weg – nichtwissend, was kommen wird! Wie sollte er Gott hier verstehen? Diesen schweren Weg konnte er nur im VERTRAUEN gehen, dass Gott irgendeine Lösung für ihn haben würde. Schließlich war Isaak der verheißene Sohn, auf den er so lange warten musste.
Als Isaak seinen Vater fragte, wo denn das Lamm zum Opfern sei, antwortet dieser: „Gott wird sich das Opferlamm ausersehen!“ Für mich klingt das nicht nur wie ein vertröstender Spruch – eher nach Erfahrung: Gott wird dafür sorgen! Das muss eine tiefe Überzeugung Abrahams gewesen sein, denn den Knechten, die unten am Berg zurückblieben, sagt Abraham: „Isaak und ich wollen Gott anbeten und dann zu euch zurückkehren!“ Da denke ich an Hebräer 11,2: „Der Glaube ist ein Festhalten an dem, worauf man hofft – ein Überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht!“
Gott gebietet Abraham in letzter Minute Einhalt! Er will keine Menschenopfer und schickt Abraham einen Schafbock zum Opfern. Gott sah Abrahams großes Vertrauen und dass er bereit war, sein Liebstes Gott zurückzugeben!
Ein Brandopfer im Alten Testament drückte immer auch die Hingabe an Gott aus! Wie können wir uns Gott hingeben?? Was könnte ich Gott – sinnbildlich - auf den Altar legen? Vielleicht meine Zeit – meine Begabungen – meine selbstgeschmiedeten Pläne? Gott braucht kein Opfer von uns!! Das größte Opfer hat ER uns selbst gegeben: Jesus - seinen einzigen und geliebten Sohn! Mit IHM schenkt Gott uns seine Liebe! Ein größeres Geschenk gibt es nicht!
Da kann ich nur DANKE sagen und Gott anbeten! SHALOM und herzliche Grüße von Ute Wolf | |||
| Ihr sucht Jesus! | 17 nov. 2025 | 00:02:49 | |
Durch die Lebensliturgien - eine App zu Tageszeitengebeten - höre ich immer wieder dieselben Bibeltexte. Das tut mir gut. So war vor einigen Tagen eine der Auferstehungsgeschichten aus Matthäus 28 dran - die Marias, die nach dem Grab sehen wollen. Ein Erdbeben erschüttert die Erde und ein Engel des Herrn erscheint und er sagt zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er es gesagt hat… Kurz darauf eilen die Frauen davon, wollen es den Jüngern erzählen und da begegnet ihnen Jesus, der sagt: Fürchtet euch nicht! In den Kursen fragen wir oft: Was habt ihr noch im Ohr? Woran seid ihr hängengeblieben? Ich blieb bei dem Satzteil hängen: Ich weiß, ihr sucht Jesus… Ich suche Jesus. Ich komme mit vielen Fragen, Gedanken, Sorgen um diese Welt, um Menschen, um mich und habe beim Hören ganz tief gespürt, wie dieser Satz in mir auf Resonanz trifft: Ihr sucht Jesus. Du suchst Jesus. Den Gekreuzigten. In meinem Kopf kreisen die Gedanken über unsere Gesellschaft, unser Miteinander im Alltag, in Gemeinden, in Familie und Freundschaften und ich empfinde mich so hilflos - weiß nicht was ich tun soll, was ich lassen kann - wo ich nach mir schauen soll und wo ich mich selbst zurücknehmen soll und für andere da sein… Meine Möglichkeiten und meine Grenzen - in dieser schnellen, so bedürftigen und empfindsamen Welt. Wie damit umgehen? Und in all dem höre ich den Satz: Ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Ein tiefer Atemzug geht durch meinen Körper. JA. Ich suche Jesus. JA. Ich brauche Jesus, den Gekreuzigten in dieser Welt - der aus Liebe alles für diese Welt gegeben hat, auch für mich. Ich spüre es, merke, wie mein Herz weich wird, mein Körper entspannt. Wo bist du Jesus? Den Frauen begegnet der auferstandene Jesus. Der Jesus, der den Tod, das Chaos, das Egoistische, das Ungute überwunden hat. Und auch dieser sagt zu Ihnen, wie der Engel: Fürchtet Euch nicht! Fürchte dich nicht! Das spricht auch Jesus mir zu. Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir. Ich helfe dir. Schritt für Schritt. Suche mich. Bleib bei mir. Fürchte dich nicht! Eine gesegnete Woche wünscht Damaris Friedrich | |||
| Vier trugen ihn | 10 nov. 2025 | 00:02:45 | |
Eine Geschichte aus dem zweiten Kapitel des Markusevangeliums beschäftigt mich. Da kommen einige Menschen, vier davon tragen einen Gelähmten auf einer Trage. Sie wissen sicher nicht die genaue Diagnose. Aber sie sind sich ganz sicher, dass dieser Jesus helfen kann. Als sie am Ziel ankommen ist alles überfüllt. Bis vor die Tür stehen die Menschenmassen, so dass kein Durchkommen ist. Warten? Umdrehen und wieder nach Hause gehen? Auf garkeinen Fall. Die Freunde werden kreativ und auch ein bisschen unverschämt. Sie steigen aufs Flachdach und graben ein Loch in die Decke und lassen den Kranken auf seiner Trage hinunter. Ob es passt während der Predigt? Das ist ihnen egal. Ihr kranker Freund hat jetzt absolute Priorität. Und als Jesus ihrenGlauben sah, den stellvertretenden Glauben der Freunde, spricht er den Kranken an: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“. Niemand hatte das geahnt, dass dieser Satz kommen würde. Sieht Jesus nicht, dass der Gelähmte geheilt werden soll? Ich denke Jesus wusste es, aber er sieht tiefer. Er sieht die krankmachende Fessel, alles was sich zwischen Gott und ihn geschoben hatte. Jesus meint sicher nicht, dass die Sünde die Ursache für die Krankheit ist. Das klärt er an anderer Stelle. Aber er sieht, dass Vergebung für diesen Menschen die oberste Priorität hat. Die Beziehung zu Gott wird für Zeit und Ewigkeit wiederhergestellt. Mein Fokus ist, dass dieser Mensch Freunde hat, vier davon tragen ihn zu Jesus. Sie steigen aufs Dach, räumen alle Hindernisse weg, gehen sozusagen durch die Wand. Immer wieder erlebe ich, wie wir Menschen vor Jesus bringen können. Wie wir sie stellvertretend im Gebet tragen können. Ich erlebe, dass solch ein Gebet entscheidend ist und oftmals den Durchbruch bringt. Ich erlebe, dass Jesus unseren Glauben sieht. Der Gelähmte steht am Ende der Geschichte tatsächlich auf. Und ich denke, jetzt kommt es auf sein eigenes Vertrauen an. Unsere Aufgabe ist es stellvertretend einzutreten. Sicher bin auch ich selbst einmal diejenige, die vor Jesus getragen werden muss, weil ich wie gelähmt bin. Weil ich keinen Plan mehr habe, wie es weitergehen könnte. Ich bin dankbar, dass ich weiß, dass auch ich solch kreative Freundinnen und Freunde habe. Ich wünsche uns Mut, Kreativität, Beharrlichkeit und Weisheit. Eine gesegnete Woche wünscht Traudel Krause | |||
| Zu spät? | 03 nov. 2025 | 00:02:48 | |
Es ist doch interessant, wie einem in unterschiedlichen Lebensphasen ganz neue Aspekte in eigentlich altbekannten biblischen Geschichten auffallen können. Mir geht es aktuell mit Abraham so. Natürlich war Abraham ein sehr alter Mann, als er Vater wurde. Aber er war auch schon ein alter Mann, nämlich 75 Jahre, als er auf Gottes Verheißung hin aus Haran aufgebrochen ist. Ich erlebe das Älter werden in dem Bewusstsein, dass sich meine Möglichkeiten reduzieren. Wenn ich mich mit jungen Menschen unterhalte, ihren Plänen und Vorstellungen zuhöre, wird mir bewusst, dass ich das nicht mehr kann. Einen neuen Beruf lernen, ins Ausland ziehen, ein Jahr Work and Travel passen nicht mehr zu meinem Alter. Egal, welche versteckten Talente ich noch entdecken könnte – etwas komplett Neues zu lernen fällt immer schwerer und würde schon einen großen Kraft- und Willensaufwand benötigen. Allgemein fallen mir Veränderungen schwerer, ich bin immer weniger bereit Risiken einzugehen und die Sorgen, was passieren könnte, überwiegen die möglichen positiven Auswirkungen. Man ist nicht mehr so flexibel. Und dann lese ich von Abraham, dass er mit 75 Jahren aufbricht. Wie schafft Abraham es, neues zu wagen, vom festgelegten Menschen zum Nomaden zu werden, aus einer bestehenden Sicherheit in ein herausforderndes Leben aufzubrechen? Zum einen erhält er eine Verheißung, für die es sich für ihn lohnt, sich anzustrengen, etwas aufzugeben. Die Aussicht etwas zu bekommen, das ich mir so sehr sehne, vielleicht mich ein Leben lang schon danach sehne, überwindet die Hindernisse. Und dann wird er von Gott angesprochen. Er geht den Weg nicht allein. Er erlebt, dass er von Gott gesehen wird und Gott in ihm etwas sieht. Das setzt Kräfte und Mechanismen frei, die wir allein nicht mobilisieren könnten. Eine Herausforderung des Älter werden ist, nicht aufzuhören nach meinen Sehnsüchten zu forschen, diese zuzulassen und etwas einzusetzen, um sie zu erfüllen. Abraham wird oft als Vater des Glaubens bezeichnet. Aber er ist auch ein Vorbild, dass es kein zu spät gibt. Es ist immer möglich neu anzufangen. Es ist immer noch möglich, alte Grenzen zu sprengen. Es ist immer noch möglich neue Freiheiten zu entdecken. Und dort, wo wir an biologische Grenzen stoßen, ist Gott nichts unmöglich. Ich wünsche uns allen, dass wir wie Abraham vertrauen können, dass Gott unsere Sehnsüchte erfüllen möchte. Ihre Christine Sommer | |||
| Wenn Jesus zornig wird | 27 oct. 2025 | 00:02:58 | |
„Anstößig leben?!“ ist ein provozierender Titel für einen Kurs von Stufen des Lebens. Wir erleben ihn in diesen Wochen in unserer Gemeinde in Linkenheim. „Anstößig leben?!“ provoziert. Anstößig ist das Gegenteil von angepasst. Angepasst ist bequemer. In unserem Kurs begegnen wir Jesus, wie er sich provozieren lässt und provoziert. Jesus ist zornig, weil der Rummel ums Opfer aus dem Tempel als Bethaus eine Räuberhöhle gemacht hat. Die Geschäftigkeit raubt Gott die Ehre, hindert die Sammlung und Ausrichtung auf Gott. Und Menschen werden gehindert Gott, dem Vater Jesu voller Vertrauen zu begegnen. Was hindert mich an der liebevollen Beziehung zu Gott? Wo verrenne ich mich in Ersatzlösungen? Wo will ich mir Liebe erkaufen, wo mir Anerkennung verdienen? Dieser Zorn ist etwas anderes als die sich ausbreitende Empörungskultur in unserer Gesellschaft. Wut muss unterscheiden zwischen Egoismus und Selbstbestimmung. Bei Jesus darf ich vorkommen wie ich bin mit meinen blinden Flecken und meiner Mutlosigkeit, mit meinen Gefühlskindern, mit Lebenslust und Eigensinn. Das unterdrückende „Du musst!“ darf zur Spontaneität befreit werden: „Du darfst sein!“ Du darfst dich an Gott und am Leben freuen. Schalom und liebe Grüße Ihr und Euer Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstetten | |||
| Wirklich "Überrascht von der Freude!" | 20 oct. 2025 | 00:03:02 | |
Wir haben uns im Redaktionsteam von SdL mit Zachäus und dem Thema „Sehnsucht“ auf den Weg gemacht. Dabei hat mich beeindruckt, wie sehr Zachäus seine Sehnsucht spürt, ernst nimmt, und beharrlich nachgeht. Er ahnt die Erfüllung seiner Sehnsüchte in der Begegnung mit Jesus. Er setzt alles ein. Nimmt alle inneren und äußeren Hindernisse auf sich, um an den Platz zu kommen, von dem aus er einen guten Ausblick hat und weiß, dass Jesus DORT vorbeikommen wird, auf einem Maulbeerbaum. Wie eine Ewigkeit wird es ihm vorgekommen sein, so manche Gedanken sind ihm möglicherweise durch den Kopf und das Herz gegangen; viele Fragen, vielleicht Zweifel letztlich auch Ohnmacht. Die Sehnsucht hält er aus, die Sehnsucht hält ihn an dem Platz. Der Sehnsucht wird begegnet in dem Augenblick, in dem Jesus ihn sieht, bis in alle Tiefen, ihn liebend aufsucht, würdigt und aber auch im Jetzt und Hier herausfordert. Da kommt Tempo ins Geschehen. Heute – sofort – jetzt - muss ich bei dir zu Gast sein. Sagt Jesus. Jetzt: kaum Entscheidungsmöglichkeit. Vielleicht eher eine tiefe Klarheit: es geht um alles oder nichts um jetzt oder vielleicht nie? Es geht um mein Leben. Und Z. steigt schnell vom Baum und nimmt Jesus in sein Lebenshaus auf. Nicht nur das, sondern es heißt: mit FREUDEN! Und das berührt mich sehr. In dieser Begegnung, auf diesem Weg, wächst die Lebensfreude, die kaum in Worte zu fassen ist. Weil er erleben darf, dass mehr Sehnsüchte als er erwartet hat, gestillt wurden. Alles in seinem Leben und was ihn und sein ganzes Umfeld ausmacht, heil, zum Leben gekommen ist und Frieden gefunden hat. Kennt Ihr, kennen Sie diese heiligen Augenblicke? Dieses liebevolle Aufgenommen und angesehen Seinmit allem, was so in uns ist. Alles und alle Sehnsüchte kommen ans Licht, sind liebevoll aufgenommen. Eine innere Lebendigkeit, Freude und tiefer Friede machen sich breit. Was tiefste und ehrliche Freude für Auswirkungen hat, durfte ich neulich bei meinem fünfjährigen Enkelerleben: als er ein Spielzeug entdeckte, die Carrera Bahn, die ihm sein Onkel erlaubte, herauszuholen. Die Freude darüber ergriff ihn von der Haarspitze bis zum kleinen Zeh. Er strahlte, tanzte, jubelte, wie ich es lange nicht gesehen habe. Welche Ausstrahlung dann wohl unsere tiefste Freude hat, wenn wir Jesus mit Freude in unser Lebenshaus aufnehmen? Ich wünsche uns diese Erfahrung immer wieder und grüße herzlich, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg | |||
| Von ganzem Herzen | 13 oct. 2025 | 00:03:01 | |
Kürzlich bin ich beim Lesen in der Bibel an dem Ausdruck „von ganzem Herzen“ hängen geblieben. David schreibt in Psalm 9: „Ich will dem Herrn danken mit meinem ganzen Herzen!“ In Psalm 119 steht: „Mit meinem ganzen Herzen habe ich dich gesucht!“ „Glücklich sind, die den Herrn von ganzem Herzen suchen!“ Es gibt die feste Zusage in der Bibel, dass wir Gott finden werden, wenn wir ihn von ganzem Herzen suchen werden!
Beim Nachforschen finde ich immer mehr Verse: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen!“ Gott wirbt um das Volk Israel: „Kehret um zu mir mit eurem ganzen Herzen!“ Der Prophet Samuel fordert auf: „Dient Gott mit eurem ganzen Herzen!“ Was für ein starker Ausdruck: mit ganzem Herzen!!
Was steckt dahinter? Ganz bedeutet: ungeteilt – keine halben Sachen - vollständig – komplett – uneingeschränkt – da gehört ALLES dazu! Das Herz ist Sitz des Lebens, Ort der Entscheidung, der Gefühle, des Willens… und auch Ort der Begegnung zwischen Gott und mir.
Da frage ich mich: Was lasse ich alles in mein Herz hinein? Was mache ich mit ganzem Herzen? Wie begegne ich Menschen? Wie lebe ich meine Berufung? Diene ich Gott mit meinem ganzen Herzen?
Gott sehnt sich nach unserem ungeteilten Herzen! Er sehnt sich nach ganzer Beziehung mit uns!
Jesus antwortet auf die Frage, welches das wichtigste Gebot ist: „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzem Verstand und mit deiner ganzen Kraft!“ Das ist aufrichtige, innige und hingebungsvolle Liebe – eine tiefe Verbindung, ganz ausgerichtet auf das Gegenüber.
Ich kann Gott kein Versprechen geben, dass ich ihn IMMER von ganzem Herzen lieben und ihm dienen werde – aber ich kann mich jeden Tag neu dazu entscheiden, mein ganzes Herz ihm zu öffnen, seine Liebe, sein Wort in mich aufzunehmen und ihn bitten, dass er mir hilft, ihm von ganzem Herzen zu dienen und in seinem Willen zu leben.
Ich bin so dankbar, dass Gott unser Herz sieht und dass er uns in seiner großen Liebe aufnimmt – auch mit allem, was zu uns gehört!
Gott segne dein Herz und deine Gedanken! Herzliche Grüße von Ute Wolf | |||
| Gott handelt | 06 oct. 2025 | 00:03:49 | |
Nächste Woche starte ich mit dem Kurs „Durch Krisen reifen“. In diesem Kurs geht man einen Weg mit Elia, ein bedeutender Prophet in der Bibel. Krise als Thema. Es scheint, als stecken wir weltweit nur noch in der Krise. Von einer in die nächste, und noch eine parallel. Dazu die persönlichen Krisen. Erst heute habe ich erfahren, dass jemand, den ich mag, an Krebs erkrankt ist. Das macht mich traurig. Plötzlich ist alles anders. Es ist schwer – auch wenn wir die Auferstehungs-Hoffnung in uns tragen.
Nicht immer führt uns etwas Schweres in die Krise. Manchmal darf man dankbar staunen, wo Vertrauen zu Gott gewachsen ist und einen trägt. Dann ist es schwer – aber keine Krise. Und dann gibt es Manches, das uns tiefer erschüttert- unser Lebenshaus, ja unseren Lebensgrund durchrüttelt und die Krise auslöst.
Beim Vorbereiten der ersten Einheit bin ich beim Lesen des Bibeltextes an einer Sache hängen geblieben: Elia taucht ganz plötzlich richtig mächtig auf. Ganz klar, als Prophet Gottes teilt er dem König Israels keine nette Botschaft mit. Sie wird in die Krise führen. Sie zeugt von Gottes Macht. Sie zeigt, wie groß der Gott Israels ist. Wie stark. Und dann – gerade als Elia dem Götzenkult den Kampf angesagt hat, sagt Gott zu Elia: Geh hier weg. Zieh dich zurück in die Wüste. Raus aus der Action. Raus aus der Beweisführung, wer der wahre Gott ist. Elia hat gesagt und getan, was seine Aufgabe war und nun heißt es: Zieh dich zurück. Allein. In die Wüste. Daran bleibe ich immer hängen. Wie wäre es mir ergangen an Elias Stelle? Wäre ich dankbar gewesen, dass Gott mich schützt ? Oder empört, weil ich jetzt nicht mehr „der“ Prophet sein darf und mitten drin bin, wenn Gott sich offenbart als HERR dieser Welt…?
Wie geht es mir, wenn ich plötzlich wo rausgenommen werde? Nicht mehr mit dabei bin? Wenn etwas doch nicht passiert, von dem ich überzeugt war, dass Gott mich da inspiriert hat oder mich beauftragt hat?
Einmal hatte ich auf dem Herzen einen Lobpreis-Hauskreis zu starten. Ich habe eingeladen. Einige kamen. Wir sind gestartet und nach dem 2. Mal hatten bis auf einen alle abgesagt aus den verschiedensten Gründen. Hatte ich falsch gehört? Haben wir die falschen Lieder gesungen? Wussten die anderen nicht, wie wichtig Loben ist? Mochten sie mich nicht?.... Man könnte so viele Gedanken spinnen… und wie schnell denken wir, was andere denken und was vielleicht war und ist und sein könnte…
Vielleicht kommen euch solche Situationen bekannt vor. Sie können etwas in uns anstoßen und uns in Frage stellen… Ich merke, diese Stelle in 1. Könige 17, 3 fordert mich immer wieder heraus: Wer ist derjenige der handelt und tut? Wer entscheidet, was passiert? Gott handelt. Er beauftragt. Er beschützt. Er versorgt. Er zeigt seine Macht und Größe. Nicht ich. Ich bin dabei. Ich mache mit. Was für ein Privileg. Und auch was für eine Herausforderung. In diese – Gottes Hände - will ich mich geben, hineinlegen, bergen und anvertrauen und mich erinnern, dass ER der Handelnde ist. Eine gesegnete Woche, Eure Damaris Friedrich | |||
| Über das Richten | 29 sept. 2025 | 00:02:59 | |
Über das Richten. Wenn Jesus uns Hinweise gibt, wie wir leben sollen, dann merke ich, dass ich diese für mich einordne: ist das schwierig für mich oder einfach? In Lukas 6, 37 steht: „Und richtet nicht, so werdet auch ihr nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt.“ Als ich diesen Text vor kurzem wieder gelesen habe, war ich entspannt. Schließlich richte und verurteile ich niemanden. Aber je länger ich darüber nachdachte, desto unruhiger wurde ich, weil ich gemerkt habe, dass das nicht stimmt. Das Richten ist sehr alltäglich. Ich bilde mir eine Meinung über das Verhalten anderer und ich passe mein Verhalten an, um den anderen „auf Spur“ zu bringen oder nutze meine Möglichkeiten zu strafen oder werde selbstzufrieden, weil ich nach meiner Einschätzung hier besser abschneide als der andere. Bei der Erziehung versuchen wir mittels Androhung und auch Vollzug von Strafen oder Belohnungen andere zu bestimmtem Handeln zu bewegen. Und wir erziehen nicht nur Kinder, sondern auch Partner, Eltern, Kunden, Kollegen, usw. Überall werden wir heute zu einer Bewertung aufgefordert: Einkaufsmöglichkeiten, Produkte, Restaurants, Freizeiteinrichtungen. Wir beurteilen die Leistung von Sportlern, von Politikern, von Lehrern, von Pfarrern, von Führungskräften. Ist das wirklich richten? Ja - wenn ich Bewertungen lese oder höre, dann ist das richten und das Nutzen meiner Macht, um andere in eine bestimmte Richtung zu lenken oder abzustrafen. Im weiteren Verlauf von Lukas 6 sagt Jesus: „denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.“ (V. 38) und „Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?“ (V. 41). Besonders krass finde ich Bewertungen im Internet. Die Servicekraft war nicht zuvorkommend genug, die Rückantwort war zu langsam, der Handwerker kam eine halbe Stunde zu spät. Wie wohl Internet – Bewertungen aussehen würden, wenn diese vor dem Schreiben durch den Filter „mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird Euch zugemessen“ gehen würden? Oder wie würde die Beurteilung der Freundlichkeit einer Verkäuferin aussehen, wenn ich mir vorher überlegt habe, wo mein Balken ist, also: wie war denn mein Auftreten? Ich glaube Jesus würde ganz viele Bewertungen und Urteile heute als Heuchelei bezeichnen. Laut der Lehre einiger Rabbiner zu der Zeit Jesu hatte Gott zwei Maßstäbe, die er zur Beurteilung von Menschen verwendete. Das eine war ein Maß der Gerechtigkeit und das andere ein Maß der Barmherzigkeit. Mit welchem Maß du auch immer von Gott bemessen werden willst, solltest du dasselbe Maß bei anderen anwenden. Vor dem Satz zum Richten steht in Lukas 6,36 „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Es wäre doch schön, wenn auch wir vor dem beurteilen und bewerten die Barmherzigkeit in den Vordergrund rücken könnten. Eine gesegnete Woche wünscht Christine Sommer | |||
| Aushalten | 22 sept. 2025 | 00:02:58 | |
Josef, der Träumer aus dem Alten Testament, beschäftigt mich. Da hat alles so locker leicht angefangen. Er ist der Liebling des Vaters – der lang Ersehnte. Er wird bevorzugt und sonnt sich darin ohne zu merken, wie sich der Neid und die Eifersucht der Geschwister einen Weg bahnt. Und eines Tages platzt es heraus. Die Brüder werfen ihn in einen Brunnen. Eigentlich würden sie ihn am liebsten umbringen. Aber in letzter Sekunde verkaufen sie ihn an eine vorbeiziehende Karawane. Dem Vater sagen sie, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Sogar sein blutiges Kleid präsentieren sie dem Vater. Ein schneller Ausbruch, eine schnelle Entscheidung und das Leben aller Beteiligten wird auf lange Zeit schwer auszuhalten sein. Alle müssen die Folgen der Entscheidung aushalten. Das Opfer und die Täter und alle die dazugehören. Ist es nicht genauso bei uns? Schnell ist eine Entscheidung getroffen. Ich muss gestehen, dass ich selbst immer Mühe habe mit Entscheidungen. Ich quäle mich lange herum, habe Angst genau das Falsche zu entscheiden und dann könnte es die Katastrophe sein. Aber irgendwann muss ich Ja oder Nein sagen. Es ist ein Moment mit oft weitreichenden Konsequenzen. Manchmal wird auch über mich entschieden. Eine gefällte Diagnose, ausgesprochen in einem Moment und ich werde lange Zeiträume damit leben. Oder ich bin einmal unkontrolliert und mache Blödsinn…. Und über lange Zeit muss ich mit den Folgen leben. Bei Josef fällt der Vater Jakob in eine Depression und schottet sich ab. 20 Jahre haben die Brüder keine Chance mit ihm zu reden. Sie müssen mit ihrer Entscheidung allein klarkommen. Josef selbst lebt als Sklave in Ägypten. Wo führt ihn dieser Weg hin? Hat Gott ihn vergessen? Wie kann er das alles aushalten? Jahre als Sklave, dann ein unerwarteter Aufstieg und Abstieg. Er landet im Gefängnis. Zuletzt, nachdem er die Träume des Pharao deuten konnte, ist er fast so mächtig wie Pharao. In der Fremde ist er trotzdem noch. Und seine Geschichte ist noch nicht versöhnt. Unsere Lebensgeschichte führt uns an Punkte, an denen wir lange Zeit nichts mehr verstehen. Am Ende kann Josef zu seinen Brüdern sagen: Ihr gedachtet es böse zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen. Kann ich das glauben, dass Gott seine Hand über mich hält und mich führt? Kann ich glauben, dass er auch dann, wenn ich falsch entschieden habe, aus meinem Fehler sogar das noch Bessere machen kann? Ich wünsche uns, dass wir uns mit allem in Gottes Hand legen können. Ihre Traudel Krause
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| Ich singe dir mit Herz und Mund - Entdeckungen und Anregungen | 15 sept. 2025 | 00:03:01 | |
Herbstzeit. Erntezeit. Staunen. Empfangen dürfen. Loben, den Schöpfer und Ernährer. Gott. Sein Aufbau ist ebenfalls kunstvoll. Es beginnt und schließt mit einem Selbstbeschluss: Auf den Selbstbeschluss folgt eine Selbstklärung. Vier Strophen mit neun Fragen. Aus dem Beten folgt das Bekennen. Was ich mit Gott erfahren habe, möchte ich anderen weitersagen. Christenmenschen leben wie alle anderen Zeitgenossen in Ängsten und Sorgen. Ein paar Entdeckungen aus meinem Lieblingsherbstlied von Paul Gerhardt als Anregung, das ganze Lied zu singen, zu beten, auswendig und inwendig zu lernen. Schalom und liebe Grüße Ihr und Euer Hans-Martin Steffe, Linkenheim-Hochstette | |||
| Sommergedanken über die Freude | 01 sept. 2025 | 00:02:59 | |
„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit…“ – ein Lied im Gesangbuch. Ich singe es gar nicht so oft – aber diese Aufforderung oder Ermutigung kommt mir immer wieder in den Sinn! Vielleicht müssen wir uns manchmal aufmachen und hinausgehen, um die Freude zu suchen oder zu finden! Ich brauche öfters einen flotten Spaziergang an der frischen Luft, den freien Himmel über mir, um meine Gedanken zu sortieren. Indem ich mich bewege, kann ich auch meine Gedanken besser hin und her bewegen. Da ordnet sich dann oft etwas in mir und ich sehe wieder klarer! Ich nenne diese Runden „einen Spaziergang mit Jesus machen“! In meinem Unterwegssein kann ich IHM meine Gedanken laut sagen! Ich kann IHN um Rat fragen und oft kommt ein Impuls zurück, den ich dann aufnehmen kann – das hilft mir weiter! Meistens fallen mir dann auch Dinge oder Situationen ein, für die ich dankbar bin, die mein Leben reich machen. Unterwegs in Gottes Schöpfung werde ich dankbar für den Geber aller guten Dinge und aus dieser Dankbarkeit heraus spüre ich, wie die Freude in mein Herz einzieht! Weißt du eigentlich, dass Gott Freude empfindet… und wie sehr ER sich über DICH freut??? In Jesaja 62 steht: „Wie ein Bräutigam sich freut über seine Braut, so freut sich dein Gott über dich!“ Ist das nicht überwältigend? Die Freude des Bräutigams ist eine tiefe Freude über den Menschen an seiner Seite, mit dem er das Leben teilen möchte. Das ist Freude über die gemeinsame Zeit, die Beziehung, den Gedankenaustausch, einander teilhaben lassen, Pläne schmieden, gemeinsam durch’s Leben gehen – die Welt mit den Augen des anderen sehen.... Wenn ich mir das vorstelle, dass Gott sich so über mich freut wie ein Bräutigam über seine Braut… das berührt mich sehr!! ER streckt sich aus nach mir! Gott möchte das Leben mit mir teilen – was für ein Glück – was für eine Freude! Ich darf seine Freude an mir aufnehmen und genießen – gerade auch dann, wenn es mir nicht so sehr zum Freuen zumute ist!! Und ich kann für andere Menschen bitten, die gerade in schwierigen Lebensumständen stehen: „Herr, gieß du deine Freude in sie hinein, dass sie spüren, dass DU da bist und dass sie neu erleben dürfen, wie sehr DU dich über sie freust!“ So bete ich, dass die Freude Gottes uns wieder neu berührt! Sei gesegnet & behütet! Herzliche Sommergrüße von Ute Wolf | |||
| Sommerzeit ganz anders | 18 août 2025 | 00:02:49 | |
August, viele sind noch unterwegs. Die Stadt ist leer, das Telefon klingelt selten, der Terminkalender muss nicht ständig abgeglichen werden. Manche, die ich gerne sehen würde, sind weg. Stille – Gefühle des Alleinseins, gar Einsamkeitsgefühlekommen auf?!? Wohin mit der Zeit? Vor den Ferien habe ich äußerliche und seelische Turbulenzen erlebt. Schließung unserer Kirche, Fusion, Auflösen der Gemeinde. Und immer wieder gab es Missverständnisse, mangelhafte Kommunikation, Ohnmachtsgefühle. Da sind noch Dinge, die im großen und kleinen Kreis angesprochen werden müssen. Meine Ungeduld sagt mir: lieber heute als morgen. Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. (nach 2. Tim.) Daran werde ich immer wieder erinnert. So war es möglich einander in anderen Zusammenhängen zu begegnen. Friedvoll, aber noch nicht geklärtund befriedet. Das war sogar körperlich spürbar, als wir in dieser Zeit ein großes fröhliches Tauffest am Neckar feiern konnten. 23 Täuflinge aus unterschiedlichen Gemeinden. Die Weite unter dem geöffneten Himmel tat gut. Dennoch: Ich hätte nie gedacht, dass die Veränderungen und Auseinandersetzungen so viel in Bewegungbrachten. Dazu brauchte es wohl genau diese Sommerzeit! Der Abschiedsschmerz erinnerte an andere durchlebte Trauerprozesse mit allen seinen Phasen. Das Schwierigste für mich war ein uraltes Gefühl schon aus der Kindheit: nicht gehört, nicht gefragt, nicht verstanden zu sein. Und ich sollte wohl diese Gefühle nochmal spüren, anders, vielleicht noch tiefer. Früher waren meine Reaktionen darauf: Rückzug, Resignation. Und heute merke ich: ich will dafür eintreten, für die Menschen, für meine Wahrheit, Klären im Hören auf den rechten Moment. Auf einmal ist es in mir und um mich herum gar nicht mehr so still und einsam. Ich bin dankbar für all die Erkenntnisse, für Gottes Zeitplan, seine Herzensgüte. Dankbar für den Vater im Himmel, der uns ALLE trägt, der uns so sieht wie wir sind, als wenn Er fragenwürde: wie geht es DIR? Was willst DU, dass ich DIR tun soll? Mit dieser anderen Blickrichtung erkenne ich: Schon in dem ganzen Prozess gab es liebevolle, vertraute, auch neue Begegnungen, Bücher und Lieder, die mich mit Hoffnung und Zuversicht erfüllten. Wie ist eure Sommerzeit? Vielleicht auch anders? Ich wünsche Euch liebevolle Entdeckungen und Stärkung an Leib und Seele! Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg | |||
| Lass die Sonne rein? | 04 août 2025 | 00:03:35 | |
Ich sitze in meinem Büro, der Himmel grau behangen, draußen regnet es. Es ist Ende Juli und fühlt sich an wie Herbst. Mittendrin sind wir in der Sommerzeit und das Lied der Fanta4 taucht in meinem Kopf auf: Sommer, Sonne, Sonnenschein, zieh ich mir furchtbar gerne rein, gerne rein, gerne rein…
Oh ja, wie gern würde ich mir Sommer, Sonne und Sonnenschein jetzt reinziehen… und ich habe auch noch Hoffnung, etwas Wärme und Sonne in den nächsten Wochen abzubekommen. „Lass die Sonne rein", singen die Fantas weiter: Keine Sonne…
Ja – unsere Tage sind nicht immer sonnig und manchmal erleben wir sehr lange wolkenbehangene, regnerische Zeiten. Es scheint immer trüber zu werden und die Sonne scheint verloren gegangen zu sein? Wo ist sie denn? Dann können oder wollen wir die Aufforderungen von anderen: „Lass die Sonne rein!“ gar nicht hören.
Und wie geht das überhaupt, „die Sonne reinlassen“? Laut den Fantas sollen wir einfach „Schnippndibipnbadip sipndipndip“ sagen… Wenn es doch so einfach wäre…
Was mache ich, wenn alles trüb und regnerisch in mir oder um mich herum ist? Ich halte aus und warte. Harre darauf, dass mich Gott findet. Denn das hat er uns wissen lassen mit der Geschichte vom Verlorenen Schaf: Der gute Hirte geht und sucht das Verlorene BIS ER ES FINDET. So wichtig sind wir ihm. So wichtig bist du ihm! Gott hört nicht auf, uns zu suchen. Die Sonne strahlt und strahlt, und tut alles, damit ihre Strahlen zu uns durchbrechen und uns erreichen… Und ich kann bezeugen – das habe ich immer wieder erlebt: Gott findet mich.
Und während ich harre und warte, bade ich mich manchmal in Liedern. Eins davon ist von Frieder Gutscher: Atem holen – das könnt ihr auf den streaming-Diensten hören. Das schalte ich ganz laut an – so dass es mich umhüllt und dann singe ich mit, den Namen Jesu – immer wieder – atme ihn ein und lass ihn in mir Raum einnehmen. Vielleicht hast du auch so ein Lied, dass dich Gottes Gegenwart gewiss(er) werden lässt..
Ich mache euch und mir Mut – zu harren, zu warten, euch hinzuhalten – ob die Sonne gerade umfassend scheint, mancher Strahl die Wolken durchbricht oder ihr gerade mit verdunkeltem Himmel da seid, denn Jesus hat zu Zachäus, der Menschenmenge und auch zu uns gesagt: Der Menschensohn ist gekommen zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Wie gut, dass wir auf IHN unsere Hoffnung setzen können! Einen gesegneten Sommer wünscht Damaris Friedrich
Lied ist auf Youtube zu hören… und macht gute Laune! | |||
| Gedanken des Friedens | 28 juil. 2025 | 00:02:57 | |
Kennst du auch so unruhige, aufgewühlte Gedanken in dir? …da ist Vieles, was erledigt werden sollte – was denn jetzt zuerst…? und wie kann ich es angehen? Ich mache mir Gedanken über eine Freundin, von der ich schon eine Weile nichts mehr gehört habe – ob wohl alles ok ist? Ich denke an die Nachbarin, deren Mann vor kurzem plötzlich verstorben ist! Meine Kinder bewegen mich… sie gehen ihre eigenen, selbstständigen Wege – in meinen Gedanken und Gebeten begleite ich sie und manchmal fällt mir das Loslassen schwer! Ich höre die Nachrichten aus aller Welt – so viel Ungerechtigkeit und Krieg! Wie kann das nur weitergehen, wenn scheinbar Geld und Macht regieren??? All das beschäftigt mich! Das Gedankenkarussell dreht sich im Kopf, beschert mir manchmal unruhige Nächte und ganz plötzlich ist dann auf einmal auch der innere Friede in mir weg! Wie sehr wünsche ich mir FRIEDEN – in der großen und auch in meiner kleinen Welt: in meinem Herzen, in meinen Gedanken!! Auf einmal werde ich an einen meiner Lieblingsverse erinnert – er steht in Jeremia 29 Vers 11: „Ich weiß ja die Gedanken, die ich über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, um euch Zukunft und Hoffnung zu geben!“ Gott hat Gedanken des FRIEDENS über mich! Wie unruhig könnte ER über mich sein, wenn ich mich immer wieder um mich selbst drehe, meine vielen Gedanken nicht ganz an IHN abgeben kann und manchmal so unruhig bin, dass ich seine Stimme nicht gut höre… Aber: ER hat Gedanken des FRIEDENS über mich!!! Das tut mir gut! Gott hat noch MEHR für mich! Zukunft und Hoffnung will ER mir schenken!! Es wird ein „weiter“ geben – auch da, wo ich noch nicht sehe, wie es weitergehen kann! HOFFNUNG ist SEINE Zukunft - für mich - für dich - für diese Welt! Gottes Frieden möchte ich mir immer wieder neu zusprechen lassen – in mein Herz hineinlassen – bewusst damit leben und darüber auch innerlich zur Ruhe kommen! Ich will mir immer wieder neu Seine Hoffnungsgedanken über mich und über diese Welt in mein Bewusstsein aufnehmen. Das befreit, das ermutigt mich! Ich wünsche dir sehr, dass du Gottes Hoffnungsgedanken auch in deinem Alltag spüren kannst und dass Sein FRIEDE dich tröstet und erfüllt!
Herzliche Grüße von Ute Wolf | |||
| Um den Segen können wir bitten | 21 juil. 2025 | 00:03:01 | |
Ich merke auf. In einem Gespräch zur Vorbereitung eines Gottesdienstes sagt er einen sehr weisen Satz: „Es gibt beim Thema Lebensgeschichte drei Bereiche: Die Gene, die Umstände und den Segen. Die beiden Ersten stehen mehr oder weniger fest. Das Dritte können wir uns nicht selbst geben.“ Soweit das Zitat. Zuerst einmal die Gene. Vieles bringe ich mit. Es ist mir in die Wiege gelegt. Meine Haarfarbe, meine Größe, mein Temperament, meine Konstitution d.h. meine Gesundheit oder Anfälligkeit, meine Talente. Das ist mein Grundvermögen, meine Anlagen und meine Begabungen. Das zweite sind die Umstände in die ich hineingeboren wurde. Die Zeit z.B.: 20. Jahrhundert, ich bin in Europa geboren, nicht in Afrika. Im Frieden, nicht im Krieg. Die Familie in die ich hineingeboren wurde, war sie komplett oder hatte ich die Aufgabe, einen Elternteil zu ersetzen? War die Familie in der ich groß geworden bin arm oder reich? Waren die Eltern Akademiker oder war der Haushalt ein Arbeiter- oder Geschäftshaushalt? Es gibt so viele Faktoren, die mich prägten. Die Geschwisterreihe spielt eine Rolle. War ich ein Einzelkind oder der oder die Jüngste oder der oder die Älteste oder war ich in der Mitte? War ich diejenige, die für die Geschwister verantwortlich war? Welche Schule konnte ich besuchen? Gab es einen Lehrer, der mich gefördert hat und dem ich viel zu verdanken habe? Oder war die Schulzeit eher schwierig? Alle Faktoren können sich auf mich positiv oder schwierig auswirken. Bei manchem merken wir erst viel später, dass aus dem zuerst Schwierigen eine besondere Begabung gewachsen ist. Jetzt zum Dritten, zum Segen. Wir können uns den Segen selbst nicht geben. Mit noch so viel Tüchtigkeit kann ich mir den Segen nicht verdienen. Er ist immer Gnade, d.h. Geschenk. Aber wir können immer darum bitten. Und Gott will gern segnen. In der Schöpfungsgeschichte heißt es: „Und Gott segnete sie“. Und immer wieder hat Gott diesen Segen bekräftigt und erneuert. Wie oft hat er ihn bei mir schon bekräftigt und erneuert? Segen ist die Kraft, die die genetische Veranlagung und die Verhältnisse verändern kann. Waltraud Mäschle sagte, dass Segen aus dem Minus ein Plus machen kann. Besser kann man es nicht sagen. Um den Segen können wir bitten. Ich will es mit dem Hebräischen Wort für Segen sagen. „Barakh“ das heißt: ich knie nieder, um wie ein Lasttier Proviant für meine Lebensreise aufgeladen zu bekommen. Dreieiniger Gott, wir bitten dich um deinen Segen für unsere Lebensreise. Ihre Traudel Krause | |||
| Sich mit positiven Menschen umgeben | 07 juil. 2025 | 00:02:49 | |
Ende 2019 habe ich ein Interview mit Lewis Hamilton, dem mehrfachen Formel 1 Weltmeister, gesehen. Auf die Frage nach dem Geheimnis seines Erfolgs sagte Hamilton unter anderem: „Ich lege großen Wert darauf, mich mit den richtigen Menschen zu umgeben. Und ich bin dabei sehr wählerisch mit den wenigen Menschen, die ich um mich haben will. Mich sieht man deshalb auch nicht mit einem großen Tross, wenn ich zu einem Rennen komme. Und ich habe auch keinen verrückten Manager, der mir sagt, ob ich nach links oder rechts gehen soll.“ In einem Twitter-Beitrag gab Hamilton, der offen zu seinem Glauben steht und nach seiner Aussage auch viel betet, an: „Umgib dich mit Menschen, die dich erheben und dir Energie geben, anstatt sie dir zu nehmen, und die dich unterstützen und dir auch ehrliche konstruktive Meinungen und Ratschläge geben können.“ Diese Aussagen haben mich ganz stark an Psalm 1 erinnert, dort steht: „Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen / noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, / der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“ Die Worte von Hamilton haben Eindruck auf mich gemacht und ich habe angefangen ganz bewusst darauf zu achten, wie es mir nach Begegnungen mit Menschen geht. Und tatsächlich: Es gibt Menschen, die wie eine Tankstelle für Energie wirken. Nach den Begegnungen geht es mir gut, ich fühle mich erfrischt, ich habe Kraft und spüre Kreativität. Und dabei spielt es nicht die große Rolle, um was es in der Begegnung ging. Es kann ein geschäftliches Telefonat sein, ein fröhliches Beieinandersitzen, ein Gottesdienstbesuch und auch ein Krisengespräch oder eine Diskussionsrunde. Und andere Menschen scheinen meine Kraft abzulassen wie eine Badewanne, in der man den Stöpsel zieht. Nach der Begegnung bin ich muffig, energielos und deprimiert. Seit ich das beobachte gehe ich achtsam mit meinen Begegnungen um. Ich suche die Kontakte, die mir guttun. Aber ich will mich auch vor den komplizierten Begegnungen nicht verschließen. Doch es hilft mir diesen Menschen möglichst nur mit voller Energiebadewanne zu begegnen und mir bewusst zu machen, dass ich hier einen wertvollen Menschen vor mir habe, dessen Rat ich jedoch auf die Goldwaage lege und von dessen Weltsicht ich mich abgrenzen möchte. Das bewirkt, dass es auch den Spöttern nicht so leicht gelingt, den Stöpsel meiner Energiebadewanne zu ziehen. Ich wünsche Ihnen viele erhebende Begegnungen in dieser Woche. Ihre Christine Sommer | |||
| Die Lebenskunst der Dankbarkeit | 30 juin 2025 | 00:02:54 | |
Vor kurzem hat uns unser ältester Enkel, eben 18 Jahre alt geworden, überrascht. Er hat uns gefragt, was wir ihm und seinen beiden jüngeren Geschwistern als Oma und Opa für ihr Leben wünschen. Mich hat dazu wieder ganz neu ein Lied von Paul Gerhardt inspiriert. „Die Lebenskunst der Dankbarkeit“ umschreibt es Reinhard Deichgräber. Es heißt: „Sollt ich meinem Gott nicht singen, sollt ich ihm nicht dankbar sein?“ Und dann nennt er in vielen Strophen, wofür er Gott alles dankbar ist. Danken hat es mit Denken zu tun und mit der Bereitschaft sich überraschen zu lassen und zu staunen. Im Mittelteil der einzelnen Strophen mit einer innigen, verhaltenen Melodie nennt der Dichter, wofür er Gott dankt. Für sein Wesen und sein Leben, die ihm Gott im Mutterleib gegeben hat. Wofür wollen Sie heute Gott danken? Mit dankbarem Herzen grüße ich Sie | |||
| Oh nein! - Herausfordernde Anstöße | 23 juin 2025 | 00:02:45 | |
„Oh nein. Nicht auch das noch!“ Kennt ihr diesen Moment? Man ist gerade ganz bei sich. Endlich Ruhe. Konzentration. Ein Gebet vielleicht, ein stiller Gedanke, ein heilsamer Anstoß… und dann: wird man herausgerissen. Eine Unterbrechung. So ging es mir auf der Multiplikatorenschulung „Anstößig leben?! – Angestoßen zum Lob“. Wir waren gegen Ende eines intensiven Tages angekommen. Viel war ins Rollen gekommen – nicht nur Kugeln aus dem Kursmaterial, sondern auch Gedanken, wir waren ganz erfüllt und gefüllt von so manchem Anstoß. Am Samstagabend erzählten Damaris und Christina vom Zukunftsprozess. Auch das brachte einiges ins Rollen, so auch, darüber ins Gebet zu kommen. Schließlich standen wir im Kreis, es herrschte eine andächtige konzentrierte Stimmung. Da klopfte es. Zwei Köpfe schauten zur Tür herein: „Können wir kurz stören? Es ist aber eine angenehme Störung! Wir bräuchten fünf Leute, die mit uns ein Lied singen. Wir haben nebenan eine Gemeindefreizeit und spielen gerade ‚Wetten, dass???‘ … und wir könnten eure Hilfe gebrauchen.“ Im Raum wurde es still. Spürbares Zögern. Wollen wir uns unterbrechen lassen? Ist das eine von diesen Störungen? Ich selbst rang mit mir. Gerade waren wir so gesammelt. Jetzt? Ein Lied für eine Freizeitaktion? Ist das nicht unpassend? Oder… ist es nicht doch ganz reizvoll? Dann stand Damaris auf. Entschlossen. Ein Anstoß. 32 Personen folgten ihr, kamen ins Rollen. Stille verwandelte sich in fröhlich-gespanntes Gelächter. Mit viel Beifall und Fröhlichkeit wurden wir empfangen. Frieder Gutscher stimmte mit uns das Lied „Du bist ein Königskind“ an. Der „Stufen-Chor“ gab sein Bestes. Die Gäste, Jung und Alt, Groß und Klein wurden angestoßen von der Stimmung, wurden berührt von diesem Lied, in dem ihnen Würde, Liebe und (An-) Gesehen Sein zu gesungen wurde. Aus dem stillen Gebetskreis wurde eine Gemeinschaft voller Leichtigkeit, Lachen, Gekicher und Freude. Umgestimmt, neu angestoßen waren wir wieder in unserem Raum versammelt zum Gebet –Erfrischter, leichter. Die Unterbrechung hatte uns geöffnet. Für Gott. Füreinander. Für neue Bewegung. Ja, ich wünsche uns genau diese Leichtigkeit und Freude für unseren Alltag. Manchmal beginnt sie mit einem kleinen Anstoß. Vielleicht auch mit einer „Störung“. Lassen wir uns unterbrechen. Lassen wir uns immer wieder anstoßen, die Botschaft ins Rollen zu bringen: Du bist ein Königskind. Du hast Würde Das wünscht, Isabel Prinzessin zu Löwenstein, Heidelberg | |||
| Pfingsten - komm Heiliger Geist | 09 juin 2025 | 00:03:39 | |
Wir kommen von Himmelfahrt und sind nun mittendrin in Pfingsten. Pfingsten geht nicht ohne den Heiligen Geist – die Heilige Geistkraft – die 3. Person des Dreieinigen Gottes. Ein Leben in der Nachfolge Jesu geht auch nicht ohne den Heiligen Geist – behaupte ich mal.
Jesus sagte zu seinen Jüngern bevor er gen Himmel fuhr: „Aber wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr Kraft empfangen. Dann werdet ihr meine Zeugen sein.“ Und als dann der Heilige Geist an Pfingsten die Jünger erfüllte – wow – was waren sie dann für Zeugen! Ziemlich furchtlos, mutig, hingegeben – so zogen sie los. Sie kamen in Bewegung und mit ihnen kamen viele Menschen in Bewegung – hin zu unserem Gott.
Einige Zeit davor tröstete Jesus seine Jünger mit der Zusage, dass der Heilige Geist kommen wird, wenn er zu seinem Vater im Himmel geht: Der Heilige Geist, der Beistand, der Tröster, der Fürsprecher, der Helfer. Er wird uns helfen die Wahrheit zu verstehen, Gottes Herrlichkeit sichtbar machen und uns Gottes Herz offenbaren. Und er wird das Gute in uns wachsen lassen: Liebe, Geduld, Sanftmut, Frieden, Freude, Großzügigkeit, Freundlichkeit und Selbstbeherrschung.
WOW – oder?
Wie gut ist es, dass Gott uns auf dieser Erde nicht allein lässt– sondern uns jemand zur Seite stellt, der uns tröstet, wenn wir merken, dass wir doch nicht so „gut“, so „stark“, so „schlau“ sind, wie wir dachten. Einen, der uns tröstet, wenn wir erleben, dass andere Fehler machen oder Entscheidungen treffen, die mir weh tun oder schaden. Einen, der uns tröstet, wenn das Schicksal zuschlägt.
Wie ermutigend ist es, dass es einen gibt, der mir hilft, dass ich liebevoll, sanftmütig, selbstbeherrscht, großzügig und in Freude leben kann, indem er mir immer wieder aufzeigt: Du bist geliebt von deinem Gott. Ich, dein Gott, sehe dich und sorge für dich. Du bist nicht allein. Ich stehe dir bei.
Ausgerüstet mit diesem Zuspruch kann ich die Welt – auch mit ihren Stacheln – umarmen und so breiten sich Friede und Freundlichkeit aus. Ausgerüstet mit diesem Zuspruch kann ich etwas in dieser Welt – trotz der Widrigkeiten – bewegen. Teil der Bewegung hin zu Gott sein.
Der Heilige Geist freut sich, wenn wir ihn um seine Gegenwart in unserem Leben bitten. Er beschenkt uns gern und möchte Gutes wachsen lassen. Definit bewegt sich dann was.
Wäre es nicht cool, wenn wie an Pfingsten, der Heilige Geist die Menschen in Bewegung bringt und wir sind mit dabei?
Lasst uns unsere Ohren aufmachen, um zu hören, was er uns zuflüstert. Lasst uns tun, was wir von ihm hören. Lasst uns bitten: komm Heiliger Geist und gespannt sein, was passiert! Eine gesegnete Zeit wünscht Damaris Friedrich Nächstes Stufen.aufs.Ohr kommt wieder am 23.6. | |||
| Aufgefahren in den Himmel | 02 juin 2025 | 00:02:54 | |
Wir feiern Himmelfahrt. Manche sagen Vatertag. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es ein Feiertag. Viele genießen die freien Tage. Aber was bedeutet Himmelfahrt??Der Evangelist Lukas beschreibt es so (Lk24,50-53):“Jesus hob die Hände auf die Jünger und segnete sie, und es geschah, als er sie segnete schied er von ihnen und wurde emporgehoben gen Himmel. Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude.“ Im Glaubensbekenntnis sprechen wir: „Aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes.“ Jesus ist also nicht weg, er hat sich nicht verabschiedet. Nein, im Gegenteil. Er sitzt zur Rechten Gottes, ihm ist gegeben alle Macht. Er ist gegenwärtig im Himmel und auf Erden. Er sitzt im Regiment. Als der mächtige König Salomo den neuen Tempel einweiht( 1.Könige 8, 22-28) steht er mit erhobenen Händen betend vor dem Volk und spricht: „Herr Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf der Erde dir gleich…siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebaut habe.“ Gott hatte seinem Vater, dem König David versprochen, „ich will bei euch wohnen“. Und Salomo spürt auch, dass Gott im Tempel wohnt. Wir Menschen brauchen einen Ort. Aber Salomo erkennt auch, dass kein Gefäß groß genug sein kann, Gott darin einzugrenzen. Gott ist gegenwärtig, aber nicht verfügbar. Es ist diese Spannung, die wir beim Zwiegespräch mit Jesus erleben: Er neigt sein Ohr zu mir und doch ist er größer als alles. Er kümmert sich um mein kleines Leben und gleichzeitig ist er der, der alles geschaffen hat und auch vollenden wird. ER ist der, der uns zuspricht: „Fürchte dich nicht, ich bin der Erste, der Letzte und der Lebendige.“ Ist das das Geheimnis der Himmelfahrt? Jesus Christus ist überall ansprechbar. Er wohnt bei mir, mehr noch, er hat in mir Wohnung genommen. ER ist mir durch seinen Geist ganz nahe. So nahe wie mein Atem. Und zugleich hat er alle Macht und der Himmel ist erfüllt von der Ewigkeit Gottes. So will ich Euch anstoßen zum Lob über diesen mächtigen Gott, der auf unserer Seite ist. Eure Traudel Krause | |||