Der Podcast mit Sportphysiotherapeut, Lauf- und Mentaltrainer Florian Reiter.
👉 Über 160 Episoden zu Laufen, Bewegung, Gesundheit & mentaler Stärke
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#186 Gehen ist schneller als stehen“ – Sepp Gruber über Fokus, Bewegung und 20 Jahre Events
Episode 186
Friday, October 2, 2026 • Duration 01:14:00
Josef „Sepp“ Gruber ist seit fast 40 Jahren im Ausdauersport unterwegs: Mountainbike, Triathlon, Höhenbergsteigen, Skibergsteigen und Trailrunning. Er ist Gründer von G-Sport, Renndirektor beim Mozart 100, Veranstalter des Salzburg Trailrunning Festivals und sportlicher Koordinator im Skibergsteigen.
Wir haben uns im Schloss Hellbrunn in Salzburg getroffen – nach einer gemeinsamen Laufrunde, auf einer Wiese, mitten in der neuen Eventlocation des Festivals.
Sepp erzählt, wie er mit 29 seinen Job als Logistiker gekündigt hat, auf Anhieb die Aufnahmeprüfung für Sportwissenschaft geschafft hat und nur neun Monate später seinen ersten Ironman gefinisht hat – obwohl er beim ersten Schwimmtraining nach 25 Metern „halb abgesoffen“ ist.
Wir sprechen über seinen ersten Kindertriathlon mit 21 Kindern, darüber, was ein gutes Laufevent wirklich ausmacht, warum für ihn Sportförderung ohne Kinderbewerb nicht denkbar ist und warum Frauen und Männer bei Preisgeldern immer gleich behandelt werden sollten.
Der rote Faden dieser Folge: der Weg vom Zeitfokus zum Erlebnis.
Vom Runden-Zählen im Triathlon über den Gigathlon bis zum CCC in Chamonix, wo auf seinen Handrücken zwei Worte standen: Fokus und Smile.
Besonders hängen geblieben ist mir seine Geschichte vom CCC: Sepp liebäugelte mit einem Top-3-Platz in seiner Altersklasse. An der ersten Labestation sagt ihm seine Frau, dass er Neunter ist. Seine Reaktion: „Passt.“ Am Ende wurde er Fünfter. Aber wenn Sepp von diesem Rennen erzählt, geht es kaum um Platz fünf. Es geht um den Zieleinlauf um 1 Uhr nachts, um das Spalier, um das Erlebnis – und um seinen Satz:
„Gehen ist schneller als stehen.“
Wir sprechen auch darüber, wie Sepp mit 53 jeden Morgen seine Athletikeinheit macht – ohne lange darüber nachzudenken. Für ihn ist das „das Geschenk, das ich jeden Tag meinem Körper gebe“.
Insights aus dem Gespräch
Ein gutes Event beginnt mit dem Fundament: Strecke, Sicherheit und Zeitnehmung müssen funktionieren. Stimmung, Licht und Startgeschenk kommen danach.
Kinder zeigen uns, wie natürlich Bewegung sein kann: Beim Laufen über den Vorfuß machen sie vieles intuitiv richtig – Erwachsene können sich davon einiges abschauen.
Selbstwahrnehmung ist entscheidend: Ist es der innere Schweinehund? Bin ich einfach faul? Oder signalisiert mein Körper tatsächlich Schmerz?
Regeneration braucht Zeit: Nach dem CCC machte Sepp einen ganzen Monat kein Training – nur Bewegung und Natur. Erst als der Körper wieder „Spaß“ meldete, ging es zurück ins Training.
Feedback ist Teil der Arbeit: Jede E-Mail wird beantwortet. Nach jedem Event entstehen vier bis fünf Seiten mit Verbesserungen.
Die beste Werbung bleibt Mundpropaganda: Menschen, die ein gutes Erlebnis hatten, erzählen davon weiter.
Wir bewegen uns in einer Bubble: Sepp spricht von rund fünf Prozent der Menschen, die regelmäßig entsprechend aktiv sind. Sein Ziel: Diese Bubble so groß wie möglich zu machen. Jede Person, die andere zur Bewegung bringt, trägt dazu bei.
Salzburg Trailrunning Festival23.–25. Oktober 2026Nightrun, Kinder- und Windeltrail, Panorama Trail, Festungs Trail, Gaisberg Trail, Gaisberg Vertical, Trail Amadeus und Trail Marathon: https://www.trailrunning-festival.at
Danke an Sepp für die Zeit, das offene Teilen deiner Erfahrungen – und an dein Team für Events, die seit über 20 Jahren Menschen bewegen.
🎥 Die ganze Folge gibt es auch als Videopodcast auf Spotify und YouTube.
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#185 Sport Insights mit Vincent Vermeulen 2: Berlin-Marathon & Straßenrad-WM Montréal im Trainer-Check
Monday, September 28, 2026 • Duration 41:28
Ein Wochenende, zwei Ausdauer-Highlights: der Berlin-Marathon und die Straßenrad-WM in Montréal. In der zweiten Episode von Sport Insights schaut Trainer und Physiotherapeut Vincent Vermeulen mit mir auf beide Rennen – und darauf, was am Ende langer Belastung wirklich passiert.
In Berlin war Tigst Assefa lange auf Weltrekordkurs: Halbmarathon in 64:57, bei 40 km noch unter Weltrekordtempo. Dann wurde ihr Laufstil unrund, sie humpelte ins Ziel – und gewann trotzdem in 2:11:04, Streckenrekord und drittschnellste Frauenzeit aller Zeiten. Berichtet wird eine Verletzung der rechten Achillessehne. Vincent erklärt, was man im Laufbild sieht, warum Kohlenhydrat-Empfehlungen oft „heiße Luft“ sind und warum er mit seinen Athlet:innen kaum im Carbonschuh trainiert.
In Montréal attackierte Brandon McNulty 32 km vor dem Ziel und wurde nach 273 km Weltmeister. Vincent analysiert den Rennverlauf, die starke Teamarbeit der USA und die Wattdaten von Ben Healy über zwölf Auffahrten – bis zur stärksten mit 488 Watt in Runde sieben und nur noch 376 Watt in der letzten.
Vincents über seine Rolle als Trainer: „Für diese Verbesserung oder Nicht-Verbesserung sind wir gemeinsam verantwortlich. Da steht meine Unterschrift drunter.“
Insights aus dem Gespräch:
Am Limit wird die Koordination schlechter – die Landung härter, die Belastung für Sehnen höher
Wie viele Kohlenhydrate jemand wirklich aufnehmen kann, ist individuell – 120 g/h helfen nichts, wenn du nur 30 g verarbeitest
Carbonschuh im Training: bewusst dosiert, weil er die Biomechanik verändert
Schrittfrequenz ist individuell – Julia Mayer lief ökonomischer, als sie von ca. 205 auf 195 Schritte/Min. ging
Regelmäßige Tests auf gleicher Strecke zeigen, ob die Richtung stimmt
Radsport: Teamtaktik und Helfer wie Matteo Jorgenson entscheiden mit – nicht nur die Watt
Danke an Vincent für die spannenden Einblicke! Du hast Fragen oder Themenwünsche für die nächsten Episoden? Schick sie uns über das Feedback-Formular – wir sammeln alles.
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#184 Sport Insights mit Vincent Vermeulen 1: Die richtige Dosis zwischen Belastung und Erholung
Saturday, September 26, 2026 • Duration 40:00
Willkommen zum Auftakt einer neuen Kurzformat-Serie: Sport Insights mit Vincent Vermeulen. Vincent ist Physiotherapeut und Trainer, geprägt am Olympiastützpunkt Obertauern, heute mit eigenem Leistungszentrum in der Ramsau und Betreuer mehrerer Weltklasse-Athlet:innen.
In dieser ersten Episode geht es um zwei konkrete Beispiele: um die Verletzung von Maximilian Meusburger, den Vincent über Wochen zurück an den Wettkampf begleitet hat, und um die aktuelle intensive Wettkampfphase der Marathonläuferin Julia Mayer.
Dabei wird schnell klar, worauf es Vincent ankommt: Belastung richtig dosieren, den richtigen Zeitpunkt abwarten und nicht versuchen, Dinge mit Gewalt zu erzwingen. „Wenn du nach den Naturgesetzen gehst – ob beim Training, bei der Regeneration oder bei Verletzungen – dann wird das immer funktionieren“, sagt Vincent.
Ein Satz aus dem Gespräch ist mir dabei besonders im Kopf geblieben: „Der Sinn des Trainings ist, dass du müde wirst.“ Und eigentlich trifft das ziemlich genau einen Punkt, den ich aus meinem eigenen Training kenne. Gerade im letzten Urlaub ertappe ich mich dabei, dass ich ein geplantes Intervalltraining durchziehe, obwohl die Beine schwer sind – anstatt einfach eine lockere Runde zu laufen.
Insights aus dem Gespräch:
Verletzungen brauchen Geduld – eine zu schnelle Rückkehr zur Belastung kann mehr kosten, als sie bringt
Gute Trainingssteuerung bedeutet auch, Belastung rechtzeitig zu reduzieren
Jede/r Athlet:in reagiert anders auf Trainingsreize – Individualisierung statt Copy-Paste-Pläne
Zu häufiges Krafttraining kann bei Ausdauerathlet:innen kontraproduktiv sein
Müdigkeit gehört zum Training – entscheidend ist, die richtige Dosis zu finden
Training muss zum Leben passen – Familie, Beruf und soziale Verpflichtungen gehören zur Belastungssteuerung dazu
#183 Einrad Pauli über Mut, Alleinreisen und das Leben nach einer Hirnvenenthrombose
Episode 183
Friday, August 7, 2026 • Duration 01:23:11
Paulina Faistl, bekannt als Einrad Pauli, fährt seit ihrer Kindheit Einrad – und das längst nicht mehr nur in der Turnhalle, sondern auf Bergtouren und Alpenüberquerungen. Aus Oberammergau kommend, ist sie heute für ihre Mountain-Unicycling-Abenteuer und ihre offene Art bekannt, über Rückschläge zu sprechen.
In dieser Episode erzählt Pauli, wie sie als Kind zum Einrad kam – auf der Suche nach einem Sport ohne Vergleichsdruck. Wir sprechen über ihre Bergtouren, den Umgang mit negativen Kommentaren, und über den größten Einschnitt in ihrem Leben: eine Hirnvenenthrombose im Dezember 2020, mitten im Corona-Lockdown, 500 Kilometer von zu Hause entfernt.
Der rote Faden: Wie aus einer lebensbedrohlichen Erkrankung der Mut entstand, Träume nicht mehr aufzuschieben – bis hin zu einer spontanen Alpenüberquerung mit dem Einrad bis zum Gardasee.
Was mich besonders bewegt hat: Wie Pauli ihre Erkrankung heute beschreibt – 'ein Geschenk, das ich nicht haben wollte'. Keine Beschönigung, sondern eine Umdeutung einer sehr schweren Zeit.
Insights aus dem Gespräch:
Das Einrad wurde für Pauli zum Sport ohne Vergleichsdruck – ein bewusster Gegenentwurf zu klassischen Wettkampfsportarten
Der Umgang mit negativen Kommentaren veränderte sich über sechs Jahre hin zu bewusster Distanzierung und aktivem Gesprächsuchen
Die Hirnvenenthrombose entwickelte sich über Monate mit unspezifischen Symptomen, bevor die akute Diagnose gestellt wurde
Alleinreisen ermöglicht laut Pauli besondere Offenheit für Zufallsbegegnungen
Körpersignale ernst nehmen heißt für sie heute, Ziele bewusst aufzugeben, wenn der Körper 'streikt' – ohne das als Scheitern zu werten
Mehr zu Pauli: Instagram @einradpauli
Danke an Pauli für die Offenheit und das Teilen deiner Geschichte.
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#182: Diätologin Marion Essletzbichler im Gespräch: Warum 'schlank' nicht gleich 'gesund' ist
Episode 182
Saturday, August 1, 2026 • Duration 01:07:39
Diese Folge entstand in bezahlter Werbepartnerschaft mit SCARPA.
Marion Essletzbichler ist Diätologin, Fitnesstrainerin und Gründerin von Klartext Essen. Nach 12 Jahren in der Onkologie-Reha hat sie sich 2026 selbstständig gemacht. Ihre Schwerpunkte: Sporternährung, RED-S, Körperbild, Frauengesundheit, Menopause, Hashimoto und Darmgesundheit.
In diesem Gespräch erzählt Marion offen von ihrer eigenen Geschichte: Jahrelang unerkanntes RED-S (Relative Energy Deficiency in Sport) – trotz völlig normalem Körpergewicht.
"Ach, fuck, ich hab RED-S." – so beschreibt Marion den Moment, als sie Jahre nach ihrem Studienabschluss endlich verstand, was mit ihr los war.
Wir sprechen darüber, warum gerade ambitionierte Hobbysportler:innen gefährdet sind, was der Körper tut, wenn die Energie knapp wird, und warum Genetik akzeptiert werden sollte, statt gegen sie anzukämpfen.
Nicht die Zahl auf der Waage entscheidet über Gesundheit, sondern wie gut wir lernen, unseren eigenen Körper zu verstehen und zu versorgen.
Was mich besonders bewegt hat: Marions Erfahrung aus 12 Jahren Onkologie-Reha – dass das Thema Körperbild und Schlank-sein-Müssen selbst bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung bei vielen Menschen nicht verschwindet.
Insights aus dem Gespräch:
RED-S kann auch bei völlig normalem Körpergewicht auftreten – Schlankheit ist kein Ausschlusskriterium
Der Körper priorisiert bei Energiemangel die Bewegung vor der Regeneration – Ermüdungsbrüche sind eine mögliche Folge
Genetik setzt reale Grenzen: "Wenn man ein Schäferhund ist, kann man kein Windhund sein." – dagegen anzukämpfen kostet unverhältnismäßig viel Energie
Verhaltensänderung gelingt eher über sichtbare Umfeldgestaltung als über reine Willenskraft
Auch nach schweren Erkrankungen bleibt der Wunsch nach Schlankheit bei vielen bestehen
Danke an Marion für die Offenheit.
Mehr zu Marion:
#181 Marathon, Medizin, Musik – Aaron Gruen über ein Leben zwischen drei Welten
Episode 181
Tuesday, July 21, 2026 • Duration 01:07:11
Aaron Gruen ist österreichischerRekordhalter im Marathon (2:09:53 h) und Halbmarathon (1:01:14 h). Bevor er zum schnellsten Läufer Österreichs wurde, war Musik sein Hauptfokus – er spielt seit seinem vierten Lebensjahr Cello auf Konzertniveau.
Aktuell studiert er an der Harvard Medical School. In dieser Episode sprechen wir über seinen ungewöhnlichen Weg vom Musikstudium zum Spitzensport, über seine Familiengeschichte als Grund, für Österreich zu starten, über seinen Umgang mit Panikattacken rund um den Vienna City Marathon 2026 – und über die Entscheidung, seinen nächsten Marathon bewusst zu verschieben.
Aaron ist eher zufällig zum Laufen gekommen – über das morgendliche Joggen an der Moldau während eines Musikstudiums in Prag. Was mich besonders beeindruckt hat: Wie bewusst er langfristig denkt. Er sagt es selbst so:
„Ich sehe oft, wie Läufer gierig werden ... das kann dann zu Verletzungen führen. Verletzungen sind der Hauptgrund, warum die meisten Läufer ihr Potenzial nie wirklich erreichen." – Aaron Gruen
Diese Geduld zieht sich durchs ganze Gespräch: seine drei Basics (Schlaf, Ernährung, Freude am Laufen), seine tägliche Kommunikation mit seinem Trainer, sein bewusster Rückzug von Strava bei harten Einheiten – weil der Vergleich mit anderen ihm die Freude genommen hat.
Ein Moment, der mich besonders berührt hat: seine Familiengeschichte. Sein Urgroßvater floh 1939 aus Wien, überlebte das KZ Dachau. Wenn Aaron heute das österreichische Trikot trägt, sagt er, spürt er diese Geschichte mit – als zusätzliche Motivation gerade in den schwersten Rennabschnitten.
Und dann das aktuelle DNF: der Vienna City Marathon 2026, bei dem er kurz nach der Halbmarathonmarke abbrechen musste. Aaron beschreibt offen, wie sich Medizinstudium-Stress, Panikattacken tagsüber, private Koordination und ein Konzert am Vortag zu einer Überlastung summiert haben. Seine Konsequenz daraus: kein Marathon mehr, bis er 2027 eine zweijährige Studienpause einlegt, um sich gezielt auf Los Angeles 2028 vorzubereiten.
#180 – Vom Leistungsradsport zum Merino-Unternehmer | Christian Rieger (SCROC)
Episode 180
Tuesday, July 14, 2026 • Duration 01:26:35
Christian Rieger ist Gründer und Geschäftsführer von SCROC – einem oberösterreichischen Unternehmen für nachhaltige Sport- und Outdoorbekleidung aus Merinowolle. Bevor er Unternehmer wurde, war er Profi-Mountainbiker, gelernter Tischler und Linienpilot.
In dieser Episode erzählt er, wie ein schwerer Sturz in Kitzbühel seine Radsportkarriere beendete, wie er über den Umweg Linienpilot zur eigenen Bekleidungsmarke fand und warum es sieben Jahre gedauert hat, bis das Garn für SCROC so funktionierte, wie er es sich vorgestellt hatte.
Wir sprechen über Materialien, Transparenz in der Lieferkette, den Feronia-Nachhaltigkeitspreis 2026 – und darüber, warum für Christian bis heute Sport die Lösung für die schwierigsten unternehmerischen Momente ist.
Der rote Faden: Nicht Merinowolle steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie man als kleines Unternehmen eine Marke aufbaut, die Haltung über Marketing stellt.
Was mich besonders hängen geblieben ist: Sieben Jahre Entwicklungsarbeit an einem einzigen Garn. Beinahe-Konkurse in den ersten Jahren. Und wie durchgängig Christian im Gespräch von 'wir' statt 'ich' spricht – für die Mitarbeitenden, die Bauern in Australien, die Familie, die am Anfang mitgeholfen hat.
Ein paar Insights aus dem Gespräch:
Große Ziele brauchen kleine, gefeierte Zwischenschritte
Merinowolle hat laut Christian ein deutlich geringeres Bakterienwachstum als Polyamid – ganz ohne Chemie
Vollständige Rückverfolgbarkeit bis zur einzelnen Farm in Australien ist bei SCROC seit jeher Standard, nicht Marketing
Mulesing-freie Wolle bedeutet höhere Kosten – für Christian keine Option, davon abzuweichen
Sport war für ihn in den härtesten unternehmerischen Phasen das Werkzeug, um wieder klar zu denken
Mehr zu SCROC: https://www.scroc.eu/
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#179 | Wie entstehen Lauf- und Trailrunningschuhe? – Wissenschaft, Biomechanik & Produktentwicklung mit Dr. Hendrik Enders
Episode 179
Friday, July 3, 2026 • Duration 01:48:20
Wie entsteht eigentlich ein moderner Lauf- oder Trailrunningschuh?
Welche Rolle spielen Biomechanik, Wissenschaft, Materialien und das Feedback von Athlet:innen? Und warum gibt es den perfekten Laufschuh eigentlich gar nicht?
In dieser Episode ist Dr. Hendrik Enders zu Gast. Er ist Head of Product Management bei LOWA, promovierter Biomechaniker und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung von Lauf- und Trailrunningschuhen. Nach seinem Studium der Sportgerätetechnologie in Wien und seiner Promotion an der University of Calgary arbeitete er rund neun Jahre bei Adidas, bevor er zu LOWA wechselte. Heute begleitet er die Entwicklung neuer Produkte – von der ersten Idee bis zum fertigen Schuh.
Wir sprechen darüber, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in Produkte übersetzt werden, warum Labor und Praxistests gleichermaßen wichtig sind und welche Faktoren einen guten Lauf- oder Trailrunningschuh wirklich ausmachen.
Themen dieser Episode
Hendriks Weg von Wien über Calgary zu LOWA
Was hinter dem Satz „Turning science into performance products“ steckt
Wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen ein Laufschuh entsteht
Der Entwicklungsprozess eines Lauf- und Trailrunningschuhs
Außensohle, Zwischensohle und Obermaterial einfach erklärt
Grip, Dämpfung, Rocker, Stack Height und Drop
Carbon im Trailrunning – sinnvoll oder Marketing?
Warum es den perfekten Laufschuh nicht gibt
Welche Fehler viele beim Schuhkauf machen
Warum unterschiedliche Schuhe sinnvoll sein können
Die Rolle von Athlet:innen bei der Produktentwicklung
Wie Wissenschaft, Erfahrung und Intuition zusammenarbeiten
Wohin sich Lauf- und Trailrunningschuhe in Zukunft entwickeln
Eine Episode für alle, die wissen möchten, wie moderne Lauf- und Trailrunningschuhe wirklich entstehen – von der ersten Idee bis zum fertigen Schuh.
#178 Dr. Sophie Imhof | Zwischen Evidenz, Longevity und Social Media
Episode 178
Tuesday, June 30, 2026 • Duration 01:20:12
Was macht uns mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gesund – und warum suchen wir trotzdem ständig nach der nächsten Wunderlösung?
In dieser Episode ist Dr. Sophie Imhof zu Gast. Sie ist Neurowissenschaftlerin, forscht an der Weill Cornell Medicine in New York, beschäftigt sich mit ALS, Alterung, Epigenetik und Longevity und setzt sich mit ihrem Projekt Wunderwerk Leben und ihren Social-Media-Kanälen für evidenzbasierte Wissenschaftskommunikation ein.
Wir sprechen über Bewegung als wahrscheinlich wirksamste "Medizin", warum Gesundheit selten einfache Antworten kennt, weshalb Sophie bewusst keine Produkte bewirbt und warum wissenschaftliches Denken bedeutet, Unsicherheit auszuhalten.
Natürlich geht es auch um ihre persönliche Geschichte: vom späten Einstieg ins Laufen über Triathlon und Ultraläufe bis hin zu ihrem Alltag als Forscherin in New York.
Eine Episode über Neugier, kritisches Denken und die Faszination des menschlichen Körpers.
Themen dieser Episode
Warum Bewegung wissenschaftlich so gut belegt ist
Gesundheit zwischen Evidenz und Social Media
Longevity, Biohacking & Supplements
Protein-Hype – was sagt die Forschung?
Mitochondrien & Energieproduktion
Warum einfache Lösungen so verlockend sind
Die Bedeutung von Regeneration und Schlaf
Wissenschaftskommunikation statt Clickbait
Laufen als mentale Auszeit
Ultraläufe, Wüstenrennen & Abenteuer
Forschung in New York
Warum Wissenschaft Unsicherheit aushalten muss
#177 Solo | Es gibt nicht die eine Methode
Episode 177
Wednesday, June 24, 2026 • Duration 22:19
„Es gibt nicht die eine Methode.“
Ein Satz, der mich in den letzten Wochen immer wieder begleitet hat.
Bei meinen letzten Camps, in Gesprächen mit Klient:innen, bei Laufanalysen und auch in den letzten Podcast-Episoden wurde mir erneut bewusst, wie sehr wir nach einfachen Antworten suchen.
Die beste Trainingsmethode.
Die perfekte Ernährung.
Die optimale Trainingszone.
Der ideale Laufstil.
Wir wünschen uns oft klare Lösungen. Und gleichzeitig zeigt mir meine Arbeit als Physiotherapeut, Laufcoach und Mentaltrainer seit über 15 Jahren immer wieder:
Wir Menschen sind unterschiedlich. Was für die eine Person hervorragend funktioniert, kann für die nächste völlig ungeeignet sein. Klingt möglicherweise komplett logisch - dennoch wird es oftmals nicht berücksichtigt.
In dieser Solo-Episode spreche ich darüber,
warum ich keine Patentrezepte mag
weshalb einfache Antworten oft zu kurz greifen
warum Kontext wichtiger ist als Dogmen
welche Rolle Individualität im Training spielt
weshalb Social Media Extreme oft belohnt
warum gute Fragen manchmal wertvoller sind als schnelle Lösungen
was ich aus über 15 Jahren Arbeit mit Menschen gelernt habe
und warum die spannendste Frage oft nicht lautet: „Was ist die beste Methode?“, sondern: „Was passt gerade zu mir?“
Denn vielleicht geht es gar nicht darum, die perfekte Methode zu finden. Vielleicht geht es vielmehr darum, sich selbst besser kennenzulernen.
Vielen Dank fürs Zuhören und dafür, dass Running Free aktuell zu den meistgehörten Sportpodcasts in Österreich zählt. Das bedeutet mir sehr viel.
Wenn dir die Folge gefallen hat, freue ich mich riesig über:
Eine spannende Perspektive auf Training, Verletzungen und die Frage, wann mehr tatsächlich mehr bringt – und wann weniger der bessere Weg ist.
Ab jetzt gibt es jede Woche eine neue Episode von Sport Insights mit Vincent Vermeulen.
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Diese Folge entstand in bezahlter Werbepartnerschaft mit SCARPA – der italienischen Bergsport-Marke, die mit Innovation und Leidenschaft Trailrunning neu definiert. Ob auf technischem Terrain oder auf langen Strecken: SCARPA bietet für jede Herausforderung den passenden Schuh.
Der von mir im anspruchsvollen Terrain getestete Spin Ultra 2 von SCARPA ist der perfekte Begleiter für lange Distanzen auf allen Untergründen. Dank der starken Dämpfung durch den innovativen Supercritical Foam, der mit Gas gefüllt ist, bietet er eine dynamische, reaktive Unterstützung. Die Vibram Megagrip-Sohle sorgt für exzellenten Halt – und mit nur 270 g (Gr. 42) bleibt der Schuh angenehm leicht.
Ich bin begeistert von der Performance. Danke an SCARPA für die tolle Zusammenarbeit!
Der Wechsel vom Leistungsmusiker zum Spitzenläufer geschah schrittweise – nicht als bewusste Einzelentscheidung
Drei Basics (Schlaf, Ernährung, Freude am Laufen) sind für Aaron die Grundlage verletzungsfreien Trainings
Körpersignale gehen im stressigen Alltag leicht verloren – tägliche Meditation hilft ihm, sie zurückzugewinnen
Mentale Rennvorbereitung wie Countdown-Zählen strukturiert lange Distanzen in überschaubare Etappen
Der Abbruch in Wien war eine Kombination mehrerer gleichzeitiger Belastungen – nicht mangelndes Training
Manchmal ist die klügste Entscheidung, bei einem Rennen nicht mitzulaufen, wenn man wirklich langfristig denkt
Danke Aaron für das unglaublich bereichernde und offene Gespräch.
Diese Episode entstand im Rahmen einer Partnerschaft mit COROS. Mit diesem Link + Code erhältst du ein kostenloses Accessoire (alles unter https://de.coros.com/accessories) beim Kauf einer Uhr / eines DURA.
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Wenn dich Themen wie Zielarbeit, Zwischenschritte oder wie du nach Rückschlägen wieder Tritt fasst, beschäftigen: Mehr dazu in meinen Laufcamps und im 1:1 Coaching – alle Infos unter www.runventure.at
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