Barbara Blaha ist Autorin, Gründerin des Politkongresses Momentum und des Thinktanks „Momentum Institut“ – oder, wie Dirk es treffend zusammenfasst: „Kämpferin für die Gerechtigkeit“.
Von ihr lässt sich Stermann erklären, durch welches Fenster er als „alter, weißer Mann“ schauen sollte, um nicht auf das „Glaubenssystem“ Patriarchat hereinzufallen. Wie man Solidarität am Klo lernen kann, welche Berufe der Gesellschaft wirklich etwas bringen – und welche eher weniger – und warum wir uns alle für „die Guten“ halten, erfahrt ihr in dieser Folge von „STERMANN fragt für einen Freund“.
Barbara Blaha erzählt von ihrer Kindheit mit sechs Geschwistern in Simmering, von frühen
Erfahrungen mit Solidarität und davon, wie Geschlechterrollen ihren Blick auf Ungleichheit
geprägt haben. Sie spricht über Patriarchat, Erziehung, Elternschaft und Kinderbetreuung – und
darüber, warum gesellschaftlicher Fortschritt nicht selbstverständlich ist. Wie hängen soziale
Lage, Anerkennung und Einkommen zusammen? Blaha diskutiert Vorurteile gegenüber
Zugewanderten, den Wert schlecht bezahlter Arbeit und faire Bezahlung. Außerdem erzählt sie,
wie sie mit 20 das Sorgerecht für ihren Bruder übernahm, und spricht mit Stermann darüber,
wie Begegnungen und Geschichten Empathie für andere Perspektiven schaffen.
0:08 Aufwachsen in Simmering: Armut und Solidarität
3:09 Wie Geschlechterrollen früh geprägt werden
4:48 Patriarchat: Wie Besitz Ungleichheit begründete
6:40 Wie Rollenbilder unsere Erwartungen formen
10:01 Fortschritt ist nicht selbstverständlich
12:05 Zukunft entsteht durch unsere Entscheidungen
13:41 Elternschaft und Geschlechtergerechtigkeit im Alltag
14:48 Historische Prägungen und gesellschaftlicher Wandel
16:56 Warum wir uns für die Guten halten
17:49 Politische Gegensätze und der Weg zum Dialog
20:11 Gutmenschen, Antifa und politische Abwertung
22:12 Migration, Vorurteile und irrationale Ängste
24:19 Sozialer Abstieg und rechte Wahlerfolge
26:32 Bildung, Aufstieg und unerfüllte Versprechen27:46 Bildung und die Rechtfertigung von Ungleichheit30:24 Ein gutes Leben ohne sozialen Aufstieg31:06 Würde und Anerkennung für jede Arbeit32:54 Tätigkeiten tauschen statt Geld verdienen33:50 Wer leistet wirklich wertvolle Arbeit?35:25 Steuern zahlen und gesellschaftlicher Mehrwert36:40 Wahlrecht für Menschen ohne Staatsbürgerschaft39:10 Wie sich der politische Diskurs verschiebt41:22 Migration gehört zur Menschheitsgeschichte43:26 Namen, Familie und frühe Verluste45:28 Mit zwanzig die Verantwortung übernehmen48:39 Schulzeitung, Gerechtigkeit und öffentliche Stimme53:56 Helfen, Empathie und moralische Grenzen57:52 Geschichten öffnen neue Perspektiven1:00:36 Durch die Fenster anderer Menschen schauen1:05:09 Kontakt baut Vorurteile ab1:06:22 Abschied und Dank