Explore every episode of the podcast Seelenfutter
| Title | Pub. Date | Duration | |
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| Seelenfutter 236: Von eiligen Schritten und einem kühlen Geist. Gedichte von Kobayashi Issa und Christian Morgenstern | 20 Sep 2024 | 00:35:44 | |
Ist es Melancholie oder schmunzelnde Altersweisheit? Mit Issa's Haiku verbinden sich grundlegende Haltungsfragen, die sich aus einer Alltagssituation ergibt, wenn nämlich jemand flugs überholt wird. Ein herbstliches Abendbild. Dabei lässt die maximale Reduktion der Haiku-Technik, ein Gedicht in 17 Silben, reichlich Raum für eigene Ausdeutungen. Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht "Septembertag" von Christian Morgenstern, das ebenso in enorm knapper Form ein intensives Herbstgefühl in Worte bringt, bei dem es um Wahrheit, Leid und Süße geht. Sehr besonders! Dazu gibt es Bibelworte aus der Genesis und nach Johannes. | |||
| Seelenfutter 235: Von Fehltritten und Bekenntnissen. Gedichte von Luis Garcia Montero und Rose Ausländer | 13 Sep 2024 | 00:42:13 | |
Der Standort, den ich habe, ist geprägt von Erfahrung und von Haltung. Luis Garcis Montero dichtet in "Ich bekenne" über Schuld und Befreiung: "Abhängig von einem Fehltritt bin ich..." Ein Gedicht, das auch von der Relevanz von Dichtung erzählt. Groß. Dazu stellen Lyrik-Podcaster Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht "Bekenntnis" von Rose Ausländer. Ein wahrlich starkes statement. Und auch hier spielt die Lyrik eine große Rolle: "...zur Poesie, die das Märchen vom Menschen spinnt". Zwei starke confessions! Dazu gibt es Bibelworte von Paulus. | |||
| Seelenfutter 226 - ein special mit Thomas Andreas Beck: Von vorgesprochenen Worten, von fehlenden Wörtern und einem Haupt-Wort. Gedichte von Peter Turrini, Ernst Stadler und Rose Ausländer | 12 Jul 2024 | 01:04:01 | |
In der ersten internationalen Sonderfolge des Lyrikpodcast Seelenfutter geht es um die Kraft der Sprache. Was sie kann, wo sie versagt, wie sie in uns wächst. Dabei bringt der österreichischen Lyriker und Musiker Thomas Andreas Beck ein sehr besonderes Gedicht von Peter Turrini bei, derart intensiv, auch verstörend, vor allem aber: Ein Weckruf. Die Gastgeber des Lyrikpodcasts Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen dazu "Worte" von Ernst Stadler, ein coming-of-age-Gedicht über Aneignung von Sprache, sowie "Revolte" von Rose Ausländer, von der Bemächtigung, die von Worten ausgeht. Dazu klingen Bibelverse aus den Psalmen, nach Matthäus und aus den Johannes-Briefen. "Heuer", wie es in Österreich heißt, gehts unter die Haut und in den Mut. | |||
| Seelenfutter 136: Von ersterbenden Blättern und einem Pilgerstab, der ausschlägt Gedichte von Erich Mühsam und Elisabeth Barrett Browning | 28 Oct 2022 | 00:40:05 | |
Die Angst vor dem, was kommt, sucht eine Antwort, die wirklich das Herz trifft. Bei Erich Mühsams Gedicht "Angst packt mich an" fließt alle Seelennot in die große Geste einer hingebungsvollen Bitte: "Schütze mich / Stütze mich / Faß meine Hand an / Hilf mir lieben." Großartig! Dagegen spricht Elisabeth Barrett Browning in "future and past" von dem, was sie gefunden hat und was ihr "Siechtum" beendet hatte: das geliebte Du, "der Umgang mit Engeln hat". Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard genießen diese Verse voll Zerbrechlichkeit und Sehnsucht. Dazu gibt es Bibelverse, aus den Psalmen und von Johannes. | |||
| Seelenfutter 135: Von Gewissensfragen und verschlossenen Seelen. Gedichte von Albrecht Haushofer und Else Lasker-Schüler | 21 Oct 2022 | 00:38:05 | |
Schuld - das ist das Thema der beiden Gedichte, die Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter vorstellen. "Schuld" aus den "Moabiter Sonetten" des Widerstandskämpfers Albrecht Haushofer trägt höchste Ethik in sich und öffnet die Tür zur Freiheit. "Schuld" der großartigen Else Lasker-Schüler weiß von den Verstrickungen im intimsten Miteinander zweier Menschen. Beide Gedichte beobachten filigran und legen schonungslos und zugleich zutiefst menschlich frei, was keiner gern sieht. Seeleneinblicke. | |||
| Seelenfutter 134: Von rauhen Früchten und dem Gehen und Bleiben. Gedichte von Richard Dehmel und Shiki | 14 Oct 2022 | 00:44:09 | |
Zwei Herbstgedichte. So tief. So schön. So unterschiedlich. "Ernte" von Richard Dehmel zeichnet eine Skizze unterm Nußbaum, im melancholischen Rückblick auf das Jahr, und bewegt von einer reifen Nuß. Hört selbst! Dazu steht ein Herbst-Haiku von dem wunderbaren Masaoka Shiki, dem vierten großen Meister japanischer Haiku-Kunst. Radikal reduziert, ein Tropfen Tusche, höchstens. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind bezaubert von diesem besonderen Herbst-Klang und finden: Das tut gut, in diesen Zeiten. Gerade mit dem Zusammenklang zum Hohenlied und einem Psalmvers. Seelenfutter eben. | |||
| Seelenfutter 133: Von leuchtenden Blättern und dem Stöhnen der Bäume. Gedichte von Ada Negri und Clara Müller-Jahnke. | 07 Oct 2022 | 00:41:35 | |
Ausgesprochen herbstlich geht es zu, in der aktuellen Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter. "Herbstgedanke" der erstaunlichen italienischen Dichterin Ada Negri füllt das Abschiedliche des Herbstes mit reichlich Sonnenlicht, mild und tröstlich. Clara MÜller-Jahnke, Zeitgenössin und vielleicht auch Seelenverwandte von Ada Negri, dichtet mit "Herbst" eine bemerkenswerte Entwicklung von dunkler Wolkenstimmung hin zu einem Ernte-Dank - wunderbar finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard beide Texte und stellen sie zusammen mit Worten von Paulus und aus den Psalmen. | |||
| Seelenfutter 132: Vom schwermütigen Walzer und gestillten Tränen Gedichte von Charles Baudelaire und Michelangelo Buonarroti | 30 Sep 2022 | 00:41:41 | |
Nachtgedichte, aufwühlend, tröstend, staunend, versöhnend. Die beiden Gedichte vom Lyrik-Podcast Seelenfutter hören in die blaue Stunde hinein und lauschen dann in die Schwärze der Nacht. Baudelaire's "Abendklänge" und "An die Nacht" von Michelangelo Buonarroti stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in Beziehung, auch wenn rund 300 Jahre zwischen den Dichtern liegen. Egal: Den Zauber der Nacht erfassen beide mit unendlich schönen Worten. Dazu Psalmverse. Seelenfutter, auch für dunkle Stunden. | |||
| Seelenfutter 131: Von der Papierform und dem, was am Ende bleibt. Gedichte von George Bernard Shaw und Hoffmann von Fallersleben | 16 Sep 2022 | 00:44:49 | |
Was auf dem Papier besteht, was durch das Papier besteht: Zwei Gedichte der Beständigkeit und der Vergänglichkeit. Der kleine mahnende Text des irischen Schriftstellers George Bernard Shaw "Lass die sich beklagen" steht zusammen mit "Papier ohne Ende" von Hoffmann von Fallersleben. Weil aufklärerische und aufbegehrende Gedichte, feinstes Seelenfutter, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard. | |||
| Seelenfutter 130: Vom Weltenchaos und einem Gottesbeweis. Gedichte von Marie von Ebner-Eschenbach und Max Richard Lessmann | 16 Sep 2022 | 00:41:19 | |
Das Unperfekte steht im Mittelpunkt des aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter, das Leiden an der eigenen Unzulänglichkeit. In "Der Halbpoet" lässt Marie von Ebner-Eschenbach der Ohnmacht freien Raum, das Große zu spüren, aber keine Worte dafür zu finden. Der zeitgenössische Lyriker Max Richard Lessmann kommt vom Selbstzweifel zu einer Art Gottesbeweis, auf dem Weg einer augenzwinkernden Negation - wunderbar. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard spiegeln die Gedichte in Bibelworten aus dem Jakobusbrief und den Sprüchen Salomos. | |||
| Seelenfutter 129: Von leuchtend gelber Freude und einer Blumenerinnerung. Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger und Alexander Puschkin | 09 Sep 2022 | 00:37:33 | |
"Den gelben Astern ein Lied" dichtet die siebzehnjährige Selma Meerbaum-Eisinger, eineinhalb Jahre später wird sie in einem KZ der Nazis zu Tode kommen. Durch die Tristess des Regens hindurch lässt sie es zu, dass Blumen sie tief erfreuen können. "Die Blume" von Alexander Puschkin sinniert dem Leben einer Blume nach, die sich gepresst in einem Buch findet. Zwei bezaubernde Blumengedichte, die je auf die eigene Art tief hinter die Blütenblätter blicken. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen zu diesen Seelen-Texten Bibelworte aus Hiob und von Paulus. | |||
| Seelenfutter 128: Vom Tropfensegen und einer offenen Tür. Gedichte von Wolfgang Borchert und Kristin Jahn | 02 Sep 2022 | 00:37:57 | |
Das Gute im Menschen. Zwei Gedichte singen vom Ringen um das Gute. Wolfgang Borcherts "Versuch es" schreibt vom Sein und von dem Appell, das gut zu sein zu versuchen. Dagegen lässt Kristin Jahn mit dem Gedicht "Sonntagsherz" Gott selbst die eine oder andere ethische Erwartung aussprechen. Dies Maß an Anspruch finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard mal genau richtig und statten ihren Lyrikpodcast "Seelenfutter" noch mit Bibelworten aus dem Hebräerbrief und dem Matthäusevangelium aus. | |||
| Seelenfutter 127: Von dem Wirrwarr der Welt und einer pochenden Sehnsucht. Gedichte von Rose Ausländer und Else Lasker-Schüler | 26 Aug 2022 | 00:40:12 | |
Seh ehrlich sprechen die Gedichte der aktuellen Folge vom Seelenfutter. Die Welt ist nicht in Ordnung, wirklich nicht - eine bestürzend zeitlose Analyse. Aber Empatie lässt sich nicht betrügen, und Liebe hält gegen die bleiernen Schatten kraftvoll dagegen. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard tauchen ein in "Wirrwarr" von Rose Ausländer und "Weltende" von Else Lasker-Schüler. Und stellen Worte aus Johannes und dem Hohelied dazu. Denn die Klarheit hilft zum Leben. | |||
| Seelenfutter 225: Von einem ablaufenden Abend und versunkenen Tagen. Gedichte von Doris Runge und Joseph von Eichendorff | 05 Jul 2024 | 00:36:51 | |
Nachtgedichte von besonderer Magie stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard im Lyrik-Podcast Seelenfutter zueinander: In „wie kino“ entfaltet Doris Runge ein phantastisches Bild einer Abendstimmung, in die selig einzutauchen fast naturgesetzlich scheint. Dazu klingt Eichendorffs „Nachtzauber“, von romantischer Innigkeit und nicht ohne Rührung, wunderschön. Dazu Psalmworte. Wirklich eine Seelen-Wohltat. Ps.: Nachtgedichte gibts auch live: Das Nacht-Seelenfutter im Rahmen der Husumer Kulturnacht, 06.07., 22.45h in der Marienkirche | |||
| Seelenfutter 126 Hochsommer-Spezial mit Björn Högsdal: Von heißen Steinen, bunder Fliegenbrut und einer froschkalten Quelle. Gedichte von Annette Droste-Hülshoff, Max Hermann-Neiße und Georg Britting | 19 Aug 2022 | 00:58:04 | |
Heiß geht's her im Hochsommer-Spezial. Hitze, die kaum noch Freude macht. Als Hochsommergast haben Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard den Poetry-Gottvater Björn Högsdal eingeladen. Träge schmort es so vor sich hin, im "Sommermittag am See" von Max Hermann-Neiße. "Sommer" von der Droste dörrt am Ufer des Bodensees, Björn ist als Jugendlicher in den Gemächern der von Droste-Hülshoff aus und ein gegangen. Georg Brittings "Sommer" überschreitet die Grenze zum Überhitzten am deutlichsten: "Der Sommer ist fürchterlich". Jedes der drei Gedichte kennt aber einen Ausweg, eine lindernde Abkühlung. Tröstlich überhaupt: Es wird ja auch wieder Herbst. | |||
| Seelenfutter 125: Von ewiger Ferne und der schwebenden Waage. Gedichte von Friedrich Hebbel und Maria Luise Weissmann | 12 Aug 2022 | 00:35:27 | |
Die Magie einer Sternennacht, die Weisheit einer Abendstimmung. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard lassen sich im Lyrik-Podcasst diesmal von andächtigen Naturstimmungen tragen: Auf Hebbels "Nachtlied" antwortet "Abend im Frühherbst" von Maria Luise Weissmann. Dazu Bibelworte. Es ist zum in die Sterne schauen.... | |||
| Seelenfutter 124: Von verirrtem Lächeln und heimlichem Lachen. Gedichte von Christian Morgenstern und Hermann Lingg | 05 Aug 2022 | 00:38:01 | |
Ein Lächeln irrt verflogen durch einen lauten Saal - wohin es möchte und wer es verloren hat, darüber sprechen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard im Lyrikpodcast Seelenfutter. "Ein Lächeln irrt verflogen" von Christian Morgenstern macht den Auftakt, Hermann Lingg´s "Kleines Glück" antwortet verschmitzt. Dazu Bibelworte aus der Bergpredigt und den Psalmen - ein Seelenvergnügen. | |||
| Seelenfutter 123: Von warmschwarzen Wunden und bunten Dingen. Gedichte von Janna Horstmann und Rainer Maria Rilke | 29 Jul 2022 | 00:43:19 | |
Sehr besonders, wie Janna Horstmann dreizehn Worte zu einer poetischen Einheit formt. Ein Gedicht, das sich 2021 zu einer Klavierkomposition von Jan Simowitsch formte. Dazu stellen die Lyrik-Podcaster Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das "Gebet" von Rainer Maria Rilke. Gedichte, die zueinander sprechen. Dazu Bibelworte aus Jeremia und den Psalmen. Und am Ende die Musik von Jan Simowitsch aus dem Sundevit-Zyklus, zu der Janna Horstmann unlängst gedichtet hat. Seelennahrung. | |||
| Seelenfutter 122: Von Ferne, von Nähe und dem weißen Haus. Gedichte von Bettina von Arnim und Otto Julius Bierbaum | 22 Jul 2022 | 00:39:59 | |
"Auf diesem Hügel überseh ich meine Welt!" Der Hügel, die Heimat; die Welt, das Ferne. Bettina von Arnim weiß, dass ihre Sehnsucht nur in der Nähe gestillt werden kann. Zu ihrem wundervollen Gedicht stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard im Lyrik-Podcast Seelenfutter "Freundliche Vision" von Otto Julius Bierbaum. Wie eine Antwort auf das Bettinas Sehnen: Er nimmt an die Hand und führt in den Frieden. Seelenfutter vom Feinsten. | |||
| Seelenfutter 121: Von liebenden Widersprüchen und der Heimat der Sterne. Gedichte von Karoline von Günderrode und Jakob Haringer | 15 Jul 2022 | 00:33:29 | |
Wir müssen - wieder! - über Liebe reden! Wie voller Unruhe Liebende sein können! in "Liebe" der jungen romantischen Dichterin Karoline von Günderrode zerreisst es einen förmlich. Dagegen kommt der Vagabund Jakob Haringer in dem hinreißenden "Weißt du's?" an, findet Heimat in dem Moment, in dem alles, wirklich alles stimmt. Hach! Gutes für die Seele, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard | |||
| Seelenfutter 120: Von seliger Hingabe und einer leeren Muschel. Gedichte von Ricarda Huch und Rumi | 08 Jul 2022 | 00:36:58 | |
Wir müssen über Liebe reden. Wieder einmal. Den die Liebe ist die Großmacht des Universums, und damit ein Zentralthema der Lyrik. Ricarda Huch dichtet von tiefer Hingabe, in ihrem Gedicht "Wenn je ein Schönes mir zu bilden glückte". Dagegen klingt das Gedicht "Einer, der aufhört, sich selbst zu sehen" vom mittelalterlichen muslimischen Mystiker Rumi wie ein Grundsatztext, zunächst distanzierter, und dann geht es doch um die Hingabe als Aufgabe des Selbst, um "voll mit Liebe" zu werden. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind begeistert von dieser sehr besonderen Liebeslyrik - tut der Seele gut! | |||
| Seelenfutter 119: Von einem geselligen Schöpfer und der Fremde in uns. Gedichte von Alfred Mombert und Meister Eckart | 01 Jul 2022 | 00:40:43 | |
Erstaunlich, was sich da in einer Hafenspelunke ereignet. Gott beim Weinschoppen, unter schlechtrasierten Gestalten. Alfred Mombert ist eine bezaubernde Miniatur gelungen mit seinem Gedicht "Gott ist vom Schöpferstuhl gefallen". Ein Predigtauszug von Meister Eckart kontrastiert dagegen in wunderbarer lyrischer Gestalt, dass der Mensch gar nicht wahrnimmt, wie nah das Himmlische ihm ist. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen im 119. Seelenfutter aparte poetische Texte zusammen, die einmal das ganz Grundsätzliche in den Blick nehmen. | |||
| Seelenfutter 118: Von lächelnder Liebe und verschlossenen Pforten. Gedichte von George Herbert und William Blake | 24 Jun 2022 | 00:40:00 | |
Liebe. Die höchste und tiefste ewige Kraft. Liebe, die Scham und Schuld wegnimmt. Liebe, deren Anarchie die Ordnungskräfte herausfordert. Zwei ausgesprochen spirituelle Liebesgedichte präsentieren Susanne Garsoffky und Friedemann im 118. Seelenfutter. "Love III" geht direkt ins Herz, George Herbert hat es gedichtet, die große Simone Weil las es Tag um Tag. "Der Garten der Liebe" von William Blake arbeitet sich an den Feinden der Liebe ab - sie tragen schwarze Talare. Vorsicht: Amtskirche-Bashing! Dazu Bibelworte aus den Psalmen und dem Lukasevangelium. Es geht um die Liebe. | |||
| Seelenfutter 117: Vom zweifarbnem Zeugnis und dem Meer der Fragen. Gedichte von Gerard Manley Hopkins und Gustav Schüler. | 17 Jun 2022 | 00:38:12 | |
Eieiei...: Gewissheit und Zweifel, Antwort und Frage, bei der aktuellen Folge vom Lyrik-Podcast Seelenfutter spielen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard quasi poetisches Jeopardy!: Höre die Antwort und errate die Frage. "Getigerte Schönheit" von Gerard Manley Hopkins strahlt vor Gewissheit und durch die Freude, in der Schöpfung eine permanente spirituelle Textur zu erkennen. Dagegen tastet, zweifelt, grollt "Wo bist du, Gott" von Gustav Schüler an genau diesen Fragen, äußerst zerbrechlich. Und so öffnen Schülers Fragen den Raum hinter Hopkins kraftvoller Sicherheit. Dazu Worte von Paulus und aus den Psalmen. Seelentiefes Seelenfutter. | |||
| Seelenfutter 224: Von krachender Stille und einem Glühwürmchen. Gedichte von Karl Kraus und Maricela Guerrero | 28 Jun 2024 | 00:43:17 | |
Karl Kraus verstummte, weil er die Welt "lesen" konnte, im Jahr 1933: "Das Wort entschlief, als jene Welt erwachte". Im Lyrik-Podcast Seelenfutter stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Erschüttern des großen deutschen Lyrikers zu Beginn der Nazi-Zeit neben das Gedicht "Fragen" der zeitgenössischen mexikanischen Lyrikerin Maricela Guerrero, die der Herzensbewegung des Dichtens eine ganz andere Richtung gibt: Damit "wir dem Ruf der Freude folgen können". Mythische und mystische Wortbilder geben eine eigentümliche Kraft in düsterer Zeit. Seelennahrung, versehen mit Bibelversen nach Lukas und aus den Psalmen. | |||
| 116: Von blonden Häusern und blauen Hüten. Gedichte von Hugo Ball und Therese Chromik | 10 Jun 2022 | 00:35:06 | |
Sprache und Malerei - zwei Schwestern der Kunst. Im aktuellen Lyrikpodcast Seelenfutter präsentieren Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard zwei farbintensive Gedichte, das eine blau-schwarz-violett-weiß dramatisch und düster, das andere mit Sommerfarben blau-rosa-gelb. "Der blaue Abend" von Hugo Ball steht neben "Blau ist mein Hut" von Therese Chromik. Dazu Bibelworte aus Genesis und den Psalmen. Seelenfutter eben. | |||
| Seelenfutter 115: Von der Gunst des Schlafs und träger Luft. Gedichte von Dante Alighieri und Georg Heym | 03 Jun 2022 | 00:39:22 | |
Es geht um Ruhe und um Unruhe. Wie sich der Schlaf über die Welt legt, einige aber doch wach bleiben. Sprache, die selbst die Ruhe ins ich trägt und dann wieder irritieren kann. Nicht alles, was unbewegt ist, entspannt. Die beiden Gedichte der aktuellen Lyrik-Podcast-Folge "Seelenfutter" sind im Abstand von 600 Jahren verfasst, und doch schwingen sie auf erstaunliche Weise miteinander. Dantes Sonnett und "Die Ruhigen" von Georg Heym malen innere Zustände - faszinierend, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard. Dazu klingen zwei Psalmverse - und schon ist es Futter für die Seele. | |||
| Seelenfutter 114: Von behauptetem Selbst und dem Verlassen vertrauter Wege. Gedichte von Wolfgang Denkel und Georg Maurer | 27 May 2022 | 00:33:04 | |
"Altern" lautet der Titel des aphoristischen Gedichts von Wolfgang Denkel, und der Gedanke kommt überraschend leicht und befreiend daher. Georg Maurers "Die Kinder wollen in die Welt" handelt von dem, was Kinder für ihre Entwicklung brauchen - eine Extraportion Neugier und die Leichtigkeit, vorgegebene Fahrpläne in den Wind zu schlagen. So muss das. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen zwei Gedichte vor über das, was die Seele nährt, zu Lebensbeginn und in der Reife. Dazu Bibelworte aus Johannes und dem Buch der Weisheit. | |||
| Seelenfutter 113: Vom höchsten Feuerflug und orgelnden Stürmen. Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller | 20 May 2022 | 00:41:01 | |
Ein Fest aus Weimar. Die ganz Großen sind heute beim Seelenfutter zu Gast: Goethe und Schiller. Und es sind die ganz großen Themen: Ewigkeit, Schöpferkraft und die ungeheure Gewalt der Natur. Goethe zeichnet in "Proömion" ein Bild von vollkommender Schönheit, tief erfüllt. Schillers "Hymne an den Unendlichen" führt in schwindelnde Höhen und bestürzende Abgründe. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind mitgerissen von "Sturm und Drang" dieser großen Dichter und Weggefährten. Seelenstürme! Dazu gibt's Worte von Paulus und den Psalmen. | |||
| Seelenfutter 112: Von tausend Bränden und einem Du. Gedichte von Louise Labé und August Stramm | 13 May 2022 | 00:43:01 | |
"Wir müssen über Liebe reden" - oder doch eher: "let's talk about sex"? Sowohl implizit als auch ziemlich explizit geht es beim aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter zur Sache. Louise Labé gelingt ein Sprung aus der Konvention, indem sie zu ihrem Lieben und Leiden steht in Zeiten, in denen das einer Frau niemals zustand. Das letzte der "Vierundzwanzog Sonette" in der wundervollen Übersetzung Rilkes: Ein Fest. Dagegen steht "Trieb" des Expressionisten August Stramm, machanistisch, hart, direkt. Und dann doch so sensibel, was der erste Blick noch verstellt. Seelenthemen, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard, und zugleich voll körperlicher Kraft. Verbunden mit Bibelworten von Jesaja und - na klar - dem Hohenlied Salomo. Reden wir nicht eigentlich viel zu wenig über Liebe? | |||
| Seelenfutter 111: Von des Bechers Neige und dem Verzicht auf Verzicht. Gedichte von Andreas Reimann und Stefan Zweig | 06 May 2022 | 00:43:29 | |
Lebensbilanz - das ist der verbindende Gedanke der zu den Gedichten des aktuellen Lebensfutters. Die Antworten fallen sehr unterschiedlich aus. Andreas Reimann "Ich ward gefragt" hält sich vital, ein wenig rebellisch, sehr im Hier und Jetzt. Stefan Zweigs "Letztes Gedicht" schaut versöhnlich und milde-abschiedlich zurück. Wirklich spannend, zumal sprachlich beide von größtem Reiz! Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard finden: Das ist mal wirklich Seelenfutter. Verbunden mit Bibelworten von Matthäus und aus den Psalmen allemal. | |||
| Seelenfutter 110: Von sehnsüchtigem Ohr und dem Wind der Tatra. Gedichte von Emily Dickinson und Franz Werfel | 29 Apr 2022 | 00:41:58 | |
Emily Dickinson ist eine Offenbarung. Vom öffentlichen Leben ausgeschlossen schrieb sie sich in ihrer eigenen Welt in die Freiheit. Susanne Garsoffky stellt ihr Gedicht Nr. 1394 vor, dazu stellt Friedemann Magaard "Das Bleibende" von Franz Werfel. Einfachkeit. Klarheit. Reduktion, in einer verwirrten Welt. Kein schlechter Plan, finden die Seelenfutter-Macher, auch um wieder neu in die Aktion zu kommen. | |||
| Seelenfutter 109: Von blauem Licht und butterblumengelben Wiesen. Gedichte von Gerrit Engelke und Christian Morgenstern | 22 Apr 2022 | 00:33:55 | |
Hier knackt und quietscht es vor lauter Lebenslust: Der Frühling! Als Gegenprogramm, als Seelenspeise, als Weg in die pure Lebensfreude. Tut gut, in diesen Tagen. Gerrit Engelke's "Frühling" entstand kurz vor dem Weltkrieg I., als die anderen von Volk, Blut und Sieg reimten; naja, sehr viele andere. Engelke wird eins mit dem Frühling. Christian Morgenstern staunt wie entrückt in "Butterblumengelbe Wiesen". Dazu Bibelworte aus den Psalm und von Jesaja. Eine Extraportion Seelenfutter heute mal. | |||
| Seelenfutter 108: Von Papageienländern und Meister Mathis‘ Licht. Gedichte von Gertrud Kolmar und Albrecht Haushofer | 15 Apr 2022 | 00:43:51 | |
Unterschiedlicher können zwei Gedichte auf dem Weg zwischen Karfreitag und Ostermorgen kaum sein. Tiefer, reifer, berührender auch nicht, finden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der Osterausgabe von "Seelenfutter". Gertrud Kolmars "Ein grünes Kleid" spielt mit inneren und äußeren Motiven der neuen Lebenskraft und Frühlingsdurchdringung. Durchaus explizit dagegen "qui resurrexit" von Albrecht Haushofer, ein Osterbild, indirekt nur dadurch, dass der Dichter die Malkunst von Mathias Grünewald umspielt. Dazu Bibelworte nach Jesaja und Johannes. Ein Seelenfutter, beim ersten Licht am Ostermorgen. | |||
| Seelenfutter 107: Von dem Mond auf dem Rücken und pathetischen Wolken. Gedichte von Dorothea Grünzweig und Max Hermann-Neiße | 08 Apr 2022 | 00:45:25 | |
Der Mond, der Mond! Zwei ausgesprochen besondere Gedichte zum mirakulösen Erdtrabanten stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der aktuellen Folge des Lyrik-Podcasts Seelenfutter zueinander. Die deutsch-finnische Dichterin Dorothea Grünzweig zeichnet kunstvoll, fein, und geht dabei mit dem Claudius'schen Geheimnis um. Bei May Hermann-Neiße dagegen wird der Mond selbst zum Himmelstor, weil sich um Mitternacht Ungeheures ereignet. Möge es den Seelen richtig gut tun! | |||
| Seelenfutter 223: Von schwankenden Booten und dunkler Flut. Gedichte von Max Prosa und Annette von Droste-Hülshoff | 21 Jun 2024 | 00:43:20 | |
Dramatisch kommt die aktuelle Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter daher, denn die großen Lebensthemen werden aufgerufen in den kleinen poetischen Texten, die Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard vorstellen. Max Prosa singt und dichtet, hier einen Text, der den Finger in die Wunde legt, dass es der Menschheit bei aller Schicksalsgemeinschaft doch grundlegend an Mitgefühl fehlt. Annette von Droste-Hülshoff, die große Droste, dichtet in einem Schwall aus Zorn und Anklage über die satt-sicheren "frommen Leute", die über andere urteilen und dabei sich selbst richten. "Not" ist der verbindende Schlüssel. Dazu gibt es Psalmworte. Spannend. | |||
| Seelenfutter 106: Von trübem Blick und dunklen Flammen. Gedichte von Heinrich Heine und Friedrich Rückert - vertont von Robert Schumann und Gustav Mahler | 01 Apr 2022 | 00:50:49 | |
Gedichte, die klingen. Das tun die allermeisten. In dieser Folge des Lyrik-Podcasts Seelenfutter präsentieren Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Gedichte, die besonders kunstvoll vertont wurden. Heinrich Heines "Was will die einsame Träne" singt von Abschied und dem befreienden Loslassen; Robert Schumann hat dazu wunderbar komponiert. In dem Gedicht "Nun seh ich wohl" aus den "Kindertotenliedern" findet Friedrich Rückert kostbare Worte für seinen Abschiedsschmerz, und wie er sich allmählich wandelt in ein neues Verstehen. Gustav Mahlers Vertonung für Singstimme und Symphonieorchester lässt die Zeit fast stillstehen - berührend, wie sich der Blick den Sternen zuwendet. Dazu Bibelworte aus Lukas und den Psalmen. Seelentrost. | |||
| Seelenfutter 105: Von Martinsfischern und dem Witz ohne Salz. Gedichte von Gerard Manley Hopkins und George Gordon Byron | 25 Mar 2022 | 00:41:09 | |
Zwei Gedichte von der Insel. Britische Lyrik aus dem 19. Jahrhundert. Es geht um Wahrhaftigkeit und die Achtung vor dem Leben. Es geht um Leben, das sein Ziel und Zweck verfehlt. Der britisch-irische Dichter Gerard Manley Hopkins zittert fast über das Staunen, welch tiefes Sein sich in Eisvogel, Libelle und Kieselstein (!) zeigen. Lord Byron hält einer Gesellschaft dagegen gnadenlos den Spiegel vor, weil sie in Oberflächlichkeit das Wesentlich verpasst. Grandios. Dazu Psalmworte und ein Vers aus einem Petrusbrief. Texte, die helfen, den Kompass wiederzufinden, in finsteren Tagen. Was für die Seele... | |||
| Seelenfutter 104: Von einem Traum wie ein Baum und dem Buch ohne Worte. Gedichte von Rainer Maria Rilke und Joachim Ringelnatz | 18 Mar 2022 | 00:44:36 | |
Traumhaft? Traumhaft, die beiden Gedichte im Lyrik-Podcast Seelenfutter. "Traum ist ein Brokat" von Rilke lässt poetische Traum-Bilder einfach nur so fließen. Dagegen kommt das Gedicht "Pssst!" von Joachim Ringelnatz sehr leise, sensibel und etwas zurückgezogen daher. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard genießen die Worte, die Traumwelten eröffnen. Dazu Psalmworte. Seelentrost. | |||
| Seelenfutter 103: Von leuchtendem Recht und hellen Flügeln. Gedichte von Gottfried Keller und Richard Dehmel | 11 Mar 2022 | 00:36:40 | |
Dunkle Zeiten, keine Frage, und da schnuppert die Nase gern Frühlingsduft. Gottfried Kellers "Frühlingsglaube" hat aber eher eine Extraportion Vormärz-Inspiration intus, und es feiert den Völkerfrieden und die Einheit im Guten. Das "Lied vor dem Tag" von Richard Dehmel kommt dunkler daher, in der Vorahnung des Vorweltkriegsjahres 1913 geschrieben, und kämpft sich über das Niederdrückende hinweg. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren im LyrikPodcast Seelenfutter Aufbruchsstimmung und Hoffnungsworte. | |||
| Seelenfutter 102: Von Süßem Duft und tierischen Gebärden. Ein Gedicht von Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis | 04 Mar 2022 | 00:32:37 | |
Ein Frühlingsgedicht - gerade in dieser dunklen Zeit ist "Es färbte sich die Wiese grün" ein Seelen-Kräftiger. Susanne Garsoffky stellt das Gedicht von Novalis vor und spricht darüber mit Inga Wiele, die kurzfristig eingesprungen war für den erkrankten Friedemann Magaard. Wie tief Novalis fühlen kann, welche unterschiedlichsten Empfindungen er in einem Text beisammenhalten kann - faszinierend. Und dass das Frühlingswunder jedes Jahr neu das Herz berührt. | |||
| Seelenfutter 101: Von schweigenden Helden und einer dargebotenen Hand. Gedichte von Ludwig Thoma und Rene Schickele | 25 Feb 2022 | 00:43:02 | |
Dunkle Zeiten, es droht ein Krieg. Das Seelenfutter-Team stellt zwei Friedensgedichte vor, die vielleicht einen Weg aus der Schwere der Tage weisen. Susanne Garsoffky stellt "Frieden" vom urbayrischen Dichter Ludwig Thoma vor, ein kunstvoller Form und schon vom Tonfall friedvoll. Friedemann Magaard stellt "Abschwur" des Elsässers Rene Schickele dazu, nur wenige Jahr später geschrieben und doch formal wie tonal so anders. Ein großes utopischen Fließen. Dazu klingen Verse aus der Offenbarung und aus den Psalmen. Seelenlicht. | |||
| Seelenfutter 100, mit Kristin Jahn: Von banger Nacht, lauschenden Blumen und den Gottesteilchen. Gedichte von Else Lasker-Schüler, Hermann von Gilm zu Rosenegg und Terese Chromik | 18 Feb 2022 | 00:54:41 | |
Zum Jubiläum laden Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard wieder einen Gast zum Lyrik-Podcast Seelenfutter: Die Thüringer Lyrikerin Kristin Jahn hat als Jubiläumsgeschenk das Gedicht "Die Nacht" des romantischen Dichters Hermann von Gilm zu Rosenegg mitgebracht. Dazu stellen die beiden nordfriesischen Gastgeber "Mondzauber" von Terese Chromik und "Heimlich zur Nacht" von Else Lasker-Schüler. Das Mondmotiv und sein Zauber durchzieht die drei Texte voller Magie, Sinnlichkeit und Überraschungen. | |||
| Seelenfutter 99: Von sehr schwerer Schwerkraft und dem Glanz der tausendfachen Sonne. Gedichte von Karoline von Günderrode und Heinrich von Kleist | 11 Feb 2022 | 00:37:35 | |
Gar nicht abgehoben sind die beiden aktuellen Gedichte des 99. Lyrikpodcast "Seelenfutter", aber luftig geht's schon zu. Karoline von Günderrodes "Der Luftschiffer" lässt uns in eine Montgolfiere einsteigen, bis das Gesetz der Schwerkraft sein Recht einfordert. Als wäre es ein Seelen-Dialog, so klingt der Abschnitt aus "Prinz Friedrich von Homburg" von Heinrich von Kleist, Zeitgenosse und Seelenverwandter. Aber ins wirkliche Gespräch kommen die beiden nur in der Erzählung von Christa Wolf. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard lassen sich auf die Vogelperspektive ein und auf Luftgeister unterschiedlicher Art. Dazu setzen sie Psalmworte - und die Seele wird ganz leicht. | |||
| Seelenfutter 98: Vom Tor ins Paradies und erloschener Glut. Gedichte von Annette von Droste-Hülshoff und Hermann Hesse | 04 Feb 2022 | 00:40:21 | |
"Wir müssen über Liebe reden" hieß es schon manchesmal beim Lyrik-Podcast Seelenfutter. Die aktuelle Folge greift den abschiedlichen Blick zurück auf, wenn Liebe nur im Plusquamperfekt zu haben ist. Die "Taxuswand" von der großen Annette von Droste-Hülshoff erzählt von unauslöschlichem Schmerz. Dagegen klingt Herrmann Hesses "Sommers Ende" eher nach einem traurigen Ende, das Raum für Neues lässt. In jedem Fall: Prallvolles Leben, über das Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sprechen. Seelenfutter, in melancholischer Beschaffenheit. | |||
| Seelenfutter 97 - special zum Holocaust-Gedenktag, mit Bischöfin Kirsten Fehrs | 26 Jan 2022 | 01:00:40 | |
"Vom weinenden Regen, bedrückenden Kindergeburtstagen und einer einmal wiederkehrenden Hoffnung" - so lautet der Titel dieser besonderen Podcast-Folge, zu der Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs gewonnen haben. Zum Holocaust-Gedenktag präsentieren sie Gedichte im unmittelbaren Kontext von Judenhaß und Völkermord. Ivo Katz wurde mit 11 Jahren im KZ Teresienstadt ermordet, Selma Meerbaum-Eisinger kam ebenfalls als Jugendliche im KZ zu Tode. Ihre Gedichte gehen unter die Haut. Ebenso die "Kinderscene" des Leipziger Dichters Edwin Bormann aus der Kaiserzeit. Innige Momente des Verbundenheit mit den Opfern der Nazi-Herrschaft. Das besprochene Gedicht ‚Einmal‘ ist unter dem Namen von Ivo Katz veröffentlicht in: Einen Schmetterling habe ich hier nicht gesehen. Kinderzeichnungen und Gedichte ausTerezín, Prag 1993. Inzwischen haben wir erfahren, dass der Text vermutlich auf ein älteres Gedicht von Joh. Chr. Günther zurückgeht. Wir danken Frau Susanne Brandt für den Hinweis. | |||
| Seelenfutter 222: Von blinder Suche und dem alleinigen Glück. Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe und Rumi | 14 Jun 2024 | 00:34:54 | |
Zwei Klassiker, die über Liebe dichten. Der große Goethe, der vielleicht ebenso große Rumi: Deutscher Dichterfürst als Ideal der Deutschen Klassik. Rumi, Sufi-Meister, Mystiker, Lehrer im 13. Jahrhundert, Weltruhm bis heute. Klassisch das Goethe’sche „Himmelhoch jauchzend, zum Tode betrübt“. Was durchlebt eine Seele, die liebt, an Höhen und Abstürzen… Dazu ein Rumi-Text, der die Liebe in eine völlig andere Dimension katapultiert. Himmlisch, universell, allumfassend. Die Lyrikpodcast-hosts Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard finden: Wir müssen einmal wieder über Liebe reden. Dazu gibts Bibelverse aus den Psalmen und dem Johannesbrief. Seelenhimmelsbrot.
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| Seelenfutter 96: Vom freien Leben und einem fallenden Tropfen. Gedichte von Louise Aston und Wilhelm Wackernagel | 21 Jan 2022 | 00:37:25 | |
Eine furiose Louise Aston, Freiheitskämpferin und brillante Lyrikerin, und ein nachdenklicher Wilhelm Wackernagel. Beide schauen auf das Leben, die eine nennt ihr "Lebensmotto", der andere feinsinnig über "Nur ein Leben". Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind schlicht begeistert. Ein Seelenbooster für graden Rücken und aufrechten Gang. | |||
| Seelenfutter 95: von geschälten Äpfeln und umschlingenden Wellen. Gedichte von Eri Krippner und Joachim Ringelnatz | 14 Jan 2022 | 00:36:57 | |
"Zu spät" heißt das berührende Miniatur-Gedicht der zeitgeössischen Lyrikerin Eri Krippner, und dazu stellen die Lyrik-Podcaster Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht "An meinen längst verstorbenen Vater" von Joachim Ringelnatz. Es geht um die Zeit, um die rechte Zeit und um die Kunst, die Zeit auszukosten. Seelenkost. | |||
| Seelenfutter 94: Von hellen Mienen und dunklen Gärten. Gedichte von Friedrich Rückert und Georg Busse-Palma | 07 Jan 2022 | 00:35:22 | |
Licht-Texte stehen im Mittelpunkt des neuen Lyrik-Podcast "Seelenfutter", wobei: Wer über Licht spricht, darf die Dunkelheit nicht verschweigen. Friedrich Rückerts "Gekommen in die Nacht der Welt" singt prallvoll davon, wie das Licht die Menschen durchdringt. Sie werden selbst zum Stern. Vorsichtiger und von melancholischer Sehnsucht dichtet Georg Busse-Palma seinen "Abendfalter". Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard gehen auf diese Lichtreise und setzen Psalmworte und einen Vers aus dem Johannes-Prolog dazu. Das richtige Seelen-Programm für dunkle Januarzeiten. | |||