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Explore every episode of the podcast sexy & bodenständig
Dive into the complete episode list for sexy & bodenständig. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| Folge 124: Solidarität, featuring "Literarisch solidarisch" | 17 Jan 2025 | 01:04:52 | |
Für unsere Folge über Solidarität sprechen wir zum ersten Mal in der sexy & bodenständig-Geschichte nicht nur mit uns selbst: wir podcasten diesmal gemeinsam mit Hatice Açıkgöz, Dara Brexendorf und Zara Zerbe vom Podcast „Literarisch solidarisch“. Mit unseren drei Kolleginnen sprechen wir darüber, wie sich ihr Bild von Solidarität im Schreibbetrieb geändert hat, seit ihren Podcast angefangen haben. Was für Formen von Solidarität gibt es schon, und welche brauchen wir noch? Wir sprechen darüber, wie man einander unterstützt, was man gegen Vereinzelung tun kann, über Gatekeeping und Ungleichbehandlung und die ganz spezifischen Solidaritäts-Herausforderungen des Schreibbetriebs. An persönlichen und auch an aktuellen Beispielen.
„Literarisch solidarisch“ findet ihr zum Beispiel hier: www.literarisch-solidarisch-podcast.podigee.io/
Hatice Açıkgöz:
www.haticeacikgoez.de
Dara Brexendorf:
https://darabrexendorf.de/
Zara Zerbe:
https://zara-zerbe.com
Die Literaturzeitschrift Der Schnipsel, über die wir im Podcast sprechen, findet ihr hier:
https://www.derschnipsel.org
Alle drei Kollegen haben Texte im Verlag SuKultur veröffentlicht:
https://sukultur.de
Der Debütroman von Zara Zerbe ist 2024 im Verbrecher Verlag erschienen:
https://www.verbrecherverlag.de/shop/phytopia-plus/ | |||
| Folge 123: Professionalität | 10 Jan 2025 | 00:50:10 | |
Wie ist man professionell in einem Beruf, der viel mit Gefühlen zu tun hat, und den man vielleicht sogar mal als Hobby ausgeübt hat, oder den viele nicht vom Hobby unterscheiden wollen? Kann es sein, dass in Literaturjobs die Grenze zwischen Emotionalität und Professionalität besonders schwer zu ziehen ist? Alena erklärt, dass Professionalität vor allem nach außen wirkt, und dass sie ihren schwarzen Blazer trotzdem noch nicht anhatte; Till glaubt, dass er Berufstätigkeit immer nur spielt, weil er als Kind kein Postamt aus Pappe bekommen hat. Es geht um das Reizthema Druckfahnen, den Zankapfel mit oder ohne Mikro lesen, und womöglich entdecken Alena und Till dabei sogar sowas wie ein neues Selbstberuhigungs-Mantra. | |||
| Adventskalender 23 | 23 Dec 2024 | 00:08:43 | |
Im großen Jahresend-Kalender von "sexy & bodenständig" diskutieren wir diesmal nicht die Schreibweisheiten internationaler Klassiker*innen, sondern Tipps, die uns Kolleg*innen geschickt haben. Jeden Tag mindestens eine Einsicht oder Ansicht übers Schreiben, direkt aus dem Arbeitsalltag: Alles, was beim Schreiben entlastet, oder was hilft zu verstehen, warum es manchmal nicht so einfach ist. Heute: Diana Helfrich | |||
| Folge 79: Loslassen | 14 Sep 2022 | 00:46:14 | |
Was wir beim Schreiben alles loslassen: Ideen, Einfälle, Personen, Perspektiven, Methoden ... ist das Buchschreiben eine einzige Geschichte von Abschieden? Killen wir, auch wenn wir die Redewendung so grauslich finden, die ganzen Zeit am Ende doch immer unsere Darlings? Alena fällt das Loslassen schwer, Till tut so, als würde es ihm leichtfallen. Wir entdecken eine Wolf-Schneider-Weisheit, an der womöglich etwas dran ist. Wir beneiden womöglich Kolleg*innen, die die Kontrolle über fast jeden Aspekt der Arbeit nicht aufgeben. Mit einer Bonusrunde durch das Leidenschafts-Thema Nummer 1, Cover, und mit einem Exkurs über Menschen-Loslassen, ohne Namen. | |||
| Folge 78: Selbstsabotage | 04 Sep 2022 | 00:48:00 | |
Wir reden darüber, wie wir uns selbst die Arbeit (und das Leben) schwermachen, und weshalb. Über zu kleine Schreibtische, zu hohe Erwartungen, zu wenig Nachsicht, zu viel Rotwein, Umwege und Abwege. Alena erzählt, wovon ihr nächstes Buch handelt, und warum und wie sie sich auf dem Weg dahin selbst sabotiert hat, Till erzählt, wie er versucht, seine Selbstsabotage am aktuellen Projekt zu beenden. | |||
| Folge 77: Reisen | 14 Jul 2022 | 00:54:20 | |
Wer von uns reist eigentlich gern, und wie und warum? Wir reden über Lese-, Schreib- und private Reisen, über Kreativität auf und durch Reisen, Melancholie, Powerballaden und "Copacabana", über Reisefieber, menschliche Nähe und die Frage, was für Snacks man braucht und wen man essen würde. Kopfhörer sind klar, aber was muss man noch dabei haben? Und würde Alena bitte ihre Ich-schaue-traurig-aus-dem-Zugfenser-Playlist teilen? | |||
| Folge 76: Druck | 01 Jul 2022 | 00:45:44 | |
Wer macht uns eigentlich Druck, woher kommt er? Bei Alena eher von außen, bei Till von innen. Schreiben als Beschäftigung, bei der Druck immer wieder zur Ästhetik und zum Selbstverständnis gehört. Toxisch? Sicher, aber: Druck ist auch "der toxische Liebhaber, die immer wieder gut zu einem ist" (Alena). Was mit Druck und welcher Art davon besser geht beim Schreiben und was nicht, der Unterschied zwischen Zeitdruck und Qualitätsdruck, und welches Mantra gegen den härtesten Stressdruck hilft. Über die Angst, das Schreiben verlernt oder es nie gekonnt zu haben und den Druck, andere nicht zu enttäuschen. | |||
| Folge 75: Kitsch | 20 Jun 2022 | 00:49:17 | |
Wir sprechen darüber, was Kitsch ist, wie er entsteht, ob wir ihn mögen, und warum wir gar nicht immer versuchen, ihn beim Schreiben zu vermeiden. Mit Auftritten von Andrew Lloyd Webber, Merci-Schokolade, Dietmar Dath, Susan Sontag, den Tagen der deutschen Literatur aka Bachmann-Bewerb (also die Autor*innen-Videos), Hildegard Knef, Udo Jürgens und Michael Kunze, Roger Whittaker und Kitsch-Uwe Knåusgard sowie Fynn Kliemann und deutschen Gegenwartsautor*innen, gegen die der Kitsch-Vorwurf erhoben wird, sobald sie über alltägliches Leben und große Emotionen schreiben, oder sobald sie überhaupt schreiben. | |||
| Folge 74: Gewalt | 14 Jun 2022 | 00:52:14 | |
Können wir unter den gegenwärtigen Umständen eigentlich noch zum Beispiel noch heitere, leichte Kolumnen schreiben, und wenn ja, wie? Till schlägt vor, sich mit Naturbeobachtungen zu behelfen, also mit (Alena) "Werden und Vergehen". Womit wir schon beim Kernthema sind: Gewalt. Mögen wir sie in der Kultur und Unterhaltung, und warum nicht? Wie schreibt man über Gewalt, und warum am besten so wenig wie möglich, über das Vorher und Hinterher? Welche Rolle spielt Gewalt im Krimi, und warum schauen wir so ungern Filme von Q. Tarantino?
Wir sprechen über:
Mareike Fallwickl, "Die Wut, die bleibt"
Claudia Schumacher, "Liebe ist gewaltig"
Marlen Haushofer, "Wir töten Stella" und
Elena Ferrante, "Die Geschichte eines neuen Namens". | |||
| Folge 73: Trost | 12 May 2022 | 00:55:06 | |
Wir sprechen über Trost, indem wir aus dem Buch "Trost. Vier Übungen" von Hanna Engelmeier (Matthes & Seitz, 198 S., 20 Euro) zitieren und uns darüber unterhalten: Was ist Trost und wie suchen wir ihn in Büchern oder anderer Kultur? Was haben Kinderbücher damit zu tun, und warum geht es dabei eigentlich immer um Gemeinschaft? Ist tröstliche Literatur Trivialliteratur, und wenn ja, was spricht überhaupt dagegen? Das Buch als Übergangsobjekt oder Glückssocke, True Crime Podcasts, Science-fiction-Romane von Becky Chambers, und was wer uns beiden hamstert, wenn überhaupt. | |||
| Folge 72: Cover und Titel | 16 Apr 2022 | 01:09:12 | |
Wir sprechen über Arbeitstitel, „K1“ vs. „N.N.“, ob Alena ihren neuen Romantitel schon sagen will oder nicht, den peinlichen Name von Tills Freizeitband*. Sehen Bücher alle gleich aus? Ist das Buch eine Ware oder ein Fetisch oder beides? Wir diskutieren verschiedene Cover und fragen uns dann, inwiefern und wie weit Autor*innen über ihre Cover streiten sollten mit dem Verlag. Und: Alena zeigt die Cover ihrer ausländischen Ausgaben.
Alle Cover gibt es zu sehen unter diesem Link:
https://tillraether.wordpress.com/2022/04/16/eine-kleine-materialsammlung-zu-folge-72-von-sexybodenstandig-cover-titel/…
*die Band hieß Les Labiles, wobei das erste Wort ausgesprochen wurde wie die Abkürzung des Vornamens Lester oder Leslie und nicht wie der französische Artikel im Plural. | |||
| Folge 71: Zweifel | 28 Feb 2022 | 00:51:29 | |
Wir fragen uns, wie wir derzeit über das Schreiben von Unterhaltungsliteratur podcasten können, und das ist nur einer der Zweifel, die uns begleiten (die Folge haben wir am Freitag, dem 25. Februar 2022 aufgenommen). Wir sprechen über Zweifel an uns selbst (sehr ungleiche Verteilung!), an unserer Arbeit (schwankend), und darüber, wie man Zweifel ausräumt, formuliert oder ignoriert. Wir betrauern nicht gerade vorhergegangene Schriftsteller-Generationen, die von Zweifeln eher ungebeutelt scheinen, sondern preisen Zweifel als Qualitätskontrolle. | |||
| Folge 70: Körper | 11 Feb 2022 | 00:56:59 | |
Nach einem Exkurs über Faxe und ephemeres Schreiben (Thermopapier) sprechen wir über Körper im und beim Schreiben, ausgehend von einem Tweet von Sonja Lewandowski und der Anregung von Svenja Reiner: https://twitter.com/SonjaLewandows1/status/1488231251026796549…. Körperbeschreibungen als Ersatz für Charakterstudien, auch anhand zweier Passagen aus einem Gegenwartsroman (Würger, "Stella"), der Körper als politischer Ort, der beschriebene Körper als Objekt, entlang von traditionellen Geschlechterlinien. Der Missbrauch von Krankheit als Metapher, unsere Grenzen und Unfähigkeiten, als able-bodied Autor*innen über Körper außerhalb der Norm zu schreiben. Die Verwurstung von Körpern im Krimi, das Gelingen von Körperbeschreibung in Heinrich Manns "Der Untertan", und ein Exkurs zur österreichischen Fernsehserie "Kottan ermittelt", wo der Dezernatsleiter Schremser, gespielt von Walter Davy, ein Bein verloren hat und auf Krücken geht, dies aber nicht als Quelle von Komik oder Rückschluss auf seinen Charakter benutzt wird (ein kurzer Ausschnitt über die Köperlichkeit von "Kottan ermittelt", wo Davy am Ende ins Bild kommt:
https://youtube.com/watch?v=3_YtiJjGypQ…). | |||
| Adventskalender 22 | 22 Dec 2024 | 00:08:10 | |
Im großen Jahresend-Kalender von "sexy & bodenständig" diskutieren wir diesmal nicht die Schreibweisheiten internationaler Klassiker*innen, sondern Tipps, die uns Kolleg*innen geschickt haben. Jeden Tag mindestens eine Einsicht oder Ansicht übers Schreiben, direkt aus dem Arbeitsalltag: Alles, was beim Schreiben entlastet, oder was hilft zu verstehen, warum es manchmal nicht so einfach ist. Heute: Claudia Schumacher | |||
| Folge 69: Hilfe | 01 Feb 2022 | 00:46:08 | |
Warum lassen wir uns nicht helfen, warum ist es so unheimlich, Hilfe anzunehmen, warum glauben wir, Probleme selbst lösen zu müssen? Wir sprechen übers Behelligen, über Vertrauen, über das Abwägen von Selbstermächtigung auf der einen und Austausch auf der anderen Seite. Darüber, wie wir unsere Schreibreise von sozialer Kontrolle zu "Lass uns über mein Buch reden" aufgewertet haben. Die Silikonfuge als Metapher. Und von den Rahmenbedingungen, unter denen Hilfe unter befreundeten Kolleg*innen gelingen kann. | |||
| Folge 68: Liebe | 06 Jan 2022 | 00:50:19 | |
Jahresanfangsfolge! Mit guten Wünschen und mittelguten Vorsätzen (Hinweis: Der Text von Till darüber, wie lange man einander noch Frohes Neues Jahr wünschen kann, wurde, wie prognostiziert, unmittelbar nach der Podcastaufnahme von der Webseite http://SZ-Magazin.de noch einmal "hochgezogen"). Alenas guter Vorsatz ist, dieses Jahr ein Buch zu schreiben. Tills ist, dieses Jahr nur ein Buch zu schreiben. Spaß!
Das Thema aber ist Liebe, und zwar im Sinne der Lassie Singers. "Liebe wird oft überbewertet". Oder, wie Alena sagt: "Ich finde Liebe schwierig." Im Sinne von: Muss man immer eine Liebesgeschichte einbauen? Wie wichtig ist Liebe als Thema und Plot-Treiber für den anspruchsvollen Unterhaltungsroman? Warum stellen sich uns bei dem Thema die Nackenhaare auf? Wie schön es ist, aus Versehen über Liebe zu schreiben, über andere Liebe zu schreiben als die romantische. Oder warum wir Katastrophen mögen, die aus Verliebtheit entstehen (in Texten). Wie schreibt man sich drum herum, eine Liebesgeschichte zu erzählen? Ist Schreiben, sich um Dinge, die man nicht erzählen will, herumzuschummeln? Und warum sieht das Paar in den Siebziger-Jahre-Cartoons "Liebe ist ..." wie nackte Kinder aus? Mit dabei: Die tabulose Backshop-Kette, Alexander aus der 7b und Ari aus "Liebesleben" von Zeruya Shalev.
Hier ist der Song von den Lassie Singers:
https://youtube.com/watch?v=OeGDWslBLq0 | |||
| Folge 67: Wegschmeißen | 17 Dec 2021 | 00:49:29 | |
Nachdem wir einander zu kurzen Jahresrückblicken gezwungen und Jahresrückblicke zu Teufelszeug erklärt haben, widmen wir uns dem Thema Wegschmeißen & Neuanfangen: Wie geht das eigentlich und warum macht man das, ein Projekt abbrechen und nochmal von vorn anfangen? Wie unterscheidet man den normalen Dauerzweifel vom entscheidenden, Wegwurf auslösenden Großzweifel?Alena berichtet aus dem Nähkasten, also über neue Entwicklungen ihres aktuellen Projekts. Bitterkeit und Euphorie des noch einmal Anfangens: Wir fragen uns, ob man zum Wegschmeißen vielleicht Rituale bräuchte, ob man eine Pause macht vorm Neuanfang oder gleich wieder auf den Text steigt. Das harte Thema beginnt ab Minute 10:00, vorher gründen wir ein Start-up und lassen die Karriere von Henri Nannen Revue passieren. | |||
| Folge 66: Stress | 06 Dec 2021 | 00:57:20 | |
Im Prolog der Folge sprechen wir über die Beatles-Dokumentation: "Get Back" und der kreative Prozess, und warum Till die Beatles traurig machen und Alena im Gegenteil. Unbedingte Empfehlung: die Hamburger-Beatles-Touren von Stefanie Hempel, mit Ukulele:
http://hempels-musictour.de/en/.
Mit einem aktuellen Einschub über Zapfenstreiche und dass Alena sich "Simply the Best" von Tina Turner wünschen würde zum Abschied. Ab der Marke 12:00 sprechen wir über Stress: positiven und negativen, wenn Alltagsstress den Schreibstress überlagert. Alenas stresst der Gedanke, ihre Kreativität könnte erschöpflich sein, Till stresst Fensterpost. Mögliche Auswege für kreativen Stress (zum Beispiel, sich möglichst kleine Aufgaben vorzunehmen oder sich sogar das Nachdenken als Termin in den Kalender einzutragen), das Problem, nie Gedankenfeierabend zu haben, Abschalten mit Schreibratgebern, der Wunsch nach Kärchern und Motorsägen.
Das Buch, über das Till rantet, heißt "Bird By Bird: Some Instructions On Writing and Life," von Anne Lamott.
TW Ejakulation ab 25:00, AIDS-Krise ab 34:00. | |||
| Folge 65: Das verdammte zweite Buch | 26 Nov 2021 | 00:58:19 | |
Ist es nur ein Mythos oder die Wahrheit, dass das zweite Buch besonders schwierig ist? Jedenfalls quälen sich viele damit. Wir reden darüber, wie und und warum es uns so geht und so ging, und dass es erleichternd war zu erfahren: Es ist ein verbreitetes Phänomen. Das sogar statistisch untersucht wurde (https://economist.com/graphic-detail/2021/07/16/is-the-myth-of-the-difficult-second-novel-fact-or-fiction…). Reiben sich die Feinde eigentlich die Hände, wenn das zweite Buch misslingt? Wie fühlt es sich an, dazu zu lernen, auch über sich selbst? Hat man unter Umständen nur einen begrenzten Vorrat sich dann eben wiederholender Ideen? Wir sprechen über den Moment des Plötzlich-Drüber-Nachdenkens beim zweiten Buch, den Drahtseilakt, und Alena ("die mit dem Buch") zitiert einen Satz, der das Problem am Ende wohl gut auf den Punkt bringt und der zugleich sehr entlastend ist (etwa ab Minute 30).#
TW: Außerdem machen wir einen größeren und dornigen Umweg dahin, wie Hitlers zweites Buch hieß, und warum es zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurde. | |||
| Folge 64: Konzentration | 20 Nov 2021 | 00:50:37 | |
Nachdem wir Tipps ausgetauscht haben, wie man es vermeidet, beim Online-Banking den Kontostand zu sehen, sprechen wir über eine der Grundvoraussetzungen fürs Schreiben: Konzentration. Und darüber, wie es ist, wenn man sie einfach nicht hat oder findet. Wegen Unlust, Müdigkeit, Selbstzweifeln, oder weil andere Dinge einfach interessanter sind. Alena beginnt sich eher planmäßig in den Bereich der Konzentration, Till versucht, sein Konzentrationsvermögen durch Zwischendurcharbeiten zu überlisten. Wir tauschen uns über Konzentrations-Apps und -Add-Ons wie Quietly, Freedom und andere aus und über die Unmöglichkeit, in Cafés zu arbeiten, ohne über sich selbst nachzudenken.
Disclaimer: keine Podcast-Folge über ADHS bei Erwachsenen, hier sind wir weder betroffen noch kennen wir uns aus. | |||
| Folge 63: Lesungen | 07 Nov 2021 | 01:07:26 | |
Wer schreiben will, muss lesen. Oder darf! Wir sprechen über das an sich bizarre Rituale des öffentlichen Vorlesens gedruckt vorliegender Texte durch ihre Autor*innen. Und warum wir Lesungen dennoch besonders lieben. Über mit oder ohne Moderation, über Gimmicks, Mikrofone und Menschen, die in der ersten Reihe ruhig schlafen sollen. Den richtigen Augenblick für Applaus, Punkt hinterm Namen ja oder nein, und die Frage, ob das vorgelesene Werk nicht ein ganz anderes ist als das hingeschriebene. Und über legendenumwitterte Halsketten und geheime Schafe. | |||
| Folge 62: Dankbarkeit | 16 Sep 2021 | 00:52:43 | |
Erstmal sind Alena und Till den wütenden E-Bike-Fahrern vom Darß dankbar, weil diese ihnen bei der Schreibreise einen gemeinsamen Feind beschert haben und die Reise so womöglich zu einem kreativen Erfolg gemacht haben. Es gibt viel darüber zu sagen, warum Dankbarkeit wichtig ist, und wie sie sich zum Beispiel in der, aha, Danksagung am Ende von Büchern ausdrückt. Warum haben eigentlich manche Bücher welche und andere, vor allem, literarische nicht? Wir greifen eine Beobachtung von Berit Glanz über die Danksagung als Sichtbarmachen von Zusammenarbeit auf und sprechen anhand der Danksagung von Tills neuem Roman „Hausbruch“ übers Dankesagen und über die großen, kleine, informellen, offiziellen und unsichtbaren Netzwerke und Dörfer, die es fürs Schreiben eines Buches braucht. Dabei erwähnen wir unter anderem den Newsletter von Magdalena Birkmann: https://magdarine.substack.com. | |||
| Folge 61: Klischees | 02 Sep 2021 | 00:59:44 | |
Das größte Klischee von allen ist, dass wir am Anfang wieder nur übers Essen reden. Dann geht es um Happy-Ends und Happy-Fortsetzungen, vor allem aber: Wie gehen wir mit Klischees um? Welche stören uns besonders, welche finden wir erträglich oder sogar schön, was ist das politische und was das handwerkliche Problem mit Klischees? Was passiert, wenn man sich zu sehr bemüht, Klischees zu vermeiden? Wie entstand das manic pixie dream girl und wie werden wir es wieder los? Was ist das Besondere am Umgang von "Allegro Pastell" mit Klischees, und wie benutzen wir Klischees in "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" und "Treue Seelen"? Gibt es Krimi ohne Klischee? Was denkt sich James Corden? Und wird Alena für uns an der Heißen Hexe in Mecklenburg-Vorpommern 10 Prozent Verletzungsrabatte klarmachen? | |||
| Folge 60: Nebenfiguren | 26 Aug 2021 | 00:40:41 | |
Diesmal mit wenig Nebengeräuschen und vielen Nebenfiguren: Wir sprechen über jene Personen in unseren Texten, die nicht die Hauptrollen spielen, die aber sehr wichtig für die Texte sind. Warum eigentlich? Was fügen Nebenfiguren dem Text hinzu, und warum lohnt es sich, sich ihnen besonders hingebungsvoll zu widmen beim Schreiben? Die Antwort liegt irgendwo zwischen Slapstick und Pathos. Wir klären, warum es besonders viel Spaß macht, Nebenfiguren zu schreiben, warum man über Nebenfiguren mindestens so viel weiß wie über Hauptfiguren, aber weniger davon aufschreibt, und wie sie sich manchmal beim Schreiben verselbständigen, bis sie, Vorsicht catch phrase, zur "heimlichen Hauptfigur" werden. Leider werden wir hierüber immer hungriger, weil wir eingangs die Metapher Vorspeise-Hauptspeise-Nachtisch eingeführt haben, mit der Hauptfigur als Hauptgericht mit Sättigungsbeilage, sodass wir am Ende furchtbaren Hunger hatten. Lieber Essen vorm oder beim Hören! | |||
| Adventskalender 21 | 21 Dec 2024 | 00:13:18 | |
Im großen Jahresend-Kalender von "sexy & bodenständig" diskutieren wir diesmal nicht die Schreibweisheiten internationaler Klassiker*innen, sondern Tipps, die uns Kolleg*innen geschickt haben. Jeden Tag mindestens eine Einsicht oder Ansicht übers Schreiben, direkt aus dem Arbeitsalltag: Alles, was beim Schreiben entlastet, oder was hilft zu verstehen, warum es manchmal nicht so einfach ist. Heute: Katja Scholtz, Nefeli Kavouras und Verena Carl | |||
| Folge 59: Schuldgefühle | 12 Aug 2021 | 00:43:41 | |
Folge 59: Schuldgefühle
Zwei flächige Gesichter tanken Super: Wir reden nur kurz über biometrische Passbilder und widmen uns dann ganz unserem großen Thema Schuld. Genauer: Wem gegenüber, wie und warum wir vorm und nach dem Schreiben Schuldgefühle haben. Was sagen unsere inneren Stimmen, wenn sie uns Schuldgefühle machen, und wie klingen sie dabei? Kann nur das Schreiben an sich als schuldlose Zone gelingen, und alles drum herum ist schuldbelastet? Schuld als Motor und Hindernis, Schuld der Familie gegenüber oder jenen, über die wir schreiben: Empfinden Autor*innen besonders viel Schuld, weil die Grenzen zwischen Arbeit, Privatleben und Psyche so verschwimmen? Wir sprechen in diesem Zusammenhang unter anderem über Nava Ebrahimis Auseinandersetzung mit Schreiben und Muttersein in „Der Standard“:
https://www.derstandard.at/story/2000128733325/nava-ebrahimi-ueber-das-muttersein-bevor-der-morgen-graut
Und über Kristen Roupenians Geschichte „Cat Person“, genauer gesagt die Diskussion darüber, dass die Journalistin Alexis Nowicki sich in diesem short story hit wiedererkannt hat:
https://www.newyorker.com/magazine/2017/12/11/cat-person
https://slate.com/human-interest/2021/07/cat-person-kristen-roupenian-viral-story-about-me.html
Gewidmet ist die Folge Thomas Hoeps, mit Dank für die wunderbaren Tassen!
https://www.thomas-hoeps.de | |||
| Folge 58: Kontrolle | 24 Jun 2021 | 00:48:26 | |
CN: Drogen
Vielleicht eines der zentralen Themen beim und nach dem Schreiben: die Kontrolle behalten, verlieren, abgeben, delegieren. Oder vielleicht sogar schon viel früher? Wir notlanden den Jumbo und stellen fest, dass wir beide große Angst vor Kontrollverlust haben. Und sind sehr überrascht, dass wir unterschiedliche Schlüsse daraus ziehen: Alena berichtet über Schreiben als Erfahrung, zunehmend die Kontrolle zu gewinnen, Till erlebt den Schreibvorgang hingegen als fortlaufenden Prozess des Kontrollverlusts. Wir sprechen über gemeinsame Drogenerfahrungen und darüber, was Kontrolle mit Glück zu tun hat.
A propos, Veranstaltungshinweis: Am Mittwoch, dem 18.08., ist in Berlin im Pfefferberg-Theater sexy & bodenständig live auf der Bühne, Alena moderiert die Buchpremiere von Tills "Treue Seelen", Karten: https://pfefferberg-theater.de/spielplan/kalender/ | |||
| Folge 57: Die Heldinnenreise | 14 Jun 2021 | 00:50:07 | |
Nachdem wir uns jahrelang angehört haben, wie wichtig, vielleicht sogar unverzichtbar die Heldenreise als Plotstruktur für mehr oder weniger jede handlungsgetriebene Erzählung ist, freuen wir uns über unsere Begegnung mit der Heldinnenreise: Wir sprechen über Gail Carrigers Buch „The Heroine’s Journey“ und die zentralen Ideen dieser ebenfalls auf Fabeln und Mythen basierenden Plotform. Es geht bei der Heldinnenreise im Unterschied zur Heldenreise nicht um heroische Selbstaufopferung, sondern darum, dass die Heldin Gemeinschaft und Verbindung findet und ihr Netzwerk bis zum Schluss intakt hält und ausbaut. Wobei Gail Carriger eine klare Unterscheidung zwischen Geschlechterstereotypen und Gender macht: Harry Potter ist eine Heldinnenreise, zum Beispiel, und der erste Wonder-Woman-Film ist eine Heldenreise. Wir reden darüber, wie wir unsere aktuellen Bücher einordnen, und warum und wie uns die Heldinnenreise bei den Romanen hilft, an denen wir gerade schreiben.
Gail Carrigers Buch gibt es hier für 7 Euro als E-Book:
https://www.genialokal.de/Produkt/Gail-Carriger/The-Heroines-Journey-For-Writers-Readers-and-Fans-of-Pop-Culture_lid_43463211.html?storeID=scheven
Für 16 Euro als Taschenbuch:
https://www.bookdepository.com/Heroines-Journey-Gail-Carriger/9781944751340?ref=grid-view&qid=1623598213386&sr=1-1
Ihre Homepage:
https://gailcarriger.com
Und einige ihrer Romances sind auf Deutsch bei Blanvalet erschienen:
https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Gail-Carriger/p378065.rhd | |||
| Folge 56: #writerslife | 28 May 2021 | 00:58:36 | |
Warum blutete Hemingway am Schreibtisch, warum forderte Rilke einen jungen Dichter zu „write or die“ auf, und warum immer alles in Courier? Wir sprechen über die Ästhetisierung der Schreibarbeit, wie sie nicht zuletzt auf Instagram unter dem Hashtag writers life gefeiert wird. Der schmale Grad zwischen Ermutigung, Empowerment und Destruktivität: Woraus bestätigt diese Ästhetik, funktioniert sie als Motivation oder macht sie sie im Grunde unmöglich? Wir reden über Schreibwaren, aber auch über #writerslife als Rechtfertigung von Arschlochverhalten einerseits und Community andererseits. Und über das Kreativitäts- und Cringe-Fest, das Autor*innen-Videos sind.
Mit negativen und positiven Insta-Beispielen, die wir, zur Veranschaulichung, hier versammelt haben:
https://tillraether.wordpress.com/2021/05/28/eine-kleine-materialsammlung-zu-folge-56-von-sexy-bodenstandig-writerslife/.
Hier gibt es mehr darüber, dass und warum Till nicht der einzige ist, der gelbe US-Jurablöcke zum Schreiben braucht:
https://www.penguin.co.uk/articles/2020/november/yellow-legal-pad-writing-tips-obama.html.
Das Video von Kathrin Passig, von dem Alena erzählt, ist hier zu finden:
https://www.youtube.com/watch?v=rhtK96oGdRI
Der Instagram-Account, den wir kreativ und zugleich lebensnah und ermutigend finden, ist der von Shannell A: https://www.instagram.com/4everleereads/ | |||
| Folge 55: Neid | 20 May 2021 | 00:45:55 | |
Wir reden übers Wetter! Oder ist das Wichtige, dass man Licht erzählt oder die Abwesenheit von Licht? Bevor wir auf Neid kommen, gibt es einen kleinen Exkurs zu Gail Carriger und ihrem Buch "The Heroine's Journey", also die Heldinnen-Reise, Familie und Zusammenhalt, vielleicht der einzige sinnvolle kleine Exkurs zu einem Schreibratgeber, den wir bisher hatten. "Treue Seelen" als Parodie einer Heldenreise, und warum wir beide jetzt eine Heldinnen-Reise schreiben. Vor allem aber eben: Worauf und worüber wir neidisch sind, vom Autor*innenfoto bis hin zu bestimmten Erfolgen. Warum das nicht unbedingt Missgunst sein muss, und wie sich manchmal der tiefste Neid an den kleinsten Dingen entzündet (Stichwort Lesebändchen) und wie man damit damit umgeht. Und warum das Thema so unangenehm und doch so allgegenwärtig ist, wenn es ums Schreiben geht. | |||
| Folge 54: Entwicklung | 13 May 2021 | 00:51:01 | |
Die Frühjahrspause ist vorüber: Wir sprechen über Entwicklung und haben dabei eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht: Wir werden uns nicht wie angekündigt nun länger mit "Das Geisterhaus" von Isabell Allende beschäftigen, weil wir uns wider Erwarten wegentwickelt haben von diesem Buch, zu sehr, um es überhaupt zuende zu lesen. Die gute: Wir werden uns nicht wie angekündigt ... usw. Wir sprechen, wie das Verhältnis zu anderen und eigenen Texten sich entwickelt, ob wir unsere eigenen Texte wiederlesen, was wir heute anders machen würden, wie Figuren sich entwickeln, und warum wir schon wieder einen fertigen Podcast weggeschmissen haben. | |||
| Folge 53: Warten | 16 Apr 2021 | 00:48:25 | |
Warum Warten zum Schreiben, zum Schreibenwollen, zum Geschriebenhaben gehört: Wir sprechen übers Warten auf die Inspiration und übers Warten auf das fertige Buch, und besonders: übers Warten auf Feedback-Anrufe. Was kann man tun, um währenddessen nicht die Wände hochzugehen? Aushalten oder nachhaken, das alte Dilemma, und die Frage: Zen-Modus oder radikale Empathie? Und: lohnt es sich eigentlich auf die Dauer, ein*e geduldige*r Autor*in zu sein? | |||
| Folge 52: Träume | 08 Apr 2021 | 00:49:08 | |
Nachdem wir geklärt haben, für welche Unfälle das Design von Fritz-Boxen verantwortlich ist, sprechen wir über Träume vom und beim Schreiben: Wovon wir geträumt haben, als wir mit dem Schreiben anfingen, warum und wie unterschiedlich dafür Isabel Allende und "Das Geisterhaus" für uns wichtig waren. Aber auch: Warum wir Träumen in der Erzählung misstrauen, und wo erzählte Träume vielleicht doch gelingen. Und: Ob und wie Träume wichtig dafür sind, was und wie wir schreiben. | |||
| Folge 51: Schreiben mit und über Depression | 21 Mar 2021 | 00:51:16 | |
Weil diese Woche Tills Essay "Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben?" erscheint, sprechen wir darüber, wie es ist, mit und über Depression zu schreiben. Also, im Grunde befragt Alena Till, der versucht, darüber Auskunft zu geben, warum es ihm leichter fällt, mit Depression einen Roman zu schreiben, als einen Brief zu verschicken, und über einige andere verwandte Probleme. Die beiden Bücher, die Till erwähnt, sind: "Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata, übersetzt von Ursula Gräfe (Aufbau), oder, preiswerte, aber englische Alternative: "Convenience Store Woman", übersetzt von Ginny Tapley Takemori (Granta). Sowie, nur auf Englisch: "There's No Such Thing As An Easy Job" von Kikuko Tsumura, übersetzt von Polly Barton (Bloomsbury). | |||
| Folge 50: Schreibtipps | 14 Mar 2021 | 01:35:17 | |
Das große Jubiläum! Seit 50 Folgen versuchen wir, uns und andere Schreibende zu entlasten, und zur Feier des Tages stellen wir heute 50 Schreibtipps berühmter Autor*innen auf die Probe: von A wie Antonia Baum bis Z wie Zadie Smith. Falls ihr das nach- oder mitlesen möchtet: Alle 50 Tipps findet ihr auf Tills Webseite:
https://tillraether.wordpress.com/2021/03/13/50-schreibtipps-aus-sexy-bodenstandig/
Dort ist auch das Buch von Ilka Piepgras verlinkt und der Twitter-Account von Jon Winokur, von dem wir viele Zitate verwenden. Den Thread von Chuck Wendig mit „sanften Schreibtipps“ findet ihr unter: https://twitter.com/ChuckWendig/status/1355181079838285834
Nächste Woche sind wir mit einer regulären Folge zurück, als ruft an, fragt nach oder schlag vor, wenn ihr mögt: 0176/1547373. Es gibt Fan-Merch, das in einen Briefumschlag passt. | |||
| Adventskalender 20 | 20 Dec 2024 | 00:07:55 | |
Im großen Jahresend-Kalender von "sexy & bodenständig" diskutieren wir diesmal nicht die Schreibweisheiten internationaler Klassiker*innen, sondern Tipps, die uns Kolleg*innen geschickt haben. Jeden Tag mindestens eine Einsicht oder Ansicht übers Schreiben, direkt aus dem Arbeitsalltag: Alles, was beim Schreiben entlastet, oder was hilft zu verstehen, warum es manchmal nicht so einfach ist. Heute: Elfi Conrad und Elias Hirschl | |||
| Folge 49: Neu anfangen | 07 Mar 2021 | 00:41:17 | |
Zuerst in Bestseller-News: Studiert Alena Bücher, die vor ihr auf der Bestseller-Liste sind, um sich Tricks abzuschauen? Wie und warum hassen wir "Breakfast Club"? Wie missgünstig ist Alena eigentlich? Kauft Alena noch bei der Fa. Rossmann? Ist Elon Musk ein verdammt guter Autor? Danach sprechen wir über das Thema Neu anfangen: Wann und wie kommt man an den Punkt, einen Roman noch einmal neu anzufangen? Schmeißen wir weg, oder machen wir anders? Wie schreibt man Personen raus? Was hat es eingentlich mit dem sagenumworbenen "first draft" und dem Kult darum auf sich? "Writing is rewriting", stimmt das, und warum fühlen wir uns unzulänglich, wenn das bei uns nicht so ist? Gibt es bei uns überhaupt zweite oder dritte Fassungen? Schreibt Alena jetzt eigentlich "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid 2: noch mehr Fenster, noch mehr Abendlicht, noch mehr Kleid", und wie fängt Till "aus Versehen" mit dem Schreiben eines neuen Romans an? | |||
| Folge 48: Männer und Frauen | 28 Feb 2021 | 01:05:27 | |
Wir feiern weiter: Alenas Transformation von einer Bestseller-Autorin zu DER Bestseller-Autorin (Platz 2, Baby!). Wie wir die Genese ihres Romans „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ im Podcast seit 2018 begleitet haben, und ob sie schon ausgefeiert ist (TW: ca. Minute 4 bis ca. Minute 7:15 Witze über Ejakulationen und Penisse). Wir beantworten einige Fragen und Anregungen von Hörerinnen, unter anderem über gendergerechtes Schreiben, Übersetzungen, Selbst- und Fremdwahrnehmungen und anderes. Unser Hauptthema: Sexismus und Misogynie in der Entstehung und Wahrnehmung von Literatur, unterschiedliche Maßstäbe an und Einordnungen von weiblich oder männlich gelesenen Autor*innen, ausgehend von diesen drei Texten bzw. Interviews von und mit Nicole Seifert, Antonia Baum und Tanja Dückers:
https://www.54books.de/schweig-autorin-misogynie-in-der-literaturkritik/
https://www.deutschlandfunk.de/kulturdebatten-abseits-des-feuilletons-misogynie-in-der.807.de.html?dram:article_id=493001
https://www.deutschlandfunkkultur.de/sexismus-im-literaturbetrieb-die-subtile-machtausuebung-der.1005.de.html?dram:article_id=418549
Darüber diskutieren und ranten wir und kommen u.a. zu dem Ergebnis, dass wir uns auf einen Machtwechsel in der Wahrnehmung von Literatur freuen, zum Beispiel dadurch, dass immer mehr Menschen alternative Empfehlungsformate wie etwa Magda Birkmanns Newsletter auf Substack wahrnehmen (https://magdarine.substack.com/people/4084-magda-birkmann).
Habt Ihr Fragen oder Anregungen? Ruft an unter 0178/1547373. | |||
| Folge 47: Schluss | 31 Jan 2021 | 00:37:19 | |
In unserem Bestseller-Podcast feiern wir erst Alenas Erfolg von "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid", komplett mit Beckerfaust und Verwünschungen, sprechen über nachdenkliche Fernsehbilder von Autor*innen, die Nachteile der Elbe und wenden uns dann dem Thema Schluss machen zu: Wann beendet man eigentlich ein Manuskript, und vor allem, wie? Till liegt in den letzten Zügen mit der Rohfassung vom aktuellen Danowski und schreibt die letzte Szene zwischendurch, Alena nähert sich ihr chronologisch. Wie ist es, wenn das Ende irgendwann in Sicht- oder Griffweite ist? Braucht man eine Vorstellung vom Ende als Fluchtpunkt oder Fahne am Horizont? Welche Bedeutung haben letzte Sätze und warum fallen uns (fast) keine mehr ein, die wir mal gelesen haben? Haben womöglich letzte Orte eine viel größere Bedeutung, sei es der Flughafen Tegel oder der Parkplatz hinter einer Kurklinik? Nicht zuletzt (sondern mittendrin) offenbaren sich auch noch menschliche Abgründe, die mit Tills 50. Geburtstag zu tun haben, und am Ende freuen wir uns über vier wunderbare Anrufe. Habt ihr Fragen oder Anregungen? Ruft an unter 0178-1547373. | |||
| Folge 46: Produktivität | 24 Jan 2021 | 00:47:00 | |
Alena hat ein neues Hobby und berichtet vom Häkeln, nicht zuletzt davon, dass sie noch am Probestück ist, damit sie beim eigentlichen Stück nicht mehr so viele Fehler macht: selbst bei unseren Hobbys streben wir also nach Produktivität. Mit einem Schlenker nach früher führen wir das teilweise auf unsere Schulzeit zurück, zumindest die Suche nach Anerkennung. Kurz, es geht um das Gefühl: Es muss doch unbedingt etwas bei allem raus- und rumkommen. Egal, ob wir hobbylos eine Pandemie durchleben, oder, ob wir Schreiben. Unproduktiv sein können wir eigentlich nur mit therapeutischer Hilfe, stellen wir fest. Till löst das Mysterium der 10 bis 20 Seiten am Tag, Alena das der 25 Seiten im halben Jahr. Und warum es mal in die eine und mal in die andere Richtung geht, und warum wir beide es nicht aushalten, uns nicht zu vergleichen oder uns nicht irgendwie unter Druck zu setzen. Alena träumt von den kreativen Ritualen von Gertrud Stein (Alice B. Toklas treibt einem Kühe ins Blickfeld), beide träumen wir von dem Moment im Schreiben, wenn die Dinge ab der Hälfte oder dem letzten Drittel leichter werden. Warum viel Schreiben womöglich ein großes Übel für uns alles ist, und warum wir die Produktivität vielleicht auch als etwas Toxisches sehen sollten, und stattdessen sollte man die Unproduktivität verherrlichen. Plus: die Lottogewinn-Fantasie, skatologische Metaphorik, Versuche von Selbstlob, und warum Till nicht auf Alena hören soll.
S&B-Hotline für Fragen, Themenvorschläge, Lob und Tadel: 0178-1547373 | |||
| Folge 45: Alenas Buch erscheint | 20 Jan 2021 | 00:46:42 | |
Über zwei Jahre haben wir auf "sexy & bodenständig" über die Entstehung unserer Romane "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" (Alena) und "Treue Seelen" (Till) gesprochen, und weil Alenas am 20. Januar erscheint, widmen wir diese Folge ihr und ihrem Buch. Till hat sich wie ein echter Interviewer ungefähr zehn Fragen zwischen Spielfeldrandinterview ("Wie fühlt sich das an?"), Retrospektive ("Würdest du was anders machen?") und Journalistenschul-Interview-Training überlegt (so tun, als wäre das Interview vorbei, und die andere Person weiterreden lassen). Am Ende beantworten wir dazu passend einen Themenvorschlag von Nico Lindner, nämlich über die Frage, wann der passende Moment ist, um endlich die Vorbereitung loszulassen und mit dem eigentlichen Schreiben anzufangen.
Die Nummer direkt in die Schaltzentrale von sexy & bodenständig ist nach wie vor 0178-1547373. Ruft an, stellt uns Fragen und gewinnt eine Tasse. | |||
| Folge 44: FAQ | 30 Dec 2020 | 00:43:11 | |
Wir sprechen über Topfsets und wie immer über Wollschweine und wenden uns dann zum Jahresabschluss der Beantwortung jener 10 Fragen zu, die uns immer wieder gestellt werden:
1. Warum redet Till so viel?
2. Wie macht ihr das eigentlich technisch?
3. Wie finanziert ihr den Podcast?, bzw.:
4. Warum nehmt ihr kein Geld dafür?
5. Ist der Podcast euer Hobby?
6. Ihr könntet doch mal Gäste einladen, oder?
7. Wie kommt ihr auf die Themen?
8. Werden euch die Themen irgendwann ausgehen, und ist mit Folge 50 womöglich Schluss?
9. Kann ich auch so eine Tasse?
10. Wieso muss ich bei euch auf den Anrufbeantworter quatschen wie so ein Steinzeitmensch?
A propos: Ab Montag, den 4. Januar 2021, 10 Uhr, ist der sexy & bodenständig-Anrufbeantworter wieder aufnahmebereit und erreichbar unter 0178-1547373. | |||
| Folge 43: Dialoge | 21 Dec 2020 | 00:49:33 | |
Bevor wir uns dem Thema Dialoge zuwenden, klären wir Zubettgehzeiten, Schaumbäder und Jahreshoroskope („im Hintergrund ziehen eh die Steinböcke die Strippen“). In Wahrheit aber geht es um Dialoge als Füll- und Verschiebemasse, als Kunstform und Notwendigkeit: Dialoge zur Figurenzeichnung und als Vibecheck gut, als Informationsforum aber denkbar unangenehm (hier wie immer ausführliches „Tatort“-Bashing). Wie behält man aber den Überblick als Leser*in darüber, wer gerade spricht? Ist es eigentlich erlaubt, irgendwelche anderen Wörter als „sagen“ fürs sprechen von Romanfiguren zu verwenden? Wie gehen wir mit Dialekten oder Idiomen um, und was passiert, wenn eine Figur eine zu individuelle Redeweise hat? Diese und ähnliche, von Joa Bothe angeregte Überlegungen, werden abgebunden durch den exklusiven Abspann von unserem Twitter-Guru
@BerlimOlivian
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| Folge 42: Genres | 12 Dec 2020 | 00:46:57 | |
Wir reden erst über Friseurbesuche und dann vor allem über das Hauptthema: Genres. Also: ein tassensparendes Thema von uns, weil wir agitiert sind. Darüber, dass Genres unterschätzt und umso mehr verachtet werden, wenn sie weibliche gelesen werden. Wobei, Bücher, die nur daraus bestehen, dass Tonbänder abgetippt werden, sind irgendwie auch nervig. Helmut Schmidt wurde nicht hart genug beerdigt. So wie der Brauch, sich an den Genretiteln in Verlagsvorschauen abzuarbeiten und dann zu dem Schluss zu kommen, der "Frauenroman sei die Stütze des Patriarchats". Auch über das verletzende Genre True Crime ärgern wir uns, aber wir preisen auch wieder ganz ordentlich: Sandra Beck, Meike Werkmeister, Denise Mina, Zoe Beck, Western, Ritterromane, Arztromane, Elternromane und Alenas Haarschnitt.(Korrektur, auch bei Till vielleicht bisschen Arroganz gegenüber gewissen Genres: "Der Arzt am Scheideweg" ist ein Theaterstück von George Bernhard Shaw und kein deutscher Arztfilm aus den 50ern.) | |||
| Folge 41: Ansprüche | 06 Dec 2020 | 00:51:33 | |
Wir sprechen über Ansprüche und darüber, wie sie sich beim Schreiben möglicherweise verändern. Oder anpassen. Zuerst aber klären wir nach zweieinhalb Jahren noch einmal die Frage, wer nun eigentlich sexy und bodenständig ist von uns, nämlich niemand, sondern woher der Name wirklich kommt, und warum der Podcast immer noch nicht "langweilig & prostestantisch" heißt. Dann definieren wir die mittlere Flughöhe unserer Ansprüche, preisen "Vier von fünf Sternen" als Anspruchsziel, sprechen über Ansprüche an Erotik, Spannung, Humor und eben: Anspruch wie in "TV Spielfilm". Über die Unfähigkeit, unsere eigenen Ansprüche der Realität anzupassen, über das Unbehagen als Anspruchseinhaltungsmesser, und darüber, warum und ob T. einen Text von A. nicht gelesen hat. Wir stellen uns der Konfrontation mit dem work in progress: warum es einer Person von uns gelingt, pünktlich das Bestmögliche abzugeben, und warum eine andere von uns bei Projekt A und dessen weniger werdenden Möglichkeiten immer schon von Projekt B träumt. Bonusschleife über Sex vs. Erotik bzw. Sebastian Koch und Kathleen Turner. | |||
| Folge 40: Inspiration | 30 Nov 2020 | 00:47:20 | |
Wir sprechen über Inspiration, also darüber, wie der Geist der Kreativität in uns eindringt und uns zu willenlosen Gefäßen der mehr oder weniger gehobenen Unterhaltungsliteratur machen. Aber weil das Alena zu esoterisch klingt, reden wir vielleicht eher über Anregung, und woher wir sie bekommen. Von bestimmten Menschen? Von Wollschweinen oder Brückeneinstürzen? Wie stellt man die Distanz her, um das vertraute so fremd zu machen dass man es interessant beschreiben kann? | |||
| Adventskalender 19 | 19 Dec 2024 | 00:08:29 | |
Im großen Jahresend-Kalender von "sexy & bodenständig" diskutieren wir diesmal nicht die Schreibweisheiten internationaler Klassiker*innen, sondern Tipps, die uns Kolleg*innen geschickt haben. Jeden Tag mindestens eine Einsicht oder Ansicht übers Schreiben, direkt aus dem Arbeitsalltag: Alles, was beim Schreiben entlastet, oder was hilft zu verstehen, warum es manchmal nicht so einfach ist. Heute: Maike Rasch und Sarah Lorenz | |||
| Folge 39: Arbeitsgeräte | 24 Nov 2020 | 00:57:08 | |
Wir sprechen über Arbeitsgeräte, und Till ist kleinlaut, weil er vorige Woche sein Arbeitsgerät falsch bedient und so die erste Aufnahme zu diesem Thema gelöscht hat. Alena deckt auf, welche Rolle dabei Aberglaube spielt. Und was ist an Arbeitsgeräten eigentlich kein Aberglaube? Was wäre passiert, wenn Kafkas Computer abgestürzt wäre? Wie schön wäre es, eine arbeitsbegleitende Kladde zu haben? Welche Rolle spielen Hintergrundbilder auf dem Desktop, und warum hängen wir immer noch am Word-Dokument? Kann man sich aus den falschen Kreativitäts-Versprechungen der Apple-Welt befreien, oder wird man mit Windows-Laptop automatisch zur BWLerin? All diese Fragen treten jedoch in den Hintergrund, wenn Carmen anruft und die Frage nach der Nachhaltigkeit unserer Bücher aufwirft. Kein Wunder, dass unsere Hotline nun bis nächstes Jahr geschlossen bleibt. | |||
| Folge 38: Aufräumen | 14 Nov 2020 | 00:51:08 | |
Diesmal sprechen wir über Aufräumen, Ordnung, Behalten oder Wegschmeißen. Dahinter steht natürlich die alte Sehnsucht nach dem Loslassen, oder die Unfähigkeit, dies zu tun. Alena findet ein sehr schönes Bild dafür aus ihrer Zirkusvergangenheit. Till schaut einer Kiste mit alten Manuskripten auf dem Weg zur Müllverbrennungsanlage nach. Aber was und warum sollte man überhaupt aufheben? Wo endet das Archiv und wo beginnt die Sentimentalität? Was ist erfreulicher, das Geräusch von Papierstapeln, die in der Mülltonne verschwinden, oder der Anblick von Papierstapeln, die in Ordnern stehen? Und soll man seine Darlings eigentlich wirklich killen oder soll man es lassen? Die Mailbox ist voll bis oben und die Themen sind sicher bis Weihnachten, wir werfen nichts weg. Ruft trotzdem weiter an, wir freuen uns so sehr darüber: 0178-1547373 | |||
| Folge 37: Netzwerken | 31 Oct 2020 | 00:45:47 | |
Wir sprechen darüber, dass man Menschen zur Unterstützung, zum Austausch und zur Anregung braucht, vielleicht auch zum Weiterkommen, vor allem, wenn man allein schreibt und deshalb eher isoliert ist. Aber: Wie furchtbar sind bitte networking events? Warum ist Netzwerken mit Ansage so schwer und löst bei uns Fluchtreflexe aus statt Vorfreude? Wir tauschen Schreckensgeschichten über biografische Netzwerkdesaster und versuchen herauszufinden, wie wir trotzdem uns und andere gefunden haben, wie lange das gedauert hat und warum und wie wir beispielsweise das Wort "Medientreff" hassen. | |||
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