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Explore every episode of the podcast QuadraCast

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TitlePub. DateDuration
[Heilige Messe] «Die Hl. Messe - mein Opfer?»30 Mar 202400:07:44
Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Bild/Imagination: Betrachten wir Maria, wie gut und würdig sie ihren Gott, ihren Erlöser und Retter, empfängt (Lk 1,46-55)Gnade: Die hl. Eucharistie in Marias Gesinnung zu empfangen.1. Hunger. Maria war frei von Hochmut, deshalb konnte sie Jesus würdig empfangen. Sie wusste, dass sie Gott unbedingt braucht, und sehnte nach ihm. So war sie am besten vorbereitet, für die erste Kommunion der Welt.2. Demut. Ein Gefäß, das mit Sand gefüllt ist, kann nicht mit Gold gefüllt werden; eine Seele, die vor ihrem eigenen Ego platzt, kann niemals mit Gott gefüllt werden.3. Jubel. Maria ist die freudigste Person der Welt, trotz aller ihren Schwierigkeiten. So ist sie unser Beispiel, wie man sich freuen soll, wenn man Jesus in Eucharistie empfängt.

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[Heilige Messe] «Heute keine Messe?»29 Mar 202400:08:23
Gottes Gerechtigkeit fordert, dass dieser unendliche Schaden der Sünde gesühnt werde, seine Liebe jedoch drängt ihn, diesen Preis selbst zu bezahlen.
Bild/Imagination: Wir stehen mit der Gottesmutter Maria und dem Apostel Johannes auf Golgotha am Kreuze Jesu.

1. Der entblößte Altar. Ich betrachte die Liturgie, die mir das Leiden und Sterben Christi vor Augen führt. Die Einfachheit und Demut der Vollzüge, das Schweigen von Glocken und Orgel: Alles deutet darauf hin, dass der Kirche ihr Bräutigam heute genommen ist. Der entblößte Altar steht für Christus selbst, der entblößt die Schmach des Kreuzes erleidet.

2. Die Sünde. Mir wird das große Übel meiner Sünden und der aller Menschen bei diesem Anblick bewusster. Dies ist die größte Katastrophe: Das Geschöpf wendet sich von seinem Schöpfer ab. Bereue ich meine Sünden um Gottes Willen?

3. Das Opfer der Liebe. Nicht um Silber und Gold sind wir losgekauft, sondern mit dem kostbaren Blut Christi (vgl. 1 Petr 1, 18 f.). Der Unschuldige bezahlt für die Schuldigen. Wie unendlich groß ist doch die Liebe Gottes zu uns Menschen, die nirgend so sichtbar wird wie am Kreuze Christi. Ja, das ist der Grund meines Glaubens; deshalb will ich Gott immer mehr lieben...

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[Heiligenverehrung] «Eine heilige(nde) Aufgabe: Mission»20 Mar 202400:05:40
Was sehen wir? Zurückgezogenheit einerseits - Leben in der Welt andererseits.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination:
Sehen wir Jonas und betrachten wir, wie er seine Mission angeht (1. und 3. Kapitel Jon) und Bitten wir um die Aufrichtigkeit im Erkennen und Befolgen unseres Auftrages von Gott.

1. Ruf. Gott hat Jonas zu einer Aufgabe bestimmt. Er soll in einer Stadt predigen, die die Hauptstadt vom Assyrischen Reich war, das das Nordreich zerstörte. Und gerade zu ihnen wollte Gott Jonas senden, dem es überhaupt nicht gefallen hat.2. Seine Reaktion. Jonas flüchtete, aber dadurch hat er sowohl sein Leben als auch das Leben der anderen einer großen Gefahr ausgesetzt. Das Gleiche kann auch heute passieren, wenn wir den Weg nicht gehen wollen, den Gott für mich vorbereitet hat.3. Richtige Antwort. In der äußersten Not hat Jonas festgestellt, dass Gottes Plan doch der richtige war. Er bekommt von Gott zugleich eine neue Chance, seine Aufgabe zu erfüllen. Meinen Auftrag zu erkennen und anzunehmen kann schwierig sein, aber man bekommt dafür 100x mehr. Wichtig ist es nur, in voller Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit vor Gott und sich selbst zu stehen und nicht versuchen, nach Tarsis (ins Internet, Arbeit, Hobbys) zu fliehen. Sie ist die wichtigste Voraussetzung, ohne die es nicht gehen kann.

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[1. Woche] Sonntags-Gespräch über die Mäßigkeit21 Feb 202300:24:56
«Denke nicht wie ein Spießer. – Mache dein Herz weit, weltweit, katholisch.» - hl. Josémaría Escrivá Die Woche des Aschermittwochs ist da. Mario Maurer, der Gestalter der Betrachtungen der ersten Woche ist unser Gast. Mit vier Jahren wollte er Priester werden und ist nun kurz nach der Halbzeit seines Studiums. Er stellt uns die Mäßigkeit vor, seiner Meinung nach die Tugend mit dem schlechtesten Ruf. «Sei nicht zufrieden mit Mittelmäßigkeit» - wir erörtern mit ihm dieses Zitat des heiligen Johannes Paul II. und warum wir genau deshalb auch «Nein» sagen und Maß halten müssen. Und natürlich lernen wir den hl. Josemaría Escrivá kennen, den Gründer des Opus Dei, Vollblut-Priester und Meister der klaren und bildhaften Ratschläge. Aufgabe der Woche: Ergreife einen konkreten Fastenvorsatz für diese vor uns liegende heilige, 40-tägige Fastenzeit. Nicht zu groß, nicht zu klein – großherzig und mit Mut. Tausche dich mit deinen Freunden oder deinem geistlichen Begleiter darüber aus. Nimm ihn dir fest vor, schreibe ihn auf, dass du dich immer wieder daran erinnern kannst.    - - - Follow / Folgen:  Telegram: https://t.me/QuadraCast YouTube: http://bit.ly/3kXm9SG Apple Podcast: https://apple.co/3Hvf2Zh Spotify: https://spoti.fi/3HwDI3R Google Podcast: http://bit.ly/3Y2zrMi Amazon Music: https://amzn.to/3DCFj6S
[Bonus] Wir betrachten gemeinsam Mt 6,16-2120 Feb 202300:12:18
Die Methode nach dem hl. Ignatius ist in erster Linie ein Gebet. Während das gestrige Gespräch den theoretischen Hintergrund geliefert hat, wollen wir nun gemeinsam eine solche Betrachtung machen – Schritt für Schritt. Dabei zeigen wir euch, wie ihr mit Gedächtnis, Verstand und Wille die von uns aufbereiteten Punkte in Gebet umwandeln könnt. Sie soll für all jene eine Hilfe sein, welche noch nicht an Gebetsmethoden gewöhnt sind. 

 - - - Eine hilfreiche Kurzübersicht:   I Einleitung:1. Sich in Gottes Gegenwart sammeln2. Bitte, alles zu «Gottes größerer Ehre» tun zu dürfen3. Zwei Einstellungen:       a) Zurichtung des Schauplatzes       b) Erbitten, was ich erlangen will II Hauptteil:Betrachtungspunkte (meistens 3), die behandelt werdendurch Anwendung der höheren geistigen Kräfte, nämlich:-     Gedächtnis (den Inhalt möglichst plastisch und mit Einzelheiten in Erinnerung rufen)-     Verstand (den Gegenstand tief und lebhaft zu verstehen suchen, auf mich selbst anwenden, praktische Folgerungen ziehen)-     Wille (Stellung nehmen, Vorsätze fassen) III Abschluss:-     «Gespräch» mit dem Herrn, der Gottesmutter, ...-     Pater noster, Ave Maria oder Seele Christi-     Kurze Prüfung der Betrachtung
[Quinquagesima] Gebet und die Methode des hl. Ignatius19 Feb 202300:20:28
«Eigentlich ist es ganz einfach: Der himmlische Vater ruft nach uns – und wir dürfen antworten.» Nun steht die Fastenzeit vor der Tür und es wird Zeit, dass wir uns detailliert mit der Betrachtungsmethode des hl. Ignatius von Loyola beschäftigen. Dazu ist unser letzter Gast in den vorfastenzeitlichen Gesprächen Clemens bei uns. Wir sprechen mit ihm über das Wesen des Gebetes und das innere Gebet, dass darin eine ganz spezielle Stellung einnimmt. Natürlich wird uns Clemens dann aber vor allem auch die Methode Schritt für Schritt vorstellen und uns hilfreiche Tipps zur praktischen Umsetzung geben.


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[Bonus] «Macht fasten hochmütig?»18 Feb 202300:01:02
Wenn wir unsere Fastenvorsätze wundersam und vollständig einhalten, wie vermeiden wir, dass wir hochmütig werden. Hochmut ist eine ganz typische Versuchung für Fastende. Übrigens auch für Leute, die andere gute Dinge tun. Um die Versuchung des Hochmutes ganz zu vermeiden, müssten wir wohl unser Leben auf Essen und Schlafen reduzieren. Dabei würden wir wohl nicht von Hochmut versucht. Aber ernsthaft: Man muss den Kampf aufnehmen, man muss sich ernsthaft erforschen, sich als schwachen Menschen erkennen und gar nicht so viel auf die anderen schauen, sondern auf Gott.


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[Bonus] «Ausgewogen ohne Gott?»17 Feb 202300:00:48
Was können wir antworten, wenn z.B. ein atheistischer Freund viel ausgewogener lebt und sagt, er brauche dafür keinen Gott? Gott ist nicht dafür da, dass wir ausgewogen leben können, sondern Gott ist eine Realität, ein wirklicher Gott. Indem wir ihn erkennen, bemühen wir uns auch den Weg zu Ihm zu finden. Dazu ist das ausgewogene, gemäßigte Leben eine große Hilfe. Deswegen hat die Mäßigkeit dieses atheistischen Freundes, so bewundernswert sie auch ist, ihren Sinn – aber einen ganz anderen Sinn als die Mäßigkeit, wie ein Christ sie übt.


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[Bonus] «Wieviel Gramm wiegt eine „Stärkung?“»15 Feb 202300:00:29
Eine ungewöhnliche Frage: Wieviel Gramm wiegt eine «Stärkung»? Wenn es eine kleine Stärkung sein soll, wie sie neben der einmaligen Sättigung zweimal erlaubt ist, kann man das nur individuell abstimmen: Das, was jemand als eine kleine Stärkung empfindet, ist für ihn auch eine kleine Stärkung.


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[Bonus] «Nächstenliebe wichtiger als Fasten?»13 Feb 202300:00:47
Wenn ich im Alltag vor der Entscheidung stehe, einen Akt der Nächstenliebe zu üben oder meine Fastenregel einzuhalten – welche Option wähle ich dann?

Im Zweifelsfall immer die Liebe. Oft lässt sich beides gut verbinden. Am Karfreitag sollte man auch nicht unbedingt aus Nächstenliebe an einem Festmahl teilnehmen. Das ist dann vielleicht die falsche Liebe. Wenn es aber hart auf hart kommt, dann ist man von einer selbst definierten Fastenregel sowieso, aber auch von der kirchlichen Fastenregel dispensiert.



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[Sexagesima] Gebet und Fasten mit P. Deneke FSSP12 Feb 202300:21:15
«Zitat …» Unser zweiter Gast ist P. Deneke, Subregens des Internationalen Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad.  Die Fastenzeit ist schon in greifbarer Nähe und es wird Zeit, sich neben dem Gebet auch mit der Fastenpraxis zu beschäftigen. Die Fastenzeit heißt nicht umsonst Fasten-Zeit. Wir sprechen mit unserem Gast über die eigentliche, geistige Bedeutung des Fastens und thematisieren auch die eine oder andere Verirrung. Muss fasten weh tun und bedeutet es immer «ein weniger an» oder manchmal auch «ein mehr an»? Auch gibt P. Deneke uns einige Tipps, wie wir erfolgreich unsere persönlichen Fastenvorsätze fassen können.


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[Bonus] «Raus aus der Komfortzone?»11 Feb 202300:01:42
Wie merke ich konkret, dass jetzt der Moment gekommen ist, aus meiner Komfortzone herauszukommen und ein Zeugnis für den Glauben zu geben?

Ich denke, man muss es wagen, mit den anderen zu sprechen. Wie oft sind die Menschen ganz individualistisch. Wenn sie im Zug in einem Abteil sitzen, kann man den Eindruck bekommen, dass sie Angst haben miteinander zu sprechen. Wagen wir mit den Menschen zu sprechen, mit dem Individualismus zu brechen. Sagen wir uns: Ja, für diese Leute wagen wir einige Worte. Wir können uns für sie, für ihr Leben und was sie beschäftigt interessieren. Eine kleine Aufmerksamkeit für die Leute, die neben uns sind.


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[Bonus] «Ist beten peinlich?»10 Feb 202300:02:33
Was raten sie einem Jugendlichen, der sich nicht traut vor seinen Kollegen vor dem Essen zu beten – in der Schule, bei der Arbeit, in der Mensa der Universität?

Man kann immer ein gutes Beispiel geben. Wenn die Leute wahrhaftige, authentische Zeugnisse von unserem Herrn Jesus Christus bei uns sehen, also eine Übereinstimmung zwischen dem, was wir sagen und dem was wir dann effektiv tun wahrnehmen, werden sie das ernst nehmen. Besonders dann, wenn sie unsere Freude an Gott sehen, gerade auch in Schwierigkeiten. Dann sehen die Leute, dass es nicht aus uns ist – sondern von Gott. Diese Freude auszustrahlen ist ein gutes Zeugnis. Es ist wahr, dass wir manchmal auch etwas wagen müssen. Wir sollen nicht wegen unseres Glaubens rot werden. Mutig sein!


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[Heiligenverehrung] «Von den Auswirkungen guter Lektüre.»19 Mar 202400:05:52
Einer von Ihnen fing an darin zu lesen, staunte, gerät in Flammen und wurde, während er noch las, von dem Gedanken ergriffen, Gott zu dienen. 


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination:
Betrachten wir Josias und seine Entdeckung des Gesetzbuches im 2. Buch der Könige, 11-20 und bitten wir, das wir das Gelesene in Taten umsetzen können.

1. Lesen. Ohne regelmäßige, tägliche geistliche Lektüre kann Gott uns schwierig erreichen. Nur fünf Minuten täglich können eine gewaltige Änderung in unserem Leben hervorbringen. Das hat auch König Josias erfahren, als er das verlorene Gesetzbuch im Tempel entdeckte. Dieses Ereignis hat ihm geholfen, seinen guten Willen in die richtige Richtung zu lenken.2. Verstehen. Lesen ohne Verstehen bringt nicht viel. Wenn man nicht weiß, was man vor ein paar Sekunden gelesen hat, kann der Text kaum etwas bewirken. Langsame, nachdenkliche Lektüre ist viel mehr Wert als viele oberflächlich gelesene Bücher. Hl. Ignatius von Loyola: multum, non multa. Nicht die Quantität, sondern die Qualität ist wichtig.3. Tun. Das Gelesene kann nicht nur auf der theoretischen Ebene bleiben. Ein Gelehrter, der viele geistliche Bücher kennt, ist noch kein Heiliger. Josias nimmt das Gesetz Gottes ernst und versucht, es nach seinen Kräften zu erfüllen (siehe 2Kön 23,4-15), was ihn zum Heiligen gemacht hat.

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[Bonus] «Wie lange dauert ein Gebet?»08 Feb 202300:02:35
Gibt es eine Regel, ein Mass wie lange ein Gebet mindestens dauern soll?

Es ist wichtig, dafür eine gewisse Zeit im Alltag zu finden – und das realistisch. Für einen jungen Menschen ist es nicht das Wichtigste eine lange Betrachtung zu machen, sondern mit ein paar Minuten zu beginnen. Zum Beispiel mit Hilfe der Heiligen Schrift. Ein paar Sätze lesen, darüber nachdenken, überlegen und dann spontan mit Gott sprechen. So in den Austausch mit Gott treten. Man kann auch mit fünf Minuten beginnen, um dann langsam die Zeit auszubauen.



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[Bonus] «Ist beten wie Zähneputzen?»06 Feb 202300:01:52
Ist beten wie Zähneputzen? Reicht es morgens und abends?

Wenn ich nicht auf die Hygiene des Körpers achte, dann werde ich unter Umständen krank. Wenn ich keine Beziehung zu Gott habe, falle ich wie in das «Nichts» und werde nicht das Ziel dieses Lebens erreichen. Denn Gott möchte, dass ich in sein ewiges Reich eingehe. Ich muss also jeden Tag meines ganzen Lebens auf dieses eine Ziel hin ausrichten. Es ist das Zentrum, das Wichtigste.


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[Septuagesima] Gebet und Heiligkeit mit P. Ribeton FSSP05 Feb 202300:21:51
«Gott wird uns nicht in eine Form pressen. Er wird in die Geschichte unseres Lebens eintreten und vor allem wir er uns in seine eigene Geschichte eintreten lassen.» Unser erster Gast in den vorfastenzeitlichen Gesprächen ist P. Ribeton, Regens des Internationalen Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad.  Wir sprechen mit ihm über den Weg zur Heiligkeit, zu der jeder ganz unabhängig seines Standes berufen ist. Dabei teilt er seine Erfahrungen mit uns, welchen Stellenwert das betrachtende Gebet und die tätige Nächstenliebe in unserem Alltag einnehmen können und wie sich die geistliche Übung dieser Fastenzeit auch auf unser Umfeld, unsere Freunde und unsere Familie auswirken soll.


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[Trailer] QuadraCast27 Jan 202300:05:46
Das persönliche Gebet zu gestalten, kann manchmal herausfordernd sein, ja uns manchmal richtiggehend überfordern. Dieser Podcast will Abhilfe schaffen.

In dieser vierzigtägigen Fastenzeit – »Quadragesima« – stellen wir die Betrachtungsmethode nach dem hl. Ignatius von Loyola vor und üben diese anhand der sieben Tugenden und sieben Meistern des geistlichen Lebens gemeinsam mit allen ein, die diesem Podcast folgen. Diese Form des persönlichen Gebetes ist nur eine von vielen, aber sie wurde von der Kirche stets besonders empfohlen.

Immer sonntags senden wir eine längere Folge: Unser Gast ist der Seminarist, welcher die Impulse und Betrachtungspunkte der kommenden Woche gestaltet. An den folgenden Tagen erhalten die Hörer einen kurzen, ca. 3 – 4-minütigen Impuls, in welchem verschiedene Aspekte dieser Tugend beleuchtet werden. Sie sollen als Nahrung für die tägliche Betrachtung dienen. Zusätzlich geben wir drei konkrete Betrachtungspunkte, die helfen sollen, die Gebetszeit zu ordnen.
Dieser Podcast wird von Seminaristen des Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad und in Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus produziert.

Wir hören uns am 5. Februar 2023 - dann mit unserem ersten Gast P. Ribeton.



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[Heiligenverehrung] «Heilige – Hinweisschilder auf Christus!»18 Mar 202400:05:03
Schauen wir uns einen prächtigen Altar an: Was sehen wir? Eine Menge Engelfiguren und eine Vielzahl an Heiligenbildern. Also doch: Götzendienst!


Betrachtungshilfe
Bild/Immagination:
Betrachten wir die Menschen, wie sie ihre Zuflucht zu den Heiligen nehmen und von ihnen Hilfe erhalten! (Tob 1,6-9)

1. Tobias. Befindet sich auf einer lange Reise, die sehr gefährlich ist und die er allein nicht schaffen kann. Gott schickt ihm aber eine mächtige Hilfe – seinen Engel Raphael. Heute schickt er uns ganze Scharen der Heiligen, mit denen wir befreundet sein können und die wir um Hilfe bitten können. Es wäre Schade, diese Hilfe nicht auszunützen.2. Raphael. Seine Ratschläge sind auf den ersten Blick sinnlos, aber später (8,1-4; 11,10-15) retten sie sein Leben und befreien seine Mitmenschen. Es lohnt sich, die Rätschläge der Heiligen zu befolgen, selbst wenn sie jetzt unnütz scheinen. Wenn man sie nichtsdestotrotz befolgt, wird man früher oder später ihre Früchte genießen.3. Der Fisch. Etwas, was sein Leben bedrohte, wurde in einen großen Segen umgewandelt. Gott nutzt besiegte sündhafte Gewohnheiten und Erfahrungen der Heiligen aus, damit sie uns über ihre Heilmittel in ihren Büchern berichten. Man soll aus ihren Erfahrungen bei einem eigenem Kampf dankbar schöpfen, damit Gott auch meine eigenen Sünden in einen reichen Segen für Andere verwandelt.

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[Heiligenverehrung] «Warum Du noch nicht heilig bist!»17 Mar 202400:15:45
So viele Heilige...und Du zählst nicht dazu! Warum bloß? Als Fürsprecher und Vorbilder sind die Heiligen weltweit bekannt, doch die Ursprünge liegen in den grausamen Anfängen des Christentums als die Christen noch das Futter für die Löwen im Zirkus waren. Der Seminarist Gerulf Stix FSSP zeigt Dir heute, was die Ursprünge der Heiligenverehrung sind, wie sehr sie bis heute in der Hl.Messe nachwirken und wie Du selber heilig werden kannst.

Aufgabe der Woche
Suche Dir einen Heiligen, mit dem Du Dich in der kommenden Woche besonders beschäftigen möchtest. 

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[Bußsakrament] Tag 6 – « 300 Tage und 7 Jahre – der Ablass»16 Mar 202400:09:16
„Sobald die Münze im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.“


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Sehen wir Gott, wie er sich an König David wendet, der gegen den Herrn gesündigt hat und sehen wir auch die Folgen der eigenen Sünden. (v. 6).

1) Die Sünde schadet mir selbst. Jede Sünde hinterlässt Spuren, selbst wenn sie später bereut wird. Durch seine Sünde kam auf David später eine Strafe in der Form des Aufstandes gegen seine Regierung. Das Handeln eines jeden Menschen zieht etwas nach sich: Gutes oder Böses. 2) Sie schadet meinen Mitmenschen. Die Sünde beeinflusst das Leben meiner Mitmenschen negativ. Wenn man die schlimmen Folgen nicht ganz wiedergutmachen kann, kann man wenigstens für sie beten. David ermordete Urija leiblich, unsere Sünde kann oft das göttliche Leben in den anderen ermorden. 3) Sie beleidigt Gott. Die Sünde ist das größte Übel, weil sie sich gegen Gott richtet. Durch sie zeigt man die größte Undankbarkeit Gott gegenüber. Und trotzdem vergibt Gott in seiner Barmherzigkeit die Sünde, ja noch mehr, er gibt die Chance, ihre ewigen Folgen zu tilgen durch die Ablässe sowohl für die Lebenden, als auch für die Verstorbenen. Nehmen wir uns den Vorsatz jeden möglichen Ablass zu gewinnen!


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[Bußsakrament] Tag 5 – «Schwamm drüber…»15 Mar 202400:09:26
Man kann die größten Sünden begehen, ein menschliches Ekelpaket sein, ganz egal. Einmal zur Beichte gehen und alles ist gut. „Schwamm drüber“ eben.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Sehen wir Gott, der sein Wort an Jeremia richtet und ganz konkrete Vorgaben macht, was er von den Sündern erwartet und bitten wir Gott, dass wir den richtigen Vorsatz für unser gegenwärtiges Leben finden. (Jeremia 7,1-12)

1) Falsche Sicherheit. Der Tempel Gottes bietet keinen Schutz für diejenigen, die zu Gott Zuflucht nehmen, ohne seine Gebote einhalten zu wollen. Die Beichte ohne den aufrichtigen Willen zur Umkehr kann niemandem auf dem Weg in den Himmel helfen. 2) Lebensänderung. Die Beichte ist kein Vergebungsautomat. Nur dadurch, dass man ernsthaft versucht, seinen Lebenswandel zu verbessern, kann die Beichte auch wirksam werden. Gott schenkt und im Augenblick der Lossprechung die Gnade vollkommen bereuen zu können. Es liegt an uns, ob wir dieses Geschenk annehmen und umkehren wollen, oder ob wir eine richtige Lebensänderung gar nicht wollen.3) Vorsatz. Am besten kann man die Beichte durch kleinere Vorsätze wirksam machen. Man soll sich konkret überlegen, wo sein Hauptfehler liegt und gegen ihn soll man kämpfen, indem man einen konkreten, demütigen und praktischen Vorsatz fasst.



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[Bußsakrament] Tag 4 – «So oft beichten?»14 Mar 202400:07:53
Bevor ich in das Seminar eingetreten bin, habe ich mich durchaus bemüht, regelmäßig das Sakrament der Versöhnung zu empfangen. Allerdings war für mich der Begriff der „Regelmäßigkeit“ doch etwas dehnbar.


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Bild/Imagination
: Betrachten wir Samuel, wie er auf dem Dach seines Hauses steht und von dort aus eine Frau sah, die badet und bitten wir um die Gelegenheit zur Sünde zu meiden.

1. Versuchung. Statt mit seinen Männer in den Krieg zu ziehen, blieb König David zu Hause und langweilt sich, und ehe er sich versieht überkommt ihn eine Versuchung. Der Müßiggang: aller Laster Anfang. Anstatt sich seinen Pflichten zu widmen, lässt er die Zeit verstreichen.2. Zustimmung. Eine Versuchung ist noch keine Sünde, erst wenn man zustimmt fängt das Sündhafte an. Hätte David seinen Blick einfach abgewendet, wäre weiter nichts mehr passiert. Doch die Menschen erliegen den Versuchungen ziemlich leicht. Er weiß, dass es falsch ist und dennoch begibt er sich in Gefahr.3. Lösung. Die Versuchungen zu meiden ist das beste Mittel, um nicht zu sündigen. Der Teufel macht sich über alle Vorsätze und Versprechungen lustig, die ein büßender Sünder macht, so lange derselbe nicht auch die Gelegenheit zur Sünde verlässt. (Alfons M. von Liguori). Gute Vorsätze alleine genügen also nicht! Die Gelegenheiten zu meiden, gehört wesentlich zur Lösung des Problems der Sünde dazu.



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[Bußsakrament] Tag 3 – «Mit rotem Gesicht zur Beichte?»13 Mar 202400:11:22
Seine Sünden offenzulegen kann überaus viel Überwindung kosten und ziemlich viel Herzklopfen verursachen.


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Bild/Imagination:
Wir betrachten Mose, wie er vor die Menge tritt und Josua als seinen Nachfolger verkündet, der sie gegen ihre Feinde führen wird. Bitten wir um den Mut, regelmäßig zu beichten, trotz allen Schwierigkeiten 

1. Schwierigkeiten. Das heilige Land ist von vielen Feinden besetzt. Die Menschen selber sind genauso von Feinden besetzt. Gewohnheitssünden, Laster und Versuchungen sind das, was sie von der Gemeinschaft mit Gott trennt. Die Lage kann dadurch manchmal aussichtslos erscheinen. Dennoch werden wir uns den Schwierigkeiten stellen müssen.2. Hilfe. Gott muntert Josua jedoch auf und verspricht ihm seinen Beistand und Hilfe im Kampf gegen die Feinde. Die einzige Bedingung ist, keine Angst zu haben und ins heilige Land loszuziehen. Wer in der Wüste stehen bleibt, kann die Hilfe des Herrn nie erfahren. Der wahrhaft Mutige geht immer wieder und wieder zur Beichte.3. Erbe. Gott verspricht uns für unsere Treue etwas noch besseres als das Land unserer Vorfahren, das heiligmäßige Leben und schließlich den Himmel. Wir sind seine Erben, so wie Josua und die Israeliten die Erben des Landes sind.



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[Bußsakrament] Tag 2 – «Wie oft beichten?»12 Mar 202400:08:49
Aber wovon hängt es denn nun ab, wie oft ich unter normalen Umständen zur Beichte gehe?


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination:
Schauen wir auf Adam und Eva, die sich nach der Begangenen Sünde im Paradies voller Scham über die begangene Tat verstecken.

1. Sich verstecken. Nach der begangenen Sünde versuchen Adam und Eva sich vor Gott zu verstecken. Dadurch wollen sie die Illusion gewinnen, dass alles in Ordnung ist. Aber das Fliehen vor Gott kann nie das dauernde Glück bringen. Die Tat holt den Menschen irgendwann wieder ein.2. Bereuen. Wenn sie direkt Gott gesucht und um Vergebung gebeten hätten, wäre vielleicht das Schicksal der Menschheit ganz anders geworden. Adam sollte anerkennen, dass er es selbst war, der sündigte und nicht die Schuld auf Andere schieben. Was wir getan haben, haben wir getan! 3. Barmherzigkeit Gottes. Das, was wie eine Strafe aussieht, ist in der Tat ein Ausdruck der Barmherzigkeit. Wenn die Menschen im Paradies geblieben wären, hätten sie ewig gelebt (Baum des Lebens), aber ohne Gemeinschaft mit Gott. Die Beichte sieht manchmal wie eine Qual aus, aber dadurch erhält man wieder die heiligmachende Gnade zurück, die jeder Anstrengung wert ist. Gott möchte uns verzeihen! Lassen wir es zu!


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[Bußsakrament] Tag 1 – «Convertere»11 Mar 202400:09:20
„Ich habe gesündigt, also gehe ich schnell zur Beichte, danach ist alles in Ordnung…“


Betrachtungshilfe

Bild/Imagination: Wir stehen unter dem Kreuz und schauen zu Jesus und den beiden Verbrechern auf, die mit ihm gekreuzigt werden und bitten um eine aufrichtige Reue über die begangenen Sünden

1. Der linke Verbrecher.  Wenn wir so handeln, wie der linke Schächer am Kreuz, kann es für uns am Ende zu spät sein. So zu tun, als ob alles in Ordnung wäre, kann die Beziehung zu Gott für immer zerstören. Wer seine eigene Schuld nicht sieht, braucht keinen Erlöser. 2. Dismas. Statt sich der Verspottung der Soldaten anzuschließen, bittet um die Vergebung. Er ist sich seiner Schuld bewusst und weiß, dass er diese Strafe verdient hat. Diese, seine einzige Bitte, die Bitte um Vergebung, konnte alles wiedergutmachen. Die Reue machte im Augenblick aus einem Verbrecher einen Heiligen. 3. Jesus. Er ist bereit, alles zu vergeben, aber er hat seine Bedingungen: Heilung ist nur möglich mit einer Herzenswende. Tiefe und wahre Reue führen wieder zurück zur Freundschaft mit Gott und einem versöhnten Leben.


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[Heilige Messe] «Opfer oder Mahl?»28 Mar 202400:05:47
Heute feiern wir sozusagen den Geburtstag der Heiligen Messe.
Bild/Imagination: Betrachten wir Jesus Christus, wie er kurz vor seinem Leiden die Jünger im Abendmahlssaal versammelt und mit ihnen die erste Eucharistie feiert. (Lk 22, 19-20) 

1. Kurz vor seinem Leiden versammelt Jesus Christus die Jünger um sich und gibt sich ihnen in der Gestalt von Brot und Wein sich selbst zur Speise. Eine einzige Kommunion würde ausreichen, um uns zu verändern, wenn wir es zulassen würden. Wie sehr hängen wir noch an den irdischen Gütern dieser Welt und lassen uns begrenzen von ihnen, obwohl wir in Christus, in der heiligen Kommunion schon den Himmel auf Erden haben.
2. Unter den Jüngern ist einer, der Jesus verraten wird. Es ist Judas Isakariot. Obwohl der Herr weiß, dass sein Jünger ihn verraten würde, reicht auch er ihm seinen heiligen Leib zur Speise. Wie oft gehen wir zur heiligen Kommunion, im Wissen, dass wir bei nächster Gelegenheit unseren Heiland durch eine Sünde verraten werden?
3. Das ist der Kelch des neuen Testamentes: Die Heilige Messe ist die Bundesfeier des Volkes Gottes mit seinem König. Sind wir uns dessen bewusst, dass wir durch jede Eucharistiefeier diesen Bund erneuern und ganz konkret mit dem Leben Jesu in Berührung kommen.

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[Bußsakrament] Froh über einen Gerichtstermin!?10 Mar 2024
"Im Namen Gottes, Sie sind hiermit in die Hölle verdammt!" Das ist ein Satz, den wir so in keiner Beichte hören werden. Ganz im Gegenteil: Losspruch und Vergebung auf ganzer Linie! Warum die Beichte ein Gerichtstermin ist, zu dem wir uns selbst bestellen und wieso die Kirchenväter von der Beichte als eine wie im Meer schwimmende Rettungsplanke sprechen, erklärt uns heute der Seminarist Mag. Jonas Dlugi FSSP, der auch ziemlich glücklich ist, dass die strenge, alte Bußpraxis der frühen Kirche ("zur Buße fasten Sie 40 Jahre") der Vergangenheit angehört. Warum? Hört rein!

Aufgabe der Woche
Bereite Dich mithilfe eines Beichtspiegels und einer gründlichen Gewissenserforschung auf eine gute Osterbeichte vor!


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[Betrachtung] Tag 6 – «Nimm die Bibel zur Hand!»09 Mar 202400:05:23
Die Heilige Schrift ist kein toter Buchstabe! 


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Philippus, der den äthiopischen Kämmerer in Bezug auf das Lied vom leidenden Gottesknecht bei Jesaja fragt: „Verstehst du auch, was du liest?“ (Apg 8,26-40)1. Allegorisch (bildlich): Philippus klärt den Kämmerer darüber auf, dass niemand anderer als Jesus Christus das Bild des Schafes erfüllt, das zum Schlachten geführt wird, oder des Lammes, das beim Scheren seinen Mund nicht öffnet (V.32). So hatte schon Johannes der Täufer gesagt: „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.“ (Joh 1,29)2. Moralisch: „Was steht meiner Taufe noch im Weg?“ (V.36) Die praktische Konsequenz, die der Kämmerer aus der empfangenen Unterweisung zieht, ist der Empfang der Taufe. Das Erlösungswerk Christi anzunehmen; ferner die Nähe zum Lamm Gottes zu suchen – in der täglichen Kreuzesnachfolge, in der hl. Eucharistie und in Seinem Wort, der hl. Schrift.3. Anagogisch (endzeitlich): Der Kämmerer war nun reingewaschen im Blut des Lammes und hatte das hochzeitliche Gewand der Gnade erhalten. Er hatte es rein zu bewahren bis zu seiner Begegnung mit dem Lamm Gottes selbst – in der ewigen Herrlichkeit Gottes, jenem Ort, wo es weder Sonne noch Mond braucht, „da das Lamm die Leuchte ist“ (Offb 21,23)



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[Betrachtung] Tag 5 – «Das ist keine Betrachtung!»08 Mar 202400:07:28
Wenn wir also irgendetwas Ungewöhnliches oder Verdächtiges bei der Betrachtung erfahren, sollen wir es kritisch überprüfen.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Paulus, der in die Korinther Gemeinde Ordnung bringen will und sie über das Gebet belehrt: „Ich will im Geist beten, ich will aber auch mit dem Verstand beten. Ich will im Geist lobsingen, ich will aber auch mit dem Verstand lobsingen.“ (1 Kor 14,15)1. Im Geist beten bezieht sich bei Paulus auf die Glossolalie, die Zungenrede, eine Art von Ekstase. Sie zu erfahren, mag eine besondere Gabe des hl.Geistes sein, soll aber nach Paulus nicht angestrebt werden. Außenstehende könnten einen für verrückt halten (V.23). Betrachtendes Gebet erwartet nichts Außergewöhnliches, auch keine neue Offenbarung. Ob Gott tätig wird und uns einen „Geistesblitz“ eingibt oder nicht, bleibt Ihm überlassen.2. Mit Verstand beten bedeutet als Ebenbilder Gottes tätig zu werden. Unsere geistigen Fähigkeiten, Verstand und Willen, auf jenen zurückzurichten, von dem wir sie empfangenhaben, indem wir über Ihn und seine Wahrheit nachdenken. Reine Passivität, bloße Lektüre oder nur emotionsgeleitetes Gebet werden dem nicht gerecht.3. Lobpreis, Dankbarkeit und Freude sind eine logische Folge dieses Gebets, wobei sich dies nicht unbedingt in vielen Worten oder Gefühlen äußern muss; wir stehen in einer inneren Haltung der Gelöstheit und Zufriedenheit vor Gott.

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[Betrachtung] Tag 4 – «Keine Angst vor Fehlern!»07 Mar 202400:06:59
Man möchte einfach nicht mehr. Man fühlt sich bedrängt - und möchte irgendwas anderes, idealerweise nichts Geistliches tun.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: David, der auf der Flucht ist vor dem eifersüchtigen König Saul und seine Zuflucht im Gebet bei Gott sucht (Ps 42 / 43)1. „Verschaff mir Recht, Gott… rette mich vor dem bösen und tückischen Menschen.“ (V.1) Hilf mir nicht nur gegen die äußeren Feinde und Versuchungen, sondern auch gegen die Tendenz zum Bösen, diese Folge der Erbsünde, den sogenannten alten Adam in mir… Hilf mir nicht zuletzt, wenn es darum geht, zur vorgesehenen Zeit aufzustehen und den Tag mir Dir zu beginnen.2. „Eintreten will ich zum Altar Gottes, zu Gott, der meine Jugend erfreut.“ (V.4) Dir verdanke ich mein natürliches Leben und mein übernatürliches durch die Taufe. Ich bin kein designierter König wie David, sondern mehr, ein Kind Gottes… Hilf mir, wie du das Leben Davids bewahrt hast, dieses übernatürliche Leben der Gnade nie zu verlieren, das du in mir lebendig, „jugendlich“ halten willst – v.a. durch die Nähe zum Altarsakrament.3. „Warum bist du traurig, meine Seele, und warum verwirrst du mich? Hoffe auf Gott.“ Hilf mir keine Tröstung zu suchen in den Frömmigkeitsübungen, nicht zu beten wegen der Befriedigung, etwas Sinnvolles getan zu haben oder vor anderen gut dazustehen. Lass keine Traurigkeit hinein in meine Seele; lass mich das Geschenk der Erlösung immer besser verstehen, damit ich erlöst(er) aussehe und auch andere an meinen Erlöser glauben können.

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[Betrachtung] Tag 3 – «Betrachtung: Zeit für Gott!»06 Mar 202400:07:02
Die Betrachtung soll man aus dem Alltag bewusst, als dem Herrn dargebrachte Zeit herausnehmen.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Mose, der auf einem Berg betet, während Josua gegen die Amalekiter in die Schlacht zieht (Ex 17,8-16)1. „Josua tat, was ihm Mose aufgetragen hatte, und kämpfte gegen Amalek, während Mose, Aaron und Hur auf den Gipfel des Hügels stiegen.“ (V.10): Während die einen kämpfen, sind die anderen im Gebet. Was für das Volk Israel galt und auch heute noch für die Kirche (dankder kontemplativen Klöster), gilt ebenso für das Leben eines jeden Einzelnen. Ohne stille Zeit mit dem Herrn verliert man sich in der Tätigkeit, im Aktivismus.2. „Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker“ (V.11) Der Feind hat leichtes Spiel, wenn wir die persönliche Beziehung zu Gott fallen lassen. Kein Zeitmangel darf uns eine Ausrede sein für das betrachtende Gebet, keine Zerstreuung, keine Müdigkeit.3. „Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben den unter ihn und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links“ (V.12) – bis die Sonne unterging und die Schlacht gewonnen war! Wie uns Aaron und Hur zeigen, macht Not erfinderisch. Die passende Haltung bei der Betrachtung, Abwechslung bei den Texten – ggf. auch wie für Fulton Sheen bspw., den großen Promotor einer täglichen hl.Stunde, ein Kaffee vorher…


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[Betrachtung] Tag 2 – «Betrachten wie ein Prophet»05 Mar 202400:08:55
Gott arbeitet, wie es für uns am besten ist. Unsererseits sind am wichtigsten: die Bemühung und der Wille im Zwiegespräch mit Gott auszuharren.
KathoCast zur Betrachtung: Jeder Christ ein Mystiker? Wir zeigen dir wie! | KathoCast (youtube.com)
Wir betrachten gemeinsam: [Bonus] Wir betrachten gemeinsam Mt 6,16-21 | QuadraCast (youtube.com)
Hilfe zur Betrachtung: [Mäßigkeit] Tag 1 – Betrachtungshilfe | QuadraCast (youtube.com)

Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Elija, der Gott auf dem Berg Horeb begegnet – in der Stille (1 Kön 19)1. „Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm“ (V.11), nicht im Erdbeben und auch nicht im Feuer. Um in eine innige Beziehung mit Gott zu treten, müssen wir Ablenkungen ausschalten. Smartphones, Bilder, Bewegungen müssen wir vermeiden, damit wir unsere Alltagssorgen hinter uns lassen können und in der Lage sind, auf Gott zu hören.2. „Nach dem Feuer kam ein leises Säuseln“ (V. 12): Elija erfährt Gottes Gegenwart, und zwar in der Stille. Die Betrachtung ist für uns jene Zeit am Tag, in der wir uns in der Stille bewusst werden, dass Gott nicht nur allgegenwärtig ist, sondern auch in uns wohnt, wenn wir uns im Gnadenstand befinden (d.h. keiner schweren Sünde bewusst sind).3. „Was willst du hier, Elija?“ (V.14) Die Frage ist ganz offen, und die Antwort des Elija ebenfalls. Er spricht von seiner Arbeit, seiner Enttäuschung, seiner Angst. Die Alltagssorgen dürfen einen Platz haben in unserem Gebet, auch als Ablenkungen in der Betrachtung, insofern sie uns zum Anlass werden, sie dem Herrn vorzulegen. Sind wir uns Seiner liebenden Gegenwart bewusst, so wird sich von selbst ein Gespräch ergeben.
 


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[Betrachtung] Tag 1 - «Betrachtung - wie?»04 Mar 202400:06:39
Um in der Liebe zu Gott wachsen zu können, müssen wir uns zunächst bemühen, Gott besser kennen zu lernen.

Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Gott erscheint Mose in einem brennenden Dornbusch (Ex 3)1. „Mose sagt: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?“ (V.3) Mose wird von einer guten Neugier gepackt. Erst durch das Nachforschen kommt es zu seiner Gottesbegegnung, seiner Berufung, dem Exodus… Denn man kann nicht lieben, was man nicht kennt.2. „Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin, der ich bin.“ (V.14) Der eigentlich unzugängliche Gott, vor dem Mose die Schuhe auszuziehen hat und vor dem er sein Gesicht verhüllt, offenbart sich dem Suchenden. Philosophisch gedeutet entspricht der Name dem Gottesbegriff vom puren Sein, dem Alpha und Omega, dem Allgegenwärtigen – der aus reiner Güte zum Schöpfer wurde, zum Ursprung allen Seins; d.h. auch zu meinem Schöpfer.3. „Jetzt wollen wir drei Tagesmärsche weit in die Wüste ziehen und dem Herrn, unserem Gott, Schlachtopfer darbringen.“ (V.18) Je mehr der Mensch Gott kennt, umso mehr wird er Ihn lieben. Er wird wie die Israeliten in die Wüste hinausziehen wollen, Ihm begegnen wollen in der Liturgie und in jedem Augenblick Seinen Willen zu erfüllen versuchen. Stehenzubleiben wäre Rückschritt, würde bedeuten, sich wieder von der ägyptischen Sklaverei einholen zu lassen.

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[Betrachtung] Sonntagsgespräch: Yoga mit Jesus?03 Mar 2024
Trägst Du eigentlich eine Brille? Nein? Wahrscheinlich brauchst Du eine! Der Mensch ist durch die Erbsünde in seinem Blick auf Gott und die Welt eingeschränkt und braucht die Hilfe der Betrachtung um klare Sicht zu gewinnen. Höre jetzt gleich rein um zu erfahren was Betrachtung eigentlich ist und warum die östliche Meditation etwas ganz anderes ist als die Meditatio, die wir pflegen

Aufgabe der Woche
Versuche jeden Tag 10 Minuten (oder mehr) zu betrachten.



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[Berufung] Tag 6 – «Alles ist Gnade!»02 Mar 202400:06:06
Wer sein Leben verliert, der wird es finden. Merkwürdig, dass man genau das erhält, was man verliert.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Gottesmutter, wie sie ihr Magnificat singt: „Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“ (Lk 1,46-55)

1. „Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.“ (V.48) Dankbarkeit ist eine Haltung der Demut. Je mehr ich erkenne, wie viel ich von Gott empfangen habe – mein Leben, meine Familie, meine Freunde, Erlösung, Sakramente, Beruf(ung) und Hoffnung auf ein ewiges Leben mit Gott – umso mehr erkenne ich meine Niedrigkeit und die Größe Gottes. Und umso dankbarer und freudiger bin ich.2. „Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten“ (V.51) Aus der niedrigen Magd wurde die Gottesmutter, jene Frau, die der Schlange den Kopf zertritt, die das erste Wunder Christi bei der Hochzeit zu Kana erbat und die wir in der lauretanischen Litanei unter unzähligen Titeln als Himmelskönigin verehren. Auch mich kann Gott für machtvolle Taten in Dienst nehmen, wenn ich mir die demütige Haltung Mariens zu eigen mache.3. Er denkt an sein Erbarmen, „das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.“ (V.55) „Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen…? Und selbst wenn sie ihn vergisst: Ich vergesse dich nicht.“ (Jes 49,15) Mögen auch wir unsere Versprechen nicht immer ganz erfüllen, Gott lässt uns nicht im Stich. Wir dürfen Großes hoffen und Großes wagen.
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[Berufung] Tag 5 – «Schränkt Gott mich ein?»01 Mar 202400:07:08
Verliere ich etwas, wenn ich mich Gott ganz hingebe?


Betrachtungshilfe
Bild: Petrus, der Jesus im Namen der Jünger fragt: „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?“ (Mt 19,27-30)

1. „Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.“ (V.28) Ihm dienen bedeutet mit ihm zu herrschen. Wer sich in dieser Welt auf die Seite Christi stellt, wird dort auch beim Endgericht sein und an Seinem Sieg teilhaben. – Ich will vorher möglichst viele auf die richtige Seite bringen!2. Wer alles um Seines Namens willen verlässt, „der wird es hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben.“ (V.29) Nichts von dem, was man zurücklässt, ist wirklich verloren. Vielmehr werden wir es in einer höheren Weise wiedererhalten, und dies in einem unverlierbaren Leben bei Gott. – In freudiger Vorausschau mach ich mir das klar.3. „Viele Erste werden Letzte sein und Letzte Erste.“ Nicht die Zeit des Dienstes ist ausschlaggebend für den Lohn, sondern die liebende Hingabe – man denke an die Arbeiter im Weinberg (Mt 20,10ff.) und den Verbrecher zur Seite des gekreuzigten Herrn (Lk 23,43). – Was zählt ist das Jetzt!

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[Heilige Messe] «Schwierigkeiten und Fallen»27 Mar 202400:08:21
So, wie sich uns Jesus in der Gestalt der Eucharistie aussetzt, so müssen wir uns Ihm manchmal aussetzen.

Bild/Imagination: Betrachten wir Helis Söhne, die im Tempel waren und durch falsche Gewöhnung das Heilige nicht mehr ehrten (1 Samuel 2) und bitten wir Gott, die eigenen Fehler in der Teilnahme an der Eucharistie zu erkennen und bekämpfen.

1. Ihre Würde. Helis Söhne durften im Tempel bei Gott sein und Opfer darbringen. Durch unehrfürchtiges  Verhalten betrachten sie es als etwas Gewöhnliches und wollen nur die Vorteile genießen, ohne sich um einen heiligen Lebenswandel zu bemühen.
Meine Würde. Kraft der Taufe kann ich bei Gott in seinem Haus sein und mit dem Priester wirklich, obwohl auf eine andere Weise, das hl. Messopfer mitopfern.

2. Helis Untätigkeit. Er wusste, dass sie falsch handeln, und ermahnte sie nur, blieb aber untätig und bestrafte sie nicht. 
Meine Probleme und Reaktion.Welches ist mein Verhältnis zur hl. Messe? Wo gibt es bei mir gefährliche Tendenzen, Nachlässigkeiten, usw.? Was kann ich dagegen tun? Was kann ich mir konkret vornehmen zu ändern?

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[Berufung] Tag 4 – «Mein Wille geschehe!»29 Feb 202400:05:22
Es gibt keine Geschichte ohne Gott. Nur mit Gott - oder gegen Gott.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Samuel schläft bei der Bundeslade, in Gottes Gegenwart, und vernimmt Seinen Ruf (1 Sam 3)

1. Gottes Ruf ergeht dreimal an den Schlafenden, weckt ihn, hinterlässt die Frage nach dem Ursprung und fordert das Tätigwerden des Gerufenen. Samuel tut das Richtige: Er wendet sich an einen erfahrenen Geistlichen. – Zur Unterscheidung der Geister brauchen wir äußere Hilfe, dürfen uns nicht auf unsere Meinungen und Gefühle stützen.2. Elis Auftrag und Samuels Gehorsam. Beim dritten Mal spricht der Junge: „Rede Herr, Dein Diener hört.“ – Mit solcher Bereitschaft sollen wir Gottes Anrede beantworten: „Hören will ich, was Gott in mir sprechen mag“ (Ps 84,9) „Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach seinem Wort.“ (Lk 1,38)3. Die Last des Gotteswortes: Samuel erfährt vom bevorstehenden Strafgericht über das Haus des Eli wegen des Missbrauchs der Opfer durch seine Söhne. – Fast immer ist eine Berufung mit einem schweren Auftrag verbunden, der die Überwindung der Menschenfurcht durch die Gottesfurcht verlangt! „Nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen“ (Lk 22,42)

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[Berufung] Tag 3 – «Mach' dir kein Bild»28 Feb 202400:05:50
Es geht nicht um unsere Vorstellungen. Es geht um den Gedanken Gottes!


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Berufung des jungen Jeremia in einer Zeit, als Jerusalem in die Verbannung ziehen musste und sich das Volk in einem desolaten Zustand befand (moralisch, wie religiös)

1. „Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen.“ Gottes Plan für mein Leben steht schon seit Ewigkeit fest. Er hat eine Aufgabe für mich, für meine Zeit, für meineGesellschaft. Und da Gott nichts Unmögliches verlangt, hat er mir auch die nötigen Talente dafür verliehen.2. „Ach, mein Gott und Herr, ich kann doch nicht reden, ich bin ja noch so jung.“ Oft haben wir unsere eigenen Vorstellungen davon, wie ein Priester sein muss, wie eine Ordensberufung aussieht, wie man die Welt verbessern könnte. Und gerade deshalb meinen wir, dass es mit uns nicht funktionieren könne. Wie zu Jeremia sagt Gott auch zu uns: „Sag nicht, ich bin noch so jung“, so ungebildet, so ungeeignet…3. „Fürchte dich nicht vor ihnen.“ Überwinde deinen falschen Perfektionismus und deine Menschenfurcht. Denn ich, Gott selbst, werde durch dich sprechen und handeln, dich als Werkzeug verwenden. „Dann streckte der Herr seine Hand aus, berührte meinen Mund und sagte zu mir: Hiermit lege ich meine Worte in deinen Mund.“

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[Berufung] Tag 2 – «Der Gedanke Gottes»27 Feb 202400:07:01
Berufung besteht nicht darin, dass mich die Erleuchtung vom Himmel trifft und dann ist alles super!


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Bild/Imagination: Josef aus dem Stamm Israel, der zu Großem berufen war, obwohl oder gerade weil er einen sehr schwierigen Lebensweg hatte (Gen 37ff.)

1. Vorsehung Gottes: Josef hatte die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für ein gelungenes Leben, nachdem als Sklave nach Ägypten gekommen war. Aber im Nachhinein erkennen wir die Vorsehung Gottes. Josef wurde zum zweitwichtigsten Mann Ägyptens und zum Lebensretter in einer großen Hungersnot – u.a. für seine Familie. Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade.2. Gott kann dabei sogar aus den Folgen der Sünde noch etwas Nutzen machen: Unrecht, Neid, Lüge, Intrige und Unkeuschheit nahestehender Menschen hatten Josef unschuldig in ein ägyptisches Gefängnis gebracht - aber dadurch auch zu einem Vertrauten des Pharaos, der ihn später zu seiner großen Karriere führen sollte. Uns kann Gott ebenfalls durch schlechte Erfahrungen, seien es eigene Sünden, seien es fremde, zum Tun des Guten bewegen.3. Vergebung: Wäre Josef nicht zur Vergebung bereit gewesen, als seine Brüder ihn wie alle anderen um Brot baten, dann hätte die Geschichte Israels wohl ein anderes Ende genommen. Auch bei uns kann es sein, dass wir manches Fehlverhalten anderer bewusst vergeben müssen (z.B. in der Kindheit), um in unserem geistigen Leben Fortschritte zu machen. „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ (Mt 6,12)

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[Berufung] Tag 1 – «Erkenne dich selbst»26 Feb 202400:06:45
Ich bin in meiner ganzen Existenz ein von Gott gerufenes Wesen. Wie sieht meine Antwort aus?
Betrachtungshilfe

Bild/Imagination: Christus, der uns erinnert: „Ihr seid das Licht der Welt... man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter…“ (Mt 5,14f.)1. Das Licht brennt schon: Durch die Taufe sind wir Tempel des Heiligen Geistes geworden, der Vater und der Sohn haben Wohnung genommen in uns. Zu der Selbsterkenntnis eines Christen gehört nicht nur, dass er als Geschöpf, als Mann und als Frau, angenommen und geliebt ist, sondern mehr noch, dass Gott sogar in ihm wohnt. Christus ist das eigentliche Licht der Welt (Joh 9,5), aber da er in uns wohnt, sind auch wir das Licht der Welt.2. Das Licht ist gefährdet: Seit dem Fall der ersten Menschen leiden wir alle unter den Folgen der Erbsünde. Wir haben eine gewisse Tendenz zum Bösen, das Licht in uns ist gefährdet. „Wir tragen unseren Schatz in kostbaren Gefäßen.“ (2 Kor 4,7) Die Erkenntnis unserer eigenen Schwächen und Sünden muss uns zur Vorsicht mahnen.3. Das Licht soll vermehrt werden: „So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (V.16) Die grundlegende Berufung eines jeden Menschen ist die Heiligkeit. Ganz gleich wie der Lebensweg ausschaut, diese Aufgabe ist allen Menschen gemeinsam und allen möglich. Gott verlangt nichts Unmögliches

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[Berufung] Sonntagsgespräch: Erkenne Deine Berufung!25 Feb 202400:15:55
"Herr Mustermann bitte zur Kasse kommen!": Ein Ruf, aber keine Berufung. Wie aber hört sich der Ruf Gottes an, wenn er Dich trifft? Wohl kaum wie eine Durchsage im Supermarkt, und dennoch können wir sie wahrnehmen und ihrer Aufforderung nachkommen, wie der hl. Bruno, den uns der Seminarist Clemens Maria Reithofer FSSP heute kurz vorstellen wird, der seinen Ruf von einem Toten vernommen hat. Wenn Du wissen willst was Deine Berufung ist und wie Du darauf antworten kannst, hör rein!

Aufgabe der Woche: Bete jeden Tag drei Ave Maria und danke dem Herrn nach jedem für eine konkrete Sache in deiner Berufungsgeschichte.


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[Gebet] Tag 6 – «Gebet und Fasten»24 Feb 202400:06:54
Wirkliche Änderung der Welt gibt es nur als Änderung des Menschen. Und wirkliche Änderung des Menschen geschieht nur in der Busse.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Christus auf den verschiedenen Stationen seines Kreuzwegs bis zum Tod am Kreuz

1. Abschreckung von Sünde: Christus auf seinem Kreuzweg zu sehen, ist erschütternd. Aber das eigentlich Erschütternde sind nicht die Gewalt und Einsamkeit, sondern die Freiwilligkeit, mit der Christus dieses Leid, dieses Kreuz auf sich nimmt. Er hätte diesen Weg nicht gehen müssen, er geht ihn aus Liebe zu uns. Warum? Um uns zu zeigen, wie schwer unsere Sünden Gott beleidigen und wie groß umgekehrt seine Liebe zu uns ist. Diese Feststellung wird mir Anlass sein, mich entschieden von der Sünde abzuwenden.2. Buße: Ich werde versuchen, das Übel, das meine Sünden darstellen, wiedergutzumachen. Leider kann ich nicht wie Veronika das Antlitz Christi von Staub und Schmutz reinigen, nicht wie Maria und Johannes unter dem Kreuz ausharren. Aber ich kann Christus in meinem Mitmenschen Gutes tun. Und ich kann die hl. Messe, die unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers, wahrnehmen als eine Gelegenheit, um nah bei Christus zu sein.
3. Sühne: Es wird mir ein Anliegen sein, dass Christi Tod am Kreuz nicht umsonst war. Ich werde mir Seine Haltung zu eigen machen, ebenfalls für andere mein Leben hinzugeben. Ich werde daher überlegen, welche Opfer ich mir im Alltag bisher habe entgehen lassen, die ich als Sühne aufopfern könnte, d.h. zur Wiedergutmachung der Sünden meiner Mitmenschen 

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[Gebet] Tag 5 – «Gebet - geht auch falsch!»23 Feb 202400:06:59
Der heilige Paul vom Kreuz bezeichnet die Faulheit als eine Motte, welche die ganze Frömmigkeit zernagt und dem Gebet die Früchte nimmt.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Der hl. Josef, wie er seinen Alltag gestaltet in den verschiedenen Schwierigkeiten eines gläubigen Zimmermanns.

1. Enttäuschung: Der hl. Josef gehört zu den wenigen Menschen, die von Gott mit Visionen ausgestattet worden sind. Allerdings haben sie auch bei ihm nicht den Alltag bestimmt. Wie wir wäre er wohl auch froh gewesen, wenn Gott sich öfter explizit zu Wort gemeldet hätte. Aber eine direkte Antwort Gottes bleibt eine besondere Gnade, deren Ausbleiben uns nicht enttäuschen darf. Das Gebet lohnt sich trotzdem.3. Trockenheit: Vor allem dürfen wir uns nicht von Emotionen abhängig machen. Der hl. Josef wird das Gebet, d.h. die Nähe zu Gott, gesucht haben, ob er nun in Nazareth, Bethlehem oder Ägypten gewesen ist, in Freude und Leid. Liebe erweist ihre Größe v.a. in der Treue. Gerade Gebet trotz Trockenheit zeigt unsere Liebe zu Gott.4. Arbeit zum Gebet machen: Der hl. Josef hat die meiste Zeit seines Lebens mit Zimmermannstätigkeiten zugebracht, und zwar im Beisein seines Adoptivsohns Jesus. Auch unsere Arbeit kann zum Gebet werden, wenn wir sie gut machen und ihr bewusst in Gottes Gegenwart nachgehen. Selbst wenn der Herr nicht körperlich gegenwärtig sein mag wie zu Lebzeiten des hl. Josef, so ist Gott doch allgegenwärtig und lebt in uns sogar auf besondere Weise, wenn wir uns im Gnadenstand befinden (d.h. uns als Getaufte keiner schweren Sünde bewusst sind). 


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[Gebet] Tag 4 – «Das Gebet und die Heiligen»22 Feb 202400:06:16
Unablässig betet, wer sein Gebet mit Taten und Taten mit Gebet verbindet. Nur so können wir der Ansicht sein, daß sich der Grundsatz «jederzeit zu beten» verwirklichen lässt.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: die Gottesmutter, die bei der Verkündigung vom Erzengel Gabriel überrascht wird – beim Gebet

1. Lieber zu viel als zu wenig: Betrachtet man bildliche Darstellungen der Verkündigungsszene, so findet man die Gottesmutter in der Regel beim Lesen der Hl.Schrift, beim Gebet. Sie lehrt uns, dass wir lieber zu viel als zu wenig Zeit im Gebet, d.h. mit Gott verbringen. Der hl.Franz von Sales sagt z.B. einmal über die Betrachtung, dass ein normaler Mensch sich eine halbe Stunde pro Tag dafür nehmen sollte; falls er aber wirklich keine Zeit habe eine ganze Stunde… 2. Fester Platz im Alltag: Leicht kommt es vor, dass wir trotz der besten Vorsätze wenig beten – weil wir es schlichtweg vergessen. Die Heiligen lehren uns, dass eine feste Routine eine große Hilfe ist. Gebetszeiten an bestimmten Momenten des Tages realistisch einzuplanen, vom Aufstehen über die Mahlzeiten und Arbeitswege bis zur Gewissenserforschung vor dem Schlafengehen. So wird es nicht zuletzt die Gottesmutter getan haben.3. Grenzen: Die Muttergottes hatte den Erzengel freundlich empfangen und nicht auf ihrer Schriftlesung beharrt. Die Gebetszeiten dürfen nie in Widerspruch geraten zu dem, was aktuell geboten ist – seien es die Standespflichten (also all jene Dinge, die ich zu erledigen habe als Untergebener/Chef, Ehegatte, Kind/Eltern etc.) oder ein aktuell gebotenes Werk der Nächstenliebe (z.B. erste Hilfe bei einem Unfall statt Rosenkranzgebet). Jene Pflichten sind mir von der Vorsehung Gottes zugedacht, können nicht gegen das Gebet ausgespielt werden.


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[Gebet] Tag 3 – «Gebet - Kampf!»21 Feb 202400:07:01
Ein altes Sprichwort besagt: "Vorbeugen ist besser als nachträglich heilen". Auch im Gebet solltest Du Wache um Deine Seele halten, um nicht unvermittelt überrascht zu werden.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Gleichnis Jesu von der Witwe, die unablässig vor dem Richter erscheint und um Erhörung bittet

1. Beharrlichkeit: Oft kommt es vor, dass wir meinen vergeblich zu beten. In einem Gleichnis zu diesem Thema stellt uns der Herr eine Witwe vor Augen, die von ihrem Richter nicht angehört wurde, die aber dennoch jeden Tag ihr Anliegen vorbrachte. Sie lehrt uns v.a. eines: beharrlich zu bleiben und nicht mutlos zu werden. „Bittet, und ihr werdet empfangen“, sagt uns der Herr an anderer Stelle. 2. Fester Glaube: Die Witwe wusste, dass der Richter ihrem Anliegen prinzipiell entsprechen konnte. Dass er die Fähigkeit dazu hatte. Auch wir dürfen bei unseren Bitten nie vergessen, dass Gott tatsächlich allmächtig ist und keine Bitte sein Vermögen übersteigt. „Denn bei Gott ist nichts unmöglich.“ 
3. Vertrauen: Die Witwe hatte es in dem Richter mit einem Menschen zu tun, der sie aus einer schlechten Laune heraus nicht erhören wollte. Wir dagegen tragen unsere Anliegen vor Gott, der die Güte selbst ist und unser Schöpfer. Niemand weiß besser als Er, was gut für uns ist. Wir dürfen daher darauf vertrauen, dass Er am besten weiß, wann und wie Er uns erhören muss. „Nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.“ 
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[Gebet] Tag 2 – «Gebet - konkret!»20 Feb 202400:08:01
Das Gebet ist der falsche Anlass, um sich von anderen abzuheben.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Die 10 Aussätzigen, die von Jesus geheilt werden, von denen aber nur einer zurückkehrt um sich zu bedanken. (Lk 17,12-19)

1. Bitte: Es gibt verschiedene Arten von Gebeten. Das einfachste und sicher häufigste Gebet ist das Bittgebet. Wie die zehn Aussätzigen rufen wir dem Herrn zu „Jesus, Meister, habe Erbarmen mit uns!“ Wir dürfen jedes Anliegen vor Ihn hintragen, und, wenn es Seinem Willen entspricht, wird Er auch zu uns sagen: „Dein Glaube hat dich gerettet“2. Anbetung: Von dem Aussätzigen im Evangelium lesen wir, dass er sich vor den Füßen Jesu auf das Angesicht niederwarf. Ebenso soll unser Gebet, einschließlich des Bittgebets, von einer Haltung der Anbetung getragen sein. Gott ist kein Automat, bei dem man oben eine Bitte einwirft und unten eine Gebetserhörung herauskommt, Er ist auch nicht der nette Kumpel von nebenan. Er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde, unendlich heilig und anbetungswürdig. So kann es eine gute Übung sein, sich vor jedem Gebet in die Gegenwart Gottes zu versetzen, z.B. mit einem bewussten Kreuzzeichen. 3. Lob und Dank: „Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun?“ Von den 10 Aussätzigen kehrt nur einer zurück, um sich bei dem Herrn zu bedanken. Auch bei uns kann es sein, dass von zehn Gebeten, die wir an den Herrn richten, bestenfalls eines von Dankbarkeit getragen ist. Lob und Dank sollten fester Bestandteil in unserem Gebetsleben werden – mindestens bei der abendlichen Gewissenserforschung


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[Heilige Messe] «Christus, ziehe mich zu Dir!»26 Mar 202400:09:09
Das muss unsere aktive Teilnahme sein, dass wir uns an den Herrn binden.
Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Wir versetzen uns in die Situation des Propheten Jeremia. Er wird von seinen Gegnern bedrängt, die ihn am Ausüben seines Prophetendienstes hindern wollen. (Jer 11, 18-20)

1. Die Feinde. Jeremia möchte den Auftrag erfüllen, den Gott ihm zugewiesen hat. Seine Feinde versuchen ihn daran zu hindern, machen ihm das Leben schwer. Auch uns wird es nicht immer leicht sein, wenn wir ein Leben aus dem christlichen Glauben führen wollen, viele Schwierigkeiten werden uns begegnen. 
2. Blick auf Christus. Unserem Herrn erging es nicht anders als Jeremias. Die Feinde trachten ihm nach dem Leben; von einem seiner Freunde wird er verraten. Wie ein unschuldiges Lamm wird er zum Kreuz geführt. Schauen wir auf IHN und sein Kreuz. 
3. Ziehe mich. Diesen Blick auf Christus am Kreuz möchte ich vor allem bei der Heiligen Messe haben. Ich will bereit sein, so wie der Prophet Jeremia, der auf Christus voraus blickt und sich von ihm mitziehen lässt. Jesus, teile mir etwas von deiner Opferbereitschaft und Hingabe mit.

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[Gebet] Tag 1 – «Gebet - unverzichtbar!»19 Feb 202400:08:56
Das Gebet ist Ausdruck des Glaubens und damit der Überzeugung, dass wir eben nicht für den Himmel oder für die Hölle vorherbestimmt sind, sondern mit Gott zu wahrer innerer Umkehr fähig sind. Und daß unsere Unvollkommenheit nicht das Endresultat unseres Strebens ist. Somit ist das Gebet ein wirklicher, unverzichtbarer Ausdruck der Hoffnung auf den Himmel.


Betrachtungshilfe
Bild/Imagination: Christus, der in verschiedenen Situationen betet – als „Menschensohn“ unser Vorbild

1. Liturgie: Als gläubiger Jude nimmt Christus am alttestamentlichen Tempelkult teil. Gemeinsam mit den anderen Gläubigen steht Er vor Gott und lässt durch die jüdischen Priester die vorgeschriebenen Opfer darbringen. Mit Christi Tod ist zwar ein Neuer Bund eingesetzt, aber das alte Prinzip von Gottesdienst nicht verworfen: als Gemeinde vor Gott zu stehen und sich der Heilstaten Gottes zu erinnern2. Mündliches Gebet: Mit seinen Jüngern pflegt Jesus die uralte Tradition des Psalmengebets und lehrt sie auf Nachfrage das Vaterunser. Er gibt uns damit Beispiele, wie mündliches Gebet aussehen kann. Dank solcher ausformulierten Gebete müssen wir nicht ständig das Rad neu erfinden und sind bei unserem Gebet nicht an eine aktuelle Tageslaune gebunden. 3. Betrachtung: In seinen Nachtwachen lehrt uns Christus, dass es auch eine Zeit zum stillen Gebet braucht, zur Betrachtung. Manchmal wird sie nicht viel mehr sein als ein Ausharren, aber es ist ein Ausharren in Liebe. Dieses stille persönliche Gebet verhindert, dass unser äußeres Gebet in Liturgie und mündlichen Gebeten zu einem bloßen Formalismus erstarrt.


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