Stufe eins unserer Freitagsreihe zum Agentenbau: der reine Aufruf eines Sprachmodells. Text rein, Text raus, ohne Werkzeuge, ohne Gedächtnis und ohne Anweisung vorneweg. Siebenundzwanzig Zeilen Python reichen dafür, und genau weil nichts drumherum steht, sieht man hier am deutlichsten, was das Modell leistet und was die Software. Unser Bild dafür ist ein Briefschlitz: Du schiebst einen Zettel durch, ein Blatt kommt zurück. Dahinter sitzt jemand, der mehr gelesen hat als jeder Mensch, aber kein Fenster hat, keine Uhr und keine Akte über dich.
- Was das Modell kann und was nicht: umformulieren, Schlüsse ziehen, aus dem Weltwissen antworten. Aber es kann sich nichts merken, nichts nachschlagen, nicht verlässlich rechnen und weiß nicht, welcher Tag heute ist
- Woher ChatGPT dann das Datum kennt, und wie viel vom gewohnten Chat eigentlich Verpackung ist
- Zweimal dieselbe Frage, zwei verschiedene Antworten, auch mit der Temperatur auf null
- Warum das Tippgefühl im Chat keine Eigenschaft der KI ist, sondern die erste echte Produktentscheidung
- Was das Label „mit KI" über ein Produkt aussagt, und warum ein Klick auf „PDF zusammenfassen" ein Datenschutzproblem sein kann
Nächsten Freitag geht es mit der ersten Lücke weiter: dem fehlenden Gedächtnis.
Die Stimmen in diesem Podcast sind künstlich erzeugt. Die Inhalte stammen von uns.