In dieser Talk-Folge von Slice Talk sitze ich mit Robert Germer zusammen, besser bekannt als "Roberto di Frosty", Gründer einer Tiefkühlpizza-Marke aus Erftstadt bei Köln. Robert kommt ursprünglich gar nicht aus der Gastronomie, sondern hatte 15 Jahre lang eine Kommunikations- und Videoagentur – bis er mit seinem damaligen Geschäftspartner 2020, mitten in den Lockdowns, ein italienisches Restaurant in der Kölner Südstadt eröffnete. Aus der Not heraus fingen sie an, die eigenen Restaurant-Pizzen im Pasta-Schockfroster einzufrieren und über die offene Ladenfront zu verkaufen, der Beginn einer Geschichte, die heute eine eigene Produktion mit zweistelligem Millioneninvest ist.
Wir sprechen darüber, wie aus diesem Lockdown-Experiment eine richtige Tiefkühlpizza-Produktion wurde, was eine IFS-Zertifizierung ist, welche Herausforderung es darüber hinaus noch gab und gibt, und warum Robert Ende 2023 sein Restaurant komplett geschlossen hat, um sich zu 100 % auf die Produktion zu konzentrieren.
Außerdem geht's um das große Vorurteil gegenüber Tiefkühlprodukten, warum Schockfrosten eigentlich die natürlichste Konservierungsmethode überhaupt ist, die Geschichte, wie Robert Sternekoch Tim Raue auf einer Messe mit seiner eigenen TK-Pizza überraschte und dadurch zur nach eigenen Angaben schnellsten Listung in der Geschichte von Metro kam, und wie aus Roberts zweitem Hobby – der Bio-Imkerei – am Ende sein eigenes Hot-Honey-Produkt für seine liebste Pizza, die Spicy Diavola, entstanden ist.
Ein ehrliches Gespräch über Handwerk vs. Automatisierung, Wachstum, Rückschläge und Dieselgeneratoren, und die Frage, warum eine gute Tiefkühlpizza manchmal besser schmecken kann als das, was dir geliefert wird.
Hör rein (oder schau zu) !
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