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Explore every episode of the podcast Sapere Audio - Philosophie für Alle!
Dive into the complete episode list for Sapere Audio - Philosophie für Alle!. Each episode is cataloged with detailed descriptions, making it easy to find and explore specific topics. Keep track of all episodes from your favorite podcast and never miss a moment of insightful content.
| Title | Pub. Date | Duration | |
|---|---|---|---|
| Peter Singer: "Famine, Affluence, and Morality" | 25 Aug 2024 | 00:28:37 | |
Thema der aktuellen Episode ist der 1972 erschienene Essay „Famine, Affluence, and Morality“ (dt. Hunger, Überfluss, und Moral) des australischen Moralphilosophen Peter Singer. In diesem einflussreichen Text tritt Singer für eine moralische Pflicht ein Leid zu verhindern, solange dafür nichts von vergleichbarem moralischem Wert geopfert werden muss. Singer sieht dabei keinen Unterschied zwischen Leid, das unmittelbar vor unseren Augen geschieht und jenem, das Menschen andernorts widerfährt. | |||
| Catherine Keller: "The Breast, the Apocalypse, and the Colonial Journey" | 15 Aug 2024 | 00:32:52 | |
In der heutigen Episode beschäftigen wir uns mit einem Text, der 1994 im Journal of Feminist Studies in Religion erschienen ist. Der Aufsatz „The Breast, the Apocalypse, and the Colonial Journey“ von Catherine Keller, die an der Drew University, New Jersey Constructive Theology lehrt, erörtert, warum Christopher Columbus eine zentrale Rolle für den Beginn der Moderne spielt. Im Zentrum ihrer Überlegungen stehen dabei die von Columbus verwendeten Metaphern der Brust und der Apokalypse.
Viel Vergnügen beim Zuhören.
*reupload ohne Änderungen vom 28.7.24* | |||
| Miranda Fricker - "Testimonial Injustice" | 29 Oct 2023 | 00:37:40 | |
Diese Folge beschäftigt sich mit dem ersten Kapitel „Testimonial Injustice“ aus Miranda Frickers Werk: „Epistemic Injustice – Power and the Ethics of Knowing“, aus dem Jahr 2007 und den Begriff der epistemsichen Ungerechtigkeit prägte. Die britische Philosophin zeigt in ihrem Werk, wie unsere Bedingungen des Ekrenntisgewinns durch Vorurteile geprägt sind, was sich gegen die Menschlich-keit der Betroffenen richtet und schädlich für heutige Wissensgesellschaften ist. Epistemische Un-gerechtigkeit zeigt sich beispielsweise, wenn Frauen abgesprochen wird verlässliche Wahrnehmun-gen zu äußern oder ganzen Gruppen, wie Ureinwohnern abgesprochen im Besitz von Wissen zu sein.
Fricker stellt in ihrem Buch zwei Konzeptionen von epistemischen Ungerechtigkeiten vor, einerseits hermeneutische Ungerechtigkeit: Welche die abstraktere Form darstellt, hier fehlt eines kollektiven Ausdruckes Vermögen für ein soziales Erleben. In Kapitel 1, mit welchem wir uns in dieser Episode beschäftigen, stellt Frickar „Testimonial Injustice“ vor in der die Glaubwürdigkeit einer sprechenden Person abgewertet wird. Hierfür führt die Philosophin die Begriffe Macht und Identität ein und zeigt sich wie diese sich in sozialen Momenten des Erkenntnisgewinns auswirken. Dabei richtet sie ihr besonderes Augenmerk auf die Momente in denen Personen Ungerechtigkeiten erfahren, weil Ihnen beispielsweise aufgrund ihrer Herkunft abgesprochen wird Wissen in bestimmten Bereichen haben zu können. | |||
| Harry Frankfurt - "Taking Ourselves Seriously" | 24 Sep 2023 | 00:51:23 | |
Diese Folge von Sapere Audio widmet sich dem Vermächtnis von Harry Gordon Frankfurt, der am 16. Juli 2023 im Alter von 94 Jahren verstorben ist. Frankfurt führte eine Karriere als Dozent und Professor für Philosophie an verschiedenen amerikanischen Universitäten, darunter Yale und Princeton, wo er 2002 in den Ruhestand ging. 2005 erlangte sein Buch "On Bullshit" überraschend Bestseller-Status in den USA und machte ihn allgemein bekannt.
In der Philosophie ist Frankfurt bekannt für sein Wirken in Ethik, Handlungstheorie und der Philosophie des Geistes, dem Teilgebiet, das die die Natur des menschlichen Geistes erforscht. Besonders bekannt sind die sogenannten „Frankfurt Fälle“ welche besonders wirkmächtig in der Debatte um Willensfreiheit sind. Und dem Kompatibilismus einer Positoin zwischen der Unfreiheit des Menschen und der absoluten Freiheit des Menschen, Aufschwung gab.
Wir beschäftigen uns mit der Vorlesung "Taking Ourselves Seriously" aus dem Jahr 2004.
Frankfurt stellt fest, dass Menschen sich ernst nehmen, dass wir nicht einfach so akzeptieren möchten, wie wir sind. Stattdessen streben wir danach, unsere Ideen bewusst zu formen und unser Handeln nach stabilen Normen auszurichten. Dieser Prozess erfordert eine aktive Selbststeuerung.
Für Frankfurt ist zentral, wie Vernunft und Liebe unser Handeln beeinflussen und wie diese beiden motivierenden Kräfte miteinander in Beziehung stehen.
Dabei stellt Frankfurt die Liebe vor die Vernunft, Liebe, definiert er als das, wofür wir uns engagieren wollen.
Frankfurt betont, dass das Objekt der Liebe vielfältig sein kann - von einem Leben(?) über moralische und nichtmoralische Ideale bis hin zu Traditionen. Doch diese Objekte und Ideale sind oft schwer zu erfassen und können in Konflikt miteinander stehen. Moralische Prinzipien helfen diese verschiedenen Bezugspunkte zu Ordnen.
Viel Spaß mit der Folge! | |||
| Helmut Maaßen - Whitehead's Concept of a relational Value - Ethics | 27 Aug 2023 | 00:34:22 | |
Helmut Maaßen geboren am 18. Dezember 1946 in Recklinghausen, verstarb überraschend im Juli 2023. Er arbeitet als Gymnasial Lehrer für Philosophie und Religion, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2007. Zuletzt war er Vorstand der Deutschen Whitehead Gesellschaft, als auch Präsident der „European Society for Process Thought“. Er arbeitete an einem Doppelband der sich mit Musik und Philosophie auseinander setzen sollte.
Maaßen war ein Experte für die Ästhetik des Philsophen Alfred North Whitehead. Womit sich auch der Text dieser Folge: „ WHITEHEAD‘S CONCEPT OF A RELATIONAL VALUE – ETHICS“ beschäftigt. In dem Maaßen aus Whiteheads Ästhetik, seiner Theorie des Schönen, eine Ethik konzipiert, die sich durch „kleinere“ Wertegemeinschaften auszeichnet und stark macht das Menschen „gemeinsam sind“, dass sie immer schon als direkt aufeinander bezogen gedacht werden müssen. | |||
| Peter Bieri - Was bleibt von der analyitschen Philosophie? | 30 Jul 2023 | 00:29:31 | |
Der Philosoph und Autor Peter Bieri, auch bekannt als Schrifsteller: „Pascal Mercier“ verstarb am 27.6.2023 in Berlin. Als Autor erlangte er weltweite Bekanntheit mit seinem Roman: „Nachtzug nach Lisabon“.
Der Schweizer gilt als Wegbereiter der analytischen Philosophie im deutschsprachigen Raum, die von Ihm herausgegebenen Sammelbände, „Analytische Philosophie des Geistes“ und „Analytische Philosophie der Erkenntnis“ gelten als Standardwerke.
Bieri Verstand es außerdem komplexe Philosophische Debatten in einfacher Sprache darzustellen was sich besonders in seinem Buch: „Das Handwerk der Freiheit: Über die Entdeckung des eigenen Willens“ zeigt das rund 20 Jahre nach Erscheinung immer noch die Diskussion um Willensfreiheit bereichert, dem Vermögen als Mensch eigene Entscheidungen treffen zu können.
Wir beschäftigen uns heute mit einem der bekanntesten Aufsätze von Bieri: „Was bleibt von der Analytischen Philosophie?“ in dem Bierie sich kritisch mit dieser Philosophischen Strömung auseinadersetzt und ihre Erfolge, in ihrer Präzisierung der Sprache annerkennt sowie ihre Tendenz zu „Logeleien“ und Mathematikspielen kritisiert. Was Analytische Philosophie ist und ob es sinnvoll ist „der analytischen Philosophie“ zu reden, diskutieren im Anschluss Manuel und Kilian.
Viel Spaß beim Zuhören! | |||
| Michel Foucault: "Die Ordnung des Diskurses" | 25 Jun 2023 | 00:49:09 | |
In dieser Episode beschäftigen wir uns mit Michel Foucault, dessen Werk bekannt dafür ist die Grenzen zwischen Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Philosophie zu überschreiten. Als Diskussionsgrundlage dient uns die 1970 von Foucault in Paris gehaltene Antrittsvorlesung mit dem Titel „die Ordnung des Diskurses“. In diesem programmatischen Text stellt der französische Philosoph die Leitlinien seiner Forschung vor, die sich mit von der akademischen Philosophie vernachlässigten Themen wie Kriminalität, Wahnsinn und Sexualität auseinandersetzt. Diese Auseinandersetzung erfolgt durch eine präzise Analyse der Institutionen und Mechanismen die in der Gesellschaft am Werk sind um das zu kontrollieren und einzuschränken was Foucault „den Diskurs“ nennt, ein Begriff der zentral für sein gesamtes philosophisches Schaffen ist.
Viel Vergnügen mit der Folge! | |||
| Hannah Arendt: "Über das Böse" | 28 May 2023 | 00:31:50 | |
Hannah Arendt eine der bedeutendsten Denkenden des 20. Jhd., ist bekannt für ihre Auseinandersetzung mit dem Totalitarismus, sowie Ihr generelles Wirken in der politischen Theorie.
Das Buch „Über das Böse“ enthält Vorlesungen von Arendt aus dem Jahr 1965, welche posthum als Rohtext veröffentlicht wurden. Wir beschäftigen uns mit der Einleitung zu diesem Werk: “Über das Böse“. An den Platon Dialog „Gorgias“ anschließend, entwickelt Arendt die Intuiton das moralisch sein, mit sich, mit seiner „Innern Stimme“ im Gespräch sein heißt. Das Böse zeichnet sich nach Arendt dadurch aus sich nicht auf diesen inneren Dialog einzulassen. | |||
| Tugendhat: "Anthropologie als erste Philosophie" | 30 Apr 2023 | 00:38:02 | |
Diese Episode ist dem am 13.3.23 verstorbenen Philosophen Ernst Tugendhat gewidmet, er galt als einer der bedeutendsten deutschen Philosophen des 20. Jahrhundert.
Tugendhat war für seine Verbindung von analytischer und kontinentaler Philosophie, sowie für seine Überlegungen zur Ethik bekannt, in seinen späteren Jahren wandte er sich, der Anthropologie und der Mystik zu. In diesen Abschnitt seines Schaffens fällt auch die „Rede“: „Anthropologie als erste Philosophie‘“ mit der wir uns in dieser Folge beschäftigen. In diesem Text setzt sich Tugendhat mit dem Verhältnis von Metaphysik und Anthropologie auseinander. Besonders spannend ist sein Ansatz die Struktur der menschlichen Sprache in den Mittelpunkt zu stellen, so wird Sprache zum Anker seiner Anthropologie.
Viel Spaß beim Anhören! | |||
| Thomas Nagel: "Death" | 27 Mar 2023 | 00:35:46 | |
Thomas Nagel, stellt sich in dem Essay „Death“, erschienen 1979 in der Aufsatzsammlung „Mortal Questions“ der Frage, ob der Tod ein Übel ist. Nagels Intuition ist, den Tod grundsätzlich als ein Übel des Verlustes zu beschreiben. Er verteidigt sich gegen 3 Einwände den Tod als Übel zu beschreiben, wobei seine entscheidenden Kategorien Zeit und Möglichkeit sind. | |||
| Slavoj Zizek: "The Great Reset? Ja gerne - Aber bitte richtig!“ | 26 Feb 2023 | 00:37:05 | |
Der berühmte Philosoph Slavoj Zizek, analysiert in seinem 2020 geschriebenen Essay „The Great Reset? Ja gerne - Aber bitte richtig!“, die westliche kapitalistische Gesellschaft in ihrer Auseinandersetzung mit globalen Krisen, wie der Corona Pandemie, er spricht sich gegen diese Ordnung aus und setzt ihr sie seine Idee des „moderaten konservativen Kommunismus“ entgegen, dabei spielt das „Unbekannte Bekannte“ eine Schlüssel Rolle. | |||
| Hartmut Rosa "Demokratie braucht Religion" | 29 Jan 2023 | 00:30:30 | |
Der deutsche Soziologe Hartmut Rosa, Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie in Jena, versucht in seiner Rede „Demokratie braucht Religion“, die er am Würzbürger Diözesanempfang 2022 hielt, mit Hilfe seines Resonanz Begriffes das Verhältnis von Moderner Gesellschafft und Religion zu erhellen.
Viel Spaß mit der Folge! | |||
| sapere audio live: "Zur Philosophie des Mythos" | 30 Jun 2024 | 01:14:26 | |
Im November 23 hatten wir das Vergnügen das Event: „Zur Philosophie des Myhtos“ mit dem Pianisten Sam Hylton veranstalten zu dürfen, wir haben uns die Gelegenheit nicht nehmen lassen und das Ganze aufgenommen. Unter den Schlagworten „Ursprünglich – Unterdrückt – Unbewusst“ setzen wir uns in diesem Special mit dem Themenbereich des Mythos auseinander, dabei geben wir einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Mythen und beleuchten im speziellen die Theorien von C.G. Jung sowie Roland Barthes. Sam Hylton begleitet uns musikalisch mit seinen Stücken: „A Modern Promethean“, „Know Thy Self“ und „Poseidon“.
Unser Dank gilt dem gesamten Tutuguri E.V der diese Veranstaltung erst ermöglicht hat, im besonderen Norbert und Leo. Für Aufnahme, Schnitt und Sound bedanken wir uns bei Simon Kahn Ackermann, sowie Christoph Kreisz. Und nicht zuletzt bei Sam Hylton für die fantastische Musik.
Viel Spaß mit dem Special! | |||
| Weihnachtsfolge: "Holly Jolly Atheists?" | 21 Dec 2022 | 00:41:57 | |
Ruth Tallman stellt sich in ihrem Essay: „Holly Jolly Atheists: A Naturalistic Justification for Chrismtas“, erschienen in: „In Christmas - Philosophy for Everyone: Better Than a Lump of Coal“, die Frage inwiefern Atheisten Weihnachten feiern. Dabei bezieht Sie sich stark auf George Santayana einem spanisch amerikanischen Vertreter des Naturalismus (kritischem Realismus) des 20. Jahrhunderts. Gestützt durch Santayanas Religionsbegriff, zeichnet Tallman ein Weihnachten welches von christlichen als auch säkularen Ritualen gekennzeichnet ist und sowohl von religiösen als auch nicht religiösen Menschen gefeiert wird.
Viel Spaß mit der heutigen Folge | |||
| Aristoteles: Freundschaft und Herrschaft | 27 Nov 2022 | 00:35:45 | |
In der heutigen Folge beschäftigen wir uns mit dem Thema Freundschaft. Als Diskussionsgrundlage dient uns dabei das achte Buch der Nikomachischen Ethik von Aristoteles. In diesem Text stellt der griechische Philosoph drei verschiedene Arten von Freundschaft vor und untersucht deren Zusammenhang mit Phänomen der Staats- und Gesellschaftsordnung.
Viel Spaß beim Anhören! | |||
| Saul Kripke: "Naming and Necessity" | 30 Oct 2022 | 00:26:14 | |
Diese Folge ist dem am 15. September. 2022, verstorbenen Philosophen Saul Kripke gewidmet.
Krikpke war ein berühmter analytischer Philosoph, seine Beiträge zu Wittgenstein, Wahrheit, sowie seine frühen Arbeiten zu modaler Logik sprechen für sich.
Wir beschäftigen uns in dieser Episode mit dem Vorwort aus seinem vielleicht bekanntesten Werk: „Naming and Necessity“ eine Reihe von Vorlesungen aus dem Jahr 1970. | |||
| Stoische Philosophie | 25 Sep 2022 | 00:36:31 | |
In dieser Folge beschäftigen wir uns mit der stoischen Philosophie, einer Denkweise die circa 300 vor Christus ihren Anfang nahm und die sich in der Gegenwart auch außerhalb des akademischen Philosophiebetriebs zunehmender Beliebtheit erfreut. Als Diskussionsgrundlage dient uns eine Passage über die Ethik der Stoiker aus dem Buch „Stoische Philosophie – Eine Einführung“ von Anna Schriefl.
Viel Vergnügen mit der neuen Episode! | |||
| Modern Moral Philosophy: Koorsgard vs. Anscombe | 28 Aug 2022 | 00:31:07 | |
Dieses mal probieren wir etwas neues, wir stellen die zwei Philosophinnen, Christine Koorsgard und Elisabeth Anscombe, der vorherigen Folgen gegenüber und vergleichen diese. Dabei stellen wir uns speziell der Frage: Was macht man eigentlich wenn zwei Philosphische Konzeptionen zwar überzeugend sind aber sich auch gegenseitig auszuchließen scheinen.
Viel Spaß beim zuhören! | |||
| Elisabeth Anscombe - "Modern Moral Philosophy" | 31 Jul 2022 | 00:43:39 | |
Elizabeth Anscombe, Wittgensteinschülerin und Cambridgeproffesorin, kritisiert in ihrem Aufsatz „Modern Moral Philsophy“ aus dem Jahr 1958 die Grundannahmen moderner Moralphilsophie. Dazu bedient sie sich der Methode der Begriffsanalyse und nimmt auf Aristoteles Bezug. In diesem Text führt sie den Begriff des Konsequentialimus ein, welcher bis heute ethische Debatten prägt.
Viel spaß! | |||
| Korsgaard - "... a very concise history of western metaphysics" | 26 Jun 2022 | 00:42:17 | |
In der aktuellen Episode beschäftigten wir uns mit Christine Korsgaards Text: „Prologue: Excellence and obligation a very concise history of western metaphysics 387 bc to 1887 ad“ dem Prolog aus ihrem Werk „Sources of Normativity“ das 1996 erschien. Die Harvad Professorin diskutiert in die-sem kurzen Text den Zusammenhang von klassicher Metaphysiker hin zum modernen Begriff der Verpflichtung.
Viel Spaß beim Anhören! | |||
| Taylor: "Was ist Religion?" | 29 May 2022 | 00:43:00 | |
In dieser Folge machen wir uns zusammen mit dem einflussreichen Sozialphilosophen Charles Taylor auf die Suche nach der Bedeutung des Begriffs Religion. In seinem 2021 erschienen Essay „Was ist Religion“ versucht Taylor die titelgebende Frage zu klären, ohne die Vieldeutigkeit und Komplexität des Religionsbegriffs zu vernachlässigen.
Viel Vergnügen beim Zuhören! | |||
| allgemeine Ethik | 01 May 2022 | 00:26:21 | |
In dieser Ausgabe, beschäftigen wir uns mit Ehtik und was diese in einem allgemeinem Sinn leisten soll. Diskussionsgrundlage ist dabei das erste Kapitel von Friedo Rickens "Allgemeine(r) Ethik).
Viel Spaß beim Anhören! | |||
| Kant "Zum ewigen Frieden" II | 27 Mar 2022 | 00:34:58 | |
Diese Episode ist die Fortsetzung unserer Beschäftigung mit Kants Schrift zum ewigen Frieden.
Viel Spaß beim zuhören! | |||
| Willard van Orman Quine: "On what there is" | 26 May 2024 | 00:40:12 | |
Willard van Orman Quine war einer der bedeutenden Philosophen des 20. Jahrhunderts. Quines Philosophie zeichnet sich dadurch aus, dass wissenschaftliche Erkenntnisse sich nicht fundamental von unserem Wissen unterscheiden. Seine Philosohie bleibt in der Breite seines Schaffens konsistent, was ihn zu dem Schluss führt, dass Wissenschaft nicht durch Philosophie gerechtfertigt wird, sondern dass Beweise in externen Objekten gesucht werden, wo Beobachter sie gemeinsam beobachten können. In "On what there is" wendet sich Quine der genuin philosophischen Aufgabe zu die Welt in ihrem Kern zu untersuchen. Was gibt es? Was ist Nicht-Existenz? Wie sprechen wir über die Welt? Diese Fragen sind der Gegenstand unserer Folge und des 1948 erschienen Textes. | |||
| Kant: "Zum ewigen Frieden" | 27 Feb 2022 | 00:19:53 | |
In dieser Episode stellen wir mit der Schrift „Zum ewigen Frieden“ einen der bekanntesten Texte Immanuel Kants vor. Kant ist einer der einflussreichsten Denker der abendländischen Philosophie und besonders seine Arbeiten auf dem Gebiet der Erkenntnistheorie und der Ethik prägen aktuelle Debatten weit über den fachphilosophischen Diskurs hinaus.
Ebenso verhält es sich mit seinem Text „Zum ewigen Frieden“ in dem er eine Konzeption entwickelt, wie dauerhafter Frieden zwischen Staaten erreicht werden kann und welche Bedingungen dafür nötig sind. Diese späte Schrift hatte maßgeblichen Einfluss auf den Gründungsvertrag der Vereinten Nationen und darauf was wir uns heute unter dem Begriff Frieden vorstellen.
Viel Vergnügen beim Zuhören! | |||
| Antike: Platons Ion | 30 Jan 2022 | 00:42:46 | |
In dieser Folge beschäftigen wir uns erstmals mit antiker Philosophie und haben den Platon Dialog „Ion“ dafür ausgewählt. In diesem philosophischen Wortgefecht lässt der Autor Platon den berühmten griechischen Philosophen Sokrates auf den erfolgreichen Rhapsoden und selbsternannten Homerexperten Ion treffen.
Wir zeichnen den Verlauf des Gesprächs nach und setzen uns kritisch mit den im Text vorgestellten Argumenten auseinander. Darüber hinaus gehen wir der Frage nach, welche besondere Rolle dem Dialog als philosophische Textgattung zukommt.
Viel Vergnügen mit der Episode! | |||
| Transhumanismus "Mind Uploading" | 26 Dec 2021 | 00:30:33 | |
In dieser Folge schließen wir an unsere Auseinandersetzung mit dem Transhumanismus an und beschäftigen uns mit der Frage inwiefern der Wunsch nach Unsterblichkeit diese Bewegung prägt. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf das Konzept des "mind uploading", das dem Menschen eine körperlose und digitale Existenz in aussicht stellt.
Viel Spaß beim Hören! | |||
| Transhumanismus: „Jenseits des Menschen.“ | 01 Dec 2021 | 00:47:01 | |
In der heutigen Folge setzen wir uns mit dem Transhumanismus auseinander, einer vielschichtigen intellektuellen Bewegung, deren Anhänger in Gen-, Nano- und Computertechnologie die Möglichkeit sehen, die mangelhafte menschliche Natur zu optimieren. Als Grundlage der Diskussion dient der 2020 erschienene Essay „Jenseits des Menschen. Zur Kritik des Transhumanismus“ des Heidelberger Philosophen und Psychiaters Thomas Fuchs.
Viel Vergnügen mit der aktuellen Episode! | |||
| Existenzphilosophie II | 26 Sep 2021 | 00:27:13 | |
In dieser Folge beschäftigen wir uns erneut mit Existenzphilosophie, diesmal versuchen wir aber die grundsätzlichen Ideen dieser im 19. und 20. Jahrhundert besonders einflussreichen Strömung abzubilden. Dafür ziehen wir Sören Kierkegaard und Karl Jaspers als Beispiele heran. | |||
| Existenzphilosophie: "Why Kierkegaard still Matters and Matters to Me“ | 29 Aug 2021 | 00:36:01 | |
In der heutigen Episode setzen wir uns mit Existenzphilosophie auseinander. Die Diskussionsgrundlage dazu bietet der Aufsatz „Why Kierkegaard still Matters and Matters to Me“ von Charles Stephen Evans, einem der führenden Kierkegaard Experten in den Vereinigten Staaten.
Ziel der Diskussion ist herauszufinden welche Rolle das Denken Sören Kierkegaards, der als einer der einflussreichsten Vertreter der Existenzphilosophie angesehen wird, in der heutigen intellektuellen Landschaft spielt und inwiefern es aktuelle philosophische Diskurse prägt. | |||
| Erkenntnistheorie: "Two Dogmas of Empiricism" | 15 Aug 2021 | 00:30:42 | |
Heute beschäftigen wir uns mit Empirismus, einer erkenntnistheoretischen Position. Ein Klassiker in diesem Bereich ist der Aufsatz Two Dogmas of Empiricism der 1951 erstmals und 1961 überarbeitetet nochmal erschien. Der Autor, Willard van Orman Quine, einer der wichtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, ist mitverantwortlich für die Verschiebung der analytischen Bewegung von England in die USA. In dieser Folge diskutieren wir in welcher Form Quine 2 Säulen des logischen Empirismus kritisiert und wie diese Kritik aussieht.
Musik: Vipo Maat, Simon Kahn-Ackermann, Richard Rupp.
Sapere audio wird gefördert von Kickstart Kultur eine Kooperation des Uferlos Teams mit der Freisinger Bank.
Bild: Julian Rupp - Studio H29 | |||
| Philosophy of Mind: "What is it like to be bat?" | 01 Aug 2021 | 00:28:32 | |
Die heutige Folge beschäftigt sich im weiteren Sinn mit Metaphysik und der Philosophie des Geistes. Dazu haben wir uns einen der einflussreichsten Texte des 20. Jahrhunderts angeschaut und näher betrachtet. What is it like to be a bat von Thomas Nagel. Der Autor ist ein zeitgenössischer Philosoph, der unter anderem an der New York University lehrt. In dem Text geht es um eine Kritik an reduktionistischen Positionen und darum, welche Rolle die Perspektive des Subjekts beim Erleben spielt. Viel Spaß mit der Diskussion. | |||
| Anthropologie: "Der Sinn des Lebens und das gute Leben" | 18 Jul 2021 | 00:37:09 | |
In der ersten Ausgabe von "Sapere audio!" widmet sich das Team der Anthropologie, es wird sich mit Roland Kipkes Text "Der Sinn des Lebens und das gute Leben" auseinandergesetzt. | |||
| Karl Jaspers: "Einsamkeit" | 28 Apr 2024 | 00:45:21 | |
In der heutigen Episode beschäftigen wir uns mit einem Aufsatz des deutsch-schweizer Psychiaters und Philosophen Karl Jaspers. 1883 in Oldenburg geboren trug Jaspers mit seinem Schaffen als Arzt maßgeblich zur Entwicklung der wissenschaftlichen Psychiatrie bei.
Er zählt zu den bekanntesten/herausragenden Vertretern der Existenzphilosophie, stand in regem Austausch mit Martin Heidegger und Hannah Arendt und hatte bis zu seinem Tod 1969 mit seinen kritischen Texten großen Einfluss auf den politischen Diskurs im Deutschland der Nachkriegszeit.
Grundlage unserer Diskussion ist ein 1983 von seinem Assistenten und Nachlassverwalter, dem Schweizer Philosophen Hans Saner, herausgegebener Aufsatz mit dem schlichten Titel „Einsamkeit“ (welcher sich vermutlich auf die Jahre 1915-1916 zurückdatieren lässt).
In diesem Text bestimmt Jaspers Einsamkeit als ein grundlegendes Phänomen des Menschseins. Das Individuum befindet sich in einer unvermeidbaren und unendlichen dialektischen Bewegung.
Diese setzt sich aus einer Lust zur Individualität, die zu einem Drang in die Einsamkeit führt und einem Leiden an Individualität, das den Menschen aus der Einsamkeit drängen lässt zusammen.
Einen Weg aus der Einsamkeit sieht Jaspers in gelingender Kommunikation, die für ihn besteht, wenn zwei Menschen sich verstehen. Dies geschieht in der Sphäre der Liebe, als eine Beziehung auf gleichem Niveau, einer Beziehung ohne Machtungleichheit. Dort kommt es zu einer Aufhebung der Einsamkeit ohne die Vernichtung der jeweils eigenen Individualität. Allerdings betont Jaspers, dass auch eine solche Beziehung nur in Momenten bestehet und immer neuer Anläufe bedarf. Jaspers warnt vor den Irrwegen von versuchter Kommunikation in Verhältnissen des Machtungleichgewichts, sowie falschen Vorstellungen von Liebe und deren Auswirkungen auf Menschen, die versuchen zu Kommunizieren.
Viel Vergnügen mit der heutigen Folge! | |||
| Hannah Arendt: "Totalitäre Propaganda" | 31 Mar 2024 | 00:47:55 | |
In „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ setzt sich Hannah Arendt mit denen im 20 Jhdt. neu entstanden Formen der totalen Herrschaft, wie sie nach Arendt im nationalsozialistischen Deutschland und der stalinistischen UdSSR aufkamen, auseinander. Das Buch machte die Philosophin berühmt und stellt Ihr politisches Hauptwerk da.
Wir beschäftigen uns mit dem Unterkapitel „Totalitäre Propaganda“ in dem Arendt Methoden und Ziele der Einflussnahme der totalitären Bewegungen auf die breite Gesellschaft, sowie dann im totalen Staat auf alle nicht totalitären Bevölkerungen analysiert. Die Denkerin zeigt, wie Propaganda dazu dient alle Aspekte der Wirklichkeit auf die Ideologie der totalitären Bewegung hin zu verengen, um das totalitäre Weltbild in der Gesellschaft umzusetzen. In der Auseinandersetzung mit diesem Auszug aus Arendts umfangreichem Werk, werden wir uns mit weiteren Begriffen wie dem der Masse, dem Mob und Indoktrination beschäftigen. | |||
| Bernard Williams: Mensch und Naturschutz | 25 Feb 2024 | 00:43:44 | |
In der heutigen Episode beschäftigen wir uns mit dem Essay „Must a concern for the environment be centred on human beings?“ des englischen Philosophen Bernard Williams. Williams wurde 1929 in Essex geboren und galt als einer der wichtigsten Moraltheoretiker des 20. Jhdts, er verstarb 2003.
Ethik war für Williams von konkreten Einzelsituationen abhängig, sodass eine Pressung in allgemeine moralische Formeln wie der Kantianismus oder der Utilitarismus es versuchen sinnlose Unterfangen darstellen. Seine Arbeiten setzen sich daher, viel mit der Authentizität moralisch handelnder auseinander, Moral Theorie soll nicht gegen sondern mit den innersten Überzeugungen der Menschen gehen.
Der Text, mit dem wir uns heute auseinandersetzen behandelt den Anthropozentrismus in der philosophischen Debatte um Naturschutz und diskutiert die Möglichkeit mit philosophischen Analysen Einfluss auf konkrete praktische und politische Fragen zu nehmen. Willams führt hier sein Projekt, Weg von der Moralischen Formel und hin zu konkreten Werten fort, indem er die grundsätzliche Spannung zwischen Angst und Dankbarkeit, welche in den Menschen gegenüber der Natur herrscht aufgreift und mit Furcht und Erhabenheit Werte für eine Idee des Respektes vor der Natur versucht grundzulegen. | |||
| Eleonore Stump: "Natural Law, Metaphysics, and the Creator" | 28 Jan 2024 | 00:37:17 | |
In dieser Folge beschäftigen wir uns mit einem Text der einflussreichen Metaphysikerin und Religionsphilosophin Eleonore Stump. Wir freuen uns, dass Prof. Stump in den Text einführt und bedanken uns herzlich für die Zusammenarbeit.
Deutsche Überseztung: | |||
| Weihnachtsfolge: Charles Dickens "A Christmas Carol" und die eudaimonistische Philosophie | 22 Dec 2023 | 00:24:50 | |
In Charles Dickens Weihnachts Geschichte „a Christmas Carol“ wird an Heilig Abend mit Hilfe dreier Geister aus Ebenezer Scrooge, einem verbitterten geizigen Mann, eine dankbare und großzügige Person. Der Text den wir heute behandeln nimmt direkt Bezug auf diese Weihnachtsgeschichte:
„Scrooce Learns it all in in one night – Happiness and the virtue of Christmas“ geschrieben von Dane Scott.
Der Autor zeigt, wie Charles Dickens Glück mit Moralität in den Tugenden der Dankbarkeit und der Großzügigkeit zusammenbringt. Im Anschluss an eudaimonistische Philosophie Traditionen, in denen Glück im Sinne eines gelungenen Lebens im Zentrum steht, argumentiert Scott dafür, dass Dankbarkeit und Großzügigkeit feste Bestandteile eines glücklichen Lebens, des Klassikers von Charles Dickens und nicht zuletzt des Weihnachtsfestes selbst sind.
Viel Spaß mit der Folge. | |||
| Searle - "Minds, Brains, and Programs", das "chinesische Zimmer" Gedankenexperiment | 26 Nov 2023 | 00:36:32 | |
In dieser Folge behandeln wir einen Text von Searle. Vorher müssen wir aber über die Person John Searle informieren.
Kurze Warnung! Im nächsten Abschnitt wird sexualisierte Gewalt sowie Sexismus thematisiert, wer möchte kann den nächsten Absatz überspringen.
2019 wurde Searle durch das Präsidium der UC Berkeley wegen sexueller Belästigung einer ehemaligen Studentin und Mitarbeiterin im Jahr 2016 für schuldig befunden, woraufhin ihm die Mitgliedschaft der Universität und sein Status als emeritierter Professor entzogen wurden. Im Verlaufe dieses Prozesses wurden weitere Vorfälle bekannt.
Wir sprechen uns gegen jegliche Form von sexueller Gewalt und Sexismus aus und distanzieren uns von der Person Searle.
Folgenbeschreibung:
John Searle bekannt für sein Wirken in der Sprachphilosophie sowie in der Philosophie des Geistes, stellt in seinem Essay „Minds, Brains, and Programs“ aus dem Jahr 1980 ein Argument vor, das als „Chinese Room“ Gedankenexpermient bekannt wird. Searle will damit nachweisen das starke künstliche Intelligenz, eine KI die ähnlich wie der Mensch intentional agiert, also eigenständig Ziele verfolgt nicht einfach durch die Ausführung von Programmen erreicht werden kann. Computer operieren nur auf der Ebene der Syntax also der Ebene der reinen Form, sie können Zeichen manipulieren und anordnen, so dass auf einen Input ein richtiger Output folgt, ohne im eigentlichen Sinn die Bedeutung der Zeichen zu verstehen. Searle wendet sich damit gegen die damals vorherrschenden Theorien des Funktionalismus und macht seinen Begriff von Intention stark. | |||
| John Lachs: Stoischer Pragmatismus | 29 Sep 2024 | 00:38:07 | |
In der heutigen Episode beschäftigen wir uns mit der Lebenshaltung des
stoischen Pragmatismus, einer Kombination aus antiker stoischer Philosophie
und des Pragmatismus, einer philosophischen Strömung des 20 Jahrhunderts.
Im Zentrum der stoischen Philosophie steht das Streben nach Eudaimonia,
einem gelungenen Leben, das erreicht werden kann, wenn eine Person die
richtigen inneren Einstellungen zu ihrem Leben eingenommen hat. Diese
Einstellungen umfassen insbesondere ein gesichertes Wissen um die Welt, dass
der Stoiker:in ihren Platz innerhalb des Kosmos zeigt. Leben im Sinne der Stoa
bedeutet alle Dinge und Situationen, welche einer Person widerfahren, im
Hinblick auf ihre Relevanz für das gelungene Leben zu analysieren und ihnen
gemäß dieser Einschätzung den angemessenen Wert beizumessen. Stoiker
stellen sich eher der Welt gegenüber und versuchen durch Abstraktion eine
Form der „inneren Ruhe“ zu finden.
Der Pragmatismus hingegen versteht das Leben und im weitesten Sinne das
Erkennen der Welt als untrennbar vom Handeln in der Welt. In dieser
philosophischen Strömung werden die Beziehungen zu anderen als ein in der
Welt sein, betont. Diese grundlegende Überzeugung drückt sich auch in der
pragmatischen Maxime aus: einer Regel zur Überprüfung von Hypothesen, die
denkbare praktische Konsequenzen in den Vordergrund stellt.
Der von John Lachs im gleichnamigen Buch 2012 entwickelte stoische
Pragmatismus versucht diese beiden philosophischen Denkweisen zu vereinen.
Wir diskutieren diese Position unter Einbeziehung des Essays „Toward a
Practice of Stoic Pragmatism“ von Steven A. Miller und Yasuko Taoka in dem
die Philosophierenden versuchen, den abstrakten stoischen Pragmatismus um
konkrete Handlungsweisen zu erweiterten.
Viel Spaß mit der Folge! | |||
| William James: „On a Certain Blindness in Human Beings” | 27 Oct 2024 | 00:29:30 | |
William James war ein origineller Denker in und zwischen den Disziplinen Physiologie, Psychologie und Philosophie.
James war einer der bedeutendsten Vorreiter des Pragmatismus und der Phänomenologie, er hat Generationen von Denker:innen in Europa und Amerika beeinflusst, darunter Edmund Husserl, Bertrand Russell, Alfred North Whitehead und Ludwig Wittgenstein.
In der aktuellen Episode beschäftigen wir uns mit seinem Essay „On a Certain Blindness in Human Beings” aus dem 1899 erschienen Werk „On Some of Life’s Ideals“. In diesem Text setzt sich James mit der Bedeutung von Gefühlen für unsere Werturteile auseinander und behandelt das Problem des Fremdpsychischen. Viel Vergnügen mit der Diskussion! | |||
| Karl Popper: Duldsamkeit und intellektuelle Verantwortlichkeit | 01 Dec 2024 | 00:45:03 | |
Der vor 30 Jahren verstorbene Karl Popper war ein österreichisch-britischer Philosoph, der die Wissenschaftstheorie maßgeblich durch den Falsifikationismus beeinflusste. Seine wissenschaftstheoretischen Überlegungen prägten seine gesellschaftstheoretischen und ethischen Schriften. Sein vielfältiges Schaffen in verschiedenen philosophischen Teildisziplinen kulminierte im von ihm begründeten kritischen Rationalismus. Dieser ist Gegenstand des 1983 erschienen Essays „Duldsamkeit und intellektuelle Verantwortlichkeit“ , in dem er für einen Pluralismus der Ideen und intellektuelle Bescheidenheit plädiert, die sich in Toleranz und einer selbstkritischen Haltung im Umgang mit Fehlern und dem eigenen Wissen äußern. | |||
| Weihnachtsfolge: Foucault und der Weihnachtsmann | 22 Dec 2024 | 00:25:01 | |
Im diesjährigen Weihnachtsspecial beschäftigen wir uns damit, welche Implikationen für unsere Gesellschaft Geschichten über den Weihnachtsmann transportieren. Im Vordergrund stehen dabei die aus der Popkultur bekannten Phänomene der Überwachung und Bestrafung von unartigen Kindern durch Santa Claus. In ihrem Essay „Making a List, Checking it twice“ analysieren RICHARD HANCUFF AND NOREEN O’CONNOR diese Strukturen mit Foucaults Diskursanalyse und entwickeln daraus eine Kritik am konsumzentrierten Weihnachtsfest. | |||
| Thomas Nagel: Physicalism | 26 Jan 2025 | 00:35:49 | |
In seinem 1965 erschienen Aufsatz „Physicalism“ versucht Thomas Nagel einige gängige Einwände gegen die physikalistische Metaphysik zu entkräften. Die These des Physikalismus ist, dass die physischen Eigenschaften der Welt die Wirklichkeit hinreichend beschreiben. Demzufolge sind auch psychische oder mentale Eigenschaften durch die physischen Eigenschaften erklärbar. Nagel tritt für eine schwache Form des Physikalismus ein, der nicht voraussetzt, dass jeder mentale Zustand mit genau einem physischen Zustand identisch ist. Anhand des Textes zeichnen wir Argumentationsstränge des Physikalismus nach und ordnen diese in die Debatte der Philosophie des Geistes ein. Viel Spaß mit unserer 44. Folge! | |||
| Eva Weber-Guskar: Emotionen | 23 Feb 2025 | 00:44:14 | |
Sind Emotionen ein Thema, dem man sich philosophisch nähern kann? In der Geschichte der Philosophie haben die bedeutendsten Denker:innen immer wieder damit gerungen, diesen wichtigen Teil der menschlichen Lebensrealität einzuordnen. Die Philosophin Eva Weber-Guskar stellt in „Die Klarheit der Gefühle“ zwei Ansätze vor, die Emotionen auf kognitive oder körperliche Zustände reduzieren und zeigt deren Schwächen auf. Sie plädiert für eine dritte Position, Emotionen als ein ganzheitliches Phänomen aufzufassen, das einen eigenen Weltzugang ermöglicht.
Viel Spaß mit der heutigen Folge! | |||
| Niccolo Machiavelli: Der Fürst | 30 Mar 2025 | 00:38:32 | |
In der aktuellen Episode beschäftigen wir uns mit Niccolo Machiavellis bekanntestem Werk, das im deutschen als „der Fürst“ bekannt ist. Machiavelli untersucht, mittels einer Betrachtung der Geschichte seit der Antike und der politischen Situation im Italien seiner Gegenwart, wie ein Herrscher beschaffen sein muss, der zur Macht kommt und diese erhalten kann. Besonders ist an diesem Text, dass Machiavelli keine Utopie schreibt und einen idealen Herrscher konstruiert der mit allen wünschenswerten Tugenden gesegnet ist, sondern einen nüchternen und pragmatischen Blick auf die politische Realität wirft, die den Herrscher dazu zwingt Mittel des Machterhalts zu wählen, die strikten moralischen Grundsätzen zuwiderlaufen. Viel Vergnügen mit der Folge! | |||
| Sapere Interview: David Gierscher - Complexity | 14 Apr 2025 | 00:38:58 | |
In der ersten Folge unseres Interview Formates unterhalten sich Richard und David Gierscher über den Begriff der Komplexität. Komplexität beschreibt dabei Phänomene die sich einer einfachen reduktiven Beschreibung zu entziehen scheinen und ähnlich wie ein Regenwald als vielschichtige Gesamtsysteme verstanden werden können.
In seiner Doktorarbeit beleuchtet David aus einer wissenschaftstheoretischen Perspektive den Diskurs der „Complexity Science“, die es sich zur Aufgabe gemacht hat komplexe Phänomene zu untersuchen. Der junge Philosoph beschreibt hierbei wie verschiedenste Wissenschaften um diesen schwer fassbaren Begriff kreisen, und somit auf eine Komplexität in der Natur zu verweisen scheinen. Das Gespräch streift dabei auch den Emergenz Begriff. David gibt so Einblicke in sein Arbeiten und führt aus was es für Ihn heißt als Philosoph Wissenschaftstheorie zu betreiben.
Viel Spaß, beim zuhören. | |||
| Sally Haslanger: Racism, Ideology and Social Movements“ | 27 Apr 2025 | 00:38:03 | |
In der aktuellen Episode diskutieren wir über den einflussreichen Text „Racism, Ideology and Social Movements“ der amerikanischen Philosophin Sally Haslanger. Haslanger gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der analytischen Philosophie der Gegenwart und hat eine Professur am Massachusetts Institut of Technology (MIT) inne. Im von uns behandelten Essay setzt sie sich mit Rassismus auseinander und untersucht ob sich dieses Phänomen als eine Form von Ideologie auffassen lässt. Dazu entwickelt sie einen Ideologiebegriff, der sich insbesondere von kognitivistischen Auffassungen von Ideologie absetzt und besonderes Augenmerk auf die Rolle von sozialen Praktiken legt, die eine Ideologie konstituieren.
Viel Vergnügen mit der neuen Folge!
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| Martin Schroer: Kein Leben ohne Rausch | 25 May 2025 | 00:28:24 | |
Feiern, Rausch und Ekstase werden im Nachdenken über Gesellschaft nur selten thematisiert. Wenn es überhaupt geschieht wird das Thema meist unter dem Stichwort „Sucht“ thematisiert – und damit vor allem als soziales Problem behandelt. In seinem Beitrag „Kein Leben ohne Rausch“ zeigt der Soziologe Martin Schroer, dass dabei die gemeinschaftsbildende und für soziale Kohäsion sorgende Qualität von gemeinsam erlebten Räuschen und Ekstasen im Kontext von Feiern und Feierlichkeiten massiv unterschätzt wird. Er verweist auf die zahlreichen Möglichkeiten, die geschaffen werden, um Räusche erfahren und Ekstasen ausleben zu können, und plädiert dafür, dass sich dieser Aspekt des Menschseins nicht dauerhaft unterdrücken lässt. Menschen versuchen vielmehr Rauscherlebnisse in den Alltag einzubauen, ohne damit auch exzessive Formen von Rausch und Ekstase komplett auszuschließen. | |||
| Walther Zimmerli: Künstliche Intelligenz und Postanaloges Menschsein | 29 Jun 2025 | 00:32:52 | |
Die Debatte um Künstliche Intelligenz wirkt bis in die Grundlagen unseres Nachdenkens über Technologie und Menschsein hinein. Das diagnostiziert der Schweizer Philosoph Walter Christoph Zimmerli in seinem Text „KÜNSTLICHE INTELLIGENZ UND POSTANALOGES MENSCHSEIN. ENTSTEHUNG, ENTWICKLUNG UND WIRKUNG EINES REALEN MYTHOS“. Zimmerli untersucht inwiefern man vergangene und aktuelle Entwicklungen in der KI-Debatte als Mythos verstehen kann und wie diese wirkmächtigen Erzählungen unsere Auseinandersetzung mit dem Phänomen KI erschweren. Er beschreibt dabei drei zentrale Mythen, die „Computermetapher“, die „Singularität“ und den „Posthumanismus“. Zimmerli versucht den Diskurs darum was es bedeutet als Mensch in einer zunehmend digitalisierten Welt zu leben zu entmythologisieren und mit seinem Konzept von „postanalogem Menschsein“ ein fundiertes Gegenangebot zu machen. Viel Vergnügen beim Zuhören! | |||
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